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    Die Wasserspringer Timo Barthel und Lars Ruediger stellen sich vor ihrem Wettkampf dem Publikum vor.
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Hentschel/Avila Sanchez mit souveränem Sieg an einem turbulentem DM-Tag

Bereits nach dem Titelgewinn bei den Internationalen Deutschen Sommermeisterschaften in Berlin (03. – 07. Juni) im Turm-Synchronspringen, gleichbedeutend mit der EM-Qualifikation, hatte sich Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) sehr selbstbewusst geäußert. Die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) seien nie das Ziel gewesen, sondern nur ihre Bühne – das Ziel sei vielmehr eine EM-Medaille. Das gilt für ihn umso mehr im Mixed-3m-Synchronspringen, wo Avila Sanchez zusammen mit Vereinskollegin Lena Hentschel in der französischen Hauptstadt dann sogar als Titelverteidiger*innen antritt.

Auf dem Weg dorthin waren die nationalen Meisterschaften in Berlin eine wichtige Zwischenstation. Mit 289,29 Punkten wurden Luis Avila Sanchez und Lena Hentschel, die im vergangenen Jahr neben dem EM-Titel auch die World University Games gewonnen hatten, am Freitag ihrer Favoritinnenrolle gerecht und erfüllten damit die Norm für Paris. Vanessa Röhniß und Arthur Fleck (beide SC DHfK Leipzig) lagen auf Platz zwei mit 257,16 deutlich dahinter. „Das war eine starke Leistung, sie sahen sehr synchron aus“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm.

Von einem „sehr guten Wettkampf“ sprach auch Lena Hentschel. „Das hat viel Spaß gemacht, wir hatten ein gutes Gefühl miteinander“, meinte sie. Für die 24-Jährige war es bei den laufenden Deutschen Meisterschaften bereits der dritte Erfolg nach ihren Siegen vom 1m-Brett sowie im 3m-Synchronspringen. Am Wochenende startet sie auch noch im 3m-Einzel und kann dort das goldene Viererpack perfekt machen.

 

>> Zum DM-Livestream auf Sporteurope.TV

 

Noch eine weitere Entscheidung fiel am Freitag in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE). Im Mixed-Turm-Synchronspringen ging der Sieg mit 261,30 Punkten an Charlotte Lederer und Rayk Most (beide SC DHfK Leipzig).

 

Timo Barthel und Pauline Pfeif in den Vorkämpfen am stärksten

 

Einen turbulenten Vorkampf erlebten die Männer vom 3m-Brett. Wegen eines defekten Sprungbretts verzögerte sich der Beginn zunächst und als es dann los ging, zeigten gleich mehrere Top-Springer Nerven. Titelverteidiger Moritz Wesemann (SV Halle/394,30), Europameister von 2023 und WM-Sechster von Singapur, patzte beim Auerbachsalto ebenso wie Vereinskollege Jonathan Schauer (351,00). „Kann man nicht ändern, so ist der Sport“, meinte Wesemann. „Jetzt heißt es: Abhaken und morgen wieder angreifen.“

Platz eins im Vorkampf belegte Routinier Timo Barthel mit 432,10 Punkten, der damit schon einmal an der EM-Norm (440,00) kratzte, vor Lou Massenberg (406,50/beide ebenfalls SV Halle). „Das war sehr gut“, lobte Bundestrainer Bohm, „vor allem wenn man bedenkt, dass er erst seit drei Wochen wieder voll im Training ist. Die Bedingungen waren heute schwierig, aber sie waren für alle gleich. Und Timo hat sie am besten gemeistert.“ Die Leistung könnte noch wichtig werden, denn für die EM-Nominierung wird die Addition aus Vorkampf, Halbfinale und Finale zurate gezogen. Die Entscheidung darüber fällt am morgigen Samstag.

 

>> Alle Ergebnisse der DM Wasserspringen

 

Im Turmspringen der Frauen war die WM-Zweite Pauline Pfeif (Berliner TSC) im Vorkampf am stärksten, sie kam auf 355,70 Zähler und übertraf den EM-Richtwert damit locker um 50 Punkte. „Pauline konnte vier von fünf Sprüngen nahezu perfekt ins Wasser bringen, nur beim letzten hat sie sich noch ein paar Reserven gelassen. Aber für einen Vorkampf war das schon eine sehr starke Leistung“, so Christoph Bohm. Auch hier stehen Halbfinale und Finale am Samstag an.

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Eikermann und Avila Sanchez drehen Turm-Synchronfinale mit dem letzten Sprung

Deutschlands beste Wasserspringer*innen haben zum Start der Internationalen Deutschen Sommermeisterschaften vom 03. – 07. Juni in Berlin direkt Vollgas gegeben. Gleich vier Entscheidungen standen am Mittwoch auf dem Programm, so viele wie an keinem anderen der folgenden Tage bis Sonntag. Dabei bekam das Publikum in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) teils hochklassige Wettbewerbe geboten. Zum Beispiel im Turm-Synchronspringen der Männer, wo gleich zwei Paare die Norm für die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) überboten. Am Ende lagen dort die WM-Sechsten Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) mit 422,55 Punkten vor den Rostockern Ole Rösler und Espen Prenzyna (408,75) und verteidigten damit ihren Vorjahrestitel.

 

„Das hat Spaß gemacht. Beide Paare haben sich hier auf einem sehr hohen Niveau präsentiert“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Im Vorkampf hatten Rösler und Prenzyna noch knapp vorne gelegen (406,29 zu 402,03), auch im Finale führten die EM-Zweiten des vergangenen Jahres bis zur letzten Runde. Mit dem letzten Sprung schoben sich Eikermann und Avila Sanchez dann aber noch an ihnen vorbei – auch dank eines höheren Schwierigkeitsgrades sowohl in diesem Durchgang als auch insgesamt. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir wollen sie schlagen, sie wollen uns schlagen. Aber wir haben eine freundschaftliche Beziehung und gönnen ihnen das“, sagte Prenzyna.

