Website-Suche
Ihre Suchergebnisse:
Deutschland wird ungeschlagener Gruppensieger beim Water Polo World Cup
Deutschlands Wasserballer haben das Erstrundenturnier des Water Polo World Cups in Otopeni (ROM) mit vier Siegen aus ebenso vielen Spielen ungeschlagen als Gruppensieger abgeschlossen. Am Sonntag schlug die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auch Großbritannien mit 15:4. Schon zur Halbzeit führte das DSV-Team mit 7:1, nach drei Vierteln hatte man den Vorsprung dann sogar bis auf neun Tore ausgebaut (11:2). Bester Torschütze mit drei Treffern war Ferdinand Korbel (OSC Potsdam). Je zwei Treffer erzielten Denis Strelezkij (Wasserfreunde Spandau 04), Mark Gansen (Waspo 98 Hannover) und Aleks Sekulic (ASC Duisburg), je ein Tor steuerten außerdem Zoran Bozic, Yannek Chiru (beide Spandau 04), Finn Rotermund (White Sharks Hannover) und Niclas Schipper (Waspo Hannover) bei.
Bundestrainer Milos Sekulic zog nach dem Turnier ein positives Fazit: „Es war für uns sehr wichtig, an diesem Turnier teilzunehmen. Es war eine Art Standortbestimmung und eine Chance für die jungen Spieler, ihre Leistung unter Beweis zu stellen. Wir fahren mit einem Turniersieg, darunter einem Sieg gegen Rumänien (gegen das man bei der EM im vergangenen Jahr noch mit 4:11 unterlegen war, Anm. d. Red.) nach Hause, was für dieses junge Team nach nur vier gemeinsamen Trainingseinheiten ein sehr gutes Ergebnis darstellt. Gleichzeitig wurden Baustellen erkannt und definiert, so dass wir jetzt noch besser wissen, an welchen Punkten wir in der Vorbereitung für die zweite Runde in Berlin ansetzen müssen, so dass dort eine weitere Leistungssteigerung erkennbar wird.“
Als Gastgeber war Deutschland für die zweite Runde Anfang Mai ohnehin schon qualifiziert und geht nun noch einmal deutlich gestärkt und mit viel Selbstvertrauen in die kommenden Aufgaben. Die beiden anderen europäischen Tickets für das Zweitrundenturnier sicherten sich Rumänien und Malta. Neben diesen drei Mannschaften werden in der ersten Maiwoche in Berlin dann noch weitere fünf Nationen aus den anderen Kontinentalverbänden am Start sein.
DSV-Team fährt beim World Cup zwei weitere Siege ein
Nach dem Auftaktsieg am Donnerstag gegen die Ukraine (9:7) blieben die deutschen Wasserballer auch am zweiten Tag des Erstrundenturnier des Water Polo World Cups in Otopeni (ROM) auf der Erfolgsspur. Am Freitag war die Mannschaft von Bundestrainer Milos Sekulic gleich doppelt gefordert und konnte am Ende beide Spiele gegen den letztjährigen EM-14. Malta mit 9:5 sowie gegen den EM-Zehnten Rumänien mit 9:7 gewinnen. Das DSV-Team ist damit vor der abschließenden Partie am Sonntag gegen Großbritannien auf einem guten Weg zum Gruppensieg. Für die zweite Runde, die Anfang Mai in Berlin ausgetragen wird, ist Deutschland als Gastgeber ohnehin schon qualifiziert.
Im ersten Spiel des Tages gegen Malta lag die DSV-Auswahl nicht einmal zurück. Bester Torschütze auf deutscher Seite war wie schon gegen die Ukraine wieder Denis Strelezkij (Wasserfreunde Spandau 04) mit drei Treffern, daneben waren Ferdinand Korbel (zwei), Mark Dyck (beide OSC Potsdam), Fynn Schütze (Waspo 98 Hannover) sowie Yannek Chiru und Mateo Cuk (beide Spandau 04) erfolgreich.
