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DSV nominiert Aufgebot im Wasserspringen für die EM in Paris

Nach den Deutschen Meisterschaften in Berlin geht es für die besten Wasserspringer*innen des Landes in dieser Woche direkt weiter zum nächsten Wettkampf. Bereits am kommenden Wochenende steht für sie das International Diving Meet in Madrid (ESP) an – ein weiterer wichtiger Schritt in Vorbereitung auf die EM in Paris (FRA/31. Juli – 16. August).

Für die Europameisterschaften selbst hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) im Anschluss an die DM ebenfalls sein Aufgebot nominiert. Elf Aktive treten in sieben Wochen die Reise in die französische Hauptstadt an – fünf Frauen und sechs Männer. Bei den Männern sind damit sämtliche Disziplinen voll besetzt, wobei der zweite Teilnehmer im 3m-Einzel neben Moritz Wesemann sich erst kurzfristig zwischen Lou Massenberg und Jonathan Schauer (alle SV Halle) entscheidet.

Bei den Frauen ist Deutschland ebenfalls in allen Wettbewerben vertreten, nur vom 1m-Brett wird der zweite Startplatz nicht ausgeschöpft. Dabei gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Festlegung über die zweite Athletin neben Lena Hentschel (Berliner TSC) im 3m-Synchronspringen – in Frage kommen hierfür Jette Müller (Dresdner SC 1898) oder die erst 17 Jahre alte Emily Deml (SV Halle), die sich bei der DM in starker Verfassung präsentiert hat. Für sie wäre Paris ihre EM-Premiere bei den Erwachsenen. Ob aus den qualifizierten Athlet*innen auch ein Mixed-Turm-Synchronpaar besetzt wird, entscheidet sich ebenfalls kurzfristig. Gleiches gilt für die Aufstellung im Team-Event.

Bei den vergangenen Europameisterschaften 2025 in Belek (TUR) hatten die deutschen Wasserspringer*innen insgesamt zwölf Podestplätze erreicht (3-5-4) – mehr als jede andere Nation. Deutschland gewann damit auch die Team-Trophy. „Natürlich wissen wir, dass in Belek nicht alle Nationen in Top-Besetzung angetreten waren. Trotzdem möchten wir in Paris an die dortigen Ergebnisse anknüpfen und wieder um die Medaillen mitspringen. Die bei den Deutschen Meisterschaften gezeigten Leistungen waren vielversprechend und geben uns viel Rückenwind auf dem Weg zur EM“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Moritz Wesemann vom 1m-Brett und im 3m-Synchronspringen (damals mit dem diesmal nicht nominierten Timo Barthel) sowie Lena Hentschel und ihr Vereinskollege Luis Avila Sanchez im Mixed-3m-Synchronspringen gehen in Frankreich sogar als Titelverteidiger*innen an den Start. 

 

Das DSV-Aufgebot zur EM im Wasserspringen:

 

Männer:

Lou Massenberg (3m-Synchron), Moritz Wesemann (1m-Brett, 3m-Brett), Jonathan Schauer (alle SV Halle/1m-Brett, 3m-Synchron), Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/Turm-Synchron, Mixed-3m-Synchron), Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen/Turmspringen, Turm-Synchron), Ole Rösler (WSC Rostock/Turmspringen)

Frauen:

Lena Hentschel (1m-Brett, 3m-Brett, 3m-Synchron, Mixed-3m-Synchron), Pauline Pfeif (Turmspringen, Turm-Synchron), Elena Wassen (alle Berliner TSC/Turmspringen, Turm-Synchron), Emily Deml (SV Halle/ggf. 3m-Synchron), Jette Müller (Dresdner SC 1898/3m-Brett, ggf. 3m-Synchron)

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Lea Boy schiebt sich im Weltcup auf Rang drei vor

Mit dem dritten Sieg im dritten Weltcuprennen des Jahres dominiert Moesha Johnson (AUS) das Freiwasserschwimmen in dieser Saison nach Belieben. Die in Magdeburg trainierende Doppelweltmeisterin absolvierte die 10km-Distanz in Golfo Aranci (ITA) in 1:54:12,10 Stunden und hatte so über eine halbe Minute Vorsprung vor Angela Martinez-Guillen (ESP/1:54:37,20) und Caroline Jouisse (FRA/1:54:38,60). Im Endspurt der Verfolgergruppe verpasste Lea Boy (1:54:40,00) als Vierte eine Podestplatzierung nur ganz knapp.

 

>> Alle Weltcupergebnisse in Golfo Aranci

 

„Die Männer sind früh bei 18,7 Grad Wassertemperatur ohne Neoprenanzug geschwommen, bei uns wurden am Mittag dann nur noch 17,6 Grad gemessen. Manch eine musste dann schnell mal ins Hotel, um den Neo zu holen. Ich selber habe dann auch noch mindestens eine Runde gebraucht, um mich an den Druck auf den Schultern zu gewöhnen. Und am Ende des Rennens haben sich Hände und Füße dann trotzdem angefühlt wie Eiszapfen. Mit dem Ergebnis bin ich am Ende aber zufrieden, nachdem ich zu Wochenbeginn noch mit Magenproblemen zu kämpfen hatte“, meinte Boy.

