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Streckenfolge für die DJM im Mai veröffentlicht
Bei den Mitarbeiter*innen der Abteilung Wettkampfsport Schwimmen herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. In der Hoffnung auf einen günstigen Pandemieverlauf wird für die kommenden Monate die Durchführung von möglichst vielen Wettkämpfen und Meisterschaften im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) vorbereitet.
Zwei Wochen nach Ostern ist Berlin bekanntlich erst einmal Schauplatz der DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen (16. – 18. April), doch Abteilungsleiter Tjark Schroeder und seine Kolleg*innen haben ja nicht nur die Top-Kader im Blick. Ebenfalls in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) sollen daher vom 26. – 30. Mai dann auch die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen (DJM) ausgetragen werden. Hierfür wurde zur besseren Planung und Vorbereitung nun sogar schon die Streckenfolge festgelegt und veröffentlicht, die offizielle Ausschreibung folgt noch. „Wir freuen uns, wenn auch im Nachwuchsbereich ein klares Ziel für Motivation sorgt“, erklärte Bundestrainer Hannes Vitense. „Natürlich wissen wir, dass sich die Trainingsmöglichkeiten aufgrund der Pandemieverordnungen in den einzelnen Bundesländern teilweise sehr stark unterscheiden. Aber hier hilft es nicht zu zaudern, in dieser Situation ist in allen Bereichen die größtmögliche Flexibilität gefragt.“
>> Die Streckenfolge der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen (DJM)
Die DJM bilden zudem den Auftakt der großen Schwimmsportwochen in der Hauptstadt. Denn nur drei Tage später folgen im Rahmen von „DIE FINALS 2021“ dann auch die Deutschen Meisterschaften Schwimmen (03. – 06. Juni). Und auch die Wasserspringer*innen sind erstmals Teil dieses erfolgreichen Multisportevents und beginnen ihre Titelkämpfe mit der endgültigen Vergabe der Startplätze für die Olympischen Spiele in Tokio sogar schon zwei Tage eher.
Und auch für die jüngsten Wettkampfschwimmer*innen soll es ein Angebot vom DSV geben. Die Deutschen Meisterschaften im Schwimmmehrkampf (SMK) werden dieses Jahr für die Jahrgänge 2009 und 2010 ausgetragen und sind vom 18. – 20. Juni 2021 geplant. Der Austragungsort wird kurzfristig bekannt gegeben. Den Abschluss des ersten Halbjahres bilden dann die Deutschen Freiwassermeisterschaften vom 24. – 26. Juni in Münster, hierfür wurde bereits die Ausschreibung veröffentlicht.
Nach dem Olympiasommer geht es auf nationaler Ebene dann vom 23. – 26. September mit den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) weiter. Auch hier steht der Austragungsort bislang noch nicht fest. Klar ist allerdings, dass es in diesem Jahr nicht die Berliner SSE sein wird.
Nominierungskriterien für Universiade 2021 veröffentlicht
Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) hat nach enger Abstimmung mit dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) die Nominierungsrichtlinien für die Summer World University Games (SWUG) in Chengdu (CHN) verabschiedet. Die als Universiade bekannt gewordene Veranstaltung findet vom 16. - 27. August 2021 statt.
>> Die Nominierungskriterien für die Universiade 2021
Interessierte Student*innen der Jahrgänge 1996 bis 2003 müssen bei Erfüllung aller Voraussetzungen (u.a. DSV-Mitgliedschaft und Nada-Testpool sowie Teilnahme an den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Mai) bereits bis zum 31. März ihre Ambitionen hierfür offiziell beim adh anmelden. Die geforderten Normzeiten können dann bis 27. Juni 2021 erfüllt werden.
„Ich freue mich über die konstruktive Zusammenarbeit mit den adh-Disziplinchefs Dorothea Brandt und Hans-Peter Gratz, die dank ihrer eigenen Erfahrungen im Schwimmsport natürlich auch wissen, worauf es hierbei ankommt“, erklärte Bundestrainer Hannes Vitense. „Für jene Talente, für die die Olympischen Spiele auf ihrem Karriereweg noch zu früh kommen, sind diese Studenten-Spiele eine wunderbare Möglichkeit, internationale Wettkampferfahrungen auf hohem Niveau zu sammeln, von der sie später profitieren können. Daher hoffen wir sehr, dass nach der langen Wettkampfpause wegen Corona die Austragung der Universiade tatsächlich möglich sein wird.“
Kick-off-Meeting bei Zoom am 15. Februar
„Ich habe früher selber zweimal an Universiaden teilgenommen und weiß daher um die Bedeutung. Auch solchen Athlet*innen, die das Olympiaticket womöglich ganz knapp verpasst haben, kann eine solche Veranstaltung neue Motivation schenken“; erklärte Dorothea Brandt. Auch kann man eine Karriere so richtig in Schwung bringen mit Siegen unter Studierenden: Britta Steffen gewann bei der Universiade 2007 in Bangkok zweimal Gold über 50 und 100m Freistil und wiederholte die Siege ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Peking. Sarah Köhlertriumphierte 2017 in Taipeh, also bevor sie dann Kurzbahn-Europameisterin, WM-Zweite und Weltrekordlerin wurde.
