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Emilian Hollank und Finn Wendland zur JWM nach Israel
Rund 600 Aktive aus über 100 Ländern werden bei den Weltmeisterschaften der Junior*innen in Netanya (ISR/04. – 09. September) erwartet, aus dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) nehmen mit Emilian Hollank (TSV Riedlingen/Jahrgang 2006) und Finn Wendland (SG Rethen Sarstedt/Jahrgang 2005) diesmal zwei Aktive an den Titelkämpfen der 14- bis 18-Jährigen im direkt an der Mittelmeerküste gelegenen Wingate Institute teil. Die Rennen sind täglich um 08:30 Uhr (Vorläufe) und 17:00 Uhr (Finals) live auf dem kostenpflichtigen Kanal des Weltverbandes World Aquatics auf Recast zu sehen.
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Hollank hatte im Juli bereits bei der JEM in Belgrad (SRB) zwei Medaillen auf den Bruststrecken gewonnen, Wendland Edelmetall dort als jeweils Vierter über 200m Lagen und 100m Brust sowie als Fünfter über 400m Lagen nur knapp verpasst. „Mit EYOF, JEM und U23-EM hatten wir bereits viele Saisonhöhepunkte in diesem Sommer, bei denen einige auch die Chance zum Doppelstart wahrgenommen haben und nun lieber dem Saisonaufbau für die kommenden Aufgaben den Vorrang geben, um eine stabile Leistungsentwicklung zu gewährleisten“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. „Mit Emilian und Finn haben wir trotzdem zwei von den Schwimmern dabei, bei denen wir eine besonders tolle Entwicklung sehen und die nach einer guten JEM nun weitere internationale Erfahrung sammeln wollen und sollen.“
Hollanks geradliniger Weg von einer erfolgreichen Teilnahme am European Olympic Youth Festival (EYOF) im Vorjahr zum JEM-Medaillengewinner aus einem jüngeren Jahrgang in diesem Jahr bestätigt Vitenses Wirken im Nachwuchsbereich genauso wie Wendlands Aufstieg vom NK2-Kader in die europäische Spitze. „Gerade in Hannover hat Trainer Emil Guliyev bei und mit Sven Schwarz, Martin Wrede, Levin Peschlow und eben auch Finn Wendland zuletzt wunderbare Fortschritte produziert. Auch zeigen die gemeinsamen Lehrgänge und Maßnahmen im Jahresverlauf mit den anderen DSV-Kadern hier die gewünschte Wirkung. Das Team der Bundestrainer*innen mit Carsten Gooßes, Franziska Hentke und mir möchte dies in enger Zusammenarbeit mit den Heimtrainer*innen zukünftig weiter ausbauen“, so Vitense.
Wieder Bronze: Emilian Hollank gewinnt in Belgrad seine zweite JEM-Medaille
Einmal hatte Emilian Hollank (TSV Riedlingen) bereits Bronze gewonnen bei den laufenden Europameisterschaften der Junior*innen im Beckenschwimmen in Belgrad (SRB) – vor zwei Tagen über 50m Brust. Über 200m Brust ließ er am Freitag eine weitere Bronzemedaille folgen und erhöhte die Gesamtausbeute des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) bei dieser JEM damit auf jetzt fünfmal Edelmetall (einmal Silber, viermal Bronze).
Hollank schlug nach 2:15,98 Minuten als Dritter hinter den beiden Niederländern Steijn Louter (2:14,11) und Collin van der Hoff (2:15,39) an, als Fünfter komplettierte Kenneth Bock (Potsdamer SV/2:17,21) das starke DSV-Ergebnis in dieser Disziplin. „Das hat Emilian sehr gut gemacht und lag nur knapp über seiner Bestzeit. Er hat sich reingesteigert in den Wettkampf und hier nochmal ein starkes Ding abgeliefert“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.
