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Marie Pietruschka setzt Zeichen für die Olympia-Staffel
Drei nationalen Rekorden und ebenso vielen Normerfüllungen für die Olympischen Spiele in Tokio am Samstag ließen die Beckenschwimmer*innen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) bei ihrem ersten Qualifikationswettkampf in Heidelberg auch am Ostersonntag Topleistungen folgen. Weitere Olympiatickets können aber erst bei weiteren Wettkämpfen in Magdeburg (10./11. April) und Berlin (16. - 18. April) gesichert werden. „Insgesamt war das nach der langen Pause ein richtig guter Einstieg in den Wettkampfalltag. Wir sind in der richtigen Richtung unterwegs und haben mit David Thomasberger und Fabian Schwingenschlögl zwei neue Finalkandidaten, schon in den nächsten Wochen geht aber sicherlich noch mehr“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense.
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Nach dem deutschen Rekord über 200m Schmetterling am Vortag verbesserte David Thomasberger (SSG Leipzig) seine persönliche Bestzeit über 100m Schmetterling noch einmal deutlich auf 52,84 Sekunden. Zur Normerfüllung für Tokio (51,80) reichte das diesmal allerdings nicht. „Die 100m sind für mich ja nur eine Zubringerleistung, aber auch hier hat sich diese Verbesserung im Training der vergangenen Wochen ganz klar angedeutet“, sagte Thomasberger. „Und natürlich hoffe ich, das Ganze in Richtung Tokio dann noch einmal steigern zu können.“
Die Daumen drückte Thomasberger anschließend dann seinem Vereinskollegen und in Heidelberg auch Zimmernachbarn Marek Ulrich. Der 24-Jährige, der zwischendurch schon über zwei Jahre mit dem Leistungssport aufgehört hatte, stellte beim Sieg über 100m Rücken in 54,27 Sekunden seine vier Jahre alte Bestzeit ein und erfüllte auch die EM-Norm für Budapest im Mai – die Olympianorm (53,70) wird er aber in den nächsten beiden Wochen ebenso wie Ole Braunschweig (SG Neukölln/55,19) aber noch einmal angreifen. Braunschweig war schon im Dezember 53,66 geschwommen und hat sein Training nun voll und ganz auf die DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen in Berlin (16. - 18. April) als Höhepunkt ausgerichtet.
Über 200m Freistil zeigte Marie Pietruschka (SSG Leipzig), dass man mit ihr in der Olympia-Staffel rechnen kann. Mit 1:58,33 Minuten verbesserte die 25-Jährige erneut ihre Bestzeit aus dem Vorjahr und ließ dabei Leonie Kullmann(SG Neukölln/1:59,30) und Annika Bruhn (Neckarsulmer Sport-Union/1:59,41) klar hinter sich. Als Favoritin auf einen Einzelstart (Norm hierfür: 1:57,20) gilt auf dieser Strecke übrigens Isabel Gose, die wie auch Reva Foos (SG Frankfurt) erst kommende Woche in Magdeburg (10./11. April) ins Geschehen eingreifen wird. Für die Erfüllung der DSV-Staffelnorm gilt es, in Addition der vier besten Zeiten 7:55,00 Minuten zu erreichen. Dafür sind die Frauen vor allem dank Pietruschka nun erst einmal auf einem guten Weg. Pietruschka und Kullmann erfüllten zudem die Norm für die EM in Budapest im Mai.
Kim Herkles Altersklassenrekord schürt Hoffnung
Mit dem Altersklassenrekord von 2:25,56 Minuten über 200m Brust setzte die erst 18 Jahre alte Kim Herkle (SV Cannstatt) ein weiteres Ausrufezeichen. Die Tokio-Norm liegt bei 2:24,90 und damit sogar ein Zehntel unter dem aktuellen deutschen Rekord. Den EM-Start in Budapest hat Kim Herkle nun bereits sicher, aber auch ein Olympiastart ist ihr in dieser rekordverdächtigen Form durchaus noch zuzutrauen. So oder so steht die Brustschwimmerin zweifellos erst am Beginn einer erfolgversprechenden Karriere.
