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Titel-Double für Demler, Schwarz und Matzerath

Selbstbewusst zog Lucas Matzerath die vom ehemaligen Bundestrainer Manfred Thiesmann als Ehrengast überreichte Goldmedaille hoch auf das Siegerpodest und legte sie sich stolz um den Hals. Der 21-Jährige von der SG Frankfurt hatte sich gerade bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal in 59,12 Sekunden den Titel über 100m Brust gesichert. Im Juni war das dem Olympiastarter bereits auf der 50m-Bahn gelungen.

„Mit so einem Sieg geht die neue Saison wirklich klasse los. Und nach fast zwei Jahren ohne Kurzbahnwettkämpfe war eine Bestzeit ja auch irgendwie zu erwarten“, strahlte der 2,01-Meter-Mann. Das Double gelang ihm in der Wuppertaler Schwimmoper an diesem Donnerstag aber nicht allein, auch Kathrin Demler (SG Essen) über 200m Schmetterling (2:09,73 Minuten) und Sven Schwarz (Waspo Hannover) über 1500m Freistil (14:52,63 Minuten) kamen wiederholt zu Meisterehren auf diesen Strecken in diesem Jahr.

„Es ist toll, dass jetzt wieder mehrere Wettkämpfe anstehen und es wieder richtig losgeht“, schwärmte Langstreckentalent Schwarz, der die Olympiaqualifikation nur wegen einer Corona-Infektion verpasst hatte. „Der Olympiasieg von Florian Wellbrock hat uns alle begeistert und motiviert uns natürlich auch sehr für die nächsten Wettkämpfe gegen ihn.“ Wellbrock startet am Samstag beim Freiwasser-Weltcup in Barcelona seine Saison, eine Woche ist er dann wie Schwarz beim FINA Swimming World Cup in Berlin (01. - 03.Oktober) im Einsatz.

Erster Titel für Leonie Becks kleinen Bruder

In Abwesenheit der meisten Aktiven aus dem Olympiateam gab es natürlich auch neue Gesichter auf dem obersten Treppchen zu bestaunen. So siegte Giulia Goerigk (SGR Karlsruhe) über die 800m Freistil (8:41,36 Minuten), über 100m Brust setzte sich Julia Titze (SG Stadtwerke München/1:07,42 Minuten) durch. Die 200m Schmetterling der Männer gewann Aaron Schmidt (SG Neuss1:57,73). Über 100m Freistil war Jessica Felsner (SC Aqua Köln/54,57 Sekunden) die Schnellste, bei den Männern sicherte sich auf dieser Strecke Sebastian Beck (SV Würzburg 05/48,91) dank starker Schlussbahn die erste Goldmedaille.

„Das war der beste Saisonstart, den ich je hatte. Meine erste Medaille in der offenen Klasse und dann gleich der Titel“, jubelte Beck, der gerade seine Bacherlorarbeit (Maschinenbau) schreibt. Und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Damit steige ich im familieninternen Ranking wohl etwas auf.“ Seine Schwester Leonie war in Tokio Olympiafünfte im Freiwasser geworden, ab und zu wird übrigens gemeinsam trainiert. Zudem ist Becks Vater Alexander der Mannschaftsarzt im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) und Bruder Maximilian betreut in der Abteilung Wettkampfsport das Rekordwesen.

 „Der Weg soll auch für mich möglichst nach Paris führen, vielleicht schaffen wir es dann ja gemeinsam zu den Olympischen Spielen“, erzählte Sebastian Beck nach dem gelungenen ersten Schritt im neuen Olympiazyklus. Im Sommer hatte er es als sechstschnellster Sprinter noch nicht in die Olympiastaffel für Tokio geschafft.

>> Alle DKM-Ergebnisse im Überblick

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Olympiasieger Florian Wellbrock startet neue Saison im Hafen von Barcelona

Am vergangenen Wochenende sah man Olympiasieger Florian Wellbrock und die Olympiadritte Sarah Köhler in edler Abendrobe bei der Verleihung des Medienpreises Goldene Henne in Leipzig, am kommenden Samstag ist für beide aber wieder der Schwimmanzug angesagt. Beim LEN-Cup in Barcelona starten beide Stars im Freiwasserschwimmen über 10km und damit erstmals seit ihren Erfolgen bei den Olympischen Spielen in Tokio. Zum zehnköpfigen Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) gehören bei dieser Europacup-Station auch Wellbrocks Magdeburger Vereinskollege Rob Muffels und die Olympiafünfte Leonie Beck (SV Würzburg).

