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Weltjahresbestzeit für Lukas Märtens, WM-Norm für Angelina Köhler

Mit der Berlinerin Angelina Köhler hat am Samstag erstmals in diesem Frühjahr eine noch nicht vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) bereits vornominierte Schwimmerin eine Normzeit für Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN/14. – 30 Juli) unterboten. Beim Wettkampf um die „Pokale der Gothaerer & friends“ in Magdeburg siegte die 22-Jährige von der SG Neukölln über 100m Schmetterling in 57,95 Sekunden, die WM-Vorgabe (57,92) hatte sie schon im Vorlauf am Vormittag (57,86) erfüllen können.

„Hier zweimal eine Zeit unter 58 Sekunden zu schwimmen, das ist ein gutes Zeichen so kurz nach dem Höhentraining“, sagte Köhler, die am Vortag im 50m-Sprint bereits mit Bestzeit geglänzt hatte. „Da sollte in drei Wochen dann sogar noch ein bisschen mehr drin sein.“ Mit den Berlin Swim Open (21. – 23. April) endet nämlich erst der nationale Qualifikationszeitraum, auf diesen Wettkampf wurde von Trainer Lasse Frank entsprechend auch die Saisonplanung ausgerichtet.

>> Zum Livetiming mit allen Ergebnissen

Für die im internationalen Maßstab beste Leistung des zweiten Wettkampftages sorgte anschließend aber Lukas Märtens. Der Europameister und WM-Zweite vom SC Magdeburg kraulte über 400m Freistil in 3:43,32 Minuten zur Weltjahresbestzeit. Gleiches war am Vortag bereits Vereinskollege Florian Wellbrock über 1500m Freistil gelungen. „Damit hätte ich nach dem schweren Rennen am Vortag über die 1500m nicht gerechnet“, sagte der 21-Jährige nach dem beherzten Rennen. „Ich will mich nicht verstecken und auch in dieser Saisonphase allen Konkurrenten schon mal zeigen, was da auf sie zukommt.“

Nur knapp über der WM-Norm (3:46,78) blieb der Zweitplatzierte Oliver Klemet in 3:47,29 Minuten. „Ich habe meine Bestzeit um eineinhalb Sekunden verbessert, natürlich will ich nun auch noch die Norm knacken“, sagte der Freiwasser-Teamweltmeister von der SG Frankfurt. Auch Märtens Freundin Isabel Gose (SC Magdeburg) blieb über 400m Freistil in 4:06,17 Minuten ein weiteres Mal unter der WM-Norm (4:07,90), die Europameisterin war als WM-Fünfte des Vorjahres auf dieser Strecke aber ohnehin bereits gesetzt.

Der Sieg über 100m Freistil ging bei den Frauen an Nina Holt (SC Mönchengladbach), die sich in 55,48 Sekunden (Vorlauf: 55,77) vor den beiden Neuköllnerinnen Nele Schulze (55,66/Vorlauf: 55,84) und Lisa-Marie Finger(55,73/Vorlauf: 55,65) durchsetzte. Die 20-Jährige war im Vorjahr noch Weltmeisterin im Rettungsschwimmen geworden, hatte sich anschließend aber wieder in Richtung olympischer Sport begeben. Seit Dezember trainierte Holt bei Bundestrainer Bernd Berkhahn in Magdeburg. „Das war bereits ein schöner Schritt nach vorn, dabei haben wir ja noch gar nicht so viel machen können“, lobte Berkhahn den neuesten Schützling am Bundesstützpunkt.

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Diving World Cup Super Final 2023 in Berlin

Die weltbesten Wasserspringer*innen kommen auch 2023 wieder nach Berlin. Im vergangenen Jahr wurde dort im Rahmen des Schwimm-Weltcups zum ersten Mal auch der der Diving World Cup ausgetragen, diesmal bekommt die weltweite Wassersprung-Elite nun die ganz große Bühne für sich allein.

Vom 04. – 06. August ist die deutsche Hauptstadt dann nämlich Austragungsort für das Diving World Cup Super Final, das den krönenden Abschluss der diesjährigen Weltcupserie im Wasserspringen bildet. Wenige Tage nach den Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli) nutzt Berlin die sportliche Hochform der Weltelite und lädt zur WM-Revanche in die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) ein. Die Zuschauer*innen in Berlin werden Wasserspringen auf absolutem Topniveau erleben dürfen. Der Ticketverkauf für dieses Event startet in Kürze.

