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„Wir wollen ins Finale“: DSV-Männer wollen beim Weltcup das Maximum herausholen
Die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft der Männer ist bereit für den Start in den World Aquatics Water Polo World Cup vom 05. – 07. Mai in Berlin. „Die jungen Spieler haben hier die Gelegenheit, zu zeigen, was sie draufhaben“, sagte Bundestrainer Milos Sekulic auf der Pressekonferenz des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) wenige Tage vor Beginn des Turniers. „Da in der Hauptstadt gespielt wird, hoffen wir auf eine große Unterstützung aus dem Publikum.“
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Seine Mannschaft werde ihr Bestes geben, versprach der Bundestrainer: „Jeder Spieler wird sein Maximum herausholen“, sagte er. In seiner Mannschaft seien viele Spieler noch sehr jung und unerfahren. „Deshalb ist es egal, gegen welche Mannschaft wir spielen. Wir müssen immer unser Maximum geben“, so Sekulic.
Er sieht den Weltcup deshalb auch als eine gute Möglichkeit, die neue und junge Mannschaft zu formen. Aus diesem Grund hat er auch Finn Taubert (OSC Potsdam) in das Team eingeladen, den Kapitän der U17-Nationalteams, der nun zum ersten Mal im Kreis der A-Nationalmannschaft mitwirkt. „Finn hat das absolut verdient“, meinte Milos Sekulic. „Mein Job ist es, Spieler zu entwickeln. Junge Leute bekommen ihre Chance, schließlich muss ich in die Zukunft blicken. Das ist meine Philosophie.“ Nationalspieler Mateo Cuk (Wasserfreunde Spandau 04) freute sich ebenfalls über den jungen Neuzugang im Kader: „Finn ist Teil des Teams. Wir werden ihm helfen, sich gut auf die Spiele vorzubereiten.“ Teamkollege Fynn Schütze betonte: „Es herrscht eine sehr gute Atmosphäre in der Mannschaft.“
Auch für Mateo Cuk stellt der Weltcup gegen starke internationale Konkurrenz einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des DSV-Teams dar. „Wir sind eine junge Mannschaft und brauchen diese Spiele“, sagte er. Die Ambitionen sind dabei durchaus hoch: „Wir wollen ins Finale. Wir müssen an uns glauben und hart arbeiten. Dann kommen auch die Ergebnisse.“ In der Vorrunde spielt Deutschland zunächst gegen Malta (05. Mai, 13:00 Uhr), den WM-Zwölften Südafrika (05. Mai, 20:30 Uhr) und Asienmeister China (06. Mai, 19:15 Uhr), in der Parallelgruppe spielen Rumänien, Neuseeland, Kasachstan und der Iran. Die Platzierungsspiele finden am Sonntag (07. Mai) statt, die beiden Finalspiele sind dann um 17:30 bzw. 19:15 Uhr angesetzt. Aktuell und noch bis zum 04. Mai läuft in Berlin bereits das Weltcup-Turnier der Frauen, bei dem Deutschland ebenfalls vertreten ist.
„Das Team aus China ist körperlich sehr fit. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, sagte Bundestrainer Sekulic. Auch Auftaktgegner Malta sei nicht zu unterschätzen: „Keine Mannschaft kommt aus Spaß nach Berlin. Deshalb wird kein Spiel eine leichte Aufgabe sein. Wir müssen stabil werden, und dann werden wir uns von Spiel zu Spiel steigern.“
Das DSV-Team für den Weltcup in Berlin
Zoran Bozic, Yannek Chiru, Mateo Cuk, Maurice Jüngling, Denis Strelezkij, Max Vernet Schweimer (alle Wasserfreunde Spandau 04), Felix Benke, Mark Gansen, Niclas Schipper, Fynn Schütze (alle Waspo 98 Hannover), Mark Dyck, Ferdinand Korbel, Finn Taubert (alle OSC Potsdam), Finn Rotermund (White Sharks Hannover), Aleks Sekulic (ASC Duisburg)
DSV stellt sich für das Jahr 2023 im Leistungssport personell neu auf
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) geht mit neuem Schwung ins Jahr 2023. Gleich vier Personalien konnte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann in diesen Tagen verkünden.
