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Förderverein der Fachsparte Wasserball e.V.
So spannend wird das Finale zwischen Waspo und Spandau
Die europäischen Festspiele sind vorerst vorbei – es mögen die deutschen Festspiele beginnen. Ein letztes Mal in dieser Saison waren die Wasserballer von Waspo 98 Hannover am Mittwochabend in der Champions League im Einsatz, beim italienischen Top-Team Pro Recco unterlagen die Niedersachsen mit 9:19. Mit dem Erreichen der Top acht kann Hannover trotz der Niederlage auf eine starke Spielzeit in der Königsklasse zurückblicken. Und würde sich natürlich nur allzu gerne auch für die kommenden Saison wieder seinen festen Startplatz in Europas Elite sichern.
Nur der Deutsche Meister ist sicher für die Champions League qualifiziert, der Zweitplatzierte muss in die Qualifikation. Darum, um den Titel und vor allem um viel Prestige geht es ab 23. Mai beim Klassiker zwischen Waspo und den Wasserfreunden Spandau 04. Es ist das zehnte Mal in Folge, das die beiden Top-Teams des Landes die Endspiele im Modus „Best of Five“ bestreiten. Spandau ist mit 38 Titeln Rekordchampion, der letzte Erfolg datiert aus 2023. In den vergangenen Jahren lag aber zumeist Waspo vorne, holte fünf Titel in den letzten sechs Jahren. Im Vorjahr gelang im Finale sogar ein glattes 3:0 nach Siegen gegen den Rivalen aus Berlin. Und seit September 2024 hat Hannover gegen keinen nationalen Konkurrenten mehr verloren. Damals setzte es im Supercup gegen Spandau die bislang letzte Niederlage gegen ein deutsches Team.
Waspo-Trainer Aleksandar Radovic bleibt trotzdem bedacht. „Natürlich haben wir in dieser Saison alle vier Spiele gegen Spandau gewonnen“, sagt er, „aber ich finde nicht, dass das im Finale ein großer Vorteil oder Nachteil ist. Spandau spielt aktuell in den Playoffs definitiv nochmal stärker und mit viel Selbstvertrauen. Sie wirken sehr stabil. Ich sehe ehrlich gesagt keinen klaren Favoriten. Beide Mannschaften kennen sich extrem gut und haben über die gesamte Saison hinweg auf sehr hohem Niveau gespielt. Ich denke, dass die Serie sehr intensiv und ausgeglichen wird. Beide Teams verfügen offensiv über viel Qualität, gleichzeitig wird aber auch die Defensive eine große Rolle spielen. Am Ende werden wahrscheinlich Kleinigkeiten entscheidend sein.“
Spandau will im heimischen Becken gut erholt gleich vorlegen
In der Finalserie steigt die erste Partie am Samstag in Berlin. Im heimischen Becken und vor dem Hintergrund der Doppelbelastung Hannovers in der Champions League rechnet sich Spandaus Nationalspieler Yannek Chiru für den Serienauftakt einiges aus. „Europapokalreisen sind für den Körper nie leicht. Und gerade, weil wir das erste Spiel zu Hause haben, stehen die Chancen nicht schlecht, da in Führung zu gehen“, sagt er.
In der Hauptrunde hatte Spandau erstmals nur den dritten Tabellenplatz belegt. In den Play-offs war das Team aber zum richtigen Zeitpunkt wieder voll da und besiegte den Zweiten ASC Duisburg im Halbfinale glatt in zwei Spielen (21:11 und 15:14 nach Fünfmeterwerfen). „Unser junges Team hat hart für dieses Finale gearbeitet. Wir konnten unsere Leistungen im Laufe dieser Saison Schritt für Schritt steigern“, sagt Berlins Trainer Marin Restovic.
Natürlich sei Waspo als ungeschlagener Titelverteidiger weiterhin Favorit. „Aber in so einer Finalserie kann immer etwas passieren. Ich denke, dass es enge Spiele werden. Und dass die Partien, die jetzt kommen, unsere besten Spiele gegen Hannover werden“, sagt Yannek Chiru. „Auf dem Papier hat Waspo keine großen Schwächen. Wir müssen als Mannschaft gut spielen und die Lücken bei Hannover finden. Wenn wir es schaffen, unser Spiel durchzuziehen, haben wir eine Chance, den Titel wieder nach Berlin zu holen.“
Der Spielplan des Bundesliga-Finales:
Samstag, 23. Mai, 16:00 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover
Mittwoch, 27. Mai, 19:00 Uhr: Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04
Samstag, 30. Mai, 18:00 Uhr: Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04
Mittwoch, 03. Juni, 19:00 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover (falls nötig)
Samstag, 06. Juni, 18:00 Uhr: Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 (falls nötig)
DSV-Kaderlisten
Hier finden Sie die aktuellen Kaderlisten im Wasserball, sowie die Listen früherer Jahre
Wichtig für Kaderathlet*innen:
Wettkampfbekleidung von DSV-Nationalmannschaftsmitgliedern
(10.2025)
Rahmentrainingskonzeption
Die Rahmentrainingskonzeption Wasserball (RTK-WaBa) 2023 finden Sie hier als PDF-Download in 8 Teildokumenten.
