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Fast alle Stars bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Aachen
An keinem anderen Ort waren die Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen häufiger zu Gast als in Aachen, zuletzt hatten die Titelkämpfe allerdings 2004 in der westlichsten Stadt Deutschlands stattgefunden. 20 Jahre danach geben sich die besten Springer*innen des Landes nun vom 07. – 10. März wieder die Ehre. Kurz nach den Weltmeisterschaften in Doha (QAT) und nur zwei Wochen vor dem Weltcup in Berlin (21. – 24. März) ist die DM eine wichtige Standortbestimmung für den weiteren Saisonverlauf.
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Entsprechend ist das WM- und Weltcup-Team fast komplett am Start. Jette Müller (WSC Rostock), Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), Jana Lisa Rother, Elena Wassen, Christina Wassen und Pauline Pfeif (alle Berliner TSC) bei den Frauen sowie auf männlicher Seite den Europameistern Moritz Wesemann, Timo Barthel (beide SV Halle), Alexander Lube, Jaden Eikermann (beide SV Neptun Aachen), Lars Rüdiger, Tom Waldsteiner und Luis Avila Sanchez (alle Berliner TSC) sind alle mit dabei – einige von ihnen konzentrieren sich diesmal allerdings auf die Synchronwettbewerbe. „Wir kommen ja mit dem Nationalteam direkt vom Weltcupauftakt in Kanada und nehmen deshalb bei der DM mit Blick auf den kommenden Weltcup in Berlin die eine oder andere Anpassung bei den Starts und den Sprungserien vor, um die Belastung zu minimieren“, erklärt Bundestrainer Christoph Bohm.
Von den Topleuten fehlt in Aachen lediglich die in den USA studierende Lena Hentschel. Dafür feiert Lou Massenberg (beide Berliner TSC), der sich im vergangenen Herbst im Trainingslager in Dubai (VAE) verletzt hatte, sein Comeback.
Für Jaden Eikermann wird die DM sogar zu einer Familienangelegenheit, im Turm-Mixed-Synchronspringen tritt er an der Seite seiner Schwester Jazzelle Eikermann an. Nicht das einzige Familienpaar in den Reihen des Ausrichters übrigens, denn im 3m-Mixed-Synchronspringen gehen auch William Ackmann und Karla Ackmann (alle SV Neptun Aachen) gemeinsam an den Start. Und die ebenfalls in der Nähe von Aachen geborenen Wassen-Schwestern sind im Turm-Synchronspringen natürlich auch wieder mit dabei und als amtierende Europameisterinnen klar favorisiert. „Die Deutschen Hallenmeisterschaften sind für uns immer eine wichtige Standortbestimmung. Wir wollen diese Wettkampfpraxis nutzen, um uns bestmöglich auf den darauffolgenden Weltcup in Berlin vorzubereiten“, sagt Christoph Bohm.
DM Freiwasser 2024 bringt einige Neuerungen – Ausschreibung ist online
Vor 30 Jahren – 1994 – fanden erstmals Deutsche Meisterschaften im Freiwasserschwimmen statt, Austragungsort war damals Burghausen. Seitdem haben die Titelkämpfe immer wieder zu Fuße der längsten Burganlage Europasstattgefunden, zuletzt 2019. „Es war eine wunderbare Veranstaltung“, erinnert sich Angela Delissen, die Verantwortliche für das Freiwasserschwimmen in der Abteilung Wettkampfsport des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), „von daher freuen wir uns sehr, dass dieses Jahr wieder dorthin zurückkehren.“ Vom 20. – 22. Juni geht es in Burghausener Wöhrsee um die Medaillen, die Ausschreibung für die Veranstaltung wurde jetzt veröffentlicht.