Auch in den weiteren Finals mit deutscher Beteiligung erreichten die DSV-Aktiven vordere Platzierungen. Über 400m Lagen schlugen Finn Hammer (SG Essen/4:24,58) und Finn Wendland (SG Rethen Sarstedt/4:24,60) direkt nacheinander als Vierte und Fünfte an, ebenfalls Platz fünf belegte über 200m Brust Lena Ludwig in 2:28,93. Die Heidelbergerin, die für diese Titelkämpfe als Siegerin der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften erst nachnominiert worden war, hatte am Vortag gleich zweimal den Altersklassenrekord für 16-Jährige auf jetzt 2:27,68 verbessert und konnte diese Leistung auch im Endlauf bestätigen. Lise Seidel (SC Chemnitz 1892) kam über 200m Rücken in 2:14,55 auf Rang sieben.
Einen weiteren Altersklassenrekord stellte im Halbfinale über 200m Schmetterling Alina Baievych (TB 1888 Erlangen) auf. Mit 2:10,98 Minuten schwamm das Toptalent insgesamt die zweitschnellste Zeit des Feldes und darf sich im Finale am Samstag somit berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen. „Sie hat sich sehr gut positioniert und wird auch morgen eine gute Rolle spielen und versuchen anzugreifen“, so der Bundestrainer. Besser war im Halbfinale einzig die drei Jahre ältere Lana Pudar (BIH/2:09,58), im vergangenen Jahr auch schon Europameisterin bei den Erwachsenen auf dieser Strecke.
Zweimal Platz vier bei der EM für Lena Hentschel und das Turm-Synchronpaar
Die deutschen Wasserspringer*innen haben bei der EM in Rzeszów im Rahmen der European Games in Polen weitere Medaillen gleich zweimal nur knapp verpasst. Sowohl Lena Hentschel (Berliner TSC) im Einzel vom 3m-Brett als auch Timo Barthel (SV Halle) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) im Turm-Synchronspringen landeten am Sonntag jeweils auf Rang vier.
Für Lena Hentschel bedeutete diese Platzierung ihr bislang bestes Resultat im Einzel bei einer internationalen Meisterschaft, zugleich hatte sie noch nie bei einer EM oder WM eine so hohe Punktzahl erreicht. „Sie ist hier eine gute, stabile Serie ohne größere Fehler gesprungen und darf zufrieden sein“, sagte Bundestrainer Christoph Bohm.
Im vergangenen Jahr war Hentschel im EM-Finale von Rom (ITA) Zwölfte geworden, im Jahr davor in Budapest (HUN) Elfte. Gegenüber dem Vorkampf konnte sie sich am Abend deutlich steigern und kam am Ende auf 304,95 Punkte, womit ihr nur 1,75 Zähler auf die Schweizerin Michelle Heimberg (306,70) auf dem Bronzerang fehlten. Diese hatte nach vier Runden sogar noch geführt, patzte dann aber im letzten Durchgang und konnte gerade noch so das Edelmetall verteidigen. Europameisterin wurde Chiara Pellacani aus Italien (321,45), die damit ihren Titel verteidigte, vor Emilia Nilsson Garip (SWE/316,60). Die zweite deutsche Starterin im Finale, Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898), wurde mit 257,80 Punkten Neunte. Nach ihrer Operation am Meniskus im Februar, nach der sie schon das Saisonaus befürchtet hatte, war das auch für sie ein schöner Erfolg.
Im Turm-Synchronspringen konnten zuvor Timo Barthel und Jaden Eikermann nicht ganz an ihre Bronzemedaille aus dem Vorjahr anknüpfen. Zwar zeigten die beiden bei ihren Sprüngen eine gute Synchronität, doch beim Eintauchen spritzte es das eine oder andere Mal etwas zu stark für eine noch bessere Wertung.
