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Tolle Stimmung und gute Leistungen beim DMSJ-Bundesfinale in Wuppertal
Natürlich durfte auch diesmal wieder die traditionelle Kostümparade nicht fehlen. Und so stürmte am Ende des Wettkampfes ein Sondereinsatzkommando der Polizei die Wuppertaler Schwimmoper, Haie und Löwen tobten am Beckenrand, während Römerinnen in eleganter Tunika und eine Gruppe Mexikaner mit ausladenden Sombrero-Hüten noch einmal ihre Kostüme richteten. Es ist längst gute Tradition, dass sich beim Bundesfinale des Deutschen Mannschaftswettbewerbs Schwimmen der Jugend (DMSJ) jede Mannschaft ein gemeinsames Outfit überlegt, um auf diese Weise auch nach außen hin Teamgeist zu demonstrieren. Auch in diesem Jahr legten sich die Teilnehmer*innen am letzten Januar-Wochenende bei ihrer Verkleidung wieder mächtig ins Zeug.
„Die Aktiven hatten auch diesmal wieder unglaublich viel Spaß. Man merkt einfach, dass bei den jungen Athlet*innen eine unglaubliche Dynamik drin ist“, sagte Hannes Vitense, Bundestrainer Nachwuchs/Jugend im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Letztlich setzten sich in den acht Wettbewerben der D- bis A-Jugendlichen (jeweils weiblich und männlich) nur viermal die Teams durch, die schon mit der schnellsten Vorleistung angereist waren. In der weiblichen A-Jugend (Jahrgänge 2004/2005) schoben sich die Mädchen vom SV Nikar Heidelberg von Platz drei der Meldeliste noch nach ganz vorn (Gesamtzeit 21:25,71 Minuten) – passend zu ihren Kostümen verschiedener Superheld*innen.
Und in der weiblichen B-Jugend (2006/2007) schwamm die SSG Leipzig sogar von Platz vier aus zur Goldmedaille (21:48,53). Die Entscheidung fiel dabei erst in der abschließenden Lagenstaffel. „Bei solchen Mannschaftswettbewerben weiß man nie, was passiert. Da wächst man schnell auch einmal über sich hinaus in der Mannschaft und holt dann ruck-zuck ein paar Sekunden auf. Zum Teil fallen da Bestzeiten, an die man das ganze Jahr nicht mehr herankommt. Staffelwettkämpfe sind ein sehr attraktives Format für den DSV, so dass wir überlegen sollten, inwieweit man solche Formate im Jahresverlauf gegebenenfalls noch ausbauen kann“, sagte Vitense.
Bei der DMSJ werden ausschließlich Staffelrennen in den verschiedenen Lagen ausgetragen. Die weiteren Gesamtsiege holten in der männlichen D-Jugend (2010/2011) die SG Frankfurt (22:25,87), in der männlichen B-Jugend die SSG Saar Max Ritter (19:50,86) sowie in der C-Jugend (2008/2009) die Mädchen des SC Chemnitz (22:15,22) und die Jungen vom SC Magdeburg (21:20,35).
Erfolgreichster Verein wurde am Ende aber die SG Essen mit gleich zwei Titeln, durch die Mädchen in der D-Jugend (21:52,67) sowie die Jungen in der A-Jugend (19:07,12). „Wir sind mit den Leistungen sehr zufrieden“, freute sich Bundesstützpunkttrainerin Nicole Endruschat. „Auch in der Breite. Es war uns wichtig, dass wir hier in allen Altersklassen ein Team an den Start bringen konnten.“ Mit insgesamt neun Mannschaften war die SG Essen in Wuppertal am zahlreichsten vertreten, in der weiblichen D-Jugend sogar gleich doppelt.
Der Kampf um die Tickets für WM und EM beginnt in Magdeburg
Der Kampf um die Tickets für die Weltmeisterschaften vom 13. – 29. Mai 2022 in Fukuoka (JPN) und die Europameisterschaften vom 11. – 21. August 2022 in Rom (ITA) beginnt für die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) an diesem Freitag wieder einmal im kleinen Rahmen. Nur 48 Schwimmer*innen aus dem absoluten Topbereich mit Olympiasieger Florian Wellbrock an der Spitze können am dritten Adventswochenende beim ersten Nominierungswettkampf in Magdeburg am Start sein. Aufgrund der Pandemieentwicklung wurde die Kapazität des ursprünglich größer geplanten Events begrenzt und als Bundesstützpunktwettkampf mit einem strengen Hygienekonzept versehen.
