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Diese 16 Aktiven sollen den DSV beim EYOF in Maribor vertreten
Die besten Schwimmtalente der Republik treten vom 23. – 27. Mai 2023 bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) in Berlin gegeneinander an. Im Mittelpunkt stehen dabei einige Aktive, die sich im Saisonverlauf bereits für internationale Saisonhöhepunkte qualifizieren konnten.
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Für die EM der Junior*innen in Belgrad (SRB/04. – 09. Juli) berief der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bereits 35 Aktive ins Nationalteam. Und nun wurden auch die Namen jener 16 Aktiven veröffentlicht, die dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur Nominierung für die European Youth Summer Olympic Festival (EYOF) in Maribor (SLO/23. – 29. Juli) vorgeschlagen werden.
Dass Alina Baievych (TB 1888 Erlangen) international demnach sogar ein Doppelstart ermöglicht werden soll, überrascht sicher kaum. Im Vorjahr war die 13-Jährige mit acht Goldmedaillen bereits erfolgreichste DJM-Teilnehmerin gewesen und im November dann bereits sogar Deutsche Meisterin auf der Kurzbahn in der offenen Klasse geworden.
„Unsere Aktiven haben allesamt das Potenzial, in den Finals mitmischen zu können, insbesondere in den Staffeln. Aber es geht beim EYOF nicht nur um die Medaillen: Die meisten Talente kommen dort zum ersten Mal mit der Nationalmannschaft in Berührung und sollen bei diesem europäischen Fest des Sports vor allem positive Erfahrungen sammeln, die ihnen im weiteren Verlauf ihrer Karriere helfen werden“, sagt Hannes Vitense, Bundestrainer Nachwuchs/Jugend im DSV.
Nominierungsvorschlag zur EYOF-Teilnahme
Mädchen: Ewa zur Brügge (SV Halle/Saale), Leni Wendrich (PSV Cottbus), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Alina Baievych (TB 1888 Erlangen), Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz), Linda Roth (SV Cannstatt), Fiona Anabel Kuphal (SC Wiesbaden), Sydney Savannah Ferch (SG Dortmund), Laura Sophie Kohlmann (SG Essen)
Jungen: Finn-Jonah Neuwirth (SG Berliner Wasserratten), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Hugo Engelien (SC Magdeburg), Leonnard Hunnius (Wapso 98 Hannover), Limaris Dix (SSG Leipzig), Leo Leverkus (SGR Karlsruhe), Carlo Zander (SV Halle/Saale)
Deutschland räumt beim Weltcup-Auftakt alle Siege ab
Besser hätte die Saison im Freiwasserschwimmen gar nicht losgehen können. Nach den Siegen von Leonie Beck und Florian Wellbrock in den 10km-Einzelrennen gewann das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) beim Weltcup-Auftakt in Soma Bay (EGY) am Dienstag auch noch die Mixed-Staffel über 4x1,5km.
Für den goldenen Hattrick in Ägypten sorgten Jeannette Spiwoks, Celine Rieder, Oliver Klemet und Florian Wellbrock, die nach 1:02:50,1 Stunden klar vor Frankreich (1:03:48,5) und Ägypten (1:08:45,6) anschlugen. Das außer der Wertung gestartete zweite DSV-Team mit Lea Boy, Elea Linka, Niklas Frach und Linus Schwedler erreichte inoffiziell sogar die drittschnellste Zeit (1:04:22,2).
„Alle konnten sich somit hier zeigen und wir haben dabei das maximale Ergebnis erzielt“, resümierte Bundestrainer Bernd Berkhahn. „In Sachen WM-Qualifikation ist aber letztlich noch nichts entschieden, wir nehmen die Spannung nun mit nach Sardinien.“ Für die Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli) wird neben den gesetzten Beck und Wellbrock nämlich nominiert, wer in Soma Bay und beim zweiten Weltcup in Golfo Aranci (ITA/20. und 21. Mai) in Summe die beste Platzierung erkämpft. Verbunden sein könnte damit übrigens auch ein Platz in der aussichtsreichen Teamstaffel. Besonders eng ging es im Roten Meer bislang zwischen Spiwoks und Rieder zu, die im Einzelrennen nur ein Platz trennte und die auch in der Staffel wieder beide fast die gleiche Zeit schwammen.
