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Isabel Gose als WM-Fünfte über 400m Freistil einmal mehr in der Weltspitze

Isabel Gose ist bei der WM in Singapur wie schon bei den Olympischen Spielen von Paris (FRA) Fünfte über 400m Freistil geworden. Damit hat die 23-Jährige vom SC Magdeburg einmal mehr bewiesen, dass sie auf den langen Strecken zur absoluten Weltspitze zählt und die Leistungen im Vorjahr kein Zufall gewesen sind.

„Es geht mir gut mit diesem Platz. Auf die Platzierung kam es jetzt nicht direkt an, sondern mehr auf die Zeit, um einfach diese Umstellung vom Freiwasser in den Pool hinzubekommen und direkt auf die 400 Meter zu gehen. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen”, sagte Gose, die in Singapur bereits Weltmeisterin mit der Freiwasser-Staffel geworden war. Und freute sich auch über den Weltmeistertitel ihres Trainingskollegen Lukas Märtens (SC Magdeburg) über die gleiche Strecke nur wenige Minuten zuvor. Es ist schön zu sehen, wir durften letzte Woche schon ein paar Siege feiern und jetzt Lukas. Das zeigt einfach, dass sich die harte Arbeit bezahlt macht.”

Eine Zeit von 4:02,90 Minuten stand am Ende für Gose auf der Anzeigetafel, nur knapp acht Zehntel über ihrem eigenen deutschen Rekord (4:02,14). Den WM-Titel sicherte sich Summer McIntosh in 3:56,26 – der kanadische Superstar startete seine Vielfach-Gold-Mission in Singapur damit erfolgreich. McIntosh hatte das Rennen von Anfang an dominiert, selbst US-Legende Katie Ledecky (3:58,49) konnte da nicht mithalten. Die 28-Jährige, die in ihrer Karriere schon 16 WM-Goldmedaillen gewonnen hat, musste am Ende sogar noch Li Bingjie aus China passieren lassen, die mit neuem Asienrekord von 3:58,21 Silber holte.

>> Alle WM-Ergebnisse vom Schwimmen

Mit Maya Werner (SC Magdeburg) stand noch eine zweite Deutsche im Endlauf, die U23-Europameisterin wurde bei ihrem WM-Debüt auf Anhieb Achte in 4:09,38. Vor der Saison war die 20-Jährige aus Heidelberg in die Gruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn nach Magdeburg gewechselt; dass sie sich dort tagtäglich mit Top-Leuten wie Isabel Gose messen kann, hat ihr in diesem Jahr einen deutlichen Schub versetzt. Das Erreichen des WM-Finals war für sie ein schöner Erfolg.

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Celine Rieder wird bei der WM starke Fünfte über fünf Kilometer

Celine Rieder hat bei den Weltmeisterschaften in Singapur ein ganz starkes Ergebnis abgeliefert. Bei ihrem ersten WM-Einzelstart im Freiwasser schwamm die 24-Jährige von der Sport-Union Neckarsulm am Freitag über fünf Kilometer nach 1:02:34,10 Stunden auf Rang fünf.  Zur Bronzemedaille fehlten ihr im Ziel nur rund fünf Sekunden. Rieder lag damit einen Platz vor 10km-Bronzemedaillengewinnern Lisa Pou (MON) und zum Beispiel auch vor Ana Marcela Cunha (BRA), die auf der kürzeren Strecke seit 2017 stets auf dem Podium gestanden hatte. 

„Ich bin definitiv zufrieden. Gerade bei diesen Bedingungen hier habe ich das wirklich gut gemacht fürs erste Mal über fünf Kilometer“, meinte Rieder selbst über ihren Auftritt. Nach Platz vier im europäischen Vergleich bei der EM 2025 in Stari Grad (CRO) und mehreren starken Auftritten im Weltcup gelang ihr bei den Weltmeisterschaften also einmal mehr ein starkes Resultat, mit dem sie die jüngste Leistungsentwicklung bestätigte. 