Gemäß der DSV-Nominierungsrichtlinien für das Jahr 2022 können sich die schnellsten Normerfüller*innen in der Elbeschwimmhalle (50m-Bahn) bereits jeweils einen Startplatz pro Einzeldisziplin bei den Saisonhöhepunkten sichern. Eine zweite Qualifikationsphase ist dann vom 25. März bis 12. April angesetzt. Danach werden für WM (maximal zwei Startplätze pro Nation) und EM (maximal drei Startplätze pro Nation) die restlichen Tickets vergeben – im Einzel an die Besten aus beiden Qualifikationsphasen, für die Staffeln zählen allerdings ausschließlich die Zeiten aus dem Frühjahr. Ausgenommen von diesen Regelungen sind die 400m, 800m und 1500m Freistil: Für diese Rennen sind neben Wellbrock auch Sarah Köhler, Isabel Gose und Henning Mühlleitner nach Erreichen der Einzelfinals bei den Olympischen Spielen in Tokio für die kommenden Jahreshöhepunkte jeweils gesetzt.
>> Zu den DSV-Nominierungsrichtlinien mit allen Normzeiten
„Ich rechne fest damit, dass am Wochenende in mehreren Disziplinen die Normzeiten unterboten werden können“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Viele Aktive hätten im gerade erst beendeten Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (ESP) ein gutes Niveau gezeigt. „Mit der WM im Mai und der EM im August ist diese Saison für uns enger als sonst getaktet. Da kann es von großem Vorteil sein, sich früh die Qualifikation zu sichern und im Frühjahr nicht zwei Top-Wettkämpfe innerhalb weniger Wochen vorbereiten zu müssen. Dementsprechend groß ist auch die Motivation.“
Vorzeigeathlet Wellbrock plant am Wochenende mit nur zwei Starts, schließlich wartet nächste Woche ein hartes Programm auf ihn. Bei der Kurzbahn-WM in Abu-Dhabi (VAE) wird der Kurzbahn-Europameister nämlich nicht nur die 1500m Freistil schwimmen, sondern dort auch beim Freiwasser-Weltcup über 10km und im Teamevent antreten. „In Magdeburg möchte ich die 400 Meter auf jeden Fall so schnell wie möglich schwimmen, sowohl im Vorlauf als auch im Endlauf. Bei den 1500 Metern muss ich schauen, ob ich für andere eine eher unterstützende Rolle spielen kann oder ob ich mein Rennen durchziehe“, sagte Wellbrock der „Magdeburger Volksstimme“ zu den Starts in seiner Heimat. Die Ziele für den kommenden Sommer formulierte er dagegen anspruchsvoller. „Ich habe es bislang noch nicht geschafft, bei einem internationalen Saisonhöhepunkt Top-Ergebnisse sowohl über die 800 und die 1500 Meter als auch über die zehn Kilometer zu erzielen. Ich möchte einfach nach der WM sagen: Ich bin mit allen drei Starts zufrieden“, so Wellbrock. Langfristig sei über 1500m Freistil auch der Weltrekord das Ziel.
Finnia Wunram gibt ihren Abschied vom Leistungssport bekannt
Die Trainingsgruppe von Olympiasieger Florian Wellbrock beim SC Magdeburg erfährt nach dem Abgang von Franziska Hentke (32) weiteren Aderlass, denn nun verkündete auch Finnia Wunram offiziell ihr Karriereende. „Es ist an der Zeit für mich, dem Leistungssport goodbye zu sagen und neue Herausforderungen anzunehmen“, schrieb die 25-Jährige am Samstag auf ihrem Instagram-Account. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“
Mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio habe sie sich ihren sportlichen Traum unlängst erfüllen können, in Japans Hitze (Kommentar Wunram damals: „Badewannenmäßig“) war die Freiwasserschwimmerin Zehnte über die 10km geworden. Zuvor hatte sie bei Welt- und Europameisterschaften sogar Silber- und Bronzemedaillen gewonnen und war auch mehrfach deutsche Meisterin gewesen. Als schönsten Moment ihrer Karriere beschreibt Wunram die Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju (KOR). „Dort hatte ich mir über die 10km das Olympiaticket gesichert, war dann Zweite über 25km geworden und durfte zudem auch live miterleben, wie Florian und Rob (ihre Vereinskollegen Wellbrock und Muffels, Anm. d. Red.) Gold und Bronze gewannen, das war einfach eine perfekte Woche“, erinnert sich Wunram.
