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Lukas Märtens vor der DM: „Ich war noch nie so motiviert wie jetzt“
Genau 19 Tage nach seinem Weltrekord über 400m Freistil in Stockholm (SWE) bestreitet Lukas Märtens am Donnerstag diese Strecke auch bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (01. – 04 Mai). Die Trainingsmethodik war ursprünglich ja genau auf dieses Rennen als Frühjahrshöhepunkt ausgerichtet worden, ein ähnlich starker Auftritt ist also nicht ganz unwahrscheinlich. Und der Olympiasieger selbst lässt auch keinen Zweifel daran, dass er wieder Vollgas geben wird am Donnerstag (A-Finals ab 18:15 Uhr) in der SSE. „Ich war noch nie so motiviert wie jetzt“, sagte Märtens im Interview für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).
"Es ist einfach schön, vor heimischem Publikum zu schwimmen."
Der 23-Jährige vom SC Magdeburg betonte dort auch noch einmal, welch hohen Stellenwert die nationalen Titelkämpfe für ihn haben: „Einen großen. Einerseits sportlich, weil wir nicht viele Gelegenheiten im Jahr haben, uns auf nationaler Ebene mit der Spitze zu messen. Darauf freue ich mich sehr! Zum anderen ist es einfach schön, vor heimischem Publikum zu schwimmen“, so Märtens.
Lukas Märtens an jedem DM-Tag im Einsatz
Wohl auch deshalb hat er an jeden der vier Wettkampftage für einen Wettkampf gemeldet. Nach der Weltrekordstrecke 400m Freistil am Donnerstag folgen Einsätze über 100m Freistil (Freitag), 200m Freistil Samstag) und 200m Rücken (Sonntag). Wer Märtens mal live vor Ort erleben will: Tageskarten kosten 15,00 Euro.
Märtens sprach auch über die überwältigenden Reaktionen weltweit nach seinem Weltrekordrennen in Schweden. „Natürlich war ich stolz und fühlte mich sehr geehrt, dass ehemalige und aktuelle Weltstars wie Ian Thorpe, Adam Peaty oder Ariarne Titmus meine Leistung gefeiert haben. So etwas erlebt man nicht alle Tage – das bedeutet mir sehr viel“, räumte der Schützling von Bundestrainer Bernd Berkhahn ein. „Am meisten aber habe ich mich über die Reaktion von Paul Biedermann gefreut. Von so einer Legende solch wertschätzende Worte zu bekommen, das hat mich sehr stolz gemacht. So kann es gern weitergehen!“ Und zwar ab 01. Mai bei der Schwimm-DM in Berlin.
Zeitplan und Startlisten der DM
Celine Rieder holt Silber beim Freiwasser-Weltcup auf Ibiza
Die langjährige Freiwasser-Frontfrau Leonie Beck lässt es nach Olympia ruhiger angehen, Paris-Heldin Isabel Gose konzentriert sich nach dem starken Weltcupdebüt im Februar vorerst wieder voll aufs Beckenschwimmen. Trotzdem mischt Deutschland beim Freiwasserschwimmen weiter ganz vorn mit: Celine Rieder erkämpfte beim zweiten Weltcup der Saison auf der spanischen Urlaubsinsel Ibiza sogar Silber im 10km-Rennen.
Alle Ergebnisse in Ibiza
Nach 1:58:43,30 Stunden schlug die 24-Jährige von der Sport-Union Neckarsulm hinter Lokalmatadorin Angela Martinez Guillen (ESP/1:58:41) an, Dritte wurde Bettina Fabian (HUN/1:58:45,20). Dank Lea Boy (SV Würzburg 05/1:58:46,80) auf Rang fünf und Jeannette Spiwoks (SG Essen/1:58:51,60) auf Rang acht landeten drei Frauen aus dem Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in den Top 10.
