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    Das Jahr 2026 hält so einige große Schwimmsporthighlights bereit: Deutsche Meisterschaften in Berlin, Europameisterschaften in München, die Finals in Hannover. Wer live dabei sein will, kann sich für alle Veranstaltungen jetzt bereits Tickets sichern und die deutschen Schwimmsportler*innen kräftig unterstützen. 

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DSV verliert 51.000 Mitglieder und fordert Unterstützung

Die Coronavirus-Pandemie hat bedrohliche Auswirkungen auf den Sport auf allen Ebenen, auch auf den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Gemäß der jüngsten Meldung durch seine Landesverbände verlor der Dachverband für die fünf olympischen Sportarten Schwimmen, Wasserspringen, Wasserball, Freiwasserschwimmen und Synchronschwimmen im Jahr 2020 knapp neun Prozent seiner Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr, die Zahl sank um ca. 51.000 Personen auf nun 527.219. Das ist der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung, zuletzt waren die Zahlen seit 2016 stets angestiegen.

Besonders besorgniserregend dabei ist, dass es sich bei 82 Prozent der verlorenen Mitglieder um Kinder bis 14 Jahre handelt. Durch die Schließung der Schwimmbäder melden Eltern ihre Kinder demnach gar nicht mehr in den Vereinen an, das hat massive Auswirkungen auf die Schwimmfähigkeit einer ganzen Generation. „Die Zahlen bestätigen unsere größten Befürchtungen“, erklärte DSV-Präsident Marco Troll. „Wir können nur erneut an die Politik appellieren, die vorliegenden Zahlen ernst zu nehmen und das Kulturgut Schwimmen zu retten. Wenn Zehntausende Kinder kein Schwimmen lernen, so hat das langfristige Folgen für den Sport und die Gesellschaft.“

Die Anzahl der unter dem Dach des DSV organisierten Vereine ist mit 2.278 nahezu konstant geblieben, im Vergleich zu 2019 sind es also nur 15 weniger geworden. Eine solche Veränderung liegt im normalen Rahmen und zeigt, dass die Vereine den Mitgliederschwund bisher noch ausgleichen können – die Frage bleibt jedoch, wie lange noch. „Unsere Vereine kämpfen seit Anbeginn der Pandemie finanziell ums Überleben. Wir freuen uns, dass die Vereine bis hierhin durchgehalten haben, doch es braucht Unterstützung und ein Zeichen der Politik und vor allem die geregelte Öffnung von Schwimmbädern, sonst droht eine Welle von Vereinsschließungen, und es entsteht ein Kreislauf, bei dem immer weniger Kinder Schwimmen lernen und immer mehr Vereine sterben. Dies muss mit allen Mitteln verhindert werden“, betonte DSV-Präsident Marco Troll. Die Schwimmvereine sind auf Wasserflächen angewiesen, um ihren Sport auszuüben. Dies darf nicht zum Nachteil gegenüber anderen Sportarten ausfallen, die an Land ihre Möglichkeiten nutzen dürfen.

Warnung vor einem Badetrend ohne Wasseraufsicht

Angesichts des zu erwartenden Temperaturanstiegs warnt der DSV-Präsident auch vor der aktuell gültigen Konstellation, dass Corona-Verordnungen bei einer Inzidenz von über 100 die Öffnung von Badeanstalten verbieten, eine kontaktlose Ausübung von Individualsportarten allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes jedoch erlauben. „Die Menschen drängt es verständlicherweise mit Macht nach draußen. Wenn aber alle öffentlichen oder privaten Frei-, See-, Fluss- und auch Hallenbäder geschlossen sind, werden viele in Bereiche ohne verpflichtende Wasseraufsichten ausweichen. Das halte ich für eine sehr gefährliche Situation, die von den politisch Verantwortlichen dringend überdacht werden muss. Da bereits im vorigen Sommer mit entsprechenden Hygienekonzepten ein sicherer Betrieb der Freibäder möglich war, sollten zur Risikoeindämmung lieber auch in diesem Sommer solche Angebote gemacht werden.“

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Der SC Chemnitz freut sich auf die Rückkehr in die Frauen-Bundesliga

Bei keiner anderen Mannschaft in der Wasserball-Bundesliga der Frauen liegt der letzte Auftritt im Oberhaus länger zurück als beim SC Chemnitz 1892. Und das nicht nur wegen Corona. Die Frauenliga ist eine Meldeliga, und Chemnitz hatte in der vergangenen Saison von sich aus auf eine Teilnahme verzichtet. In diesem Jahr sind die Sächsinnen aber wieder mit von der Partie. „Wir haben viele junge Spielerinnen, denen wir die Möglichkeit geben wollen, sich in der höchsten Spielklasse zu beweisen. Das Ziel sollte sein, dass wir wieder dauerhaft in der Bundesliga mit dabei sind“, sagt der Sportliche Leiter Christian Schubert.

Bei der Rückkehr in die Bel Etage trifft Chemnitz am Wochenende beim Turnier der Gruppe B in Heidelberg auf Gastgeber SV Nikar Heidelberg, den ETV Hamburg und SV Blau-Weiß Bochum. „Ich freue mich, dass unsere Mädels endlich wieder ins Becken steigen und sich mit anderen messen können“, so Schubert. Die vier Teams haben wegen der von Bundesland zu Bundesland verschiedenen Corona-Regeln sehr unterschiedlich trainieren können. „Das erste Turnier ist deshalb ein bisschen eine Wundertüte“, meint Schubert. Sein persönlicher Favorit ist Bochum. Dessen Kapitänin Felicitas Guse sagt: „Die Vorfreude ist riesig. Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen, dass wir endlich wieder spielen können. Unsere jungen Spielerinnen haben sich weiterentwickelt und nochmal einen Schritt nach vorne gemacht.“

Nur der Sieger dieser Gruppe erreicht das Halbfinale. In Gruppe A sind dagegen alle drei Mannschaften bereits für die Vorschlussrunde gesetzt. Nachdem das erste Turnier am vergangenen Wochenende wegen eines (letztlich falsch) positiven Corona-Falls ausgefallen war, treffen sich mit Waspo 98 Hannover, SV Bayer Uerdingen und Meister Wasserfreunde Spandau 04 die drei stärksten deutschen Klubs der letzten Jahre nun zur zweiten Runde in Berlin.