Der Weg nach oben war mit harter Arbeit verbunden, bis zu 4.000km im Jahr legte Finnia Wunram im Wasser zurück. Das erforderte viel Willen und Disziplin. Und trotzdem schrieb sie nun zum Abschied: „Mich dem Leistungssport zu verschreiben, war eine meiner besten Entscheidungen. Ich möchte keine Sekunde missen. Weil ich Erfahrungen sammeln durfte, neue Kulturen und Menschen kennenlernte, Orte und Länder bereiste, die sich sonst vielleicht nie gesehen hätte. Wasser ist Leben, es war auch meins.“
Ein großes Dankeschön ging natürlich an ihren Trainer Bernd Berkhahn, der sie seit 16 Jahren nicht nur begleitet und trainiert hatte, „sondern immer an mich geglaubt und unterstützt hat“. Ihm war sie 2012 von Elmshorn nach Magdeburg gefolgt, mit Norbert Warnatzsch kam dort noch ein weiterer wichtiger Unterstützer hinzu. „Beiden habe ich enorm viel zu verdanken“, schrieb Wunram in ihrem Abschieds-Post. „Genauso wichtig waren meine Familie, meine Freunde, meine Trainingsgruppen, meine Vereine, der Verband, die Bundeswehr und die Deutsche Sporthilfe. Ohne sie wäre mein Traum vielleicht nie wahr geworden. Dafür sage ich heute danke, danke, danke.“
Bei Bundestrainer Bernd Berkhahn weckt der Abschied auch besondere Gefühle: „Mir ihrer Akribie, ihrem Fleiß und einer maximalen Zielorientierung ist Finnia Wunram ein Vorbild für den deutschen Schwimmsport“, sagte der 50-Jährige. Mit ihren körperlichen Voraussetzungen war sie nämlich nicht prädestiniert für eine international so erfolgreiche Karriere, aber sie hat ihre Möglichkeiten trotzdem für eine herausragende Karriere genutzt. Berkhahn: „Finnia nutzte ihre besonderen technischen Fähigkeiten und arbeitete hart. Fast nie hat sie im Training gefehlt, nur wenn es wirklich überhaupt nicht mehr ging.“
Künftig will sich Finnia Wunram beruflich der Innenarchitektur und Raumgestaltung widmen, inzwischen ist sie zu ihrem Freund in die Nähe von Bremen umgezogen. Doch trotz dieser Distanz es ist ihr wichtig zu betonen: „Ich möchte mich weiterentwickeln. Trotzdem bleibe ich dem Sport auch künftig verbunden. Denn gerade Schwimmen, bei dem man viel mit sich alleine ist, körperlich und mental an seine Grenzen stößt, hat mich eines gelehrt: Du erreichst deine Ziele, wenn du an dich glaubst und du Leute hast, die dir vertrauen.“
Christian Diener auf dem Weg zum Weltcup-Hattrick in Berlin
Der FINA Swimming World Cup in Berlin erlebt am Sonntagabend (ab 18:00 Uhr hier im Livestream) ein superspannendes Finale mit gehörigem Überraschungspotenzial. Denn dem Sieg beim Weltcup-Auftakt am nächsten sind bislang nicht etwa die zahlreich anwesenden Olympiasieger*innen von Tokio. Als Führende der neuen Weltcup-Wertung gehen stattdessen die Israelin Anastasia Gorbenko und der Südafrikaner Matthew Satesin den Schlussabschnitt der dreitägigen Veranstaltung in der Schwimm- und Sprunghalle am Europapark.
Die drei besten Leistungen jedes Aktiven fließen seit dieser Saison in die Meetingwertung ein. Dabei gibt es neben Platzierungspunkten auch Performance-Punkte, die mittels des FINA-Punktesystems das Verhältnis zum Weltrekord zwischen den Disziplinen vergleichbar machen. Und bei der Platzierungsausbeute scheint Gorbenko nun auf dem Weg zum Maximum, als Vorlaufschnellste über 50m Brust (30,11 Sekunden) steuert sie ihrem dritten Sieg an diesem Wochenende (nach 100m Brust und 100m Lagen) entgegen. Auch im Finale über 200m Lagen ist die Europameisterin noch vertreten. „Ich hoffe, dass ich meine Führungsposition halten kann“, sagte die 18-Jährige. „Der israelische Verband leistet großartige Arbeit. In den letzten Jahren hat es viele Veränderungen gegeben und das hilft uns Sportler*innen, bessere Leistungen zu erbringen und ein besseres Team zu sein.“
Und auch Sates hat noch zwei weitere Chancen. Nach seinen bisherigen Siegen über 100m und 200m Lagen ist er auch im schnellsten Zeitlauf über die 400m Lagen am Abend der Favorit. Zudem war er am Vormittag Schnellster über die 200m Freistil (1:43,96) vor Topstars wie Kyle Chalmers (AUS/1:44,21) und Danas Rapsys (LTU/1:44,27).
