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JEM-Silber für Johannes Liebmann im Rekordrennen von Vilnius

Der dritte Wettkampftag bei den Europameisterschaften der Junior*innen in Vilnius (LTU) war mit dem Gewinn von einer Silber- und zwei Bronzemedaillen der bislang erfolgreichste für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV).

Höhepunkt des Donnerstags war dabei zweifellos das Rennen über 1500m Freistil. Gold sicherte sich dabei mit Junioren-Weltrekord Titelverteidiger Kuzey Tuncelli (TUR), seine 14:41,89 Minuten sind die bislang viertschnellste Zeit weltweit in dieser Olympiasaison. Hinter dem 16-Jährigen, der zwei Wochen zuvor bereits Europameister in der offenen Klasse geworden war, kraulte Johannes Liebmann (SC Magdeburg) zu Silber, in 15:04,04 Minuten verbesserte er den fünf Jahren alten Jahrgangsrekord von Sven Schwarz um fünf Sekunden. Der Hannoveraner Schwarz hat sich seitdem bekanntlich zum Olympiastarter entwickelt. „Das war ein tolles Rennen von Johannes, das die tolle Entwicklung krönt, die er seit seinem Wechsel von Elmshorn nach Magdeburg im vorigen Jahr genommen hat“, lobte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. Liebmanns Vereinskollege Finn Constantin Kleinheinz belegte zudem den siebten Platz (15:31,35).

>> Alle Startlisten und Ergebnisse der JEM 2024 

Nichts für schwache Nerven war das Finale über 200m Lagen. Nach Hälfte des Rennens wendete Finn Hammer (SG Essen) als Letzter des Feldes, nach der Bruststrecke lag er lediglich auf Rang sieben. Doch mit der schnellsten Schlussbahn kämpfte sich Hammer dann nach vorn und schlug nach 2:01,68 Minuten als Dritter hinter Robert Andrej Badea (ROU/2:00,05) und Nil Cadevall Micolau (ESP/2:00,34) an. Franz Ahnert (Erfurter SSC) zeigte in diesem Finale ebenfalls eine tolle Leistung und landete auf Rang sechs (2:02,49).

Zum Abschluss des Tages zeigte sich, dass auf die DSV-Staffel diesmal absolut Verlass ist. Über 4x200m Freistil sicherten sich Julianna Dora Bocska (SG Essen/2:02,58), Linda Roth (SV Cannstatt/2:00,62), Jette Lenz (SV Nikar Heidelberg/2:01,09) und Lise Seidel (SC Chemnitz/2:00,31) in 8:04,60 Minuten Bronze hinter Ungarn (8:01,11) und Italien (8:01,71). Für das Finals am Freitag konnten sich zudem Lise Seidel (200m Rücken) sowie Hannah Schneider und Lena Ludwig als die beiden Zeitschnellsten über 200m Brust qualifizieren.

Finn Hammer und die Staffel über 4x200m Freistil gewinnen Bronze

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Drei weitere Aktive für die JEM in Vilnius nominiert

Mit großer Motivation absolvieren die besten Nachwuchstalente des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) derzeit ein zehntägiges Trainingslager am Bundesstützpunkt Heidelberg zur Vorbereitung auf die Europameisterschaften der Junior*innen in Vilnius (LTU/02. – 07. Juli). Zum Team für den Saisonhöhepunkt in Litauen gehören inzwischen auch Zara Selimovic (SG Essen/Jahrgang 2007), Selina Müller (SSG Leipzig/2006) und Daniel Olenberg (VfL Osnabrück/2007), die in Folge ihrer überzeugenden Leistungen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Mai in Berlin noch für eine Nominierung berücksichtigt wurden. 

Zelimovic hatte dabei sogar die Einzelnorm über 400m Freistil unterboten, sie wird wie die beiden anderen Aktiven aber auch in den DSV-Staffeln unterstützen, um Vielstarter*innen mit Medaillenpotenzial in der JEM-Woche etwas zu entlasten. Olenberg kann vielleicht auch etwas ausgleichen, dass der zuletzt beste Langstreckler Arne Schubert (SC Magdeburg) verletzungsbedingt für die JEM leider ausfällt.  