Natürlich ist die Austragung der Summer World University Games abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung, die chinesischen Organisatoren geben sich bisher optimistisch. Der zuständige Weltverband FISU wird eine wegweisende Entscheidung wohl nicht vor April treffen und sich vermutlich auch am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dessen Entscheidungen zu Tokio 2021 orientieren. Für weitere Nachfragen stehen die Diszplinchefs Dorothea Brandt und Hans-Peter Gratz aber bereits am 15. Februar ab 20:00 Uhr bei einem Kick-off-Meeting via Zoom zur Verfügung. Die Anmeldung zu diesem Meeting kann via Mail an dc-schwimmen@adh.deerfolgen.
Deutschlands Schwimmsport trauert um Dr. Martin Grieß
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) trauert um Dr. Martin Grieß, der am Sonntag plötzlich und unerwartet im Alter von 57 Jahren verstorben ist. Unser Beileid und Mitgefühl gelten seiner Frau Jutta und der gesamten Familie.
Der Zahnarzt aus Lippstadt war als leidenschaftlicher Netzwerker im und für den Schwimmsport bekannt. Bis zuletzt schwamm er im Masters-Bereich aktiv selber, aber auch im Ehrenamt für die Verbandsentwicklung und als privater Förderer hat er sich immer für seinen Sport eingesetzt. „Fragt nicht was der DSV für euch tun kann, sondern tut es selbst!“, formulierte er dabei gern als Motto. Grieß wollte dem Schwimmsport immer etwas zurückgeben für das, was er ihm selber gegeben hat.
Viele Bundeskader-Athlet*innen hat Martin Grieß auf ihrem Karriereweg daher als persönlicher Förderer unterstützt, unter anderem auch Sarah Köhler, Philip Heintz, Marco di Carli oder Jan-Philip Glania. „Martin war für mich viel mehr als ein Sponsor, er war Mentor und Freund. Ich bin unendlich traurig und geschockt, Menschen mit so viel Herzblut für den Schwimmsport gibt es leider nicht oft. Mit seiner Lebensfreude und seinem Tatendrang wird er uns allen sehr fehlen“, sagte Glania. Der zweimalige Olympiateilnehmer ist inzwischen selber Zahnarzt geworden.
Zuletzt hatte Dr. Grieß die Idee verfolgt, eine Verabschiedungszeremonie für das aktuelle Olympia-Schwimmteam des DSV zu organisieren. Ihm war dabei immer wichtig, die heutige Generation mit der ehemaligen zusammenzubringen, um sich gegenseitig zu motivieren und bei Bedarf auch unterstützen zu können. Leider ließ sich dieses Projekt aufgrund der Coronavirus-Pandemie samt Verschiebung der Olympischen Spiele nicht mehr umsetzen. „Ich bin sehr traurig. Mit Martin verliert unser Verband einen Mann mit einer Vision. Nämlich der, dass jeder seine Stärken für die Gemeinschaft einbringt. Am besten gedenken wir ihm, indem wir seinen Ansatz weiterverfolgen“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense.
DSV verlängert Kooperation mit japanischer Stadt Kumamoto
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) setzt seine bewährte Kooperation mit der japanischen Stadt Kumamoto auch im Olympiajahr 2021 fort. Kazufumi Onishi als Oberbürgermeister der 750.000-Einwohner-Metropole und Thomas Kurschilgen, Direktor Leistungssport, haben die bestehende Kooperationsvereinbarung zu Jahresbeginn verlängert. Sie beinhaltet eine Zusammenarbeit im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio 2021 (23. Juli - 08. August) und auch die Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaften 2022 (13. - 29. Mai) in Fukuoka.
