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Freiwasserstaffel mit viertem Platz zum WM-Abschluss

Zum Abschluss der Freiwasserwettbewerbe bei den Weltmeisterschaften 2024 in Doha (QAT) haben die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) ihr bestes Ergebnis bei diesen  Titelkämpfen erzielt. Die Mixedstaffel über 4x1,5km mit Leonie Beck, Celine Rieder, Oliver Klemet und Arne Schubert belegte am Donnerstag in 1:04:11,60 Stunden den vierten Rang hinter Australien (1:03:28,00), Italien (1:03:28,20) und Ungarn (1:04:06,80).

“Wir haben einen sehr, sehr guten Job gemacht mit der Staffel. Im Vorfeld hätten wir nicht damit gerechnet, dass wir so gute Medaillenchancen haben. Ich bin stolz auf meine Teamkolleg*innen”, sagte Beck. Bei weniger Wind und Wellen als in den Tagen zuvor hatte die Würzburgerin im alten Hafen der katarischen Hauptstadt den schwierigen Part übernommen,  sich als Startschwimmerin im großen Getümmel auch gegen einige Männer zu behaupten und für eine gute Ausgangsposition zu sorgen. Anschließend kam dann Rieder zu ihrem ersten Einsatz, die Neckarsulmerin arbeitete sich dabei von Position zwölf auf sechs vor. “Es war meine erste Weltmeisterschaft im Freiwasser. Ich finde, es hat ganz gut geklappt, das war ein gutes Rennen”, sagte Rieder völlig zu Recht.

An dritter Position schwamm Oliver Klemet im Sog von Italiens Topstar Gregorio Paltrinieri dann sogar auf den Bronzerang vor, nur im letzten Drittel konnte er dessen Tempo dann nicht mehr ganz folgen. “Man spürt die Starts davor schon, die Belastung war schon relativ groß. Andere hatten nur ein Rennen davor, ich glaube, das kann denen auch geholfen haben im Endspurt. Das Ziel wäre natürlich schon gewesen, bei Gregorio dranzubleiben, aber der ist natürlich auch bei den 1500 Metern im Becken eine Klasse für sich. Der hatte natürlich auch keine zehn Kilometer davor”, sagte Klemet. Dass es nach der sehr erfolgreichen WM 2023 in Fukuoka diesmal für den Frankfurter nicht zu einer Medaille reichte, wollte er aber nicht überbewerten. “Das ganze Training ist auf Paris ausgelegt. Das hier ist eine WM, aber auch ein Zwischenstopp vor Olympia. Die Bedingungen hier waren für mich nicht ganz so perfekt. Es war ziemlich kalt, ich bin eher ein kleiner Warmduscher. Es war bei den zehn und fünf Kilometern ein bisschen welliger. Das hat man natürlich schon gespürt an der Leistung, dass andere damit besser klar kamen. Aber ich denke, das Ziel ist Paris und das bleibt es auch nach der WM”, betonte Klemet.

Als Schlussschwimmer kam dann Arne Schubert zum Einsatz, damit sich Florian Wellbrock auf seine zwei Chancen zur Olympiaqualifikation bei den WM-Beckenrennen (ab Sonntag) konzentrieren kann. Und der 17-jährige Magdeburger rechtfertigte diese Aufstellung, einzig Ungarns 10km-Weltmeister Kristof Rasovszky musste er in der Endphase noch passieren lassen. “Ich hatte nur den Amerikaner auf dem Schirm und auf einmal kam nach der dritten Boje der Razovsky angeschossen. Es war unglaublich schwer, da dran zu bleiben, weil ich mich nur auf den Amerikaner fokussiert hatte und gehofft habe, dass ich mein eigenes Rennen hier durchziehen kann. Dass es am Ende leider nicht ganz gereicht hat, ist natürlich schade, aber ich habe das Beste draus gemacht und kann stolz auf mich sein. Ich glaube, auf die Leistung kann man sehr gut drauf aufbauen”, sagte Schubert. Die WM-Premiere in der offenen Klasse wird dem großen Talent sicher noch mal einen Schub geben für die weitere Entwicklung. “Natürlich ist es hier nochmal was ganz anderes als bei den Wettkämpfen der Junior*innen, auch von der Professionalität her. Es ist extrem schön, auch mal seine Idole, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, hier stehen zu sehen, wie sie sich bewegen, was sie vor dem Start machen. Da kann man sehr viel mitnehmen, auch aus dem Rennen selber”, erklärte Schubert. “Ich bin unglaublich stolz, dass ich die Möglichkeit hatte, hier zu schwimmen und ich nehme mir auch sehr viel mit für die weiteren Aufgaben.”

Bundestrainer vertraut auf die eigene Saisonplanung

“Ich bin happy über die gesamte Staffel”, sagte dann auch Freiwasser-Bundestrainer Constantin Depmeyer. Und verteilte an Youngster Schubert ein Extralob: “Dass das eine große Verantwortung ist, das wussten wir. Er hat das hinten gut gemacht. Gegen Kristof sehen 98 Prozent der Schwimmer hier so aus.”

Auch beim WM-Fazit sieht Depmeyer keinen Grund zur Schwarzmalerei. Die ersten Titelkämpfe in einem Februar müssten im Gesamtkomtext gesehen werden. “Das ist ein Sonderfall, wir haben das erste Mal eine WM und Spiele so dicht aneinander. Wir haben diese WM als Zwischenstep genutzt, andere haben sie richtig vorbereitet. Ich denke, wir können die WM erst beurteilen, wenn wir die Spiele gesehen haben. Ich bin sicher, dass Flo und Olli da eine gehörige Portion mitreden werden”, erklärte Depmeyer. "Wir können natürlich nicht sagen, dass wir zufrieden sind oder das so eingeplant haben. Aber es werden unterschiedliche Wege gegangen. Wir sind als Team nicht zufrieden und haben Fragen, aber wir sind nicht beunruhigt. “

Man müsse halt auch sehen, dass es im Saisonaufbau erhebliche Unterschiede gibt zwischen den Nationen.“Wir haben jetzt noch wesentliche Trainingslagerblöcke, die Ungarn haben schon mehr vorher gemacht. Der große Trainingslagerblock kommt jetzt, den haben wir nach die WM gelegt mit mehr Fokus auf die Spiele. Das ist zum Beispiel ein wesentlicher Punkt”, so Depmeyer. Wichtig sei auch, sich auf die Bedingungen in Frankreich gut einzustellen, die ganz anders sein werden als hier in Doha: “Die Spiele werden speziell. Wir haben Strömung, wir haben einen Fluss, das ist für alle neu. Wir haben vielleicht kaltes, vielleicht warmes Wasser, das ist noch nicht klar. Wir reden davon, dass Kaltwasser in den Fluss eingebracht werden soll wegen der schlechten Wasserqualität. Worauf wir uns vorbereiten, wissen wir noch gar nicht genau. Wir werden sicherlich an der Kälteverträglichkeit arbeiten. Es wird nicht zu Wellen kommen in Paris, das Feld wird kleiner. Dafür wird die Runde auch kleiner und wir werden taktisch an den Bojen gucken müssen, es ist sehr eng in der Seine.”

