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    Schwimmsportsommer 2026

    Das Jahr 2026 hält so einige große Schwimmsporthighlights bereit: Deutsche Meisterschaften in Berlin, Europameisterschaften in München, die Finals in Hannover. Wer live dabei sein will, kann sich für alle Veranstaltungen jetzt bereits Tickets sichern und die deutschen Schwimmsportler*innen kräftig unterstützen. 

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    Schwimmausbildung beim Deutschen Schwimm-Verband

    Die Schwimmausbildung ist eine der Kernaufgaben des Deutschen Schwimm-Verbandes, die flächendeckend in nahezu allen Schwimmvereinen bzw. –abteilungen stattfindet.

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    Die Wasserspringer Timo Barthel und Lars Ruediger stellen sich vor ihrem Wettkampf dem Publikum vor.
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Silber im Teamwettbewerb: Perfekter Auftakt für das DSV-Team

Es war der ideale Einstieg in den World Aquatics Diving World Cup in Berlin, quasi die ganze Vielfalt und Faszination des Wasserspringens in einem Event. Mit Auftritten in allen sechs Sprunggruppen, Einzel- und Synchronsprüngen, letztere sogar über Geschlechtergrenzen hinweg. Für die deutsche Mannschaft war der gemischte Teamwettbewerb am Freitagabend aber noch aus einem anderen Grund der perfekte Auftakt in dieses Weltcup-Wochenende. Mit 430,75 Punkten gewann das Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) mit Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), Christina Wassen (Berliner TSC), Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide SV Halle) die Silbermedaille – besser war lediglich die amtierenden Weltmeister*innen aus Großbritannien (Scarlett Mew Jensen, Andrea Spendolini-Sirieix, Jack Laugher, Thomas Daley) mit 461,15, Bronze sicherte sich Italien (419,60).

„Ich bin happy, besser hätte es nicht laufen können“, jubelte Oettinghaus. Barthel sagte: „Das war ein geiler Tag für das ganze Team.“ Und meinte mit Blick auf die kommenden Finals beim Berliner Weltcup: „Dieses Ergebnis beflügelt die ganze Mannschaft. So darf es gerne weitergehen.“

>> Jetzt Tickets für den Weltcup im Wasserspringen sichern

Beim Teamwettbewerb starten pro Nation maximal vier Aktive, aber mindestens eine Frau und ein Mann. Es bestreiten zunächst je ein Mann und eine Frau die Sprünge vom 3m-Brett und das 3m-Mixed-Synchronspringen, anschließend geht es für die Einzelsprünge beider Geschlechter und das Turm-Mixed-Synchronspringen hoch auf zehn Meter. „Es macht jedes Mal großen Spaß, im Team zu springen. Wenn man die anderen hinter sich weiß und dass man zusammen alles schaffen kann, ist es immer einfacher“, erklärte Christina Wassen den besonderen Reiz dieses Wettbewerbs. Schon nach den Brettsprüngen lagen die Deutschen als Zweite auf Medaillenkurs, mit starken Versuchen vom Turm konnten sie diesen Platz dann in den weiteren Runden erfolgreich verteidigen. „Hinten raus der 3,5-fache Delfinsalto im Mixed-Synchron war einfach megageil, super synchron und mit toller Endphase. Wir haben heute deutlich gezeigt, was wir draufhaben“, lobte Bundestrainer Christoph Bohm.

Chinas Topstars dominieren in den Vorkämpfen

Zuvor war es in den Vorkämpfen um die Qualifikation für die Finals am Wochenende gegangen, auch hier mit erfreulichem Ausgang für das DSV-Team, das vier weitere Finalplätze sichern konnte. Als Fünfte und Sechste vom 3m-Brett lösten Moritz Wesemann (419,00) und Lars Rüdiger (Berliner TSC/417,25) souverän das Ticket für die Entscheidung am Sonntag (ab 14:45 Uhr); der dritte DSV-Starter Alexander Lube (SV Neptun Aachen/380,00) kam auf Rang 17.

„Es ist immer schön, zu zweit im Finale zu sein, so kann man sich gegenseitig motivieren und sich zu Höchstleistungen pushen“, meinte Rüdiger. Aufgrund von Verletzungen und Krankheiten waren die vergangenen Monate für ihn ein Auf und Ab gewesen, umso mehr freute sich der Lokalmatador jetzt über diesen starken Auftritt in seiner Heimhalle und vor den Augen seiner Mutter, die beim Weltcup als Helferin im Einsatz ist. „Das fühlt sich einfach gut an. Letzte Woche haben wir noch einmal an den Basics gearbeitet, so ganz einfache Sachen – das hat mir so viel gebracht und ganz viel Selbstvertrauen gegeben“, so Rüdiger. Bundestrainer Bohm ergänzte: „Wir haben technisch ein bisschen was umgestellt, das fruchtet jetzt. Ich bin sehr zufrieden mit ihm.“ Die beste Leistung im Vorkampf zeigte Chinas Topstar Wang Zongyuan – der Olympiasieger im 3m-Synchronspringen sammelte 510,00 Punkte und lag damit vor seinem Landsmann Zheng Jiuyuan (457,90) und dem WM-Dritten Osmar Olvera aus Mexiko (433,45).

>> Alle Ergebnisse vom Diving World Cup in Berlin

Beim Turmspringen der Frauen ging die beste Vorkampfleistung ebenfalls auf das Konto einer Chinesin: Die Olympiasiegerin und amtierende Weltmeisterin Quan Hongchan kam mit einer blitzsauberen Serie auf 423,20 Punkte, gefolgt von WM-Bronzemedaillengewinnerin Andrea Spendolini-Sirieux (GBR/347,80) und Delaney Schnell (USA/314,45). Als Sechste sortierte sich Elena Wassen (Berliner TSC) mit 286,50 als Beste des deutschen Trios ein. Sie zeigte am Freitagmittag vier ordentliche Sprünge, lediglich der 3,5-fache Delfinsalto gelang ihr nicht ganz so gut. „Das ist mein Wackelsprung, aber mit den anderen Sprüngen bin ich ganz zufrieden“, sagte sie. „Nachdem es ja zuletzt beim Weltcup in Kanada nicht so gut lief, habe ich mich seitdem im Training stabilisiert und Sicherheit zurückgewonnen. Jetzt geht es wieder bergauf“, so die 23-Jährige weiter. Mit Vereinskollegin Pauline Pfeif (252,90) schaffte eine weitere Deutsche den Sprung ins Finale am Sonntag (ab 17:15 Uhr), Christina Wassen (223,30) kam auf Platz 14.

