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    Das Jahr 2026 hält so einige große Schwimmsporthighlights bereit: Deutsche Meisterschaften in Berlin, Europameisterschaften in München, die Finals in Hannover. Wer live dabei sein will, kann sich für alle Veranstaltungen jetzt bereits Tickets sichern und die deutschen Schwimmsportler*innen kräftig unterstützen. 

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Deutsche Rekordhalterin Lisa Graf gibt Karriereende bekannt

Sie hält seit 2017 den deutschen Rekord über 200m Rücken (2:07,63 Minuten), für die Olympiaqualifikation hätte sie sogar fast zwei Sekunden langsamer sein dürfen. Doch Lisa Graf hatte in diesem Jahr leider keine Chance, sich den Traum von Tokio und ihren zweiten Spielen nach Rio 2016 erfüllen. Die 28-Jährige wurde ausgebremst von einer Covid19-Infektion im Januar. Ihr Körper hat seither mit den Langzeitfolgen zu kämpfen, zuverlässig abrufen ließ sich die gewohnte Leistungsfähigkeit so einfach nicht mehr. Nun hat Graf, die für den Olympiatraum extra noch einmal aus Leipzig an den Berliner Bundesstützpunkt zurückgekehrt war, auf Instagram ihr Karriereende bekannt gegeben. Gleich nach der Olympiaqualifikation Mitte April hatte sie sich trotz erfüllter EM-Norm auch bereits für den Verzicht auf die Titelkämpfe in Budapest entschieden. „Ich wurde Mitte Januar positiv auf Corona getestet und mein Körper hatte mit dem ein oder anderen Symptom zu kämpfen. Danach lag ein langer und steiniger Weg im Training vor mir. 
Gemeinsam mit meinem Trainer Lasse Frank, gelang es mir, mich so gut es ging zurückzukämpfen. Doch leider plagten bzw. plagen mich auch jetzt noch Beschwerden, welche auf COVID zurückzuführen sind. Aus diesem Grund habe ich mich auch gegen eine Teilnahme bei den Europameisterschaften entschieden. Da Tokio für mich der letzte Stopp meiner Leistungssportkarriere sein sollte, werde ich mich deshalb jetzt aus dem Wettkampfsport zurückziehen und mich auf meine hundertprozentige Genesung, sowie mein Studium konzentrieren“, schrieb Lisa Graf nun auf Instagram. Für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) war Lisa Graf oft erfolgreich international gestartet. So war die mehrfache Deutsche Meisterin unter anderem EM-Vierte 2018 und WM-Neunte 2015 geworden. Und dass sie auch ein feiner Mensch ist, zeigen auch ihre Abschiedsworte auf Instagram. Da bedankt sie sich beim DSV, der Bundeswehr, bei Sporthilfe, Verein, Trainer und allen anderen für die Unterstützung während ihrer Laufbahn. „Ohne Euch könnte ich nicht auf all meine Erfolge, Erfahrungen und vor allem auch schöne Zeiten zurückblicken“, betonte Lisa Graf. Beim DSV ist man nicht weniger dankbar für die Zusammenarbeit. „Wir wünschen Lisa zuallererst gute Genesung, aber natürlich auch viel Erfolg für die Zeit nach dem Sport“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense.

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Florian Wellbrock setzt auch ohne Medaille ein Zeichen der Stärke

Eine Medaille hat Florian Wellbrock bei seinem ersten Rennen im Freiwasser über 5km bei den Europameisterschaften in Budapest (HUN) zwar nicht gewinnen können, aber trotzdem ein Zeichen der Stärke mit Blick auf die Olympischen Spiele gesetzt. Denn beim Sieg des Italieners Gregorio Paltrinieri (55:43,3 Minuten) verzichtete der Doppelweltmeister als Einziger im Feld auf den zusätzlichen Auftrieb eines Neoprenanzugs – und kam als Neunter (55:50,5) trotzdem mit der Spitzengruppe ins Ziel. Silber ging an diesem Mittwoch an Marc-Antoine Olivier (FRA), Bronze an Dario Verani (ITA). Der Würzburger Ruwen Straub wurde Zehnter vor Rob Muffels (Magdeburg).

