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Meisterschaftsentscheidung vertagt: Spandau gewinnt Spiel drei der Finalserie

Die Wasserfreunde Spandau 04 haben das dritte Finalspiel gegen Waspo 98 Hannover mit 14:13 gewonnen und die Titelentscheidung in der Wasserball-Bundesliga damit mindestens bis Mittwoch vertagt. Durch den knappen Sieg im Heimspiel liegt der Rekordmeister in der Finalserie im Modus „Best of Five“ jetzt nur noch mit 1:2 Siegen zurück und hat zumindest schon einmal einen „Sweep“ wie im Vorjahr verhindert. Damals hatte Waspo die Finalserie zwischen diesen beiden Teams erstmals glatt in drei Spielen für sich entschieden. Die Niedersachsen haben aber weiterhin die Chance, im vierten Spiel am Mittwoch (18:00 Uhr) alles klarzumachen, dann sogar vor heimischem Publikum.

Die beiden ersten Spiele der Serie hatte Hannover zuvor mit 12:9 und 11:9 gewonnen. Bereits nach der ersten Partie hatte Spandaus Präsident Hagen Stamm jedoch gegenüber der lokalen Presse daran erinnert, dass ein anderer Berliner Verein – die Volleyballer der BR Volleys nämlich – in ihrer Finalserie gegen den VfB Friedrichshafen unlängst sogar mit 0:2 zurücklagen – und am Ende trotzdem noch den Titel holten. „Das zeigt, dass im Sport alles möglich ist“, sagte Stamm im Berliner „Tagesspiegel“. Auch die Spieler der Wasserfreunde hatten sich trotz des Rückstandes noch lange nicht aufgegeben und zeigten vor allem in der ersten Halbzeit die bislang beste Leistung in dieser Serie. 4:2 führten die Gastgeber nach dem ersten Viertel, gar 11:6 nach dem zweiten, wobei sich vor allem Yannek Chiru mit insgesamt drei Toren treffsicher zeigte. Daneben waren aber auch die beiden Nationalspieler Maurice Jüngling und Denis Strelezkij mit jeweils zwei Treffern gut aufgelegt.

Auch im dritten Viertel konnte Waspo den Rückstand zunächst nur unwesentlich auf 13:9 verkürzen. Umso stärker kamen die Gäste dann allerdings im Schlussabschnitt auf, nach drei Treffern hintereinander von Topscorer Aleksandar Radovic(insgesamt fünf Tore) stand es plötzlich nur noch 13:12. Auf einmal wankte Spandau. Nachdem Zoran Bozic für die Berliner noch einmal erhöht hatte, sorgte Ivan Nagaev 35 Sekunden vor dem Abpfiff für den erneuten Anschluss, doch der Ausgleich wollte Hannover danach nicht mehr gelingen. „Heute hat das Paket von uns nicht gepasst, gerade in den Anfangsvierteln. Wir sind dann emotional zurückgekommen, aber gereicht hat es nicht. Das ist aber kein Beinbruch, jetzt gucken wir auf Mittwoch“, hakte Trainer Karsten Seehafer die Niederlage lieber schnell ab.

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Waspo 98 Hannover steht erneut im Finalturnier der Champions League

Eine Halbzeit lang sah es so aus, als könnte ausgerechnet der zweite DSV-Vertreter und nationale Dauerrivale Wasserfreunde Spandau 04 dem Deutschen Meister Waspo 98 Hannover den Weg ins Finalturnier der Champions League versperren. In den ersten beiden Vierteln des rein deutschen Duells in der Wasserball-Königsklasse lagen jedenfalls fast durchgehend die Gäste aus Berlin in Führung, zeitweise sogar mit drei Toren Vorsprung. Am Ende aber setzte sich Hannover mit 10:9 durch und erreichte damit zum dritten Mal in den vergangenen fünf Jahren und zum zweiten Mal in Folge das Finalturnier von Europas wichtigstem Klubwettbewerb. Das Final Eight mit den acht besten Vereinen des Kontinents findet vom 02. – 04. Juni in Belgrad (SRB) statt.

