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Gold auch für Jaden Eikermann: Turm-Einzel in Rostock fest in deutscher Hand

Der 67. Internationale Springertag in Rostock ging am Sonntag so zu Ende, wie er zwei Tage zuvor am ersten Finaltag begonnen hatte: mit einem deutschen Triumph vom Turm. Nach Pauline Pfeifs Erfolg bei den Frauen am Freitag holt bei den Männern auch Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) Gold mit 457,45 Punkten. Der Olympiateilnehmer verwies in der Neptun-Schwimmhalle den Briten Benjamin Cutmore (447,85) sowie Nikita Shleikher (NA/434,10) auf die weiteren Plätze. Mit Espen Prenzyna (WSC Rostock) stand noch ein zweiter Deutscher im Turm-Finale und belegte Rang sechs (388,40).

Ehrenpreis für Jaden Eikermann und seinen Vorwärtssalto

„Das war ein überragender Sieg von Jaden, das hat richtig Spaß gemacht. Vor allem der 4,5-fache Salto vorwärts war saustark“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Dieser war sogar der Sprung mit der höchsten Punktzahl während der gesamten Veranstaltung, dafür erhielt Eikermann den Ehrenpreis des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Erst kürzlich war Jaden Eikermann aus den USA zurückgekehrt, nachdem er mit seinem Studium dort nicht glücklich wurde. Sportlich lief es am Sonntag hervorragend, und das über alle drei Runden hinweg. „Jaden war sehr konzentriert. Das war ein wirklich harter Tag mit Vorkampf, Halbfinale und Finale an einem Tag. Was da passieren kann, hat man im Halbfinale bei Ruslan Ternovoi gesehen“, sagte Christoph Bohm. Der unter neutraler Flagge angetretene Russe galt im Vorfeld eigentlich als Favorit, schied aber überraschend vorzeitig aus.

>> Alle Ergebnisse

Jeweils ohne deutsche Beteiligung gingen das 3m-Synchronspringen sowie das Turm-Synchronspringen der Frauen über die Bühne. Dort siegten mit Nadezhda Trifonova und Uliana Kliueva vom Brett (270,90) beziehungsweise Anna Konanykhina und Aleksandra Kedrina vom Turm (286,62) jeweils die Neutralen Athletinnen. Der Springertag ist ein von World Aquatics anerkanntes Event, bei dem Aktive aus Russland unter neutraler Flagge und den Auflagen des Weltverbandes zugelassen sind.

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Rostocker Turm-Youngsters überzeugen beim Springertag auf ihrer Heim-Anlage

Das Turm-Synchronspringen der Männer entwickelt sich mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles (USA) schon jetzt zu einer der spannendsten Disziplinen im Wasserspringen. Es dürfte in den kommenden Jahren einen engen Konkurrenzkampf um die nationale Nummer eins und das potenzielle Olympiaticket geben, bei dem sich gleich mehrere Teams große Hoffnungen machen. Beim 67. Internationalen Springertag in Rostock waren am Samstag einmal mehr Ole Rösler (17) und Espen Prenzyna (19/beide WSC Rostock) das beste deutsche Paar. Beim Auftritt auf ihrer Heim-Anlage in der bestens gefüllten Neptun-Schwimmhalle sprangen die Youngsters mit 382,14 Punkten auf Rang zwei. Sieger wurden Nikita Shleikher und Ruslan Ternovoi (Neutrale Athleten) mit 406,53.

>> Ergebnisse und Livestream

„Das freut mich sehr für Ole und Espen. Es war ein schöner Wettkampf, qualitativ hochwertig und mit guter Synchronität“, lobte Bundestrainer Christoph Bohm. Nach vier von sechs Durchgängen lagen Rösler und Prenzyna sogar noch in Führung, aufgrund des höheren Schwierigkeitsgrades in den letzten beiden Sprüngen zogen die Russen aber noch vorbei. Der Springertag ist ein von World Aquatics anerkanntes Event, somit sind Aktive aus Russland unter neutraler Flagge und den Auflagen des Weltverbandes zugelassen. Mit Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) war noch ein zweites deutsches Paar am Start, das aber außerhalb der Wertung blieb – pro Land wird jeweils nur ein Team gewertet. Mit 352,53 Punkten wären sie ansonsten Dritte geworden.