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Statt wie bisher über zweieinhalb Wettkampftage – mit vollem Programm insbesondere am Freitag – erstreckt sich die DM in diesem Jahr über drei ganze Tage. Die Jugendstaffeln gehen bereits am Donnerstag über die Bühne, so konnten der Freitag entzerrt werden. Und die diesjährige Auflage bringt noch weitere Neuerungen mit sich: In den Mixedstaffeln über 4x1,25km schwimmen künftig in allen Altersklassen Viererteams mit je zwei Frauen und Männern; einzig die Jugendstaffeln gehen wie bisher über 3x1,25km. „Wir orientieren uns bei den Mixedstaffeln am internationalen Standard von 4x1,5km, aufgrund der Gegebenheiten am Wöhrsee fällt die Strecke allerdings etwas kürzer aus“, erklärt Angela Delissen.
Bei den Einzelrennen über 5km gelten in Abänderung zu den Wettkampfbestimmungen (WB) Fachteil Freiwasser und auf Wunsch der Bundestrainer*innen verschärfte Zeitlimits. Für die 7,5km und die 10km gelten die in den WB definierten Zeitlimits, darüber hinaus gilt dort aber ein sogenanntes Checkpoint-Zeitlimit: Athlet*innen, deren Zwischenzeiten nach den ersten beiden Runden darauf hindeuten, dass sie die Zielzeit nicht erreichen, werden bereits zu diesem Zeitpunkt aus dem Wasser genommen. Beide Maßnahmen dienen dazu, die Qualität der Rennen zu verbessern, zudem binden einzelne zurückliegende Schwimmer*innen immer auch Sicherheitspersonal, das dann weiter vorne im Feld fehlen würde.
Pauline Pfeif als Vierte nur knapp vorbei am Podium beim Rostocker Springertag
Schon seit Jahrzehnten begeistert der Internationale Springertag in Rostock Wasserspringer*innen aus aller Welt, die nur allzu gerne den Weg nach Mecklenburg-Vorpommern finden. Entsprechend international war am zweiten Tag der Veranstaltung auch das Podium. Nachdem am Vortag noch die Deutschen zwei von drei Disziplinen für sich entscheiden konnten, kamen die Sieger*innen am Freitag aus den Niederlanden und Großbritannien.
Else Praasterink (NED) gewann mit persönlicher Bestleistung von 308,80 Punkten den Wettbewerb im Turmspringen der Frauen. Beste Starterin des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) war Pauline Pfeif (Berliner TSC) als Vierte mit 289,10, ihr fehlten am Ende nur drei Zähler auf Valeria Antolino (ESP/292,10) und Bronze. Elena Wassen (Berliner TSC) wurde Fünfte (286,30). Die beiden Vereinskolleginnen zeigten zwar die Sprünge mit der höchsten Gesamtschwierigkeit des Feldes, beide waren aber in den Eintauchphasen nicht stabil genug und ließen dort einige Punkte liegen.
Der Sieger vom 3m-Brett hieß Jordan Houlden (GBR). Der EM-Silbermedaillengewinner von 2022 dominierte den Wettkampf und hatte am Ende mit 472,20 über 50 Punkte Vorsprung auf die weitere Konkurrenz. Alexander Lube (SV Neptun Aachen), der am Donnerstag gemeinsam mit Moritz Wesemann (SV Halle) das 3m-Synchronspringen gewonnen hatte, wurde im Einzel diesmal Achter (365,95). „Heute war es ein bisschen durchwachener, da wir durchaus in beiden Disziplinen Medaillenpotenzial hatten. Bei den Männern war Alex Lube solide, aber man hat gesehen, dass er sich im Aufbau auf die Weltmeisterschaften in Doha befindet. Nach einem langen Tag wirkte er dann im Finale etwas müde“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm.
Einen Monat nach den Weltmeisterschaften folgt dann übrigens schon der nächste Höhepunkt auf deutschem Boden: Vom 21. – 24. März findet in Berlin der der World Aquatics Diving World Cup statt, das einzige Event in Europa im Rahmen der diesjährigen Weltcupserie. Das gesamte deutsche Team wird beim Weltcup ebenso am Start sein wie die Top-Stars aus China, die jetzt beim Springertag in Rostock noch fehlen. Das Publikum darf sich auf spannende Wettkämpfe und Wasserspringen auf absolutem Weltniveau freuen.