Spandaus Männer mit zwei Spielen an einem Tag

Während die Saison bei den Frauen gerade erst anläuft, fallen bei den Männern am Wochenende schon die nächsten Entscheidungen. Bislang haben der deutsche Meister Waspo 98 Hannover und der OSC Potsdam das Halbfinale erreicht, der ASC Duisburg so gut wie. Bereits am Freitag will ihnen Pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 in die Runde der besten vier Mannschaften folgen. Die Berliner empfangen zu einem Doppelspieltag Potsdam sowie die SG Neukölln in der Schwimmhalle Schöneberg – mit einem Sieg wäre Spandau sicher weiter. In beiden Fällen handelt es sich um Nachholspiele, nachdem die Partien im März ebenso wie die noch nicht neu terminierte Begegnung gegen den SV Ludwigsburg 08 wegen eines Corona-Falls bei den Wasserfreunden abgesagt wurden.

In Gruppe C wird es beim Turnier in Würzburg darum gehen, welche beiden Mannschaften als Erst- und Zweitplatzierter in der Relegation die Chance bekommen, sich für die Saison 2021/22 für die obere Hälfte der Bundesliga zu qualifizieren. Die besten Aussichten hat der SV Bayer Uerdingen 08, der beim ersten Turnier alle drei Spiele gewonnen hat, doch dahinter ist zwischen dem Düsseldorfer SC 1898, der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln und dem SV Würzburg 05 noch alles offen. In Gruppe D erleben derweil Gastgeber SV Poseidon Hamburg, der Duisburger SV 1898, der SV Krefeld 1972 und der SV Weiden 1921 ihren Saisonstart. Auch aus dieser Gruppe erreichen die ersten beiden Mannschaften die Relegation.

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Spandau und Duisburg auf Halbfinalkurs, Hannover und Potsdam sicher dabei

Der amtierende deutsche Meister geht auch in dieser Saison wieder voran. Als erste Mannschaft in der Wasserball-Bundesliga hat Titelverteidiger Waspo 98 Hannover sicher das Halbfinale erreicht. Nach drei Siegen beim ersten Turnier hielt sich der Champion in Gruppe A auch an diesem Wochenende schadlos und gewann gegen den ASC Duisburg (19:2) und den SSV Esslingen (27:6) jeweils deutlich. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute sehr konzentriert gespielt“, lobte Waspo-Trainer Karsten Seehafer.

Ebenfalls fast sicher in der Runde der besten vier steht der ASC Duisburg. Die Duisburger haben nach einem weiteren Sieg gegen Esslingen (18:12) jetzt sechs Zähler zu Buche stehen und können nur noch theoretisch von den White Sharks Hannover verdrängt werden. Die Niedersachsen verpassten das zweite Turnier aufgrund mehrerer Corona-Fälle im Team und haben deshalb noch drei Spiele weniger absolviert, müssten davon aber alle – darunter auch das Duell mit Titelverteidiger Waspo – gewinnen, um die Duisburger noch verdrängen zu können. Wann die Partien der White Sharks nachgeholt werden, steht noch nicht fest.

Die letzten Plätze werden in den Nachholspielen vergeben

In Gruppe B ist ebenfalls die erste Entscheidung gefallen. Der OSC Potsdam hat nach dem 14:11 gegen die SG Neukölln und der Punkteteilung beim 11:11 gegen den SV Ludwigsburg 08 nun sieben Punkte auf seinem Konto und kann nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze verdrängt werden. Zwar könnte der SV Ludwigsburg 08 (fünf Punkte) mit einem Erfolg im Nachholspiel gegen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 (noch nicht terminiert) noch gleichziehen, doch würde in diesem Fall der direkte Vergleich herangezogen werden – und dort haben die Potsdamer die Nase vorn.

Im Spitzenspiel am Sonntag hielt der OSC gegen Pokalsieger Spandau über drei Viertel gut mit und unterlag am Ende recht knapp mit 5:9. „Das war das bisher beste Spiel, dass wir gegen Spandau gemacht haben. Wir haben sie ganz schön geärgert und sind auf einem guten Weg“, befand Potsdams sportlicher Leiter André Laube. Die Berliner (sechs Punkte) gewannen somit am Wochenende alle drei Spiele und benötigen nur noch einen weiteren Sieg aus den Nachholspielen gegen Potsdam (16. April) und Schlusslicht Neukölln (17. April), um ihrerseits das Halbfinale klarzumachen, woran kaum jemand ernsthaft zweifelt. Die Partien waren vor zwei Wochen wegen eines Corona-Falls auf Spandauer Seite verlegt worden.

Guter Auftakt für Uerdingen in Gruppe C

Beim Auftaktturnier in Gruppe C war derweil der SV Bayer Uerdingen 08 mit drei Siegen am stärksten, doch dahinter geht es zwischen dem Düsseldorfer SC 1898, der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln und dem SV Würzburg 05 (jeweils ein Sieg) äußerst eng zu. Das zweite Turnier findet am 24. April statt, dann starten mit der D-Gruppe auch die letzten vier Vereine in die Saison. Die beiden ersten Mannschaften dieser beiden Gruppen haben in der Relegation noch die Chance, sich für die Saison 2021/22 für die obere Hälfte der Bundesliga zu qualifizieren.

>> Alle Ergebnisse

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Deutsches Team startklar für FISU World University Games in Chengdu

In einer Woche fällt der Startschuss für die 31. Ausgabe der FISU World University Games in Chengdu (CHN). Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) hat nun auch in den Sportarten Wasserball und Volleyball die Mannschaften nominiert. Damit steht das komplette deutsche Team, das 160 Aktive umfasst. Vom 28. Juli – 8. August kämpfen sie in 14 Sportarten um persönliche Bestleistungen sowie Final- und Podestplatzierungen.

>> Die vollständige Nominierungsliste des adh

Die FISU Games ermöglichen studentischen Spitzensportler*innen aus dem Nachwuchsbereich, sich auf internationaler Bühne zu präsentieren und mit den Weltbesten zu messen. Dabei sollen sie persönliche Bestleistungen zeigen und Erfahrung und Motivation für zukünftige Zielwettkämpfe wie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele sammeln. Zudem bieten die FISU Games für international erfahrene Aktive die ideale Möglichkeit, sich im vorolympischen Jahr auf großer Bühne zu messen und sich auf die Spiele in Paris (FRA) vorzubereiten.

