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Wie München mit seiner Doppel-EM 2026 den deutschen Schwimmnachwuchs beflügelt
Genau 40 Jahre, nachdem die Junior*innen-Europameisterschaften (JEM) im Schwimmen zuletzt in einer deutschen Stadt stattgefunden haben – damals 1986 in West-Berlin –, kehren die kontinentalen Nachwuchstitelkämpfe nach Deutschland zurück. Die Talentschau von Europas besten jungen Schwimmer*innen findet vom 07. – 12. Juli 2026 in München statt. Nachdem die Vollversammlung des Stadtrats vor dem Jahreswechsel grünes Licht gegeben hatte, wurden mittlerweile nun auch alle Verträge dazu rechtsgültig unterzeichnet.
Austragungsort der Titelkämpfe wird die traditionsreiche und mittlerweile umfassend sanierte Olympia-Schwimmhalle sein. Erbaut für die Olympischen Spiele 1972 und dort Bühne der Weltstars Mark Spitz (USA), Roland Matthes (DDR) oder Shane Gould (AUS). Bereits zuvor vom 30. Juni – 04. Juli richtet München außerdem die EM der Junior*innen im Synchronschwimmen aus. Das Schwimmsportfestival für den Nachwuchs findet damit erstmals in einem kombinierten Format an einem Ort statt. Es ist überhaupt das erste Mal, dass eine Nachwuchs-EM im Synchronschwimmen hierzulande stattfindet.
München schärft das Profil als Sportstadt
Der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer sagte: „2026 wird Deutschland mit München zum Zentrum des europäischen Schwimmsports. Die Vergabe von gleich zwei Junior*innen-Europameisterschaften ist ein starkes Signal für die Nachwuchsförderung und gibt unseren Talenten weiteren Rückenwind auf dem Weg zu Olympia. Zugleich unterstreicht die Doppel-Vergabe die Bedeutung unseres Landes für die Entwicklung des Spitzensports in Europa und darüber hinaus. Der Stadt München bietet sich dabei die großartige Gelegenheit, ihr Profil als lebendige Sportstadt zu schärfen. Die JEM ist für uns eine große Chance, möglichst viele junge Münchner*innen für den Schwimmsport zu begeistern.“
Das Event gilt als wichtiger Gradmesser für die Entwicklung der jungen Talente und als Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 und 2032. Bei den letztjährigen Europameisterschaften der Junior*innen in Samorin (SVK) hatte der DSV beim Schwimmen gleich zehn Podestplätze erreicht. Deutschland gelang damit als einer von nur vier Nationen eine zweistellige Medaillenausbeute. „Natürlich streben wir an, den Heimvorteil in diesem Jahr erfolgreich zu nutzen. Münchens olympisches Flair wird so manche Karriere sicherlich erst so richtig beflügeln“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.
Der Ticketverkauf startet dann im März
Auch das Synchronschwimmen befindet sich in Deutschland derzeit stark im Aufschwung, großen Anteil daran hat gerade auch der Standort München mit seiner starken Nachwuchsarbeit. „Das Synchronschwimmen hat hierzulande in den vergangenen Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen. Wir glauben, dass die Austragung der JEM diese weiter befördern kann und unseren Nachwuchs zusätzlich motivieren wird“, sagte Bundestrainerin Stephanie Marx.
Die JEM-Qualifikation im Schwimmen wird gemäß der DSV-Nominierungsrichtlinie bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April) und am Wochenende zuvor möglich sein. Der Ticketverkauf für die JEM soll aber schon im März beginnen. Aufgrund der großen Anzahl von Teilnehmenden aus 45 Ländern werden pro Tag wohl jeweils rund 1.500 Tribünentickets zur Auswahl stehen.
„Wir freuen uns darauf, junge Athlet*innen aus ganz Europa in der sanierten Olympia-Schwimmhalle willkommen zu heißen – und gleichzeitig neue Impulse für den Schwimmsport in München zu setzen. Dieses Ereignis wird weit über die Wettkampftage hinaus wirken“, betonte Münchens zuständige Bürgermeisterin Verena Dietl.
Jette Müller gewinnt Herzschlagfinale vor Synchronpartnerin Lena Hentschel
Es war die bislang knappste Entscheidung bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wasserspringen in Berlin. Nur 0,35 Zähler lagen am Samstag zwischen Jette Müller (WSC Rostock) als Siegerin vom 3m-Brett mit 278,75 Punkten und der Zweitplatzierten Lena Hentschel (WSC Rostock) mit 278,40. Bevor sie am Sonntag zum Abschluss der Titelkämpfe im 3m-Synchronspringen noch einmal gemeinsam antreten (zu verfolgen ab 09:30 im Livestream auf Sporteurope.TV), lieferten sich die beiden WM-Teilnehmerinnen ein spannendes Duell, das am Ende fast noch einen umgekehrten Ausgang bekommen hätte.