 

>> Zum DM-Livestream

 

Bei den Frauen ging der Titel im Turm-Synchronspringen an das Berliner Paar mit Pauline Pfeif und Elena Wassen. Mit 306,84 Punkten setzten sie sich vor den spanischen Gaststarterinnen und Europameisterinnen des Vorjahres Ana Carvajal und Valeria Antolino (278,04) durch und erfüllten damit ebenfalls die EM-Norm. „Vor allem Elena hat sich sehr gesteigert. Pauline hat diese Leistung im Jahresverlauf ja schon mehrfach abgerufen, Elena im Synchronspringen in dieser Qualität aber noch nicht. Auch hier bin ich sehr zufrieden“, lobte Bundestrainer Bohm.

 

Die 1m-Titel gehen an Moritz Wesemann und Lena Hentschel

 

Nachdem er in den vergangenen Tagen sehr viel die von ihm entwickelte App zur Trainingsplanung, Dokumentation und Auswertung im Leistungssport beworben hatte, machte Moritz Wesemann (SV Halle) am ersten DM-Tag auch sportlich Werbung in eigener Sache. Der Europameister und WM-Sechste vom 1m-Brett wurde in dieser Disziplin seiner Favoritenrolle gerecht und sprang mit 420,60 Punkten zur Titelverteidigung vor seinen beiden Vereinskollegen Jonathan Schauer (393,15) und Lou Massenberg (364,05). Sowohl Wesemann als auch Schauer, der Junioren-Weltmeister von 2021, übertrafen damit die Norm für Paris. 

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden“, sagte Wesemann. „Vor allem mit dem dreieinhalbfachen Salto vorwärts im Vorkampf, der dann aber auch im Finale solide war – den habe ich im Wettkampf noch nicht so oft gemacht. Das war ein starkes Feld und ein geiler Wettkampf, der mir Mut gibt für die kommenden Tage.“

>> Alle Ergebnisse der DM Wasserspringen

 

Bei den Frauen gewann ebenfalls die Titelverteidigerin Lena Hentschel (Berliner TSC). Mit 265,95 Punkten lag sie zwar ganz knapp unter dem Richtwert für die Europameisterschaften (270,00). Sie konnte sich im Finale gegenüber dem Vorkampf aber deutlich steigern und zeigte einen sehr schönen zweieinhalbfachen Auerbachsalto, der als schwerster Sprung bei den Frauen gilt. „Mit dieser Leistung werden wir sie auf jeden Fall vorschlagen für die EM“, sagte Christoph Bohm. Stark präsentierte sich aber auch Emily Deml (SV Halle): Die Junioren-Europameisterin von 2025 holte mit 251,40 Silber, nachdem sie im Vorkampf mit 253,70 sogar die Beste gewesen war. Ihrer Serie fehlt aktuell noch etwas die Schwierigkeit, um ganz vorne angreifen zu können, dafür war die Ausführung umso besser. Das macht Mut für die anstehenden Jugend-Europameisterschaften in knapp drei Wochen in Budapest (HUN/22. – 28. Juni).

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DSV nominiert JEM-Team fürs Freiwasserschwimmen

Am vergangenen Wochenende wurden in Magdeburg die Startplätze für die traditionellen Einzelstrecken im direkten Duell ausgeschwommen. Anschließend hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) nun sein 27-köpfiges Team für die Jugend-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen in Sukoró (HUN/23. – 26. Juli) nominiert.

 

„Wir bringen ein großes JEM-Team an den Start, weil wir die Anzahl der Startplätze ausreizen und es mit dem Knockout Sprint auch noch eine neue Disziplin gibt“, erklärte Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow. Auf der eine Autostunde von der Hauptstadt Budapest entfernten Ruderregatta-Strecke ist mit ruhigem und flach-warmem Gewässer zu rechnen.

 

Liebmann will Freiwasserrennen vor der EM in Paris

 

Schwimmen wird dort auch Shootingstar Johannes Liebmann (SC Magdeburg). Der 19-jährige Europarekordler über 800m Freistil wird vor seinem Doppelstart bei der EM in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) noch einmal seine Open-Water-Fähigkeiten testen, nachdem er bei der JEM 2024 bereits eine Staffelmedaille gewonnen hatte.

 

„Das habe ich mir bisschen gewünscht, quasi als kleine Generalprobe. Weil ich den K.o.-Sprint dann ja auch bei der EM schwimme und das noch nie gemacht habe. Ich hatte bisher noch sehr wenige Starts im Freiwasser, aber die, die ich hatte, haben mir eigentlich immer viel Spaß gemacht, weswegen ich mich auch sehr darauf freue“, sagte Liebmann.

 

Sechs Aktive sind vorher schon bei der JEM in München dabei

 

Zum DSV-Team gehört aber auch Jonas Lieschke, der 17-jährige Hamburger war 2024 bereits Junioren-Weltmeister geworden. In diesem Jahr findet die JWM in Santa Fe de la Vera Cruz (ARG/03. – 06. September) statt, laut DSV-Nominierungsrichtlinien kann man sich dafür mit Topresultaten bei der JEM qualifizieren. Lieschke gehört wie Juliana Buttler, Melina Nitschke, Moritz Erkmann, Simon Brugger und Mattheo Straßburger übrigens auch zu jenen Aktiven, die vorher auch schon bei den Jugend-Europameisterschaften im Beckenschwimmen in München (07. – 12. Juli) starten.

 

>> Alle Infos und Tickets für die JEM in München

 

„Nachdem die Qualifikation im Frühjahr ausschließlich über Beckenrennen erfolgte, liegt der Fokus in der JEM-Vorbereitung dann um so mehr auf Freiwasser-Maßnahmen“, erklärte Bundestrainer Bibow. So sind unter anderem Starts bei den Deutschen Meisterschaften in Regensburg (26. – 28. Juni) und den nationalen Titelkämpfen in Frankreich geplant.