Olympionik*innen im deutschen Team Für Deutschland startet in Chengdu die Olympia-Dritte im Stufenbarren von Rio de Janeiro (BRA) 2016, Sophie Scheder (DBA Sport und Gesundheit). Sie möchte an ihre Erfolge anknüpfen und hat sich die Olympiateilnahme 2024 zum Ziel gesetzt. Der Leichtathlet Leo Köpp (HU zu Berlin), der 2020 in Tokio (JPN) am Start war, möchte in Chengdu im Gehen über 20 Kilometer eine neue persönliche Bestleistung abliefen. Auch für ihn ist Chengdu eine wichtige Station auf dem Weg nach Paris. Für Schwimmer Henning Mühlleitner (HS Heilbronn), Olympia-Vierter 2020 und EM-Dritter 2022 über 400 Meter Freistil, sind die FISU Games in Chengdu ein Saisonhöhepunkt. Nach seinen Finalteilnahmen bei den Spielen in Neapel (ITA) 2019 will er auch diesmal unter die Top Acht kommen. Sein Karriereziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris. „Ich finde die Olympischen Spiele und die World University Games ähneln sich in vielen Punkten. Dabei habe ich den Eindruck, dass alle die World University Games etwas ungezwungener wahrnehmen. Natürlich bin ich schon sehr gespannt darauf, wie das Event organisiert ist und was die chinesischen Gastgeber uns bieten werden. Ich bin großer Fan des asiatischen Lebensstils, der Kultur und vor allem des Essens! Die Zeit in Chengdu gemeinsam mit anderen Sportlerinnen und Sportlern zu erleben, wird sicher super“, so Mühlleitner. Erfahrene Spitzensportler*innen erneut bei FISU Games am Start Auf ihre erneute Teilnahme an den FISU World University Games freuen sich die international erfahrenen Sportlerinnen und Sportler Alexander Lube (Wasserspringen/RWTH Aachen), Annika Würfel (Judo/HU zu Berlin), David Koenders (Sportschießen/West Virginia University, USA), Madeline Folgmann (Taekwondo/DSHS Köln) sowie Florian Bluhm (Uni Hohenheim), Nils Hohmeier (IU Internationale HS), Janina Kämmerer (Uni Frankfurt) und Alena Lemmer (HS Fresenius, alle Tischtennis). Sie alle hatten 2019 an den FISU Games in Neapel (damals noch „Universiade“) teilgenommen und zeigten sich begeistert von der Atmosphäre und den hochklassigen Rahmenbedingungen. Alexander Lube, der bei den Europa Games 2023 die Silbermedaille im Mixed-Turm-Synchronspringen gewonnen hatte, blickt optimistisch auf Chengdu: „Meine Teilnahmen an den FISU Games 2017 und 2019 zählen zu den absoluten Höhepunkten meiner Karriere. Das Besondere an diesen Events ist der enge Austausch mit Athletinnen und Athleten aus anderen Sportarten und Nationen und die unfassbar gute Stimmung im deutschen Team. Bisher habe ich bei keinen anderen Wettkämpfen eine so fantastische gegenseitige Unterstützung erlebt. Nach einem unglücklichen vierten Platz in Neapel möchte ich dieses Jahr gern mit einer Medaille nach Hause reisen!“ Nachwuchsathlet*innen mit Perspektive auf Rhine-Ruhr 2025 Ergänzt wird das Team von zahlreichen jungen Nachwuchsathlet*innen, die erste Erfahrungen auf internationalem Parkett sammeln. Ein wichtiges Karriereziel für viele von ihnen ist die Teilnahme an den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games vor heimischem Publikum.
Die 20-jährige Taekwondo-Kämpferin Franziska Drucklieb (TH Köln) ist stolz darauf, in Chengdu für Deutschland an den Start gehen zu dürfen. „Die Teilnahme an den FISU Games wird mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis. Sie bietet mir eine super Möglichkeit, weitere wichtige Erfahrungen in meiner leistungssportlichen Entwicklung zu sammeln. Natürlich wäre ich in zwei Jahren gern auch bei den Spielen an Rhein und Ruhr dabei. Ich bin mir sicher, dass Deutschland ein begeisterndes Event ausrichten wird und der Hochschulsport und die Duale Karriere so in Deutschland die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben.“ Spitzenleistungen in Sport und Studium Delegationsleiter Jörg Förster blickt auf die kommenden Wochen: „Ich freue mich sehr darauf, die deutschen Athlet*innen unterstützen zu können, die durch ihre großartigen Leistungen in Studium und Spitzensport überzeugen. Im Betreuungsteam werden wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie optimale Bedingungen vorfinden, um in Chengdu ihre Bestleistungen abrufen zu können. Für viele von ihnen sind die FISU Games der sportliche Höhepunkt des Jahres. Wir freuen uns auf zwölf Tage studentischen Spitzensport auf Topniveau, bevor wir bei der Abschlussfeier den Staffelstab für Deutschland als nächsten Ausrichter der FISU World University Games 2025 erhalten.” Hintergrund FISU World University Games 2023 Studentische Spitzensportler*innen im Alter von 18 bis 27 Jahren – bedingt durch die Verschiebung des Events wurde die Altersgrenze um zwei Jahre erweitert – messen sich mit Aktiven aus rund 150 Ländern. Insgesamt reisen etwa 10.000 Sportler*innen Offizielle für das größte Multisport-Event nach den Olympischen und Paralympischen Spielen nach Chengdu. Die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft ist in den 14 Sportarten Badminton, Bogenschießen, Fechten, Gerätturnen, Judo, Leichtathletik, Rudern, Sportschießen, Schwimmen, Taekwondo, Tischtennis, Volleyball, Wasserball und Wasserspringen vertreten. Mit 160 Aktiven und 76 Offiziellen entsendet Deutschland die historisch größte Delegation zu FISU World University Games. Knapp ein Jahr vor den Olympischen Sommerspielen in Paris bieten die FISU World University Games einen Vorgeschmack auf spannende sportliche Wettkämpfe der akademischen Jugend der Welt unter den bekannten olympischen Prinzipien des Fair Play, der Toleranz und der Freundschaft. Außerdem sind die Spiele Generalprobe für den „Summer Cum Laude“, das Heimspiel, die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, die vom 16. – 27. Juli 2025 in Nordrhein-Westfalen stattfinden.

