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    Die Wasserspringer Timo Barthel und Lars Ruediger stellen sich vor ihrem Wettkampf dem Publikum vor.
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Nach Einzelgold gewinnt Jonas Lieschke auch noch Staffelsilber

Der Termin im Spätsommer machte die Weltmeisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen zu einer kniffligen Sache für die Aktiven und ihre Coaches, schließlich brauchte es so einer langen Saison mit vielen Wettkämpfen auch mal Erholungspausen. Im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) haben sie es aber gut hinbekommen mit der Periodisierung, bei den Titelkämpfen vor der Traumkulisse rund um Alghero (ITA) sprangen diesmal gleich zwei Medaillen und Rang vier in der Nationalwertung heraus.

>> Alle  JWM-Ergebnisse im Überblick

Eine nahezu optimale Ausbeute gelang dabei Jonas Lieschke. Erst schwamm der 15-Jährige vom Hamburger SC über 5km allen Konkurrenten davon und sicherte sich mit über 13 Sekunden Vorsprung WM-Gold, zwei Tage später schaffte er es mit der Mixedstaffel über 4x1,5km an der Seite von Sydney Savannah Ferch (SG Dortmund), Laura Marie Blumenthal Haz (TB1888 Erlangen) undMoritz Erkmann (SC Chemnitz) dann noch einmal auf das Podest, nur Ungarn war wie schon der JEM in Wien (AUT) im Juli noch etwas schneller. Die Staffel der älteren Jahrgänge landete nach JEM-Bronze im Juli diesmal auf Rang acht, hier machte sich der gesundheitsbedingte Ausfall des JEM-Dritten Jonas Kusche (SC Chemnitz) bemerkbar.

„Man konnte auf Sardinien sehen, dass bei uns vielversprechende Talente nachkommen. Denn auch abseits der Medaillenränge gab es noch weitere gute Platzierungen, die uns positiv in die Zukunft blicken lassen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Bünde in einem Fazit. Lukas Paul Steuter (Wasserfreunde Spandau 04) war über 7,5km Sechster über die 7,5km geworden, Hannah Gätjen (SG Stormarn Barsbüttel) hatte über 10km Rang sieben erkämpft. Angesichts steigender Teilnehmer*innenzahlen und Leistungsdichte insbesondere in den älteren JWM-Jahrgängen weiß Bünde aber auch: „Sich stetig weiterzuentwickeln und Erfahrungen zu sammeln, ist in diesem Altersbereich das Wichtigste Das sieht man ja auch bei Jonas Lieschke, der bei der JEM noch nicht zu Medaillenkandidaten gezählt hatte, bevor er hier dann so auftrumpfte.“

Unterhaltsame Premiere für den Knockout Sprint 

Premiere im WM-Programm feierte auf Sardinien der Knockout-Sprint über 3km. In pro Geschlecht zwei verschiedenen Läufen über 1500 Meter kamen jeweils die zehn Schnellsten eine Runde weiter, nach wenigen Minuten Pause standen für diese dann ein gemeinsames 1000m-Rennen an, bei dem sich wieder die jeweils besten Zehn für die abschließenden 500 Meter qualifizierten. Das erste Gold erkämpften sich dabei am Olympiateilnehmerin Claire Weinstein (USA) und Kaito Tsujimori (JPN), die DSV-Vertreter*innen Hannah Gätjen (Sechste) und Julia Ackermann (SC Chemnitz/Zehnte) waren auch in der Schlussrunde dabei.

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Saskia Oettinghaus knackt den Code und steht im Halbfinale

Vor den Olympischen Spielen in Paris (FRA) hatte sich Wasserspringerin Saskia Oettinghaus einen Zauberwürfel besorgt, um sich an den Tagen bis zu ihrem Wettkampf vom 3m-Brett etwas abzulenken und nicht immer nur an den Sport zu denken. Selbstständig lösen ohne Spickzettel kann sie den Würfel zwar bislang nicht, doch zum Vorkampf am Mittwochnachmittag hatte sie dafür einen anderen Code geknackt, nämlich wie man bei Olympia den Sprung in die nächste Runde meistert. 

