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Für eine optimale Regeneration: DSV startet Zusammenarbeit mit Third of Life
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat mit der Third of Life GmbH eine neue Partnerschaft ins Leben gerufen, die seinen Mitgliedern zu einer optimalen Regeneration verhelfen wird. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden unter anderem die DSV-Kader für die Olympischen Spiele 2024 in Paris (FRA) von den Schlafexpert*innen der Münchner Firma individuell betreut und mit deren innovativen Produkten zur Schlafverbesserung ausgestattet. Im Rahmen des Schwimm-Weltcups in Berlin fand bereits eine Coaches Clinic zum Thema statt, um einen Wissenstransfer zu diesem wichtigen Thema in der Breite zu initiieren.
„Im Ringen um Höchstleistungen wird in Themen wie Trainingssteuerung und Ernährung überall auf der Welt unheimlich viel investiert, aber auch die Regeneration ist im Hochleistungssport extrem wichtig: im Training, im Wettkampf oder auch auf den vielen Reisen. Die beeindruckende Expertise von Third of Life auf diesem Gebiet wird uns helfen, auch hier das Maximum für unsere Athlet*innen herauszuholen“, sagte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann. „Im Spitzensport geht es immer professioneller zu, die frühe Aufklärung über die unbewussten Prozesse im Schlaf ist für mich daher ein Muss. Die Talente von heute sollten zum Beispiel früh genug lernen, dass das Blaulicht ihres Handys beim Einschlafen stören kann. Nur dann können sie dieses Wissen auch bewusst für sich und ihren meist sehr ausgefüllten Tagesablauf nutzen“, betonte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense.
Third of Life passt als Name bestens zum Programm, denn ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch bekanntlich im Schlaf. Dass dessen Bedeutung für die körperliche und mentale Regeneration in unserer Gesellschaft oftmals noch unterschätzt wird, veranlasste die beiden Geschäftsführer Frieder Kuhn und Dr. Hanno Deyle vor zehn Jahren dazu, ihre Firma zu gründen und sich dem Thema umfassend mit wissenschaftlichem Ansatz zu widmen. 2022 wurde Third of Life dafür zum nunmehr dritten Mal in Folge vom Institut für Gesundheit und Ergonomie (IGR) mit dem Innovationspreis für Ergonomie ausgezeichnet.
Zum Portfolio gehören den Schlaf und die Regeneration verbessernde Produkte, zum Beispiel vielfältig verstellbare Kissen, Bettdecken und Sleepwear. Ebenso die aiLigner-App, die mittels Scans die Körperhaltung und Schlafstellung analysiert, basierend darauf die Ergonomie im Bett optimiert und so Rücken- und Schulterschmerzen vorbeugt. „Wir sehen den Schlaf und dessen Verbesserung als das nächste Gesellschafts- und Gesundheitsthema, da er die Regeneration enorm beeinflusst und damit maßgeblich ist für unsere Gesundheit, unsere Stimmung und unsere Leitungsfähigkeit am Tag. Zusammen mit dem Deutschen Schwimm-Verband wollen wir nicht nur die Top-Athlet*innen unterstützen, sondern alle Menschen dafür sensibilisieren“, sagte Dr. Hanno Deyle.
Alle 563.000 DSV-Mitglieder können nach Nutzung der kostenlosen aiLigner-App die für sie empfohlenen Third-of-Life-Produkte mit einem exklusiven Rabatt von 15 Prozent erwerben. Hierfür ist im Onlineshop von third-of-life.com der Rabattcode DSVMember15 anzuwenden.
Warum Lukas Märtens im Olympiajahr sein Wettkampfprogramm umgestaltet
Bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) gewann Lukas Märtens in diesem Jahr Bronze über 400m Freistil und setzte damit seinen Erfolgsweg eindrucksvoll fort. Der Europameister von 2022 trägt jetzt auch beim Weltcup in Berlin (06. – 08. Oktober) die Hoffnungen des Gastgeberteams aus dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). In die neue Saison startet der 21-Jährige vom SC Magdeburg dabei mit einem neuen Plan, was die Wettkampfstrecken angeht. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) will sich Märtens nun voll auf die Mittelstrecken konzentrieren, und die 1500m Freistil dafür auf seinem Programm nehmen.