Weil in diesem Jahr die ersten Freiwasser-Weltcups so spät im Frühjahr stattfinden, kann auch die WM-Qualifikation erst jetzt ausgetragen werden. Für Wellbrock und alle anderen Aktiven, die auch im Beckenschwimmen Ambitionen haben, ist das Programm damit im April und Mai diesmal sehr gedrängt. „Der Umstieg zurück auf die langen Strecken fiel einigen sichtbar schwer, auch wegen der sehr welligen Bedingungen hier. Aber letztlich haben das alle gut gemeistert. Von der Location und vom Ergebnis her war das für uns ein wunderbarer Weltcup“, sagte Berkhahn.
Team-Weltmeister Oliver Klemet mit Glanzzeit über 5km auf WM-Kurs
Dass Oliver Klemet schon wieder sehr schnell unterwegs ist im Wasser, war schon vor rund zehn Tagen beim „Gothaer&friends“-Schwimmfest in Magdeburg zu sehen. Über 800m Freistil (7:51,38 Minuten) und 1500m Freistil (14:59,06) war er nur wenige Tage nach Rückkehr aus einem vierwöchigen Höhentrainingslager unter der Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli) geblieben und hatte über 400m Freistil sogar eine Bestzeit (3:47,29) aufgestellt. Nun setzte der 21-Jährige von der SG Frankfurt das nächste Ausrufezeichen und kraulte am Dienstag in Magdeburg in einem 5km-Rennen eine Zeit von 51:08,1 Minuten – das bedeutet pro 100 Meter nur knapp über 1:01 Minuten im Schnitt.
Damit kann sich der Team-Weltmeister des Vorjahres nun berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten WM-Einzelstart machen. Denn auch im Freiwasserschwimmen läuft aktuell bereits die Qualifikation für das 5km-Rennen in Japan, ebenfalls bis 23. April wird hier der zweite deutsche Starter neben dem gesetzten Weltmeister Florian Wellbrock per Leistungsnachweis im Becken ermittelt. Die ersten beiden Freiwasser-Weltcups in Ägypten und Sardinien im Mai haben – anders als auf der olympischen 10km-Distanz – auf der kurzen WM-Strecke nämlich nur bestätigenden Charakter.
Das Datum fürs 5km-Rennen nach Beckenregeln kann jeder dabei selbst wählen und dem Bundestrainer anmelden, nur eine Videoüberwachung muss dabei gewährleistet werden. Klemet legte am Dienstag in der Elbeschwimmhalle nun als Erster vor und setzte seinen Kontrahenten um Niklas Frach gleich mal eine Topzeit vor die Nase. Bei den Frauen brachte Klemets Trainingsgruppenkollegin Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm) eine Zeit von 56:12,8 in die Wertung.
„An einem Dienstag Rennen zu schwimmen ist etwas ungewohnt, aber ich bin gut durchgekommen und jetzt sehr zufrieden. Ich hätte nicht erwartet, dass ich so schnell bin“, sagte Klemet. Nächste Woche wird er dann auch noch bei den Berlin Swim Open (21. – 23. April) starten, um auch im Becken weiter um ein WM-Ticket zu kämpfen. „Derzeit ist es ein wenig stressig für mich. Wenn man sich qualifizieren will, muss man diesen Weg aber gehen und alle Möglichkeiten ausnutzen, bei der starken Konkurrenz, die man im eigenen Land nun mal hat“, so Klemet.