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Das sind die Normzeiten für ein Ticket zu EM und JEM

Aktuell arbeiten viele Aktive aus dem Beckenschwimmen in Trainingslagern sehr intensiv an der Leistungsausprägung für die nationalen Saisonhöhepunkte im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). In diesem Jahr bilden die Deutschen Meisterschaften in Berlin (25. – 28. April) bekanntlich auch den finalen Höhepunkt der Olympiaqualifikation für die Spiele in Paris (FRA/26. Juli – 11. August). Aber in der Hauptstadt geht es noch um viel mehr. >> Jetzt Tickets für die Schwimm-DM in Berlin sichern Mit den Europameisterschaften in Belgrad (SRB/10. – 23. Juni), den Europameisterschaften der Junior*innen in Vilnius (LTU/02. – 07. Juli) für die Jahrgänge 2006 bis 2009, dem Central European Countries Junior Meeting (CECJM) in Belgrad (12. – 14. Juli) für die Jahrgänge 2009/2010 sowie den offenen Schweizer Sommermeisterschaften in Uster (11. – 14. Juli) für die U23 (und Jahrgang 2008) stehen weitere Saisonhöhepunkte an, für die man sich im Frühjahr qualifizieren kann. Die entsprechenden Nominierungsrichtlinien mit allen zu erbringenden Normzeiten dazu wurden in der vergangenen Woche gesammelt veröffentlicht. >> Zu den DSV-Nominierungsrichtlinien „Für unsere Olympiateilnehmer*innen ist die EM in diesem Jahr kein Zielwettkampf, da in dieser Zeit bei vielen auch bereits Trainingslager angesetzt sind. Bei Interesse kann man diese Rennen für die Vorbereitung auf Paris aber natürlich gern nutzen“, sagte Leistungssportdirektor Christian Hansmann. „Für jüngere Talente bieten die EM-Rennen aber eine willkommene Chance, um internationale Erfahrungen zu sammeln.“ Auch deswegen orientieren sich die DSV-Normzeiten bei den Strecken bis 200m an der jeweils besten Zeit für Platz 16 der vergangenen drei Europameisterschaften, und bei den Distanzen darüber an der besten Zeit für Platz acht der letzten drei EM-Austragungen. Im Kampf um die JEM-Tickets gibt es wieder zwei Phasen. Die ersten Startplätze werden bereits für Normerfüllungen zwischen 18. – 28. April vergeben, anschließend kann man sich aber auch noch bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) in Berlin (21. – 26. Mai) für die Nationalmannschaft qualifizieren. „Natürlich wünschen wir uns, dass sich viele wieder gleich im April empfehlen, weil wir uns dann länger auf die JEM-Vorbereitung konzentrieren können“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. Sein Bundestrainer-Kollege Hannes Vitense freut sich über die zusätzlichen Möglichkeiten in einem Jahr ohne European Youth Olympic Festival (EYOF): „Zum CECJM können wir in diesem Jahr acht Athlet*innen mehr mitnehmen als beim EYOF. Und der Zuwachs bei der Talentförderung verdoppelt sich sogar noch einmal durch acht weitere Plätze für den Jahrgang 2008 bei unserer U23-Maßnahme. Damit können wir uns für die Zukunft breiter aufstellen.“ Normzeiten für die EM 2024

Frauen

Strecke

Männer

25,10

50m Freistil

22,25

54,75

100m Freistil

48,80

1:59,95

200m Freistil

1:48,15

4:10,75

400 m Freistil

3:48,40

8:33,40

800m Freistil

7:51,60

16:22,40

1500m Freistil

15:02,95

59,40

100m Schmetterling

52,25

2:12,85

200m Schmetterling

1:57,80

1:00,95

100m Rücken

54,35

2:13,30

200m Rücken

1:59,10

1:07,45

100m Brust

1:00,20

2:27,25

200m Brust

2:12,05

2:13,80

200m Lagen

2:00,30

4:42,10

400m Lagen

4:15,60

 

 

 

3:40,90

4x100m Freistil

3:15,30

8:04,00

4x200m Freistil

7:14,70

4:03,50

4x100m Lagen

3:36,50

3:48,35

4x100m Lagen Mixed

3:48,35

3:29,05

4x100m Freistil Mixed

3:29,05

Normzeiten für die JEM 2024

Frauen

 

Männer

Jg. 2006

Jg. 2007-2009

Strecke

Jg. 2006-2008

0:25,65

0:25,95

50m Freistil

0:23,15

0:55,70

0:56,40

100m Freistil

0:50,50

2:01,00

2:02,40

200m Freistil

1:51,10

4:15,00

4:18,10

400 m Freistil

3:54,60

8:45,80

8:52,20

800m Freistil

8:08,70

16:45,80

16:58,00

1500m Freistil

15:36,70

1:09,60

1:10,50

100m Brust

1:03,10

2:29,60

2:31,40

200m Brust

2:17,10

1:02,20

1:03,00

100m Rücken

0:56,20

2:15,20

2:16,90

200m Rücken

2:02,40

1:00,30

1:01,00

100m Schmetterling

0:54,20

2:13,80

2:15,40

200m Schmetterling

2:01,60

2:16,70

2:18,40

200m Lagen

2:04,40

4:50,30

4:53,90

400m Lagen

4:27,10

 

 

 

 

 

3:48,00

4x100m Freistil

3:23,10

 

8:14,60

4x200m Freistil

7:24,10

 

4:11,50

4x100m Lagen

3:43,00

 

3:34,80

4x100m Freistil Mixed

3:34,80

 

3:56,00

4x100m Lagen Mixed

3:56,00

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Zwei Siege, vier Medaillen: Erfolgreicher deutscher Tag beim Springertag

Eine Disziplin stand in diesem Jahr beim Internationalen Springertag in Rostock ganz besonders im Fokus: Schließlich ging es beim Turm-Synchronspringen der Männer noch um die Antwort auf die Frage, welches Paar bei den bevorstehenden Weltmeisterschaften in Doha (QAT/02. – 18. Februar) für Deutschland an den Start gehen wird – entweder die Paarung Timo Barthel (SV Halle) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) oder die mit Luis Avila Sanchez und Tom Waldsteiner (beide Berliner TSC). Nach dem Wettkampf am Samstag sind nun Barthel/Eikermann im Vorteil, die in Rostock auf 392,37 Punkte kamen und sich damit vor den beiden Polen Filip Jachim und Robert Lukaszewicz (364,32) den Tagessieg sicherten. Waldsteiner/Avila Sanchez kamen außer Konkurrenz – aus jedem Land wird immer nur ein Paar gewertet – auf 341,85 Punkte.