>> Alle Ergebnisse von Doha

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EM-Silber mit Rekord für Wellbrock, Bronze für Schwarz und Gose

Zum Abschluss der Kurzbahn-Europameisterschaften in Kazan (RUS) hat Florian Wellbrock die Silbermedaille über 800m Freistil gewonnen. Drei Tage nach seinem Triumph über 1500m Freistil belegte der 24-Jährige vom SC Magdeburg in deutscher Rekordzeit von 7:27,99 Minuten Platz zwei hinter dem Italiener Gregorio Paltrinieri(7:27,94). Fünf Hundertstel trennten die großen Rivalen also nur beim spannenden Anschlagduell, beide blieben dabei unter dem bisherigen Europarekord (7:29,17) von Yannick Agnel (FRA) aus dem Jahr 2012. Und der 19-jährige Sven Schwarz (7:33,85) durfte sich dahinter bereits zum zweiten Mal bei dieser EM über Bronze freuen.

Wellbrock sprach nach der Siegerehrung von gemischten Gefühlen. „Natürlich ist es immer ärgerlich, wenn man so knapp verliert. Sehr cool finde ich aber, dass es wieder beide Deutsche aufs Podium geschafft haben“, erklärte der Freiwasser-Olympiasieger. „Das war echt ein schnelles Rennen und über die Zeit kann man zu diesem Zeitpunkt echt nicht meckern, deswegen kann ich hier heute erhobenen Hauptes rausgehen und zufrieden sein.“ Bis zur Kurzbahn-WM kurz vor Weihnachten in Abu Dhabi (VAE) steht nun für ihn noch ein Höhentrainingslager an, das weitere Steigerungen ermöglichen soll. Insgesamt scheint sich Wellbrock mit der Kurzbahn aber nun so richtig anzufreunden. „Das war jetzt das erste Mal, dass ich auf gutem Niveau so eine Meisterschaft geschwommen bin. Das hat wirklich Spaß gemacht, mit den Wenden hat es auch deutlich besser geklappt als sonst. Deswegen hat sich der ganze Ausflug hier auf jeden Fall gelohnt.“

Dieses Fazit gilt zweifellos auch für Sven Schwarz. Die EM-Erfolge sorgen nach der verpassten Olympiaqualifikation wegen einer Coronavirus-Infektion im Frühjahr auf jeden Fall für einen Motivationsschub beim jungen Hannoveraner. „Was war, lässt sich nicht mehr ändern. Aber es stimmt mich positiv zu sehen, dass ich schon so früh in einer Saison so gute Leistungen bringen kann“, sagte Schwarz zu seinen Bestzeiten nach einem Höhentraining. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Abschneiden hier.“

Zuvor war Isabel Gose über 400m Freistil ebenfalls zu ihrem zweiten EM-Bronze geschwommen, in 4:01,37 Minuten musste die Magdeburgerin nur den beiden Russinnen Anastasia Kirpichnikova (3:59,18) und Anna Egorova(4:00,52) den Vortritt lassen. „Ich war super erleichtert, als ich auf die Anzeigetafel gesehen habe, dass es zur Medaille reicht“, gestand Gose hinterher. Denn sie hatte sich an diesem Tag viel zugemutet und war nicht mal eine halbe Stunde vorher auch noch im Finale über 200m Freistil gestartet und dort beim Sieg der Niederländerin Marrit Steenbergen(1:52,75) auf Rang sieben (1:57,52) angekommen. „Nach 100 Metern habe ich gemerkt, dass ich gegen die anderen vorn keine Chance habe und mich dann abfallen lassen. Es hätte nichts gebracht, wenn ich Vierte oder Fünfte geworden wäre“, erzählte Gose.

Erst spät am Vorabend hatte sie sich mit Bundestrainer Bernd Berkhahn überhaupt dazu entschlossen, am Sonntag entgegen der ursprünglichen Planung einen Doppelstart zu wagen. „Man liebäugelt dann ja mit zwei Medaillen. Wir haben daher gesagt: No risk, no fun, probieren wir es einfach“, erzählte Gose. Zwar haben sich nicht alle Träume erfüllt, aber glücklich war sie anschließend trotzdem. „Diese Erfahrung macht mich auf jeden Fall stärker. Denn ich bin die Einzige, die sich getraut hat, beides zu schwimmen. Beim nächsten Mal kann ich nun noch cooler bleiben, weil ich nun ja weiß, dass ich es drauf habe, zwei gute Rennen hintereinander zu schwimmen.“

Zugleich hofft sie aber auch, dass die Wettkampfplaner beim Dachverband LEN auch ganz genau zugeschaut haben. „Ich konnte den anderen auch ein bisschen zeigen, dass es nicht geht, die 200 und die 400 Meter direkt hintereinander zu legen. Ich weiß nicht, wer sich das ausgedacht hat. Aber Sportler*innen und Trainer*innen zu so einer Entscheidung zu zwingen, wenn man auf beiden Strecken Medaillenchancen hat, ist komplett unfair. Das funktioniert eigentlich nicht und darf meiner Meinung nach nicht noch einmal passieren.“

>> Alle EM-Ergebnisse im Überblick

Für weitere Weltrekorde sorgten am Sonntag die Mixed-Lagenstaffel der Niederlande (1:36,18) und Ilya Shymanovich. Der Weißrusse egalisierte über 50m Brust in 25,25 Sekunden die Bestmarke des Südafrikaners Cameron van der Burgh (aufgestellt 2009 in Berlin). Die weiteren Titel gingen an Arianna Castiglioni (ITA) über 50m Brust (29,66), Sarah Sjöström (SWE) über 50m Schmetterling (24,50), Marco Orsi (ITA) über 100m Lagen (50,95), Radoslaw Kawecki (POL) über 200m Rücken (1:48,46), Kliment Kolesnikov (RUS) über 100m Freistil (45,58) und den erst 18-jährigen Ilya Borodin (RUS) mit einem Junioren-Weltrekord über 400m Lagen (3:58,83). Gastgeber Russland (11 Gold, 5 Silber, 8 Bronze) lag am Ende in der Nationenwertung vor den Niederlanden (8/5/5) und Italien (7/18/10), Deutschland (1/1/4) belegte hier Rang neun, mehr als sechs Medaillen hatten aber nur vier Mannschaften. „Angesichts der Tatsache, dass wir diese Kurzbahn-EM nicht als Saisonhöhepunkt eingeplant haben, ist das auf jeden Fall eine gute Ausbeute“, analysierte Bundestrainer Berkhahn.