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Diese acht Belastungszonen sollte jeder Coach präzise einsetzen können

Hinter den Erfolgen von Schwimmer*innen wie Lukas Märtens, Florian Wellbrock, Oliver Klemet oder Isabel Gose steckt bekanntlich viel Trainingsfleiß, aber auch sehr viel wissenschaftliches Know-how. Seit Jahren arbeitet Bundestrainer Bernd Berkhahn eng mit dem Sportwissenschaftler Dr. Alexander Törpel zusammen. Als Bundestrainer Diagnostik beim Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) setzt sich Törpel seit 2019 dafür ein, dass das Wissen aus dem Hochleistungssport breiter gestreut wird sowie der wechselseitige Transfer zwischen Praxis und Wissenschaft erfolgt. Mit dem Beginn des neuen Olympiazyklus wird von ihm aktuell besonders das Thema der individuell präzisen Steuerung der Trainingsintensität samt dem dazugehörigen Belastungs- und Beanspruchungsmanagement fokussiert. Zu diesem Thema ist er mit den Coaches im Spitzenbereich seit Saisonbeginn sehr viel im Austausch. Bei der Jahrestagung der Deutschen Schwimm-Trainer-Vereinigung (DSTV) wird es auch einen Workshop dazu geben. Die genaue Steuerung von Trainingsintensitäten und die damit verbundene Definition von Belastungszonen bzw. Trainingszonen soll helfen, das Training effektiver zu gestalten und Leistungsreserven gezielt zu erschließen. Besonders im Hochleistungsbereich kann die individualisierte Steuerung der Belastung und Beanspruchung den entscheidenden Unterschied machen, um das letzte Prozent auch noch herauszukitzeln. Was sind Belastungszonen und warum sind sie wichtig? Um Training zu steuern und damit die gewünschten Anpassungen im Körper optimal zu erzielen, wird die Intensität in verschiedene Zonen unterteilt – sogenannte Belastungs- bzw. Trainingszonen. Diese Zonen können anhand von unterschiedlichen Parametern zueinander abgegrenzt werden. Dies kann anhand folgender Parameter erfolgen:

  • Messbare Faktoren: Herzfrequenz, Blutlaktatkonzentration, Sauerstoffaufnahme – als jeweilige Indikatoren für die kardiale, metabolische und ventilatorische Beanspruchung
  • Subjektives Empfinden: Wie anstrengend fühlt sich das Training an, wiedergegeben anhand der sogenannten RPE-Skala (engl. für „rating of perceived exertion“, Skala von 0-10)? Vorteil dieser subjektiven Rückmeldung ist, dass auch aktuelle Lebensumstände (z.B. Schlafmangel, Prüfungsstress) in die Bewertung mit einfließen. Da diese Faktoren einen unmittelbaren Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit haben können, kann dadurch eine übergeordnete Bewertung des aktuellen Zustandes der Beanspruchung erfolgen.
Die unterschiedlichen Belastungs- bzw. Trainingszonen werden nun im Trainingsprozess in Verbindung mit Trainingsmethoden eingesetzt, um gezielt Trainingsreize zu setzen. Bedeutsam ist, dass erst die richtige Verbindung eines Intensitätsbereichs mit einer Trainingsmethode zu einer wirksamen Reizsetzung führt – nicht jede Kombination ist möglich. Im Weiteren hinterlegen wir den Belastungs- bzw. Trainingszonen, in Abhängigkeit der Gestaltung mit einer Trainingsmethode, eine gewisse Regenerationszeit, die wiederum im Rahmen der Trainingsplanung berücksichtigt werden sollte . Entweder um Regeneration in Vorbereitung auf bevorstehende Trainingseinheiten abzusichern, oder hinsichtlich einer bestimmten Reizsetzung, bewusst Ermüdung in einem gewissen Maße zu provozieren. Einheitliche Definition für bessere Verständigung Eine klare Einteilung und Definition des Intensitätsspektrums in Belastungs- bzw. Trainingszonen hilft, ein gemeinsames Verständnis über diese Zonen zu schaffen. Coaches und Sportler*innen können so besser kommunizieren und Trainingspläne feiner abstimmen. Laut Törpel gab es in der Vergangenheit große Unterschiede in der Nutzung von Begriffen – oft wurde die gleiche Bezeichnung für unterschiedliche Intensitäten verwendet: „Es war durchaus festzustellen, dass es große Abweichungen gab, wenn man sich hierzulande über Intensitäten unterhielt. Es werden mitunter die gleichen Bezeichnungen benutzt, aber nicht immer dasselbe gemeint“, so Törpel. Mit einer einheitlicheren Sprachregelung wird also der Austausch national und auch international erleichtert. „Wir möchten wieder eine eindeutige Definition von Intensität etablieren. Wenn wir alle die gleiche Sprache sprechen, können wir noch intensiver über Trainingsinhalte sprechen und sie auch noch besser anpassen“, erklärt der Leipziger Hypoxie-Experte. Die acht Belastungszonen im Schwimmen Die von Törpel, Berkhahn und Prof. Dr. Thomas Gronwald erarbeitete Definition basiert auf neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie greift die bereits bekannten acht Zonen des DSV auf, die seiner Zeit von Örjan Madsen und Dr. Klaus Rudolph definiert wurden, es findet jedoch eine aktualisierte Abgrenzung der Zonen statt: Belastungszone 1 (Regeneration & extensives, aerobes Training) Diese Zone dient der aktiven Erholung und unterstützt die Regeneration nach intensiven Belastungen. Weiterhin wird die aerobe Basis aufgebaut, ohne den Körper zu ermüden. Belastungszone 2 (extensives, aerobes Training) Hier wird die aerobe Ausdauer durch extensiv gestaltetes Training verbessert. Sie fördert die ökonomische Bewegungsausführung und die Fettverbrennung. Belastungszone 3 (moderatintensive Beanspruchung) Das Training findet nahe der aeroben Laktatschwelle statt und steigert die Belastungstoleranz. Die Laktatproduktion beginnt in diesem Bereich, Laktatkonzentrationen sind aber noch gering (ca. 1,0-2,5 mmol/l). Belastungszone 4 (moderat-intensive Beanspruchung, Bereich am maximalen Laktat Steady State) Diese Zone liegt an der anaeroben Laktatschwelle und verbessert die Fähigkeit, hohe Belastungen länger aufrechtzuerhalten. Trainingssets in diesem Bereich führen noch zu einem Laktat Steady State und Laktatkonzentrationen von ca. 2,5-5,0). Belastungszone 5 & 6 (VO2MAX-Training, hochintensive Beanspruchung) Belastungen ab der Zone 5 führen zu einer kontinuierlichen Laktatproduktion. In Abhängigkeit der trainingsmethodischen Gestaltung können sowohl aerobe, als auch vermehrt anaerobe Trainingsreize gesetzt werden. Die Zone 6 ist nahe der VO2MAX-Leistung, die als maximale Drei-Minuten-Leistung definiert wird. Belastungszone 7 & 8 (Sprintbereich, submaximale und maximale Belastung) Die Zone 7 umfasst maximale Geschwindigkeiten über Strecken von bis zu maximal 100m, im Sprintbereich eher 50m. In Zone 8 werden maximale Geschwindigkeiten über kürzere Strecken von bis maximal 25-35m realisiert. In beiden Zonen ist die technisch kontrollierte Ausführung stets von Bedeutung. Die Einteilung der Belastungszonen kann auch gröber vorgenommen werden – anstatt acht Zonen können drei Zonen plus der Sprintbereich definiert werden; 1, 2, 3 & 3+. Dies ist beispielsweise für den Nachwuchsbereich sinnvoll, wo eine so feine Differenzierung der Trainingsintensität noch nicht so bedeutungsvoll ist. Die Unterteilung in drei Zonen (inklusive des Sprintbereichs 3+ in der dritten Zone) orientiert sich hierbei am internationalen, sportartübergreifenden Standard für die Abstufung von Intensitätsbereichen.
Tabelle 1: Charakterisierung der einzelnen Belastungszonen Wie liest man die Belastungszonen richtig? Jede Belastungszone hat spezifische Merkmale, die bei der Bestimmung helfen können. Manchmal sind die Grenzen sehr fließend und einer der Marker gibt den entscheidenden Hinweis.
  • Schwimmgeschwindigkeit (v): Gibt an, mit welcher Geschwindigkeit die jeweilige Belastungszone trainiert wird. Diese steht natürlich in Abhängigkeit der Dauer oder auch Streckenlänge.
  • Trainingsmethoden & Intensitätssteuerung: Natürlich muss eine zur gewünschten Intensität passende Methode gewählt werden. In den höheren Belastungszonen (>BZ5) ist die Intensitätssteuerung über belastungsorientierte Vorgaben besser, in den unteren Zonen (?BZ5) über die beanspruchungsorientierten Parameter (siehe die grauen Keile rechts von Tabelle 1).
  • Blutlaktatkonzentration (bLa): Beschreibt den Anteil von Laktat im Organismus.
    • Aerobe Schwelle (LT1): Punkt, an dem Laktatbildung leicht ansteigt – moderate Beanspruchung.
    • Anaerobe Schwelle (LT2): Punkt, an dem Laktatbildung und -abbau ausgeglichen sind – höhere Beanspruchung.
    • Anstrengungsempfinden (RPE-Skala): Subjektives Gefühl der Belastung – hilfreich, um Trainingsintensität individuell zu steuern.
    • VO2MAX: Der Wert gibt an, wie viel Sauerstoff ein Mensch maximal verwerten kann und definiert die Ausdauerleistungsfähigkeit. Die Beanspruchung der VO2MAX ist eine etablierte Größe im Ausdauersport zur Darstellung von Intensität und wird auch im Schwimmsport immer mehr eingesetzt.

