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Favoritensiege zum Start der neuen Bundesligasaison
Die neue Saison in der Wasserball-Bundesliga der Männer hat mit einigem Drama begonnen. Beim B-Gruppen-Derby zwischen Aufsteiger SV Cannstatt und dem SSV Esslingen erhielt ein Cannstatter Spieler in der 22. Minute einen Kopftreffer; er konnte zwar noch zurück zum Beckenrand schwimmen, wurde dort allerdings ohnmächtig. Der Notarzt musste eingreifen und das Spiel für eine halbe Stunde unterbrochen werden. Anschließend einigten sich beide Teams auf eine Fortsetzung der Partie. Robin Rehm besorgte dann eine halbe Minute vor dem Ende den Siegtreffer für Esslingen – es war die einzige Führung der Gäste im gesamten Spiel. Meister Waspo 98 Hannover startete mit einem souveränen Sieg in Ludwigsburg in die neue Spielzeit. Im Spitzenspiel zwischen dem ASC Duisburg und den Wasserfreunden Spandau 04 behauptete sich nach anfänglichen Schwierigkeiten letztlich doch der Rekordmeister. Alle Ergebnisse und Tabellen des 1. Spieltags:
Gruppe A |
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SV Ludwigsburg 08 | Waspo 98 Hannover | 9:21 (0:6, 2:5, 2:4, 5:6) |
ASC Duisburg | Wasserfreunde Spandau 04 | 8:14 (3:3, 3:2, 1:4, 1:5) |
OSC Potsdam | SG Neukölln Berlin | 16:9 (2:3, 5:2, 4:3, 5:1) |
Duisburger SV 1898 | White Sharks Hannover | 03. November 2024 |
Gruppe B |
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Düsseldorfer SC 1898 | SV Krefeld 1972 | 5:24 (1:9, 1:6, 1:4, 2:5) |
SV Cannstatt | SSV Esslingen | 14:15 (4:2, 5:4, 2:4, 3:5) |
SG Stadtwerke München | SVV Plauen | 6:9 (0:2, 3:3, 2:2, 1:2) |
SV Würzburg 05 | SV Bayer Uerdingen 08 | 17. November 2024 |
| Spiele | Punkte | Tore | Tordifferenz |
Gruppe A* |
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1. Waspo 98 Hannover | 1 | 3 | 21:9 | +12 |
2. OSC Potsdam | 1 | 3 | 16:9 | +7 |
3. Wasserfreunde Spandau 04 | 1 | 3 | 14:8 | +6 |
4. White Sharks Hannover | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
5. Duisburger SV 1898 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
6. ASC Duisburg | 1 | 0 | 8:14 | -6 |
7. SG Neukölln Berlin | 1 | 0 | 9:16 | -7 |
8. SV Ludwigsburg 08 | 1 | 0 | 9:21 | -12 |
Gruppe B* |
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1. SV Krefeld 1972 | 1 | 3 | 24:5 | +19 |
2. SVV Plauen | 1 | 3 | 9:6 | +3 |
3. SSV Esslingen | 1 | 3 | 15:14 | +1 |
4. SV Bayer Uerdingen 08 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
5. SV Würzburg 05 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
6. SSV Esslingen | 1 | 0 | 14:15 | -1 |
7. SG Stadtwerke München | 1 | 0 | 6:9 | -3 |
8. Düsseldorfer SC 1898 | 1 | 0 | 5:24 | -19 |
Bronzemedaillen in den Bundesligen gehen nach Duisburg und Bochum
Der ASC Duisburg hat in der Wasserball-Bundesliga der Männer wie im Vorjahr die Bronzemedaille geholt. Im zweiten Spiel um Platz drei setzen sich der Verein aus Nordrhein-Westfalen im eigenen Becken mit 13:7 gegen den OSC Potsdam durch; nachdem Duisburg auch schon das erste Spiel gewonnen hatte, entschied der ASCD damit auch die Serie im Modus „Best of Three“ mit 2:0 Siegen für sich. Im Duell um Platz fünf und damit um den letzten Startplatz im europäischen Wettbewerb in der kommenden Saison setzte sich der SV Ludwigsburg 08 mit 11:8 erneut gegen die White Sharks Hannover durch und beendete diese Serie damit ebenfalls glatt mit 2:0 Siegen.