Die Ergebnisse des DSV-Teams am Sonntag

200m Freistil Frauen

7. Isabel Gose (1:57,52)

400m Freistil Frauen

3. Isabel Gose 4:01,37

Vorlauf: 8. Isabel Gose (4:05,79 Q)

15. Zoe Vogelmann (4:10,06)

DNS Leonie Kullmann

800m Freistil Männer

2. Florian Wellbrock (7:27,99/deutscher Rekord)

3. Sven Schwarz (7:33,85)

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Olympiaqualifikation endet mit Wellbrocks zweiter Weltbestleistung

Zum Abschluss der DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen in Berlin hat Florian Wellbrock am Sonntag noch mal für ein Ausrufezeichen gesorgt. Über 1500m Freistil kraulte der Doppelweltmeister in 14:36,45 Minuten bereits die zweite Jahresweltbestleistung innerhalb von acht Tagen. Der 23-Jährige war damit zu einem frühen Saisonzeitpunkt schneller als beim WM-Titel 2019 und verpasste seinen eigenen deutschen Rekord nur um drei Zehntelsekunden.  „Drei Zehntel weniger wären schön gewesen, ich bin aber trotzdem zufrieden. Es läuft alles nach Plan“, sagte Wellbrock. „Und ich habe damit ein Zeichen an die Konkurrenz geschickt. Das war jetzt Weltjahresbestzeit, schönen Gruß an Gregorio Paltrinieri! Er wird sich freuen, wenn er das sieht, denke ich.“ Der Dauerkontrahent aus Italien hatte bislang die Jahresbestenliste mit 14:40,38 angeführt. Als Star im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) schaut Wellbrock mit großen Ambitionen auf die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli – 08. August). Wer mit ihm auf die Reise nach Japan gehen wird, beschließt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erst in einige Wochen, gemäß Nominierungskriterien dürfen sich aber insgesamt 28 Beckenschwimmer*innen berechtigte Hoffnung auf die Berufung ins deutsche Olympiateam machen. „Das Fazit ist durch und durch positiv. Nicht nur bei mir, sondern generell beim deutschen Team. Wir haben ein großes Team mit einer schönen Mischung aus erfahrenen und neuen Sportler*innen in der Olympiaquali durchbekommen. Ich bin durchaus zufrieden mit dem Wettkampf hier“, erklärte Wellbrock. 
Bereits am Sonntagvormittag hatte Christian Diener (Potsdamer SV) die Olympianorm über 200m Rücken in 1:56,99 Minuten um eine Hundertstel unterboten, am Nachmittag (1:59,46) fehlte dem 27-Jährigen dann etwas von der gewohnten Kraft. Kein Wunder: „Letzte Woche wollten wir nach Eindhoven fahren, aber der PCR-Test war positiv. Das war ein großer Schock. Wir haben danach nochmal einen Test an der Charité gemacht, der negativ ausgefallen ist, aber das war sehr anstrengend für den Kopf. Ich dachte, die Saison ist gelaufen und ich habe fünf Jahre umsonst trainiert. Jetzt bin ich umso erleichterter“, sagte Diener. Schon bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio war er im Finale Siebter geworden. „Für Tokio habe ich mir mindestens das Gleiche vorgenommen.“    Neben ihm war Ole Braunschweig (SG Neukölln) im 200m-Rennen die 100m mit 53,74 Sekunden angegangen und hat damit den FINA-A-Cut (53,85) über 100m Rücken unterboten. Wie Marek Ulrich (SSG Leipzig) ist er Kandidat für die Lagenstaffel
Für ein Glanzlicht sorgte auch noch einmal Jacob Heidtmann über die 200m Lagen. Der Elmshorner hatte im Vorlauf mit 1:59,25 Minuten bereits die Olympia Norm unterboten, zeigte dann auch am Nachmittag mit 1:59,56 wieder eine Topzeit. Weltspitzenniveau präsentierte zudem Sarah Köhler (SG Frankfurt) beim Sieg über 800m Freistil, mit ihrer Zeit von 8:23,82 Minuten sortierte sie sich auf Platz drei der Weltjahresbestenliste ein. „Wettkämpfe gehören einfach dazu. Ich bin sehr froh, dass uns vom DSV-Staff diese Rennen jetzt in den vergangenen drei Wochen ermöglicht wurden“, sagte die Aktivensprecherin anschließend.  Wie es im Sport nun einmal so ist, erfüllten sich in Berlin aber nicht alle Träume. Über 200m Lagen fehlten Kathrin Demler (SG Essen/ 2:12,12 Minuten) nur 22 Hundertstel zu einem Olympiaticket. So schnell war Zoe Vogelmann(SV Nikar Heidelberg) vor zwei Wochen in Heidelberg auch gewesen, diesmal wurde die 17-Jährige Zweite in 2:13,28. Auf ihren ersten Olympiastart noch etwas länger warten muss auch Kim Herkle. Die 18-Jährige vom SV Cannstatt verbesserte ihren Altersklassenrekord über 200m Brust auf 2:25,40 Minuten, nur eine halbe Sekunde fehlte so zur Tokio-Norm. „Zum einen bin ich natürlich glücklich, eine solche Zeit geschwommen zu sein. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich da nochmal steigern kann. Zum anderen ist man natürlich traurig, weil es so knapp war, nur eine halbe Sekunde hat am Ende zur Norm gefehlt. Aber wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die Olympischen Spiele 2024 anpeilen. Wenn es jetzt geklappt hätte, wäre das nochmal ein Sahnehäubchen gewesen, aber das Ziel ist 2024. Ich werde jetzt auf jeden Fall die EM schwimmen, und die Deutschen Meisterschaften kommen ja auch noch. Und ich habe eigentlich auch so genug zu tun, denn ich schreibe gerade noch Abitur.“ Auch Bente Fischer(Neckarsulmer Sport-Union) zeigte in Berlin ein couragiertes Rennen und blieb bis zuletzt an Herkle dran, mit 2:25,90 verbessere sie ihre persönliche Bestleistung deutlich. 
Bei den Männern siegte über 200m Brust der bereits für Olympia qualifizierte Marco Koch (SG Frankfurt) in 2:10,28 Minuten. „Ich bin ganz gut im Soll und froh, dass jetzt ein paar Wettkämpfe stattgefunden haben, dass man uns die Möglichkeit gegeben hat mit einem guten Gesundheitskonzept, so dass man sich auch sicher fühlt“, sagte Koch. „Als nächstes bereiten wir die Europameisterschaften vor, ich denke da sehen die 200m dann schon ein bisschen anders aus. Und in Tokio will ich dann ein Rennen machen, bei dem ich anschlage und danach sagen kann, dass ich alles aus mir rausgeholt habe. Und dann schauen wir mal, was ich dafür bekommen kann. Natürlich wäre es mein Traum, eine olympische Medaille zu holen, aber ich kann die Leistung der anderen nicht beeinflussen. Deswegen versuche ich einfach ein Rennen zu machen, mit dem ich selbst zufrieden sein kann.“ Maximilian Pilger (SG Essen) fehlten als Zweitem in 2:10,63 rund sieben Zehntel zur Olympianorm. 
Die kürzesten Olympia-Strecken werden in Tokio dagegen leider ohne deutsche Beteiligung stattfinden. Über 50m Freistil siegte Hannah Küchler (AMTV-FTV Hamburg) in 25,26 Sekunden und blieb so nur zwei Hundertstel über dem Altersklassenrekord von Daniela Götz. Die Norm lag allerdings bei 24,75. Bei den Männern siegte Artem Selin(Nübad-Flipper) in 22,47 Sekunden, der Abstand zur Tokio-Norm (21,95) war also ähnlich groß.   Für Ramon Klenz (SG Neukölln) war zudem noch ein zusätzlicher Lauf über 200m Schmetterling angesetzt worden, um den Berliner nach einer Corona-Zwangspause im Januar und einem Autounfall am Donnerstag noch eine weitere Chance zum Nachweis der Normzeit (1:56,30 Minuten) einzuräumen. Unter Anfeuerung aller Anwesenden lag Klenz dabei dann bis 185 Meter auf Kurs, musste dann aber den Strapazen der letzten Tage Tribut zollen. In 1:57,48 blieb er dann genau eine Sekunde über dem sogenannten A-Cut des Weltverbandes FINA, der für einen zweiten Olympiastarter erfüllt werden muss. Deutschlands einziger Vertreter auf dieser Strecke bleibt damit David Thomasberger (SSG Leipzig), der vor zwei Wochen einen deutschen Rekord aufgestellt hatte.  „Mit diesem Auftritt unserer Olympiakandidat*innen wächst der Optimismus. Wir haben in der Spitze absolute Topleistungen gesehen, aber auch in der Breite ein Schritt nach vorn. Wir sind auf dem richtigen Weg“, lautete der Fazit von Bundestrainer Hannes Vitense.  Sein Bundestrainer-Kollege Bernd Berkhahn ergänzte: „Wir sind allen Beteiligten vom Kampfgericht bis zur Organisation sehr dankbar dafür, dass uns dieser wichtige Wettkampf in dieser schwierigen Zeit ermöglicht wurde, um uns auf Tokio vorbereiten zu können.“
 >> Alle Ergebnisse der DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen 