„Ich freue mich, dass der Diving World Cup erneut in Berlin stattfindet und wir zeigen können, dass wir nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch einiges draufhaben. Der Weltcup ist eine gute Gelegenheit, uns mit den besten Wasserspringer*innen der Welt zu messen und unser Können in der eigenen Halle auf der meines Erachtens besten Anlage Europas unter Beweis zu stellen“, erklärt Bundestrainer Christoph Bohm. Nach den Europameisterschaften vom 22. – 28. Juni in Rzeszow (POL) und der anschließenden WM im Japan ist der Weltcup das dritte große Event im Wasserspringen binnen weniger Wochen, so dass den Athlet*innen ein heißer Sommer bevorsteht, der in Berlin seinen glanzvollen Abschluss findet. „So ein Weltcup direkt nach der WM bietet die Chance, noch einmal Stärke zu zeigen und einen bleibenden Eindruck mit Blick auf das kommende Olympiajahr zu hinterlassen“, sagt Bohm.

Berlin ist die letzte von insgesamt drei Stationen des diesjährigen Diving World Cups. Den Auftakt macht vom 14. – 16. April das Meeting in Xi‘an (CHN). Danach messen sich die Top-Springer*innen vom 05. – 07. Mai in Montreal (CAN), ehe dann Berlin das große Finale bildet. Für das Super Final qualifizieren sich in den Einzeldisziplinen jeweils die besten 18 Athlet*innen und in den Synchrondisziplinen und Team-Events die besten acht der beiden vorhergegangen Wettkämpfe.

Das Preisgeld kann sich sehen lassen: Die Sieger*innen erhalten je 25.000 US-Dollar, Platz zwei und drei sind mit 20.000 bzw. 15.000 US-Dollar dotiert. Insgesamt gibt es Prämien bis hinab zu Platz acht in den Synchron- bzw. Platz zwölf in den Einzeldisziplinen, für die immer noch 6.000 bzw. 2.000 Dollar ausgezahlt werden. Finanziell lohnt sich der Diving World Cup für die Athlet*innen damit deutlich mehr als die frühere Diving World Series.

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WM-Tickets werden im Mai vergeben – Beck und Wellbrock sind gesetzt

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat seine Nominierungsrichtlinien für die kommenden internationalen Saisonhöhepunkte im Freiwasserschwimmen veröffentlicht. Darin ist der Weg zu den Weltmeisterschaften 2023 in Fukuoka (JPN/14. – 30. Juli 2023) vorgezeichnet – und der zu den darauffolgenden Welttitelkämpfen 2024 in Doha (QAT/02. – 18. Februar 2024) gleich mit.

>> Zu den Nominierungsrichtlinien im Freiwasserschwimmen 2023

Die wichtigsten Qualifikationsentscheidungen im Freiwasser werden demnach im Mai bei den Weltcups in Golfo Aranci auf Sardinien (ITA/20. und 21. Mai) und in Setúbal (POR/27. und 28.Mai) fallen. Für den ersten WM-Startplatz über 5km und 10km werden jeweils die und der bestplatzierte Deutsche aus den Top acht der WM 2022 bereits vornominiert. Damit ist Leonie Beck, in Budapest (HUN) über 10km Zweite und über 5km Vierte, für die WM 2023 ebenso bereits für zwei Einzelrennen gesetzt wie Florian Wellbrock, der in Ungarn Weltmeister über 5km und Dritter über 10km geworden war.

Über die olympische 10km-Distanz wird der zweite WM-Startplatz jeweils an die und den Aktive*n mit der niedrigsten Platzierungssumme aus beiden besagten Weltcups vergeben. Auch über 5km sind gute Weltcupplatzierungen Voraussetzung zur WM-Teilnahme, die Rangfolge für die Nominierung wird hier jedoch bei Beckenrennen über 5km im Zeitraum zwischen 27. März und 23. April ermittelt. In diesem Zeitraum findet auch die WM-Qualifikation des Beckenschwimmens statt, alle Aktiven mit Ambitionen in beiden Bereichen werden hier somit also auch trainingsmethodisch berücksichtigt.