„Das war eine sehr schöne Leistung von Timo und Jaden, die mich mit Blick auf Doha sehr zuversichtlich stimmt, zumal sie heute bei ein, zwei Sprüngen noch Reserven hatten“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Ebenfalls außer Konkurrenz war ein anderes deutsches Team noch ein bisschen besser: Ole Rösler und Espen Prenzyna (beide WSC Rostock), im vergangenen Jahr Europameister bei den Junioren, erzielten sogar 394,23 Punkte – da sie bei der nationalen WM-Qualifikation im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Dezember „nur“ Dritte waren, kamen sie für einen Start in Katar allerdings nicht mehr in Frage. „Trotzdem war das heute eine super Leistung von ihnen. Das hätten ihnen wohl die wenigsten zugetraut, dass sie auch mit den neuen, schwereren Sprüngen schon eine solche Qualität zeigen können“, so Bohm.

Auch im Turm-Synchronspringen der Frauen gab es einen deutschen Erfolg durch Elena Wassen und Christina Wassen– die Europameisterinnen des Vorjahres setzten sich mit 289,92 Punkten vor Ana Carvajal und Valeria Antonino (ESP/255,27) durch.

Im Einzel vom 3m-Brett schafften es ebenfalls gleich zwei Deutsche aufs Treppchen. Hinter Siegerin Desharne Bent-Ashmeil aus Großbritannien (291,55) belegten Lokalmatadorin Jette Müller (WSC Rostock/287,80) und Lena Hentschel (Berliner TSC/283,85) die Plätze zwei und drei.? „Mit Silber und Bronze gegen gute Konkurrenz sind wir sehr glücklich. Jette hat sich in den vergangenen Wochen deutlich gesteigert und hier verdient den zweiten Platz geholt. Auch Lena hätte um den Sieg mitspringen können, doch sie hatte noch ein, zwei kleine Fehler dabei. Aber sie hat toll gekämpft bis zum Ende“, lobte der Bundestrainer.

Die gezeigten Leistungen machen in jedem Fall Lust auf das baldige nächste Heimspiel der deutschen Wasserspringer*innen: Vom 21. – 24. März trifft sich die versammelte Weltelite in Berlin zum World Aquatics Diving World Cup, dem einzigen Event in Europa im Rahmen der diesjährigen Weltcupserie. Der Vorverkauf für dieses Highlight hat bereits begonnen.

>> Jetzt Tickets für den Weltcup in Berlin sichern

Tagestickets für den Weltcup kosten für den Donnerstag 12,00 Euro (ermäßigt* 10,00 Euro), für den Freitag mit dem Finale im Team-Event 15,00 Euro (12,50 Euro*). Am Samstag und Sonntag, wo ausschließlich Finals stattfinden, liegen die Preise dann bei 28,00 Euro oder ermäßigt* 26,00 Euro. Dauerkarten für das gesamte Wochenende gibt es bereits für 52,00 Euro (48,00 Euro*) und bieten das volle Paket an Weltklasse-Wasserspringen. Für Samstag und Sonntag werden außerdem wieder VIP-Karten für 119,00 Euro angeboten, diese beinhalten den Zugang zum VIP-Block und zur VIP-Lounge. In der VIP-Lounge stehen ganztags Getränke sowie nachmittags zu den Finals ein Catering (max. drei Stunden) zur Verfügung. Neu ist in diesem Jahr die Möglichkeit, nur für eine einzelne Session am Vormittag oder Abend Karten zu kaufen, diese kosten am Donnerstag sowie am Freitagvormittag 7,50 Euro (5,00 Euro*) beziehungsweise am Freitagabend 10,00 Euro (7,50 Euro*).

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DSV-Männer werden EM-Zwölfte und verbessern sich gegenüber 2022 um einen Platz

Erst vor wenigen Tagen hatten die Wasserballerinnen aus den Niederlanden EM-Gold gewonnen – die amtierenden Weltmeisterinnen sind nach dem sechsten Titel nun also auch Rekordeuropameisterinnen. Am Montagabend gab es für die Fans von Oranje erneut Grund zum Jubel: Denn auch die Männer gewannen bei den Europameisterschaften in Dubrovnik (CRO) ihre letzte Partie – im Spiel um Platz elf setzten sich die Niederländer mit 16:10 (5:2, 6:5, 3:2, 2:1) gegen die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) durch. Deutschland beschließt das Turnier also auf Rang zwölf und damit einen Platz besser als vor zwei Jahren bei der EM in Split (CRO).

Bundestrainer Milos Sekulic hatte erneut rotieren müssen, wie schon so oft im Verlauf dieser Europameisterschaft hatte das Krankheitspech im deutschen Team wieder einmal zugeschlagen. „Heute sind unsere beiden etatmäßigen Centerverteidiger ausgefallen, die beiden Ersatzspieler auf dieser Position waren 17 und 19 Jahre alt. Sie haben einen tollen Job gemacht, aber die Stammkräfte wurden natürlich schmerzlich vermisst. Unter diesen Umständen wussten wir, dass es ein hartes Spiel wird“, so der Coach. Die Niederländer erwischten auch deshalb den besseren Start und führten schnell mit 2:0. Einer der beiden Treffer fiel mit einem Mann mehr, während Deutschland auch eine doppelte Überzahl zunächst nicht nutzen konnte. Im ersten Viertel machte das Powerplay den Unterschied aus – die Niederlande konnte 75 Prozent ihrer Chancen verwerten, das DSV-Team dagegen blieb bei drei Versuchen mit numerischer Überlegenheit ohne Torerfolg.

Mit 5:2 führte der Gegner nach diesem Abschnitt, musste allerdings auch schon zu diesem frühen Zeitpunkt eine rote Karte gegen Tom de Weerd hinnehmen. Trotzdem konnten die Niederländer ihre Führung in der Folge auf bis zu fünf Tore ausbauen. Zum Glück war auf deutscher Seite der junge Yannek Chiru blendend aufgelegt: Dem 21-Jährigen gelangen allein im zweiten Spielabschnitt vier Treffer, und er war an diesem Tag mit fünf Toren auch insgesamt bester Mann. „Ich habe mein Bestes gegeben und ein paar schöne Schüsse gemacht, aber unterm Strich haben wir heute nicht auf dem Level gespielt, auf dem wir spielen können“, sagte er. Zwar verzeichnete die DSV-Auswahl nun eine höhere Trefferquote. Allerdings waren auch die Niederländer in einer bis dahin äußerst torreichen Partie weiterhin erfolgreich. Nachdem Deutschland zwischenzeitlich bis auf drei Tore herangekommen war, gelang es danach nicht, den Abstand noch weiter zu verkürzen.

