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Sarah Köhler zieht überzeugend ins 800m-Finale ein
Beflügelt vom Gewinn der Bronzemedaille über 1500m Freistil hat Sarah Köhler sich am Tag danach auch einen Finalplatz für die 800m Freistil gesichert. Trotz dosiertem Einsatz blieb die 27-Jährige von der SG Frankfurt in 8:17,33 Minuten nicht einmal eine Sekunde über ihrem deutschen Rekord und sicherte sich damit Rang vier im Vorlauf. Schnellste war Katie Ledecky, die sechsmalige Olympiasiegerin aus den USA, in 8:15,67.
„Wichtig war für mich heute erst einmal, in das Finale zu schwimmen und dabei nicht irgendwo auf der Außenbahn zu landen, damit ich alles ein bisschen im Blick habe“, sagte Köhler. Auf einen Endspurt verzichtete sie trotzdem, um wie schon vor ihrem Bronze-Rennen mit den Kräften hauszuhalten. Gedanken an eine zweite Medaille schiebt Köhler vor dem Finale am Samstag (ab 03:30 Uhr MESZ) erst einmal von sich: „Die Karten werden neu gemischt. Und ich hoffe, dass ich irgendwie vielleicht auch ein bisschen Glück habe und da vorne mit reinkomme, und dann schauen wir mal, was dabei rumkommt. Meine Olympischen Spiele sind schon sehr, sehr gut. Das kann mir jetzt keiner mehr nehmen.“
Das lässt sich auch für Isabel Gose sagen. Die 19-Jährige, die über 400m Freistil Sechste geworden war, verbesserte ihre Bestzeit auf der doppelt so langen Distanz um gleich sechs Sekunden auf 8:21,79. Als Neunte fehlten ihr damit nur 1,2 Sekunden zum Finale „Das ist Meckern auf hohem Niveau. Aber wenn man einmal das Gefühl hatte, hier eine Runde weiterzukommen, dann will man das natürlich bei jedem Rennen haben“, sagte Gose. Mit Blick auf künftige Titelkämpfe und Olympia 2024 in Paris macht ihr die Zeit aber Mut, mit viel Vertrauen ins Trainerteam und sich selbst will sie sich der Spitze nun weiter Schritt für Schritt nähern. „Ich schwimme die 800 Meter erst, seitdem ich bei Bernd Berkhahn trainierte, also seit knapp einem Jahr so richtig. Ich hoffe, da geht noch einiges.“
Nicht genug ging an diesem Abend in Tokio bei Marius Kusch. Seine 52,05 Sekunden über 100m Schmetterling reichten nur zum 23. Platz. Das Halbfinale ging mit 51,74 weg, mit seiner Bestzeit (51,35) wäre Kusch sogar unter den besten Acht gelandet. Als Schnellster stellte Caeleb Dressel (USA) einen olympischen Rekord (50,39) auf. „Marius hatte sicherlich andere Vorstellungen und Ziele hier in Tokio“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense. „Nun gilt es für ihn, den Fokus auf die Lagenstaffel zu richten und dort um ein mögliches Finale zu kämpfen.“
Das sollte möglich sein. Bei der olympischen Premiere der Mixed-Staffel über 4x100m Lagen belegte Deutschland am Donnerstag Rang zehn. Marek Ulrich (Rücken: 53,82 Sekunden), Fabian Schwingenschlögl (Brust: 58,35), Lisa Höpink (Schmetterling: 58,06) und Annika Bruhn (Freistil: 53,96) verpassten in 3:44,19 Minuten den deutschen Rekord zwar nur um sechs Hundertstel, zu dem Achten Israel und dem Finaleinzug fehlten damit aber 25 Hundertstel. Vorlaufschnellste waren die Brit*innen mit Europarekord (3:38,75). „Wenn Frauen und Männer gegeneinander antreten, passiert viel Ungewohntes. Es hat aber total viel Spaß gemacht, bei dieser Mixed-Premiere dabei zu sein. Wir sind mit unserer Leistung auch zufrieden, auch wenn es am Ende so knapp war“, sagte Lisa Höpink.
Isabel Gose rauscht mit deutschem Rekord ins Finale
Von so einer Olympiapremiere kann man nur träumen. Isabel Gose kraulte in ihrem ersten Rennen bei den Spielen in Tokio (JPN) gleich einen deutschen Rekord und zog über 400m Freistil in 4:03,21 Minuten als Sechste ins Finale am Montag (ab 03:30 Uhr MESZ) ein. Damit war sie gleich 75 Hundertstelsekunden schneller als ihre Teamkollegin und bisherige Rekordhalterin Sarah Köhler (4:03,96) im Jahr 2017. „Man weiß ja, was man drauf hat und hofft, dass man es im richtigen Moment zeigen kann. Ich bin super froh, dass mir das gelungen ist“, sagte die 19-Jährige. „Jetzt hoffe ich, dass ich nach der Dopingkontrolle schnell zur Ruhe komme und mich über Nacht gut erholen kann, damit ich im Finale noch weiter angreifen kann.“
Die Berlinerin Leonie Kullmann konnte ihre Leistung bei ihrem Einzelstart leider nicht abrufen und blieb deutlich unter ihrer Bestzeit. In 4:10,25 Minuten schwamm sie auf Platz 18. Vorlaufschnellste war Katie Ledecky (USA) in 4:00,45.