„Die JEM-Vorbereitung läuft bisher gut, mit Freude werden dabei auch die Angebote abseits des normalen Trainings angenommen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. So wurde sich beispielsweise mit Unterstützung von Expert*innen mit der Psychologie näher befasst, etwa mit den Möglichkeiten von Selbstgesprächen beim Vorstart. In Kooperation mit der Uni Bielefeld widmete man sich aber auch den Knotenpunkten der jeweiligen Hauptschwimmart. Zudem standen Materialtests oder auch Staffelwechseltraining auf dem Programm.

Das JEM-Team für Vilnius 

Weibliche Jugend: Noelle Benkler, Jette Lenz, Sophie Lenze, Lena Ludwig (alle SV Nikar Heidelberg), Julia Ackermann, Yara Fay Riefstahl, Lise Seidel (alle SC Chemnitz), Julianna Dora Bocska, Laura Sophie Kohlmann, Zara Selimovic (alle SG Essen), Alina Baievych (TB 1888 Erlangen), Lena Sophie Bauer (SG Neukölln Berlin), Klara Sophie Beierling (SG Berliner Wasserratten), Anna Maria Börstler (SC Magdeburg), Mira Helget (SG Region Karlsruhe), Marian Plöger (VfL Sindelfingen), Linda Roth (SV Cannstatt), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Leni von Bonin (Dresdner SC 1898), Ewa zur Brügge (SV Halle/Saale), Selina Müller (SSG Leipzig) 

Männliche Jugend: Hugo Engelien, Finn-Constantin Kleinheinz, Johannes Liebmann (alle SC Magdeburg), Kenneth Bock, Jan Malte Gräfe, Noah Schötz (alle Potsdamer SV), Finn Hammer, Julian Koch, Simon Reinke (alle SG Essen), Lukas Fritzke, Michael Raje (beide SSG Saar-Max Ritter), Vincent Passek, Maximilian Warkentin (beide Berliner TSC), Jonathan Samuel Turck, Daniel Olenberg (beide VfL Osnabrück), Franz Ahnert (Erfurter SSC), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Melvyn Faber-Billot (SG Frankfurt), Emilian Hollank (TSV Riedlingen), Leo Leverkus (SG Region Karlsruhe), Sascha Macht (SSG Leipzig) 

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18-köpfiges JEM-Team nominiert: Drei Aktive mit Doppelstarts in Vilnius und Wien

Mit 18 Aktiven wird der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bei den Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen in Wien (AUT/12. – 14. Juli) an den Start gehen. Nominiert wurden dabei mit Julia Ackermann (SC Chemnitz), Finn-Constantin Kleinheinz und Johannes Liebmann (beide SC Magdeburg) auch drei Athlet*innen, die eine Woche zuvor bereits bei der JEM im Beckenschwimmen in Vilnius (LTU/02. – 07. Juli) antreten. Mit Jonas Kusche (SC Chemnitz) gehört zudem ein Schwimmer zum Team, der zuletzt bereits an zwei Weltcups der offenen Klasse teilnahm und dabei vergangene Woche in Golfo Aranci (ITA) Staffelsilber gewann. „Doppelstarts sind später auch im Spitzenbereich nicht ungewöhnlich, mit starken Qualifikationszeiten im Becken wurde sich diese zusätzliche Chance eindrucksvoll verdient“, erklärte Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Bünde. „Bei den internationalen Rennen im Freiwasser kann man in diesem Alter besonders viel lernen für den weiteren Karriereverlauf.“  Im vergangenen Jahr hatte das deutsche JEM-Team auf Korfu (GRE) sechs Bronzemedaillen erkämpfen können. Ackermann, Kleinheinz und auch Hannah Gätjen (SG Stormarn Barsbüttel) greifen in diesem Jahr nun erneut nach Edelmetall.  Die JEM-Starts des DSV-Teams  Weibliche Jugend 

 

Vorname  

Name  

Verein  

5 km  

 

 

 

1.  

Sydney Savannah  

Ferch  

SG Dortmund  

2.  

Emilia  

Ipek  

Wasserfreunde Spandau Berlin  

7,5 km  

 

 

 

1.  

