Website-Suche
Ihre Suchergebnisse:
Florian Wellbrock sichert sich mit Sieg in Spanien seinen vierten WM-Start
Olympiasieger Florian Wellbrock hat bei den Spanish Open im Freiwasserschwimmen in Banyoles (ESP) am Samstag auch das 5km-Rennen gewonnen. Der Magdeburger sicherte sich damit seinen vierten Startplatz bei den Weltmeisterschaften in Budapest (HUN/18. Juni – 03. Juli). Für die 800m und 1500m Freistil im Becken sowie den 10km war er nach seinen Olympiaerfolgen in Tokio 2021 vorab bereits fest gesetzt worden vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV).
Im 21,8 Grad warmen Wasser hatte sich Wellbrock mit Mykhailo Romanchuk (UKR) früh vom Rest des Feldes absetzen können, im weiteren Rennverlauf behielt der 24-Jährige den verbliebenen Rivalen stets unter Kontrolle und schlug nach 51:43,6 Minuten als Erster an, wie schon am Tag zuvor über die 10km. „Das waren zwei richtig starke Auftritte von Florian. Wir sind hier direkt aus dem Höhentrainingslager angereist, wo er im Gegensatz zu einigen anderen in der Trainingsgruppe bis zum letzten Tag hart durchgezogen hat, daher war das in einer solch überzeugender Art nicht unbedingt zu erwarten gewesen“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. „Vier WM-Starts waren von Anfang an unser Plan, entsprechend gern stellen wir uns dieser Herausforderung in Ungarn nun auch.“
Auch Wellbrock freute sich über seine Leistungen. „Ich bin mit den 5 Kilometern hier mega happy. Es war ein sehr schnelles und faires Rennen mit Misha“, sagte der Olympiasieger. „Ich werde also viermal an den Start gehen bei der WM. Jetzt heißt es aber erst einmal, gesund bleiben und weiter fleißig trainieren.“ Die weitere WM-Vorbereitung wird daheim bestritten, ehe es Mitte Juni dann nach Ungarn geht.
Im Kampf um Platz drei gewann Niklas Frach (SV Gelnhausen/53:05,6) erneut den Zielsprint hauchdünn gegen Oliver Klemet (SG Frankfurt) und sicherte so auch hier den zweiten WM-Startplatz im deutschen Team. Klemet darf als Drittbester im DSV-Team auf jeden Fall mit zu den Europameisterschaften nach Rom (ITA/11. – 21. August), der JEM-Zweite des Vorjahres ist mit erfüllter WM-Normzeit über 1500m Freistil aber auch ein Kandidat für die Freiwasserstaffel über 4x1,5km bei der WM. Über die endgültige Nominierung entscheiden die DSV-Verantwortlichen dann in der kommenden Woche.
Bei Frauen feierte Olympiasiegerin Ana Marcela Cunha (BRA) in 56:42,9 Minuten ebenfalls ihren zweiten Erfolg in Banyoles, in einem packenden Endkampf erkämpften sich die Würzburgerinnen Leonie Beck (56:43,8) als Zweite und Lea Boy (56:44,5) als Vierte hinter Sharon van Rouwendaal (NED/ 56:44,2) die beiden WM-Tickets für Deutschland. Als drittbeste Deutsche kam Jeannette Spiwoks (SG Essen/ 56:49,0) auf Rang fünf und sicherte sich damit das dritte EM-Ticket. Die Olympiadritte über 1500m Freistil, Sarah Wellbrock, belegte zudem Rang sieben (57:29,6) und zeigte damit, dass sie trotz Konzentration auf das Jura-Studium samt Abschluss des Staatsexamens weiter auf absoluten Topniveau trainiert.
„Ich freue mich natürlich sehr über mein zweites WM-Ticket. Ich war durch den Verzicht auf das 10km-Rennen am Freitag etwas frischer als alle anderen und konnte mich so dann sogar zwischen die zwei Olympiasiegerinnen schieben. Mit entsprechend viel Schwung geht es nun auch zu den Weltcups in Setubal (POR) und Paris (FRA), und dann steht ja auch schon bald die WM an“, sagte Beck, die in der kommenden Woche 25 Jahre alt wird.