 

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Drei Deutsche im EM-Finale beim Knockout Sprint

Drei Deutsche in einem Finale – das sieht man beim Schwimmen sonst nie, wo normalerweise immer nur zwei Aktive aus jeder Nation bei der Entscheidung dabei sein dürfen. Bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) war das anders, und das Trio des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) nutzte die seltene Gelegenheit: Florian Wellbrock, Johannes Liebmann (beide SC Magdeburg) und Oliver Klemet (SG Frankfurt) zogen geschlossen in das Finale des Knockout Sprints ein.

Nachdem sie auf dem Weg dorthin mit starken Leistungen erneute Medaillenhoffnungen geweckt hatten, wurde es dann allerdings nichts mit dem erhofften Edelmetall in dieser so spektakulären Disziplin. Am Morgen hatte Isabel Gose ebenfalls aus der Magdeburger Trainingsgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn noch über den Titel der Europameisterin jubeln dürfen. Die deutschen Männer sortierten sich anschließend auf den Plätzen sieben (Wellbrock), acht (Liebmann) und neun (Klemet) ein.

 

Wellbrock sieht hohe Qualität beim rasanten Sprintfinale 

 

„Natürlich lief es ein bisschen anders als erhofft. Wenn man sich souverän fürs Finale qualifiziert hat und die letzten zwei Wettkampftage so performt hat, dann hatte ich mir schon ein bisschen mehr erhofft. Aber von der Qualität war es heute glaube ich fast das stärkste 500-Meter-Sprintfinale, was wir jemals hatten. Ich fand es cool, dass wir mit drei Deutschen da waren. Hintenraus hat die Platzierung nicht ganz gereicht. Dennoch ist es fürs deutsche Team heute – gerade auch mit der Performance von Isabel – ein gutes Ergebnis gewesen.“

 

>> Alle EM-Ergebnisse aus Paris

 

Gold sicherte sich der Ungar Dávid Betlehem, der mit sichtlicher Genugtuung lautstark auf die Anschlagplatte klatschte, nachdem er über 10km und 5km noch jeweils Zweiter hinter Florian Wellbrock geworden war. Silber und Bronze ging nach Frankreich an Marc-Antoine Olivier und Logan Fontaine.

In den Runden zuvor hatten die Deutschen beim Eliminationswettbewerb immer wieder Ausrufezeichen gesetzt. Der erst 19 Jahre alte Johannes Liebmann, Europarekordler über 800m Freistil im Becken, gewann den ersten Vorlauf ebenso wie Wellbrock den zweiten. Auch im Halbfinale lag Liebmann wieder vorne, im zweiten Lauf lag dort dann diesmal Klemet vor Weltmeister Wellbrock.

 

Bis zur  ersten Boje legt der Ungar den Grundstein zum Sieg

 

Beim Finale erwischte allerdings Betlehem das beste Rennen und schwamm von vorne weg, auch an der wichtigen ersten Boje hatte er die beste Spur. „Die erste Boje zu gewinnen war ein großer Faktor. Das haben wir nicht geschafft. Ich war außen, Johannes auch außen, wir mussten den deutlich längeren Weg gehen als die beiden innen, und bei der nächsten Boje dann wieder. So sind wir deutlich zurückgefallen und haben es dann einfach auch nicht mehr geschafft, nach vorne zu kommen. Das hat schon sehr viel entschieden“, sagte Klemet.

Trotzdem schien das DSV-Trio kurz vor dem Zieltrichter noch einmal in den Medaillenkampf eingreifen zu können, während ganz vorne David Betlehem ungefährdet dem Sieg entgegenschwamm. Auf den letzten Metern ging allen drei Deutschen dann aber ein wenig die Puste aus. „Meiner Meinung nach standen Olli und ich uns selbst so ein bisschen gegenseitig im Wege – aber mein Gott, das passiert“, meinte Wellbrock. „Das muss man auch noch lernen, in so kurzer Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, ohne den Mitstreiter des eigenen Teams irgendwie zu behindern. Dennoch war es ein sehr faires Rennen auch untereinander.“

 

Youngster Johannes Liebmann sammelt wertvolle Erfahrungen

 

Für Johannes Liebmann war es der erste Start im Freiwasser in der offenen Klasse. Der junge Magdeburger nahm dabei viel Lehrreiches für die Zukunft mit. „Die 1.500 Meter waren, was den Konkurrenzkampf anging, noch ziemlich entspannt. Dass das dann so extrem stark zunimmt, war auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich machen musste. Es ist auf jeden Fall sehr interessant. Ich konnte die letzten paar Tage bei den Jungs immer zugucken und viel lernen – einfach nur durchs Zuschauen, wie die so ihren Ablauf machen. Die haben viel Routine drin, aber auch wie sie schwimmen, was sie taktisch schlau machen – das fand ich sehr, sehr interessant. Und das dann heute so ein bisschen auszuprobieren hat mir auch sehr viel Spaß gemacht“, sagte er. Bei seinen Beckenrennen hat Liebmann dann ab Montag wieder eine eigene Bahn für sich.

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Eikermann und Rösler sorgen für perfekten Abschluss der Sprung-Wettbewerbe

Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Ole Rösler (WSC Rostock) haben dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) zum Abschluss der EM-Wettbewerbe zwei weitere Medaillen beschert. In der Königsdisziplin vom Turm freute sich Eikermann am Donnerstagabend nach einem hochklassigen Wettkampf über Silber mit 513,05 Punkten und der junge Rostocker über Bronze mit 480,75 hinter Europameister Ruslan Ternovoi (NAB/524,20). Und weil die deutsche Mannschaft auch dank dieser beiden Erfolge den Sieg in der Team-Trophy davontrug, funkelten ihre Medaillen sogar ein bisschen golden.