DSV nominiert WM-Teams im Wasserspringen und High Diving
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) wird mit mindestens elf Wasserspringer*innen bei den Weltmeisterschaften in Doha (QAT/02. – 18. Februar) vertreten sein, hinzu kommen gleich fünf Aktive beim High Diving – so viele wie noch nie. Im Anschluss an den DSV-Kürpokal im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Berlin wurde das Team für die Titelkämpfe nominiert, bei denen es dann auch um die Olympia-Quotenplätze für die Sommerspiele 2024 in Paris (FRA) gehen wird.
„Wir haben in beiden Disziplinen ein starkes Team beisammen. Die Leistungen beim Kürpokal waren zuletzt schon sehr vielversprechend, das gibt uns noch einmal Rückenwind für die weitere WM-Vorbereitung. Bei den vergangenen Welt- und Europameisterschaften konnten wir in diesem Jahr bereits fünf Olympiaquotenplätze sichern, in Doha sollen nun möglichst viele weitere Olympiatickets für Deutschland hinzukommen“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Bislang sind beim Wasserspringen vier Männer und sieben Frauen für die WM nominiert. Über die Besetzung im Turm-Synchronspringen wird erst nach dem Internationalen Springertag in Rostock vom 18. – 21. Januar 2024 entschieden – dort fällt die Entscheidung zwischen den Paarungen Barthel/Eikermann und Avila Sanchez/Waldsteiner.
Im High Diving sind die Weltmeisterschaften bereits der Saisonhöhepunkt, entsprechend groß ist das deutsche Aufgebot für die Titelkämpfe in Katar. Zwei Männer und drei Frauen werden diesmal aus 20 beziehungsweise 27 Metern antreten – nie war das DSV-Team in dieser spektakulären Disziplin größer. „Mit Iris Schmidbauer stellen wir die aktuelle Europameisterin, auch Manuel Halbisch hat sich bei seiner WM-Premiere in diesem Jahr in Fukuoka gut verkauft. Ich freue mich, dass diese Erfolge stärker wahrgenommen werden und der Kreis der Aktiven im High Diving stetig wächst“, so Christoph Bohm.
Das WM-Aufgebot im Wasserspringen (Stand 20. Dezember 2023):
Männer:
Luis Avila Sanchez*, Lars Rüdiger, Tom Waldsteiner* (alle Berliner TSC), Timo Barthel*, Moritz Wesemann (beide SV Halle), Jaden Eikermann, Alexander Lube (beide SV Neptun Aachen)
Frauen:
Lena Hentschel, Pauline Pfeif, Jana Lisa Rother, Christina Wassen, Elena Wassen (alle Berliner TSC), Jette Müller (WSC Rostock), Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898)
Das WM-Aufgebot im High Diving:
Männer:
Manuel Halbisch (VfL Waiblingen), Tim Thesing (TPSK Köln)
Frauen:
Anna Bader (SV Halle), Maike Halbisch (VfL Waiblingen), Iris Schmidbauer (Dresdner SC 1898)
*) unter Vorbehalt
Lena Hentschel gewinnt ihr drittes Gold beim DSV-Kürpokal
Lena Hentschel war in diesem Jahr die erfolgreichste Teilnehmerin beim DSV-Kürpokal im Wasserspringen in Berlin. Die 22-Jährige vom Berliner TSC gewann am Dienstag nach ihren Einzelsiegen vom 1m- und vom 3m-Brett auch das 3m-Synchronspringen zusammen mit Jette Müller (WSC Rostock) mit 308,04 Punkten. Das erst kürzlich neu zusammengestellte Paar erfüllte damit auch die WM-Norm für die kommenden Welttitelkämpfe in Doha (QAT/02. – 18. Februar). Platz zwei ging dahinter an Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898) und Jana Lisa Rother (Berliner TSC) mit 288,81, die im Vorkampf noch am stärksten gewesen waren.