DSV nominiert zwölf Wasserspringer*innen für die WM und EM
Manch einer mag sich nach dem Rücktritt der langjährigen Leistungsträger Patrick Hausding und Martin Wolfram in der vergangenen Woche schon Sorgen um die Zukunft des deutschen Wasserspringens gemacht haben. Mit starken Leistungen bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften haben die DSV-Asse diese Zweifel allerdings direkt zerstreut. Die Titelkämpfe in Berlin hatten hohes Niveau, so dass Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow optimistisch nach vorn blickt. „Unser System funktioniert, ich sehe für Wasserspringen also auch zukünftig großes Potenzial. Unser erklärtes Ziel ist es, dass wir weiterhin um die Medaillen mitspringen. In Europa gehören wir zu den führenden Nationen.“
Entsprechend groß fällt das Sprungteam für die Weltmeisterschaften vom 18. Juni – 03. Juli in Budapest (HUN) aus. Insgesamt zwölf Aktive stehen im deutschen Aufgebot, das von den drei letztjährigen Olympiamedaillengewinner*innen Tina Punzel (Dresdner SC 1898), Lena Hentschel und Lars Rüdiger (beide Berliner TSC) angeführt wird. Für Punzel wird es bereits die sechste WM – sie startet in Ungarn in gleich vier Disziplinen. Mit Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen), Jette Müller (WSC Rostock) und Moritz Wesemann (SV Halle) sind aber auch vier Athlet*innen zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich dabei, wobei die drei letztgenannten im vergangenen Jahr aber schon bei der WM der Junior*innen Medaillen abräumten und Eikermann in Tokio sogar Olympialuft schnupperte.
In Budapest ist der DSV im Wasserspringen mit einer Ausnahme in sämtlichen Disziplinen vertreten. Aufgrund von Verletzungen im Vorfeld der DM konnte für das Turm-Synchronspringen der Männer zunächst kein Paar nominiert werden; es wird aber versucht, aus dem Kreis der WM-Mannschaft noch ein Paar an den Start zu bringen. Im Turm-Einzel der Männer ist eine mögliche Besetzung des zweiten Startplatzes abhängig vom weiteren Genesungsprozess bei Timo Barthel. Der Hallenser hatte sich zuletzt eine Handgelenksverletzung zugezogen, die es ihm unmöglich machte, aus großer Höhe einzutauchen.
Die WM-Teilnehmer*innen sind automatisch auch für die Europameisterschaften vom 11. – 21. August in Rom (ITA) gesetzt, natürlich vorbehaltlich möglicher Ausfälle im weiteren Jahresverlauf.
Das DSV-Aufgebot im Wasserspringen für die WM in Budapest:
Frauen:
1m-Brett: Jette Müller (WSC Rostock), Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898)
3m-Brett: Lena Hentschel (Berliner TSC), Tina Punzel (Dresdner SC 1898)
Turmspringen: Christina Wassen, Pauline Pfeif (beide Berliner TSC)
3m-Synchronspringen: Tina Punzel / Lena Hentschel
Turm-Synchronspringen: Tina Punzel / Christina Wassen
Männer:
1m-Brett: Moritz Wesemann, Timo Barthel (beide SV Halle)
3m-Brett: Moritz Wesemann, Lou Massenberg (Berliner TSC)
Turmspringen: Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen)
3m-Synchronspringen: Lars Rüdiger (Berliner TSC) / Timo Barthel
Mixed:
3m-Mixed-Synchronspringen: Tina Punzel / Lou Massenberg
Turm-Mixed-Synchronspringen: Elena Wassen (Berliner TSC) / Lou Massenberg
Lukas Märtens verbessert Florian Wellbrocks deutschen Rekord
Der Qualifikationszeitraum für die Weltmeisterschaften in Budapest (HUN/18. Juni – 03. Juli) und die Europameisterschaften in Rom (ITA/11. – 21. August) im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) endete am Dienstag in Stockholm (SWE) so, wie er vor drei Wochen in Magdeburg begonnen hatte: mit einer Jahresweltbestzeit von Lukas Märtens. In Schweden siegte der Magdeburger am Dienstag über 800m Freistil in 7:41,43 Minuten vor seinem Vereinskollegen Florian Wellbrock (7:43,10) und verbesserte dabei sogar dessen deutschen Rekord aus dem Olympiavorlauf in Tokio (7:41,77). Diese tolle Form lässt bei den internationalen Saisonhöhepunkten für beide nun einiges erhoffen.
Insgesamt hat Märtens damit nun auf fünf Einzelstrecken die WM-Normzeiten unterboten und dabei im Freistil über 200m, 400m, 800m und 1500m jeweils Weltjahresbestzeiten aufgestellt. Die kürzeren drei davon zuletzt in Stockholm, was ihm dort dann auch 4.000 Euro Prämie für die beste Performance der Veranstaltung einbrachte. „Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Es hat sich im Trainingslager schon gezeigt, dass die Werte und Zeiten ganz gut sind für den frühen Saisonzeitpunkt. Dass es hier in Stockholm dann so gut lief, freut mich natürlich. Das gibt Selbstvertrauen für die anstehenden zwei Großereignisse im Sommer“, sagte Märtens.
Auf welchen Strecken Märtens bei der WM in Ungarn dann aber tatsächlich starten wird, entscheidet sich erst nach der Nominierungssitzung der DSV-Verantwortlichen rund um Leistungssportdirektor Christian Hansmann und Bundestrainer Bernd Berkhahn am Ende der Woche. Dann steht auch erst fest, wer neben den gesetzten Olympiafinalist*innen Sarah Wellbrock, Isabel Gose, Henning Mühlleitner und eben Wellbrock zum DSV-Team gehören wird. Insgesamt wurden jedenfalls 13 WM-Vorgaben in Einzeldisziplinen und für zwei Staffeln erfüllt, für die EM mit jeweils drei statt nur zwei Startplätzen pro Disziplin erwartungsgemäß noch deutlich mehr.
