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Spandau braucht jetzt zwei Siege für das Finalturnier der Champions League
Das Final Eight in der Champions League im Wasserball wird in diesem Jahr sehr wahrscheinlich ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen. Die Wasserfreunde Spandau 04 kassierten am drittletzten Spieltag der Königsklasse eine bittere 7:11-Heimniederlage gegen Gruppenschlusslicht Genesys OSC Budapest (HUN), durch die die Möglichkeiten auf das Erreichen des Finalturniers weiter gesunken sind. Zwar haben die Berliner (11 Punkte) rechnerisch weiterhin alle Chancen, es bräuchte dafür nun allerdings schon zwei Siege gegen CN Sabadell (ESP) und den Vorjahresfinalisten Novi Belgrad (SRB). Zudem dürfte Jug Dubrovnik (CRO) als aktueller Vierter (16 Punkte) an den beiden verbleibenden Spieltagen nicht mehr gewinnen und nur maximal einen Punkt holen – was angesichts eines schweren Restprogramms für die Kroaten aber durchaus denkbar ist.
In der Partie am Dienstag gegen Budapest lag Spandau nie in Führung, blieb bis Mitte des zweiten Viertels aber in Schlagdistanz. Zur Halbzeit führten die Gäste mit 7:4. Näher kamen die Wasserfreunde auch nach der Pause nicht mehr, die rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende bei Stand von 7:10 zwar noch einmal bis auf drei Treffer heranrückten, das Spiel in der Schlussphase dann aber nicht mehr drehen konnten. Mit je zwei Treffern waren Roman Shepelev, Bilal Gbadamassi und Andrei Prioteasa die besten Torschützen für Spandau, bei den Ungarn war Vince Pal Vigvari gleich sechsmal erfolgreich.
Die Champions League geht am 12. Mai weiter, für die Spandauer Nationalspieler wartet aber bereits in der kommenden Woche gleich die nächste internationale Herausforderung: Mit dem DSV-Team treten sie beim World Aquatics Water Polo World Cup in Berlin an, um sich dort für das Super Final dieses hochklassigen Wettbewerbs zu qualifizieren. Die Spiele der Männer finden vom 05. – 07. Mai statt, zuvor mischen vom 02. – 04. Mai bereits die DSV-Frauen beim Weltcup mit.
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Ebenfalls eine Niederlage gab es in der Champions League in der Parallelgruppe am Mittwochabend für den Deutschen Meister Waspo 98 Hannover, der gegen Tabellenführer Zodiac CNA Barcelonate (ESP) mit 7:16 unterlag. Trotz des Ergebnisses war Trainer Karsten Seehafer nicht unzufrieden: „Es war das erwartete Ergebnis, aber wir hatten viele gute Momente. Mit einem starken Felix Benke im Tor, einer guten Verteidigung und Struktur im Angriff“, sagte er. Barceloneta ist zudem ein absolutes europäisches Topteam und hat sein Ticket für das Finalturnier längst sicher. Bester Torschütze für Waspo war Andrija Basic mit drei Treffern.
Für Deutschlands Frauen ist der erste Spieltag beim Weltcup gleich vorentscheidend
Langsam einspielen ist nicht, das ist auch Gesa Deike klar. „Der erste Tag ist gleich schon vorentscheidend, da müssen wir direkt von Anfang an zu 100 Prozent da sein“, sagt die Kapitänin der deutschen Wasserballerinnen mit Blick auf den Spielplan beim World Aquatics Water Polo World Cup vom 02. – 07. Mai in Berlin.
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Am ersten Tag treffen die DSV-Frauen dort nämlich gleich auf zwei direkte Konkurrentinnen auf einen der wichtigen ersten beiden Plätze in der Gruppe: zunächst auf Kasachstan (02. Mai, 13:00 Uhr), die amtierenden Asienmeisterinnen und letztjährigen WM-Teilnehmerinnen, am Abend dann auf Neuseeland (02. Mai, 20:30 Uhr), das im vergangenen Jahr mit Platz zehn sein bestes WM-Ergebnis seit mehr als 30 Jahren einfahren konnte und in Berlin definitiv zum Kreis der Favoritinnen zählt. „Neuseeland hat schon ein sehr gutes Team, vor allem Emmerson Joy Houghton von Spandau ist eine herausragende Spielerin. Gegen diesen Gegner müssen wir alles geben“, meint Gesa Deike. Das dritte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft ist dann tags darauf gegen Außenseiter Großbritannien (03. Mai, 19:15 Uhr).