A-Trainer*innen-Fortbildung im Wasserball wird verschoben
Aufgrund einer Doppelbelegung des Sportbades Neckarpark mit einer Schwimmveranstaltung muss die Nico-Trophy um eine Woche nach hinten verschoben werden. Leider muss dementsprechend auch die A-Trainer*innen-Fortbildung verschoben werden, da die angedachten Räumlichkeiten sowie die Wasserfläche nicht zur Verfügung stehen.
Die A-Trainer*innen-Fortbildung findet nun am 23./24. November 2024 statt unter den gleichen Voraussetzungen, wie ursprünglich in der Ausschreibung angegeben. Anmeldefrist ist der 20. Oktober.
Die Terminänderung ist bei der DSV-Schwimmakademie bereits bereits aktualisiert. Die Fachwart*innen der Landesverbände sind aufgerufen, die Terminänderung an ihre Vereine zu kommunizieren.
Bisher angemeldete Teilnehmer*innen sind automatisch für den neuen Termin angemeldet. Sollte jemand zu diesem neuen Termin absagen müssen, erfolgt bitte eine entsprechende Information an DSV-Bildungsreferentin Luana dos Santos Held, damit eine Stornierung und Rückzahlung der Teilnehmer*innengebühr erfolgen kann.
So lief das Wochenende in den Wasserball-Bundesligen
Die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 blicken auf eine sehr erfolgreiche Woche zurück. Denn neben dem Erfolg am Samstag beim Supercup gegen den großen Rivalen Waspo 98 Hannover konnte der Rekordmeister auch in der Bundesliga seine Siegesserie ausbauen: Bereits am Mittwoch gewann man das Spitzenspiel beim ASC Duisburg mit 20:5, wobei bereits nach dem ersten Viertel beim Stand von 9:0 für Spandau die Vorentscheidung gefallen war. Die Berliner sind damit als einziges Team in der A-Gruppe weiterhin ohne Punktverlust.
In einer weiteren Partie dieser Gruppe siegte der SV Ludwigsburg 08 knapp mit 11:9 bei der SG Neukölln Berlin. Das Duell der beiden noch punktlosen Mannschaften OSC Potsdam und SSV Esslingen fiel dagegen aus, aufgrund von Problemen mit der Bahn konnten die Esslinger nicht anreisen.
In der B-Gruppe der Bundesliga sind immer noch zwei Vereine ungeschlagen, denn sowohl Spitzenreiter SV Bayer Uerdingen 08 (15:9 gegen den Düsseldorfer SC 1898) als auch Verfolger SV Krefeld 1972 (14:4 beim SV Poseidon Hamburg) gewannen jeweils ihre Spiele. Der Duisburger SV 1898 siegte mit 13:6 gegen die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln. Am spannendsten waren die beiden Partien mit bayerischer Beteiligung: Der SV Würzburg 05 bezwang Aufsteiger SVV Plauen mit 13:10, der SV Weiden 1921 behielt gegen den zweiten Neuling SV Cannstatt mit 12:10 die Oberhand.
Doppelsiege für die Frauen aus Hannover und Hamburg
In der Bundesliga der Frauen feierten Waspo 98 Hannover und der Eimsbütteler Turnverband ihre ersten Saisonsiege und dann jeweils gleich doppelt. Die Niedersächsinnen kämpften zunächst den SSV Esslingen nieder, der beim 13:14 nach zwischenzeitlichem Sechs-Tore-Rückstand (7:13) gegen Ende des dritten Viertels allerdings fast noch einmal herangekommen wäre. Tags darauf freute sich Hannover dann über ein 11:5 gegen den SV Nikar Heidelberg. Der ETV aus Hamburg setzte sich mit 22:7 gegen Heidelberg und anschließend mit 20:15 gegen Esslingen durch. Während bei den Männern vor Weihnachten noch einmal gespielt wird, geht es in der Frauen-Liga dann erst im neuen Jahr mit dem nächsten Spieltag weiter.
Wasserball: Spandau und Uerdingen kämpfen um den Titel
In den vergangenen Wochen war Aylin Fry noch ein wenig öfter im Wasser als sonst. Zusammen mit ihren Teamkolleginnen vom SV Bayer Uerdingen 08 legte die Nationalspielerin in Vorbereitung auf das Meisterschaftsfinale ein paar Extraeinheiten ein. „Wir haben nochmal richtig reingekloppt“, sagt sie. In der Finalserie treffen die Bayer-Frauen ab Samstag auf die Wasserfreunde Spandau 04. Es ist die Neuauflage der Endspiele von 2019, damals setzte sich Spandau mit 2:1 durch. Im vergangenen Jahr war die Saison bei den Frauen dann wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Die Wasserfreunde hatten sich im Herbst aber wenigstens den Sieg im Pokal gesichert.