Vor dem Spiel war die Ausgangslage klar: Waspo benötigte noch einen Erfolg aus den beiden abschließenden Partien, um das Ticket zu lösen; andernfalls hätte der OSC Budapest (HUN), der tags zuvor mit einem Sieg gegen Roter Stern Belgrad (SRB) vorgelegt hatte, womöglich doch noch vorbeiziehen können. Doch auf der Zielgeraden lahmte der Waspo-Motor zunächst, während Spandau sich sehr effektiv präsentierte und – angeführt von Dimitri Kholod (am Ende drei Tore) – mit einer 4:2-Führung das erste Viertel abschloss. Nachdem die Gastgeber zu Beginn des zweiten Abschnitts durch ihren besten Torschützen Aleksandar Radovic (insgesamt drei Treffer) zunächst verkürzen konnten, zogen die Wasserfreunde abermals auf 5:3 und 6:4 davon, ehe Julian Real und Petar Muslim bis zur Pause den Ausgleich besorgten. Erst im dritten Viertel bog Hannover dann auf die Siegerstraße ein. „Wir haben dem Druck standgehalten und konnten auch den schlechten Start ausgleichen und nach einem 0:3 noch einmal zurückkommen. Wir haben nicht brilliert, aber sie niedergekämpft und fahren jetzt zum Final Eight nach Belgrad, das zählt am Ende“, sagte Waspo-Trainer Karsten Seehafer.

Durch den Erfolg sammelte seine Mannschaft zudem weitere Motivation für die bevorstehenden Play-offs in der Bundesliga. Auf nationaler Ebene sind Hannover und Spandau in dieser Saison bislang dreimal aufeinandergetroffen – in beiden Ligaspielen gewannen dabei stets die Hauptstädter, ebenso wie zuvor auch schon beim Supercup im vergangenen Herbst. Das Hinspiel in der Champions League war 8:8 ausgegangen. Der Sieg am Mittwochabend war somit der erste für Hannover in dieser Spielzeit gegen den Konkurrenten – aus Sicht der Niedersachsen genau zum richtigen Zeitpunkt.

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Schwimm-Wörterbuch: Ukrainisch-Deutsch als Hilfestellung für Vereine und Trainer*innen

Sport ist gelebte Völkerverständigung, das zeigt sich aktuell auch im Umgang mit dem Ukraine-Krieg. Schwimmvereine aus ganz Deutschland bieten den Geflüchteten aus der Kriegsregion eine neue sportliche Heimat und damit zugleich ein wenig Ablenkung in diesen schwierigen Zeiten. Doch manchmal ist es mit der Verständigung eben doch nicht ganz so einfach. Die grundlegende Kommunikation mag mit Händen und Füßen zu meistern sein, doch für Fachbegriffe aus dem Schwimmsport, um damit konkrete Übungen fachgerecht zu erklären, fehlt es auf beiden Seiten oft an den nötigen Sprachkenntnissen. Nur die wenigsten Trainer*innen sprechen Ukrainisch (oder Russisch), auf der anderen Seite können sich bisher auch nur wenige der Geflüchteten in diesem Maß auf Deutsch oder Englisch artikulieren.

In Kooperation mit dem SC Wiesbaden 1911 und der DSV-Kommunikationsagentur Rough Water& hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) daher ein schwimmspezifisches Wörterbuch Ukrainisch-Deutsch erstellt, das ab sofort für alle Vereine kostenlos zum Download zur Verfügung steht. Es enthält 50 Fachbegriffe in beiden Sprachen – von Ausdauer bis Tempowechsel. Als weitere Hilfestellung ist zusätzlich die deutsche Aussprache der kyrillischen Worte mit aufgelistet.