Nur 0,15 Punkte entscheiden beim Springertag den 3m-Wettkampf der Frauen

Neben den Deutschen Meisterschaften ist der Rostocker Springertag in diesem Jahr der höchstwertige Wettkampf hierzulande und auch international gut nachgefragt. Aktive aus zahlreichen Nationen haben den Weg in die Hansestadt gefunden und zeigten am Samstag ihre Klasse. Besonders spannend verlief das Finale vom 3m-Brett der Frauen. Dort setzte sich die Schweizerin Michelle Heimberg, die EM-Dritte von 2023, am Ende hauchdünn mit 295,95 zu 295,80 Punkten gegen die Britin Grace Reid durch. Olympiateilnehmerin Jette Müller (WSC Rostock/262,80) kam als beste Deutsche auf Platz fünf.

>> Zur Veranstaltungsseite

Im 3m-Synchronspringen ging der Sieg ebenfalls an die Neutralen Athleten aus Russland an Nikita Shleikher und Evgeny Kuznetsov mit 388,17 Punkten. Jonathan Schauer (SV Halle) und Lou Massenberg (Berliner TSC) wurden mit 333,96 Sechste.

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„Das ist der Hammer“: Saskia Oettinghaus steht im Olympiafinale

Für Saskia Oettinghaus schrieb sich das Glück im Aquatics Center mit Q. Ein paar Minuten musste die Wasserspringerin vom Dresdner SC 1898 nach ihrem letzten Versuch im Halbfinale vom 3m-Brett noch abwarten, dann tauchte eben jener Buchstabe hinter ihrem Namen auf der Anzeigetafel auf und bestätigte damit endgültig, was sich in den Runden zuvor bereits angedeutet hatte: Mit 286,75 Punkten gelang der 26-Jährigen auf Platz neun der Sprung ins olympische Finale. Oettinghaus hat damit schon vor der Entscheidung am morgigen Donnerstag (15:00 Uhr) ihr bestes Einzelergebnis bei einer weltweiten Meisterschaft sicher. „Das ist unglaublich, eine ganz tolle Leistung von ihr“, jubelte auch Bundestrainer Christoph Bohm. „Das ist fast so viel wert wie eine Medaille.“ 

>> Alle Wettkämpfe live verfolgen 

Bereits mit dem Einzug ins Halbfinale hatte sich Oettinghaus ihr Ziel für diese Spiele in Paris (FRA) erfüllt – alles weitere war gewissermaßen Bonus. Und den kostet die Dresdnerin nun so richtig aus. „Das Finale ist einfach der Hammer“, sagte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Vor drei Jahren habe ich bei den Spielen in Tokio noch zugeguckt und gedacht: Die sind alle so unfassbar gut und ganz weit weg. Und jetzt gehöre ich selbst zu den Top zwölf, das ist einfach megacool.“ 

>> Alle Ergebnisse der Olympischen Spiele in Paris 

Nachdem sie beim Vorkampf noch sehr nervös gewesen war ob ihrer ersten olympischen Erfahrung, wirkte sie diesmal von Anfang an deutlich weniger aufgeregt und legte beim Schraubensalto in Runde zwei gleich mal neun Punkte mehr hin als noch am Vortag. Auch sonst präsentierte sie sich einmal mehr äußerst stabil – eine Qualität, die sie nach ihrem Wechsel in die Berliner Trainingsgruppe von Christoph Bohm in dieser Saison schon mehrfach bewiesen hatte –, während die Konkurrenz zum Teil wichtige Punkte einbüßte. Auch der Auerbach im vierten Durchgang gelang der Deutschen nochmal etwas besser, „mit dem bin ich wieder super zufrieden“, meinte sie. Den stärksten Eindruck im Halbfinale machte Chen Yiwen, die Chinesin – Weltmeisterin von 2023 in Fukuoka (JPN) – kam auf 360,85 Zähler; dagegen landete ihre Landsfrau Chang Yani nach einem Patzer lediglich auf Platz vier (320,15). Dass selbst die amtierende Weltmeisterin von Doha (QAT) hier nicht fehlerfrei durchkam, wertet die Leistung von Saskia Oettinghaus zusätzlich auf.