„Nachdem das Wasser doch etwas wärmer geworden war, haben wir uns zwei Stunden vor dem Start entschieden, mal auszuprobieren, wie es im Vergleich gegen Neopronschwimmer aussieht“, erklärte Bundestrainer Bernd Berkhahn. „Natürlich ist das ein Nachteil, aber Florian hat das gut gemacht. Am Ende war dann doch etwas die Kälte mitentscheidend, dass er nicht mehr richtig zum Zug kam. Aber es war ein Rennen mit viel Action und taktischen Finessen – das war gut für alle.“ Morgen steht bereits die olympische Distanz über 10km auf dem Programm, laut Vorhersage allerdings bei deutlich trüberem Wetter als heute.

Trotzdem diktierte Wellbrock mit unbedeckter Schulter zu Beginn des Rennens längere Zeit das Tempo und glitt später mit ruhigem und kontrolliertem Armzug auch weiter neben den Rivalen. Manch einer dürfte da vielleicht ins Grübeln kommen, wie denn das Kräfteverhältnis unter gleichen Voraussetzungen aussehen würde. Bei Olympia wird Neopren nämlich ganz sicher kein Thema sein, Expert*innen rechnen in Tokio mit Wassertemperaturen von über 30 Grad.

„Das Wasser war heute bei 19,0 Grad, da habe ich mich für den normalen Open-Water-Anzug entschieden und wollte gucken, wie gut ich damit mithalten kann. Ich hatte ja schon vorher gesagt, dass der Wettkampf hier der Leistungsüberprüfung dient und der Fokus nicht auf Medaillen liegt“, erklärte Wellbrock dazu. „Mir war es wichtig, noch einmal einen Wettkampf in diesem Anzug zu haben. Das war für die 5km auch okay, morgen werde ich dann definitiv im Neo starten. Ich habe zum Ersten Gregorio Paltrinieri sieben Sekunden verloren, das war eine sehr gute Leistung, da der Geschwindigkeitsunterschied der Anzüge doch recht enorm ist.“

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Martin Wolfram sorgt für goldenen Abschluss beim Weltcup

Als sein Name für die Siegerehrung aufgerufen wurde, schüttelte Martin Wolfram (Dresdner SC 1898) den Kopf, so als könnte er immer noch nicht fassen, dass er beim Weltcup in Tokio (JPN) wirklich gerade die Goldmedaille gewonnen hatte. Dann ballte er die Fäuste und sprang auf die oberste Stufe des Podiums. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 467,75 Punkten siegte Wolfram vom 3m-Brett und bescherte dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. einen goldenen Abschluss dieser erfolgreichen Weltcup-Woche.

„Das war eine super Leistung“, meinte Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow. „Er hat eine sehr stabile Serie gezeigt und auch bei den schwierigen Sprüngen kaum Fehler gemacht. Damit hat er der Konkurrenz den Nerv gezogen.“

Zuletzt hatten 2016 in Rio de Janeiro (BRA) Patrick Hausding und Stephan Feck im 3m-Synchronspringen sowie Hausding und Sascha Klein im Synchronspringen vom Turm bei diesem Event Gold für Deutschland geholt. Dass es für Martin Wolfram dieses Mal zumindest zu einer Medaille reichen könnte, hatte sich bereits in den ersten Runden angedeutet. Schon im Vorkampf und im Halbfinale mischte er als Dritter ganz vorne mit. Im Finale lag er zur Halbzeit des Wettkampfes ebenfalls auf Rang drei, ehe er in der vierten Runde die Führung übernahm und diese bis zum Schluss nicht mehr abgab. Silber ging dahinter an James Heatly (GBR/461,25), Bronze sicherte sich Alexis Jandard(FRA/434,25).

Erfolgreich vom Turm auf das Brett umgesattelt

Nach dem Erfolg beim Weltcup ist Wolfram nun auch für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli - 08. August) ein Kandidat für eine vordere Platzierung. 2012 in London (GBR) und 2016 in Rio de Janeiro stand er bereits jeweils im Finale, damals noch vom Turm. Nach mehreren Schulter-Operationen war die Belastung aus zehn Metern danach allerdings zu groß, so dass er sich fortan auf das 3m-Brett umorientierte, um dem Wasserspringen treu bleiben zu können.