Eine Runde weiter kämpfte sich auch Marek Ulrich. Der Leipziger schwamm über 100m Rücken in 53,74 Sekunden um eine Hundertstel Bestzeit und landete damit auf Rang 14. Das brachte den 24-Jährigen nicht nur ins Halbfinale am Montag, sondern sehr wahrscheinlich auch gleich in beide Lagenstaffeln (Männer und Mixed). Denn mit dem Berliner Ole Braunschweig schaffte es der zweite deutsche Starter in 54,14 nur auf Platz 25. Die späte Einzelfallentscheidung bei der Nominierung Ulrichs erwies sich damit auch als gerechtfertigt. Schnellster war der Russe Kliment Kolesnikovin 52,15.
„Marek hat das prima gemacht. Er ist couragiert angegangen und hat sich in seinem Vorlauf durchgesetzt“, lobte Bundestrainer Hannes Vitense. „Im Halbfinale geht es mit einem besseren Anschlag vielleicht sogar noch schneller, auf jeden Fall kann er dieses Rennen auch noch einmal nutzen in Hinblick auf seinen Staffeleinsatz.“
Ebenfalls ins Halbfinale einziehen konnte Anna Elendt, die sich über 100m Brust in 1:06,96 Minuten den 16. Platz im Kampf ums Finale am Montag ergatterte. Vorlaufschnellste war Tatjana Schoenmaker (RSA), die 1:04,82 einen olympischen Rekord aufstellte.
Über 200m Freistil verpasste Lukas Märtens in 1:46,69 Minuten als 17. das Weiterkommen ganz knapp, musste dann aber noch in ein Stechen gegen den Japaner Katsuhiro Matsumoto um den ersten Nachrückerplatz. Dort lieferte er in starken 1:46,40 eine neue persönliche Bestzeit ab. Die hätte zuvor fürs Halbfinale gereicht, so aber stand nach der Niederlage im Stechen am Ende Rang 18. Direkt dahinter rangierte Jacob Heidtmann ein, der 1:46,73 ebenfalls seine Bestzeit verbesserte. „Ich hätte wohl noch etwa schneller sein können, aber ich bin ein bisschen schwer reingekommen und zu langsam angegangen“, sagte Heidtmann, der nun aber wie Märtens noch auf ein gemeinsames Finale mit der 4x200m-Staffel hofft. Schnellster war am Montag Sunwoo Hwang(KOR/1:44,62).
Über 100m Rücken reichte es für Laura Riedemann (SV Halle) in 1:00,81 Minuten nur für Rang 24, ihre um genau eine Sekunde schnellere Bestzeit hätte zum Weiterkommen gereicht. Im Vorlauf gescheitert ist auch die Staffel über 4x100m Freistil der Männer. 3:15,34 Minuten genügten für Damian Wierling (48,96), Marius Kusch (48,71), Christoph Fildebrandt (48,72) und Eric Friese (48,95) nur zum 16. Platz.
DSV nominiert 28 Schwimmer*innen für die JEM in Rom
Bei den Deutschen Meisterschaften Schwimmen in der vergangenen Woche in Berlin sicherten sich Leonie Märtens(SC Magdeburg) und Timo Sorgius (SSG Leipzig) im Alter von 17 Jahren ihren ersten nationalen Titel in der offenen Klasse. Ihnen gelang damit zugleich eine gelungene Generalprobe für die Europameisterschaften der Junior*innen (JEM) vom 06. - 11. Juli 2021 in Rom (ITA). Beide gehören erwartungsgemäß zu den 28 Aktiven, die am Mittwoch offiziell für die JEM-Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) nominiert wurden.
Bei der vorigen JEM 2019 in Kazan (RUS) hatte das DSV-Team 17 Medaillen gewonnen, davon sieben Mal Gold durch Isabel Gose (fünf), Zoe Vogelmann und Artem Selin. Damit belegte man damals Rang zwei der Nationenwertung hinter Gastgeber Russland. „Auch wenn sich so ein Topergebnis nicht in jedem Jahrgang wiederholen lässt, rechnen wir uns trotz der schwierigen Zeit während der Pandemie in Italien wieder einige Medaillenchancen aus“, erklärte Carsten Gooßes, der Bundestrainer Nachwuchs. „Und natürlich gehören Leonie Märtens und Timo Sorgius dabei zu unseren Hoffnungsträger*innen. Aber auch Kellie Messel und Cedric Büssing haben nicht erst bei der DM eine gute Leistungsentwicklung gezeigt.“
Diese Entwicklung gilt es nun, im berühmten Freibad des Foro Italico fortzusetzen. Dort stellte Paul Biedermann bei der WM 2009 den bis heute gültigen Weltrekord über 200m Freistil auf. Biedermanns Trainer Frank Embacherbetreut heute übrigens Timo Sorgius.
