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Zweites Spiel, zweiter Sieg: Deutschlands Frauen erreichen die Überkreuzspiele
Es war ein hartes Stück Arbeit. Doch am Ende durften sich die deutschen Wasserballerinnen bei der EM in Eindhoven (NED) nicht nur über ihren zweiten Sieg freuen, sondern gleichzeitig auch über das vorzeitige Erreichen der Überkreuzspiele. Nach dem 12:10 (2:3, 4:4, 4:1, 2:2) gegen die Slowakei lebt der Traum vom Viertelfinale weiter. Durch diesen Erfolg hat das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) zudem schon jetzt mehr Siege auf dem Konto als bei den vergangenen Europameisterschaften 2022 in Split (CRO).
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Vor zwei Wochen waren beide Teams in der Vorbereitung schon einmal aufeinandergetroffen, damals siegte Deutschland beim Donau-Cup in Szentes (HUN) ebenfalls nur knapp mit 15:14, hatte dort aber über weite Strecken die Partie dominiert. Ganz anders diesmal: Im ersten Viertel lag das DSV-Team nicht einmal in Führung, die Slowakinnen dagegen gleich dreimal, die Anfang des zweiten Spielabschnitts dann sogar erstmals mit zwei Toren führten und kurz darauf sogar kurzzeitig mit drei Treffern. Zwei herrliche Treffer von Belén Vosseberg und Jamie-Julique Haas jeweils aus zentraler Position und mit dem Rücken zum Tor sowie weitere Treffer von Ira Deike und erneut Vosseberg ließen Deutschland bis zur Halbzeit aber wieder bis auf 6:7 herankommen. Letztere war mit vier Toren auch insgesamt die erfolgreiche Torjägerin im DSV-Team.
Den Schwung dieses Zwischenspurts nahmen die Deutschen auch in die zweite Hälfte mit. Nachdem dort zunächst erneut die Slowakei traf, erzielte anschließend die DSV-Auswahl gleich vier Tore in Folge, zwei davon durch die junge Sinia Plotz, und ging dementsprechend mit einer Zwei-Tore-Führung ins Schlussviertel.
„Nach den ersten zwei, drei Minuten sind wir ohne Grund nervös geworden und haben dann im Angriff die falschen Entscheidungen getroffen. Zur Halbzeit haben wir uns gesagt: Jetzt oder nie! Wir müssen unsere Einstellung ändern, und genau das haben wir getan“, sagte Co-Trainer Georgios Triantafyllou. Doch es blieb bis zuletzt spannend. Die Slowakinnen – EM-Zwölfte von 2022 – glichen erneut aus und hatten danach sogar die Chance zur Führung – der Ball blieb jedoch um wenige Zentimeter vor der Torlinie. Erst Kapitänin Gesa Deike brach schließlich den Bann mit einem erfolgreichen Wurf aus der Distanz, ehe erneut Plotz 40 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung besorgte. Sehr zur Freude der zahlreichen deutschen Fans auf der Tribüne, die den kurzen Weg über die Grenze gefunden hatten.
Im anderen Spiel der Gruppe gewann Großbritannien mit 19:6 gegen Bulgarien und steht ebenfalls vorzeitig in den Überkreuzspielen. Am Sonntagmittag (13:30 Uhr) spielen die Britinnen gegen Deutschland um den Gruppensieg und die beste Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf. „Wir sehen ja beim Fußball, dass Spiele zwischen Deutschland und England immer sehr intensiv sind, das ist beim Wasserball nicht anders. Wir müssen alles geben, um Erste zu werden“, so Triantafyllou.
Neukölln gelingt wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt
Acht Männerteams spielen in der A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga, das letztplatzierte wird am Ende der Saison jedoch den bitteren Gang in die B-Gruppe antreten müssen. Im Kampf um den Klassenerhalt hat die SG Neukölln Berlin nun einen Big Point gelandet: Gegen den SV Ludwigsburg 08 – immerhin Europapokalteilnehmer – gewannen die Berliner, bislang Tabellenletzter, am Wochenende gleich mit 15:6. Maximilian Sturz, Philipp Gottfried und Aly Mohamed Elaassar trafen je dreimal für den Hauptstadtklub, der sich im Tor zudem auf die starken Paraden von Nikoloz Shubladze verlassen konnte.