Die Niederländer hielten das DSV-Team geschickt auf Distanz. Mit 14:9 ging es ins letzte Viertel, wo auf deutscher Seite dann Mark Dyck nach zu vielen Fouls mit einer roten Karte ebenfalls das Becken verlassen musste. Seine Mitspieler gaben auch danach niemals auf, blieben aber glücklos. Zwei Schüsse von Denis Strelezkij wurden gehalten oder landeten am Pfosten, ein weiterer Versuch von Fynn Schütze wurde geblockt. Die Niederlande präsentierte sich an diesem Tag einfach effektiver im Angriff, ein weiterer Überzahltreffer von Jesse Koopman beendete alle deutschen Hoffnungen. Koopman war mit vier Treffern zusammen mit Mart van der Wejden (ebenfalls vier Tore) auch der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft. „Meine Mannschaft hat gekämpft, allerdings haben wir in den ersten beiden Vierteln nicht gut verteidigt. Auch solche Spiele, in denen Stammspieler fehlen und der eine oder andere angeschlagen oder sogar krank spielt, kann man besser gestalten. Dafür müssen aber alle ihren Beitrag leisten, was heute nicht ganz der Fall war – an ein paar Stellen fehlte die erwartete Leistung. Trotzdem bin ich stolz auf meine Spieler. Die Erfahrungen, die sie bei diesem Turnier gesammelt haben, werden ihnen für die Zukunft helfen, sich weiter zu verbessern“, so Bundestrainer Sekulic.

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Lena Hentschel springt vom 3m-Brett ins Halbfinale

Auf dem erhofften Weg ins WM-Finale und dem damit verbundenen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2024 in Paris (FRA) hat Wasserspringerin Lena Hentschel (Berliner TSC) die erste Hürde gemeistert. Bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) qualifizierte sich die 22-Jährige in der Nacht mit 282,65 Punkten als 13. für das Halbfinale.

Bereits nach den ersten beiden Runden hatte sie sich in eine gute Ausgangsposition gebracht, vor allem dank eines sehr guten 3,5-fachen Salto vorwärts, der sie zwischenzeitlich sogar bis auf Rang drei nach vorne katapultierte. Beim Rückwärtssalto unterlief ihr dann zwar ein Patzer und sie fiel auf Platz 23 zurück. Doch Hentschel ließ sich davon nicht beirren und lieferte mit einem blitzsauberen Auerbach und einem ebenso starken Schraubensalto die passende Antwort. „Der eine Patzer war nicht notwendig, da muss sie eine Kohle zulegen fürs Finale. Aber insgesamt hat sie hier vier sehr gute Sprünge gezeigt mit einer tollen Sprunghöhe. Das war sehr schön und freut mich für sie, zumal sie ein bisschen angeschlagen ist mit Ohrenschmerzen und gestern nicht im Wasser war”, sagte Bundestrainer Christoph Bohm.

Die zweite deutsche Starterin Jana Lisa Rother (Berliner TSC) verpasste dagegen als 19. mit 274,90 hauchdünn um einen Platz und nur 1,25 Zähler das Weiterkommen. Ihr erster WM-Einzelstart kam dabei eher unverhofft: Rother war für Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898) eingesprungen, die sich im Training verletzt hatte und bereits aus Japan abgereist ist. Doch die Nervosität, die sie beim 3m-Synchronwettbewerb teilweise noch hatte, war der Berlinerin nicht anzumerken – der Delfinsalto zum Auftakt war äußerst gelungen, es folgten weitere durchweg solide Versuche. „Ich bin glücklich mit meiner Leistung, Klar, am Ende dann doch ein bisschen traurig, dass es so knapp nicht gereicht hat, aber im Großen und Ganzen bin ich froh, dass ich eine so stabile Leistung zeigen konnte auf der Weltbühne. Ich bin zufrieden mit meinem ersten Einzelstart bei einer WM.” Auch der Bundestrainer meinte: „Sie hat ihre Sache ordentlich gemacht und gezeigt, was sie kann und dass sie bereit ist.”

Insgesamt waren 51 Springerinnen am Start. Den stärksten Eindruck im Vorkampf hinterließ Titelverteidigerin Chen Yiwen (CHN) mit 355,00 Punkten. Das Halbfinale findet ebenfalls noch am Donnerstag um 07:30 Uhr (MESZ) statt.

>> Alle Ergebnisse vom Wasserspringen

Erster WM-Start des Teams in der Freien Kür seit 2009 endet auf Platz 15

Beim Synchronschwimmen war erstmals seit 2009 wieder ein deutsches Team in der Freien Kür des Teamwettbewerbs bei einer Weltmeisterschaft vertreten. Mit 181,0417 Punkten beendeten Marlene Bojer, Maria Denisov, Solène Guisard (alle SG Stadtwerke München), Klara Bleyer, Susana Rovner (beide Freie Schwimmer Bochum), Daria Martens (SSC Schwenningen), Daria Tonn (SB Nürnberg 07) und Michelle Zimmer (SC Wedding) den Vorkampf auf Platz 15. Besonders für Tonn war es am Donnerstag ein ganz spezieller Moment, schließlich ist die Nürnbergerin erst 15 Jahre alt und damit sportartenübergreifend die Jüngste im Aufgebot des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in Fukuoka.

Nach ihrer Kür zum Thema Raubtiere mussten die Deutschen lange auf das Ergebnis warten, denn die Controller im Kampfgericht berieten sich noch, ob sie eine Base Mark vergeben – diese gibt es im neuen Wertungssystem immer dann, wenn ein Element nicht genau so geschwommen wird, wie es in der Coach Card angegeben wurde. Am Ende wurden es sogar gleich fünf Base Marks, der Schwierigkeitsgrad sank entsprechend und alle Chancen auf eine Finalteilnahme waren dahin. „Heute waren die Mädels leider nicht so gut, wie sie sein können. Am Ende waren es zu viele individuelle Fehler, um ins Finale einzuziehen. Die Artistic- und die Execution-Wertung zeigen, dass die Chance sonst auf jeden Fall da gewesen wäre”, sagte Trainerin Stephanie Marx. Mit Ausnahme von Bojer und Zimmer sind alle deutschen Synchronschwimmerinnen noch jünger als 20 Jahre und entsprechend unerfahren und zum ersten Mal bei einer WM im Erwachsenenbereich am Start. Platz eins im Vorkampf belegten die Titelverteidigerinnen aus China mit 322,2731 Punkten.