Deutschlands Olympiasieger Florian Wellbrock schied nach seinem 1500m-Sieg am Samstag auf dieser „Sprintstrecke“ für ihn erwartungsgemäß nach dem Vorlauf aus (1:49,24/Platz 25). „Das war insgesamt ein gelungener Einstieg in die neue Saison, auch wenn Florian die Umstellung vom Freiwasser vorige Woche in Barcelona auf die Kurzbahn alles andere als leichtfiel“, ordnete Bundestrainer Bernd Berkhahn die Ergebnisse ein. „Im Training hatten wir bislang hauptsächlich an technischen Dingen gearbeitet, daher ist insbesondere die 1500m-Zeit deutlich besser ausgefallen und näher an die Bestzeit herangekommen, als wir beide das erwartet haben. Das gibt Schwung für den Saisonverlauf, nächste Woche wird Florian sich in Budapest noch einmal auf denselben Strecken austoben.“
Auch ohne Wellbrock hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) am Sonntag aber noch viele Eisen im Feuer, elf Aktive schwammen in die Finals. Der Potsdamer Christian Diener greift dabei nach dem Hattrick auf den Rückenstrecken, über 100m war er in 51,34 Sekunden Vorlaufschnellster vor Ole Braunschweig (51,78). „Ich bin das Rennen heute früh gut angegangen und denke, es sieht gut aus für den Nachmittag“, erklärte Diener. „Mal schauen, was die anderen nachher so drauf haben im Finale. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis dann.”
Neben Diener und Braunschweig schafften es noch Annika Bruhn (100m Freistil), Angelina Köhler (100m Schmetterling), Nele Schulze (50m Brust), Sonnele Öztürk und Jenny Mensing (200m Rücken), Kathrin Demlerund Julia Titze (200m Lagen) sowie Fabian Schwingenschlögl und Marco Koch (200m Brust) in die Finals.
Doppelsieg durch Wellbrock und Spiwoks beim Europacup in Barcelona
Im Freiwasserschwimmen gibt es auch in der nacholympischen Saison schöne Erfolge zu feiern für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Beim LEN-Cup in Barcelona siegte erst Olympiasieger Florian Wellbrock (SC Magdeburg) und dann auch Jeannette Spiwoks (SG Essen) über die 10 Kilometer.
Nach dem Triumph in Tokio hatte Wellbrock erst zwei Wochen weiter trainiert, sich dann aber eine zweiwöchige Pause gegönnt. Trotzdem konnte er sich nach 1:48:20,10 Stunden im Hafen der katalanischen Metropole in der Endphase vor den beiden Italienern Domenico Acerenza (1:48:21,80) und Gregorio Paltrinieri (1:48:27,80) durchsetzen. „Natürlich hat Florian nach dem kurzen Trainingsanlauf zwischendurch gemerkt, dass die 10 Kilometer ganz schön lang sind, insbesondere bei dem starken Wellengang etwas weiter draußen dann. Aber in der letzten Runde hat er sich wieder an die Spitze gesetzt und das Rennen souverän zu Ende schwimmen können“, lobte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Zudem belegte Oliver Klemet (SG Frankfurt/1:48:41,80) Rang fünf, Ben Langner (1:49:43,50) kam auf Platz 13 und Rob Muffels (beide SC Magdeburg/2:01:11,70) auf Rang 24. „Das war ein guter Saisonauftakt, ich bin mit dem Sieg mehr als zufrieden“, sagte Wellbrock anschließend. „Das Rennen war insgesamt sehr hart, weil ich erst wieder seit drei Wochen im Training bin und sich die 10 Kilometer so nochmal länger angefühlt haben als sonst. Zwischendurch wurde es etwas welliger, womit ich auch meine Probleme hatte, aber ich konnte meine Position gut halten und insbesondere auf den letzten 400 Metern dann auch gut verteidigen.“
Bei den Frauen gab es sogar einen deutschen Doppelsieg, denn hinter Spiwoks (1:57:05,80) sicherte sich Lea Boy (SV Würzburg/1:57:08,30) Silber vor der Italienerin Giulia Gabrilleschi (1:57:13,00). Die Olympiafünfte Leonie Beck(Würzburg) belegte diesmal Rang zwölf (1:57:36,80), die Olympiadritte Sarah Köhler hatte wegen Schulterproblemen kurzfristig ihren Start abgesagt.