 

 

Das DSV-Team bei der JEM 2026 in Ungarn

Frauen

Disziplin 

Vorname

Name

Jahrgang

Verein

5 km

Julia

Kaul

2011

SSG Leipzig

5 km

Leni

Tesche

2011

SSG Saar Max Ritter

5 km

Michelle

Miculic

2011

SG Stadt. München

7,5 km

Hannah

Mitterer

2010

SG Stadt. München

7,5 km

Melina

Nitschke

2009

SC Chemnitz 1892

7,5 km

Marina Maja

Krietenbrink

2010

SG Essen

10 km

Julia

Ackermann

2007

SC Chemnitz 1892

10 km

Marie

Strohalm

2007

SG Frankfurt

10 km

Jana

Härtel

2007

SV Region Stuttgart

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Zarina

Selimovic

2010

SG Dortmund

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Nika

Benkler

2010

SV Nikar Heidelberg

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Tekla

Kaminska

2010

Lehrter SV 1874

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Juliana

Buttler

2009

SC Magdeburg

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Julia

Ackermann

2007

SC Chemnitz 1892

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Melina

Nitschke

2009

SC Chemnitz 1892


 

 

Männer

Disziplin

Vorname

Name

Jahrgang

Verein

5 km

Moritz

Engmann

2011

SC Chemnitz 1892

5 km

Akram

Ammar

2011

Wasserfr. Spandau

5 km

Mohamed

Laadraoui

2011

SSF Bonn

7,5 km

Ben David

Preuß

2009

SG Neukölln Berlin

7,5 km

Mattheo

Straßburger

2009

STV Limbach-Oberfrohna

7,5 km

Jonas

Lieschke

2009

Hamburger SC e.V. von 1879

10 km

Finn Constantin

Kleinheinz

2007

SC Magdeburg

10 km

Moritz

Erkmann

2008

SC Chemnitz 1892

10 km

Lukas

Steuter

2007

Wasserfr. Spandau

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Pedro

Stier

2010

SG Neukölln Berlin

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Jannik

Häfelinger

2010

Hamburger SC e.V. von 1879

Knockout Sprint 3 km AK 14-16

Raphael

Zesewitz

2010

Dresdner SC 1898

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Johannes

Liebmann

2007

SC Magdeburg

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Simon

Brugger

2009

SG Stadtwerke München

Knockout Sprint 3 km AK 17-19

Mattheo

Straßburger

2009

STV Limbach-Oberfrohna

 

 

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Lea Boy schiebt sich im EM-Ranking im letzten Moment auf Rang zwei

Bei der Qualifikation für die internationalen Saisonhöhepunkte im Freiwasserschwimmen wird in diesem Jahr ein neuer Ansatz verfolgt, die erste Phase dabei ist seit Samstag nun abgeschlossen. Bei Beckenwettkämpfen und vorab angemeldeten Time Trials entstand zuletzt ein nationales Ranking als Grundlage für die Nominierung für das 5km-Rennen bei den Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August). Die endgültigen Nominierungen erfolgen allerdings erst nach den Deutschen Meisterschaften im Beckenschwimmen in Berlin (23. – 26. April) als Höhepunkt des EM-Qualifikationszeitraums. Denn erst danach stehen laut den Nominierungsrichtlinien des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) die Besetzungen des Knockout Sprints und der Freiwasserstaffel fest.

 

Schnellste Schwimmerin blieb nicht unerwartet Isabel Gose (SC Magdeburg) mit ihrer 5km-Zeit von 56:15,61 Minuten bei den Norddeutschen Meisterschaften vor drei Wochen. Dahinter reihten sich bei videoüberwachten Time Trials im heimischen Trainingsbecken aber Lea Boy (SV Würzburg/56:24,49) und Julia Ackermann (SC Chemnitz/56:56,70) ein. Beide verdrängten so Leonie Märtens (SC Magdeburg/57:59,72) und Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg/58:09,06) aus den Top drei. Pro EM-Disziplin werden vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) maximal drei Startplätze vergeben.

 

Lea Boy ist gut in Form vor einem Frühjahr mit vielen Wettkämpfen

 

„Eigentlich wollte ich meine Zeit schon bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar schwimmen, habe mein Fünf-Kilometer-Rennen wegen einer leichten Erkrankung dann vorsichtshalber noch einmal um ein paar Tage auf vergangenen Freitag geschoben“, sagte Boy, die im Vorjahr WM-Fünfte im Knockout Sprint und Dritte des Gesamt-Weltcups geworden war. „Die erzielte Zeit zeigt, dass ich gut gearbeitet habe im Winter und schon ziemlich gut in Form bin vor den Weltcuprennen und dem insgesamt sehr herausfordernden Frühjahr.“ 

 

>> Zum Qualifikations-Ranking mit allen Zeiten und Platzierungen

 

Bei den Männern blieb es an der Spitze bei der Reihenfolge der Norddeutschen Meisterschaften, also Johannes Liebmann (SC Magdeburg/51:56,49) vor Oliver Klemet (SG Frankfurt/52:20,76) und dem bereits für die EM gesetzten Weltmeister Florian Wellbrock (SC Magdeburg/52:51,31). Dahinter reihten sich mit Moritz Erkmann (SC Chemnitz/53:48,91) und Finn Kleinheinz (SC Magdeburg/53:58,70) dann schon Aspiranten für die EM der Junior*innen in Ungarn (23. – 26. Juli) ein.

 

Bundestrainer wünscht sich künftig noch mehr Wettkampfduelle und weniger Time Trials

 

Insgesamt bestritten übrigens 104 Aktive die 5km-Rennen zu diesem frühen Saisonzeitpunkt, gut die Hälfte von ihnen in Time Trials. „Wir sind sehr erfreut über die guten Leistungen und die großen Teilnehmer*innenzahlen auch im jüngeren Bereich“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow. „Der neue methodische Anreiz, schon früher im Saisonverlauf direkte Vergleiche zu schaffen, wird gut angenommen. Uns wird das künftig sicher bei der Leistungsentwicklung helfen, genauso die Vergleichbarkeit der Zeiten über verschiedene Jahre hinweg. In Zukunft wünschen wir uns aber noch mehr direkte Vergleiche im Wettkampf und weniger Time Trials.“   

 

Weiter geht es beim Freiwasserschwimmen nun mit dem Weltcupauftakt in Soma Bay (EGY/27. – 28. März). Der ist dann wegweisend für die Vergabe der EM-Startplätze über 10km. Für Deutschland gehen bei den Frauen Isabel Gose, Lea Boy, Leonie Märtens und Fabienne Wenske an den Start. Die letztjährige WM-Teilnehmerin Jeannette Spiwoks (SG Essen) befindet sich nach einer schweren Verletzung im Vorjahr noch im Aufbautraining und verzichtet auf einen Start. Bei den Männern schwimmt neben Florian Wellbrock und Oliver Klemet, die als Weltmeister beziehungsweise WM-Vierter von 2025 auf dieser Strecke für die EM bereits gesetzt sind, noch Moritz Bockes (SG Stadtwerke München). In Ägypten kann man sich mit einem Rang in den Top zwölf der bereinigten europäischen Rangliste (also mit maximal drei Aktiven pro Nation) für das 10km-Rennen in der Pariser Seine empfehlen.