Bereits im Jahr 2019 hatte sich das DSV-Team im Schwimmen in Kumamoto auf die bekanntlich sehr erfolgreich bestrittenen Weltmeisterschaften in Gwangju (Südkorea) vorbereitet, die Sportler*innen um Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock waren beeindruckt von der professionellen Organisation und der unvergleichlichen Gastfreundschaft der japanischen Gastgeber*innen. Aufgrund der guten Erfahrungen werden im kommenden Sommer nun wieder große Teile der Olympiamannschaft die besonderen Bedingungen in Kumamoto im Zeitraum vom 09. - 24. Juli 2021 nutzen, um dann von hier aus direkt nach Tokio weiterzureisen.
Die Stadt Kumamoto stellt dem DSV dafür die alleinige Nutzung des Schwimmleistungszentrums und einen täglichen Shuttle-Service zur Verfügung. Die Unterbringung – nahe gelegen zum Schwimmzentrum – wird die aktuelle Pandemie-Situation berücksichtigen und der Nationalmannschaft eine Bubble-Konstellation ermöglichen. Für das Athletik-, Krafttraining und adäquate Regenerationsmaßnahmen sind über das Teammanagement des DSV die logistischen Prozesse des Gerätetransports bereits eingeleitet worden. Auch werden wieder ernährungsphysiologische Abstimmungen zwischen dem Hotel in Kumamoto und den Spezialist*innen im DSV erfolgen.
„Wir sind erneut zu Gast bei sehr guten Freunden in Japan. Mit ihrer großen Hilfsbereitschaft, ihrer Freundlichkeit und einer perfekten Rundumbetreuung ermöglichen sie der DSV-Nationalmannschaft sicher eine optimale und sichere Vorbereitung auf die Spiele in Tokio“, sagte Thomas Kurschilgen. Auch Bundestrainer und Team-Chef Bernd Berkhahn ist sehr froh über diese Planungen auf der Road to Tokyo: „Eine gelungene Akklimatisierung ist für unsere Athlet*innen ein wichtiger Faktor vor dem jeweiligen Jahreshöhepunkt, um die im Jahresverlauf vorbereitete Leistungsfähigkeit dann auch vollständig abrufen zu können. Aufgrund der guten Erfahrungen im Vorfeld der erfolgreichen WM 2019 kehren wir sehr gern nach Kumamoto zurück.“
Timo Barthel und Jaden Eikermann erkämpfen Olympia-Quotenplatz vom Turm
Das war definitiv nichts für schwache Nerven, doch am Ende konnten Deutschlands Wasserspringer*innen jubeln. Bei den Weltmeisterschaften in Doha (QAT) haben Timo Barthel (SV Halle) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) im Turm-Synchronspringen den siebten Platz belegt und damit einen Quotenplatz bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) erkämpft, bei denen inklusive Gastgeber Frankreich in dieser Disziplin nur acht Paare antreten dürfen. Der Titel ging wie erwartet an China mit Lian Junjie/Yang Hao (470,76) vor Großbritannien (422,37) und der Ukraine (406,47).
Die entscheidende Phase des Wettkampfs wurde dabei zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle. In der fünften und damit vorletzten Runde hatte es für die Deutschen beim 3,5-fachen Auerbachsalto einige Abzüge gegeben, dennoch reichte es noch zum Happy End. Denn mit einem tollen zweieinhalbfachen Salto samt eineinhalb Schrauben im sechsten und letzten Sprung kamen Barthel und Eikermann noch auf 373,71 Zähler und zogen im entscheidenden Moment ganz knapp an Nordkorea (372,96) vorbei, das im finalen Durchgang plötzlich das große Flattern bekam.
“Das war verdammt knapp, meine Erleichterung ist auf jeden Fall groß”, sagte Eikermann. Der 18-Jährige hatte lange auf seinen ersten WM-Einsatz warten müssen. Doch am Ende sprang dabei ein Ergebnis heraus, das um zwei Plätze besser ist als noch 2023 in Fukuoka (JPN). Auch dank der Entspannungsmusik, die er zwischen den Sprüngen auf seinen Kopfhörern anhörte, bekam Eikermann seine Nerven dann in den Griff: “Ich muss mich ein bisschen beruhigen, weil die Aufregung sehr groß ist. Ich war mir bis zum letzten Sprung des Wettkampfes nicht sicher, ob es reicht oder nicht. Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass Nordkorea uns noch schlägt, wir hatten das Glück, dass es jetzt nicht mal ein ganzer Punkt war, der uns geholfen hat, den Quotenplatz zu holen.”