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„In Fukuoka wollte Lukas unbedingt noch mal probieren, seine volle Bandbreite anzugehen. Im Nachgang hat er gesehen, wie schnell seine 200 Meter Freistil als Startschwimmer in der Staffel waren, die Zeit hätte im Finale zu Rang vier gereicht. Und wenn wir da jetzt mehr Prozente an Aufmerksamkeit reingeben und er die 1500 Meter dafür wegschiebt, aus dem Training und auch aus dem Kopf, dann kann sich das alles noch mal ein Stück nach vorn entwickeln“, erklärt Bundestrainer Bernd Berkhahn dazu in einem großen Interview mit dem DSV-Verbandsmagazin „Swim&More“ (Oktober-Ausgabe). Die Entscheidung sei nach intensivem Austausch in der Sommerpause gefallen. „Ich habe Lukas erklärt, dass es für seine Basis gut ist, wenn er die 1500 Meter schwimmt – aber wir sollten es eben nicht bei internationalen Höhepunkten schwimmen, weil das Training dann doch sehr breit aufgestellt werden muss. Auch über die 400 Meter Freistil sehe ich noch Entwicklungspotenzial. Durch eine Konzentration auf weniger Strecken sind auch hier noch ein paar Prozentpunkte mehr drin. Am Ende nützen einem viele Starts nichts, wenn man keine Medaille gewinnt.“
Im DSV-Magazin spricht Berkhahn natürlich auch über die Lehren, die sich für Florian Wellbrock aus dem jüngsten WM-Abschneiden ergeben haben. Der Freiwasser-Olympiasieger und-Weltmeister musste seinen Weltcup-Start in Berlin allerdings wegen gesundheitlicher Probleme in den vergangenen Tagen kurzfristig absagen. Trotzdem wird beim Weltcup ein absolutes Weltklassefeld mit vielen WM-Medaillengewinner*innen aus knapp 50 Nationen zu sehen sein. Tageskarten kosten 29,00 Euro (ermäßigt 27,00 Euro). Dauerkarten für alle drei Tage sind für jeweils 82,00 Euro (ermäßigt 76,00 Euro) zu buchen.
Seit über 20 Jahren ist die „Swim&More“ fester Bestandteil des DSV und versorgt die DSV-Mitglieder und alle anderen Anhänger*innen des Wassersports mit aufwendig produzierten Geschichten in modernen Formaten und exklusiven Interviews über das Verbandsleben in den fünf olympischen Sportarten. Sie haben noch kein Abonnement? Jetzt noch bis zum 08. Oktober Abo für nur 59€/Jahr abschließen und die Oktober-Ausgabe mit vielen spannenden Themen direkt nach Hause geliefert bekommen.
Hannah Gätjen, Leo Leverkus und Arne Schubert gewinnen JEM-Bronze auf Korfu
Der Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hat am ersten Tag der Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen auf Korfu (GRE) drei Medaillen gewonnen. Hannah Gätjen (SG Stormarn Barsbüttel/Jahrgang 2006), Leo Leverkus (SG Karlsruhe/2008) und Arne Schubert (SC Magdeburg/2006) erkämpften sich bei besten Bedingungen auf der Ferieninsel am Freitag jeweils Bronze.
Gleich im ersten Rennen der Titelkämpfe am Vormittag zeigte Leverkus, der in diesem Jahr schon im Becken mit sechs Siegen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften beeindruckt hatte, sein großes Potenzial. Im 5km-Rennen musste er mit einer Zeit 57:57,06 Minuten nur Mate Karpati (HUN/57:28,8) und Michele Pezzoli (ITA/57:56,7) den Vortritt lassen, hinter Leverkus belegte Ivan Korolev (58:07,3/TV Gut Heil Billstedt) Rang vier. Luis Lengfellner (SC Regensburg/58:12,4) wurde Neunter. Bei den Mädchen dieses Altersbereichs siegte Amelie Blocksidge (GBR) überlegen nach 1:00:20,0 Stunden, beste Deutsche war Laura Marie Blumenthal Haz (TB1888 Erlangen/1:03:21,3) auf Rang neun direkt vor ihrer Vereinskollegin Annika Dewdney (1:03:25,2). Mira Helget (SGR Karlsruhe/1:03:34,8) kraulte auf Rang 13.