Nach drei Durchgängen hatte Jette Müller noch deutlich vorn gelegen – 37,50 Punkte betrug ihr Vorsprung zu diesem Zeitpunkt. Dann ließ die Rostockerin aber beim 3,5-fachen Salto vorwärts einige Punkte liegen, wohingegen dieser Sprung bei Hentschel zum Abschluss hervorragend gelang. Es reichte für die Lokalmatadorin aber nicht mehr, um sich noch an ihrer Synchronpartnerin vorbeizuschieben. „Ich bin froh, dass es noch zum Sieg gereicht hat“, sagte Müller. „Dafür, dass nach meinem Bundeswehrlehrgang erst seit drei Wochen wieder richtig im Training bin, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.“
Bereits im Vorkampf (310,95) und im Halbfinale (297,30) war die Rostockerin die Beste gewesen – am Vormittag übertraf sie dabei auch erstmals die Norm (300,00) des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) für die EM 2026 in Paris (FRA). „Es war wirklich spannend zwischen den beiden Arrivierten, das war schön für den Wettkampf. Im Finale konnten beide dann nicht mehr ganz die Qualität abrufen, zu der sie imstande sind. Aber die Tendenz geht ganz klar nach oben, deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt heute“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Dritte im Finale wurde die erst 14 Jahre alte Mariia-Luiza Biletova (Berliner TSC/234,90).
Turmspringer mit schöner Entwicklung
Spannend verlief auch das Finale im Turmspringen der Männer. Dort lagen die ersten Drei am Ende innerhalb von zehn Punkten eng beieinander. Im Vorkampf und im Halbfinale hatte sich noch Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) jeweils am stärksten präsentiert, im Halbfinale sogar mit der Top-Leistung von über 500 Punkten (500,90). Ausgerechnet im Finale geriet dann der eine oder andere Sprung aber nicht ganz optimal. Letztlich musste er sich mit 425,75 Punkten mit Bronze begnügen.
Den Sieg sicherte sich der EM-Silbermedaillengewinner dieses Jahres Ole Rösler (WSC Rostock) mit 435,75 vor Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/429,15). „Die drei haben sich gut duelliert. Für diesen Zeitpunkt der Saison war das eine super Leistung. Und ich freue mich auch über die Leistungen auf den weiteren Plätzen, zum Beispiel von Rayk Most oder von Hannes Eberspächer, die vom Schwierigkeitsgrad her nochmal deutlich aufgesattelt haben. Man sieht, dass sich im Turmspringen in Deutschland allgemein viel getan hat“, sagte Christoph Bohm.
Johannes Liebmann wird EM-Vierter mit Junioren-Weltrekord
Auf den Langstrecken sind Deutschlands Schwimmer seit Jahren spitze. Und das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern, so wie Johannes Liebmann bei diesen Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin (POL) aufgetreten ist. Der 18-Jährige vom SC Magdeburg zeigte bei seinem EM-Debüt in der offenen Klasse, wie schnell man den Übergang vom Nachwuchs- zum Spitzenbereich im Optimalfall schaffen kann. Nach Platz vier mit Junioren-Weltrekord über 400m Freistil zum EM-Auftakt wiederholte der Schüler aus der Trainingsgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn dieses Kunststück am Samstag über 800m Freistil gleich noch einmal.
In 7:30,47 Minuten verbesserte der JEM-Dritte dieses Jahres seinen im Vorlauf am Vortag aufgestellten Junioren-Weltrekord mit einem abgeklärten Auftritt noch einmal um eine halbe Sekunde. Schneller waren nur Zalán Sárkány (HUN/7:26,84), Lucas Henveaux (BEL/7:28,03) und 1500m-Sieger Daniel Wiffen (IRL/7:30,14). Oliver Klemet (SG Frankfurt) belegte Rang sechs (7:35,71).
Marrit Steenbergen mit den Europarekorden drei und vier
„Natürlich hätte ich heute gern eine Medaille mitgenommen, dafür hätte ich aber ein paar Dinge besser machen müssen“, sagte Liebmann. „Insgesamt bin ich mit dieser EM-Woche aber sehr, sehr happy. Ich konnte hier deutlich mehr erreichen als erwartet, nicht nur wegen der Rekorde. Eigentlich wollte ich bei den Großen vor allem Erfahrungen erst einmal sammeln. Aber jetzt haben mich sogar Leute wie Daniel Wiffen wahrgenommen und auch angesprochen, das ist schon ein cooles Gefühl.“
Eine weitere Top-Platzierung erkämpfte sich auch Nina Holt. Die 22-Jährige vom SC Magdeburg kraulte am Tag nach Bronze über 100m Rücken in 52,16 Sekunden zu persönlicher Bestzeit samt Rang sechs über 100m Freistil. Der Titel ging hier an Marrit Steenbergen (NED), die in 50,42 den acht Jahre alten Europarekord von Übersprinterin Sarah Sjöström (SWE) um 16 Hundertstel unterbot. Zuvor hatte der Oranje-Star beim Sieg über 200m Lagen in 2:01,83 Minuten bereits ihren dritten Europarekord bei diesen Titelkämpfen aufgestellt. Damit sicherte sich die Weltmeisterin bereits vier Mal den Bonus von 5.000 Euro. Hinzukommen könnten am Ende noch 25.000 Euro für die punktbeste Leistung dieser Titelkämpfe.