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Lotti Hubert überrascht zum Start der Mannschaftsmeisterschaften

Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wasserspringen in Berlin haben mit einer Überraschung begonnen. Im Wettbewerb vom 1m-Brett setzte sich bei den Frauen nämlich nicht Lena Hentschel (Berliner TSC) durch, die hierzulande zuletzt die klare Nummer eins in den Brettdisziplinen war und bei den Deutschen Meisterschaften im Mai gleich vier Titel bei ebenso vielen Starts bejubeln durfte. Diesmal musste sich die Favoritin mit 233,50 Punkten mit Platz zwei begnügen. Gold ging stattdessen an ihre Vereinskollegin Lotti Hubert mit 242,15, als Dritte komplettierte Elena Wassen (225,00) das rein Berliner Podium.

Für Hubert war es das erste Mal, dass sie auf dem höchsten Treppchen und damit auch vor Lena Hentschel landete. „Das fühlt sich sehr gut an, auch weil Lena einfach eine unfassbar gute Springerin ist“, freute sich die 21-Jährige, die ebenso wie Hentschel in den USA studiert. „Mein Trainer Christian Picker und ich sind sehr zufrieden, auch wenn ich weiß, dass da noch Potenzial nach oben besteht.“

 

Elena Wassen beim Comeback gleich doppelt auf dem Treppchen 

 

Glücklich war aber auch die Drittplatzierte Elena Wassen, die ja eigentlich Turmspringerin ist. Für die 25-Jährige war es der erste Wettkampf nach ihrer Handgelenk-OP im Mai, wegen der sie in diesem Jahr die WM und die FISU World University Games verpasst hatte. „Das hat sich schön angefühlt, endlich wieder einen Wettkampf zu springen, auch wenn es jetzt erstmal nur vom Ein-Meter-Brett war und da noch neun Meter fehlen zu meiner Turmhöhe. Aber es war ein weiterer Schritt auf dem Weg zurück“, sagte sie.

 

>> Zum Zeitplan und zu den Ergebnissen

 

Ein wenig höher hinaus ging es für sie dafür anschließend beim Turm-Synchronspringen an der Seite von Pauline Pfeif (Berliner TSC). Auch die WM-Zweite von Singapur im Einzel hat nach einem Bundeswehrlehrgang im Herbst noch Trainingsrückstand, so dass die beiden in Berlin ihre Serie überwiegend erst einmal aus fünf Metern Höhe absolvierten. Nur für die abschließende Rückwärtsschraube ging es für sie auf zehn Meter, auch diesen Sprung brachten sie ordentlich ins Wasser. Dank auch insgesamt sauberer Ausführung reichte es für Pfeif und Wassen trotz niedrigerem Schwierigkeitsgrad so zum Tagessieg mit 258,45 Punkten vor Charlotte Lederer und Jule Eisenberg (beide SC DHfK Leipzig/225,00), die in diesem Jahr bereits Silber bei der EM der Junior*innen geholt hatten.

 

Moritz Wesemann mit Favoritensieg vom 1m-Brett

 

Bei den Männern setzten sich im Turm-Synchronspringen in einem stark besetzten Feld die WM-Sechsten Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) mit 405,24 gegen die EM-Zweiten Ole Rösler und Espen Prenzyna (beide WSC Rostock/356,07) durch. Damit liegen Eikermann und Avila Sanchez auch im Kampf um das deutsche Ticket für die Weltcup im Frühjahr 2026 vorn, für die bei diesen Mannschaftsmeisterschaften bereits die Startplätze vergeben werden. Die Wettkämpfe in Berlin werden noch bis Sonntag übrigens komplett im kostenpflichtigen Livestream bei Sporteurope.TV übertragen. Beginn der Vorkämpfe ist jeweils um 09:30 Uhr.

Einen Favoritensieg feierte am ersten Tag zudem Moritz Wesemann (SV Halle) vom 1m-Brett. Der Europameister gewann mit 417,80 Punkten souverän vor Lou Massenberg (Berliner TSC/382,00). „Das war ein starker Auftritt von ihm, der Lust macht auf die weitere Saison“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm die Leistung von Wesemann.

 

Das sind die Wasserspringer*innen des Jahres 2025

 

Auch Deutschlands Wasserspringer*innen des Jahres 2025 stehen fest. Bei der Wahl, die von den Stützpunkten, den Bundestrainer*innen und der Abteilung durchgeführt wird, setzten sich in diesem Jahr Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif und Europameister Moritz Wesemann durch, Nachwuchssportler des Jahres wurde Vizeeuropameister Ole Rösler. Als Trainer des Jahres wurde Christoph Bohm geehrt, als bester Nachwuchstrainer der Rostocker Michail Sachiasvili.

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Weltcup in Westmont als besondere Premiere für Julian Koch

Nicht nur beim Fußball ist der erste Einsatz für die Nationalmannschaft ein besonderer Moment in der Karriere, sondern auch im Schwimmsport. Für Julian Koch steht dieser am Freitag beim zweiten Kurzbahn-Weltcup der Saison in Westmont (USA) an. Der 19-Jährige von der SG Essen wird dort für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) die Rennen über 100m und 200m Freistil sowie 100m Schmetterling bestreiten. Die Vorläufe (17:00 Uhr MESZ) und Finals (ab 01:00 Uhr MESZ) werden im Livestream bei Eurovisionsport übertragen.

>> Zeitplan, Startlisten und Ergebnisse in Westmont

Nach überzeugenden Einsätzen in den DSV-Nachwuchsteams bei der JEM 2024 und U23-EM 2025 ist das nun der nächste Schritt in der Karriereleiter. „Julian hat viel Potenzial mit Blick auf LA 2028. Er bringt eine gute Technik mit, die richtige Motivation und hat in den vergangenen beiden Jahren eine rasante Entwicklung hingelegt“, sagt Stephan Wittky, Bundestrainer Kurz- und Mittelstrecke. Zur Erinnerung: Koch kraulte die 100m Freistil in diesem Sommer in 48,57 Sekunden, also nur knapp über dem von Kaii Liam Winkler im Mai aufgestellten Jahrgangsrekord (48,41).