Julia  

Ackermann  

SC Chemnitz  

2.  

Jana  

Härtel  

SG Region Stuttgart  

3.  

Laura Marie  

Blumenthal Haz  

TB 1888 Erlangen  

10 km  

 

 

 

1.  

Lara  

Braun  

SC Magdeburg  

2.  

Hannah  

Gätjen  

SG Stormarn Barsbüttel  

3.  

Luisa  

Rumler  

SG Stadtwerke München  

Männliche Jugend 

 

Vorname 

Name 

Verein 

5 km  

 

 

 

1.  

Jonas  

Lieschke  

Hamburger SC 

2.  

Ben David  

Preuß  

SG Schöneberg Berlin  

3.  

Mattheo  

Straßburger  

STV Limbach-Oberfrohna  

7,5 km  

 

 

 

1.  

Finn-Constantin  

Kleinheinz  

SC Magdeburg  

2.  

Lukas  

Steuter  

Wasserfreunde Spandau Berlin  

3.  

Johannes  

Liebmann  

SC Magdeburg  

10 km  

 

 

 

1.  

Jeremy  

Kunz  

SV Zwickau von 1904  

2.  

Eric  

Mühlenbeck  

SV Halle  

3.  

Jonas  

Kusche  

SC Chemnitz  

 

 

 

 

Staffelteilnehmer 

Moritz  

Erkmann 

SC Chemnitz  

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Leonie Beck wird Dritte beim Weltcup auf Sardinien

Sardinien ist bekannt für seine wunderschönen Strände, das türkisblaue Wasser vor dem Fischerdorf Golfo Aranci hat um diese Jahreszeit aber nur knapp über 18 Grad. Trotzdem lieferte Freiwasserschwimmerin Leonie Beck darin am Freitag ein starkes 10km-Rennen ab und belegte beim zweiten Weltcup der Saison Rang drei. Nach dem Auftaktsieg im März in Ägypten verteidigte die Würzburgerin damit auch ihre Führung in der Weltcup-Gesamtwertung.

>> Zu den Weltcup-Ergebnissen

Auf dem letzten Kilometer war die Würzburgerin, die am kommenden Montag 27 Jahre alt wird, dank ihrer hohen Endgeschwindigkeit an der Spitze des Feldes aufgetaucht. Dort wurde sie aber sofort von Doha-Weltmeisterin Sharon van Rouwendaal in einen harten Zweikampf verwickelt und kam dabei von der Ideallinie ab. Zwar hielt Beck die Niederländerin bis zum Anschlag in Schach, im Zielbereich schoben sich derweil aber noch die beiden Brasilianerinnen Ana Marcela Cunha und Vivian Jungblut noch vorbei. Cunha, Olympiasiegerin 2021 in Tokio, trainiert seit dieser Saison übrigens wie Beck in Italien in der Topgruppe von Trainer Fabrizio Antonelli.

„Am Ende bin ich leider in die Begrenzungsleine gekommen, aber trotzdem war das ein gutes Rennen in Vorbereitung auf Olympia. Ich habe hier gezeigt, dass ich auch bei kalten Bedingungen ganz vorn dabei sein kann“, sagte Beck. Bundestrainer Constantin Depmeyer lobte: „Leonie hat hier ein starkes Rennen abgeliefert, das auch für den Kopf wichtig war in Hinblick auf Paris.“ Der nächste Start steht nun Mitte Juni bei den Europameisterschaften in Belgrad (SRB) an.

Jeannette Spiwoks (SG Essen) belegte auf Sardinien Rang 16 und Lea Boy (SV Würzburg 05) Rang 26. Bei den Männern kamen Niklas Frach (SG Frankfurt) und Jonas Kusche (SC Chemnitz) auf die Plätze 18 bzw. 30. Es siegte Marc-Antoine Oliver (FRA) vor Landsmann Logan Fontaine und Weltmeister Kristof Rasovszky (HUN). Olivier übernahm damit auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung.