Bei Wassertemperaturen von diesmal „nur“ 30,2 Grad hielt sich die Athletin aus der Magdeburger Trainingsgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn während des gesamten Rennens immer in den Top Ten. „Ich bin ganz gut zurechtgekommen mit der Hitze und konnte dann auf der letzten Runde nochmal Plätze gutmachen. Das hat gut funktioniert“, sagte sie. Und verriet: „Gerade die Verpflegung hat in der zweiten Runde nochmal einen kleinen Kick gegeben.“ Aufgrund der äußeren Bedingungen war in Singapur erstmals bei einem 5km-Rennen Verpflegung erlaubt, die normalerweise nur bei den längeren Rennen üblich ist. 

Jeannette Spiwoks (SG Essen) war aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Start gegangen. Den Titel sicherte sich wie schon über zehn Kilometer erneut die Australierin Moesha Johnson, die ebenfalls in Magdeburg trainiert. Nach 1:02:01,30 Stunde schlug sie vor Ginevra Taddeucci (1:02:02,30) aus Italien als Erste an – auf den ersten beiden Plätzen waren es somit die gleichen Athletinnen wie vor zwei Tagen. Bronze ging an Ichika Kajimoto (JPN/1:02:28,90). Moesha Johnson machte damit das Double perfekt wie zuletzt auch Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal (NED) 2024 in Doha (QAT) und zuvor 2023 in Fukuoka (JPN) Leonie Beck. Die Würzburgerin ist in Singapur diesmal nicht am Start und kommentiert die Schwimmwettbewerbe stattdessen im ZDF. 

>> Alle WM-Ergebnisse vom Freiwasserschwimmen 

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DM in Rostock: 10km-Titel an Lea Boy und Finn Kleinheinz

Bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen in Rostock sicherten sich Lea Boy (SV Würzburg 05) und Finn-Constantin Kleinheinz (SC Magdeburg) am Freitag erstmals den Titel auf der olympischen 10km-Distanz. Die EM-Dritte Boy setzte sich nach 1:59:47,49 Stunden mit deutlichem Vorsprung vor Anna Barth (SC Magdeburg/2:02:19,53) und Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg/2:02:20,63) durch. Bei den Männern gewann Kleinheinz nach 1:49:49,09 und einem spannenden Zielsprint knapp vor Jonas Kusche (SC Chemnitz/1:49:49,77) und Mika Kovacs (SC Freital/1:49:50,19). Barth und Kleinheinz sicherten sich zugleich damit den Sieg in der Junior*innen-Wertung.

Zuvor hatten sich Melina Nitschke (SC Chemnitz) und Ivan Korolev (SC Magdeburg) Gold im Jugendrennen über 7,5km erkämpft. Dieses Rennen war am Vormittag noch bei 18,9 Grad Wassertemperatur gestartet worden. Da anhaltender Wind, Regen und dichte Wolken für starke Abkühlung und viele Ausstiege sorgten, gab das Kampfgericht für das 10km-Rennen ab 13:30 Uhr dann Neoprenanzüge vor.

Lea Boy ist auch von der Kulisse beeindruckt 

Für eine erfahrene Athletin wie Boy, die in diesem Jahr bereits EM-Bronze gewonnen hatte, war dieser kurzfristige Umstieg kein Problem. „Es war echt kühl, der Neopren die richtige Entscheidung. Ich freue mich natürlich über den ersten Titel. Und das auch noch vor so einer tollen Kulisse, das riesige Schiff hier auf dem Kurs war mal etwas Neues für mich“, sagte Boy.

Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow war aber auch vom Auftritt seines JEM-Starters Kleinheinz angetan. „Man hat gesehen, dass Finn diesen Titel heute unbedingt gewinnen wollte. Er hat viel Führungsarbeit geleistet und dann auch beim Endspurt die Kontrolle behalten. Das war sehr überzeugend“, so Bibow.