Nur wenige Stunden später führte Denis Strelezkij auch im Abendspiel gegen die Gastgeber erneut die Torschützenliste auf deutscher Seite an, dort waren es drei Tore auf seinem Konto. Nach anfänglicher Führung für Deutschland lagen im zweiten Viertel kurzzeitig die Rumänen vorne, aber das DSV-Team schlug zurück und ging so mit einem knappen 4:3-Vorsprung in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel konnte dieser auf bis zu drei Tore ausgebaut werden (6:3 und 7:4), doch der Gegner ließ sich noch nicht abschütteln und kam zu Beginn des Schlussabschnitts noch einmal auf 7:6 heran. Zoran Bozic (Spandau) mit seinem zweiten Treffer des Spiels und Strelezkij mit einem platzierten Distanzwurf direkt in den Winkel rund anderthalb Minuten vor dem Abpfiff sorgten dann allerdings für die endgültige Entscheidung. Die weiteren Tore erzielten Mark Gansen (zwei), Niclas Schipper (beide Waspo Hannover) und Mateo Cuk. Am Samstag ist das deutsche Team nun spielfrei, ehe das Turnier am Sonntag abgeschlossen wird.
DMSJ-Bundesfinale in Wuppertal eröffnet das neue Meisterschaftsjahr
Die ersten Wochen des neuen Jahres gehören im Schwimmen traditionell den Mannschaftswettbewerben. An diesem Wochenende findet in Wuppertal zunächst das Bundesfinale des Deutschen Mannschaftswettbewerbs Schwimmen der Jugend (DMSJ) statt, nur eine Woche später (04./05. Februar) folgt dann in die DMS der Erwachsenen in Essen.
Den Anfang macht am 28./29. Januar aber der Nachwuchs. Je zwölf Mannschaften pro Geschlecht in der Jugend C und D sowie je acht Teams in der Jugend B und A haben den Sprung zur Endrunde geschafft. Da in der Wuppertaler Schwimmoper ohnehin acht Bahnen zur Verfügung stehen, hat sich die Abteilung Wettkampfsport Schwimmen in Rücksprache mit dem Ausrichter entschieden, in den beiden älteren Wettkampfklassen die Anzahl der zugelassenen Mannschaften in diesem Jahr auf acht zu erhöhen. „Damit wollen wir die Mannschaftsmeisterschaften weiter aufwerten“, erklärt Manuel Martin, Mitarbeiter Mannschaftswettbewerbe in der Abteilung Wettkampfsport Schwimmen.
>> Zur Veranstaltungswebsite mit Meldelisten, Ergebnissen und Livestream
Nachdem das Bundesfinale im vergangenen Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch ohne Zuschauer*innen stattfinden musste, ist in diesem Jahr nun auch wieder Publikum zugelassen. Beste Stimmung ist also garantiert, und das nicht nur bei der abschließenden Kostümparade, bei der die Mannschaften traditionell verkleidet zur Siegerehrung einlaufen, um auf diese Weise auch nach außen hin Teamgeist zu demonstrieren.
Überhaupt steht das Team im Mittelpunkt. Bei der DMSJ werden ausschließlich Staffelrennen in den verschiedenen Lagen ausgetragen. „Es ist ein sehr motivierendes Format, gerade die jüngeren Jahrgänge fiebern auf diese Veranstaltung“, sagt Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. „Staffeln sind uns immer schon sehr wichtig gewesen und in der Vergangenheit waren wir dort auch international sehr erfolgreich. Das gemeinsame Teamerlebnis motiviert zusätzlich, über sich hinauszuwachsen. Es ist wichtig, dass unsere Talente diese Erfahrung auch schon auf nationaler Ebene machen können, bevor sie später vielleicht einmal in die Nationalmannschaft aufrücken.“
In den Vorkämpfen waren in der weiblichen Jugend der Berliner TSC (Jugend D), zweimal die SG Essen (Jugend C und Jugend B) und die SV Schwäbisch Gmünd (Jugend A) am schnellsten. In der männlichen Jugend gehen TPSK 1925 (Jugend D), die SG Bayer (Jugend C), die SSG Leipzig (Jugend B) sowie der SC Magdeburg (Jugend A) von der Pole-Position aus ins Rennen. Eine kurzfristige Veränderung im Teilnehmerfeld gab es noch in der männlichen Jugend B: Die Sport-Union Neckarsulm hat abgemeldet, dafür rückt Waspo 98 Hannover nach.