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Florian Wellbrock siegt bei den Spanischen Meisterschaften in Sevilla

So etwas kann man dann wohl eine gelungene Generalprobe nennen. Mit klarem Vorsprung hat Florian Wellbrock das 10km-Rennen bei den Offenen Spanischen Meisterschaften in Sevilla gewonnen. Fünf Tage nach seinem Sieg über 1500m Freistil bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin schlug der Olympiasieger von Tokio nach 1:48:13,6 Stunden vor Hector Pardoe (GBR/1:50:19,9) und seinem Teamkollegen Oliver Klemet (1:50:22,8) an. In ähnlicher zeitlicher Abfolge finden in drei Monaten dann auch seine beiden Rennen bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) statt.

Auch die äußeren Bedingungen passten bestens zum Test. In einem Fluss und bei kühler Wassertemperatur von knapp über 21 Grad hinterließ Wellbrock dabei einen starken Eindruck. Drei der vier Runden über 2,5 Kilometer schwamm er kontrolliert im Feld mit, um dann unwiderstehlich davonzuziehen. „Das hat er gut gemacht. Das war insgesamt ein guter Test bei Bedingungen, wie wir sie in der Weltcupserie vor Paris dann halt nicht mehr haben werden“, lobte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Auch Klemet schwamm im Pulk immer vorn mit, musste in der Endphase nur Pardoe ziehen lassen, der zuletzt bei der WM in Doha (QAT) die Bronzemedaille gewonnen hatte. „Die Kälte hat viel Energie gezogen, aber das haben am Schluss alle gespürt“, meinte Berkhahn.

Bei den Frauen siegte die in Magdeburg trainierende Australierin Moesha Johnson (1:56:07,6), ihre Trainingspartnerinnen Sharon van Rouwendaal (NED/1:58:47,9) und Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm/2:00:13,5) belegten die Plätze fünf und sechs.

>> Alle Ergebnisse in Sevilla

Apropos Olympiarennen: Am Donnerstag war in Paris von den Olympiagastgeber*innen ein riesiges Rückhaltebecken mit 30 Meter Tiefe und 50 Meter Durchmesser vorgestellt worden, mit dessen Hilfe nun das Regenwasser aufgefangen und in Kläranlagen gereinigt wird, bevor es in die Seine gelangt. Das 90 Millionen Euro teure Projekt gehört zu den insgesamt 1,4 Milliarden Euro teuren Maßnahmen, um die Wasserqualität des besonders träge dahinfließenden Flusses in der am dichtesten besiedelten Stadt Europas nachhaltig zu verbessern. Hierin finden Anfang August mitten im Stadtzentrum dann die olympischen 10km-Rennen statt. Die Schwimmsportwelt verfolgt gespannt die Entwicklung der Wasserqualität bis dahin.

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Staffelbronze für das DSV-Team beim Weltcup-Auftakt in Ägypten

Die Goldmedaille von Leonie Beck im Einzelrennen über 10km vom Samstag bleibt nicht das einzige Edelmetall im Gepäck. Beim Weltcup-Auftakt in Soma Bay (EGY) konnte sich die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Sonntag auch noch über Staffelbronze beim Rennen über 4x1,5km freuen, ehe es direkt im Anschluss an die Siegerehrung bereits zum Rückflug in die Heimat ging.

>> Die Weltcup-Ergebnisse im Überblick

Das DSV-Team war mit Lea Boy und Leonie Beck (beide SV Würzburg 05) auf den vorderen Positionen ins Rennen gegangen, direkt hinter dem mit seinen beiden Männern gestarteten Kasachstan erfolgte dann die Übergabe an die Kollegen. Auch Jonas Kusche (SC Chemnitz) und Niklas Frach (SG Frankfurt) zeigten anschließend eine starke Leistung und hielten durchgehend den Kontakt zur Spitze. Im Zielsprint zogen die Topstars Marc-Antoine Olivier (FRA) und Gregorio Paltrinieri (ITA) dann zwar leicht davon, beim Anschlagduell um den dritten Platz spielte Frach aber gekonnt seine größere Armreichweite aus und ließ Guillem Pujol (ESP) hauchdünn hinter sich. Frankreich (1:11:10,10 Stunden) vor Italien (1:11:10,20), Deutschland (1:11:17,60) und Spanien (1:11:17,70) lautete schließlich die offizielle Reihenfolge.