Angesichts der kurzen Einspielzeit setzen die DSV-Frauen umso mehr auf lautstarken Beistand von den Rängen, damit das Turnier in der Hauptstadt zu einem echten Heimspiel wird. „Es ist wichtig, dass die Halle da ist und uns unterstützt“, appelliert Deike an das deutsche Wasserballpublikum. Die Vorfreude auf den Weltcup ist nicht nur bei ihr groß: „Es ist unser erstes internationales Turnier zu Hause und noch einmal internationaler besetzt als eine Europameisterschaft, mit Nationen aus aller Welt. Das ist etwas ganz Besonderes“, so die 28-Jährige.
Das gilt erst Recht für die vielen Juniorinnen im deutschen Team, die in den vergangenen Jahren schon wiederholt auf sich aufmerksam konnten und dieses Turnier gegen starke Konkurrenz nun nutzen wollen, um die positive Entwicklung des Teams weiter voranzutreiben. Aber auch für Gesa Deike ist der Weltcup noch aus einem anderen Grund eine ganz spezielle Veranstaltung, schließlich spielte sie bis zum vergangenen Jahr noch in Berlin für die Wasserfreunde Spandau 04, ehe sie zur neuen Saison dann in die starke französische Liga zum dortigen Serien-Champion LUC Métropole Lille wechselte. „Ich hatte ein tolles Jahr in Frankreich, aber jetzt freue ich mich auch, zum Weltcup mal wieder nach Berlin zurückzukehren. Ich mag diese Stadt total.“ Die nötige Vorfreude, um am ersten Tag gleich Vollgas geben zu können, ist also definitiv schon vorhanden.
Sieg im Topspiel: Spandau mit perfekter Vorrunde – Esslingen steigt ab
Zehn Jahre nach dem Aufstieg in die A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga muss der SSV Esslingen den bitteren Gang zurück in die B-Gruppe antreten. Die Esslinger verloren am letzten Spieltag der Vorrunde das direkte Duell um den Klassenerhalt bei der SG Neukölln Berlin mit 8:12 und beendeten die Hauptrunde somit auf dem letzten Tabellenplatz. Sie werden bereits für die anstehenden Playoffs von der SV Krefeld 1972 ersetzt, die sich in der B-Gruppe den Aufstiegsplatz gesichert hatten.
Neukölln wiederum bestreitet ebenso wie der OSC Potsdam, der am Wochenende dem Tabellenzweiten ASC Duisburg beim 7:9 einen harten Kampf lieferte, die Relegation. Die Relegationsspiele im Modus „Best of Three“ zwischen Neukölln und dem Duisburger SV 98 sowie Potsdam und dem SV Bayer Uerdingen 08 starten bereits am kommenden Mittwoch (22. März).
An der Tabellenspitze der A-Gruppe war bereits vor dem letzten Spieltag alles klar, die Wasserfreunde Spandau 04 standen bereits seit längerem als Hauptrundensieger fest und genießen damit in allen Playoff-Runden in den entscheidenden Partien Heimrecht. Der Rekordmeister geht nach einer perfekten Bilanz von 14 Siegen aus 14 Spielen als Favorit in die entscheidende Saisonphase. Zum Abschluss der Vorrunde entschieden die Berliner auch das Prestigeduell beim ewigen Rivalen und Titelverteidiger Waspo 98 Hannover klar mit 15:9 für sich und sammelten damit noch einmal kräftig Selbstvertrauen. In weiteren Begegnungen siegte der SV Ludwigsburg 08 mit 16:12 gegen die White Sharks Hannover sowie bereits unter der Woche Waspo im hannoverschen Stadtderby mit 19:3 ebenfalls gegen die White Sharks.
Im Viertelfinale ab 12. April im Modus „Best of Three“ kommt es damit zu folgenden Duellen:
Wasserfreunde Spandau 04 – SV Krefeld 1972
ASC Duisburg – Gewinner SG Neukölln Berlin/Duisburger SV 98
Waspo 98 Hannover – Gewinner OSC Potsdam/SV Bayer Uerdingen 08
SV Ludwigsburg 08 – White Sharks Hannover
Sieg im Stadtderby für Aufsteiger Krefeld zum Abschluss der B-Gruppe
Parallel zu den Playoffs der A-Gruppe bestreitet auch die B-Gruppe ihre Playoffs beziehungsweise Platzierungsrunden um die Plätze neun bis 16. Nur der SV Cannstatt und der SV Poseidon Hamburg sind bereits in die Landesgruppen abgestiegen. Am letzten Spieltag unterlag Cannstatt im Duell der Vorjahresaufsteiger zuhause gegen den SVV Plauen mit 9:10. Die bereits als Aufsteiger in die A-Gruppe feststehende SV Krefeld 1972 bezwang im Stadtderby den SV Bayer Uerdingen 08 mit 10:6, der SV Weiden 1921 behielt im bayerischen Aufeinandertreffen mit dem SV Würzburg 05 mit 15:11 die Oberhand. Der Düsseldorfer SC 1898 verlor gegen die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln mit 11:12.