„Wir sind schon öfter zu Beginn der Saison die 10km geschwommen. Das hat sich bewährt“, erklärte Wellbrock. Nach der Rückkehr aus Japan hatte er wie seine Verlobte zur Formstabilisierung erst einmal noch zwei Wochen in Magdeburg weitertrainiert und sich dann erst eine zweiwöchige Erholungspause gegönnt. „Mein Urlaub war kurz, aber sehr schön und vor allem erholsam. Ich war ein wenig in Deutschland unterwegs, habe meine Eltern besucht und die Zeit mit meiner Familie genossen“, verriet Wellbrock. „Es war schön, mal keine Termine zu haben und auch einfach mal nichts zu tun.“  

Zumal diese nacholympische Saison mit ungewohnt vielen Höhepunkten ja durchaus eng durchgetaktet sein wird. Schon in der Woche nach dem Saisonstart vor wunderbarer Kulisse im alten Hafen von Barcelona steht für Wellbrock und Co. der FINA Swimming World Cup in Berlin (01. – 03. Oktober) an, später im Herbst folgen dann noch die Kurzbahn-EM in Kazan (RUS/02. - 07. November) und die Kurzbahn-WM in Abu Dhabi (VAE/16. - 21. Dezember). Nach dem Jahreswechsel stehen alsbald die WM in Fukuoka (JPN/13. – 29. Mai) und die EM in Rom (11. - 21. August) auf der 50m-Bahn an.

Diese von der Coronavirus-Pandemie samt Olympiaverschiebung verursachte Terminfülle gab übrigens auch den Anstoß, dem Start in Barcelona den Vorzug gegenüber den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften zu geben, die ab Donnerstag in Wuppertal stattfinden. „Der Teilnahme bei der Freiwasser-EM 2022 muss ein Europacup-Start vorausgegangen sein, ansonsten erhält man von der LEN dann keine Startberechtigung“, erklärte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Diese Vorgabe wird von seinen Schützlingen so nun bereits früh und wohl auch bei besten Bedingungen erfüllt, im Saisonverlauf droht somit kein zusätzlicher Terminstress.

Sarah Köhler, die wie Wellbrock Olympiabronze über 1500m Freistil und 2019 auch schon den WM-Titel im Freiwasser-Teamevent (4x1,25km) gewonnen hatte, möchte nach der Olympiasaison ohnehin gern noch öfter über die olympische 10km-Distanz starten. „Ich möchte da neue Reize setzen und mich ausprobieren, wie weit ich da komme und die nötige Erfahrung sammeln“, sagte Köhler.

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Elena Wassen wird vom Turm ausgezeichnete Achte

Vor einem Jahr hätte es Elena Wassen (Berliner TSC) vielleicht gar nicht zu Olympia geschafft. Die Turmspringerin hatte eine Operation hinter sich und erst Ende 2019 überhaupt wieder mit dem Training begonnen, zudem steckte sie im vergangenen Jahr mitten im Abiturstress. Für Wassen war die Verschiebung der Sommerspiele deshalb ein Segen. Die Berlinerin nutzte das Extrajahr, um ihre Leistung zu stabilisieren und ihren Schwierigkeitsgrad noch einmal zu erhöhen.

Mit Erfolg: Am Donnerstag sprang sie mit 291,90 Punkten im olympischen Turmfinale auf Rang acht und feierte damit ihren bislang größten internationalen Erfolg. Nur einmal in diesem Jahrtausend war eine Deutsche im Turmspringen noch etwas besser: Christin Steuer wurde 2012 in London (GBR) Siebte. Ihr eigenes Ergebnis von 2016 in Rio de Janeiro (BRA) übertraf Wassen deutlich. Vor fünf Jahren bei ihrer Olympiapremiere war sie auf Platz 17 gelandet.

„Ich bin sehr, sehr, sehr zufrieden mit diesem Wettkampf“, sagte sie. „Hätte mir das einer vorher gesagt, hätte ich das auf jeden Fall unterschrieben, dass ich hier Achte werde“, so Wassen. Nach einem sehr guten 2,5-fachen Rückwärtssalto mit 1,5 Schrauben zum Auftakt und danach zwei weiteren ordentlichen Versuchen lag die 20-Jährige nach drei von fünf Durchgängen zwischenzeitlich sogar auf Rang sechs und damit in der vorderen Hälfte dieses illustren Finalfeldes.

Beim 3,5-fachen Delfinsalto, den sie erst in diesem Jahr in ihr Programm aufgenommen hat, war sie dann allerdings beim Öffnen aus der Hocke zu spät dran und erhielt dafür nur 40,00 Punkte. Doch sie haderte nur kurz und setzte mit ihrem Handstanddoppelsalto mit 1,5 Schrauben einen schönen Schlusspunkt unter ihren insgesamt sehr gelungenen olympischen Auftritt. „Im Nachhinein ärgert man sich natürlich immer über den vierten und fünften Sprung, die habe ich im Vorkampf und Halbfinale schon besser gezeigt. Aber über den achten Platz bin ich sehr glücklich. Ich bin sehr froh, dass ich jetzt in meinen verdienten Urlaub kann und sehr glücklich, dass ich hier meine Leistung, die ich in den letzten Wochen und Monaten im Training erarbeitet habe, auch zeigen konnte“, so Wassen.