„In der vorletzten Runde hatte ich ziemlich viel Zeit an der Verpflegungsstelle verloren, daher habe ich die auf der letzten Runde dann ganz bewusst ausgelassen, um das schnelle Tempo am Schluss auf jeden Fall mitgehen zu können“, bejubelte Spiwoks, die nach dem deutschen Meistertitel im Juni nun auch erstmals ein internationales Toprennen (und damit 2.500 Euro Siegprämie) gewann. „Irgendwann habe ich mir ein Herz gefasst und bin auf der drittletzten Geraden nach vorn gegangen mit dem Gedanken: Jetzt schwimmst du das einfach nach Hause. Und es hat dann tatsächlich auch so geklappt.“
Während Sportsoldatin Spiwoks nun erst einmal einen vierwöchigen Feldwebel-Lehrgang absolvieren wird, reist Olympiasieger Wellbrock nun weiter zum FINA Swimming World Cup in Berlin. Denn im Herbst stehen nun viele Beckenwettbewerbe auf der 25m-Bahn an „Die kurze Bahn liegt mir nicht ganz so wie die Langbahn. Aber ich freue mich einfach auf internationale Konkurrenz. Das ist letztes Jahr durch die Pandemie alles ein wenig auf der Strecke geblieben“, sagte Wellbrock.
Titel-Double für Demler, Schwarz und Matzerath
Selbstbewusst zog Lucas Matzerath die vom ehemaligen Bundestrainer Manfred Thiesmann als Ehrengast überreichte Goldmedaille hoch auf das Siegerpodest und legte sie sich stolz um den Hals. Der 21-Jährige von der SG Frankfurt hatte sich gerade bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal in 59,12 Sekunden den Titel über 100m Brust gesichert. Im Juni war das dem Olympiastarter bereits auf der 50m-Bahn gelungen.
„Mit so einem Sieg geht die neue Saison wirklich klasse los. Und nach fast zwei Jahren ohne Kurzbahnwettkämpfe war eine Bestzeit ja auch irgendwie zu erwarten“, strahlte der 2,01-Meter-Mann. Das Double gelang ihm in der Wuppertaler Schwimmoper an diesem Donnerstag aber nicht allein, auch Kathrin Demler (SG Essen) über 200m Schmetterling (2:09,73 Minuten) und Sven Schwarz (Waspo Hannover) über 1500m Freistil (14:52,63 Minuten) kamen wiederholt zu Meisterehren auf diesen Strecken in diesem Jahr.
„Es ist toll, dass jetzt wieder mehrere Wettkämpfe anstehen und es wieder richtig losgeht“, schwärmte Langstreckentalent Schwarz, der die Olympiaqualifikation nur wegen einer Corona-Infektion verpasst hatte. „Der Olympiasieg von Florian Wellbrock hat uns alle begeistert und motiviert uns natürlich auch sehr für die nächsten Wettkämpfe gegen ihn.“ Wellbrock startet am Samstag beim Freiwasser-Weltcup in Barcelona seine Saison, eine Woche ist er dann wie Schwarz beim FINA Swimming World Cup in Berlin (01. - 03.Oktober) im Einsatz.
Erster Titel für Leonie Becks kleinen Bruder
In Abwesenheit der meisten Aktiven aus dem Olympiateam gab es natürlich auch neue Gesichter auf dem obersten Treppchen zu bestaunen. So siegte Giulia Goerigk (SGR Karlsruhe) über die 800m Freistil (8:41,36 Minuten), über 100m Brust setzte sich Julia Titze (SG Stadtwerke München/1:07,42 Minuten) durch. Die 200m Schmetterling der Männer gewann Aaron Schmidt (SG Neuss1:57,73). Über 100m Freistil war Jessica Felsner (SC Aqua Köln/54,57 Sekunden) die Schnellste, bei den Männern sicherte sich auf dieser Strecke Sebastian Beck (SV Würzburg 05/48,91) dank starker Schlussbahn die erste Goldmedaille.
„Das war der beste Saisonstart, den ich je hatte. Meine erste Medaille in der offenen Klasse und dann gleich der Titel“, jubelte Beck, der gerade seine Bacherlorarbeit (Maschinenbau) schreibt. Und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Damit steige ich im familieninternen Ranking wohl etwas auf.“ Seine Schwester Leonie war in Tokio Olympiafünfte im Freiwasser geworden, ab und zu wird übrigens gemeinsam trainiert. Zudem ist Becks Vater Alexander der Mannschaftsarzt im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) und Bruder Maximilian betreut in der Abteilung Wettkampfsport das Rekordwesen.
„Der Weg soll auch für mich möglichst nach Paris führen, vielleicht schaffen wir es dann ja gemeinsam zu den Olympischen Spielen“, erzählte Sebastian Beck nach dem gelungenen ersten Schritt im neuen Olympiazyklus. Im Sommer hatte er es als sechstschnellster Sprinter noch nicht in die Olympiastaffel für Tokio geschafft.
