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Deutschlands Frauen beenden die EM mit einem Sieg gegen Tschechien

Deutschlands Wasserballerinnen haben die Europameisterschaften in Eindhoven (NED) mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen. Dank einer starken Aufholjagd behauptete sich das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Donnerstag mit 15:12 (3:4, 3:4, 3:3, 6:1) gegen Tschechien und beendet das Turnier damit auf Platz elf.

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Dabei lief das Team von Bundestrainer Sven Schulz lange einem Rückstand hinterher. Die Tschechinnen, die zum ersten Mal seit 27 Jahren wieder bei einer EM dabei sind, erzielten den ersten Treffer der Partie und lagen in der ersten Hälfte nicht einmal zurück, während Deutschland zeitweise mit bis zu vier Toren das Nachsehen hatte. Die DSV-Auswahl gab in den ersten 16 Minuten zwar mehr Schüsse auf den gegnerischen Kasten ab, doch die Chancenauswertung war anfangs noch nicht die beste. Das Überzahlspiel funktionierte aber, so dass man zur Halbzeit trotzdem nur knapp mit 6:8 hinten lag.

Erst wenige Augenblicke vor der Pause hatte Kapitänin Gesa Deike mit einem weiten Wurf von Höhe der Mittellinie das sechste Tor erzielt – ein durchaus umstrittener Treffer, nicht jede*r hatte den Ball in vollem Umfang über der Torlinie gesehen. Doch dem DSV-Team tat das Tor sichtlich gut, mit neuem Schwung startete man in die zweite Hälfte. Deike und Belén Vosseberg trafen zum Ausgleich – die beiden waren mit je fünf Treffern die besten Torschützinnen im DSV-Team an diesem Tag –, anschließend hatte die deutsche Mannschaft mehrere gute Gelegenheiten, sogar erstmals in Führung zu gehen. Stattdessen traf erneut Tschechien, Greta Tadday hielt den Rückstand aber im Rahmen.

Im letzten Viertel machte sich dann die bessere Kondition der Deutschen bemerkbar. „Wir waren am Ende müde“, räumte Tschechiens Kapitänin Karolina Hlatava ein. Zwei Treffer von Vosseberg brachten zunächst den Ausgleich, anschließend ging es dann wild hin und her – binnen 70 Sekunden fielen gleich vier Treffer, drei davon für die Deutschen, die damit erstmals eine Zwei-Tore-Führung herausspielten. Gesa Deikes Fünfmeter anderthalb Minuten vor Schluss machte schließlich den Sieg im Pieter van den Hoogenband Zwemstadion perfekt. „Wir wussten, dass wir konditionell stark sind. Ich bin sehr glücklich, dass wir nochmal zurückkommen und die Partie am Ende gewinnen konnten. Wir hatten hier bei allen Spielen am Anfang ein paar Probleme, daran müssen wir arbeiten. Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, aber nicht mit Platz elf – das ist nicht das, was wir erreichen wollten. Aber wir sind noch ein junges Team mit vielen Juniorinnen, und werden weiter an uns arbeiten. Man wird sehen, was dann in Zukunft möglich ist“, so das Fazit von Belén Vosseberg.

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29:9 gegen Bulgarien: Deutschlands Frauen starten mit Kantersieg in die EM

Die deutschen Wasserballerinnen sind mit einem Kantersieg erfolgreich in die Europameisterschaften in Eindhoven (NED) gestartet. Das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) gewann am Freitag mit 29:9 (10:2, 9:1, 5:3, 5:3) gegen Bulgarien, beste Torschützinnen waren Belén Vosseberg mit sechs sowie Gesa Deike und Aylin Fry mit je fünf Treffern. Für die Bulgarinnen traf Anna Gesheva mit vier Toren am besten. „Wir sind gut ins Turnier gestartet und haben unsere Konter gut durchgebracht. Das war ein klarer Pflichtsieg“, so die deutsche Top-Torschützin.

