Eikermann und Rösler sorgen für perfekten Abschluss der Sprung-Wettbewerbe
- 06.08.2026
Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Ole Rösler (WSC Rostock) haben dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) zum Abschluss der EM-Wettbewerbe zwei weitere Medaillen beschert. In der Königsdisziplin vom Turm freute sich Eikermann am Donnerstagabend nach einem hochklassigen Wettkampf über Silber mit 513,05 Punkten und der junge Rostocker über Bronze mit 480,75 hinter Europameister Ruslan Ternovoi (NAB/524,20). Und weil die deutsche Mannschaft auch dank dieser beiden Erfolge den Sieg in der Team-Trophy davontrug, funkelten ihre Medaillen sogar ein bisschen golden.
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„Die glänzt für mich auf jeden Fall wie Gold. Zusätzlich zur Silbermedaille habe ich noch die 500-Punkte-Marke geknackt. Darüber freue ich mich fast noch mehr als über die Medaille am Ende. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Eikermann über seine erste internationale Einzelmedaille bei den Erwachsenen. „Die erste Medaille ist etwas Besonderes, aber es ist hoffentlich nicht die letzte. Heute habe ich alles rausgeholt, was ging. Am Morgen bin ich neue Bestleistung gesprungen (im Vorkampf waren es 486,50, Anm. d. Red.), am Nachmittag noch mal, weit über 500 Punkte – ich bin mehr als zufrieden.“
Eikermann meistert den Druck trotz schlafloser Nacht
Dabei hatte der Aachener in der Nacht vor dem Wettkampf nicht gut geschlafen. Noch vor wenigen Jahren hätte ihn das wahrscheinlich aus der Bahn geworfen. Doch inzwischen ist Eikermann gereift, wirkt deutlich gefestigter. „Mein Trainer Kamyar Kazemi und ich haben daran viel gearbeitet, auch unter Drucksituationen zu springen und unter Müdigkeit und körperlichen Einschränkungen“, erzählte er. Der zehnte Platz bei der WM 2025 in Singapur, wo er als erster Deutscher seit zehn Jahren wieder in einem ein Turm-Finale stand, tat sein Übriges: „Das hat mir ganz viel Ansporn für die nächsten Jahren gegeben.“
Ole Rösler hatte im vergangenen Jahr bereits EM-Silber geholt, die Bronzene aus Paris war für ihn aber nochmal wertvoller. „Damals habe ich 430 Punkte gemacht, jetzt sind es 480, das sind 50 Punkte mehr. Und das gibt mir viel mehr Motivation, weiter an mir zu arbeiten als 430 Punkte und Silber“, so der 18-Jährige. „Ich habe noch genug Luft nach oben. Es wäre heute sogar noch mehr drin gewesen, wenn ich den zweiten Sprung nicht so versemmelt hätte. Aber Fehler passieren im Sport, man lernt daraus. Und ich freue mich jedenfalls auf alles, was noch kommt.“ Zusätzlich motivieren dürfte ihn, dass er bei der EM sogar vor Oleksii Sereda (UKR/Platz sechs) landete, dem Titelverteidiger und WM-Zweiten, der in diesen Tagen erst als Europas Wasserspringer des Jahres 2025 geehrt wurde. „Das ist schon geil. Oleksii war früher immer mein Vorbild.“
Alle Deutschen in Paris mit mindestens einer Medaille
Insgesamt holte der DSV in Paris im Wasserspringen zehn Medaillen (3-4-3). Das bedeutet Platz zwei im Medaillenspiegel hinter den Italiener*innen (5-1-1), bei denen Chiara Pellacani an allen fünf Titeln beteiligt war, gemessen an der Gesamtzahl der Medaillen sogar Platz eins. In der Team Trophy, für die auch die weiteren Ergebnisse bis Rang acht gewertet werden, lag Deutschland wie schon 2025 ebenfalls ganz vorne.
„Der Tag heute war noch mal ein absolutes Highlight. Ich absolut zufrieden mit unserem Abschneiden hier“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. „Wir hatten herausragende Leistungen dabei, aber das Highlight war für mich unser Spirit, wie sich das Team insgesamt hier präsentiert hat.“ Bemerkenswert auch: Alle Aktiven aus der Mannschaft gewannen mindestens eine Medaille. Jette Müller (Dresdner SC 1898) mit Bronze im 3m-Synchronspringen zusammen mit Lena Hentschel (Berliner TSC) sowie Jaden Eikermann sorgten am Schlusstag für diese starke Bilanz.

