Beste Turmspringerin in Tokio war die erst 14 Jahre alte Chinesin Quan Hongchan, die im Finale gleich dreimal die Höchstwertung erhielt und mit 466,20 souverän die Goldmedaille gewann. Silber ging ebenfalls nach China an Synchron-Olympiasiegerin Chen Yuxi (425,40), Bronze sicherte sich Melissa Wu (AUS/371,40).

„Das war ein sehr hochkarätiges olympisches Finale, ein Wettkampf mit außerordentlich hoher Qualität. Bis auf einen kleinen Fehler ist Elena sehr gut gesprungen. In Rio 2016 war sie im Halbfinale, jetzt im Finale unter den besten Acht der Welt“, freute sich auch Chef-Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. Nach Abschluss der vier Frauenwettbewerbe zog er auch insgesamt eine positive Bilanz: „Insgesamt hatten wir bei den Frauen in jeder Disziplin jemanden im Finale. Platz drei, fünf, sieben und acht sind ein hervorragendes Ergebnis“, sagte er.

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Tina Punzel als Siebte vom 3m-Brett historisch gut

Es waren äußerst gelungene Olympische Spiele für Tina Punzel (Dresdner SC 1898), soviel stand bereits vor dem Finale vom 3m-Brett fest. Bronze holte sie im 3m-Synchronspringen mit Lena Hentschel (Berliner TSC), danach Platz fünf im Synchronspringen vom Turm zusammen mit Christina Wassen (Berliner TSC). Zum Abschluss ihrer tollen Tage in Tokio sorgte die Europameisterin auch in ihrem ersten olympischen Einzelfinale noch einmal für ein historisches Ergebnis: Mit Rang sieben und 302,95 Punkten erreichte Punzel die beste DSV-Platzierung in dieser Disziplin seit 21 Jahren. Besser war zuletzt Dörte Lindner, die 2000 bei den Spielen in Sydney (AUS) Bronze geholt hatte.

„Ich habe mich auf den Wettkampf gefreut, ich wollte noch einmal nicht nur dabei sein, sondern meine beste Leistung abrufen. Das ist mir bei vier Sprüngen gelungen. Als Sportlerin ärgert man sich natürlich über den Fehler, aber im Endeffekt bin ich mit Platz sieben echt zufrieden. Die gesamte Saison war echt top, mit der Krönung jetzt bei Olympia. Wir haben in dieser kuriosen Saison 2021 wirklich das Beste daraus gemacht“, sagte Punzel.

An ihrem 26. Geburtstag war Punzel mit einem guten Gefühl in den Wettkampf gestartet, das auch von ihrem blumigen Badeanzug gespiegelt wurde, den sie extra für diesen Anlass ausgewählt hatte. Und ihre gute Laune sollte sich weiter verbessern, denn nach einem sehr guten 2,5-fachen Rückwärtssalto zum Auftakt lag die Dresdnerin zwischenzeitig auf Platz fünf.

Der anschließende 3,5-fache Salto vorwärts misslang jedoch, beim Eintauchen überschlug sie etwas mit den Beinen. Punzel fiel auf Rang zehn zurück, aber ihre stärksten Sprünge kamen erst noch. Stück für Stück schob sie sich wieder nach vorne, lag vor dem letzten Durchgang als Achte sogar wieder in Schlagdistanz zu Platz sechs. Dazu reichte es zwar nicht mehr, doch an der Kanadierin Jennifer Abel schob sie sich mit einem sehr sauberen 2,5-fachen Delfinsalto noch vorbei. Mit 67,50 Punkten war es ihr bester Sprung im Vorkampf, Halbfinale und Finale zusammengenommen – ein schöner Schlusspunkt einer auch ansonsten hervorragenden Woche für die Deutsche.

„Sie wollte hier unbedingt ein einstelliges Ergebnis erzielen, was ihr auch gelungen ist. Unser Geburtstagskind ist sehr konzentriert in den Wettkampf gegangen. Beim 3,5-fachen Vorwärtssalto ist ihr ein kleiner Fehler unterlaufen, aber dann hat sie unheimlich gekämpft und am Ende mit Platz sieben eine Topleistung unter den besten Wasserspringerinnen der Welt erzielt“, lobte Chef-Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. „Auch insgesamt hat sie bei diesen Olympischen Spielen nachgewiesen, dass sie zu den besten Springerinnen der Welt zählt und ein tolles Ergebnis erzielt. Wir werden uns nachher im Teammeeting noch einmal zusammensetzen und ihre Leistung und ihren Geburtstag gebührend ehren.“

Gold sicherte sich wie 2016 in Rio de Janeiro (BRA) die Chinesin Shi Tingmao mit 383,50 Punkten, die damit ihren insgesamt vierten Olympiasieg feierte. Silber ging an Wang Han (CHN/348,75), Bronze holte die Amerikanerin Krysta Palmer (343,75).

