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Lea Boy schwimmt zum EM-Titel über 25km
Nach drei Goldmedaillen im Wasserspringen bei den Europameisterschaften in Budapest (HUN) konnte die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Sonntag nun auch einen Titelgewinn beim Freiwasserschwimmen bejubeln. Lea Boy (SV Würzburg) triumphierte im Rennen über 25 Kilometer nach 4:53:57,0 Stunden vor Lara Grangeon (FRA/4:54:58,4) und Barbara Pozzobin (ITA/4:54:58,7). Elea Linka (SG Stormarn Barsbüttel) schwamm auf Rang sechs (4:57:07,6).
Bei gerade einmal 17,5 Grad Wassertemperatur im Lupa-See siegte Boy dabei in überlegener Manier. Am Tag nach dem Gewinn der Silbermedaille beim Teamevent hielt sich die 21-Jährige bis Kilometer 20 stets an der Spitze des Feldes auf und behielt die Konkurrenz dabei immer im Blick. Nach rund vier Stunden zog die 21-Jährige das Tempo bei einem Zwischenspurt so scharf an, dass keine Konkurrentin mehr folgen konnte. Nach Platz drei über 10km beim Weltcup in Doha (QAT) im März ist das nun der nächste große Einzelerfolg der Athletin, die 2019 auch schon Staffel-Weltmeisterin geworden war.
„Ich freue mich natürlich riesig über meinen ersten EM-Titel“, sagte Boy nach der Siegerehrung und dem ersten deutschen EM-Erfolg in dieser Disziplin seit 2006 durch Angela Maurer. „Ich bin von Anfang an immer an Position eins oder zwei geschwommen und habe relativ viel Führungsarbeit gemacht, was aber für mich in der Situation besser war, da ich da ein bisschen lockerer mein Tempo schwimmen konnte. Mir war zwischendurch etwas kalt, aber dann kam zum Glück die Sonne raus“, sagte Boy.
Nach ihrem Antritt kurz vor der letzten von insgesamt fünf Runden klagte Boy dann auch nicht mehr über die Temperatur bei den kurzen Stopps an den Verpflegungsstellen. Denn nun hörte sie, wie schnell ihr Vorsprung wuchs. „Erst waren es elf Sekunden Vorsprung bei der Verpflegung, dann rief mir mein Trainer Nikolai Evseev an Start und Ziel zu, dass es schon 25 Sekunden sind. Da wusste ich es plötzlich: Du wirst hier gewinnen und Europameisterin!“ Als solche plant sie nun ihren nächsten Start bei den Deutschen Meisterschaften Freiwasserschwimmen in Münster (24. - 26. Juni).
Ein gutes Rennen lieferte auch Elea Linka ab, die 20-Jährige untermauerte damit ihre tolle Leistungsentwicklung in dieser Saison. „Das war ein guter Einstieg in den Elitebereich“, lobte Constantin Depmeyer, Bundestrainer Nachwuchs im DSV. „Wenn sie diesen Weg so weitergeht, ist in Zukunft noch einiges möglich.“
Titel bei den Männern geht an den Franzosen Reymond
Bei den Männern sicherte sich der Franzose Alex Reymond in 4:28:21,0 Stunden den Titel vor Matteo Furlan (ITA/4:28:25,2) und Kirill Abrasimov (RUS/4:36:06,2). Der einzige deutsche Starter Niklas Frach (SV Gelnhausen/4:46:43,6) landete auf Rang 13.
DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow zog nach Abschluss der Freiwasser-Wettbewerbe von Budapest ein positives Fazit. „Im Freiwasser haben wir mit drei Medaillen ein gutes Ergebnis erzielt, herausragend war dabei natürlich der Europameistertitel von Lea Boy über 25km. Auf den 10km haben wir hier wertvolle Erfahrungen sammeln können, da hat nach der langen Corona-Pause vielleicht auch ein wenig die Wettkampfpraxis gefehlt. Unsere Athlet*innen und Trainer*innen haben aber im Hinblick auf die Olympischen Spiele wertvolle Hinweise erarbeiten können.“
Bronze zum EM-Auftakt für deutsches Team
Er war vorher schon der erfolgreichste Wasserspringer der EM-Geschichte. Ganze 15 Mal hat Patrick Hausding (Berliner TSC) bislang Gold im europäischen Vergleich gewonnen, dazu 13 Mal Silber und viermal Bronze – und noch nie verließ er eine Europameisterschaft mit leeren Händen. Und auch bei der diesjährigen Auflage in Budapest (HUN) konnte der 32-Jährige sein Medaillenkonto gleich im ersten Wettkampf weiter aufstocken.