Tabelle 2: Schwimmspezifische Ableitungen und trainingspraktische Beispiele für die Belastungszonen

    Erklärungen zu Tabelle 2:

    A/An: Gibt die Reizwirksamkeit der Trainingsmethode und der Belastungszone auf das aerobe oder anaerobe System an.

    tReg: Gibt an, wieviel Zeit bis zur vollständigen Regeneration nach einem Training innerhalb dieser Belastungszone vergeht. Dies steht jedoch auch in Abhängigkeit der Dauer des Trainings innerhalb der Belastungszonen, weshalb die angegebenen Zeiten eher der ersten Orientierung dienen.

    Beispiel 1-4: Mögliche Sets für das Training, passend zur Hauptstreckenlänge und zum Trainingszustand insgesamt. Von links nach rechts mit zunehmender Teilstreckenlänge.

    Sets mit Abstufung: Trainingssets können nicht nur einheitlich innerhalb einer Belastungszone gestaltet werden, sondern auch über mehrere Belastungszonen – abgestuft. Entsprechende Beispiele sind im rechten Abschnitt der Tabelle gegeben.. Eine Beispielerklärung dafür steht unter der Tabelle selbst.

    Fazit: Wissen nutzen für besseres Training

    Die aktualisierte Definition der Belastungszonen liefert eine wertvolle Orientierung für Trainer*innen und Athlet*innen. Sie hilft, Trainingsreize gezielter zu setzen und vergrößert damit auch den kreativen Gestaltungsraum bei der Trainingsplanung. Die Einteilung ist laut Törpel keine starre Vorgabe, sondern soll vor allem als Denkanstoß und Diskussionsgrundlage dienen. „Wir wollen niemand bekehren damit. Sondern einfach den Impuls setzen zu überprüfen, ob das Training auch immer reizwirksam genug ist. Natürlich gibt es auch viele erfolgreiche Trainer*innen mit feinem Gespür, die ihre Aktiven mit ihrem Ansatz der Intensitätssteuerung und ihrer Definition von Trainingszonen entwickeln können. Uns geht es darum, eine einheitliche und zeitgemäße Orientierung zu geben die Belastung genau zu akzentuieren und auch zu differenzieren, damit das beste Ergebnis erzielt werden kann. Dabei hilft unsere aktuelle Definition auf jeden Fall.“

     

Dr. Alexander Törpel ist seit 2019 der Bundestrainer Diagnostik im DSV

     

     

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Zwei Debüts im Blickpunkt zum Start des Weltcups im Wasserspringen

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) startet mit einem großen Team in die neue Weltcupsaison im Wasserspringen. Beim Auftakt in Montréal (CAN) an diesem Wochenende (26. Februar – 01. März) stehen dabei zwei Aktive besonders im Blickpunkt: Jonathan Schauer und Emily Deml – beide vom SV Halle. Beide feiern ihr Debüt auf internationaler Bühne. 