Jessica Felsner (Aqua Köln) blieb in 25,25 Sekunden über 50m Freistil ebenfalls unter der EM-Norm (25,30), die Vorgabe für Tokio (24,75) scheint für sie erreichbar. Weiter ist der Weg jedoch für Junioren-Europameister Artem Selin (Nübad Flipper), der in 22,92 noch fast eine Sekunde über der Olympianorm (21,95) blieb.
Großen Dank sagen möchte der DSV an dieser Stelle beim Kampfgericht. Die Frauen und Männer verrichteten ihre Arbeit in Heidelberg gemäß Hygienekonzept diesmal durchgehend mit der obligatorischen Maske, was in der warmen Schwimmhallen-Luft nicht nur den Kreislauf herausforderte. „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass uns all unsere Ehrenamtlichen und auch unser Ärzt*innenteam auch in dieser schwierigen Zeit so zuverlässig mit großem Einsatz zur Seite stehen. Unser Traum von Olympia hätte ohne diesen Enthusiasmus keine Chance“, betonte Bundestrainer Hannes Vitense.
Deutschlands U20-Wasserballer bleiben in den Top acht Europas
Die deutschen U20-Wasserballer haben bei den Europameisterschaften in Varna (BUL) Platz acht erreicht und damit auch für das kommende Jahr ihren Platz im Kreis der Top-Nationen gesichert.
Beim Turnier an der Schwarzmeerküste traf der Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in der Vorrunde mit Montenegro, Serbien und Spanien auf drei absolute Top-Teams. Nach dem aktuellen EM-Modus bleiben in der Gruppenphase die acht besten Mannschaften der vergangenen Titelkämpfe unter sich; während die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe direkt im Viertelfinale stehen, bestreiten der Dritt- und Viertplatzierte jeweils ein Überkreuzduell gegen ein Team aus einer der niedriger eingestuften Gruppen.
Zum Auftakt lieferte der DSV-Nachwuchs der Jahrgänge 2006 und jünger Montenegro einen harten Kampf und war nach einer starken Aufholjagd mehrmals bis auf ein Tor am Favoriten dran, unterlag letztlich aber doch mit 13:16. Auch gegen Serbien (13:22) und Spanien (11:19) gelang anschließend kein Sieg. Dafür aber im ersten K.o.-Spiel gegen die Niederlande: 16:15 hieß es am Ende einer dramatischen Partie, wodurch das erneute Erreichen der Top acht feststand.
Im Viertelfinale war dann Italien beim 10:16 zu stark für die ersatzgeschwächte DSV-Auswahl. Im ersten Platzierungsspiel ging es anschließend erneut gegen die Serben. Auch diese Partie ging mit 15:20 verloren, verlief aber knapper als das erste Duell in der Gruppenphase. Im Spiel um Platz sieben gegen den Nachwuchs des WM- und EM-Dritten Griechenland war das Team von Bundestrainer Nebojsa Novoselac ebenfalls lange Zeit auf Augenhöhe, musste sich letztlich aber doch mit 16:19 geschlagen geben. Europameister wurde am Sonntagabend Kroatien durch ein 17:14 gegen Spanien.
Für Deutschland spielten:
Elias Göthke, Arne Hofmann, Tyler Kugler, Finn Taubert (alle OSC Potsdam), Eric Heinrich, Fynn Janke, Aleksandar Mityska, Noel Palata (alle White Sharks Hannover), Oskar Halb, Elias Nosnik, Vukasin Simic (alle ASC Duisburg), Fabio De Marco, Tobias Scherrieble (beide SV Cannstatt), Connor Bruchwalski (SG Neukölln Berlin), Florian Bruns (Wasserfreunde Spandau 04)
27 Schwimm-Talente fürs CECJM in Slowenien nominiert
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat ein 27-köpfiges Team für das Central European Countries Junior Meeting (CECJM) in Ljubljana (SLO/17. – 19. Juli 2026) nominiert. Die 15 Mädchen und zwölf Jungen aus den Jahrgängen 2011 und 2012 hatten sich mit ihren Leistungen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) in Berlin für diesen internationalen Einsatz empfohlen.