Oliver Klemet wird von der Kälte gebremst
„Ich lag nach dem Start lange ziemlich weit hinten. Erst vor der letzten Runde kam ich endlich nach vorn. Ich konnte von da an gut bis zum Ende an der Spanierin dranbleiben“, jubelte Rieder. Erst vor drei Jahren war sie erstmals außerhalb des Beckens mitgeschwommen und auf Anhieb Deutsche Meisterin geworden. Nun folgte ihr bislang größter internationaler Erfolg. „Ich mag das Freiwasser, es ist immer eine schöne Abwechslung. Deswegen habe ich mich auch entschieden, zwischen den Beckenrennen in Stockholm und den Deutschen Meisterschaften hier noch teilzunehmen. Dieses Ergebnis gibt mir jetzt natürlich zusätzlich Antrieb für meine Rennen in Berlin.“ Rieder kämpft nächste Woche bei der Schwimm-DM (01. – 04. Mai) über 400m, 800m und 1500m Freistil noch um WM-Tickets für Singapur (11. Juli – 03. August).
Jetzt DM-Tickets sichern
Bei den Männern wurde die Siegerehrung zu einer rein italienischen Angelegenheit. Denn Andrea Filadelli (1:50:30,90) gewann vor seinen Landsleuten Dario Verani (1:50,33,20) und Guiseppe Ilario (1:50:34,90). Oliver Klemet (SG Frankfurt) belegte als bester Deutscher in 1:50:52,00 Rang 25.
Der Olympiazweite Klemet hatte das Tempo über viele Runden von der Spitze bestimmt. Nach vier der sechs Runden konnte er dann offenbar nicht mehr alle Kräfte mobilisieren im nur 18,3 Grad kalten Wasser. Viele Schwimmer stiegen deswegen sogar vorzeitig aus. „Oliver hatte lange alle und alles im Griff. Nur war er irgendwann leider völlig durchgefroren“, berichtete Bundestrainer Bernd Berkhahn.
Starkes Weltcup-Debüt für die Rostocker Turm-Youngsters
Die Rostocker Turm-Youngsters Ole Rösler (17) und Espen Prenzyna (20) haben beim Wasserspringen ein starkes Debüt im Weltcup gefeiert. In Windsor (CAN) kamen sie mit 380,04 Punkten auf Rang vier, zu den Kanadiern Matt Cullen und Benjamin Tessier auf dem Bronzerang (381,15) fehlten lediglich 1,1 Zähler. „Die Jungs haben sich super präsentiert, Platz vier beim ersten großen Weltcupauftritt ist stark. Sie haben Eindruck hinterlassen, das war auch genau, was wir erreichen wollen und warum wir sie hier eingesetzt haben. Ich bin sehr zufrieden und ich freue mich auf die nächsten Schritte“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Den Sieg holten die Chinesen Zhu Zifeng und Cheng Zilong (437,25) vor Joshua Hedberg und Carson Tyler aus den USA (387,90).
Mit ihrer Leistung sicherten Ole Rösler und Espen Prenzyna dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) auch einen Platz im Turm-Synchronspringen beim Weltcupfinale vom 02. – 04. Mai in Peking (CHN). Dort werden dann allerdings wieder Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) springen, die beim ersten Weltcup in Guadalajara (MEX) Siebte geworden waren. Die Entscheidung, welches Paar für Deutschland beim Finale springen würde, war aus unterschiedlichen, teils auch schulischen Gründen bereits im Vorfeld getroffen worden. Jaden Eikermann wird dann auch im Einzel an den Start gehen, in Windsor wurde er am Wochenende Neunter mit 398,40 Punkten beim Sieg von Cheng Zilong (511,10).
Alle Ergebnisse vom Weltcup in Windsor
Eine Top-Platzierung erreichten in Kanada auch Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide SV Halle) als Fünfte im 3m-Synchronspringen. Mit 371,43 fehlten auch ihnen nur rund drei Punkte zum Podium. Der Sieg ging an die Chinesen Zheng Jiuyuan und Hu Yukang (388,05) vor Mexiko (381,72) und den USA (374,73). In Guadalajara war Moritz Wesemann noch zusammen mit Lou Massenberg (Berliner TSC) gesprungen und dort mit einer noch etwas besseren Punktzahl Vierter geworden, in dieser Besetzung geht es deshalb nun auch zum Weltcupfinale. Auch im 3m-Einzel hat sich Wesemann für das Super Final qualifiziert. Beim Weltcupfinale wird in den Einzeldisziplinen erstmals nach einem neuen Modus gesprungen. K.o.-Duelle sollen dann für noch mehr Spannung sorgen.