Für die 16- bis 17-Jährigen stand am Nachmittag dann das Rennen über 7,5 km an. Hier siegte Glenda Abonyi-Toth (HUN/1:31:35,2) vor Clara Martinez de Salinas Pena (ESP/1:31:49,8), Hannah Gätjen konnte sich nach Staffelsilber im Vorjahr diesmal über eine Einzelmedaille freuen. Julia Ackermann (SC Chemnitz/Jahrgang 2007), die im Vorjahr 5km-Gold und in diesem Jahr bereits JEM-Bronze im Becken über 800m Freistil gewonnen hatte, wurde diesmal Siebte (1:33:41,3), Julia Barth (TB 1888 Erlangen) belegte zudem Rang elf (1:34:18,1).
Bei den Jungen hatte Bartosz Kapala (POL/1:24:45,5) den stärksten Endspurt und setzte sich vor Hunor Kovacs Seres (HUN/1:24:49,8) und Arne Schubert (1:24:49,9) durch. Nach Platz vier im Vorjahr und gesundheitlichen Problemen bei der diesjährigen JEM im Becken freute sich Schubert über dieses Edelmetall natürlich besonders. Auf acht und neun landeten die ein Jahr jüngeren David Kuhn (SV Würzburg 05/1:25:33,2) und Diego Alfons Heinze (SC Wiesbaden/1:25:52,5). „Mit drei Medaillen ist uns hier ein toller Start gelungen, so darf es an den kommenden Tagen gern weitergehen“, lobte Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Bünde.
Titel-Hattrick für Isabel Gose, Gold mit WM-Norm auch für Sven Schwarz
Aller guten Dinge sind drei, das galt für Schwimmerin Isabel Gose auch bei den U23-Europameisterschaften in Dublin (IRL). Über 1500m Freistil schwamm die 21-Jährige vom SC Magdeburg am Sonntag in 16:02,89 Minuten bereits zu ihrem dritten Gold bei diesen Titelkämpfen, dahinter machte diesmal Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm/16:23,17) den dritten deutschen Doppelsieg auf den langen Freistilstrecken perfekt.
„Das hat hier noch einmal richtig viel Spaß gemacht, ich gehe nun mit einem sehr schönen Gefühl aus der Saison heraus. Trotz der anstrengenden WM vorweg hat das auch vom Kopf her gut funktioniert, denau so hatten wir uns das vorgestellt. Das gibt sicher auch Schwung für die Olympiasaison“, freute sich Gose, die nun erstmal zehn Tage Wellnessurlaub auf Mallorca eingeplant hat.
Wie schon am Vortag bei Cedric Büssing durfte sich das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auch diesmal aber noch über eine zweite Goldmedaille bei einem der Männerrennen freuen, damit stehen insgesamt fünf Titel, viermal Silber, zweimal Bronze plus Rang drei im Medaillenspiegel in der Endbilanz. Denn Sven Schwarzkraulte über 800m Freistil in 7:41,77 Minuten im letzten Einzelrennen dann noch dem WM-Vierten und Europarekordler Daniel Wiffen (IRL/7:45,59) davon und schlug als Erster an. Der 21-Jährige von Waspo 98 Hannover blieb wie beim Silber über 1500m Freistil auch hier klar unter Normzeit (7:51,65) für die Weltmeisterschaften 2024 in Doha (02. – 18. Februar), und er war damit schneller als Florian Wellbrock bei der WM in Fukuoka (JPN/7:45,87).
„Es tut richtig gut, zweitbester Deutscher in diesem Sommer zu sein. Wir haben nun mal vier Topleute und müssen uns damit arrangieren“, sagte Schwarz. „Nachdem ich die WM in Japan trotz guter Zeiten knapp verpasst hatte, hätte es jedenfalls keinen Sinn gemacht, den Kopf in den Sand zu stecken. „Auf jeden Fall hat sich hier nun ausgezahlt, dass ich auch danach hart weitergearbeitet habe.“
Zum Abschluss erkämpfte sich auch noch die Mixed-Staffel über 4x100m Freistil EM-Bronze. Ole Mats Eidam(Potsdamer SV/49,79 Sekunden), Timo Sorgius (SSG Leipzig/49,57), Nele Schulze (SG Neukölln Berlin/54,81) und Nina Sandrine Jazy (SG Essen/54,73) schlugen nach 3:28,90 Minuten knapp hinter Polen (3:28,32) und Großbritannien (3:28,52) an. Die USA hatte außerhalb der EM-Wertung hier als Erste (3:27,35) angeschlagen.