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Tina Punzel beschenkt sich mit dem Finaleinzug selbst

Aller guten Dinge sind drei, das gilt bei diesen Olympischen Spielen ganz besonders für Tina Punzel. Mit gleich drei Wettbewerben ist die Dresdnerin in Tokio die Wasserspringerin mit den meisten Einsätzen – ein straffes Programm, das ihre Vielseitigkeit noch einmal unterstreicht. Dritte wurde sie schon im 3m-Synchronspringen, gewann dort mit Lena Hentschel (Berliner TSC) die Bronzemedaille. Und auch im Einzel vom 3m-Brett bleibt die Drei bei Olympia ihre Glückszahl: Am Samstag zog die Europameisterin als Siebte des Halbfinales mit 311,05 Punkten ins Finale ein und wird somit am Sonntag (ab 08:00 Uhr MESZ) in dieser Disziplin ein drittes Mal aufs Brett steigen dürfen.

Damit machte sich Tina Punzel selbst das schönste vorzeitige Geburtstagsgeschenk: Am Finaltag wird Deutschlands beste Wasserspringerin nämlich 26 Jahre alt – es war ihr großer Traum, an diesem Tag unter den Top zwölf der Welt mit dabei zu sein. Sollte Punzel dort ihre Leistung aus dem Halbfinale wiederholen, winkt ihr sogar das beste deutsche Ergebnis vom 3m-Brett seit Dörte Lindners Bronzemedaille im Jahr 2000 in Sydney (AUS).

Bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro (BRA) war Punzel im Einzel 17. geworden, damals hatte sie das Finale verpasst. Diesmal zeigte sie von Beginn an eine starke Leistung und lag zu keinem Zeitpunkt außerhalb der zwölf Finalplätze. Der 2,5-fache Rückwärtssalto zum Auftakt, mit dem sie im Vorkampf noch ihre Probleme hatte, gelang deutlich besser und auch die folgenden Sprünge verliefen durchweg sehr sauber. „Sie hat eine sehr stabile Leistung gezeigt, im Gegensatz zum Vorkampf war das sehr souverän. Fürs Finale hat sie sich aber noch kleine Reserven gelassen“, sagte Chef-Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow.

„Der Plan ist auf jeden Fall aufgegangen. Ich freue mich riesig, dass es heute geklappt hat“, sagte Punzel. „Ich habe gestern ein bisschen den Wettkampf gebraucht, um reinzukommen. Heute habe ich nach dem ersten Sprung schon gemerkt: Der Fokus ist wieder da. Ich hatte meinen Rhythmus direkt von Anfang an und auch schon vor dem Wettkampf, von daher war ich dann eigentlich ganz zuversichtlich, dass es heute klappen kann. Ich bin auch wirklich gut in meinem Rhythmus geblieben, habe nicht auf die Anzeigetafel geguckt und habe mich dann einfach riesig gefreut, dass es einstellig war und ich es mit Platz sieben doch sehr souverän geschafft habe. Ich freue mich jetzt auf morgen, auf dass ich da dann hoffentlich zwei Gründe zum Feiern habe“, so Punzel.

Wie schon im Vorkampf, lagen auch diesmal die beiden Chinesinnen ganz vorn. Beste im Halbfinale war erneut Rio-Olympiasiegerin Shi Tingmao (371,45) vor ihrer Landsfrau Wang Han (346,85).

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Sarah Köhler zieht überzeugend ins 800m-Finale ein

Beflügelt vom Gewinn der Bronzemedaille über 1500m Freistil hat Sarah Köhler sich am Tag danach auch einen Finalplatz für die 800m Freistil gesichert. Trotz dosiertem Einsatz blieb die 27-Jährige von der SG Frankfurt in 8:17,33 Minuten nicht einmal eine Sekunde über ihrem deutschen Rekord und sicherte sich damit Rang vier im Vorlauf. Schnellste war Katie Ledecky, die sechsmalige Olympiasiegerin aus den USA, in 8:15,67.

„Wichtig war für mich heute erst einmal, in das Finale zu schwimmen und dabei nicht irgendwo auf der Außenbahn zu landen, damit ich alles ein bisschen im Blick habe“, sagte Köhler. Auf einen Endspurt verzichtete sie trotzdem, um wie schon vor ihrem Bronze-Rennen mit den Kräften hauszuhalten. Gedanken an eine zweite Medaille schiebt Köhler vor dem Finale am Samstag (ab 03:30 Uhr MESZ) erst einmal von sich: „Die Karten werden neu gemischt. Und ich hoffe, dass ich irgendwie vielleicht auch ein bisschen Glück habe und da vorne mit reinkomme, und dann schauen wir mal, was dabei rumkommt. Meine Olympischen Spiele sind schon sehr, sehr gut. Das kann mir jetzt keiner mehr nehmen.“

