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David Profit ist neuer DSV-Präsident
Die Mitgliederversammlung des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hat am Samstag David Profit zum neuen Präsidenten gewählt. Bei der geheimen Abstimmung setzte sich der 47-Jährige am Samstag in Kassel gleich im ersten Durchgang mit 216 Stimmen gegen seine Konkurrenten Kai Morgenroth (170 Stimmen) und Oliver Großmann (5) durch.
Bei der Wahl der Vizepräsidenten fiel das Votum auf Prof. Dr. Lutz Thieme und Lars Kalenka. Ebenfalls gewählt wurde auf Vorschlag der DSV-Athlet*innenkommission dessen neuer Sprecher, der Wasserballtorwart Kevin Götz. Erst im Dezember hatte der DSV sich eine neue Satzung gegeben, heute wurde erstmalig nach dieser gewählt. Dementsprechend fungiert das ehrenamtliche Präsidium fortan in der Rolle eines Aufsichtsrats. Die Geschäfte des Spitzenverbandes mit über 560.000 Mitgliedern werden hingegen von einem hauptamtlichen Vorstand geführt, welchen es durch das neue Präsidium zu berufen gilt.
„Wir werden im DSV als Aufsichtsrat die wichtigen Anliegen im Wassersport vom Schwimmenlernen bis zum Spitzensport und beim Erhalt der Bäder als Team begleiten“, sagte Profit. „Die Mitglieder des Aufsichtsrats bringen aus vielen Bereichen des Wassersports Expertise mit. Der Weg unserer Strukturreform ist mit dem heutigen Tag noch nicht beendet. Es bedarf nun der gemeinsamen Arbeit an einem Kulturwandel und zur Weiterentwicklung der Strategien des DSV gemeinsam mit allen Ebenen des Schwimmsports.“ Aus seiner beruflichen Expertise bringt der Jurist viel Erfahrung aus der Organisationsentwicklung mit. Aktuell arbeitet er als Beauftragter für Bauangelegenheiten in der Hochschule RheinMain.
Im deutschen Schwimmsport ist Profit schon länger aktiv. Seit 2017 ist er Vorsitzender des Schwimmvereins Freibad Gimbsheim e.V., der das rheinhessische Freibad im Jahr 2001 vor der Schließung bewahrte und seither erfolgreich betreibt und mit über 5.000 Mitgliedern inzwischen auch der größte in seinem Bundesland Rheinland-Pfalz ist. Seit 2019 ist er Mitglied der DSV-Kommission, die sich um die Schwimmbäderpolitik kümmert. Die vor einigen Monaten von mehreren großen Dachverbänden des Wassersports gemeinsam in der Bäderallianz gestartete Initiative, eine Anerkennung der Schwimmkultur als Immaterielles Kulturerbe zu beantragen, geht auf seine Idee zurück.
Als Vizepräsident unterstützt Lutz Thieme, der von vornherein im Team zusammen mit Profit angetreten war. Als Professor für Sportmanagement an der Hochschule Koblenz leitete der 57-Jährige das Forschungsprojekt „Bäderleben“, das für das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Bisp) den Aufbau einer deutschlandweiten Datenbank zu Schwimmbädern und Wasserflächen beinhaltete, die den Bäderbestand in Deutschland abbildet und als Grundlage einer Investitionsstrategie dienen soll. Aktuelle Forschungsprojekte beschäftigen sich mit Sportstätten, der Entwicklung des Ehrenamtes und der Organisationsentwicklung von Sportvereinen und -verbänden. Der ehemalige Leistungsschwimmer spielt bis heute aktiv Wasserball, kennt den Sport aber auch noch aus anderen Perspektiven. So war er lange Jahre Vorstandschef beim Großverein SSF Bonn oder auch schon Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. Zuletzt wirkte Thieme bereits entscheidend in der Satzungskommission des DSV mit und schob in der Länderfachkonferenz Bildung den Ausbau didaktisch, inhaltlich und auch administrativ durchgehender Bildungsangebote an. „Ich hatte ein Engagement auf Ebene eines Bundesverbandes für mich schon längst ausgeschlossen. Ich bin jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass es nicht genug ist, neue Strukturen zu schaffen, sondern sie müssen auch durch Menschen gelebt werden. Deswegen habe ich mich gefragt, was ich einbringen kann und unter welchen Bedingungen. Ein wichtiger Baustein für mich war die Kandidatur des heute gewählten DSV-Präsidenten David Profit und der gemeinsamen Vision für diesen Verband“, sagte Thieme.
Zum neuen DSV-Präsidium gehört als Vizepräsident ab sofort auch der ehemalige Leistungssportler Lars Kalenka. Als aktiver Schwimmer gehörte der heute 50-Jährige zehn Jahre zur Nationalmannschaft, der einstige Jugend-Europameister wurde in Doha (QAT) unlängst auch Masters-Weltmeister. Schon früher engagierte er sich als Aktivensprecher und Mitglied der Anti-Doping-Kommission im DSV. Beim SV Nikar Heidelberg, wo heute auch seine beiden Töchter schwimmen, gehört er aktuell dem Vorstand an. Als Prokurist einer großen Personalberatungsfirma bringt er aber auch eine profunde Erfahrung mit Change-Management-Prozesse mit. Seine beruflichen Erfahrungen sollen nun bei der Auswahl und Besetzung der hauptamtlichen Führungspositionen im DSV helfen. „Ich sehe in der Entwicklung des Schwimmsports in Deutschland deutliches Potenzial und möchte meine Erfahrungen aktiv einbringen“, sagte Kalenka.
Großen Dank sprach David Profit am Ende der Sitzung dem bisherigen Vorstand bestehend aus den zwei Vizepräsidenten Kai Morgenroth und Wolfgang Rupieper aus. Sie waren in einer schweren Zeit im Verband in die Verantwortung gegangen und haben den DSV mit ruhiger und besonnener Hand geführt. Und die Zusammenarbeit ist auch noch nicht vorbei. Bis das neue Präsidium den hauptamtlichen Vorstand beruft, bleiben die ehemaligen Vizepräsidenten weiterhin Vorstände des Verbandes. Eine geordnete Übergabe ist somit gesichert.