Deutschland wird ungeschlagener Gruppensieger beim Water Polo World Cup
Deutschlands Wasserballer haben das Erstrundenturnier des Water Polo World Cups in Otopeni (ROM) mit vier Siegen aus ebenso vielen Spielen ungeschlagen als Gruppensieger abgeschlossen. Am Sonntag schlug die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auch Großbritannien mit 15:4. Schon zur Halbzeit führte das DSV-Team mit 7:1, nach drei Vierteln hatte man den Vorsprung dann sogar bis auf neun Tore ausgebaut (11:2). Bester Torschütze mit drei Treffern war Ferdinand Korbel (OSC Potsdam). Je zwei Treffer erzielten Denis Strelezkij (Wasserfreunde Spandau 04), Mark Gansen (Waspo 98 Hannover) und Aleks Sekulic (ASC Duisburg), je ein Tor steuerten außerdem Zoran Bozic, Yannek Chiru (beide Spandau 04), Finn Rotermund (White Sharks Hannover) und Niclas Schipper (Waspo Hannover) bei.
Bundestrainer Milos Sekulic zog nach dem Turnier ein positives Fazit: „Es war für uns sehr wichtig, an diesem Turnier teilzunehmen. Es war eine Art Standortbestimmung und eine Chance für die jungen Spieler, ihre Leistung unter Beweis zu stellen. Wir fahren mit einem Turniersieg, darunter einem Sieg gegen Rumänien (gegen das man bei der EM im vergangenen Jahr noch mit 4:11 unterlegen war, Anm. d. Red.) nach Hause, was für dieses junge Team nach nur vier gemeinsamen Trainingseinheiten ein sehr gutes Ergebnis darstellt. Gleichzeitig wurden Baustellen erkannt und definiert, so dass wir jetzt noch besser wissen, an welchen Punkten wir in der Vorbereitung für die zweite Runde in Berlin ansetzen müssen, so dass dort eine weitere Leistungssteigerung erkennbar wird.“
Als Gastgeber war Deutschland für die zweite Runde Anfang Mai ohnehin schon qualifiziert und geht nun noch einmal deutlich gestärkt und mit viel Selbstvertrauen in die kommenden Aufgaben. Die beiden anderen europäischen Tickets für das Zweitrundenturnier sicherten sich Rumänien und Malta. Neben diesen drei Mannschaften werden in der ersten Maiwoche in Berlin dann noch weitere fünf Nationen aus den anderen Kontinentalverbänden am Start sein.
DSV-Team fährt beim World Cup zwei weitere Siege ein
Nach dem Auftaktsieg am Donnerstag gegen die Ukraine (9:7) blieben die deutschen Wasserballer auch am zweiten Tag des Erstrundenturnier des Water Polo World Cups in Otopeni (ROM) auf der Erfolgsspur. Am Freitag war die Mannschaft von Bundestrainer Milos Sekulic gleich doppelt gefordert und konnte am Ende beide Spiele gegen den letztjährigen EM-14. Malta mit 9:5 sowie gegen den EM-Zehnten Rumänien mit 9:7 gewinnen. Das DSV-Team ist damit vor der abschließenden Partie am Sonntag gegen Großbritannien auf einem guten Weg zum Gruppensieg. Für die zweite Runde, die Anfang Mai in Berlin ausgetragen wird, ist Deutschland als Gastgeber ohnehin schon qualifiziert.
Im ersten Spiel des Tages gegen Malta lag die DSV-Auswahl nicht einmal zurück. Bester Torschütze auf deutscher Seite war wie schon gegen die Ukraine wieder Denis Strelezkij (Wasserfreunde Spandau 04) mit drei Treffern, daneben waren Ferdinand Korbel (zwei), Mark Dyck (beide OSC Potsdam), Fynn Schütze (Waspo 98 Hannover) sowie Yannek Chiru und Mateo Cuk (beide Spandau 04) erfolgreich.