Mit Meggie Messel, Jannis Kube und Theodor Büscher sind diesmal drei Aktive dabei, die deutschen Farben im Vorjahr schon beim European Youth Olympic Festival (EYOF) in Skopje (MKD) erfolgreich vertreten haben. Kube war mit sechs Titeln zugleich der erfolgreichste DJM-Teilnehmer in diesem Jahr gewesen. Aber auch Pia-Marlene Spethmann, Eva Woitag (jeweils fünf Titel) sowie Leonard Salan und Lasse Palle Philiepeit hatten mit Siegesserien aufgewartet.
„In diesem jungen Alter bedeutet diese Nominierung meist den Einstieg in die Nationalmannschaft, der bei diesem Teamwettbewerb hoffentlich wieder sehr stimmungsvoll ausfallen wird“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. In Sloweniens Hauptstadt kämpfen beim sogenannten EYOF-Ersatzwettkampf Mannschaften aus über 20 Ländern um eine Nationen-Trophy. Dabei kommen auf jeder Strecke zwei Schwimmer*innen pro Nation in die Wertung.
Das DSV-Team in Lubljana
| Anna Forsbach | 2011 | TV Ratingen |
| Mia-Philine Spethmann | 2012 | SC Delphin Ingolstadt |
| Nina Dujic | 2012 | Sport Union Neckarsulm |
| Nele Rochow | 2012 | Berliner TSC |
| Pia-Marlene Spethmann | 2012 | SC Delphin Ingolstadt |
| Lia Hartmannshenn | 2012 | SG Mönchengladbach |
| Charlotte Drenker | 2011 | TV Ratingen |
| Laetitia Adelhardt | 2012 | SC Wfr. München |
| Hannah Victoria Bürger | 2011 | Dresdner SC 1898 |
| Valentina Tröger | 2012 | TSV Hohenbrunn Riemerling |
| Eva Woitag | 2011 | SC Magdeburg |
| Mia Marie Junga | 2012 | Berliner TSC |
| Taya Tok | 2012 | SG Dortmund |
| Meggy Messel | 2011 | SV Nikar Heidelberg |
| Anna Franziska Hunger | 2011 | SSG Leipzig |
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| Theodor Büscher | 2011 | SG Essen |
| Hannes Petzold | 2011 | Potsdamer SV |
| Hardy Frank | 2011 | SSC Leutzsch |
| Stefan Louts-Häußler | 2011 | SGR Karlsruhe |
| Paul Kiehl | 2011 | Potsdamer SV |
| Titus Ditgen | 2011 | TV Ratingen |
| Julian Petras | 2011 | Wasserfreunde Spandau 04 |
| Valentin Flache | 2012 | VW Mannheim |
| William Klotz | 2011 | SC Wiesbaden 1911 |
| Leonard Salan | 2012 | Berliner TSC |
| Jannis Kube | 2011 | Wasserfreunde Spandau 04 |
| Lasse Palle Phielipeit | 2012 | Celler Schwimm Club |
Das waren die Schwerpunkte beim DSV-Diagnostiktreffen 2026
Vom 28. bis 30. April 2026 fand das DSV-Diagnostiktreffen für das Becken- und Freiwasserschwimmen am Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt in Magdeburg statt. Vertreter*innen aller DSV-Diagnosezentren – IAT Leipzig, Olympiastützpunkte Hamburg Schleswig-Holstein und Metropolregion Rhein-Neckar – kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, strategische Ausrichtungen und sportwissenschaftliche Schwerpunkte auszutauschen.