Mit einer durchweg soliden Serie zog die 26-Jährige mit 279,35 Punkten wie schon bei den Weltmeisterschaften im Februar in Doha (QAT) als 15. ins Halbfinale ein. Dieses findet am morgigen Donnerstag um 10:00 Uhr statt. „Ich freue mich mega“, sagte Oettinghaus über ihre gelungene Olympiapremiere. „Es war jetzt kein Highlight dabei, die Sprünge kann ich alle noch deutlich besser. Aber ich bin erstmal super glücklich, dass ich nochmal springen darf, und hoffe, dass ich dann mit der nötigen Ruhe alles noch besser zeigen kann.“ Gerade zu Beginn war die gebürtige Rostockerin, die seit Herbst in Berlin trainiert, aber weiterhin für den Dresdner SC 1898 startet, doch sehr nervös gewesen. „Eigentlich ist es ja ein Wettkampf wie jeder andere“, meinte sie, „aber wenn man dann dort die Ringe hängen sieht und so viele Zuschauer*innen schon für den Vorkampf, dann ist es eben doch etwas Besonderes.“ 

>> Alle Wettkämpfe live verfolgen 

Es war ein langer Vorkampf, in dem sich fast alle der insgesamt 28 Athletinnen zumindest einen Fehler leisteten, sogar die chinesische Weltmeisterin Chang Yani (CHN) hatte in der zweiten Runde so ihre Probleme. Die Amerikanerin Alison Gibson leistete sich in diesem Durchgang sogar einen Salto Nullo, weil sie beim Sprung gegen das Brett krachte und aus der Balance geriet; auch ihre Landsfrau Sarah Bacon (USA), immerhin WM-Fünfte in Doha, ist überraschend ausgeschieden. Den stärksten Eindruck hinterließ in der ersten Runde die Chinesin Chen Yiwen (CHN/356,40). 

>> Alle Ergebnisse der Olympischen Spiele in Paris 

Nicht so richtig in den Wettbewerb fand dagegen leider Jette Müller (WSC Rostock). „Sie hat am Anfang bei ihren eigentlichen Schokoladensprüngen die Punkte liegengelassen. Diese waren keineswegs schlecht, aber sie kann sie eben noch besser. Hintenraus hat sie dann noch gut gekämpft“, bewertete Bundestrainer Christoph Bohm ihren Auftritt. Am Ende stand Platz 20 mit 262,85 Punkten für Müller zu Buche. „Manchmal ist einfach der Wurm drin. Ich habe mich eigentlich gut vorbereitet gefühlt, aber nach dem ersten Sprung gleich gemerkt, dass es heute schwer wird“, so die 20-Jährige. Die Rostockerin blickt nach ihrem guten Ergebnis – Platz sechs mit Bestpunktzahl – im 3m-Synchronspringen zusammen mit Lena Hentschel (Berliner TSC) und einem Einzelstart bei ihren ersten Olympischen Spielen dennoch positiv auf die Spiele von Paris zurück: „Das sind schöne Erinnerungen und Erfahrungen, die man sammelt. Ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit unserem Synchronwettkampf, das haben wir super gemeistert. Am Ende war heute vielleicht ein bisschen die Luft raus nach der Anspannung beim Synchronwettkampf.“

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32 Nationen bei den olympischen Wettbewerben, Deutschland stark vertreten

Der Sport wird immer internationaler, das zeigt sich auch beim Teilnehmer*innenfeld der Wettbewerbe im Wasserspringen für die bevorstehenden Olympischen Spiele in Paris (FRA/26. Juli – 11. August). 136 Aktive aus 32 Nationen werden dort an den Start gehen – so viele verschiedene Länder waren bei Olympia im Wasserspringen noch nie vertreten. Das geht aus der offiziellen Startliste hervor, die der Weltverband World Aquatics jetzt veröffentlicht hat.

Damit ist nun auch endgültig der Quotenplatz für Saskia Oettinghaus vom 3m-Brett bestätigt, den die Dresdnerin mit dem Halbfinaleinzug bei der WM in Doha (QAT) geholt und mit dem der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) schon länger fest geplant hatte. Insgesamt ist der DSV bei den Sommerspielen im Wasserspringen also mit neun Athlet*innen vertreten, nur drei Nationen – Großbritannien mit elf sowie China und die USA mit jeweils zehn Aktiven – stellen in Paris ein noch größeres Kontingent.

>> Alle Olympia-Springer*innen auf einen Blick

In der kommenden Woche kommt die Sprungmannschaft noch einmal in Berlin zu einem letzten Trainingslager zusammen, von dort aus geht es dann am 19. Juli gemeinsam nach Frankreich. „Wir alle freuen uns, dass es diesmal wieder ,normale‘ Olympische Spiele sein werden mit Publikum. Das ist der Höhepunkt, auf den wir drei Jahre lang hingearbeitet haben“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm Anfang der Woche in einem Pressegespräch des DSV. Die größten Chancen rechne man sich in den Synchronwettbewerben aus, wo es bei Olympia bekanntlich direkt ein Finale mit acht Paaren gibt. „Das sind natürlich die Disziplinen, bei denen wir in Richtung Podestplatz schielen. Aber auch unsere Athlet*innen im Einzel haben in der Vergangenheit schon nachgewiesen, dass sie ins Finale springen können. Wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, sind wir gut mit dabei“, so Bohm.