Gemeinsam mit Tina Punzel (Dresdner SC 1898), Christina Wassen und Lou Massenberg (beide Berliner TSC) gewann Hausding zum Auftakt der Sprungwettkämpfe in der Duna-Arena Bronze im gemischten Teamwettbewerb. Deutschland kam mit 421,00 Punkten auf Rang drei hinter Russland (431,80) und Italien (428,00). „Es ist immer gut fürs Selbstbewusstsein, mit einer Medaille gleich im ersten Wettkampf in die Europameisterschaften zu starten. Ich habe noch viel vor diese Woche, einiges an Wettkämpfen kommt auf mich zu. Wir werden am Ende der Woche sehen, wie viele Medaillen ich auf meinem Konto verbuchen kann“, sagte Hausding.
Im Teamwettbewerb, der erst seit 2012 fester Bestandteil der EM-Programms ist, war die deutsche Mannschaft als Titelverteidiger angetreten – in der exakt gleichen Besetzung hatte das DSV-Team vor zwei Jahren in Kiew (UKR) den Titel geholt. Auch dieses Mal setzte sich das Quartett zunächst an die Spitze und lag nach starken Auftritten vom 3m-Brett von Hausding und Punzel und einem ebenso gelungenen 3m-Synchronsprung von Punzel und Massenberg zur Halbzeit des Events in Führung. Die Medaille war bereits zu diesem Zeitpunkt fast sicher.
Die genaue Platzverteilung auf dem Podium wurde dann in den weiteren Runden vom Turm ermittelt. Lou Massenberg und Christina Wassen in den Einzeln sowie Hausding und Wassen beim Turm-Synchronspringen zeigten allesamt ordentliche Sprünge, doch die Konkurrent*innen aus Russland und Italien waren an diesem Tag noch etwas besser und schoben sich so an der deutschen Auswahl vorbei. „Das Niveau war wirklich sehr hoch, die Russen und Italiener haben eine sehr starke Leistung gezeigt. Und auch wir waren bis zur dritten Runde voll dabei, haben dann aber vom Turm ein paar Schwächen gezeigt in den Eintauchphasen“, erklärte Hausding. „Aber wir sind trotzdem sehr zufrieden mit unserer Bronzemedaille.“ Ähnlich äußerte sich Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow: „Wir haben zwar kleine Reserven liegengelassen. Aber dieser Start gibt uns Optimismus für die nächsten Tage. Eine Medaille zum Auftakt ist immer gut für die Stimmung im Team.“
Defekte Lautsprecher: Debüt des deutschen Synchron-Duetts vertagt
Das neu formierte DSV-Duett mit Marlene Bojer und Michelle Zimmer muss sich im Synchronschwimmen derweil noch einen weiteren Tag gedulden. Aufgrund technischer Probleme mit den Unterwasser-Lautsprechern wurde die technische Kür am Montag nach elf Paaren abgebrochen. Das deutsche Duo wäre erst ganz am Schluss als 19. an der Reihe gewesen. Der Wettkampf wird nun am Donnerstag (13. Mai) um 09:00 Uhr nachgeholt. Auch die Nationen, die bereits ihren Auftritt hatten, sollen dann noch einmal starten, um die Chancengleichheit zu gewährleisten. „Die Athletinnen hören die Musik auch unter Wasser. Wenn sie ausfällt, ist das sehr irritierend“, erläuterte Bundestrainerin Doris Ramadan die Hintergründe. Das gemeinsame Wettkampfdebüt von Bojer und Zimmer steigt somit erst am Dienstag beim Vorkampf in der freien Kür. Dann will das deutsche Duett mit einem begeisternden Auftritt die Wertungsrichter*innen von sich überzeugen und ins Finale einziehen.Zwei Deutsche im Turm-Finale beim Weltcup
Nach den Erfolgen vom Wochenende in den Synchronwettbewerben haben Deutschlands Wasserspringer*innen beim Weltcup in Tokio (JPN) auch am ersten Tag der Einzelkonkurrenzen überzeugt. Allen voran der erst 16-jährige Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen), der im Turmspringen bei seinem internationalen Wettkampfdebüt bei den Erwachsenen eine „ausgezeichnete Leistung“ zeigte, wie Bundestrainer Lutz Buschkow attestierte. Eikermann zog mit 458,95 Punkten als Fünfter des Halbfinales ebenso ins Finale ein wie Timo Barthel (SV Halle) als Siebter mit 427,00 Punkten.
Zusammen holten sie in dieser Disziplin gleich zwei Startplätze für die Olympischen Spiele (23. Juli - 08. August) für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). „Mit bislang sieben Quotenplätzen sind wir bei der Olympiaqualifikation auf einem guten Weg“, sagte Buschkow.
Teenager Jaden Eikermann beweist sein Potenzial
Wer die Quotenplätze besetzt und für Deutschland beim Saisonhöhepunkt in Tokio an den Start geht, entscheidet sichbei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der „FINALS 2021“ vom 01. - 06. Juni in Berlin. Erst dort werden die personengebundenen Olympiatickets vergeben.
