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Bronze für Timo Barthel und Jaden Eikermann beim Weltcupfinale in China
Die Olympiateilnahme in Paris (FRA) ist das erklärte Ziel von Timo Barthel (SV Halle) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen). Bei der vergangenen WM in Doha (QAT) konnten sie schon einmal den Quotenplatz für Deutschland im Turm-Synchronspringen sichern, bei den Deutschen Meisterschaften vom 15. – 19. Mai in Berlin wollen sie ihren persönlichen Startplatz dann endgültig klarmachen. Dass die Vergabe der Paris-Tickets dort nur über sie gehen wird, machte das Paar jetzt beim Weltcupfinale der Wasserspringer*innen in Xi’an (CHN) deutlich: Mit 393,09 Punkten gewannen Barthel und Eikermann dort Bronze, besser waren nur die chinesischen Weltmeister Lian Junjie und Yang Hao (472,92) und Großbritannien (440,37).
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„Das war ein super Wettkampf. Der Auerbach war zwar nicht ganz synchron und die Pflicht ist auch noch ausbaufähig, aber die haben wir zuletzt auch nicht so viel trainieren können. Die Einzelsprünge in der Kür waren sehr gut – dass wir dann am Ende mit Bronze belohnt werden, ist der Wahnsinn“, sagte Barthel. Und blickte schon einmal voraus: „Beim Weltcup in Montreal waren wir mit 408 Punkten Sechster, hier jetzt mit 393 Punkten Dritter. Jeder Wettkampf ist anders. Das gibt Hoffnung, dass vielleicht auch in Paris was drin ist, und das ist ein tolles Gefühl.“
Am ersten Tag des Super Finals gab es mit je zwei vierten und fünften Plätzen noch weitere gute Ergebnisse für das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). Lena Hentschel (Berliner TSC) kam dabei gleich zweimal auf Rang vier: erst im 3m-Synchronspringen zusammen mit Jette Müller (WSC Rostock/254,37), das von Anabelle Smith und Maddison Keeney aus Australien (284,67) gewonnen wurde, und anschließend auch im Team-Event gemeinsam mit Moritz Wesemann (SV Halle), Timo Barthel und Christina Wassen (Berliner TSC/385,40) – den Sieg trugen hier die Chines*innen (500,75) davon.
Jeweils Fünfte wurden im 3m-Synchronspringen Moritz Wesemann und Alexander Lube (SV Neptun Aachen/375,84) und im Turm-Synchronspringen der Frauen Christina Wassen mit ihrer Schwester Elena Wassen (Berliner TSC/281,76). Auch in diesen beiden Disziplinen siegten jeweils die Gastgeber*innen mit Wang Zongyuan und Long Daoyi (474,75) beziehungsweise Quan Hongchan und Chen Yuxi (364,86). „Das Gesamtfazit des ersten Tages fällt sehr positiv aus, das war ein guter Start und so darf es sehr gern weitergehen. Man merkt, dass es das Weltcupfinale ist, die Konkurrenz fackelt ganz schön was ab, aber wir haben gezeigt, dass wir gut mithalten können“, fasste Bundestrainer Christoph Bohm zusammen. Das Event geht noch bis Sonntag, am Wochenende stehen dann die Entscheidungen in den Einzeldisziplinen an.
Spandaus Männer erreichen das Viertelfinale im Euro Cup
Die Europapokalreise der Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 geht weiter. Der Deutsche Meister gewann am Samstag das Rückspiel im Achtelfinale des Euro Cups beim italienischen Vertreter CC Ortigia mit 14:12 und steht damit im zweithöchsten europäischen Vereinswettbewerb in den Top acht. Beste Torschützen bei den Spandauern waren Nationalspieler Mateo Cuk mit vier sowie Tyler Abramson mit drei Treffern.
Nach dem 8:8 im Hinspiel vor zwei Wochen in Berlin ging es im Rückspiel gewissermaßen von null los. Die Wasserfreunde legten dabei gleich mächtig los und führten nach dem ersten Viertel bereits mit 6:1, mit Halbzeit mit 9:3 und nach dem dritten Viertel sogar mit sieben Treffern Vorsprung mit 12:5. Im Schlussabschnitt drehten dann allerdings die Italiener auf, die eigentlich aus Sizilien stammen, diese Partie aber in Mailand austragen mussten, weil zu Hause keine geeignete Halle zur Verfügung steht. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende kam Ortigia noch einmal bis auf drei Tore heran (10:13), ehe Mateo Cuk mit seinem vierten Treffer für die Entscheidung sorgte.