Diego Heinze gewinnt JWM-Bronze auf den Seychellen
Bei den Weltmeisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen auf den Seychellen konnte sich die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) gleich zum Auftakt über eine Medaille freuen. Im 5km-Rennen kraulte Diego Alfons Heinze in 48:51,6 Minuten zu Bronze, der 15-Jährige vom SC Wiesbaden musste im Endspurt nur Nathan Szobota (USA/48:50,9) und Davide Grossi (ITA/48:51,0) um sieben bzw. sechs Zehntelsekunden den Vortritt lassen. David Kuhn vom SV Würzburg 04 (48:53,7) wurde zwei Sekunden dahinter Vierter. Die Rennen im verregneten Inselparadies waren wegen organisatorischer Probleme bei der Kursabsteckung mit jeweils über einer Stunde Verspätung gestartet worden, bei über 26 Grad Wassertemperatur und 28 Grad in der Luft herrschten dann aber sehr gute Bedingungen.
Bei den Mädchen siegte mit Claire Weinstein (51:52,40) ebenfalls eine US-Amerikanerin vor Tuna Erdogan(TUR/51:56,8) und Noa Martin (ESP/52:05,9). Julia Ackermann (SC Chemnitz) kam nach ihren Siegen bei JEM (Freiwasser) und EYOF (Becken) diesmal auf Rang fünf ins Ziel (52:52,1), ihre Vereinskollegin Aliyah Höselbelegte Rang 15 (53:47,6).
Über 7,5km verpasste Linus Schwedler (SC Magdeburg) trotz eines sehr offensiv geführten Rennens den Sprung auf das Podest um drei Zehntelsekunden, der 17-Jährige wurde in 1:16:20,9 Stunden Vierter hinter Hunor Kovacs-Seres(HUN/1:16,02,1), Paulo Strehlke Degado (MEX/1:16:20,5) und Mate Hartmann (HUN/1:16:20,6). Arne Schubert(SC Magdeburg) hatte nach einem Schlag auf die Brust körperliche Probleme bekommen und musste das Rennen abbrechen.
Bei den Mädchen wurde auf dieser Distanz Celine Petruschke (SC Magdeburg) in 1:26:11,6 Achte, Vereinskollegin Lara Braun Elfte (1:27:11,4). Die Goldmedaille ging hier mit deutlichem Vorsprung an US-Shootingstar Katie Grimes(1:22:38,5). Die 16-Jährige hatte bei den Weltmeisterschaften der offenen Klasse in Budapest (HUN) in diesem Jahr bereits Silber über 1500m Freistil und 400m Lagen gewonnen.
„Das war ein starker Auftakt für unser Team, auch Julia Ackermann und Linus Schwedler haben sich hier sehr stark präsentiert. So kann es gern weitergehen an den nächsten beiden Tagen“, lobte Freiwasser-Bundestrainer Constantin Depmeyer.
Deutschland bezwingt zum EM-Abschluss Malta und wird 13.
Deutschlands Wasserballer haben die Europameisterschaften in Split (CRO) mit zwei Siegen abgeschlossen. Am Dienstag setzte sich die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in einem phasenweise hektischen und am Ende nickeligen Spiel um Platz 13 mit 14:11 gegen Malta durch.