Sollte Jaden Eikermann sich durchsetzen, wäre er mit 16 Jahren der Jüngste im DSV-Aufgebot. Beim Weltcup bewies der Teenager im Wettstreit mit der versammelten Weltspitze schon einmal sein riesiges Potenzial. Bereits im Vorkampf glänzte er als Sechster mit 441,10 Punkten. Im Halbfinale konnte Eikermann diese Punktzahl dann sogar noch einmal steigern. „Das war hervorragend. Er ist locker an die Sache herangegangen und hat sich hier nicht beeindrucken lassen. Vor allem der 3,5-fache Auerbachsalto ist ihm sehr gut gelungen“, lobte Buschkow.
Timo Barthel war als 16. mit 402,70 Punkten trotz zweier Fehler ins Halbfinale eingezogen. Nach einem eher mäßigen Auftakt wurde er dort von Sprung zu Sprung immer stärker und schaffte es letztlich ebenfalls souverän ins Finale der besten Zwölf. „Er hat sich immer mehr gesteigert, das hat mich sehr gefreut“, sagte Buschkow. Es sieht so aus, als würde Barthel gerade rechtzeitig für das Finale am Dienstag (11:00 Uhr deutscher Zeit) so richtig in Schwung zu kommen.
Bei den Frauen bleibt es bei einem Startplatz vom 3m-Brett
Bei den Frauen hatte Tina Punzel (Dresdner SC 1898) vom 3m-Brett bereits durch ihre gute Leistung bei den Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju (KOR) einen ersten Quotenplatz gesichert. Beim Weltcup konnten Vereinskollegin Saskia Oettinghaus und Lena Hentschel (Berliner TSC) leider keinen zweiten Startplatz für Deutschland hinzuzufügen. Beide verpassten am Montag den Einzug ins Halbfinale – Hentschel kam mit 233,40 Punkten auf Platz 38, Oettinghaus mit 231,05 Punkten auf Platz 40.
Dabei lag Hentschel bis zum dritten Durchgang noch auf Kurs, bis sie sich beim 3,5-fachen Salto vorwärts gehechtet einen groben Fehler leistete. „Im letzten Versuch wollte sie es dann besonders gut machen, hat aber stattdessen nochmals einen Fehler eingebaut. Damit war die Sache leider erledigt“, sagte Buschkow.
Neuer Termin für Weltcup im Wasserspringen
Eine Woche lang tappten Deutschlands Wasserspringer*innen auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen im Dunkeln. Kurzfristig hatte die FINA den ursprünglich für den 18. - 23. April in Tokio angesetzten Weltcup verschoben, weil nach Ansicht des Weltverbandes die geplanten Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit dem Coronavirus „die Sicherheit der Athlet*innen nicht angemessen gewährleisten“ würden. Da bei diesem Wettkampf auch die Quotenplätze für Olympia ausgesprungen werden sollten, geriet der weitere Fahrplan von Patrick Hausding, Tina Punzel und Co. mal wieder ins Wanken.
Nun hat der Weltverband einen neuen Termin für die Veranstaltung bekanntgegeben. Der Weltcup soll jetzt zwei Wochen später vom 01. – 06. Mai stattfinden. Als Austragungsort ist aber weiterhin Tokio vorgesehen, die bisherigen Bedenken konnten offenbar ausgeräumt werden. „Nach einem sehr fruchtbaren Konsultationsprozess zwischen der FINA, dem japanischen Schwimmverband, dem Organisationskomitee von Tokio 2020, den japanischen Behörden einschließlich der japanischen Regierung und der Regierung der Metropolregion Tokio sowie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) freut sich die FINA, die Neuplanung bekanntzugeben“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Der Weltcup diene sowohl als Qualifikations- als auch als Testveranstaltung für die Sommerspiele vom 23. Juli bis 08. August.
„Wir freuen uns trotz der Kurzfristigkeit der Entscheidung über die Möglichkeit, am Weltcup teilnehmen zu können. In der Hoffnung, dass der Termin nicht erneut verschoben wird, bereiten wir uns professionell auf den Wettkampf vor“, sagt Bundestrainer Lutz Buschkow. Unter anderem soll beim Lehrgang vom 19. - 25. April in Dresden auch nachts trainiert werden, um die Körper auf die Zeitverschiebung vorzubereiten. Leichte Bedenken hat Buschkow noch wegen der zeitlichen Nähe des Weltcups zu den Europameisterschaften in Budapest, die bereits kurz danach am 10. Mai beginnen. „Trainingsmethodisch ist das für die europäischen Springer*innen nicht ideal“, sagt er.