Olympiasieger Florian Wellbrock startet neue Saison im Hafen von Barcelona
Am vergangenen Wochenende sah man Olympiasieger Florian Wellbrock und die Olympiadritte Sarah Köhler in edler Abendrobe bei der Verleihung des Medienpreises Goldene Henne in Leipzig, am kommenden Samstag ist für beide aber wieder der Schwimmanzug angesagt. Beim LEN-Cup in Barcelona starten beide Stars im Freiwasserschwimmen über 10km und damit erstmals seit ihren Erfolgen bei den Olympischen Spielen in Tokio. Zum zehnköpfigen Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) gehören bei dieser Europacup-Station auch Wellbrocks Magdeburger Vereinskollege Rob Muffels und die Olympiafünfte Leonie Beck (SV Würzburg).
„Wir sind schon öfter zu Beginn der Saison die 10km geschwommen. Das hat sich bewährt“, erklärte Wellbrock. Nach der Rückkehr aus Japan hatte er wie seine Verlobte zur Formstabilisierung erst einmal noch zwei Wochen in Magdeburg weitertrainiert und sich dann erst eine zweiwöchige Erholungspause gegönnt. „Mein Urlaub war kurz, aber sehr schön und vor allem erholsam. Ich war ein wenig in Deutschland unterwegs, habe meine Eltern besucht und die Zeit mit meiner Familie genossen“, verriet Wellbrock. „Es war schön, mal keine Termine zu haben und auch einfach mal nichts zu tun.“
Zumal diese nacholympische Saison mit ungewohnt vielen Höhepunkten ja durchaus eng durchgetaktet sein wird. Schon in der Woche nach dem Saisonstart vor wunderbarer Kulisse im alten Hafen von Barcelona steht für Wellbrock und Co. der FINA Swimming World Cup in Berlin (01. – 03. Oktober) an, später im Herbst folgen dann noch die Kurzbahn-EM in Kazan (RUS/02. - 07. November) und die Kurzbahn-WM in Abu Dhabi (VAE/16. - 21. Dezember). Nach dem Jahreswechsel stehen alsbald die WM in Fukuoka (JPN/13. – 29. Mai) und die EM in Rom (11. - 21. August) auf der 50m-Bahn an.
Diese von der Coronavirus-Pandemie samt Olympiaverschiebung verursachte Terminfülle gab übrigens auch den Anstoß, dem Start in Barcelona den Vorzug gegenüber den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften zu geben, die ab Donnerstag in Wuppertal stattfinden. „Der Teilnahme bei der Freiwasser-EM 2022 muss ein Europacup-Start vorausgegangen sein, ansonsten erhält man von der LEN dann keine Startberechtigung“, erklärte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Diese Vorgabe wird von seinen Schützlingen so nun bereits früh und wohl auch bei besten Bedingungen erfüllt, im Saisonverlauf droht somit kein zusätzlicher Terminstress.
Sarah Köhler, die wie Wellbrock Olympiabronze über 1500m Freistil und 2019 auch schon den WM-Titel im Freiwasser-Teamevent (4x1,25km) gewonnen hatte, möchte nach der Olympiasaison ohnehin gern noch öfter über die olympische 10km-Distanz starten. „Ich möchte da neue Reize setzen und mich ausprobieren, wie weit ich da komme und die nötige Erfahrung sammeln“, sagte Köhler.
Elena Wassen wird vom Turm ausgezeichnete Achte
Vor einem Jahr hätte es Elena Wassen (Berliner TSC) vielleicht gar nicht zu Olympia geschafft. Die Turmspringerin hatte eine Operation hinter sich und erst Ende 2019 überhaupt wieder mit dem Training begonnen, zudem steckte sie im vergangenen Jahr mitten im Abiturstress. Für Wassen war die Verschiebung der Sommerspiele deshalb ein Segen. Die Berlinerin nutzte das Extrajahr, um ihre Leistung zu stabilisieren und ihren Schwierigkeitsgrad noch einmal zu erhöhen.
Mit Erfolg: Am Donnerstag sprang sie mit 291,90 Punkten im olympischen Turmfinale auf Rang acht und feierte damit ihren bislang größten internationalen Erfolg. Nur einmal in diesem Jahrtausend war eine Deutsche im Turmspringen noch etwas besser: Christin Steuer wurde 2012 in London (GBR) Siebte. Ihr eigenes Ergebnis von 2016 in Rio de Janeiro (BRA) übertraf Wassen deutlich. Vor fünf Jahren bei ihrer Olympiapremiere war sie auf Platz 17 gelandet.
„Ich bin sehr, sehr, sehr zufrieden mit diesem Wettkampf“, sagte sie. „Hätte mir das einer vorher gesagt, hätte ich das auf jeden Fall unterschrieben, dass ich hier Achte werde“, so Wassen. Nach einem sehr guten 2,5-fachen Rückwärtssalto mit 1,5 Schrauben zum Auftakt und danach zwei weiteren ordentlichen Versuchen lag die 20-Jährige nach drei von fünf Durchgängen zwischenzeitlich sogar auf Rang sechs und damit in der vorderen Hälfte dieses illustren Finalfeldes.