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Gemeinsam am stärksten: Deutschland holt WM-Bronze im Team-Event

In den ersten Tagen der Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) hatten sich für die deutschen Wasserspringer*innen längst nicht alle Hoffnungen erfüllt, doch dem Zusammenhalt in der Mannschaft hatte das nicht geschadet. Da war es nur treffend, dass es am Dienstag die erste Medaille der Wasserspringer*innen bei dieser WM im Team-Event gab, ganz nach dem Motto: Gemeinsam ist man eben doch am stärksten. Lena Hentschel, Christina Wassen (beide Berliner TSC), Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide SV Halle) freuten sich nach einem geschlossenen Teamauftritt mit 432,15 Punkten über Bronze. Gold ging wie erwartet an die Chines*innen (489,65), die damit bereits ihren achten Titel in Fukuoka einsammelten, Silber nach Mexiko (455,35).

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„Mega, mega, mega, es ist unglaublich”, jubelte Bundestrainer Christoph Bohm. „Das war eine Riesen-Reaktion des Teams und freut mich sehr, gerade nach dem, was wir jetzt die letzten Tage einstecken mussten. Heute sind sie alle Vier einfach voll auf Angriff gegangen, haben schöne Sprünge gezeigt und keine Fehler gemacht. Hinter China und Mexiko Bronze zu holen, damit haben wir nicht gerechnet, muss ich echt sagen. Umso schöner ist es natürlich, wenn dann sowas dabei raus kommt.”

Beim Teamwettbewerb starten pro Nation maximal vier Aktive, aber mindestens eine Frau und ein Mann. Dann bestreiten zunächst je ein Mann und eine Frau die Sprünge vom 3m-Brett und das 3m-Mixed-Synchronspringen, anschließend geht es für die Einzelsprünge beider Geschlechter und das Turm-Mixed-Synchronspringen hoch auf die Plattform.

In den Einzeln vom 3m-Brett zeigte zunächst Lena Hentschel einen sauberen Auerbachsalto, anschließend präsentierte 3m-Europameister Moritz Wesemann einen seiner Paradesprünge – den 4,5-fachen Salto vorwärts. Nachdem die beiden auch den Synchronsprung stark ins Wasser brachten, lag Deutschland bereits zur Halbzeit des Wettkampfes auf Medaillenkurs. „Es war ein rundum gutes Team-Event für uns. Wir haben sehr gut mit mir und Moritz vom Brett starten können, mit unseren Einzelsprüngen und unserem Synchronsprung. Wir hatten damit eine ganz gute Ausgangssituation geschaffen für die Turmspringer*innen. Wir wussten natürlich, dass das sehr knapp wird alles, weil starke Nationen gesprungen sind. Moritz und ich haben gesehen, dass es zu Australien sehr knapp wurde, aber wir haben da einfach versucht, unser Vertrauen voll und ganz in die Turmspringer*innen zu stecken”, sagte Hentschel.

In den Einzelsprüngen vom Turm gelang Christina Wassen dann ausgerechnet der Handstandsalto, mit dem sie im Einzelwettbewerb in beiden Runden heute noch große Probleme hatte, diesmal deutlich besser, und auch Timo Barthel erzielte mit dem Rückwärtssalto eine hohe Punktzahl. Mit einem weiteren sehr gelungenen Delfinsprung sicherten Wassen und Barthel das Edelmetall dann ab.

„Wir feiern die Medaille ohne Ende. Das gibt uns hoffentlich Selbstbewusstsein für das ganze Team”, so der Bundestrainer. Ähnlich sah es auch Timo Barthel: „Die Medaille ist ein schöner Abschluss für die WM und beflügelt uns in Richtung Doha, wo wir nochmal angreifen werden und hoffentlich unsere Ziele erfüllen und den Quotenplatz für Paris (im 3m- und im Turm-Synchronspringen, Anm. d. Red.) gewinnen können.”

In dieser Form wurde das Team-Event bei einer WM übrigens zum ersten Mal ausgetragen, nachdem es das Format bei Europameisterschaften schon länger gibt. Im vergangenen Jahr war es dann auch vom Weltverband im Rahmen des Weltcups in Berlin erstmals ausprobiert und für gut befunden worden. Vom 04. – 06. August findet der Weltcup erneut in der deutschen Hauptstadt statt, diesmal sogar das große Super Final mit den weltbesten Wasserspringer*innen.

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Zwei deutsche Synchronpaare lösen das Finalticket

Bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) standen beim Wasserspringen in der Nacht die Vorkämpfe in gleich zwei Synchronwettbewerben auf dem Programm. Den Anfang machten die Frauen im 3m-Synchronspringen: Lena Hentschel und Jana Lisa Rother (beide Berliner TSC) kamen hier auf 261,60 Punkte und lösten damit als Neunte das Finalticket. Bestes Team in der Qualifikation waren die Titelverteidigerinnen Chen Yiwen und Chang Yani aus China mit 327,42. „Erstmal ins Finale eingezogen, das war wichtig. Man hat die Aufregung gespürt, Jana Lisa war da noch ein bisschen aufgeregter als Lena – was auch nachvollziehbar ist, weil es der erste WM-Start ihrer Karriere war, das ist auch was besonderes”, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. „In fast allen Sprüngen haben sie noch Reserven gelassen, da ist noch mehr drin vom Leistungsvermögen. Im Finale haben sie nichts zu verlieren und können angreifen.” Anschließend zogen auch Timo Barthel (SV Halle) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) als Fünfte des Vorkampfs im Turm-Synchronspringen souverän ins Finale ein. Der Älteste und der Zweitjüngste im deutschen Sprungteam kamen zusammen auf 381,27 Punkte, das bedeutete eine neue Bestleistung für dieses Paar. Am stärksten im Vorkampf präsentierten sich die Chinesen Yang Hao und Lian Junjie (463,65), die nach ihrem WM-Gold 2022 in Budapest (HUN) ebenfalls auf Kurs Titelverteidigung sind. Barthel und Eikermann waren im Vorjahr WM-Fünfte geworden, ein ähnliches Ergebnis soll auch diesmal wieder herausspringen. Im Vorkampf zeigten beide schöne Sprünge mit überwiegend sauberen Eintauchphasen, lediglich beim 3,5-fachen Salto rückwärts spritzte es bei Timo Barthel etwas zu stark. Dafür war insbesondere der anschließende Auerbachsalto sowohl individuell bei beiden Springern als auch in Sachen Synchronität sehr stark ausgeführt. „Wir haben ein paar schöne Sachen gezeigt und unser Ziel Top sechs damit erreicht. Das wollen wir im Finale unbedingt wiederholen. Die ersten beiden Sprünge haben ich seit über zwei Wochen nicht trainieren können, trotzdem haben sie gut geklappt”, sagte Barthel. Er hatte sich beim Trainingslager in Fuji (JPN) im Vorfeld der WM am Handgelenk verletzt und springt deswegen mit einer Manschette. Auch Bundestrainer Christoph Bohm lobte: „Sie haben eine schöne Serie gezeigt, da haben sie gut gemacht. Ich freue mich auf das Finale.” In beiden Disziplinen fallen die Entscheidungen ebenfalls noch am Montag: Um 08:30 Uhr (MESZ) steigt zunächst das Finale im 3m-Synchronspringen der Frauen, anschließend kämpfen ab 11:00 Uhr die Männer im Turm-Synchronspringen um die Medaillen und Olympiaplätze. >> Alle Ergebnisse vom Wasserspringen Synchronschwimmerin Marlene Bojer hadert mit den neuen Wertungsregeln Für Synchronschwimmerin Marlene Bojer (SG Stadtwerke München) ist es in diesem Jahr bereits die sechste WM, doch trotz all ihrer Erfahrung aus den fünf vorhergegangenen Titelkämpfen sind diese Weltmeisterschaften durch die neuen Wertungsregeln noch einmal eine ganz neue Herausforderung für sie. In der Freien Kür des Solowettbewerbs bekam sie Montagnacht die Tücken des neuen Systems zu spüren: Bojer kassierte im Vorkampf gleich vier Base Marks – eine solche gibt es immer dann, wenn ein Element nicht genau so geschwommen wird, wie es in der Coach Card angegeben wurde, wobei bereits minimale Abweichungen genügen. Entsprechend groß waren die Abzüge im Schwierigkeitsgrad. Mit 121,9084 Punkten kam die Münchnerin so auf Platz 23. Die Beste im Vorkampf war Titelverteidigerin Yukiko Inui aus Japan mit 253,1853. „Marlene ist mit voller Leidenschaft geschwommen. Leider wurde eine Bewegung von ihr, die gleich in drei Elementen ist, als nicht regelkonform bewertet, wodurch ihr Schwierigkeitsgrad von 26,5000 auf 9,7000 fiel. Damit war jede Chance auf ein Finale dahin”, erklärte Trainerin Stephanie Marx. Überhaupt war das Kampfgericht sehr streng, auch zahlreiche andere Athletinnen bekamen teils deutliche Abzüge aufgrund mehrerer Base Marks.  „Das ist nicht das Ergebnis, das ich mir vorgestellt habe. Ich habe mich im Wasser super gefühlt und dachte, dass es für einen Finalplatz reicht. Ich kann nicht nachvollziehen, warum ich für bestimmte Bewegungen Base Marks erhalten habe”, sagte Bojer selbst, die mit dem Finaleinzug geliebäugelt hatte. „Ich habe eine viel bessere Performance gezeigt als bei den Weltcups, wie sich das beim Saisonhöhepunkt gehört. Dass die Controller nun andere Dinge gesehen haben als zuvor, ist mehr als deprimierend. Unser Sport entwickelt sich gerade. Das neue Wertungssystem öffnet die Tür nach vorne, aber auch nach hinten. Entweder man fliegt weit hoch oder sinkt ziemlich tief. Mich macht diese Situation aber erst einmal perplex.”
Nach dem Rückschlag blickt sie aber schnell wieder voraus auf die nächsten Events. Nur eine halbe Stunde später übte sie schon wieder im Becken, um sich mit dem deutschen Team auf das Finale in der Acrobatic Routine vorzubereiten. Dieses findet am heutigen Montag um 12:30 Uhr (MESZ) statt. >> Alle Ergebnisse vom Synchronschwimmen

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Zweimal Bronze zum Abschluss der JEM – Börstler mit Altersklassenrekord

Zum Abschluss der Europameisterschaften der Junior*innen in Belgrad (SRB) herrschte beim Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) noch einmal beste Stimmung, gemeinsam mit den Italiener*innen tanzten die Deutschen auf den Rängen zum Kultsong „Macarena“. Mit zwei Medaillen gab es am Sonntag auch sportlich noch einmal Grund zum Feiern. Den Anfang machte über 50m Schmetterling Anna Maria Börstler (SC Magdeburg), die in 26,55 Sekunden Bronze holte und mit dieser Zeit zugleich ihren eigenen Altersklassenrekord für 17-Jährige aus dem Frühjahr um zwei Hundertstel verbessern konnte. „Sie hat sich hier von Runde zu Runde gesteigert, das hat sie sehr gut gemacht“, lobte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. Als Fünfte in 26,91 rundete Klara Sophie Beierling (SG Berliner Wasserratten) das starke DSV-Ergebnis in dieser Disziplin ab. Europameisterin wurde mit neuem Meisterschaftsrekord von 26,10 Lana Pudar, die Bosnierin konnte damit in Belgrad alle drei Schmetterlingsstrecken für sich entscheiden.

Ebenfalls Bronze und Platz fünf gab es anschließend über 400m Freistil. Maya Werner (SV Nikar Heidelberg) schwamm von Anfang an offensiv an der Spitze des Feldes mit und schlug nach 4:12,32 Minuten schließlich hinter Nikolett Padar (HUN/4:08,06) und Merve Tuncel (TUR/4:10,44) als Dritte an. „Sie hat sich mutig vorne gezeigt und versucht, gegen Tuncel und Padar gegenzuhalten. Der dritte Platz ist hochverdient“, sagte Gooßes. Auf Rang fünf in 4:14,80 sorgte Marian Plöger (VfL Sindelfingen) für eine weitere Top-Platzierung, die nur als Nachrückerin ins Finale gerutscht war. „Das hat sie bravourös gemacht“, so der Bundestrainer.