Ein Treffer fehlt bei der doppelten Premiere von Hagen Stamm
Die Spandauer Frauen haben die große Sensation im Euro Cup dagegen um ein Tor verpasst. Als erstes deutsches Team hätten die Berlinerinnen die Endrunde der besten vier Mannschaften erreichen können – Voraussetzung war mindestens ein Unentschieden gegen die Tabellenführerinnen ihrer Gruppe vom italienischen Spitzenklub Pallanuoto Trieste, die in den ersten fünf Gruppenspielen allerdings noch keinen einzigen Punkt abgegeben hatten.
Bis ins letzte Viertel hielten die Deutschen Meisterinnen gut mit, sie lagen in diesem Abschnitt sogar noch zweimal (7:6 und 8:7) in Führung. Knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende sah es noch nach einer Punkteteilung aus, doch 90 Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang Trieste doch noch der Siegtreffer – es war außer im ersten Viertel tatsächlich die erste Führung für die Gastgeberinnen. Die Wasserfreunde verloren also mit 8:9 und rutschten in der Tabelle nur aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs noch auf Rang drei hinter den punktgleichen Ungarinnen vom BVSC-Zuglo Budapest ab.
So endete eine unter dem Strich dennoch sehr starke Saison der Spandauerinnen im Europapokal. Erfolgreichste Torschützinnen auf Berliner Seite war Nationalspielerin Gesa Deike mit vier Treffern. Weil Coach Marko Stamm zeitgleich beim Spiel der Männer in Mailand weilte, hatte für die Partie in Trieste übrigens sein Vater Hagen Stamm das Traineramt übernommen. Für den früheren Bundestrainer war es in fast 50 Jahren im Verein tatsächlich das erste Mal, dass er eine Spandauer Mannschaft als Trainer betreute – und zugleich sein erster Einsatz als Coach einer Frauenauswahl.
Spannendes 1m-Finale endet mit Titelpremiere für Alexander Lube
Erst vor zwei Tagen war Alexander Lube (SV Neptun Aachen) – wie das gesamte deutsche Nationalteam im Wasserspringen – wieder in Deutschland gelandet, vom Weltcupauftakt in Montreal (CAN) ging es für ihn direkt weiter zu den Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften nach Aachen. Aber die Reisestrapazen haben sich gelohnt: Am Donnerstag siegte Lube mit 342,85 Punkten vom 1m-Brett und durfte sich so über den ersten DM-Einzeltitel seiner Karriere freuen, nachdem er zuvor nur in den Synchronwettbewerben schon Gold geholt hatte.
Es war allerdings eine knappe Kiste: Lube hatte fast durchgehend geführt, sein abschließender Schraubensalto brachte allerdings etwas weniger Punkte ein als die Sprünge der direkten Konkurrenz, so dass Jonathan Schauer (SV Halle/339,20) und Max Otto (Berliner TSC/339,15) noch ganz nah heranrückten. Schauer feierte damit nach längerer Krankheit und einer anstrengenden Bundeswehrgrundausbildung ein erfolgreiches Comeback, und auch Otto deutete mit hohem Schwierigkeitsgrad sein weiteres Potenzial für die Zukunft an.
Bei den Frauen gewann Jana Lisa Rother (Berliner TSC) den Titel mit 232,05 und lag damit vor der erst 15-jährigen Mathilda Wendland (Berliner TSC/219,60) und der früheren Jugendweltmeisterin Johanna Krauß (SC DHfK Leipzig/208,05).
Im Turm-Synchronspringen der Männer setzten sich in einem spannenden Wettkampf am Ende Luis Avila Sanchez und Tom Waldsteiner (beide Berliner TSC) mit 358,59 Punkten gegen die Brüder Espen Prenzyna/Iven Prenzyna (beide WSC Rostock/354,78) durch. „Luis und Tom haben sich klar gesteigert im Vergleich zum Vorkampf und sich im Finale gut präsentiert“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm. Bronze ging an Tim Axer/William Ackmann (beide SV Neptun Aachen/326,61).