 

Isabel Gose im Neoprenanzug vorsichtig wegen der Schulter

 

Am Ende eines herausfordernden Monats mit insgesamt drei Freiwasserrennen und weiteren Beckenwettkämpfen für die EM-Qualifikation rückte die 26-Jährige vom SV Würzburg in der Weltcup-Gesamtwertung damit sogar auf Rang drei hinter Johnson und Martinez-Guillen vor. Verteidigt sie diese Position beim vierten und letzten Weltcup in Sétubal (POR/20. Juni), würde das mit 25.000 US-Dollar belohnt.

 

Zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Rennen entschied sich Isabel Gose (SC Magdeburg), um nach Schulterproblemen in den vergangenen Wochen kein Risiko einzugehen. Zudem steht mit dem Knockout Sprint am Samstag noch ein weiteres Rennen auf dem Programm (Männer ab 15:00 Uhr, Frauen ab 17:00 Uhr im Livestream bei Eurovisionsport). „Isa hat ein top Rennen gezeigt bis dahin, war sich aber unsicher wegen der Schulter. Der Ausstieg war daher eine gute Entscheidung von ihr“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn.

 

Bei den Männern belegte Oliver Klemet (SG Frankfurt) in 1:49:20,70 Stunden Rang zehn. Der Olympiazweite von 2024 hatte in der vorletzten Runden einen Ausreißversuch gestartet, konnte sich aber nicht entscheidend vom Feld lösen. „Oliver hat in der vorletzten Runde zu hart angezogen. Das hat bei der niedrigen Temperatur zu viel Energie gekostet“, analysierte Coach Berkhahn.

 

Den Sieg ersprintete sich Sacha Velly (FRA/1:49:07,50) vor Landsmann Marc-Antoine Olivier (1:49:07,80) und Andrea Filadelli (ITA/1:49:08,30). Olivier und Filadelli führen die mit 50.000 US-Dollar dotierte Gesamtwertung vor dem letzten Rennen nun gemeinsam an. Florian Wellbrock (SC Magdeburg) liegt hier aufgrund des Sieges beim Weltcup-Auftakt in Ägypten auf Rang sieben, der Weltmeister war wegen Trainingsdefiziten in Sardinien diesmal aber nicht am Start. Der in der Vorwoche auf Ibiza erfolgreiche David Betlehem (HUN) kam diesmal auf Rang 18.

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Trainer*innen-Entwicklungsprogramm beim Euro Camp Dijon 2026

Es fing mal klein an als Kooperation zwischen dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) und seinem Pendant in den Niederlanden. Mittlerweile ist das European Youth Camp eine richtige große Nummer in Schwimmsport-Europa. Bei seiner dritten Auflage in Dijon (FRA/24. Oktober – 01. November 2026) arbeiten mittlerweile über 20 europäische Nationalverbände in dieser einzigartigen Initiative zusammen, die die Entwicklung talentierter Athlet*innen und vor allem auch deren Trainer*innen unterstützt.

 

Über 120 talentierte Nachwuchstalente, mehr als 80 Coaches und Betreuer*innen sowie führende Expert*innen aus den Bereichen Trainingswissenschaft, Leistungsanalyse und Athlet*innenentwicklung kommen für eine Woche des intensiven Austauschs und Lernens zusammen. Die Atmosphäre des Camps war schon in Potsdam 2024 und 2025 in Eindhoven (NED) geprägt von Offenheit, Neugier und dem gemeinsamen Ziel, besser zu verstehen, wie erfolgreiche internationale Leistungswege gestaltet werden. Die Teilnehmenden profitieren dabei nicht nur vom Wissen international anerkannter Fachleute, sondern auch vom direkten Austausch untereinander, dem Teilen von Ideen, der Diskussion von Herausforderungen und dem Reflektieren erfolgreicher Trainingsansätze in verschiedenen nationalen Systemen.

 

Die Teilnehmenden des Trainer*innen-Entwicklungsprogramms erhalten exklusive Einblicke in den täglichen Trainingsprozess von Nachwuchsathlet*innen auf hohem Niveau und haben die Möglichkeit, sich direkt mit international anerkannten Experten auszutauschen. Dazu zählen in diesem Jahr unter anderem:

  • Eric Rebourg (FRA)
  • Geert Janssen (NED)
  • Kevin Renshaw (GBR)
  • Ben Titley (GBR)
  • Walter Bolognani (ITA)
  • Balasz Fehervari (HUN)
  • Dinko Jukic (AUT)
  • Robin van Aggele (NED)

 

Das Programm bietet Einblicke in:

  • praktische Trainingseinheiten mit international erfolgreichen Nachwuchsathlet*innen
  • bewährte Konzepte der langfristigen Athlet*innenentwicklung
  • leistungsorientierte Trainingsmethodik im Jugend-Hochleistungssport
  • Analyse von Trainingsprozessen und Leistungsentwicklung
  • praxisnahe Herausforderungen im Coaching und angewandte Lösungen
  • Aufbau nachhaltiger internationaler Netzwerke unter Trainer*innen

 

Um die Teilnahme für Interessierte aus ganz Europa zu gewährleisten, wird das Programm in Englisch und Französisch angeboten. „Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, seinen Horizont übers Schwimmtraining zu erweitern als in diesem erlesenen Kreis. Deswegen hoffe ich auch diesmal auf rege Beteiligung aus Deutschland“, betont Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. In die offizielle DSV-Delegation sollen bis zu zwölf Trainer*innen berufen werden, die sich im Nachwuchsleistungssport in diesem und im vorherigen Jahr besonders hervorgetan haben.

 

Wer sich die Chance zur Erweiterung seines Horizonts als Coach nicht entgehen lassen möchte, meldet sich am besten sofort unter diesem Link an: Denn bis zum 17. Mai 2026 wird ein Frühbucherrabatt gewährt. Die Kapazitäten sind letztlich begrenzt. In der zweiten Anmeldungsphase bis zum 19. Juli 2026 ist eine Teilnahme dann nur noch vorbehaltlich der Verfügbarkeit möglich.

 

Die Anreise wird individuell organisiert. Informationen zu Hotelbuchungen und Buchungscodes erhalten Sie bei Bedarf vom Veranstalter. Die Teilnahmegebühren betragen mit Rechnungsstellung im Juli 2026:

 

  • Frühbucherrabatt bis 17. Mai 2026:
    • 4 Tage: 200,00 Euro
    • Woche: 300,00 Euro
  • Anmeldung bis 19. Juli 2026 (nach Verfügbarkeit):
    • 4 Tage: 250,00 Euro
    • Woche: 375,00 Euro

 

>> Zur Anmeldung

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Zwei Debüts im Blickpunkt zum Start des Weltcups im Wasserspringen

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) startet mit einem großen Team in die neue Weltcupsaison im Wasserspringen. Beim Auftakt in Montréal (CAN) an diesem Wochenende (26. Februar – 01. März) stehen dabei zwei Aktive besonders im Blickpunkt: Jonathan Schauer und Emily Deml – beide vom SV Halle. Beide feiern ihr Debüt auf internationaler Bühne. 

Jonathan Schauer tritt an der Seite von Vereinskollege Lou Massenberg im 3m-Synchronspringen an. Anfang des Monats triumphierte das Paar bereits bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Berlin und hat sich dort durch einen deutlichen Qualitätssprung in ihrer Wettkampfserie für den Weltcupstart empfohlen. Schauer blickt der Premiere mit Vorfreude entgegen. „Das ist ein Privileg und ein sehr geiles Gefühl“, sagt der 20-Jährige.

An Montréal hat er gute Erinnerungen: 2022 gewann er dort bei der WM der Junior*innen Silber im 3m-Einzel. Mit diesem Gefühl im Kopf will er sich nun auch im Erwachsenenbereich beweisen. Seit Lou Massenberg in Halle weilt, läuft das Synchrontraining spürbar besser. „Wir können dadurch einfach viel mehr zusammen trainieren. So wird es von Einheit zu Einheit immer besser. Eigentlich haben wir keine große Schwachstelle in unserer Serie“, so Schauer.

Auch sonst hilft ihm die Präsenz von Massenberg bei seiner persönlichen Weiterentwicklung. „Für mich ist das ganz wichtig, dass er da ist. Ich brauche einen gestandenen Athleten, der mich mitzieht“, sagt er. Gemeinsam wollen sie im nationalen Vergleich das WM-Duo Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide ebenfalls SV Halle) unter Druck setzen. Und sich im Weltcupauftakt schon einmal in eine gute Ausgangsposition für die Qualifikation zum Super Final bringen. Nach dem Start in Montréal geht die Serie eine Woche später in Zapopan (MEX) weiter. Das Weltcupfinale steigt Anfang Mai in China. Alle Wettkämpfe werden im Livestream bei Eurovisionsport übertragen.

Auch Emily Deml, die wie Schauer und Massenberg bei Norman Becker trainiert, feiert in Montréal ihre Premiere im Erwachsenenbereich. Die 17-Jährige, im Vorjahr Juniorinnen-Europameisterin vom 1m-Brett, springt im 3m-Sychronwettbewerb an der Seite von Jette Müller (Dresdner SC 1898). Deren etatmäßige Partnerin Lena Hentschel (Berliner TSC) ist wegen mehrerer College-Wettkämpfe in den USA beim Weltcup verhindert.