Jonathan Schauer tritt an der Seite von Vereinskollege Lou Massenberg im 3m-Synchronspringen an. Anfang des Monats triumphierte das Paar bereits bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Berlin und hat sich dort durch einen deutlichen Qualitätssprung in ihrer Wettkampfserie für den Weltcupstart empfohlen. Schauer blickt der Premiere mit Vorfreude entgegen. „Das ist ein Privileg und ein sehr geiles Gefühl“, sagt der 20-Jährige.

An Montréal hat er gute Erinnerungen: 2022 gewann er dort bei der WM der Junior*innen Silber im 3m-Einzel. Mit diesem Gefühl im Kopf will er sich nun auch im Erwachsenenbereich beweisen. Seit Lou Massenberg in Halle weilt, läuft das Synchrontraining spürbar besser. „Wir können dadurch einfach viel mehr zusammen trainieren. So wird es von Einheit zu Einheit immer besser. Eigentlich haben wir keine große Schwachstelle in unserer Serie“, so Schauer.

Auch sonst hilft ihm die Präsenz von Massenberg bei seiner persönlichen Weiterentwicklung. „Für mich ist das ganz wichtig, dass er da ist. Ich brauche einen gestandenen Athleten, der mich mitzieht“, sagt er. Gemeinsam wollen sie im nationalen Vergleich das WM-Duo Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide ebenfalls SV Halle) unter Druck setzen. Und sich im Weltcupauftakt schon einmal in eine gute Ausgangsposition für die Qualifikation zum Super Final bringen. Nach dem Start in Montréal geht die Serie eine Woche später in Zapopan (MEX) weiter. Das Weltcupfinale steigt Anfang Mai in China. Alle Wettkämpfe werden im Livestream bei Eurovisionsport übertragen.

Auch Emily Deml, die wie Schauer und Massenberg bei Norman Becker trainiert, feiert in Montréal ihre Premiere im Erwachsenenbereich. Die 17-Jährige, im Vorjahr Juniorinnen-Europameisterin vom 1m-Brett, springt im 3m-Sychronwettbewerb an der Seite von Jette Müller (Dresdner SC 1898). Deren etatmäßige Partnerin Lena Hentschel (Berliner TSC) ist wegen mehrerer College-Wettkämpfe in den USA beim Weltcup verhindert.

Chef-Bundestrainer Christoph Bohm sagt über Deml: „Emily ist ein hoffnungsvolles Talent, das jetzt ihre Frauenserie aufgebaut und dort teilweise auch schöne Qualitäten gezeigt hat. Sie soll hier vor allem Erfahrung sammeln und einfach Spaß haben.“ Die Schülerin selbst meint: „Ich freue mich, bei so einem großen Event dabei zu sein und bin glücklich über diese Chance. Jette ist eine erfahrene Springerin, das gibt mir Sicherheit.“ Deml wird allerdings nur beim ersten Weltcup dabei sein, ihr Fokus liegt in ihrem letzten Jugendjahr noch einmal hauptsächlich auf der JEM und JWM, wo sie um die Medaillen mitspringen will.

 

Das DSV-Team beim Weltcup

 

Emily Deml (SV Halle/nur Montréal): 3m-Synchron

Jette Müller (Dresdner SC 1898): 3m, 3m-Synchron (nur Montréal), Team-Event

Pauline Pfeif (Berliner TSC): Turm, Turm-Synchron, Team-Event

Elena Wassen (Berliner TSC): Turm-Synchron

 

Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/nur Montréal): Turm, Turm-Synchron

Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen): Turm, Turm-Synchron, Team-Event

Lou Massenberg (SV Halle): 3m, 3m-Synchron

Ole Rösler (WSC Rostock/nur Zapopan): Turm

Jonathan Schauer (SV Halle): 3m-Synchron

Moritz Wesemann (SV Halle): 3m, Team-Event

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Bei den Hallenmeisterschaften geht es auch für Pauline Pfeif noch um den Weltcupstart

Bei den Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen vom 05. – 08. Februar in Berlin geht es für Pauline Pfeif endlich wieder hoch hinaus. Bei den Mannschaftsmeisterschaften im Dezember absolvierte die WM-Zweite von Singapur große Teile ihrer Serie noch aus fünf statt aus zehn Metern – zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch Trainingsrückstand aufgrund eines längeren Bundeswehrlehrgangs im Herbst. Den Sieg holte sie im Dezember trotzdem und ist jetzt, wo sie wieder aus ihrer angestammten Höhe ins Wasser springt, natürlich erst recht die Favoritin.

 

„Bei den Mannschaftsmeisterschaften war es eine Ausnahme, weil ich einfach noch nicht so weit war“, sagt Pfeif. „Seit ein paar Wochen springe ich jetzt wieder aus zehn Metern. Und ich sehe, dass die Sprünge schon wieder fast so sind, wie sie sein sollten.“ Entsprechend selbstbewusst formuliert sie auch ihre Erwartungen an die Berliner Titelkämpfe: „Ich möchte gleich zwei- oder am besten sogar drei Mal die Norm für die EM in Paris erfüllen (305,00 Punkte, Anm. d. Red.) und so Selbstbewusstsein mitnehmen für die bevorstehenden Weltcups.“

 

Sporteurope.TV überträgt die Wettkämpfe im Livestream

 

Die Wettbewerbe beginnen an allen drei Tagen jeweils um 09:30 Uhr und sind komplett live bei Sporteurope.TV zu sehen. Dank der neuen Partnerschaft des DSV mit dem Streaming-Anbieter erhalten auch die Wasserspringer*innen die Aufmerksamkeit und Bühne, die sie verdienen. Bei der Hallen-DM kostet der Eventpass 10,00 Euro, den Tagespass gibt es für jeweils 3,99 Euro.

 

>> Zum DSV-Kanal auf Sporteurope.TV

Der Online-Sportsender, der bis August 2025 noch unter dem Namen Sportdeutschland.TV bekannt war, ist seit November das neue Zuhause für den Live-Content der DSV-Sportarten. Künftig werden auf der Plattform alle Streams von DSV-Veranstaltungen übertragen, die nicht anderweitig exklusiv vergeben sind – ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Sichtbarkeit des Schwimmsports.

