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DSV-Männer erfüllen sich ihren Traum und fahren als Turniersieger zum Weltcup-Finale
Beim World Aquatics Water Polo World Cup Final vom 30. Juni – 02. Juli in Los Angeles (USA) kommen die weltbesten Wasserballnationen zusammen. In diesem Jahr gehört neben Spanien, Italien, Griechenland, Ungarn, die USA und Serbien auch Deutschland zu diesem illustren Kreis. Beim Weltcup in Berlin erfüllte sich das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Sonntag seinen Traum von einer Reise an die amerikanische Westküste. Im Finalspiel gegen Kasachstan ließ die Auswahl von Bundestrainer Milos Sekulic von der ersten Sekunde an keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle und siegte am Ende völlig ungefährdet mit 12:1 (3:0, 0:0, 7:1, 1:0).
„Es war hier von Anfang an unser Ziel, uns für Los Angeles zu qualifizieren. Damit ist jetzt ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte Torhüter Felix Benke, der für seine Glanzleistung mit nur einem Gegentreffer zum Spieler des Spiels gewählt wurde.
Wie schon in den Vorrundenspielen ging Deutschland auch diesmal wieder sofort in Führung, Fynn Schütze verwandelte seinen Strafwurf sicher, kurz darauf war auch Mark Gansen aus fünf Metern erfolgreich. Tatsächlich lag die deutsche Mannschaft während des gesamten Turniers nicht einmal in Rückstand. Aber während sie am Vortag vor allem in der Offensive geglänzt hatte, war diesmal insbesondere die starke Abwehrleistung der Schlüssel zum Erfolg. Die Deutschen ließen kaum einfache Würfe zu und standen stark im Block, zudem präsentierte sich Felix Benke einmal mehr als sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. In den ersten 23:15 Minuten ließ Deutschland so kein einziges Gegentor zu. „Wir hatten die Würfe der Kasachen vorher genau studiert“, erklärte Benke.
Im dritten Viertel kam dann auch der deutsche Angriff ins Rollen. Mit 7:1 entschied das DSV-Team diesen Abschnitt für sich – erst wurde Ferdinand Korbel in zentraler Position zweimal schön freigespielt, danach war es dreimal Yannek Chiru, der am Ende zusammen mit Gansen (ebenfalls drei Treffer) auch bester deutscher Torschütze wurde. Erst in der 24. Minute gelang dann auch den Kasachen ihr erstes Tor, doch das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Durch zwei weitere Treffer im Schlussviertel holte sich Deutschland dank des besseren Torverhältnisses sogar noch Platz eins beim Berliner Turnier vor Rumänien, das sich zuvor durch ein 18:9 gegen China das erste Ticket für Los Angeles gesichert hatte.
„Am Anfang war es eine schwierige Geburt, aber vier Spiele in drei Tagen sind auch ziemlich hart. Wir waren am Anfang träge, aber dann haben wir eine Ansage vom Trainer bekommen, endlich richtig zu spielen – und dann lief es“, sagte Mark Gansen. „Jetzt freuen wir uns als nächstes auf die EM-Qualifikation und danach auf das Turnier in Los Angeles.“ Der erste Gegner beim Weltcup-Finale Ende Juni steht bereits fest: Im Viertelfinale trifft Deutschland dort auf Weltmeister Spanien.
In der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) geht es aber schon in zwei Wochen mit hochklassigem Sport weiter: Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen vom 23. – 27. Mai in Berlin kämpfen die größten Schwimmtalente des Landes um Meisterehren.
Drittes Spiel, dritter Sieg: Deutschland als Gruppensieger im Weltcup-Finale
Deutschlands Wasserballer haben die Vorrunde beim World Aquatics Water Polo World Cup in Berlin mit einem weiteren Sieg als ungeschlagener Gruppensieger abgeschlossen und dürfen mehr denn je von der Reise zum Super Final Ende Juni in Los Angeles (USA) träumen. Am Samstagabend gewann die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auch noch das abschließende Vorrundenspiel gegen China mit 16:11 (6:2, 3:5, 5:2, 2:2) und wurde danach mit Standing Ovations von den Zuschauer*innen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) gefeiert.