Der neun Jahre ältere Barthel schwor dagegen auf Deutsch-Rap: “Ich singe immer mit und hoffe, dass es kein anderer mitbekommt. So motiviere ich mich von Sprung zu Sprung und gebe alles”, verriet der Einzel-Europameister. In Doha wendete er noch einen weiteren Trick an. Er suchte sich auf der Tribüne eine Person aus, die er zwischendurch dann immer wieder anschaute: “Normalerweise ist meine Familie dabei und unterstützt mich, hier in Doha jetzt nicht. Ich bilde mir dann einfach ein, dass sie da sitzen, mir zugucken und mich anfeuern.”
Viel Anfeuerung und Zuspruch für Barthel und Eikermann wird es nach diesem Ergebnis nun aber auf jeden Fall auch beim World Aquatics Diving World Cup in Berlin geben, vom 21. – 24. März trifft sich die komplette Weltelite dort schon bald zum nächsten Kräftemessen.
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In der Heimat kann dann auch Bundestrainer Christoph Bohm wieder gelassener sein, in Doha war ihm die Erleichterung im Anschluss an den WM-Krimi deutlich anzumerken: “Es war todesanstrengend”, gestand der Berliner. “Ich habe ehrlich gesagt am Ende nicht mehr dran geglaubt, weil die Nordkoreaner einen relativ einfachen Sprung gemacht haben und normalerweise ziehen die den weg. So ein Geschenk am Ende nehmen wir an. Wir sind einfach glücklich.”
Doppelte Frauen-Power vom 3m-Brett
Ähnlich erfreulich war bereits der Vormittag mit dem Vorkampf vom 3m-Brett der Frauen verlaufen. Hier sicherten sich Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898) mit 286,65 Punkten als Elfte und Lena Hentschel (Berliner TSC) mit 267,45 Zählern als Zwölfte nicht nur den Einzug ins Halbfinale am Freitag (ab 08:00 Uhr MEZ im Livestream auf Eurovisionsport), sondern vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung durch den Weltverband World Aquatics auch schon die angestrebten Startplätze für die Olympischen Spiele. Mit den beiden Deutschen kamen nämlich zum größten Teil Aktive in die nächste Runde, deren Länder bereits Quotenplätze für Olympia gesichert hatten, die Deutschen können im Qualifikations-Ranking damit theoretisch nicht mehr von anderen überholt werden.
In Jubelstürme wollte Bundestrainer Christoph Bohm trotzdem noch nicht verfallen. “Rechnerisch sieht es damit auf jeden Fall gut aus für Paris, wir möchten jetzt lieber erst einmal die Spannung halten und morgen dann möglichst auch zwei Finalplätze sichern. Dann ist Olympia komplett safe. Möglich ist das, aber es wird dann noch mal ein anderes Niveau gefordert sein und wir brauchen dann noch ein, zwei Highlights”, sagte Bohm. “Und die Olympiaqualifikation feiern können wir immer noch, wenn wir nach der WM dann alles auch offiziell schwarz auf weiß haben.”
Der Vorkampf mit 53 Springerinnen, den Maddison Keeney (AUS/304,45) als Punktbeste abschloss, dauerte diesmal gut dreieinhalb Stunden. Die ungewohnte Länge war für viele eine echte Herausforderung in Sachen Konzentration. “Heute haben sehr viele Nerven gezeigt, auch etablierte Springerinnen wie die Chinesinnen. Die sind ja eigentlich immer wie ein Uhrwerk, aber beide haben einen Fehler gemacht. Deswegen sind wir erstmal froh über unsere Platzierung”, so Bohm. Es könne sehr hilfreich sein, dass die deutschen Frauen zu zweit ins Halbfinale gehen und dort dann auch direkt hintereinander springen werden. “So kann man sich nochmal ein bisschen gegenseitig supporten, hat die gleiche Vorbereitung zeitlich gesehen – das ist cool, dann ist das nochmal eine andere Dynamik”, erklärte der Bundestrainer, der bei dieser Gelegenheit auch noch einmal auf den “krassen Teamgeist” in der Mannschaft des DSV verwies.
“Ich bin mit der Platzierung auf jeden Fall zufrieden”, meinte Oettinghaus, die nervenstark ihre letzten beiden Sprünge besonders gut ins Wasser gebracht hatte. Der Einzug in WM-Finale der besten zwölf Springerinnen ist nun natürlich das nächste Ziel für die Sächsin: “Meine Sprünge sind ausbaufähig, aber wenn ich jetzt im Halbfinale ein bisschen ruhiger und entspannter bin und nicht mehr diesen Druck habe, dann denke ich, dass ich die Platzierung bestätigen kann oder sogar noch ein bisschen mehr drin ist.” Ähnlich sah es Hentschel: “Das war noch nicht unser Bestes, aber das vordergründige Ziel Top zwölf haben wir schon mal erreicht. Morgen greifen wir mit frischer Kraft dann noch mal an – und ich freue mich sehr, dass wir es gemeinsam tun.”