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„Das ist der Hammer“: Saskia Oettinghaus steht im Olympiafinale

Für Saskia Oettinghaus schrieb sich das Glück im Aquatics Center mit Q. Ein paar Minuten musste die Wasserspringerin vom Dresdner SC 1898 nach ihrem letzten Versuch im Halbfinale vom 3m-Brett noch abwarten, dann tauchte eben jener Buchstabe hinter ihrem Namen auf der Anzeigetafel auf und bestätigte damit endgültig, was sich in den Runden zuvor bereits angedeutet hatte: Mit 286,75 Punkten gelang der 26-Jährigen auf Platz neun der Sprung ins olympische Finale. Oettinghaus hat damit schon vor der Entscheidung am morgigen Donnerstag (15:00 Uhr) ihr bestes Einzelergebnis bei einer weltweiten Meisterschaft sicher. „Das ist unglaublich, eine ganz tolle Leistung von ihr“, jubelte auch Bundestrainer Christoph Bohm. „Das ist fast so viel wert wie eine Medaille.“

>> Alle Wettkämpfe live verfolgen

Bereits mit dem Einzug ins Halbfinale hatte sich Oettinghaus ihr Ziel für diese Spiele in Paris (FRA) erfüllt – alles weitere war gewissermaßen Bonus. Und den kostet die Dresdnerin nun so richtig aus. „Das Finale ist einfach der Hammer“, sagte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Vor drei Jahren habe ich bei den Spielen in Tokio noch zugeguckt und gedacht: Die sind alle so unfassbar gut und ganz weit weg. Und jetzt gehöre ich selbst zu den Top zwölf, das ist einfach megacool.“

>> Alle Ergebnisse der Olympischen Spiele in Paris

Nachdem sie beim Vorkampf noch sehr nervös gewesen war ob ihrer ersten olympischen Erfahrung, wirkte sie diesmal von Anfang an deutlich weniger aufgeregt und legte beim Schraubensalto in Runde zwei gleich mal neun Punkte mehr hin als noch am Vortag. Auch sonst präsentierte sie sich einmal mehr äußerst stabil – eine Qualität, die sie nach ihrem Wechsel in die Berliner Trainingsgruppe von Christoph Bohm in dieser Saison schon mehrfach bewiesen hatte –, während die Konkurrenz zum Teil wichtige Punkte einbüßte. Auch der Auerbach im vierten Durchgang gelang der Deutschen nochmal etwas besser, „mit dem bin ich wieder super zufrieden“, meinte sie. Den stärksten Eindruck im Halbfinale machte Chen Yiwen, die Chinesin – Weltmeisterin von 2023 in Fukuoka (JPN) – kam auf 360,85 Zähler; dagegen landete ihre Landsfrau Chang Yani nach einem Patzer lediglich auf Platz vier (320,15). Dass selbst die amtierende Weltmeisterin von Doha (QAT) hier nicht fehlerfrei durchkam, wertet die Leistung von Saskia Oettinghaus zusätzlich auf.

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JEM-Silber für Johannes Liebmann im Rekordrennen von Vilnius

Der dritte Wettkampftag bei den Europameisterschaften der Junior*innen in Vilnius (LTU) war mit dem Gewinn von einer Silber- und zwei Bronzemedaillen der bislang erfolgreichste für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV).

Höhepunkt des Donnerstags war dabei zweifellos das Rennen über 1500m Freistil. Gold sicherte sich dabei mit Junioren-Weltrekord Titelverteidiger Kuzey Tuncelli (TUR), seine 14:41,89 Minuten sind die bislang viertschnellste Zeit weltweit in dieser Olympiasaison. Hinter dem 16-Jährigen, der zwei Wochen zuvor bereits Europameister in der offenen Klasse geworden war, kraulte Johannes Liebmann (SC Magdeburg) zu Silber, in 15:04,04 Minuten verbesserte er den fünf Jahren alten Jahrgangsrekord von Sven Schwarz um fünf Sekunden. Der Hannoveraner Schwarz hat sich seitdem bekanntlich zum Olympiastarter entwickelt. „Das war ein tolles Rennen von Johannes, das die tolle Entwicklung krönt, die er seit seinem Wechsel von Elmshorn nach Magdeburg im vorigen Jahr genommen hat“, lobte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. Liebmanns Vereinskollege Finn Constantin Kleinheinz belegte zudem den siebten Platz (15:31,35).