Drei Deutsche im EM-Finale beim Brustsprint am Sonntag
Wenn die Kurzbahn-Europameisterschaften am Sonntag zu Ende gehen, steht Anna Elendt ein drittes Mal im Finale. Nach ihrem Sieg über 200m Brust reichten beim 50m-Sprint 29,64 Sekunden zu Rang acht im Halbfinale. Und ein Finale auf einer Außenbahn ist durchaus chancenreich, das weiß man seit ihrem WM-Sieg in Singapur. „If you have a lane, you have a chance“, beschrieb sie dort ihr erfolgreiches Motto. Schnellste war bisher 100m-Siegerin Eneli Jefimova (EST/29,00). Ebenfalls ihren dritten Endlauf konnte sich über 1500m Freistil Maya Werner (SC Magdeburg) sichern.
>> Alle Ergebnisse der Kurzbahn-EM
Bei den Männern hat das DSV-Team über 50m Brust am letzten EM-Tag sogar zwei Eisen im Feuer. Der WM-Fünfte Melvin Imoudu (Potsdamer SV) schnappte sich in neuer persönlicher Bestzeit von 25,94 Sekunden den vierten Finalplatz, sein 18 Jahre alter Vereinskollege Malte Gräfe kam mit 26,16 und damit dem zweiten deutschen Jahrgangsrekord an diesem Tag als Siebter weiter. Wie bei Liebmann verspricht das eine Menge für die nahe Zukunft.
Eurocamp in Eindhoven: Diese DSV-Talente sind dabei
Die Premiere in Potsdam hat vor einem Jahr alle begeistert und komplett überzeugt. Folgerichtig findet seit Freitag nun das zweite European Youth Camp statt, diesmal im unlängst renovierten Pieter van den Hoogenband-Zwemstadion in Eindhoven (NED). Über 100 der besten Schwimmtalente aus 14 Nationen und ihre Coaches wollen eine Woche lang mehr als nur miteinander in den verschiedenen Disziplin-Gruppen trainieren. Sondern sich vor allem intensiv austauschen, von den unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen der anderen profitieren, um die eigene Entwicklung voranzutreiben. Ein Schwimmkongress mit Echtzeitanwendung quasi.
„Wir erleben gerade mehrere Olympiazyklen außerhalb Europas hintereinander und wollen mit diesem Camp vereint auch ganz bewusst einen Gegenpol zu den sicherlich verstärkten Aktivitäten in Schwimmnationen wie USA und Australien setzen, um weiterhin das Weltspitzenniveau bestimmen zu können“, sagt Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. Neben Gastgeber Niederlande und Deutschland als den ursprünglichen Initiatoren sind mittlerweile insgesamt 14 Nationalverbände beteiligt: aus Frankreich, Italien, Großbritannien, Griechenland, Irland, Israel, Estland, Österreich, Tschechien, Norwegen, Kroatien und Litauen. In der Schwimmwelt anerkannte Namen wie Jacco Verhaeren, Marcel Wouda (beide NED), Marco Manchinelli (ITA), Henri Hein (EST), Sondre Solberg (NOR) oder John Szaranek (IRL) lassen sich diese Tage ausgiebig in die Karten schauen. Vitense hat genau deswegen ein sehr großes Team dabei, unterstützt auch durch einige Expert*innen der Trainingswissenschaft.