>> Alle EM-Ergebnisse aus Paris

„Die glänzt für mich auf jeden Fall wie Gold. Zusätzlich zur Silbermedaille habe ich noch die 500-Punkte-Marke geknackt. Darüber freue ich mich fast noch mehr als über die Medaille am Ende. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Eikermann über seine erste internationale Einzelmedaille bei den Erwachsenen. „Die erste Medaille ist etwas Besonderes, aber es ist hoffentlich nicht die letzte. Heute habe ich alles rausgeholt, was ging. Am Morgen bin ich neue Bestleistung gesprungen (im Vorkampf waren es 486,50, Anm. d. Red.), am Nachmittag noch mal, weit über 500 Punkte – ich bin mehr als zufrieden.“

Eikermann meistert den Druck trotz schlafloser Nacht

Dabei hatte der Aachener in der Nacht vor dem Wettkampf nicht gut geschlafen. Noch vor wenigen Jahren hätte ihn das wahrscheinlich aus der Bahn geworfen. Doch inzwischen ist Eikermann gereift, wirkt deutlich gefestigter. „Mein Trainer Kamyar Kazemi und ich haben daran viel gearbeitet, auch unter Drucksituationen zu springen und unter Müdigkeit und körperlichen Einschränkungen“, erzählte er. Der zehnte Platz bei der WM 2025 in Singapur, wo er als erster Deutscher seit zehn Jahren wieder in einem ein Turm-Finale stand, tat sein Übriges: „Das hat mir ganz viel Ansporn für die nächsten Jahren gegeben.“

Ole Rösler hatte im vergangenen Jahr bereits EM-Silber geholt, die Bronzene aus Paris war für ihn aber nochmal wertvoller. „Damals habe ich 430 Punkte gemacht, jetzt sind es 480, das sind 50 Punkte mehr. Und das gibt mir viel mehr Motivation, weiter an mir zu arbeiten als 430 Punkte und Silber“, so der 18-Jährige. „Ich habe noch genug Luft nach oben. Es wäre heute sogar noch mehr drin gewesen, wenn ich den zweiten Sprung nicht so versemmelt hätte. Aber Fehler passieren im Sport, man lernt daraus. Und ich freue mich jedenfalls auf alles, was noch kommt.“ Zusätzlich motivieren dürfte ihn, dass er bei der EM sogar vor Oleksii Sereda (UKR/Platz sechs) landete, dem Titelverteidiger und WM-Zweiten, der in diesen Tagen erst als Europas Wasserspringer des Jahres 2025 geehrt wurde. „Das ist schon geil. Oleksii war früher immer mein Vorbild.“

Alle Deutschen in Paris mit mindestens einer Medaille

Insgesamt holte der DSV in Paris im Wasserspringen zehn Medaillen (3-4-3). Das bedeutet Platz zwei im Medaillenspiegel hinter den Italiener*innen (5-1-1), bei denen Chiara Pellacani an allen fünf Titeln beteiligt war, gemessen an der Gesamtzahl der Medaillen sogar Platz eins. In der Team Trophy, für die auch die weiteren Ergebnisse bis Rang acht gewertet werden, lag Deutschland wie schon 2025 ebenfalls ganz vorne.

„Der Tag heute war noch mal ein absolutes Highlight. Ich absolut zufrieden mit unserem Abschneiden hier“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. „Wir hatten herausragende Leistungen dabei, aber das Highlight war für mich unser Spirit, wie sich das Team insgesamt hier präsentiert hat.“ Bemerkenswert auch: Alle Aktiven aus der Mannschaft gewannen mindestens eine Medaille. Jette Müller (Dresdner SC 1898) mit Bronze im 3m-Synchronspringen zusammen mit Lena Hentschel (Berliner TSC) sowie Jaden Eikermann sorgten am Schlusstag für diese starke Bilanz.

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JEM Freiwasserschwimmen mit besonderer Herausforderung

Wellen sind auf der Ruderregattastrecke von Sukoró (HUN) in den kommenden Tagen nicht zu erwarten, das Wetter ist ruhig und angenehm sommerlich. Dennoch werden die Junior*innen-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen (23. – 26. Juli) nicht ohne Herausforderung über die Bühne gehen So ist das über 26 Grad warme Wasser im Velencer See derzeit doch sehr organisch trüb. Eine Sichtweite von nur 30 Zentimetern erschwert damit die Orientierung auf dem 1,66km langen Rundkurs.

 

>> JEM Freiwasserschwimmen: Startliste und Ergebnisse

 

Für das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hat Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow aber nicht nur deswegen schon vorher eine klare Richtung vorgegeben. „Unsere Talente sollen hier Erfahrung sammeln im Freiwasserschwimmen auf internationalem Niveau. Und diejenigen, die schon bei der JEM in München gute Beckenleistungen gezeigt haben, sollen ihre gute Form nun auch hier auf gewinnbringende Weise einsetzen“, sagte Bibow nach dem Vorbereitungstrainingslager in Malente.

 

Erster Knockout Sprint für Buttler und Liebmann 

 

Nach der verletzungsbedingten Absage von Jana Härtel (SV Region Stuttgart) gehen in Ungarn ab Donnerstag nun 26 Deutsche an den Start. Die Becken-JEM zwei Wochen zuvor in München haben davon Juliana Buttler, Melina Nitschke, Moritz Erkmann, Simon Brugger, Jonas Lieschke und Mattheo Straßburger bestritten. Für Buttler ist nach dem gelungenem Saisonhöhepunkt mit vielen Bestzeiten der Knockout Sprint in Ungarn nur noch eine Zugabe. „Ich habe das noch nie mitgemacht und schaue nun einfach mal, was dabei herauskommt“, sagte die 16-Jährige vom SC Magdeburg. Das im vergangenen Jahr neu etablierte Eliminationsrennen über Runden von 1,5km, 1000m und 500m ist für schnelle Langstreckler*innen aus dem Becken wie geschaffen.

 

Also auch für Buttlers Vereinskollege Johannes Liebmann, der erst am Freitag anreist und am Samstag dann nur den Knockout Sprint schwimmt. Der 18-Jährige, der in diesem Frühjahr den Europarekord über 800m Freistil verbesserte, will vor seinem Start bei den Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) unbedingt noch einmal ein Freiwasserrennen als Testlauf bestreiten. Seinen letzten Open-Water-Wettkampf war er bei der JEM 2024 geschwommen und hatte damals Staffelsilber gewonnen. Auch diesmal stehen die Chancen auf Edelmetall sicherlich nicht schlecht. „Wir freuen uns, dass Johannes hier unsere Mannschaft verstärkt“, sagte jedenfalls Bibow.

 

Das DSV-Team bei der JEM 2026 in Ungarn

Frauen

Disziplin 

Vorname

Name

Jahrgang

Verein

5 km

Julia

Kaul

2011

SSG Leipzig

5 km

Leni

Tesche

2011

SSG Saar Max Ritter

5 km

Michelle

Miculic

2011

SG Stadt. München

7,5 km

Hannah

Mitterer

2010

SG Stadt. München

7,5 km

Melina

Nitschke

2009

SC Chemnitz 1892

7,5 km

Marina Maja

Krietenbrink

2010

SG Essen

10 km

Julia

Ackermann

2007

SC Chemnitz 1892

10 km

Marie

Strohalm

2007

SG Frankfurt

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Zarina

Selimovic

2010

SG Dortmund

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Nika

Benkler

2010

SV Nikar Heidelberg

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Tekla

Kaminska

2010

Lehrter SV 1874

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Juliana

Buttler

2009

SC Magdeburg

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Julia

Ackermann

2007

SC Chemnitz 1892

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Melina

Nitschke

2009

SC Chemnitz 1892


 

 