Den Anfang aus deutscher Sicht machen direkt am ersten Tag (26. Juli) Lena Hentschel (Berliner TSC) und Jette Müller (WSC Rostock) im 3m-Synchronspringen. „Wir sind noch ein sehr junges Paar und springen erst seit Herbst zusammen. Dass wir es jetzt unter die acht Besten der Welt geschafft haben und bei Olympia dabei sein können, war für uns das erste Ziel, der erste Schritt auf dieser Reise. Den haben wir geschafft, darüber dürfen wir stolz sein. In Paris wollen wir unsere Bestleistung abrufen und so weit vorne wie möglich mitspringen. Wir haben auf jeden Fall ein sehr gutes Potenzial“, erklärte Hentschel ebenfalls beim DSV-Pressegespräch. Bei den Spielen 2021 in Tokio (JPN) hatte sie an der Seite von Tina Punzel Bronze gewonnen, auch damals war das 3m-Synchronspringen gleich am Anfang dran. „Ein Finale bei Olympia ist ein Finale bei Olympia, egal ob es in der zweiten Woche stattfindet oder am ersten Tag. Die Aufregung ist die gleiche. Aber klar hat man gute Erinnerungen ans letzte Mal in Tokio. An die Leistungen wollen wir gerne anknüpfen“, so Hentschel.

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In Paris gibt es nun doch einen Teilnahmerekord von 57 Aktiven

Offiziell war die seit der Olympiapremiere im Jahr 2008 übliche Teilnehmer*innenanzahl für die Freiwasserrennen zuletzt zwar von 50 auf insgesamt 44 (22 pro Geschlecht) reduziert worden. Doch nun darf doch die Rekordanzahl von 57 Aktiven an den Wettbewerben bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) teilnehmen. Das geht aus der offiziellen Startliste hervor, die der Weltverband World Aquatics am Dienstag veröffentlichte. Möglich machte dies die neue Regel, dass neben den 44 Aktiven, die durch Leistungen bei den Weltmeisterschaften 2023 und 2024 einen Quotenplatz für die beiden Olympiarennen erkämpft hatten, auch Schwimmer*innen mit erfüllter Qualifikationsnorm für die Beckenwettbewerbe über 800m oder 1500m Freistil antreten dürfen, wenn ihre Nation die maximal zwei Startplätze im Freiwasser noch nicht erreicht hat. Nun wurde 13 Langstreckenspezialist*innen der zusätzliche Start im Freiwasser vom Weltverband offiziell zugesagt, zwei Frauen und elf Männern. Zu den Frauen zählt hier auch Leonie Märtens, die nach ihren Olympiastarts über 400m und 1500m Freistil an der Seite von Welt- und Europameisterin Leonie Beck dann auch über 10km für Team Deutschland antreten wird. 10km in Paris: Auch Leonie Märtens startet
„Ich nehme mir den Finaleinzug für beide Beckenrennen vor“, sagte Leonie Märtens dem DSV-Verbandsmagazin „Swim&More“ (Juli-Ausgabe) „Und die 10km probiere ich danach einfach. Ich will ja nicht einfach einen Startplatz verschenken, für den andere sich den Arm ausreißen würden.“ Die 20-Jährige vom SC Magdeburg hat in ihrer Karriere allerdings auch schon mehrere Freiwasserrennen bestritten und bei den Europameisterschaften der Junior*innen auch eine Medaille gewonnen. >> Alle zugelassenen Freiwasserstarter*innen auf einen Blick Bei den Männern erwächst Tokio-Olympiasieger Florian Wellbrock und Oliver Klemet (WM-Dritter 2023) damit ebenfalls weitere namhafte Konkurrenz. So will sich auch Daniel Wiffen (IRL) als Weltmeister und aktuelle Nummer eins der Weltjahresbestenliste über 800m und 1500m Freistil im Freiwasser probieren. Dazu kommen unter anderem noch der neue Junioren-Weltrekordler Kuzey Tuncelli (TUR), Kim Woomin (KOR) oder Guilherme Costa (BRA). Das Freiwasserschwimmen soll am 08. August (Frauen) und 09. August (Männer) in der Seine ausgetragen werden. Wegen einer zu großen bakteriellen Verschmutzung und zu hoher Strömungsgeschwindigkeit ist derzeit aber noch fraglich, ob die Durchführung dort möglich sein wird. Eine Austragung im Ruderkanal wurde daher als Plan B avisiert.  „Für die Sportler*innen ist es schon unsäglich, dass man nicht weiß, was da kommen wird und wie man sich auf die Rennen einstellen muss", hatte Bundestrainer Bernd Berkhahn bei einem Pressegespräch des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am Dienstag gesagt. „Die Entscheidung, die Rennen in der Seine durchzuführen, war von Anfang an eigentlich ein großes Risiko." Es sei bei Olympia nicht schön, ein Glücksspiel zu haben – in einem Sport, den man so wissenschaftlich vorbereite.