Neues Schlusslicht ist damit nun Aufsteiger SV Krefeld 1972, der beim Deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 beim 4:28 chancenlos war. Auf der Gegenseite trafen sämtliche Feldspieler in Reihen der Berliner mindestens einmal. Für Spandau war es das erste Spiel nach dem Trainerwechsel: Unter der Woche hatte der Klub seinen bisherigen Coach Athanasios Kechagias freigestellt, für ihn hat nun der Serbe Vladimir Markovic übernommen, der auch als Co-Trainer für das deutsche Nationalteam der Männer fungiert. Trotz des Kantersieges sind die Wasserfreunde in der Tabelle weiterhin Zweiter, ganz vorne liegt nach wie vor Pokalsieger Waspo 98 Hannover, der mit 11:6 beim OSC Potsdam gewinnen konnte. Dritter bleibt der ASC Duisburg nach einem knappen 10:9-Auswärtssieg bei den White Sharks Hannover. Am kommenden Wochenende (25. November) kommt es dann zum Abschluss der Hinrunde zum Spitzenspiel zwischen Waspo und Spandau.
In der B-Gruppe sucht der SSV Esslingen weiter seine Form. Der Absteiger aus der A-Gruppe der vergangenen Saison verlor auch beim SV Bayer Uerdingen 08 mit 10:11 und kassierte damit im dritten Spiel schon die dritte Niederlage – Esslingen ist damit weiterhin punktlos und bleibt Tabellenletzter. In den weiteren Begegnungen gewann der SVV Plauen gegen Aufsteiger SV Blau-Weiß Bochum mit 19:11, und auch der zweite Neuling SG Stadtwerke München unterlag zu Hause mit 4:10 gegen den Duisburger SV 98.
Erneuter Kantersieg für Spandaus Frauen
In der Bundesliga der Frauen haben die Wasserfreunde Spandau 04 ihre bislang so dominante Saison fortgesetzt, die amtierenden Deutschen Meisterinnen feierten beim 30:5 gegen Waspo 98 Hannover ein weiteres Schützenfest – Elena Ludwig war mit acht Treffern beste Torschützin. Auch die Vizemeisterinnen der vergangenen Saison vom SV Bayer Uerdingen 08 hielten sich schadlos und holten mit 10:7 beim SV Blau-Weiß Bochum den vierten Sieg im vierten Spiel. Außerdem gewann der SSV Esslingen mit 11:10 beim Eimsbütteler Turnverband. Auch bei den Frauen steht am nächsten Spieltag mit der Begegnung zwischen Spandau und Uerdingen das Topspiel an, hier allerdings erst in zwei Wochen am 02. Dezember.
Hannover und Spandau im Gleichschritt an der Spitze – erster Punkt für Bochum
Waspo 98 Hannover und die Wasserfreunde Spandau 04 dominieren weiter in der Wasserball-Bundesliga der Männer. Die beiden Topklubs gewannen am Wochenende in der A-Gruppe jeweils auch ihr viertes Saisonspiel souverän – Spitzenreiter Waspo mit 23:8 bei der SV Krefeld 72, Spandau mit 20:10 gegen die White Sharks Hannover. Dem Führungsduo auf den Fersen bleibt der ASC Duisburg, der sich mit 21:6 gegen Schlusslicht SG Neukölln Berlin durchsetzte – die Berliner sind damit in der laufenden Spielzeit ebenso wie Krefeld noch ohne Punkt. Deutlich spannender verlief die Partie zwischen dem SV Ludwigsburg 08 und dem OSC Potsdam: Mehrfach wechselte die Führung hin und her, der Siegtreffer zum 13:12 für die Potsdamer durch Lu Meo Ulrich fiel erst drei Sekunden vor dem Abpfiff.
Eine Überraschung gab es in der B-Gruppe der Bundesliga, wo Absteiger SSV Esslingen mit dem 7:8 gegen den Düsseldorfer SC 1898 bereits die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel hinnehmen musste und damit aktuell am Tabellenende festhängt. Aufsteiger SV Blau-Weiß Bochum feierte mit dem 12:12 beim SV Bayer Uerdingen 08 seinen ersten Punktgewinn im Oberhaus, während der zweite Aufsteiger SG Stadtwerke München nach dem Auftaktsieg am vergangenen Wochenende diesmal mit 6:11 im bayerischen Derby beim SV Würzburg 05 den Kürzeren zog.