Mit insgesamt zehn Medaillen – dreimal Silber und siebenmal Bronze – erreichte der DSV in Belgrad das beste JEM-Ergebnis seit 2019, obwohl gleich mehrere Aktive während der Wettkämpfe kränkelten und auch einige Hoffnungsträger ausfielen. Dennoch sprang am Ende gemessen an der Gesamtzahl der Medaillen ein Top-fünf-Ergebnis heraus. Noch höher ist aus Sicht von Carsten Gooßes der zweite Platz in der Championships Trophy mit 655,00 Punkten hinter Italien (935,00) zu bewerten, für die weitere Platzierungen gewertet werden: „Das zeigt, wie stark wir uns hier präsentiert haben. Wir hatten viele Finalteilnehmer*innen, Finals teilweise sogar doppelt belegt und oft vordere Plätze knapp hinter dem Podium auf vier, fünf und sechs. Das Team hat sich in der Breite als stark erwiesen. Nachdem wir davor zweimal hintereinander nur drei beziehungsweise vier Medaillen geholt hatten, ist der Aufschwung erkennbar. Es hat sich gelohnt, Deutschland hier mit einem großen Team zu präsentieren.“

>> Zu den Ergebnissen der JEM in Belgrad

Über 100m Brust schwamm Finn Wendland (SG Rethen Sarstedt) als Vierter in 1:02,50 Minuten nur knapp an einem weiteren Edelmetall vorbei, am Ende fehlten ihm lediglich vier Zehntel auf einen Podiumsplatz. Wendland war das Rennen zunächst verhalten angegangen, an der Wende war er Siebter, doch auf den zweiten 50 Metern schob er sich noch deutlich nach vorne. In einem weiteren Einzelfinale mit DSV-Beteiligung kam Martin Wrede (W98 Hannover) über 100m Freistil in 50,42 Sekunden auf Rang acht. Die beiden Lagenstaffeln über 4x100m mit Lise Seidel (SC Chemnitz 1892), Lena Ludwig (SV Nikar Heidelberg), Alina Baievych (TB 1888 Erlangen) und Julianna Dora Bocska (SG Essen) beziehungsweise Franz Ahnert (Erfurter SSC), Finn Wendland, Michael Raje (SSG Saar Max Ritter) und Martin Wrede landeten zum Abschluss der Titelkämpfe auf den Plätzen sieben (Frauen/4:08,84) und acht (Männer/3:45,77).

Alle deutschen Medaillengewinner*innen der JEM Schwimmen 2023:

Silber

Alina Baievych (TB 1888 Erlangen) – 200m Schmetterling (2:10,78)

Nina Sandrine Jazy (SG Essen) – 50m Freistil (25,38)

Marian Plöger (VfL Sindelfingen) – 800m Freistil (8:36,55)

Bronze

Julia Ackermann (SC Chemnitz 1892) – 800m Freistil (8:36,85)

Anna Maria Börstler (SC Magdeburg) – 50m Schmetterling (26,55)

Marian Plöger (VfL Sindelfingen) – 1500m Freistil (16:23,69)

Maya Werner (SV Nikar Heidelberg) – 400m Freistil (4:12,32)

Jarno Bäschnitt (SG Ruhr) – 200m Freistil (1:49,10)

Emilian Hollank (TSV Riedlingen) – 50m Brust (28,14)

Emilian Hollank (TSV Riedlingen) – 200m Brust (2:15,98)

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Doppelgold und ein weiteres Olympia-Ticket - Feiertag für den DSV

Die deutsche Nationalhymne avancierte am Dienstag bei den Europameisterschaften der Wasserspringer*innen in Rzeszów zur Hit-Single. Denn die Wettbewerbe vom Turm waren am vorletzten Tag dieser EM im Rahmen der European Games in Polen fest in der Hand der Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). Zunächst gewannen die Schwestern Christina Wassen und Elena Wassen (beide Berliner TSC) das Turm-Synchronspringen, am Abend triumphierte dann auch noch Timo Barthel (SV Halle) im Turm-Einzel. Damit ist dem DSV zugleich ein weiterer Olympia-Startplatz sicher, der bei diesen Titelkämpfen jeweils an die Länder der Gewinner*innen vom 3m-Brett und vom Turm vergeben wird. Zuvor hatte auch schon Moritz Wesemann (SV Halle) vom 3m-Brett einen solchen Quotenplatz geholt. „Was für ein Tag“, jubelte Bundestrainer Christoph Bohm. „Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team. Nicht nur auf die Aktiven, sondern auch auf die Trainer und den ganzen Betreuungsstab. Diese Erfolge sind immer auch eine Teamleistung.“ Timo Barthel siegte am Abend mit 435,40 Punkten vor Robbie Lee (GBR/413,20) und Riccardo Giovannini(ITA/411,20). Es war der erste deutsche Europameistertitel vom Turm seit dem Erfolg von Martin Wolfram 2015 in Rostock. Schon im Vorkampf war Barthel der Stärkste gewesen, im Finale lag er dann zunächst in Lauerstellung. Vor dem letzten Versuch hatte er noch rund 22 Punkte Rückstand auf den führenden Briten Benjamin Cutmore. Dieser verpatzte jedoch seinen letzten Sprung und ging als Vierter (410,75) letztlich leer aus, während Barthel zum Abschluss einen fast perfekten 3,5-fachen Auerbachsalto ins Wasser setzte. „Er hat uns zwischendurch ein-, zweimal zittern lasen und ein paar kleine Fehler eingebaut, aber hinten raus war das sowas von stark. Das war der Sprung, den er in Tokio verballert hat und weswegen er damals das Olympiafinale verpasst hat. Diesmal hat er wieder so viel Druck gehabt und das Ding einfach gebracht“, sagte Bohm.
Noch im Becken ballte Barthel die Siegerfaust, dann fiel er Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) in die Arme – der zweite Deutsche kam im Finale mit 365,75 auf Platz neun. Schließlich deutete der Sieger mit dem Finger stolz auf das Tattoo mit den olympischen Ringen auf seinem Bizeps. Die Botschaft war klar: Olympia, wir kommen! „Es ist einfach ein tolles Gefühl, Europameister zu sein und dazu noch den Quotenplatz zu holen. Ich bin einfach sprachlos, ich glaube das muss jetzt erstmal ein paar Tage sacken.“ >> Alle Ergebnisse der European Games Beim Turm-Synchronspringen der Frauen lautete die Rechnung zuvor fast wie bei Pippi Langstrumpf: zwei plus vier macht eins. Im Einzel hatten Christina und Elena Wassen vor vier Tagen nämlich die Plätze zwei und vier belegt, ein besseres Teamergebnis konnte dort kein anderes Land vorweisen. Da war es am Ende fast schon logisch, dass im Synchronwettbewerb gemeinsam nun die Goldmedaille heraussprang. Mit 298,72 Punkten siegte das deutsche Paar vor der Ukraine (274,68) und Spanien (261,48). Es war der erste EM-Titel in dieser Disziplin für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) seit 2016 in London (GBR), als Maria Kurjo und My Phan triumphierten. „Das ist der Hammer“, meinte Bundestrainer Bohm. „Die Punktzahl ist super – alles, was in Richtung 300 Punkte geht, ist richtig gut.“ Dabei war bis zum Morgen noch gar nicht klar, ob Christina Wassen überhaupt würde starten können, nachdem sie in den vergangenen anderthalb Tagen mit heftigen Magenproblemen und Fieber zu kämpfen hatte. „Elena hat sich aber gut um mich gekümmert“, sagte sie. Nach einer guten Nacht gab sie grünes Licht. „Beide waren so nervenstark und haben ihre Serie einfach abgespult und hier verdient gewonnen“, lobte Bohm. Das deutsche Team lag während des gesamten Wettkampfes durchgehend in Führung und konnte sich schon in den beiden Pflichtsprüngen einen Vorsprung herausarbeiten. Diesen konnten sie dann in der Kür weiter ausbauen, nach einem blitzsauberen Schraubensalto im fünften Versuch, dem besten Sprung der gesamten Konkurrenz, stand der Titel dann fest. „Das ist unser größter internationaler Erfolg. Wir sind stolz, dass wir die Leistung abrufen konnten und die Goldmedaille gewonnen haben. Mit der Schwester zusammen zu springen, ist immer etwas Besonderes, und wenn wir eine Medaille gewinnen, ist es umso schöner.“, jubelte Elena Wassen. Christina Wassen sagte mit Blick auf die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli): „Dieses Gold gibt uns Motivation für die WM, um dort auch vorn mitzuspringen und vielleicht einen Quotenplatz für Olympia zu holen.“ In den Synchrondisziplinen war dies bei der EM noch nicht möglich. Die beiden Goldmedaillen haben zudem noch einmal die Vorfreude auf das Weltcupfinale vom 04. – 06. August in Berlin geschürt. Beim World Aquatics Diving World Cup Super Final treten die weltbesten Wasserspringer*innen zur WM-Revanche an. Und Deutschlands Asse haben dafür heute noch einmal kräftig Rückenwind bekommen. >> Jetzt Tickets für das Weltcupfinale in Berlin sichern