Zuvor war Nele Schulze am Sonntag bereits EM-Vierte über 100m Freistil (55,21) geworden. Louis Dramm(Dresdner Delphine) wurde am Sonntag zudem EM-Siebter über 200m Lagen (2:02,06). Kim Herkle (SV Cannstatt) belegte EM-Platz acht über 200m Brust (2:29,04), ebenso wie Ole Mats Eidam über 100m Freistil (49,34). „Das war eine gelungene Premiere für diese Veranstaltung, aus sportlicher wie aus organisatorischer Sicht“, bilanzierte denn auch Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.
Deutschlands Wasserballler scheiden nach Krimi im Viertelfinale aus
Bei den FISU University World Games in Chengdu (CHN) sind Deutschlands Wasserballer im Viertelfinale ausgeschieden. Die von Bundestrainer Milos Sekulic betreute Auswahl verlor gegen Georgien denkbar knapp mit 15:16 (3:3, 1:2, 5:5, 3:2/3:4) nach Fünfmeter-Werfen.
Anders als so oft im Turnierverlauf gelang es den Deutschen am Freitag nicht, den körperlich starken und im Abschluss sehr effizienten Gegner dauerhaft unter Druck zu setzen. Die meiste Zeit schwamm man selbst einem Rückstand hinterher, so auch in der dramatischen Schlussphase: 9,8 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit nahm Sekulic bei einem Treffer Rückstand nochmal eine Auszeit und stimmte die Seinen taktisch für den finalen Spielzug ein. Als Denis Strelezkij dann 0,7 Sekunden vor Schluss aus der Distanz tatsächlich zum 12:12-Ausgleich traf, schien die Partie zu kippen. Das Momentum lag jetzt auf deutscher Seite.
Denn beim sofort folgendem Fünfmeter-Werfen trafen mit Sascha Seifert und Fynn Schütze die ersten beiden deutschen Schützen und die Georgier lagen plötzlich 0:2 hinten. Mit einem weiteren Treffer wäre die Partie gewonnen gewesen, es folgten aber leider drei Fehlwürfe. Georgien schaffte noch einmal den Ausgleich und erzwang so die Verlängerung des Fünfmeter-Werfens. Nach weiteren Treffern auf beiden Seiten traf beim siebten Wurf dann nur noch Georgien und zog damit ins Halbfinale ein. Für Deutschland geht es nun in der Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht am Sonntag gegen Japan (9:22 gegen Italien) weiter.
„Im Endeffekt belohnen wir uns nicht für den Kampf, den wir während des ganzen Spiels gezeigt haben und mit dem wir noch ausgleichen konnten mit der Schlusssekunde“, sagte Lukas Küppers. „Fünfmeter-Schießen sind für mich immer auch ein bisschen Glückssache. Es ist megabitter, dass unser Torwart Felix Benke ein 2:0 für uns vorlegt und wir dann dreimal hintereinander nicht die Nerven behalten und das Ding zumachen. Das ist eine Mega-Enttäuschung und man kann es noch gar nicht begreifen.“
„Das war eine der bittersten Niederlagen meiner Karriere“, sagte ein enttäuschter Strelezkij, richtete den Blick aber gleich wieder nach vorne: „Jetzt heißt es Mund abwischen, weitermachen und die bestmögliche Platzierung erreichen. Trotz allem war die Atmosphäre in der Halle heute toll. In Deutschland haben wir teilweise in der Bundesliga nicht so viele Zuschauer.“
Im Wasserspringen zog derweil Alexander Lube (SV Neptun Aachen) ins Finale vom 1m-Brett ein. Ebenfalls in den Endkampf am Samstag schafften es beim Schwimmen Bente Fischer Sport-Union Neckarsulm) als Vierte über 200m Brust (2:29,19 Minuten) und Luca Nik Armbruster (SG Neukölln Berlin) als Fünfter über 100m Freistil (49,47 Sekunden).
Weltcup in Paris: Testlauf auf der Olympiastrecke gefährdet
Für die weltbesten Freiwasserschwimmer*innen wurde direkt im Anschluss an die Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) noch ein spannender Wettkampf angesetzt, am Sonntag stehen Weltcuprennen über 10km in Paris (FRA) an. Die vierte von fünf Weltcupstationen ist dabei als offizieller Testlauf für die Olympischen Spiele in genau einem Jahr ausgeschrieben. Geschwommen wird in der Seine rund um die Brücke Pont Alexandre III zwischen dem Grand Palais an der Champs-Élysées und dem Invalidendom, wo dann in zwölf Monaten auch die Olympiamedaillen vergeben werden.