„Es ist immer hart, nach nicht mal 24 Stunden Pause gleich das nächste Rennen zu bestreiten. Aber es lief dann genau so, wie ich mir das vorgenommen hatte“, sagte Frach. „Natürlich bin ich sehr happy, dass ich die Medaille nach Hause bringen konnte, schließlich lag mein letzter Weltcupeinsatz inzwischen schon zehn Monate zurück.“ Im 10km-Rennen am Vortag hatte er den Anschluss zur Spitzengruppe im entscheidenden Moment des Rennens verloren und die Lücke im Alleingang anschließend nicht mehr schließen können.

„Das war heute ein sehr taktisch geprägtes Rennen, dem wir unseren Stempel erfolgreich aufdrücken konnten. Die Bilanz bei diesem Saisonstart fällt damit sehr positiv für uns aus“, sagte Bundestrainer Constantin Depmeyer. Neben den Top-Platzierungen erfreute ihn besonders, wie gereift sich die jüngeren Aktiven im Team – Fabienne Wenske und Jonas Kusche – im für sie ja noch ungewohnten Weltcupumfeld präsentierten.

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Fast alle Stars bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Aachen

An keinem anderen Ort waren die Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen häufiger zu Gast als in Aachen, zuletzt hatten die Titelkämpfe allerdings 2004 in der westlichsten Stadt Deutschlands stattgefunden. 20 Jahre danach geben sich die besten Springer*innen des Landes nun vom 07. – 10. März wieder die Ehre. Kurz nach den Weltmeisterschaften in Doha (QAT) und nur zwei Wochen vor dem Weltcup in Berlin (21. – 24. März) ist die DM eine wichtige Standortbestimmung für den weiteren Saisonverlauf.

>> Zum Zeitplan mit Ergebnissen und Livestream

Entsprechend ist das WM- und Weltcup-Team fast komplett am Start. Jette Müller (WSC Rostock), Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), Jana Lisa Rother, Elena Wassen, Christina Wassen und Pauline Pfeif (alle Berliner TSC) bei den Frauen sowie auf männlicher Seite den Europameistern Moritz Wesemann, Timo Barthel (beide SV Halle), Alexander Lube, Jaden Eikermann (beide SV Neptun Aachen), Lars Rüdiger, Tom Waldsteiner und Luis Avila Sanchez (alle Berliner TSC) sind alle mit dabei – einige von ihnen konzentrieren sich diesmal allerdings auf die Synchronwettbewerbe. „Wir kommen ja mit dem Nationalteam direkt vom Weltcupauftakt in Kanada und nehmen deshalb bei der DM mit Blick auf den kommenden Weltcup in Berlin die eine oder andere Anpassung bei den Starts und den Sprungserien vor, um die Belastung zu minimieren“, erklärt Bundestrainer Christoph Bohm.

Von den Topleuten fehlt in Aachen lediglich die in den USA studierende Lena Hentschel. Dafür feiert Lou Massenberg (beide Berliner TSC), der sich im vergangenen Herbst im Trainingslager in Dubai (VAE) verletzt hatte, sein Comeback.

Für Jaden Eikermann wird die DM sogar zu einer Familienangelegenheit, im Turm-Mixed-Synchronspringen tritt er an der Seite seiner Schwester Jazzelle Eikermann an. Nicht das einzige Familienpaar in den Reihen des Ausrichters übrigens, denn im 3m-Mixed-Synchronspringen gehen auch William Ackmann und Karla Ackmann (alle SV Neptun Aachen) gemeinsam an den Start. Und die ebenfalls in der Nähe von Aachen geborenen Wassen-Schwestern sind im Turm-Synchronspringen natürlich auch wieder mit dabei und als amtierende Europameisterinnen klar favorisiert. „Die Deutschen Hallenmeisterschaften sind für uns immer eine wichtige Standortbestimmung. Wir wollen diese Wettkampfpraxis nutzen, um uns bestmöglich auf den darauffolgenden Weltcup in Berlin vorzubereiten“, sagt Christoph Bohm.