Mit 356,64 Punkten mussten sie sich so letztlich den siegreichen Ukrainern Kirill Boliukh und Oleksii Sereda (398,70) sowie Italien (388,83) und Großbritannien (372,69) geschlagen geben. „Im Training und beim Einspringen waren sie viel besser, normalerweise hätten sie hier auf jeden Fall eine Medaille holen können. Von ihrem Potenzial her hätten sie sogar gewinnen können“, sagte Bundestrainer Bohm. „Das ist natürlich schade, aber wir werden diese Erfahrung jetzt mitnehmen und daraus die richtigen Erkenntnisse ziehen mit Blick auf die WM in Fukuoka.“
Persönliche Bestleistung für Elena Wassen/Lou Massenberg zum DM-Abschluss
Mit Platz vier sowohl bei den Welt- als auch bei den Europameisterschaften 2022 hatten Elena Wassen und Lou Massenberg (beide Berliner TSC) im vergangenen Jahr bereits mehrfach ihre Klasse im Mixed-Turm-Synchronspringen unter Beweis gestellt. Dass die damaligen Auftritte noch nicht das Ende ihrer Entwicklung gewesen sein sollen, machten sie zum Abschluss der Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen in Rostock deutlich, wo sie ihre Punktzahl gegenüber dem Vorjahr noch einmal steigern konnten. Mit 311,64 Punkten erzielten sie am Sonntag eine neue persönliche Bestleistung und setzten sich damit deutlich vor einem weiteren Berliner Paar mit Christina Wassen und Tom Waldsteiner (288,42) durch. „Das war eine super Leistung von ihnen“, lobte der kommissarische Chef-Bundestrainer Christoph Bohm.
Ähnlich souverän war der Sieg von Lena Hentschel und Jana Lisa Rother (beide Berliner TSC) im 3m-Synchronspringen, die sich dort mit 284,73 Punkten vor Anna Arnautova/Nika Shurda (UKR/253,50) sowie Emily Deml (SV Halle) und Henni Louise Mehner (Dresdner SC/233,82) behaupteten. Wenngleich sie damit die Punktzahl, die für eine spätere WM-Qualifikation gefordert ist, nicht ganz erreichten, war der Bundestrainer auch hier zufrieden: „Dafür, dass sie erst diese Woche das erste Mal richtig zusammen trainiert haben, kann man wirklich nicht meckern“, so Bohm. Hentschel, die seit dem vergangenen Jahr in den USA trainiert, war erst am Montag in Deutschland eingetroffen, viele gemeinsame Einheiten waren bis zum Wettkampf so nicht mehr möglich gewesen.
Im 3m-Synchronspringen der Männer gewannen Lou Massenberg (Berliner TSC) und Jonathan Schauer (SV Halle) mit 382,29 Punkten vor Alexander Lube (SV Neptun Aachen) und Moritz Wesemann (SV Halle/379,47) sowie Florian Niclas Kruckow/Max Otto (beide Berliner TSC/312,48). „Wir haben gute Meisterschaften gesehen“, bilanzierte Bohm. „Sicher gibt es hier und da noch ein paar Reserven, aber wir können mit der Hallensaison insgesamt zufrieden sein. Vor allem wenn man bedenkt, dass mit Saskia Oettinghaus (Dresdner SC), Timo Barthel (SV Halle) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) drei Leistungsträger*innen aus unterschiedlichen Gründen diesmal gefehlt haben.“
DM-Silber für Jana Lisa Rother, auch Turmspringer Ole Rösler beweist Potenzial
Mit Teilnehmer*innen aus Schweden, Österreich, Kroatien und der Ukraine machen die Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen in Rostock ihrem Namen in diesem Jahr alle Ehre. Für den kommissarischen Chef-Bundestrainer Christoph Bohm kam diese Konkurrenz gerade Recht – bedeutete sie doch zum einen eine zusätzliche Motivation für seine Aktiven und zum anderen für eine wichtige Standortbestimmung, wo man im Vergleich mit den internationalen Mitbewerber*innen gerade steht. „Das ist genau das richtige Format, wir können davon nur profitieren“, sagte er.