„Wir sind sehr glücklich mit unserer heutigen Leistung“, sagte Denis Strelezkij, der sich mit seinen vier Toren die Auszeichnung zum besten Spieler des Spiels verdiente. Teamkollege Zoran Bozic, dem heute ebenfalls vier Treffer gelangen, meinte: „Dieser Sieg mit dieser jungen Mannschaft hat sich sehr gut angefühlt.“
Deutschlands Gegner im zweiten Finalspiel ist am Sonntag um 19:15 Uhr Kasachstan. Zuvor treffen im ersten Finalspiel China und Rumänien aufeinander (17:30 Uhr). Die Sieger dieser beiden Partien qualifizieren sich für das Super Final vom 30. Juni – 02. Juli in den USA. Die weiteren Paarungen am Schlusstag lauten Malta gegen den Iran um Platz fünf (14:00 Uhr) sowie Neuseeland gegen Südafrika um Platz sieben (15:45 Uhr).
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Wie schon in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Malta (15:5) und Südafrika (23:7) war gleich der erste deutsche Angriff erfolgreich, Strelezkij traf bei eigener Überzahl wunderschön in den Winkel. Auch das nächste Powerplayspiel war direkt wieder erfolgreich, nach einer schönen Kombination traf diesmal Fynn Schütze zum 2:0. Der Ball lief zu Beginn gut durch die deutschen Reihen, das DSV-Team präsentierte sich sehr passsicher. Vor allem das deutsche Überzahlspiel war an diesem Tag brandgefährlich – bis zum Ende des Viertels gelangen auf diese Weise noch zwei weitere Treffer, am Ende des Spiels lag die Erfolgsquote mit einem Mann mehr bei starken 85 Prozent (6/7). „Wir haben im Vorfeld des Turniers genau diese Situationen vorbereitet“, verriet Strelezkij.
Zu Beginn des zweiten Viertels setzte sich der Torreigen zunächst fort und Deutschland konnte seinen Vorsprung auf 8:2 ausbauen. Danach wurden die Chinesen jedoch stärker, bis zur Halbzeit verkürzten sie auf nur noch 9:7. „Wir haben angefangen wie geplant, aber danach etwas an Tempo verloren“, sagte Bundestrainer Milos Sekulic. „Nach unserem Aussetzer haben wir uns aber wieder gefangen und waren dann klar auf Siegkurs.“
Im dritten Viertel konnten die Deutschen den Vorsprung wieder auf fünf Tore ausbauen und sorgten so bereits für eine Vorentscheidung. Näher als bis auf vier Treffer kamen die Chinesen auch danach nicht mehr heran. „Das Spiel war kein Selbstläufer, wir mussten uns schon sehr anstrengen“, sagte Zoran Bozic. Denis Strelezkij meinte: „Wir müssen jetzt fokussiert bleiben und dieses Tempo halten. Das nächste Spiel ist jetzt das wichtigste des ganzen Turniers.“
Hinweis: Die Spielberichte aller weiteren Partien des Samstags können auf der offiziellen Veranstaltungsseite nachgelesen werden.
DSV-Männer erreichen beim Weltcup in Berlin vorzeitig die Finalspiele
Perfekter Start für Deutschlands Wasserballer beim World Aquatics Water Polo World Cup in Berlin: Die Mannschaft von Bundestrainer Milos Sekulic siegte am Freitag gleich doppelt – erst mit 15:5 (5:2, 3:2, 2:1, 5:0) gegen Malta und am Abend auch mit 23:7 (7:1, 5:3, 5:2, 6:1) gegen Südafrika. Damit ist die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) seinem Traumziel Los Angeles (USA) ein großes Stück nähergekommen. Durch die beiden Siege hat das DSV-Team nämlich vorzeitig die Finalspiele um den Einzug ins Super Final erreicht, das vom 30. Juni – 02. Juli in Kalifornien stattfindet.
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Auch China steht in der deutschen Gruppe B vorzeitig in den Finalspielen. Im direkten Duell geht es für beide Mannschaften am Samstag (19:15 Uhr) aber noch um den Gruppensieg und damit die beste Ausgangslage für die entscheidenden Partien am Sonntag.
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„Wir haben hier von der ersten Sekunde an aggressiv gespielt“, meinte Zoran Bozic nach dem deutlichen Auftaktsieg gegen Malta, bei dem der Spandauer mit vier Treffern nicht nur bester Torschütze seiner Mannschaft war, sondern auch zum Spieler des Spiels gewählt wurde.