Nur wenige Stunden später führte Denis Strelezkij auch im Abendspiel gegen die Gastgeber erneut die Torschützenliste auf deutscher Seite an, dort waren es drei Tore auf seinem Konto. Nach anfänglicher Führung für Deutschland lagen im zweiten Viertel kurzzeitig die Rumänen vorne, aber das DSV-Team schlug zurück und ging so mit einem knappen 4:3-Vorsprung in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel konnte dieser auf bis zu drei Tore ausgebaut werden (6:3 und 7:4), doch der Gegner ließ sich noch nicht abschütteln und kam zu Beginn des Schlussabschnitts noch einmal auf 7:6 heran. Zoran Bozic (Spandau) mit seinem zweiten Treffer des Spiels und Strelezkij mit einem platzierten Distanzwurf direkt in den Winkel rund anderthalb Minuten vor dem Abpfiff sorgten dann allerdings für die endgültige Entscheidung. Die weiteren Tore erzielten Mark Gansen (zwei), Niclas Schipper (beide Waspo Hannover) und Mateo Cuk. Am Samstag ist das deutsche Team nun spielfrei, ehe das Turnier am Sonntag abgeschlossen wird.
DMSJ-Bundesfinale in Wuppertal eröffnet das neue Meisterschaftsjahr
Die ersten Wochen des neuen Jahres gehören im Schwimmen traditionell den Mannschaftswettbewerben. An diesem Wochenende findet in Wuppertal zunächst das Bundesfinale des Deutschen Mannschaftswettbewerbs Schwimmen der Jugend (DMSJ) statt, nur eine Woche später (04./05. Februar) folgt dann in die DMS der Erwachsenen in Essen.
Den Anfang macht am 28./29. Januar aber der Nachwuchs. Je zwölf Mannschaften pro Geschlecht in der Jugend C und D sowie je acht Teams in der Jugend B und A haben den Sprung zur Endrunde geschafft. Da in der Wuppertaler Schwimmoper ohnehin acht Bahnen zur Verfügung stehen, hat sich die Abteilung Wettkampfsport Schwimmen in Rücksprache mit dem Ausrichter entschieden, in den beiden älteren Wettkampfklassen die Anzahl der zugelassenen Mannschaften in diesem Jahr auf acht zu erhöhen. „Damit wollen wir die Mannschaftsmeisterschaften weiter aufwerten“, erklärt Manuel Martin, Mitarbeiter Mannschaftswettbewerbe in der Abteilung Wettkampfsport Schwimmen.
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Nachdem das Bundesfinale im vergangenen Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch ohne Zuschauer*innen stattfinden musste, ist in diesem Jahr nun auch wieder Publikum zugelassen. Beste Stimmung ist also garantiert, und das nicht nur bei der abschließenden Kostümparade, bei der die Mannschaften traditionell verkleidet zur Siegerehrung einlaufen, um auf diese Weise auch nach außen hin Teamgeist zu demonstrieren.
Überhaupt steht das Team im Mittelpunkt. Bei der DMSJ werden ausschließlich Staffelrennen in den verschiedenen Lagen ausgetragen. „Es ist ein sehr motivierendes Format, gerade die jüngeren Jahrgänge fiebern auf diese Veranstaltung“, sagt Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. „Staffeln sind uns immer schon sehr wichtig gewesen und in der Vergangenheit waren wir dort auch international sehr erfolgreich. Das gemeinsame Teamerlebnis motiviert zusätzlich, über sich hinauszuwachsen. Es ist wichtig, dass unsere Talente diese Erfahrung auch schon auf nationaler Ebene machen können, bevor sie später vielleicht einmal in die Nationalmannschaft aufrücken.“
In den Vorkämpfen waren in der weiblichen Jugend der Berliner TSC (Jugend D), zweimal die SG Essen (Jugend C und Jugend B) und die SV Schwäbisch Gmünd (Jugend A) am schnellsten. In der männlichen Jugend gehen TPSK 1925 (Jugend D), die SG Bayer (Jugend C), die SSG Leipzig (Jugend B) sowie der SC Magdeburg (Jugend A) von der Pole-Position aus ins Rennen. Eine kurzfristige Veränderung im Teilnehmerfeld gab es noch in der männlichen Jugend B: Die Sport-Union Neckarsulm hat abgemeldet, dafür rückt Waspo 98 Hannover nach.