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DSV schlägt zehn Wasserspringer*innen für Paris vor

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) wird für das Wasserspringen zehn Aktive zur Nominierung für die Olympischen Spiele in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) vorschlagen. Die finale Entscheidung über die Nominierung der Aktiven trifft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) als zuständiges Nationales Olympisches Komitee bis zum 04. Juni.

„Nach den guten Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften sowie schon zuvor im Verlauf der diesjährigen Weltcupsaison freuen wir uns, auch im Wasserspringen eine schlagkräftige Besetzung für das Team Deutschland vorschlagen zu können“, sagte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann. Sechs Frauen und vier Männer stehen auf der Liste, wobei Jette Müller (WSC Rostock/3m und 3m-Synchron) und Timo Barthel (SV Halle/Turm und Turm-Synchron) als einzige jeweils für zwei Disziplinen vorgesehen sind.

Besonders knapp fiel die Entscheidung im Turmspringen der Frauen aus, wo Christina Wassen und Pauline Pfeif (beide Berliner TSC) vorgeschlagen werden und Elena Wassen (ebenfalls Berliner TSC) als Ersatzathletin zur Absicherung der beiden Startplätze vorgesehen ist. „Bei den Deutschen Meisterschaften haben wir im Turmspringen ein sehr hohes Niveau gesehen. Alle drei Athletinnen haben die Voraussetzung für eine Olympianominierung erfüllt, wobei Pauline Pfeif in der Addition der Punkte aus Vorkampf, Halbfinale und Finale knapp vor Elena Wassen lag. Beim Turmspringen kommt es häufiger zu Verletzungen, wir möchten in Paris aber in jedem Fall beide Startplätze besetzen. Deshalb werden wir Elena Wassen zusätzlich vorschlagen“, erklärte Hansmann.

DSV-Nominierungsvorschlag für Paris 2024:

Frauen: Lena Hentschel (Berliner TSC), Jette Müller (WSC Rostock), Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), Pauline Pfeif (Berliner TSC), Christina Wassen (Berliner TSC) – als Ersatz: Elena Wassen (Berliner TSC) 

Männer: Timo Barthel (SV Halle), Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen), Lars Rüdiger (Berliner TSC), Moritz Wesemann (SV Halle) 

DSV schickt neun Aktive zur EM nach Belgrad

Noch vor Olympia finden vom 17. – 23. Juni die Wettkämpfe im Wasserspringen bei den Europameisterschaften in Belgrad (SRB) statt, auch hierfür wurde das Team nun zusammengestellt. Bei der EM ist Deutschland mit insgesamt neun Athlet*innen – sechs Männer und drei Frauen – vertreten; bei den Männern können so sämtlichen Disziplinen besetzt werden, bei den Frauen alle Einzelwettbewerbe, außerdem beide Mixed-Disziplinen und das Team-Event.

Fünf Sportler*innen des Aufgebots können bereits EM- oder sogar WM-Erfahrung vorweisen, für Lotti Hubert, Carolina Coordes (beide Berliner TSC), Jonathan Schauer (SV Halle) und Espen Prenzyna (WSC Rostock) werden es dagegen die ersten Meisterschaften im Erwachsenenbereich. Bei den Junior*innen haben sie zum Teil aber schon Medaillen und Titel gewinnen können. „Das sind allesamt Springer*innen mit viel Potenzial und großer Perspektive. Die erstmalige EM-Teilnahme in der offenen Klasse ist ein wichtiger Schritt für ihre weitere Entwicklung“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Das Olympiateam verzichtet auf die Europameisterschaften, auch weil diese unter freiem Himmel und damit unter ganz anderen Voraussetzungen ausgetragen werden als später die olympischen Wettbewerbe.

Das EM-Team 2024 im Wasserspringen: 

Frauen: Carolina Coordes (Berliner TSC), Lotti Hubert (Berliner TSC), Jana Lisa Rother (Berliner TSC) 

Männer: Luis Avila Sanchez (Berliner TSC), Alexander Lube (SV Neptun Aachen), Lou Massenberg (Berliner TSC), Espen Prenzyna (WSC Rostock), Jonathan Schauer (SV Halle), Tom Waldsteiner (Berliner TSC)

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Titelpremiere und EM-Norm für Lotti Hubert, auch Coordes/Waldsteiner reif für Belgrad

Um die Olympiaqualifikation ging es vom 1m-Brett am zweiten Tag der Internationalen Deutschen Sommermeisterschaften im Wasserspringen in Berlin zwar nicht. Siegerin Lotti Hubert (Berliner TSC) freute sich deswegen aber nicht weniger über den DM-Titel in dieser nicht-olympischen Disziplin – schließlich war es ihr erster überhaupt in der offenen Klasse. Und nicht nur das: Mit 268,35 Punkten im Finale (und zuvor schon 250,80 im Vorkampf) erfüllte die Juniorenweltmeisterin von 2022 zugleich die Norm für die Europameisterschaften im Juni in Belgrad (SRB) und steht nun also auch vor ihrer ersten EM-Teilnahme bei den Erwachsenen.