Fast noch beeindruckender war jedoch der zweite Erfolg am Abend gegen Südafrika, immerhin Zwölfter der vergangenen Weltmeisterschaften und damit dort noch einen Platz vor der deutschen Mannschaft platziert. Bereits zur Pause betrug der Vorsprung beim Stand von 12:4 acht Tore. Südafrika hatte bis zu diesem Zeitpunkt gerade einmal neun Würfe auf das deutsche Tor abgefeuert – Deutschland dafür schon 20 auf das der Südafrikaner. „Wir haben zu 100 Prozent gespielt, wir wollten zeigen, dass wir hier der Favorit sind“, sagte Mark Gansen.
Auch in der zweiten Halbzeit nahm Deutschland den Fuß nicht vom Gas, so dass der Vorsprung weiter anwuchs und beim Stand von 16:6 Mitte des dritten Viertels erstmals zweistellig war. Am Ende des Spiels waren es 14 Tore Vorsprung und mit Ausnahme von zwei Spielern hatten alle Feldspieler im deutschen Kader mindestens einmal getroffen. „Wir waren fitter und schneller als das Team von Südafrika, und das hat uns viele Konterchancen ermöglicht“, sagte Maurice Jüngling. „Jetzt wollen wir China schlagen und Erster in unserer Gruppe werden. Unsere Mannschaft wächst Schritt für Schritt, und dafür brauchen wir jedes Spiel.“ Bester Torschütze gegen Südafrika sowie Spieler des Spiels war Yannek Chiru mit fünf Treffern.
Hinweis: Die Spielberichte aller weiteren Partien des zweiten Tages können auf der offiziellen Veranstaltungsseite nachgelesen werden.
DSV nominiert 19 Aktive für die WM in Fukuoka
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat 19 Aktive für das Beckenschwimmen bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli) nominiert, dazu gehören mit Anna Elendt (SG Frankfurt), Lukas Märtens und Florian Wellbrock (beide SC Magdeburg) auch alle drei deutschen Medaillengewinner*innen der Titelkämpfe 2022 in Budapest (HUN). Obwohl für die WM bereits vorab gesetzt, hatten die beiden genannten Männer zum Ende der nationalen Qualifikationsphase am vergangenen Wochenende in Berlin sogar mit Weltjahresbestzeiten glänzen können. „Ich bin enorm zufrieden mit meiner bisherigen Performance in diesem Jahr, und wir haben jetzt auch ein richtig gutes Team zusammen“, sagte Wellbrock. Vor einem Jahr hatte der 25-Jährige in Becken und Freiwasser insgesamt fünf WM-Medaillen gewinnen können, das war bis dahin als einzigem Deutschen nur Michael Groß gelungen.
„Im bisherigen Saisonverlauf wurde eine gute Arbeit von den Nominierten mit ihren Trainer*innen geleistet, ansonsten wären die erbrachten Leistungen nicht möglich gewesen“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn nach insgesamt drei deutschen Rekorden in der WM-Qualifikationsphase durch Wellbrock (1500m Freistil), Angelina Köhler (100m Schmetterling) und Ole Braunschweig (50m Rücken/beide SG Neukölln Berlin). „Es gilt nun, die WM in Japan ebenso akribisch vorzubereiten, um neben Topplatzierungen in den Einzelrennen auch die Staffeln gut zu platzieren.“ Der DSV will dem zuständigen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zudem vorschlagen, wie schon vor den Olympischen Spielen in Tokio (JPN) 2021 alle Aktiven mit einer Top-vier-Platzierung in den WM-Einzelfinals 2023 für Paris 2024 im Sinne einer optimalen Saisongestaltung dann bereits fest zu setzen.
Gegenüber 2022 (zehn Aktive) wird das DSV-Team in Japan nun fast doppelt so groß sein. Erfreulicher Grund dafür ist, dass sich DSV-Staffeln diesmal in sechs der sieben olympischen Disziplinen qualifizieren konnten, im Vorjahr waren in Ungarn nur zwei an den Start gegangen. „Unsere Zielstellung für Fukuoka lautet ganz klar, schon hier die bestmöglichen Staffelzeiten abzuliefern, die uns Olympiatickets sichern können“, betonte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann. Die Vergabe der pro Disziplin jeweils 16 Staffelplätze für Paris erfolgt nämlich so: Die Medaillengewinner*innen der WM 2023 werden gesetzt; die weiteren 13 Plätze gehen an die Teams mit den schnellsten bei der WM 2023 oder der WM 2024 in Doha (QAT/02. – 18. Februar) erzielten Zeiten. Die WM am Persischen Golf findet aufgrund pandemiebedingter Terminverschiebungen im internationalen Wettkampfkalender allerdings zu einem trainingsmethodisch eher ungünstigen Termin statt, daher richtet man im DSV den Fokus erst einmal voll auf Fukuoka.