So steht nun fest, wer ab 01. Januar 2023 den nach dem Rücktritt von Petar Porobic im Herbst vakanten Posten des Wasserball-Bundestrainers der Männer übernimmt. Mit Milos Sekulic (Foto) kommt ein bekanntes Gesicht, denn der heute 47-Jährige betreute von 2012 bis 2017 bereits die deutschen Wasserballerinnen im Erwachsenen- und Jugendbereich, mit denen er im internationalen Vergleich gute Ergebnisse erreichte. Zuletzt war er dann als Co-Trainer der DSV-Männer tätig. „Milos Sekulic hat die Mannschaft zu den vergangenen beiden großen Turnieren begleitet und kennt die Spieler sehr gut, genauso aber auch die Sportstrukturen in Deutschland“, begründete Christian Hansmann die Auswahl. Sekulic arbeitete bereits als Bundesstützpunkttrainer in Berlin und zuvor unter anderem auch schon am Olympiastützpunkt in Hannover. „Er versteht das hiesige Sportsystem und kann somit auch administrative Aufgaben übernehmen. Gerade auch in diesem Bereich versprechen wir uns von ihm zusätzliche Unterstützung und Führungsqualitäten“, so Hansmann weiter.
Ebenfalls zum 01. Januar 2023 erfolgt die kommissarische Übernahme der Aufgaben des Chef-Bundestrainers Wasserspringen durch Christoph Bohm, aktuell Bundesstützpunkttrainer und sportlicher Leiter in Berlin. Er übernimmt die Aufgaben zunächst bis zum Abschluss des arbeitsrechtlichen Verfahrens mit dem vorherigem Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow. „Christoph Bohm betreut derzeit eine leistungsstarke Trainingsgruppe mit Olympiakandidat*innen. In der Vergangenheit hat er immer wieder bewiesen, dass er die Aktiven auf den Saisonhöhepunkt topfit bekommt“, sagte Christian Hansmann über die Qualitäten des 38-Jährigen.
Bereits seit 01. Dezember ist außerdem Anne-Kathrin Hoffmann Bundestrainerin Junior*innen im Wasserspringen. Sie war zuvor Bundestrainerin Nachwuchs und hatte in dieser Funktion die Junior*innen mitbetreut, nun konzentriert sie sich ganz auf diese Altersklasse. Die Stelle des/der Bundestrainer*in Nachwuchs wird zeitnah neu ausgeschrieben.
Ebenfalls seit 01. Dezember ist außerdem Olaf Bünde als neuer Bundestrainer Nachwuchs im Freiwasserschwimmen tätig. „Auch er hat schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass er Athlet*innen vom Juniorenbereich bis zu Olympischen Spielen entwickeln kann. Der Bereich Freiwasserschwimmen war in Deutschland zuletzt sehr erfolgreich, aber darauf wollen wir uns nicht ausruhen, sondern vielmehr die Weichen in Richtung Olympia 2028 stellen, um an die jüngsten Erfolge anzuknüpfen“, erklärte Leistungssportdirektor Hansmann. Bünde soll dafür auch besonders eng mit den zuständigen Kolleg*innen im Bereich Beckenschwimmen zusammenarbeiten. Der 56-Jährige war von 2011 bis 2018 Leitender Stützpunkttrainer im Bayerischen Schwimmverband (BLV) am Landesstützpunkt München und zuletzt auch Leistungssportkoordinator im BLV.
Deutschland startet mit Kantersieg in die Finalmission beim Weltcup
Deutschlands Wasserballer sind mit einem Kantersieg in das Weltcupturnier der Division 2 in Istanbul (TUR) gestartet. Gegen Singapur hieß es am Mittwochabend 24:3 – damit steht die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) nach nur einem Spiel vorzeitig im Viertelfinale. Am Donnerstag (11:00 Uhr, Livestream bei Eurovision Sport) geht es nun gegen Malta, das gegen Singapur zuvor mit 21:7 gewonnen hatte, um den Gruppensieg und die beste Ausgangsposition für die K.o.-Runde.