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Bereits nach dem ersten Viertel (10:2) hatte das DSV-Team zweistellig getroffen, vor allem Vosseberg mit vier und Fry mit drei Treffern allein in den ersten acht Minuten waren in der Anfangsphase wiederholt erfolgreich. Im zweiten Viertel konnte das Team von Bundestrainer Sven Schulz diese Führung dann mit sehenswerten Pass-Stafetten weiter ausbauen, jetzt war es insbesondere Kapitänin Gesa Deike, die in diesem Abschnitt fünf Tore besteuerte. Die 28-Jährige erlebt in den Niederlanden ebenso wie Vosseberg bereits ihr fünftes EM-Turnier. Mit Jamie-Julique Haas und Emma Seehafer waren vor der Pause aber auch schon zwei EM-Debütantinnen im deutschen Aufgebot erfolgreich.

Zur Halbzeit führte das DSV-Team bereits deutlich mit 19:3 gegen die Bulgarinnen, die zum ersten Mal bei der Endrunde dabei sind. Deutschland dagegen ist Dauergast und bei bislang 19 ausgetragenen Turnieren schon zum 18. Mal bei den Europameisterschaften vertreten. Nach ein paar kleineren Unkonzentriertheiten in der Verteidigung zu Beginn des dritten Viertels, auch weil wegen der deutlichen Führung die Spannung zwischenzeitlich etwas abgefallen war, konnte der Vorsprung dann in der Folge weiter ausgebaut werden. Zwischen den Pfosten hatte zur Pause übrigens Anja Oldenburg von Darja Heinbichner übernommen – mit 40 Jahren ist die Torhüterin aus Berlin nun die älteste deutsche EM-Spielerin aller Zeiten. Beim Stand von 24:6 ging es ins Schlussviertel, und auch dort bewies die deutsche Mannschaft eine große Breite im Angriff: Durch den erfolgreichen Fünfmeter von Ioanna Petiki kurz vor dem Ende konnten sich letztlich alle Feldspielerinnen mindestens einmal in die Torschützinnenliste eintragen.

„Das ist ein gutes Zeichen, dass alle Spielerinnen zu 100 Prozent mit dabei sind“, sagte Co-Trainer Georgios Triantafyllou. „Wir haben dieses Spiel von Anfang an dominiert. Aber jetzt müssen wir diese Partie schnell abhaken und uns auf die kommenden Einsätze fokussieren. Die schweren Spiele kommen erst noch.“ Im anderen Spiel der Vorrundengruppe D gewann Großbritannien mit 12:7 gegen die Slowakei. Die Slowakinnen sind am Samstag (10:30 Uhr) auch die nächsten Gegnerinnen der DSV-Auswahl. Die ersten beiden Teams der Gruppe erreichen die Überkreuzspiele und haben dort die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale.

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Lena Hentschel und Saskia Oettinghaus im Kampf um die WM-Tickets vorn

Es war die wohl spannendste Entscheidung im Kampf um die WM-Tickets im Wasserspringen: Gleich vier Frauen übertrafen am Dienstag beim DSV-Kürpokal im Finale vom 3m-Brett die geforderte Punktleistung für die Weltmeisterschaften in Doha (QAT/02. – 18. Februar) – aber nur zwei von ihnen konnten am Ende das Ticket in dieser Disziplin lösen. Und das waren zum einen Lena Hentschel (Berliner TSC), die sich im Finaldurchgang mit 328,80 Punkten am stärksten präsentierte, sowie Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), die am Abend mit 306,10 Zweite wurde und über die drei Runden des Tages gesehen in der Addition sogar ganz vorne lag, auch dank sehr starker 330,65 Punkten im Halbfinale.

Nur knapp dahinter lagen Jana Lisa Rother (Berliner TSC/04,80) und Jette Müller (WSC Rostock/304,30), die damit trotz ebenfalls erfüllter WM-Norm in dieser Disziplin den Kürzeren zogen. „Das ist eine absolute Luxussituation. Die Mädels haben hier wirklich gutes Niveau gezeigt, so macht ein Wettkampf einfach Spaß“, befand Bundestrainer Christoph Bohm. Für Lena Hentschel war es beim diesjährigen Kürpokal in Berlin im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften bereits das zweite Gold nach dem Sieg vom 1m-Brett am Samstag. „Ich habe heute zwei solide und einen sehr guten Wettkampf gemacht und mich vom Vorkampf bis zum Finale immer weiter gesteigert, so wie es sein soll. Im Finale konnte ich mich auf meine Sprünge verlassen, da hat alles super geklappt. Die WM ist gesichert, jetzt geht es auf die Jagd nach dem Olympia-Quotenplatz. Wenn ich die Leistung aus dem heutigen Finale in Doha nochmal abrufen kann, würde das mit ziemlicher Sicherheit einen Quotenplatz für Deutschland bedeuten“, sagte sie.