„Das ist ein tolles Gefühl“, meinte die 19-Jährige vom Berliner TSC, die den höchsten Gesamtschwierigkeitsgrad des ganzen Feldes vorweisen konnte und mit dem 2,5-fachen Auerbachsalto auch den schwersten Einzelsprung – bei dem sie sogar noch ein paar Punkte liegenließ. „Da ist sicher noch mehr drin, aber ich mache diesen Sprung erst seit drei, vier Wochen und ich wusste gar nicht, dass ich ihn schon so gut kann“, sagte sie. Auch Bundestrainer Christoph Bohm lobte: „Das war eine sehr schöne Leistung, vor allem ihre Höhe beim Absprung ist beachtlich.“ Die neue Deutsche Meisterin geht nun mit viel Selbstvertrauen in die Wettbewerbe am Wochenende vom 3m-Brett, wo sie zumindest eine kleine Chance auf das Ticket für die Sommerspiele in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) hat. „Das gibt mir Sicherheit. Ich gehe da ganz entspannt rein, ich weiß, dass die Konkurrenz sehr stark ist. Aber ich hoffe, dass ich dann wieder das abrufen kann, was ich kann.“

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Silber und Bronze ging an die schwedischen Gaststarterinnen Elna Widerström (246,20) und Ellen Andersson (225,80). Lena Hentschel (Berliner TSC), die im Vorkampf mit 254,80 Punkten die beste Leistung gezeigt hatte, verzichtete mit Blick auf die Olympiaqualifikation vom 3m-Brett (am Samstag) auf einen Start im Finale. 

>> Zu allen Ergebnissen und zum Livestream

Seinen ersten Einzeltitel im Erwachsenenbereich gewann auch Hannes Eberspächer (Berliner TSC) ebenfalls vom 1m-Brett, dabei ist er eigentlich Turmspringer. Mit 309,65 Punkten sorgte er als Sieger vor dem Schweden Elias Petersen (304,10) und dem Juniorenweltmeister von 2021 Jonathan Schauer (SV Halle/301,55) für eine große Überraschung. „Ich bin stolz, denn ich habe das 1m-Brett gar nicht so viel trainiert. Aber ich bin meine Serie durchgesprungen und habe auch von den Patzern der anderen profitiert“, sagte er. Das Einzel in seiner Paradedisziplin wird er bei dieser DM übrigens nicht mehr bestreiten, sondern erst wieder bei den Deutschen Jugendmeisterschaften kommende Woche in Rostock.

Im Mixed-Turm-Synchronspringen siegten am Donnerstag Tom Waldsteiner und Carolina Coordes (beide Berliner TSC) mit 296,04 Punkten vor Rayk Most und Charlotte Lederer (beide SC DHfK Leipzig/250,14). Nach ihrem ebenfalls schon guten Abschneiden bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im März hat das Berliner Paar damit ebenfalls die Kriterien für eine EM-Nominierung erfüllt. „Das ist ein sehr krasses Gefühl, zum ersten Mal bei den Erwachsenen dabei zu sein“, jubelte Coordes. Ihr Partner Tom Waldsteiner war dagegen schon bei mehreren internationalen Höhepunkten am Start. „Ich freue mich, dass es geklappt hat, besonders für Carolina. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung“, sagte er.

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Saskia Oettinghaus will bei der DM ihre „Mission Olympia“ vollenden

Für Saskia Oettinghaus werden die Internationalen Deutschen Sommermeisterschaften im Wasserspringen vom 15. – 19. Mai in Berlin diesmal fast zu einer Art Heimspiel. Zwar startet die gebürtige Rostockerin nach wie vor für den Dresdner SC 1898 und lebt auch weiterhin in Dresden – ihren Trainingsmittelpunkt hat sie im vergangenen Herbst jedoch in die Hauptstadt verlegt. Für ihre „Mission Olympia“ hat sie sich der Berliner Trainingsgruppe um Bundestrainer Christoph Bohm angeschlossen. „Es lag auf der Hand: Wenn ich zu Olympia will, muss ich nach Berlin gehen“, sagte sie schon Anfang des Jahres im DSV-Verbandsmagazin „Swim&More“.