Glänzende Ausbeute der deutschen Masters und ein kurioser Weltrekord!
Die Weltmeisterschaften der Masters in Doha/Katar 2024 sind Geschichte. Sportpolitisch nicht ganz so heiß diskutiert wie zum Beispiel die Fussball-WM an gleicher Stelle, fanden die Weltmeisterschaften nur ein gutes halbe Jahr nach der WM 2023 in Fukuoka/Japan statt, was noch den Nachwirkungen der Corona-Pandemie geschuldet war. Die insgesamt 10-tägigen Wettbewerbe im Schwimmen, Wasserball, Wasserspringen und Synchronschwimmen endeten am 3. März mit den letzten Schwimmwettbewerben im Aspire Dome Main Competition Pool. Nicht alles lief ganz rund vor dem ersten Startpfiff; immer wieder war von Problemen mit Überbuchungen in den Hotels zu hören. Doch die schwimmerischen Rahmenbedingungen schienen zu passen und das temporäre Wettkampfbecken im Aspire Dome war beeindruckend.
Die sportliche Bilanz der deutschen Mastersschwimmer*innen kann sich sehen lassen. Die Freiwasserergebnisse miteingerechnet haben die deutschen Starterinnen 154 Medaillen gewonnen, davon 27 Weltmeistertitel bei den Frauen und 20 bei den Männern (alle Angaben ohne Gewähr). Hinter den Zahlen verstecken sich packende Rennverläufe mit zum Teil sehr knappen Ausgängen, undankbare vierte Plätze, viele gute Top-Ten-Plätze und persönliche Bestleistungen. Leider können nicht immer alle namentlich genannt werden und so habe ich einige Beispiele als Berichterstatterin aus der Ferne den Ergebnissen entnommen.
Einmal mehr war es Alisa Fatum (AK 25, SSV Leutzsch), die mit 5 Weltmeistertiteln über die 3000m Freiwasser, über die 200m, 400m und 800m Freistil und 200m Schmetterling ein Ausrufungszeichen in der deutschen Mannschaft setzte. Ihr persönlich bedeutete der Sieg über die 400m Freistil in persönlicher Bestzeit in 4:26,75 und mit Champions-Record besonders viel. Ebenfalls ganz vorne in dem Medaillenspiegel findet sich die älteste deutsche Teilnehmerin Helga Reich (AK 85, SC Wiking Herne) wieder. Sie gewann viermal Gold über die 100m, 200m, 400m und 800m Freistil und Silber über 50m Schmetterling. Ähnlich unterwegs war auch Nicole Heidemann (AK 40, TV Meppen) mit vier Goldmedaillen über alle Bruststrecken, 200m Schmetterling und Silber über 100m Schmetterling. Mit ihrer Zeit von 2:40,75 über 200m Brust wäre sie übrigens in der AK 25 noch Dritte geworden.
Bei den Herren zeigten die Deutschen Masters ihre besondere Klasse über die Rückenstrecken in der AK 50. War Frank Gruner (SCW Eschborn) über die 100m und 200m Rücken vor Lars Kalenka (Nikar Heidelberg) siegreich, gewann Lars Kalenka dann über die 50m Rücken deutlich, während Frank Gruner die 50m Rücken ausließ, um über beide Lagenstrecken Gold und über die 400m Freistil Silber zu gewinnen. Lars Kalenka vervollständigte seinen Medaillensatz noch mit einer Bronzemedaille über 200m Freistil. Als einer der ältesten deutschen Schwimmer bei den Herren sei Günter Kallenbach (AK 80, SSV Leutzsch) genannt, der über 200m und 400m Freistil zu Gold und über die 100m und 800m Freistil zu Silber schwamm.
Mit zu den engsten Entscheidungen gehörte sicherlich das Rennen der Zwillinge Maren und Anna Spietzack (AK 35, SG Heddesheim) über 200m Schmetterling. Die ungarischer Siegerin Viktoria Felfoldi schlug mit 2:25,35 an, Maren folgte mit 2:25,37 und Anna mit 2:25,42. Ähnlich der Anschlag bei den Herren über 50m Schmetterling in der AK 70. Klaus Dockhorn (SV Halle) schwamm zu Bronze über 50m Schmetterling und verfehlte die Goldmedaille um 0,27 Sekunden, hatte jedoch die Goldmedaille über 100m Schmetterling bereits gewonnen.
Am Schluss ein kurioser Weltrekord!
Brigitte Merten (AK 75, SG Neukölln Berlin) blieb es vorbehalten am Schlusstag über 400m Lagen für einen kuriosen (und den einzigen deutschen) Weltrekord zu sorgen. Der von ihr gehaltene aktuelle deutsche Rekord und Europarekord steht bei 7:29,06 und wurde bei der Masters-EM in Rom 2022 geschwommen. Die ausgefüllten Formulare für die Anerkennung als Weltrekord gingen 2022 auf dem Weg von Rom zu World Aquatics verloren und der Rekord wurde so bis heute nicht anerkannt. Den bisherigen Weltrekord aus dem Jahr 2006 hielt die Britin Jane Asher mit 7:39,96. Mit der jetzt geschwommenen Zeit von 7:35,32 ist es nun (hoffentlich) amtlich, dass die neue Weltmeisterin von Doha 2024 und Weltrekordhalterin über 400m Lagen Brigitte Merten heißt.
Allen Masters sei herzlich gratuliert zu ihren persönlichen Leistungen und Erfolgen!