Beim 3,5-fachen Delfinsalto, den sie erst in diesem Jahr in ihr Programm aufgenommen hat, war sie dann allerdings beim Öffnen aus der Hocke zu spät dran und erhielt dafür nur 40,00 Punkte. Doch sie haderte nur kurz und setzte mit ihrem Handstanddoppelsalto mit 1,5 Schrauben einen schönen Schlusspunkt unter ihren insgesamt sehr gelungenen olympischen Auftritt. „Im Nachhinein ärgert man sich natürlich immer über den vierten und fünften Sprung, die habe ich im Vorkampf und Halbfinale schon besser gezeigt. Aber über den achten Platz bin ich sehr glücklich. Ich bin sehr froh, dass ich jetzt in meinen verdienten Urlaub kann und sehr glücklich, dass ich hier meine Leistung, die ich in den letzten Wochen und Monaten im Training erarbeitet habe, auch zeigen konnte“, so Wassen.
Beste Turmspringerin in Tokio war die erst 14 Jahre alte Chinesin Quan Hongchan, die im Finale gleich dreimal die Höchstwertung erhielt und mit 466,20 souverän die Goldmedaille gewann. Silber ging ebenfalls nach China an Synchron-Olympiasiegerin Chen Yuxi (425,40), Bronze sicherte sich Melissa Wu (AUS/371,40).
„Das war ein sehr hochkarätiges olympisches Finale, ein Wettkampf mit außerordentlich hoher Qualität. Bis auf einen kleinen Fehler ist Elena sehr gut gesprungen. In Rio 2016 war sie im Halbfinale, jetzt im Finale unter den besten Acht der Welt“, freute sich auch Chef-Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. Nach Abschluss der vier Frauenwettbewerbe zog er auch insgesamt eine positive Bilanz: „Insgesamt hatten wir bei den Frauen in jeder Disziplin jemanden im Finale. Platz drei, fünf, sieben und acht sind ein hervorragendes Ergebnis“, sagte er.
Tina Punzel als Siebte vom 3m-Brett historisch gut
Es waren äußerst gelungene Olympische Spiele für Tina Punzel (Dresdner SC 1898), soviel stand bereits vor dem Finale vom 3m-Brett fest. Bronze holte sie im 3m-Synchronspringen mit Lena Hentschel (Berliner TSC), danach Platz fünf im Synchronspringen vom Turm zusammen mit Christina Wassen (Berliner TSC). Zum Abschluss ihrer tollen Tage in Tokio sorgte die Europameisterin auch in ihrem ersten olympischen Einzelfinale noch einmal für ein historisches Ergebnis: Mit Rang sieben und 302,95 Punkten erreichte Punzel die beste DSV-Platzierung in dieser Disziplin seit 21 Jahren. Besser war zuletzt Dörte Lindner, die 2000 bei den Spielen in Sydney (AUS) Bronze geholt hatte.
„Ich habe mich auf den Wettkampf gefreut, ich wollte noch einmal nicht nur dabei sein, sondern meine beste Leistung abrufen. Das ist mir bei vier Sprüngen gelungen. Als Sportlerin ärgert man sich natürlich über den Fehler, aber im Endeffekt bin ich mit Platz sieben echt zufrieden. Die gesamte Saison war echt top, mit der Krönung jetzt bei Olympia. Wir haben in dieser kuriosen Saison 2021 wirklich das Beste daraus gemacht“, sagte Punzel.
An ihrem 26. Geburtstag war Punzel mit einem guten Gefühl in den Wettkampf gestartet, das auch von ihrem blumigen Badeanzug gespiegelt wurde, den sie extra für diesen Anlass ausgewählt hatte. Und ihre gute Laune sollte sich weiter verbessern, denn nach einem sehr guten 2,5-fachen Rückwärtssalto zum Auftakt lag die Dresdnerin zwischenzeitig auf Platz fünf.
Der anschließende 3,5-fache Salto vorwärts misslang jedoch, beim Eintauchen überschlug sie etwas mit den Beinen. Punzel fiel auf Rang zehn zurück, aber ihre stärksten Sprünge kamen erst noch. Stück für Stück schob sie sich wieder nach vorne, lag vor dem letzten Durchgang als Achte sogar wieder in Schlagdistanz zu Platz sechs. Dazu reichte es zwar nicht mehr, doch an der Kanadierin Jennifer Abel schob sie sich mit einem sehr sauberen 2,5-fachen Delfinsalto noch vorbei. Mit 67,50 Punkten war es ihr bester Sprung im Vorkampf, Halbfinale und Finale zusammengenommen – ein schöner Schlusspunkt einer auch ansonsten hervorragenden Woche für die Deutsche.