>> Schwimm-Wörterbuch Ukrainisch-Deutsch

Die Idee dazu stammt von Marcos Lira. Der engagierte Trainer des SC Wiesbaden 1911 hat die Begriffsammlung gemeinsam mit dem befreundeten Coach Dmytro Martynenko vom TSV Solingen Aufderhöhe, der selbst Ukrainer ist, zusammengetragen. „Es geht um die spezifische Schwimmsprache und darum, die Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine trotz der Sprachbarriere bestmöglich zu betreuen. Die aktuelle Situation stellt für sie eine große Belastung dar, deswegen wollen wir mit dem Wörterbuch zumindest in diesem Bereich für etwas Erleichterung sorgen“, erläutert Marcos Lira. DSV-Präsident Marco Troll begrüßt das Engagement: „Das in Zusammenarbeit mit dem SC Wiesbaden 1911 entstandene Schwimmvokabular zeigt einmal mehr, wie sehr sich unsere Vereine für die Menschen aus der Ukraine engagieren, damit diese sich bei uns in Deutschland zu Hause fühlen können. Im Sport sprechen wir alle mit einer Sprache. Wir können stolz sein auf die ehrenamtliche Unterstützung in den vielen Vereinen im DSV“, sagt er.

Auch im Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen haben DSV-Vereine Sportler*innen aus der Ukraine aufgenommen. Wer in diesen Sportarten eine vergleichbare Wörtersammlung zusammenstellen kann, welche die Verständigung im Training erleichtert, wendet sich dafür gern an press@roughwaterand.com.

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Zeitplan für die WM 2022 in Budapest veröffentlicht

Der Weltverband FINA und das ungarische Organisationskomitee haben für die kurzfristig angesetzten Weltmeisterschaften in Budapest (18. Juni – 03. Juli 2022) nun auch den Zeitplan für alle 74 Entscheidungen veröffentlicht. Dabei wurden die Trainings- und Erholungsherausforderungen des geschäftigen Wassersportkalenders in diesem Jahr besonders berücksichtigt und das Schwimmen deswegen in die erste Hälfte der Veranstaltung gelegt, hieß es dazu in einer FINA-Pressemitteilung.

 

>> Zum WM-Zeitplan von Budapest als PDF

 

Das Schwimmen beginnt demnach am 18. Juni und läuft bis zum 25. Juni in der Duna Arena. Die Sprungwettbewerbe finden anschließend vom 26. Juni – 03. Juli ebenfalls dort statt – normalerweise ist die Reihenfolge andersherum. Das Freiwasserschwimmen findet vom 26. – 30. Juni statt, wie bei der EM im Vorjahr wird im Lupa-See geschwommen. Die Vorrunden im Wasserball beginnen am 20. Juni und finden in den vier ungarischen Städten Sopron, Debrecen, Szeged und Budapest statt, die Endrunden der Frauen und Männer werden vom 02. – 03. Juli dann im Hajos-Schwimmkomplex in Budapest ausgetragen. Das Synchronschwimmen läuft vom 17. – 25. Juni im Szechy-Freibad.

„Ich freue mich, den Wettkampfplan für Budapest 2022 zu bestätigen und unseren Athlet*innen etwas Gewissheit geben zu können. Wir sind in ständigem Dialog mit unseren Stakeholdern, um einen Wettkampfplan zu erstellen, der den Wassersport präsentiert und die Bedürfnisse der Athlet*innen berücksichtigt“, sagte FINA-Präsident Husain Al-Musallam. „Wir bleiben Budapest dankbar für seine Flexibilität und Bereitschaft, diese WM-Ausgabe auszurichten. Ich weiß, dass wir uns alle darauf freuen, die Welt des Wassersports diesen Sommer wieder in Budapest zusammenkommen zu sehen.“

Am Tag zuvor war bereits beschlossen worden, dass russische Aktive wegen des kriegerischen Angriffs auf die Ukraine nur noch unter neutraler Flagge antreten dürfen, das Gleiche gilt für Belarus. Zudem hatte der Weltverband Russlands Präsident Wladimir Putin den 2014 verliehenen FINA-Orden entzogen.

 

>> Zur WM-Seite der FINA

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Update: Weltverband FINA streicht Wettbewerbe in Russland

Europas Dachverband UEFA verlegte das Fußballfinale in der Champions League von St. Petersburg sofort nach Paris, die Formel 1 strich umgehend das September-Rennen in Russland. Nach einigem Zögern reagierte dann auch der Schwimmweltverband FINA auf Wladimir Putins kriegerischen Angriff auf die Ukraine und sagte seine in Russland anstehenden Wettbewerbe erst einmal ab.