Ausführliche Tagesberichte (Schwimmen) und Informationen rund um die WM finden sich unter folgendem Link masterschwimmer-deutschland.de
Alle deutschen Medaillengewinner*innen im Schwimmen stehen in der folgenden Übersicht » ansehen
Die Ergebnisse aller Wettbewerbe der WM finden sich hier Link zum Ergebnisdienst
https://wmc2024.microplustimingservices.com/#/general-schedule Auf dem Foto: das WM-Team der SG Neukölln Berlin mit Brigitte Merten ( 2. von links)
Europapokalreise von Waspo und Duisburg geht im Euro Cup weiter
Zwei Siege aus vier Spielen gegen starke europäische Konkurrenz haben für den deutschen Vizemeister Waspo 98 Hannover am Ende nicht gereicht, um sich für die Gruppenphase der Wasserball-Champions-League zu qualifizieren. Beim Qualifikationsturnier im heimischen Volksbad Limmer zeigten die Niedersachsen im Duell mit gleich vier ehemaligen Europapokalgewinnern dennoch eine starke Leistung. Am Sonntag gab es gegen Honved Budapest (HUN) – den Champions-League-Sieger von 2004 – noch einmal einen 13:12-Sieg und damit den zweiten Erfolg des Wochenendes nach dem 11:10 am Freitag gegen die Griechen von Apollon Smyrnis, den Premieren-Gewinner des im vergangenen Jahr neu eingeführten Challenger Cups.
Auch im Auftaktspiel gegen Spaniens Rekordchampion CN Barcelona (9:11) hielt Waspo gut mit, einzig gegen Roter Stern Belgrad (SRB) war es beim 6:14 eine recht klare Angelegenheit. Die Serben beendeten das Turnier letztlich ungeschlagen und sicherten sich als Turniersieger das Ticket für die Hauptrunde. Doch auch Hannovers Trainer Karsten Seehafer zog nach dem Auftritt gegen Budapest ein positives Fazit: „Solche Spiele sind wichtig für uns. Wir haben unsere Chance der Entwicklung genutzt, ich freue mich, dass Spieler wie Luk Jäschke, Mark Gansen und Niclas Schipper Verantwortung übernehmen. Mit den Etablierten ist das um einen souveränen Felix Benke schon eine recht schlagkräftige Mannschaft.“
Viel mitgenommen hat auch der ASC Duisburg von seinem Qualifikationsturnier Kragujevac (SRB), auch wenn dem Bundesliga-Dritten der vergangenen Saison ein Sieg gegen Top-Teams wie AN Brescia (ITA/4:11), SPD Radnicki (SRB/8:13), CN Noisy-le-sec (FRA/8:17) und VPK Primorac Kotor (MNE/10:16) dort nicht vergönnt war. Hier ging der Turniersieg an die Italiener aus Brescia, die in den vergangenen drei Jahren stets im Finalturnier der Königsklasse standen und deshalb schon im Vorfeld favorisiert waren.
Einziger deutscher Vertreter in der Champions-League-Gruppenphase ist damit der Deutsche Meister Wasserfreunde Spandau 04, der durch den nationalen Titelgewinn automatisch qualifiziert war. Nach Abschluss der Qualifikationsrunde kennen die Berliner nun auch alle ihre Gegner, sie treffen in der Vorrunde ab 26. September demnach auf Zodiac CNA Barceloneta (ESP), CN Marseille (FRA) sowie den griechischen Vertreter Vouliagmeni NC.
Duisburg ist Gastgeber für eines der Quali-Turniere im Euro Cup
Für Waspo und Duisburg geht die Europapokalreise dagegen vom 22. – 24. September im Euro Cup weiter, dem zweithöchsten kontinentalen Wettbewerb für Vereinsteams. Mit den White Sharks Hannover, dem SV Ludwigsburg 08 und dem OSC Potsdam, die die vergangene Bundesligasaison auf den Plätzen vier bis sechs abgeschlossen hatten, sind hier noch drei weitere deutsche Klubs vertreten. Am Montagabend erfolgte die Auslosung für die Qualifikationsrunde der insgesamt 36 Mannschaften, die in acht Gruppen antreten, wobei sich die jeweils ersten beiden Teams jeder Gruppe für die Hauptrunde qualifizieren. Die fünf DSV-Vertreter bekamen dabei folgende Gegner zugeteilt:
Gruppe A in Budapest (HUN): SV Ludwigsburg 08, BVSC-Zuglo Budapest (HUN), A-Hid VasasPlaket Budapest (HUN), CN Mataro (ESP)
Gruppe E in Athen (GRE): White Sharks Hannover, Panionios GSS Athen (GRE), Genesys-OSC Budapest (HUN), EPS-Honved Budapest (HUN), CN Echeyde (ESP)
Gruppe F in Duisburg: ASC Duisburg, RN Savona (ITA), Telimar Palermo (ITA), VK Partizan Belgrad (SRB), Sète Natation (FRA)
Gruppe G in Barcelona (ESP): OSC Potsdam, CN Barcelona (ESP), HAVK Mladost Zagreb (CRO), Apollon Smyrnis (GRE)
Gruppe H in Kotor (MNE): Waspo 98 Hannover, VK Primorac Kotor (MNE), CN Terrassa (ESP), GS Peristeriou (GRE), Panathinaikos SC Athen (GRE)
Die Frauen von Spandau und Uerdingen stehen erneut im Bundesligafinale
Die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 und des SV Bayer Uerdingen 08 bestreiten auch in diesem Jahr wieder das Finale um die Deutsche Meisterschaft im Wasserball. In den Halbfinalserien setzten sich beide Klubs jeweils mit 2:0 Siegen gegen ihre Gegnerinnen durch. Die Titelverteidigerinnen aus Spandau gewannen gegen den Eimsbütteler Turnverband mit 21:3 und 30:6, Uerdingen bekam beim 14:7 und 10:8 gegen den SV Blau-Weiß Bochum schon deutlich mehr Gegenwehr. Vor allem im zweiten Spiel lagen die Bayer-Frauen zu Hause im dritten Viertel bereits mit drei Treffern zurück, konnten die Partie in der Schlussphase aber noch drehen – auch dank gleich sieben Treffern von Nationalspielerin Aylin Fry.
Es wird das vierte Mal in Folge, dass Spandau und Uerdingen in den Finals aufeinandertreffen. 2019 und 2021 setzten sich die Berlinerinnen jeweils mit 2:1 Siegen durch, im vergangenen Jahr dann glatt mit 2:0 Siegen, 2020 war die Saison coronabedingt abgebrochen worden. Die diesjährigen Endspiele starten am 27. Mai im Modus „Best of Three“. Am gleichen Tag beginnen für Bochum und Eimsbüttel auch die Spiele um Platz drei.