Spandaus Wasserballerinnen verteidigen den Titel und feiern erneut das Double
Die beeindruckende Erfolgsserie der Wasserfreunde Spandau 04 geht weiter. Am Sonntag sicherten sich die Wasserballerinnen aus der Hauptstadt ihren inzwischen siebten Titel in Folge und damit auch in dieser Saison wieder einmal das Double aus Meisterschaft und DSV-Pokal. Im entscheidenden Finalspiel gewannen die Spandauerinnen am Sonntag mit 15:9 gegen den SV Blau-Weiß Bochum und setzten sich damit in den Endspielen im Modus „Best of Three“ mit 2:1 Siegen durch. Am Samstag hatte Berlin zuvor mit 17:13 gewonnen und damit den Serienausgleich hergestellt. Spiel eins hatte Bochum vor einer Woche mit 13:12 für sich entschieden.
„In Bochum hatte Bochum verdient gewonnen, da waren sie klar stärker. Am Wochenende haben wir jetzt beide Heimspiele deutlich und auch verdient gewonnen. Dementsprechend wird heute gefeiert“, sagte Spandaus Trainer Marko Stamm.
Seit 2019 hat Spandau bei den Frauen sämtliche nationalen Titel im Wasserball geholt und die längste laufende Meisterserie in einer olympischen Mannschaftssportart weiter ausgebaut. Durch den erneuten Erfolg rückt Berlin in der ewigen Rekordliste auf Rang zwei vor und zieht dort mit Bayer Uerdingen gleich. Rekordchampion bleiben die Bochumerinnen mit zwölf Meisterschaften.
Nach ausgeglichener erster Hälfte zieht Berlin im dritten Viertel davon
Bochum hatte am Sonntag durch Jana Stüwe erneut mit 1:0 vorgelegt. Doch wie am Vortag sollte es die einzige Führung des Spiels für die Blau-Weißen bleiben. Spandau präsentierte sich erneut deutlich konsequenter in Überzahl – neun Treffer fielen auf diese Weise, für Bochum war es lediglich zwei. Trotzdem verlief die erste Halbzeit sehr ausgeglichen.
Nur einmal führte Spandau mit zwei Treffern, ansonsten trennten beide Teams meist nur ein Tor. Carolina Slagter besorgte quasi mit dem Pausenpfiff die psychologisch wichtige 5:4-Führung für die Gastgeberinnen. Diesen Schwung nahmen die Wasserfreunde in die zweite Hälfte mit. Bis zum Ende des dritten Viertels bauten sie ihren Vorsprung auf drei Tore (10:7) aus, kurz zuvor hatten sie sogar einmal mit vier Toren geführt.
Zwar steckte Bochum nie auf, bei denen Emiliia Khmil mit fünf Treffern abermals die beste Torschützin war. Doch spätestens nach dem 13:8 durch Berlins Kapitänin Gesa Deike war die Partie entschieden. Sie setzte anschließend auch den Schlusspunkt zum 15:9-Endstand. Ihre Schwester Ira Deike sowie Anne Rieck waren mit je drei Treffern die erfolgreichsten Torschützinnen beim alten und neuen Champion. Die Auszeichnung als Spielerin des Tages verdiente sich jedoch Torhüterin Jessica Milicich mit mehreren meisterwürdigen Paraden.
Auf Bochumer Seite richtete derweil Nationalspielerin Aylin Fry nach erster Enttäuschung direkt wieder den Blick voraus auf die kommende Saison. „Ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft für das, was wir erreicht haben. Wir haben letzte Woche gezeigt, dass wir gegen Spandau gewinnen können. Dieses Wochenende hat es zwar leider nicht gereicht, trotzdem haben die Spiele gezeigt, dass wir sehr nah dran sind. Meiner Meinung nach waren die Spiele knapper, als das Ergebnis letztendlich ausgefallen ist. Wir haben hart gekämpft und werden in Zukunft für die neue Saison hart trainieren und erneut angreifen.“
Berlin darf in den Bundesliga-Finals zweimal jubeln
Nicht nur das DFB-Pokalfinale im Fußball wurde am Samstag in Berlin ausgetragen. Auch in den Wasserball-Bundesligen war an diesem Tag zweimal Endspielzeit in der Hauptstadt. Und beide Male verließen die Wasserfreunde Spandau 04 das Becken als Sieger. Erst gewannen die Spandauer Frauen mit 17:13 gegen den SV Blau-Weiß Bochum und glichen damit in der Finalserie im Modus „Best of Three“ aus. Die Entscheidung über den Titel fällt hier nun am morgigen Sonntag (12:00 Uhr) ebenfalls in Berlin. Anschließend durften auch die Männer des Vereins jubeln, die sich zum Auftakt ihrer Finalserie mit 14:11 gegen Titelverteidiger Waspo 98 Hannover durchsetzen.