München behauptet sich im ersten Abstiegsduell
Auch in der B-Gruppe durfte an Rhein und Wedau gejubelt werden. Denn im ersten Finale um den direkten Aufstieg in die A-Gruppe gelang dem Duisburger SV 1898 ein 14:9-Auswärtssieg beim SV Bayer Uerdingen 08. Duisburg hat nun am kommenden Wochenende gleich zwei Gelegenheiten, im eigenen Becken den Sprung unter die besten acht Teams des Landes perfekt zu machen. Aber auch der Verlierer dieser Serie bekäme in der Relegation noch eine weitere Chance, ebenso wie der Sieger des Duells um Platz elf zwischen dem SVV Plauen und dem SSV Esslingen. Die erste Begegnung zwischen diesen beiden Klubs war am Samstag heiß umkämpft, am Ende konnten sich die Plauener nur knapp mit 17:16 durchsetzen. In der Serie um Platz 13 zwischen dem SV Würzburg 05 und dem Düsseldorfer SC 1898 führen die Bayern nach einem 13:12 zum Auftakt mit 1:0.
Sogar erst im Fünfmeterwerfen wurde das Duell der beiden Vorjahresaufsteiger SG Stadtwerke München und SV Blau-Weiß Bochum entschieden. Mit 16:15 siegten am Ende die Münchener, für die Gian-Luca Haiden den entscheidenden Treffer besorgte. Bochum war nah dran am ersten Saisonsieg, doch nun droht den Blau-Weißen der direkte Wiederabstieg. Der Verlierer dieser Serie spielt nächste Saison definitiv wieder zweitklassig, der Gewinner nimmt im Juli am Aufstiegsturnier mit den Vertretern der Landesgruppen teil und könnte dort quasi im Nachsitzen noch den Verbleib im Oberhaus sichern.
Saisonende in der Bundesliga der Frauen
In der Bundesliga der Frauen geht die Bronzemedaille auch in diesem Jahr wieder an den SV Blau-Weiß Bochum. Nach dem Sieg im ersten Spiel um Platz drei gegen den SV Bayer Uerdingen 08 mussten die Bochumerinnen zwar zunächst den Serienausgleich hinnehmen – die Bayer-Frauen gewannen Spiel zwei mit 12:8. In der entscheidenden Partie hatte am Sonntag dann aber Bochum beim 9:7-Auswärtssieg das bessere Ende für sich. Uerdingen, das in den vergangenen Spielzeiten stets im Finale gestanden hatte, geht diesmal also leer aus. Platz fünf bei den Frauen sicherte der Eimsbütteler Turnverband, der auch das zweite Spiel gegen Waspo 98 Hannover mit 11:6 für sich entschied.
Potsdam bringt Spandau die erste Niederlage auf DSV-Ebene seit 14 Monaten bei
Seit 14 Monaten – seit März 2023 – hatten die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 auf nationaler Ebene nicht mehr verloren, erst vor Wochenfrist hatte der Rekordchampion zuletzt den DSV-Pokal gewonnen und steht in einer Woche auch im Final Four des Euro Cups. Die Generalprobe dafür ging allerdings gründlich daneben: Zum Auftakt der Halbfinalserie gegen den OSC Potsdam kassierten die Berliner am Wochenende eine überraschende 9:10-Niederlage und zogen damit zum ersten Mal überhaupt in einem Bundesligaspiel gegen den Brandenburger Klub den Kürzeren. Matija Zezelj gelang rund 70 Sekunden vor dem Schluss der viel umjubelte Siegtreffer für Potsdam, das damit in der Serie im Modus „Best of Three“ führt. Das zweite und ein mögliches drittes Spiel finden aufgrund des Europapokals erst in zwei Wochen am 25./26. Mai statt.
Auch das zweite Halbfinale zwischen dem ASC Duisburg und Waspo 98 Hannover war hart umkämpft, weil Duisburg einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand fast noch aufholen konnte. Am Ende aber setzte sich Waspo mit 8:6 durch und hat nun im heimischen Becken gleich zwei Matchbälle.
In den Play-offs um die Plätze fünf bis acht gewann der SV Ludwigsburg 08 das erste Spiel gegen die SG Neukölln Berlin mit 11:10. Das Duell zwischen den White Sharks Hannover und der SV Krefeld 72 wurde erst im Fünfmeterwerfen entschieden, das die Niedersachsen letztlich mit 14:13 für sich entschieden.
