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Amtliche Mitteilungen
>> Download Amtliche Mitteilungen vom 09. - 15. August 2023
>> Ausschreibung Deutsche Kurzbahnmeisterschaften Schwimmen
>> Wettkampfbestimmungen Fachteil Wasserball (Fassung vom 23.04.2023)
Leistungs- und Wettkampfsport
Spitzenleistung im Fokus
Innerhalb des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) ist der DSV der Fachverband für die olympischen Sportarten Schwimmen (Beckenschwimmen und Freiwasserschwimmen), Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen.
Beide DSV-Teams schaffen den Sprung zur EM-Endrunde
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) wird mit beiden Nationalteams bei der Wasserball-EM im nächsten Jahr vertreten sein. Sowohl die Männer als auch die Frauen lösten am Sonntag das Ticket für die Endrunde vom 03. – 16. Januar 2024 in Netanya (ISR). Die Männer beendeten ihr Qualifikationsturnier in Gzira (MLT) sogar als ungeschlagener Gruppensieger. Nach zuvor schon zwei Siegen gegen Bulgarien (24:3) und Gastgeber Malta (15:10) gewann die Mannschaft von Bundestrainer Milos Sekulic auch die abschließende Partie gegen die Ukraine mit 17:4. Nur ganz zu Beginn waren die Osteuropäer noch gleichauf, dann zog Deutschland davon und führte zur Halbzeit bereits mit fünf Toren Vorsprung (8:3), nach dem dritten Viertel sogar erstmals zweistellig (14:4). Beste Torschützen mit je vier Treffern waren Niclas Schipper und Lukas Küppers. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem Water Polo World Cup Finale in Los Angeles (USA/30. Juni – 02. Juli) die nächste Herausforderung auf die deutschen Wasserballer. Im Viertelfinale trifft das DSV-Team dort direkt auf Weltmeister Spanien. Mit einem 12:10-Erfolg gegen die Gastgeberinnen aus Portugal schaffte am Sonntag auch das junge deutsche Frauenteam den Sprung zur Europameisterschaft. Die überwiegend noch dem Juniorinnenbereich angehörende DSV-Auswahl belegte damit bei ihrem Qualifikationsturnier in Rio Maior (POR) in der wohl schwersten Gruppe Rang zwei hinter Großbritannien – hier bekamen die ersten beiden Teams das EM-Ticket, bei den Männern nur der Sieger und die drei besten Gruppenzweiten. In einer lange Zeit spannenden Partie gegen Portugal waren Kapitänin Belén Vosseberg und Aylin Fry mit je drei Toren am erfolgreichsten. Zuvor hatte Deutschland gegen Finnland mit 32:3 gewonnen und war gegen Großbritannien mit 5:13 unterlegen. Neuer Modus: EM-Endrunde künftig in zwei Divisionen Für die Endrunde hatte der europäische Dachverband LEN in dieser Woche einen neuen Modus verkündet, der in dieser Saison auch schon bei Welt- und Europameisterschaften der Junior*innen angewandt wird. Demnach wird die EM künftig in zwei Divisionen ausgetragen; in der Vorrunde bleiben die Top-Teams und die niedriger gesetzten Mannschaften jeweils unter sich und können erst in der K.o.-Runde aufeinandertreffen. „Durch die Einführung dieses Formats wollten wir vermeiden, dass Spiele mit großen Torunterschieden enden. Stattdessen wollen wir jeder Mannschaft die Möglichkeit geben, bis zum Ende des Turniers zu spielen und gegen Rivalen auf dem gleichen Niveau anzutreten“, begründete LEN-Vizepräsident Kyriakos Giannopoulos (GRE) die Änderung. Deutschland wird mit beiden Teams jeweils in Division II antreten. Diese Länder starten bei der Wasserball-EM 2024: Männer: Division I: Kroatien, Ungarn, Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich, Montenegro, Georgien
Division II: Deutschland, Israel, Niederlande, Serbien, Rumänien, Slowenien, Malta, Slowakei Frauen: Division I: Spanien, Griechenland, Italien, Niederlande, Ungarn, Israel, Frankreich, Kroatien
Division II: Deutschland, Slowakei, Rumänien, Serbien, Großbritannien, Bulgarien, Türkei, Tschechien
"Wir sind alle sehr motiviert“: DSV-Team freut sich auf ein großes EM-Fest
Gute Stimmung ist bei den Europameisterschaften im sportbegeisterten Kroatien garantiert. Die Titelkämpfe vom 27. August bis 10. September in Split (CRO) versprechen ein wahres Wasserballfest zu werden, schon allein wegen des Austragungsorts: Gespielt wird nämlich unter dem imposanten Hallendach der Spaladium Arena in einem temporären Becken vor über 12.000 Fans.