Waspo auch im Euro Cup gegen den Spitzenreiter erfolgreich
Auch im Euro Cup wurde in dieser Woche mit deutscher Beteiligung gespielt. Bei den Männern war Waspo Hannover am Donnerstag nach zuvor zwei Niederlagen schon unter Zugzwang und musste das Heimspiel gegen VK Sabac Elixier (SRB) unbedingt gewinnen, um die Chancen auf das Weiterkommen zu wahren. Das gelang der Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer, mit 12:6 entschieden die Niedersachsen das Duell mit dem Tabellenführer der Gruppe deutlich für sich. In der ersten Halbzeit kassierte Waspo keinen einzigen Gegentreffer und konnte so schon bis zur Pause vorentscheidend auf 6:0 davonziehen. „Um eine stabile Abwehr mit einem starken Felix Behnke im Tor haben wir das ganze Spiel konzentriert und sicher gespielt. Wir haben unsere Chancen genutzt und verdient auch in dieser Höhe gewonnen“, lobte Seehafer. Bester Torschütze bei Hannover war Andrija Basic mit fünf Treffern.
Im Euro Cup der Frauen unterlagen die Deutschen Meisterinnen von den Wasserfreunden Spandau zuhause mit 8:11 gegen Pallanuoto Trieste (ITA). Zur Halbzeit hatte Berlin noch mit 6:5 geführt, doch in der Folge drehten die Gäste das Spiel. Bis zum letzten Viertel zogen die Italienerinnen bis auf 10:7 davon und bleiben damit das einzige noch verlustpunktfreie Team im Wettbewerb. Anne Rieck, Gesa Deike und Emmerson Joy Houghton trafen je zweimal für Spandau.
Längst ein Klassiker: Start der Finalserie zwischen Spandau und Uerdingen
Man darf wohl inzwischen von einem Klassiker sprechen: Zum mittlerweile vierten Mal in Folge bestreiten die Wasserfreunde Spandau 04 und der SV Bayer Uerdingen 08 die Finalserie in der Wasserball-Bundesliga der Frauen – das Duell hat längst Kultcharakter, vergleichbar wie jenem zwischen Spandau und Waspo 98 Hannover bei den Männern. „Die Spiele gegen Spandau sind immer spannend“, meinte Uerdingens Greta Tadday vor dem Auftaktmatch an diesem Samstag.
Dass ihre Mannschaft in der Vorschlussrunde gegen den SV Blau-Weiß Bochum deutlich mehr kämpfen musste als die Spandauerinnen in ihrem Halbfinale gegen den Eimsbütteler Turnverband, sieht Tadday vielleicht sogar als Vorteil: „Wir sind jetzt schon im Wettkampfmodus“, sagte sie. „Wir haben zuletzt öfter gegen Spandau verloren als gewonnen, deshalb wird das eine große Herausforderung. Aber wir sind alle hochmotiviert und haben noch eine Rechnung mit ihnen offen.“ 2019 und 2021 setzten sich die Berlinerinnen jeweils mit 2:1 Siegen durch, im vergangenen Jahr dann glatt mit 2:0 Siegen, die Saison 2020 war wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden.
In dieser Spielzeit trafen beide Klubs bislang viermal aufeinander: Beim Supercup setzten sich Anfang Dezember die Wasserfreunde durch (12:9), im März dann auch im Pokalfinale mit 14:9 – der Hauptstadtklub greift also erneut nach dem Double. In der Bundesliga gewannen beide Teams je einmal – Uerdingen das Hinspiel mit 10:9, Spandau dann das Rückspiel mit 10:4. „Wenn wir das abrufen, was wir können, sind wir sicher die Favoritinnen, aber man sollte Bayer nie unterschätzen“, sagte Berlins Nationalspielerin Emma Koch. In einer Serie im Modus „Best of Three“ sei es sehr wichtig, direkt das erste Spiel in Uerdingen zu gewinnen: „Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen für die Heimspiele. Bei einer Niederlage im ersten Spiel würde der Druck dagegen deutlich größer werden.“
Zusätzlich motiviert haben dürfte die Spandauerinnen auch der Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch die Männer des Klubs vor einer Woche. 2019 holten die Frauen und Männer der Wasserfreunde schon einmal beide Titel nach Berlin, in diesem Jahr könnte sich die Geschichte nun wiederholen. „Das ist immer etwas Besonderes, wenn zwei Teams eines Vereins den Titel gewinnen können“, so Koch. Mit einem Erfolg gegen Uerdingen wollen sie und ihre Mitspielerinnen Berlin endgültig zur diesjährigen Wasserballhauptstadt machen.