Auch die Runde um die Plätze fünf bis acht in der Bundesliga der Frauen ist gestartet. Dabei gelang dem SSV Esslingen mit Siegen gegen Waspo 98 Hannover (19:10) und den SV Nikar Heidelberg (19:5) ein Traumstart, zudem siegten die Hannoveranerinnen mit 8:4 in Heidelberg.
DM-Bronze für den ASC Duisburg, Ludwigsburg sichert Europapokalplatz
In der Bundesliga der Männer hat in der A-Gruppe derweil der ASC Duisburg wie im Vorjahr die Bronzemedaille gewonnen. Die Duisburger gewannen am Wochenende auch das zweite Spiel gegen die White Sharks Hannover mit 12:9, nachdem man auch schon die erste Partie mit 11:7 für sich entschieden hatte.
Platz fünf und damit das letzte Europapokalticket sicherte sich der SV Ludwigsburg 08. In einer spannenden und bis zuletzt umkämpften Partie siegten die Barockstädter mit 8:7 gegen den OSC Potsdam und damit in der Serie mit 2:0. Platz sieben ging an die SG Neukölln Berlin durch ein 11:5 und damit ein 2:0 in der Serie gegen A-Gruppen-Aufsteiger SV Krefeld 1972.
Köln steigt ab, Weiden rettet sich in die Relegation
Auch in der B-Gruppe sind bei den Männern die letzten Entscheidungen gefallen. Ein bitteres Saisonende erlebte die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln, die nach der Niederlage im Spiel um Platz 15 gegen den SV Weiden 1921 abgestiegen ist. Zwar konnten die Kölner die Serie im Modus „Best of Three“ am Samstag zunächst ausgleichen durch einen 11:10-Heimsieg in Spiel zwei. Die entscheidende Partie am Sonntag ging dann aber mit 13:14 verloren. Allerdings ist auch Weiden noch nicht sicher gerettet, bekommt aber in der Aufstiegsrunde gegen die Vertreter der Landesgruppen noch eine weitere Chance, sich ein weiteres Jahr im Oberhaus zu sichern.
In den weiteren Platzierungsspielen setzte sich im Spiel um Platz neun A-Gruppen-Absteiger SSV Esslingen mit 2:1 Siegen gegen den SV Bayer Uerdingen 08 durch. Nach der Auftaktniederlage in Spiel eins konnten die Esslinger die Serie durch zwei Siege mit 14:9 und 12:10 noch drehen. Platz elf sicherte sich der Duisburger SV 1898 durch ein 16:9 gegen den SV Würzburg 05 (Serienendstand: 2:0), Platz 13 ging an den SVV Plauen nach einem 8:6 gegen den Düsseldorfer SC 1898 (Endstand ebenfalls 2:0).
Waspo 98 Hannover steht wieder im Finale um die Deutsche Meisterschaft
Titelverteidiger Waspo 98 Hannover steht erneut im Finale um die Deutsche Meisterschaft im Wasserball. Waspo setzte sich in der Halbfinalserie gegen den ASC Duisburg mit 2:0 Siegen durch und greift nun bei insgesamt siebten Endspielteilnahme hintereinander wieder nach dem Titel. In der Vorrunde hatte noch der ASC dieses Duell zweimal gewonnen, der dadurch im Halbfinale auch Heimrecht hatte, doch Hannover konnte diesen gleich im ersten Spiel stehlen und siegte unter der Woche auswärts mit 10:4. Im heimischen Bad machten die Niedersachsen anschließend beim 16:9 am Samstag alles klar. Gerade in dieser Partie überzeugte der Deutsche Meister mit einer geschlossene Teamleistung, bis auf einen erzielten hier alle Feldspieler mindestens einen Treffer.
Hannovers Finalgegner werden wahrscheinlich die Wasserfreunde Spandau 04, die sich im ersten Halbfinale gegen die White Sharks Hannover keine Blöße gaben und souverän mit 26:5 gewannen. Der Vorrundenerste kann somit ebenfalls schon im zweiten Spiel der Serie im Modus „Best of Three“ am kommenden Wochenende alles klar machen.
In den Play-offs um die Ränge fünf bis acht hat sich der OSC Potsdam mit 2:0 Siegen gegen die SG Neukölln durchgesetzt. Die Potsdamer gewannen im Berlin-Brandenburg-Derby mit 12:9 und 15:10 und spielen jetzt um Platz fünf, der noch zur Europapokalteilnahme berechtigt. In der anderen Serie führt der SV Ludwigsburg 08 nach einem 17:10 gegen die SV Krefeld 1972 mit 1:0.
B-Gruppe: Würzburg ringt Plauen in drei Spielen nieder
In den Play-offs der B-Gruppe um die Plätze neun bis 16 ist man noch nicht ganz so weit, hier wurden am Wochenende erst die Viertelfinals abgeschlossen. Der SV Bayer Uerdingen 08 (16:8 im zweiten Spiel gegen den Düsseldorfer SC 1898), der Duisburger SV 1898 (16:9 i Spiel zwei gegen die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln) sowie A-Gruppen-Absteiger SSV Esslingen (17:7 im zweiten Spiel gegen den SV Weiden 1921) brauchten jeweils nur zwei Partien, um die nächste Runde zu erreichen. Als einzige Serie ging das Duell zwischen dem SV Würzburg 05 und dem SVV Plauen über die volle Distanz von drei Spielen. Nachdem Plauen durch ein 12:6 ausgeglichen hatte, ging die entscheidende Partie am Sonntag dann mit 8:7 wieder an Würzburg, das damit das Ticket fürs Weiterkommen löste.
Im Halbfinale um die Plätze neun bis zwölf treffen die Bayern jetzt auf Esslingen, außerdem spielt Duisburg gegen Uerdingen. Die vier Unterlegenen der Viertelfinals müssen dagegen weiter um den Klassenerhalt bangen. In den Abstiegs-Play-offs spielen als nächstes Plauen gegen Weiden und Düsseldorf gegen Köln.