In den Playoffs der B-Gruppe ab 15. April spielen damit ebenfalls im Modus „Best of Three“:
SSV Esslingen – SV Weiden 1921
Verlierer Gewinner SG Neukölln Berlin/Duisburger SV 98 – SGW Rhenania/BW Köln
Verlierer OSC Potsdam/SV Bayer Uerdingen 08 – Düsseldorfer SC 1898
SVV Plauen – SV Würzburg 05
Frauen: Punkteteilung im Nordduell
In der Bundesliga der Frauen wurde am Wochenende ebenfalls gespielt. Die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 waren dabei gleich zweimal im Einsatz und konnte ihre beiden Partien gegen den SSV Esslingen mit 19:9 und 21:6 deutlich gewinnen. Im Nordduell teilten sich außerdem der Eimsbütteler Turnverband und Waspo 98 Hannover beim 10:10 die Punkte.
SV Krefeld 1972 steht als Aufsteiger in die A-Gruppe der Bundesliga fest
Die SV Krefeld 1972 hat den Aufstieg in die A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga geschafft. Die Krefelder gewannen am Samstag gegen den SV Weiden 1921 mit 21:10 und teilten sich tags darauf beim 6:6 die Punkte mit dem Duisburger SV 98. Dieses Unentschieden im Spitzenspiel genügte – weder Duisburg noch Krefelds Lokalrivale SV Bayer Uerdingen können die SVK noch vom ersten Tabellenplatz, der zum direkten Sprung in die A-Gruppe berechtigt, verdrängen. Duisburg und Uerdingen, das am Wochenende erst 12:12 bei der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln spielte und am Sonntag dann gegen den SV Cannstatt mit 20:8 triumphierte, haben dafür bereits die Teilnahme an den Relegationsspielen sicher.
Vorjahresaufsteiger Cannstatt muss nach der Niederlage gegen Bayer und dem vorherigen 6:9 gegen den Düsseldorfer SC 98 dagegen nach nur einer Saison wieder den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten und steht nach dem SV Poseidon Hamburg als zweiter Absteiger fest. Am letzten Spieltag der Vorrunde kann die Mannschaft die zwei Punkte Rückstand auf den SV Weiden – der sein zweites Spiel am Wochenende in Köln mit 8:18 verlor – nicht mehr aufholen.
Esslingen wahrt seine Chance auf den Klassenerhalt
Dagegen ist die Abstiegsfrage in der A-Gruppe um eine Woche vertagt worden. Der SSV Esslingen feierte im Do-or-Die-Spiel gegen die SG Neukölln Berlin einen 12:6-Erfolg, angeführt von Emmanouil Petikis, dem allein fünf Tore gelangen. Es war der erste Saisonsieg für Esslingen. Am kommenden Wochenende treffen beide Mannschaften dann erneut aufeinander – der Verlierer steigt in die B-Gruppe ab, bei einem Unentschieden träfe es ebenfalls den SSV.
Die Neuköllner hätten sich bereits mit einem Punktgewinn gegen den SV Ludwigsburg 08 vorzeitig retten können, verloren diese Partie jedoch mit 12:13. Dabei wären die Hauptstädter nach einem 9:13-Rückstand beinahe noch zum Unentschieden gekommen, doch am Ende standen sie mit leeren Händen da und müssen nun auf das Abstiegsendspiel in einer Woche hoffen.
Favoritinnen geben sich in der Frauen-Bundesliga keine Blöße
In der Bundesliga der Frauen gab es am Wochenende nur Favoritinnensiege. Die Tabellenführerinnen vom SV Bayer Uerdingen 08 gewannen mit 17:5 gegen den SSV Esslingen, die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 setzten sich ebenfalls ungefährdet mit 18:9 beim Eimsbütteler Turnverband durch. Der SV Blau-Weiß Bochum, DM-Dritter des vergangenen Jahres, siegte gegen Esslingen mit 9:8. Die beiden Partien von Schlusslicht SV Nikar Heidelberg fielen jeweils aus und wurden mit 10:0 für Bochum beziehungsweise Uerdingen gewertet.