Die Finaltermine im Überblick:
27. Mai, 16:00 Uhr: SV Bayer Uerdingen 08 – Wasserfreunde Spandau 04
03. Juni, 16:00 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer Uerdingen 08
04. Juni, 12:30 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer Uerdingen 08 (falls nötig)
Spandaus Männer im Finale, Spandaus Frauen sind Hauptrundensiegerinnen
Das Finale um die Deutsche Meisterschaft im Wasserball ist komplett. Nach Titelverteidiger Waspo 98 Hannover hat auch Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 die Endspielserie erreicht. Die Berliner gewannen auch ihr zweites Halbfinalspiel gegen die White Sharks Hannover mit 15:6 – Bilal Gbadamassi war mit vier Treffern bester Torschütze bei den Siegern, auf der Gegenseite glänzte Max Spittank im Kasten mit starken Paraden. Nachdem Spandau bereits die erste Partie mit 26:5 für sich entschieden hatte, ging die Serie im Modus „Best of Three“ glatt mit 2:0 Siegen an den Hauptstadtklub. Spiel eins der Finalserie ist jetzt für den 17. Mai terminiert. Die Serie um Platz drei zwischen den White Sharks und dem ASC Duisburg startet bereits am 12. Mai.
In den Platzierungsspielen siegte der SV Ludwigsburg 08 beim SV Krefeld 1972 mit 14:10 und entschied die Serie gegen den frischgebackenen A-Gruppen-Aufsteiger ebenfalls mit 2:0 für sich. Die Ludwigsburger treffen nun im Spiel um Platz fünf auf den OSC Potsdam, der Sieger dieses Duells qualifiziert sich dann sogar noch für den Europapokal.
Knappe Ergebnisse in den Play-offs der B-Gruppe
Play-offs werden auch in der B-Gruppe gespielt, um dort noch die finalen Platzierungen zu ermitteln und auch den dritten direkten Absteiger beziehungsweise den Teilnehmer an der Relegation. In den Halbfinals um die Plätze neun bis zwölf gewannen in den ersten Spielen jeweils die Auswärtsteams, wenn auch immer nur knapp. A-Gruppen-Absteiger SV Esslingen setzte sich beim SV Würzburg 05 mit 9:7 durch, der Duisburger SV 1898 siegte beim SV Bayer Uerdingen 08 mit 15:13.
In den Abstiegs-Play-offs ging es ebenfalls eng zu. Hier gewann der SV Weiden 1921 mit 16:15 gegen den SVV Plauen. Cedrik Zupfer erzielte den Siegtreffer, Sean Ryder war mit fünf Toren insgesamt bester Mann bei den Weidenern.
Frauen: Halbfinalpaarungen für die Play-offs stehen fest
In der Bundesliga der Frauen ist die Vorrunde nun ebenfalls abgeschlossen. Als Hauptrundensiegerinnen gehen die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 in die Play-offs, die ihre beiden Spiele am Wochenende gegen den SV Blau-Weiß Bochum mit 23:4 und 27:3 gewinnen und sich damit in der Tabelle noch am SV Bayer Uerdingen 08 vorbei auf Platz eins schieben konnten. In beiden Partien war Ira Deike mit jeweils acht Treffern die erfolgreichste Torschützin.
Bochum war am langen Wochenende sogar noch ein drittes Mal im Einsatz, am Montag siegten die Blau-Weißen zum Abschluss der Hauptrunde mit 10:8 beim SSV Esslingen. Das Play-off-Ticket hatten sie aber schon vorher gelöst. In der Vorschlussrunde kommt es dort nun zum Duell mit den Uerdingerinnen, im zweiten Halbfinale treffen Spandau und der Eimsbütteler Turnverband aufeinander. Es sind exakt die gleichen Paarungen wie schon im Vorjahr im Halbfinale. Damals setzten sich Spandau und Uerdingen jeweils mit 2:0 Siegen durch und sind auch diesmal wieder favorisiert.