Das Treffen der DSV-Expert*innen findet seit 2020 jährlich statt. Während in den vergangenen Jahren vor allem die DSV-Diagnosezentren selbst Gastgeber dieser Zusammenkunft waren, werden nun schrittweise die Standorte der Bundesstützpunkte als Tagungsorte eingebunden.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens standen neben aktuellen strategischen und organisatorischen Themen des Deutschen Schwimm-Verbandes insbesondere folgende Schwerpunkte:
- sportfachlicher Austausch zum 3-Minuten-Stufentest
- strategische sportwissenschaftliche Ansätze mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles
- Begehung des Olympiastützpunktes Magdeburg sowie Gespräche zur Zukunftsperspektive des deutschen Schwimmzentrums in Magdeburg
- Digitalisierung leistungsdiagnostischer Daten und aktueller Entwicklungsstand der Athletendatenbank IDA des IAT Leipzig
- Wettkampfanalyse
- umfassender sportfachlicher Austausch zur Schwimmtechnik
Der zuletzt genannte Themenschwerpunkt nahm rund zwei Drittel des gesamten Programms ein. Ziel dieses intensiven Austauschs war es, ein gemeinsames Verständnis über eine effiziente und effektive Schwimmtechnik weiter zu schärfen, bestehende Auffassungen abzugleichen und auf ein einheitliches fachliches Niveau zu heben.
Im Rahmen des Diagnostiktreffens wurden zunächst die Schwimmtechniken in Kraul, Rücken und Brust sowie der Startsprung intensiv besprochen. Die Wendentechniken sowie die Technik des Schmetterlingsschwimmens werden im Anschluss in digitalen Gesprächsrunden weiter vertieft. Beim Diagnostiktreffen vor Ort stand zunächst die gemeinsame kritische Auseinandersetzung mit den technischen Anforderungen im Leistungsschwimmen im Mittelpunkt der Diskussion. Mittelfristig soll dieses abgestimmte Verständnis auch an Trainerinnen und Trainer weitergegeben werden, um eine fachliche Grundlage in der Trainingspraxis zu geben.
Dr. Alexander Törpel, der Bundestrainer Diagnostik im DSV, betont die Bedeutung des Formats: „Das DSV-Diagnostiktreffen hat nun bereits zum sechsten Mal stattgefunden und ist aus meiner Sicht für alle Teilnehmenden immer wieder bereichernd. In diesem vertrauten Rahmen können wir uns die Zeit nehmen, Themen konzentriert zu besprechen, Standards und strategische Vorgehensweisen festzulegen und abzustimmen sowie zukunftsweisende Perspektiven aus Sicht der Sportwissenschaft für den DSV gemeinsam zu diskutieren.“
DSV investiert in die Zukunft der Trainer*innenbildung
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) modernisiert sein Bildungsangebot für Trainer*innen. Mit dem Ausbau der DSV-Schwimmakademie als digitale Lernplattform, neuen E-Learning-Formaten und einer stärkeren Qualitätssicherung in der Aus- und Fortbildung investiert der Verband gezielt in die Zukunft des Schwimmsports. Um diese Entwicklung nachhaltig zu finanzieren, führt der DSV zum 01. Juli 2026 einheitliche Verwaltungsgebühren für die Ausstellung, Verlängerung und Anerkennung von Trainer*innen-A-Lizenzen ein.
„Die Aus- und Fortbildung von Trainer*innen im organisierten Schwimmsport ist kein kurzfristiges Angebot, sondern ein komplexes Bildungssystem mit hohen Qualitätsansprüchen. Diese Qualität entsteht nicht zum Nulltarif – und sie verdient eine nachhaltige Finanzierung“, erklärt Stephan Haumann als Bundestrainer für Wissenschaft und Bildung. Die Gebühren seien dabei kein Selbstzweck, sondern ein klares Bekenntnis des Verbandes zu moderner, hochwertiger Aus- und Fortbildung.