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Deutlicher fiel der Sieg von Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) im Turmspringen der Männer aus. Der Olympiateilnehmer von 2021 lag in Vorkampf, Halbfinale und Finale stets klar über der WM-Norm und siegte mit 481,20 Punkten souverän, nachdem er am Vormittag in der ersten Runde mit 485,20 sogar noch ein paar Zähler mehr geholt hatte. „Dreimal Norm, das war ein toller Wettkampftag. Ich freue mich, endlich wieder zurück zu sein nach einem sehr harten Jahr. Das ist jetzt ein sehr schöner Abschluss und ein guter Einstieg in die neue Saison“, freue er sich. Silber ging an Hannes Eberspächer (415,70), Bronze an den diesjährigen WM-Starter Luis Avila Sanchez (412,35/beide Berliner TSC).

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Für eine optimale Regeneration: DSV startet Zusammenarbeit mit Third of Life

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat mit der Third of Life GmbH eine neue Partnerschaft ins Leben gerufen, die seinen Mitgliedern zu einer optimalen Regeneration verhelfen wird. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden unter anderem die DSV-Kader für die Olympischen Spiele 2024 in Paris (FRA) von den Schlafexpert*innen der Münchner Firma individuell betreut und mit deren innovativen Produkten zur Schlafverbesserung ausgestattet. Im Rahmen des Schwimm-Weltcups in Berlin fand bereits eine Coaches Clinic zum Thema statt, um einen Wissenstransfer zu diesem wichtigen Thema in der Breite zu initiieren.

„Im Ringen um Höchstleistungen wird in Themen wie Trainingssteuerung und Ernährung überall auf der Welt unheimlich viel investiert, aber auch die Regeneration ist im Hochleistungssport extrem wichtig: im Training, im Wettkampf oder auch auf den vielen Reisen. Die beeindruckende Expertise von Third of Life auf diesem Gebiet wird uns helfen, auch hier das Maximum für unsere Athlet*innen herauszuholen“, sagte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann. „Im Spitzensport geht es immer professioneller zu, die frühe Aufklärung über die unbewussten Prozesse im Schlaf ist für mich daher ein Muss. Die Talente von heute sollten zum Beispiel früh genug lernen, dass das Blaulicht ihres Handys beim Einschlafen stören kann. Nur dann können sie dieses Wissen auch bewusst für sich und ihren meist sehr ausgefüllten Tagesablauf nutzen“, betonte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense.

Third of Life passt als Name bestens zum Programm, denn ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch bekanntlich im Schlaf. Dass dessen Bedeutung für die körperliche und mentale Regeneration in unserer Gesellschaft oftmals noch unterschätzt wird, veranlasste die beiden Geschäftsführer Frieder Kuhn und Dr. Hanno Deyle vor zehn Jahren dazu, ihre Firma zu gründen und sich dem Thema umfassend mit wissenschaftlichem Ansatz zu widmen. 2022 wurde Third of Life dafür zum nunmehr dritten Mal in Folge vom Institut für Gesundheit und Ergonomie (IGR) mit dem Innovationspreis für Ergonomie ausgezeichnet.

Zum Portfolio gehören den Schlaf und die Regeneration verbessernde Produkte, zum Beispiel vielfältig verstellbare Kissen, Bettdecken und Sleepwear. Ebenso die aiLigner-App, die mittels Scans die Körperhaltung und Schlafstellung analysiert, basierend darauf die Ergonomie im Bett optimiert und so Rücken- und Schulterschmerzen vorbeugt. „Wir sehen den Schlaf und dessen Verbesserung als das nächste Gesellschafts- und Gesundheitsthema, da er die Regeneration enorm beeinflusst und damit maßgeblich ist für unsere Gesundheit, unsere Stimmung und unsere Leitungsfähigkeit am Tag. Zusammen mit dem Deutschen Schwimm-Verband wollen wir nicht nur die Top-Athlet*innen unterstützen, sondern alle Menschen dafür sensibilisieren“, sagte Dr. Hanno Deyle.