Diego Heinze gewinnt JWM-Bronze auf den Seychellen
Bei den Weltmeisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen auf den Seychellen konnte sich die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) gleich zum Auftakt über eine Medaille freuen. Im 5km-Rennen kraulte Diego Alfons Heinze in 48:51,6 Minuten zu Bronze, der 15-Jährige vom SC Wiesbaden musste im Endspurt nur Nathan Szobota (USA/48:50,9) und Davide Grossi (ITA/48:51,0) um sieben bzw. sechs Zehntelsekunden den Vortritt lassen. David Kuhn vom SV Würzburg 04 (48:53,7) wurde zwei Sekunden dahinter Vierter. Die Rennen im verregneten Inselparadies waren wegen organisatorischer Probleme bei der Kursabsteckung mit jeweils über einer Stunde Verspätung gestartet worden, bei über 26 Grad Wassertemperatur und 28 Grad in der Luft herrschten dann aber sehr gute Bedingungen.
Bei den Mädchen siegte mit Claire Weinstein (51:52,40) ebenfalls eine US-Amerikanerin vor Tuna Erdogan(TUR/51:56,8) und Noa Martin (ESP/52:05,9). Julia Ackermann (SC Chemnitz) kam nach ihren Siegen bei JEM (Freiwasser) und EYOF (Becken) diesmal auf Rang fünf ins Ziel (52:52,1), ihre Vereinskollegin Aliyah Höselbelegte Rang 15 (53:47,6).
Über 7,5km verpasste Linus Schwedler (SC Magdeburg) trotz eines sehr offensiv geführten Rennens den Sprung auf das Podest um drei Zehntelsekunden, der 17-Jährige wurde in 1:16:20,9 Stunden Vierter hinter Hunor Kovacs-Seres(HUN/1:16,02,1), Paulo Strehlke Degado (MEX/1:16:20,5) und Mate Hartmann (HUN/1:16:20,6). Arne Schubert(SC Magdeburg) hatte nach einem Schlag auf die Brust körperliche Probleme bekommen und musste das Rennen abbrechen.
Bei den Mädchen wurde auf dieser Distanz Celine Petruschke (SC Magdeburg) in 1:26:11,6 Achte, Vereinskollegin Lara Braun Elfte (1:27:11,4). Die Goldmedaille ging hier mit deutlichem Vorsprung an US-Shootingstar Katie Grimes(1:22:38,5). Die 16-Jährige hatte bei den Weltmeisterschaften der offenen Klasse in Budapest (HUN) in diesem Jahr bereits Silber über 1500m Freistil und 400m Lagen gewonnen.
„Das war ein starker Auftakt für unser Team, auch Julia Ackermann und Linus Schwedler haben sich hier sehr stark präsentiert. So kann es gern weitergehen an den nächsten beiden Tagen“, lobte Freiwasser-Bundestrainer Constantin Depmeyer.
Deutschland bezwingt zum EM-Abschluss Malta und wird 13.
Deutschlands Wasserballer haben die Europameisterschaften in Split (CRO) mit zwei Siegen abgeschlossen. Am Dienstag setzte sich die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in einem phasenweise hektischen und am Ende nickeligen Spiel um Platz 13 mit 14:11 gegen Malta durch.
Zum ersten Mal überhaupt trafen diese beiden Nationen bei einer EM-Endrunde aufeinander. Das DSV-Team hatte im ersten Viertel zunächst mehr vom Spiel und ging gleich dreimal in Führung, doch der Gegner glich stets wieder aus. Im zweiten Viertel lag Malta dann sogar erstmals mit 3:4 vorne, anschließend verhinderte Deutschlands Torhüter Moritz Schenkel in seinem 225. Länderspiel bei einer Zwei-gegen-eins-Kontersituation der Malteser einen möglichen Zwei-Tore-Rückstand. Mateo Cuk, Lukas Küppers und Mark Gansen brachten die DSV-Sieben stattdessen bis zur Halbzeit ihrerseits erstmals mit zwei Toren in Führung.