Von dieser Kulisse wollen sich auch die deutschen Wasserballer mitnehmen lassen. „Wir sind alle sehr motiviert“, sagt Kapitän Moritz Schenkel. Im Vergleich zu den jüngsten Weltmeisterschaften in Budapest (HUN) kann das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) dabei diesmal auch wieder etwas mehr Erfahrung in die Waagschale werfen. Mit den beiden Spandauern Marko Stamm (230 Länderspiele) und Mateo Cuk (90) sind zwei Routiniers ins Aufgebot zurückgekehrt, große Teile der Mannschaft der Mannschaft von Bundestrainer Petar Porobic sind aber weiterhin noch sehr jung und unerfahren. „Mit den beiden Routiniers sind wir erfahrener als bei der WM, aber auch der Rest des Teams hat den ganzen Sommer über hart gearbeitet und auch an Erfahrung dazugewonnen“, sagt Schenkel, der selbst ebenfalls schon auf 220 Länderspiele kommt und seit vielen Jahren zu den absoluten Führungspersönlichkeiten im deutschen Wasserball zählt.
In der Vorrunde trifft das DSV-Team in Gruppe C zunächst auf die Niederlande, Rumänien und den frischgebackenen Weltmeister Spanien. Nur der Gruppenerste steht sicher im Viertelfinale; der Gruppenzweite und -dritte bestreiten das Achtelfinale gegen einen Vertreter aus Gruppe A mit Italien, Montenegro, Georgien und der Slowakei.
Spielplan des DSV-Teams:
29. August, 17:00 Uhr: Deutschland – Niederlande
31.August, 15:30 Uhr: Deutschland – Rumänien
02. September, 14:00 Uhr: Deutschland – Spanien
„Mit den Niederlanden und Rumänien gilt es zwei direkte Konkurrenten zu schlagen“, erklärt Schenkel. Und betont: „Wir wollen Platz zwei oder drei in der Gruppe erreichen, um damit in die Überkreuzspiele um den Einzug in die Top acht in Europa einzuziehen. Auf die Niederländer trafen die deutschen Wasserballer zuletzt beim Olympia-Qualifikationsturnier 2021, dort gewann Oranje knapp mit 11:10. Rumänien wiederum war Elfter bei der vergangenen EM 2020. Ein Livestream für sämtliche Partien ist über die Veranstaltungsseite erreichbar.
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Das DSV-Team für die Wasserball-EM in Split:
Kevin Götz, Phillip Kubisch, Jan Rotermund, Moritz Schenkel, Niclas Schipper, Fynn Schütze (alle Waspo 98 Hannover), Zoran Bozic, Mateo Cuk, Maurice Jüngling, Marko Stamm, Denis Strelezkij (alle Wasserfreunde Spandau 04), Philipp Dolff, Mark Gansen, Lukas Küppers (alle ASC Duisburg), Ferdinand Korbel (OSC Potsdam)
Finalticket gelöst: Die deutschen Wasserballer bescheren sich selbst
Für die Wasserballer des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) gab es bereits am Samstag eine vorzeitige Bescherung. Vom Weltcupturnier der Division 2 in Istanbul (TUR) bringt das DSV-Team nämlich eines der zwei begehrten Tickets zum Super Final mit nach Hause, das sich die Mannschaft nun unter den Weihnachtsbaum legen kann. Das Weltcupfinale, an dem dann auch die Top-Teams aus Division 1 teilnehmen, findet im April 2025 statt, der Austragungsort ist noch offen. Unter anderem werden dort dann die letzten WM-Tickets für die Weltmeisterschaften im Sommer in Singapur vergeben.