Bei den Frauen waren in dieser Disziplin national zuletzt Elena Wassen und Christina Wassen (beide Berliner TSC) das Maß aller Dinge, im vergangenen Jahr wurden die beiden dann sogar erstmals Europameisterinnen. Um zwischen den Weltcupstationen Kräfte zu sparen – schließlich folgt bereits vom 21. – 24. März die zweite Station in Berlin –, sprangen die beiden diesmal allerdings eine vom Schwierigkeitsgrad her deutlich leichtere Serie, diese jedoch sehr sauber – trotzdem reichte es mit 256,53 nur zu Platz zwei. Den Titel sicherten sich Carolina Coordes und Pauline Pfeif (beide Berliner TSC) mit 267,42. „Sie haben eine sehr schöne Synchronität gezeigt und hier verdient gewonnen. Gegenüber den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Dezember und dem Springertag in Rostock im Januar haben sie sich nochmal deutlich steigern können. Schön, dass auch in dieser Disziplin ein zweites Paar nachrückt“, freute sich Christoph Bohm.
Lena Hentschel und Jette Müller springen zum Ticket für Paris
Mit acht Punkten mehr hätte es sogar noch zu Bronze gereicht, aber das hatten Lena Hentschel (Berliner TSC) und Jette Müller (WSC Rostock) bei den Weltmeisterschaften in Doha dann gar nicht mehr im Blick. Glückstrunken fielen sich die beiden Wasserspringerinnen in die Arme, nachdem sie im Finale des Synchronwettbewerbs vom 3m-Brettt als letztes Paar ihren fünften und damit letzten Sprung sauber ins Wasser gebracht hatten. Insgesamt 273,93 Punkte bedeuteten in der Endabrechnung Rang sechs, vor allem aber auch einen der nur acht Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Paris (FRA). Gold ging mal wieder an China (323,43) vor Australien (300,45) und Großbritannien (281,70).
“Hier bei den Weltmeisterschaften den ersten Quotenplatz für Deutschland zu holen ist natürlich auch etwas besonderes, da wir die letzten Tage vor allem im Synchronspringen ein bisschen Pech hatten. Wir haben den letzten Quotenplatz bekommen, der verfügbar war. Jetzt fühlt sich das natürlich umso besser an. Wir sind super erleichtert, das Trainerteam auch, das hat sehr gut geklappt”, jubelte Hentschel.
Die 22-Jährige hatte 2021 in Tokio (JPN) gemeinsam mit der inzwischen zurückgetretenen Tina Punzel bereits Olympiabronze in dieser Disziplin gewonnen. Mit der zwei Jahre jüngeren Müller trainiert Hentschel nun aber erst seit rund drei Monaten zusammen. Eine erstaunliche Harmonie auf verschiedenen Ebenen auch abseits der Körpergröße ermöglichte nun diesen schnellen Erfolg, für die Zukunft trauen die Trainer beiden noch eine Menge mehr zu. Der Olympiaauftritt in Paris sollte beide auf jeden Fall weiter wachsen lassen.
Für Müller war es sogar der erste WM-Einsatz in einer olympischen Disziplin gewesen, trotz aller erwartbaren Nervosität gelang ihr unter größtem Druck eine stabile Sprungserie. Das war der Schlüssel zum Erfolg, denn den Konkurrentinnen aus Kanada gelang dies in dieser nervenaufreibenden Konstellation beispielsweise nicht. “Ich bin super stolz auf Jette und auf unsere Leistung heute. Ich freue mich auf alles, was kommt”, sagte Hentschel. “Es war nicht unser bester Wettkampf, aber wir haben alles gegeben.” Und schon in Paris wird man sicher die nächsten Fortschritte sehen können.