Doch Malta blieb dran und glich erneut aus, vor allem in Überzahl waren die Männer von der Mittelmeerinsel stets gefährlich. Die Malteser hatten schon mit dem Erreichen des Spiels um Platz 13 ein historisch gutes Ergebnis erzielt und nahmen diesen Schwung auch in das Duell mit der deutschen Mannschaft mit. Auf DSV-Seite übernahm jetzt Linkshänder Fynn Schütze Verantwortung und traf im dritten Viertel gleich dreimal - er war am Ende zusammen mit Lukas Küppers (ebenfalls drei Treffer) bester deutscher Torschütze. Mit 9:9 ging es in den Schlussabschnitt, wo Malta zunächst wieder in Führung ging. Dann sah auch noch Bundestrainer Petar Porobic Rot und musste auf die Tribüne, doch seine Spieler konnten die Partie in den letzten acht Minuten noch drehen und überstanden dabei sogar eine doppelte Überzahl der Malteser.
Kurz vor Schluss wurde es dann noch einmal hektisch: Maltas Dino Zammit leistete sich eine Tätlichkeit gegen Denis Strelezkij, doch als sich Maurice Jüngling zur Verteidigung des Teamkollegen einmischte, bekamen zunächst nur er und der Malteser Liam Galea die rote Karte. Nachdem Zammit kurz darauf erneut mit Strelezkij aneinandergeraten war, wurde dann aber auch er des Feldes verwiesen, ebenso wie der Deutsche. “Ich weiß nicht, was am Ende passiert ist, aber das kommt davon, wenn man Schiedsrichter einsetzt, die keine klare Struktur haben, dann versteht niemand die Entscheidungen in einem Spiel wie diesem", übte Kapitän Moritz Schenkel anschließend deutliche Kritik an den Offiziellen.
Deutsche Wasserballerinnen unterliegen Kroatien mit 8:15
Es war der erste Heimsieg der Kroatinnen bei diesen Europameisterschaften in Split (CRO), entsprechend groß war der Jubel bei den kroatischen Fans. Bei der deutschen Mannschaft herrschte nach der 8:15 Niederlage hingegen Enttäuschung vor. “Wir sind wirklich sehr traurig, dass wir das heute nicht geschafft haben, wir haben uns etwas ganz anderes vorgenommen. Wir wollten auf jeden Fall die Top-Acht erreichen, das haben wir heute leider nicht geschafft. Die kroatischen Mädels waren einfach am Anfang stark überlegen und wir konnten diese Differenz im Laufe des Spiels nicht mehr retten”, resümiert DSV-Kapitänin Gesa Deike (Wasserfreunde Spandau 04).
Als Bundestrainer Sven Schulz nach wenigen Minuten die erste Auszeit einberief, lagen die deutschen Wasserballerinnen bereits 1:5 im Rückstand gegen den EM-Zehnten von 2020. Doch auch anschließend konnte bis zum Ende des ersten Viertels neben Gesa Deike nur noch ihre jüngere Schwester Ira Deike (Wasserfreunde Spandau 04) einen Treffer erzielen. Für beide ist es bereits die vierte EM-Teilnahme.
Diesen enormen Vorsprung ließ sich Kroatien auch bis zum Ende des Spiels nicht mehr nehmen. Lediglich im dritten Abschnitt schaffte es die deutsche Mannschaft den Abstand nochmal bis auf fünf Tore zu reduzieren (7:12). Mit insgesamt vier Toren, zwei durch Aylin Fry (SV Bayer Uerdingen) und jeweils einem durch Belén Vosseberg (Wasserfreunde Spandau 04) und Darja Heinbichner (SV Bayer Uerdingen 08) konnte das deutsche Team dieses Viertel sogar für sich entscheiden.