Chef-Bundestrainer Christoph Bohm sagt über Deml: „Emily ist ein hoffnungsvolles Talent, das jetzt ihre Frauenserie aufgebaut und dort teilweise auch schöne Qualitäten gezeigt hat. Sie soll hier vor allem Erfahrung sammeln und einfach Spaß haben.“ Die Schülerin selbst meint: „Ich freue mich, bei so einem großen Event dabei zu sein und bin glücklich über diese Chance. Jette ist eine erfahrene Springerin, das gibt mir Sicherheit.“ Deml wird allerdings nur beim ersten Weltcup dabei sein, ihr Fokus liegt in ihrem letzten Jugendjahr noch einmal hauptsächlich auf der JEM und JWM, wo sie um die Medaillen mitspringen will.

 

Das DSV-Team beim Weltcup

 

Emily Deml (SV Halle/nur Montréal): 3m-Synchron

Jette Müller (Dresdner SC 1898): 3m, 3m-Synchron (nur Montréal), Team-Event

Pauline Pfeif (Berliner TSC): Turm, Turm-Synchron, Team-Event

Elena Wassen (Berliner TSC): Turm-Synchron

 

Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/nur Montréal): Turm, Turm-Synchron

Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen): Turm, Turm-Synchron, Team-Event

Lou Massenberg (SV Halle): 3m, 3m-Synchron

Ole Rösler (WSC Rostock/nur Zapopan): Turm

Jonathan Schauer (SV Halle): 3m-Synchron

Moritz Wesemann (SV Halle): 3m, Team-Event

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Bei den Hallenmeisterschaften geht es auch für Pauline Pfeif noch um den Weltcupstart

Bei den Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen vom 05. – 08. Februar in Berlin geht es für Pauline Pfeif endlich wieder hoch hinaus. Bei den Mannschaftsmeisterschaften im Dezember absolvierte die WM-Zweite von Singapur große Teile ihrer Serie noch aus fünf statt aus zehn Metern – zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch Trainingsrückstand aufgrund eines längeren Bundeswehrlehrgangs im Herbst. Den Sieg holte sie im Dezember trotzdem und ist jetzt, wo sie wieder aus ihrer angestammten Höhe ins Wasser springt, natürlich erst recht die Favoritin.

 

„Bei den Mannschaftsmeisterschaften war es eine Ausnahme, weil ich einfach noch nicht so weit war“, sagt Pfeif. „Seit ein paar Wochen springe ich jetzt wieder aus zehn Metern. Und ich sehe, dass die Sprünge schon wieder fast so sind, wie sie sein sollten.“ Entsprechend selbstbewusst formuliert sie auch ihre Erwartungen an die Berliner Titelkämpfe: „Ich möchte gleich zwei- oder am besten sogar drei Mal die Norm für die EM in Paris erfüllen (305,00 Punkte, Anm. d. Red.) und so Selbstbewusstsein mitnehmen für die bevorstehenden Weltcups.“

 

Sporteurope.TV überträgt die Wettkämpfe im Livestream

 

Die Wettbewerbe beginnen an allen drei Tagen jeweils um 09:30 Uhr und sind komplett live bei Sporteurope.TV zu sehen. Dank der neuen Partnerschaft des DSV mit dem Streaming-Anbieter erhalten auch die Wasserspringer*innen die Aufmerksamkeit und Bühne, die sie verdienen. Bei der Hallen-DM kostet der Eventpass 10,00 Euro, den Tagespass gibt es für jeweils 3,99 Euro.

 

>> Zum DSV-Kanal auf Sporteurope.TV

Der Online-Sportsender, der bis August 2025 noch unter dem Namen Sportdeutschland.TV bekannt war, ist seit November das neue Zuhause für den Live-Content der DSV-Sportarten. Künftig werden auf der Plattform alle Streams von DSV-Veranstaltungen übertragen, die nicht anderweitig exklusiv vergeben sind – ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Sichtbarkeit des Schwimmsports.

 

Beim Turm-Synchronspringen geht es noch um das Weltcup-Ticket

 

Außer im Turm-Einzel tritt Pauline Pfeif gleich am ersten Tag auch noch im Turm-Synchronspringen zusammen mit Elena Wassen (Berliner TSC) an. „Es läuft ganz gut, die Synchronität passt“, sagt sie. Während die 23-Jährige als WM-Medaillengewinnerin im Einzel für die Weltcupserie gesetzt ist, fordert Bundestrainer Christoph Bohm vom Berliner Synchronpaar noch einen Leistungsnachweis – auch weil Wassen nach langer Verletzungspause erst langsam wieder einsteigt. „Sie müssen noch einmal zeigen, dass sie mit der Belastung bereits wieder klarkommen“, sagt er.