“Die ersten beiden Pflichtsprünge waren sehr schön, da lagen die Mädels sogar auf Rang vier. Es ist immer extrem wichtig, da schon mit vorn dabei zu sein”, lobte Bundestrainer Christoph Bohm. “Und dann haben sich beide ohne großen Fehler durchgekämpft und so verdient den Quotenplatz gesichert. Der Druck beim letzten Sprung war immens, aber sie haben ihm standgehalten. Das pusht sicher die gesamte Mannschaft.“
Elena Wassen und Tom Waldsteiner werden WM-Fünfte vom Turm
Elena Wassen und Tom Waldsteiner sind bei den Weltmeisterschaften in Doha (QAT) von Null auf Platz fünf gesprungen. In ihrem allerersten gemeinsamen Wettkampf erreichten die beiden Berliner*innen am Samstag im Mixed-Turm-Synchronspringen mit 291,42 Punkten ein weiteres Top-Ergebnis für die deutschen Wasserspringer*innen – erst einmal, Platz vier vor zwei Jahren in Budapest (HUN), war in dieser Disziplin bislang eine bessere Platzierung herausgesprungen. Gold ging an China mit Zhang Jiaqi und dem erst 13 Jahre alten Huang Jianjie (353,82), Silber an Nordkorea (303,96), Bronze nach Mexiko (296,13).
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Nach vier von fünf Runden lag das deutsche Paar als Dritter sogar noch auf einem Medaillenrang. Beim abschließenden Schraubensalto spritzte es dann aber beim Eintauchen etwas zu stark, so dass Mexiko und auch die USA (291,90) noch knapp vorbeiziehen konnten. Dennoch überwog anschließend bei beiden Deutschen die Zufriedenheit. “Vor dem Wettkampf hätten wir nicht gedacht, dass wir um die Medaillen mitspringen werden. Natürlich ärgert man sich jetzt doch ein bisschen, dass am Ende die paar Punkte gefehlt haben, aber alles in allem sind wir sehr zufrieden”, meinte Waldsteiner, für den es sogar eine doppelte Premiere war, schließlich ist er zum ersten Mal überhaupt bei einer WM der Erwachsenen mit dabei.
Auch Wassen meinte: “Es hat sich sehr gut angefühlt. Das war unser erster Wettkampf überhaupt zusammen, nicht einmal national sind wir bislang zusammen gesprungen. Dafür sind 291 Punkte sehr, sehr gut.” Für sie war dieser Wettkampf auch eine Generalprobe für das Turm-Synchronspringen mit ihrer Schwester Christina Wassen in drei Tagen, wo es dann im Kampf um die Olympia-Quotenplätze ernst wird. “Ich bin jetzt frohen Mutes und freue mich auf Dienstag, um dort dann nochmal eine solche Leistung zu bringen”, sagte sie.
Lars Rüdiger feiert als WM-13. ein starkes Comeback
Beim Wettbewerb vom 1m-Brett hatte zuvor Lars Rüdiger den Einzug ins WM-Finale der besten zwölf Springer hauchdünn um nur anderthalb Punkte verpasst, mit 328,55 Zählern belegte der Berliner am Ende Rang 13. Gold gewann hier Osmar Olvera Ibarra (MEX/431,75) vor Shixin Li (AUS/395,70) und Ross Haslam (GBR/393,10).
Angesichts der Probleme in den vergangenen Monaten wäre ein Finaleinzug aber auch eine gehörige Überraschung gewesen: “Im Groben und Ganzen bin ich nicht unzufrieden mit meiner Leistung. Dafür, dass ich nur vier Tage Training hatte, davor Corona und gesundheitliche Probleme, bin ich eigentlich gut durchgekommen”, meinte er anschließend selbst.
Bundestrainer Christoph Bohm sah es ähnlich: “Schade, Lars hätte den Finaleinzug schaffen können, er hat einen Fehler im vierten Durchgang gemacht beim 2,5-fachen Salto rückwärts. Aber nichtsdestotrotz hätte er das mit den letzten zwei Durchgängen auch noch reißen können. Es sind eigentlich Sprünge, die ihm liegen, da hat er nicht ganz konsequent zu Ende gearbeitet. Dementsprechend sind das dann genau die zwei Punkte, die fehlen. Ich bin trotzdem nicht ganz unzufrieden”, so Bohm, zumal der Fokus im Training zuletzt eher auf anderen Disziplinen gelegen hatte. Bis zu den Olympischen Spielen in Paris (FRA) bleibt für Rüdiger zum Glück noch Zeit, den Trainingsrückstand auch wieder aufzuholen.