Die Einnahmen fließen direkt in den Ausbau der Bildungsinfrastruktur. Darunter die Weiterentwicklung der DSV-Schwimmakademie als digitale Plattform für Aus- und Fortbildungsangebote, die Förderung innovativer Lehrformate wie E-Learning sowie eine angemessene Vergütung qualifizierter Referent*innen. Dabei schaffen einheitliche und transparente Gebührenregelungen Verbindlichkeit – und entlasten die ehrenamtlichen Strukturen des Verbandes. „Gebühren sind keine Hürde – sie sind eine Investition in bessere Trainer*innen, bessere Trainingsqualität und somit bessere Zukunftschancen für unsere Aktiven“, sagt der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer. „Damit tragen sie zur langfristigen Entwicklung des Schwimmsports in Deutschland bei.“
Alle Anträge werden künftig über die DSV-Schwimmakademie abgewickelt, die nach Schwimmsportarten und Antragsarten strukturiert ist. Die Gebühren für die Erstausstellung einer Lizenz betragen 50,00 Euro. Für eine fristgerechte Verlängerung mit DSV-anerkannten Fortbildungsnachweisen sind es 20,00 Euro beziehungsweise 50,00 Euro nach Ablauf der Gültigkeit. Bei Anträgen mit Teilnahmenachweisen von Fortbildungen, die nicht vom DSV oder dessen anerkannten Bildungspartnern angeboten wurden, liegen sie etwas höher.
Weitere Informationen sind auf der DSV-Website verfügbar. Dort findet sich auch die vollständige Beitrags- und Gebührenordnung.
Ihr Weg zur Spitze: Werden Sie Diplom-Trainer*in
Der Trainer*innen-A-Ausbildungslehrgang des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hat bereits wertvolle Impulse gegeben. Nun geht es auf die nächste Stufe: Das Diplom-Trainer*innen-Studium an der Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) setzt neue Maßstäbe für Trainer*innen im Leistungssport.
Der 34. Ausbildungsjahrgang läuft vom 01. Oktober 2026 – 30. September 2029. Dieses Studium stellt die höchste Qualifikationsstufe im organisierten deutschen Sport dar und richtet sich an Personen, die im Leistungssport arbeiten, potentielle zukünftige Bundestrainer*innen, Landestrainer*innen und Mitarbeiter*innen an den Bundesstützpunkten, die ihre fachliche, methodische und wissenschaftliche Kompetenz auf ein neues Niveau heben möchten.
Die Ausbildung verbindet praxisorientierte Trainingsarbeit mit sportwissenschaftlichen Inhalten und fördert gezielt die Weiterentwicklung im Spitzen- und Nachwuchsleistungssport. Theorie und Praxis sind eng verzahnt, sodass Sie direkt aus dem Studium für Ihre tägliche Arbeit profitieren.
Was das Diplom-Trainer*innen-Studium auszeichnet
- Inhalte direkt aus den Praxisanforderungen moderner Trainer*innen im Leistungssport
- Lernaktivitäten abgestimmt auf erfahrene Leistungssport-Trainer*innen
- Nahtlose Verbindung von Theorie und beruflicher Praxis
- Sportartübergreifender Ansatz
- Expertenpool aus Wissenschaft, Forschung und Leistungssportpraxis
- Systematische Begleitung und intensive Betreuung während des gesamten Studiums
- Möglichkeit, einen B.A.-Abschluss innerhalb der dreijährigen Ausbildung zu erwerben
Bewerbungsverfahren
Interessierte Trainer*innen aus dem Schwimmsport bewerben sich zunächst beim DSV (Bewerbung an bildung@dsv.de, Betreff „Bewerbung Trainerakademie“). Nach interner Prüfung und Befürwortung wird die Bewerbung durch den DSV an die Trainerakademie Köln des DOSB weitergeleitet. Bewerbungsschluss beim DSV ist der 15. April 2026. Er ist so gewählt, dass eine fristgerechte Weiterleitung an die Trainerakademie gewährleistet werden kann.