Top-Teams auch in der B-Gruppe unter Zugzwang
Auch in den Play-offs der B-Gruppe startete am Wochenende die zweite Runde. Für einige Teams geht es dort noch um den Aufstieg in die A-Gruppe, für die anderen um den Klassenerhalt. Den Sprung zurück unter die Top-Teams des Landes hat der SSV Esslingen im Visier, nach dem 11:10 gegen den Duisburger SV 98 führt man in der Serie mit 1:0. Gleiches gilt für den SV Bayer Uerdingen 08, der sich in einer torreichen Partie gegen den SVV Plauen mit 19:15 durchsetzte. Die beiden besten Mannschaften der regulären Saison – Duisburg und Plauen – stehen damit in zwei Wochen zu Hause unter Zugzwang.
Im Kampf um den Ligaverbleib gewann der SV Würzburg 05 das erste von maximal drei bayerischen Derbys gegen die SG Stadtwerke München mit 15:10. Am Sonntagabend siegte außerdem der Düsseldorfer SC 1898 mit 9:6 beim SV Blau-Weiß Bochum, der damit weiterhin auf seinen ersten Sieg in dieser Spielzeit warten muss.
Esslingens Frauen überraschen gegen Uerdingen
Mit einer Überraschung starteten auch die Halbfinals in der Wasserball-Bundesliga der Frauen, denn die letztjährigen Vizemeisterinnen vom SV Bayer Uerdingen 08 unterlagen in Spiel eins der Serie gegen den SSV Esslingen mit 8:11. Zur Halbzeit hatte Bayer noch knapp geführt (5:4), doch dann drehten die Gastgeberinnen in der zweiten Hälfte das Spiel und führten dort zeitweise ihrerseits mit bis zu vier Toren. Beste Torschützinnen beim SSV waren Mara Dzaja und Jamie-Julique Haas mit jeweils drei Treffern.
Waspo, Duisburg und Potsdam erreichen das Bundesliga-Halbfinale
Die Top vier im Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Wasserball steht fest. In den Viertelfinals setzten sich dabei jeweils die Favoriten durch – nachdem Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04 bereits am vergangenen Wochenende im Schnelldurchlauf die Vorschlussrunde klargemacht hatte, zogen jetzt auch der letztjährige Vizemeister Waspo 98 Hannover, der Hauptrunden-Dritte ASC Duisburg sowie der OSC Potsdam nach und ihrerseits mit glatten 2:0-Siegen ins Halbfinale ein. Hannover dominierte das zweite Spiel gegen die SG Neukölln Berlin und gewann deutlich mit 26:2; Potsdam schlug die White Sharks Hannover mit 11:6. Der ASC Duisburg war sogar gleich zweimal im Einsatz und ließ beim 26:13 und 21:9 gegen den SV Ludwigsburg 08 jeweils nichts anbrennen.
Im Halbfinale (ab 11. Mai) im Modus „Best of Three“ treffen die Duisburger nun auf Waspo Hannover, wobei die Niedersachsen als Zweiter der Hauptrunde Heimrecht besitzen. Im zweiten Semifinale kommt es zum Berlin-Brandenburg-Derby zwischen Spandau und Potsdam. In den Begegnungen zwischen den White Sharks und der SV Krefeld 72 sowie zwischen Ludwigsburg und Neukölln geht es ebenfalls ab 11. Mai um die Plätze fünf bis acht und um den Verbleib in der A-Gruppe der Bundesliga.
Uerdingen bezwingt München erst nach Fünfmeterwerfen
Packend verlief das Viertelfinale der B-Gruppe, gleich zweimal brauchte es hier ein entscheidendes drittes Spiel, ehe der Sieger feststand. Die SG Stadtwerke München forderte dem SV Bayer Uerdingen 08 alles ab, denn der letztjährige Aufsteiger gewann erst das zweite Spiel mit 11:10 und lag auch im dritten Aufeinandertreffen am Sonntag bis ins Schlussviertel hinein in Führung. Erst eine halbe Minute vor dem Ablauf der regulären Spielzeit konnte Uerdingen ausgleichen und hatte im Fünfmeterwerfen schließlich das glücklichere Ende für sich. Dénes Doriàn Lukács traf zum 15:14-Endstand, der bereits im ersten Spiel der Serie (ebenfalls 15:14 für Bayer) im Fünfmeterwerfen zum Helden geworden war.
Auch das Duell zwischen dem SSV Esslingen und dem Düsseldorfer SC 1898 ging ins dritte Spiel, dort setzten sich die Esslinger mit 12:7 durch. Zuvor hatte Düsseldorf am Samstag durch ein 10:9 die Serie vorerst ausgleichen können.