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In Istanbul werden insgesamt zwei Tickets für das Super Final im neuen Jahr vergeben, an dem dann auch die Top-Teams aus Division 1 teilnehmen. 2023 hatte Deutschland beim Heimturnier in Berlin den Sprung zum Weltcupfinale geschafft, genau das hat sich die Mannschaft von Bundestrainer Milos Sekulic auch diesmal wieder vorgenommen. Außenseiter Singapur stellte da keinen echten Prüfstein dar. Bereits zur Halbzeit führte das DSV-Team mit 11:1, wobei der einzige Treffer für Singapur auch erst zwei Sekunden vor der Pause fiel. Vor allem im Konterspiel waren die Deutschen maximal effektiv (vier Tore bei vier Versuchen bis dahin, am Ende des Spiels waren es sogar sechs Treffer bei ebenso vielen Kontern) und zudem in der Verteidigung mit schnellen Fingern ausgestattet, wie gleich neun Steals in der ersten Halbzeit (am Ende sogar elf insgesamt) bewiesen.
Nach dem Wiederanpfiff war es das gleiche Bild: Deutschland dominierte und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, ohne dabei schon alles abrufen zu müssen. Beste Torschützen für die DSV-Auswahl waren Niclas Schipper (sieben Treffer), Till Hofmann (vier) und Mark Gansen (drei). Alle Feldspieler trafen aber mindestens einmal, so dass der klare Auftaktsieg aus einer echten Teamleistung resultierte.
DSV-Nachwuchs spielt sich bei der U16-WM-Premiere auf Anhieb in die Top Ten
Zum ersten Mal nahmen die deutschen Wasserball-Juniorinnen in diesem Jahr an einer U16-Weltmeisterschaft teil, das Team von Bundestrainer Sven Schulz erreichte dabei beim Turnier in Manisa (TUR) auf Anhieb eine Top-Ten-Platzierung. Am Ende stand Platz zehn unter 22 angetretenen Nationen für den Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) der Jahrgänge 2008 und jünger – nach Platz sieben bei der letztjährigen U15-EM also ein weiteres starkes Ergebnis für diese Mannschaft.
In der Vorrunde erreichte die DSV-Auswahl nach einem knappen 8:9 gegen die bei der vergangenen EM sechstplatzierten Kroatinnen und einem 11:6 gegen Frankreich Platz zwei und stand damit im Achtelfinale, wo es gegen das Top-Team aus Griechenland trotz gutem Beginn und früher Führung eine 3:16-Niederlage gab. In der Platzierungsrunde feierte Deutschland dann zwei Siege – erst mit 7:4 gegen Thailand und dann in einer abermals defensiv geprägten Partie mit 7:5 gegen Kanada. Das abschließende Spiel um Platz neun gegen China ging am Donnerstag dann zwar mit 5:7 verloren, doch der Gesamteindruck bei diesem Turnier bleibt äußerst positiv und macht Hoffnung auf eine weitere Entwicklung im deutschen Frauenwasserball in den kommenden Jahren.
Für Deutschland spielten:
Emma Fehmel, Mia Frisch, Leni Harms, Bianca Mitterbauer, Lucy Schüßler, Merle Staffe, Clara Marie Straach, Muriel Tannenhauer (alle SC Chemnitz 1892), Mia Reutter, Maria Sekulic, Viktoria Maria Tomica, Mara Dzaja (alle SSV Esslingen), Amaia Milena Bluhm (HSC Hellas-1899 Hildesheim), Maya Hüsselmann (SV Bayer Uerdingen 08)
Platz sieben bei der EM-Premiere für die U15-Wasserballerinnen
Zum ersten Mal hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) in diesem Jahr mit einem Mädchen-Team bei der U15-EM im Wasserball teilgenommen und die Titelkämpfe in Zagreb (CRO) auf Anhieb mit einer Top-acht-Platzierung abgeschlossen. Im Spiel um Platz sieben siegten der deutsche Nachwuchs mit 13:9 gegen Serbien und machte dabei einen zwischenzeitlichen 0:3- sowie 6:9-Rückstand noch wett.