Für die Mixedstaffel im WM-Programm können neben den für Einzelrennen qualifizierten Freiwasserschwimmer*innen auch Aktive nominiert werden, die sich für die 1500m Freistil im Becken für Japan qualifiziert und entsprechende Freiwassererfahrung haben.

Nach dem gleichen Muster wird in der zweiten Jahreshälfte dann auch für die WM 2024 nominiert. Die und der beste Deutsche in den Top acht der WM 2023 wären somit für die WM 2024 automatisch gesetzt. Alle weiteren 10km-Startplätze werden dann bei den Weltcups in Nantou (TPE/28. und 29. Oktober) und Hongkong (HKG/04. und 05.11. November 2023) vergeben. Über 5km ist der Leistungsnachweis im Becken dann zwischen 02. Oktober und 12. November zu erbringen. In jener Phase wären auch Normzeiten für die 25km-Wettbewerbe zu erbringen, sollten diese bei der WM 2024 wieder angesetzt werden. Diese Normzeit läge bei den Frauen bei 5:12:40 und bei den Männern bei 4:53:00 Stunden.

„Wir gehen bei den Weltcups in Italien und Portugal und später im Saisonverlauf auch in Paris (FRA) mit all unseren Olympia- und Perspektivkadern der Elite an den Start, weil es hier bereits um entscheidende Weichenstellungen geht. Bei der WM in Japan werden bekanntlich schon jeweils drei Tickets für Paris 2024 vergeben, daher dreht bei uns schon jetzt alles sehr konkret um Olympia. Entsprechend groß sind auch Motivation und Engagement im Team“, sagte Bundestrainer Constantin Depmeyer.

Für die Junior*innen-Europameisterschaften in Piombino (ITA/15. – 17. September) qualifizieren sich die Sieger*innen der Deutschen Meisterschaften in Regensburg (22. – 24. Juni) im jeweiligen Altersbereich. Weitere Startplätze können auch an erfolgreiche geeignete Teilnehmer*innen bei der JEM in Belgrad (SRB/04. – 09. Juli) und dem EYOF in Maribor (SLO/23. – 29 Juli) im Beckenschwimmen vergeben werden oder gegebenenfalls an weitere Medaillengewinner*innen der Freiwasser-DM.

 

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Deutschlands Frauen verbessern sich gegenüber der EM 2020 um einen Platz

Deutschlands Wasserballerinnen haben bei der Europameisterschaft in Split (CRO) das Spiel um Platz neun gegen Serbien mit 9:12 verloren, sich als Zehnte gegenüber der vergangenen Europameisterschaften 2020 aber dennoch um einen Platz verbessern können. Viel wichtiger war aber der Zugewinn an Erfahrung für die junge deutsche Mannschaft, die in Split mit gleich acht EM-Debütantinnen an den Start ging. Im Duell mit den Top-Nationen hat das Team von Bundestrainer Sven Schulz viel dazugelernt.

Auch für Torhüterin Darja Heinbichner war es das erste große Turnier im Erwachsenenbereich, doch das fiel gegen Serbien überhaupt nicht auf. Mit gleich 14 gehaltenen Bällen bewies die gerade 18-Jährige am Montag einmal mehr ihre große Klasse. Schon in den ersten zweieinhalb Minuten gelangen ihr direkt zwei Paraden, fünf waren es im ersten Viertel insgesamt. Offensiv lief es zunächst dagegen noch nicht so gut für die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), einzig Kapitänin Gesa Deike war beim Zwischenstand von 1:2 erfolgreich. "Heute waren wir im ersten Viertel nicht konzentriert genug, und das war das Problem im ganzen Spiel. Heute haben viele junge und neue Spielerinnen gespielt und wir haben viel rotiert. Wir haben viele Chancen verpasst, um zu punkten”, erklärte Greta Tadday. Mit drei Toren war die Uerdingenerin am Ende beste Torschützin auf DSV-Seite

Zu Beginn des zweiten Viertels konnte Tadday dann zunächst zweimal verkürzen. Die Serbinnen nutzten in dieser Phase allerdings ihre Überzahlchancen, um bis zur Halbzeit auf 3:7 davonzuziehen. 