Kommende Woche wird sich zeigen, ob dieser Plan aufgeht. Bei den Deutschen Meisterschaften entscheidet sich, wer die insgesamt neun Quotenplätze für die Sommerspiele in Paris (FRA) besetzt, die dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) zustehen. Bei den Frauen kämpfen am Samstag (18. Mai) vom 3m-Brett mehrere Athletinnen um eines der begehrten Tickets. Neben Saskia Oettinghaus zählen Jette Müller (WSC Rostock), die WM-Sechste Lena Hentschel und Jana Lisa Rother (beide Berliner TSC) zu den Kandidatinnen – der Ausgang ist völlig offen.

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Im 3m-Synchronspringen eröffnet sich Oettinghaus tags darauf (19. Mai) eine weitere Chance – dort tritt sie dann gemeinsam mit Jana Lisa Rother gegen Hentschel und Müller an. Der Wechsel in die Berliner Trainingsgruppe hat der 26-Jährigen neuen Schwung gegeben. In Dresden hatte sie zuletzt ein Jahr lang allein bei Boris Rozenberg trainiert, der inzwischen in Polen tätig ist. „Aber ich habe festgestellt, dass mir das nicht so einfach fällt. Ich bin nicht so die Einzelkämpferin, ich trainiere lieber in einer Gruppe – das macht viel mehr Spaß, und man kann sich untereinander Tipps geben und sich im Training gegenseitig antreiben. Und wenn wir unterwegs sind, hat man seine Trainingsgruppe mit dabei und damit quasi ein Stück Gewohnheit“, so Oettinghaus. Und sie nennt gleich noch weitere Vorteile des Wechsels nach Berlin: „Die Bedingungen sind optimal mit einem Krafttrainer und einem Physiotherapeuten. Das geht hier alles Hand in Hand, das ist extrem förderlich für meinen Körper und meine Entwicklung.“ Die Ergebnisse bestätigen das, bei den vergangenen Wettkämpfen war sie konstant gut unterwegs.

In Berlin hat Oettinghaus unter der Woche ein Zimmer im Internat im Sportforum Hohenschönhausen, fürs Wochenende fährt sie zurück in ihre Dresdner Wohnung. „Ich fühle mich in Dresden wohl, komplett umziehen möchte ich nicht“, sagt sie. Auch ein Vereinswechsel steht nicht im Raum: „Der Dresdner SC hat mich immer unterstützt, und ich möchte dem Verein jetzt etwas zurückgeben.“ Sie hofft, dass mit der Übernahme von Martin Wolfram als Leiter des dortigen Bundesstützpunkts bald auch in der sächsischen Landeshauptstadt wieder eine starke Trainingsgruppe entsteht. Am liebsten natürlich mit ihr als Olympionikin als Aushängeschild.

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DSV nominiert 40 Schwimmtalente für die JEM in Vilnius

Mit den Europameisterschaften der Junior*innen in Vilnius (LTU) vom 02. – 07. Juli findet der kontinentale Saisonhöhepunkt im Nachwuchsbereich in diesem Jahr erstmals im Baltikum statt. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) wird bei der JEM mit mindestens 40 Talenten – 19 weiblichen und 21 männliche Aktiven – vertreten sein. Sie alle haben im Qualifikationszeitraum im April die entsprechenden Normzeiten erfüllt und ihren Platz im Team damit sicher. Weitere freie Plätze können noch für außergewöhnlich guten Leistungen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) vom 22. – 26. Mai in Berlin unter Berücksichtigung der Gesamtgröße der Mannschaft vergeben werden. 

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„40 Athlet*innen ist eine erfreulich hohe Zahl, damit haben wir noch einmal ein deutlich größeres Team als im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Das unterstreicht, dass im Nachwuchsbereich in den Vereinen gut gearbeitet worden ist“, sagt Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.

Mit Alina Baievych, Marian Plöger, Anna Maria Börstler und Julia Ackermann in der weiblichen Jugend sowie Emilian Hollank auf männlicher Seite sind gleich mehrere Medaillengewinner*innen der letztjährigen Nachwuchs-EM in Belgrad (SRB) wieder dabei. Ihre JEM-Premiere erlebt Linda Roth, die im Vorjahr mit sechs Medaillen (darunter viermal Gold) beim European Youth Olympic Festival (EYOF) abgeräumt hatte – sie macht nun den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung und soll die Mannschaft gut verstärken, auch in den Staffeln. „Wir haben viele Finalhoffnungen dabei und hoffen jetzt, dass alle gesund bleiben, nachdem wir beim letzten Mal diesbezüglich ja etwas gebeutelt waren“, sagt Gooßes. Damit meint er auch Vincent Passek und Arne Schubert, die 2023 krankheitsbedingt auf einen Start verzichten mussten und jetzt umso motivierter an den Start gehen. 