Ausfallen werden damit ein Weltligaspiel der Wasserball-Männer Russlands gegen Griechenland am 08. März in St. Petersburg, ebenso die Weltcups im Wasserspringen und Synchronspringen in Kazan (08. – 10. April). Zudem wurde allen von der aktuellen Situation Betroffenen praktische Hilfe zugesichert. „Alle Aktiven, einschließlich derjenigen, die sich auf die 19. FINA-Weltmeisterschaft in Budapest 2022 vorbereiten, verdienen es, sich in ihrem Trainings- und Wettkampfumfeld sicher zu fühlen und vor allem gehört zu werden“, hieß es in einer FINA-Mitteilung am Freitagabend.

Für die abgesagten Wettkämpfe werde nun nach Ersatzlösungen gesucht. „Andere FINA-Veranstaltungen, die für Ende des Jahres in Russland geplant sind, werden genau geprüft, wobei die FINA die Entwicklungen in der Ukraine sehr genau überwacht“, hieß es außerdem. In Bezug auf die Junioren-Weltmeisterschaften im Schwimmen (23. – 28. August) und die Kurzbahn-Weltmeisterschaften (17. – 22. Dezember) war damit erst noch keine Entscheidung gefallen, obwohl viele namhafte Aktive wie beispielsweise Australiens viermalige Olympiasiegerin von Tokio, Emma McKeon, oder auch Schwedens Superstars Sarah Sjöström, in den Sozialen Medien auch hierfür eine klare Position der FINA gewünscht hatten.

Zuvor hatte der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bereits beschlossen, vorerst keine Mannschaften nach Russland oder die Ukraine mehr zu entsenden. „Solange dieser Kriegszustand herrscht, ist es undenkbar, dass der DSV Mannschaften dorthin entsendet“, hatte DSV-Präsident Marco Troll zum entsprechenden Beschluss am Freitagmorgen gesagt.

Bei der FINA übernahm man dann am Sonntag ebenfalls diese Position. In einer Pressemitteilung dazu hieß es: „Die FINA ist nach wie vor äußerst besorgt über den anhaltenden Krieg in der Ukraine und nach laufenden Konsultationen mit Athlet*innen und Interessenvertreter*innen aus der Schwimmsportfamilie kann die FINA nun bestätigen, dass die 8. Junior*innen-Schwimmweltmeisterschaften (23. – 28. August) abgesagt werden und die FINA auch künftig keine Veranstaltungen in Russland abhalten wird, wenn diese schwere Krise anhält.“

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Neuer Termin für das Finalturnier in der Champions League

Der Termin für das Final Eight hat sich zwar geändert, doch das Ziel in der laufenden Champions-League-Saison ist für die beiden deutschen Vertreter Waspo 98 Hannover und die Wasserfreunde Spandau 04 nach wie vor dasselbe: Beide Klubs peilen weiter die Qualifikation für das Finalturnier an, das nun bereits vom 02. – 04. Juni stattfinden wird, statt wie ursprünglich geplant vom 30. Juni – 02. Juli. Nach der Neuvergabe der Weltmeisterschaften 2022 nach Budapest (HUN) und dem neuen WM-Termin Ende Juni sah sich der europäische Verband LEN gezwungen, auch den Spielplan für Europas Königsklasse im Wasserball anzupassen. Neben dem Final Eight wurden auch die Termine für die Spieltage elf bis 14 neu terminiert – die Hauptrunde endet jetzt bereits am 11. Mai.

Als Fünfter (Hannover) und Sechster (Spandau) ihrer Gruppe mit elf beziehungsweise sieben Zählern stehen die DSV-Vereine aktuell außerhalb der ersten vier Plätze, die zur Teilnahme am Finalturnier berechtigen. Am Dienstagabend verpassten es beide, ihr Punktekonto weiter aufzustocken. Die Wasserfreunde unterlagen gegen CN Marseille (FRA) mit 7:13, Waspo verlor gegen Titelverteidiger Pro Recco (ITA) mit 3:18. An den verbliebenen fünf Spieltagen brauchen beide nun dringend Siege, um den Traum vom Final Eight am Leben zu halten.