Selbst Australiens Starcoach Peter Bishop sieht große Chancen dabei
„Das Eurocamp ist eine wunderbare Gelegenheit, talentierte und sportbegeisterte Schwimmer*innen und Mitarbeiter*innen zusammenzubringen, damit sie sich nicht nur gegenseitig anspornen, sondern auch voneinander lernen können“, betont selbst Australiens Starcoach Peter Bishop, der seit vergangenem Jahr Cheftrainer von Oranjes Eliteteam ist (und auch Deutschlands Freistilsprint-Rekordmann Josha Salchow schon längere Zeit betreut). „Einige meiner besten Erfahrungen am Beckenrand habe ich bei solchen Gelegenheiten gemacht. Diejenigen, die diese Chancen mit beiden Händen ergreifen, werden dieses Ereignis zu einem unvergesslichen Erlebnis machen, das die Zukunft und den Erfolg von morgen prägen kann.“
Folgende Athlet*innen aus Deutschland sind mit dabei:
- Mitja Bauer
- Nika Benkler
- Moritz Birk
- Laura Marie Blumenthal Haz
- Nana Heema Boateng Sykere
- Rudolf Bordas
- Felix Brandner
- Emma Luise Breuer
- Hugo Engelien
- Jennifer Herfert
- Juliana Buttler
- Julia Franziska Kaul
- Fabian Mager
- Max Niklischek
- Nils Nolte
- Gerard Norwisz
- Jonas Reuther
- Zarina Selimovic
- Mattheo Straßburger
- Sydney Ferch
- Leni Tesche
- Lara Vandenhirtz
Trainer*innen/Wissenschaftler*innen:
- Hannes Vitense
- Dr. Augusto Barbosa
- Stephan Haumann
- Ondreij Kuninek
- Frank Lamodke
- Kenrick Leidner
- Alexander Müller
- Dellano Silva
- Dr. Marek Polach
- Dr. Patricia Schikore
- Dr. Jasmin Willer
- Serena Horst
- Jochen Stetina
- Tobias Heinrich
Wasserspringerin Saskia Oettinghaus steigt vom Brett
Wasserspringerin Saskia Oettinghaus wird künftig keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Die 27-Jährige beendet nach 21 Jahren auf dem Brett ihre aktive Karriere und wird sich auf ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin konzentrieren.
Im vergangenen Jahr hatte Oettinghaus bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA) mit Rang sieben vom 3m-Brett noch für die größte Überraschung im deutschen Sprungteam gesorgt. Bedeutete das doch das beste Ergebnis einer deutschen Wasserspringerin in dieser Disziplin seit der Bronzemedaille von Dörte Lindner bei Olympia 2000 in Sydney (AUS). Seitdem war nur die Dresdnerin Tina Punzel 2021 in Tokio (JPN) ebenfalls Siebte geworden. „Jetzt konnte ich beim wichtigsten Wettkampf überhaupt endlich mal alles abrufen – das ist einfach cool“, jubelte Oettinghaus damals. Und auch Bundestrainer Christoph Bohm meinte: „Das ist eine ganz tolle Leistung von ihr. Das ist fast so viel wert wie eine Medaille.“ Mit Gold im 3m-Synchronspringen sowie Bronze im 3m-Einzel bei den Europaspielen 2015 in Baku (AZE), zahlreichen Deutschen Meistertiteln und Medaillen beim Weltcup stehen weitere Erfolge zu Buche.
Anhaltende Knieprobleme verhindern eine Olympia-Mission 2028
2024 in Paris konnte Oettinghaus noch nicht ahnen, dass es zugleich auch ihr letzter großer Auftritt sein sollte. Zwar ging sie im Februar 2025 bei den Deutschen Hallenmeisterschaften noch einmal vom 1m-Brett an den Start. Anhaltende Knieprobleme schränkten sie allerdings zunehmend ein und ließen keine weiteren Wettkämpfe zu.
„Ich habe nach Olympia immer wieder starke Knieschmerzen gehabt und habe den Sommer genutzt, um alles zu versuchen, das in den Griff zu bekommen. Aber es ist immer noch nicht richtig heil. Vier Jahre bis Olympia in Los Angeles wäre ein weiter Weg mit dem Knie geworden“, zitiert ihr Verein Dresdner SC 1898 auf seiner Website. „Abgesehen von dem Knie war Olympia in Paris mein Highlight. Damit habe ich alles erreicht, was ich sportlich erreichen wollte. Danach habe ich gemerkt, dass ich die Motivation nicht mehr gefunden habe, zum Beispiel, um bei einer EM um eine Medaille mitzuspringen. Ich hatte zu Schulzeiten zwei große Ziele: Das erste Ziel war Olympia, der zweite Traum war eine eigene Physiotherapie-Praxis. Und für diesen zweiten Traum ist jetzt die Zeit gekommen mit 27 Jahren“, so die gebürtige Rostockerin weiter.
Nachdem sie den Bachelor im Bereich Präventions-, Reha- und Fitnesssport in der Tasche hat, hat Saskia Oettinghaus in Dresden nun eine Ausbildung zur Physiotherapeutin in Dresden begonnen. „Wenn die anderen 2028 zu Olympia fahren, dann habe ich hoffentlich meinen Abschluss in der Tasche“, sagte sie. Neben ihrer Ausbildung arbeitet Oettinghaus bereits nebenberuflich als Personal Trainerin.