>> Alle Startlisten und Ergebnisse der JEM 2024 

Nichts für schwache Nerven war das Finale über 200m Lagen. Nach Hälfte des Rennens wendete Finn Hammer (SG Essen) als Letzter des Feldes, nach der Bruststrecke lag er lediglich auf Rang sieben. Doch mit der schnellsten Schlussbahn kämpfte sich Hammer dann nach vorn und schlug nach 2:01,68 Minuten als Dritter hinter Robert Andrej Badea (ROU/2:00,05) und Nil Cadevall Micolau (ESP/2:00,34) an. Franz Ahnert (Erfurter SSC) zeigte in diesem Finale ebenfalls eine tolle Leistung und landete auf Rang sechs (2:02,49).

Zum Abschluss des Tages zeigte sich, dass auf die DSV-Staffel diesmal absolut Verlass ist. Über 4x200m Freistil sicherten sich Julianna Dora Bocska (SG Essen/2:02,58), Linda Roth (SV Cannstatt/2:00,62), Jette Lenz (SV Nikar Heidelberg/2:01,09) und Lise Seidel (SC Chemnitz/2:00,31) in 8:04,60 Minuten Bronze hinter Ungarn (8:01,11) und Italien (8:01,71). Für das Finals am Freitag konnten sich zudem Lise Seidel (200m Rücken) sowie Hannah Schneider und Lena Ludwig als die beiden Zeitschnellsten über 200m Brust qualifizieren.

Finn Hammer und die Staffel über 4x200m Freistil gewinnen Bronze

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Drei weitere Aktive für die JEM in Vilnius nominiert

Mit großer Motivation absolvieren die besten Nachwuchstalente des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) derzeit ein zehntägiges Trainingslager am Bundesstützpunkt Heidelberg zur Vorbereitung auf die Europameisterschaften der Junior*innen in Vilnius (LTU/02. – 07. Juli). Zum Team für den Saisonhöhepunkt in Litauen gehören inzwischen auch Zara Selimovic (SG Essen/Jahrgang 2007), Selina Müller (SSG Leipzig/2006) und Daniel Olenberg (VfL Osnabrück/2007), die in Folge ihrer überzeugenden Leistungen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Mai in Berlin noch für eine Nominierung berücksichtigt wurden. 

Zelimovic hatte dabei sogar die Einzelnorm über 400m Freistil unterboten, sie wird wie die beiden anderen Aktiven aber auch in den DSV-Staffeln unterstützen, um Vielstarter*innen mit Medaillenpotenzial in der JEM-Woche etwas zu entlasten. Olenberg kann vielleicht auch etwas ausgleichen, dass der zuletzt beste Langstreckler Arne Schubert (SC Magdeburg) verletzungsbedingt für die JEM leider ausfällt.  

„Die JEM-Vorbereitung läuft bisher gut, mit Freude werden dabei auch die Angebote abseits des normalen Trainings angenommen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. So wurde sich beispielsweise mit Unterstützung von Expert*innen mit der Psychologie näher befasst, etwa mit den Möglichkeiten von Selbstgesprächen beim Vorstart. In Kooperation mit der Uni Bielefeld widmete man sich aber auch den Knotenpunkten der jeweiligen Hauptschwimmart. Zudem standen Materialtests oder auch Staffelwechseltraining auf dem Programm.