Im Heimspiel der Spandauer sah es dabei bis zur Halbzeit noch sehr gut aus. Nach einem frühen 1:5-Rückstand hatte sich Berlin wieder herangekämpft und war zur Pause beim Stand von 5:6 dran an den Franzosen, die in dieser Saison zu den absoluten Topteams gehören und nunmehr die vergangenen acht Spiele allesamt gewonnen haben. Im dritten Viertel zeigte Marseille – übrigens der Ex-Klub von Berlins Trainer Petar Kovacevic – dann aber seine Klasse und zog vorentscheidend auf 11:5 davon. Letztlich brachten die Gäste den Sieg ungefährdet nach Hause. Mit drei Treffern war Dimitri Kholod bester Torschütze bei den Wasserfreunden.

Waspo musste im Spiel gegen Pro Recco ebenfalls die Qualität des Rekordchampions (neun Titel) anerkennen. Auch wenn die Italiener seit zwei Wochen kein Spiel mehr gehabt hatten, weil die heimische Liga coronabedingt pausierte, gab Pro Recco von Anfang an Vollgas und führte zur Halbzeit bereits mit 10:1. Den einzigen Hannoveraner Treffer der ersten Hälfte erzielte Jorn Winkelhorst. Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Niedersachsen den Rückstand nicht verkürzen, einzig Petar Muslim traf noch doppelt für Waspo.

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Potsdam gewinnt Pokalfight, auch Duisburg und Ludwigsburg im Viertelfinale

Im Wasserball geht der DSV-Pokalwettbewerb der Männer so langsam in die entscheidende Phase. Am Wochenende fanden die ersten Partien der Achtelfinalrunde statt, die drei Sieger lösten das Ticket fürs Viertelfinale. Dieses soll am 06. März ausgetragen werden, vorher stehen aber noch die restlichen Paarungen des Achtelfinales und sogar noch eine Partie aus der zweiten Runde aus. Die gemeinsame Endrunde von Männern und Frauen ist anschließend für den 22. – 24. April terminiert.

Einen echten Pokalfight lieferten sich in Potsdam der gastgebende OSC und die SG Neukölln Berlin im einzigen A-Gruppen-Duell des Pokalwochenendes. Nachdem Potsdam den letzten Überzahlangriff der Gäste abgewehrt hatte, kam es direkt nach Spielende sogar zu einem kurzen Gerangel und nahezu alle Spieler sprangen ins Wasser. „Gott sei Dank war es mehr Gepose als alles andere und niemand hat Schaden genommen“, bewertete Potsdams Sportlicher Leiter André Laube die Szene. „Fünf Minuten später haben sich alle wieder fair abgeklatscht.“ Letztlich gewannen die Orcas dieses intensive Berlin-Brandenburg-Derby mit 14:13. U20-Nationalspieler Sascha Seifert war dabei mit fünf Treffern bester Torschütze für die Potsdamer, die im gesamten Spiel zwar nie zurücklagen, es aber auch nicht schafften, sich entscheidend abzusetzen.

Die beiden anderen Partien verliefen dagegen deutlich. Der SV Ludwigsburg als aktueller Tabellendritter der A-Gruppe siegte beim Düsseldorfer SC 1898 mit 16:5 und konnte es sich sogar leisten, einige Leistungsträger zu schonen und stattdessen einigen Jugendspielern Einsatzzeit zu gewähren. Bester Torschütze beim SVL war Nino Blazevic mit vier Treffern. Der letzte noch verbliebene Zweitligist im Wettbewerb, der Post-SV Nürnberg, unterlag gegen den ASC Duisburg mit 7:31. Bereits zur Halbzeit führten die Duisburger mit 17:1 und ließen auch danach kaum locker. Die beiden Nationalspieler Lukas Küppers und Mark Gansen waren beim ASC jeweils neunmal erfolgreich.