„Sie wollte hier unbedingt ein einstelliges Ergebnis erzielen, was ihr auch gelungen ist. Unser Geburtstagskind ist sehr konzentriert in den Wettkampf gegangen. Beim 3,5-fachen Vorwärtssalto ist ihr ein kleiner Fehler unterlaufen, aber dann hat sie unheimlich gekämpft und am Ende mit Platz sieben eine Topleistung unter den besten Wasserspringerinnen der Welt erzielt“, lobte Chef-Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. „Auch insgesamt hat sie bei diesen Olympischen Spielen nachgewiesen, dass sie zu den besten Springerinnen der Welt zählt und ein tolles Ergebnis erzielt. Wir werden uns nachher im Teammeeting noch einmal zusammensetzen und ihre Leistung und ihren Geburtstag gebührend ehren.“
Gold sicherte sich wie 2016 in Rio de Janeiro (BRA) die Chinesin Shi Tingmao mit 383,50 Punkten, die damit ihren insgesamt vierten Olympiasieg feierte. Silber ging an Wang Han (CHN/348,75), Bronze holte die Amerikanerin Krysta Palmer (343,75).
Tina Punzel beschenkt sich mit dem Finaleinzug selbst
Aller guten Dinge sind drei, das gilt bei diesen Olympischen Spielen ganz besonders für Tina Punzel. Mit gleich drei Wettbewerben ist die Dresdnerin in Tokio die Wasserspringerin mit den meisten Einsätzen – ein straffes Programm, das ihre Vielseitigkeit noch einmal unterstreicht. Dritte wurde sie schon im 3m-Synchronspringen, gewann dort mit Lena Hentschel (Berliner TSC) die Bronzemedaille. Und auch im Einzel vom 3m-Brett bleibt die Drei bei Olympia ihre Glückszahl: Am Samstag zog die Europameisterin als Siebte des Halbfinales mit 311,05 Punkten ins Finale ein und wird somit am Sonntag (ab 08:00 Uhr MESZ) in dieser Disziplin ein drittes Mal aufs Brett steigen dürfen.
Damit machte sich Tina Punzel selbst das schönste vorzeitige Geburtstagsgeschenk: Am Finaltag wird Deutschlands beste Wasserspringerin nämlich 26 Jahre alt – es war ihr großer Traum, an diesem Tag unter den Top zwölf der Welt mit dabei zu sein. Sollte Punzel dort ihre Leistung aus dem Halbfinale wiederholen, winkt ihr sogar das beste deutsche Ergebnis vom 3m-Brett seit Dörte Lindners Bronzemedaille im Jahr 2000 in Sydney (AUS).
Bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro (BRA) war Punzel im Einzel 17. geworden, damals hatte sie das Finale verpasst. Diesmal zeigte sie von Beginn an eine starke Leistung und lag zu keinem Zeitpunkt außerhalb der zwölf Finalplätze. Der 2,5-fache Rückwärtssalto zum Auftakt, mit dem sie im Vorkampf noch ihre Probleme hatte, gelang deutlich besser und auch die folgenden Sprünge verliefen durchweg sehr sauber. „Sie hat eine sehr stabile Leistung gezeigt, im Gegensatz zum Vorkampf war das sehr souverän. Fürs Finale hat sie sich aber noch kleine Reserven gelassen“, sagte Chef-Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow.
„Der Plan ist auf jeden Fall aufgegangen. Ich freue mich riesig, dass es heute geklappt hat“, sagte Punzel. „Ich habe gestern ein bisschen den Wettkampf gebraucht, um reinzukommen. Heute habe ich nach dem ersten Sprung schon gemerkt: Der Fokus ist wieder da. Ich hatte meinen Rhythmus direkt von Anfang an und auch schon vor dem Wettkampf, von daher war ich dann eigentlich ganz zuversichtlich, dass es heute klappen kann. Ich bin auch wirklich gut in meinem Rhythmus geblieben, habe nicht auf die Anzeigetafel geguckt und habe mich dann einfach riesig gefreut, dass es einstellig war und ich es mit Platz sieben doch sehr souverän geschafft habe. Ich freue mich jetzt auf morgen, auf dass ich da dann hoffentlich zwei Gründe zum Feiern habe“, so Punzel.
Wie schon im Vorkampf, lagen auch diesmal die beiden Chinesinnen ganz vorn. Beste im Halbfinale war erneut Rio-Olympiasiegerin Shi Tingmao (371,45) vor ihrer Landsfrau Wang Han (346,85).