Männer

Disziplin

Vorname

Name

Jahrgang

Verein

5 km

Moritz

Engmann

2011

SC Chemnitz 1892

5 km

Akram

Ammar

2011

Wasserfr. Spandau

5 km

Mohamed

Laadraoui

2011

SSF Bonn

7,5 km

Ben David

Preuß

2009

SG Neukölln Berlin

7,5 km

Mattheo

Straßburger

2009

STV Limbach-Oberfrohna

7,5 km

Jonas

Lieschke

2009

Hamburger SC e.V. von 1879

10 km

Finn Constantin

Kleinheinz

2007

SC Magdeburg

10 km

Moritz

Erkmann

2008

SC Chemnitz 1892

10 km

Lukas

Steuter

2007

Wasserfr. Spandau

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Pedro

Stier

2010

SG Neukölln Berlin

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Jannik

Häfelinger

2010

Hamburger SC e.V. von 1879

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Raphael

Zesewitz

2010

Dresdner SC 1898

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Johannes

Liebmann

2007

SC Magdeburg

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Simon

Brugger

2009

SG Stadtwerke München

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Mattheo

Straßburger

2009

STV Limbach-Oberfrohna

 

 

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Tolle Ausbeute für den DSV-Nachwuchs beim CECJM in Lubljana

Für die meisten der 27 Talente aus den Jahrgängen 2011 und 2012, die der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) fürs Central European Countries Junior Meeting (CECJM) in Ljubljana (SLO) nominiert hatte, war es der erste Einsatz für die Nationalmannschaft. Und dieser fiel am vergangenen Wochenende äußerst erfolgreich aus. Denn bei der Nationen-Trophy, bei der auf jeder Strecke zwei Aktive pro Nation in die Wertung kamen, belegten die deutschen Mädchen und Jungen jeweils Rang zwei hinter Ungarn beziehungsweise der Türkei.

 

 >> CECJM 2026: Alle Ergebnisse

 

Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften war Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04) zuletzt zweimal erfolgreichster Teilnehmer gewesen. Nun bewies der Berliner, dass er auch außerhalb seiner Heimatstadt zu Siegesserien fähig ist. In Slowenien gewann er Gold über 50m Rücken und führte auch beide Freistilstaffeln zum Sieg. Als Siegerinnen konnten außerdem Hannah Victoria Bürger (Dresdner SC 1898) über 50m Rücken und Eva Woitag (SC Magdeburg) über 100m Schmetterling für das DSV-Team punkten.

 

Tolle Stimmung und Arbeitseinstellung beim DSV-Team

 

„Wir haben hier viele Bestzeiten gesehen und natürlich auch einiges lernen können. Die Einstellung und die Arbeitsatmosphäre war wirklich herausragend bei diesem Team. So hat man sich gegenseitig zu Höchstleistungen getrieben“, lobte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense.

 

So wurden nach einer intensiven Vorbereitung beim Saisonhöhepunkt viele Kadernormen erfüllt. Zudem verpassten Lia Hartmannshenn (SG Mönchengladbach) und Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe) deutsche Jahrgangsrekorde auf ihren Strecken nur ganz knapp. „Wir nehmen von dieser Maßnahme viel mit für die Zukunft. Manche konnten hier gleich zwei Schritte nach vorn machen“, so Vitense.

 

Die deutschen Medaillenerfolge beim CECJM 2026

 

GOLD

Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04/2011) 50m Rücken 26,82

Hannah Victoria Bürger (Dresdner SC 1898/2011) 50m Rücken 29,64

Eva Woitag (SC Magdeburg/2011) 100m Schmetterling 1:02,17

4x100m Freistil männlich mit Hannes Petzold (Potsdamer SV/2011), Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04/2011), Theodor Büscher (SG Essen/2011), Hardy Frank (SSV Leutzsch/2011) 3:30,59

4x200m Freistil männlich mit Hannes Petzold (Potsdamer SV/2011), Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04/2011), Theodor Büscher (SG Essen/2011), Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe/2011) 7:43,91

 

 

SILBER

Talya Tok (SG Dortmund/2012) 50m Schmetterling 27,81

Lia Hartmannshenn (SG Mönchengladbach/2012) 100m Brust 1:10,72

Lia Hartmannshenn (SG Mönchengladbach/2012) 200m Brust 2:31,56

Charlotte Drenker (TV Ratingen/2011) 50m Brust 32,56

Julian Petras (Wasserfreunde Spandau 04/2011) 100m Schmetterling 56,87

Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe/2011) 400m Freistil 3:59,92

4x100m Lagen männlich mit Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04/2011), Paul Kiehl (Potsdamer SV/2011), Julian Petras (Wasserfreunde Spandau 04/2011), Hardy Frank (SSV Leutzsch/2011) 3:55,57

4x100m Lagen weiblich mit Hannah Victoria Bürger (Dresdner SC 1898/2011), Lia Hartmannshenn (SG Mönchengladbach/2012), Talya Tok (SG Dortmund/2012), Anna Forsbach (TV Ratingen/2011) 4:17,10

 

BRONZE

Jannis Kube (2011) (Wasserfreunde Spandau 04/2011) 100m Rücken 58,81

Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe/2011) 200m Freistil 1:54,59

Lia Hartmannshenn (SG Mönchengladbach/2012) 50m Brust 32,74

4x100m Lagen Mixed mit Hannah Victoria Bürger (Dresdner SC 1898/2011), Paul Kiehl (Potsdamer SV/2011), Eva Woitag (SC Magdeburg/2011), Hannes Petzold (Potsdamer SV/2011) 4:06,18

4x100m Freistil Mixed mit Hardy Frank (SSV Leutzsch/2011), Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04/2011), Anna Forsbach (TV Ratingen/2011), Anna Franziska Hunger (SSG Leipzig/2011) 3:41,45

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Louis Hoffmann krönt eine grandiose JEM-Woche mit seiner dritten Medaille

„A bisserl was geht immer“, pflegt man in München zu sagen. Für Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) ging bei den Junior*innen-Europameisterschaften in der Olympia-Schwimmhalle sogar ziemlich viel. Drei Mal stand der 18-Jährige bei der Heim-JEM auf dem Treppchen – kein anderer Mann im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) war in dieser Woche derart erfolgreich.

 

Nach zuvor schon Bronze über 50m Brust und Silber mit der Mixed-Lagenstaffel ergänzte

Hoffmann seine Edelmetallsammlung am JEM-Schlusstag mit einer weiteren Silbermedaille über 100m Brust. Und das sogar mit neuer Bestzeit von 1:00,29 Minuten. Schneller war am Sonntag nur der Grieche Evangelos Efraim Ntoumas, der mit flotten 59,91 Sekunden als Einziger unter der Minuten-Marke blieb. Bronze ging an Max Morgan (GBR/1:00,41).

 

Für die Zukunft hat Hoffmann große Ambitionen

 

„Als ich die Rankings gesehen habe, hatte ich mir erhofft, dass es so gut läuft. Aber dass es wirklich passiert ist, macht mich sehr glücklich“, sagte Hoffmann. „Es wurde hintenraus ziemlich hart, aber auf die persönliche Bestzeit kann ich stolz sein.“ Der Berliner wird am dortigen Bundestützpunkt von Lasse Frank betreut und von ihm optimal auf diese Titelkämpfe vorbereitet. „Der Zusammenhalt in der Gruppe ist riesig, es macht großen Spaß und Lasse macht auch super Arbeit. Aber man darf auch die Jahre zuvor bei Herrn Römisch nicht vergessen. Er hat mich in der Technik und Ausdauer aufgebaut, und Lasse hat das ausgebaut. Ich bin sehr stolz auf die beiden“, so Hoffmann.