Spandau braucht jetzt zwei Siege für das Finalturnier der Champions League
Das Final Eight in der Champions League im Wasserball wird in diesem Jahr sehr wahrscheinlich ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen. Die Wasserfreunde Spandau 04 kassierten am drittletzten Spieltag der Königsklasse eine bittere 7:11-Heimniederlage gegen Gruppenschlusslicht Genesys OSC Budapest (HUN), durch die die Möglichkeiten auf das Erreichen des Finalturniers weiter gesunken sind. Zwar haben die Berliner (11 Punkte) rechnerisch weiterhin alle Chancen, es bräuchte dafür nun allerdings schon zwei Siege gegen CN Sabadell (ESP) und den Vorjahresfinalisten Novi Belgrad (SRB). Zudem dürfte Jug Dubrovnik (CRO) als aktueller Vierter (16 Punkte) an den beiden verbleibenden Spieltagen nicht mehr gewinnen und nur maximal einen Punkt holen – was angesichts eines schweren Restprogramms für die Kroaten aber durchaus denkbar ist.
In der Partie am Dienstag gegen Budapest lag Spandau nie in Führung, blieb bis Mitte des zweiten Viertels aber in Schlagdistanz. Zur Halbzeit führten die Gäste mit 7:4. Näher kamen die Wasserfreunde auch nach der Pause nicht mehr, die rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende bei Stand von 7:10 zwar noch einmal bis auf drei Treffer heranrückten, das Spiel in der Schlussphase dann aber nicht mehr drehen konnten. Mit je zwei Treffern waren Roman Shepelev, Bilal Gbadamassi und Andrei Prioteasa die besten Torschützen für Spandau, bei den Ungarn war Vince Pal Vigvari gleich sechsmal erfolgreich.
Die Champions League geht am 12. Mai weiter, für die Spandauer Nationalspieler wartet aber bereits in der kommenden Woche gleich die nächste internationale Herausforderung: Mit dem DSV-Team treten sie beim World Aquatics Water Polo World Cup in Berlin an, um sich dort für das Super Final dieses hochklassigen Wettbewerbs zu qualifizieren. Die Spiele der Männer finden vom 05. – 07. Mai statt, zuvor mischen vom 02. – 04. Mai bereits die DSV-Frauen beim Weltcup mit.
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Ebenfalls eine Niederlage gab es in der Champions League in der Parallelgruppe am Mittwochabend für den Deutschen Meister Waspo 98 Hannover, der gegen Tabellenführer Zodiac CNA Barcelonate (ESP) mit 7:16 unterlag. Trotz des Ergebnisses war Trainer Karsten Seehafer nicht unzufrieden: „Es war das erwartete Ergebnis, aber wir hatten viele gute Momente. Mit einem starken Felix Benke im Tor, einer guten Verteidigung und Struktur im Angriff“, sagte er. Barceloneta ist zudem ein absolutes europäisches Topteam und hat sein Ticket für das Finalturnier längst sicher. Bester Torschütze für Waspo war Andrija Basic mit drei Treffern.
Für Deutschlands Frauen ist der erste Spieltag beim Weltcup gleich vorentscheidend
Langsam einspielen ist nicht, das ist auch Gesa Deike klar. „Der erste Tag ist gleich schon vorentscheidend, da müssen wir direkt von Anfang an zu 100 Prozent da sein“, sagt die Kapitänin der deutschen Wasserballerinnen mit Blick auf den Spielplan beim World Aquatics Water Polo World Cup vom 02. – 07. Mai in Berlin.
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Am ersten Tag treffen die DSV-Frauen dort nämlich gleich auf zwei direkte Konkurrentinnen auf einen der wichtigen ersten beiden Plätze in der Gruppe: zunächst auf Kasachstan (02. Mai, 13:00 Uhr), die amtierenden Asienmeisterinnen und letztjährigen WM-Teilnehmerinnen, am Abend dann auf Neuseeland (02. Mai, 20:30 Uhr), das im vergangenen Jahr mit Platz zehn sein bestes WM-Ergebnis seit mehr als 30 Jahren einfahren konnte und in Berlin definitiv zum Kreis der Favoritinnen zählt. „Neuseeland hat schon ein sehr gutes Team, vor allem Emmerson Joy Houghton von Spandau ist eine herausragende Spielerin. Gegen diesen Gegner müssen wir alles geben“, meint Gesa Deike. Das dritte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft ist dann tags darauf gegen Außenseiter Großbritannien (03. Mai, 19:15 Uhr).