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Starkes Finish bringt EM-Silber für das 3m-Synchronpaar Hentschel/Rother

Es war ein extrem spannendes Finale im 3m-Synchronspringen der Frauen bei der EM in Rzeszów (POL). Keine acht Punkte trennten das siegreiche britische Team mit Desharne Bent-Ashmeil und Amy Rollinson (279,30) und die Niederländer*innen (272,10) auf Rang vier. Und auch zwischen den Gewinner*innen – die nach dem ersten Durchgang noch Letzte gewesen waren – und dem deutschen Team dahinter lagen am Ende nur rund dreieinhalb Zähler.

Mit 276,33 durften sich Lena Hentschel und Jana Lisa Rother (beide Berliner TSC) am Mittwoch so über die Silbermedaille vor Italien (273,69) freuen. Die beiden Berlinerinnen machten es allerdings spannend: Nach den ersten drei Runden lagen sie zwischenzeitlich nur auf dem fünften Platz, doch mit zwei blitzsauberen Versuchen zum Abschluss des Wettkampfs schafften sie noch den Sprung aufs Treppchen und fast sogar noch nach ganz oben. „Die Mädels haben in den ersten beiden Versuchen noch ein paar kleine Fehler eingebaut, aber hinten raus bei den schweren Kürsprüngen haben sie sich dann super zusammengerissen, eine schöne Synchronität gezeigt und sich am Ende dafür belohnt. Das ist eine tolle Silbermedaille in einem wirklich starken Feld“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm.

Für Rother ist diese Europameisterschaft im Rahmen der European Games in Polen ihre erste bei den Erwachsenen, die sie nun auf Anhieb mit einer Medaille veredeln konnte. „Das hätte ich mir nicht besser ausmalen können, aber umso schöner ist es, dass es jetzt Realität geworden ist. Ich bin überglücklich“, sagte sie. Hentschel dagegen war in den vergangenen Jahren Dauergast auf dem Podium, das aktuelle Edelmetall ist bereits ihre sechste Medaille im 3m-Synchronspringen bei einer internationalen Meisterschaft seit 2018. „Wir sind sehr happy mit unserem Ergebnis und mit der Silbermedaille. Vor dem Wettkampf waren wir sehr aufgeregt, aber dann haben wir wie immer sehr gut harmoniert heute.“

Zuletzt war Hentschel mit Tina Punzel angetreten, nach deren Rücktritt vom Leistungssport Anfang 2023 springt sie nun (wieder) zusammen mit Rother – so wie schon in der Jugend. Gemeinsam peilen beide nun auch bei der WM in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli) eine vordere Platzierung an und wollen danach beim Weltcupfinale der Wasserspringer*innen vom 04. – 06. August in Berlin ebenfalls oben mitspringen.

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DSV-Männer mit zwei Top-acht-Platzierungen vom 1m-Brett

Im Wettbewerb der Männer vom nicht-olympischen 1m-Brett wurde dann am Abend Moritz Wesemann (SV Halle) mit 377,20 Punkten Siebter, direkt hinter ihm landete EM-Debütant Alexander Lube (SV Neptun Aachen) mit 376,75 ebenfalls in den Top acht. Europameister wurde der Brite Ross Haslam (422,95) vor Alexis Jandard (FRA/411,50) und Lorenzo Marsaglia (ITA/410,55)

Lube konnte sich gegenüber dem Vorkampf um 50 Punkte verbessern und war zu Recht zufrieden mit seinem Auftritt in seinem ersten EM-Einzelfinale. Auch Bundestrainer Bohm lobte: „Das ist ein Top-Ergebnis für ihn. Er hat hier einen sehr guten Wettkampf gemacht und in jedem einzelnen Sprung seine Punktzahl gegenüber dem Vormittag gesteigert. Er hat keinen Fehler gemacht und sich hier insgesamt sehr nervenstark präsentiert.“ Wesemann dürfte sich nach seinem Titel samt Olympiaticket vor zwei Tagen vom 3m-Brett dagegen mehr ausgerechnet haben, doch nachdem er im zweiten Durchgang seinen Versuch für den 2,5-fachen Auerbachsalto abbrechen musste und entsprechend Punktabzüge bekam, war die Medaille schon früh außer Reichweite. In den letzten vier Runden bewies er jedoch Kampfgeist und zeigte noch schöne Sprünge. „Das mit dem Fehler ist natürlich schade, aber Moritz hat nie aufgegeben und weitergekämpft und die anderen Sprünge danach alle gebracht. Von der Einstellung her war das tadellos“, so Bohm.

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Korbacher Straße 93
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Fax: +49 561 94083-15
info@dsv.de

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