Benötigte Unterlagen
- Anti-Doping-Erklärung (Formblatt ausgefüllt & unterschrieben)
- Ehrenkodex (Formblatt ausgefüllt & unterschrieben)
- Formblatt vom Spitzenverband ausgefüllt und unterschrieben (Formblatt Vorgesehener Einsatzbereich)
- Empfehlungsschreiben des Vereins, Landesverbandes oder Spitzenverband
- Digitales Passbild
- A-Lizenz des Fachverbandes
- Schulabschluss/Berufsabschluss (beglaubigte Kopie)
- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (kann nachgereicht werden)
- Ärztliches Gesundheitszeugnis (max. sechs Monate alt,) auf dem die gesundheitliche Eignung für das Diplom-Trainer*innen- Studium attestiert ist (kann nachgereicht werden)
- ggf. Nachweis deutscher Sprachkenntnisse (B2/C1) für Bewerber*innen ohne deutsche Staatsbürgerschaft
Über die Zulassung entscheidet die Zulassungskommission der Trainerakademie Köln. Weitere Informationen zum Studium finden Sie hier: https://www.trainerakademie-koeln.de/studium.
Wir freuen uns auf qualifizierte Bewerbungen aus unseren Landesverbänden und Bundesstützpunkten.
Favoritinnensieg bei den 3m-Synchronfrauen, Finaldrama bei den Männern
Eins plus zwei ergibt wieder Platz eins, diese Gleichung galt am Sonntag bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wasserspringen in Berlin. Man nehme die beiden ersten Springerinnen aus dem 3m-Einzel vom Tag zuvor. Gemeinsam gewannen Jette Müller (WSC Rostock) und Lena Hentschel (Berliner TSC) zum Abschluss der Titelkämpfe auch noch das 3m-Synchronspringen souverän mit 280,62 Punkten vor Henni Louise Mehner und Sonja Thulke (beide Dresdner SC 1898/235,38). Im Vorkampf sammelten Müller und Hentschel mit 282,30 sogar noch ein paar Pünktchen mehr. Da sie unterschiedlichen Vereinen angehören, werden die Punkte für den Sieg für die Mannschaftswertung übrigens geteilt. Dort war in diesem Jahr insgesamt der Berliner TSC der führende Verein vor dem SC DHfK Leipzig.
Drama bot der 3m-Synchronwettbewerb bei den Männern. Im Vorkampf hatten Jonathan Schauer (SV Halle) und Lou Massenberg (Berliner TSC) mit 401,40 Punkten geglänzt – damit lagen sie bereits über der Norm des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) für Paris (FRA) 2026. „Das war saustark. Sie haben vom Schwierigkeitsgrad her nochmal aufgestockt und sehr schöne Synchronität gezeigt“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm.
Im Finale lagen die beiden bis zum letzten Durchgang auf einem ähnlichen Kurs. Doch dann bekam Massenberg dort einen sogenannten Sacker beim Absprung, konnte das Brett also nicht mehr drücken und musste den Versuch abbrechen, während Schauer absprang. Das bedeutete null Punkte für diese Runde und insgesamt 333,93 Zähler. Platz eins mit 353,94 ging deshalb an Tim Axer (SV Neptun Aachen) und Finn Awe (WSC Rostock). Das Hallenser Paar mit Moritz Wesemann und Timo Barthel, das bei der WM für Deutschland gesprungen war, war in Berlin nicht am Start, weil Barthel sich erst kürzlich einer weiteren Handgelenks-OP unterzogen hat.
Den Sieg im Mixed-Turm-Synchronspringen holten WM-Teilnehmer Jaden Eikermann und seine jüngere Schwester Jazzelle Eikermann (beide SV Neptun Aachen) mit 268,08 Punkten.
Moritz Wesemann ist der Beste in einem starken 3m-Feld
Anderthalb Jahre hatte Wasserspringer Moritz Wesemann vermehrt in den USA trainiert. Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Berlin markieren in diesen Tagen nun eine Art Neuanfang für den 23-Jährigen. Zwar wird er auch weiterhin regelmäßig über den großen Teich fliegen – jetzt allerdings nach Kanada, genauer: nach Montreal, wo seine Freundin lebt. Seinen Trainingsmittelpunkt hat Wesemann jetzt jedoch wieder ausschließlich nach Deutschland verlegt. „Ich will künftig wieder näher dran sein an der Nationalmannschaft. So kann ich bei mehr Lehrgängen dabei sein und zudem noch häufiger mit Timo Barthel für das 3m-Synchronspringen trainieren“, erklärte der Hallenser seine Beweggründe.