Celine Rieder mit neuem Selbstverständnis beim Weltcup-Finale auf Sardinien
In einem verträumten Fischerdorf auf der italienischen Insel Sardinien geht es am Freitag ums große Geld. Beim vierten und letzten Weltcup in Golfo Aranci (ITA) wird mit jeweils 50.000 US-Dollar für den Gesamtsieg die größte Prämie des Jahres an die Weltbesten im Freiwasserschwimmen verteilt. Das 10km-Rennen der Männer mit dem deutschen Starter Arne Schubert (SC Magdeburg) beginnt um 09:00 Uhr (Livestream bei Eurovisionsport), die Frauen mit Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm) und Lea Boy (SV Würzburg 05) folgen ab 12:00 Uhr.
>> Weltcupstand vor dem Finale
Die Punkteabstände sind nach nur drei Rennen gering. Rein rechnerisch haben Boy als Vierte und Rieder als Sechste sogar noch Chancen auf den Gesamtsieg, aber auch jeder Platz dahinter ist lukrativ dotiert. Eine gute Platzierung im Mittelmeer macht das besonders wertvoll: Gesamtrang zwei bringt immer noch stolze 35.000 Dollar, Rang drei 25.000, Rang vier 20.000, Rang fünf 15.000 und Rang sechs 12.000. Und auch der Tagessieg ist noch einmal 3.500 Dollar wert.
„Ich habe mich informiert und weiß, dass sich ein gutes Resultat hier besonders lohnt. Dennoch denke ich daran jetzt nicht ständig“, verriet Rieder. Die Lage erscheint ohnehin ziemlich unberechenbar. Keiner weiß nach der WM in Singapur vor zwei Monaten schließlich so genau, wer wie nach der Urlaubspause schon wieder in Form ist. Ihre Trainingspartnerin Moesha Johnson beispielsweise, die bei ihren zwei Weltcupstarts jeweils siegreiche Weltmeisterin aus Australien, hat sie seither noch gar nicht wieder gesehen. „Das Problem mit der Trainingspause ist aber für alle gleich. Wir müssen sehen, wer unter diesen Umständen die Schnellste ist“, meinte Rieder. Dass warme Bedingungen und wenig Wellen erwartet werden, sieht sie dabei als Vorteil an.
Unabhängig vom Rennen am Freitag wird es für die 24-Jährige das bislang erfolgreichste Jahr ihrer Karriere bleiben. In Singapur wurde die von Bundestrainer Bernd Berkhahn in Magdeburg betreute Langstrecklerin mit der Staffel erstmals Weltmeisterin, im 5km-Einzel wurde sie zudem Fünfte. Zuvor stand Rieder als Zweite in Ibiza erstmals auf einem Weltcup-Podest. Und beim Europacup-Finale vor zwei Wochen in Kroatien war Rieder auch wieder Dritte geworden, direkt hinter Boy übrigens.
„Ich habe aus Singapur ein gutes Gefühl und neues Selbstverständnis mitgenommen. Das hat sich schon beim Europacup gezeigt, und das zeigt sich nun hoffentlich auch beim Weltcup“, sagte Rieder. Die Entscheidung, nach der Olympiateilnahme 2021 als Beckenschwimmerin über 1500m Freistil in den vergangenen Jahren dann mehr auf die langen Kanten im offenen Gewässer zu setzen, war jedenfalls die richtige. „Es hat sich abgezeichnet, dass meine Stärken im Freiwasser mehr zum Tragen kommen. Deswegen kann ich das getrost so weitermachen“, meinte Rieder. Die Erfolge von Singapur sollen jedenfalls nicht die letzten gewesen sein.
Lea Boy und Celine Rieder gewinnen Medaillen beim Europacup-Finale
Beim fünften und letzten Europacup dieser Saison in Ražanac (CRO) haben die Freiwasserschwimmerinnen Lea Boy (SV Würzburg 05) und Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm) zwei Medaillen für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) erkämpft. Knapp hinter der bereits in der Vorwoche in Barcelona (ESP) siegreichen Klaudia Tarasiewicz (POL/1:58:41,22) schlug Boy (1:58;41:92) im 10km-Rennen als Zweite vor Staffel-Weltmeisterin Rieder (1:58:51,10) und Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg/1:58:56,76) an. Als Sechste sicherte sich die Monegassin Lisa Pou (1:59:03,10) in Kroatien am Samstag den Gesamtsieg.