Glatt in zwei Siegen setzte sich der SVV Plauen gegen den SV Würzburg 05 durch, nach dem Auftaktsieg am vergangenen Wochenende ging auch die zweite Partie mit 11:9 an die Vogtländer. In der Serie zwischen dem Duisburger SV 98 und dem SV Blau-Weiß Bochum ist erst ein Spiel absolviert, das der Hauptrundensieger aus Duisburg mit 14:10 für sich entscheiden konnte – Djordje Tanaskovic traf hier gleich neun Mal. Spiel zwei folgt am Mittwoch (01. Mai), ein mögliches drittes Spiel wäre direkt einen Tag später am Donnerstag (02. Mai).
In den Halbfinals um den Aufstieg in die A-Gruppe (ab 11. Mai) misst sich Plauen nun mit Bayer Uerdingen, außerdem trifft Esslingen auf den Sieger zwischen Duisburg und Bochum. Der Verlierer dieses Duells wiederum spielt in den Play-offs um die Plätze 13 bis 16 (ebenfalls ab 11. Mai) gegen Düsseldorf, zudem kommt es dort zum bayerischen Aufeinandertreffen zwischen München und Würzburg.
Beide Spandauer Teams starten von Platz eins aus in die Play-offs
Zum Abschluss der Hauptrunde in den Wasserball-Bundesligen kam es in Berlin zum doppelten Gipfeltreffen. Bei den Männern empfing der Rekordmeister und Spitzenreiter Wasserfreunde Spandau 04 den Tabellenzweiten und ewigen Rivalen Waspo 98 Hannover, bei den Frauen spielten die ebenfalls top-platzierten Spandauerinnen als Meisterinnen von 2023 gegen die letztjährigen Vizemeisterinnen vom SV Bayer Uerdingen 08. Berlin gewann beide Spitzenspiele und startet damit in beiden Geschlechtern von der Poleposition aus in die bevorstehenden Meisterschafts-Play-offs ab 20. April (Männer) beziehungsweise 11. Mai (Frauen).
Spandaus Männer rangen Waspo nach hartem Kampf mit 9:8 nieder – Tamas Sedlmayer erzielte 33 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer für die Wasserfreunde, die in Nationalspieler Denis Strelezkij (vier Treffer) ihren besten Torschützen hatten. Hinter Spandau und Waspo stand der ASC Duisburg schon länger als Tabellendritter fest, zum Hauptrundenabschluss gewannen die Westdeutschen mit 19:12 gegen den SV Ludwigsburg 08. Jubeln durften zum Finale der regulären Saison außerdem die White Sharks Hannover, die durch das 9:8 beim OSC Potsdam Platz fünf sicherten und in den Play-offs nun erneut auf das Team aus der brandenburgischen Landeshauptstadt treffen, sowie die SV Krefeld 72, die durch ein 10:9 bei der SG Neukölln Berlin den ersten Saisonsieg einfuhr. In den Play-off der A-Gruppe kommt es damit im Modus „Best of Three“ zu folgenden Begegnungen:
Wasserfreunde Spandau 04 – SV Krefeld 72
Waspo 98 Hannover – SG Neukölln Berlin
ASC Duisburg – SV Ludwigsburg 08
OSC Potsdam – White Sharks Hannover
In der B-Gruppe startet der Duisburger SV 98 von Platz eins aus in die Play-off-Phase, in der dort auch die Abstiegsplätze ausgespielt werden. Am Wochenende bezwangen die Duisburger SV Bayer Uerdingen 08 mit 15:11, während Verfolger SVV Plauen beim 12:12 gegen den Düsseldorfer SC 1898 einen Punkt liegen ließ. Im Duell der beiden Aufsteiger gewann die SG Stadtwerke München mit 11:5 gegen Schlusslicht SV Blau-Weiß Bochum, dem somit als einziger Mannschaft beider Gruppen kein einziger Sieg in der Hauptrunde gelang. Der SSV Esslingen schlug den SV Würzburg 05 mit 14:13. Die Paarungen für die Play-offs (ebenfalls im Modus „Best of Three“) lauten demnach:
Duisburger SV 98 – SV Blau-Weiß Bochum
?SVV Plauen – SV Würzburg 05?
SV Bayer Uerdingen 08 – SG Stadtwerke München?