Zum ersten Mal überhaupt trafen diese beiden Nationen bei einer EM-Endrunde aufeinander. Das DSV-Team hatte im ersten Viertel zunächst mehr vom Spiel und ging gleich dreimal in Führung, doch der Gegner glich stets wieder aus. Im zweiten Viertel lag Malta dann sogar erstmals mit 3:4 vorne, anschließend verhinderte Deutschlands Torhüter Moritz Schenkel in seinem 225. Länderspiel bei einer Zwei-gegen-eins-Kontersituation der Malteser einen möglichen Zwei-Tore-Rückstand. Mateo Cuk, Lukas Küppers und Mark Gansen brachten die DSV-Sieben stattdessen bis zur Halbzeit ihrerseits erstmals mit zwei Toren in Führung.
Doch Malta blieb dran und glich erneut aus, vor allem in Überzahl waren die Männer von der Mittelmeerinsel stets gefährlich. Die Malteser hatten schon mit dem Erreichen des Spiels um Platz 13 ein historisch gutes Ergebnis erzielt und nahmen diesen Schwung auch in das Duell mit der deutschen Mannschaft mit. Auf DSV-Seite übernahm jetzt Linkshänder Fynn Schütze Verantwortung und traf im dritten Viertel gleich dreimal - er war am Ende zusammen mit Lukas Küppers (ebenfalls drei Treffer) bester deutscher Torschütze. Mit 9:9 ging es in den Schlussabschnitt, wo Malta zunächst wieder in Führung ging. Dann sah auch noch Bundestrainer Petar Porobic Rot und musste auf die Tribüne, doch seine Spieler konnten die Partie in den letzten acht Minuten noch drehen und überstanden dabei sogar eine doppelte Überzahl der Malteser.
Kurz vor Schluss wurde es dann noch einmal hektisch: Maltas Dino Zammit leistete sich eine Tätlichkeit gegen Denis Strelezkij, doch als sich Maurice Jüngling zur Verteidigung des Teamkollegen einmischte, bekamen zunächst nur er und der Malteser Liam Galea die rote Karte. Nachdem Zammit kurz darauf erneut mit Strelezkij aneinandergeraten war, wurde dann aber auch er des Feldes verwiesen, ebenso wie der Deutsche. “Ich weiß nicht, was am Ende passiert ist, aber das kommt davon, wenn man Schiedsrichter einsetzt, die keine klare Struktur haben, dann versteht niemand die Entscheidungen in einem Spiel wie diesem", übte Kapitän Moritz Schenkel anschließend deutliche Kritik an den Offiziellen.
Deutsche Wasserballerinnen unterliegen Kroatien mit 8:15
Es war der erste Heimsieg der Kroatinnen bei diesen Europameisterschaften in Split (CRO), entsprechend groß war der Jubel bei den kroatischen Fans. Bei der deutschen Mannschaft herrschte nach der 8:15 Niederlage hingegen Enttäuschung vor. “Wir sind wirklich sehr traurig, dass wir das heute nicht geschafft haben, wir haben uns etwas ganz anderes vorgenommen. Wir wollten auf jeden Fall die Top-Acht erreichen, das haben wir heute leider nicht geschafft. Die kroatischen Mädels waren einfach am Anfang stark überlegen und wir konnten diese Differenz im Laufe des Spiels nicht mehr retten”, resümiert DSV-Kapitänin Gesa Deike (Wasserfreunde Spandau 04).
Als Bundestrainer Sven Schulz nach wenigen Minuten die erste Auszeit einberief, lagen die deutschen Wasserballerinnen bereits 1:5 im Rückstand gegen den EM-Zehnten von 2020. Doch auch anschließend konnte bis zum Ende des ersten Viertels neben Gesa Deike nur noch ihre jüngere Schwester Ira Deike (Wasserfreunde Spandau 04) einen Treffer erzielen. Für beide ist es bereits die vierte EM-Teilnahme.
Diesen enormen Vorsprung ließ sich Kroatien auch bis zum Ende des Spiels nicht mehr nehmen. Lediglich im dritten Abschnitt schaffte es die deutsche Mannschaft den Abstand nochmal bis auf fünf Tore zu reduzieren (7:12). Mit insgesamt vier Toren, zwei durch Aylin Fry (SV Bayer Uerdingen) und jeweils einem durch Belén Vosseberg (Wasserfreunde Spandau 04) und Darja Heinbichner (SV Bayer Uerdingen 08) konnte das deutsche Team dieses Viertel sogar für sich entscheiden.