 

Warum Weltenbummler Julian Koch bislang kein Deutsch spricht

Ungewöhnlich dabei ist, dass Koch aufgrund seines ungewöhnlichen Lebenswegs bislang kein Deutsch spricht. Sein leiblicher Vater ist zwar Deutscher, trennte sich aber von der aus Kamerun stammenden Mutter, als Julian noch sehr klein war. Beide sprechen heute Französisch miteinander. Seine ersten vier Jahre lebte Koch mit der Mama in Kamerun, aus beruflichen Gründen folgten dann mehrere Umzüge mit ihr. Fünf Jahre lebte er in Katar, wo er im Alter von sieben Jahren auch das Schwimmen erlernte. Als Julian neun war, zog die Familie dann nach Paris (FRA), wo er schließlich bei einem Schwimmverein landete und seine ersten Wettkämpfe bestritt. Vier Jahre später ging es weiter nach Dubai (VAE), dort lebt die Mutter seither.

Im Jahr 2019 nahm Koch erstmals an Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) teil, mit Schwerpunkt auf dem Brustschwimmen und ohne Podestplatzierung. Erst Jahre später kam ein Leistungssprung, und das im Freistil. Um internationale Meisterschaften mitschwimmen zu können, meldete sich Koch Anfang 2024 bei Bundestrainer Wittky. Und wurde umgehend ins hiesige System integriert. Im Mai 2024 schwamm er erstmals die Deutschen Meisterschaften mit und qualifizierte sich dort auf Anhieb für internationale Aufgaben im Nachwuchsbereich. Im Herbst besagten Jahres begann Koch dann in Pittsburgh (USA) ein Studium für Ingenieurwesen. Mit Chase Kreitler hat er dort einen angesehenen Trainer, der schon US-Olympiasieger wie Ryan Murphy oder Tom Shields betreute. Assistenztrainer ist Gideon Louw, der für Südafrika 2008 und 2012 bei Olympia schwamm.

 

Einzelstart bei der EM 2026 ist sein Ziel

„Im Frühjahr habe die WM-Qualifikation noch relativ knapp verpasst, bei der EM im nächsten Sommer möchte ich aber dann unbedingt dabei sein“, sagt Koch. „Und das am liebsten auch mit einem Einzelstart. Wenn meine Entwicklung so weiter geht, kann ich unter 48 Sekunden bleiben. Das setze ich mir zumindest als Ziel.“

Die Rennen in Westmont sind auf dem Weg dahin nur eine Durchgangsstation. „Wir haben den Weltcup nicht extra vorbereitet, schnell schwimmen sollte ich trotzdem können. Ich hoffe, dass ich es in ein Finale schaffen kann. Das nehme ich mir zumindest vor“, so Koch. Spätestens dann wäre es wirklich ein ganz besonderes Debüt im Nationalteam.

 

Die Starts der Deutschen in Westmont

Nicole Maier: 50m Freistil, 400m Freistil, 100m Freistil, 200m Freistil, 400m Freistil

Julian Koch: 100m Freistil, 200m Freistil, 100m Schmetterling

Melvin Imoudu: 50m Brust,100m Brust

Julianna Bocska: 50m Freistil, 100m Freistil, 200m Freistil

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„Road to DJM“: Alle Infos zur neuen Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften

Zur Stärkung des Nachwuchsleistungssports im Beckenschwimmen beschreitet der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) in dieser Saison neue Wege. Mit dem von den Bundestrainern Carsten Gooßes und Hannes Vitense dafür erarbeiteten Konzept soll der Stagnation in der Entwicklung einzelner Disziplinen seit 2006/2007 entgegengetreten werden. Hier findet man Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dieser Reform.

 

Was ist alles neu bei der DJM 2026?

Für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) in Berlin als dem nationalen Saisonhöhepunkt (09. – 13. Juni 2026) wird die Anzahl der teilnehmenden Jahrgänge um einen Jahrgang von sechs auf fünf (also 14 bis 18 Jahre) reduziert. Die 13-Jährigen nehmen stattdessen am DM-SMK-Wochenende teil, für sie stehen dort dennoch alle olympischen Strecken im Programm. Zudem wird eine neue Wettkampfserie für die DJM-Qualifikation mit dem DSV-Siegel „Road to DJM“ etabliert (vergleichbar zu „World Aquatics approved“, dem Siegel des Weltverbandes). Nur bei dieser kann man sich im Saisonverlauf für die DJM qualifizieren.

 

Warum wird das so gemacht?

Auf regional gleichmäßig verteilten „Road to DJM“-Wettkämpfen sollen die Nachwuchstalente schon vor der DJM regelmäßig aufeinandertreffen und sich bestenfalls auch zu schnelleren Zeiten antreiben. Mit einem attraktiveren Wettkampfsystem dürften deutlich mehr Talente aus diesem wichtigen Altersbereich angesprochen und zum Dranbleiben motiviert werden. Außerdem bekommen die Trainer*innen eine nachvollziehbare Orientierung, welche Wettkämpfe mit welcher Vorbereitung im Saisonverlauf konzeptionell angesteuert werden sollen. Die Qualifikationschancen sind zudem auf einen langen Zeitraum verteilt. Das mindert den im Altersbereich des Anschlusstrainings unnötigen One-Shot-Druck, schließt Zu- und Ausfälle noch besser aus. Das Sichtungssystem wird somit insgesamt durchlässiger. Sportfachlich wird der langfristige Karriereaufbau damit noch mehr in den Mittelpunkt gerückt. Darauf kommt es am meisten an.

 

Gibt es finanzielle Gründe?

Eine nationale Qualifikationsserie hält das Geld besser im hiesigen System – auch mit dem Ziel, Möglichkeiten zur Reinvestition zu schaffen (z.B. in künftige Aufwertungen und Ausstattungen der Serie). In den vergangenen Jahren war ein schmerzlicher Rückgang an nationalen Wettkämpfen (ca. 400!) und nachfolgend auch an Aktiven mit DSV-Wettkampflizenz (ca. 17.000!) zu verzeichnen. Auch sank das Leistungsniveau bei der DJM in Spitze und vor allem auch Breite dabei zunehmend. Mit den beschlossenen Neuerungen (und natürlich noch weiteren Maßnahmen) wird diesem Trend, der nicht nur der Corona-Pandemie zugeschrieben wird, nun aktiv entgegengesteuert.