Ludwigsburg komplettiert die Pokalendrunde
Bereits am Donnerstag wurde außerdem der letzte Startplatz für die gemeinsame Pokalendrunde von Frauen und Männern vom 24./25. März in Düsseldorf vergeben. Im Viertelfinale des DSV-Pokals setzten sich die Männer des SV Ludwigsburg 08 im Neckarderby mit 16:6 gegen den SV Cannstatt durch – Jakov Skiljic war mit sechs Treffern bester Torschütze beim Sieger. Im Halbfinale trifft Ludwigsburg jetzt auf Pokalverteidiger Waspo 98 Hannover.
Big Points für Neukölln im Kampf um den Klassenerhalt
Im Kampf um den Verbleib in der A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga der Männer hat die SG Neukölln Berlin einen wichtigen Sieg gefeiert. Die Berliner setzen sich im Berlin-Brandenburg-Derby beim OSC Potsdam mit 9:6 durch und damit gleichzeitig den SSV Esslingen weiter unter Druck. Der SSV unterlag gegen Spitzenreiter Wasserfreunde Spandau 04 mit 4:19 und muss nun all seine Hoffnung auf die beiden direkten Duelle mit den Neuköllnern am nächsten und übernächsten Wochenende setzen. Esslingen benötigt aus diesen beiden Partien mindestens drei Punkte, um die Klasse zu halten, dafür dürfte Neukölln von seinen letzten drei Spielen zudem keines mehr gewinnen.
Am Ende der Vorrunde steigt der Letzte direkt ab und wird durch den Erstplatzierten der B-Gruppe ersetzt. Die Mannschaften auf den Plätzen sechs und sieben bestreiten eine Relegation gegen den Zweiten und Dritten der B-Gruppe.
In den weiteren Begegnungen der A-Gruppe siegte der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover mit 20:8 gegen den SV Ludwigsburg 08, außerdem bezwang der ASC Duisburg die White Sharks Hannover mit 16:5. Alle Partien begannen mit einer Gedenkminute an den jüngst verstorbenen Frieder Class, der sich im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) über viele Jahrzehnte für den Wasserballsport engagiert hatte.
Duisburg neuer Spitzenreiter in der B-Gruppe
Einen Führungswechsel gab es in der B-Gruppe. Durch den 16:9-Erfolg bei der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln hat der Duisburger SV 98 nun Platz eins von dem an diesem Wochenende spielfreien SV Krefeld 72 übernommen – allerdings haben die Duisburger auch schon zwei Spiele mehr bestritten als Krefeld und auch als der Drittplatzierte SV Bayer Uerdingen 08, der beim Düsseldorfer SC 1898 mit 13:8 gewinnen konnte. Der Kampf um den direkten Aufstieg in die A-Gruppe ist also noch nicht entschieden, zumindest die Relegation ist aber allen drei Vereinen bereits sicher.
Der SVV Plauen setzte derweil seine aktuelle Erfolgsserie fort und siegte auch gegen den SV Würzburg 05 mit 12:8. Der Aufsteiger konnte damit das vierte Spiel in Folge punkten. Der zweite Neuling SV Cannstatt und der SV Weiden 1921 trennten sich 8:8 unentschieden.
Spandaus Frauen in der Pokalendrunde
Bei den Frauen gab es am Wochenende zwei Spiele, beide mit Berliner Beteiligung. Die Wasserfreunde Spandau 04 schlugen Waspo 98 Hannover deutlich mit 9:36, Emma Koch erzielte hier allein neun Treffer für die amtierenden Deutschen Meisterinnen.
Tags zuvor hatte Spandau als Titelverteidiger auch im DSV-Pokal keine Probleme und siegte beim Eimsbütteler Turnverband mit 29:8. Die Wasserfreunde stehen somit nach Uerdingen, Esslingen und Blau-Weiß Bochum als viertes Team in der gemeinsamen Pokalendrunde von Frauen und Männern am 24./25. März in Düsseldorf und treffen dort im Halbfinale auf die Bochumerinnen.
Paris 2024: Bis zu 230 Euro für einen Vorlaufabschnitt im Schwimmen
Die Anmeldephase ist vorbei, Mitte Februar werden nun die ersten Tickets für die Olympischen Spiele in Paris (FRA) 2024 (26. Juli – 11. August) verlost. In Vorbereitung dessen haben die französischen Organisatoren nun an die Angemeldeten eine Informationsmail versendet, die etwas mehr über die Ticketpreise verrät.
>> Die Ticketpreise für Paris 2024 bei der ersten Sammelverlosung
Paris will erschwingliche Spiele, hatte es vorab ja geheißen. Eine Million Tickets werden daher für 24 Euro in den Verkauf rausgehen. Klang erst einmal gut, die jetzige Info-Mail zeigt nun auch die andere Seite des Preisspektrums. Für die Vorläufe im Schwimmen gibt es tatsächlich zwar einige Tickets für 24 Euro, die meisten der 18.000 Plätze in der Paris La Défense Arena (sonst als Rugbystadion genutzt) im Westen der Metropole gehen demnach aber in den Preiskategorien A (230 Euro), B (155 Euro) oder C (85 Euro) raus.