Frauen: Spandau gewinnt Topspiel gegen Bayer, Eimsbüttel löst Halbfinalticket
Der abschließende Doppelspieltag in der Bundesliga der Frauen stand zum einen im Zeichen des Dreikampfs um das letzte Halbfinalticket zwischen dem SSV Esslingen, Waspo 98 Hannover und dem Eimsbütteler Turnverband. Dieses sicherten sich am Ende die Hamburgerinnen, die zunächst beim punktlosen Schlusslicht SV Nikar Heidelberg mit 21:4 gewinnen konnten und anschließend im direkten Duell mit Esslingen beim 13:13 den letzten noch fehlenden Punkt klarmachten, um wie im Vorjahr die Top vier zu erreichen. Die Esslingerinnen hatten zuvor gegen Waspo mit 15:10 gewonnen, die Hannoveranerinnen wiederum triumphierten am Sonntag mit 20:5 in Heidelberg, was mit Blick auf das Halbfinale aber keinen Einfluss mehr hatte.
Zum anderen stand mit der Partie zwischen den Tabellenführerinnen vom SV Bayer Uerdingen 08 und den Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 das Spitzenspiel an. Wie zuletzt im DSV-Pokalfinale setzte sich hier Spandau mit 10:4 durch und sicherte sich damit auch den direkten Vergleich, nachdem das erste Ligaduell im Februar noch mit 10:9 an Bayer gegangen war. Die Berlinerinnen könnten so mit zwei Siegen aus ihren beiden noch ausstehenden Vorrundenpartien doch noch auf Platz eins rücken.
Halbfinals komplett: Spandau, Duisburg und zweimal Hannover in den Top vier
Die Halbfinals im Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Wasserball stehen. Als letzte Mannschaft lösten am Sonntag auch die White Sharks Hannover ihr Ticket für die Runde der letzten Vier durch einen 16:7-Auswärtssieg beim SV Ludwigsburg 08 im entscheidenden dritten Spiel dieser Viertelfinalserie. Die White Sharks hatten unter der Woche auch schon die erste Partie der Serie im Modus „Best of Three“ mit 17:12 gewonnen. Spiel zwei am Samstag ging dann auf dramatische Weise an Ludwigsburg, das nach langem Rückstand quasi mit dem Schlusspfiff noch ausgleichen konnte und schließlich nach Fünf-Meter-Werfen mit 12:11 triumphierte. Das bessere Ende in der Serie hatte schließlich aber dennoch Hannover.
Die White Sharks treffen nun im Halbfinale auf Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04. Der Hauptrundensieger setzte sich mit 25:5 und 21:6 deutlich gegen die SV Krefeld 1972 durch, die aus der B-Gruppe den Sprung in die Top acht geschafft hatten und trotz des Ausscheidens auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken können.
Das zweite Semifinale wird ab Mittwoch (19. April) ebenfalls mit Hannoveraner Beteiligung über die Bühne gehen. Der amtierende Deutsche Meister Waspo 98 Hannover wurde seiner Favoritenrolle gerecht und bezwang die SG Neukölln Berlin glatt in zwei Spielen mit 17:6 und 22:2. Waspos Gegner wird der ASC Duisburg sein, der gegen den OSC Potsdam ebenfalls nur zwei Spiele benötigte, sich beim 6:5 und 12:7 aber vor allem im ersten Duell überraschend schwertat. Trotzdem verspricht das anstehende Halbfinale zwischen dem ASC und Hannover viel Spannung: Duisburg konnte in der Vorrunde beide Spiele gegen den Titelverteidiger gewinnen, Waspo wiederum kommt immer besser in Fahrt und gewann zuletzt auch den DSV-Pokal und damit weiteres Selbstvertrauen für die entscheidende Saisonphase.
In den Platzierungsspielen um die Plätze fünf bis acht kommt es in der A-Gruppe nun zum Berlin-Brandenburg-Derby zwischen Potsdam und Neukölln sowie zum Duell zwischen Ludwigsburg und Krefeld.
Absteiger Esslingen mühsam beim Start der Play-offs in der B-Gruppe
Auch in der B-Gruppe haben am vergangenen Wochenende die Play-offs um die Plätze neun bis 16 begonnen, bei denen neben den finalen Platzierungen auch noch ein direkter Absteiger in die Landesgruppen (Platz 16) und ein Teilnehmer an den Relegationsspielen (Platz 15) ermittelt werden. A-Gruppen-Absteiger SSV Esslingen tat sich dabei unerwartet schwer und siegte nur hauchdünn mit 13:12 beim SV Weiden 1921.
Auch der SV Bayer Uerdingen 08 (14:7 beim Düsseldorfer SC 1898) und der Duisburger SV 1898 (12:11 bei der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln) legten jeweils auswärts vor und können am kommenden Wochenende in eigener Halle die Serien im Modus „Best of Three“ vorzeitig beenden. Den einzigen Heimsieg der ersten Runde feierte der SV Würzburg 05 mit einem 5:3 gegen den SVV Plauen.
Spandaus Frauen auf Rang vier in der Donauliga
In der Bundesliga wurde zwar nicht gespielt, die Deutschen Meisterinnen der Wasserfreunde Spandau 04 waren dafür beim Finalturnier der Donauliga in Belgrad (SRB) im Einsatz. Im Viertelfinale gewannen die Berlinerinnen zunächst gegen Fezko Strakonice aus Tschechien mit 17:3, anschließend lieferte man im Halbfinale auch dem Vorrundenzweiten BSVC Zuglo Budapest (HUN) einen harten Kampf und unterlag erst nach Fünf-Meter-Werfen mit 15:16. Nach dem nur knapp verpassten Finaleinzug verlor Spandau dann das Spiel um Platz drei gegen VK Vojvodina (SRB) mit 11:12 und beendete die Saison in der Donauliga damit auf einem guten vierten Rang. Es war die erste Spielzeit in der transnationalen Liga für die Berlinerinnen, die dort zusätzliche Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln wollten.