 

Müssen die Schwimmer*innen jetzt mehr reisen?

In einer Auswertung stellten die Bundestrainer fest, dass viele Sportler*innen bis zu sieben Wettkämpfe im Qualifikationszeitraum Dezember bis Mai bestritten und dort teilweise über 3.000 Kilometer gefahren wurden. Durch die Reform wird dieses „Wettkampf-Hopping“ für eine DJM-Qualifikation reduziert. Kosten sinken, Familienkassen werden entlastet. Auch das soll dazu beitragen, die Drop-out-Quote in diesem Altersbereich zu senken.

 

Das Auswahlgremium hat sich daher verständigt, die „Road to DJM“-Wettkämpfe auch unter regionalen Gesichtspunkten zu verteilen. In diesem Jahr sind zudem Landesmeisterschaften und Landesgruppenmeisterschaften Teil der „Road to DJM“ mit dabei, bei denen zuletzt rund 85 Prozent der schnellsten Qualifikationszeiten in der AK14-18 geschwommen wurden.

 

Wie verändern sich die Wettkämpfe?

Die Veranstalter von Wettkämpfen müssen DSV-Vorgaben erfüllen, um das „Road to DJM“-Siegel zu erhalten. Wichtigstes Ziel ist es dabei, dem DJM-Altersbereich vorrangig Meldungen zu ermöglichen. Diese priorisierten Meldungen erfolgen bei Erfüllung von Richtzeiten. Diese Richtzeiten sind abgeleitet von den theoretisch möglichen Entwicklungsraten beim langfristigen Leistungsaufbau in den verschiedenen Altersklassen und dienen den Heimtrainer*innen auch als Möglichkeit zur Einschätzung des Potenzials für eine DJM- Teilnahme. Nachrangig können natürlich auch noch weitere Meldungen zugelassen werden, wenn es denn zum Wettkampfformat des Veranstalters passt und Hallenkapazität sowie Meldeaufkommen dies zulassen. Bereits etablierte Events oder Wettkämpfe können also trotzdem weiter fortgeführt, ausgebaut oder auch integriert werden.

 

>> Das sind die Richtzeiten für „Road to DJM“-Wettkämpfe

 

Wann und wo finden die ersten „Road to DJM“-Wettkämpfe statt?

 

Ausrichter

Datum 

SC Magdeburg

13.-14. Dezember

FS Düsseldorf

13.-14. Dezember

TV Wetzlar

19.-21. Dezember

SVR Stuttgart

19.-21. Dezember

Berliner TSC

19.-21. Dezember

Die ersten fünf Veranstaltungen der neuen DSV-Serie finden bereits ab Dezember 2025 statt. Die Ausschreibungen dazu werden in Kürze im Kalender der DSV-Seite veröffentlicht. Weitere Termine bis Mai 2026 werden in Kürze veröffentlicht. Insgesamt werden 42 Wettkämpfe für die „Road to DJM“ zugelassen, unter denen befinden sich alle Landesmeisterschaften, alle Landesgruppenmeisterschaften über die Kurz- und Langstrecke sowie weitere ausgewählte Wettkämpfe. Die Auswahl trifft ein Gremium, bestehend aus Vertreter*innen der Länderfachkonferenz, der Abteilung, der Bundestrainer und dem Vorstand Leistungssport.

 

Wie kann ich oder mein Verein bei dieser Reform mithelfen?

Alles ist denkbar, nur Stillstand verhindert Fortschritt. Natürlich hängt dabei alles weiter sehr vom Engagement an der Basis ab. Schließlich birgt die Reform auch viele Chancen. Mit ihr könnten völlig neue Wettkampfformate entstehen oder zumindest erst einmal ausprobiert werden, zum Beispiel ohne die von vielen weniger geliebten Überlängen einzelner Abschnitte. Im besten Fall wächst langfristig sogar alles zu einer komplett eigenen Nachwuchsserie zusammen.

 

 

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Florian Wellbrock macht im Knockout Sprint den Gold-Hattrick perfekt

Florian Wellbrocks goldene Festspiele im Freiwasser vor der Insel Sentosa in Singapur gehen weiter! Nach den Titeln über fünf und zehn Kilometer schwamm der 27-Jährige vom SC Magdeburg am Samstag bei den Weltmeisterschaften auch im neu eingeführten Knockout Sprint zur Goldmedaille. Der Deutsche siegte bei der WM-Premiere dieses Ausscheidungsrennens nach 5:46,0 Minuten vor Dávid Bethlehem (HUN/5:47,7) und Marc-Antoine Olivier (FRA/5:51,1). Der Rest des Feldes unter anderem mit Kristóf Rasovszky (HUN/Sechster) lag dann schon 13 Sekunden oder noch mehr hinter dem Sieger zurück – eine echte Machtdemonstration!

>> Alle WM-Ergebnisse vom Freiwasserschwimmen

„Ich bin so glücklich über mein drittes Gold. Das hatte ich nicht erwartet. Ich bin nach Singapur gekommen in erster Linie, um ein gutes Ergebnis über die zehn Kilometer zu erreichen, die sind das wichtigste Event, die olympische Strecke. Und jetzt stehe ich bei drei Goldmedaillen. Das ist unglaublich“, sagte Wellbrock.

Der Magdeburger ist damit der erste Freiwasserschwimmer – egal, ob Mann oder Frau –, der bei einer Schwimm-WM dreimal Gold bei einem Event gewonnen hat. Insgesamt hat Wellbrock in seiner Karriere nun acht WM-Titel zu Buche stehen. Einzig Landsmann Thomas Lurz (zwölf Titel zwischen 2004 und 2013) liegt in dieser Hinsicht noch vor ihm, in dessen Ära jährlich Titelkämpfe (also oft auch separat von der großen Schwimm-WM) stattfanden.Und am Sonntag könnte Wellbrock seine glänzende Bilanz weiter aufbessern, wenn er sich zum Abschluss der Freiwasserwettbewerbe auch mit der Staffel des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) einiges ausrechnet.