Um den Quotenplatz für Olympia zu sichern, müssen die Deutschen beim Weltcup im Einzel mindestens das Halbfinale der besten 18 Springer*innen erreichen. Landen schon qualifizierte Springer*innen unter den Top 18, rücken die dahinter Platzierten entsprechend auf. In den Synchrondisziplinen erhalten die besten Vier einen Quotenplatz, auch hier wird je nach Ausgang des Weltcups eventuell noch aufgefüllt.
Synchronschwimmerinnen müssen noch warten
Für die in der vergangenen Woche ebenfalls abgesagte Olympiaqualifikation im Synchronschwimmen, geplant ursprünglich für den 01. - 04. Mai in Tokio, gibt es derweil noch keinen neuen Termin. „Die FINA und ihre Partner überprüfen derzeit noch die Durchführung dieser Veranstaltung“, heißt es von Verbandsseite. Eine Entscheidung werde aber in den kommenden Tagen getroffen. Bis dahin muss sich auch das deutsche Duett mit Marlene Bojer und Michelle Zimmer noch gedulden.
Schwingenschlögl und Thomasberger mit deutschen Rekorden zur Olympianorm
Zum Auftakt der Olympiaqualifikation im Beckenschwimmen in Heidelberg haben sich David Thomasberger und Fabian Schwingenschlögl in die Rekordbücher des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) eingetragen und dabei auch die geforderten Normzeiten für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli - 08. August) unterboten.
Thomasberger (SSG Leipzig) hatte die nationale Bestmarke über 200m Schmetterling bereits im Vorlauf auf 1:55,51 Minuten verbessert, im Finale steigerte sich der 25-Jährige dann noch einmal auf 1:55,04. Die Tokio-Norm (1:56,30) verfehlt hat am Samstag dagegen der bisherige Rekordhalter Ramon Klenz (SG Neukölln/1:58,21), aber wie allen anderen bleiben ihm dafür ja noch zwei weitere Wochenenden Zeit. Der seit 01. April laufende Qualifikationszeitraum endet mit der DSV Olympiaqualifikation in Berlin (16. -18. April) als finalem Höhepunkt.
Zur Olympianominierung vorgeschlagen werden anschließend die zwei schnellsten Normzeiterfüller*innen in jeder der 28 olympischen Einzeldisziplinen, dazu sind sieben Staffeln zu besetzen. Allerdings haben Florian Wellbrock, Sarah Köhler (jeweils 800m und 1500m Freistil), Franziska Hentke (200m Schmetterling), Laura Riedemann(100m Rücken), Marius Kusch (100m Schmetterling), Marco Koch (200m Brust), Philip Heintz (200m Lagen) und Jacob Heidtmann (400m Lagen) aufgrund ihrer WM-Erfolge 2019 oder Normerfüllungen im Frühjahr 2020 die Olympiatickets bereits sicher.
Mit der Reise nach Japan darf nun auch Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulmer Sport-Union) ernsthaft planen. Der 29-Jährige stellte in 58,95 Sekunden ebenfalls einen deutschen Rekord über 100m Brust auf. Die bisherige Bestmarke (59,15) hatte der Essener Hendrik Feldwehr 2009 noch im Hightechanzug aufgestellt.
Unter der DSV-Norm für Tokio blieb in Heidelberg auch Leonie Kullmann (SG Neukölln), über 400m Freistil lieferte die 21-Jährige in 4:07,44 Minuten Maßarbeit ab und blieb um sechs Hundertstel unter der Olympia-Vorgabe.
„Nach einer langen Zeit ohne Wettkämpfe war das ein starker erster Tag“, freute sich Bundestrainer Hannes Vitense. „Wir sehen, dass unsere Trainer*innen gut mit ihren Schützlingen gearbeitet haben und können uns im weiteren Verlauf der Olympiaqualifikation sicher noch einiges erwarten.“
Zoe Vogelmanns Altersklassenrekord lässt auf Tokio hoffen
Über 1500m Freistil verpasste Celine Rieder (Neckarsulmer Sport-Union) in 16:21,00 Minuten die Tokio-Norm nur um fünf Sekunden, erfüllte damit aber die Richtzeit für eine EM-Teilnahme im Mai in Budapest. Das gilt auch für Christian Diener (SC Potsdam), der sich nach einem guten Vorlauf über 200m Rücken (1:57,99) im Finale am Nachmittag (1:58,79) dann aber nicht mehr in Richtung Olympianorm (1:57,00) steigern konnte. Mit etwas mehr Ruhe kann der Olympiafinalist von 2016 die Hürde aber sicher noch nehmen.