Die Kosten für die offenbar nur im Einzelverkauf erhältlichen Finalabschnitte werden derzeit noch nicht genannt, aber ein Blick zum zweiten Kernsport Leichtathletik gibt womöglich Orientierung. Da werden bei der ersten Verlosung für den ersten Vorkampfabschnitt Preise von 200, 130, 75 oder 40 Euro aufgerufen, für den ersten Finalabschnitt dann aber stolze 690, 385, 195 oder 85 Euro. Für den Abschnitt mit den 100m-Finals sollen die Karten im Einzelverkauf dann sogar bis zu 950 Euro kosten.
Für das Wasserspringen im Aquatics Centre im Norden von Paris liegen die Preise bei den Vorkämpfen in den vier Kategorien bei 190, 135, 80 und 24 Euro und für die Halbfinals bei 260, 185, 135 oder 80 Euro. Genauso viel wie beim Wasserspringen kosten auch die Vorkämpfe im Synchronschwimmen. Beim Wasserball unterschieden sich die Preise zwischen Vorrunde (70, 50, 35, 24 Euro), Viertelfinale (110, 90, 70, 50, 30) und Halbfinale (150, 120, 90, 65, 45) weniger stark. Das Freiwasserschwimmen in der Seine endet am Pont Alexandre III, Tribünenplätze dort sollen 40 oder 24 Euro kosten.
Ganz billig wird es also auch diesmal nicht, aber zumindest kann man nun etwas besser planen. Wer sich zur Verlosung angemeldet hat, sollte nun zwischen 13. Februar und 15. März 2023 seine E-Mails genau im Auge behalten. Denn Gewinner*innen der ersten Ticketverlosung werden hier 48 Stunden vorher informiert, wenn sich für sie ein Buchungsfenster für die Paris-Tickets öffnet. Dies bleibt dann aber nur 48 Stunden geöffnet, in denen man sich dann ein Ticketpaket für drei Wettkämpfe (bis maximal 30 Tickets pro Person) zusammenstellen kann. Gut also, wenn man sich schon eine Planung zurechtlegt, welche Wettkämpfe man dann wirklich buchen will.
Die Ticketverlosung erfolgt übrigens mehrstufig: Erst zwischen März und Mai 2023 können Interessierte dann in einer weiteren Phase beantragen, in die Auslosung für Einzelkarten aufgenommen zu werden. Verkauft werden diese dann im Mai.
>> Zur Ticketseite der Olympischen Spiele in Paris 2024
Und wo wir schon bei Preisen sind: Der US-Verband hat schon jetzt mit dem Ticketverkauf für seine Olympiaqualifikation im Juni 2024 in Indianapolis (mit 32.000 Plätzen im Footballstadion der Colts) begonnen. Der Preis für die billigste Dauerkarte liegt dort dann bei knapp 475 US-Dollar (umgerechnet rund 440 Euro), für Topplätze werden sogar über 2.200 US-Dollar (rund 2075 Euro) aufgerufen. Selbst wenn man das durch alle 17 Abschnitte teilt (wie bei Olympia acht Vorlauf- und neun Finalabschnitte), bleibt das happig.
Duisburg gewinnt erneut gegen den Deutschen Meister aus Hannover
Vor dem Saisonstart der Wasserball-Bundesliga hatte Julian Real, ehemaliger Nationalspieler und jetzt Sportvorstand beim ASC Duisburg, mutig erklärt, in dieser Saison die Spiele gegen die beiden nationalen Top-Klubs Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover nicht einfach so herschenken zu wollen. „In einem Spiel ist jeder schlagbar“, meinte er schon im Herbst. Bereits den ersten Vergleich mit dem amtierenden Deutschen Meister aus Hannover hatte der ASC im November mit 9:7 gewonnen und setzte im Rückspiel nun erneut ein Achtungszeichen: Die Duisburger siegten nach anfänglichem Rückstand auch diesmal wieder mit 12:11 – Sascha Seifert und Robert Gergelyfi trafen dabei je viermal für den Sieger. Garant für den Erfolg war aber vor allem Nationaltorwart Moritz Schenkel, der zwischen den Pfosten einmal mehr eine überragende Leistung zeigte.