 

>> Zur Ergebnisseite samt Zeitplan

 

Gleiches gilt bei den Männern vom 3m-Brett auch für Olympiastarter Timo Barthel (SV Halle), der im Herbst ebenfalls längere Zeit pausieren musste. Der Weltcupauftakt steigt vom 26. Februar – 01. März in Montreal (CAN). Daneben geht es bei den Hallenmeisterschaften auch noch um die Startplätze beim Canada Cup of Diving (09. – 12. April in Windsor/CAN), einem ebenfalls gut besetzten internationalen Vergleichswettkampf.

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Wie München mit seiner Doppel-EM 2026 den deutschen Schwimmnachwuchs beflügelt

Genau 40 Jahre, nachdem die Junior*innen-Europameisterschaften (JEM) im Schwimmen zuletzt in einer deutschen Stadt stattgefunden haben – damals 1986 in West-Berlin –, kehren die kontinentalen Nachwuchstitelkämpfe nach Deutschland zurück. Die Talentschau von Europas besten jungen Schwimmer*innen findet vom 07. – 12. Juli 2026 in München statt. Nachdem die Vollversammlung des Stadtrats vor dem Jahreswechsel grünes Licht gegeben hatte, wurden mittlerweile nun auch alle Verträge dazu rechtsgültig unterzeichnet.

 

Austragungsort der Titelkämpfe wird die traditionsreiche und mittlerweile umfassend sanierte Olympia-Schwimmhalle sein. Erbaut für die Olympischen Spiele 1972 und dort Bühne der Weltstars Mark Spitz (USA), Roland Matthes (DDR) oder Shane Gould (AUS). Bereits zuvor vom 30. Juni – 04. Juli richtet München außerdem die EM der Junior*innen im Synchronschwimmen aus. Das Schwimmsportfestival für den Nachwuchs findet damit erstmals in einem kombinierten Format an einem Ort statt. Das Schwimmsportfestival für den Nachwuchs findet damit erstmals in einem kombinierten Format an einem Ort statt.

 

München schärft das Profil als Sportstadt 

 

Der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer sagte: „2026 wird Deutschland mit München zum Zentrum des europäischen Schwimmsports. Die Vergabe von gleich zwei Junior*innen-Europameisterschaften ist ein starkes Signal für die Nachwuchsförderung und gibt unseren Talenten weiteren Rückenwind auf dem Weg zu Olympia. Zugleich unterstreicht die Doppel-Vergabe die Bedeutung unseres Landes für die Entwicklung des Spitzensports in Europa und darüber hinaus. Der Stadt München bietet sich dabei die großartige Gelegenheit, ihr Profil als lebendige Sportstadt zu schärfen. Die JEM ist für uns eine große Chance, möglichst viele junge Münchner*innen für den Schwimmsport zu begeistern.“

 

Das Event gilt als wichtiger Gradmesser für die Entwicklung der jungen Talente und als Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 und 2032. Bei den letztjährigen Europameisterschaften der Junior*innen in Samorin (SVK) hatte der DSV beim Schwimmen gleich zehn Podestplätze erreicht. Deutschland gelang damit als einer von nur vier Nationen eine zweistellige Medaillenausbeute. „Natürlich streben wir an, den Heimvorteil in diesem Jahr erfolgreich zu nutzen. Münchens olympisches Flair wird so manche Karriere sicherlich erst so richtig beflügeln“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.

 

Der Ticketverkauf startet dann im März

 

Auch das Synchronschwimmen befindet sich in Deutschland derzeit stark im Aufschwung, großen Anteil daran hat gerade auch der Standort München mit seiner starken Nachwuchsarbeit. „Das Synchronschwimmen hat hierzulande in den vergangenen Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen. Wir glauben, dass die Austragung der JEM diese weiter befördern kann und unseren Nachwuchs zusätzlich motivieren wird“, sagte Bundestrainerin Stephanie Marx.

 

Die JEM-Qualifikation im Schwimmen wird gemäß der DSV-Nominierungsrichtlinie bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April) und am Wochenende zuvor möglich sein. Der Ticketverkauf für die JEM soll aber schon im März beginnen. Aufgrund der großen Anzahl von Teilnehmenden aus 45 Ländern werden pro Tag wohl jeweils rund 1.500 Tribünentickets zur Auswahl stehen.

 

„Wir freuen uns darauf, junge Athlet*innen aus ganz Europa in der sanierten Olympia-Schwimmhalle willkommen zu heißen – und gleichzeitig neue Impulse für den Schwimmsport in München zu setzen. Dieses Ereignis wird weit über die Wettkampftage hinaus wirken“, betonte Münchens zuständige Bürgermeisterin Verena Dietl.

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Jette Müller gewinnt Herzschlagfinale vor Synchronpartnerin Lena Hentschel

Es war die bislang knappste Entscheidung bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wasserspringen in Berlin. Nur 0,35 Zähler lagen am Samstag zwischen Jette Müller (WSC Rostock) als Siegerin vom 3m-Brett mit 278,75 Punkten und der Zweitplatzierten Lena Hentschel (WSC Rostock) mit 278,40. Bevor sie am Sonntag zum Abschluss der Titelkämpfe im 3m-Synchronspringen noch einmal gemeinsam antreten (zu verfolgen ab 09:30 im Livestream auf Sporteurope.TV), lieferten sich die beiden WM-Teilnehmerinnen ein spannendes Duell, das am Ende fast noch einen umgekehrten Ausgang bekommen hätte.