SSV Esslingen – Düsseldorfer SC 1898
Esslingen sichert sich im Hauptrundenfinale Rang drei bei den Frauen
Spandaus Frauen setzten mit Blick auf die Meisterschaft ebenfalls ein deutliches Statement. Das schon erwähnte Spitzenspiel gegen Uerdingen ging mit 19:7 sehr deutlich an die Gastgeberinnen, die damit sämtliche Hauptrundenspiele mit einem Gesamt-Torverhältnis von +202 gewinnen konnten. Nationalspielerin Gesa Deike traf gegen Bayer sechsmal und festigte damit ihre Führung in der Torschützinnenliste. Hinter Berlin und Uerdingen sicherte sich der SSV Esslingen Rang drei durch ein 23:10 gegen den Eimsbütteler Turnverband, als Vierter zog auch der SV Blau-Weiß Bochum (20:6 gegen Waspo 98 Hannover) ins Halbfinale ein. Dort kommt es – auch hier im Modus „Best of Three“ – zu folgenden Duellen:
Wasserfreunde Spandau 04 – SV Blau-Weiß Bochum
SV Bayer Uerdingen 08 – SSV Esslingen
Zweites Spiel, zweiter Sieg: Deutschlands Frauen erreichen die Überkreuzspiele
Es war ein hartes Stück Arbeit. Doch am Ende durften sich die deutschen Wasserballerinnen bei der EM in Eindhoven (NED) nicht nur über ihren zweiten Sieg freuen, sondern gleichzeitig auch über das vorzeitige Erreichen der Überkreuzspiele. Nach dem 12:10 (2:3, 4:4, 4:1, 2:2) gegen die Slowakei lebt der Traum vom Viertelfinale weiter. Durch diesen Erfolg hat das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) zudem schon jetzt mehr Siege auf dem Konto als bei den vergangenen Europameisterschaften 2022 in Split (CRO).
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Vor zwei Wochen waren beide Teams in der Vorbereitung schon einmal aufeinandergetroffen, damals siegte Deutschland beim Donau-Cup in Szentes (HUN) ebenfalls nur knapp mit 15:14, hatte dort aber über weite Strecken die Partie dominiert. Ganz anders diesmal: Im ersten Viertel lag das DSV-Team nicht einmal in Führung, die Slowakinnen dagegen gleich dreimal, die Anfang des zweiten Spielabschnitts dann sogar erstmals mit zwei Toren führten und kurz darauf sogar kurzzeitig mit drei Treffern. Zwei herrliche Treffer von Belén Vosseberg und Jamie-Julique Haas jeweils aus zentraler Position und mit dem Rücken zum Tor sowie weitere Treffer von Ira Deike und erneut Vosseberg ließen Deutschland bis zur Halbzeit aber wieder bis auf 6:7 herankommen. Letztere war mit vier Toren auch insgesamt die erfolgreiche Torjägerin im DSV-Team.
Den Schwung dieses Zwischenspurts nahmen die Deutschen auch in die zweite Hälfte mit. Nachdem dort zunächst erneut die Slowakei traf, erzielte anschließend die DSV-Auswahl gleich vier Tore in Folge, zwei davon durch die junge Sinia Plotz, und ging dementsprechend mit einer Zwei-Tore-Führung ins Schlussviertel.
„Nach den ersten zwei, drei Minuten sind wir ohne Grund nervös geworden und haben dann im Angriff die falschen Entscheidungen getroffen. Zur Halbzeit haben wir uns gesagt: Jetzt oder nie! Wir müssen unsere Einstellung ändern, und genau das haben wir getan“, sagte Co-Trainer Georgios Triantafyllou. Doch es blieb bis zuletzt spannend. Die Slowakinnen – EM-Zwölfte von 2022 – glichen erneut aus und hatten danach sogar die Chance zur Führung – der Ball blieb jedoch um wenige Zentimeter vor der Torlinie. Erst Kapitänin Gesa Deike brach schließlich den Bann mit einem erfolgreichen Wurf aus der Distanz, ehe erneut Plotz 40 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung besorgte. Sehr zur Freude der zahlreichen deutschen Fans auf der Tribüne, die den kurzen Weg über die Grenze gefunden hatten.
Im anderen Spiel der Gruppe gewann Großbritannien mit 19:6 gegen Bulgarien und steht ebenfalls vorzeitig in den Überkreuzspielen. Am Sonntagmittag (13:30 Uhr) spielen die Britinnen gegen Deutschland um den Gruppensieg und die beste Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf. „Wir sehen ja beim Fußball, dass Spiele zwischen Deutschland und England immer sehr intensiv sind, das ist beim Wasserball nicht anders. Wir müssen alles geben, um Erste zu werden“, so Triantafyllou.