Für den Nachwuchs bleibt die JEM der einzige internationale Höhepunkt in diesem Sommer. Denn der Weltverband FINA gab bekannt, dass die vom 24. - 29. August in Kazan geplanten Junioren-Weltmeisterschaften aufgrund der weltweiten Pandemie auf 2022 verschoben werden.
Das JEM-Team für Rom:
Weiblich: Nina Sandrine Jazy (SG Dortmund), Chiara Klein (Potsdamer SV), Leonie Märtens (SC Magdeburg), Kellie Messel (TB 1888 Erlangen), Lina Kröger (SG WAGO 1950), Anna-Lena Kuhn (Rote Erde/SWT Hamm), Lise Seidel (SC Chemnitz), Lisa-Marie Finger (SG Neukölln Berlin), Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg), Nele Schulze (TSB Flensburg), Lara Seifert (SC Chemnitz 1892), Celina Springer (SG Dortmund), Marlene Blanke (SC Magdeburg)
Männlich: Timo Sorgius (SSG Leipzig), Kiran Winkler (SC Magdeburg), Cornelius Jahn (Ahrensburger TSV 1874), Cedric Büssing (SG Dortmund), Manuel Kohlschmid (SV Wacker Burghausen), Benjamin Atmar (SG Essen), Levin Peschlow (TuS Zeeven), Kirill Lammert (SC Delphin Lübeck), Louis Schubert (SSG Leipzig), Ole Mats Eidam (Potsdamer SV), Aaron Leupold (Potsdamer SV), Silas Beth (SG Bad Schwartau), Tobias Schulrath (SGS Hamburg), Oskar Dementiev (Berliner TSC), Mathis Schönung (SG EWR Rheinhessen Mainz)
Platz 8 für die Lagenstaffel der Männer zum EM-Abschluss
Am letzten Tag der Europameisterschaften in Budapest gab es noch einen weiteren gelungenen Finalauftritt. Björn Kammann, Lucas Matzerath, Ramon Klenz und Josha Salchow durften sich am Sonntag über Platz acht in der Lagenstaffel (3:35,27 Minuten) freuen, der Sieg ging an Großbritannien (3:28,59). Auch wenn im Becken anders als beim Wasserspringen und im Freiwasserschwimmen in der ersten EM-Woche keine Medaillen geholt wurden, so gewann das überwiegend junge Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) jedoch wertvolle Wettkampferfahrung. Erfolgreichste Nationen in der Duna-Arena waren in diesem Jahr Großbritannien (11 Gold/ 9 Silber/6 Bronze, Russland (9/5/8) und Italien (5/9/13).
Eine „Mischung aus gelungenen und weniger gelungenen Starts“ attestierte Bundestrainer Hannes Vitense dem deutschen EM-Team mit vielen Debütanten, für das an Ende fünf Finaleinsätze zu Buche standen. Insgesamt sei der Wettkampf vor allem für die Perspektivkader sehr hilfreich gewesen, um wie erhofft Erfahrungen für künftige internationale Aufgaben bis hin zu Olympia 2024 zu sammeln. „Wir haben gesehen, dass andere Nationen die schwierige Pandemie-Situation genutzt haben, um hart und viel zu trainieren und gute Ergebnisse zu erzielen“, sagte Vitense am Schlusstag. Doch das sei kein Grund für Zweifel am eigenen Weg. „Ich gehe davon aus, dass unsere komplette Olympia-Mannschaft, wenn sie hier am Start gewesen wäre, auch das eine oder andere Ausrufezeichen hätte setzen können.“
Von den für Tokio Qualifizierten waren jedoch nur Marco Koch und Lucas Matzerath in Ungarn gestartet. Der Rest des Teams bereitet sich abseits der EM bereits auf die Spiele in Japan (23. Juli - 08. August) vor. Während Matzerath bei seiner internationalen Premiere immerhin einen fünften Platz als bestes Ergebnis erreichte, war der frühere Welt- und Europameister überraschend im Halbfinale gescheitert. „Natürlich wollen Routiniers wie Marco hier anders abschneiden“, sagte Vitense. Aber Koch habe mit Dirk Lange einen erfahrenen Trainer und werde mit diesem daraus die richtigen Rückschlüsse ziehen. „Wir wissen, dass die internationale Konkurrenz im Schwimmsport nie schläft. Und dass wir in Tokio mit Athlet*innen in Bestform an den Start gehen müssen, um eine oder zwei Runden weiterzukommen.“ Genau deswegen haben man sich ja voll auf die Olympiavorbereitung konzentrieren wollen.