„Insgesamt war das eine ganz tolle Leistung. Die Mannschaft hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert und sehr motiviert gespielt, was mich sehr freut, denn nur so können wir uns entwickeln. Wir müssen noch dazu kommen, solche schweren Stressspiele zu gewinnen. Das ist ein Prozess und dieses Turnier war sicherlich eine Station auf diesen Weg. Am Ende haben wir das primäre Ziel erreicht und freuen uns auf das Finale“, sagte Bundestrainer Milos Sekulic.
Zum Turniersieg reichte es am Ende nicht ganz. Den sicherte sich mit 11:9 der Nachbar aus den Niederlanden, der damit zugleich für die nächste Auflage des Weltcups für die Top-Gruppe gesetzt ist. Deutschland erwischte im Endspiel keinen guten Start und lag beim dritten Einsatz binnen 24 Stunden schon früh mit 0:4 zurück. Bis zur Halbzeit kämpfte man sich aber wieder heran (4:6). In der Folge war die Partie offen, der DSV-Auswahl gelang es jedoch nicht, sie noch komplett zu drehen, trotz am Ende mehr Schüssen auf den niederländischen Kasten. „Wir haben die ersten acht Minuten mit angezogener Handbremse gespielt. Die Müdigkeit war sehr stark spürbar und es hat etwas Zeit gedauert, bis die Jungs dieses Gefühl in einen starken Wunsch, das Spiel zu drehen, umgewandelt haben, was allerdings auch viel Kraft gekostet hat. Die hat am Ende ein wenig gefehlt. Wir haben hier ohne einen richtigen zweiten Center gespielt, wodurch andere Feldspieler stark belastet wurden, auch dies war am Ende des Spiels und Turniers spürbar“, sagte Sekulic. Bester Torschütze war der Potsdamer Till Hofmann (vier Treffer), der bei seinem ersten Turnier bei den Erwachsenen auch insgesamt einen starken Eindruck hinterließ.
>> Alle Ergebnisse vom Wasserball-Weltcup
Mit einem souveränen 20:9 im Halbfinale gegen China hatte sich Deutschland zuvor sein Finalticket gesichert. „Das war sehr gut. Das Team war aufeinander eingestimmt und höchstmotiviert, so wie es sein muss“, lobte der Bundestrainer nach dem Spiel.
Nach dem ersten Viertel führte das DSV-Team zunächst 6:4 und legte dann wie schon im Viertelfinale erneut im zweiten Abschnitt einen Zwischenspurt hin – innerhalb von fünfeinhalb Minuten wuchs der Vorsprung so 6:5 auf 11:5. Zur Halbzeit stand es 12:6, nach drei Vierteln sogar 16:9, die Partie war zu diesem Zeitpunkt quasi schon entschieden. In den letzten acht Minuten kassierte Deutschland dann keinen Gegentreffer mehr, war aber selbst noch vier Mal erfolgreich. Beste Torschütze waren Zoran Bozic und Mark Gansen mit je vier Treffern.
Deutschlands Männer feiern mit dem 18:13 gegen Malta gelungenen EM-Start
Nach den deutschen Frauen sind auch die Männer des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) mit einem Sieg in die Wasserball-EM gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Milos Sekulic setzte sich am Freitagabend in Zagreb (CRO) mit 18:13 (6:5, 3:4, 6:2, 3:2) gegen Malta durch. Beste Torschützen beim DSV-Team waren EM-Debütant Yannek Chiru mit fünf, Zoran Bozic mit vier sowie Spanien-Legionär Fynn Schütze mit drei Treffern. Bei den Maltesern waren Liam Galea und Jake Muscat Melito (je vier Tore) am erfolgreichsten.