Doppelweltmeisterin Leonie Beck, die nach ihren zwei Auftaktsiegen zu Saisonbeginn aktuell auf Platz zwei der Gesamtwertung liegt und nach ihren WM-Erfolgen von den Sporthilfe-Geförderten gerade zu deren „Sportlerin des Monats“ gekürt wurde, hat ebenso gemeldet wie der WM-Dritte Oliver Klemet. Einzig der nach Doppelgold ebenfalls bereits für Olympia qualifizierte Florian Wellbrock sagte nach seinem langen Japan-Aufenthalt inklusive Beckenrennen seine Teilnahme kurzfristig ab. „Wir wollen natürlich die Gegebenheiten an der Strecke schon einmal kennenlernen“, sagte Freiwasser-Bundestrainer Constantin Depmeyer.
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Die 1,66km lange Runde besteht aufgrund des Flussverlaufs dabei aus zwei 795 Meter langen Geraden, gewendet wird dann jeweils zwischen zwei Bojen mit nur 35 Meter Abstand. Die Bedingungen ähneln damit also sehr einem Beckenrennen. „Taktisch ergeben sich da nicht so viele Möglichkeiten, man sollte die Strömung im Fluss aber auf jeden Fall ganz genau analysieren“, so Depmeyer. „Denn man muss sich an den Bojen perfekt positionieren, so kurz hintereinander kann man sonst schnell sehr viele Plätze einbüßen beim kleinsten Fehler.“
Mit Spannung wird am Wochenende natürlich auch auf die Wasserqualität geblickt. Bereits im Jahr 1923 war das Schwimmen in der Seine offiziell verboten worden, weil wegen Fäkalbakterien sonst Haut- und Magen-Darm-Infektionen drohen und auch immer mehr industrielle Belastungen entstanden. Für Olympia wurde daher in den Kläranlagen in riesige unterirdische Regenrückhaltebecken investiert, in denen das Wasser nun zusätzlich mit einem Säuregemisch desinfiziert wird. Das Problem dabei allerdings: Bei Regenfällen leidet die Wasserqualität wie überall auf der Welt sehr stark aufgrund der großen Menge an Einspülungen. Und auch in Paris gab es in letzter Zeit viele Niederschläge, das für vergangenen Sonntag vorgesehene Probeschwimmen war daher abgesagt worden. Auch in dieser Woche wurde für Paris immer wieder Regen vorhergesagt.
Am Freitag wurde dann auch das für Samstag geplante Frauen-Rennen auf Sonntag verschoben. Eine weitere Messung am frühen Sonntagmorgen könnte nun allerdings auch zur kompletten Absage führen.
Mixed-Synchronteam springt beim WM-Debüt auf Platz sieben
Zum Abschluss der Wettbewerbe im Wasserspringen bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) haben Jana Lisa Rother (Berliner TSC) und Alexander Lube (SV Neptun Aachen) im 3m-Mixed-Synchronspringen Platz sieben erreicht. Das Paar kam am Samstagmorgen (MESZ) auf 270,45 Punkte und war damit das drittbeste europäische Team. Im kontinentalen Vergleich konnten sie sich damit gegenüber der EM im Juni um einen Platz nach vorne schieben.
>> Alle Ergebnisse vom Wasserspringen
Nach drei von fünf Runden hatten die Deutschen zwischenzeitlich sogar auf Rang fünf gelegen, doch auch mit dem Endergebnis durften sie letztendlich sehr zufrieden sein. Immerhin war es für beide die erste WM und überhaupt erst ihr zweiter gemeinsamer Auftritt auf der internationalen Bühne nach den diesjährigen Europameisterschaften. „Wir haben die Atmosphäre hier sehr genossen”, sagte Lube nach dem Wettkampf. Auch seine Partnerin meinte: „Wir nehmen die WM als eine tolle Erfahrung mit nach Hause, es hat super viel Spaß gemacht, und durch die guten Ergebnisse natürlich umso mehr. Wir haben bei dem Wettkampf keinen großen Fehler gemacht. Da waren bei jedem Sprung ein paar Kleinigkeiten, die wir auch im Training schon mal besser gezeigt haben, wir wissen also, dass da sogar noch ein paar Punkte mehr drin gewesen wären. Aber wir sind rundum sehr zufrieden. Wir haben coole Sprünge gezeigt, und es ist schön zu wissen, dass wir wirklich vorne mitkämpfen können”, so Rother.