„Alle haben etwas gelernt aus den beiden Qualifikationswettkämpfen. Ziel ist es aber, bei den internationalen Meisterschaften die jeweiligen Topleistungen abzurufen“, betonte Berkhahn. Olympiasieger Wellbrock ordnete sein Abscheiden denn auch vor allem mit Blick auf die Saisonhöhepunkte ein: „Ich war im Trainingslager ein paar Tage krank und das hat man jetzt bei dem Wettkampf gesehen. Wenn man das berücksichtigt, waren die Ergebnisse ganz solide, auch wenn ich mir insgeheim natürlich mehr erhofft habe. Aber ich fühle mich körperlich fit und bin zuversichtlich, dass sich das bei den nächsten Wettkämpfen auch wieder in den Zeiten spiegeln wird.“
In Stockholm sorgten die Frauen über 800m Freistil zum Abschluss sogar für einen deutschen Dreifacherfolg. Isabel Gose siegte in 8:29,31 Minuten vor Sarah Köhler (8:35,69) und Celine Rieder (8:37,12). Dennoch war die Siegerin nicht ganz zufrieden: „Wir hatten im Training der letzten Wochen viel umgestellt. Im Training hat alles schon gut geklappt, aber im Wettkampf konnte ich das leider noch nicht umsetzen. Aber die WM-Norm, die ich schaffen wollte, habe ich erreicht“, sagte Gose. Ihr Magdeburger Vereinskollege Marius Zobel konnte sich zudem über Platz zwei über 200m Lagen (2:01,38 Minuten) freuen.
Oliver Klemet und Sven Schwarz siegen zeitgleich unter der WM-Norm
Seit Freitag läuft im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) der Qualifikationszeitraum für die internationalen Höhepunkte dieser Saison im Beckenschwimmen, er dauert bis 12. April an. Und nachdem an den ersten beiden Wettkampftagen in Magdeburg die dort beheimateten Isabel Gose und Lukas Märtens auf Anhieb eine bzw. sogar drei Normzeiten für die Weltmeisterschaften in Budapest (18. Juni – 03. Juli) unterbieten konnten, kamen am Sonntag in der Elbeschwimmhalle nun auch die Gäste zum Zug. Oliver Klemet (SG Frankfurt) und Sven Schwarz(Waspo 98 Hannover) schafften beim Sieg über 800m Freistil sogar das ungewöhnliche Kunststück, nach 7:48,96 Minuten zeitgleich als Erste und unter der WM-Norm anzuschlagen.
Wer den zweiten WM-Startplatz hinter dem wie alle Olympiafinalist*innen vom DSV bereits gesetzten Florian Wellbrock erhält, könnte sich nun im Fernduell entscheiden. Während Klemet noch bei den Swim Open Stockholm (09. – 12. April) antritt, bestreitet Schwarz die Berlin Swim Open (08. – 10. April) und will seine Zeit dort noch verbessern. „Ich konnte hier über 400m und 800m jetzt zwei Bestzeiten erzielen, mit denen ich erst einmal sehr zufrieden bin. Aber eigentlich ist ja alles auf Berlin ausgerichtet und dort die Topform geplant. In dem Becken dort bin ich immer auch besonders schnell, da könnte also noch mehr gehen“, sagte Schwarz. Aber auch Klemet meint: „Da ist noch Luft nach oben. Diese Zeitgleichheit ist ein lustiger Zufall, aber dabei bleibt es sicher nicht. Dafür sind die Plätze auf den Langstrecken in Deutschland viel zu sehr umkämpft.“
Denn auch der diesmal alle überragende Lukas Märtens plant in zwei Wochen in Schweden noch mit einem 800m-Start. Nach seiner 1500m-Weltjahresbestzeit vom Freitag, die vorigen Sommer in Tokio sogar zu Olympiasilber gereicht hätte, sollte auch hier nun sicher einiges möglich sein. Am heutigen Sonntag trat der 20-Jährige aber erst einmal noch über 200m Kraul an und zeigte hier eine weitere Topleistung (1:47,18 Minuten) unter der Normzeit für die Europameisterschaften in Rom (11. – 21. August). Bei der EM gibt es übrigens drei Startplätze pro Einzeldisziplin für jede Nation, also einen mehr als bei der WM.
Bundestrainer Bernd Berkhahn war nach dem Qualifikationsauftakt jedenfalls voll des Lobes. Denn es gab viele Weltklasseleistungen, und das obwohl Frontmann Wellbrock nach Trainingsausfall wegen Krankheit erwartungsgemäß noch nicht ganz wieder in Topform sein konnte. „So ein starkes 1500m-Rennen wie dieses am Freitag hat es in Deutschland bisher noch nie gegeben, und auch über die 800m kann man nun von einem Luxusproblem reden. Die Jungs haben sich ihr Rennen gut eingeteilt und sich gegenseitig angetrieben, das war richtig stark“, sagte Berkhahn.