Neukölln gelingt wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt
Acht Männerteams spielen in der A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga, das letztplatzierte wird am Ende der Saison jedoch den bitteren Gang in die B-Gruppe antreten müssen. Im Kampf um den Klassenerhalt hat die SG Neukölln Berlin nun einen Big Point gelandet: Gegen den SV Ludwigsburg 08 – immerhin Europapokalteilnehmer – gewannen die Berliner, bislang Tabellenletzter, am Wochenende gleich mit 15:6. Maximilian Sturz, Philipp Gottfried und Aly Mohamed Elaassar trafen je dreimal für den Hauptstadtklub, der sich im Tor zudem auf die starken Paraden von Nikoloz Shubladze verlassen konnte.
Neues Schlusslicht ist damit nun Aufsteiger SV Krefeld 1972, der beim Deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 beim 4:28 chancenlos war. Auf der Gegenseite trafen sämtliche Feldspieler in Reihen der Berliner mindestens einmal. Für Spandau war es das erste Spiel nach dem Trainerwechsel: Unter der Woche hatte der Klub seinen bisherigen Coach Athanasios Kechagias freigestellt, für ihn hat nun der Serbe Vladimir Markovic übernommen, der auch als Co-Trainer für das deutsche Nationalteam der Männer fungiert. Trotz des Kantersieges sind die Wasserfreunde in der Tabelle weiterhin Zweiter, ganz vorne liegt nach wie vor Pokalsieger Waspo 98 Hannover, der mit 11:6 beim OSC Potsdam gewinnen konnte. Dritter bleibt der ASC Duisburg nach einem knappen 10:9-Auswärtssieg bei den White Sharks Hannover. Am kommenden Wochenende (25. November) kommt es dann zum Abschluss der Hinrunde zum Spitzenspiel zwischen Waspo und Spandau.
In der B-Gruppe sucht der SSV Esslingen weiter seine Form. Der Absteiger aus der A-Gruppe der vergangenen Saison verlor auch beim SV Bayer Uerdingen 08 mit 10:11 und kassierte damit im dritten Spiel schon die dritte Niederlage – Esslingen ist damit weiterhin punktlos und bleibt Tabellenletzter. In den weiteren Begegnungen gewann der SVV Plauen gegen Aufsteiger SV Blau-Weiß Bochum mit 19:11, und auch der zweite Neuling SG Stadtwerke München unterlag zu Hause mit 4:10 gegen den Duisburger SV 98.
Erneuter Kantersieg für Spandaus Frauen
In der Bundesliga der Frauen haben die Wasserfreunde Spandau 04 ihre bislang so dominante Saison fortgesetzt, die amtierenden Deutschen Meisterinnen feierten beim 30:5 gegen Waspo 98 Hannover ein weiteres Schützenfest – Elena Ludwig war mit acht Treffern beste Torschützin. Auch die Vizemeisterinnen der vergangenen Saison vom SV Bayer Uerdingen 08 hielten sich schadlos und holten mit 10:7 beim SV Blau-Weiß Bochum den vierten Sieg im vierten Spiel. Außerdem gewann der SSV Esslingen mit 11:10 beim Eimsbütteler Turnverband. Auch bei den Frauen steht am nächsten Spieltag mit der Begegnung zwischen Spandau und Uerdingen das Topspiel an, hier allerdings erst in zwei Wochen am 02. Dezember.
Hannover und Spandau im Gleichschritt an der Spitze – erster Punkt für Bochum
Waspo 98 Hannover und die Wasserfreunde Spandau 04 dominieren weiter in der Wasserball-Bundesliga der Männer. Die beiden Topklubs gewannen am Wochenende in der A-Gruppe jeweils auch ihr viertes Saisonspiel souverän – Spitzenreiter Waspo mit 23:8 bei der SV Krefeld 72, Spandau mit 20:10 gegen die White Sharks Hannover. Dem Führungsduo auf den Fersen bleibt der ASC Duisburg, der sich mit 21:6 gegen Schlusslicht SG Neukölln Berlin durchsetzte – die Berliner sind damit in der laufenden Spielzeit ebenso wie Krefeld noch ohne Punkt. Deutlich spannender verlief die Partie zwischen dem SV Ludwigsburg 08 und dem OSC Potsdam: Mehrfach wechselte die Führung hin und her, der Siegtreffer zum 13:12 für die Potsdamer durch Lu Meo Ulrich fiel erst drei Sekunden vor dem Abpfiff.