Das lässt sich auch für Isabel Gose sagen. Die 19-Jährige, die über 400m Freistil Sechste geworden war, verbesserte ihre Bestzeit auf der doppelt so langen Distanz um gleich sechs Sekunden auf 8:21,79. Als Neunte fehlten ihr damit nur 1,2 Sekunden zum Finale „Das ist Meckern auf hohem Niveau. Aber wenn man einmal das Gefühl hatte, hier eine Runde weiterzukommen, dann will man das natürlich bei jedem Rennen haben“, sagte Gose. Mit Blick auf künftige Titelkämpfe und Olympia 2024 in Paris macht ihr die Zeit aber Mut, mit viel Vertrauen ins Trainerteam und sich selbst will sie sich der Spitze nun weiter Schritt für Schritt nähern. „Ich schwimme die 800 Meter erst, seitdem ich bei Bernd Berkhahn trainierte, also seit knapp einem Jahr so richtig. Ich hoffe, da geht noch einiges.“

Nicht genug ging an diesem Abend in Tokio bei Marius Kusch. Seine 52,05 Sekunden über 100m Schmetterling reichten nur zum 23. Platz. Das Halbfinale ging mit 51,74 weg, mit seiner Bestzeit (51,35) wäre Kusch sogar unter den besten Acht gelandet. Als Schnellster stellte Caeleb Dressel (USA) einen olympischen Rekord (50,39) auf. „Marius hatte sicherlich andere Vorstellungen und Ziele hier in Tokio“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense. „Nun gilt es für ihn, den Fokus auf die Lagenstaffel zu richten und dort um ein mögliches Finale zu kämpfen.“

Das sollte möglich sein. Bei der olympischen Premiere der Mixed-Staffel über 4x100m Lagen belegte Deutschland am Donnerstag Rang zehn. Marek Ulrich (Rücken: 53,82 Sekunden), Fabian Schwingenschlögl (Brust: 58,35), Lisa Höpink (Schmetterling: 58,06) und Annika Bruhn (Freistil: 53,96) verpassten in 3:44,19 Minuten den deutschen Rekord zwar nur um sechs Hundertstel, zu dem Achten Israel und dem Finaleinzug fehlten damit aber 25 Hundertstel. Vorlaufschnellste waren die Brit*innen mit Europarekord (3:38,75). „Wenn Frauen und Männer gegeneinander antreten, passiert viel Ungewohntes. Es hat aber total viel Spaß gemacht, bei dieser Mixed-Premiere dabei zu sein. Wir sind mit unserer Leistung auch zufrieden, auch wenn es am Ende so knapp war“, sagte Lisa Höpink.

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Isabel Gose rauscht mit deutschem Rekord ins Finale

Von so einer Olympiapremiere kann man nur träumen. Isabel Gose kraulte in ihrem ersten Rennen bei den Spielen in Tokio (JPN) gleich einen deutschen Rekord und zog über 400m Freistil in 4:03,21 Minuten als Sechste ins Finale am Montag (ab 03:30 Uhr MESZ) ein. Damit war sie gleich 75 Hundertstelsekunden schneller als ihre Teamkollegin und bisherige Rekordhalterin Sarah Köhler (4:03,96) im Jahr 2017. „Man weiß ja, was man drauf hat und hofft, dass man es im richtigen Moment zeigen kann. Ich bin super froh, dass mir das gelungen ist“, sagte die 19-Jährige. „Jetzt hoffe ich, dass ich nach der Dopingkontrolle schnell zur Ruhe komme und mich über Nacht gut erholen kann, damit ich im Finale noch weiter angreifen kann.“

Die Berlinerin Leonie Kullmann konnte ihre Leistung bei ihrem Einzelstart leider nicht abrufen und blieb deutlich unter ihrer Bestzeit. In 4:10,25 Minuten schwamm sie auf Platz 18. Vorlaufschnellste war Katie Ledecky (USA) in 4:00,45.

Eine Runde weiter kämpfte sich auch Marek Ulrich. Der Leipziger schwamm über 100m Rücken in 53,74 Sekunden um eine Hundertstel Bestzeit und landete damit auf Rang 14. Das brachte den 24-Jährigen nicht nur ins Halbfinale am Montag, sondern sehr wahrscheinlich auch gleich in beide Lagenstaffeln (Männer und Mixed). Denn mit dem Berliner Ole Braunschweig schaffte es der zweite deutsche Starter in 54,14 nur auf Platz 25. Die späte Einzelfallentscheidung bei der Nominierung Ulrichs erwies sich damit auch als gerechtfertigt. Schnellster war der Russe Kliment Kolesnikovin 52,15.