Das hat ganz offensichtlich bestens funktioniert. „Das war eine ganz starke Leistung“, lobte auch Patrick Hausding, der in dieser Disziplin 2016 Olympia-Bronze gewonnen hatte. Er befand sich am Donnerstag zusammen mit weiteren Teammitgliedern bereits auf der Weiterreise zu den Europameisterschaften in Budapest (HUN) und hatte beim Umsteigen am Frankfurter Flughafen im Livestream die Übertragung vom Weltcup verfolgt. Die Sprungwettbewerben bei der EM beginnen am Montag. Dann will auch Martin Wolfram wieder ganz vorne mitspringen.

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Streckenfolge für die DJM im Mai veröffentlicht

Bei den Mitarbeiter*innen der Abteilung Wettkampfsport Schwimmen herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. In der Hoffnung auf einen günstigen Pandemieverlauf wird für die kommenden Monate die Durchführung von möglichst vielen Wettkämpfen und Meisterschaften im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) vorbereitet.

Zwei Wochen nach Ostern ist Berlin bekanntlich erst einmal Schauplatz der DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen (16. – 18. April), doch Abteilungsleiter Tjark Schroeder und seine Kolleg*innen haben ja nicht nur die Top-Kader im Blick. Ebenfalls in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) sollen daher vom 26. – 30. Mai dann auch die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen (DJM) ausgetragen werden. Hierfür wurde zur besseren Planung und Vorbereitung nun sogar schon die Streckenfolge festgelegt und veröffentlicht, die offizielle Ausschreibung folgt noch. „Wir freuen uns, wenn auch im Nachwuchsbereich ein klares Ziel für Motivation sorgt“, erklärte Bundestrainer Hannes Vitense. „Natürlich wissen wir, dass sich die Trainingsmöglichkeiten aufgrund der Pandemieverordnungen in den einzelnen Bundesländern teilweise sehr stark unterscheiden. Aber hier hilft es nicht zu zaudern, in dieser Situation ist in allen Bereichen die größtmögliche Flexibilität gefragt.“

>> Die Streckenfolge der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen (DJM)

Die DJM bilden zudem den Auftakt der großen Schwimmsportwochen in der Hauptstadt. Denn nur drei Tage später folgen im Rahmen von „DIE FINALS 2021“ dann auch die Deutschen Meisterschaften Schwimmen (03. – 06. Juni). Und auch die Wasserspringer*innen sind erstmals Teil dieses erfolgreichen Multisportevents und beginnen ihre Titelkämpfe mit der endgültigen Vergabe der Startplätze für die Olympischen Spiele in Tokio sogar schon zwei Tage eher.

Und auch für die jüngsten Wettkampfschwimmer*innen soll es ein Angebot vom DSV geben. Die Deutschen Meisterschaften im Schwimmmehrkampf (SMK) werden dieses Jahr für die Jahrgänge 2009 und 2010 ausgetragen und sind vom 18. – 20. Juni 2021 geplant. Der Austragungsort wird kurzfristig bekannt gegeben. Den Abschluss des ersten Halbjahres bilden dann die Deutschen Freiwassermeisterschaften vom 24. – 26. Juni in Münster, hierfür wurde bereits die Ausschreibung veröffentlicht.

Nach dem Olympiasommer geht es auf nationaler Ebene dann vom 23. – 26. September mit den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) weiter. Auch hier steht der Austragungsort bislang noch nicht fest. Klar ist allerdings, dass es in diesem Jahr nicht die Berliner SSE sein wird.

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Nominierungskriterien für Universiade 2021 veröffentlicht

Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) hat nach enger Abstimmung mit dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) die Nominierungsrichtlinien für die Summer World University Games (SWUG) in Chengdu (CHN) verabschiedet. Die als Universiade bekannt gewordene Veranstaltung findet vom 16. - 27. August 2021 statt.

>> Die Nominierungskriterien für die Universiade 2021

Interessierte Student*innen der Jahrgänge 1996 bis 2003 müssen bei Erfüllung aller Voraussetzungen (u.a. DSV-Mitgliedschaft und Nada-Testpool sowie Teilnahme an den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Mai) bereits bis zum 31. März ihre Ambitionen hierfür offiziell beim adh anmelden. Die geforderten Normzeiten können dann bis 27. Juni 2021 erfüllt werden.