Deutschlands Frauen beenden die EM mit einem Sieg gegen Tschechien
Deutschlands Wasserballerinnen haben die Europameisterschaften in Eindhoven (NED) mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen. Dank einer starken Aufholjagd behauptete sich das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Donnerstag mit 15:12 (3:4, 3:4, 3:3, 6:1) gegen Tschechien und beendet das Turnier damit auf Platz elf.
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Dabei lief das Team von Bundestrainer Sven Schulz lange einem Rückstand hinterher. Die Tschechinnen, die zum ersten Mal seit 27 Jahren wieder bei einer EM dabei sind, erzielten den ersten Treffer der Partie und lagen in der ersten Hälfte nicht einmal zurück, während Deutschland zeitweise mit bis zu vier Toren das Nachsehen hatte. Die DSV-Auswahl gab in den ersten 16 Minuten zwar mehr Schüsse auf den gegnerischen Kasten ab, doch die Chancenauswertung war anfangs noch nicht die beste. Das Überzahlspiel funktionierte aber, so dass man zur Halbzeit trotzdem nur knapp mit 6:8 hinten lag.
Erst wenige Augenblicke vor der Pause hatte Kapitänin Gesa Deike mit einem weiten Wurf von Höhe der Mittellinie das sechste Tor erzielt – ein durchaus umstrittener Treffer, nicht jede*r hatte den Ball in vollem Umfang über der Torlinie gesehen. Doch dem DSV-Team tat das Tor sichtlich gut, mit neuem Schwung startete man in die zweite Hälfte. Deike und Belén Vosseberg trafen zum Ausgleich – die beiden waren mit je fünf Treffern die besten Torschützinnen im DSV-Team an diesem Tag –, anschließend hatte die deutsche Mannschaft mehrere gute Gelegenheiten, sogar erstmals in Führung zu gehen. Stattdessen traf erneut Tschechien, Greta Tadday hielt den Rückstand aber im Rahmen.
Im letzten Viertel machte sich dann die bessere Kondition der Deutschen bemerkbar. „Wir waren am Ende müde“, räumte Tschechiens Kapitänin Karolina Hlatava ein. Zwei Treffer von Vosseberg brachten zunächst den Ausgleich, anschließend ging es dann wild hin und her – binnen 70 Sekunden fielen gleich vier Treffer, drei davon für die Deutschen, die damit erstmals eine Zwei-Tore-Führung herausspielten. Gesa Deikes Fünfmeter anderthalb Minuten vor Schluss machte schließlich den Sieg im Pieter van den Hoogenband Zwemstadion perfekt. „Wir wussten, dass wir konditionell stark sind. Ich bin sehr glücklich, dass wir nochmal zurückkommen und die Partie am Ende gewinnen konnten. Wir hatten hier bei allen Spielen am Anfang ein paar Probleme, daran müssen wir arbeiten. Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, aber nicht mit Platz elf – das ist nicht das, was wir erreichen wollten. Aber wir sind noch ein junges Team mit vielen Juniorinnen, und werden weiter an uns arbeiten. Man wird sehen, was dann in Zukunft möglich ist“, so das Fazit von Belén Vosseberg.
29:9 gegen Bulgarien: Deutschlands Frauen starten mit Kantersieg in die EM
Die deutschen Wasserballerinnen sind mit einem Kantersieg erfolgreich in die Europameisterschaften in Eindhoven (NED) gestartet. Das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) gewann am Freitag mit 29:9 (10:2, 9:1, 5:3, 5:3) gegen Bulgarien, beste Torschützinnen waren Belén Vosseberg mit sechs sowie Gesa Deike und Aylin Fry mit je fünf Treffern. Für die Bulgarinnen traf Anna Gesheva mit vier Toren am besten. „Wir sind gut ins Turnier gestartet und haben unsere Konter gut durchgebracht. Das war ein klarer Pflichtsieg“, so die deutsche Top-Torschützin.