Am Samstag mussten die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) den Gästen jeweils den Vortritt lassen. Im Wettbewerb der Frauen vom 3m-Brett setzte sich die Ukrainerin Anna Arnautova mit 273,30 Punkten hauchdünn gegen Jana Lisa Rother (Berliner TSC/272,15) durch, Bronze ging ebenfalls nur knapp dahinter an Elna Widerström aus Schweden (271,15). „Die Ukrainerin hat zu Recht gewonnen, weil sie keine Fehler gemacht hat und im Finale gegenüber dem Halbfinale den Schwierigkeitsgrad noch einmal gesteigert hat“, so der Bundestrainer. Auch Jana Lisa Rother hätte das Potenzial gehabt, doch sie leistete sich einen größeren Fehler beim 2,5-fachen Auerbachsalto, der sie letztlich den Sieg kostete. „Im Training kann sie diesen Sprung deutlich besser, aber im Wettkampf ist ihr das heute nicht gelungen. Das wird unsere Aufgabe sein in den kommenden Wochen und Monaten, dass sie da noch abgeklärter wird,“, sagte Bohm. „Ansonsten hat sie schöne Sprünge gezeigt.“
Beim Turmspringen der Männer gingen die Medaillen an Yevgen Naumenko (UKR/380,30), Anton Knoll (378,55) und Dariush Lotfi (beide AUT/375,35), bester Deutscher war der erst 15-jährige Ole Rösler (WSC Rostock) als Vierter (375,10). „Seine Leistung freut mich sehr“, meinte Bohm. „Er hat seinen Schwierigkeitsgrad deutlich gesteigert und mit dem 3,5-fachen Rückwärtssalto und dem 3,5-fachen Auerbachsalto zwei Männersprünge in seiner Serie, Ersteren hat er im Finale auch in sehr schöner Qualität gezeigt. Er ist noch jung und hat in den kommenden Jahren eine super Perspektive.“
Christina Wassen gewinnt hochklassigen Turm-Wettbewerb
Das Turmspringen der Frauen wurde bereits im Vorfeld als einer der Höhepunkte der Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen ausgemacht, schließlich waren dort mit Christina Wassen, Elena Wassen, und Pauline Pfeif (alle Berliner TSC) gleich drei WM- und EM-Teilnehmerinnen des vergangenen Jahres am Start. Und der Wettkampf hielt am Freitag, was er versprochen hatte: Am Ende setzte sich mit Christina die ältere der beiden Wassen-Schwestern durch – die EM-Bronzemedaillengewinnerin kam in Rostock auf starke 357,40 Punkte und konnte sich dabei vom Vorkampf über das Halbfinale bis zum Finale in jeder Runde noch steigern. Dabei übertraf sie in allen drei Runden die Punktzahl, die später zur WM-Qualifikation gefordert wird.
„Das war überragend“, meinte der kommissarische Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Platz zwei sicherte sich Elena Wassen mit 328,25, Platz drei Pauline Pfeif mit 299,30 – auch sie übertrafen damit in zwei der drei Runden des Tages die WM-Norm. „Das Turmspringen ist eine super starke Disziplin von uns. Es freut mich, dass alle drei in drei Teilwettkämpfen vom 10m-Turm mit der Belastung umgehen konnten und sich hier sehr nervenstark präsentiert haben. Ich bin sehr zufrieden“, kommentierte Bohm.
Zuvor gewann Moritz Wesemann (SV Halle) nach seinem Triumph vom 1m-Brett am Vortag jetzt auch noch die Konkurrenz vom 3m-Brett mit 458,80 Punkten und machte damit das Double im Kunstspringen perfekt. Nach Platz drei im Jahr 2020 und Platz zwei im Jahr 2022 war es für Wesemann der erste Erfolg bei Hallenmeisterschaften in dieser Disziplin. „Das waren sehr, sehr starke Leistungen von ihm, er hat hier souverän gewonnen“, so der Bundestrainer.
Wesemann zeigte in der Neptunschwimmhalle das Programm mit der höchsten Gesamtschwierigkeit und zum Abschluss seiner Serie als Highlight mit dem 2,5-fachen Salto vorwärts mit drei Schrauben auch den schwersten Sprung des gesamten Feldes – mit einer Schwierigkeit von 3,9. Silber sicherte sich der junge Jonathan Schauer (SV Halle/412,25), der eigentlich noch der Jugend angehört, Bronze ging an Lou Massenberg (Berliner TSC/411,40). Titelverteidiger Timo Barthel (SV Halle) war verletzungsbedingt nicht am Start.