„Ich freue mich über die konstruktive Zusammenarbeit mit den adh-Disziplinchefs Dorothea Brandt und Hans-Peter Gratz, die dank ihrer eigenen Erfahrungen im Schwimmsport natürlich auch wissen, worauf es hierbei ankommt“, erklärte Bundestrainer Hannes Vitense. „Für jene Talente, für die die Olympischen Spiele auf ihrem Karriereweg noch zu früh kommen, sind diese Studenten-Spiele eine wunderbare Möglichkeit, internationale Wettkampferfahrungen auf hohem Niveau zu sammeln, von der sie später profitieren können. Daher hoffen wir sehr, dass nach der langen Wettkampfpause wegen Corona die Austragung der Universiade tatsächlich möglich sein wird.“

Kick-off-Meeting bei Zoom am 15. Februar

„Ich habe früher selber zweimal an Universiaden teilgenommen und weiß daher um die Bedeutung. Auch solchen Athlet*innen, die das Olympiaticket womöglich ganz knapp verpasst haben, kann eine solche Veranstaltung neue Motivation schenken“; erklärte Dorothea Brandt. Auch kann man eine Karriere so richtig in Schwung bringen mit Siegen unter Studierenden: Britta Steffen gewann bei der Universiade 2007 in Bangkok zweimal Gold über 50 und 100m Freistil und wiederholte die Siege ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Peking. Sarah Köhlertriumphierte 2017 in Taipeh, also bevor sie dann Kurzbahn-Europameisterin, WM-Zweite und Weltrekordlerin wurde.

Natürlich ist die Austragung der Summer World University Games abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung, die chinesischen Organisatoren geben sich bisher optimistisch. Der zuständige Weltverband FISU wird eine wegweisende Entscheidung wohl nicht vor April treffen und sich vermutlich auch am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dessen Entscheidungen zu Tokio 2021 orientieren. Für weitere Nachfragen stehen die Diszplinchefs Dorothea Brandt und Hans-Peter Gratz aber bereits am 15. Februar ab 20:00 Uhr bei einem Kick-off-Meeting via Zoom zur Verfügung. Die Anmeldung zu diesem Meeting kann via Mail an dc-schwimmen@adh.deerfolgen.

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Deutschlands Schwimmsport trauert um Dr. Martin Grieß

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) trauert um Dr. Martin Grieß, der am Sonntag plötzlich und unerwartet im Alter von 57 Jahren verstorben ist. Unser Beileid und Mitgefühl gelten seiner Frau Jutta und der gesamten Familie.

Der Zahnarzt aus Lippstadt war als leidenschaftlicher Netzwerker im und für den Schwimmsport bekannt. Bis zuletzt schwamm er im Masters-Bereich aktiv selber, aber auch im Ehrenamt für die Verbandsentwicklung und als privater Förderer hat er sich immer für seinen Sport eingesetzt. „Fragt nicht was der DSV für euch tun kann, sondern tut es selbst!“, formulierte er dabei gern als Motto. Grieß wollte dem Schwimmsport immer etwas zurückgeben für das, was er ihm selber gegeben hat.

Viele Bundeskader-Athlet*innen hat Martin Grieß auf ihrem Karriereweg daher als persönlicher Förderer unterstützt, unter anderem auch Sarah Köhler, Philip Heintz, Marco di Carli oder Jan-Philip Glania. „Martin war für mich viel mehr als ein Sponsor, er war Mentor und Freund. Ich bin unendlich traurig und geschockt, Menschen mit so viel Herzblut für den Schwimmsport gibt es leider nicht oft. Mit seiner Lebensfreude und seinem Tatendrang wird er uns allen sehr fehlen“, sagte Glania. Der zweimalige Olympiateilnehmer ist inzwischen selber Zahnarzt geworden.

Zuletzt hatte Dr. Grieß die Idee verfolgt, eine Verabschiedungszeremonie für das aktuelle Olympia-Schwimmteam des DSV zu organisieren. Ihm war dabei immer wichtig, die heutige Generation mit der ehemaligen zusammenzubringen, um sich gegenseitig zu motivieren und bei Bedarf auch unterstützen zu können. Leider ließ sich dieses Projekt aufgrund der Coronavirus-Pandemie samt Verschiebung der Olympischen Spiele nicht mehr umsetzen. „Ich bin sehr traurig. Mit Martin verliert unser Verband einen Mann mit einer Vision. Nämlich der, dass jeder seine Stärken für die Gemeinschaft einbringt. Am besten gedenken wir ihm, indem wir seinen Ansatz weiterverfolgen“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense.