Gold auch für Jaden Eikermann: Turm-Einzel in Rostock fest in deutscher Hand
Der 67. Internationale Springertag in Rostock ging am Sonntag so zu Ende, wie er zwei Tage zuvor am ersten Finaltag begonnen hatte: mit einem deutschen Triumph vom Turm. Nach Pauline Pfeifs Erfolg bei den Frauen am Freitag holt bei den Männern auch Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) Gold mit 457,45 Punkten. Der Olympiateilnehmer verwies in der Neptun-Schwimmhalle den Briten Benjamin Cutmore (447,85) sowie Nikita Shleikher (NA/434,10) auf die weiteren Plätze. Mit Espen Prenzyna (WSC Rostock) stand noch ein zweiter Deutscher im Turm-Finale und belegte Rang sechs (388,40).
Ehrenpreis für Jaden Eikermann und seinen Vorwärtssalto
„Das war ein überragender Sieg von Jaden, das hat richtig Spaß gemacht. Vor allem der 4,5-fache Salto vorwärts war saustark“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Dieser war sogar der Sprung mit der höchsten Punktzahl während der gesamten Veranstaltung, dafür erhielt Eikermann den Ehrenpreis des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.
Erst kürzlich war Jaden Eikermann aus den USA zurückgekehrt, nachdem er mit seinem Studium dort nicht glücklich wurde. Sportlich lief es am Sonntag hervorragend, und das über alle drei Runden hinweg. „Jaden war sehr konzentriert. Das war ein wirklich harter Tag mit Vorkampf, Halbfinale und Finale an einem Tag. Was da passieren kann, hat man im Halbfinale bei Ruslan Ternovoi gesehen“, sagte Christoph Bohm. Der unter neutraler Flagge angetretene Russe galt im Vorfeld eigentlich als Favorit, schied aber überraschend vorzeitig aus.
Jeweils ohne deutsche Beteiligung gingen das 3m-Synchronspringen sowie das Turm-Synchronspringen der Frauen über die Bühne. Dort siegten mit Nadezhda Trifonova und Uliana Kliueva vom Brett (270,90) beziehungsweise Anna Konanykhina und Aleksandra Kedrina vom Turm (286,62) jeweils die Neutralen Athletinnen. Der Springertag ist ein von World Aquatics anerkanntes Event, bei dem Aktive aus Russland unter neutraler Flagge und den Auflagen des Weltverbandes zugelassen sind.
Rostocker Turm-Youngsters überzeugen beim Springertag auf ihrer Heim-Anlage
Das Turm-Synchronspringen der Männer entwickelt sich mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles (USA) schon jetzt zu einer der spannendsten Disziplinen im Wasserspringen. Es dürfte in den kommenden Jahren einen engen Konkurrenzkampf um die nationale Nummer eins und das potenzielle Olympiaticket geben, bei dem sich gleich mehrere Teams große Hoffnungen machen. Beim 67. Internationalen Springertag in Rostock waren am Samstag einmal mehr Ole Rösler (17) und Espen Prenzyna (19/beide WSC Rostock) das beste deutsche Paar. Beim Auftritt auf ihrer Heim-Anlage in der bestens gefüllten Neptun-Schwimmhalle sprangen die Youngsters mit 382,14 Punkten auf Rang zwei. Sieger wurden Nikita Shleikher und Ruslan Ternovoi (Neutrale Athleten) mit 406,53.
„Das freut mich sehr für Ole und Espen. Es war ein schöner Wettkampf, qualitativ hochwertig und mit guter Synchronität“, lobte Bundestrainer Christoph Bohm. Nach vier von sechs Durchgängen lagen Rösler und Prenzyna sogar noch in Führung, aufgrund des höheren Schwierigkeitsgrades in den letzten beiden Sprüngen zogen die Russen aber noch vorbei. Der Springertag ist ein von World Aquatics anerkanntes Event, somit sind Aktive aus Russland unter neutraler Flagge und den Auflagen des Weltverbandes zugelassen. Mit Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) war noch ein zweites deutsches Paar am Start, das aber außerhalb der Wertung blieb – pro Land wird jeweils nur ein Team gewertet. Mit 352,53 Punkten wären sie ansonsten Dritte geworden.