Bei der Nominierung berücksichtigt wurden neben den gesetzten WM-Finalist*innen des Vorjahres ausschließlich Aktive, die im vierwöchigen Qualifikationszeitraum bis 23. April die Vorgaben aus den Nominierungsrichtlinien erfüllten. Ein Zeichen für die gewachsenen Ansprüche im DSV.
Das WM-Team für Fukuoka
Frauen: Anna Elendt (SG Frankfurt), Isabel Gose (SC Magdeburg), Angelina Köhler, Lisa-Marie Finger, Leonie Kullmann, Nele Schulze (alle SG Neukölln Berlin), Nina Holt (SG Mönchengladbach), Laura Riedemann (SV Halle)
Männer: Luca Nik Armbruster, Ole Braunschweig (beide SG Neukölln Berlin), Eric Friese (Potsdamer SV), Oliver Klemet, Lucas Matzerath (beide SG Frankfurt), Lukas Märtens, Florian Wellbrock (beide SC Magdeburg), Rafael Miroslaw (SG HT16 Hamburg), Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg), Timo Sorgius (SSG Leipzig), Peter Varjasi (TB 1888 Erlangen)
Sieben DSV-Aktive beim Weltcup-Auftakt in der Heimat des Wasserspringens dabei
Sieben deutsche Wasserspringer*innen starten vom 14. – 16. April beim Auftakt des diesjährigen World Aquatics World Diving Cups in Xi’an (CHN). Dort und bei der darauffolgenden zweiten Station vom 05. – 07. Mai in Montreal (CAN) wollen die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbands e.V. (DSV) Punkte sammeln für das Diving World Cup Super Final vom 04. – 06. August in Berlin, das im Sommer dann den krönenden Abschluss der diesjährigen Weltcupserie im Wasserspringen bildet.
Aber auch der Start in Fernost verspricht einen äußerst stimmungsvollen Wettkampf, schließlich ist das Reich der Mitte seit Jahrzehnten die führende Kraft in diesem Sport und werden die chinesischen Springer*innen von ihren Fans entsprechend bejubelt. „Die Chines*innen sind heiß auf diesen Wettkampf vor heimischer Kulisse, da wird es schon gut abgehen. Xi’an ist eine Stadt des Wasserspringens, wir sind schon häufiger dort im Trainingslager gewesen und haben das miterleben dürfen“, sagt Bundestrainer Christoph Bohm. Für das DSV-Team ist der Wettkampf eine erste wichtige Standortbestimmung in der vorolympischen Saison. „Wir nehmen das Event sehr ernst und wollen schon jetzt so nah wie möglich an die Punktzahlen herankommen, die später auch für die WM- und EM-Qualifikation gefordert sind. In der Vorbereitung haben wir dafür viele Wettkampfsprünge gemacht. Wir wollen international beweisen, dass auch nach den Rücktritten der vergangenen Jahre von Patrick Hausding, Martin Wolfram und zuletzt Tina Punzel immer noch sehr viel Qualität im deutschen Team vorhanden ist und neue, talentierte Springer*innen nachrücken“, erklärt Bohm.
Für das Super Final qualifizieren sich in den Einzeldisziplinen dann jeweils die besten 18 Athlet*innen und in den Synchrondisziplinen und Team-Events die besten acht der beiden vorhergegangen Wettkämpfe. Bei den ersten beiden Stationen lockt für die Besten ein Preisgeld von 5.000 US-Dollar für den Sieg, 4.000 Dollar für Rang zwei und 3.000 Dollar für den dritten Platz. Beim Super Final in Berlin sind die Preisgelder dann noch einmal deutlich höher und liegen dort bei 25.000 Dollar für Platz eins bis 2.000 Dollar für Platz zwölf.