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DM Freiwasser 2024 bringt einige Neuerungen – Ausschreibung ist online

Vor 30 Jahren – 1994 – fanden erstmals Deutsche Meisterschaften im Freiwasserschwimmen statt, Austragungsort war damals Burghausen. Seitdem haben die Titelkämpfe immer wieder zu Fuße der längsten Burganlage Europasstattgefunden, zuletzt 2019. „Es war eine wunderbare Veranstaltung“, erinnert sich Angela Delissen, die Verantwortliche für das Freiwasserschwimmen in der Abteilung Wettkampfsport des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), „von daher freuen wir uns sehr, dass dieses Jahr wieder dorthin zurückkehren.“ Vom 20. – 22. Juni geht es in Burghausener Wöhrsee um die Medaillen, die Ausschreibung für die Veranstaltung wurde jetzt veröffentlicht.

>> Zur Ausschreibung der DM Freiwasserschwimmen 2024

Statt wie bisher über zweieinhalb Wettkampftage – mit vollem Programm insbesondere am Freitag – erstreckt sich die DM in diesem Jahr über drei ganze Tage. Die Jugendstaffeln gehen bereits am Donnerstag über die Bühne, so konnten der Freitag entzerrt werden. Und die diesjährige Auflage bringt noch weitere Neuerungen mit sich: In den Mixedstaffeln über 4x1,25km schwimmen künftig in allen Altersklassen Viererteams mit je zwei Frauen und Männern; einzig die Jugendstaffeln gehen wie bisher über 3x1,25km. „Wir orientieren uns bei den Mixedstaffeln am internationalen Standard von 4x1,5km, aufgrund der Gegebenheiten am Wöhrsee fällt die Strecke allerdings etwas kürzer aus“, erklärt Angela Delissen.

Bei den Einzelrennen über 5km gelten in Abänderung zu den Wettkampfbestimmungen (WB) Fachteil Freiwasser und auf Wunsch der Bundestrainer*innen verschärfte Zeitlimits. Für die 7,5km und die 10km gelten die in den WB definierten Zeitlimits, darüber hinaus gilt dort aber ein sogenanntes Checkpoint-Zeitlimit: Athlet*innen, deren Zwischenzeiten nach den ersten beiden Runden darauf hindeuten, dass sie die Zielzeit nicht erreichen, werden bereits zu diesem Zeitpunkt aus dem Wasser genommen. Beide Maßnahmen dienen dazu, die Qualität der Rennen zu verbessern, zudem binden einzelne zurückliegende Schwimmer*innen immer auch Sicherheitspersonal, das dann weiter vorne im Feld fehlen würde.

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Pauline Pfeif als Vierte nur knapp vorbei am Podium beim Rostocker Springertag

Schon seit Jahrzehnten begeistert der Internationale Springertag in Rostock Wasserspringer*innen aus aller Welt, die nur allzu gerne den Weg nach Mecklenburg-Vorpommern finden. Entsprechend international war am zweiten Tag der Veranstaltung auch das Podium. Nachdem am Vortag noch die Deutschen zwei von drei Disziplinen für sich entscheiden konnten, kamen die Sieger*innen am Freitag aus den Niederlanden und Großbritannien.

Else Praasterink (NED) gewann mit persönlicher Bestleistung von 308,80 Punkten den Wettbewerb im Turmspringen der Frauen. Beste Starterin des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) war Pauline Pfeif (Berliner TSC) als Vierte mit 289,10, ihr fehlten am Ende nur drei Zähler auf Valeria Antolino (ESP/292,10) und Bronze. Elena Wassen (Berliner TSC) wurde Fünfte (286,30). Die beiden Vereinskolleginnen zeigten zwar die Sprünge mit der höchsten Gesamtschwierigkeit des Feldes, beide waren aber in den Eintauchphasen nicht stabil genug und ließen dort einige Punkte liegen.