Exzellent besetzt und hochspannend war auch der 3m-Synchronwettbewerb bei den Männern. Hier hatten am Ende die Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN), die beiden Franzosen Jules Bouyer und Alexis Jandard, mit zweieinhalb Punkten Vorsprung knapp die Nase vorn – Bouyer/Jandard siegten mit 411,51 Zählern vor den WM-Dritten von 2022, Timo Barthel (SV Halle) und Lars Rüdiger (Berliner TSC), die auf 408,93 kamen. Dritte im Finale wurden Alexander Lube (SV Neptun Aachen) und Moritz Wesemann (SV Halle), die mit 401,91 dort ebenfalls die WM-Norm von exakt 400,00 Punkten übertrafen. Nach einem verrückten Wettkampftag – im Vorkampf misslang sowohl bei ihnen als auch bei Barthel/Rüdiger der Auerbachsalto komplett und wurde mit null Punkten gewertet – lagen sie in der für die WM-Nominierung relevanten Addition der Punkte aus Vorkampf und Finale sogar vor der nationalen Konkurrenz.
Beste im Mixed-Turm-Synchronspringen waren Carolina Coordes und Hannes Eberspächer (beide Berliner TSC) mit 265,74 Punkten. Die Berliner*innen holten damit am Ende auch den Gesamtsieg bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften mit 848,00 Punkten vor dem SC DHfK Leipzig (554,00) und dem SV Neptun Aachen (455,00). Für diese Titelkämpfe wurden die jeweils ersten 20 Plätze jeder Disziplin mit den Ergebnissen des Vorkampfes gewertet. „Das waren sehr schöne Wettkampftage mit teils hochkarätigen Leistungen, die uns mit Blick auf die WM und Olympia optimistisch in die Zukunft blicken lassen“, bilanzierte Bundestrainer Christoph Bohm.
In Berlin geht es um die WM-Tickets und den Mannschaftstitel
Es sind die letzten nationalen Titelkämpfe im Wasserspringen in diesem Jahr und noch einmal besonders wichtige: Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften vom 16. – 19. Dezember in Berlin geht es nicht nur um den Gesamtsieg in der Vereinswertung, sondern gleichzeitig auch um die Tickets für die kommenden Weltmeisterschaften in Doha (QAT/02. – 18. Februar). Entsprechend sind sämtliche Topleute aus Deutschland in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) am Start.
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In den Einzeldisziplinen können sich die besten zwei des Events und in den Synchronwettbewerben das jeweils beste Paar für die WM qualifizieren, sofern die entsprechenden Nominierungsauflagen (geforderter Qualifikationsschwierigkeitsgrad und Punktzahl) erfüllt werden.
Besondere Spannung versprechen dabei die Wettkämpfe der Frauen vom 3m-Brett sowie im 3m-Synchronspringen. Im Einzel kämpfen mit Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), Lena Hentschel, Jana Lisa Rother (beide Berliner TSC) und Jette Müller (WSC Rostock) mindestens vier Athletinnen um die Startplätze für Doha, womöglich kann dazu auch noch Lotti Hubert (Berliner TSC) vorne mitmischen, die letztjährige Juniorenweltmeisterin vom 1m-Brett. „Sie macht einen guten Eindruck im Training“, lobt Bundestrainer Christoph Bohm und prognostiziert deshalb nicht nur für diese Disziplin: „Da ist ordentlich Pfeffer drin!“ Im 3m-Synchronspringen duellieren sich mit Oettinghaus/Rother und Hentschel/Müller ebenfalls zwei gleichwertige Paare. „Dass wir jetzt in Deutschland gleich zwei starke Paare haben, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen pushen, ist fürs Wasserspringen hierzulande eine sehr gute Situation“, meint Saskia Oettinghaus. Beim International Diving Meet Ende November in Spaniens Hauptstadt Madrid lag sie zuletzt zusammen mit Rother vor der nationalen Konkurrenz.