Auch Annika Bruhn (Neckarsulm) über 100m Freistil (morgens 54,51 Sekunden, abends 55,00) erhofft sich in den kommenden Rennen noch einige Steigerungen. Ebenfalls für die EM qualifiziert ist bereits Zoe Vogelmann. Die 17-Jährige vom SV Nikar Heidelberg schwamm über 200m Lagen erneut Alterklassenrekord (2:12,12) und näherte sich der Tokio-Norm so bis auf 2,2 Zehntelsekunden an. Auch die 18-jährige Kim Herkle (SV Cannstatt/2:14,15) sicherte sich bereits das EM-Ticket.
Weltverband FINA sagt die Olympia-Qualifikation in Tokio ab
Der vom 18. bis 23. April geplante Weltcup im Wasserspringen in der Olympiastadt Tokio wurde vom Weltverband FINA abgesagt. In einem Schreiben an die nationalen Mitgliedsverbände hieß es laut BBC am Donnerstag, die von den Organisatoren geplanten Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit dem Coronavirus würden „die Sicherheit der Athlet*innen nicht angemessen gewährleisten“. Auch wurde namentlich die japanische Regierung kritisiert, die laut FINA-Meinung „nicht alle notwendigen Maßnahmen ergriffen hat, um einen erfolgreichen und fairen Wettbewerb zu gewährleisten“.
So wären bislang in vielen Botschaften Japans die notwendigen Visa nicht ausgestellt worden. Das Bestehen auf einer dreitägigen Quarantäne vor der Veranstaltung würde zudem späte Änderungen der vorgebuchten Reisen erfordern, und damit auch zusätzliche Kosten. Mehrere Nationen hätten ihr Fernbleiben daher schon längst angekündigt.
Die Weltcup-Veranstaltung im neu erbauten Tokyo Aquatic Centre sollte die finale Qualifikation für die Olympischen Spiele (23. Juli - 08. August) darstellen und wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) auch bereits als offizieller Testlauf für die Durchführung eines Großevents unter Coronabedingungen deklariert. Auch wenn die FINA („Wir bedauern diese Situation aufrichtig“) nun einen neuen Ort für eine Austragung zu einem späteren Zeitpunkt finden will, dürfte diese Wendung ein sportpolitisches Beben auslösen. Zumal nur eine Woche später ja dann auch die Olympia-Qualifikation im Synchronschwimmen in Tokio stattfinden soll.
"Die Kurzfristigkeit der Absage ist natürlich enttäuschend, bei allem Verständnis für die schwierige Gesamtsituation“, sagte Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow. „Aber hier werden die Funktionsträger*innen in den jeweiligen Institutionen ihrer Verantwortung nicht gerecht. Einen neuen Ort für eine Veranstaltung mit bis zu 500 Personen zu finden, dürfte kurzfristig nicht so leicht sein. Und auch vom IOC würde ich möglichst bald hören, wie es denn ohne die eigentlich zugesicherten olympischen Testwettkämpfe weitergehen soll.“
Für das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V (DSV) hat Buschkow (wieder einmal) schnell umgeplant. Nach der zuvor bereits erfolgten Absage des ursprünglich gebuchten Akklimatisierungscamps in Fuji (JPN) sollte nächste Woche in Dresden trainiert werden, und zwar nachts für eine bessere Zeitanpassung. Nun müssen alle Absprachen mit Bad und Hotel auch hier wieder revidiert werden. „Unsere Sportler*innen gehen so professionell wie möglich mit dieser schwierigen Situation um. Wir werden nun anstelle des Weltcups einen Wettkampf im heimischen Umfeld durchführen, um die Spannung möglichst hochzuhalten und dann die Vorbereitung auf die Europameisterschaften in Budapest fortsetzen.“ Die kontinentalen Titelkämpfen sind für 10. - 16. Mai in Ungarns Hauptstadt geplant. Bislang muss man aktuell wohl sagen.
Starkes Feld beim Start der Olympiaqualifikation in Heidelberg
In Heidelberg wurde extra ein Testzentrum mit fünf Stationen für die notwendigen Corona-Untersuchungen direkt neben der Schwimmhalle des Olympiastützpunktes eingerichtet. Unter sicheren Bedingungen sollen Ausrufezeichen in der Olympia-Qualifikation im Beckenschwimmen für die Spiele in Tokio (23. Juli - 08. August) ermöglicht werden – und zwar gleich nach Öffnung des Qualifikationsfensters. Bis zum 18. April können die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) ab Monatsbeginn die geforderten Normzeiten erfüllen, einige würden gern schon am Osterwochenende damit anfangen.
>> Meldeergebnis und Ergebnisübersicht für die Olympiaqualifikation in Heidelberg
Chancen aufs Olympiaticket haben in Heidelberg weit über 20 der Gemeldeten. Wie beispielsweise Jessica Steiger (VFL Gladbeck), Leonie Kullmann (SG Neukölln), Zoe Vogelmann (SV Nikar Heidelberg), Annika Bruhn und Fabian Schwingenschlögl (beide Neckarsulmer Sport-Union) sind viele Olympia- und Perspektivkader am Start. „Ich denke, dass wir mit unserem Nationalteam im zusätzlichen Trainingsjahr nach der Olympiaverschiebung auf einem guten Weg sind – das sollten wir in großer Breite während der gut drei Qualifikationswochen auch bestätigt bekommen“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense.