>> Alle Zeiten und Ergebnisse des Europacups
Vor toller Kulisse und bei Topbedingungen mit 22,5 Grad Wassertemperatur blieb das Tempo am Anfang überschaubar, ehe es in der zweiten Hälfte dann richtig zur Sache ging. „Es ist einfach super, wenn man im ersten Wettkampf der Saison gleich ganz vorn dabei ist. Für Woche sechs war das echt nicht schlecht“, freute sich Boy trotz der knappen Niederlage im Anschlagduell über ihr Abschneiden. „Das Wasser war flach und ruhig, das waren fast Poolbedingungen. Das kam mir natürlich entgegen“, meinte Rieder. Nach der erfolgreichen WM in Singapur hatte sie drei Wochen Urlaub gemacht, unter anderem an der Ostsee. Und war nun wenige Wochen nach dem Wiedereinstieg ins Training wieder richtig gut drauf. Das lässt auch für den Weltcup in Golfo Aranci (ITA/10. Oktober) auf gute Resultate hoffen.
Italiener Dalu dank Bonuspunkten Gesamtsieger
Bei den Männern ging der Tagessieg ebenfalls nach Polen: Bartosz Kapala (1:51:05,93) siegte einen Tag vor seinem 19. Geburtstag vor dem Olympiadritten David Bethlehem (HUN/1:51:08,56) und Paulo Strehlke Delgado (MEX/1:51:15,22). Hinter Landsmann Andrea Filadelli (1:51,23,47) kam Fabio Dalu (ITA/1:51:23,73) auf Rang fünf und wurde damit auch Gesamtsieger des diesjährigen Europacups. Interessant dabei: In den Rennen selbst hat Dalu damit genau wie Filadelli 2550 Punkte gesammelt. Er bekam aber noch 400 Punkte zusätzlich, weil er in allen fünf Rennen der Saison antrat.
Als bester Deutscher kam Finn-Constantin Kleinheinz (SC Magdeburg) auf Rang acht (1:52:12,13), auch Diego Heinze (SC Wiesbaden) auf Rang 13 (1:53:19,40) und Noah Lerch (SSG Günzburg-Leipheim) auf Rang 15 (1:53:57,17) wussten zu überzeugen. In der Juniorenwertung kam Kleinheinz damit sogar auf Rang zwei hinter Kapala.
„Das Spitzenergebnis unserer etablierten Frauen freut uns sehr, aber auch das Auftreten unsere jüngeren Aktiven hat mir hier sehr gut gefallen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow. Und meinte damit auch die beiden Münchenerinnen Annika Dewdney (2:04:20,49) und Luisa Rumler (2:04:24,52) auf den Rängen 13 und 15.
Junioren-Weltrekord! Jan Malte Gräfe schwimmt in Otopeni auf Goldkurs
Dass er momentan in Rekordform ist, hat Jan Malte Gräfe in dieser Woche schon beim Rennen über 100m Brust bewiesen. Dreimal schwamm der 18-Jährige vom Potsdamer SV dort deutschen Jahrgangsrekord und belegte im Finale der Junioren-Weltmeisterschaften in Otopeni (ROU) Rang fünf. Am Samstag setzte Gräfe nun noch einen drauf und schwamm in 26,95 Sekunden über 50m Brust sogar Junioren-Weltrekord!
Alle JWM-Ergebnisse im Überblick
Im Vorlauf der im Jahr 2028 dann erstmals olympischen Sprintstrecke war Gräfe zwei Hundertstel schneller als Nicolo Martinenghi (ITA) bei der bisherigen Bestmarke im Jahr 2017. Und der wurde später bekanntlich Olympiasieger und Weltmeister. Am Nachmittag war Gräfe dann auch im JWM-Halbfinale in 27,18 der Schnellste vor Junioren-Europameister Nusrat Allahverdi (TUR/27,22), obwohl sich der Deutsche dabei etwas zurückhielt. Beim Weltrekord hatte er sich beim Anschlag nämlich die Kapsel am Fingergelenk leicht angeschlagen. Und wollte daher nichts weiter riskieren vor dem Finale am Sonntag (ab 17:00 Uhr im Livestream bei Eurovisionsport).
Für bessere Medaillenchance Verzicht auf 200m-Rennen
„Der erste Gedanke beim Blick auf die Anzeigetafel war, das kann doch nicht stimmen“, sagte Gräfe. Und sorgte beim Beckenrand-Interview mit John Mason für ein Raunen in der Halle, weil er entgegen der Etikette das englische „F…“-Wort dabei verwendete. „Als der Rekord dann bestätigte wurde, fiel ich von der Leine und war erst mal fertig.“
Das 200m-Rennen am Tag zuvor hatte Gräfe extra ausgelassen, weil er sich lieber voll auf das 50m-Rennen konzentrieren wollte. Seine Stärken im Sprint sind ja auch längst bekannt, hier hatte er vor sechs Wochen bereits JEM-Bronze gewonnen. Und seither noch einmal einen schönen Leistungssprung gemacht. „Die Konzentration auf die 50 Meter waren die richtige Entscheidung. Malte ist auch cool genug, noch ein drittes starkes Rennen abzuliefern“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.