Hannovers Männer und Spandaus Frauen verteidigen ihre Pokaltitel
Die gemeinsame DSV-Pokalendrunde von Frauen und Männern im Wasserball sah am Samstag gleich zwei Titelverteidigungen. Denn sowohl die Männer von Waspo 98 Hannover, die sich mit 11:8 gegen Bundesliga-Spitzenreiter Wasserfreunde Spandau 04 durchsetzten, als auch die Spandauer Frauen, die zuvor den SV Bayer Uerdingen 08 mit 14:9 besiegten, konnten im Düsseldorfer Rheinbad ihre Erfolge aus dem Vorjahr wiederholen.
Für Hannover war es der siebte Pokalsieg insgesamt und der sechste in den vergangenen sieben Jahren. Trotz dieser eindrucksvollen Bilanz lag die Favoritenrolle im Vorfeld eher bei den Spandauern, die in der laufenden Saison die bisherigen Duelle zweimal mit 12:9 und zuletzt deutlich mit 15:9 gewinnen konnten. Im Pokalfinale zeigte sich aber wieder einmal, dass Waspo immer dann zu Bestform aufläuft, wenn ein Titel zu vergeben ist. Nach einem torarmen ersten Viertel (2:2), in dem auf beiden Seiten die Abwehrreihen dominierten, brachte Hrvoje BenicWaspo im zweiten Viertel erstmals in Führung. Mit vier Treffern war er am Ende auch bester Torschütze auf Seiten der Niedersachsen. Zur Halbzeit führte Hannover 6:5, kurz nach Wiederanpfiff traf erneut Benic dann zur ersten Zwei-Tore-Führung des Spiels.
Doch die Partie blieb auch in der Folge umkämpft. Spandau schlug zurück, nach drei Vierteln war beim Stand von 8:8 weiter alles offen. Erst im Schlussabschnitt zog Waspo erst erneut auf zwei Tore und rund 100 Sekunden vor Schluss dann sogar erstmals auf vier Tore davon – das war die Entscheidung. Spandau konnte durch Dimitri Kholod, der gemeinsam mit Luca Marziali (je drei Treffer) bester Torschütze seiner Mannschaft war, nur noch verkürzen. „Wir haben 32 Minuten so gespielt, wie Spandau es nicht verträgt und selbst dabei keinen Aussetzer gehabt, am Ende gewinnt man dann“, jubelte Waspo-Coach Karsten Seehafer.
Bronze ging an den OSC Potsdam, der sich im Spiel um Platz drei mit 13:4 gegen den SV Ludwigsburg 08 durchsetzte. Im Halbfinale hatten am Tag davor Spandau mit 19:7 gegen Potsdam und Hannover mit 25:3 gegen Ludwigsburg gewonnen.
Emmerson Joy Houghton trifft acht Mal für die Spandauerinnen
Für Spandaus Frauen war ihr Pokalerfolg bereits der fünfte Pokalerfolg hintereinander – der erste Titel war den Berlinerinnen 2019 übrigens ebenfalls in Düsseldorf gelungen. Dabei führten zunächst die Uerdingerinnen, 5:2 betrug ihr Vorsprung Anfang des zweiten Viertels. Nationalspielerin Marijke Kijlstra traf bis zu diesem Zeitpunkt schon dreimal, im Tor glänzte Darja Heinbichner mit starken Paraden. So sah sich Wasserfreunde-Trainer Marko Stammfrüh genötigt, eine Auszeit zu nehmen – und die zeigte Wirkung.
Nach vier Treffern in Folge führten auf einmal die Spandauerinnen 6:5 und zur Pause dann mit 7:6. Danach begann die große Show der Emmerson Joy Houghton, mit acht Treffern am Ende beste Torschützin des Tages. In der zweiten Halbzeit erzielte die überragende Neuseeländerin allein sechs Tore, so dass Berlin nach und nach davonzog. Beim Spielstand von 11:8 vergab Bayer zudem einen Strafwurf und damit die Chance, noch einmal zu verkürzen. „Ich bin tierisch stolz auf meine Mädels“, sagte Marko Stamm. „Wir haben 2:5 hinten gelegen und uns davon trotzdem nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind, wir waren im Angriff viel aktiver und in der Verteidigung auch deutlich stabiler als Bayer. Am Anfang haben wir es spannend gemacht und am Ende das Ding sicher nach Hause gebracht.“
Im Halbfinale am Freitag hatte Spandau mit 13:6 gegen den SV Blau-Weiß Bochum gewonnen, Uerdingen den SSV Esslingen mit 17:1 geschlagen. Die Esslingerinnen sicherten sich schließlich Platz drei durch ein 11:9 nach Fünfmeter-Werfen gegen Bochum. In dieser Partie hatte der SSV lange geführt, doch dann kamen die Blau-Weißen mit einem 6:0-Lauf im letzten Viertel noch einmal stark auf. Das bessere Ende hatte am Ende dann aber das junge Team aus Esslingen.
Uerdingen gewinnt das Spitzenspiel in der Frauen-Bundesliga gegen Spandau
In der vergangenen Saison mussten die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 auf dem Weg zum Double in der Bundesliga und im Pokal keine einzige Niederlage im Becken hinnehmen. In dieser Saison deutet sich nun ein spannender Kampf um die Meisterschaft an: Im Spitzenspiel in der Wasserball-Bundesliga mussten sich die Titelverteidigerinnen am Wochenende in eigener Halle mit 9:10 gegen den SV Bayer Uerdingen 08 geschlagen geben und kassierten damit die erste Niederlage gegen einen nationalen Gegner seit Juni 2021.
Die Berlinerinnen führten tatsächlich kein einziges Mal, trotzdem blieb die Partie bis zuletzt eng. Aylin Fry hatte mit fünf Toren entscheidenden Anteil am Auswärtscoup für die Bayer-Frauen. „Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung, aber wir haben immer noch vier Spiele vor uns, eines davon gegen Spandau. Wir werden weiter hart an uns arbeiten und noch härter trainieren, so dass wir zuhause hoffentlich noch einmal gewinnen können“, so die Nationalspielerin. Im zweiten Spiel des Wochenendes feierte der SSV Esslingen im Neckar-Derby gegen den SV Nikar Heidelberg einen klaren 23:8-Sieg. Die beiden DSV-Auswahlspielerinnen Ioanna Petiki (sechs Tore) und Elena Ludwig (fünf) trafen am häufigsten für Esslingen.