Deutsche Hallenmeisterschaften in Rostock mit vielen WM-Starter*innen
Zu den Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen vom 23. – 26. Februar in Rostock hat Lena Hentschel definitiv die längste Anreise. Knapp 7.000 Kilometer liegen zwischen Columbus (USA), wo die Berlinerin seit vergangenem Jahr an der Ohio State University studiert, und der mecklenburgischen Hansestadt. Doch sie hat den langen Flug gerne auf sich genommen, um am Wochenende bei den nationalen Titelkämpfen dabei zu sein. „Die Wettbewerbe haben für mich eine große Bedeutung. Ich bin Teil der Nationalmannschaft und habe in meiner Karriere bislang an allen Deutschen Meisterschaften teilgenommen, deswegen bin ich auch hier wieder am Start“, sagt sie. „Ich möchte vorne mitspringen und zeigen, dass ich in Amerika nicht auf der faulen Haut liege.“
Außer im Einzel vom 1m-Brett tritt die 21-Jährige auch im 3m-Synchronspringen zusammen mit Jana Lisa Rother (Berliner TSC) an. Hentschels bisherige Synchronpartnerin Tina Punzel, mit der sie zweimal EM-Gold und 2021 auch Olympia-Bronze gewann, hat ihre Karriere im Januar beendet, so dass nun ein neues Paar gebildet werden musste. „Die beiden sind in der Jugend schon mal zusammen gesprungen. Die letzten gemeinsamen Einheiten sahen vielversprechend aus. Mit Blick auf die Sommersaison erhoffen wir uns wichtige Erkenntnisse, wie gut die beiden miteinander harmonieren“, erklärt der kommissarische Chef-Bundestrainer Christoph Bohm.
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Auch nach dem Rücktritt von Tina Punzel sind die Titelkämpfe sehr gut besetzt, fast sämtliche WM- und EM-Starter*innen des vergangenen Jahres sind in Rostock am Start. Ein Höhepunkt verspricht das Turmspringen der Frauen zu werden, wo sich mit Titelverteidigerin Elena Wassen, ihrer Schwester Christina Wassen sowie Pauline Pfeif (alle Berliner TSC) gleich drei Springerinnen aus dem Nationalteam duellieren. „Das wird ein Highlight, da ist ordentlich Zug in dem Wettkampf“, meint Bohm, zumal für den Turm mit Iris Schmidbauer (Dresdner SC 1898) auch noch die Europameisterin im High Diving gemeldet hat. „Das wird eine erste Standortbestimmung“, so der Bundestrainer.
Für internationales Flair sorgen einige Gaststarter*innen aus Schweden, Österreich, Kroatien und der Ukraine. „Dass wir uns hier mit internationalen Springer*innen messen können, bringt sicher noch einmal einen Funken extra Motivation für einige“, sagt Christoph Bohm. Eine gesonderte nationale Wertung erfolgt nicht.
Deutsche Wasserballer mit Fortschritten gegen Kroatien
Deutschlands Wasserballmänner haben bei der Weltmeisterschaft in Ungarn im zweiten Gruppenspiel gegen Kroatien zwar mit 9:13 (1:4, 1:4, 2:2, 5:3) verloren, dabei aber eine verbesserte Leistung gegenüber dem Auftakt gegen Japan (11:12) gezeigt.
Seit 2007 haben die Kroaten bei jedem großen Turnier eine WM-Medaille gewonnen. Mit diesem Selbstverständnis drückte der Favorit nach dem Auftaktremis gegen den Olympiazweiten Griechenland (8:8) gegen das junge Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) dann auch gleich aufs Tempo. Insbesondere in Überzahl wurden die Chancen eiskalt genutzt, zur Halbzeit lag das deutsche Team trotz vieler Paraden seines überragenden Torhüters Moritz Schenkelso bereits mit 2:8 zurück.