Wellbrock schwamm in allen drei Runden immer vorneweg

Der Knockout Sprint wurde in Singapur zum ersten Mal ausgetragen. Dabei handelt es sich um ein Rennen über drei Runden und insgesamt drei Kilometer. Runde eins wird in zwei Läufen über 1500m geschwommen, jeweils das halbe Feld zeitversetzt um drei Minuten, nach denen jeweils nur die zehn Schnellsten weiterkommen. Die verbliebenen 20 Aktiven bestreiten nach kurzer Pause dann eine 1000m-Runde, wieder nur die schnellsten Zehn erreichen dann das Finale über 500m. Es stehen also in kürzester Zeit mehrere enge Finish-Entscheidungen an, was dieses neue Format für das Publikum so attraktiv und spannend macht.

Wobei es Florian Wellbrock am Samstag erst gar nicht auf den Zielsprint ankommen lassen wollte. In allen drei Runden bestritt er das Rennen von vorne weg, so wie es der Magdeburger am liebsten hat. Bewusst hielt er sich aus allem Gedränge im Feld heraus „Das hat Flo souverän gemacht. Er ist von der Frequenz nicht an sein Limit gegangen mit den Armen, er hat dann alles aus den Beinen gemacht, das war schon beeindruckend“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Wellbrock selbst meinte: „Das war eine neue Situation für mich, den Knockout Sprint zu schwimmen. Ich hatte keine Vorstellung, wie es wird und was die beste Position sein würde. Aber es hat so viel Spaß gemacht, vor allem die letzten 500 Meter. Da haben wir alles reingehauen.“ Die starke Trainingsgruppe in Magdeburg sei dabei die beste Vorbereitung gewesen. „Die ist so stark, da fühlt sich jeder Tag wie im Wettkampf an.“

Der zweite deutsche Starter Oliver Klemet (SG Frankfurt), der im April noch die Weltcup-Premiere des Knockout Sprints gewinnen konnte, kam diesmal auf Platz 18. „Bei den 1000 Metern wurde er an der Boje wieder ganz schön mitgenommen. Er lag ja auf Platz drei eigentlich, absolut souverän, und dann haben sie ihn an der Boje wieder untergetaucht und er ist nicht weitergekommen ins Finale“, erklärte Bundestrainer Berkhahn. „Das kann nicht sein. Und wenn die Schiris dann nichts machen, dann geht es so weiter.“

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Bronze vom 3m-Brett: Moritz Wesemann wird erfolgreichster EM-Teilnehmer

Zum Abschluss der Europameisterschaften im Wasserspringen in Belek (TUR) ist Moritz Wesemann noch einmal aufs Treppchen gesprungen. Nach den beiden Goldmedaillen zuvor vom 1m-Brett und im 3m-Synchronspringen mit Vereinskollege Timo Barthel sowie der silbernen im Team-Event wurde es am Mittwoch im Finale vom 3m-Brett diesmal Bronze für den 23-Jährigen vom SV Halle, der damit den Medaillensatz komplett machte. Mit insgesamt vier Podestplatzierungen war Wesemann damit der erfolgreichste männliche Teilnehmer dieser Titelkämpfe. Bei den Frauen waren mit Lena Hentschel und Pauline Pfeif (beide Berliner TSC) übrigens ebenfalls zwei Deutsche in dieser Hinsicht ganz vorne, auch sie holten jeweils vier Medaillen.

 

>> Alle Ergebnisse der EM Wasserspringen

 

Im letzten Finale der EM erwischte Moritz Wesemann keinen guten Start, nach der ersten Runde war er sogar Letzter. Nach drei Durchgängen lag er dann erstmals auf einem Medaillenrang, fiel aufgrund eines misslungenen Rückwärtssaltos aber wieder bis auf Rang sieben zurück. Der anschließende 4,5-fache Salto vorwärts gelang ihm dann sehr gut, so dass vor dem letzten Sprung noch alle Möglichkeiten da waren. Sogar Gold war auf einmal wieder greifbar, nachdem auch die Konkurrenz Punkte liegenließ, am Ende war aber auch die Bronzemedaille mit 426,85 Punkten ein gelungener Abschluss einer erfolgreichen Woche. „Ich habe heute drei sehr schöne Sprünge gezeigt, einen schönen und zwei, die nicht so geklappt haben – da habe ich die Goldmedaille abgegeben. Insgesamt bin ich extrem zufrieden, wie die EM gelaufen ist. Ich habe hier ein paar Highlights gezeigt, die ich für die WM mitnehmen kann“, so Wesemann.

 

Den Titel sicherte sich überraschend der Pole Andrzej Rzeszutek (431,25) – mit 33 Jahren der älteste Teilnehmer dieser EM – vor Noah Penman (GBR/429,70). Wie spannend es war, zeigt auch ein Blick auf die weiteren Platzierungen: Die ersten fünf Springer lagen allesamt innerhalb von rund sechs Punkten. Direkt dahinter sortierte sich als Sechster mit 411,75 der zweite deutsche Finalteilnehmer Timo Barthel (SV Halle) ein. „Auch er hat stark gekämpft und technisch sehr schöne Dinge gezeigt, vor allem wenn man seinen Trainingsrückstand bedenkt“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm.

 

Bronze auch im Turm-Synchronspringen: Coordes/Pfeif sorgen für ein Novum

 

Insgesamt holte der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bei diesen Europameisterschaften zwölf Medaillen (3-5-4) – mehr als jede andere Nation. Deutschland gewann damit auch die Team-Trophy. „Das war das Sahnehäubchen auf einer sehr guten Europameisterschaft“, freute sich Christoph Bohm.

 

Eine derart gute Ausbeute gab es seit 28 Jahren nicht mehr. Seit der Wiedervereinigung hatte der DSV einzig 1997 in Sevilla (ESP) ebenfalls ein Dutzend Medaillen (6-3-3) erreicht. In Belek verging diesmal kein Tag, an dem nicht mindestens ein*e Deutsche*r auf dem Treppchen stand. Am Ende durften alle neun Aktiven aus dem DSV-Team Edelmetall bejubeln – auch das verdeutlicht das starke Abschneiden der gesamten Mannschaft. „Dass bei einer EM alle mindestens eine Medaille gewinnen, gab es, glaube ich, auch noch nie“, so der Bundestrainer.