Die letzten Titel von Budapest sicherten sich am Pfingstsonntag Ranomi Kromowidjojo (NED) über 50m Schmetterling (25,30 Sekunden), Benedetta Pilato (ITA) über 50m Brust (29,35 Sekunden), Margeritha Peziera(ITA) über 200m Rücken (2:06,08 Minuten), Simona Quadarella (ITA) über 400m Freistil (4:04,66 Minuten), Ari-Pekka Luikkonen (FIN) über 50m Freistil (21,61 Sekunden), Kristof Milak (HUN) über 100m Schmetterling (50,18 Sekunden), Ilya Borodin (RUS) über 400m Lagen (4:10,03 Minuten/Junioren-Weltrekord) und die Großbritannien in der Lagenstaffel der Frauen (3:54,01 Minuten).
Ungarns Staatspräsident Janos Ader hatte sich dabei den letzten Finalabschnitt persönlich angesehen. Und hörte dabei natürlich warme Dankesworte von Paolo Barelli, dem Präsidenten des europäischen Dachverbandes. „Die LEN ist wirklich dankbar für die enorme Unterstützung für diese Meisterschaften, für die Ungarns Organisatoren die mit fast 4.000 Teilnehmer*innen größte Bubble geschaffen haben, die die Sportwelt während dieser Pandemie gesehen hat“, lobte Barelli. „Diese Veranstaltung hat einmal mehr die Kraft und Qualität des europäischen Schwimmsports unter Beweis gestellt.“
>> Alle EM-Ergebnisse und der Medaillenspiegel auf einen Blick
DOSB nominiert 30 DSV-Athlet*innen für das Team Deutschland
Tokio, wir kommen! Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat 65 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Japan (23. Juli - 08. August) die ersten 54 Sportler*innen offiziell in seine Olympiamannschaft berufen. Auf Beschluss des DOSB-Vorstandes wurden dabei auch 30 Aktive aus dem Bereich des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) für das Team Deutschland nominiert. Die Athlet*innen aus dem Beckenschwimmen und Freiwasserschwimmen hatten allesamt die von beiden Dachverbänden vorgegebenen Nominierungskriterien erfüllt. „Die Olympischen Spiele sind der besondere Höhepunkt in jeder Sportkarriere. Der Weg nach Tokio erforderte nach der Verschiebung um ein Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie sogar noch mehr Leistungswillen und Beharrlichkeit als sonst, deswegen freue ich mich für alle, die sich den Traum von der Olympiateilnahme in dieser schwierigen Zeit erfüllen können“, sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow. „Die Nominierung soll letztlich aber nur eine erste Belohnung zwischendurch sein, mit der sich keiner zufriedengibt. Denn nun gilt es erst recht, die letzten Wochen der Vorbereitung mit aller Konsequenz zu nutzen, um bei den Wettkämpfen in Japan das persönliche Optimum herausholen zu können.“ Während erfahrene DSV-Athlet*innen wie Annika Bruhn und Marco Koch bereits ihre dritten Spiele ansteuern, freuen sich Teenager wie Isabel Gose und Lukas Märtens auf ihre olympische Premiere. „Eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen war schon immer ein Traum von mir. Aber so richtig habe ich mich erst in den letzten 1,5 Jahren damit beschäftigt und freue mich natürlich umso mehr, dass ich in ein paar Wochen die Chance habe, für Deutschland in Tokio an den Start gehen zu dürfen. Bis dahin heißt es aber, weiter fokussiert und konzentriert zu arbeiten und sich nicht auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen", sagte der 19-jährige Märtens. Bundestrainer Hannes Vitense sieht den olympischen Rennen des DSV-Teams mit Optimismus entgegen. „Unsere Mannschaft ist zahlenmäßig wieder so groß wie die in Rio 2016. Seither hat sich aber ihre Leistungsfähigkeit erheblich verbessert, wie bei der WM 2019 zu sehen war. Diese Entwicklung wollen wir nun in Tokio unbedingt fortsetzen.“ Vor fünf Jahren hatte einzig Wasserspringer Patrick Hausding eine Olympiamedaille für den DSV gewinnen können. Die Nominierung für die insgesamt zehn Startplätze im Wasserspringen wird dann Mitte Juni folgen, zuvor steht bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen von „DIE FINALS“ in Berlin (01. - 06. Juni) noch der finale Qualifikationswettkampf an. Im Synchronschwimmen kämpfen Marlene Bojer und Michelle Zimmer vom 10. - 13. Juni in Barcelona noch international um das Olympiaticket. Die Nominierten im Freiwasser (vier Athlet*innen):
Finnia Wunram
Leonie Beck
Florian Wellbrock
Rob Muffels
Die Nominierten im Beckenschwimmen* (27 Athlet*innen**):
Anna Elendt
Annika Bruhn
Celine Rieder
Franziska Hentke
Hannah Küchler
Isabel Gose
Laura Riedemann
Leonie Kullmann
Lisa Höpink
Marie Pietruschka
Sarah Köhler
Christian Diener
Christoph Fildebrandt
Damian Wierling
David Thomasberger
Eric Friese
Fabian Schwingenschlögl
Florian Wellbrock
Henning Mühlleitner
Jacob Heidtmann
Lukas Märtens
Lucas Matzerath
Marco Koch
Marius Kusch
Ole Braunschweig
Philip Heintz
Poul Zellmann
*Diese Athlet*innen sind aus rein formellen Gründen unter Vorbehalt nominiert (die internationalen Qualifikationsnormen wurden von allen erfüllt, aber die formelle Bestätigung des Weltverbandes FINA für die Zuteilung der Quotenplätze erfolgt erst am 30. Juni; in Einzelfällen fehlen Athlet*innen auch noch notwendige Unterlagen und Nachweise, die spätestens am 28. Juni vorliegen müssen).