Das DSV-Team für die ersten beiden Weltcups im Wasserspringen:
Elena Wassen, Christina Wassen, Jana Lisa Rother, Lena Hentschel, Lars Rüdiger (alle Berliner TSC), Timo Barthel, Moritz Wesemann (beide SV Halle)
Weltcup im High Diving auf Mai terminiert
Auch im High Diving wird es in diesem Jahr einen Weltcup geben, wie der Weltverband World Aquatics vergangene Woche bekanntgab. Das Event soll am 26./27. Mai in Fort Lauderdale (USA) stattfinden, wo sich eine der höchsten High-Diving-Plattformen der Welt befindet. „Das Fort Lauderdale Aquatic Centre ist die perfekte Kulisse für die weltbesten Springer*innen. Wir sind sehr stolz darauf, die Weltstars des High Diving in Fort Lauderdale zu empfangen“, erklärte der Präsident von USA Diving, Lee Michaud.
Weltjahresbestzeit für Lukas Märtens, WM-Norm für Angelina Köhler
Mit der Berlinerin Angelina Köhler hat am Samstag erstmals in diesem Frühjahr eine noch nicht vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) bereits vornominierte Schwimmerin eine Normzeit für Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN/14. – 30 Juli) unterboten. Beim Wettkampf um die „Pokale der Gothaerer & friends“ in Magdeburg siegte die 22-Jährige von der SG Neukölln über 100m Schmetterling in 57,95 Sekunden, die WM-Vorgabe (57,92) hatte sie schon im Vorlauf am Vormittag (57,86) erfüllen können.
„Hier zweimal eine Zeit unter 58 Sekunden zu schwimmen, das ist ein gutes Zeichen so kurz nach dem Höhentraining“, sagte Köhler, die am Vortag im 50m-Sprint bereits mit Bestzeit geglänzt hatte. „Da sollte in drei Wochen dann sogar noch ein bisschen mehr drin sein.“ Mit den Berlin Swim Open (21. – 23. April) endet nämlich erst der nationale Qualifikationszeitraum, auf diesen Wettkampf wurde von Trainer Lasse Frank entsprechend auch die Saisonplanung ausgerichtet.
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Für die im internationalen Maßstab beste Leistung des zweiten Wettkampftages sorgte anschließend aber Lukas Märtens. Der Europameister und WM-Zweite vom SC Magdeburg kraulte über 400m Freistil in 3:43,32 Minuten zur Weltjahresbestzeit. Gleiches war am Vortag bereits Vereinskollege Florian Wellbrock über 1500m Freistil gelungen. „Damit hätte ich nach dem schweren Rennen am Vortag über die 1500m nicht gerechnet“, sagte der 21-Jährige nach dem beherzten Rennen. „Ich will mich nicht verstecken und auch in dieser Saisonphase allen Konkurrenten schon mal zeigen, was da auf sie zukommt.“
Nur knapp über der WM-Norm (3:46,78) blieb der Zweitplatzierte Oliver Klemet in 3:47,29 Minuten. „Ich habe meine Bestzeit um eineinhalb Sekunden verbessert, natürlich will ich nun auch noch die Norm knacken“, sagte der Freiwasser-Teamweltmeister von der SG Frankfurt. Auch Märtens Freundin Isabel Gose (SC Magdeburg) blieb über 400m Freistil in 4:06,17 Minuten ein weiteres Mal unter der WM-Norm (4:07,90), die Europameisterin war als WM-Fünfte des Vorjahres auf dieser Strecke aber ohnehin bereits gesetzt.
Der Sieg über 100m Freistil ging bei den Frauen an Nina Holt (SC Mönchengladbach), die sich in 55,48 Sekunden (Vorlauf: 55,77) vor den beiden Neuköllnerinnen Nele Schulze (55,66/Vorlauf: 55,84) und Lisa-Marie Finger(55,73/Vorlauf: 55,65) durchsetzte. Die 20-Jährige war im Vorjahr noch Weltmeisterin im Rettungsschwimmen geworden, hatte sich anschließend aber wieder in Richtung olympischer Sport begeben. Seit Dezember trainierte Holt bei Bundestrainer Bernd Berkhahn in Magdeburg. „Das war bereits ein schöner Schritt nach vorn, dabei haben wir ja noch gar nicht so viel machen können“, lobte Berkhahn den neuesten Schützling am Bundesstützpunkt.
Diving World Cup Super Final 2023 in Berlin
Die weltbesten Wasserspringer*innen kommen auch 2023 wieder nach Berlin. Im vergangenen Jahr wurde dort im Rahmen des Schwimm-Weltcups zum ersten Mal auch der der Diving World Cup ausgetragen, diesmal bekommt die weltweite Wassersprung-Elite nun die ganz große Bühne für sich allein.