Da am Sonntagabend auch noch die Paradestrecken von Lena Ludwig (200m Brust) und Johannes Liebmann (1500m Freistil) auf dem Programm stehen, könnte das ein grandioser JWM-Abschluss für das deutsche Team werden. Für das war am Samstag auch noch Yara Fay Riefstahl im Einsatz, die Chemnitzerin belegte über 100m Schmetterling Rang 13 (59,62 Sekunden).
Für einen weiteren Juniorinnen-Weltrekord sorgten am fünften Tag der JWM die US-Frauen um Seriensiegerin Rylee Erismann über 4x100m Freistil (3:35,53 Minuten). Die weiteren Titel des Tages sicherten sich Ainsley Trotter (AUS) über 50m Rücken (27,88 Sekunden), Peiqi Yang (CHN) über 1500m Freistil (16:08,37 Minuten), Dean Fearn (GBR) über 50m Schmetterling (23,54 Sekunden) und Raito Numata (JPN) über 400m Lagen (4:11,37 Minuten).
Mit dem dritten Rekord in Folge wird Jan Malte Gräfe JWM-Fünfter
Bei den Weltmeisterschaften der Junior*innen in Otopeni (ROU) hat Jan Malte Gräfe zum dritten Mal innerhalb von rund 30 Stunden den deutschen Jahrgangsrekord über 100m Brust verbessert. Im JWM-Finale belegte der 18-Jährige vom Potsdamer SV am Mittwoch in 1:00,21 Sekunden den fünften Platz. Die Goldmedaille ging wie erwartet an Filip Nowacki (GBR/59,20 Sekunden).
Alle JWM-Ergebnisse im Überblick
Bereits in Vorlauf (1:00,66) und Halbfinale (1:00,61) hatte Gräfe seine vor sechs Wochen bei der JEM in der Slowakei aufgestellte Bestmarke deutlich unterbieten können. Und setzte dann noch einmal richtig einen drauf. Zum wichtigsten Rennen der Saison marschierte er ganz entspannt mit verdrehten Kopfhörern auf der Badekappe in die Arena ein, und zeigte auch im Rennen eine supercoole Leistung auf Bahn eins. Nach 27,79 Sekunden wendete der Trainingspartner des Olympiavierten Melvin Imoudu als Drittschnellster und hielt seine Frequenz auch auf der zweiten Bahn fortwährend sehr hoch.
Lena Ludwig wird Achte im 50m-Sprint
„Malte hat wie Anna Elendt bei ihrem WM-Sieg alles versucht auf Bahn eins, ist die ersten 50 Meter noch einmal vier Zehntel schneller angegangen als im Halbfinale. Und sah dann auch auf der Rückbahn sehr gut aus“, freute sich Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. Und schickte gleich ein Lob an Heimtrainer Jörg Hoffmann hinterher: „Das ist wirklich eine tolle Entwicklung in dieser Saison. Schon bis zur JWM konnte Malte die Bestzeit um eineinhalb Sekunden verbessern, und jetzt kommen noch mal acht Zehntel dazu. Das ist einfach mega.“
Ebenfalls im Finale stand zuvor Lena Ludwig über 50m Brust. Hier schwamm die 18-Jährige vom SV Nikar Heidelberg in 31,68 Sekunden wie im Halbfinale auf Rang acht, den Titel sicherte sich Rachel McAlpin (USA/30,78). „Gern hätte ich meine Bestzeit noch ein drittes Mal verbessert, aber auch so war das ein guter WM-Auftakt für mich“, meinte Ludwig.
Im Vorlauf über 200m Schmetterling hatten Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz/2:13,92) Rang 13 und Leni von Bonin (Dresdner SC/2:15,92) Rang 22 belegt.
Gleich vier Meisterschaftsrekorde an einem Tag
Die längeren Strecken liegen der Junioren-Europameisterin der vergangenen beiden Jahre über 200m Brust bekanntlich noch etwas besser. Bereits am Donnerstag stehen nun Vorlauf und Halbfinale über 100m Brust an (ab 08:30 Uhr beziehungsweise 17:00 Uhr im Livestream bei Eurovisionsport), das 200m-Rennen steigt erst zum JWM-Abschluss am Sonntag.
Mit neuem Meisterschaftsrekord und Landesrekord siegte Carlos D‘Ambrosio (ITA) über 200m Freistil in 1:45,15 Minuten, der Italiener war damit noch einmal sechs Hundertstel schneller als bei WM-Platz sechs in der offenen Klasse vor zwei Wochen in Singapur. Die weiteren Siege des Tages gingen an Mikhail Shcherbakov (NAB) über 200m Lagen (1:57,25 Minuten bedeuteten ebenfalls JWM-Rekord), John Shortt (IRL) über 100m Rücken (53,86), Audrey Derivaux (USA/Jahrgang 2009) über 200m Schmetterling (2:07,57), Charlotte Crush (USA) über 100m Rücken (59,52 Sekunden) und Peiqi Yang (CHN) über 800m Freistil (8:22,93). Gold über 4x100m Lagen erkämpfte sich zudem die Mixed-Staffel aus Japan (3:45,57).