Das DSV-Team für die JEM Schwimmen in Vilnius (Stand: 08. Mai): 

Weibliche Jugend: 

Noelle Benkler, Jette Lenz, Sophie Lenze, Lena Ludwig (alle SV Nikar Heidelberg), Julia Ackermann, Yara Fay Riefstahl, Lise Seidel (alle SC Chemnitz), Julianna Dora Bocska, Laura Sophie Kohlmann (beide SG Essen), Alina Baievych (TB 1888 Erlangen), Lena Sophie Bauer (SG Neukölln Berlin), Klara Sophie Beierling (SG Berliner Wasserratten), Anna Maria Börstler (SC Magdeburg), Mira Helget (SG Region Karlsruhe), Marian Plöger (VfL Sindelfingen), Linda Roth (SV Cannstatt), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Leni von Bonin (Dresdner SC 1898), Ewa zur Brügge (SV Halle/Saale)

Männliche Jugend: 

Hugo Engelien, Finn-Constantin Kleinheinz, Johannes Liebmann, Arne Schubert (alle SC Magdeburg), Kenneth Bock, Jan Malte Gräfe, Noah Schötz (alle Potsdamer SV), Finn Hammer, Julian Koch, Simon Reinke (alle SG Essen), Lukas Fritzke, Michael Raje (beide SSG Saar-Max Ritter), Vincent Passek, Maximilian Warkentin (beide Berliner TSC), Franz Ahnert (Erfurter SSC), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Melvyn Faber-Billot (SG Frankfurt), Emilian Hollank (TSV Riedlingen), Leo Leverkus (SG Region Karlsruhe), Sascha Macht (SSG Leipzig), Jonathan Samuel Turck (VfL 1899 Osnabrück)

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Motivation für die Olympiaquali: Lena Hentschel Fünfte beim Weltcupfinale

Wettkampf ist das beste Training. Und so betrachteten die deutschen Wasserspringer*innen das am Sonntag zu Ende gegangene Weltcupfinale in Xi’an (CHN) vor allem auch als Vorbereitung auf die bevorstehenden Deutschen Meisterschaften vom 15. – 19. Mai in Berlin, schließlich werden dort die Olympiatickets vergeben. Neun Quotenplätze für die Sommerspiele in Paris (FRA) stehen dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) zu, die namentliche Besetzung ergibt sich jedoch erst bei der DM.

>> Jetzt Tickets für die DM Wasserspringen sichern

Als Fünfte im 3m-Einzel sammelte nicht nur Lena Hentschel (Berliner TSC) beim Super Final in China noch einmal kräftig Selbstvertrauen für die nationale Ausscheidung. Mit 285,50 Punkten fehlten ihr am Ende nur rund fünfeinhalb Zähler zur Australierin Maddison Keeney (291,15) auf dem Bronzerang, diese ließ sie in der vierten Runde beim Auerbachsalto liegen. Siegerin wurde die zweifache Weltmeisterin in dieser Disziplin Chen Yiwen (CHN/376,05) vor Chiara Pellacani (ITA/301,95); die zweite deutsche Finalistin Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898) wurde mit 268,70 Neunte.

„Ich bin mit dem Finale total zufrieden, auch wenn ich bei einem Sprung noch Reserven hatte“, sagte Hentschel. „Das war eine gute Standortbestimmung. Ab jetzt gilt der volle Fokus der Olympiaqualifikation. Ich fliege mit dem Team jetzt nach Deutschland (Hentschel studiert ansonsten in den USA, Anm. d Red.) und werde mich in Berlin vorbereiten und dort auch wieder häufiger mit Jette Müller trainieren mit Blick auf den Synchronwettbewerb. Ich freue mich auf die nächsten Wochen.“

Bei den Männern landete Moritz Wesemann (SV Halle) beim Sieg von Weltmeister Wang Zongyuan (CHN/525,00) mit 399,55 Punkten auf Rang acht. In den Einzelfinals vom Turm belegte Elena Wassen (Berliner TSC/301,55) Platz sieben und wurde anschließend von Bundestrainer Christoph Bohm für diese „sehr gute Leistung“ gelobt; ihre Schwester Christina Wassen (Berliner TSC/272,30) wurde Zwölfte, Gold ging an Chen Yuxi (CHN/443,20). Im Turmspringen der Männer waren ebenfalls zwei DSV-Springer im Finale dabei: Timo Barthel (SV Halle/406,25) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen/358,70) kamen dort auf die Plätze acht und elf – der Sieg ging auch hier nach China an Yang Hao (557,60). Zusammen hatten Barthel und Eikermann am Freitag Weltcupbronze im Turm-Synchronspringen geholt.