 

Beim Turm-Synchronspringen geht es noch um das Weltcup-Ticket

 

Außer im Turm-Einzel tritt Pauline Pfeif gleich am ersten Tag auch noch im Turm-Synchronspringen zusammen mit Elena Wassen (Berliner TSC) an. „Es läuft ganz gut, die Synchronität passt“, sagt sie. Während die 23-Jährige als WM-Medaillengewinnerin im Einzel für die Weltcupserie gesetzt ist, fordert Bundestrainer Christoph Bohm vom Berliner Synchronpaar noch einen Leistungsnachweis – auch weil Wassen nach langer Verletzungspause erst langsam wieder einsteigt. „Sie müssen noch einmal zeigen, dass sie mit der Belastung bereits wieder klarkommen“, sagt er.

 

>> Zur Ergebnisseite samt Zeitplan

 

Gleiches gilt bei den Männern vom 3m-Brett auch für Olympiastarter Timo Barthel (SV Halle), der im Herbst ebenfalls längere Zeit pausieren musste. Der Weltcupauftakt steigt vom 26. Februar – 01. März in Montreal (CAN). Daneben geht es bei den Hallenmeisterschaften auch noch um die Startplätze beim Canada Cup of Diving (09. – 12. April in Windsor/CAN), einem ebenfalls gut besetzten internationalen Vergleichswettkampf.

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Wie München mit seiner Doppel-EM 2026 den deutschen Schwimmnachwuchs beflügelt

Genau 40 Jahre, nachdem die Junior*innen-Europameisterschaften (JEM) im Schwimmen zuletzt in einer deutschen Stadt stattgefunden haben – damals 1986 in West-Berlin –, kehren die kontinentalen Nachwuchstitelkämpfe nach Deutschland zurück. Die Talentschau von Europas besten jungen Schwimmer*innen findet vom 07. – 12. Juli 2026 in München statt. Nachdem die Vollversammlung des Stadtrats vor dem Jahreswechsel grünes Licht gegeben hatte, wurden mittlerweile nun auch alle Verträge dazu rechtsgültig unterzeichnet.

 

Austragungsort der Titelkämpfe wird die traditionsreiche und mittlerweile umfassend sanierte Olympia-Schwimmhalle sein. Erbaut für die Olympischen Spiele 1972 und dort Bühne der Weltstars Mark Spitz (USA), Roland Matthes (DDR) oder Shane Gould (AUS). Bereits zuvor vom 30. Juni – 04. Juli richtet München außerdem die EM der Junior*innen im Synchronschwimmen aus. Das Schwimmsportfestival für den Nachwuchs findet damit erstmals in einem kombinierten Format an einem Ort statt. Es ist überhaupt das erste Mal, dass eine Nachwuchs-EM im Synchronschwimmen hierzulande stattfindet.

 

München schärft das Profil als Sportstadt

 

Der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer sagte: „2026 wird Deutschland mit München zum Zentrum des europäischen Schwimmsports. Die Vergabe von gleich zwei Junior*innen-Europameisterschaften ist ein starkes Signal für die Nachwuchsförderung und gibt unseren Talenten weiteren Rückenwind auf dem Weg zu Olympia. Zugleich unterstreicht die Doppel-Vergabe die Bedeutung unseres Landes für die Entwicklung des Spitzensports in Europa und darüber hinaus. Der Stadt München bietet sich dabei die großartige Gelegenheit, ihr Profil als lebendige Sportstadt zu schärfen. Die JEM ist für uns eine große Chance, möglichst viele junge Münchner*innen für den Schwimmsport zu begeistern.“

 

Das Event gilt als wichtiger Gradmesser für die Entwicklung der jungen Talente und als Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 und 2032. Bei den letztjährigen Europameisterschaften der Junior*innen in Samorin (SVK) hatte der DSV beim Schwimmen gleich zehn Podestplätze erreicht. Deutschland gelang damit als einer von nur vier Nationen eine zweistellige Medaillenausbeute. „Natürlich streben wir an, den Heimvorteil in diesem Jahr erfolgreich zu nutzen. Münchens olympisches Flair wird so manche Karriere sicherlich erst so richtig beflügeln“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.

 

Der Ticketverkauf startet dann im März

 

Auch das Synchronschwimmen befindet sich in Deutschland derzeit stark im Aufschwung, großen Anteil daran hat gerade auch der Standort München mit seiner starken Nachwuchsarbeit. „Das Synchronschwimmen hat hierzulande in den vergangenen Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen. Wir glauben, dass die Austragung der JEM diese weiter befördern kann und unseren Nachwuchs zusätzlich motivieren wird“, sagte Bundestrainerin Stephanie Marx.

 

Die JEM-Qualifikation im Schwimmen wird gemäß der DSV-Nominierungsrichtlinie bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April) und am Wochenende zuvor möglich sein. Der Ticketverkauf für die JEM soll aber schon im März beginnen. Aufgrund der großen Anzahl von Teilnehmenden aus 45 Ländern werden pro Tag wohl jeweils rund 1.500 Tribünentickets zur Auswahl stehen.

 

„Wir freuen uns darauf, junge Athlet*innen aus ganz Europa in der sanierten Olympia-Schwimmhalle willkommen zu heißen – und gleichzeitig neue Impulse für den Schwimmsport in München zu setzen. Dieses Ereignis wird weit über die Wettkampftage hinaus wirken“, betonte Münchens zuständige Bürgermeisterin Verena Dietl.

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Jette Müller gewinnt Herzschlagfinale vor Synchronpartnerin Lena Hentschel

Es war die bislang knappste Entscheidung bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wasserspringen in Berlin. Nur 0,35 Zähler lagen am Samstag zwischen Jette Müller (WSC Rostock) als Siegerin vom 3m-Brett mit 278,75 Punkten und der Zweitplatzierten Lena Hentschel (WSC Rostock) mit 278,40. Bevor sie am Sonntag zum Abschluss der Titelkämpfe im 3m-Synchronspringen noch einmal gemeinsam antreten (zu verfolgen ab 09:30 im Livestream auf Sporteurope.TV), lieferten sich die beiden WM-Teilnehmerinnen ein spannendes Duell, das am Ende fast noch einen umgekehrten Ausgang bekommen hätte.