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LEN Awards 2021 an Tina Punzel und Florian Wellbrock

Schon bei den letztjährigen Europameisterschaften war Tina Punzel mit vier Medaillen die erfolgreichste Wasserspringerin, gleich zwei Titel holte sie im vergangenen Mai in Budapest (HUN). Später ließ sie bei den Olympischen Spielen in Tokio (JPN) zusammen mit ihrer Partnerin Lena Hentschel auch noch die Bronzemedaille im 3m-Synchronspringen folgen – übrigens das einzige Edelmetall einer europäischen Springerin bei diesen Spielen. Da ist es nur folgerichtig, dass die 26-Jährige nun auch mit dem LEN Award 2021 als Europas Wasserspringerin des Jahres 2021 ausgezeichnet wurde. Ganze 62,5 Prozent der Stimmen der europäischen Mitgliedsverbände und der LEN-Offiziellen entfielen auf die Dresdnerin, dahinter folgten Chiara Pellacani (ITA/15,6) und die Russin Yulia Timoshinina (10,9).

Mit Florian Wellbrock wurde ein weiterer Athlet des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) ausgezeichnet, der Olympiasieger setzte sich bei den Männern in der Disziplin Freiwasserschwimmen durch. Wellbrock, der im Dezember auch schon vom Weltschwimmverband FINA zum Freiwasserschwimmer des Jahres gekürt wurde, bekam 55,6 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Gregorio Paltrinieri (ITA/27,0) und Kristof Rasovszky (HUN/12,7) durch. Mit Patrick Hausding (Zweiter beim Wasserspringen), Lea Boy (Vierte im Freiwasser) und Leonie Beck (jeweils Sechste im Freiwasser und bei den Schwimmerinnen insgesamt) erreichten weitere DSV-Asse vordere Platzierungen.

„Das ist megacool, das freut mich sehr“, jubelte Tina Punzel, als sie von der hohen Auszeichnung erfuhr. Sie war am Montag gerade auf dem Weg zum Lehrgang der Nationalmannschaft nach Rostock und wollte den anderen die gute Nachricht gleich überbringen. „Da gehe ich bestimmt mit einem Lächeln ins Training“, meinte sie. Punzel ist nach Christin Steuer (2010) erst die zweite deutsche Wasserspringerin, die den LEN Award bekommt. Im Freiwasserschwimmen gewann zuvor 2009 sowie von 2011 bis 2014 insgesamt fünfmal Thomas Lurz.

Als beste Freiwasserschwimmerin 2021 wurde die Niederländerin Sharon van Rouwendaal gewählt, die in Magdeburg in der Trainingsgruppe von Florian Wellbrock trainiert. Sieger bei den männlichen Wasserspringern wurde der Brite Tom Daley. In weiteren Kategorien setzen sich im Schwimmen allgemein Adam Peaty (GBR) und Sarah Sjöström (SWE) durch, im Synchronschwimmen Svetlana Kolesnichenko (RUS) und Aleksandr Maltsev (RUS) sowie im Wasserball Filip Filipovic (SRB) und Beatriz Ortiz (ESP). Die LEN Awards wurden in diesem Jahr bereits zum 13. Mal seit 2008 vergeben. Im Vorjahr war die Auszeichnung wegen der Coronavirus-Pandemie ausgefallen.

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Erneuter Pokaltriumph für die Frauen der Wasserfreunde Spandau

Seitdem die Wasserball-Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 im Jahr 2018 in den Spielbetrieb einstiegen, haben sie sämtliche Titel auf nationaler Ebene gewonnen. Diese eindrucksvolle Serie setzten die Berlinerinnen nun am Samstag fort und sicherten sich durch einen 21:7-Finalsieg gegen den SV Bayer Uerdingen 08 erneut den DSV-Pokal. Erfolgreichste Torschützinnen waren dabei Mariam Salloum mit sechs Treffern sowie Belén Vosseberg und Gesa Deike mit je vier Toren. Für Bayer trafen Greta Tadday und Yara Maria Bonett als Beste jeweils doppelt. 