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Bereits nach dem ersten Viertel (10:2) hatte das DSV-Team zweistellig getroffen, vor allem Vosseberg mit vier und Fry mit drei Treffern allein in den ersten acht Minuten waren in der Anfangsphase wiederholt erfolgreich. Im zweiten Viertel konnte das Team von Bundestrainer Sven Schulz diese Führung dann mit sehenswerten Pass-Stafetten weiter ausbauen, jetzt war es insbesondere Kapitänin Gesa Deike, die in diesem Abschnitt fünf Tore besteuerte. Die 28-Jährige erlebt in den Niederlanden ebenso wie Vosseberg bereits ihr fünftes EM-Turnier. Mit Jamie-Julique Haas und Emma Seehafer waren vor der Pause aber auch schon zwei EM-Debütantinnen im deutschen Aufgebot erfolgreich.
Zur Halbzeit führte das DSV-Team bereits deutlich mit 19:3 gegen die Bulgarinnen, die zum ersten Mal bei der Endrunde dabei sind. Deutschland dagegen ist Dauergast und bei bislang 19 ausgetragenen Turnieren schon zum 18. Mal bei den Europameisterschaften vertreten. Nach ein paar kleineren Unkonzentriertheiten in der Verteidigung zu Beginn des dritten Viertels, auch weil wegen der deutlichen Führung die Spannung zwischenzeitlich etwas abgefallen war, konnte der Vorsprung dann in der Folge weiter ausgebaut werden. Zwischen den Pfosten hatte zur Pause übrigens Anja Oldenburg von Darja Heinbichner übernommen – mit 40 Jahren ist die Torhüterin aus Berlin nun die älteste deutsche EM-Spielerin aller Zeiten. Beim Stand von 24:6 ging es ins Schlussviertel, und auch dort bewies die deutsche Mannschaft eine große Breite im Angriff: Durch den erfolgreichen Fünfmeter von Ioanna Petiki kurz vor dem Ende konnten sich letztlich alle Feldspielerinnen mindestens einmal in die Torschützinnenliste eintragen.
„Das ist ein gutes Zeichen, dass alle Spielerinnen zu 100 Prozent mit dabei sind“, sagte Co-Trainer Georgios Triantafyllou. „Wir haben dieses Spiel von Anfang an dominiert. Aber jetzt müssen wir diese Partie schnell abhaken und uns auf die kommenden Einsätze fokussieren. Die schweren Spiele kommen erst noch.“ Im anderen Spiel der Vorrundengruppe D gewann Großbritannien mit 12:7 gegen die Slowakei. Die Slowakinnen sind am Samstag (10:30 Uhr) auch die nächsten Gegnerinnen der DSV-Auswahl. Die ersten beiden Teams der Gruppe erreichen die Überkreuzspiele und haben dort die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale.
Lena Hentschel und Saskia Oettinghaus im Kampf um die WM-Tickets vorn
Es war die wohl spannendste Entscheidung im Kampf um die WM-Tickets im Wasserspringen: Gleich vier Frauen übertrafen am Dienstag beim DSV-Kürpokal im Finale vom 3m-Brett die geforderte Punktleistung für die Weltmeisterschaften in Doha (QAT/02. – 18. Februar) – aber nur zwei von ihnen konnten am Ende das Ticket in dieser Disziplin lösen. Und das waren zum einen Lena Hentschel (Berliner TSC), die sich im Finaldurchgang mit 328,80 Punkten am stärksten präsentierte, sowie Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), die am Abend mit 306,10 Zweite wurde und über die drei Runden des Tages gesehen in der Addition sogar ganz vorne lag, auch dank sehr starker 330,65 Punkten im Halbfinale.
Nur knapp dahinter lagen Jana Lisa Rother (Berliner TSC/04,80) und Jette Müller (WSC Rostock/304,30), die damit trotz ebenfalls erfüllter WM-Norm in dieser Disziplin den Kürzeren zogen. „Das ist eine absolute Luxussituation. Die Mädels haben hier wirklich gutes Niveau gezeigt, so macht ein Wettkampf einfach Spaß“, befand Bundestrainer Christoph Bohm. Für Lena Hentschel war es beim diesjährigen Kürpokal in Berlin im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften bereits das zweite Gold nach dem Sieg vom 1m-Brett am Samstag. „Ich habe heute zwei solide und einen sehr guten Wettkampf gemacht und mich vom Vorkampf bis zum Finale immer weiter gesteigert, so wie es sein soll. Im Finale konnte ich mich auf meine Sprünge verlassen, da hat alles super geklappt. Die WM ist gesichert, jetzt geht es auf die Jagd nach dem Olympia-Quotenplatz. Wenn ich die Leistung aus dem heutigen Finale in Doha nochmal abrufen kann, würde das mit ziemlicher Sicherheit einen Quotenplatz für Deutschland bedeuten“, sagte sie.