In den ersten fünf Minuten des dritten Viertels fielen dann auf beiden Seiten zunächst keine weiteren Treffer, bevor erst Anne Rieck aus der Distanz auf 4:7 verkürzte und anschließend Nadja Novakovic (SRB) aber den alten Abstand wieder herstellte. Sie und Hristina Ilic trafen je viermal und damit am besten für Serbien.

Es hätte jetzt schon eines perfekten letzten Viertels für das DSV-Team bedurft, stattdessen gelang den Serbinnen direkt zu Beginn das 4:9 und damit die erstmalige Fünf-Tore-Führung. Doch Deutschland steckte nicht auf und kam beim Stand von 7:9 beziehungsweise 8:10 noch zweimal bis auf zwei Tore heran. Die junge deutsche Mannschaft probierte alles, knapp zwei Minuten vor dem Ende ging sogar Torfrau Heinbicher mit nach vorne, doch es reichte nicht mehr. Dennoch: “Diese Meisterschaft war eine großartige Erfahrung für das ganze Team, wir haben viel gelernt und wir haben eine große Zukunft vor uns”, sagte Greta Tadday. “Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren genug Geld bekommen, um uns lange auf diese Art von Wettkämpfen vorzubereiten. Wir möchten den Wasserballsport in Deutschland populärer machen, das Niveau in allen Altersklassen anheben, so können wir konkurrenzfähiger werden."

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DSV-Team mit guten Ansätzen gegen Weltmeister Spanien

Für die Platzierung in ihrer Vorrundengruppe C spielte das abschließende Gruppenspiel der deutschen Wasserballer gegen Spanien keine große Rolle mehr. Denn bereits vor dem Anpfiff stand fest, dass die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) die Überkreuzspiele verpassen wird und bei den Europameisterschaften in Split (CRO) stattdessen um die Plätze 13 bis 16 spielt. Es ging also vielmehr darum, sich gegen den amtierenden Weltmeister mit einer guten Leistung neues Selbstvertrauen für die Platzierungsspiele zu holen.

Zwar ging die Partie gegen die Spanier letztlich mit 6:17 verloren, doch gerade in der zweiten Halbzeit zeigte das DSV-Team am Freitag gute Ansätze, auf die sich aufbauen lässt. “Alles in allem war es ein besseres Spiel als beim letzten Mal, wir werden also von Spiel zu Spiel besser”, fand auch Bundestrainer Petar Porobic.

Zu Spielbeginn geriet die DSV-Auswahl schnell mit 0:2 in Rückstand - das erste Tor fiel in Unterzahl, das zweite, als Deutschland nach einer weiteren Strafe gerade wieder vollzählig war. Doch das Team fing sich schnell wieder, konnte durch Marko Stamm direkt verkürzen und hatte danach Pech, dass Lukas Küppers nur den Pfosten traf. Statt des möglichen Ausgleichs folgten danach aber leider zwei Situationen, in denen die deutsche Abwehr mit nur einem langen Pass jeweils überwunden wurde, so dass Spanien die Führung wieder ausbauen konnte und nach den ersten acht Minuten mit 5:1 führte.

Es folgte im zweiten Viertel eine Phase, in der es die Deutschen dem Gegner oft einfach zu leicht machten, Tore zu erzielen. Bis zur Halbzeit erhöhte Spanien seinen Vorsprung so auf 12:2, auf deutscher Seite traf nur Mateo Cuk. “Der Weltmeister hat uns heute aufgezeigt, dass man hochkonzentriert spielen muss, dass man ansonsten gegen solche Mannschaften untergeht. Wir haben trotzdem bis zum Schluss nicht aufgegeben und das Beste gemacht, was wir im Moment leisten können”, sagte Marko Stamm.

Nach der Halbzeit lief es dann tatsächlich deutlich besser. Jetzt zeigte das junge DSV-Team mehrfach schöne Spielzüge, Denis Strelezkij, erneut Stamm sowie Mark Gansen und Zoran Bozic waren erfolgreich, ein weiteres Tor von Cuk verhinderte nur die Latte. Mit 4:3 gewannen die Deutschen, bei denen inzwischen Kevin Götz für den diesmal glücklosen Moritz Schenkel ins Tor gerückt war, diesen dritten Abschnitt. Auch im Schlussviertel hielt man die Spanier bei nur zwei weiteren Treffern und hatte selbst Pech, dass Würfe von Bozic und Fynn Schütze kurz vor Schluss nur an den Pfosten gingen. Im ersten Platzierungsspiel trifft die Mannschaft nun am Sonntag (10:00 Uhr) auf die Slowakei als Vierten der Gruppe A.