„Platz sieben ist prima, freuen wir uns. Das war ein sehr solider Abschluss und völlig okay”, fand auch Bundestrainer Christoph Bohm. „Die anderen Teams waren einfach auch sehr gut und sehr stark.” Gold holten die Chines*innen Zhu Zifeng und Lin Shan, die mit 326,10 Punkten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigten. Silber sicherte sich Australien (307,38), die Bronzemedaille ging nach Italien (294,12). Insgesamt waren 16 Paare am Start, nur einmal in der WM-Historie – 2019 in Gwangju (KOR) mit damals 18 Teams – waren es noch mehr gewesen. Das 3m-Mixed-Synchronspringen ist seit 2015 Teil des WM-Programms.
Am Sonntag fliegen die deutschen Wasserspringer*innen zurück in die Heimat, um sich dort direkt auf das nächste internationale Highlight einzustimmen: Vom 04. – 06. August findet in Berlin nämlich das Weltcupfinale statt, für das sich neben zahlreichen internationalen Assen aus insgesamt 18 Nationen auch acht Deutsche qualifiziert haben. Bei den Männern sind das Turm-Europameister Timo Barthel, 3m-Europameister Moritz Wesemann (beide SV Halle) sowie Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Lars Rüdiger; bei den Frauen starten Jana Lisa Rother, Lena Hentschel sowie Elena und Christina Wassen, die amtierenden Europameisterinnen im Turm-Synchronspringen (alle Berliner TSC).
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Lars Rüdiger sichert ein weiteres Olympiaticket vom 3m-Brett
Nach dem letzten Versuch von Lars Rüdiger (Berliner TSC) im Halbfinale des 3m-Wettkampfs ballte Bundestrainer Christoph Bohm die Faust, noch bevor das Ergebnis auf der Anzeigetafel auftauchte. So als ahnte er schon, dass diese Leistung für den Finaleinzug reichen würde. Momente später dann die offizielle Bestätigung: Als Zwölfter mit 409,70 Punkten schaffte Rüdiger in Fukuoka (JPN) den Sprung ins WM-Finale – wenn auch nur knapp, am Ende lag er nämlich nur 0,25 Punkte vor Jonathan Ruvalcaba (DOM/409,45). Umso größer war der Jubel, denn mit dem Finaleinzug holte der Berliner zugleich ein weiteres Olympiaticket für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Deutschland wird damit in dieser Disziplin bei den Sommerspielen 2024 in Paris (FRA) mit den maximal möglichen zwei Athleten an den Start gehen.
„Ich bin überglücklich”, jubelte Rüdiger. „Ich hätte es im Leben nicht gedacht, dass es klappt, gerade nachdem es im Synchronwettkampf nicht so gut lief. Ich habe einfach nochmal alles gegeben. Der Vorkampf war ein Fünf-Stunden-Ding, das war schon unglaublich, das habe ich auch noch nie gehabt mit fast 70 Startern. Jetzt diesen Mammut-Tag hinter mir zu haben, mit einem Quotenplatz, das ist einfach das beste Gefühl, was ich seit langem hatte. Nach der ersten Runde im Halbfinale war der 27-Jährige noch Letzter gewesen, hatte dann aber eine starke Aufholjagd gestartet und sich so zum ersten Mal einen Platz in einem WM-Einzelfinale gesichert.
>> Timo Barthel interviewt Lars Rüdiger nach diesem Erfolg
Ebenfalls im Finale steht Moritz Wesemann (SV Halle), der mit 448,45 Punkten und Platz fünf sogar noch weiter vorne platziert war und bei der Entscheidung nun auf eine Medaille schielt. „Die Chance ist auf jeden Fall da, ich habe das Potenzial. Man muss aber auch einfach schauen, wie die anderen morgen abschneiden werden”, sagte er. Als Europameister hatte der Hallenser bereits im Juni einen Olympia-Startplatz für Deutschland gesichert. Die Quotenplätze beim Wasserspringen sind zwar nicht personalisiert, aber ein Athlet kann auch bei unterschiedlichen Wettkämpfen nicht zwei davon holen.