 

Mit seiner Zeit blieb er übrigens nur acht Hundertstel über dem Jahrgangsrekord von Malte Gräfe (1:00,21) aus dem JWM-Finale 2025 und peilt für die Zukunft nun ähnliche Erfolge an: „Ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren mit den anderen Jungs mitmischen kann, dass wir das Brustschwimmen vorantreiben und uns da batteln können.“

 

Lagenstaffel steigert sich im Finale um fast drei Sekunden

 

Bevor es für Louis Hoffmann nun in den wohlverdienten Urlaub geht, stand er am Sonntag noch ein zweites Mal auf dem Startblock. Über 4x100m Lagen schwamm er gemeinsam mit Mitja Bauer (SSG Leipzig), Felix Brandner (1.FCN Schwimmen) und Nils Nolte (Berliner TSC) in 3:39,06 Minuten auf Rang sechs. Das DSV-Quartett konnte sich damit gegenüber dem Vorlauf um fast drei Sekunden verbessern.

 

>> Alle Ergebnisse der JEM Schwimmen

 

„Es hat sehr viel Spaß gemacht. Die Stimmung war nochmal besser als im Vorlauf, und es war mein erstes internationales Finale. Das war schon krass“, meinte Brandner. Den Sieg im

letzten Rennen dieser Titelkämpfe trugen die Italiener mit Gabriele Di Scola, Gabriele Garzia, Francesco Ceolin und Cristian Tassan-Caser in 3:35,59 Minuten davon. Silber ging an die Neutralen Athleten (3:36,01), Bronze sicherte sich Großbritannien (3:36,39).

 

Larus Thiel mit dem nächsten Top-Ergebnis

 

Starke Leistungen in Serie produzierte in München aber nicht nur Louis Hoffmann, sondern auf den Sprintstrecken auch Larus Thiel (SG Bayer). Über 50m Schmetterling schlug er nach 23,70 Sekunden als Sechster an und verbesserte damit den von ihm selbst gehaltenen Jahrgangsrekord für 17-Jährige gleich mal um 15 Hundertstel – im Sprintbereich ein Quantensprung.

 

„Ich bin mega happy“, meinte Thiel, der im Finale der Jüngste war. Über 50m Freistil war er bereits Fünfter gewesen, dort fehlten acht Hundertstel zum Podium. Diesmal war es sogar nur sieben Hundertstel auf den Briten Dean Fearn (23,62) als Drittplatziertem hinter Jan Foltyn (CZE/23,45) und David Antal (HUN/23,59). Und das nach einer nicht ganz einfachen Saison, nachdem sein bisheriger Coach, der ehemalige Bundestrainer Henning Lambertz, seinen Abschied aus dem Leistungssport erklärt hatte.

 

Aus diesen knappen Ausgängen zieht Thiel für das nächste Jahr, wenn er als Sportler des Jahrgangs 2009 noch einmal bei der JEM startberechtigt ist, nun zusätzliche Motivation. „Natürlich kommt man hier nicht hin, um Rekorde zu schwimmen, sondern um eine Medaille zu gewinnen. Also ich freue ich mich über den Altersklassenrekord, aber eine Medaille wäre schon schön gewesen. Schade, dass es dieses Jahr nicht funktioniert hat. Es waren einmal acht und einmal sieben Hundertstel. Es ist ärgerlich, dass das Glück dieses Jahr nicht auf meiner Seite war, aber nächstes Jahr vielleicht.“

 

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JEM in München: Die Jugend schwimmt heute schneller als alle Olympiastars von 1972

Mit den Junior*innen-Europameisterschaften (07. – 12. Juli) finden nach langer Zeit endlich mal wieder internationale Titelkämpfe in Münchens ikonischer Olympia-Schwimmhalle statt. 600 Aktive aus 46 Ländern im Alter von 15 bis 18 Jahren sind dabei am Start, das liegt sehr nahe an der Olympia-Dimension von damals (532 Aktive aus 52 Ländern). Eines aber wird ganz anders werden, nämlich viel schneller sein: die Geschwindigkeit im Becken.

 

Als siebenmaliger Goldmedaillengewinner verschaffte Mark Spitz (USA) dem Schwimmsport weltweit eine völlig neue Relevanz, eine Ausrüsterfirma wie Arena beispielsweise wurde erst in Folge des Olympiarummels in München gegründet (Marktführer Speedo gibt es beispielsweise schon seit 1928). Auch Shane Gould (AUS) und Roland Matthes (DDR) stiegen mit ihren Seriensiegen und neuen Weltrekorden zu Superstars auf. Doch der olympische Kernsport Schwimmen hat sich seither so rasant weiterentwickelt, dass die Olympiastars von 1972 mit den Zeiten von damals heute keine Chance gegen die Teenager dieser JEM hätten.

 

Nicht nur neue Regeln machen die Zeiten schneller

 

Die Gründe sind vielschichtig. Die gewachsenen Erkenntnisse in der Sportwissenschaft sorgten für Fortschritte in Training und Wettkampf, aber auch bei Themen wie Ernährung und Regeneration Auch machten seither neue Regeln das Schwimmen schneller. So ist beispielsweise beim Rückenschwimmen die Rollwende ohne Handberührung der Wand erlaubt, zudem gibt es eine Starthilfe.

 

>> JEM 2026 in München: Meldelisten

 

Auch Technikrevolutionen tragen zum höheren Renntempo bei. So haben das gleitfähigere Anzug- und Badekappenmaterial Anteil an der Entwicklung. Auch bei der Hallentechnik tat sich einiges. So gibt es inzwischen viel effektivere Wellenkiller-Bahnbegrenzungen, durch moderne Lüftungssysteme schwebt auch mehr Sauerstoff an der Wasseroberfläche als früher. „Der Schwimmsport von damals ist nicht mit dem heutigen zu vergleichen. Schon allein deswegen, weil er heute in einer ganz anderen Breite und Professionalität betrieben wird. Aber das ist in fast allen Sportarten so“, sagt Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. „Außerdem muss man sagen, dass das Niveau bei dieser JEM sehr hoch ist. Denn hier sind Aktive am Start, die einen Monat später bei den Europameisterschaften in Paris oder auch bei den Olympischen Spielen 2028 ganz vorn mitmischen werden.“

 

Vergleich aller Strecken: So viel schneller wird heute geschwommen

 

 

Strecke

Olympiasiegerin 1972

Schnellste Meldung JEM 2026

Unterschied

100m Freistil

Sandra Neilson (USA) 58,59

Kira Manokhina (AIN) 54,18

-4,31 Sekunden

200m Freistil

Shane Gould (AUS) 2:03,56

Alessandra Mao (ITA) 1:57,00

-6,56 Sekunden

400m Freistil

Shane Gould (AUS) 4:19,04

Sofia Diakova (AIN) 4:06,50

-12,54 Sekunden

800m Freistil

Keena Rothhammer (USA) 8:53,68

Sofia Diakova (AIN) 8:24,93

-28,75 Sekunden

100m Rücken

Melissa Belote (USA) 1:05,78

Daria-Mariuca Silisteanu (ROU) 1:00,02

-5,76 Sekunden-

200m Rücken

Melissa Belote (USA) 2:19,19

Jeanne Lechevalier (FRA) 2:10,01

-9,18 Sekunden

100m Brust

Cathy Carr (USA) 1:13,58

Gabrielle Beavers (GBR) 1:07,69

-5,89 Sekunden

200m Brust

Beverly Whitfield (AUS) 2:41,71

Kay-Lyn Löhr (SUI) 2:26,22

-15,49 Sekunden

100m Schmetterling

Mayumi Aoki (JPN) 1:03,34

Yara Fay Riefstahl (GER) 58,23

-5,11 Sekunden

200m Schmetterling

Karen Moe (USA) 2:15,57

Serafima Fokina (AIN)