Die Veranstaltung in Berlin ist ein Kombi-Event. Für die Mannschaftsmeisterschaften werden die Ergebnisse aus den jeweiligen Vorkämpfen gezählt und für Platz eins bis 20 absteigend Punkte (von 50 bis eins) vergeben, aus deren Addition sich dann die Gesamtwertung ergibt. Die weiteren Runden für die WM-Qualifikation laufen dann ab Halbfinale als DSV-Kürpokal.
Bronze Nummer fünf und sechs für das DSV-Team zum JEM-Abschluss
Die schönen Strände und die atemberaubende Landschaft der grünen Insel Korfu blieben als Kulisse zwar nur Nebensache, trotzdem hat sich die Reise in den Süden für den Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) so richtig gelohnt. Sechsmal Edelmetall konnten die Freiwasser-Aktiven bei den Europameisterschaften der Junior*innen aus dem Ionischen Meer fischen.
Nach vier Bronzemedaillen in den Einzelwettbewerben an den ersten beiden Wettkampftagen für Hannah Gätjen (SG Stormarn Barsbüttel/Jahrgang 2006), Leo Leverkus (SG Karlsruhe/2008), Arne Schubert (2006) und Linus Schwedler (beide SC Magdeburg/2005) schafften es am Sonntag auch beide DSV-Staffeln noch auf das Siegerpodest.
Bei der 4x1,25km-Staffel der offenen Junior*innen-Klasse kraulten Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg), Hannah Gätjen, Arne Schubert und Linus Schwedler in 54:53,3 Minuten auf den dritten Platz hinter Ungarn (54:21,9) und Spanien (54:22,5). Dabei sorgte Italien mal wieder für einen unübersichtlichen Rennverlauf, indem es anders als andere Topteam seine männlichen Schwimmer auf den ersten beiden Positionen antreten ließ. So führten die Azzurri bis zum letzten Wechsel, schlugen am Ende aber nur als Vierte (55:06,4) an. DSV-Schlussschwimmer Schwedler zog erst 300 Meter vor dem Ziel an Alessia Ossoli vorbei.
Beim Wettbewerb der 14- bis 16-Jährigen sicherten sich Annika Dewdney (TB1888 Erlangen), Finn-Constantin Kleinheinz (SC Magdeburg), Julia Ackermann (SC Chemnitz) und Leo Leverkus in 56:50,1 Minuten ebenfalls Bronze, hier siegte Spanien (55:47,1) vor Italien (56:06,5). Diesmal hatte Deutschland bei der Aufstellung etwas gepokert und Julia Ackermann als zweite Frau erst auf Position drei aufgestellt, so wurde letztlich der entscheidende Vorsprung vor den Verfolgerteams herausgeholt.
„Wir haben hier diesmal in sechs von acht Entscheidungen Medaillen gewonnen, das kann sich sehen lassen“, freute sich Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Bünde über das erfolgreiche Abschneiden. „Wenn mir das vorher jemand so gesagt hätte, hätte ich sofort eingeschlagen. Trotzdem ist bei uns auch noch Luft nach oben, auch andere Medaillenfarben sind für unsere besten Talente sicher möglich.“ Auch deswegen ging es für einige JEM-Starter*innen gleich weiter ins nächste Trainingslager in die Türkei.