Das JEM-Team für Vilnius 

Weibliche Jugend: Noelle Benkler, Jette Lenz, Sophie Lenze, Lena Ludwig (alle SV Nikar Heidelberg), Julia Ackermann, Yara Fay Riefstahl, Lise Seidel (alle SC Chemnitz), Julianna Dora Bocska, Laura Sophie Kohlmann, Zara Selimovic (alle SG Essen), Alina Baievych (TB 1888 Erlangen), Lena Sophie Bauer (SG Neukölln Berlin), Klara Sophie Beierling (SG Berliner Wasserratten), Anna Maria Börstler (SC Magdeburg), Mira Helget (SG Region Karlsruhe), Marian Plöger (VfL Sindelfingen), Linda Roth (SV Cannstatt), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Leni von Bonin (Dresdner SC 1898), Ewa zur Brügge (SV Halle/Saale), Selina Müller (SSG Leipzig) 

Männliche Jugend: Hugo Engelien, Finn-Constantin Kleinheinz, Johannes Liebmann (alle SC Magdeburg), Kenneth Bock, Jan Malte Gräfe, Noah Schötz (alle Potsdamer SV), Finn Hammer, Julian Koch, Simon Reinke (alle SG Essen), Lukas Fritzke, Michael Raje (beide SSG Saar-Max Ritter), Vincent Passek, Maximilian Warkentin (beide Berliner TSC), Jonathan Samuel Turck, Daniel Olenberg (beide VfL Osnabrück), Franz Ahnert (Erfurter SSC), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Melvyn Faber-Billot (SG Frankfurt), Emilian Hollank (TSV Riedlingen), Leo Leverkus (SG Region Karlsruhe), Sascha Macht (SSG Leipzig) 

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18-köpfiges JEM-Team nominiert: Drei Aktive mit Doppelstarts in Vilnius und Wien

Mit 18 Aktiven wird der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bei den Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen in Wien (AUT/12. – 14. Juli) an den Start gehen. Nominiert wurden dabei mit Julia Ackermann (SC Chemnitz), Finn-Constantin Kleinheinz und Johannes Liebmann (beide SC Magdeburg) auch drei Athlet*innen, die eine Woche zuvor bereits bei der JEM im Beckenschwimmen in Vilnius (LTU/02. – 07. Juli) antreten. Mit Jonas Kusche (SC Chemnitz) gehört zudem ein Schwimmer zum Team, der zuletzt bereits an zwei Weltcups der offenen Klasse teilnahm und dabei vergangene Woche in Golfo Aranci (ITA) Staffelsilber gewann. „Doppelstarts sind später auch im Spitzenbereich nicht ungewöhnlich, mit starken Qualifikationszeiten im Becken wurde sich diese zusätzliche Chance eindrucksvoll verdient“, erklärte Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Bünde. „Bei den internationalen Rennen im Freiwasser kann man in diesem Alter besonders viel lernen für den weiteren Karriereverlauf.“  Im vergangenen Jahr hatte das deutsche JEM-Team auf Korfu (GRE) sechs Bronzemedaillen erkämpfen können. Ackermann, Kleinheinz und auch Hannah Gätjen (SG Stormarn Barsbüttel) greifen in diesem Jahr nun erneut nach Edelmetall.  Die JEM-Starts des DSV-Teams  Weibliche Jugend 

 

Vorname  

Name  

Verein  

5 km  

 

 

 

1.  

Sydney Savannah  

Ferch  

SG Dortmund  

2.  

Emilia  

Ipek  

Wasserfreunde Spandau Berlin  

7,5 km  

 

 

 

1.  

Julia  

Ackermann  

SC Chemnitz  

2.  

Jana  

Härtel  

SG Region Stuttgart  

3.  

Laura Marie  

Blumenthal Haz  

TB 1888 Erlangen  

10 km  

 

 

 

1.  

Lara  

Braun  

SC Magdeburg  

2.  

Hannah  

Gätjen  

SG Stormarn Barsbüttel  

3.  

Luisa  

Rumler  

SG Stadtwerke München  

Männliche Jugend 

 

Vorname 

Name 

Verein 

5 km  

 

 

 

1.  

Jonas  

Lieschke  

Hamburger SC 

2.  

Ben David  

Preuß  

SG Schöneberg Berlin  

3.  

Mattheo  

Straßburger  

STV Limbach-Oberfrohna  

7,5 km  

 

 

 

1.  

Finn-Constantin  

Kleinheinz  

SC Magdeburg  

2.  

Lukas  

Steuter  

Wasserfreunde Spandau Berlin  

3.  

Johannes  

Liebmann  

SC Magdeburg  

10 km  

 

 

 

1.  