„Marek hat das prima gemacht. Er ist couragiert angegangen und hat sich in seinem Vorlauf durchgesetzt“, lobte Bundestrainer Hannes Vitense. „Im Halbfinale geht es mit einem besseren Anschlag vielleicht sogar noch schneller, auf jeden Fall kann er dieses Rennen auch noch einmal nutzen in Hinblick auf seinen Staffeleinsatz.“

Ebenfalls ins Halbfinale einziehen konnte Anna Elendt, die sich über 100m Brust in 1:06,96 Minuten den 16. Platz im Kampf ums Finale am Montag ergatterte. Vorlaufschnellste war Tatjana Schoenmaker (RSA), die 1:04,82 einen olympischen Rekord aufstellte.

Über 200m Freistil verpasste Lukas Märtens in 1:46,69 Minuten als 17. das Weiterkommen ganz knapp, musste dann aber noch in ein Stechen gegen den Japaner Katsuhiro Matsumoto um den ersten Nachrückerplatz. Dort lieferte er in starken 1:46,40 eine neue persönliche Bestzeit ab. Die hätte zuvor fürs Halbfinale gereicht, so aber stand nach der Niederlage im Stechen am Ende Rang 18. Direkt dahinter rangierte Jacob Heidtmann ein, der 1:46,73 ebenfalls seine Bestzeit verbesserte. „Ich hätte wohl noch etwa schneller sein können, aber ich bin ein bisschen schwer reingekommen und zu langsam angegangen“, sagte Heidtmann, der nun aber wie Märtens noch auf ein gemeinsames Finale mit der 4x200m-Staffel hofft. Schnellster war am Montag Sunwoo Hwang(KOR/1:44,62).

Über 100m Rücken reichte es für Laura Riedemann (SV Halle) in 1:00,81 Minuten nur für Rang 24, ihre um genau eine Sekunde schnellere Bestzeit hätte zum Weiterkommen gereicht. Im Vorlauf gescheitert ist auch die Staffel über 4x100m Freistil der Männer. 3:15,34 Minuten genügten für Damian Wierling (48,96), Marius Kusch (48,71), Christoph Fildebrandt (48,72) und Eric Friese (48,95) nur zum 16. Platz.

>> Alle Olympiaergebnisse im Überblick

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DSV nominiert 28 Schwimmer*innen für die JEM in Rom

Bei den Deutschen Meisterschaften Schwimmen in der vergangenen Woche in Berlin sicherten sich Leonie Märtens(SC Magdeburg) und Timo Sorgius (SSG Leipzig) im Alter von 17 Jahren ihren ersten nationalen Titel in der offenen Klasse. Ihnen gelang damit zugleich eine gelungene Generalprobe für die Europameisterschaften der Junior*innen (JEM) vom 06. - 11. Juli 2021 in Rom (ITA). Beide gehören erwartungsgemäß zu den 28 Aktiven, die am Mittwoch offiziell für die JEM-Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) nominiert wurden.

Bei der vorigen JEM 2019 in Kazan (RUS) hatte das DSV-Team 17 Medaillen gewonnen, davon sieben Mal Gold durch Isabel Gose (fünf), Zoe Vogelmann und Artem Selin. Damit belegte man damals Rang zwei der Nationenwertung hinter Gastgeber Russland. „Auch wenn sich so ein Topergebnis nicht in jedem Jahrgang wiederholen lässt, rechnen wir uns trotz der schwierigen Zeit während der Pandemie in Italien wieder einige Medaillenchancen aus“, erklärte Carsten Gooßes, der Bundestrainer Nachwuchs. „Und natürlich gehören Leonie Märtens und Timo Sorgius dabei zu unseren Hoffnungsträger*innen. Aber auch Kellie Messel und Cedric Büssing haben nicht erst bei der DM eine gute Leistungsentwicklung gezeigt.“

Diese Entwicklung gilt es nun, im berühmten Freibad des Foro Italico fortzusetzen. Dort stellte Paul Biedermann bei der WM 2009 den bis heute gültigen Weltrekord über 200m Freistil auf. Biedermanns Trainer Frank Embacherbetreut heute übrigens Timo Sorgius.

Für den Nachwuchs bleibt die JEM der einzige internationale Höhepunkt in diesem Sommer. Denn der Weltverband FINA gab bekannt, dass die vom 24. - 29. August in Kazan geplanten Junioren-Weltmeisterschaften aufgrund der weltweiten Pandemie auf 2022 verschoben werden.