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DSV verlängert Kooperation mit japanischer Stadt Kumamoto

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) setzt seine bewährte Kooperation mit der japanischen Stadt Kumamoto auch im Olympiajahr 2021 fort. Kazufumi Onishi als Oberbürgermeister der 750.000-Einwohner-Metropole und Thomas Kurschilgen, Direktor Leistungssport, haben die bestehende Kooperationsvereinbarung zu Jahresbeginn verlängert. Sie beinhaltet eine Zusammenarbeit im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio 2021 (23. Juli - 08. August) und auch die Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaften 2022 (13. - 29. Mai) in Fukuoka.

Bereits im Jahr 2019 hatte sich das DSV-Team im Schwimmen in Kumamoto auf die bekanntlich sehr erfolgreich bestrittenen Weltmeisterschaften in Gwangju (Südkorea) vorbereitet, die Sportler*innen um Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock waren beeindruckt von der professionellen Organisation und der unvergleichlichen Gastfreundschaft der japanischen Gastgeber*innen. Aufgrund der guten Erfahrungen werden im kommenden Sommer nun wieder große Teile der Olympiamannschaft die besonderen Bedingungen in Kumamoto im Zeitraum vom 09. - 24. Juli 2021 nutzen, um dann von hier aus direkt nach Tokio weiterzureisen.

Die Stadt Kumamoto stellt dem DSV dafür die alleinige Nutzung des Schwimmleistungszentrums und einen täglichen Shuttle-Service zur Verfügung. Die Unterbringung – nahe gelegen zum Schwimmzentrum – wird die aktuelle Pandemie-Situation berücksichtigen und der Nationalmannschaft eine Bubble-Konstellation ermöglichen. Für das Athletik-, Krafttraining und adäquate Regenerationsmaßnahmen sind über das Teammanagement des DSV die logistischen Prozesse des Gerätetransports bereits eingeleitet worden. Auch werden wieder ernährungsphysiologische Abstimmungen zwischen dem Hotel in Kumamoto und den Spezialist*innen im DSV erfolgen.

„Wir sind erneut zu Gast bei sehr guten Freunden in Japan. Mit ihrer großen Hilfsbereitschaft, ihrer Freundlichkeit und einer perfekten Rundumbetreuung ermöglichen sie der DSV-Nationalmannschaft sicher eine optimale und sichere Vorbereitung auf die Spiele in Tokio“, sagte Thomas Kurschilgen. Auch Bundestrainer und Team-Chef Bernd Berkhahn ist sehr froh über diese Planungen auf der Road to Tokyo: „Eine gelungene Akklimatisierung ist für unsere Athlet*innen ein wichtiger Faktor vor dem jeweiligen Jahreshöhepunkt, um die im Jahresverlauf vorbereitete Leistungsfähigkeit dann auch vollständig abrufen zu können. Aufgrund der guten Erfahrungen im Vorfeld der erfolgreichen WM 2019 kehren wir sehr gern nach Kumamoto zurück.“

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Timo Barthel und Jaden Eikermann erkämpfen Olympia-Quotenplatz vom Turm

Das war definitiv nichts für schwache Nerven, doch am Ende konnten Deutschlands Wasserspringer*innen jubeln. Bei den Weltmeisterschaften in Doha (QAT) haben Timo Barthel (SV Halle) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) im Turm-Synchronspringen den siebten Platz belegt und damit einen Quotenplatz bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) erkämpft, bei denen inklusive Gastgeber Frankreich in dieser Disziplin nur acht Paare antreten dürfen. Der Titel ging wie erwartet an China mit Lian Junjie/Yang Hao (470,76) vor Großbritannien (422,37) und der Ukraine (406,47). 

Die entscheidende Phase des Wettkampfs wurde dabei zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle. In der fünften und damit vorletzten Runde hatte es für die Deutschen beim 3,5-fachen Auerbachsalto einige Abzüge gegeben, dennoch reichte es noch zum Happy End. Denn mit einem tollen zweieinhalbfachen Salto samt eineinhalb Schrauben im sechsten und letzten Sprung kamen Barthel und Eikermann noch auf 373,71 Zähler und zogen im entscheidenden Moment ganz knapp an Nordkorea (372,96) vorbei, das im finalen Durchgang plötzlich das große Flattern bekam. 