Alle 563.000 DSV-Mitglieder können nach Nutzung der kostenlosen aiLigner-App die für sie empfohlenen Third-of-Life-Produkte mit einem exklusiven Rabatt von 15 Prozent erwerben. Hierfür ist im Onlineshop von third-of-life.com der Rabattcode DSVMember15 anzuwenden.

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Warum Lukas Märtens im Olympiajahr sein Wettkampfprogramm umgestaltet

Bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) gewann Lukas Märtens in diesem Jahr Bronze über 400m Freistil und setzte damit seinen Erfolgsweg eindrucksvoll fort. Der Europameister von 2022 trägt jetzt auch beim Weltcup in Berlin (06. – 08. Oktober) die Hoffnungen des Gastgeberteams aus dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). In die neue Saison startet der 21-Jährige vom SC Magdeburg dabei mit einem neuen Plan, was die Wettkampfstrecken angeht. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) will sich Märtens nun voll auf die Mittelstrecken konzentrieren, und die 1500m Freistil dafür auf seinem Programm nehmen.

>> Jetzt Tickets für den Weltcup sichern

„In Fukuoka wollte Lukas unbedingt noch mal probieren, seine volle Bandbreite anzugehen. Im Nachgang hat er gesehen, wie schnell seine 200 Meter Freistil als Startschwimmer in der Staffel waren, die Zeit hätte im Finale zu Rang vier gereicht. Und wenn wir da jetzt mehr Prozente an Aufmerksamkeit reingeben und er die 1500 Meter dafür wegschiebt, aus dem Training und auch aus dem Kopf, dann kann sich das alles noch mal ein Stück nach vorn entwickeln“, erklärt Bundestrainer Bernd Berkhahn dazu in einem großen Interview mit dem DSV-Verbandsmagazin „Swim&More“ (Oktober-Ausgabe). Die Entscheidung sei nach intensivem Austausch in der Sommerpause gefallen. „Ich habe Lukas erklärt, dass es für seine Basis gut ist, wenn er die 1500 Meter schwimmt – aber wir sollten es eben nicht bei internationalen Höhepunkten schwimmen, weil das Training dann doch sehr breit aufgestellt werden muss. Auch über die 400 Meter Freistil sehe ich noch Entwicklungspotenzial. Durch eine Konzentration auf weniger Strecken sind auch hier noch ein paar Prozentpunkte mehr drin. Am Ende nützen einem viele Starts nichts, wenn man keine Medaille gewinnt.“

Im DSV-Magazin spricht Berkhahn natürlich auch über die Lehren, die sich für Florian Wellbrock aus dem jüngsten WM-Abschneiden ergeben haben. Der Freiwasser-Olympiasieger und-Weltmeister musste seinen Weltcup-Start in Berlin allerdings wegen gesundheitlicher Probleme in den vergangenen Tagen kurzfristig absagen. Trotzdem wird beim Weltcup ein absolutes Weltklassefeld mit vielen WM-Medaillengewinner*innen aus knapp 50 Nationen zu sehen sein. Tageskarten kosten 29,00 Euro (ermäßigt 27,00 Euro). Dauerkarten für alle drei Tage sind für jeweils 82,00 Euro (ermäßigt 76,00 Euro) zu buchen.

Seit über 20 Jahren ist die „Swim&More“ fester Bestandteil des DSV und versorgt die DSV-Mitglieder und alle anderen Anhänger*innen des Wassersports mit aufwendig produzierten Geschichten in modernen Formaten und exklusiven Interviews über das Verbandsleben in den fünf olympischen Sportarten. Sie haben noch kein Abonnement? Jetzt noch bis zum 08. Oktober Abo für nur 59€/Jahr abschließen und die Oktober-Ausgabe mit vielen spannenden Themen direkt nach Hause geliefert bekommen.