Duisburg verteidigte damit den zweiten Tabellenplatz hinter den weiterhin verlustpunktfreien Spandauern, die Platz eins nach der Vorrunde jetzt so gut wie sicher haben. Am Wochenende dominierten die Berliner das Hauptstadtderby gegen die SG Neukölln mit 27:8. Auch am Neckar stand ein Lokalduell auf dem Spielplan, dort siegte der SV Ludwigsburg 08 mit 13:9 gegen den SSV Esslingen, der nach wie vor auf den ersten Punkt in der laufenden Spielzeit warten muss. Dagegen feierte der OSC Potsdam mit einem 9:6 gegen die White Sharks Hannover den ersten Saisonsieg. Vier Minuten vor Ende der Partie stand es hier noch unentschieden (6:6), bevor den Potsdamern in der Schlussphase gleich drei Treffer hintereinander gelangen.
Erste Niederlage für Spitzenreiter Krefeld in der B-Gruppe
In der B-Gruppe der Bundesliga mussten sich die beiden Führenden des Tableaus jeweils geschlagen geben. Für Spitzenreiter SV Krefeld 72 war das 4:7 bei der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln die erste Niederlage der laufenden Saison – weil aber auch Verfolger SV Bayer 08 Uerdingen nicht punkten konnte und am selben Tag mit 9:10 beim Duisburger SV 98 unterlag, bleibt der SVK trotz der Pleite und des Ausfalls der eigenen Partie am Sonntag gegen den SV Poseidon Hamburg weiterhin auf Platz eins.
Die Hamburger dagegen warten immer noch auf den ersten Punkt – am Samstag unterlagen die Hansestädter glatt mit 0:21 beim Düsseldorfer SC 1898. In den weiteren Partien des Wochenendes entschied dagegen jeweils nur ein Tor über Sieg und Niederlage: Der SV Weiden 1921 bezwang den SVV Plauen mit 10:9, mit dem gleichen Ergebnis siegte auch der SV Würzburg 05 auswärts beim SV Cannstatt.
Hannover holt in Tiflis den ersten Saisonsieg in der Champions League
Bereits in den ersten fünf Spielen der laufenden Champions-League-Saison im Wasserball hatte der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover teils gute Leistungen gezeigt, sich dafür bislang aber nie mit Punkten belohnen können. Am sechsten Spieltag hat es nun aber endlich geklappt mit etwas Zählbarem: Mit dem 14:11 bei Dinamo Tiflis holten die Niedersachsen am Dienstag den ersehnten ersten Sieg in der Königsklasse.
„Wir haben geliefert und dem Druck Stand gehalten, wir haben Charakter gezeigt. Wir waren konzentriert in der Defensive, trotz 17 Hinausstellungen gegen und nur acht für uns“, lobte Waspo-Trainer Karsten Seehafer den Auftritt seiner Mannschaft, bei der diesmal Andrija Basic mit vier Treffern bester Torschütze war. Grundlage für den Erfolg war die frühe 4:0-Führung für die Gäste, die so während der gesamten Partie durchgehend in Führung lagen. Nur im zweiten Viertel kam Dinamo zwischenzeitig einmal bis auf einen Treffer heran, danach führte Hannover bis zum Schluss immer mit mindestens zwei Toren.
Die Wasserfreunde Spandau 04 haben ihr Heimspiel am Mittwoch gegen Italiens Vizemeister AN Brescia dagegen mit 10:16 verloren. Im ersten Viertel lagen die Berliner zweimal in Führung, Mitte des zweiten Viertels war man immer noch bis auf ein Tor am Champions-League-Halbfinalisten der vergangenen Saison dran (4:5), der dann jedoch bis zur Halbzeit auf 5:9 davonzog und in der zweiten Halbzeit nicht mehr in Gefahr geriet.
Erste Europapokal-Heimspiel der Vereinsgeschichte für Ludwigsburg
Neben der Champions League und dem Euro Cup gibt es seit dieser Saison mit dem Challenger Cup noch einen dritten Europapokalwettbewerb, in dem mit dem SV Ludwigsburg 08 im Viertelfinale auch noch ein deutscher Klub vertreten war. Im Hinspiel am Dienstag unterlag der SVL gegen das Top-Team von CN Terrassa (ESP), momentan Dritter der spanischen Liga, allerdings mit 7:16 und hat damit vor dem Rückspiel am 08. Februar wohl nur noch geringe Chancen auf das Weiterkommen. Dennoch war das erste Europacup-Heimspiel der Vereinsgeschichte im gut gefüllten Sportbad Neckarpark in Stuttgart ein großes Erlebnis. „Wir haben alles gegeben, die Spanier waren besser“, bilanzierte Ludwigsburgs neuer Trainer Marko Curic.