Alle DM-Ergebnisse auf einen Blick

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Lukas Märtens vor der DM: „Ich war noch nie so motiviert wie jetzt“

Genau 19 Tage nach seinem Weltrekord über 400m Freistil in Stockholm (SWE) bestreitet Lukas Märtens am Donnerstag diese Strecke auch bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (01. – 04 Mai). Die Trainingsmethodik war ursprünglich ja genau auf dieses Rennen als Frühjahrshöhepunkt ausgerichtet worden, ein ähnlich starker Auftritt ist also nicht ganz unwahrscheinlich. Und der Olympiasieger selbst lässt auch keinen Zweifel daran, dass er wieder Vollgas geben wird am Donnerstag (A-Finals ab 18:15 Uhr) in der SSE. „Ich war noch nie so motiviert wie jetzt“, sagte Märtens im Interview für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

"Es ist einfach schön, vor heimischem Publikum zu schwimmen."

Der 23-Jährige vom SC Magdeburg betonte dort auch noch einmal, welch hohen Stellenwert die nationalen Titelkämpfe für ihn haben: „Einen großen. Einerseits sportlich, weil wir nicht viele Gelegenheiten im Jahr haben, uns auf nationaler Ebene mit der Spitze zu messen. Darauf freue ich mich sehr! Zum anderen ist es einfach schön, vor heimischem Publikum zu schwimmen“, so Märtens.

Lukas Märtens an jedem DM-Tag im Einsatz 

Wohl auch deshalb hat er an jeden der vier Wettkampftage für einen Wettkampf gemeldet. Nach der Weltrekordstrecke 400m Freistil am Donnerstag folgen Einsätze über 100m Freistil (Freitag), 200m Freistil Samstag) und 200m Rücken (Sonntag). Wer Märtens mal live vor Ort erleben will: Tageskarten kosten 15,00 Euro.

Jetzt DM-Ticket kaufen

Märtens sprach auch über die überwältigenden Reaktionen weltweit nach seinem Weltrekordrennen in Schweden. „Natürlich war ich stolz und fühlte mich sehr geehrt, dass ehemalige und aktuelle Weltstars wie Ian Thorpe, Adam Peaty oder Ariarne Titmus meine Leistung gefeiert haben. So etwas erlebt man nicht alle Tage – das bedeutet mir sehr viel“, räumte der Schützling von Bundestrainer Bernd Berkhahn ein. „Am meisten aber habe ich mich über die Reaktion von Paul Biedermann gefreut. Von so einer Legende solch wertschätzende Worte zu bekommen, das hat mich sehr stolz gemacht. So kann es gern weitergehen!“ Und zwar ab 01. Mai bei der Schwimm-DM in Berlin.

Zeitplan und Startlisten der DM

 

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Celine Rieder holt Silber beim Freiwasser-Weltcup auf Ibiza

Die langjährige Freiwasser-Frontfrau Leonie Beck lässt es nach Olympia ruhiger angehen, Paris-Heldin Isabel Gose konzentriert sich nach dem starken Weltcupdebüt im Februar vorerst wieder voll aufs Beckenschwimmen. Trotzdem mischt Deutschland beim Freiwasserschwimmen weiter ganz vorn mit: Celine Rieder erkämpfte beim zweiten Weltcup der Saison auf der spanischen Urlaubsinsel Ibiza sogar Silber im 10km-Rennen.

Alle Ergebnisse in Ibiza

Nach 1:58:43,30 Stunden schlug die 24-Jährige von der Sport-Union Neckarsulm hinter Lokalmatadorin Angela Martinez Guillen (ESP/1:58:41) an, Dritte wurde Bettina Fabian (HUN/1:58:45,20). Dank Lea Boy (SV Würzburg 05/1:58:46,80) auf Rang fünf und Jeannette Spiwoks (SG Essen/1:58:51,60) auf Rang acht landeten drei Frauen aus dem Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in den Top 10.