Vom 04. – 06. August ist die deutsche Hauptstadt dann nämlich Austragungsort für das Diving World Cup Super Final, das den krönenden Abschluss der diesjährigen Weltcupserie im Wasserspringen bildet. Wenige Tage nach den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli) nutzt Berlin die sportliche Hochform der Weltelite und lädt zur WM-Revanche in die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) ein. Die Zuschauer*innen in Berlin werden Wasserspringen auf absolutem Topniveau erleben dürfen. Der Ticketverkauf für dieses Event startet in Kürze.
„Ich freue mich, dass der Diving World Cup erneut in Berlin stattfindet und wir zeigen können, dass wir nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch einiges draufhaben. Der Weltcup ist eine gute Gelegenheit, uns mit den besten Wasserspringer*innen der Welt zu messen und unser Können in der eigenen Halle auf der meines Erachtens besten Anlage Europas unter Beweis zu stellen“, erklärt Bundestrainer Christoph Bohm. Nach den Europameisterschaften vom 22. – 28. Juni in Rzeszow (POL) und der anschließenden WM im Japan ist der Weltcup das dritte große Event im Wasserspringen binnen weniger Wochen, so dass den Athlet*innen ein heißer Sommer bevorsteht, der in Berlin seinen glanzvollen Abschluss findet. „So ein Weltcup direkt nach der WM bietet die Chance, noch einmal Stärke zu zeigen und einen bleibenden Eindruck mit Blick auf das kommende Olympiajahr zu hinterlassen“, sagt Bohm.
Berlin ist die letzte von insgesamt drei Stationen des diesjährigen Diving World Cups. Den Auftakt macht vom 14. – 16. April das Meeting in Xi‘an (CHN). Danach messen sich die Top-Springer*innen vom 05. – 07. Mai in Montreal (CAN), ehe dann Berlin das große Finale bildet. Für das Super Final qualifizieren sich in den Einzeldisziplinen jeweils die besten 18 Athlet*innen und in den Synchrondisziplinen und Team-Events die besten acht der beiden vorhergegangen Wettkämpfe.
Das Preisgeld kann sich sehen lassen: Die Sieger*innen erhalten je 25.000 US-Dollar, Platz zwei und drei sind mit 20.000 bzw. 15.000 US-Dollar dotiert. Insgesamt gibt es Prämien bis hinab zu Platz acht in den Synchron- bzw. Platz zwölf in den Einzeldisziplinen, für die immer noch 6.000 bzw. 2.000 Dollar ausgezahlt werden. Finanziell lohnt sich der Diving World Cup für die Athlet*innen damit deutlich mehr als die frühere Diving World Series.
WM-Tickets werden im Mai vergeben – Beck und Wellbrock sind gesetzt
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat seine Nominierungsrichtlinien für die kommenden internationalen Saisonhöhepunkte im Freiwasserschwimmen veröffentlicht. Darin ist der Weg zu den Weltmeisterschaften 2023 in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli 2023) vorgezeichnet – und der zu den darauffolgenden Welttitelkämpfen 2024 in Doha (QAT/02. – 18. Februar 2024) gleich mit.
>> Zu den Nominierungsrichtlinien im Freiwasserschwimmen 2023
Die wichtigsten Qualifikationsentscheidungen im Freiwasser werden demnach im Mai bei den Weltcups in Golfo Aranci auf Sardinien (ITA/20. und 21. Mai) und in Setúbal (POR/27. und 28.Mai) fallen. Für den ersten WM-Startplatz über 5km und 10km werden jeweils die und der bestplatzierte Deutsche aus den Top acht der WM 2022 bereits vornominiert. Damit ist Leonie Beck, in Budapest (HUN) über 10km Zweite und über 5km Vierte, für die WM 2023 ebenso bereits für zwei Einzelrennen gesetzt wie Florian Wellbrock, der in Ungarn Weltmeister über 5km und Dritter über 10km geworden war.
Über die olympische 10km-Distanz wird der zweite WM-Startplatz jeweils an die und den Aktive*n mit der niedrigsten Platzierungssumme aus beiden besagten Weltcups vergeben. Auch über 5km sind gute Weltcupplatzierungen Voraussetzung zur WM-Teilnahme, die Rangfolge für die Nominierung wird hier jedoch bei Beckenrennen über 5km im Zeitraum zwischen 27. März und 23. April ermittelt. In diesem Zeitraum findet auch die WM-Qualifikation des Beckenschwimmens statt, alle Aktiven mit Ambitionen in beiden Bereichen werden hier somit also auch trainingsmethodisch berücksichtigt.