Angesichts der kurzen Einspielzeit setzen die DSV-Frauen umso mehr auf lautstarken Beistand von den Rängen, damit das Turnier in der Hauptstadt zu einem echten Heimspiel wird. „Es ist wichtig, dass die Halle da ist und uns unterstützt“, appelliert Deike an das deutsche Wasserballpublikum. Die Vorfreude auf den Weltcup ist nicht nur bei ihr groß: „Es ist unser erstes internationales Turnier zu Hause und noch einmal internationaler besetzt als eine Europameisterschaft, mit Nationen aus aller Welt. Das ist etwas ganz Besonderes“, so die 28-Jährige.
Das gilt erst Recht für die vielen Juniorinnen im deutschen Team, die in den vergangenen Jahren schon wiederholt auf sich aufmerksam konnten und dieses Turnier gegen starke Konkurrenz nun nutzen wollen, um die positive Entwicklung des Teams weiter voranzutreiben. Aber auch für Gesa Deike ist der Weltcup noch aus einem anderen Grund eine ganz spezielle Veranstaltung, schließlich spielte sie bis zum vergangenen Jahr noch in Berlin für die Wasserfreunde Spandau 04, ehe sie zur neuen Saison dann in die starke französische Liga zum dortigen Serien-Champion LUC Métropole Lille wechselte. „Ich hatte ein tolles Jahr in Frankreich, aber jetzt freue ich mich auch, zum Weltcup mal wieder nach Berlin zurückzukehren. Ich mag diese Stadt total.“ Die nötige Vorfreude, um am ersten Tag gleich Vollgas geben zu können, ist also definitiv schon vorhanden.
Sieg im Topspiel: Spandau mit perfekter Vorrunde – Esslingen steigt ab
Zehn Jahre nach dem Aufstieg in die A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga muss der SSV Esslingen den bitteren Gang zurück in die B-Gruppe antreten. Die Esslinger verloren am letzten Spieltag der Vorrunde das direkte Duell um den Klassenerhalt bei der SG Neukölln Berlin mit 8:12 und beendeten die Hauptrunde somit auf dem letzten Tabellenplatz. Sie werden bereits für die anstehenden Playoffs von der SV Krefeld 1972 ersetzt, die sich in der B-Gruppe den Aufstiegsplatz gesichert hatten.
Neukölln wiederum bestreitet ebenso wie der OSC Potsdam, der am Wochenende dem Tabellenzweiten ASC Duisburg beim 7:9 einen harten Kampf lieferte, die Relegation. Die Relegationsspiele im Modus „Best of Three“ zwischen Neukölln und dem Duisburger SV 98 sowie Potsdam und dem SV Bayer Uerdingen 08 starten bereits am kommenden Mittwoch (22. März).
An der Tabellenspitze der A-Gruppe war bereits vor dem letzten Spieltag alles klar, die Wasserfreunde Spandau 04 standen bereits seit längerem als Hauptrundensieger fest und genießen damit in allen Playoff-Runden in den entscheidenden Partien Heimrecht. Der Rekordmeister geht nach einer perfekten Bilanz von 14 Siegen aus 14 Spielen als Favorit in die entscheidende Saisonphase. Zum Abschluss der Vorrunde entschieden die Berliner auch das Prestigeduell beim ewigen Rivalen und Titelverteidiger Waspo 98 Hannover klar mit 15:9 für sich und sammelten damit noch einmal kräftig Selbstvertrauen. In weiteren Begegnungen siegte der SV Ludwigsburg 08 mit 16:12 gegen die White Sharks Hannover sowie bereits unter der Woche Waspo im hannoverschen Stadtderby mit 19:3 ebenfalls gegen die White Sharks.
Im Viertelfinale ab 12. April im Modus „Best of Three“ kommt es damit zu folgenden Duellen:
Wasserfreunde Spandau 04 – SV Krefeld 1972
ASC Duisburg – Gewinner SG Neukölln Berlin/Duisburger SV 98
Waspo 98 Hannover – Gewinner OSC Potsdam/SV Bayer Uerdingen 08
SV Ludwigsburg 08 – White Sharks Hannover
Sieg im Stadtderby für Aufsteiger Krefeld zum Abschluss der B-Gruppe
Parallel zu den Playoffs der A-Gruppe bestreitet auch die B-Gruppe ihre Playoffs beziehungsweise Platzierungsrunden um die Plätze neun bis 16. Nur der SV Cannstatt und der SV Poseidon Hamburg sind bereits in die Landesgruppen abgestiegen. Am letzten Spieltag unterlag Cannstatt im Duell der Vorjahresaufsteiger zuhause gegen den SVV Plauen mit 9:10. Die bereits als Aufsteiger in die A-Gruppe feststehende SV Krefeld 1972 bezwang im Stadtderby den SV Bayer Uerdingen 08 mit 10:6, der SV Weiden 1921 behielt im bayerischen Aufeinandertreffen mit dem SV Würzburg 05 mit 15:11 die Oberhand. Der Düsseldorfer SC 1898 verlor gegen die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln mit 11:12.