Bundestrainer Petar Porobic monierte in der Pause vor allem die Zurückhaltung im Angriff, tatsächlich wurde diese anschließend abgelegt. So konnte Deutschland das dritte Viertel ausgeglichen gestalten und den vierten Abschnitt dann sogar für sich entscheiden. Mit mutigen Abschlüssen kam man zwischenzeitlich bis auf drei Tore heran, mehr ließ der Favorit letztlich aber auch nicht mehr zu. Lukas Küppers (drei Tore), Fynn Schütze, Denis Strelezkij (je zwei), Zoran Bozic und Mark Gansen (je eins) erzielten die Treffer des DSV-Teams, beim Gegner waren Ivan Krapic und Andrija Basic mit je drei Toren die erfolgreichsten Schützen.
“Auch heute wäre mehr drin gewesen, wenn wir von Anfang an richtig wach agiert hätten und ohne Angst den Zweikampf annehmen”, meinte Lukas Küppers. “Aber das ist auch ein Lernprozess. Den müssen wir jetzt machen, und hoffentlich passiert der so schnell wie möglich.”
Bundestrainer Porobic verwies anschließend auf die unterschiedlichen Gesichter seiner Mannschaft, die ihn in dieser Entwicklungsphase aber nicht überraschen würden. „Erst haben wir ohne den nötigen Glauben gespielt. Dann haben die Jungs aber gemerkt, dass sie spielen können”, sagte der erfahrene Montenegriner. Und dieser Fortschritt schürt Hoffnung: “Ich hoffe, dass unser Team erwachsen werden kann, und ich glaube, dass sie Schritt für Schritt ein sehr gutes Team werden können.“
Zum Abschluss der Vorrunde trifft Deutschland am Samstagabend (19:30 Uhr) auf Griechenland.
DSV-Teams zur EM-Qualifikation nach Slowenien und Rumänien
Deutschlands Wasserballer haben für die EM-Qualifikation lösbare Gegner zugeteilt bekommen. Die DSV-Auswahl, die bei den vergangenen Titelkämpfen 2020 in Budapest (HUN) Platz neun belegt hatte, trifft vom 17. – 20. Februar 2022 in Slowenien auf die Gastgeber, Belgien und die Schweiz sowie auf den EM-13. Frankreich. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe lösen das Ticket für die Europameisterschaften vom 27. August – 10. September 2022 in Split (CRO). Die besten Acht der vorherigen EM haben ihren Startplatz für die Endrunde bereits sicher.
Die Spiele in der EM-Qualifikation werden einer der ersten Auftritte des DSV-Teams unter dem neuen Bundestrainer Petar Porobic sein. Der Montenegriner ist seit 01. Oktober im Amt und hat von den Gruppengegnern vor allem die Franzosen auf der Rechnung. „Frankreich ist eine gute Mannschaft, die sich ungefähr auf unserem Level bewegt“, sagt er. „Zu Slowenien habe ich aktuell nicht so viel Informationen, aber als Gastgeber muss man sie ebenfalls beachten. Die Schweiz und Belgien sind eher Außenseiter, aber auch sie darf man nicht unterschätzen.“
Auch für die Nationalmannschaft der Frauen stehen die Gegnerinnen für die EM-Qualifikation fest. Das Team von Bundestrainer Sven Schulz bekommt es ebenfalls vom 17. – 20. Februar 2022 in Rumänien mit den Gastgeberinnen, der Slowakei, Ukraine und Irland zu tun. Auch hier qualifizieren sich nur die beiden erstplatzierten Teams für die Endrunde, für die bei den Frauen die Top fünf der EM 2020 sowie die Kroatinnen als Gastgeberinnen bereits sicher qualifiziert sind.