Nach den beiden Erfolgen im vergangenen Jahr beim Weltcup in Berlin sowie im Rahmen der EM-Qualifikation war es der dritte deutsche Sieg gegen den EM-14. von 2022 in den vergangenen zwölf Monaten. Trotz dieser guten Bilanz hatte der Bundestrainer im Vorfeld vor den zuletzt stark verbesserten Maltesern gewarnt und sollte damit zu Beginn auch recht behalten. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein enges Duell, in der sich Deutschland nur ein einziges Mal – beim zwischenzeitlichen 7:5 Anfang des zweiten Viertels – um mehr als ein Tor absetzen konnte. Im ersten Viertel hatte Malta sogar zweimal geführt und ließ sich auch in der Folge nicht abschütteln – so stand es zur Halbzeit unentschieden (9:9).
Erst ab Mitte des dritten Viertels kontrollierte die DSV-Auswahl zunehmend das Geschehen und zog zeitweise bis auf fünf Tore davon (15:10), wobei in diesem Abschnitt durch Niclas Schipper, Chiru und Bozic gleich drei Treffer in Überzahl gelangen. Malta konnte danach nur noch verkürzen, doch spätestens nach dem Tor des neuen Kapitäns Ferdinand Korbel zum 16:12 knapp sechs Minuten vor dem Ende war die Partie entschieden. „Das war eine schwere Geburt mit viel Nervosität, was bei so einer jungen Mannschaft mit vielen Spielern, die zum ersten Mal eine solche große Meisterschaft spielen, aber ganz normal ist. Unsere Verteidigung war heute nicht optimal, das muss besser werden. Jetzt freuen wir uns auf das Duell mit Olympiasieger Serbien und wollen uns von Spiel zu Spiel steigern“, sagte Milos Sekulic.
Die Serben hatten sich zuvor im anderen Spiel in Vorrundengruppe C deutlich mit 22:1 gegen Israel durchgesetzt. Gegen das Top-Team vom Balkan, das aufgrund des überraschend schwachen Abschneidens (Platz neun) bei den vergangenen Europameisterschaften bei der Auslosung ausnahmsweise in den schwächeren Gruppen eingestuft wurde, spielt Deutschland am Sonntagabend (19:00 Uhr) als nächstes. Die ersten beiden Teams der Gruppe erreichen die Überkreuzspiele und wahren damit zugleich ihre Chance auf ein Ticket für die WM kommenden Monat in Doha (QAT/02. – 18. Februar).
DSV-Juniorinnen spielen sich bei der U20-WM für die Zukunft ein
Wenige Tage vor dem Abflug zur U20-WM nach Netanja (ISR) stellten sich die deutschen Nachwuchswasserballerinnen in dieser Woche noch einmal einer besonderen Herausforderung. Beim Trainingslager in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf absolvierte die Auswahl von Bundestrainer Sven Schulz das militärische Fitnessprogramm, das auch die Rekrut*innen bestreiten müssen. Das war primär als Teambuilding gedacht, bereitete die Spielerinnen aber zugleich auch auf die schwere Aufgabe vor, die bei den Weltmeisterschaften vom 10. – 16. Oktober vor ihnen liegt.
Immerhin geht Deutschland das U20-Turnier mit einem deutlich jüngeren Kader an, der weitgehend dem Aufgebot der U17-EM vor wenigen Wochen entspricht, verstärkt durch nur wenige etwas ältere Spielerinnen. „Wir sind quasi eine komplette Altersklasse jünger“, sagt Sven Schulz. Anstatt einer konkreten Platzvorgabe ist das Ziel deshalb in erster Linie, auf dieser Ebene Erfahrung zu sammeln. „Was den deutschen Wasserballerinnen fehlt, ist internationale Spielpraxis. Das hat in den letzten Jahren auch bei den Erwachsenen verhindert, dass es bessere Ergebnisse gab“, führt Schulz aus.
Mittlerweile hat im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) jedoch ein Umdenken eingesetzt. Das langfristige Ziel im deutschen Frauenwasserball ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles (USA). Die WM-Teilnahme mit den Juniorinnen der Jahrgänge 2003 bis 2006 ist auf dem Weg dorthin nur ein erster Schritt.