Eine Überraschung gab es in der B-Gruppe der Bundesliga, wo Absteiger SSV Esslingen mit dem 7:8 gegen den Düsseldorfer SC 1898 bereits die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel hinnehmen musste und damit aktuell am Tabellenende festhängt. Aufsteiger SV Blau-Weiß Bochum feierte mit dem 12:12 beim SV Bayer Uerdingen 08 seinen ersten Punktgewinn im Oberhaus, während der zweite Aufsteiger SG Stadtwerke München nach dem Auftaktsieg am vergangenen Wochenende diesmal mit 6:11 im bayerischen Derby beim SV Würzburg 05 den Kürzeren zog.
Waspo auch im Euro Cup gegen den Spitzenreiter erfolgreich
Auch im Euro Cup wurde in dieser Woche mit deutscher Beteiligung gespielt. Bei den Männern war Waspo Hannover am Donnerstag nach zuvor zwei Niederlagen schon unter Zugzwang und musste das Heimspiel gegen VK Sabac Elixier (SRB) unbedingt gewinnen, um die Chancen auf das Weiterkommen zu wahren. Das gelang der Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer, mit 12:6 entschieden die Niedersachsen das Duell mit dem Tabellenführer der Gruppe deutlich für sich. In der ersten Halbzeit kassierte Waspo keinen einzigen Gegentreffer und konnte so schon bis zur Pause vorentscheidend auf 6:0 davonziehen. „Um eine stabile Abwehr mit einem starken Felix Behnke im Tor haben wir das ganze Spiel konzentriert und sicher gespielt. Wir haben unsere Chancen genutzt und verdient auch in dieser Höhe gewonnen“, lobte Seehafer. Bester Torschütze bei Hannover war Andrija Basic mit fünf Treffern.
Im Euro Cup der Frauen unterlagen die Deutschen Meisterinnen von den Wasserfreunden Spandau zuhause mit 8:11 gegen Pallanuoto Trieste (ITA). Zur Halbzeit hatte Berlin noch mit 6:5 geführt, doch in der Folge drehten die Gäste das Spiel. Bis zum letzten Viertel zogen die Italienerinnen bis auf 10:7 davon und bleiben damit das einzige noch verlustpunktfreie Team im Wettbewerb. Anne Rieck, Gesa Deike und Emmerson Joy Houghton trafen je zweimal für Spandau.
Längst ein Klassiker: Start der Finalserie zwischen Spandau und Uerdingen
Man darf wohl inzwischen von einem Klassiker sprechen: Zum mittlerweile vierten Mal in Folge bestreiten die Wasserfreunde Spandau 04 und der SV Bayer Uerdingen 08 die Finalserie in der Wasserball-Bundesliga der Frauen – das Duell hat längst Kultcharakter, vergleichbar wie jenem zwischen Spandau und Waspo 98 Hannover bei den Männern. „Die Spiele gegen Spandau sind immer spannend“, meinte Uerdingens Greta Tadday vor dem Auftaktmatch an diesem Samstag.
Dass ihre Mannschaft in der Vorschlussrunde gegen den SV Blau-Weiß Bochum deutlich mehr kämpfen musste als die Spandauerinnen in ihrem Halbfinale gegen den Eimsbütteler Turnverband, sieht Tadday vielleicht sogar als Vorteil: „Wir sind jetzt schon im Wettkampfmodus“, sagte sie. „Wir haben zuletzt öfter gegen Spandau verloren als gewonnen, deshalb wird das eine große Herausforderung. Aber wir sind alle hochmotiviert und haben noch eine Rechnung mit ihnen offen.“ 2019 und 2021 setzten sich die Berlinerinnen jeweils mit 2:1 Siegen durch, im vergangenen Jahr dann glatt mit 2:0 Siegen, die Saison 2020 war wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden.
In dieser Spielzeit trafen beide Klubs bislang viermal aufeinander: Beim Supercup setzten sich Anfang Dezember die Wasserfreunde durch (12:9), im März dann auch im Pokalfinale mit 14:9 – der Hauptstadtklub greift also erneut nach dem Double. In der Bundesliga gewannen beide Teams je einmal – Uerdingen das Hinspiel mit 10:9, Spandau dann das Rückspiel mit 10:4. „Wenn wir das abrufen, was wir können, sind wir sicher die Favoritinnen, aber man sollte Bayer nie unterschätzen“, sagte Berlins Nationalspielerin Emma Koch. In einer Serie im Modus „Best of Three“ sei es sehr wichtig, direkt das erste Spiel in Uerdingen zu gewinnen: „Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen für die Heimspiele. Bei einer Niederlage im ersten Spiel würde der Druck dagegen deutlich größer werden.“
Zusätzlich motiviert haben dürfte die Spandauerinnen auch der Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch die Männer des Klubs vor einer Woche. 2019 holten die Frauen und Männer der Wasserfreunde schon einmal beide Titel nach Berlin, in diesem Jahr könnte sich die Geschichte nun wiederholen. „Das ist immer etwas Besonderes, wenn zwei Teams eines Vereins den Titel gewinnen können“, so Koch. Mit einem Erfolg gegen Uerdingen wollen sie und ihre Mitspielerinnen Berlin endgültig zur diesjährigen Wasserballhauptstadt machen.