Der Sieger vom 3m-Brett hieß Jordan Houlden (GBR). Der EM-Silbermedaillengewinner von 2022 dominierte den Wettkampf und hatte am Ende mit 472,20 über 50 Punkte Vorsprung auf die weitere Konkurrenz. Alexander Lube (SV Neptun Aachen), der am Donnerstag gemeinsam mit Moritz Wesemann (SV Halle) das 3m-Synchronspringen gewonnen hatte, wurde im Einzel diesmal Achter (365,95). „Heute war es ein bisschen durchwachener, da wir durchaus in beiden Disziplinen Medaillenpotenzial hatten. Bei den Männern war Alex Lube solide, aber man hat gesehen, dass er sich im Aufbau auf die Weltmeisterschaften in Doha befindet. Nach einem langen Tag wirkte er dann im Finale etwas müde“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm.

Einen Monat nach den Weltmeisterschaften folgt dann übrigens schon der nächste Höhepunkt auf deutschem Boden: Vom 21. – 24. März findet in Berlin der der World Aquatics Diving World Cup statt, das einzige Event in Europa im Rahmen der diesjährigen Weltcupserie. Das gesamte deutsche Team wird beim Weltcup ebenso am Start sein wie die Top-Stars aus China, die jetzt beim Springertag in Rostock noch fehlen. Das Publikum darf sich auf spannende Wettkämpfe und Wasserspringen auf absolutem Weltniveau freuen.

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DSV nominiert WM-Teams im Wasserspringen und High Diving

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) wird mit mindestens elf Wasserspringer*innen bei den Weltmeisterschaften in Doha (QAT/02. – 18. Februar) vertreten sein, hinzu kommen gleich fünf Aktive beim High Diving – so viele wie noch nie. Im Anschluss an den DSV-Kürpokal im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Berlin wurde das Team für die Titelkämpfe nominiert, bei denen es dann auch um die Olympia-Quotenplätze für die Sommerspiele 2024 in Paris (FRA) gehen wird.

„Wir haben in beiden Disziplinen ein starkes Team beisammen. Die Leistungen beim Kürpokal waren zuletzt schon sehr vielversprechend, das gibt uns noch einmal Rückenwind für die weitere WM-Vorbereitung. Bei den vergangenen Welt- und Europameisterschaften konnten wir in diesem Jahr bereits fünf Olympiaquotenplätze sichern, in Doha sollen nun möglichst viele weitere Olympiatickets für Deutschland hinzukommen“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Bislang sind beim Wasserspringen vier Männer und sieben Frauen für die WM nominiert. Über die Besetzung im Turm-Synchronspringen wird erst nach dem Internationalen Springertag in Rostock vom 18. – 21. Januar 2024 entschieden – dort fällt die Entscheidung zwischen den Paarungen Barthel/Eikermann und Avila Sanchez/Waldsteiner.

Im High Diving sind die Weltmeisterschaften bereits der Saisonhöhepunkt, entsprechend groß ist das deutsche Aufgebot für die Titelkämpfe in Katar. Zwei Männer und drei Frauen werden diesmal aus 20 beziehungsweise 27 Metern antreten – nie war das DSV-Team in dieser spektakulären Disziplin größer. „Mit Iris Schmidbauer stellen wir die aktuelle Europameisterin, auch Manuel Halbisch hat sich bei seiner WM-Premiere in diesem Jahr in Fukuoka gut verkauft. Ich freue mich, dass diese Erfolge stärker wahrgenommen werden und der Kreis der Aktiven im High Diving stetig wächst“, so Christoph Bohm.

Das WM-Aufgebot im Wasserspringen (Stand 20. Dezember 2023):

Männer: 

Luis Avila Sanchez*, Lars Rüdiger, Tom Waldsteiner* (alle Berliner TSC), Timo Barthel*, Moritz Wesemann (beide SV Halle), Jaden Eikermann, Alexander Lube (beide SV Neptun Aachen)

Frauen:

Lena Hentschel, Pauline Pfeif, Jana Lisa Rother, Christina Wassen, Elena Wassen (alle Berliner TSC), Jette Müller (WSC Rostock), Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898)

Das WM-Aufgebot im High Diving:

Männer: 

Manuel Halbisch (VfL Waiblingen), Tim Thesing (TPSK Köln)

Frauen:

Anna Bader (SV Halle), Maike Halbisch (VfL Waiblingen), Iris Schmidbauer (Dresdner SC 1898)

*) unter Vorbehalt

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