„Wir wollen diese Spielerinnen weiterentwickeln und sie weiter fördern, denn sie werden in den nächsten Jahren das Gros der Nationalmannschaft stellen“, so Schulz. „Bei der JWM spielen wir gegen Mannschaften, die älter und eingespielter sind als wir. Aber wir wollen diese Gelegenheit nutzen, um schon nächstes Jahr noch besser dazustehen.“ Erste Fortschritte sind bereits jetzt erkennbar: „Der Abstand zur Weltspitze ist geringer geworden“, meint der Bundestrainer, „wir haben nach der U17-EM absolut positives Feedback bekommen, auch von den Topnationen.“ Bei den kontinentalen Titelkämpfen hatte Deutschland Platz zehn belegt, direkt danach fragten zum Beispiel die drittplatzierten Ungarinnen für ein gemeinsames Trainingslager an. „Ich denke, wir haben da schon ein Team mit Potenzial“, sagt Schulz. Namentlich hebt er insbesondere Ioanna Petiki, Elena Ludwig, Sinia Plotz und Torhüterin Darja Heinbichner hervor, die auch im jetzigen WM-Aufgebot wieder zu den Leistungsträgerinnen zählen.
Deutschland hatte für die U20-Weltmeisterschaften einen Nachrückerplatz erhalten. In der Vorrunde trifft das DSV-Team in Gruppe A auf die Slowakei (10. Oktober), Italien (11. Oktober) und Griechenland (12. Oktober). Vom Namen her dürften die beiden südeuropäischen Teams am stärksten einzuschätzen sein, aber auch die Slowakinnen hatten mit diesem Jahrgang bei der U17-EM 2019 als Siebte eine vordere Platzierung belegt. Bei der WM erreicht jeweils nur der Erste der Gruppe direkt das Viertelfinale. Die Teams auf den Plätzen zwei und drei bestreiten das Achtelfinale jeweils gegen einen Vertreter aus Gruppe B mit Südafrika, Spanien, Frankreich und den Niederlanden.
Das DSV-Team für die U20-WM Wasserball:
Sophie Gromann, Daria Heinbichner, Marijke Kijlstra, Sinia Plotz, Greta Tadday (alle SV Bayer Uerdingen 08), Jamie-Julique Haas, Antonia Podsiadly, Anne Rieck (alle SC Chemnitz), Elena Ludwig, Ioanna Petiki, Georgia Sopiadou (alle SSV Esslingen), Kim Büchter, Jana Stüwe (SV Blau-Weiß Bochum), Emma Koch (Wasserfreunde Spandau 04)
Hannover statt Brasilien: Neuer Trainingspartner für das DSV-Team
Die aktuellen Reisebeschränkungen in Deutschland beeinflussen auch die Vorbereitung der deutschen Wasserballer auf das Olympia-Qualifikationsturnier vom 14. - 21. Februar in Rotterdam (NED). Eigentlich sollte die Mannschaft des WM-Achten beim letzten Lehrgang in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf in dieser Woche Gesellschaft durch die Nationalmannschaft Brasiliens bekommen; neben gemeinsamen Trainingseinheiten war zum Abschluss am 10. Februar auch ein offizielles Länderspiel angesetzt. Seit Samstag gelten jedoch die Einreisebeschränkungen für Personen aus Risikoländern, in denen die als hochansteckend geltende Coronavirus-Mutanten grassieren, darunter auch Brasilien. Das Team der Südamerikaner kann daher nicht wie geplant anreisen.
Erst einen Tag vor Inkrafttreten hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer am vergangenen Freitag die neuen Regelungen verkündet. In einem Schriftwechsel mit dem brasilianischen Verband und den Bundesbehörden wurde versucht, den Brasilianern eine Einreise zu ermöglichen. Ohnehin hätte für sie zunächst eine fünftägige Quarantäne in einem Hotel in Düsseldorf angestanden, bevor sie in Warendorf dazugestoßen wären.
„Wir haben Verständnis für die Auflagen der Bundesregierung. Die Gesundheit aller Beteiligten steht auch für uns immer an erster Stelle. So kurzfristig, wie man die Einreisebeschränkungen bekanntgegeben hat, wurde uns jedoch die Möglichkeit genommen zu reagieren“, sagt Bundestrainer Hagen Stamm. „Unsere Vorbereitung wird dadurch gestört. Die anderen Mannschaften, die an der Olympiaqualifikation teilnehmen, haben sich Trainingspartner gesucht und sich gemeinsam in eine Blase begeben, wie wir es auch mit den Brasilianern vorhatten. Unser Teammanagement hatte das schon alles in Übereinstimmung mit den Hygienerichtlinien organisiert“, sagt Stamm.