Oliver Klemet wird von der Kälte gebremst

„Ich lag nach dem Start lange ziemlich weit hinten. Erst vor der letzten Runde kam ich endlich nach vorn. Ich konnte von da an gut bis zum Ende an der Spanierin dranbleiben“, jubelte Rieder. Erst vor drei Jahren war sie erstmals außerhalb des Beckens mitgeschwommen und auf Anhieb Deutsche Meisterin geworden. Nun folgte ihr bislang größter internationaler Erfolg. „Ich mag das Freiwasser, es ist immer eine schöne Abwechslung. Deswegen habe ich mich auch entschieden, zwischen den Beckenrennen in Stockholm und den Deutschen Meisterschaften hier noch teilzunehmen. Dieses Ergebnis gibt mir jetzt natürlich zusätzlich Antrieb für meine Rennen in Berlin.“ Rieder kämpft nächste Woche bei der Schwimm-DM (01. – 04. Mai) über 400m, 800m und 1500m Freistil noch um WM-Tickets für Singapur (11. Juli – 03. August).

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Bei den Männern wurde die Siegerehrung zu einer rein italienischen Angelegenheit. Denn Andrea Filadelli (1:50:30,90) gewann vor seinen Landsleuten Dario Verani (1:50,33,20) und Guiseppe Ilario (1:50:34,90). Oliver Klemet (SG Frankfurt) belegte als bester Deutscher in 1:50:52,00 Rang 25.

Der Olympiazweite Klemet hatte das Tempo über viele Runden von der Spitze bestimmt. Nach vier der sechs Runden konnte er dann offenbar nicht mehr alle Kräfte mobilisieren im nur 18,3 Grad kalten Wasser. Viele Schwimmer stiegen deswegen sogar vorzeitig aus. „Oliver hatte lange alle und alles im Griff. Nur war er irgendwann leider völlig durchgefroren“, berichtete Bundestrainer Bernd Berkhahn.

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Starkes Weltcup-Debüt für die Rostocker Turm-Youngsters

Die Rostocker Turm-Youngsters Ole Rösler (17) und Espen Prenzyna (20) haben beim Wasserspringen ein starkes Debüt im Weltcup gefeiert. In Windsor (CAN) kamen sie mit 380,04 Punkten auf Rang vier, zu den Kanadiern Matt Cullen und Benjamin Tessier auf dem Bronzerang (381,15) fehlten lediglich 1,1 Zähler. „Die Jungs haben sich super präsentiert, Platz vier beim ersten großen Weltcupauftritt ist stark. Sie haben Eindruck hinterlassen, das war auch genau, was wir erreichen wollen und warum wir sie hier eingesetzt haben. Ich bin sehr zufrieden und ich freue mich auf die nächsten Schritte“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Den Sieg holten die Chinesen Zhu Zifeng und Cheng Zilong (437,25) vor Joshua Hedberg und Carson Tyler aus den USA (387,90).

 

Mit ihrer Leistung sicherten Ole Rösler und Espen Prenzyna dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) auch einen Platz im Turm-Synchronspringen beim Weltcupfinale vom 02. – 04. Mai in Peking (CHN). Dort werden dann allerdings wieder Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) springen, die beim ersten Weltcup in Guadalajara (MEX) Siebte geworden waren. Die Entscheidung, welches Paar für Deutschland beim Finale springen würde, war aus unterschiedlichen, teils auch schulischen Gründen bereits im Vorfeld getroffen worden. Jaden Eikermann wird dann auch im Einzel an den Start gehen, in Windsor wurde er am Wochenende Neunter mit 398,40 Punkten beim Sieg von Cheng Zilong (511,10).