Und macht auch Lust auf die kommenden Wettkämpfe mit Qualifikationsmöglichkeiten, in der Folgewoche stehen nun die Pro Swim Series in San Antonio (USA/30. März – 02. April), das Bergen Swim Festival (NOR/01. – 03. April) und der Q!-Cup in Heidelberg (02./03. April) mit deutschen WM-Anwärter*innen im Blickpunkt.
>> Alle Ergebnisse aus Magdeburg
>> Die DSV-Nominierungsrichtlinien mit allen Normzeiten
Talente aus Bayern und NRW räumen bei der DM SMK die meisten Titel ab
Die Deutschen Meisterschaften Schwimmerischer Mehrkampf (DM SMK) wurden für den Ausrichterverein SG Dortmund nicht nur organisatorisch ein voller Erfolg. Bei der Großveranstaltung mit 315 Talenten, 200 Betreuer*innen und insgesamt rund 500 Zuschauer*innen aus allen Teilen der Bundesrepublik konnten sich die rührigen Gastgeber am vergangenen Wochenende im Südbad auch über die Goldmedaille von Sydney Savannah Ferch im Kraul-Wettbewerb des Jahrgangs 2009 freuen. Ein schöner Moment natürlich auch für Dortmunds Bürgermeisterin Ute Mais, die an der Seite von Claudia Heckmann (Präsidentin des SV NRW) die Siegerehrungen vornahm.
Erfolgreichste Vereine mit jeweils zwei Titelgewinnen wurden diesmal die SG Essen, die SG Mittelfranken und der TB 1888 Erlangen, erfolgreichster Landesverband wurde Bayern mit fünf Triumphen vor NRW (vier Titel). Für einen deutschen Altersklassenrekord für 13-Jährige sorgte Alina Baievych (TB 1888 Erlangen) über die 200m Schmetterling in 2:17,79 Minuten.
In die SMK-Endwertung fließen jeweils Punkte aus insgesamt fünf verschiedenen Rennen (50m Beine, 100m, 200m, 400m einer Lage plus 200m Lagen) ein. Um so ungewöhnlicher, dass sich im Jahrgang 2009 Thomas Donath (VfL Sindelfingen) und Noah Emmerlich-Mace (TB 1888 Erlangen) den Schmetterlingssieg bei Punktgleichheit teilten. Zwei mögliche Titelgewinne gingen übrigens jeweils im abschließenden Rennen über 200m Lagen wegen Disqualifikation verloren: Mit dadurch null Punkten wurden die bis dahin Führenden Eric Nickel (SG Mönchengladbach/Kraul Jahrgang 2010) und Michael Volkov (Waspo 98 Hannover/Schmetterling Jahrgang 2010) jeweils noch auf Rang sechs zurückgeworfen.
„Alle Aktiven und Coaches haben sich der besonderen Herausforderung dieses Mehrkampfes mit viel Motivation und Engagement gestellt. Es hat richtig Spaß gemacht, zu sehen, wie die Aktiven ihre Nervosität bei einem solchen Wettkampf auch beherrschen lernen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. „Aber auch wenn viele diesen Wettkampf aus dem vollen Training heraus geschwommen sind, müssen wir das Leistungsniveau auf jeden Fall insgesamt auch noch steigern.“
Dortmund erwies sich wie schon bei der SMK-Premiere 2019 als ein wunderbarer Gastgeber, auch wenn es diesmal pandemiebedingt ein strenges Hygienekonzept inklusive Anmeldung bzw. Zugang via NOVA-App bedurfte. „Der gestaffelte Einlass dauerte etwas länger als geplant, zweimal mussten wir die Rennen mit leichter Verspätung beginnen. Aber alle haben diese Maßnahmen diszipliniert ertragen und waren froh, dass so ein Wettkampf wieder ermöglicht wurde“, freute sich OK-Chefin Heike Hundshagen.