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Hannah Gätjen, Leo Leverkus und Arne Schubert gewinnen JEM-Bronze auf Korfu

Der Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hat am ersten Tag der Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen auf Korfu (GRE) drei Medaillen gewonnen. Hannah Gätjen (SG Stormarn Barsbüttel/Jahrgang 2006), Leo Leverkus (SG Karlsruhe/2008) und Arne Schubert (SC Magdeburg/2006) erkämpften sich bei besten Bedingungen auf der Ferieninsel am Freitag jeweils Bronze.

Gleich im ersten Rennen der Titelkämpfe am Vormittag zeigte Leverkus, der in diesem Jahr schon im Becken mit sechs Siegen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften beeindruckt hatte, sein großes Potenzial. Im 5km-Rennen musste er mit einer Zeit 57:57,06 Minuten nur Mate Karpati (HUN/57:28,8) und Michele Pezzoli (ITA/57:56,7) den Vortritt lassen, hinter Leverkus belegte Ivan Korolev (58:07,3/TV Gut Heil Billstedt) Rang vier. Luis Lengfellner (SC Regensburg/58:12,4) wurde Neunter. Bei den Mädchen dieses Altersbereichs siegte Amelie Blocksidge (GBR) überlegen nach 1:00:20,0 Stunden, beste Deutsche war Laura Marie Blumenthal Haz (TB1888 Erlangen/1:03:21,3) auf Rang neun direkt vor ihrer Vereinskollegin Annika Dewdney (1:03:25,2). Mira Helget (SGR Karlsruhe/1:03:34,8) kraulte auf Rang 13.

Für die 16- bis 17-Jährigen stand am Nachmittag dann das Rennen über 7,5 km an. Hier siegte Glenda Abonyi-Toth (HUN/1:31:35,2) vor Clara Martinez de Salinas Pena (ESP/1:31:49,8), Hannah Gätjen konnte sich nach Staffelsilber im Vorjahr diesmal über eine Einzelmedaille freuen. Julia Ackermann (SC Chemnitz/Jahrgang 2007), die im Vorjahr 5km-Gold und in diesem Jahr bereits JEM-Bronze im Becken über 800m Freistil gewonnen hatte, wurde diesmal Siebte (1:33:41,3), Julia Barth (TB 1888 Erlangen) belegte zudem Rang elf (1:34:18,1).

Bei den Jungen hatte Bartosz Kapala (POL/1:24:45,5) den stärksten Endspurt und setzte sich vor Hunor Kovacs Seres (HUN/1:24:49,8) und Arne Schubert (1:24:49,9) durch. Nach Platz vier im Vorjahr und gesundheitlichen Problemen bei der diesjährigen JEM im Becken freute sich Schubert über dieses Edelmetall natürlich besonders. Auf acht und neun landeten die ein Jahr jüngeren David Kuhn (SV Würzburg 05/1:25:33,2) und Diego Alfons Heinze (SC Wiesbaden/1:25:52,5). „Mit drei Medaillen ist uns hier ein toller Start gelungen, so darf es an den kommenden Tagen gern weitergehen“, lobte Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Bünde.

 

 

 

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Titel-Hattrick für Isabel Gose, Gold mit WM-Norm auch für Sven Schwarz

Aller guten Dinge sind drei, das galt für Schwimmerin Isabel Gose auch bei den U23-Europameisterschaften in Dublin (IRL). Über 1500m Freistil schwamm die 21-Jährige vom SC Magdeburg am Sonntag in 16:02,89 Minuten bereits zu ihrem dritten Gold bei diesen Titelkämpfen, dahinter machte diesmal Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm/16:23,17) den dritten deutschen Doppelsieg auf den langen Freistilstrecken perfekt.

„Das hat hier noch einmal richtig viel Spaß gemacht, ich gehe nun mit einem sehr schönen Gefühl aus der Saison heraus. Trotz der anstrengenden WM vorweg hat das auch vom Kopf her gut funktioniert, denau so hatten wir uns das vorgestellt. Das gibt sicher auch Schwung für die Olympiasaison“, freute sich Gose, die nun erstmal zehn Tage Wellnessurlaub auf Mallorca eingeplant hat.