Nach drei Durchgängen hatte Jette Müller noch deutlich vorn gelegen – 37,50 Punkte betrug ihr Vorsprung zu diesem Zeitpunkt. Dann ließ die Rostockerin aber beim 3,5-fachen Salto vorwärts einige Punkte liegen, wohingegen dieser Sprung bei Hentschel zum Abschluss hervorragend gelang. Es reichte für die Lokalmatadorin aber nicht mehr, um sich noch an ihrer Synchronpartnerin vorbeizuschieben. „Ich bin froh, dass es noch zum Sieg gereicht hat“, sagte Müller. „Dafür, dass nach meinem Bundeswehrlehrgang erst seit drei Wochen wieder richtig im Training bin, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.“

Bereits im Vorkampf (310,95) und im Halbfinale (297,30) war die Rostockerin die Beste gewesen – am Vormittag übertraf sie dabei auch erstmals die Norm (300,00) des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) für die EM 2026 in Paris (FRA). „Es war wirklich spannend zwischen den beiden Arrivierten, das war schön für den Wettkampf. Im Finale konnten beide dann nicht mehr ganz die Qualität abrufen, zu der sie imstande sind. Aber die Tendenz geht ganz klar nach oben, deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt heute“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Dritte im Finale wurde die erst 14 Jahre alte Mariia-Luiza Biletova (Berliner TSC/234,90).

 

Turmspringer mit schöner Entwicklung

 

Spannend verlief auch das Finale im Turmspringen der Männer. Dort lagen die ersten Drei am Ende innerhalb von zehn Punkten eng beieinander. Im Vorkampf und im Halbfinale hatte sich noch Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) jeweils am stärksten präsentiert, im Halbfinale sogar mit der Top-Leistung von über 500 Punkten (500,90). Ausgerechnet im Finale geriet dann der eine oder andere Sprung aber nicht ganz optimal. Letztlich musste er sich mit 425,75 Punkten mit Bronze begnügen.

Den Sieg sicherte sich der EM-Silbermedaillengewinner dieses Jahres Ole Rösler (WSC Rostock) mit 435,75 vor Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/429,15). „Die drei haben sich gut duelliert. Für diesen Zeitpunkt der Saison war das eine super Leistung. Und ich freue mich auch über die Leistungen auf den weiteren Plätzen, zum Beispiel von Rayk Most oder von Hannes Eberspächer, die vom Schwierigkeitsgrad her nochmal deutlich aufgesattelt haben. Man sieht, dass sich im Turmspringen in Deutschland allgemein viel getan hat“, sagte Christoph Bohm.

>> Zum Zeitplan und zu den Ergebnissen

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Johannes Liebmann wird EM-Vierter mit Junioren-Weltrekord

Auf den Langstrecken sind Deutschlands Schwimmer seit Jahren spitze. Und das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern, so wie Johannes Liebmann bei diesen Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin (POL) aufgetreten ist. Der 18-Jährige vom SC Magdeburg zeigte bei seinem EM-Debüt in der offenen Klasse, wie schnell man den Übergang vom Nachwuchs- zum Spitzenbereich im Optimalfall schaffen kann. Nach Platz vier mit Junioren-Weltrekord über 400m Freistil zum EM-Auftakt wiederholte der Schüler aus der Trainingsgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn dieses Kunststück am Samstag über 800m Freistil gleich noch einmal.

In 7:30,47 Minuten verbesserte der JEM-Dritte dieses Jahres seinen im Vorlauf am Vortag aufgestellten Junioren-Weltrekord mit einem abgeklärten Auftritt noch einmal um eine halbe Sekunde. Schneller waren nur Zalán Sárkány (HUN/7:26,84), Lucas Henveaux (BEL/7:28,03) und 1500m-Sieger Daniel Wiffen (IRL/7:30,14). Oliver Klemet (SG Frankfurt) belegte Rang sechs (7:35,71).