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Deutschlands Männer spielen bei der EM um die Plätze 13 bis 16

Erst wenige Tage ist es her, dass die deutschen Wasserballerinnen bei den Europameisterschaften in Split (CRO) gegen Rumänien gewinnen konnten. Jetzt hofften natürlich auch Deutschlands Männer darauf, dass sich dieses Ergebnis als gutes Omen herausstellen würde für ihr eigenes Duell mit dem EM-Elften von 2020 am Mittwoch. Diese Hoffnung wurde enttäuscht, stattdessen setzte es für die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) mit dem 4:11 bereits die zweite Niederlage des Turniers. Schon vor dem abschließenden Gruppenspiel am Freitag gegen Weltmeister Spanien steht damit fest, dass das Team von Bundestrainer Petar Porobi? die K.o.-Spiele verpassen wird und um die Plätze 13 bis 16 spielt.

Nach dem ersten Viertel war beim Stand von 2:2 noch alles offen, Routinier Mateo Cuk, der verpasster WM wieder ins Aufgebot gerückt war, und Denis Strelezkij hatten für Deutschland getroffen. Doch im weiteren Verlauf offenbarte das deutsche Angriffsspiel Schwächen insbesondere in Überzahl, wo auch im zweiten Turnierspiel kein Treffer gelingen wollte. “Das ist hier unser größtes Problem, dass wir unsere Sechs-gegen-fünf-Situationen nicht verwerten können. Wir haben vier oder fünf großartige Schützen, aber sie haben den richtigen Moment zum Werfen nicht gefunden”, sagte Porobi?. Nachdem erneut Cuk die rumänische Führung im zweiten Viertel zunächst ausgleichen konnte, setzten sich die Osteuropäer bis zur Halbzeit dann auf 5:3 ab, allein Tudor-Andrei Fulea (ROU) gelangen bis zu diesem Zeitpunkt bereits drei Tore. Er war am Ende mit fünf Treffern bester Torschütze des Spiels.

Nach dem Wiederanpfiff präsentierte sich das DSV-Team in der Verteidigung zunächst verbessert. Torhüter Moritz Schenkel zeigte in dieser Phase wie schon während des gesamten Spiel gleich mehrere starke Paraden. Doch nach wie vor fehlte es an der nötigen Präzision in der Offensive. Rumänien dagegen traf im dritten Viertel noch dreimal und sorgte mit dem zwischenzeitlichen 8:3 bereits für eine Vorentscheidung.

Im Schlussabschnitt brachte Fynn Schütze Deutschland per Fünfmeter noch einmal heran, doch anschließend wurden selbst beste Überzahlchancen erneut nicht genutzt. “Wir haben eine sehr junge Mannschaft, für neun unserer Spieler ist es die erste Europameisterschaft”, erinnerte Mateo Cuk, an diesem Tag bester Torschütze auf DSV-Seite. “Es fehlt ihnen an Erfahrung mit dieser Art von Spielen. Wir müssen versuchen, bestimmte Dinge zu ändern. Die Neulinge haben noch einen weiten Weg und viel harte Arbeit vor sich, um auf diesem internationalen Niveau konkurrenzfähig sein zu können. Wir hoffen auf bessere Zeiten."

>> Alle EM-Ergebnisse im Überblick

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Vizeweltmeister Ungarn zeigt dem jungen DSV-Team die Grenzen auf

Es war sicher nicht nur zum Vorteil von Deutschlands Wasserballerinnen, dass der dritte Gruppengegner Ungarn seine ersten beiden Spiele bei der EM in Split (CRO) gegen Griechenland und die Niederlande jeweils verloren hatte. Denn jetzt wollten die Vizeweltmeisterinnen dieses Jahres natürlich beweisen, dass diese Niederlagen lediglich Ausrutscher waren und sie immer noch zu den Top-Teams des Turniers zu zählen sind.

