Münchens Synchronschwimmerin Johanna Karb ist bei der JEM im Dauereinsatz

© European Aquatics
- 26.06.2026
Internationale Großereignisse hatten für Synchronschwimmerin Johanna Karb zuletzt immer eine spezielle Note. Ihre WM-Premiere bei den Erwachsenen erlebte sie im vergangenen Jahr ausgerechnet in Singapur, wo sie dereinst mit dem Schwimmen angefangen hatte und später ebenfalls noch dort zum Synchronschwimmen gewechselt war. Eine Sportart, die außer ihr auch ihre Mutter, ihre Tante und ihre Cousine betreiben oder betrieben haben. Ihr Vater hatte ein Jobangebot in der Metropole in Fernost bekommen, deshalb war die Familie für dreieinhalb Jahre nach Singapur gezogen.
Inzwischen lebt die Familie wieder in München, so dass auch die bevorstehenden Europameisterschaften der Junior*innen vom 30. Juni – 04. Juli in der bayerischen Landeshauptstadt für Johanna Karb etwas Besonderes sind. Sie finden nicht nur im eigenen Land statt, sondern für sie sogar in der eigenen Stadt. Mehr „JEM dahoam“ geht nicht!
„Die Vorfreude ist riesig“, meint Karb. „Sonst können unsere Familien nicht so oft dabei sein, aber diesmal werden im Publikum viel mehr Zuschauer*innen sein, die wir kennen und die uns anfeuern. Und wir sind ein relativ junges Team, für viele ist es der erste internationale Wettkampf. Umso besser, dass er zu Hause stattfindet – dort ist alles vertrauter.“ Die 16-Jährige von der SG Stadtwerke München wird dabei, wenn alles gut läuft, an allen fünf Wettkampftagen im Becken zu sehen sein – am Freitag sogar gleich zweimal.
Johanna Karb strahlt auch auf dem Veranstaltungsposter
Karb startet in der Olympiaschwimmhalle von 1972 mit dem Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in der Technischen Kür sowie der Acrobatic Routine, in beiden Duetten zusammen mit Vereinskollegin Felicitas Embacher sowie in der Technischen Kür des Solowettbewerbs. In der Freien Kür muss sich das DSV-Duett allerdings erst noch im Vorkampf behaupten, um im Finale am Samstag dabei zu sein. „Ich gehe die Wettkämpfe einen nach dem anderen an und versuche immer, mein Bestes zu geben“, verspricht die Schülerin. Schließlich ist sie das Poster-Motiv dieser JEM. „Das ist eine große Ehre. Ich muss mir unbedingt auch selbst noch ein Plakat mitnehmen.“
>> Alle Infos zu den Europameisterschaften der Junior*innen in München
Karb ist übrigens nicht die einzige Münchnerin im DSV-Aufgebot. Insgesamt stellen die „Isarnixen“ der SG Stadtwerke sogar sechs Aktive, zwei weitere stammen aus Bayern, zwei aus NRW. „Das ist richtig cool, weil wir uns untereinander so gut kennen und genau wissen, wie sich die anderen im Wasser verhalten“, sagt Johanna Karb. Und erklärt, warum die Nachwuchsarbeit in München schon seit Jahren deutschlandweit führend ist. „Wir haben sehr viele Wasserzeiten und können deshalb häufiger trainieren als andere Klubs. Und weil wir ein großer Verein sind, trainieren wir auch sehr viel im Team und nicht nur im Duett oder im Einzel und können uns so gegenseitig noch mehr unterstützen.“