Nationalspielerin Deike war mit Schwester Ira Deike erst im Sommer von Uerdingen in die Hauptstadt gewechselt, und man sah im Pokalfinale sofort, wie deutlich sich das Kräfteverhältnis dadurch noch einmal verändert hat. Bereits nach gut fünf Minuten stand es 4:0 für den Favoriten. Zwar wehrten sich die Frauen aus NRW danach weiter nach Kräften und hielten sich bis zur Pause (10:5) tapfer, danach nutzte Spandaus tiefer Kader aber konsequent fast jeden Konter. „Mich hat sehr gefreut, wie gut wir schon miteinander gespielt und immer noch die besser positionierte Spielerin eingesetzt haben“, sagte Spandaus Trainer Marko Stamm. „Mit Gesa und Ira Deike haben wir nun noch mehr Varianten und sind national kaum zu bezwingen. So haben wir nun sicher auch in der Champions League trotz der schweren Auslosung Chancen auf die zweite Runde.“ 

Stamm selber spielt am Sonntag übrigens mit Spandaus Männern bei Waspo Hannover um den Supercup (14.00 Uhr). Deswegen stieg er nach Spielschluss direkt in den Keller der Schöneberger Schwimmhalle, um der Videovorbereitung des Männerteams beizuwohnen. Das anschließende Wassertraining durfte er dann aber weglassen, um mit seinen Pokalsiegerinnen noch Essen gehen zu können. Stamm: „Im Sport muss man auch die Feste feiern nach solchen Siegen, natürlich ohne zu übertreiben. Denn ich möchte ja morgen am liebsten gleich noch eine Trophäe gewinnen.“ 

Platz drei des Pokalturniers sicherte sich Waspo 98 Hannover durch das 9:5 gegen den Eimsbütteler TV. Im Halbfinale am Vortag war Hannover Uerdingen mit 7:12 unterlegen gewesen, die Hamburgerinnen vom ETV hatten gegen Spandau 8:20 verloren.

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Spandaus Frauen greifen im DSV-Pokal nach dem nächsten Titel

Die große Frage vor der Endrunde im DSV-Pokal der Wasserball-Frauen lautet: Hält die Erfolgsserie der Wasserfreunde Spandau 04 weiter an? Erst seit der Saison 2018/19 nimmt der Hauptstadtklub überhaupt am Spielbetrieb bei den Frauen teil, doch seitdem haben die Berlinerinnen auf nationaler Ebene sämtliche Titel gewonnen, zuletzt im Juni die Deutsche Meisterschaft mit 2:1 Siegen gegen den SV Bayer Uerdingen 08.

Auch für die Pokal-Endrunde am 29./30. Oktober sind die Wasserfreunde erneut favorisiert, zumal Spandau in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg auch den Heimvorteil besitzt. Im zweiten Halbfinale am Freitag treffen die Titelverteidigerinnen zunächst auf den Eimsbütteler Turnverband aus Hamburg, der Anfang des Monats das Turnier in der ersten Pokalrunde für sich entschieden hatte. Maren Hinz vom ETV ist mit elf Treffern aus zwei Spielen auch die bislang erfolgreichste Torschützin des diesjährigen Pokalwettbewerbs.

Im ersten Spiel der Vorschlussrunde stehen sich zuvor außerdem Vizemeister SV Bayer Uerdingen 08 und die Frauen von Waspo 98 Hannover gegenüber, deren Männerteam vergangene Woche den Pokal gewann. Bei den Frauen sind die Niedersächsinnen jedoch lediglich Außenseiterinnen. Alles läuft auf eine Neuauflage des Meisterschaftsfinales zwischen Uerdingen und Spandau hinaus, die sich bereits im Sommer spannende Spiele geliefert haben. Seitdem hat Berlin mit den beiden Nationalspielerinnen Gesa Deike und Ira Deike sowie der international erfahrenen Barbara Bujka gleich drei Leistungsträgerinnen von Bayer verpflichtet und damit seine nationale Führungsposition manifestiert.

Auch zur Pokal-Endrunde der Frauen ist wie schon bei den Männern eine begrenzte Zahl an Zuschauer*innen zugelassen. Tageskarten kosten 10,00 Euro (ermäßigt 5,00 Euro), es gilt die 2G-Regel. Der Ausrichter stellt außerdem für alle Spiele einen Livestream zur Verfügung.

 

Der Spielplan: 

29. Oktober:

17:30 Uhr: SV Bayer Uerdingen 08 – Waspo 98 Hannover

19:30 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – Eimsbütteler SV

 

30. Oktober:

14:00 Uhr: Spiel um Platz drei

16:00 Uhr: Finale

 

 

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