Das gelang ihnen in der Tat, sehr zum Leidwesen der Auswahl der Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), die sich am Dienstag deutlich mit 4:26 (1:7, 0:10, 1:3, 2:6) geschlagen geben musste. Es war von Beginn an eine Machtdemonstration der Magyarinnen, nach nur vier Minuten führte Ungarn bereits mit 3:0. Zwar erzielte Belén Vosseberg anschließend mit dem ersten deutschen Torversuch überhaupt auch gleich den ersten Treffer - insgesamt kam sie heute als beste Deutsche auf zwei Tore und hat im gesamten Turnierverlauf in der Summe nun schon elf Treffer erzielt. Doch insgesamt präsentierte sich die DSV-Auswahl in der Offensive zu harmlos und kam viel zu oft erst gar nicht in Tornähe, bis zur Halbzeit standen so lediglich fünf Schüsse zu Buche. Die Ungarinnen dagegen präsentierten sich im Angriff eiskalt und entschieden schon das erste Viertel mit 7:1 klar für sich.

Im zweiten Abschnitt blieb Deutschland gar komplett ohne eigenen Treffer, während Ungarn weiter in Torlaune blieb und den Vorsprung bis zur Pause auf 17:1 ausbaute. Deutlich besser lief es dann im dritten Viertel: Anne Rieck gelang der zweite Treffer für die junge deutsche Mannschaft, die bei diesen Europameisterschaften mit acht Neulingen an den Start geht, Torhüterin Felicitas Guse konnte sich zudem mehrfach mit Paraden auszeichnen, über sechs Minuten hielt man Ungarn bei zunächst nur einem weiteren Gegentreffer. 

Im Schlussviertel trafen dann noch einmal Vosseberg und Elena Ludwig. Aber auch die Ungarinnen, bei denen alle Feldspielerinnen bis auf eine mindestens ein Tor erzielten, waren noch sechsmal erfolgreich. “Im dritten und vierten Viertel haben wir es ein bisschen besser gemacht. Wir haben besser zusammengearbeitet, haben ein paar Bälle geklaut und gepasst. Wir müssen versuchen, von Anfang an so stark zu spielen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft und hatten aus finanziellen Gründen nur sehr wenig Zeit zur Vorbereitung, also müssen wir diese Zeit nutzen, um zu lernen und zu wachsen”, sagte Lynn Krukenberg.

"Natürlich ist es nie einfach, gegen Ungarn zu spielen, schon gar nicht, wenn sie nach zwei Niederlagen kommen”, resümierte Bundestrainer Sven Schulz. “Wir haben unser Bestes versucht, die zweite Halbzeit war besser. Aber wir müssen sehen, wo wir uns verbessern und an welchen Elementen wir arbeiten müssen, und Spiele wie dieses heben diese noch besser hervor.” Aus den Duellen mit den Top-Nationen will das DSV-Team wertvolle Erkenntnisse mitnehmen und daran für die Zukunft weiter wachsen.

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Gold bei der JEM: Nina Sandrina Jazy ist schnellste Europäerin über 50m Freistil

Bei den Europameisterschaften der Junior*innen in Otopeni (ROM) erklang am Donnerstag zum ersten Mal die deutsche Nationalhymne. Gespielt wurde sie zu Ehren von Nina Sandrine Jazy (SG Essen), nachdem sich die 16-Jährige über 50m Freistil in 25,22 Sekunden knapp gegen die rumänische Lokalmatadorin Bianca Costea (25,34) durchgesetzt hatte.

Nach dem Anschlag schlug Jazy ungläubig die Hände vor Gesicht, dann schaute sie noch einmal hinauf zur Anzeigetafel, so als ob sie sich vergewissern wollte, dass das dort angezeigte Resultat auch wirklich wahr ist. Im Finale blieb sie noch einmal um eine Hundertstel unter ihrer Bestzeit, die sie vor zwei Wochen bei ihrem Sieg bei der Schwimm-DM in Berlin aufgestellt hatte. „Im Moment läuft’s einfach“, meinte sie dort bereits, und unterstrich diese Aussage mit ihrem Erfolg bei der JEM jetzt einmal mehr. Nach den beiden Titeln im Kraulsprint bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und bei den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen machte Jazy nun auf europäischer Ebene ihr goldenes Triple 2022 komplett. Es war bereits ihre zweite Medaille in Otopeni, denn am Dienstag hatte sie zuvor auch schon Bronze mit der deutschen 4x100m-Freistilstaffel gewonnen.