Für die Mixedstaffel im WM-Programm können neben den für Einzelrennen qualifizierten Freiwasserschwimmer*innen auch Aktive nominiert werden, die sich für die 1500m Freistil im Becken für Japan qualifiziert und entsprechende Freiwassererfahrung haben.
Nach dem gleichen Muster wird in der zweiten Jahreshälfte dann auch für die WM 2024 nominiert. Die und der beste Deutsche in den Top acht der WM 2023 wären somit für die WM 2024 automatisch gesetzt. Alle weiteren 10km-Startplätze werden dann bei den Weltcups in Nantou (TPE/28. und 29. Oktober) und Hongkong (HKG/04. und 05.11. November 2023) vergeben. Über 5km ist der Leistungsnachweis im Becken dann zwischen 02. Oktober und 12. November zu erbringen. In jener Phase wären auch Normzeiten für die 25km-Wettbewerbe zu erbringen, sollten diese bei der WM 2024 wieder angesetzt werden. Diese Normzeit läge bei den Frauen bei 5:12:40 und bei den Männern bei 4:53:00 Stunden.
„Wir gehen bei den Weltcups in Italien und Portugal und später im Saisonverlauf auch in Paris (FRA) mit all unseren Olympia- und Perspektivkadern der Elite an den Start, weil es hier bereits um entscheidende Weichenstellungen geht. Bei der WM in Japan werden bekanntlich schon jeweils drei Tickets für Paris 2024 vergeben, daher dreht bei uns schon jetzt alles sehr konkret um Olympia. Entsprechend groß sind auch Motivation und Engagement im Team“, sagte Bundestrainer Constantin Depmeyer.
Für die Junior*innen-Europameisterschaften in Piombino (ITA/15. – 17. September) qualifizieren sich die Sieger*innen der Deutschen Meisterschaften in Regensburg (22. – 24. Juni) im jeweiligen Altersbereich. Weitere Startplätze können auch an erfolgreiche geeignete Teilnehmer*innen bei der JEM in Belgrad (SRB/04. – 09. Juli) und dem EYOF in Maribor (SLO/23. – 29 Juli) im Beckenschwimmen vergeben werden oder gegebenenfalls an weitere Medaillengewinner*innen der Freiwasser-DM.
Deutschlands Frauen verbessern sich gegenüber der EM 2020 um einen Platz
Deutschlands Wasserballerinnen haben bei der Europameisterschaft in Split (CRO) das Spiel um Platz neun gegen Serbien mit 9:12 verloren, sich als Zehnte gegenüber der vergangenen Europameisterschaften 2020 aber dennoch um einen Platz verbessern können. Viel wichtiger war aber der Zugewinn an Erfahrung für die junge deutsche Mannschaft, die in Split mit gleich acht EM-Debütantinnen an den Start ging. Im Duell mit den Top-Nationen hat das Team von Bundestrainer Sven Schulz viel dazugelernt.
Auch für Torhüterin Darja Heinbichner war es das erste große Turnier im Erwachsenenbereich, doch das fiel gegen Serbien überhaupt nicht auf. Mit gleich 14 gehaltenen Bällen bewies die gerade 18-Jährige am Montag einmal mehr ihre große Klasse. Schon in den ersten zweieinhalb Minuten gelangen ihr direkt zwei Paraden, fünf waren es im ersten Viertel insgesamt. Offensiv lief es zunächst dagegen noch nicht so gut für die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), einzig Kapitänin Gesa Deike war beim Zwischenstand von 1:2 erfolgreich. "Heute waren wir im ersten Viertel nicht konzentriert genug, und das war das Problem im ganzen Spiel. Heute haben viele junge und neue Spielerinnen gespielt und wir haben viel rotiert. Wir haben viele Chancen verpasst, um zu punkten”, erklärte Greta Tadday. Mit drei Toren war die Uerdingenerin am Ende beste Torschützin auf DSV-Seite
Zu Beginn des zweiten Viertels konnte Tadday dann zunächst zweimal verkürzen. Die Serbinnen nutzten in dieser Phase allerdings ihre Überzahlchancen, um bis zur Halbzeit auf 3:7 davonzuziehen.
In den ersten fünf Minuten des dritten Viertels fielen dann auf beiden Seiten zunächst keine weiteren Treffer, bevor erst Anne Rieck aus der Distanz auf 4:7 verkürzte und anschließend Nadja Novakovic (SRB) aber den alten Abstand wieder herstellte. Sie und Hristina Ilic trafen je viermal und damit am besten für Serbien.