Nur 0,15 Punkte entscheiden beim Springertag den 3m-Wettkampf der Frauen
Neben den Deutschen Meisterschaften ist der Rostocker Springertag in diesem Jahr der höchstwertige Wettkampf hierzulande und auch international gut nachgefragt. Aktive aus zahlreichen Nationen haben den Weg in die Hansestadt gefunden und zeigten am Samstag ihre Klasse. Besonders spannend verlief das Finale vom 3m-Brett der Frauen. Dort setzte sich die Schweizerin Michelle Heimberg, die EM-Dritte von 2023, am Ende hauchdünn mit 295,95 zu 295,80 Punkten gegen die Britin Grace Reid durch. Olympiateilnehmerin Jette Müller (WSC Rostock/262,80) kam als beste Deutsche auf Platz fünf.
Im 3m-Synchronspringen ging der Sieg ebenfalls an die Neutralen Athleten aus Russland an Nikita Shleikher und Evgeny Kuznetsov mit 388,17 Punkten. Jonathan Schauer (SV Halle) und Lou Massenberg (Berliner TSC) wurden mit 333,96 Sechste.
„Das ist der Hammer“: Saskia Oettinghaus steht im Olympiafinale
Für Saskia Oettinghaus schrieb sich das Glück im Aquatics Center mit Q. Ein paar Minuten musste die Wasserspringerin vom Dresdner SC 1898 nach ihrem letzten Versuch im Halbfinale vom 3m-Brett noch abwarten, dann tauchte eben jener Buchstabe hinter ihrem Namen auf der Anzeigetafel auf und bestätigte damit endgültig, was sich in den Runden zuvor bereits angedeutet hatte: Mit 286,75 Punkten gelang der 26-Jährigen auf Platz neun der Sprung ins olympische Finale. Oettinghaus hat damit schon vor der Entscheidung am morgigen Donnerstag (15:00 Uhr) ihr bestes Einzelergebnis bei einer weltweiten Meisterschaft sicher. „Das ist unglaublich, eine ganz tolle Leistung von ihr“, jubelte auch Bundestrainer Christoph Bohm. „Das ist fast so viel wert wie eine Medaille.“
>> Alle Wettkämpfe live verfolgen
Bereits mit dem Einzug ins Halbfinale hatte sich Oettinghaus ihr Ziel für diese Spiele in Paris (FRA) erfüllt – alles weitere war gewissermaßen Bonus. Und den kostet die Dresdnerin nun so richtig aus. „Das Finale ist einfach der Hammer“, sagte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Vor drei Jahren habe ich bei den Spielen in Tokio noch zugeguckt und gedacht: Die sind alle so unfassbar gut und ganz weit weg. Und jetzt gehöre ich selbst zu den Top zwölf, das ist einfach megacool.“
>> Alle Ergebnisse der Olympischen Spiele in Paris
Nachdem sie beim Vorkampf noch sehr nervös gewesen war ob ihrer ersten olympischen Erfahrung, wirkte sie diesmal von Anfang an deutlich weniger aufgeregt und legte beim Schraubensalto in Runde zwei gleich mal neun Punkte mehr hin als noch am Vortag. Auch sonst präsentierte sie sich einmal mehr äußerst stabil – eine Qualität, die sie nach ihrem Wechsel in die Berliner Trainingsgruppe von Christoph Bohm in dieser Saison schon mehrfach bewiesen hatte –, während die Konkurrenz zum Teil wichtige Punkte einbüßte. Auch der Auerbach im vierten Durchgang gelang der Deutschen nochmal etwas besser, „mit dem bin ich wieder super zufrieden“, meinte sie. Den stärksten Eindruck im Halbfinale machte Chen Yiwen, die Chinesin – Weltmeisterin von 2023 in Fukuoka (JPN) – kam auf 360,85 Zähler; dagegen landete ihre Landsfrau Chang Yani nach einem Patzer lediglich auf Platz vier (320,15). Dass selbst die amtierende Weltmeisterin von Doha (QAT) hier nicht fehlerfrei durchkam, wertet die Leistung von Saskia Oettinghaus zusätzlich auf.