Nach diesem starken Ergebnis des Teams flossen bei Christoph Bohm erst einmal ein paar Tränen vor Freude. „Das war für mich bisher der emotionalste Moment hier. Lars hatte sich ja letztes Jahr schwer verletzt, er ist damals beim Vorbereitungslehrgang auf die EM in Rom mit dem Kopf ans Brett gekommen, ich habe ihn aus dem Wasser geholt. Für mich war die Karriere eigentlich mit dem Unfall vorbei, aber er hat sich zurückgekämpft, hat gezeigt, was er für ein Mann ist und wie er sich so einer Sache stellt. Und jetzt ein Jahr später bei der WM einen Quotenplatz zu holen, das ist einfach nur gigantisch”, sagte er.
Beide Deutschen konnten sich gegenüber dem Vorkampf verbessern, Wesemann sogar gleich um knapp 40 Punkte. Allein beim Rückwärtssalto, mit dem er in der Qualifikation noch Probleme hatte, war er um 23 Punkte besser. „Ich bin sehr zufrieden. Da waren zwar noch ein paar Kleinigkeiten, die man hätte besser machen können, aber das Finale kommt ja noch”, meinte er. Als Favorit geht am Donnerstag (11:00 Uhr MESZ) Wang Zongyuan in die Entscheidung. Der Titelverteidiger aus China kam schon im Halbfinale auf überragende 546,25 Punkte.
Zwei Finaltickets für die Wassens und zwei Olympiaplätze für Deutschland vom Turm
Mit der Optimalausbeute von zwei Final- und damit zugleich Olympiaplätzen ging am Dienstag das Halbfinale im Turmspringen der Frauen zu Ende. Zwar mussten Christina Wassen und ihre Schwester Elena Wassen (beide Berliner TSC) am Ende noch einmal zittern. Doch mit 309,05 beziehungsweise 307,30 Punkten qualifizierten sie sich letztlich doch beide für die Entscheidung am Mittwoch (11:00 Uhr MESZ) und sicherten damit zwei Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2024 in Paris (FRA). Deutschland ist neben China und Mexiko als einzige Nation mit zwei Springerinnen im Finale vertreten.
„Es ist das Optimum. Zwei Qualiplätze für Deutschland – besser geht's nicht. Wir haben noch nie so früh die zwei Olympiaplätze geholt, es war immer ein Zittern beim Weltcup oder bei der WM in diesem Fall, aber so ist es perfekt”, jubelte Bundestrainer Christoph Bohm. „Es ist schwierig, durch das Feld durchzukommen, aber sie haben eine super Punktzahl gezeigt, auch wenn sie beide je einen Fehler eingebaut haben. Sie haben unsere nationale Qualifikationsnorm deutlich übertroffen, das ist international auch immer ein Zeichen, dass man wirklich gut dabei ist.”
Beide Geschwister starteten sehr gut in den Wettkampf, die Wertungen in den ersten drei Versuchen waren bei beiden jeweils deutlich höher als im Vorkampf. Nach drei Runden hatten sie sich so bereits einen Vorsprung von 13,5 beziehungsweise sogar 17 Zählern auf Rang 13 als dem ersten Nicht-Finalplatz herausgearbeitet. Danach war aber im vierten Durchgang Christinas Handstandsprung wieder nicht optimal, und auch beim abschließenden Schraubensalto spritzte es bei ihr beim Eintauchen ein bisschen zu viel. Elena wiederum war beim Handstandsalto deutlich drüber beim Eintauchen und musste ebenfalls bangen. „Ich habe schon gedacht, das wars. Dann habe ich mich natürlich extrem geärgert und aus Frust schon mein Handy durch die Gegend geschmissen”, sagte Elena. „Und dann hat Lena (Hentschel, Anm. d. Red.) auf einmal gesagt: Wir sind drin!”
Bei den Europameisterschaften in Polen hatte Christina Wassen die erste Chance auf den Olympiaplatz noch knapp verpasst, umso ärgerlich hätte sie es gefunden, wenn es diesmal wieder nicht gereicht hätte. „Elena und ich haben dann bei jedem gehofft, dass vielleicht doch noch ein kleiner Patzer passiert. Dass dann ausgerechnet der Britin (Andrea Spendolini Sirieix, Anm. d. Red.) so ein Fehler unterläuft, damit haben wir nicht gerechnet. Aber es ist umso schöner, dass es jetzt mit Platz elf und zwölf gereicht hat”, jubelte sie.