Dabei war das Team von Bundestrainer Sven Schulz aus einer der beiden schwächer eingestuften Vorrundengruppen aus ins Turnier gegangen. Seit diesem Jahr werden die Europameisterschaften in einem neuen Modus ausgetragen – in der Vorrunde bleiben die Top-Teams und die niedriger gesetzten Mannschaften jeweils unter sich und können erst in der K.o.-Runde aufeinandertreffen. In der Gruppenphase gewann die DSV-Auswahl zunächst mit 14:10 gegen die Türkei und anschließend auch gegen die Slowakei mit 17:8 und holte damit den Gruppensieg. Auch das Überkreuzspiel gegen Israel – eine der Nationen aus den beiden vermeintlich stärkeren Gruppen – gewann man anschließend souverän mit 15:9 und zog damit ins Viertelfinale ein.
Die Partie dort gegen die späteren EM-Bronzemedaillengewinnerinnen aus Ungarn verlor man dann mit 5:23 ebenso wie danach das erste Platzierungsspiel gegen die Gastgeberinnen aus Kroatien mit 7:13. Mit dem Sieg gegen Serbien sorgte der DSV-Nachwuchs der Jahrgänge 2008 und jünger jedoch für einen positiven Abschluss bei seiner EM-Premiere in dieser Altersklasse.
DSV-Junioren lösen das Ticket für die U17-EM
Deutschlands Wasserball-Junioren haben sich für die U17-Europameisterschaften qualifiziert. Beim Qualifikationsturnier in Maribor (SLO) erreichte die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) Platz zwei hinter Frankreich und löste damit das Ticket für die Endrunde vom 08. – 15. August in Manisa in der Türkei. Die Auslosung der Gruppen erfolgt am 01. April am Rande des Champions League-Finalturniers der Frauen in Sabadell (ESP).
Zum Auftakt ließ das DSV-Team Österreich beim 30:6 keine Chance. Nach einem perfekten ersten Viertel (10:0) ließ Deutschland auch danach nicht nach und lag zur Halbzeit bereits mit 18:3 uneinholbar vorne. Auch im zweiten Spiel gegen die Franzosen führte man in der ersten Halbzeit zunächst, ehe das Spiel im dritten Viertel kippte und Frankreich im Schlussabschnitt zwischenzeitig bis auf drei Tore davonzog. Zwar konnten die Deutschen noch einmal verkürzen, unterlagen am Ende aber knapp mit 9:10.
Angeführt von Kapitän Finn Taubert (OSC Potsdam/sechs Tore) zeigte sich die Mannschaft von Nachwuchs-Bundestrainer Nebojsa Novoselac aber bereits am selben Abend schnell erholt und bezwang Gastgeber Slowenien mit 12:3. Zum Abschluss des Turniers machte Deutschland dann mit einem 26:4 gegen Bulgarien alles klar, auch hier war Taubert mit erneut sechs Treffern wieder bester Torschütze.
Der DSV ist damit im U17-Nachwuchsbereich bei beiden Geschlechtern bei der Endrunde vertreten. Das Ticket für die DSV-Juniorinnen stand schon zuvor fest, da hier insgesamt nur 17 Nationen gemeldet hatten und die Qualifikation somit entfiel. Die Endrunde der U17-Frauen findet vom 29. Juli – 05. August ebenfalls im türkischen Manisa statt, auch hier erfolgt die Auslosung der Vorrundengruppen am 01. April.
DSV-Junioren stehen bei der U19-EM im Achtelfinale
Deutschlands Wasserball-Junioren der Jahrgänge 2003 und jünger haben die Vorrunde bei der U19-EM in Podgorica (MNE) als Dritter der Gruppe C abgeschlossen und sich damit für das Achtelfinale qualifiziert. Im Überkreuzspiel trifft das Team von Bundestrainer Nebojsa Novoselac am Mittwoch (14:30 Uhr) nun auf die Niederlande, den Zweiten der Gruppe A. Der Gewinner dieser Partie bekommt es im Viertelfinale einen Tag später dann mit den Ungarn zu tun, die sich in Gruppe D Platz eins und damit die automatische Qualifikation für die Runde der letzten Acht sicherten.