Die komplette Auslosung der EM-Qualifikation:
Männer
Gruppe A (Slowenien): Deutschland, Frankreich, Schweiz, Slowenien, Belgien
Gruppe B (Georgien): Georgien, Slowakei, Weißrussland, Polen
Gruppe C (Malta): Rumänien, Malta, Litauen, Irland
Gruppe D (Israel): Türkei, Niederlande, Ukraine, Israel
Bereits qualifiziert: Ungarn, Spanien, Montenegro, Kroatien, Serbien, Italien, Griechenland, Russland
Frauen
Gruppe A (Rumänien): Slowakei, Deutschland, Ukraine, Rumänien, Irland
Gruppe B (Serbien): Griechenland, Serbien, Schweiz, Türkei, Belgien
Gruppe C (Malta): Frankreich, Israel, Portugal, Malta
Bereits qualifiziert: Spanien, Russland, Ungarn, Niederlande, Italien, Kroatien
DSV nominiert 22 Beckenschwimmer*innen für die EM in Budapest
Nach der erfolgreich absolvierten Olympiaqualifikation geht bei den deutschen Schwimmer*innen der Blick schon wieder voraus auf den nächsten Höhepunkt. Vom 17. - 23. Mai finden bei den Europameisterschaften in Budapest (HUN) die Wettbewerbe im Becken statt, bei denen der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) mit einem schlagkräftigen Team vertreten sein wird.
Die Bundestrainer Hannes Vitense und Bernd Berkhahn haben insgesamt 22 Aktive – 13 Frauen und neun Männer – für die kontinentalen Titelkämpfe nominiert. Auch einige Olympiastarter wie Ex-Weltmeister Marco Koch und Lucas Matzerath nutzen in der Duna-Arena die Gelegenheit, um gegen starke Konkurrenz weitere Wettkampfpraxis zu sammeln. Neben etablierten Sportler*innen wie Jessica Steiger und Jenny Mensing bekommt ansonsten aber vor allem die Jugend eine Chance, sich im internationalen Vergleich zu bewähren.
Für nicht weniger als zehn Athlet*innen im deutschen Aufgebot ist die EM ihr erstes Großereignis auf der Langbahn. Für Talente Kim Herkle und Zoe Vogelmann, die in den vergangenen Wochen beide mit deutschen Altersklassenrekorden auftrumpften, ist die Veranstaltung der nächste Schritt auf ihrem Weg an die Spitze. „Es ist wichtig, dass unsere jungen Leute mit Blick auf die übernächsten Olympischen Spiele 2024 in Paris diese internationale Erfahrung sammeln. Die Europameisterschaften sind dafür eine ausgezeichnete Gelegenheit“, erläutert Bundestrainer Vitense. Angesichts starker Konkurrenz geht es dieses Mal nicht vorrangig um Medaillen – für viele andere Nationen stellt die EM die finale Olympiaqualifikation dar, so dass zahlreiche Etablierte in Budapest am Start sein werden. „Mit dieser doch jungen Mannschaft kann es uns jetzt aber gelingen, den nächsten Schritt zu machen und bei der EM in die Semifinals vorzudringen und sogar das eine oder andere Finale zu erreichen“, sagt Vitense.
Das DSV-Aufgebot im Beckenschwimmen für die EM in Budapest:
Frauen:
Kathrin Demler (SG Essen)
Jessica Felsner (SC Aqua Köln)
Bente Fischer (Neckarsulmer Sport-Union)
Reva Foos (SG Frankfurt)
Giulia Goerigk (SG Region Karlsruhe)
Kim Herkle (SC Cannstatt)
Angelina Köhler (Hannoverscher SV von 1896)
Nadine Laemmler (Neckarsulmer Sport-Union)
Jenny Mensing (SC Wiesbaden 1911)
Julia Mrozinski (SGS Hamburg)
Sonnele Öztürk (Wasserfreunde Spandau 04)
Jessica Steiger (VfL Gladbeck 1921)
Zoe Vogelmann (SV Nikar Heidelberg)
Männer:
Melvin Imoudu (Potsdamer SV)
Björn Kammann (AMTV-FTV Hamburg)
Ramon Klenz (SG Neukölln)
Marco Koch (SG Frankfurt)
Lucas Matzerath (SG Frankfurt)
Max Pilger (SG Essen)
Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg)
Danny Schmidt (SG Frankfurt)
Marek Ulrich (SSG Leipzig)