In den Playoffs der B-Gruppe ab 15. April spielen damit ebenfalls im Modus „Best of Three“:
SSV Esslingen – SV Weiden 1921
Verlierer Gewinner SG Neukölln Berlin/Duisburger SV 98 – SGW Rhenania/BW Köln
Verlierer OSC Potsdam/SV Bayer Uerdingen 08 – Düsseldorfer SC 1898
SVV Plauen – SV Würzburg 05
Frauen: Punkteteilung im Nordduell
In der Bundesliga der Frauen wurde am Wochenende ebenfalls gespielt. Die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 waren dabei gleich zweimal im Einsatz und konnte ihre beiden Partien gegen den SSV Esslingen mit 19:9 und 21:6 deutlich gewinnen. Im Nordduell teilten sich außerdem der Eimsbütteler Turnverband und Waspo 98 Hannover beim 10:10 die Punkte.
SV Krefeld 1972 steht als Aufsteiger in die A-Gruppe der Bundesliga fest
Die SV Krefeld 1972 hat den Aufstieg in die A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga geschafft. Die Krefelder gewannen am Samstag gegen den SV Weiden 1921 mit 21:10 und teilten sich tags darauf beim 6:6 die Punkte mit dem Duisburger SV 98. Dieses Unentschieden im Spitzenspiel genügte – weder Duisburg noch Krefelds Lokalrivale SV Bayer Uerdingen können die SVK noch vom ersten Tabellenplatz, der zum direkten Sprung in die A-Gruppe berechtigt, verdrängen. Duisburg und Uerdingen, das am Wochenende erst 12:12 bei der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln spielte und am Sonntag dann gegen den SV Cannstatt mit 20:8 triumphierte, haben dafür bereits die Teilnahme an den Relegationsspielen sicher.
Vorjahresaufsteiger Cannstatt muss nach der Niederlage gegen Bayer und dem vorherigen 6:9 gegen den Düsseldorfer SC 98 dagegen nach nur einer Saison wieder den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten und steht nach dem SV Poseidon Hamburg als zweiter Absteiger fest. Am letzten Spieltag der Vorrunde kann die Mannschaft die zwei Punkte Rückstand auf den SV Weiden – der sein zweites Spiel am Wochenende in Köln mit 8:18 verlor – nicht mehr aufholen.
Esslingen wahrt seine Chance auf den Klassenerhalt
Dagegen ist die Abstiegsfrage in der A-Gruppe um eine Woche vertagt worden. Der SSV Esslingen feierte im Do-or-Die-Spiel gegen die SG Neukölln Berlin einen 12:6-Erfolg, angeführt von Emmanouil Petikis, dem allein fünf Tore gelangen. Es war der erste Saisonsieg für Esslingen. Am kommenden Wochenende treffen beide Mannschaften dann erneut aufeinander – der Verlierer steigt in die B-Gruppe ab, bei einem Unentschieden träfe es ebenfalls den SSV.
Die Neuköllner hätten sich bereits mit einem Punktgewinn gegen den SV Ludwigsburg 08 vorzeitig retten können, verloren diese Partie jedoch mit 12:13. Dabei wären die Hauptstädter nach einem 9:13-Rückstand beinahe noch zum Unentschieden gekommen, doch am Ende standen sie mit leeren Händen da und müssen nun auf das Abstiegsendspiel in einer Woche hoffen.
Favoritinnen geben sich in der Frauen-Bundesliga keine Blöße
In der Bundesliga der Frauen gab es am Wochenende nur Favoritinnensiege. Die Tabellenführerinnen vom SV Bayer Uerdingen 08 gewannen mit 17:5 gegen den SSV Esslingen, die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 setzten sich ebenfalls ungefährdet mit 18:9 beim Eimsbütteler Turnverband durch. Der SV Blau-Weiß Bochum, DM-Dritter des vergangenen Jahres, siegte gegen Esslingen mit 9:8. Die beiden Partien von Schlusslicht SV Nikar Heidelberg fielen jeweils aus und wurden mit 10:0 für Bochum beziehungsweise Uerdingen gewertet.