**27 Nominierungen, aber 26 Personen, da Florian Wellbrock bereits beim Freiwasserschwimmen nominiert ist
Lea Boy schwimmt zum EM-Titel über 25km
Nach drei Goldmedaillen im Wasserspringen bei den Europameisterschaften in Budapest (HUN) konnte die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Sonntag nun auch einen Titelgewinn beim Freiwasserschwimmen bejubeln. Lea Boy (SV Würzburg) triumphierte im Rennen über 25 Kilometer nach 4:53:57,0 Stunden vor Lara Grangeon (FRA/4:54:58,4) und Barbara Pozzobin (ITA/4:54:58,7). Elea Linka (SG Stormarn Barsbüttel) schwamm auf Rang sechs (4:57:07,6).
Bei gerade einmal 17,5 Grad Wassertemperatur im Lupa-See siegte Boy dabei in überlegener Manier. Am Tag nach dem Gewinn der Silbermedaille beim Teamevent hielt sich die 21-Jährige bis Kilometer 20 stets an der Spitze des Feldes auf und behielt die Konkurrenz dabei immer im Blick. Nach rund vier Stunden zog die 21-Jährige das Tempo bei einem Zwischenspurt so scharf an, dass keine Konkurrentin mehr folgen konnte. Nach Platz drei über 10km beim Weltcup in Doha (QAT) im März ist das nun der nächste große Einzelerfolg der Athletin, die 2019 auch schon Staffel-Weltmeisterin geworden war.
„Ich freue mich natürlich riesig über meinen ersten EM-Titel“, sagte Boy nach der Siegerehrung und dem ersten deutschen EM-Erfolg in dieser Disziplin seit 2006 durch Angela Maurer. „Ich bin von Anfang an immer an Position eins oder zwei geschwommen und habe relativ viel Führungsarbeit gemacht, was aber für mich in der Situation besser war, da ich da ein bisschen lockerer mein Tempo schwimmen konnte. Mir war zwischendurch etwas kalt, aber dann kam zum Glück die Sonne raus“, sagte Boy.
Nach ihrem Antritt kurz vor der letzten von insgesamt fünf Runden klagte Boy dann auch nicht mehr über die Temperatur bei den kurzen Stopps an den Verpflegungsstellen. Denn nun hörte sie, wie schnell ihr Vorsprung wuchs. „Erst waren es elf Sekunden Vorsprung bei der Verpflegung, dann rief mir mein Trainer Nikolai Evseev an Start und Ziel zu, dass es schon 25 Sekunden sind. Da wusste ich es plötzlich: Du wirst hier gewinnen und Europameisterin!“ Als solche plant sie nun ihren nächsten Start bei den Deutschen Meisterschaften Freiwasserschwimmen in Münster (24. - 26. Juni).
Ein gutes Rennen lieferte auch Elea Linka ab, die 20-Jährige untermauerte damit ihre tolle Leistungsentwicklung in dieser Saison. „Das war ein guter Einstieg in den Elitebereich“, lobte Constantin Depmeyer, Bundestrainer Nachwuchs im DSV. „Wenn sie diesen Weg so weitergeht, ist in Zukunft noch einiges möglich.“
Titel bei den Männern geht an den Franzosen Reymond
Bei den Männern sicherte sich der Franzose Alex Reymond in 4:28:21,0 Stunden den Titel vor Matteo Furlan (ITA/4:28:25,2) und Kirill Abrasimov (RUS/4:36:06,2). Der einzige deutsche Starter Niklas Frach (SV Gelnhausen/4:46:43,6) landete auf Rang 13.
DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow zog nach Abschluss der Freiwasser-Wettbewerbe von Budapest ein positives Fazit. „Im Freiwasser haben wir mit drei Medaillen ein gutes Ergebnis erzielt, herausragend war dabei natürlich der Europameistertitel von Lea Boy über 25km. Auf den 10km haben wir hier wertvolle Erfahrungen sammeln können, da hat nach der langen Corona-Pause vielleicht auch ein wenig die Wettkampfpraxis gefehlt. Unsere Athlet*innen und Trainer*innen haben aber im Hinblick auf die Olympischen Spiele wertvolle Hinweise erarbeiten können.“
Bronze zum EM-Auftakt für deutsches Team
Er war vorher schon der erfolgreichste Wasserspringer der EM-Geschichte. Ganze 15 Mal hat Patrick Hausding (Berliner TSC) bislang Gold im europäischen Vergleich gewonnen, dazu 13 Mal Silber und viermal Bronze – und noch nie verließ er eine Europameisterschaft mit leeren Händen. Und auch bei der diesjährigen Auflage in Budapest (HUN) konnte der 32-Jährige sein Medaillenkonto gleich im ersten Wettkampf weiter aufstocken.