 

Alle Ergebnisse vom Weltcup in Windsor

 

Eine Top-Platzierung erreichten in Kanada auch Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide SV Halle) als Fünfte im 3m-Synchronspringen. Mit 371,43 fehlten auch ihnen nur rund drei Punkte zum Podium. Der Sieg ging an die Chinesen Zheng Jiuyuan und Hu Yukang (388,05) vor Mexiko (381,72) und den USA (374,73). In Guadalajara war Moritz Wesemann noch zusammen mit Lou Massenberg (Berliner TSC) gesprungen und dort mit einer noch etwas besseren Punktzahl Vierter geworden, in dieser Besetzung geht es deshalb nun auch zum Weltcupfinale. Auch im 3m-Einzel hat sich Wesemann für das Super Final qualifiziert. Beim Weltcupfinale wird in den Einzeldisziplinen erstmals nach einem neuen Modus gesprungen. K.o.-Duelle sollen dann für noch mehr Spannung sorgen.

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Gold auch für Jaden Eikermann: Turm-Einzel in Rostock fest in deutscher Hand

Der 67. Internationale Springertag in Rostock ging am Sonntag so zu Ende, wie er zwei Tage zuvor am ersten Finaltag begonnen hatte: mit einem deutschen Triumph vom Turm. Nach Pauline Pfeifs Erfolg bei den Frauen am Freitag holt bei den Männern auch Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) Gold mit 457,45 Punkten. Der Olympiateilnehmer verwies in der Neptun-Schwimmhalle den Briten Benjamin Cutmore (447,85) sowie Nikita Shleikher (NA/434,10) auf die weiteren Plätze. Mit Espen Prenzyna (WSC Rostock) stand noch ein zweiter Deutscher im Turm-Finale und belegte Rang sechs (388,40).

Ehrenpreis für Jaden Eikermann und seinen Vorwärtssalto

„Das war ein überragender Sieg von Jaden, das hat richtig Spaß gemacht. Vor allem der 4,5-fache Salto vorwärts war saustark“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Dieser war sogar der Sprung mit der höchsten Punktzahl während der gesamten Veranstaltung, dafür erhielt Eikermann den Ehrenpreis des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Erst kürzlich war Jaden Eikermann aus den USA zurückgekehrt, nachdem er mit seinem Studium dort nicht glücklich wurde. Sportlich lief es am Sonntag hervorragend, und das über alle drei Runden hinweg. „Jaden war sehr konzentriert. Das war ein wirklich harter Tag mit Vorkampf, Halbfinale und Finale an einem Tag. Was da passieren kann, hat man im Halbfinale bei Ruslan Ternovoi gesehen“, sagte Christoph Bohm. Der unter neutraler Flagge angetretene Russe galt im Vorfeld eigentlich als Favorit, schied aber überraschend vorzeitig aus.

>> Alle Ergebnisse

Jeweils ohne deutsche Beteiligung gingen das 3m-Synchronspringen sowie das Turm-Synchronspringen der Frauen über die Bühne. Dort siegten mit Nadezhda Trifonova und Uliana Kliueva vom Brett (270,90) beziehungsweise Anna Konanykhina und Aleksandra Kedrina vom Turm (286,62) jeweils die Neutralen Athletinnen. Der Springertag ist ein von World Aquatics anerkanntes Event, bei dem Aktive aus Russland unter neutraler Flagge und den Auflagen des Weltverbandes zugelassen sind.

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Rostocker Turm-Youngsters überzeugen beim Springertag auf ihrer Heim-Anlage

Das Turm-Synchronspringen der Männer entwickelt sich mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles (USA) schon jetzt zu einer der spannendsten Disziplinen im Wasserspringen. Es dürfte in den kommenden Jahren einen engen Konkurrenzkampf um die nationale Nummer eins und das potenzielle Olympiaticket geben, bei dem sich gleich mehrere Teams große Hoffnungen machen. Beim 67. Internationalen Springertag in Rostock waren am Samstag einmal mehr Ole Rösler (17) und Espen Prenzyna (19/beide WSC Rostock) das beste deutsche Paar. Beim Auftritt auf ihrer Heim-Anlage in der bestens gefüllten Neptun-Schwimmhalle sprangen die Youngsters mit 382,14 Punkten auf Rang zwei. Sieger wurden Nikita Shleikher und Ruslan Ternovoi (Neutrale Athleten) mit 406,53.