Jeremy  

Kunz  

SV Zwickau von 1904  

2.  

Eric  

Mühlenbeck  

SV Halle  

3.  

Jonas  

Kusche  

SC Chemnitz  

 

 

 

 

Staffelteilnehmer 

Moritz  

Erkmann 

SC Chemnitz  

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Leonie Beck wird Dritte beim Weltcup auf Sardinien

Sardinien ist bekannt für seine wunderschönen Strände, das türkisblaue Wasser vor dem Fischerdorf Golfo Aranci hat um diese Jahreszeit aber nur knapp über 18 Grad. Trotzdem lieferte Freiwasserschwimmerin Leonie Beck darin am Freitag ein starkes 10km-Rennen ab und belegte beim zweiten Weltcup der Saison Rang drei. Nach dem Auftaktsieg im März in Ägypten verteidigte die Würzburgerin damit auch ihre Führung in der Weltcup-Gesamtwertung.

>> Zu den Weltcup-Ergebnissen

Auf dem letzten Kilometer war die Würzburgerin, die am kommenden Montag 27 Jahre alt wird, dank ihrer hohen Endgeschwindigkeit an der Spitze des Feldes aufgetaucht. Dort wurde sie aber sofort von Doha-Weltmeisterin Sharon van Rouwendaal in einen harten Zweikampf verwickelt und kam dabei von der Ideallinie ab. Zwar hielt Beck die Niederländerin bis zum Anschlag in Schach, im Zielbereich schoben sich derweil aber noch die beiden Brasilianerinnen Ana Marcela Cunha und Vivian Jungblut noch vorbei. Cunha, Olympiasiegerin 2021 in Tokio, trainiert seit dieser Saison übrigens wie Beck in Italien in der Topgruppe von Trainer Fabrizio Antonelli.

„Am Ende bin ich leider in die Begrenzungsleine gekommen, aber trotzdem war das ein gutes Rennen in Vorbereitung auf Olympia. Ich habe hier gezeigt, dass ich auch bei kalten Bedingungen ganz vorn dabei sein kann“, sagte Beck. Bundestrainer Constantin Depmeyer lobte: „Leonie hat hier ein starkes Rennen abgeliefert, das auch für den Kopf wichtig war in Hinblick auf Paris.“ Der nächste Start steht nun Mitte Juni bei den Europameisterschaften in Belgrad (SRB) an.

Jeannette Spiwoks (SG Essen) belegte auf Sardinien Rang 16 und Lea Boy (SV Würzburg 05) Rang 26. Bei den Männern kamen Niklas Frach (SG Frankfurt) und Jonas Kusche (SC Chemnitz) auf die Plätze 18 bzw. 30. Es siegte Marc-Antoine Oliver (FRA) vor Landsmann Logan Fontaine und Weltmeister Kristof Rasovszky (HUN). Olivier übernahm damit auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung.

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Florian Wellbrock siegt bei den Spanischen Meisterschaften in Sevilla

So etwas kann man dann wohl eine gelungene Generalprobe nennen. Mit klarem Vorsprung hat Florian Wellbrock das 10km-Rennen bei den Offenen Spanischen Meisterschaften in Sevilla gewonnen. Fünf Tage nach seinem Sieg über 1500m Freistil bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin schlug der Olympiasieger von Tokio nach 1:48:13,6 Stunden vor Hector Pardoe (GBR/1:50:19,9) und seinem Teamkollegen Oliver Klemet (1:50:22,8) an. In ähnlicher zeitlicher Abfolge finden in drei Monaten dann auch seine beiden Rennen bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) statt.

Auch die äußeren Bedingungen passten bestens zum Test. In einem Fluss und bei kühler Wassertemperatur von knapp über 21 Grad hinterließ Wellbrock dabei einen starken Eindruck. Drei der vier Runden über 2,5 Kilometer schwamm er kontrolliert im Feld mit, um dann unwiderstehlich davonzuziehen. „Das hat er gut gemacht. Das war insgesamt ein guter Test bei Bedingungen, wie wir sie in der Weltcupserie vor Paris dann halt nicht mehr haben werden“, lobte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Auch Klemet schwamm im Pulk immer vorn mit, musste in der Endphase nur Pardoe ziehen lassen, der zuletzt bei der WM in Doha (QAT) die Bronzemedaille gewonnen hatte. „Die Kälte hat viel Energie gezogen, aber das haben am Schluss alle gespürt“, meinte Berkhahn.