Viertelfinale im DSV-Pokal ausgelost
Alle drei Vereine – Hannover, Spandau und Ludwigsburg – sind auch auf nationaler Ebene noch im DSV-Pokalwettbewerb vertreten, für den am Mittwoch die Begegnungen für das Viertelfinale ausgelost wurden. Sie lauten:
SV Cannstatt – SV Ludwigsburg 08
SV Bayer Uerdingen 08 – Waspo 98 Hannover
ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04
OSC Potsdam – SG Neukölln Berlin
Die Runde der letzten Acht wird am 11. Februar ausgetragen. Die Gewinner qualifizieren sich für die gemeinsame Endrunde von Männern und Frauen vom 24. – 26. März.
Krefeld nach der Hinrunde auf Platz eins der B-Gruppe der Bundesliga
Es war Derby-Tag in der B-Gruppe der Wasserball-Bundesliga. Und vor allem das Stadtderby zwischen dem SV Bayer Uerdingen 08 gegen dem SV Krefeld 1972 wurde zum Abschluss der Hinrunde noch einmal allen Erwartungen gerecht. Das Spitzenspiel Erster gegen Zweiter der beiden einzigen zuvor noch ungeschlagen Mannschaften blieb bis zuletzt spannend, am Ende setzten sich die Gäste vom SVK knapp mit 7:5 durch und eroberten damit die Tabellenführung. Im Bayern-Derby gewann der SV Würzburg 05 mit 11:9 gegen den SV Weiden, beim rheinischen Duell zwischen der SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln und dem Düsseldorfer SC entführte der DSC beim 10:6 beide Punkte in die Landeshauptstadt.
In weiteren Partien siegte der Duisburger SV 98 mit 12:8 beim SV Poseidon Hamburg, der damit immer noch keinen einzigen Punkt gesammelt hat; das Treffen der Aufsteiger zwischen dem SVV Plauen und dem SV Cannstatt endete unetschieden mit 11:11.
Pokal-Krimi in Plauen
Nur einen Tag später trafen Plauen und Cannstatt dann im Achtelfinale des DSV-Pokals erneut aufeinander. Auch hier stand es nach Ablauf der regulären Spielzeit unentschieden (8:8), im Fünfmeterwerfen setzten sich dann die Gäste aus Baden-Württemberg durch und stehen nach dem 12:9-Erfolg als erstes Team im Viertelfinale des Pokalwettbewerbs.
Spannendes Spitzenspiel bei den Frauen
In der Bundesliga der Frauen gab es am Wochenende ebenfalls zwei Partien mit Derby-Charakter. Im Top-Spiel zwischen den Vizemeisterinnen vom SV Bayer Uerdingen 08 und dem DM-Dritten der vergangenen Saison SV Blau-Weiß Bochum – beide bis dahin noch ungeschlagen – wandelten die Uerdingerinnen einen 10:11-Rückstand noch in einen 12:11-Sieg um und verteidigten damit die Tabellenspitze. Das Baden-Württemberg-Duell zwischen dem SV Nikar Heidelberg und dem SSV Esslingen gewannen die Esslingerinnen mit 14:9.
Spandauerinnen mit gutem Abschied aus dem Europapokal
Die Deutschen Meisterinnen von den Wasserfreunden Spandau 04 waren derweil international unterwegs, nach dem Ausscheiden aus der Champions League ging es nun mit der Vorrunde im Euro Cup weiter. Beim Turnier in Lille (FRA) waren die Berlinerinnen im abschließenden Spiel gegen den ZVL 1886 Leiden (NED) nah dran an einem Punktgewinn, unterlagen nach hartem Kampf aber letztlich doch mit 12:15. Spandau lag im zweiten Viertel zeitweise schon mit fünf Toren hinten, kam aber noch einmal heran und konnte Anfang des Schlussviertels sogar ausgleichen, doch im Endspurt waren die Niederländerinnen dann stärker.
Gegen den gastgebenden Lille UC – beim französischen Meister spielt unter anderem DSV-Nationalspielerin Gesa Deike– hatte es zuvor ein 7:20 gegeben, gegen den zweifachen Europapokalsieger NC Vouliagmeni (GRE) ein 8:23.