An ein Einholen der Kroatinnen war jedoch nicht mehr zu denken, sie beendeten die Partie mit insgesamt sieben Zählern Vorsprung. Fünf der 15 Tore auf kroatischer Seite erzielten dabei Jelena Butic, Domina Butic und Ivana Butic, die sich an der Seite ihrer vierten Schwester Magdalena Butic vom heimischen Publikum feiern ließen. Beste Torschützin war die Kroatin Emmi Miljkovic mit sechs Toren.
“Herzlichen Glückwunsch an Kroatien für diesen Sieg und jetzt müssen wir schauen, was noch so in diesem Turnier geht”, resümierte Kapitänin Gesa Deike hinterher. Das nächste Spiel der Frauen steht bereits am Dienstag an, diesmal trifft das Team auf die Vizeweltmeisterinnen aus Ungarn (11:30 Uhr).
Zu starke Wellen: 25km-Rennen nach Runde zehn abgebrochen
Zuerst wurden die Freiwasserrennen in Lido di Ostia (ITA) am Tyrrhenischen Meer aufgrund der Bedingungen um zwei Tage verschoben, heute morgen um 10:00 Uhr gingen dann die 5km-Starter*innen ins Rennen. Das anschließend ab 13:00 Uhr gestartete 25km-Marathonrennen musste aufgrund immer stärker werdenden Seegangs nach zehn von 15 Runden jedoch ohne Wertung abgebrochen werden.
Einige Aktive hatten zu diesem Zeitpunkt bereits aufgegeben, andere wurden mit Booten und Jetskis zurück an Land gebracht oder kämpften sich nach und nach unter Applaus der Zuschauer*innen und Teams zurück an den Strand. Nichts hielt den Wellen stand, der Zieleinlauf und die Bojen waren nicht mehr zu erkennen und das Ponton mit den Anschlagtafeln auf dem offenen Meer machte den Eindruck, jede Sekunde auseinanderzubrechen. An weitere fünf Runden unter diesen Bedingungen war nicht zu denken.
Der deutsche Starter Andreas Waschburger (SSG Saar Max Ritter) empfing seinen ebenfalls erschöpften Teamkollegen Ben Langner (SC Magdeburg) nachdem er sich aus den Wellen an den Strand geschleppt hatte, doch zuerst herrschte Chaos über den endgültigen Rennausgang. “Am Ende war es sehr windig, man hat die Bojen gar nicht mehr gesehen, einmal habe ich mich verschwommen”, so Waschburger. “Jetzt ist Rennabbruch, aber niemand weiß genau, was passiert ist”, ergänzte Langner. Als letzte Schwimmerin insgesamt schaffte es dann auch Elea Linka (SG Stormarn Barsbüttel) gegen 17:38 Uhr aus dem Wasser, als der Sprecher verlauten ließ, dass alle Aktiven aus allen Nationen nun sicher wären.
Gemäß der Regularien müssen bei einem Rennabbruch mindestens 15 Kilometer der Strecke bereits geschwommen sein, um trotzdem eine Wertung vornehmen zu können. Das war zwar der Fall, allerdings war wohl versäumt worden, das vorzeitige Ende des Rennens ausreichend und an alle rechtzeitig zu kommunizieren. Ein fairer Ausgang war somit nicht möglich. “Wenn sich die Aktiven ein Jahr auf so eine Meisterschaft vorbereiten und dann kein Ergebnis ermöglicht wird, dann ist das mehr als ärgerlich und braucht auch eine Entschuldigung seitens der LEN”, sagte Bundestrainer Constantin Depmeyer. “Für unseren Sport ist so ein Tag leider als Rückschritt anzusehen.” Die offizielle Pressemitteilung der LEN enthielt dann tatsächlich eine Entschuldigung an alle Aktiven.