2:07,67

-7,90 Sekunden

200m Lagen

Shane Gould (AUS) 2:23,07

Alexandra Ablovatskaia (MAD) 2:09,08

-13,99 Sekunden

400m Lagen

Gali Neall (AUS) 5:02,97

Vivien Jackl (HUN) 4:34,96

-28,01 Sekunden

 

 

Strecke

Olympiasieger 1972

Schnellste Meldung JEM 2026

Unterschied

100m Freistil

Mark Spitz (USA) 51,22

Luca Hoek (ESP) 47,72

-3,5 Sekunden

200m Freistil

Mark Spitz (USA) 1:52,78

Christian Giefing (AUT) 1:44,88

-7,9 Sekunden

400m Freistil

Brad Cooper (AUS) 4:00,27

Grigorii Vekovishev (AIN) 3:46,16

-14,11 Sekunden

1500m Freistil

Michael Burton (USA) 15:52,58

Mikolaj Litoborski (POL) 15:14,36

-38,22 Sekunden

100m Rücken

Roland Matthes (DDR) 56,58

Nathan Muratory (FRA) 53,45

-3,13 Sekunden

200m Rücken

Roland Matthes (DDR) 2:02,82

Nathan Muratory (FRA) 1:57,31

-5,51 Sekunden

100m Brust

Nobutaka Taguchi (JPN) 1:04,94

Max Morgan (GBR) 59,56

-5,38 Sekunden

200m Brust

John Hencken (USA) 2:21,55

Dorut Yogurtcouglu (TUR) 2:09,64

-11,91 Sekunden

100m Schmetterling

Mark Spitz (USA) 54,27

Tajus Juska (LTU) 51,83

-2,44 Sekunden

200m Schmetterling

Mark Spitz (USA) 2:00,70

David Antal (HUN) 1:56,45

-4,25 Sekunden

200m Lagen

Gunnar Larsson (SWE) 2:07,17

Mikhail Shcherbakov (AIN) 1:57,12

-10,05 Sekunden

400m Lagen

Gunnar Larsson (SWE) 4:31,98

Simon Laviolette (BEL) 4:19,60

-12,38 Sekunden

 

Anmerkung: Mittlerweile gehören zusätzlich alle 50m-Strecken und auch die 800m Freistil (Männer) und 1500m Freistil (Frauen) zum Programm internationaler Titelkämpfe. Dort ist aber kein Vergleich möglich.

 

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Weltcup-Finale in Portugal: Lea Boy schwimmt im Angriffsmodus

Am kommenden Wochenende steht beim Freiwasserschwimmen in Setúbal (POR) der vierte und damit bereits letzte Weltcup der Saison 2026 an. Vier Aktive sind dabei für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) am Start. Start des 10km-Rennens mit Lea Boy (SV Würzburg 05) und Jeannette Spiwoks (SG Essen) ist am Samstag um 12:00 Uhr (im Livestream bei Eurovisionsport), das Männerrennen mit Florian Wellbrock (SC Magdeburg) und Oliver Klemet (SG Frankfurt) startet dann um 17:30 Uhr. Am Sonntag folgen dann noch die beiden Knockout Sprints (Frauen ab 11:30, Männer ab 13:30 Uhr).

 

>> Weltcup-Gesamtstand Frauen

 

Angekündigt sind angenehme Lufttemperaturen um die 30 Grad und nur wenig Wind. Doch Lea Boy macht sich trotzdem auf ein hartes Rennen gefasst. „Wellen sind dort eigentlich immer, egal wie das Wetter ist. Und das Wasser ist auch noch ziemlich kalt, es kann also auch ein Rennen im Neopren werden. Aber das ist mir letztlich egal“, sagte die 26-Jährige. „Zuletzt lief es im Training ganz gut bei mir, ich bin ohne Krankheitsausfälle durchgekommen. Das ist auch gut so, dann es geht schon um einiges Preisgeld.“

 

Dritter Podestplatz in Folge möglich für Lea Boy

 

Hinter der bislang in allen drei Saisonrennen siegreichen Moesha Johnson (AUS) und Angela Martinez Guillen (ESP) liegt die Deutsche aktuell auf Rang drei der Gesamtwertung. Der würde ihr wie im Vorjahr am Ende 25.000 US-Dollar einbringen. Vielleicht geht es für sie aber noch einen Rang höher wie schon einmal vor zwei Jahren, dann wären es noch einmal 10.000 Dollar mehr. „Ich hoffe schon auch noch, dass es vielleicht sogar noch zu mehr reicht. Punktemäßig liegen Platz zwei und vier ja noch sehr eng beieinander“, so Boy.

 

Ganz andere Prioritäten setzt Jeannette Spiwoks. Die 27-Jährige hatte sich nach den Weltmeisterschaften in Singapur an der Schulter operieren lassen müssen. Erst im März stieg die Sportsoldatin wieder ins reguläre Schwimmtraining ein und steigerte den Umfang dann sukzessive bis auf 70 Kilometer pro Woche. „Meine Vorfreude auf das Rennen ist groß. Es war nicht leicht, immer nur zuschauen zu können. Ich musste dann auch erst komplett neu schwimmen lernen, mir die volle Bewegung wieder erarbeiten“, sagte Spiwoks. Im Training hat sie zuletzt auch schon einen Belastungstest über 10km bestanden. „Trotzdem gehe ich in Portugal ohne große Ziele an den Start, ich muss nun erst einmal wieder reinfinden. Denn bei allem Training, Wettkampf ist immer noch mal etwas anderes. Erst recht im Freiwasser.“

 

Jeannette Spiwoks kämpft für ihren Olympiatraum

 

Die Freiwasserrennen bei den Europameisterschaften in Paris (04. – 08. August) finden diesmal ohne sie statt. Direkt im Anschluss daran wird Spiwoks mit anderen Olympiakadern aber an den Pan Pacific Games teilnehmen, um die Olympiastrecke von 2028 unweit von Los Angeles kennenzulernen. „Denn mein Fernziel ist und bleibt Olympia 2028. Dafür habe ich die Operation auf mich genommen. Dafür will ich mich zurückkämpfen“, betont Spiwoks. Im Herbst dieses Jahres visiert sie zudem Starts beim Europacup in Barcelona (ESP/03. Oktober) und beim Auftakt der neuen Weltcupsaison in Cancún (MEX/06. November) an.

 

Gemeinsam mit Bundestrainer Bernd Berkhahn unterbrechen Florian Wellbrock und Oliver Klemet für den Portugal-Trip kurz ihr Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (ESP), wo sie sich insgesamt vier Wochen lang auf die EM vorbereiten. Vierfach-Weltmeister Wellbrock hatte im März den Weltcupauftakt in Ägypten gewonnen, seine Chancen auf den Gesamtsieg dann aber durch krankheitsbedingte Trainingsausfälle und das Verpassen des dritten Weltcups auf Sardinien eingebüßt. In Portugal könnte sein Tun nun aber großen Einfluss auf das Endergebnis haben: Die Top vier trennen vor dem finalen Rennen nämlich nur minimale Punktabstände.

 

>> Weltcup-Gesamtstand Männer

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