Außerdem drückte die erst 16-jährige Rylee Erisman (USA) den JWM-Rekord über 100m Freistil in Vorlauf und Halbfinale um fast eine halbe Sekunde auf nun 53,09 Sekunden.
Gräfe mit zwei Rekorden beim JWM-Auftakt in Otopeni – Liebmann Siebter
Jeweils drei Medaillen erkämpften Lena Ludwig (SV Nikar Heidelberg) und Johannes Liebmann (SC Magdeburg) bei den Europameisterschaften der Junior*innen Anfang Juli in der Slowakei. Am Dienstag sorgten beide zusammen mit dem JEM-Dritten Jan Malte Gräfe (Potsdamer SV) nun auch für einen gelungenen Auftakt bei den Weltmeisterschaften der Junior*innen in Otopeni (ROU).
>> Alle JWM-Ergebnisse im Überblick
Sprintspezialist Gräfe glänzte am Dienstag mit zwei deutschen Jahrgangsrekorden über 100m Brust. Im Vorlauf unterbot der 18-Jährige seine sechs Wochen alte Bestmarke in 1:00,66 Minuten um gleich 0,33 Sekunden, im Halbfinale war er als Siebter in 1:00,61 noch einmal um fünf Hundertstel besser. Als Schnellster erreichte JEM-Sieger Filip Nowacki (GBR/59,24) das Finale am Mittwoch (ab 17:00 Uhr im Livestream bei Eurovisionsport).
Auch Lena Ludwig startet mit zwei Bestzeiten
Im ersten Finale der Titelkämpfe war Liebmann in 3:49,27 Minuten nur ganz knapp über seiner persönlichen Bestzeit über 400m Freistil geblieben. Anders als vor sechs Wochen reichte das diesmal aber nicht zu Silber, sondern brachte JWM-Rang sieben ein. Der unter neutraler Flagge startende Russe Grigorii Vekovishchev steigerte sich dagegen um weitere zwei Sekunden auf 3:46,64 und gewann damit wie bei der JEM die Goldmedaille, diesmal vor Landsmann Egor Babinich (3:47,57) und Haibo Xu (CHN/3:47,73). „Die Zeit ist ganz gut, aber bei der Platzierung erhoffe ich mir bei den weiteren Rennen noch mehr“, sagte Liebmann.
„Dass Johannes hier im Bereich der Bestzeit schwimmt, ist ein sehr gutes Zeichen für die kommenden Rennen über 800 Meter und 1500 Meter. Aber auch sonst war das hier ein starker WM-Auftakt für uns“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. Denn auch für Lena Ludwig begannen die Titelkämpfe in Rumänien mit zwei persönlichen Bestzeiten. Nach 31,43 Sekunden im Vorlauf und 31,35 im Halbfinale über 50m Brust steht die 18-Jährige damit als Achte im Finale am Mittwoch (ab 17:00 Uhr im Livestream bei Eurovisionsport). Hannah Schneider (Hofheimer SC) belegte zudem Rang 17 (32,12).
Der Sieg der 17-jährigen Argentinierin Agostina Hein über 400m Lagen mit neuem Meisterschaftsrekord von 4:34,34 Minuten – diese Zeit hätte bei der WM in Singapur bereits zu Rang sechs in der offenen Klasse gereicht – war nicht die einzige Überraschung in dieser Disziplin. Als Neunte verpasste die JEM-Zweite Noelle Benkler (SV Nikar Heidelberg/4:47,67) hier nämlich den Finaleinzug ebenso wie Leni von Bonin (Dresdner SC) auf Rang 13 (4:50,91). „Hier war die Aufregung heute wohl etwas zu groß, die Trainingsleistungen hatten ganz andere Zeiten erwarten lassen. Aber wir sind auch hier, um für die Zukunft möglichst viel zu lernen“, so Gooßes.
Der Doppelsieg über 400m Freistil blieb nicht das einzige Ausrufezeichen der neutralen Athleten aus Russland bei ihrer Rückkehr auf die internationale Bühne. Mit der Staffel über 4x100m Freistil sorgten Mikhail Shcherbakov (49,13), Roman Zhidkov (48,37), Egor Proshin (48,98) und Georgi Zlotnikov (48,90) in 3:15,38 Minuten auch noch für einen Junioren-Weltrekord.