Das JEM-Team für Rom:

Weiblich: Nina Sandrine Jazy (SG Dortmund), Chiara Klein (Potsdamer SV), Leonie Märtens (SC Magdeburg), Kellie Messel (TB 1888 Erlangen), Lina Kröger (SG WAGO 1950), Anna-Lena Kuhn (Rote Erde/SWT Hamm), Lise Seidel (SC Chemnitz), Lisa-Marie Finger (SG Neukölln Berlin), Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg), Nele Schulze (TSB Flensburg), Lara Seifert (SC Chemnitz 1892), Celina Springer (SG Dortmund), Marlene Blanke (SC Magdeburg)

Männlich: Timo Sorgius (SSG Leipzig), Kiran Winkler (SC Magdeburg), Cornelius Jahn (Ahrensburger TSV 1874), Cedric Büssing (SG Dortmund), Manuel Kohlschmid (SV Wacker Burghausen), Benjamin Atmar (SG Essen), Levin Peschlow (TuS Zeeven), Kirill           Lammert (SC Delphin Lübeck), Louis Schubert (SSG Leipzig), Ole Mats Eidam (Potsdamer SV), Aaron Leupold (Potsdamer SV), Silas Beth (SG Bad Schwartau), Tobias Schulrath (SGS Hamburg), Oskar Dementiev (Berliner TSC), Mathis Schönung (SG EWR Rheinhessen Mainz)

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Platz 8 für die Lagenstaffel der Männer zum EM-Abschluss

Am letzten Tag der Europameisterschaften in Budapest gab es noch einen weiteren gelungenen Finalauftritt. Björn Kammann, Lucas Matzerath, Ramon Klenz und Josha Salchow durften sich am Sonntag über Platz acht in der Lagenstaffel (3:35,27 Minuten) freuen, der Sieg ging an Großbritannien (3:28,59). Auch wenn im Becken anders als beim Wasserspringen und im Freiwasserschwimmen in der ersten EM-Woche keine Medaillen geholt wurden, so gewann das überwiegend junge Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) jedoch wertvolle Wettkampferfahrung. Erfolgreichste Nationen in der Duna-Arena waren in diesem Jahr Großbritannien (11 Gold/ 9 Silber/6 Bronze, Russland (9/5/8) und Italien (5/9/13).

Eine „Mischung aus gelungenen und weniger gelungenen Starts“ attestierte Bundestrainer Hannes Vitense dem deutschen EM-Team mit vielen Debütanten, für das an Ende fünf Finaleinsätze zu Buche standen. Insgesamt sei der Wettkampf vor allem für die Perspektivkader sehr hilfreich gewesen, um wie erhofft Erfahrungen für künftige internationale Aufgaben bis hin zu Olympia 2024 zu sammeln. „Wir haben gesehen, dass andere Nationen die schwierige Pandemie-Situation genutzt haben, um hart und viel zu trainieren und gute Ergebnisse zu erzielen“, sagte Vitense am Schlusstag. Doch das sei kein Grund für Zweifel am eigenen Weg. „Ich gehe davon aus, dass unsere komplette Olympia-Mannschaft, wenn sie hier am Start gewesen wäre, auch das eine oder andere Ausrufezeichen hätte setzen können.“

Von den für Tokio Qualifizierten waren jedoch nur Marco Koch und Lucas Matzerath in Ungarn gestartet. Der Rest des Teams bereitet sich abseits der EM bereits auf die Spiele in Japan (23. Juli - 08. August) vor. Während Matzerath bei seiner internationalen Premiere immerhin einen fünften Platz als bestes Ergebnis erreichte, war der frühere Welt- und Europameister überraschend im Halbfinale gescheitert. „Natürlich wollen Routiniers wie Marco hier anders abschneiden“, sagte Vitense. Aber Koch habe mit Dirk Lange einen erfahrenen Trainer und werde mit diesem daraus die richtigen Rückschlüsse ziehen. „Wir wissen, dass die internationale Konkurrenz im Schwimmsport nie schläft. Und dass wir in Tokio mit Athlet*innen in Bestform an den Start gehen müssen, um eine oder zwei Runden weiterzukommen.“ Genau deswegen haben man sich ja voll auf die Olympiavorbereitung konzentrieren wollen.

Die letzten Titel von Budapest sicherten sich am Pfingstsonntag Ranomi Kromowidjojo (NED) über 50m Schmetterling (25,30 Sekunden), Benedetta Pilato (ITA) über 50m Brust (29,35 Sekunden), Margeritha Peziera(ITA) über 200m Rücken (2:06,08 Minuten), Simona Quadarella (ITA) über 400m Freistil (4:04,66 Minuten), Ari-Pekka Luikkonen (FIN) über 50m Freistil (21,61 Sekunden), Kristof Milak (HUN) über 100m Schmetterling (50,18 Sekunden), Ilya Borodin (RUS) über 400m Lagen (4:10,03 Minuten/Junioren-Weltrekord) und die Großbritannien in der Lagenstaffel der Frauen (3:54,01 Minuten).