Beste Springerinnen im Halbfinale waren wieder einmal die Chinesinnen: Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Quan Hongchan war mit 451,40 am stärksten, gefolgt von ihrer Landsfrau Chen Yuxi (430,05).
Wassen-Schwestern springen gemeinsam ins Turm-Halbfinale
Mit dem Turmspringen der Frauen startete bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) am Dienstag die erste Einzeldisziplin, in der es um die Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2024 in Paris (FRA) geht. Mit dem Finaleinzug würde man dort automatisch auch ein Olympiaticket für sein Land sichern. Für die beiden deutschen Starterinnen Elena Wassen und Christina Wassen (beide Berliner TSC) galt es in der Nacht jedoch zunächst einmal, den Vorkampf zu überstehen und ins Halbfinale der besten 18 einzuziehen, was beide souverän meisterten.
Elena Wassen, die jüngere der beiden Geschwister, kam mit 298,60 Punkten auf Platz zehn im Vorkampf. Der Auftakt verlief zunächst durchwachsen, nach den ersten beiden Runden lag sie nur auf Rang 22. Mit einem sehr starken 2,5-fachen Salto rückwärts und einem nicht minder guten Delfinsalto brachte sie sich jedoch wieder auf Kurs und kam am Ende locker eine Runde weiter. „Am Anfang hat sie ein kleines bisschen gewackelt bei den Sprüngen, die sie eigentlich gut kann, da hat sie noch Reserven gelassen. Aber hinten raus hat sie die letzten drei Sprünge sensationell reingebracht. Platz zehn ist super”, freute sich Bundestrainer Christoph Bohm.
Auch Christina Wassen zeigte eine stabile Leistung und beendete die Qualifikation mit 290,60 auf Platz 14. Mit einem sehr sauberen Schraubensalto zum Abschluss machte sie das Weiterkommen perfekt. „Sie hat einen Fehler gemacht beim Handstand, das ist auch so ein bisschen ihr neuralgischer Punkt, aber ansonsten ist sie sehr gut durchgesprungen und ebenfalls im Halbfinale. Das war das Minimalziel”, sagte Bohm. „Das war ein starker Vorkampf von beiden. Im Halbfinale muss es jetzt das Ziel sein, in Richtung Finale zu schauen.” Stärkste im Vorkampf war die Chinesin Quan Hongchan mit 435,60 Punkten. Das Halbfinale findet ebenfalls noch am Dienstag um 07:30 Uhr (MESZ) statt.
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Synchronschwimmen: Bestleistung für Klara Bleyer und Susana Rovner
Beim Synchronschwimmen belegte das deutsche Duett mit Klara Bleyer und Susana Rovner (beide Freie Schwimmer Bochum) in der Nacht Platz 18 von 36 Paaren im Vorkampf der Freien Kür. Mit 148,8394 Punkten holten sie dabei ein noch besseres Ergebnis als kürzlich bei den Europameisterschaften in Polen. Und während sie dort für ihren Auftritt noch vier Base Marks kassiert und einen entsprechend höheren Punktabzug bekommen hatten, waren es dieses Mal nur zwei. Eine Base Mark gibt es im neuen Wertungssystem immer dann, wenn ein Element nicht genau so geschwommen wird, wie es in der Coach Card angegeben wurde.
Für die 19-jährige Bleyer und die noch ein Jahr jüngere Rovner ist es das erste Jahr im Erwachsenenbereich und auch die erste WM in der offenen Klasse. „Wir sind ganz gut durchgekommen, die Verbesserung ist im Vergleich zur EM zu sehen. Wir sind zufrieden, aber es ist noch Luft nach oben”, sagte Rovner. Trainerin Stella Mukhamedova lobte den Auftritt ebenfalls: „Ich bin mit der Leistung der beiden zufrieden, sie sind gut geschwommen. Für die Premiere bei einer Weltmeisterschaft war das schon ganz souverän. Sie waren früh dran mit der Startnummer zwei, das ist immer nicht ganz einfach, weil das Wertungsgericht da oft noch etwas strenger ist.” Die beste Leistung im Vorkampf erzielten die österreichischen Schwestern Anna-Maria Alexandri und Eirini-Marina Alexandri (251,4313).