Deutlicher fiel der Sieg von Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) im Turmspringen der Männer aus. Der Olympiateilnehmer von 2021 lag in Vorkampf, Halbfinale und Finale stets klar über der WM-Norm und siegte mit 481,20 Punkten souverän, nachdem er am Vormittag in der ersten Runde mit 485,20 sogar noch ein paar Zähler mehr geholt hatte. „Dreimal Norm, das war ein toller Wettkampftag. Ich freue mich, endlich wieder zurück zu sein nach einem sehr harten Jahr. Das ist jetzt ein sehr schöner Abschluss und ein guter Einstieg in die neue Saison“, freue er sich. Silber ging an Hannes Eberspächer (415,70), Bronze an den diesjährigen WM-Starter Luis Avila Sanchez (412,35/beide Berliner TSC).
Für eine optimale Regeneration: DSV startet Zusammenarbeit mit Third of Life
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat mit der Third of Life GmbH eine neue Partnerschaft ins Leben gerufen, die seinen Mitgliedern zu einer optimalen Regeneration verhelfen wird. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden unter anderem die DSV-Kader für die Olympischen Spiele 2024 in Paris (FRA) von den Schlafexpert*innen der Münchner Firma individuell betreut und mit deren innovativen Produkten zur Schlafverbesserung ausgestattet. Im Rahmen des Schwimm-Weltcups in Berlin fand bereits eine Coaches Clinic zum Thema statt, um einen Wissenstransfer zu diesem wichtigen Thema in der Breite zu initiieren.
„Im Ringen um Höchstleistungen wird in Themen wie Trainingssteuerung und Ernährung überall auf der Welt unheimlich viel investiert, aber auch die Regeneration ist im Hochleistungssport extrem wichtig: im Training, im Wettkampf oder auch auf den vielen Reisen. Die beeindruckende Expertise von Third of Life auf diesem Gebiet wird uns helfen, auch hier das Maximum für unsere Athlet*innen herauszuholen“, sagte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann. „Im Spitzensport geht es immer professioneller zu, die frühe Aufklärung über die unbewussten Prozesse im Schlaf ist für mich daher ein Muss. Die Talente von heute sollten zum Beispiel früh genug lernen, dass das Blaulicht ihres Handys beim Einschlafen stören kann. Nur dann können sie dieses Wissen auch bewusst für sich und ihren meist sehr ausgefüllten Tagesablauf nutzen“, betonte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense.
Third of Life passt als Name bestens zum Programm, denn ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch bekanntlich im Schlaf. Dass dessen Bedeutung für die körperliche und mentale Regeneration in unserer Gesellschaft oftmals noch unterschätzt wird, veranlasste die beiden Geschäftsführer Frieder Kuhn und Dr. Hanno Deyle vor zehn Jahren dazu, ihre Firma zu gründen und sich dem Thema umfassend mit wissenschaftlichem Ansatz zu widmen. 2022 wurde Third of Life dafür zum nunmehr dritten Mal in Folge vom Institut für Gesundheit und Ergonomie (IGR) mit dem Innovationspreis für Ergonomie ausgezeichnet.
Zum Portfolio gehören den Schlaf und die Regeneration verbessernde Produkte, zum Beispiel vielfältig verstellbare Kissen, Bettdecken und Sleepwear. Ebenso die aiLigner-App, die mittels Scans die Körperhaltung und Schlafstellung analysiert, basierend darauf die Ergonomie im Bett optimiert und so Rücken- und Schulterschmerzen vorbeugt. „Wir sehen den Schlaf und dessen Verbesserung als das nächste Gesellschafts- und Gesundheitsthema, da er die Regeneration enorm beeinflusst und damit maßgeblich ist für unsere Gesundheit, unsere Stimmung und unsere Leitungsfähigkeit am Tag. Zusammen mit dem Deutschen Schwimm-Verband wollen wir nicht nur die Top-Athlet*innen unterstützen, sondern alle Menschen dafür sensibilisieren“, sagte Dr. Hanno Deyle.