Seine Vorfreude gilt dabei auch dem Duell zwischen Ramon Klenz (SG Neukölln) und David Thomasberger (SSG Leipzig) über 200m Schmetterling. Beide kratzten kurz vor dem Lockdown im vorigen Frühjahr bereits an der Norm, nun soll sie endlich geknackt werden. Und das möglichst sofort. „In der Coronazeit habe ich viel allein trainiert. Da freut man sich richtig darauf, mal wieder gegen Konkurrenz antreten zu können“, sagte Klenz, der mit einer Olympiateilnahme seiner Mutter und auch seinen Großeltern nacheifern möchte: „Im besten Fall pushen wir uns gegenseitig so sehr, dass wir beide unter der Norm bleiben.“ Zeit dafür haben bleibt bis zum finalen Wettkampfhöhepunkt der Qualifikationsphase in Berlin (16. - 18. April), danach werden die maximal zwei Startplätze pro Einzeldisziplin an die jeweils schnellsten Normzeiterfüller vergeben und dem DOSB zur Olympianominierung vorgeschlagen.
Klenz‘ Berliner Trainingsgruppenkollege Ole Braunschweig hat über 100m Rücken sogar gleich zwei antreibende Rivalen auf Augenhöhe neben sich, nämlich Christian Diener (SC Potsdam) und Marek Ulrich (SSG Leipzig). „Ole hat die Norm im Saisonverlauf schon unterbieten können, das stärkt auch das Selbstvertrauen“, zeigt sich Trainer Lasse Frank optimistisch. Diener hat allerdings schon 2016 in Rio in einem Olympiafinale gestanden und ist seither gewiss nicht langsamer geworden.
Ähnlich umkämpft dürften die 200m Brust der Frauen, wo sich Jessica Steiger mit den Talenten Kim Herkle (SV Cannstatt) und Kellie Messel (TB 1888 Erlangen) messen wird. Womöglich wackelt hier der deutsche Rekord, der für ein Olympiaticket bekanntlich unterboten werden muss.
„Wir erwarten gute Zeiten und sicher auch einige Überraschungen“, sagte Vitense. „Wenn Athlet*innen aus der zweiten Reihe sich im zusätzlichen Trainingsjahr während der Pandemie gut entwickelt haben und mental stark sind, haben sie sicher auch ihre Chancen, sich für die Olympischen Spiele oder die EM im Mai in Budapest zu qualifizieren.“ Auch die EM-Normzeiten müssen nämlich allesamt bis Mitte April erfüllt werden.
Im Kampf um die olympischen Freistilstaffeln wollen Annika Bruhn, Leonie Kullmann, Marie Pietruschka (SSG Leipzig), Johanna Roas (SG Neukölln), Jessica Steiger und Jessica Felsner (Aqua Köln) in Heidelberg sicher ebenfalls erste Zeichen setzen. Und auf Bestzeiten hofft ganz sicher auch Zoe Vogelmann. Wenn sie ihre Ziele erreicht, jubelt dann sicher auch der verantwortliche Arzt im Testzentrum draußen vor der Halle mit. Es ist nämlich ihr Vater.
Olympiaqualifikation im Beckenschwimmen beginnt
Wer im kommenden Sommer an den Olympischen Spielen (23. Juli - 08. August) teilnehmen will, hat sich über das jüngste Umfrageergebnis sicher gefreut. Laut dem Meinungsforschungsinstitut YouGov sprechen sich mittlerweile 46 Prozent der Bundesbürger*innen für eine Corona-Impfung der deutschen Olympiateilnehmer*innen in Tokio (und auch die der Fußball-Europameisterschaft) aus, nur 28 Prozent sind noch strikt dagegen. Das forciert anstehende politische Entscheidungen, auf die die Aktiven und auch die Olympia-Organisatoren dringend angewiesen sind.
Trotz aller Unwägbarkeiten beginnt nun aber die heiße Phase der Olympiasaison. Und wer in Japan die deutschen Farben im Beckenschwimmen repräsentieren will, muss zwischen 01. -18. April die geforderten Normzeitennachweisen, um sich das Olympiaticket zu sichern. Im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) werden daher gleich vier Wettkämpfe mit dem vorgeschriebenen Gütesiegel des Weltverbandes (FINA approved) und allen aktuell notwendigen Hygienemaßnahmen organisiert:
- Heidelberg (03./04. April)
- Magdeburg (09. - 11. April)
- Berlin (16. - 18. April)
- Dortmund (17./18. April)
Auch interational gibt es für die Aktiven in Stockholm und Eindhoven (beide 08. - 11. April) die Möglichkeit, die Olympia-Normen zu knacken.