Deutsches Synchronpaar beendet die WM als bestes europäisches Team auf Platz vier
Als amtierende Europameisterinnen waren Tina Punzel (Dresdner SC 1898) und Lena Hentschel (Berliner TSC) in das WM-Finale im 3m-Synchronspringen gegangen, und diese Position als bestes europäisches Team konnten sie dort einmal mehr verteidigen. Die andere Medaille, die bronzene von den letztjährigen Olympischen Spielen in Tokio (JPN), konnten sie in Budapest (HUN) indes nicht wiederholen.
Mit 282,99 Punkten kamen Punzel und Hentschel am Ende auf Platz vier, wobei sie sich im letzten Durchgang noch an den Teams aus Malaysia und Kanada vorbeischieben konnten. Gold ging an die erneut überragenden Chinesinnen Yiwen Chen und Yani Chang (343,14), dahinter komplettierten Japan (303,00) und Australien (294,12) das Podium. Für China war es im zwölften Wettbewerb im Wasserspringen bei diesen Weltmeisterschaften bereits der zwölfte Titel.
Es war ein solider Auftritt des deutschen Synchronpaares. Jedoch spritzte es bei mehreren Sprüngen beim Eintauchen etwas zu stark, und so lag die Punktzahl am Ende nur knapp über der aus dem Vorkampf. “Unsere Wünsche sind leider nicht in Erfüllung gegangen. Die Pflicht war einfach zu schwach, da haben sie ein paar Defizite gehabt, besonders in der Eintauchphase. Da haben wir leider Punkte liegen lassen”, sagte Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow. “Bei der Kür sind sie dann eigentlich erst richtig in den Wettkampf gekommen. Mit der richtigen Pflicht und dem ersten gelungenen Kürsprung wäre sicher auch eine Medaille drin gewesen. Aber die Mädels werden bei der EM nochmal die Chance haben, ihre Leistung zu zeigen.”
Insgesamt erzielte die DSV-Wasserspringer*innen bei dieser WM elf Finalplatzierungen (vier im Einzel, sieben in den Synchron- und Mixed-Disziplinen) und konnten damit das Ergebnis der vergangenen Titelkämpfe 2019 in Gwangju (KOR) jeweils verbessern, wo es vor drei Jahren acht Finalplatzierungen gegeben hatte (drei im Einzel, fünf im Synchron bzw. Mixed). Rechnet man Moritz Wesemann (SV Neptun Aachen) noch hinzu, der sich vom 3m-Brett ebenfalls fürs Finale qualifiziert hatte, nach einem positiven Corona-Befund dann aber nicht antreten konnte, waren es diesmal sogar zwölf Finalplätze. “Die Tendenz von 2019 zu 2022 ist gut”, bilanzierte Buschkow. Auch nach den Rücktritten der beiden langjährigen Leistungsträger Patrick Hausding und Martin Wolfram mischt Deutschland im Wasserspringen in der Weltspitze mit. Die einzige Medaille in Budapest hatten direkt am ersten Tag der Sprungwettbewerbe Timo Barthel (SV Halle) und Lars Rüdiger (Berliner TSC) im 3m-Synchronspringen gewonnen.
Turmspringer Timo Barthel kämpft sich bei der WM ins Halbfinale
Noch vor wenigen Wochen war sich Wasserspringer Timo Barthel (SV Halle) nicht sicher, ob er bei der WM in Budapest (HUN) überhaupt im Turmspringen würde antreten können. Im April hatte er sich am Handgelenk verletzt und konnte danach zeitweise nur noch fußwärts eintauchen, insbesondere auf die hohen Belastungen vom Turm aus zehn Metern musste er danach erst einmal verzichten. Mittlerweile ist der EM-Vierte von 2021 aber soweit wieder fit und steht bei den Weltmeisterschaften nun zumindest schon einmal im Halbfinale.