 

Marrit Steenbergen mit den Europarekorden drei und vier 

 

„Natürlich hätte ich heute gern eine Medaille mitgenommen, dafür hätte ich aber ein paar Dinge besser machen müssen“, sagte Liebmann. „Insgesamt bin ich mit dieser EM-Woche aber sehr, sehr happy. Ich konnte hier deutlich mehr erreichen als erwartet, nicht nur wegen der Rekorde. Eigentlich wollte ich bei den Großen vor allem Erfahrungen erst einmal sammeln. Aber jetzt haben mich sogar Leute wie Daniel Wiffen wahrgenommen und auch angesprochen, das ist schon ein cooles Gefühl.“

Eine weitere Top-Platzierung erkämpfte sich auch Nina Holt. Die 22-Jährige vom SC Magdeburg kraulte am Tag nach Bronze über 100m Rücken in 52,16 Sekunden zu persönlicher Bestzeit samt Rang sechs über 100m Freistil. Der Titel ging hier an Marrit Steenbergen (NED), die in 50,42 den acht Jahre alten Europarekord von Übersprinterin Sarah Sjöström (SWE) um 16 Hundertstel unterbot. Zuvor hatte der Oranje-Star beim Sieg über 200m Lagen in 2:01,83 Minuten bereits ihren dritten Europarekord bei diesen Titelkämpfen aufgestellt. Damit sicherte sich die Weltmeisterin bereits vier Mal den Bonus von 5.000 Euro. Hinzukommen könnten am Ende noch 25.000 Euro für die punktbeste Leistung dieser Titelkämpfe.

 

Drei Deutsche im EM-Finale beim Brustsprint am Sonntag

 

Wenn die Kurzbahn-Europameisterschaften am Sonntag zu Ende gehen, steht Anna Elendt ein drittes Mal im Finale. Nach ihrem Sieg über 200m Brust reichten beim 50m-Sprint 29,64 Sekunden zu Rang acht im Halbfinale. Und ein Finale auf einer Außenbahn ist durchaus chancenreich, das weiß man seit ihrem WM-Sieg in Singapur. „If you have a lane, you have a chance“, beschrieb sie dort ihr erfolgreiches Motto. Schnellste war bisher 100m-Siegerin Eneli Jefimova (EST/29,00). Ebenfalls ihren dritten Endlauf konnte sich über 1500m Freistil Maya Werner (SC Magdeburg) sichern.

 

>> Alle Ergebnisse der Kurzbahn-EM

 

Bei den Männern hat das DSV-Team über 50m Brust am letzten EM-Tag sogar zwei Eisen im Feuer. Der WM-Fünfte Melvin Imoudu (Potsdamer SV) schnappte sich in neuer persönlicher Bestzeit von 25,94 Sekunden den vierten Finalplatz, sein 18 Jahre alter Vereinskollege Malte Gräfe kam mit 26,16 und damit dem zweiten deutschen Jahrgangsrekord an diesem Tag als Siebter weiter. Wie bei Liebmann verspricht das eine Menge für die nahe Zukunft.

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Eurocamp in Eindhoven: Diese DSV-Talente sind dabei

Die Premiere in Potsdam hat vor einem Jahr alle begeistert und komplett überzeugt. Folgerichtig findet seit Freitag nun das zweite European Youth Camp statt, diesmal im unlängst renovierten Pieter van den Hoogenband-Zwemstadion in Eindhoven (NED). Über 100 der besten Schwimmtalente aus 14 Nationen und ihre Coaches wollen eine Woche lang mehr als nur miteinander in den verschiedenen Disziplin-Gruppen trainieren. Sondern sich vor allem intensiv austauschen, von den unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen der anderen profitieren, um die eigene Entwicklung voranzutreiben. Ein Schwimmkongress mit Echtzeitanwendung quasi.

„Wir erleben gerade mehrere Olympiazyklen außerhalb Europas hintereinander und wollen mit diesem Camp vereint auch ganz bewusst einen Gegenpol zu den sicherlich verstärkten Aktivitäten in Schwimmnationen wie USA und Australien setzen, um weiterhin das Weltspitzenniveau bestimmen zu können“, sagt Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. Neben Gastgeber Niederlande und Deutschland als den ursprünglichen Initiatoren sind mittlerweile insgesamt 14 Nationalverbände beteiligt: aus Frankreich, Italien, Großbritannien, Griechenland, Irland, Israel, Estland, Österreich, Tschechien, Norwegen, Kroatien und Litauen. In der Schwimmwelt anerkannte Namen wie Jacco Verhaeren, Marcel Wouda (beide NED), Marco Manchinelli (ITA), Henri Hein (EST), Sondre Solberg (NOR) oder John Szaranek (IRL) lassen sich diese Tage ausgiebig in die Karten schauen. Vitense hat genau deswegen ein sehr großes Team dabei, unterstützt auch durch einige Expert*innen der Trainingswissenschaft.