Gemeinsam mit Tina Punzel (Dresdner SC 1898), Christina Wassen und Lou Massenberg (beide Berliner TSC) gewann Hausding zum Auftakt der Sprungwettkämpfe in der Duna-Arena Bronze im gemischten Teamwettbewerb. Deutschland kam mit 421,00 Punkten auf Rang drei hinter Russland (431,80) und Italien (428,00). „Es ist immer gut fürs Selbstbewusstsein, mit einer Medaille gleich im ersten Wettkampf in die Europameisterschaften zu starten. Ich habe noch viel vor diese Woche, einiges an Wettkämpfen kommt auf mich zu. Wir werden am Ende der Woche sehen, wie viele Medaillen ich auf meinem Konto verbuchen kann“, sagte Hausding.
Im Teamwettbewerb, der erst seit 2012 fester Bestandteil der EM-Programms ist, war die deutsche Mannschaft als Titelverteidiger angetreten – in der exakt gleichen Besetzung hatte das DSV-Team vor zwei Jahren in Kiew (UKR) den Titel geholt. Auch dieses Mal setzte sich das Quartett zunächst an die Spitze und lag nach starken Auftritten vom 3m-Brett von Hausding und Punzel und einem ebenso gelungenen 3m-Synchronsprung von Punzel und Massenberg zur Halbzeit des Events in Führung. Die Medaille war bereits zu diesem Zeitpunkt fast sicher.
Die genaue Platzverteilung auf dem Podium wurde dann in den weiteren Runden vom Turm ermittelt. Lou Massenberg und Christina Wassen in den Einzeln sowie Hausding und Wassen beim Turm-Synchronspringen zeigten allesamt ordentliche Sprünge, doch die Konkurrent*innen aus Russland und Italien waren an diesem Tag noch etwas besser und schoben sich so an der deutschen Auswahl vorbei. „Das Niveau war wirklich sehr hoch, die Russen und Italiener haben eine sehr starke Leistung gezeigt. Und auch wir waren bis zur dritten Runde voll dabei, haben dann aber vom Turm ein paar Schwächen gezeigt in den Eintauchphasen“, erklärte Hausding. „Aber wir sind trotzdem sehr zufrieden mit unserer Bronzemedaille.“ Ähnlich äußerte sich Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow: „Wir haben zwar kleine Reserven liegengelassen. Aber dieser Start gibt uns Optimismus für die nächsten Tage. Eine Medaille zum Auftakt ist immer gut für die Stimmung im Team.“
Defekte Lautsprecher: Debüt des deutschen Synchron-Duetts vertagt
Das neu formierte DSV-Duett mit Marlene Bojer und Michelle Zimmer muss sich im Synchronschwimmen derweil noch einen weiteren Tag gedulden. Aufgrund technischer Probleme mit den Unterwasser-Lautsprechern wurde die technische Kür am Montag nach elf Paaren abgebrochen. Das deutsche Duo wäre erst ganz am Schluss als 19. an der Reihe gewesen. Der Wettkampf wird nun am Donnerstag (13. Mai) um 09:00 Uhr nachgeholt. Auch die Nationen, die bereits ihren Auftritt hatten, sollen dann noch einmal starten, um die Chancengleichheit zu gewährleisten. „Die Athletinnen hören die Musik auch unter Wasser. Wenn sie ausfällt, ist das sehr irritierend“, erläuterte Bundestrainerin Doris Ramadan die Hintergründe. Das gemeinsame Wettkampfdebüt von Bojer und Zimmer steigt somit erst am Dienstag beim Vorkampf in der freien Kür. Dann will das deutsche Duett mit einem begeisternden Auftritt die Wertungsrichter*innen von sich überzeugen und ins Finale einziehen.Zwei Deutsche im Turm-Finale beim Weltcup
Nach den Erfolgen vom Wochenende in den Synchronwettbewerben haben Deutschlands Wasserspringer*innen beim Weltcup in Tokio (JPN) auch am ersten Tag der Einzelkonkurrenzen überzeugt. Allen voran der erst 16-jährige Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen), der im Turmspringen bei seinem internationalen Wettkampfdebüt bei den Erwachsenen eine „ausgezeichnete Leistung“ zeigte, wie Bundestrainer Lutz Buschkow attestierte. Eikermann zog mit 458,95 Punkten als Fünfter des Halbfinales ebenso ins Finale ein wie Timo Barthel (SV Halle) als Siebter mit 427,00 Punkten.
Zusammen holten sie in dieser Disziplin gleich zwei Startplätze für die Olympischen Spiele (23. Juli - 08. August) für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). „Mit bislang sieben Quotenplätzen sind wir bei der Olympiaqualifikation auf einem guten Weg“, sagte Buschkow.