„Das ist der Hammer“: Saskia Oettinghaus steht im Olympiafinale
Für Saskia Oettinghaus schrieb sich das Glück im Aquatics Center mit Q. Ein paar Minuten musste die Wasserspringerin vom Dresdner SC 1898 nach ihrem letzten Versuch im Halbfinale vom 3m-Brett noch abwarten, dann tauchte eben jener Buchstabe hinter ihrem Namen auf der Anzeigetafel auf und bestätigte damit endgültig, was sich in den Runden zuvor bereits angedeutet hatte: Mit 286,75 Punkten gelang der 26-Jährigen auf Platz neun der Sprung ins olympische Finale. Oettinghaus hat damit schon vor der Entscheidung am morgigen Donnerstag (15:00 Uhr) ihr bestes Einzelergebnis bei einer weltweiten Meisterschaft sicher. „Das ist unglaublich, eine ganz tolle Leistung von ihr“, jubelte auch Bundestrainer Christoph Bohm. „Das ist fast so viel wert wie eine Medaille.“
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Bereits mit dem Einzug ins Halbfinale hatte sich Oettinghaus ihr Ziel für diese Spiele in Paris (FRA) erfüllt – alles weitere war gewissermaßen Bonus. Und den kostet die Dresdnerin nun so richtig aus. „Das Finale ist einfach der Hammer“, sagte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Vor drei Jahren habe ich bei den Spielen in Tokio noch zugeguckt und gedacht: Die sind alle so unfassbar gut und ganz weit weg. Und jetzt gehöre ich selbst zu den Top zwölf, das ist einfach megacool.“
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Nachdem sie beim Vorkampf noch sehr nervös gewesen war ob ihrer ersten olympischen Erfahrung, wirkte sie diesmal von Anfang an deutlich weniger aufgeregt und legte beim Schraubensalto in Runde zwei gleich mal neun Punkte mehr hin als noch am Vortag. Auch sonst präsentierte sie sich einmal mehr äußerst stabil – eine Qualität, die sie nach ihrem Wechsel in die Berliner Trainingsgruppe von Christoph Bohm in dieser Saison schon mehrfach bewiesen hatte –, während die Konkurrenz zum Teil wichtige Punkte einbüßte. Auch der Auerbach im vierten Durchgang gelang der Deutschen nochmal etwas besser, „mit dem bin ich wieder super zufrieden“, meinte sie. Den stärksten Eindruck im Halbfinale machte Chen Yiwen, die Chinesin – Weltmeisterin von 2023 in Fukuoka (JPN) – kam auf 360,85 Zähler; dagegen landete ihre Landsfrau Chang Yani nach einem Patzer lediglich auf Platz vier (320,15). Dass selbst die amtierende Weltmeisterin von Doha (QAT) hier nicht fehlerfrei durchkam, wertet die Leistung von Saskia Oettinghaus zusätzlich auf.
JEM-Silber für Johannes Liebmann im Rekordrennen von Vilnius
Der dritte Wettkampftag bei den Europameisterschaften der Junior*innen in Vilnius (LTU) war mit dem Gewinn von einer Silber- und zwei Bronzemedaillen der bislang erfolgreichste für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV).
Höhepunkt des Donnerstags war dabei zweifellos das Rennen über 1500m Freistil. Gold sicherte sich dabei mit Junioren-Weltrekord Titelverteidiger Kuzey Tuncelli (TUR), seine 14:41,89 Minuten sind die bislang viertschnellste Zeit weltweit in dieser Olympiasaison. Hinter dem 16-Jährigen, der zwei Wochen zuvor bereits Europameister in der offenen Klasse geworden war, kraulte Johannes Liebmann (SC Magdeburg) zu Silber, in 15:04,04 Minuten verbesserte er den fünf Jahren alten Jahrgangsrekord von Sven Schwarz um fünf Sekunden. Der Hannoveraner Schwarz hat sich seitdem bekanntlich zum Olympiastarter entwickelt. „Das war ein tolles Rennen von Johannes, das die tolle Entwicklung krönt, die er seit seinem Wechsel von Elmshorn nach Magdeburg im vorigen Jahr genommen hat“, lobte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. Liebmanns Vereinskollege Finn Constantin Kleinheinz belegte zudem den siebten Platz (15:31,35).