Stattdessen springt nun vom 06. - 09. Februar erneut der deutsche Meister Waspo 98 Hannover als Sparringspartner ein, um das Niveau in den Einheiten hochzuhalten. „Ich bin Waspo-Trainer Karsten Seehafer sehr dankbar, dass er das bereits zum zweiten Mal kurzfristig ermöglicht“, sagt Stamm. Ende Januar hatte Hannover nach der Absage des Vorbereitungsturniers in Montenegro schon einmal als Trainingspartner ausgeholfen.
DSV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen sagt: „Es zeigt sich unter den Bedingungen der Pandemie immer mehr, wie schwierig sich für die Athlet*innen eine chancengleiche und faire Vorbereitung unter gleichen Bedingungen auf die Olympischen Spiele in Tokio gestaltet. Mein Kompliment an die Wasserball-Nationalmannschaft, wie sie mit diesen Herausforderungen umgeht und weiterhin das große Ziel der Olympiaqualifikation angeht.“
Nicht mehr dabei sind beim laufenden Lehrgang Ferdinand Korbel und der zuletzt erkrankte Reiko Zech (beide OSC Potsdam). Aktuell stehen damit noch 17 Spieler im DSV-Aufgebot, 15 von ihnen wird der Bundestrainer letztlich nach Rotterdam mitnehmen. Dort startet das Olympia-Qualifikationsturnier am 14. Februar mit der Partie gegen Gastgeber Niederlande.
Waspo gelingt die Sensation in der Champions League
Riesenerfolg für die Männer von Waspo 98 Hannover und den deutschen Wasserball! Der Deutsche Meister hat am Mittwoch den Einzug in die nächste Runde der Champions League perfekt gemacht. Damit steht in der Königsklasse erstmals seit der Saison 2021/22 wieder ein Klub aus der Bundesliga unter den acht besten Teams Europas. „Das ist ein großer Erfolg für den Verein“, jubelte Coach Aleksandar Radovic, der seit Anfang des Jahres auch als Bundestrainer verantwortlich ist. „Ich möchte vor allem den Spielern gratulieren, denn sie haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet und sich das absolut verdient.“
Dass Hannover das letzte Gruppenspiel beim spanischen Topteam Zodiac CNAB Barceloneta mit 12:20 verlor, war dabei nebensächlich. Mit drei Siegen in einer schweren Gruppe hatte Waspo schon zuvor die Grundlagen fürs Weiterkommen gelegt. Trotzdem ging am Mittwoch der Blick ständig zum Parallelspiel zwischen CN Sabadell (ESP) und CN Marseille (FRA) – dort durften die Franzosen auf keinen Fall drei Punkte holen. Das gelang ihnen jedoch nicht: Marseille, im Vorjahr immerhin noch im Final Four der Champions League, unterlag mit 13:16 und konnte in der Tabelle so nicht mehr an Waspo vorbeiziehen.
Waspo steht damit in der Zwischenrunde, die offiziell als Viertelfinale bezeichnet, aber ebenfalls in Gruppenform ausgetragen wird. Der Deutsche Meister darf sich dort auf sechs weitere Vergleiche mit den besten Klubs des Kontinents freuen. Los geht es am 03./04. März, die Partien erstrecken sich dann bis Mitte Mai. Die Auslosung für diese zweite Gruppenphase erfolgt am kommenden Montag (16. Februar) um 10:00 Uhr und kann live auf dem YouTube-Kanal von European Aquatics verfolgt werden.
Neben Hannover haben sich dafür als Gruppensieger Barceloneta, Olympiakos Piräus (GRE), Pro Recco (ITA) und Ferencvaros Budapest (HUN) sowie als Gruppenzweite HAVK Mladost Zagreb (CRO), Novi Belgrad (SRB) und AN Brescia (ITA) qualifiziert. Die besten zwei der beiden noch auszulosenden Vierergruppen erreichen das Final Four im Juni auf Malta.