Hier sind die JEM-Rennen auf Korfu im Livestream zu sehen
Bei der Urlaubsplanung lässt sich trefflich darüber streiten, ob Korfu denn die schönste Insel Griechenlands ist. Für den Freiwasser-Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) stand aber ohnehin nichts anderes zur Debatte, denn an diesem Wochenende (29. September – 01. Oktober) finden dort die Europameisterschaften der Junior*innen statt. „Mit 27 Grad sind die Bedingungen noch sehr sommerlich, bei klarem Wasser und wenig Wellen herrschen hier tolle Bedingungen“, berichtet Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Bünde. >> Zum Livestream von der JEM Im Vorjahr hatte die DSV-Auswahl fünf JEM-Medaillen mit nach Hause gebracht, in diesem Jahr hofft man auf ein ähnlich gutes Abschneiden. Los geht es am Freitag mit dem 5km-Rennen der 14- bis 15-Jährigen (09:00 Uhr) und dem 7,5km-Wettbewerb der 16- bis 17-Jährigen (15:00 Uhr), am Samstag (09:00 Uhr) folgen dann die 10km der 18- bis 19-Jährigen und am Sonntag zwei Staffeln (11:00 bzw. 13:00 Uhr). Alle JEM-Rennen werden live auf dem YouTube-Kanal von European Aquatics übertragen. Die DSV-Starterinnen
| Disziplin | Name | Vorname | Geb. | Verein |
| 5 km | ||||
| Helget | Mira | 2009 | SGR Karlsruhe | |
| Dewdney | Annika | 2008 | TB 88 Erlangen | |
| Blumenthal Haz | Laura Marie | 2008 | TB 88 Erlangen | |
| 7,5 km | ||||
| Gätjen | Hannah | 2006 | SG Stormarn Barsbüttel | |
| Barth | Julia | 2006 | TB 88 Erlangen | |
| Ackermann | Julia | 2007 | SC Chemnitz | |
| 10 km | ||||
| Wenske | Fabienne | 2004 | SV Nikar Heidelberg | |
| Braun | Lara | 2005 | SC Magdeburg |
| Disziplin | Name | Vorname | Geb. | Verein |
| 5 km | ||||
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| Korolev | Ivan | 2008 | TV Gut Heil Billstedt |
|
| Leverkus | Leo | 2008 | SGR Karlsruhe |
|
| Lengfellner | Luis | 2008 | SC Regensburg |
| 7,5 km | ||||
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| Kuhn | David | 2007 | SV Würzburg 05 |
|
| Schubert | Arne | 2006 | SC Magdeburg |
|
| Heinze | Diego Alfonso | 2006 | SC Wiesbaden |
| 10 km | ||||
| Kusche | Jonas | 2005 | SC Chemnitz | |
| Schwedler | Linus | 2005 | SC Magdeburg | |
| Lerch | Noah | 2004 | SSG Günzburg-Leipheim | |
| Staffelteilnehmer | ||||
| Kleinheinz | Finn-Constantin | 2007 | SC Magdeburg |
Emilian Hollank in Israel zweimal im JWM-Halbfinale
Dass Emilian Hollank (TSV Riedlingen/Jahrgang 2006) und Finn Wendland (SG Rethen Sarstedt/Jahrgang 2005) für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) an den Weltmeisterschaften der Junior*innen in Netanya (ISR) antraten, hatte durchaus auch einen sportpolitischen Hintergrund. In der trainingsmethodischen Jahresplanung war für sie allerdings die JEM im Juli als Saisonhöhepunkt vorgesehen gewesen, mit Medaillen und Topplatzierungen hatten beide Athleten dort tolle Ergebnisse abgeliefert. In Israel kamen sie nun aber nicht noch einmal an ihre neuen Bestzeiten heran, und so reichte es dann auch nicht zur ansonsten durchaus möglichen Finalteilnahme. Hollank stand auf den kurzen Bruststrecken immerhin zweimal im Halbfinale und belegte dort die Plätze 12 und 16. Wendland wurde in seinem besten Rennen 15. über 200m Brust.
„Emilian hat sich vom EOYF-Teilnehmer sofort zum JEM-Medaillengewinner aus dem jüngeren Jahrgang entwickelt, Finn steigt aus dem NK2-Bereich direkt in den Perspektivkader auf. Die Fortschritte in dieser Saison können sich sehen lassen. Dass sie bei der JWM nun noch weitere internationale Erfahrung sammeln konnten, wird ihnen auf dem Weg in die Spitze sicherlich helfen. Auf jeden Fall haben sie hier auch gesehen, mit welchen Ansprüchen wir an die nächsten Aufgaben herangehen müssen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense.