Nach drei Durchgängen hatte Jette Müller noch deutlich vorn gelegen – 37,50 Punkte betrug ihr Vorsprung zu diesem Zeitpunkt. Dann ließ die Rostockerin aber beim 3,5-fachen Salto vorwärts einige Punkte liegen, wohingegen dieser Sprung bei Hentschel zum Abschluss hervorragend gelang. Es reichte für die Lokalmatadorin aber nicht mehr, um sich noch an ihrer Synchronpartnerin vorbeizuschieben. „Ich bin froh, dass es noch zum Sieg gereicht hat“, sagte Müller. „Dafür, dass nach meinem Bundeswehrlehrgang erst seit drei Wochen wieder richtig im Training bin, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.“

Bereits im Vorkampf (310,95) und im Halbfinale (297,30) war die Rostockerin die Beste gewesen – am Vormittag übertraf sie dabei auch erstmals die Norm (300,00) des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) für die EM 2026 in Paris (FRA). „Es war wirklich spannend zwischen den beiden Arrivierten, das war schön für den Wettkampf. Im Finale konnten beide dann nicht mehr ganz die Qualität abrufen, zu der sie imstande sind. Aber die Tendenz geht ganz klar nach oben, deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt heute“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Dritte im Finale wurde die erst 14 Jahre alte Mariia-Luiza Biletova (Berliner TSC/234,90).

 

Turmspringer mit schöner Entwicklung

 

Spannend verlief auch das Finale im Turmspringen der Männer. Dort lagen die ersten Drei am Ende innerhalb von zehn Punkten eng beieinander. Im Vorkampf und im Halbfinale hatte sich noch Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) jeweils am stärksten präsentiert, im Halbfinale sogar mit der Top-Leistung von über 500 Punkten (500,90). Ausgerechnet im Finale geriet dann der eine oder andere Sprung aber nicht ganz optimal. Letztlich musste er sich mit 425,75 Punkten mit Bronze begnügen.

Den Sieg sicherte sich der EM-Silbermedaillengewinner dieses Jahres Ole Rösler (WSC Rostock) mit 435,75 vor Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/429,15). „Die drei haben sich gut duelliert. Für diesen Zeitpunkt der Saison war das eine super Leistung. Und ich freue mich auch über die Leistungen auf den weiteren Plätzen, zum Beispiel von Rayk Most oder von Hannes Eberspächer, die vom Schwierigkeitsgrad her nochmal deutlich aufgesattelt haben. Man sieht, dass sich im Turmspringen in Deutschland allgemein viel getan hat“, sagte Christoph Bohm.

>> Zum Zeitplan und zu den Ergebnissen

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Johannes Liebmann wird EM-Vierter mit Junioren-Weltrekord

Auf den Langstrecken sind Deutschlands Schwimmer seit Jahren spitze. Und das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern, so wie Johannes Liebmann bei diesen Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin (POL) aufgetreten ist. Der 18-Jährige vom SC Magdeburg zeigte bei seinem EM-Debüt in der offenen Klasse, wie schnell man den Übergang vom Nachwuchs- zum Spitzenbereich im Optimalfall schaffen kann. Nach Platz vier mit Junioren-Weltrekord über 400m Freistil zum EM-Auftakt wiederholte der Schüler aus der Trainingsgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn dieses Kunststück am Samstag über 800m Freistil gleich noch einmal.

In 7:30,47 Minuten verbesserte der JEM-Dritte dieses Jahres seinen im Vorlauf am Vortag aufgestellten Junioren-Weltrekord mit einem abgeklärten Auftritt noch einmal um eine halbe Sekunde. Schneller waren nur Zalán Sárkány (HUN/7:26,84), Lucas Henveaux (BEL/7:28,03) und 1500m-Sieger Daniel Wiffen (IRL/7:30,14). Oliver Klemet (SG Frankfurt) belegte Rang sechs (7:35,71).

 

Marrit Steenbergen mit den Europarekorden drei und vier 

 

„Natürlich hätte ich heute gern eine Medaille mitgenommen, dafür hätte ich aber ein paar Dinge besser machen müssen“, sagte Liebmann. „Insgesamt bin ich mit dieser EM-Woche aber sehr, sehr happy. Ich konnte hier deutlich mehr erreichen als erwartet, nicht nur wegen der Rekorde. Eigentlich wollte ich bei den Großen vor allem Erfahrungen erst einmal sammeln. Aber jetzt haben mich sogar Leute wie Daniel Wiffen wahrgenommen und auch angesprochen, das ist schon ein cooles Gefühl.“

Eine weitere Top-Platzierung erkämpfte sich auch Nina Holt. Die 22-Jährige vom SC Magdeburg kraulte am Tag nach Bronze über 100m Rücken in 52,16 Sekunden zu persönlicher Bestzeit samt Rang sechs über 100m Freistil. Der Titel ging hier an Marrit Steenbergen (NED), die in 50,42 den acht Jahre alten Europarekord von Übersprinterin Sarah Sjöström (SWE) um 16 Hundertstel unterbot. Zuvor hatte der Oranje-Star beim Sieg über 200m Lagen in 2:01,83 Minuten bereits ihren dritten Europarekord bei diesen Titelkämpfen aufgestellt. Damit sicherte sich die Weltmeisterin bereits vier Mal den Bonus von 5.000 Euro. Hinzukommen könnten am Ende noch 25.000 Euro für die punktbeste Leistung dieser Titelkämpfe.

 

Drei Deutsche im EM-Finale beim Brustsprint am Sonntag

 

Wenn die Kurzbahn-Europameisterschaften am Sonntag zu Ende gehen, steht Anna Elendt ein drittes Mal im Finale. Nach ihrem Sieg über 200m Brust reichten beim 50m-Sprint 29,64 Sekunden zu Rang acht im Halbfinale. Und ein Finale auf einer Außenbahn ist durchaus chancenreich, das weiß man seit ihrem WM-Sieg in Singapur. „If you have a lane, you have a chance“, beschrieb sie dort ihr erfolgreiches Motto. Schnellste war bisher 100m-Siegerin Eneli Jefimova (EST/29,00). Ebenfalls ihren dritten Endlauf konnte sich über 1500m Freistil Maya Werner (SC Magdeburg) sichern.

 

>> Alle Ergebnisse der Kurzbahn-EM

 

Bei den Männern hat das DSV-Team über 50m Brust am letzten EM-Tag sogar zwei Eisen im Feuer. Der WM-Fünfte Melvin Imoudu (Potsdamer SV) schnappte sich in neuer persönlicher Bestzeit von 25,94 Sekunden den vierten Finalplatz, sein 18 Jahre alter Vereinskollege Malte Gräfe kam mit 26,16 und damit dem zweiten deutschen Jahrgangsrekord an diesem Tag als Siebter weiter. Wie bei Liebmann verspricht das eine Menge für die nahe Zukunft.

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