Wie schon am Vortag bei Cedric Büssing durfte sich das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auch diesmal aber noch über eine zweite Goldmedaille bei einem der Männerrennen freuen, damit stehen insgesamt fünf Titel, viermal Silber, zweimal Bronze plus Rang drei im Medaillenspiegel in der Endbilanz. Denn Sven Schwarzkraulte über 800m Freistil in 7:41,77 Minuten im letzten Einzelrennen dann noch dem WM-Vierten und Europarekordler Daniel Wiffen (IRL/7:45,59) davon und schlug als Erster an. Der 21-Jährige von Waspo 98 Hannover blieb wie beim Silber über 1500m Freistil auch hier klar unter Normzeit (7:51,65) für die Weltmeisterschaften 2024 in Doha (02. – 18. Februar), und er war damit schneller als Florian Wellbrock bei der WM in Fukuoka (JPN/7:45,87).

„Es tut richtig gut, zweitbester Deutscher in diesem Sommer zu sein. Wir haben nun mal vier Topleute und müssen uns damit arrangieren“, sagte Schwarz. „Nachdem ich die WM in Japan trotz guter Zeiten knapp verpasst hatte, hätte es jedenfalls keinen Sinn gemacht, den Kopf in den Sand zu stecken. „Auf jeden Fall hat sich hier nun ausgezahlt, dass ich auch danach hart weitergearbeitet habe.“

Zum Abschluss erkämpfte sich auch noch die Mixed-Staffel über 4x100m Freistil EM-Bronze. Ole Mats Eidam(Potsdamer SV/49,79 Sekunden), Timo Sorgius (SSG Leipzig/49,57), Nele Schulze (SG Neukölln Berlin/54,81) und Nina Sandrine Jazy (SG Essen/54,73) schlugen nach 3:28,90 Minuten knapp hinter Polen (3:28,32) und Großbritannien (3:28,52) an. Die USA hatte außerhalb der EM-Wertung hier als Erste (3:27,35) angeschlagen.

Zuvor war Nele Schulze am Sonntag bereits EM-Vierte über 100m Freistil (55,21) geworden. Louis Dramm(Dresdner Delphine) wurde am Sonntag zudem EM-Siebter über 200m Lagen (2:02,06). Kim Herkle (SV Cannstatt) belegte EM-Platz acht über 200m Brust (2:29,04), ebenso wie Ole Mats Eidam über 100m Freistil (49,34). „Das war eine gelungene Premiere für diese Veranstaltung, aus sportlicher wie aus organisatorischer Sicht“, bilanzierte denn auch Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.

>> Alle Ergebnisse der U23-EM in Dublin

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Deutschlands Wasserballler scheiden nach Krimi im Viertelfinale aus

Bei den FISU University World Games in Chengdu (CHN) sind Deutschlands Wasserballer im Viertelfinale ausgeschieden. Die von Bundestrainer Milos Sekulic betreute Auswahl verlor gegen Georgien denkbar knapp mit 15:16 (3:3, 1:2, 5:5, 3:2/3:4) nach Fünfmeter-Werfen.

Anders als so oft im Turnierverlauf gelang es den Deutschen am Freitag nicht, den körperlich starken und im Abschluss sehr effizienten Gegner dauerhaft unter Druck zu setzen. Die meiste Zeit schwamm man selbst einem Rückstand hinterher, so auch in der dramatischen Schlussphase: 9,8 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit nahm Sekulic bei einem Treffer Rückstand nochmal eine Auszeit und stimmte die Seinen taktisch für den finalen Spielzug ein. Als Denis Strelezkij dann 0,7 Sekunden vor Schluss aus der Distanz tatsächlich zum 12:12-Ausgleich traf, schien die Partie zu kippen. Das Momentum lag jetzt auf deutscher Seite.

Denn beim sofort folgendem Fünfmeter-Werfen trafen mit Sascha Seifert und Fynn Schütze die ersten beiden deutschen Schützen und die Georgier lagen plötzlich 0:2 hinten. Mit einem weiteren Treffer wäre die Partie gewonnen gewesen, es folgten aber leider drei Fehlwürfe. Georgien schaffte noch einmal den Ausgleich und erzwang so die Verlängerung des Fünfmeter-Werfens. Nach weiteren Treffern auf beiden Seiten traf beim siebten Wurf dann nur noch Georgien und zog damit ins Halbfinale ein. Für Deutschland geht es nun in der Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht am Sonntag gegen Japan (9:22 gegen Italien) weiter.