Die Finaltermine im Überblick:
27. Mai, 16:00 Uhr: SV Bayer Uerdingen 08 – Wasserfreunde Spandau 04
03. Juni, 16:00 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer Uerdingen 08
04. Juni, 12:30 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer Uerdingen 08 (falls nötig)
Spandaus Männer im Finale, Spandaus Frauen sind Hauptrundensiegerinnen
Das Finale um die Deutsche Meisterschaft im Wasserball ist komplett. Nach Titelverteidiger Waspo 98 Hannover hat auch Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 die Endspielserie erreicht. Die Berliner gewannen auch ihr zweites Halbfinalspiel gegen die White Sharks Hannover mit 15:6 – Bilal Gbadamassi war mit vier Treffern bester Torschütze bei den Siegern, auf der Gegenseite glänzte Max Spittank im Kasten mit starken Paraden. Nachdem Spandau bereits die erste Partie mit 26:5 für sich entschieden hatte, ging die Serie im Modus „Best of Three“ glatt mit 2:0 Siegen an den Hauptstadtklub. Spiel eins der Finalserie ist jetzt für den 17. Mai terminiert. Die Serie um Platz drei zwischen den White Sharks und dem ASC Duisburg startet bereits am 12. Mai.
In den Platzierungsspielen siegte der SV Ludwigsburg 08 beim SV Krefeld 1972 mit 14:10 und entschied die Serie gegen den frischgebackenen A-Gruppen-Aufsteiger ebenfalls mit 2:0 für sich. Die Ludwigsburger treffen nun im Spiel um Platz fünf auf den OSC Potsdam, der Sieger dieses Duells qualifiziert sich dann sogar noch für den Europapokal.
Knappe Ergebnisse in den Play-offs der B-Gruppe
Play-offs werden auch in der B-Gruppe gespielt, um dort noch die finalen Platzierungen zu ermitteln und auch den dritten direkten Absteiger beziehungsweise den Teilnehmer an der Relegation. In den Halbfinals um die Plätze neun bis zwölf gewannen in den ersten Spielen jeweils die Auswärtsteams, wenn auch immer nur knapp. A-Gruppen-Absteiger SV Esslingen setzte sich beim SV Würzburg 05 mit 9:7 durch, der Duisburger SV 1898 siegte beim SV Bayer Uerdingen 08 mit 15:13.
In den Abstiegs-Play-offs ging es ebenfalls eng zu. Hier gewann der SV Weiden 1921 mit 16:15 gegen den SVV Plauen. Cedrik Zupfer erzielte den Siegtreffer, Sean Ryder war mit fünf Toren insgesamt bester Mann bei den Weidenern.
Frauen: Halbfinalpaarungen für die Play-offs stehen fest
In der Bundesliga der Frauen ist die Vorrunde nun ebenfalls abgeschlossen. Als Hauptrundensiegerinnen gehen die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 in die Play-offs, die ihre beiden Spiele am Wochenende gegen den SV Blau-Weiß Bochum mit 23:4 und 27:3 gewinnen und sich damit in der Tabelle noch am SV Bayer Uerdingen 08 vorbei auf Platz eins schieben konnten. In beiden Partien war Ira Deike mit jeweils acht Treffern die erfolgreichste Torschützin.
Bochum war am langen Wochenende sogar noch ein drittes Mal im Einsatz, am Montag siegten die Blau-Weißen zum Abschluss der Hauptrunde mit 10:8 beim SSV Esslingen. Das Play-off-Ticket hatten sie aber schon vorher gelöst. In der Vorschlussrunde kommt es dort nun zum Duell mit den Uerdingerinnen, im zweiten Halbfinale treffen Spandau und der Eimsbütteler Turnverband aufeinander. Es sind exakt die gleichen Paarungen wie schon im Vorjahr im Halbfinale. Damals setzten sich Spandau und Uerdingen jeweils mit 2:0 Siegen durch und sind auch diesmal wieder favorisiert.