Spandau bringt Hannover die erste Niederlage seit 20 Monaten bei
Für Hannover war es die erste Niederlage gegen einen nationalen Konkurrenten seit September 2024, damals hatte ebenfalls Spandau im Supercup triumphiert. Die Gastgeber erwischten den besseren Start, führten im ersten Viertel schnell mit 3:0. Waspo kämpfte sich zwar zurück in die Partie und glich Mitte des zweiten Abschnitts aus (4:4). Bis zur Halbzeit hatte Spandau aber wieder einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen (7:4).
Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Nikola Kojic sogar auf 8:4. Der Serbe war mit fünf Treffern bester Torschütze an diesem Tag. Hannover steckte nie auf und kam bis zur letzten Viertelpause noch einmal bis auf zwei Tore heran (9:11). In den letzten acht Minuten konnte Berlin diesen Vorsprung aber erfolgreich verteidigen. Spiel zwei der Serie im Modus „Best of Five“ findet am kommenden Mittwoch (27. Mai, 19:00 Uhr) in Hannover statt.
Berlins Frauen wahren die Chance auf den siebten Titel in Serie
Im zweiten Endspiel der Frauen lagen die Gäste aus Bochum nur einziges Mal in Führung – gleich zu Beginn beim 0:1 durch Emiliia Khmil. Die Nationalspielerin erzielte an diesem Nachmittag neun Tore, zum Sieg wie im ersten Finalspiel (13:12) reichte das allerdings nicht. Spandau präsentierte sich konsequenter im Powerplay und auch insgesamt stärker aus dem Spiel heraus, während fünf der 13 Bochumer Treffer per Strafwurf erzielt wurden.
Zur Pause führten die Berlinerinnen mit 9:6. In der zweiten Halbzeit bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung sogar auf zwischenzeitlich sechs Tore (14:8) aus. Zwar kam Bochum noch einmal ein wenig heran, am Sieg der Wasserfreunde änderte das aber nichts mehr. Beste Torschützin bei den Spandauerinnen, die damit ihre Chance auf den siebten Titel hintereinander wahrten, war Dora Kangler mit vier Treffern.
DSV-Frauen wahren mit EM-Sieg gegen die Slowakei die Chance auf Platz zwei
Deutschlands Wasserballerinnen haben bei den Europameisterschaften in Funchal (POR) den ersten Sieg gefeiert. Und dieser fiel am Dienstag sehr deutlich aus. Gegen die Slowakei gewann das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) mit 22:11. Rückkehrerin Barbara Bujka war mit fünf Treffern die beste Torschützin auf deutscher Seite, aber auch Ira Deike (vier Tore), Kapitänin Gesa Deike und Belén Vosseberg (jeweils drei) trugen entscheidend zu diesem Erfolg bei. Nach einem Ruhetag trifft die DSV-Auswahl am Donnerstag (14:45 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) zum Abschluss der Vorrunde noch auf Weltmeister Griechenland.
>> Alle Ergebnisse der Wasserball-EM
„Wir sind heute mit einer guten Leistung zurückgekommen nach der gestrigen Niederlage gegen Frankreich. Das war wichtig“, meinte Head Coach Karsten Seehafer. Bereits beim vergangenen EM-Turnier 2024 trafen Deutschland und die Slowakinnen in der Vorrunde aufeinander, damals siegte das DSV-Team nur knapp mit 12:10. Diesmal gelangen gegen den gleichen Gegner also fast doppelt so viele Tore. „Eindhoven war vor zwei Jahren. Wir schauen nicht zurück, sondern immer nur voraus. Wir wollen uns stetig weiter verbessern“, sagte Seehafer.
Vollgas bis zum Schluss – denn das Torverhältnis kann entscheidend sein
Nur ganz am Anfang lag Deutschland zurück (0:2), glich aber schnell aus und übernahm in der Folge dann bald die Kontrolle über das Spiel. Gerade in der Anfangsphase waren die Deutschen immer wieder über die linke Seite erfolgreich, die Deike-Schwestern gingen dabei im ersten Viertel mit zusammen vier Treffern voran. Mit einer 7:5-Führung ging es in die erste Pause, nach der das DSV-Team das Tempo dann nochmals anzog. Im zweiten Viertel gelangen gleich vier Treffer hintereinander, ohne dass die Slowakinnen ihrerseits zum Torerfolg kamen – zur Halbzeit war der Vorsprung so bereits auf 13:6 angewachsen.