Ludwigsburg komplettiert die Pokalendrunde
Bereits am Donnerstag wurde außerdem der letzte Startplatz für die gemeinsame Pokalendrunde von Frauen und Männern vom 24./25. März in Düsseldorf vergeben. Im Viertelfinale des DSV-Pokals setzten sich die Männer des SV Ludwigsburg 08 im Neckarderby mit 16:6 gegen den SV Cannstatt durch – Jakov Skiljic war mit sechs Treffern bester Torschütze beim Sieger. Im Halbfinale trifft Ludwigsburg jetzt auf Pokalverteidiger Waspo 98 Hannover.
Big Points für Neukölln im Kampf um den Klassenerhalt
Im Kampf um den Verbleib in der A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga der Männer hat die SG Neukölln Berlin einen wichtigen Sieg gefeiert. Die Berliner setzen sich im Berlin-Brandenburg-Derby beim OSC Potsdam mit 9:6 durch und damit gleichzeitig den SSV Esslingen weiter unter Druck. Der SSV unterlag gegen Spitzenreiter Wasserfreunde Spandau 04 mit 4:19 und muss nun all seine Hoffnung auf die beiden direkten Duelle mit den Neuköllnern am nächsten und übernächsten Wochenende setzen. Esslingen benötigt aus diesen beiden Partien mindestens drei Punkte, um die Klasse zu halten, dafür dürfte Neukölln von seinen letzten drei Spielen zudem keines mehr gewinnen.
Am Ende der Vorrunde steigt der Letzte direkt ab und wird durch den Erstplatzierten der B-Gruppe ersetzt. Die Mannschaften auf den Plätzen sechs und sieben bestreiten eine Relegation gegen den Zweiten und Dritten der B-Gruppe.
In den weiteren Begegnungen der A-Gruppe siegte der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover mit 20:8 gegen den SV Ludwigsburg 08, außerdem bezwang der ASC Duisburg die White Sharks Hannover mit 16:5. Alle Partien begannen mit einer Gedenkminute an den jüngst verstorbenen Frieder Class, der sich im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) über viele Jahrzehnte für den Wasserballsport engagiert hatte.
Duisburg neuer Spitzenreiter in der B-Gruppe
Einen Führungswechsel gab es in der B-Gruppe. Durch den 16:9-Erfolg bei der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln hat der Duisburger SV 98 nun Platz eins von dem an diesem Wochenende spielfreien SV Krefeld 72 übernommen – allerdings haben die Duisburger auch schon zwei Spiele mehr bestritten als Krefeld und auch als der Drittplatzierte SV Bayer Uerdingen 08, der beim Düsseldorfer SC 1898 mit 13:8 gewinnen konnte. Der Kampf um den direkten Aufstieg in die A-Gruppe ist also noch nicht entschieden, zumindest die Relegation ist aber allen drei Vereinen bereits sicher.
Der SVV Plauen setzte derweil seine aktuelle Erfolgsserie fort und siegte auch gegen den SV Würzburg 05 mit 12:8. Der Aufsteiger konnte damit das vierte Spiel in Folge punkten. Der zweite Neuling SV Cannstatt und der SV Weiden 1921 trennten sich 8:8 unentschieden.
Spandaus Frauen in der Pokalendrunde
Bei den Frauen gab es am Wochenende zwei Spiele, beide mit Berliner Beteiligung. Die Wasserfreunde Spandau 04 schlugen Waspo 98 Hannover deutlich mit 9:36, Emma Koch erzielte hier allein neun Treffer für die amtierenden Deutschen Meisterinnen.
Tags zuvor hatte Spandau als Titelverteidiger auch im DSV-Pokal keine Probleme und siegte beim Eimsbütteler Turnverband mit 29:8. Die Wasserfreunde stehen somit nach Uerdingen, Esslingen und Blau-Weiß Bochum als viertes Team in der gemeinsamen Pokalendrunde von Frauen und Männern am 24./25. März in Düsseldorf und treffen dort im Halbfinale auf die Bochumerinnen.