Alle Meister*innen von Dortmund auf einen Blick:
Jahrgang 2010, weiblich
Schmetterling: Nika Benkler (SC Regensburg)
Rücken: Anna Rosenow (PSV Cottbus 90)
Brust: Valeria Alexandra Nekrasov (SG Mittelfranken)
Kraul: Carolina Guerra Gonzalez (SG Essen)
Jahrgang 2010, männlich
Schmetterling: Jacob Furqueron (Kaiserslauterer SK 1911)
Rücken: Benjamin Köhler (SC Chemnitz von 1892)
Brust: Frederik Raschke (SG Frankfurt)
Kraul: Bjarne Riß (SV Halle/Saale)
Jahrgang 2009, weiblich
Schmetterling: Alina Baievych (TB 1888 Erlangen)
Rücken: Nora Bölicke (Potsdamer SV)
Brust: Laura Sophie Kohlmann (SG Essen)
Kraul: Sydney Savannah Ferch (SG Dortmund)
Jahrgang 2009, männlich
Schmetterling: Thomas Donath (VfL Sindelfingen), Noah Emmerlich-Mace (TB 1888 Erlangen)
Rücken: Jonas Levin Reuther (WSG Jena-Lobeda)
Brust: Arnold Zinoviev (SG Mittelfranken)
Kraul: Larus Thiel (SG Bayer)
Tolle Stimmung und gute Leistungen beim DMSJ-Bundesfinale in Wuppertal
Natürlich durfte auch diesmal wieder die traditionelle Kostümparade nicht fehlen. Und so stürmte am Ende des Wettkampfes ein Sondereinsatzkommando der Polizei die Wuppertaler Schwimmoper, Haie und Löwen tobten am Beckenrand, während Römerinnen in eleganter Tunika und eine Gruppe Mexikaner mit ausladenden Sombrero-Hüten noch einmal ihre Kostüme richteten. Es ist längst gute Tradition, dass sich beim Bundesfinale des Deutschen Mannschaftswettbewerbs Schwimmen der Jugend (DMSJ) jede Mannschaft ein gemeinsames Outfit überlegt, um auf diese Weise auch nach außen hin Teamgeist zu demonstrieren. Auch in diesem Jahr legten sich die Teilnehmer*innen am letzten Januar-Wochenende bei ihrer Verkleidung wieder mächtig ins Zeug.
„Die Aktiven hatten auch diesmal wieder unglaublich viel Spaß. Man merkt einfach, dass bei den jungen Athlet*innen eine unglaubliche Dynamik drin ist“, sagte Hannes Vitense, Bundestrainer Nachwuchs/Jugend im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Letztlich setzten sich in den acht Wettbewerben der D- bis A-Jugendlichen (jeweils weiblich und männlich) nur viermal die Teams durch, die schon mit der schnellsten Vorleistung angereist waren. In der weiblichen A-Jugend (Jahrgänge 2004/2005) schoben sich die Mädchen vom SV Nikar Heidelberg von Platz drei der Meldeliste noch nach ganz vorn (Gesamtzeit 21:25,71 Minuten) – passend zu ihren Kostümen verschiedener Superheld*innen.
Und in der weiblichen B-Jugend (2006/2007) schwamm die SSG Leipzig sogar von Platz vier aus zur Goldmedaille (21:48,53). Die Entscheidung fiel dabei erst in der abschließenden Lagenstaffel. „Bei solchen Mannschaftswettbewerben weiß man nie, was passiert. Da wächst man schnell auch einmal über sich hinaus in der Mannschaft und holt dann ruck-zuck ein paar Sekunden auf. Zum Teil fallen da Bestzeiten, an die man das ganze Jahr nicht mehr herankommt. Staffelwettkämpfe sind ein sehr attraktives Format für den DSV, so dass wir überlegen sollten, inwieweit man solche Formate im Jahresverlauf gegebenenfalls noch ausbauen kann“, sagte Vitense.
Bei der DMSJ werden ausschließlich Staffelrennen in den verschiedenen Lagen ausgetragen. Die weiteren Gesamtsiege holten in der männlichen D-Jugend (2010/2011) die SG Frankfurt (22:25,87), in der männlichen B-Jugend die SSG Saar Max Ritter (19:50,86) sowie in der C-Jugend (2008/2009) die Mädchen des SC Chemnitz (22:15,22) und die Jungen vom SC Magdeburg (21:20,35).
Erfolgreichster Verein wurde am Ende aber die SG Essen mit gleich zwei Titeln, durch die Mädchen in der D-Jugend (21:52,67) sowie die Jungen in der A-Jugend (19:07,12). „Wir sind mit den Leistungen sehr zufrieden“, freute sich Bundesstützpunkttrainerin Nicole Endruschat. „Auch in der Breite. Es war uns wichtig, dass wir hier in allen Altersklassen ein Team an den Start bringen konnten.“ Mit insgesamt neun Mannschaften war die SG Essen in Wuppertal am zahlreichsten vertreten, in der weiblichen D-Jugend sogar gleich doppelt.
Der Kampf um die Tickets für WM und EM beginnt in Magdeburg
Der Kampf um die Tickets für die Weltmeisterschaften vom 13. – 29. Mai 2022 in Fukuoka (JPN) und die Europameisterschaften vom 11. – 21. August 2022 in Rom (ITA) beginnt für die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) an diesem Freitag wieder einmal im kleinen Rahmen. Nur 48 Schwimmer*innen aus dem absoluten Topbereich mit Olympiasieger Florian Wellbrock an der Spitze können am dritten Adventswochenende beim ersten Nominierungswettkampf in Magdeburg am Start sein. Aufgrund der Pandemieentwicklung wurde die Kapazität des ursprünglich größer geplanten Events begrenzt und als Bundesstützpunktwettkampf mit einem strengen Hygienekonzept versehen.