Teenager Jaden Eikermann beweist sein Potenzial
Wer die Quotenplätze besetzt und für Deutschland beim Saisonhöhepunkt in Tokio an den Start geht, entscheidet sichbei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der „FINALS 2021“ vom 01. - 06. Juni in Berlin. Erst dort werden die personengebundenen Olympiatickets vergeben.
Sollte Jaden Eikermann sich durchsetzen, wäre er mit 16 Jahren der Jüngste im DSV-Aufgebot. Beim Weltcup bewies der Teenager im Wettstreit mit der versammelten Weltspitze schon einmal sein riesiges Potenzial. Bereits im Vorkampf glänzte er als Sechster mit 441,10 Punkten. Im Halbfinale konnte Eikermann diese Punktzahl dann sogar noch einmal steigern. „Das war hervorragend. Er ist locker an die Sache herangegangen und hat sich hier nicht beeindrucken lassen. Vor allem der 3,5-fache Auerbachsalto ist ihm sehr gut gelungen“, lobte Buschkow.
Timo Barthel war als 16. mit 402,70 Punkten trotz zweier Fehler ins Halbfinale eingezogen. Nach einem eher mäßigen Auftakt wurde er dort von Sprung zu Sprung immer stärker und schaffte es letztlich ebenfalls souverän ins Finale der besten Zwölf. „Er hat sich immer mehr gesteigert, das hat mich sehr gefreut“, sagte Buschkow. Es sieht so aus, als würde Barthel gerade rechtzeitig für das Finale am Dienstag (11:00 Uhr deutscher Zeit) so richtig in Schwung zu kommen.
Bei den Frauen bleibt es bei einem Startplatz vom 3m-Brett
Bei den Frauen hatte Tina Punzel (Dresdner SC 1898) vom 3m-Brett bereits durch ihre gute Leistung bei den Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju (KOR) einen ersten Quotenplatz gesichert. Beim Weltcup konnten Vereinskollegin Saskia Oettinghaus und Lena Hentschel (Berliner TSC) leider keinen zweiten Startplatz für Deutschland hinzuzufügen. Beide verpassten am Montag den Einzug ins Halbfinale – Hentschel kam mit 233,40 Punkten auf Platz 38, Oettinghaus mit 231,05 Punkten auf Platz 40.
Dabei lag Hentschel bis zum dritten Durchgang noch auf Kurs, bis sie sich beim 3,5-fachen Salto vorwärts gehechtet einen groben Fehler leistete. „Im letzten Versuch wollte sie es dann besonders gut machen, hat aber stattdessen nochmals einen Fehler eingebaut. Damit war die Sache leider erledigt“, sagte Buschkow.
Neuer Termin für Weltcup im Wasserspringen
Eine Woche lang tappten Deutschlands Wasserspringer*innen auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen im Dunkeln. Kurzfristig hatte die FINA den ursprünglich für den 18. - 23. April in Tokio angesetzten Weltcup verschoben, weil nach Ansicht des Weltverbandes die geplanten Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit dem Coronavirus „die Sicherheit der Athlet*innen nicht angemessen gewährleisten“ würden. Da bei diesem Wettkampf auch die Quotenplätze für Olympia ausgesprungen werden sollten, geriet der weitere Fahrplan von Patrick Hausding, Tina Punzel und Co. mal wieder ins Wanken.
Nun hat der Weltverband einen neuen Termin für die Veranstaltung bekanntgegeben. Der Weltcup soll jetzt zwei Wochen später vom 01. – 06. Mai stattfinden. Als Austragungsort ist aber weiterhin Tokio vorgesehen, die bisherigen Bedenken konnten offenbar ausgeräumt werden. „Nach einem sehr fruchtbaren Konsultationsprozess zwischen der FINA, dem japanischen Schwimmverband, dem Organisationskomitee von Tokio 2020, den japanischen Behörden einschließlich der japanischen Regierung und der Regierung der Metropolregion Tokio sowie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) freut sich die FINA, die Neuplanung bekanntzugeben“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Der Weltcup diene sowohl als Qualifikations- als auch als Testveranstaltung für die Sommerspiele vom 23. Juli bis 08. August.
„Wir freuen uns trotz der Kurzfristigkeit der Entscheidung über die Möglichkeit, am Weltcup teilnehmen zu können. In der Hoffnung, dass der Termin nicht erneut verschoben wird, bereiten wir uns professionell auf den Wettkampf vor“, sagt Bundestrainer Lutz Buschkow. Unter anderem soll beim Lehrgang vom 19. - 25. April in Dresden auch nachts trainiert werden, um die Körper auf die Zeitverschiebung vorzubereiten. Leichte Bedenken hat Buschkow noch wegen der zeitlichen Nähe des Weltcups zu den Europameisterschaften in Budapest, die bereits kurz danach am 10. Mai beginnen. „Trainingsmethodisch ist das für die europäischen Springer*innen nicht ideal“, sagt er.