„Nina mit Gold bringt natürlich zusätzlich Aufschwung in die Mannschaft“, meinte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes, der aber auch insgesamt zufrieden war mit dem Auftreten des gesamten Teams: „Wir hatten heute viele Final- und Halbfinalplätze dabei. Der vierte Platz von Levin Peschlow war ebenfalls stark.“ Dieser verpasste über 1500m Freistil nur knapp eine weitere deutsche Medaille an diesem Tag. Mit der siebtschnellsten Zeit hatte sich der Sportler von W98 Hannover für die Entscheidung qualifiziert, im Finale hielt er sich dann fast durchgehend auf Platz fünf auf und konnte sich schließlich auf der letzten Bahn noch um einen weiteren Platz nach vorne schieben. Als Vierter in 15:15,96 Minuten steigerte er seine Bestzeit um rund neun Sekunden, nur sieben Zehntel fehlten ihm am Ende zu Bronze.

In den weiteren Finals mit DSV-Beteiligung kam Lisa-Marie Finger (SG Neukölln Berlin) über 100m Schmetterling in 1:01,39 Minuten auf Platz acht. Gold ging hier an die Belgierin Roos Vanotterdijk (57,85), die ganz knapp vor Lana Pudar (BIH/57,88) anschlug, die erst kürzlich bei den Erwachsenen im WM-Finale von Budapest (HUN) gestanden hatte. Über 4x200m Freistil belegte die deutsche Staffel mit Nina Sandrine Jazy, Julia Barth (TB 1888 Erlangen), Marian Plöger (VfL Sindelfingen) und Lisa-Marie Finger Rang sechs in 8:21,04.

>> Alle JEM-Ergebnisse auf einen Blick

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Timo Barthel landet im Turmspringen auf Rang 14

Nach dem WM-Vorkampf im Turmspringen war sich Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow sicher, dass sein Athlet Timo Barthel (SV Halle) sich zum Halbfinale noch einmal steigern würde. Das gelang dem 26-Jährigen tatsächlich, nach Platz 17 am Vormittag stand nach dem Halbfinale in Budapest (HUN) diesmal Platz 14 mit 366,20 Punkten zu Buche. Allerdings qualifizierten sich nur die besten zwölf Springer für das Finale am Sonntag - Barthel fehlten dafür am Ende rund siebeneinhalb Punkte. Die stärkste Leistung im Halbfinale zeigten erneut die Chinesen, die beide sogar die 500-Punkte-Marke überboten und gegenüber dem Vorkampf die Plätze tauschten: Dieses Mal lag Hao Yang (520,30) vor seinem Landsmann Jian Yang (503,85).

Im Vorkampf waren Timo Barthel noch mehrere Schusseligkeitsfehler beim Delfinsalto und beim Rückwärtssalto passiert, im Halbfinale gab es für den Hallenser bei ersterem nun gleich im ersten Durchgang eine höhere Punktzahl. Beim anschließenden Handstandsalto spritzte es leider ein wenig zu stark, ebenso wie danach auch wieder beim 3,5-fachen Salto rückwärts. Der Auerbachsprung im fünften Durchgang war dafür wunderschön - kein anderer Springer bekam in dieser Runde eine höhere Wertung als Barthel mit seinen 83,30 Punkten.

Weil aber der abschließende Schraubensalto erneut nicht ganz sauber gelang, findet das WM-Finale am Sonntag nun ohne deutsche Beteiligung statt. “Ich habe versucht, mich von Sprung zu Sprung durchzukämpfen, aber es lief heute einfach nicht so, wie es mir erhofft hatte”, meinte Barthel. “Das zeigt einfach, dass noch sehr viel Luft nach oben ist und ich mehr trainieren und weiter an den schweren Springen arbeiten muss, denn ich bin ja heute nur mit einer relativ leichten Serie an den Start gegangen und das ist halt echt nicht gut gewesen heute. Aber den Wettkampf werde ich jetzt auch versuchen abzuhaken.”