Gemäß der DSV-Nominierungsrichtlinien für das Jahr 2022 können sich die schnellsten Normerfüller*innen in der Elbeschwimmhalle (50m-Bahn) bereits jeweils einen Startplatz pro Einzeldisziplin bei den Saisonhöhepunkten sichern. Eine zweite Qualifikationsphase ist dann vom 25. März bis 12. April angesetzt. Danach werden für WM (maximal zwei Startplätze pro Nation) und EM (maximal drei Startplätze pro Nation) die restlichen Tickets vergeben – im Einzel an die Besten aus beiden Qualifikationsphasen, für die Staffeln zählen allerdings ausschließlich die Zeiten aus dem Frühjahr. Ausgenommen von diesen Regelungen sind die 400m, 800m und 1500m Freistil: Für diese Rennen sind neben Wellbrock auch Sarah Köhler, Isabel Gose und Henning Mühlleitner nach Erreichen der Einzelfinals bei den Olympischen Spielen in Tokio für die kommenden Jahreshöhepunkte jeweils gesetzt.
>> Zu den DSV-Nominierungsrichtlinien mit allen Normzeiten
„Ich rechne fest damit, dass am Wochenende in mehreren Disziplinen die Normzeiten unterboten werden können“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Viele Aktive hätten im gerade erst beendeten Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (ESP) ein gutes Niveau gezeigt. „Mit der WM im Mai und der EM im August ist diese Saison für uns enger als sonst getaktet. Da kann es von großem Vorteil sein, sich früh die Qualifikation zu sichern und im Frühjahr nicht zwei Top-Wettkämpfe innerhalb weniger Wochen vorbereiten zu müssen. Dementsprechend groß ist auch die Motivation.“
Vorzeigeathlet Wellbrock plant am Wochenende mit nur zwei Starts, schließlich wartet nächste Woche ein hartes Programm auf ihn. Bei der Kurzbahn-WM in Abu-Dhabi (VAE) wird der Kurzbahn-Europameister nämlich nicht nur die 1500m Freistil schwimmen, sondern dort auch beim Freiwasser-Weltcup über 10km und im Teamevent antreten. „In Magdeburg möchte ich die 400 Meter auf jeden Fall so schnell wie möglich schwimmen, sowohl im Vorlauf als auch im Endlauf. Bei den 1500 Metern muss ich schauen, ob ich für andere eine eher unterstützende Rolle spielen kann oder ob ich mein Rennen durchziehe“, sagte Wellbrock der „Magdeburger Volksstimme“ zu den Starts in seiner Heimat. Die Ziele für den kommenden Sommer formulierte er dagegen anspruchsvoller. „Ich habe es bislang noch nicht geschafft, bei einem internationalen Saisonhöhepunkt Top-Ergebnisse sowohl über die 800 und die 1500 Meter als auch über die zehn Kilometer zu erzielen. Ich möchte einfach nach der WM sagen: Ich bin mit allen drei Starts zufrieden“, so Wellbrock. Langfristig sei über 1500m Freistil auch der Weltrekord das Ziel.
Finnia Wunram gibt ihren Abschied vom Leistungssport bekannt
Die Trainingsgruppe von Olympiasieger Florian Wellbrock beim SC Magdeburg erfährt nach dem Abgang von Franziska Hentke (32) weiteren Aderlass, denn nun verkündete auch Finnia Wunram offiziell ihr Karriereende. „Es ist an der Zeit für mich, dem Leistungssport goodbye zu sagen und neue Herausforderungen anzunehmen“, schrieb die 25-Jährige am Samstag auf ihrem Instagram-Account. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“
Mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio habe sie sich ihren sportlichen Traum unlängst erfüllen können, in Japans Hitze (Kommentar Wunram damals: „Badewannenmäßig“) war die Freiwasserschwimmerin Zehnte über die 10km geworden. Zuvor hatte sie bei Welt- und Europameisterschaften sogar Silber- und Bronzemedaillen gewonnen und war auch mehrfach deutsche Meisterin gewesen. Als schönsten Moment ihrer Karriere beschreibt Wunram die Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju (KOR). „Dort hatte ich mir über die 10km das Olympiaticket gesichert, war dann Zweite über 25km geworden und durfte zudem auch live miterleben, wie Florian und Rob (ihre Vereinskollegen Wellbrock und Muffels, Anm. d. Red.) Gold und Bronze gewannen, das war einfach eine perfekte Woche“, erinnert sich Wunram.