Spandaus Männer haben Platz eins nach der Hauptrunde sicher
Die Spandauer Männer setzten dagegen ihre Erfolgsserie fort. Nach dem 19:4 gegen den OSC Potsdam stehen die Berliner als Sieger der Hauptrunde in der A-Gruppe fest und können in den verbleibenden Spielen nicht mehr von Platz eins verdrängt werden. Damit geht der Rekordmeister, der in dieser Saison noch kein Spiel in der Liga verloren hat, mit Heimvorteil in allen entscheidenden Spielen in die Play-off-Phase.
Auch die Verfolger hielten sich schadlos: Der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover siegte bei der SG Neukölln Berlin mit 23:7, der ASC Duisburg gewann beim SV Ludwigsburg 08 mit 14:7. Am Sonntag setzten sich außerdem die White Sharks Hannover mit 16:8 gegen den SSV Esslingen durch.
B-Gruppe: Plauen überrascht gegen zwei Topteams
In der B-Gruppe hatte Aufsteiger SVV Plauen mit Spitzenreiter SV Krefeld 72 und dem Tabellendritten SV Bayer Uerdingen 08 ein denkbar schwieriges Programm vor der Brust, doch die Vogtländer meisterten diese doppelte Herausforderung mit Bravour. Gegen Krefeld erkämpfte sich Plauen beim 11:11 einen Punkt, tags darauf wurde Uerdingen dann gleich mit 7:2 aus der Halle geschossen – überragender Mann war hier SVV-Torwart Gianmarco-Mergen Serio, der mit zahlreichen Paraden glänzte. Die Uerdinger hatten zuvor auch schon das erste Spiel des Wochenendes beim SV Weiden 1921 mit 8:12 verloren. Krefeld dagegen gewann mit 11:8 beim SV Würzburg 05 und verteidigte damit die Tabellenführung.
Auf Platz zwei dieser Gruppe steht der Duisburger SV 98, der seine beiden Partien gegen den Düsseldorfer SC 1898 mit 16:9 und gegen den SV Cannstatt mit 10:5 erfolgreich gestalten konnte. In den weiteren Spielen siegte der SV Cannstatt mit 21:1 beim SV Poseidon Hamburg und die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln sogar mit 25:1 ebenfalls gegen die Hansestädter, die bereits als Absteiger feststehen.
Potsdam als dritte Mannschaft in der Pokal-Endrunde
Gespielt wurde schließlich auch noch im DSV-Pokal der Männer. Der OSC Potsdam entschied das Viertelfinal-Duell mit der SG Neukölln mit 10:8 für sich und steht damit als dritte Mannschaft in der Endrunde am 24./25. März in Düsseldorf. Zuvor hatten sich bereits Titelverteidiger Waspo Hannover und Rekordpokalsieger Spandau ihre Plätze gesichert; das letzte Halbfinalticket wird am 09. März noch zwischen Cannstatt und Ludwigsburg ausgespielt. In der Begegnung am Sonntag führten die Potsdamer nach drei Vierteln bereits mit 8:4, bevor Neukölln noch einmal bis auf 8:9 herankam. Ferdinand Korbel machte mit seinem Treffer dann aber alles klar für die Gastgeber.
Spandau dominiert das Bundesliga-Topspiel gegen Duisburg
Es war das Spitzenspiel Erster gegen Zweiter in der Wasserball-Bundesliga – und wurde am Ende doch eine deutliche Sache. Die Wasserfreunde Spandau 04 dominierten beim 23:5 gegen den allerdings personell arg geschwächten ASC Duisburg nach Belieben. In der vorgezogenen Partie des 13. Spieltags führten die Berliner schon nach dem ersten Viertel mit 5:0, zur Halbzeit dann bereits mit 13:1. Yannek Chiru und Dimitri Kholod trafen je fünfmal für den Rekordchampion, der durch den zehnten Sieg im zehnten Spiel seine Tabellenführung ausbaute. Duisburg bleibt aber trotz der Niederlage vorerst Zweiter.
Dahinter folgen im Klassement der A-Gruppe die beiden Vereine aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Der amtierende Deutsche Meister Waspo 98 Hannover feierte beim 18:6 gegen den nach wie vor punktlosen SSV Esslingen einen ebenso klaren Erfolg, die White Sharks Hannover unterlagen dagegen gegen Spandau mit 7:24, das damit am Wochenende gleich doppelt erfolgreich war – diesmal waren Luca Marziali und erneut Kholod (je fünf Treffer) die besten Torschützen. Auch die Duisburger stiegen am Wochenende noch ein zweites Mal ins Becken und betrieben mit dem 16:11 bei der SG Neukölln Berlin erfolgreich Wiedergutmachung. Europokalteilnehmer SV Ludwigsburg 08 behielt beim 11:9 gegen den OSC Potsdam knapp die Oberhand. Auch die Potsdamer warten damit ebenso wie Esslingen weiterhin auf ihren Punkt.
Krefeld verteidigt die Tabellenführung in der B-Gruppe
Auch in der B-Gruppe waren einige Vereine mehrfach im Einsatz, neben der regulären zehnten Runde standen nämlich auch noch drei verschobene Partien von anderen Spieltagen auf dem Programm. Der Duisburger SV 98 durfte so beim 12:9 gegen den SVV Plauen sowie beim anschließenden 16:9 gegen Schlusslicht SV Poseidon Hamburg 16:9 gleich doppelt jubeln. Der Klub hatte sich erst kürzlich mit Torjäger Djordje Tanaskovic vom Lokalrivalen ASC Duisburg verstärkt, der mit sieben Treffern gegen Plauen und weiteren fünf gegen Hamburg auch diesmal wieder seine Qualitäten unter Beweis stellte.
Aufsteiger Plauen gewann tags darauf dafür beim Düsseldorfer SC 1898 mit 14:11, der wiederum zuvor auch schon die Partie bei Spitzenreiter SV Krefeld 1972, wenn auch knapp, mit 6:9 verloren hatte. Krefeld verteidigte damit die Tabellenführung in dieser Gruppe vor dem SV Bayer Uerdingen 08, der sich beim 13:10 beim SV Würzburg 05 ebenfalls schadlos hielt.