>> Ergebnisse und Livestream

„Das freut mich sehr für Ole und Espen. Es war ein schöner Wettkampf, qualitativ hochwertig und mit guter Synchronität“, lobte Bundestrainer Christoph Bohm. Nach vier von sechs Durchgängen lagen Rösler und Prenzyna sogar noch in Führung, aufgrund des höheren Schwierigkeitsgrades in den letzten beiden Sprüngen zogen die Russen aber noch vorbei. Der Springertag ist ein von World Aquatics anerkanntes Event, somit sind Aktive aus Russland unter neutraler Flagge und den Auflagen des Weltverbandes zugelassen. Mit Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) war noch ein zweites deutsches Paar am Start, das aber außerhalb der Wertung blieb – pro Land wird jeweils nur ein Team gewertet. Mit 352,53 Punkten wären sie ansonsten Dritte geworden.

Nur 0,15 Punkte entscheiden beim Springertag den 3m-Wettkampf der Frauen

Neben den Deutschen Meisterschaften ist der Rostocker Springertag in diesem Jahr der höchstwertige Wettkampf hierzulande und auch international gut nachgefragt. Aktive aus zahlreichen Nationen haben den Weg in die Hansestadt gefunden und zeigten am Samstag ihre Klasse. Besonders spannend verlief das Finale vom 3m-Brett der Frauen. Dort setzte sich die Schweizerin Michelle Heimberg, die EM-Dritte von 2023, am Ende hauchdünn mit 295,95 zu 295,80 Punkten gegen die Britin Grace Reid durch. Olympiateilnehmerin Jette Müller (WSC Rostock/262,80) kam als beste Deutsche auf Platz fünf.

>> Zur Veranstaltungsseite

Im 3m-Synchronspringen ging der Sieg ebenfalls an die Neutralen Athleten aus Russland an Nikita Shleikher und Evgeny Kuznetsov mit 388,17 Punkten. Jonathan Schauer (SV Halle) und Lou Massenberg (Berliner TSC) wurden mit 333,96 Sechste.

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„Das ist der Hammer“: Saskia Oettinghaus steht im Olympiafinale

Für Saskia Oettinghaus schrieb sich das Glück im Aquatics Center mit Q. Ein paar Minuten musste die Wasserspringerin vom Dresdner SC 1898 nach ihrem letzten Versuch im Halbfinale vom 3m-Brett noch abwarten, dann tauchte eben jener Buchstabe hinter ihrem Namen auf der Anzeigetafel auf und bestätigte damit endgültig, was sich in den Runden zuvor bereits angedeutet hatte: Mit 286,75 Punkten gelang der 26-Jährigen auf Platz neun der Sprung ins olympische Finale. Oettinghaus hat damit schon vor der Entscheidung am morgigen Donnerstag (15:00 Uhr) ihr bestes Einzelergebnis bei einer weltweiten Meisterschaft sicher. „Das ist unglaublich, eine ganz tolle Leistung von ihr“, jubelte auch Bundestrainer Christoph Bohm. „Das ist fast so viel wert wie eine Medaille.“ 

>> Alle Wettkämpfe live verfolgen 

Bereits mit dem Einzug ins Halbfinale hatte sich Oettinghaus ihr Ziel für diese Spiele in Paris (FRA) erfüllt – alles weitere war gewissermaßen Bonus. Und den kostet die Dresdnerin nun so richtig aus. „Das Finale ist einfach der Hammer“, sagte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Vor drei Jahren habe ich bei den Spielen in Tokio noch zugeguckt und gedacht: Die sind alle so unfassbar gut und ganz weit weg. Und jetzt gehöre ich selbst zu den Top zwölf, das ist einfach megacool.“ 