Der Weg nach oben war mit harter Arbeit verbunden, bis zu 4.000km im Jahr legte Finnia Wunram im Wasser zurück. Das erforderte viel Willen und Disziplin. Und trotzdem schrieb sie nun zum Abschied: „Mich dem Leistungssport zu verschreiben, war eine meiner besten Entscheidungen. Ich möchte keine Sekunde missen. Weil ich Erfahrungen sammeln durfte, neue Kulturen und Menschen kennenlernte, Orte und Länder bereiste, die sich sonst vielleicht nie gesehen hätte. Wasser ist Leben, es war auch meins.“
Ein großes Dankeschön ging natürlich an ihren Trainer Bernd Berkhahn, der sie seit 16 Jahren nicht nur begleitet und trainiert hatte, „sondern immer an mich geglaubt und unterstützt hat“. Ihm war sie 2012 von Elmshorn nach Magdeburg gefolgt, mit Norbert Warnatzsch kam dort noch ein weiterer wichtiger Unterstützer hinzu. „Beiden habe ich enorm viel zu verdanken“, schrieb Wunram in ihrem Abschieds-Post. „Genauso wichtig waren meine Familie, meine Freunde, meine Trainingsgruppen, meine Vereine, der Verband, die Bundeswehr und die Deutsche Sporthilfe. Ohne sie wäre mein Traum vielleicht nie wahr geworden. Dafür sage ich heute danke, danke, danke.“
Bei Bundestrainer Bernd Berkhahn weckt der Abschied auch besondere Gefühle: „Mir ihrer Akribie, ihrem Fleiß und einer maximalen Zielorientierung ist Finnia Wunram ein Vorbild für den deutschen Schwimmsport“, sagte der 50-Jährige. Mit ihren körperlichen Voraussetzungen war sie nämlich nicht prädestiniert für eine international so erfolgreiche Karriere, aber sie hat ihre Möglichkeiten trotzdem für eine herausragende Karriere genutzt. Berkhahn: „Finnia nutzte ihre besonderen technischen Fähigkeiten und arbeitete hart. Fast nie hat sie im Training gefehlt, nur wenn es wirklich überhaupt nicht mehr ging.“
Künftig will sich Finnia Wunram beruflich der Innenarchitektur und Raumgestaltung widmen, inzwischen ist sie zu ihrem Freund in die Nähe von Bremen umgezogen. Doch trotz dieser Distanz es ist ihr wichtig zu betonen: „Ich möchte mich weiterentwickeln. Trotzdem bleibe ich dem Sport auch künftig verbunden. Denn gerade Schwimmen, bei dem man viel mit sich alleine ist, körperlich und mental an seine Grenzen stößt, hat mich eines gelehrt: Du erreichst deine Ziele, wenn du an dich glaubst und du Leute hast, die dir vertrauen.“
Christian Diener auf dem Weg zum Weltcup-Hattrick in Berlin
Der FINA Swimming World Cup in Berlin erlebt am Sonntagabend (ab 18:00 Uhr hier im Livestream) ein superspannendes Finale mit gehörigem Überraschungspotenzial. Denn dem Sieg beim Weltcup-Auftakt am nächsten sind bislang nicht etwa die zahlreich anwesenden Olympiasieger*innen von Tokio. Als Führende der neuen Weltcup-Wertung gehen stattdessen die Israelin Anastasia Gorbenko und der Südafrikaner Matthew Satesin den Schlussabschnitt der dreitägigen Veranstaltung in der Schwimm- und Sprunghalle am Europapark.
Die drei besten Leistungen jedes Aktiven fließen seit dieser Saison in die Meetingwertung ein. Dabei gibt es neben Platzierungspunkten auch Performance-Punkte, die mittels des FINA-Punktesystems das Verhältnis zum Weltrekord zwischen den Disziplinen vergleichbar machen. Und bei der Platzierungsausbeute scheint Gorbenko nun auf dem Weg zum Maximum, als Vorlaufschnellste über 50m Brust (30,11 Sekunden) steuert sie ihrem dritten Sieg an diesem Wochenende (nach 100m Brust und 100m Lagen) entgegen. Auch im Finale über 200m Lagen ist die Europameisterin noch vertreten. „Ich hoffe, dass ich meine Führungsposition halten kann“, sagte die 18-Jährige. „Der israelische Verband leistet großartige Arbeit. In den letzten Jahren hat es viele Veränderungen gegeben und das hilft uns Sportler*innen, bessere Leistungen zu erbringen und ein besseres Team zu sein.“
Und auch Sates hat noch zwei weitere Chancen. Nach seinen bisherigen Siegen über 100m und 200m Lagen ist er auch im schnellsten Zeitlauf über die 400m Lagen am Abend der Favorit. Zudem war er am Vormittag Schnellster über die 200m Freistil (1:43,96) vor Topstars wie Kyle Chalmers (AUS/1:44,21) und Danas Rapsys (LTU/1:44,27).
