Emily Demls zweites JEM-Gold sorgt für die beste DSV-Bilanz seit zehn Jahren

© privat
- 28.06.2026
Besser hätten die Europameisterschaften der Junior*innen im Wasserspringen nicht zu Ende gehen können für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Emily Deml (SV Halle) bescherte dem DSV-Nachwuchs mit ihrem zweiten Gold in der Duna Aréna von Budapest (HUN) den perfekten Ausklang. Die Hallenserin hatte bereits vom 1m-Brett triumphiert und gewann am Sonntag auch die Konkurrenz vom 3m-Brett in der weiblichen Jugend A. Mit 456,35 Punkten siegte die 17-Jährige in ihrem letzten JEM-Wettkampf vor dem Übergang in die offene Klasse vor Nadezhda Trifonova (RUS/449,75) und Kseniia Bochek (UKR/446,20). Die Reihenfolge auf dem Podium war damit exakt dieselbe wie schon vor zwei Tagen beim 1m-Wettbewerb.
>> Alle Ergebnisse der JEM Wasserspringen
Auch für Deml selbst war es der perfekte Abschluss ihrer JEM-Karriere. Zum kommenden Jahr wechselt sie nun in die offene Klasse, wo sie bereits in diesem Jahr mit der Weltcuppremiere und der erfolgreichen Qualifikation für die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) erste Akzente setzen konnte. Den JEM-Vorkampf hatte die Deutsche „nur“ als Vierte beendet. In der Pflicht hatte sie sich dort stark präsentiert und damit bereits die Grundlage für den späteren Erfolg gelegt – die Punkte aus den Pflichtsprüngen werden im Nachwuchsbereich bekanntlich ins Finale mitgenommen. In den Kürsprüngen hatte sie allerdings noch etwas Luft nach oben gelassen.
Im Finale präsentierte sich Deml dann allerdings hochkonzentriert und um fast 40 Punkte besser als noch am Vormittag. „Ich hatte ein paar kleine Patzer im Vorkampf, aber technisch war es trotzdem sehr solide. Deswegen wusste ich, dass ich im Finale nochmal zeigen kann was ich kann“, sagte sie. „Der Sieg bedeutet mir viel. Ich bin stolz auf meine Leistung und dass ich hier gezeigt habe, was ich die letzten Monate und Jahre trainiert habe. Die Titel geben mir Rückenwind. Sie zeigen mir, dass ich mich bei den Erwachsenen nicht verstecken muss.“
DSV-Nachwuchs blickt mit viel Selbstvertrauen auf die JWM im August
Insgesamt sammelten DSV-Wasserspringer*innen in dieser JEM-Woche neun Medaillen – fünf Mal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze und tankten damit kräftig Selbstvertrauen für den globalen Leistungsvergleich bei den Weltmeisterschaften der Junior*innen vom 21. – 28. August in Rijeka (CRO). Die JEM-Bilanz aus dem Vorjahr (4-2-2) wurde damit um eine Goldmedaille übertroffen – mehr Titel (sieben) hatte Deutschland sogar zuletzt 2016 gefeiert.
„Das Ergebnis liegt über unseren Erwartungen. Platz zwei in der Nationenwertung ist eine Sensation. Wir waren wieder mal ein richtig cooles Team, in dem jeder für den anderen gekämpft hat. Wir werden ein leistungsstarkes Team für die JWM nominieren und fahren optimistisch nach Rijeka“, sagte Nachwuchs-Bundestrainerin Anne-Kathrin Hoffmann.