Entscheidend für das Weiterkommen war das deutliche 18:6 gegen Rumänien am zweiten Spieltag. In diesem Spiel führte der Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) bereits nach dem ersten Viertel mit 7:0, erst beim Stand von 9:0 gelang den Rumänen im zweiten Abschnitt dann überhaupt der erste Treffer. Dank eines nahezu perfekten Überzahlspiels (neun Tore bei elf Versuchen) setzte sich Deutschland am Ende ungefährdet durch. Kapitän Aleks Sekulic (Wasserfreunde Spandau 04) war in dieser Partie mit vier Treffern bester Torschütze, auch Luk Jäschke (White Sharks Hannover) und Robin Rehm (SSV Esslingen) trafen je dreimal. Zum Auftakt des Turniers war das DSV-Team zuvor gegen Rekordeuropameister Serbien mit 9:15 unterlegen, hier traf Finn Rotermund (White Sharks Hannover) mit ebenfalls vier Toren am besten. Am Dienstag gab es zum Abschluss der Gruppenphase ein 4:13 gegen das Top-Team aus Griechenland, das nach der Goldmedaille 2018 als Titelverteidiger antritt. 2020 war das EM-Turnier der U19 wegen der Coronavirus-Pandemie ausgefallen.
Deutsche Wasserballerinnen treffen dreimal gegen Rekord-Europameister Niederlande
Im letzten Gruppenspiel der Wasserball Europameisterschaften in Split (CRO) trafen die deutschen Frauen auf die Rekord-Europameisterinnen aus den Niederlanden. Die Niederländerinnen gingen als klare Favoritinnen in das Spiel, kein anderes Team hat in der EM-Geschichte mehr Tore erzielt als die WM-Dritten von Budapest (HUN). Erst vor zwei Tagen hatten sie ihr überragendes Können gegen die Rumäninnen mit 28:0 demonstriert. Anders als Rumänien schaffte es die deutsche Auswahl jedoch, zumindest drei Tore zu erzielen. Am Ende musste Deutschland sich mit 3:29 geschlagen geben.
Bereits im ersten Viertel fackelten die Niederländerinnen nicht lange und erzielten den ersten Treffer bereits nach 21 Sekunden. Bis zum Ende des Abschnitts legten sie dann gleich noch achtmal nach, während die jungen Spielerinnen aus Deutschland nicht einmal zum Zug kamen. Erst zwei Minuten vor dem Ende des zweiten Viertels schaffte es dann Ioanna Petiki (SSV Esslingen) das erste Tor für die deutschen Wasserballerinnen zu erzielen. Mit 16 Jahren ist Petiki die jüngste Spielerin der deutschen Auswahl von Bundestrainer Sven Schulz.
Im letzten Viertel erzielte Petkis Vereinskollegin Elena Ludwig den zweiten Treffer für Deutschland. Lynn Krunkenberg (Wasserfreunde Spandau 04) legte dann knapp eine Minute vor Schluss in Überzahl nochmal nach und punktete ein drittes Mal für Deutschland. Trotz einiger starker Paraden von Torhüterin Felicitas Guse (SV Blau-Weiß Bochum), die im letzten Viertel dann von Darja Heinbichner (Bayer Uerdingen) ersetzt wurde, standen für die Niederländerinnen am Schluss insgesamt 29 Zähler zu Buche. Deutschland spielt als Fünfter der Vorrundengruppe A nun am Montag (11:30 Uhr) im Spiel um Platz neun gegen Serbien, den Fünften aus Gruppe B.
DSV-Wasserballer testeten vor der EM gegen hochkarätige Konkurrenz
Es war Weltklasse-Wasserball in Nordrhein-Westfalen: Beim finalen Vorbereitungsturnier auf die Europameisterschaften ab 27. August in Split (CRO) bekamen die Fans in Krefeld und Düsseldorf in den vergangenen Tagen einige der besten Mannschaften Europas zu sehen. Mit Spanien war der amtierende Weltmeister mit dabei, mit Montenegro außerdem Weltliga-Sieger und Olympia-Achter von 2021.