Vereinskollege Barthel ist nach einer erneuten Handgelenks-OP momentan allerdings nur Zuschauer. Bei den Mannschaftsmeisterschaften liegt Wesemanns Fokus deshalb ganz auf dem Einzel. Nachdem er zum Auftakt gestern bereits vom 1m-Brett der Beste war, siegte er am Freitag auch noch vom 3m-Brett. Mit 474,50 Punkten behauptete sich der Europameister von 2023 vor Lou Massenberg (Berliner TSC/467,90) und Jonathan Schauer (SV Halle/441,65).
>> Zum Zeitplan und zu den Ergebnissen
Zum Vergleich: Die EM-Norm des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) für Paris (FRA) 2026 steht bei 440,00 Punkten. Diese wurde bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison von gleich drei Athleten übertroffen. „Wir haben in diesem Jahr bei den Mannschaftsmeisterschaften nicht nur erfreulich große Felder, sondern auch ein für diesen frühen Termin schon erstaunlich hohes Niveau. Die Athleten haben hier einen hervorragenden Wettkampf geboten“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm.
Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif siegt vom Turm trotz Trainingsrückstand
Beim Turmspringen der Frauen waren derartige Punktzahlen noch nicht zu erwarten. Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif (Berliner TSC) hat nach einem mehrwöchigen Bundeswehrlehrgang im Herbst und einer weiteren krankheitsbedingten Pause in der Vorbereitung noch Trainingsrückstand und absolvierte deshalb auch drei ihrer fünf Sprünge aus nur fünf statt zehn Metern. Den deutlichen Sieg mit 292,10 vor Karina Hlyzhina (Dresdner SC 1898/267,35) und Jazzelle Eikermann (SV Neptun Aachen/252,25) ließ sie sich trotzdem nicht nehmen.
>> Zum Livestream auf Sporteurope.TV
Im Mixed-3m-Synchronspringen lagen ebenfalls wie erwartet die amtierenden Europameister*innen Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez (beide Berliner TSC) vorn. Sie gewannen mit 286,77 Punkten vor Vanessa Röhniß und Ursus Fleck (beide SC DHfK Leipzig/258,21).
DSV begrüßt Unterstützung des Bundes für neues nationales Schwimmzentrum in Magdeburg
Große Freude im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) löste die Kunde aus, dass das in Magdeburg geplante erste nationale Schwimmzentrum die Förderzusage des Bundes erhalten hat. In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages wurde am Donnerstag eine Erhöhung der Mittel für den Spitzensport beschlossen, um unter anderem das Schwimmzentrum für Deutschland in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts finanzieren zu können.
„Wir sind sehr glücklich, dass die Arbeit der Verantwortlichen des Landes Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt Magdeburg, die wir in zahlreichen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträger*innen unterstützt haben, nun auch auf Bundesebene mit voller Kraft vorangetrieben wird. Es wird die leistungssportliche Arbeit des DSV mit seinen fünf olympischen Sportarten auf eine ganz neue Ebene heben. Das beflügelt uns für die nun notwendigen Detailplanungen sehr. Das ist sehr guter Tag für den Schwimmsport!“, sagte der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer. „Unser Ziel, ab 2040 zuverlässig zu den Top-fünf-Nationen in der Welt des Schwimmens gehören zu wollen, wird damit nachhaltig unterstützt.“
„Das Schwimmzentrum in Magdeburg wird nicht nur dem Schwimmsport, sondern auch dem Sportland Sachsen-Anhalt einen starken Impuls geben“, freute sich auch Sachsen-Anhalts Sportministerin Dr. Tamara Zieschang. Und sprach dabei auch gleich der neuen Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein, großen Dank aus.