Mit 365,30 Punkten schaffte der 26-Jährige jedoch nur knapp den Sprung in die nächste Runde. Allerdings musste Barthel bis zur letzten Runde bangen, denn nur die besten 18 Springer lösten das Ticket fürs Halbfinale. Nach dem vierten Durchgang war der Hallenser zwischenzeitig sogar aus den Top 18 herausgerutscht, gab im fünften Versuch beim Auerbachsalto aber direkt die passende Antwort und darf nun am Nachmittag (16:00 Uhr) noch einmal ran. Für das Finale müsste er dort sicher noch einige Punkte drauflegen, doch die Qualität dazu hat der Weltcup-Vierte des Vorjahres allemal. „Timo hat noch deutlich Luft nach oben. Er hat mehrere Schusseligkeitsfehler gemacht beim Delfinsalto und beim Rückwärtssalto. Ich hoffe, dass er heute Nachmittag wacher ist und das realisiert“, sagte Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow.
Der zweite deutsche Starter Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) hat den Sprung ins Halbfinale als 27. mit 325,20 Punkten indes verpasst. „Jaden hat leider zwei große Fehler gemacht beim Auerbach und bei der Rückwärtsschraube, und die werden in so einem Feld nicht verziehen“, sagte Buschkow. Der Aachener ist mit 17 Jahren jedoch der Jüngste im gesamten DSV-Team und wird in den kommenden Jahren noch viele Gelegenheiten bekommen, sein Können unter Beweis zu stellen. Beste Springer im Vorkampf waren die beiden Chinesen Jian Yang und Hao Yang mit 495,65 bzw. 468,20 Punkten.
Hentschel und Punzel gemeinsam im WM-Finale
Zusammen holten sie im vergangenen Jahr Olympiabronze und EM-Gold im 3m-Synchronspringen, bei den Weltmeisterschaften in Budapest (HUN) ist nun vielleicht auch im Einzelwettbewerb Edelmetall möglich. Mit Lena Hentschel (Berliner TSC) und Tina Punzel (Dresdner SC 1898) haben jedenfalls erstmals seit 1994 in Rom (ITA) wieder zwei deutsche Wasserspringerinnen das WM-Finale vom 3m-Brett erreicht.
Die 21-jährige Hentschel belegte im Halbfinale mit 297,60 Punkten Platz fünf, die 26-jährige Punzel rangierte mit 285,00 Punkten auf Rang acht, im Vorkampf hatten sie noch Rang zwölf bzw. sieben gelegen. Beste Springerinnen am Freitag waren mit Abstand die beiden Chinesinnen Yiwen Chen (356,45) und Yani Chang (345,80). Zum Bronzerang fehlten Hentschel aber nur gut sechs Punkte.
“Ich bin total zufrieden, dass ich mich als eine von wenigen noch einmal steigern konnte und freue mich auf mein erstes Einzelfinale bei einer WM”, sagte Hentschel. “Im ersten Durchgang war der Rückwärtssprung noch etwas holprig, aber das war für mich dann auch der Anstoß, so richtig Gas zu geben. Ich habe mich danach von Sprung zu Sprung gesteigert und das abgerufen, was ich trainiert hatte in den letzten Wochen.”
Auch Punzel war durchaus zufrieden. “Ich freue mich, dass wir es beide geschafft haben, uns fürs Finale zu qualifizieren. Ich denke, das wird wird cool morgen und da freue ich mich jetzt drauf”, sagte die Europameisterin, die in der WM-Vorbereitung von einer Erkältung etwas ausgebremst worden war. “Es war ein langer Tag und da zählt erst einmal durchzukommen, und das habe ich solide geschafft – jeweils mit einem kleineren Patzer, daher ist für morgen auch noch was drin.”
“Das ist ein tolles Ergebnis, das uns stolz macht. Aber beide haben auch durchaus noch Reserven”, sagte Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow. “Ein Fehler weniger im Finale, dann ist hinter den beiden Chinesinnen alles möglich.” Und vielleicht ist die WM 1994 ja dabei ein gutes Omen: Damals gewann Claudia Bockner Bronze und Simona Koch wurde Sechste. Das Finale findet am Samstagabend (19:00 Uhr) statt.