>> Alle Startlisten und Ergebnisse der JEM 2024
Nichts für schwache Nerven war das Finale über 200m Lagen. Nach Hälfte des Rennens wendete Finn Hammer (SG Essen) als Letzter des Feldes, nach der Bruststrecke lag er lediglich auf Rang sieben. Doch mit der schnellsten Schlussbahn kämpfte sich Hammer dann nach vorn und schlug nach 2:01,68 Minuten als Dritter hinter Robert Andrej Badea (ROU/2:00,05) und Nil Cadevall Micolau (ESP/2:00,34) an. Franz Ahnert (Erfurter SSC) zeigte in diesem Finale ebenfalls eine tolle Leistung und landete auf Rang sechs (2:02,49).
Zum Abschluss des Tages zeigte sich, dass auf die DSV-Staffel diesmal absolut Verlass ist. Über 4x200m Freistil sicherten sich Julianna Dora Bocska (SG Essen/2:02,58), Linda Roth (SV Cannstatt/2:00,62), Jette Lenz (SV Nikar Heidelberg/2:01,09) und Lise Seidel (SC Chemnitz/2:00,31) in 8:04,60 Minuten Bronze hinter Ungarn (8:01,11) und Italien (8:01,71). Für das Finals am Freitag konnten sich zudem Lise Seidel (200m Rücken) sowie Hannah Schneider und Lena Ludwig als die beiden Zeitschnellsten über 200m Brust qualifizieren.
Finn Hammer und die Staffel über 4x200m Freistil gewinnen Bronze
Drei weitere Aktive für die JEM in Vilnius nominiert
Mit großer Motivation absolvieren die besten Nachwuchstalente des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) derzeit ein zehntägiges Trainingslager am Bundesstützpunkt Heidelberg zur Vorbereitung auf die Europameisterschaften der Junior*innen in Vilnius (LTU/02. – 07. Juli). Zum Team für den Saisonhöhepunkt in Litauen gehören inzwischen auch Zara Selimovic (SG Essen/Jahrgang 2007), Selina Müller (SSG Leipzig/2006) und Daniel Olenberg (VfL Osnabrück/2007), die in Folge ihrer überzeugenden Leistungen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Mai in Berlin noch für eine Nominierung berücksichtigt wurden.
Zelimovic hatte dabei sogar die Einzelnorm über 400m Freistil unterboten, sie wird wie die beiden anderen Aktiven aber auch in den DSV-Staffeln unterstützen, um Vielstarter*innen mit Medaillenpotenzial in der JEM-Woche etwas zu entlasten. Olenberg kann vielleicht auch etwas ausgleichen, dass der zuletzt beste Langstreckler Arne Schubert (SC Magdeburg) verletzungsbedingt für die JEM leider ausfällt.
„Die JEM-Vorbereitung läuft bisher gut, mit Freude werden dabei auch die Angebote abseits des normalen Trainings angenommen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. So wurde sich beispielsweise mit Unterstützung von Expert*innen mit der Psychologie näher befasst, etwa mit den Möglichkeiten von Selbstgesprächen beim Vorstart. In Kooperation mit der Uni Bielefeld widmete man sich aber auch den Knotenpunkten der jeweiligen Hauptschwimmart. Zudem standen Materialtests oder auch Staffelwechseltraining auf dem Programm.