Ungarns Staatspräsident Janos Ader hatte sich dabei den letzten Finalabschnitt persönlich angesehen. Und hörte dabei natürlich warme Dankesworte von Paolo Barelli, dem Präsidenten des europäischen Dachverbandes. „Die LEN ist wirklich dankbar für die enorme Unterstützung für diese Meisterschaften, für die Ungarns Organisatoren die mit fast 4.000 Teilnehmer*innen größte Bubble geschaffen haben, die die Sportwelt während dieser Pandemie gesehen hat“, lobte Barelli. „Diese Veranstaltung hat einmal mehr die Kraft und Qualität des europäischen Schwimmsports unter Beweis gestellt.“

>> Alle EM-Ergebnisse und der Medaillenspiegel auf einen Blick

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DOSB nominiert 30 DSV-Athlet*innen für das Team Deutschland

Tokio, wir kommen! Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat 65 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Japan (23. Juli - 08. August) die ersten 54 Sportler*innen offiziell in seine Olympiamannschaft berufen. Auf Beschluss des DOSB-Vorstandes wurden dabei auch 30 Aktive aus dem Bereich des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) für das Team Deutschland nominiert. Die Athlet*innen aus dem Beckenschwimmen und Freiwasserschwimmen hatten allesamt die von beiden Dachverbänden vorgegebenen Nominierungskriterien erfüllt. „Die Olympischen Spiele sind der besondere Höhepunkt in jeder Sportkarriere. Der Weg nach Tokio erforderte nach der Verschiebung um ein Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie sogar noch mehr Leistungswillen und Beharrlichkeit als sonst, deswegen freue ich mich für alle, die sich den Traum von der Olympiateilnahme in dieser schwierigen Zeit erfüllen können“, sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow. „Die Nominierung soll letztlich aber nur eine erste Belohnung zwischendurch sein, mit der sich keiner zufriedengibt. Denn nun gilt es erst recht, die letzten Wochen der Vorbereitung mit aller Konsequenz zu nutzen, um bei den Wettkämpfen in Japan das persönliche Optimum herausholen zu können.“ Während erfahrene DSV-Athlet*innen wie Annika Bruhn und Marco Koch bereits ihre dritten Spiele ansteuern, freuen sich Teenager wie Isabel Gose und Lukas Märtens auf ihre olympische Premiere. „Eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen war schon immer ein Traum von mir. Aber so richtig habe ich mich erst in den letzten 1,5 Jahren damit beschäftigt und freue mich natürlich umso mehr, dass ich in ein paar Wochen die Chance habe, für Deutschland in Tokio an den Start gehen zu dürfen. Bis dahin heißt es aber, weiter fokussiert und konzentriert zu arbeiten und sich nicht auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen", sagte der 19-jährige Märtens. Bundestrainer Hannes Vitense sieht den olympischen Rennen des DSV-Teams mit Optimismus entgegen. „Unsere Mannschaft ist zahlenmäßig wieder so groß wie die in Rio 2016. Seither hat sich aber ihre Leistungsfähigkeit erheblich verbessert, wie bei der WM 2019 zu sehen war. Diese Entwicklung wollen wir nun in Tokio unbedingt fortsetzen.“ Vor fünf Jahren hatte einzig Wasserspringer Patrick Hausding eine Olympiamedaille für den DSV gewinnen können. Die Nominierung für die insgesamt zehn Startplätze im Wasserspringen wird dann Mitte Juni folgen, zuvor steht bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen von „DIE FINALS“ in Berlin (01. - 06. Juni) noch der finale Qualifikationswettkampf an. Im Synchronschwimmen kämpfen Marlene Bojer und Michelle Zimmer vom 10. - 13. Juni in Barcelona noch international um das Olympiaticket. Die Nominierten im Freiwasser (vier Athlet*innen):
Finnia Wunram
Leonie Beck
Florian Wellbrock
Rob Muffels
Die Nominierten im Beckenschwimmen* (27 Athlet*innen**):
Anna Elendt
Annika Bruhn
Celine Rieder
Franziska Hentke
Hannah Küchler
Isabel Gose
Laura Riedemann
Leonie Kullmann
Lisa Höpink
Marie Pietruschka
Sarah Köhler
Christian Diener
Christoph Fildebrandt
Damian Wierling
David Thomasberger
Eric Friese
Fabian Schwingenschlögl
Florian Wellbrock
Henning Mühlleitner
Jacob Heidtmann
Lukas Märtens
Lucas Matzerath
Marco Koch
Marius Kusch
Ole Braunschweig
Philip Heintz
Poul Zellmann
*Diese Athlet*innen sind aus rein formellen Gründen unter Vorbehalt nominiert (die internationalen Qualifikationsnormen wurden von allen erfüllt, aber die formelle Bestätigung des Weltverbandes FINA für die Zuteilung der Quotenplätze erfolgt erst am 30. Juni; in Einzelfällen fehlen Athlet*innen auch noch notwendige Unterlagen und Nachweise, die spätestens am 28. Juni vorliegen müssen).
**27 Nominierungen, aber 26 Personen, da Florian Wellbrock bereits beim Freiwasserschwimmen nominiert ist

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