Selbst Australiens Starcoach Peter Bishop sieht große Chancen dabei

„Das Eurocamp ist eine wunderbare Gelegenheit, talentierte und sportbegeisterte Schwimmer*innen und Mitarbeiter*innen zusammenzubringen, damit sie sich nicht nur gegenseitig anspornen, sondern auch voneinander lernen können“, betont selbst Australiens Starcoach Peter Bishop, der seit vergangenem Jahr Cheftrainer von Oranjes Eliteteam ist (und auch Deutschlands Freistilsprint-Rekordmann Josha Salchow schon längere Zeit betreut). „Einige meiner besten Erfahrungen am Beckenrand habe ich bei solchen Gelegenheiten gemacht. Diejenigen, die diese Chancen mit beiden Händen ergreifen, werden dieses Ereignis zu einem unvergesslichen Erlebnis machen, das die Zukunft und den Erfolg von morgen prägen kann.“

 

Folgende Athlet*innen aus Deutschland sind mit dabei:

  1. Mitja Bauer
  2. Nika Benkler
  3. Moritz Birk
  4. Laura Marie Blumenthal Haz
  5. Nana Heema Boateng Sykere
  6. Rudolf Bordas
  7. Felix Brandner
  8. Emma Luise Breuer
  9. Hugo Engelien
  10. Jennifer Herfert
  11. Juliana Buttler
  12. Julia Franziska Kaul
  13. Fabian Mager
  14. Max Niklischek
  15. Nils Nolte
  16. Gerard Norwisz
  17. Jonas Reuther
  18. Zarina Selimovic
  19. Mattheo Straßburger
  20. Sydney Ferch
  21. Leni Tesche
  22. Lara Vandenhirtz

 

Trainer*innen/Wissenschaftler*innen:

  1. Hannes Vitense
  2. Dr. Augusto Barbosa
  3. Stephan Haumann
  4. Ondreij Kuninek
  5. Frank Lamodke
  6. Kenrick Leidner
  7. Alexander Müller
  8. Dellano Silva
  9. Dr. Marek Polach
  10. Dr. Patricia Schikore
  11. Dr. Jasmin Willer
  12. Serena Horst
  13. Jochen Stetina
  14. Tobias Heinrich

 

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Wasserspringerin Saskia Oettinghaus steigt vom Brett

Wasserspringerin Saskia Oettinghaus wird künftig keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Die 27-Jährige beendet nach 21 Jahren auf dem Brett ihre aktive Karriere und wird sich auf ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin konzentrieren.

Im vergangenen Jahr hatte Oettinghaus bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA) mit Rang sieben vom 3m-Brett noch für die größte Überraschung im deutschen Sprungteam gesorgt. Bedeutete das doch das beste Ergebnis einer deutschen Wasserspringerin in dieser Disziplin seit der Bronzemedaille von Dörte Lindner bei Olympia 2000 in Sydney (AUS). Seitdem war nur die Dresdnerin Tina Punzel 2021 in Tokio (JPN) ebenfalls Siebte geworden. „Jetzt konnte ich beim wichtigsten Wettkampf überhaupt endlich mal alles abrufen – das ist einfach cool“, jubelte Oettinghaus damals. Und auch Bundestrainer Christoph Bohm meinte: „Das ist eine ganz tolle Leistung von ihr. Das ist fast so viel wert wie eine Medaille.“ Mit Gold im 3m-Synchronspringen sowie Bronze im 3m-Einzel bei den Europaspielen 2015 in Baku (AZE), zahlreichen Deutschen Meistertiteln und Medaillen beim Weltcup stehen weitere Erfolge zu Buche.  

Anhaltende Knieprobleme verhindern eine Olympia-Mission 2028

2024 in Paris konnte Oettinghaus noch nicht ahnen, dass es zugleich auch ihr letzter großer Auftritt sein sollte. Zwar ging sie im Februar 2025 bei den Deutschen Hallenmeisterschaften noch einmal vom 1m-Brett an den Start. Anhaltende Knieprobleme schränkten sie allerdings zunehmend ein und ließen keine weiteren Wettkämpfe zu.

„Ich habe nach Olympia immer wieder starke Knieschmerzen gehabt und habe den Sommer genutzt, um alles zu versuchen, das in den Griff zu bekommen. Aber es ist immer noch nicht richtig heil. Vier Jahre bis Olympia in Los Angeles wäre ein weiter Weg mit dem Knie geworden“, zitiert ihr Verein Dresdner SC 1898 auf seiner Website. „Abgesehen von dem Knie war Olympia in Paris mein Highlight. Damit habe ich alles erreicht, was ich sportlich erreichen wollte. Danach habe ich gemerkt, dass ich die Motivation nicht mehr gefunden habe, zum Beispiel, um bei einer EM um eine Medaille mitzuspringen. Ich hatte zu Schulzeiten zwei große Ziele: Das erste Ziel war Olympia, der zweite Traum war eine eigene Physiotherapie-Praxis. Und für diesen zweiten Traum ist jetzt die Zeit gekommen mit 27 Jahren“, so die gebürtige Rostockerin weiter.

Nachdem sie den Bachelor im Bereich Präventions-, Reha- und Fitnesssport in der Tasche hat, hat Saskia Oettinghaus in Dresden nun eine Ausbildung zur Physiotherapeutin in Dresden begonnen. „Wenn die anderen 2028 zu Olympia fahren, dann habe ich hoffentlich meinen Abschluss in der Tasche“, sagte sie. Neben ihrer Ausbildung arbeitet Oettinghaus bereits nebenberuflich als Personal Trainerin.

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