“Das war verdammt knapp, meine Erleichterung ist auf jeden Fall groß”, sagte Eikermann. Der 18-Jährige hatte lange auf seinen ersten WM-Einsatz warten müssen. Doch am Ende sprang dabei ein Ergebnis heraus, das um zwei Plätze besser ist als noch 2023 in Fukuoka (JPN). Auch dank der Entspannungsmusik, die er zwischen den Sprüngen auf seinen Kopfhörern anhörte, bekam Eikermann seine Nerven dann in den Griff: “Ich muss mich ein bisschen beruhigen, weil die Aufregung sehr groß ist. Ich war mir bis zum letzten Sprung des Wettkampfes nicht sicher, ob es reicht oder nicht. Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass Nordkorea uns noch schlägt, wir hatten das Glück, dass es jetzt nicht mal ein ganzer Punkt war, der uns geholfen hat, den Quotenplatz zu holen.”

Der neun Jahre ältere Barthel schwor dagegen auf Deutsch-Rap: “Ich singe immer mit und hoffe, dass es kein anderer mitbekommt. So motiviere ich mich von Sprung zu Sprung und gebe alles”, verriet der Einzel-Europameister. In Doha wendete er noch einen weiteren Trick an. Er suchte sich auf der Tribüne eine Person aus, die er zwischendurch dann immer wieder anschaute: “Normalerweise ist meine Familie dabei und unterstützt mich, hier in Doha jetzt nicht. Ich bilde mir dann einfach ein, dass sie da sitzen, mir zugucken und mich anfeuern.” 

Viel Anfeuerung und Zuspruch für Barthel und Eikermann wird es nach diesem Ergebnis nun aber auf jeden Fall auch beim World Aquatics Diving World Cup in Berlin geben, vom 21. – 24. März trifft sich die komplette Weltelite dort schon bald zum nächsten Kräftemessen.

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In der Heimat kann dann auch Bundestrainer Christoph Bohm wieder gelassener sein, in Doha war ihm die Erleichterung im Anschluss an den WM-Krimi deutlich anzumerken: “Es war todesanstrengend”, gestand der Berliner. “Ich habe ehrlich gesagt am Ende nicht mehr dran geglaubt, weil die Nordkoreaner einen relativ einfachen Sprung gemacht haben und normalerweise ziehen die den weg. So ein Geschenk am Ende nehmen wir an. Wir sind einfach glücklich.”

Doppelte Frauen-Power vom 3m-Brett

Ähnlich erfreulich war bereits der Vormittag mit dem Vorkampf vom 3m-Brett der Frauen verlaufen. Hier sicherten sich Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898) mit 286,65 Punkten als Elfte und Lena Hentschel (Berliner TSC) mit 267,45 Zählern als Zwölfte nicht nur den Einzug ins Halbfinale am Freitag (ab 08:00 Uhr MEZ im Livestream auf Eurovisionsport), sondern vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung durch den Weltverband World Aquatics auch schon die angestrebten Startplätze für die Olympischen Spiele. Mit den beiden Deutschen kamen nämlich zum größten Teil Aktive in die nächste Runde, deren Länder bereits Quotenplätze für Olympia gesichert hatten, die Deutschen können im Qualifikations-Ranking damit theoretisch nicht mehr von anderen überholt werden.

In Jubelstürme wollte Bundestrainer Christoph Bohm trotzdem noch nicht verfallen. “Rechnerisch sieht es damit auf jeden Fall gut aus für Paris, wir möchten jetzt lieber erst einmal die Spannung halten und morgen dann möglichst auch zwei Finalplätze sichern. Dann ist Olympia komplett safe. Möglich ist das, aber es wird dann noch mal ein anderes Niveau gefordert sein und wir brauchen dann noch ein, zwei Highlights”, sagte Bohm. “Und die Olympiaqualifikation feiern können wir immer noch, wenn wir nach der WM dann alles auch offiziell schwarz auf weiß haben.”