Alle 563.000 DSV-Mitglieder können nach Nutzung der kostenlosen aiLigner-App die für sie empfohlenen Third-of-Life-Produkte mit einem exklusiven Rabatt von 15 Prozent erwerben. Hierfür ist im Onlineshop von third-of-life.com der Rabattcode DSVMember15 anzuwenden.
Warum Lukas Märtens im Olympiajahr sein Wettkampfprogramm umgestaltet
Bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) gewann Lukas Märtens in diesem Jahr Bronze über 400m Freistil und setzte damit seinen Erfolgsweg eindrucksvoll fort. Der Europameister von 2022 trägt jetzt auch beim Weltcup in Berlin (06. – 08. Oktober) die Hoffnungen des Gastgeberteams aus dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). In die neue Saison startet der 21-Jährige vom SC Magdeburg dabei mit einem neuen Plan, was die Wettkampfstrecken angeht. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) will sich Märtens nun voll auf die Mittelstrecken konzentrieren, und die 1500m Freistil dafür auf seinem Programm nehmen.
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„In Fukuoka wollte Lukas unbedingt noch mal probieren, seine volle Bandbreite anzugehen. Im Nachgang hat er gesehen, wie schnell seine 200 Meter Freistil als Startschwimmer in der Staffel waren, die Zeit hätte im Finale zu Rang vier gereicht. Und wenn wir da jetzt mehr Prozente an Aufmerksamkeit reingeben und er die 1500 Meter dafür wegschiebt, aus dem Training und auch aus dem Kopf, dann kann sich das alles noch mal ein Stück nach vorn entwickeln“, erklärt Bundestrainer Bernd Berkhahn dazu in einem großen Interview mit dem DSV-Verbandsmagazin „Swim&More“ (Oktober-Ausgabe). Die Entscheidung sei nach intensivem Austausch in der Sommerpause gefallen. „Ich habe Lukas erklärt, dass es für seine Basis gut ist, wenn er die 1500 Meter schwimmt – aber wir sollten es eben nicht bei internationalen Höhepunkten schwimmen, weil das Training dann doch sehr breit aufgestellt werden muss. Auch über die 400 Meter Freistil sehe ich noch Entwicklungspotenzial. Durch eine Konzentration auf weniger Strecken sind auch hier noch ein paar Prozentpunkte mehr drin. Am Ende nützen einem viele Starts nichts, wenn man keine Medaille gewinnt.“
Im DSV-Magazin spricht Berkhahn natürlich auch über die Lehren, die sich für Florian Wellbrock aus dem jüngsten WM-Abschneiden ergeben haben. Der Freiwasser-Olympiasieger und-Weltmeister musste seinen Weltcup-Start in Berlin allerdings wegen gesundheitlicher Probleme in den vergangenen Tagen kurzfristig absagen. Trotzdem wird beim Weltcup ein absolutes Weltklassefeld mit vielen WM-Medaillengewinner*innen aus knapp 50 Nationen zu sehen sein. Tageskarten kosten 29,00 Euro (ermäßigt 27,00 Euro). Dauerkarten für alle drei Tage sind für jeweils 82,00 Euro (ermäßigt 76,00 Euro) zu buchen.
Seit über 20 Jahren ist die „Swim&More“ fester Bestandteil des DSV und versorgt die DSV-Mitglieder und alle anderen Anhänger*innen des Wassersports mit aufwendig produzierten Geschichten in modernen Formaten und exklusiven Interviews über das Verbandsleben in den fünf olympischen Sportarten. Sie haben noch kein Abonnement? Jetzt noch bis zum 08. Oktober Abo für nur 59€/Jahr abschließen und die Oktober-Ausgabe mit vielen spannenden Themen direkt nach Hause geliefert bekommen.