Denn in Netanya gab es viele Topleistungen und Meisterschaftsrekorde der 14- bis 18-Jährigen zu bestaunen, nicht nur bei Medaillenhamstern wie Leah Hayes (vier JWM-Medaillen, zwei davon Gold) und Maximus Williamson(sechs Goldmdeaillen) aus den USA. Zwei Beispiele von vielen: Der Japaner Tomoyuki Matsushita schwamm die 400m Lagen bereits in beeindruckenden 4:10,97 Minuten. Die 17-jährige Australierin Olivia Wunsch (insgesamt sechs Goldmedaillen plus einmal Silber) kraulte die 100m Freistil als Staffel-Schlussschwimmerin in 52,61 und 52,73 Sekunden. Das sind Zeiten, mit denen man nun durchaus auch in Richtung Olympia 2024 in Paris schauen darf. Erfolgreichste Mannschaft war die USA (15 Gold, 11 Silber, 7 Bronze) vor Australien (9/7/8). Über WM-Titel konnten sich sonst noch Aktive aus Kanada (2), Bosnien Herzogowina (2), Dänemark (2), Ukraine (2), Türkei (2), China, Japan, Estland, Hongkong, Indonesien, Trinidad und Tobago (alle jeweils 1) freuen.
Gold und Silber zum Abschluss: Linda Roth gewinnt sechs Medaillen beim EYOF
Wenn es einmal gut läuft, dann aber richtig: Zum Abschluss der Schwimmwettbewerbe beim European Youth Olympic Festival (EYOF) in Maribor (SLO) hat Linda Roth (SV Cannstatt/Jahrgang 2008) am Freitag noch zwei weitere Medaillen gewonnen und ihre Gesamtbilanz bei dieser Veranstaltung damit auf insgesamt sechsmal Edelmetall ausgebaut. Mit der Staffel über 4x100m Lagen der Mädchen erkämpfte Roth an der Seite von Ewa zur Brügge (SV Halle), Hannah Schneider (Hofheimer SC) und Alina Baievych (TB Erlangen) ihr drittes Gold, in den Tagen zuvor hatte sie bereits über 100m und 200m Freistil triumphiert sowie Silber und Bronze in den Staffeln gewonnen. Hinzu kam am Abschlusstag auch noch Silber über 200m Lagen, hier schlug die 15-Jährige nach 2:15,91 Minuten als Zweite hinter der Britin Phoebe Cooper (2:14,53) an.
Zuvor waren Hannah Schneider (1:11,33) und Subäjr Biltaev erneut mit neuem Altersklassenrekord (SV Cannstatt/1:03,11) noch jeweils Fünfte über 100m Brust geworden. Es siegten dabei Nayara Pinea Lopez(ESP/1:08,88) und Joshua Inglis (GBR/1:02,78). Ebenfalls den fünften Platz belegte Alina Baievych über 800m Freistil (8:48,56 Minuten), hier holte Amelie Blocksidge (GBR/(8:32,65) den Sieg. Die Lagenstaffel der Jungen war wegen einer Wechselfehlers dann leider disqualifiziert worden.
„Das war eine hervorragend besetzt Veranstaltung, bei der viele Nationen gezeigt haben, was für starke Athlet*innen in diesem Altersbereich sie haben. Auch unser Team hat sich hier gut präsentiert und auch eine immense Lernkurve gezeigt“, bilanzierte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. „Wir haben eine herausragende Linda Roth gesehen, dazu hat sich auch Alina Baievych hervorgetan, besonders auch in unseren Staffeln konnte sie überzeugen. Aber auch die Altersklassenrekorde von Subäjr Biltaev und Laura Sophie Kohlmann sind hervorzuheben. Genauso haben wir hier auch gesehen, woran wir noch arbeiten müssen in Zukunft.“