An ein Einholen der Kroatinnen war jedoch nicht mehr zu denken, sie beendeten die Partie mit insgesamt sieben Zählern Vorsprung. Fünf der 15 Tore auf kroatischer Seite erzielten dabei Jelena Butic, Domina Butic und Ivana Butic, die sich an der Seite ihrer vierten Schwester Magdalena Butic vom heimischen Publikum feiern ließen. Beste Torschützin war die Kroatin Emmi Miljkovic mit sechs Toren.
“Herzlichen Glückwunsch an Kroatien für diesen Sieg und jetzt müssen wir schauen, was noch so in diesem Turnier geht”, resümierte Kapitänin Gesa Deike hinterher. Das nächste Spiel der Frauen steht bereits am Dienstag an, diesmal trifft das Team auf die Vizeweltmeisterinnen aus Ungarn (11:30 Uhr).
Zu starke Wellen: 25km-Rennen nach Runde zehn abgebrochen
Zuerst wurden die Freiwasserrennen in Lido di Ostia (ITA) am Tyrrhenischen Meer aufgrund der Bedingungen um zwei Tage verschoben, heute morgen um 10:00 Uhr gingen dann die 5km-Starter*innen ins Rennen. Das anschließend ab 13:00 Uhr gestartete 25km-Marathonrennen musste aufgrund immer stärker werdenden Seegangs nach zehn von 15 Runden jedoch ohne Wertung abgebrochen werden.
Einige Aktive hatten zu diesem Zeitpunkt bereits aufgegeben, andere wurden mit Booten und Jetskis zurück an Land gebracht oder kämpften sich nach und nach unter Applaus der Zuschauer*innen und Teams zurück an den Strand. Nichts hielt den Wellen stand, der Zieleinlauf und die Bojen waren nicht mehr zu erkennen und das Ponton mit den Anschlagtafeln auf dem offenen Meer machte den Eindruck, jede Sekunde auseinanderzubrechen. An weitere fünf Runden unter diesen Bedingungen war nicht zu denken.
Der deutsche Starter Andreas Waschburger (SSG Saar Max Ritter) empfing seinen ebenfalls erschöpften Teamkollegen Ben Langner (SC Magdeburg) nachdem er sich aus den Wellen an den Strand geschleppt hatte, doch zuerst herrschte Chaos über den endgültigen Rennausgang. “Am Ende war es sehr windig, man hat die Bojen gar nicht mehr gesehen, einmal habe ich mich verschwommen”, so Waschburger. “Jetzt ist Rennabbruch, aber niemand weiß genau, was passiert ist”, ergänzte Langner. Als letzte Schwimmerin insgesamt schaffte es dann auch Elea Linka (SG Stormarn Barsbüttel) gegen 17:38 Uhr aus dem Wasser, als der Sprecher verlauten ließ, dass alle Aktiven aus allen Nationen nun sicher wären.
Gemäß der Regularien müssen bei einem Rennabbruch mindestens 15 Kilometer der Strecke bereits geschwommen sein, um trotzdem eine Wertung vornehmen zu können. Das war zwar der Fall, allerdings war wohl versäumt worden, das vorzeitige Ende des Rennens ausreichend und an alle rechtzeitig zu kommunizieren. Ein fairer Ausgang war somit nicht möglich. “Wenn sich die Aktiven ein Jahr auf so eine Meisterschaft vorbereiten und dann kein Ergebnis ermöglicht wird, dann ist das mehr als ärgerlich und braucht auch eine Entschuldigung seitens der LEN”, sagte Bundestrainer Constantin Depmeyer. “Für unseren Sport ist so ein Tag leider als Rückschritt anzusehen.” Die offizielle Pressemitteilung der LEN enthielt dann tatsächlich eine Entschuldigung an alle Aktiven.