Bei den Frauen siegte die in Magdeburg trainierende Australierin Moesha Johnson (1:56:07,6), ihre Trainingspartnerinnen Sharon van Rouwendaal (NED/1:58:47,9) und Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm/2:00:13,5) belegten die Plätze fünf und sechs.

>> Alle Ergebnisse in Sevilla

Apropos Olympiarennen: Am Donnerstag war in Paris von den Olympiagastgeber*innen ein riesiges Rückhaltebecken mit 30 Meter Tiefe und 50 Meter Durchmesser vorgestellt worden, mit dessen Hilfe nun das Regenwasser aufgefangen und in Kläranlagen gereinigt wird, bevor es in die Seine gelangt. Das 90 Millionen Euro teure Projekt gehört zu den insgesamt 1,4 Milliarden Euro teuren Maßnahmen, um die Wasserqualität des besonders träge dahinfließenden Flusses in der am dichtesten besiedelten Stadt Europas nachhaltig zu verbessern. Hierin finden Anfang August mitten im Stadtzentrum dann die olympischen 10km-Rennen statt. Die Schwimmsportwelt verfolgt gespannt die Entwicklung der Wasserqualität bis dahin.

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Staffelbronze für das DSV-Team beim Weltcup-Auftakt in Ägypten

Die Goldmedaille von Leonie Beck im Einzelrennen über 10km vom Samstag bleibt nicht das einzige Edelmetall im Gepäck. Beim Weltcup-Auftakt in Soma Bay (EGY) konnte sich die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Sonntag auch noch über Staffelbronze beim Rennen über 4x1,5km freuen, ehe es direkt im Anschluss an die Siegerehrung bereits zum Rückflug in die Heimat ging.

>> Die Weltcup-Ergebnisse im Überblick

Das DSV-Team war mit Lea Boy und Leonie Beck (beide SV Würzburg 05) auf den vorderen Positionen ins Rennen gegangen, direkt hinter dem mit seinen beiden Männern gestarteten Kasachstan erfolgte dann die Übergabe an die Kollegen. Auch Jonas Kusche (SC Chemnitz) und Niklas Frach (SG Frankfurt) zeigten anschließend eine starke Leistung und hielten durchgehend den Kontakt zur Spitze. Im Zielsprint zogen die Topstars Marc-Antoine Olivier (FRA) und Gregorio Paltrinieri (ITA) dann zwar leicht davon, beim Anschlagduell um den dritten Platz spielte Frach aber gekonnt seine größere Armreichweite aus und ließ Guillem Pujol (ESP) hauchdünn hinter sich. Frankreich (1:11:10,10 Stunden) vor Italien (1:11:10,20), Deutschland (1:11:17,60) und Spanien (1:11:17,70) lautete schließlich die offizielle Reihenfolge.

„Es ist immer hart, nach nicht mal 24 Stunden Pause gleich das nächste Rennen zu bestreiten. Aber es lief dann genau so, wie ich mir das vorgenommen hatte“, sagte Frach. „Natürlich bin ich sehr happy, dass ich die Medaille nach Hause bringen konnte, schließlich lag mein letzter Weltcupeinsatz inzwischen schon zehn Monate zurück.“ Im 10km-Rennen am Vortag hatte er den Anschluss zur Spitzengruppe im entscheidenden Moment des Rennens verloren und die Lücke im Alleingang anschließend nicht mehr schließen können.

„Das war heute ein sehr taktisch geprägtes Rennen, dem wir unseren Stempel erfolgreich aufdrücken konnten. Die Bilanz bei diesem Saisonstart fällt damit sehr positiv für uns aus“, sagte Bundestrainer Constantin Depmeyer. Neben den Top-Platzierungen erfreute ihn besonders, wie gereift sich die jüngeren Aktiven im Team – Fabienne Wenske und Jonas Kusche – im für sie ja noch ungewohnten Weltcupumfeld präsentierten.

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