>> Alle Ergebnisse der Olympischen Spiele in Paris 

Nachdem sie beim Vorkampf noch sehr nervös gewesen war ob ihrer ersten olympischen Erfahrung, wirkte sie diesmal von Anfang an deutlich weniger aufgeregt und legte beim Schraubensalto in Runde zwei gleich mal neun Punkte mehr hin als noch am Vortag. Auch sonst präsentierte sie sich einmal mehr äußerst stabil – eine Qualität, die sie nach ihrem Wechsel in die Berliner Trainingsgruppe von Christoph Bohm in dieser Saison schon mehrfach bewiesen hatte –, während die Konkurrenz zum Teil wichtige Punkte einbüßte. Auch der Auerbach im vierten Durchgang gelang der Deutschen nochmal etwas besser, „mit dem bin ich wieder super zufrieden“, meinte sie. Den stärksten Eindruck im Halbfinale machte Chen Yiwen, die Chinesin – Weltmeisterin von 2023 in Fukuoka (JPN) – kam auf 360,85 Zähler; dagegen landete ihre Landsfrau Chang Yani nach einem Patzer lediglich auf Platz vier (320,15). Dass selbst die amtierende Weltmeisterin von Doha (QAT) hier nicht fehlerfrei durchkam, wertet die Leistung von Saskia Oettinghaus zusätzlich auf.

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„Das ist der Hammer“: Saskia Oettinghaus steht im Olympiafinale

Für Saskia Oettinghaus schrieb sich das Glück im Aquatics Center mit Q. Ein paar Minuten musste die Wasserspringerin vom Dresdner SC 1898 nach ihrem letzten Versuch im Halbfinale vom 3m-Brett noch abwarten, dann tauchte eben jener Buchstabe hinter ihrem Namen auf der Anzeigetafel auf und bestätigte damit endgültig, was sich in den Runden zuvor bereits angedeutet hatte: Mit 286,75 Punkten gelang der 26-Jährigen auf Platz neun der Sprung ins olympische Finale. Oettinghaus hat damit schon vor der Entscheidung am morgigen Donnerstag (15:00 Uhr) ihr bestes Einzelergebnis bei einer weltweiten Meisterschaft sicher. „Das ist unglaublich, eine ganz tolle Leistung von ihr“, jubelte auch Bundestrainer Christoph Bohm. „Das ist fast so viel wert wie eine Medaille.“

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Bereits mit dem Einzug ins Halbfinale hatte sich Oettinghaus ihr Ziel für diese Spiele in Paris (FRA) erfüllt – alles weitere war gewissermaßen Bonus. Und den kostet die Dresdnerin nun so richtig aus. „Das Finale ist einfach der Hammer“, sagte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Vor drei Jahren habe ich bei den Spielen in Tokio noch zugeguckt und gedacht: Die sind alle so unfassbar gut und ganz weit weg. Und jetzt gehöre ich selbst zu den Top zwölf, das ist einfach megacool.“

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Nachdem sie beim Vorkampf noch sehr nervös gewesen war ob ihrer ersten olympischen Erfahrung, wirkte sie diesmal von Anfang an deutlich weniger aufgeregt und legte beim Schraubensalto in Runde zwei gleich mal neun Punkte mehr hin als noch am Vortag. Auch sonst präsentierte sie sich einmal mehr äußerst stabil – eine Qualität, die sie nach ihrem Wechsel in die Berliner Trainingsgruppe von Christoph Bohm in dieser Saison schon mehrfach bewiesen hatte –, während die Konkurrenz zum Teil wichtige Punkte einbüßte. Auch der Auerbach im vierten Durchgang gelang der Deutschen nochmal etwas besser, „mit dem bin ich wieder super zufrieden“, meinte sie. Den stärksten Eindruck im Halbfinale machte Chen Yiwen, die Chinesin – Weltmeisterin von 2023 in Fukuoka (JPN) – kam auf 360,85 Zähler; dagegen landete ihre Landsfrau Chang Yani nach einem Patzer lediglich auf Platz vier (320,15). Dass selbst die amtierende Weltmeisterin von Doha (QAT) hier nicht fehlerfrei durchkam, wertet die Leistung von Saskia Oettinghaus zusätzlich auf.

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