Auch nach Wiederanpfiff blieb es eine einseitige Angelegenheit. Die Deutschen bauten ihre Führung weiter aus, wohingegen die Slowakei in der Offensive weiterhin große Probleme hatte und im dritten Viertel fast sieben Minuten auf ihren ersten Treffer warten musste. Beim Stand von 16:6 war der Vorsprung dann erstmals zweistellig. Deutschland ließ aber nicht nach und gab bis zum Ende weiter Vollgas. Wohlwissend, dass das Torverhältnis am Ende noch eine Rolle spielen kann.
Denn selbst nach der 11:13-Niederlage gegen Frankreich zum Auftakt bestehen weiterhin Chancen auf Platz zwei in der Gruppe und damit den Sprung in die Top acht – auch wenn das DSV-Team am Donnerstag gegen die griechischen Weltmeisterinnen natürlich klarer Außenseiter ist. Sollte nämlich die Slowakei am gleichen Tag gegen Frankreich gewinnen (und Griechenland zuvor am Dienstagnachmittag seiner Favoritinnenrolle gegen die Französinnen gerecht werden und dieses Spiel wie erwartet für sich entscheiden), hätten Deutschland, die Slowakei und Frankreich allesamt drei Punkte auf dem Konto. In diesem Fall würde das Punkt- und Torverhältnis im Dreiervergleich über Platz zwei entscheiden. „Wir drücken jetzt den Slowakinnen die Daumen und hoffen auf eine Überraschung“, so Trainer Seehafer.
Ehrungen und Wahlen: Stimmt hier für den Schwimmsport ab
Das Sportjahr 2025 neigt sich langsam dem Ende zu, es beginnt damit die Zeit der Sportgalas und Ehrungen. Bei den Abstimmungen dazu dürfen sich die Aktiven aus dem Schwimmsport nach den erfolgreichen Weltmeisterschaften in Singapur sicherlich berechtigte Hoffnungen machen, bei solch öffentlichen Wahlen kommt es für ein gutes Ergebnis letztlich aber auf jede einzelne Stimme an. Aus diesem Grund führen wir die uns bekannten Abstimmungen für Schwimmfans hier einmal gesammelt auf.
Spannend wird das Rennen in Sachsen-Anhalt, wo sich die Sportfans zwischen Becken-Champion Lukas Märtens und Florian Wellbrock als Vierfach-Weltmeister im Freiwasserschwimmen entscheiden können. Auch bei den Frauen gibt es mit Isabel Gose, Maya Werner, Nina Holt mehrere Schwimmerinnen zur Auswahl. Und auch Wasserspringer Moritz Wesemann steht natürlich auf der Kandidatenliste. Traditionell fließt in Sachsen-Anhalt die Meinung der Fans hier zu 50 Prozent in das Ergebnis ein, die andere Hälfte kommt über den Verband der Sportjournalisten.
Zur Abstimmung für Sachsen-Anhalt
In Hessen werden die „Sportler*innen des Jahres“ immer erst im Frühjahr des Folgejahres gekürt. Bei der Frankfurter Sportgala (22. November) werden zuvor allerdings schon mal die Besten aus der Main-Metropole geehrt, eine Art Generalprobe quasi. Als Weltmeisterin hat Anna Elendt hier natürlich echte Aussichten. Erst recht, wenn ihr auch für die Brustschwimmerin von der SG Frankfurt stimmt. Auch Freiwasserschwimmer Oliver Klemet freut sich hier über euer Voting.
Zur Sportlerinnenwahl in Frankfurt
In Nordrhein-Westfalen heißt die Ehrung für die Sportler*innen des Jahres Felix-Award, die Award-Show findet dieses Jahr am 28. November in der Düsseldorfer Rheinterrasse statt. Abgestimmt werden kann noch bis 09. November. Zu den Kandidatinnen zählen hier Synchronschwimmerin Klara Bleyer, die in diesem Jahr erste deutsche Europameisterin im Solo wurde, den Gesamt-Weltcup gewann und auch als Fünfte bei der WM in Singapur historisch gute Platzierungen erreichte. Und natürlich auch Nina Holt, die als Deutschlands schnellste Schwimmerin bei der WM in Singapur glänzte und anschließend als Rettungsschwimmerin fünfmal Gold bei den World Games in China abräumte.