 

Als Letzte aus dem deutschen Aufgebot hatte Carolina Coordes (Berliner TSC) am Schlusstag ins Geschehen eingegriffen und ebenfalls noch ihre Medaille gesichert. Im Turm-Synchronspringen zusammen mit Vereinskollegin Pauline Pfeif holte sie mit 278,70 Punkten Bronze hinter Valeria Antolino und Ana Carvajal aus Spanien (305,82) sowie Kseniia Bailo und Sofiia Lyskun aus der Ukraine (286,44). „Es war nicht leicht für mich, so lange auf meinen Einsatz warten zu müssen. Der Druck steigt natürlich, man will mit dem Team mitziehen und auch mit einer Medaille nach Hause fahren“, sagte Coordes. „Umso mehr freuen wir uns über unsere erste internationale Medaille, die wir zusammen gewinnen konnten. Wir wissen aber auch, woran wir in Zukunft noch arbeiten müssen, und sind sehr motiviert, das auch durchzuziehen.“ Pfeif und sie springen allerdings auch erst seit fünf Wochen zusammen nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Elena Wassen. Bis zur WM in Singapur (11. Juli – 03. August) wollen sie nun wie das gesamte Team den Schwung aus Belek mitnehmen.

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Rösler EM-Zweiter in der Königsdisziplin, Silber auch für Hentschel/Müller

Ole Rösler hat in diesem Jahr einen geschäftigen Sommer vor sich. Der Wasserspringer vom WSC Rostock startet in diesem Jahr bei gleich drei internationalen Meisterschaften – bei der EM der offenen Klasse in Belek (TUR), der EM der Junior*innen in Athen (GRE/23. – 29. Juni) und schließlich noch bei der WM in Singapur (11. Juli – 03. August). Der Auftakt hätte ihm dabei kaum besser gelingen können. Denn nachdem er bei den Europameisterschaften in der Türkei schon im Team-Event Teil des deutschen Silber-Quartetts gewesen war, sprang der 17-Jährige am Sonntag nun erneut aufs Treppchen. Im Turmspringen gewann der Youngster sensationell die Silbermedaille.

Das Gleiche gelang an diesem Tag auch seiner Vereinskollegin Jette Müller: Zusammen mit Lena Hentschel (Berliner TSC) wurde sie im 3m-Synchronspringen ebenfalls Zweite. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat damit bei diesen Europameisterschaften nach vier Tagen nun bereits sechs Medaillen (2-4-0) zu Buche stehen. Bislang gab es an jedem Tag mindestens einmal Edelmetall für den DSV.

Schwacher Vorkampf, starkes Finale: Ole Rösler versilbert sein EM-Debüt

Dabei hatte Rösler im Vorkampf noch Probleme gehabt, als Zwölfter war er gerade noch so ins Finale eingezogen. Dort lief es dann deutlich besser. Schon zur Halbzeit des Wettkampfes rangierte der Rostocker auf Platz zwei, nachdem er auch seinen schwersten Sprung – den 4,5-fachen Salto vorwärts – gut ins Wasser gebracht hatte. Auch der Handstandsalto und der Auerbach gelangen in der Folge viel schöner als noch am Vormittag, der Rückwärtssalto war gewohnt stark. 

 

Mit 439,45 Punkten musste sich Rösler letztlich nur dem WM-Dritten Oleksii Sereda aus der Ukraine geschlagen geben – der nach dem ersten Durchgang übrigens noch Letzter gewesen war. Hinter Sereda (468,65), der mit immer noch erst 19 Jahren bereits sein drittes EM-Gold in dieser Disziplin einfuhr, und dem Deutschen ging die Bronzemedaille an Anton Knoll (AUT/423,35). Er sorgte für das erste österreichische Medaille vom Turm seit 1931. Der zweite DSV-Starter Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) wurde Zehnter (353,75). 

>> Alle Ergebnisse der EM Wasserspringen

„Das war schon sehr beeindruckend. Man kann nur den Hut ziehen, was dieser junge Kerl im Finale abgeliefert hat“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. „Das Turm-Einzel ist keine leichte Disziplin, man spricht auch von der Königsdisziplin im Wasserspringen. Aber man hat gemerkt, dass er richtig Bock aufs Finale hatte. Vor allem die letzten beiden Sprünge waren grandios. Er hat völlig verdient die Silbermedaille gewonnen.“

Lena Hentschel setzt ihre beeindruckende Medaillenserie fort

Für Lena Hentschel war es bei den laufenden Titelkämpfen in der Türkei sogar schon das dritte Edelmetall nach Gold im 3m-Mixed-Synchronspringen und ebenfalls Silber im Team-Event. Fast hätte man damit rechnen können. Denn wann immer die Berlinerin seit 2018 bei einer Europameisterschaft im 3m-Synchronspringen an den Start ging, ganz egal mit welcher Synchronpartnerin an ihrer Seite, stand sie am Ende auch auf dem Podium – zweimal Gold und jetzt viermal Silber lautet ihre beeindruckende Bilanz in dieser Disziplin.

Diesmal waren nach einem spannenden Wettkampf nur die Ukrainerinnen Kseniia Bochek und Diana Karnafel (276,84) besser als Hentschel und Jette Müller mit ihren 265,95 Punkten. Bronze ging an die zweifachen EM-Siegerinnen Amy Rollinson und Desharne Bent-Ashmeil aus Großbritannien (264,90).

„Wir betrachten das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir freuen uns natürlich über die Medaille, aber wir wollen in den nächsten Wochen noch eine Schippe drauflegen mit Blick auf die WM in Singapur."

Das deutsche Paar erwischte mit zwei blitzsauberen Pflichtsprüngen einen perfekten Start und führte zunächst. Bei den ersten beiden Kürsprüngen sprang Müller dann aber jeweils etwas zu weit vom Brett weg, was entsprechende Punktabzüge bedeutete – trotzdem lagen die Olympia-Sechsten von Paris (FRA) vor dem letzten Durchgang weniger als zwei Zähler hinter den führenden Ukrainerinnen und hatten dort den schwierigeren Sprung in der Hinterhand. Doch Bochek und Karnafel konnten ihren Vorsprung erfolgreich verteidigen, auch weil beim abschließenden Auerbach diesmal Hentschel etwas zu spritzig eintauchte. „Wir betrachten das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir freuen uns natürlich über die Medaille, aber wir wollen in den nächsten Wochen noch eine Schippe drauflegen mit Blick auf die WM in Singapur“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Und schloss mit: „Insgesamt war das ein weiterer sehr cooler Tag für uns.“

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Korbacher Straße 93
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Fax: +49 561 94083-15
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