„Timo hat als Sechster einen sehr schönen Vorkampf gezeigt, hinten raus hat dann nicht nur bei ihm ein bisschen die Kraft gefehlt. Wir hatten hier mit ein paar Krankheiten zu kämpfen, mit Magen-Darm und Erkältung, aber die Einstellung des gesamten Teams hat gestimmt – alle haben durchgezogen, niemand hat gekniffen. Insgesamt können wir zufrieden sein: Wir haben in vielen Disziplinen gezeigt, dass wir dran sind und zu den Top fünf, Top sechs in der Welt gehören“, so das Fazit des Bundestrainers.

>> Alle Ergebnisse vom Weltcupfinale im Wasserspringen

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Zweiter Streich von Leonie Märtens und Oliver Klemet, auch Ole Braunschweig knackt Olympianorm

Die Olympiaqualifikation im Beckenschwimmen produziert derzeit jeden Tag fröhliche Gesichter, am Samstag besonders bei Ole Braunschweig. Bei den Berlin Swim Open unterbot der 26-Jährige von der SG Neukölln in 53,48 Sekunden über 100m Rücken schon einmal die Einzelnorm für die Teilnahme an den Olympischen Spiele in Paris (53,74). Das Finale am Abend gewann er dann in 53,93 vor seinem Dauerrivalen Marek Ulrich (54,20), der Leipziger war am Vormittag ebenfalls etwas schneller gewesen (53,88). „Das freut mich natürlich, dass es in meinem Wohnzimmer SSE immer so gut läuft“, sagte Braunschweig. „Jetzt will ich nächsten Donnerstag aber unbedingt noch zwei Topzeiten ins Becken packen“, sagte Braunschweig mit Verweis auf die Deutschen Meisterschaften in Berlin (25. – 28. April), die den finalen Höhepunkt im Kampf um die Paris-Ticket bilden.

>> Zur DM-Seite mit Zeitplan und Ticketverkauf

Beim „Gothaer&friends“-Meeting in Magdeburg konnten sich Leonie Märtens (SC Magdeburg) und Oliver Klemet(SG Frnakfurt) nach ihren Bestzeiten am Vortag über 400m Freistil sogar schon über die jeweils zweite Einzelnorm freuen. Die 20-Jährige kraulte die 1500m Freistil in 16:02,99 Minuten und damit knapp sechs Sekunden unter der Paris-Vorgabe, das reichte zum klaren Sieg vor ihrer Trainingskollegin Moesha Johnson (AUS/16:07,59) und Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm/16:12,45). „Diese Zeit hätte ich nie erwartet, es hat sich auch gar nicht so schnell angefühlt und war unterwegs richtig schmerzhaft. Aber der Traum, zusammen mit meinem Bruder Lukas Olympia erleben zu können, rückt damit immer näher“, sagte Märtens.

>> Alle Ergebnisse aus Magdeburg

Klemet siegte über 800m Freistil im Alleingang in 7:46,03 Minuten, sein Trainingsgruppenkollege Florian Wellbrockhatte sich nach dem weniger spritzigen 400m-Rennen am Vortag kurzfristig für einen Erholungstag entschieden. „Nach der gestrigen Zeit hätte ich gedacht, dass es etwas schneller wird. Aber vielleicht ist es aber auch wegen gestern nicht schneller gegangen“, meinte Klemet. „In der zweiten Hälfte wurde es schwer, da hätte ich neben mir jemand gebraucht.“ Beim DM-Rennen in der kommenden Woche wird das dann sicher der Fall sein.

Überzeugende Auftritte zeigte am Samstag auch Lukas Märtens, der Bestzeiten über 100m Freistil (48,89) und 100m Rücken (54,49) erzielte. „Im Moment läuft es so, wie ich es mir wünsche. Das waren hier nun drei starke Auftritte, obwohl er in dieser Woche noch 70 Kilometer trainiert hat und erst nächste Woche noch etwas Erholung bekommt“, lobte Bernd Berkhahn. Nicht weniger zufrieden war der Bundestrainer mit Nina Holt, die zwar für die SG Mönchengladbach startet, aber seit eineinhalb Jahren bei ihm trainiert. Über 100m Freistil schwamm die 21-Jährige am Samstag 54,22 Sekunden (Vorlauf 54,40) und ist damit die derzeit schnellste Sprinterin im Land. Sogar Zeiten unter 54 scheinen bei der DM in Berlin nun möglich für die mehrfache Weltmeisterin im Rettungsschwimmen. „Ninas Entwicklung geht in allen Bereichen gut voran, dieses Sprintprojekt macht mir richtig Spaß“, so Berkhahn.

>> Berlin Swim Open: Alle Ergebnisse und Livestream

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