„Im Endeffekt belohnen wir uns nicht für den Kampf, den wir während des ganzen Spiels gezeigt haben und mit dem wir noch ausgleichen konnten mit der Schlusssekunde“, sagte Lukas Küppers. „Fünfmeter-Schießen sind für mich immer auch ein bisschen Glückssache. Es ist megabitter, dass unser Torwart Felix Benke ein 2:0 für uns vorlegt und wir dann dreimal hintereinander nicht die Nerven behalten und das Ding zumachen. Das ist eine Mega-Enttäuschung und man kann es noch gar nicht begreifen.“

„Das war eine der bittersten Niederlagen meiner Karriere“, sagte ein enttäuschter Strelezkij, richtete den Blick aber gleich wieder nach vorne: „Jetzt heißt es Mund abwischen, weitermachen und die bestmögliche Platzierung erreichen. Trotz allem war die Atmosphäre in der Halle heute toll. In Deutschland haben wir teilweise in der Bundesliga nicht so viele Zuschauer.“

Im Wasserspringen zog derweil Alexander Lube (SV Neptun Aachen) ins Finale vom 1m-Brett ein. Ebenfalls in den Endkampf am Samstag schafften es beim Schwimmen Bente Fischer Sport-Union Neckarsulm) als Vierte über 200m Brust (2:29,19 Minuten) und Luca Nik Armbruster (SG Neukölln Berlin) als Fünfter über 100m Freistil (49,47 Sekunden).

>> Alle Ergebnisse der FISU University World Games

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Weltcup in Paris: Testlauf auf der Olympiastrecke gefährdet

Für die weltbesten Freiwasserschwimmer*innen wurde direkt im Anschluss an die Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) noch ein spannender Wettkampf angesetzt, am Sonntag stehen Weltcuprennen über 10km in Paris (FRA) an. Die vierte von fünf Weltcupstationen ist dabei als offizieller Testlauf für die Olympischen Spiele in genau einem Jahr ausgeschrieben. Geschwommen wird in der Seine rund um die Brücke Pont Alexandre III zwischen dem Grand Palais an der Champs-Élysées und dem Invalidendom, wo dann in zwölf Monaten auch die Olympiamedaillen vergeben werden.

Doppelweltmeisterin Leonie Beck, die nach ihren zwei Auftaktsiegen zu Saisonbeginn aktuell auf Platz zwei der Gesamtwertung liegt und nach ihren WM-Erfolgen von den Sporthilfe-Geförderten gerade zu deren „Sportlerin des Monats“ gekürt wurde, hat ebenso gemeldet wie der WM-Dritte Oliver Klemet. Einzig der nach Doppelgold ebenfalls bereits für Olympia qualifizierte Florian Wellbrock sagte nach seinem langen Japan-Aufenthalt inklusive Beckenrennen seine Teilnahme kurzfristig ab. „Wir wollen natürlich die Gegebenheiten an der Strecke schon einmal kennenlernen“, sagte Freiwasser-Bundestrainer Constantin Depmeyer.

>> Die Sporthilfe-Athlet*innen küren Leonie Beck zur Sportlerin des Monats Juli

Die 1,66km lange Runde besteht aufgrund des Flussverlaufs dabei aus zwei 795 Meter langen Geraden, gewendet wird dann jeweils zwischen zwei Bojen mit nur 35 Meter Abstand. Die Bedingungen ähneln damit also sehr einem Beckenrennen. „Taktisch ergeben sich da nicht so viele Möglichkeiten, man sollte die Strömung im Fluss aber auf jeden Fall ganz genau analysieren“, so Depmeyer. „Denn man muss sich an den Bojen perfekt positionieren, so kurz hintereinander kann man sonst schnell sehr viele Plätze einbüßen beim kleinsten Fehler.“

