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DSV-Juniorinnen beschließen U20-WM auf Platz zwölf
Deutschlands Wasserball-Juniorinnen haben die U20-WM in Netanja (ISR) auf Rang zwölf abgeschlossen und damit exakt mit derselben Platzierung wie bei der bislang letzten WM-Teilnahme vor zehn Jahren. Das Ergebnis ist diesmal jedoch umso höher zu bewerten, da die DSV-Auswahl von Bundestrainer Sven Schulz fast durchgehend mit deutlich jüngeren Spielerinnen angetreten war als die Konkurrenz. Mit Blick auf die Zukunft sollten die zum Teil erst 15-jährigen Talente bei den Weltmeisterschaften schon einmal wertvolle internationale Spielpraxis sammeln.
Trotz des Altersunterschieds gelang dem DSV-Team dabei gleich im ersten Spiel eine Überraschung, als man die Slowakinnen – die mit diesem Jahrgang vor zwei Jahren immerhin Siebte bei der U17-EM geworden waren – mit 12:8 bezwingen konnte. Trotz zweier Niederlagen gegen die Topteams aus Italien (1:20) und Griechenland (3:23) war damit das Achtelfinale erreicht, wo sich der spätere Titelträger Spanien allerdings als zu stark erwies (2:18).
Im ersten Platzierungsspiel gegen Argentinien erwischte dann Torhüterin Darja Heinbichner (SV Bayer Uerdingen 08) einen Glanztag und parierte gleich zwei Strafwürfe der Südamerikanerinnen. Jedoch vergab auch das deutsche Team im Schlussviertel seinerseits einen Fünfmeter und kassierte anschließend noch den entscheidenden Gegentreffer zum Endstand von 6:7. Das abschließende Spiel um Platz elf gegen Frankreich ging mit 9:18 verloren. Beste DSV-Torschützin im Turnierverlauf wurde Jamie-Julique Haas mit neun Treffern, dicht gefolgt von Anne Rieck (beide SC Chemnitz) mit sieben sowie Sinia Plotz (Uerdingen) mit sechs Toren.
U17-Wasserballerinnen beschließen Europameisterschaft auf Rang zehn
Die deutschen Juniorinnen haben die U17-EM des weiblichen Wasserballnachwuchses in Sibenik (CRO) mit einer Top-Ten-Platzierung abgeschlossen. Zum Abschluss des Turniers unterlag die DSV-Auswahl am Sonntag im Spiel um Platz neun mit 9:13 gegen Frankreich, nachdem man zur Halbzeit der Partie noch mit 6:3 geführt hatte. Das im Vorfeld formulierte Ziel einer einstelligen Platzierung wurde mit Rang zehn nun zwar knapp verpasst. Das DSV-Team war am Ende aber einen Platz besser als bei der vergangenen JEM 2019 in Volos (GRE). Das erste Platzierungsspiel gegen die Slowakei hatte Deutschland am Freitag mit 13:9 gewonnen.
Die diesjährige Jugendeuropameisterschaft der Jahrgänge 2004 bis jünger war mit 19 teilnehmenden Nationen die bislang größte in der Geschichte dieses Turniers. Die lange Wettkampfpause aufgrund der Coronavirus-Pandemie hatte Prognosen im Vorfeld zusätzlich erschwert. „Von Platz fünf und Platz zwölf ist alles möglich“, hatte Bundestrainer Sven Schulz vor dem Turnier erklärt und damit letztlich Recht behalten.
Beste Torschützinnen auf DSV-Seite waren gegen die Französinnen Selin Karakus (ETV Hamburg), Elena Ludwig und Ioanna Petiki (beide SSV Esslingen) mit jeweils zwei Treffern. Letztere war auch gegen die Slowakinnen fünfmal erfolgreich. Die meisten deutschen Tore im gesamten Turnierverlauf erzielten Jamie-Julique Haas (SC Chemnitz/20) und Kapitänin Sinia Plotz (SV Bayer Uerdingen 08/15).
Torhüter Kevin Götz fällt für die Olympiaqualifikation aus
Improvisation ist eine hohe Kunst, die in diesen Tagen im Sport ganz besonders gefragt ist. Kaum jemand weiß das so gut wie Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm. Mit Blick auf das Olympia-Qualifikationsturnier im Februar in Rotterdam (NED) fehlen ihm mit Tobias Preuß (Waspo 98 Hannover/Schulterprobleme), Ben Reibel (krank) und Dennis Eidner (beide ASC Duisburg/Karriereende) gleich mehrere Leistungsträger. Die couragierten Auftritte gerade der jüngeren Spieler im Aufgebot konnten die Ausfälle im bisherigen Verlauf der Vorbereitung allerdings abmildern.
Doch nun muss Stamm erneut umstellen. Der zweite DSV-Torwart Kevin Götz (Hannover) hat sich am Montagabend während des Trainingslagers in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf eine Muskelverletzung am Oberarm zugezogen. Die genaue Diagnose steht zwar noch aus, aber für die Olympiaqualifikation fällt er in jedem Fall aus.
Weil zudem auch der dritte Torhüter Florian Thom (OSC Potsdam) ebenso wie Vereinskollege Reiko Zech mit einer Grippe nicht zum laufenden Lehrgang angereist ist, war Moritz Schenkel (Hannover) auf einmal der einzige verbliebende Torwart. Stamm hat deshalb Junioren-Nationaltorhüter Felix Benke nachnominiert, ebenfalls von Waspo Hannover. Er wäre mit dem Verein als Sparringspartner ohnehin nach Warendorf gekommen und findet sich nun unverhofft auf der anderen Seite des Beckens im Kreis des DSV-Teams wieder.
Für Zech und vor allem Thom besteht allerdings die Hoffnung, dass sie bis zum Beginn des letzten Lehrgangs vor Rotterdam am 04. Februar wieder fit sind. „Wir brauchen einen zweiten erfahrenen Torwart“, sagt Stamm.
Bis Samstag (30. Januar) weilt das DSV-Team noch in Warendorf und bestreitet in dieser Zeit mehrere Trainingsspiele gegen den deutschen Meister Waspo Hannover. Das Olympia-Qualifikationsturnier startet am 14. Februar.
Geschichte
Europameister
Hier finden Sie eine Übersicht aller deutschen Europameister/-innen in den DSV-Sportarten Schwimmen (inkl. Open Water), Wasserspringen (inkl. High Diving), Synchronschwimmen und Wasserball.
Amtliche Mitteilungen
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