„Unsere Aktiven freuen sich darauf, nun auch allen zeigen zu können, was sie sich antrainiert haben“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense. „Wir erhoffen uns, dann mit 25 bis 30 Beckenschwimmer*innen nach Japan aufbrechen können.“ Im 50m-Pool von Rio de Janeiro waren im Jahr 2016 insgesamt 27 Athlet*innen aus Deutschland gestartet.
Aufgrund der WM-Erfolge 2019 oder Normerfüllungen im Frühjahr 2020 haben sich mit Florian Wellbrock, Sarah Köhler (jeweils 800m und 1500m Freistil), Franziska Hentke (200m Schmetterling), Laura Riedemann (100m Rücken), Marius Kusch (100m Schmetterling), Marco Koch (200m Brust), Philip Heintz (200m Lagen) und Jacob Heidtmann (400m Lagen) acht Sportler*innen ihr Olympiaticket bereits sichern können. Maximal zwei Startplätze pro Nation werden in jeder der 28 Einzeldisziplinen insgesamt vergeben, zudem hat sich das DSV-Team für alle sieben Staffeln qualifiziert. Doppel-Weltmeister Wellbrock hat sich wie Leonie Beck (SV Würzburg), Finnia Wunram und Rob Muffels (beide SC Magdeburg) auch schon für das olympischen Freiwasserrennen über 10km qualifiziert.
„Die Motivation ist auch nach der zusätzlichen Zeit durch die Verschiebung um ein Jahr sehr groß bei uns allen“, berichtet Vitense. „In der Qualifikation erwarten wir uns einen Fingerzeig in Richtung Olympia, aber auch für die Europameisterschaften in Budapest.“ Auch die Normzeiten für die EM im Mai müssen bis Mitte April erfüllt werden.
Deutschlands Schwimmfans sich daher also auf drei spannende und ereignisreiche Wettkampf-Wochenenden freuen. Zuschauer*innen in den Hallen sind aufgrund der pandemischen Lage allerdings nirgends zugelassen, angesichts der aktuellen Infektionszahlen eine nachvollziehbare politische Entscheidung.
Leonie Beck und Lea Boy starten beim Weltcup in Doha
Nach 13 Monaten Zwangspause geht es im Freiwasserschwimmen am Sonnabend endlich wieder los mit den internationalen Wettkämpfen, natürlich alles unter sehr strengen Hygienebedingungen mit vielen Testungen. Zum Auftakt der FINA Marathon Swim World Series finden am 13. März in Doha (QAT) die Rennen über 10 Kilometer statt. Insgesamt 99 Athlet*innen aus 27 Ländern haben sich dafür angemeldet, für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) werden Leonie Beck und Lea Boy an den Start gehen.
Das bislang letzte internationale Freiwasser-Event hatte im Februar des Vorjahres an gleicher Stelle stattgefunden, Leonie Beck war damals der erste Weltcup-Sieg überhaupt gelungen. „Ich habe seither keinen einzigen Wettkampf mehr bestreiten können und auch nie wieder im Freiwasser trainiert, sondern nur in der Halle“, erzählt die 23-Jährige: „Um so größer ist jetzt aber die Freude, dass es endlich wieder losgeht. Die Bedingungen am Katara Beach dürften auch von den Temperaturen her sicher wieder optimal sein. Ich habe zuletzt gut trainiert und werde mein Bestes geben, natürlich hoffe ich auch auf eine gute Platzierung. Wichtiger ist es aber, wieder gut reinzukommen und die ganze Aufregung zu spüren. Bis zu den Olympischen Spielen in Tokio brauche ich auf jeden Fall zwei, drei hochwertige Rennen.“
Die 3.500 USD für den Tagessieg oder die 50.000 USD für den Gesamtsieg in der Jahreswertung stehen in diesem Jahr jedenfalls nicht im Vordergrund. Auch nicht für Lea Boy, die sich im April dann über die Beckenwettbewerbe für Tokio qualifizieren will.