Um den Quotenplatz für Olympia zu sichern, müssen die Deutschen beim Weltcup im Einzel mindestens das Halbfinale der besten 18 Springer*innen erreichen. Landen schon qualifizierte Springer*innen unter den Top 18, rücken die dahinter Platzierten entsprechend auf. In den Synchrondisziplinen erhalten die besten Vier einen Quotenplatz, auch hier wird je nach Ausgang des Weltcups eventuell noch aufgefüllt.
Synchronschwimmerinnen müssen noch warten
Für die in der vergangenen Woche ebenfalls abgesagte Olympiaqualifikation im Synchronschwimmen, geplant ursprünglich für den 01. - 04. Mai in Tokio, gibt es derweil noch keinen neuen Termin. „Die FINA und ihre Partner überprüfen derzeit noch die Durchführung dieser Veranstaltung“, heißt es von Verbandsseite. Eine Entscheidung werde aber in den kommenden Tagen getroffen. Bis dahin muss sich auch das deutsche Duett mit Marlene Bojer und Michelle Zimmer noch gedulden.
Schwingenschlögl und Thomasberger mit deutschen Rekorden zur Olympianorm
Zum Auftakt der Olympiaqualifikation im Beckenschwimmen in Heidelberg haben sich David Thomasberger und Fabian Schwingenschlögl in die Rekordbücher des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) eingetragen und dabei auch die geforderten Normzeiten für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli - 08. August) unterboten.
Thomasberger (SSG Leipzig) hatte die nationale Bestmarke über 200m Schmetterling bereits im Vorlauf auf 1:55,51 Minuten verbessert, im Finale steigerte sich der 25-Jährige dann noch einmal auf 1:55,04. Die Tokio-Norm (1:56,30) verfehlt hat am Samstag dagegen der bisherige Rekordhalter Ramon Klenz (SG Neukölln/1:58,21), aber wie allen anderen bleiben ihm dafür ja noch zwei weitere Wochenenden Zeit. Der seit 01. April laufende Qualifikationszeitraum endet mit der DSV Olympiaqualifikation in Berlin (16. -18. April) als finalem Höhepunkt.
Zur Olympianominierung vorgeschlagen werden anschließend die zwei schnellsten Normzeiterfüller*innen in jeder der 28 olympischen Einzeldisziplinen, dazu sind sieben Staffeln zu besetzen. Allerdings haben Florian Wellbrock, Sarah Köhler (jeweils 800m und 1500m Freistil), Franziska Hentke (200m Schmetterling), Laura Riedemann(100m Rücken), Marius Kusch (100m Schmetterling), Marco Koch (200m Brust), Philip Heintz (200m Lagen) und Jacob Heidtmann (400m Lagen) aufgrund ihrer WM-Erfolge 2019 oder Normerfüllungen im Frühjahr 2020 die Olympiatickets bereits sicher.
Mit der Reise nach Japan darf nun auch Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulmer Sport-Union) ernsthaft planen. Der 29-Jährige stellte in 58,95 Sekunden ebenfalls einen deutschen Rekord über 100m Brust auf. Die bisherige Bestmarke (59,15) hatte der Essener Hendrik Feldwehr 2009 noch im Hightechanzug aufgestellt.
Unter der DSV-Norm für Tokio blieb in Heidelberg auch Leonie Kullmann (SG Neukölln), über 400m Freistil lieferte die 21-Jährige in 4:07,44 Minuten Maßarbeit ab und blieb um sechs Hundertstel unter der Olympia-Vorgabe.
„Nach einer langen Zeit ohne Wettkämpfe war das ein starker erster Tag“, freute sich Bundestrainer Hannes Vitense. „Wir sehen, dass unsere Trainer*innen gut mit ihren Schützlingen gearbeitet haben und können uns im weiteren Verlauf der Olympiaqualifikation sicher noch einiges erwarten.“
Zoe Vogelmanns Altersklassenrekord lässt auf Tokio hoffen
Über 1500m Freistil verpasste Celine Rieder (Neckarsulmer Sport-Union) in 16:21,00 Minuten die Tokio-Norm nur um fünf Sekunden, erfüllte damit aber die Richtzeit für eine EM-Teilnahme im Mai in Budapest. Das gilt auch für Christian Diener (SC Potsdam), der sich nach einem guten Vorlauf über 200m Rücken (1:57,99) im Finale am Nachmittag (1:58,79) dann aber nicht mehr in Richtung Olympianorm (1:57,00) steigern konnte. Mit etwas mehr Ruhe kann der Olympiafinalist von 2016 die Hürde aber sicher noch nehmen.
Auch Annika Bruhn (Neckarsulm) über 100m Freistil (morgens 54,51 Sekunden, abends 55,00) erhofft sich in den kommenden Rennen noch einige Steigerungen. Ebenfalls für die EM qualifiziert ist bereits Zoe Vogelmann. Die 17-Jährige vom SV Nikar Heidelberg schwamm über 200m Lagen erneut Alterklassenrekord (2:12,12) und näherte sich der Tokio-Norm so bis auf 2,2 Zehntelsekunden an. Auch die 18-jährige Kim Herkle (SV Cannstatt/2:14,15) sicherte sich bereits das EM-Ticket.