Noch bis 11. November läuft die Wahl der „Champions des Jahres“ in Berlin. Hier freut sich Wasserspringerin Pauline Pfeif nach ihrem WM-Silber sicher über Unterstützung. Natürlich kann man das Kreuz gern auch für Europameisterin Lena Hentschel oder Luis Avila Sanchez machen. Unter den Teilnehmenden werden hier sogar Preise im Wert von 10.000 Euro verlost. Die große Gala im Hotel Estrel mit der Ehrung vor 2.000 Gästen findet dann am 29. November statt, der Ticketpreis liegt bei 165 Euro.
Zur Wahl der Champions des Jahres in Berlin
Nach seinen zwei WM-Medaillen in Singapur sollte sich Sven Schwarz schon mal den 13. Februar 2026 freihalten, dann findet der Ball des Sports in Niedersachsen statt. Der Schwimmer darf sich zumindest Hoffnungen auf die Ehrung als Sportler des Jahres machen, ebenso die Wasserball-Meister von Waspo 98. Noch hat die Wahl allerdings nicht begonnen. Wir reichen den Link hier dann sofort nach.
Hinweis: Wenn jemand hier den Hinweis auf eine Sportlerwahl in seinem Bundesland vermisst, dann schickt uns gern einen informellen Hinweis dazu an die Mailadresse press@roughwaterand.com.
Meister Waspo Hannover blüht in der Champions League ein Bundesliga-Duell
Vier Vereine aus der Wasserball-Bundesliga der Männer treten in der kommenden Saison in der Champions League sowie im Euro Cup an. Am Montag wurden in Zagreb (CRO) die Gruppen für die Qualifikations- und die Hauptrunde in den beiden höchsten Europapokalwettbewerben ausgelost. In der Königsklasse war der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover als einer der Champions aus den zehn Top-Ligen Europas für die Hauptrunde gesetzt, die am 14./15. Oktober startet. Dort bekommen es die Niedersachsen in einer Vierergruppe mit den Top-Teams Zodiac Atlètic Barceloneta (ESP) und CN Marseille (FRA), die in der vergangenen Saison als Dritter und Vierter beide im Final Four standen, sowie mit dem Zweitplatzierten der Qualifikationsgruppe B zu tun.
Das könnten dann durchaus die Wasserfreunde Spandau 04 sein. Als deutscher Vizemeister der vergangenen Saison müssen die Berliner wie im Vorjahr nämlich durch die Qualifikation. Gegner beim Turnier in Sabadell (ESP), einem Vorort von Barcelona, sind vom 19. – 21. September Gastgeber CN Sabadell und Vasas Budapest (HUN). Die besten beiden der Gruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde der Champions League, der Dritte setzt die Europapokalsaison im Euro Cup fort.
Namhafte Gegner für Duisburg und Potsdam im Euro Cup
Dort ist der ASC Duisburg für die Gruppenphase gesetzt, die in vier Vierergruppen ausgetragen wird. Kontrahenten für den Bundesliga-Dritten sind der vierfache Champions-League-Sieger und Gewinner des Euro Cup 2024, Jug Dubrovnik (CRO), sowie zwei noch zu ermittelnde Gruppensieger aus der Qualifikationsphase.
Genau wie Spandau reist im Euro Cup auch der OSC Potsdam für die Qualifikation nach Spanien. Beim Turnier vom 03. – 05. Oktober in Terrassa, ebenfalls unweit von Barcelona, geht es für die Brandenburger gegen den gastgebenden CN Terrassa, Szolnoki VSC (HUN) – 2017 Champions-League-Sieger – sowie ein weiteres Team, das aus der Qualifikation der Königsklasse dazustößt. Die Gruppensieger sowie die insgesamt drei besten Gruppenzweiten ziehen in die Hauptrunde ein. Alle anderen Teams (mit Ausnahme derer, die zuvor bereits die Champions-League-Qualifikation bestritten haben) bekommen ihre Chance im Conference Cup, dem für 2025/26 neu eingeführten dritten Europapokalwettbewerb.
Spandaus Frauen in der Champions-League-Qualifikation
Bei den Frauen haben die Wasserfreunde Spandau 04 wieder für die Champions League gemeldet. Die Deutschen Meisterinnen treffen in der Qualifikation auf Alimos NAC Betsson (GRE) und den vielfachen französischen Champion Lille UC Métropole. Die ersten beiden der Gruppe erreichen die Hauptrunde der Königsklasse, das Team auf Rang drei spielt im Euro Cup weiter.