Wenn man bedenkt, dass Timo Barthel sich erst im April am Handgelenk verletzt hatte und zeitweise fraglich war, ob er bei der Weltmeisterschaft überhaupt im Turmspringen würde antreten können, dann ist seine Leistung trotzdem aller Ehren wert. Direkt am ersten Tag der Wettbewerbe im Wasserspringen hatte er zusammen mit Lars Rüdiger (Berliner TSC) zudem Bronze im 3m-Synchronspringen geholt und kehrt somit als Medaillengewinner nach Deutschland zurück. “Im großen Ganzen war meine Weltmeisterschaft eine Achterbahnfahrt mit Höhen und Tiefen. Mit den Erfolgen im Drei-Meter-Synchronspringen mit Lars zusammen, und dann eben einem 20. Platz im Wettkampf vom Ein-Meter-Brett oder jetzt dem 14 Platz im Turm-Einzel. Es sind komplett gemischte Gefühle hier bei der WM”, fasste Barthel zusammen. Sein Blick geht jedenfalls schon wieder voran: “Ich versuche das jetzt einfach alles abhaken, neu anzugreifen und dann Richtung EM in Rom Vollgas zu geben.”

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Überzeugender Sieg zum Abschluss: Wasserballer beenden die WM auf Platz 13

Szeged ganz im Süden gilt als Ungarns “City of Sunshine”, keine andere Großstadt im Land hat so viele Sonnenstunden. Nach dem Platzierungsspiel gegen Kasachstan sah man auch bei den deutschen Wasserballer nur strahlende Gesichter. Zum Abschluss der WM feierte das DSV-Team einen deutlichen 16:7-Erfolg (4:2, 4:2, 3:1, 5:2) und beendete das Turnier damit auf Platz 13.

Gegen den Olympia-Elften von Tokio (JPN) lag Deutschland lediglich im ersten Viertel kurzzeitig in Rückstand, nahm danach aber zunehmend das Zepter des Handelns in die Hand und dominierte die Partie spätestens im zweiten Viertel dann vollends. Gleich vier Treffer hintereinander gelangen der deutschen Mannschaft in diesem Abschnitt, die zur Halbzeit bereits mit 8:4 führte. Nach der Pause baute das Team von Bundestrainer Petar Porobic den Vorsprung dann weiter aus und lag kurz vor Ende des vierten Viertels schließlich erstmals zweistellig in Führung. Beste Torschützen auf deutscher Seite waren Lukas Küppers (vier), Zoran Bozic und Fynn Schütze (je drei), die weiteren Treffer erzielten Phillip Kubisch, Ferdinand Korbel (je zwei), Jan Rotermund und Denis Strelezkij (je eins).

“Gott sei Dank haben wir es geschafft, mit zwei Siegen die WM zu beenden. Wir haben genauso viele Siege wie bei der WM in Gwangju, leider ein Tor weniger gegen Japan geschossen, und enden deswegen auf Platz 13 und nicht vielleicht auf Platz acht”, bilanzierte Kapitän Moritz Schenkel. “Natürlich ist das Überkreuzspiel da auch noch zwischen, das man noch hätte machen müssen, aber mit der Mannschaft ist das, glaube ich, eine gute Standortbestimmung. Erstmal genießen wir jetzt unseren Sieg. Mit dem 13. Platz können wir aktuell zufrieden sein.”

Deutschland bestritt diese Weltmeisterschaften mit einem sehr jungen und unerfahrenen Team, für viele Spieler war es das erste große Turnier. Nach einem größeren Umbruch standen aus dem Kader der vorherigen WM 2019 in Gwangju (KOR) lediglich noch vier Spieler im Aufgebot. Im Wettstreit mit den weltbesten Nationen konnte das junge Team wertvolle Erfahrungen sammeln und geht nun gestärkt in die kommenden Aufgaben. Bereits Ende August steht mit den Europameisterschaften in Split (CRO) das nächste Großereignis an. “Es war wichtig für das Team, Erfahrungen zu sammeln. Man hat gesehen, dass es mit neuen Leuten sehr schwierig ist, auf so einer großen Bühne zu bestehen. Ich glaube, dass wir zwei gute Monate vor uns haben, in denen wir zusammenarbeiten können und als Team wachsen und mehr lernen können”, sagte Schenkel. “Bei der EM wollen wir natürlich mit einer längeren Vorbereitung besser auftreten, weniger Fehler machen, und in der Gruppe mit Holland und Rumänien sind sicherlich auch zwei Teams, die eher unser Niveau haben.”

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