Während mit Ana Marcela Cunha (BRA), Rachele Bruni (ITA), Gregorio Paltrinieri (ITA) und Marc-Antoine Olivier(FRA) auch die meisten internationale Topstars an den Persischen Golf reisen, verzichten Deutschlands weitere Freiwasser-Olympiastarter Florian Wellbrock, Rob Muffels und Finnia Wunram diesmal auf diesen Trip. Mit Bundestrainer Bernd Berkhahn schließen sie dieser Tage gerade ein vierwöchiges Höhentraining für die Olympiavorbereitung ab. Dessen Effekt soll nicht gleich mit einer weiteren Reise aufs Spiel gesetzt werden. „Wir hätten die Planung für die Höhe trotz aller Unwägbarkeiten deutlich anpassen müssen, der hohe Reiseaufwand nach Katar und das dazugehörige Risiko erschien in unserer Situation nicht gerechtfertigt“, erklärte Berkhahn. Doppel-Weltmeister Wellbrock und seine Magdeburger Trainingskolleg*innen planen aber fest mit einem Freiwasser-Start bei den Europameisterschaften in Budapest (12. – 16. Mai).
Als Startzeiten sind bisher 07:00 Uhr (Frauen) bzw. 11:30 Uhr (Männer) deutscher Zeit vorgesehen, Änderungen sind laut Veranstalter möglich. Einen kostenpflichtigen Livestream gibt es auf finatv.live.
Wasserballer müssen sich trotz starker Aufholjagd im ersten Spiel geschlagen geben
Die deutschen Wasserballer haben Moral bewiesen, das erhoffte Erfolgserlebnis zum Auftakt des Olympia-Qualifikationsturniers in Rotterdam (NED) aber knapp verpasst. Doch die starke Aufholjagd im letzten Viertel zeigt, dass das Team noch mehr kann und sich nicht so leicht geschlagen gibt. Gegen die Niederlande lag das DSV-Team am Sonntag zwischenzeitig bereits mit sechs Toren zurück, zum Start des letzten Spielabschnitts betrug das Defizit immer noch vier Tore. Doch die Mannschaft kämpfte sich im Schlussabschnitt noch einmal bis auf einen Treffer heran. Zum Punktgewinn reichte es aber nicht mehr: Deutschland verlor die Partie mit 10:11 (2:5, 2:3, 2:2, 4:1).
„Wir haben den Start verschlafen und sind überhaupt nicht in den Spielmodus gekommen. Insbesondere in der ersten Hälfte haben wir zu viele Chancen vergeben. Im dritten und vierten Viertel haben wir dann aber noch einmal Charakter gezeigt“, sagte Bundestrainer Hagen Stamm.
In der Vorbereitung auf das Turnier hatte seine Mannschaft zur Auflockerung unter anderem eine Art Biathlonwettbewerb absolviert, allerdings mit eher durchwachsen Schießergebnissen. Auch im Zwemcentrum Rotterdam fehlte zunächst das nötige Zielwasser, wobei sich der gegnerische Torwart Eelco Wagenaar auch gleich mehrfach durch starke Paraden auszeichnen konnte. Nach dem ersten Viertel führten die Gastgeber mit 5:2.
Auch im zweiten Abschnitt bot sich zunächst ein ähnliches Bild: Deutschland warf zwar häufiger aufs Tor, brachte den Ball aber zu selten in selbigem unter. „Wir haben heute insgesamt ein schwaches Überzahlspiel gezeigt. Zwei Treffer bei zehn Überzahlsituationen sind einfach zu wenig“, sagte Stamm. Auch DSV-Kapitän Julian Real meinte nach dem Spiel: „Unsere Verteidigung stand nicht kompakt genug und vorne haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“ Beim Lattentreffer von Timo van der Bosch war allerdings auch Pech dabei. Die Niederländer präsentierten sich dagegen enorm effektiv und lagen so auf einmal mit 8:2 in Führung, ehe Lucas Gielen und Fynn Schütze mit zwei Treffern kurz vor der Pause noch einmal verkürzten und damit neue Hoffnung für das deutsche Team schürten.
Das dritte Viertel verlief ausgeglichen, allerdings kamen die Deutschen zunächst auch nicht näher heran. Im Schlussviertel fand Hagen Stamm in seiner Auszeit dann aber offenbar die richtigen Worte. Nach Toren von Julian Real, Denis Strelezkij und Fynn Schütze lag Deutschland plötzlich nur noch mit einem Treffer zurück, wurde aber durch die Hinausstellung von Real nach dessen dritten Foul erneut zurückgeworfen. Der Ausgleich gelang danach leider nicht mehr.
Am Montag um 14:30 Uhr trifft das DSV-Team als nächstes auf Frankreich (kostenpflichtiger Livestream auf finatv.live). „Jetzt heißt es: Mund abputzen und morgen neu angreifen“, sagte Hagen Stamm. Dass sie den nötigen Charakter hat, hat seine Mannschaft gegen die Niederlande gezeigt.
Die Torschützen im Überblick
Deutschland: Julian Real 3, Fynn Schütze 2, Denis Strelezkij 2, Marko Stamm 2, Lucas Gielen 1.
Niederlande: Jorn Müller 4, Kjeld Veenhuis 3, Thomas Lucas 2, Jorn Winkelhorst 1, Jesse Nispeling 1.