Deutschlands Olympiasieger Florian Wellbrock schied nach seinem 1500m-Sieg am Samstag auf dieser „Sprintstrecke“ für ihn erwartungsgemäß nach dem Vorlauf aus (1:49,24/Platz 25). „Das war insgesamt ein gelungener Einstieg in die neue Saison, auch wenn Florian die Umstellung vom Freiwasser vorige Woche in Barcelona auf die Kurzbahn alles andere als leichtfiel“, ordnete Bundestrainer Bernd Berkhahn die Ergebnisse ein. „Im Training hatten wir bislang hauptsächlich an technischen Dingen gearbeitet, daher ist insbesondere die 1500m-Zeit deutlich besser ausgefallen und näher an die Bestzeit herangekommen, als wir beide das erwartet haben. Das gibt Schwung für den Saisonverlauf, nächste Woche wird Florian sich in Budapest noch einmal auf denselben Strecken austoben.“
Auch ohne Wellbrock hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) am Sonntag aber noch viele Eisen im Feuer, elf Aktive schwammen in die Finals. Der Potsdamer Christian Diener greift dabei nach dem Hattrick auf den Rückenstrecken, über 100m war er in 51,34 Sekunden Vorlaufschnellster vor Ole Braunschweig (51,78). „Ich bin das Rennen heute früh gut angegangen und denke, es sieht gut aus für den Nachmittag“, erklärte Diener. „Mal schauen, was die anderen nachher so drauf haben im Finale. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis dann.”
Neben Diener und Braunschweig schafften es noch Annika Bruhn (100m Freistil), Angelina Köhler (100m Schmetterling), Nele Schulze (50m Brust), Sonnele Öztürk und Jenny Mensing (200m Rücken), Kathrin Demlerund Julia Titze (200m Lagen) sowie Fabian Schwingenschlögl und Marco Koch (200m Brust) in die Finals.
Doppelsieg durch Wellbrock und Spiwoks beim Europacup in Barcelona
Im Freiwasserschwimmen gibt es auch in der nacholympischen Saison schöne Erfolge zu feiern für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Beim LEN-Cup in Barcelona siegte erst Olympiasieger Florian Wellbrock (SC Magdeburg) und dann auch Jeannette Spiwoks (SG Essen) über die 10 Kilometer.
Nach dem Triumph in Tokio hatte Wellbrock erst zwei Wochen weiter trainiert, sich dann aber eine zweiwöchige Pause gegönnt. Trotzdem konnte er sich nach 1:48:20,10 Stunden im Hafen der katalanischen Metropole in der Endphase vor den beiden Italienern Domenico Acerenza (1:48:21,80) und Gregorio Paltrinieri (1:48:27,80) durchsetzen. „Natürlich hat Florian nach dem kurzen Trainingsanlauf zwischendurch gemerkt, dass die 10 Kilometer ganz schön lang sind, insbesondere bei dem starken Wellengang etwas weiter draußen dann. Aber in der letzten Runde hat er sich wieder an die Spitze gesetzt und das Rennen souverän zu Ende schwimmen können“, lobte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Zudem belegte Oliver Klemet (SG Frankfurt/1:48:41,80) Rang fünf, Ben Langner (1:49:43,50) kam auf Platz 13 und Rob Muffels (beide SC Magdeburg/2:01:11,70) auf Rang 24. „Das war ein guter Saisonauftakt, ich bin mit dem Sieg mehr als zufrieden“, sagte Wellbrock anschließend. „Das Rennen war insgesamt sehr hart, weil ich erst wieder seit drei Wochen im Training bin und sich die 10 Kilometer so nochmal länger angefühlt haben als sonst. Zwischendurch wurde es etwas welliger, womit ich auch meine Probleme hatte, aber ich konnte meine Position gut halten und insbesondere auf den letzten 400 Metern dann auch gut verteidigen.“
Bei den Frauen gab es sogar einen deutschen Doppelsieg, denn hinter Spiwoks (1:57:05,80) sicherte sich Lea Boy (SV Würzburg/1:57:08,30) Silber vor der Italienerin Giulia Gabrilleschi (1:57:13,00). Die Olympiafünfte Leonie Beck(Würzburg) belegte diesmal Rang zwölf (1:57:36,80), die Olympiadritte Sarah Köhler hatte wegen Schulterproblemen kurzfristig ihren Start abgesagt.
„In der vorletzten Runde hatte ich ziemlich viel Zeit an der Verpflegungsstelle verloren, daher habe ich die auf der letzten Runde dann ganz bewusst ausgelassen, um das schnelle Tempo am Schluss auf jeden Fall mitgehen zu können“, bejubelte Spiwoks, die nach dem deutschen Meistertitel im Juni nun auch erstmals ein internationales Toprennen (und damit 2.500 Euro Siegprämie) gewann. „Irgendwann habe ich mir ein Herz gefasst und bin auf der drittletzten Geraden nach vorn gegangen mit dem Gedanken: Jetzt schwimmst du das einfach nach Hause. Und es hat dann tatsächlich auch so geklappt.“
Während Sportsoldatin Spiwoks nun erst einmal einen vierwöchigen Feldwebel-Lehrgang absolvieren wird, reist Olympiasieger Wellbrock nun weiter zum FINA Swimming World Cup in Berlin. Denn im Herbst stehen nun viele Beckenwettbewerbe auf der 25m-Bahn an „Die kurze Bahn liegt mir nicht ganz so wie die Langbahn. Aber ich freue mich einfach auf internationale Konkurrenz. Das ist letztes Jahr durch die Pandemie alles ein wenig auf der Strecke geblieben“, sagte Wellbrock.