Das JEM-Team für Vilnius
Weibliche Jugend: Noelle Benkler, Jette Lenz, Sophie Lenze, Lena Ludwig (alle SV Nikar Heidelberg), Julia Ackermann, Yara Fay Riefstahl, Lise Seidel (alle SC Chemnitz), Julianna Dora Bocska, Laura Sophie Kohlmann, Zara Selimovic (alle SG Essen), Alina Baievych (TB 1888 Erlangen), Lena Sophie Bauer (SG Neukölln Berlin), Klara Sophie Beierling (SG Berliner Wasserratten), Anna Maria Börstler (SC Magdeburg), Mira Helget (SG Region Karlsruhe), Marian Plöger (VfL Sindelfingen), Linda Roth (SV Cannstatt), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Leni von Bonin (Dresdner SC 1898), Ewa zur Brügge (SV Halle/Saale), Selina Müller (SSG Leipzig)
Männliche Jugend: Hugo Engelien, Finn-Constantin Kleinheinz, Johannes Liebmann (alle SC Magdeburg), Kenneth Bock, Jan Malte Gräfe, Noah Schötz (alle Potsdamer SV), Finn Hammer, Julian Koch, Simon Reinke (alle SG Essen), Lukas Fritzke, Michael Raje (beide SSG Saar-Max Ritter), Vincent Passek, Maximilian Warkentin (beide Berliner TSC), Jonathan Samuel Turck, Daniel Olenberg (beide VfL Osnabrück), Franz Ahnert (Erfurter SSC), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Melvyn Faber-Billot (SG Frankfurt), Emilian Hollank (TSV Riedlingen), Leo Leverkus (SG Region Karlsruhe), Sascha Macht (SSG Leipzig)
18-köpfiges JEM-Team nominiert: Drei Aktive mit Doppelstarts in Vilnius und Wien
Mit 18 Aktiven wird der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bei den Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen in Wien (AUT/12. – 14. Juli) an den Start gehen. Nominiert wurden dabei mit Julia Ackermann (SC Chemnitz), Finn-Constantin Kleinheinz und Johannes Liebmann (beide SC Magdeburg) auch drei Athlet*innen, die eine Woche zuvor bereits bei der JEM im Beckenschwimmen in Vilnius (LTU/02. – 07. Juli) antreten. Mit Jonas Kusche (SC Chemnitz) gehört zudem ein Schwimmer zum Team, der zuletzt bereits an zwei Weltcups der offenen Klasse teilnahm und dabei vergangene Woche in Golfo Aranci (ITA) Staffelsilber gewann. „Doppelstarts sind später auch im Spitzenbereich nicht ungewöhnlich, mit starken Qualifikationszeiten im Becken wurde sich diese zusätzliche Chance eindrucksvoll verdient“, erklärte Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Bünde. „Bei den internationalen Rennen im Freiwasser kann man in diesem Alter besonders viel lernen für den weiteren Karriereverlauf.“ Im vergangenen Jahr hatte das deutsche JEM-Team auf Korfu (GRE) sechs Bronzemedaillen erkämpfen können. Ackermann, Kleinheinz und auch Hannah Gätjen (SG Stormarn Barsbüttel) greifen in diesem Jahr nun erneut nach Edelmetall. Die JEM-Starts des DSV-Teams Weibliche Jugend
| Vorname | Name | Verein |
5 km |
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1. | Sydney Savannah | Ferch | SG Dortmund |
2. | Emilia | Ipek | Wasserfreunde Spandau Berlin |
7,5 km |
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1. | Julia | Ackermann | SC Chemnitz |
2. | Jana | Härtel | SG Region Stuttgart |
3. | Laura Marie | Blumenthal Haz | TB 1888 Erlangen |
10 km |
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1. | Lara | Braun | SC Magdeburg |
2. | Hannah | Gätjen | SG Stormarn Barsbüttel |
3. | Luisa | Rumler | SG Stadtwerke München |
| Vorname | Name | Verein |
5 km |
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1. | Jonas | Lieschke | Hamburger SC |
2. | Ben David | Preuß | SG Schöneberg Berlin |
3. | Mattheo | Straßburger | STV Limbach-Oberfrohna |
7,5 km |
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1. | Finn-Constantin | Kleinheinz | SC Magdeburg |
2. | Lukas | Steuter | Wasserfreunde Spandau Berlin |
3. | Johannes | Liebmann | SC Magdeburg |
10 km |
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1. | Jeremy | Kunz | SV Zwickau von 1904 |
2. | Eric | Mühlenbeck | SV Halle |
3. | Jonas | Kusche | SC Chemnitz |
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Staffelteilnehmer | Moritz | Erkmann | SC Chemnitz |