Gegen diese hochkarätige Konkurrenz hatte das deutsche Nationalteam von Bundestrainer Petar Porobic einen schweren Stand, auch wenn gegenüber den jüngsten Weltmeisterschaften wieder einige Routiniers wie Marko Stamm oder Mateo Cuk ins Aufgebot zurückgekehrt waren. Weiterhin sind aber große Teile der Mannschaft immer noch sehr jung und unerfahren. Das Auftaktspiel auf der Anlage des SV Krefeld 72 verlor das DSV-Team mit 7:12 gegen Montenegro, bester Torschütze war in dieser Partie Lukas Küppers mit zwei Treffern. Nachdem es gegen die Montenegriner vor allem offensiv zu lange an Durchschlagskraft fehlte (Halbzeitstand 1:7), konnte sich Deutschland in der zweiten Hälfte dann steigern und am Ende sogar das letzte Viertel mit 4:2 für sich entscheiden.
Auch das zweite Spiel am Samstagabend gegen Spanien fand wieder in Krefeld statt, diesmal aber auf der Anlage des SV Bayer Uerdingen 08, es endete mit 8:15 aus deutscher Sicht. Die meisten Tore für die Gastgeber erzielten Fynn Schütze und Zoran Bozic, die beide je dreimal erfolgreich waren. Am Tag zuvor hatte sich Montenegro in Düsseldorf knapp mit 14:13 gegen Spanien durchgesetzt und sich damit vorzeitig den Sieg beim Drei-Nationen-Turnier gesichert. Bei der EM trifft Deutschland in der Vorrunde auf die Niederlande, Rumänien und abermals Spanien.
Ein wunderbarer Besucher für die deutschen Wasserballerinnen
In Krefeld bereiten sich Deutschlands Wasserballerinnen aktuell auf die Europameisterschaften vom 27. August bis 10. September in Split (CRO) vor, noch bis Mittwoch weilt das Nationalteam dazu auf der Anlage der Schwimmsportfreunde Aegir-Uerdingen 07. Bevor es von dort dann direkt weiter zum nächsten Lehrgang nach Ungarn geht, bekam die Mannschaft Anfang dieser Woche noch einmal Besuch: Andreas Rausch, Kaufmännischer Geschäftsführer der wunderbar Clean Technology GmbH, ließ es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen, um einen Scheck in Höhe von 12.000 Euro zu überreichen und dem DSV-Team um Bundestrainer Sven Schulz viel Erfolg für die bevorstehende EM zu wünschen.
Als Sponsor und größter Unterstützer des Teams hatte das Industriereinigungsunternehmen aus dem südhessischen Michelstadt maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die deutschen Wasserballerinnen ihren EM-Traum erfüllen können. Die wunderbar Clean Technology GmbH trug im Rahmen einer Spendenaktion des Fördervereins Wasserball Nationalmannschaft Deutschland e.V. allein 12.000 Euro zugunsten des Frauen-Nationalteams bei. Diese war notwendig geworden, weil der Frauenwasserball im Erwachsenenbereich nach der jüngsten Potenzialanalyse im deutschen Sport (PotAS) durch den öffentlichen Fördermittelgeber nicht ausreichend gefördert wird. Hieraus ergaben sich bisher noch keine öffentliche Mittel für die Finanzierung der EM-Teilnahme, so dass die Gelder auf anderem Wege akquiriert werden mussten. Insgesamt kamen so ganze 42.000 Euro für die EM-Teilnahme der DSV-Frauen zusammen.
Die Spielerinnen und Betreuer*innen fiebern den europäischen Titelkämpfen bereits entgegen, wovon sich der Geschäftsführer der wunderbar Clean Technology GmbH in Krefeld nun auch persönlich überzeugen konnte. In lockerer Atmosphäre kamen beide Seiten miteinander ins Gespräch, bevor man sich anschließend noch gemeinsam ein kühles Eis schmecken ließ. Mit diesem Termin dürfte die Motivation für das anstehende EM-Turnier noch einmal gestiegen sein.