Pokal-Viertelfinale der Frauen ausgelost
Mit Interesse dürften die Wasserfreunde am Wochenende aber auch auf die Auslosung für das Viertelfinale im DSV-Pokalwettbewerb geschaut haben. Dort trifft der Titelverteidiger am 11. Februar im Topspiel der Runde auf den Eimsbütteler Turnverband. Vorjahresfinalist SV Bayer Uerdingen 08 hat dagegen ein Freilos gezogen und steht somit als erstes Team bereits in der Endrunde, die vom 24. – 26. März gemeinsam mit den Männern ausgetragen wird. Die drei Partien im Viertelfinale lauten also:
Eimsbütteler Turnverband – Wasserfreunde Spandau 04
Waspo 98 Hannover – SSV Esslingen
SV Nikar Heidelberg – SV Blau-Weiß Bochum
Freilos: SV Bayer Uerdingen 08
SC Wiesbaden 1911 krault in die Rekordbücher
Weihnachtsschwimmen sind beliebt und daher weit verbreitet im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV), manch einem sind sie offenbar aber nicht genug. Oliver Großmann zum Beispiel ist so jemand: Der Coach des SC Wiesbaden 1911 wollte seinen Verein beim traditionell letzten großen Treffen des Jahres auch gleich noch zu etwas öffentlicher Wahrnehmung verhelfen. Und machte ihn mal eben zum Weltrekordverein.
Am Mittwoch vor Heiligabend organisierte Großmann im heimischen Hallenbad Kleinfeldchen eine 100x25m-Staffel. Nicht nur Schwimmer*innen des Vereins (insgesamt 800 Mitglieder) machten mit, auch Aktive der Abteilungen Wasserball, Triathlon, Camping oder auch aus der Yacht-Abteilung. Dazu auch noch einige Ehemalige. „Schön, dass es trotz einiger kurzfristiger Krankheitsausfälle geklappt hat. Wir hatten es ja schon einmal probiert, da hat es aber nur zum Europarekord gereicht“, meinte Großmann. Diesmal schaffte man einen Schnitt von knapp über 12 Sekunden pro Bahn und blieb in 20:19,19 Minuten über eine Minute unter der bisherigen Bestmarke eines Teams aus Neuseeland.
„Das Event war eine gelungene Mischung aus Leistungs- und Breitensport. Man muss sich heute ja immer was einfallen lassen“, sagte Großmann. Dass auch die drei weiteren an diesem Abend aufgestellten Rekorde über 10x25m trotz offiziellem Kampfgericht auch eher etwas fürs Ego und das Guinness-Buch der Rekorde sind, spielte letztlich auch keine große Rolle. Was hängen bleibt ist, dass nun auch hoffungsvolle Talente wie Fiona Anabel Kuphal oder Diego Alfons Heinze jetzt schon mal wissen, wie sich Weltrekorde anfühlen.
In der 100x25m-Staffel dabei waren:
Shelipov Bogdan, Viktor Keller, Darko Milanovic, Florentin Bensalah, Laurens Plaschke, Artem Chobotar, Frederic Bensalah, Paul Funke, Philipp Freyhardt, Ole Schmitz, Adrian Eichler, Lenny Rabitz, Tamara Braun, Sara Bacher, Tjark Holldörfer, Alexander Meng, Yoshi Eschen, Merle Roßbach, Adrian Skall, Marius Becker, Felix Hofmann, Thorben Such, Lilia Bensalah, Beatrice Studzinski, Rosalie Kleyboldt, Felix Ziemann, Thorsten Weiß, Isabella Prehn, Anna Fiona Volz, Janka Racz, Christian Ertel, Mariia Onanko, Helene Schultetus, Kamila Isaieva, Julian Zehmer, Urs Bludau, Benjamin Friedrich, Fenja Enders, Emilia Kleyboldt, Oscar Peuker, Lukas Epner, Nikita Ostepenko, Niklas Bieberstein, Mathies Liersch, Liam Radovanovic, Nick Shoopinsky, Nazar Heraschenko, Katharina Mößer, Julia Willet, Carl Peuker, Joel Ax, Andrii Kovalenko, Anna Grimm, Samuel Möller, Till Thüring, Thijs Such, Noah Shoopinsky, Dmytro Vanzenko, Danis Guttowski, Andre Belosudov, Kerstin Lange, Moritz Epner, Ali Daghari, Till Schröder, Peter Mix, Selina Müller, Luca Smit, Hannes Schultetus, Max Brandenstein, Rieke Wieczorek, Diego Heinze, Julian Wunschheim, Franziska Eichhorn, Mykhailo Borodianskyi, Svea Schmitz, Birgit Kochischek, Philipp Scholz, Leopold Maskort, Leon Müller, Marko Schneider, Jannes Schmidt, Oleg Jeck, Lennart Plaschke, Noah Schmitt, Henning Spandick, Yvonne Prehn, André Peterwitz, Loris Betz, Sabina Ahmedov, Philipp Karpov, Christian Keber, Nicolas Krüger, Lucio Betz, Sergej Raylov, Eugen Justus, Emma Heierhoff, Antonio Pezelj, Robin Schüssler, Mykhailo Bendiuzhenko, Fiona Anabel Kuphal.