Auch der zweite Aufsteiger SV Cannstatt war erfolgreich und gewann gegen die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln mit 15:9. Einen Tag später unterlagen die Kölner dann auch in Würzburg mit 8:9 und beendeten das Wochenende somit mit null Punkten. Gleiches gilt auch für den SV Poseidon: Die Hamburger sind sogar als einzige Mannschaft der B-Gruppe noch komplett punktlos und haben in der Tabelle bereits einen deutlichen Rückstand auf den Rest des Feldes. Außer gegen Duisburg verlor man am Wochenende auch gegen den SV Weiden 1921 mit 5:6.
Nationalspielerin Aylin Fry führt Bayers Frauen zu zwei Siegen
Spannend verlief die Neuauflage des letztjährigen Spiels um Platz drei in der Bundesliga der Frauen zwischen dem Eimsbütteler Turnverband und dem SV Blau-Weiß Bochum. Mit 12:10 setzten sich letztlich die Bochumerinnen durch und feierten damit einen wichtigen Auswärtssieg. Die Hamburgerinnen waren tags darauf gleich wieder im Einsatz, gegen den SV Bayer Uerdingen 08 unterlagen sie am Sonntag mit 5:17. Nationalspielerin Aylin Fry war mit fünf Treffern beste Torschützin bei Bayer und hat für den Moment auch in der ligaweiten Torschützinnenliste die Führung übernommen. Auch beim 19:10-Auswärtssieg der Uerdingerinnen bei Waspo 98 Hannover war sie am Samstag viermal erfolgreich gewesen.
ASC Duisburg setzt ein Ausrufezeichen mit Sieg über Meister Hannover
Bereits in der vergangenen Spielzeit mischte der ASC Duisburg in der Wasserball-Bundesliga als Dritter oben mit, verlor dort lediglich gegen die beiden Top-Teams Waspo 98 Hannover und Wasserfreunde Spandau 04. Im Vorfeld dieser Saison machte ASC-Sportvorstand Julian Real dann deutlich, dass der Blick nach vorne gehe und man auch die Spiele gegen die beiden Spitzenklubs auf keinen Fall herschenken wolle. „In einem Spiel ist jeder schlagbar“, hatte der frühere Nationalspieler schon damals gesagt – und sollte jetzt Recht behalten. Am Wochenende setzten die Duisburger mit dem 9:7-Auswärtserfolg bei Waspo Hannover ein deutliches Ausrufezeichen. Es war der erste Sieg gegen Hannover seit 2016 für den Verein aus dem Ruhrpott, bei dem Denys Gusakov mit vier Treffern glänzte.
Duisburg führt die Tabelle nun mit 6:0 Punkten zusammen mit den Wasserfreunden Spandau an, die das Berliner Lokalduell bei der SG Neukölln mit 36:6 für sich entschieden. Auch im neuen Stuttgarter Sportbad herrschte vor mehreren hundert Zuschauer*innen beste Derbystimmung beim Spiel zwischen dem SV Ludwigsburg 08 und dem SSV Esslingen, das die Ludwigsburger mit 13:9 gewannen. „Derbys sind nie leicht, aber mit Routine haben wir uns durchgesetzt. Ich bin zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Wir sind happy“, erklärte SVL-Goalgetter Sergio Prieto Hernandez. In einer weiteren Partie der A-Gruppe bezwangen die White Sharks Hannover den OSC Potsdam mit 9:5.
Plauen siegt in der Liga und im Pokal
In der B-Gruppe setzten die beiden Krefelder Vereine ihre Siegesserien fort. Der SV Krefeld 72 gewann gegen die SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln mit 15:5, Stadtrivale SV Bayer Uerdingen 08 gegen den Duisburger SV 98 mit 16:11. Der SV Würzburg 05 schlug Aufsteiger SV Cannstatt mit 12:8, der damit weiter auf den ersten Punkt wartet. Mitaufsteiger SVV Plauen durfte dagegen den ersten Sieg nach der Rückkehr ins Oberhaus bejubeln: Gegen den SV Weiden 1921 setzten sich die Vogtländer am Samstag mit 11:6 durch.
Nur einen Tag später gab es für den SVV direkt das nächste Erfolgserlebnis: Im Spiel der zweiten Pokalrunde gewannen die Plauener gegen den Zweitligisten SC Wedding 1929 glatt mit 19:0 und zogen damit ins Achtelfinale ein. Am Wochenende wurden auch die Partien für die nächste Runde ausgelost, am 21. Januar 2023 kommt es dort zu folgenden Partien:
SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln – SV Bayer Uerdingen 08
SSV Esslingen – SV Ludwigsburg? 08
Wasserfreunde Spandau 04 – White Sharks Hannover?
SC Wasserfreunde Fulda – ASC Duisburg?
SVV Plauen – SV Cannstatt
?SV Blau-Weiß Bochum – OSC Potsdam?
Duisburger SV 98 – Waspo 98 Hannover?
SV Weiden 1921 – SG Neukölln Berlin
Spandaus Frauen spielen im Euro Cup weiter
In der Bundesliga der Frauen standen am Wochenende keine Spiele an, stattdessen waren die Deutschen Meisterinnen von den Wasserfreunden Spandau 04 international unterwegs in der ersten Runde der Champions League (vormals LEN Euro League). Ein Sieg war den Berlinerinnen beim Turnier in Mulhouse (FRA) nicht vergönnt, alle vier Spiele gegen die Gastgeberinnen von Mulhouse WP (12:19), SIS Rom (ITA/5:23) sowie gegen die beiden letztjährigen LEN-Trophy-Finalisten Ethnikos Piräus (GRE/6:20) und Dunaujvarosi VC (HUN/7:23) gingen verloren. Dank des neuen Modus im Europapokal, bei dem die aus der Königsklasse ausgeschiedenen Teams die Saison im Euro Cup fortsetzen, geht die Reise durch Europa für Spandau aber noch weiter.