Der Vorkampf mit 53 Springerinnen, den Maddison Keeney (AUS/304,45) als Punktbeste abschloss, dauerte diesmal gut dreieinhalb Stunden. Die ungewohnte Länge war für viele eine echte Herausforderung in Sachen Konzentration. “Heute haben sehr viele Nerven gezeigt, auch etablierte Springerinnen wie die Chinesinnen. Die sind ja eigentlich immer wie ein Uhrwerk, aber beide haben einen Fehler gemacht. Deswegen sind wir erstmal froh über unsere Platzierung”, so Bohm. Es könne sehr hilfreich sein, dass die deutschen Frauen zu zweit ins Halbfinale gehen und dort dann auch direkt hintereinander springen werden. “So kann man sich nochmal ein bisschen gegenseitig supporten, hat die gleiche Vorbereitung zeitlich gesehen – das ist cool, dann ist das nochmal eine andere Dynamik”, erklärte der Bundestrainer, der bei dieser Gelegenheit auch noch einmal auf den “krassen Teamgeist” in der Mannschaft des DSV verwies.

“Ich bin mit der Platzierung auf jeden Fall zufrieden”, meinte Oettinghaus, die nervenstark ihre letzten beiden Sprünge besonders gut ins Wasser gebracht hatte. Der Einzug in WM-Finale der besten zwölf Springerinnen ist nun natürlich das nächste Ziel für die Sächsin: “Meine Sprünge sind ausbaufähig, aber wenn ich jetzt im Halbfinale ein bisschen ruhiger und entspannter bin und nicht mehr diesen Druck habe, dann denke ich, dass ich die Platzierung bestätigen kann oder sogar noch ein bisschen mehr drin ist.” Ähnlich sah es Hentschel: “Das war noch nicht unser Bestes, aber das vordergründige Ziel Top zwölf haben wir schon mal erreicht. Morgen greifen wir mit frischer Kraft dann noch mal an – und ich freue mich sehr, dass wir es gemeinsam tun.”

>> Alle Ergebnisse von Doha

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Spandaus Wasserballerinnen verteidigen den Titel und feiern erneut das Double

Die beeindruckende Erfolgsserie der Wasserfreunde Spandau 04 geht weiter. Am Sonntag sicherten sich die Wasserballerinnen aus der Hauptstadt ihren inzwischen siebten Titel in Folge und damit auch in dieser Saison wieder einmal das Double aus Meisterschaft und DSV-Pokal. Im entscheidenden Finalspiel gewannen die Spandauerinnen am Sonntag mit 15:9 gegen den SV Blau-Weiß Bochum und setzten sich damit in den Endspielen im Modus „Best of Three“ mit 2:1 Siegen durch. Am Samstag hatte Berlin zuvor mit 17:13 gewonnen und damit den Serienausgleich hergestellt. Spiel eins hatte Bochum vor einer Woche mit 13:12 für sich entschieden.

„In Bochum hatte Bochum verdient gewonnen, da waren sie klar stärker. Am Wochenende haben wir jetzt beide Heimspiele deutlich und auch verdient gewonnen. Dementsprechend wird heute gefeiert“, sagte Spandaus Trainer Marko Stamm.

Seit 2019 hat Spandau bei den Frauen sämtliche nationalen Titel im Wasserball geholt und die längste laufende Meisterserie in einer olympischen Mannschaftssportart weiter ausgebaut. Durch den erneuten Erfolg rückt Berlin in der ewigen Rekordliste auf Rang zwei vor und zieht dort mit Bayer Uerdingen gleich. Rekordchampion bleiben die Bochumerinnen mit zwölf Meisterschaften.

 

Nach ausgeglichener erster Hälfte zieht Berlin im dritten Viertel davon

 

Bochum hatte am Sonntag durch Jana Stüwe erneut mit 1:0 vorgelegt. Doch wie am Vortag sollte es die einzige Führung des Spiels für die Blau-Weißen bleiben. Spandau präsentierte sich erneut deutlich konsequenter in Überzahl – neun Treffer fielen auf diese Weise, für Bochum war es lediglich zwei. Trotzdem verlief die erste Halbzeit sehr ausgeglichen.

Nur einmal führte Spandau mit zwei Treffern, ansonsten trennten beide Teams meist nur ein Tor. Carolina Slagter besorgte quasi mit dem Pausenpfiff die psychologisch wichtige 5:4-Führung für die Gastgeberinnen. Diesen Schwung nahmen die Wasserfreunde in die zweite Hälfte mit. Bis zum Ende des dritten Viertels bauten sie ihren Vorsprung auf drei Tore (10:7) aus, kurz zuvor hatten sie sogar einmal mit vier Toren geführt.