Mit Spannung wird am Wochenende natürlich auch auf die Wasserqualität geblickt. Bereits im Jahr 1923 war das Schwimmen in der Seine offiziell verboten worden, weil wegen Fäkalbakterien sonst Haut- und Magen-Darm-Infektionen drohen und auch immer mehr industrielle Belastungen entstanden. Für Olympia wurde daher in den Kläranlagen in riesige unterirdische Regenrückhaltebecken investiert, in denen das Wasser nun zusätzlich mit einem Säuregemisch desinfiziert wird. Das Problem dabei allerdings: Bei Regenfällen leidet die Wasserqualität wie überall auf der Welt sehr stark aufgrund der großen Menge an Einspülungen. Und auch in Paris gab es in letzter Zeit viele Niederschläge, das für vergangenen Sonntag vorgesehene Probeschwimmen war daher abgesagt worden. Auch in dieser Woche wurde für Paris immer wieder Regen vorhergesagt. 

Am Freitag wurde dann auch das für Samstag geplante Frauen-Rennen auf Sonntag verschoben. Eine weitere Messung am frühen Sonntagmorgen könnte nun allerdings auch zur kompletten Absage  führen.

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Mixed-Synchronteam springt beim WM-Debüt auf Platz sieben

Zum Abschluss der Wettbewerbe im Wasserspringen bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) haben Jana Lisa Rother (Berliner TSC) und Alexander Lube (SV Neptun Aachen) im 3m-Mixed-Synchronspringen Platz sieben erreicht. Das Paar kam am Samstagmorgen (MESZ) auf 270,45 Punkte und war damit das drittbeste europäische Team. Im kontinentalen Vergleich konnten sie sich damit gegenüber der EM im Juni um einen Platz nach vorne schieben.

>> Alle Ergebnisse vom Wasserspringen

Nach drei von fünf Runden hatten die Deutschen zwischenzeitlich sogar auf Rang fünf gelegen, doch auch mit dem Endergebnis durften sie letztendlich sehr zufrieden sein. Immerhin war es für beide die erste WM und überhaupt erst ihr zweiter gemeinsamer Auftritt auf der internationalen Bühne nach den diesjährigen Europameisterschaften. „Wir haben die Atmosphäre hier sehr genossen”, sagte Lube nach dem Wettkampf. Auch seine Partnerin meinte: „Wir nehmen die WM als eine tolle Erfahrung mit nach Hause, es hat super viel Spaß gemacht, und durch die guten Ergebnisse natürlich umso mehr. Wir haben bei dem Wettkampf keinen großen Fehler gemacht. Da waren bei jedem Sprung ein paar Kleinigkeiten, die wir auch im Training schon mal besser gezeigt haben, wir wissen also, dass da sogar noch ein paar Punkte mehr drin gewesen wären. Aber wir sind rundum sehr zufrieden. Wir haben coole Sprünge gezeigt, und es ist schön zu wissen, dass wir wirklich vorne mitkämpfen können”, so Rother.

„Platz sieben ist prima, freuen wir uns. Das war ein sehr solider Abschluss und völlig okay”, fand auch Bundestrainer Christoph Bohm. „Die anderen Teams waren einfach auch sehr gut und sehr stark.” Gold holten die Chines*innen Zhu Zifeng und Lin Shan, die mit 326,10 Punkten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigten. Silber sicherte sich Australien (307,38), die Bronzemedaille ging nach Italien (294,12). Insgesamt waren 16 Paare am Start, nur einmal in der WM-Historie – 2019 in Gwangju (KOR) mit damals 18 Teams – waren es noch mehr gewesen. Das 3m-Mixed-Synchronspringen ist seit 2015 Teil des WM-Programms.

Am Sonntag fliegen die deutschen Wasserspringer*innen zurück in die Heimat, um sich dort direkt auf das nächste internationale Highlight einzustimmen: Vom 04. – 06. August findet in Berlin nämlich das Weltcupfinale statt, für das sich neben zahlreichen internationalen Assen aus insgesamt 18 Nationen auch acht Deutsche qualifiziert haben. Bei den Männern sind das Turm-Europameister Timo Barthel, 3m-Europameister Moritz Wesemann (beide SV Halle) sowie Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Lars Rüdiger; bei den Frauen starten Jana Lisa Rother, Lena Hentschel sowie Elena und Christina Wassen, die amtierenden Europameisterinnen im Turm-Synchronspringen (alle Berliner TSC).

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