Es hätte jetzt schon eines perfekten letzten Viertels für das DSV-Team bedurft, stattdessen gelang den Serbinnen direkt zu Beginn das 4:9 und damit die erstmalige Fünf-Tore-Führung. Doch Deutschland steckte nicht auf und kam beim Stand von 7:9 beziehungsweise 8:10 noch zweimal bis auf zwei Tore heran. Die junge deutsche Mannschaft probierte alles, knapp zwei Minuten vor dem Ende ging sogar Torfrau Heinbicher mit nach vorne, doch es reichte nicht mehr. Dennoch: “Diese Meisterschaft war eine großartige Erfahrung für das ganze Team, wir haben viel gelernt und wir haben eine große Zukunft vor uns”, sagte Greta Tadday. “Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren genug Geld bekommen, um uns lange auf diese Art von Wettkämpfen vorzubereiten. Wir möchten den Wasserballsport in Deutschland populärer machen, das Niveau in allen Altersklassen anheben, so können wir konkurrenzfähiger werden."
DSV-Team mit guten Ansätzen gegen Weltmeister Spanien
Für die Platzierung in ihrer Vorrundengruppe C spielte das abschließende Gruppenspiel der deutschen Wasserballer gegen Spanien keine große Rolle mehr. Denn bereits vor dem Anpfiff stand fest, dass die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) die Überkreuzspiele verpassen wird und bei den Europameisterschaften in Split (CRO) stattdessen um die Plätze 13 bis 16 spielt. Es ging also vielmehr darum, sich gegen den amtierenden Weltmeister mit einer guten Leistung neues Selbstvertrauen für die Platzierungsspiele zu holen.
Zwar ging die Partie gegen die Spanier letztlich mit 6:17 verloren, doch gerade in der zweiten Halbzeit zeigte das DSV-Team am Freitag gute Ansätze, auf die sich aufbauen lässt. “Alles in allem war es ein besseres Spiel als beim letzten Mal, wir werden also von Spiel zu Spiel besser”, fand auch Bundestrainer Petar Porobic.
Zu Spielbeginn geriet die DSV-Auswahl schnell mit 0:2 in Rückstand - das erste Tor fiel in Unterzahl, das zweite, als Deutschland nach einer weiteren Strafe gerade wieder vollzählig war. Doch das Team fing sich schnell wieder, konnte durch Marko Stamm direkt verkürzen und hatte danach Pech, dass Lukas Küppers nur den Pfosten traf. Statt des möglichen Ausgleichs folgten danach aber leider zwei Situationen, in denen die deutsche Abwehr mit nur einem langen Pass jeweils überwunden wurde, so dass Spanien die Führung wieder ausbauen konnte und nach den ersten acht Minuten mit 5:1 führte.
Es folgte im zweiten Viertel eine Phase, in der es die Deutschen dem Gegner oft einfach zu leicht machten, Tore zu erzielen. Bis zur Halbzeit erhöhte Spanien seinen Vorsprung so auf 12:2, auf deutscher Seite traf nur Mateo Cuk. “Der Weltmeister hat uns heute aufgezeigt, dass man hochkonzentriert spielen muss, dass man ansonsten gegen solche Mannschaften untergeht. Wir haben trotzdem bis zum Schluss nicht aufgegeben und das Beste gemacht, was wir im Moment leisten können”, sagte Marko Stamm.
Nach der Halbzeit lief es dann tatsächlich deutlich besser. Jetzt zeigte das junge DSV-Team mehrfach schöne Spielzüge, Denis Strelezkij, erneut Stamm sowie Mark Gansen und Zoran Bozic waren erfolgreich, ein weiteres Tor von Cuk verhinderte nur die Latte. Mit 4:3 gewannen die Deutschen, bei denen inzwischen Kevin Götz für den diesmal glücklosen Moritz Schenkel ins Tor gerückt war, diesen dritten Abschnitt. Auch im Schlussviertel hielt man die Spanier bei nur zwei weiteren Treffern und hatte selbst Pech, dass Würfe von Bozic und Fynn Schütze kurz vor Schluss nur an den Pfosten gingen. Im ersten Platzierungsspiel trifft die Mannschaft nun am Sonntag (10:00 Uhr) auf die Slowakei als Vierten der Gruppe A.