Zwar steckte Bochum nie auf, bei denen Emiliia Khmil mit fünf Treffern abermals die beste Torschützin war. Doch spätestens nach dem 13:8 durch Berlins Kapitänin Gesa Deike war die Partie entschieden. Sie setzte anschließend auch den Schlusspunkt zum 15:9-Endstand. Ihre Schwester Ira Deike sowie Anne Rieck waren mit je drei Treffern die erfolgreichsten Torschützinnen beim alten und neuen Champion. Die Auszeichnung als Spielerin des Tages verdiente sich jedoch Torhüterin Jessica Milicich mit mehreren meisterwürdigen Paraden.

Auf Bochumer Seite richtete derweil Nationalspielerin Aylin Fry nach erster Enttäuschung direkt wieder den Blick voraus auf die kommende Saison. „Ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft für das, was wir erreicht haben. Wir haben letzte Woche gezeigt, dass wir gegen Spandau gewinnen können. Dieses Wochenende hat es zwar leider nicht gereicht, trotzdem haben die Spiele gezeigt, dass wir sehr nah dran sind. Meiner Meinung nach waren die Spiele knapper, als das Ergebnis letztendlich ausgefallen ist. Wir haben hart gekämpft und werden in Zukunft für die neue Saison hart trainieren und erneut angreifen.“

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Berlin darf in den Bundesliga-Finals zweimal jubeln

Nicht nur das DFB-Pokalfinale im Fußball wurde am Samstag in Berlin ausgetragen. Auch in den Wasserball-Bundesligen war an diesem Tag zweimal Endspielzeit in der Hauptstadt. Und beide Male verließen die Wasserfreunde Spandau 04 das Becken als Sieger. Erst gewannen die Spandauer Frauen mit 17:13 gegen den SV Blau-Weiß Bochum und glichen damit in der Finalserie im Modus „Best of Three“ aus. Die Entscheidung über den Titel fällt hier nun am morgigen Sonntag (12:00 Uhr) ebenfalls in Berlin. Anschließend durften auch die Männer des Vereins jubeln, die sich zum Auftakt ihrer Finalserie mit 14:11 gegen Titelverteidiger Waspo 98 Hannover durchsetzen.

 

Spandau bringt Hannover die erste Niederlage seit 20 Monaten bei

 

Für Hannover war es die erste Niederlage gegen einen nationalen Konkurrenten seit September 2024, damals hatte ebenfalls Spandau im Supercup triumphiert. Die Gastgeber erwischten den besseren Start, führten im ersten Viertel schnell mit 3:0. Waspo kämpfte sich zwar zurück in die Partie und glich Mitte des zweiten Abschnitts aus (4:4). Bis zur Halbzeit hatte Spandau aber wieder einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen (7:4).

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Nikola Kojic sogar auf 8:4. Der Serbe war mit fünf Treffern bester Torschütze an diesem Tag. Hannover steckte nie auf und kam bis zur letzten Viertelpause noch einmal bis auf zwei Tore heran (9:11). In den letzten acht Minuten konnte Berlin diesen Vorsprung aber erfolgreich verteidigen. Spiel zwei der Serie im Modus „Best of Five“ findet am kommenden Mittwoch (27. Mai, 19:00 Uhr) in Hannover statt.

 

Berlins Frauen wahren die Chance auf den siebten Titel in Serie

 

Im zweiten Endspiel der Frauen lagen die Gäste aus Bochum nur einziges Mal in Führung – gleich zu Beginn beim 0:1 durch Emiliia Khmil. Die Nationalspielerin erzielte an diesem Nachmittag neun Tore, zum Sieg wie im ersten Finalspiel (13:12) reichte das allerdings nicht. Spandau präsentierte sich konsequenter im Powerplay und auch insgesamt stärker aus dem Spiel heraus, während fünf der 13 Bochumer Treffer per Strafwurf erzielt wurden.

Zur Pause führten die Berlinerinnen mit 9:6. In der zweiten Halbzeit bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung sogar auf zwischenzeitlich sechs Tore (14:8) aus. Zwar kam Bochum noch einmal ein wenig heran, am Sieg der Wasserfreunde änderte das aber nichts mehr. Beste Torschützin bei den Spandauerinnen, die damit ihre Chance auf den siebten Titel hintereinander wahrten, war Dora Kangler mit vier Treffern.

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