Wettbewerbsübergreifend haben die Wasserfreunde auf nationaler Ebene damit nun die letzten 18 Spiele gewonnen. Die letzte Niederlage datiert vom 26. Mai 2019. Der Gegner damals: ebenfalls Uerdingen. „Wir denken immer noch gerne an diesen Tag zurück. Spandau war damals der klare Favorit. Aber wir zeigen immer dann unsere beste Leistung, wenn man es am wenigsten von uns erwartet. Dann wachsen über uns hinaus“, sagt Fry.
Ein psychologischer Vorteil für Bayer also? „Natürlich ist das im Kopf“, meint Spandaus Kapitänin Belén Vosseberg. „Aber es ist auch nicht so, dass wir darüber jetzt ständig nachdenken.“ Die Vorfreude auf die Finalserie ist nicht nur bei ihr groß, zumal in dieser Saison aufgrund der Coronavirus-Pandemie zwischenzeitig nicht klar war, ob es weitergehen würde. „Umso mehr sind wir heiß darauf, jetzt endlich die Finals zu spielen“, so Vosseberg. Gleiches gilt auch für ihren Trainer Marko Stamm: Nachdem er als Spieler mit Spandau im Finale bei den Männern unterlegen war, bekommt er nun eine zweite Chance, die Saison doch noch mit einem deutschen Meistertitel abzuschließen.
In den Halbfinalserien machten beide Klubs kurzen Prozess und siegten jeweils mit 2:0: Spandau gegen Blau-Weiß Bochum (18:8, 11:8), Uerdingen gegen Waspo 98 Hannover (16:8, 22:4). Aylin Fry war mit insgesamt 14 Treffern Bayers beste Torschützin in der Vorschlussrunde, für die Wasserfreunde traf dort Mariam Salloum (acht Tore) am häufigsten.
Die beiden direkten Duelle in der Vorrunde gingen jeweils an Spandau, wobei der Titelverteidiger vor allem das zweite Spiel nur knapp mit 15:13 für sich entschied. „In diesem Spiel haben uns einige Stammkräfte gefehlt und wir sind mit einem jungen Team angetreten. Trotzdem haben wir nur mit zwei Toren verloren. Wenn wir jetzt in Bestbesetzung antreten können, ist es zwischen beiden Mannschaften erst recht ausgeglichen“, glaubt Aylin Fry. Das erste Spiel der Serie im Modus „Best of Three“ findet am Samstag um 16:30 Uhr im Uerdinger Vereinsbad Am Waldsee statt. Eine Woche später ist dann Spandau Gastgeber in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg für das zweite (19. Juni) und ein mögliches entscheidendes drittes Spiel (20. Juni). „In dieser Saison war es gegen Bayer immer relativ ausgeglichen. Ich denke, es werden spannende Spiele“, meint Bélen Vosseberg.
Deutsche Meisterschaft (DM) der Masters im Wasserball
Jetzt kommt es zum Städteduell im DSV-Pokal
Der DSV-Pokalsieger 2026 der Männer kommt entweder aus Hannover oder aus Duisburg. So viel kann man bereits jetzt selbst vor der noch ausstehenden Auslosung der Halbfinals sagen. Denn mit Titelverteidiger Waspo 98 Hannover und den White Sharks Hannover sowie dem ASC Duisburg und dem Duisburger SV 1898 stammen alle noch im Wettbewerb verbliebenen Klubs aus diesen beiden Städten.
Im Viertelfinale bekam es jeweils ein Verein aus jeder der beiden Städte mit einem anderen Bundesligisten zu tun, der andere Klub dann jeweils mit einem unterklassigen Vertreter. Der höchste Sieg gelang dabei Waspo 98 Hannover mit 34:11 gegen die SG Neukölln Berlin – dabei erzielten sogar die Torhüter Max Spittank (vier Treffer) und Henry Bock(drei) zusammen sieben Tore gegen die allerdings stark ersatzgeschwächten Berliner. Aber auch die White Sharks waren beim 26:12 bei Landesgruppen-Vertreter SV Poseidon Hamburg klar überlegen. Der ASC Duisburg gewann mit 15:9 gegen den OSC Potsdam, bevor am Sonntag dann der Duisburger SV durch ein 12:9 beim wackeren Zweitligisten SC Neustadt/Weinstraße das Final-Four-Feld komplett machte.
Die DSV-Pokalendrunde wird am 01./02. Mai gemeinsam mit den Frauen ausgetragen. Dafür sind bei den Frauen die Wasserfreunde Spandau 04 und der SV Blau-Weiß Bochum dank eines Freiloses jeweils schon qualifiziert. Die beiden Viertelfinals zwischen dem Eimsbütteler Turnverband und dem SC Chemnitz 1892 sowie zwischen dem Uerdinger SV 08 und dem SSV Esslingen werden am 28. Februar beziehungsweise 01. März ausgespielt.