Zieschang bekundete aber auch Hochachtung für die Schwimmstars um die Olympiasieger Lukas Märtens und Florian Wellbrock. „Das ist vor allem ein Verdienst der Schwimmerinnen und Schwimmer am Bundesstützpunkt Beckenschwimmen in Magdeburg und der Trainingsgruppe um Bundestrainer Bernd Berkhahn. Ihren eindrucksvollen internationalen Erfolgen ist es zu verdanken, dass sich Magdeburg zu einem Aushängeschild des deutschen Schwimmsports entwickelt hat.“
Für das Schwimmzentrum sind den Angaben der Stadt zufolge ein 50m-Becken im Wettkampfformat, ein Strömungskanal, Krafträume, eine Höhenkammer und Diagnostik-Räume geplant. Auch Tagungsräume für Weiterbildungen sind vorgesehen. Es soll neben der Handball-Arena in der Nähe der Magdeburger Sportschulen errichtet werden. Die Stadt rechnete bislang mit Kosten von 51 Millionen Euro. Davon soll der Bund 90 Prozent übernehmen, den Rest das Land Sachsen-Anhalt.
DKM in Wuppertal: Das Meldeergebnis ist veröffentlicht
In der kommenden Woche stehen mit den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften (DKM) in Wuppertal (13. – 16. November) bereits die ersten nationalen Titelkämpfe der neuen Saison an. Insgesamt 882 Aktive werden dabei in der Schwimmoper erwartet. Das heute veröffentlichte Meldeergebnis offenbart, dass Angelina Köhler dabei besonders intensive Tage mit mindestens acht verschiedenen Rennen bevorstehen.
>> Alle Startlisten und Ergebnisse der DKM
Die Welt- und Europameisterin von der SG Neukölln kehrt am Montag erst aus dem Höhentrainingslager in der Türkei zurück, plant nach ihrem 25. Geburtstag am Mittwoch dann mit DKM-Starts über 50m, 100m und 200m über Schmetterling und Freistil sowie 50m und 100m Rücken. „Nach einem intensiven Trainingsblock sind die DKM eine wichtige Standortbestimmung für uns“, sagt der Berliner Stützpunkttrainer Lasse Frank. „Angelina ist täglich zweimal gemeldet. Das Ziel lautet tatsächlich, inklusive der Finals dann 16 Starts auf einem möglichst hohen Niveau zu absolvieren, vor allem beim Start, den Unterwasserkicks und Wenden.“
Spannende Duelle mit vielen WM-Stars
An den vier Wettkampftagen werden die letzten Tickets für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin (POL/02. – 07. Dezember) vergeben, die in den Nominierungsrichtlinien festgelegten Qualifikationszeiten sind dafür in zwei verschiedene Altersbereiche unterteilt. Da das bei den Weltmeisterschaften in Singapur erfolgreiche DSV-Team für diese EM jedoch vorab komplett gesetzt wurde, verzichten Champions wie Anna Elendt und Lukas Märtens auf DKM-Starts. Märtens testet gemeinsam mit Isabel Gose, Florian Wellbrock und vielen anderen aus der Magdeburger Topgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn stattdessen gerade die Bedingungen im Höhentrainingslager in Flagstaff (Arizona), als eine Option für die Olympiavorbereitung auf LA 2028.
Hochklassiger Schwimmsport ist trotzdem zu erwarten. So streiten auf den Bruststrecken die WM-Starter Lucas Matzerath (SG Frankfurt) und Melvin Imoudu mit dem neuen Junioren-Weltrekordler Jan Malte Gräfe (beide Potsdamer SV) um die Titel. Spannung verspricht auch das Rücken-Duell von WM-Teilnehmer Vincent Passek (Berliner TSC) mit Ole Braunschweig (SG Neukölln), der nach einem Pausensommer nun sein Comeback feiert. Und Luca Armbruster (SG Neukölln) und Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg) kämpfen um den Ruf als schnellster Schmetterling des Landes gegeneinander.
Besondere Auflagen am Volkstrauertag
Da am Sonntag der Volkstrauertag ist, ist besondere Rücksicht gefordert. Gemäß Auflage der zuständigen Behörden zur Genehmigung der Veranstaltung werden beim Vorlaufabschnitt keine Zuschauer*innen zugelassen, auch wird am Sonntagvormittag keine Musik abgespielt.
