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Wichtiger Sieg für Ludwigsburg am vorletzten Hauptrundenspieltag
In den Wasserball-Bundesligen nähert sich die Hauptrunde dem Ende, in den letzten Partien gilt es nun noch einmal Schwung zu sammeln für die bevorstehenden Play-offs. Das gelang am Wochenende den Männern des SV Ludwigsburg 08, die nach schwierigem Saisonstart rechtzeitig in Form zu kommen scheinen und durch das 15:9-Heimsieg gegen die SG Neukölln Berlin seine Chancen auf den fünften Platz und damit einen vermeintlich leichteren Gegner im Viertelfinale wahren konnten.
Die ersten Plätze in der Tabelle sind an den aktuellen Tabellenführer Waspo 98 Hannover – der in dieser Woche gleich zweimal siegte, erst 22:4 im Derby gegen die White Shark und später 16:4 gegen den OSC Potsdam –, Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 (der wegen der parallelen Europapokalauftritts in der Bundesliga diesmal spielfrei war und dafür Dienstag und Mittwoch zweimal im Einsatz sein wird) sowie den ASC Duisburg (12:4 gegen die White Sharks Hannover) vergeben. Im Topspiel am kommenden Samstag entscheidet sich dann noch, wer als Spitzenreiter mit Heimrecht in die Play-offs startet.
In der B-Gruppe der Bundesliga freute sich Schlusslicht SV Blau-Weiß Bochum über den zweiten Punkt der laufenden Saison – der Aufsteiger trennte sich vom Düsseldorfer SC 1898 11:11, wartet damit aber weiterhin auf den ersten Sieg in dieser Spielzeit. Ebenfalls unentschieden 11:11 endete die Partie zwischen dem Tabellenzweiten SVV Plauen – der am Wochenende übrigens gerade erst als Mannschaft des Jahres 2023 im Vogtland ausgezeichnet wurde – und dem SSV Esslingen. Die Esslinger siegten tags darauf dann beim SV Würzburg 05 mit 14:9 und rückten damit auf Rang vier vor, direkt hinter dem SV Bayer Uerdingen 08, der sich auswärts bei der SG Stadtwerke München knapp mit 10:9 behaupten konnte.
In der Wasserball-Bundesliga der Frauen gab es zwei weitere Siege für die Topteams: Die Deutschen Meisterinnen der Wasserfreunde Spandau 04 feierten mit dem 34:1 beim Eimsbütteler Turnverein ein wahres Schützenfest, der SV Bayer Uerdingen 08 gewann deutlich knapper mit 11:9 beim SSV Esslingen. Die Esslingerinnen wiederum setzten sich tags darauf mit 28:7 gegen die Frauen von Waspo 98 Hannover durch – sie haben damit ebenso wie Spandau und Uerdingen die Qualifikation für das Halbfinale sicher.
Halbfinals für die Pokalendrunde ausgelost
Ebenfalls in dieser Woche wurden die Halbfinalpaarungen für die gemeinsame Endrunde von Frauen und Männern im DSV-Pokal am 03./04. Mai in Duisburg ausgelost. Der Spielplan lautet:
Freitag, 03. Mai
?14:30 Uhr: 1. Halbfinale Frauen SV Blau-Weiß Bochum – Wasserfreunde Spandau 04
?16:30 Uhr: 1. Halbfinale Männer: White Sharks Hannover – Wasserfreunde Spandau
18:30 Uhr: 2. Halbfinale Männer SV Krefeld 72 – Waspo 98 Hannover
20:30 Uhr: 2. Halbfinale Frauen SV Bayer Uerdingen 08 – ASC Duisburg
Samstag, 04. Mai
12:30 Uhr: Spiel um Platz drei Männer?
14:30 Uhr: Spiel um Platz drei Frauen?
16:30 Uhr: Finale Frauen?
18:30 Uhr: Finale Männer
Punkteteilung im Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Waspo und Spandau
Waspo 98 Hannover gegen die Wasserfreunde Spandau 04 – das Top-Duell im deutschen Wasserball hielt auch diesmal wieder, was es versprochen hatte. Zum Abschluss der Hinrunde in der Wasserball-Bundesliga der Männer trafen mit dem aktuellen Tabellenführer und Pokalsieger aus Niedersachen und dem Rekordmeister und amtierenden Champion aus der Hauptstadt die beiden besten Teams des Landes aufeinander. Bis ins Schlussviertel wechselte die Führung mehrfach hin und her. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende sah Spandau bei zwei Toren Vorsprung schon wie der Sieger aus, doch Waspo schlug noch einmal zurück und ging 40 Sekunden vor Schluss sogar wieder in Führung. Nationalspieler Denis Strelezkij besorgte dann Augenblicke vor dem Abpfiff den Ausgleich, er war mit drei Treffern auch insgesamt bester Berliner. Für Hannover traf Andrija Basic viermal.
Waspo verteidigte damit die Tabellenführung aufgrund des besseren Torverhältnisses. Für Spandau war es der erste Punktverlust in der Bundesliga nach zuletzt 29 gewonnenen Partien in Serie, nachdem sie in der vergangenen Saison sämtliche Ligapiele gewonnen hatten. Tabellendritter bleibt der ASC Duisburg nach einem 12:9-Auswärtserfolg beim SV Ludwigsburg 08. Die Top vier komplettiert der OSC Potsdam nach dem knappen 9:8 bei den White Sharks Hannover. Arne Hofmann gelang hier mit dem einzigen Tor im Schlussviertel der Siegtreffer.?
In der B-Gruppe der Bundesliga eroberte der SVV Plauen die Spitzenposition, die Vogtländer besiegten den bisherigen Erstplatzierten SV Bayer Uerdingen 08 mit 14:10. Uerdingen fiel damit auf Rang drei zurück, Zweiter ist der Duisburger SCV 98, der gegen den SSV Esslingen mit 12:7 die Oberhand behielt. A-Gruppen-Absteiger Esslingen wartet damit weiter auf den ersten Punktgewinn in der laufenden Spielzeit. Dagegen feierte Aufsteiger SG Stadtwerke München mit dem 10:7 gegen den Düsseldorfer SC 1898 bereits den zweiten Saisonsieg, Mit-Aufsteiger SV Blau-Weiß Bochum unterlag beim SV Würzburg 05 mit 8:10.
Spandaus Frauen siegen im Euro Cup
Bei den Frauen jubelten die Wasserfreunden Spandau 04 im Euro Cup über ihren zweiten Sieg – die Deutschen Meisterinnen gewannen auswärts mit 11:7 bei Grand Nancy AC (FRA) und bewahrten sich damit die Chance aufs Weiterkommen. Platz drei in der stark besetzten Gruppe ist den Berlinerinnen auf jeden Fall sicher, aber nur die ersten beiden kommen weiter. Dagegen haben die Männer von Waspo Hannover in ihrer Euro-Cup-Gruppe keine Chance mehr auf das Weiterkommen. Wenige Tage vor dem Spitzenspiel in der Bundesliga unterlag Hannover unter der Woche mit 10:16 gegen Primorje Erste Bank Rijeka (CRO).
Die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 sind erneut Deutsche Meisterinnen
Die Frauen der Wasserfreunde Spandau sind zum vierten Mal in Folge Deutsche Meisterinnen im Wasserball. Die Berlinerinnen gewannen auch die zweite Finalpartie gegen den SV Bayer Uerdingen 08 mit 14:5 und setzten sich so in der Serie im Modus „Best of Three“ wie im Vorjahr glatt mit 2:0 Siegen durch. Nachdem sie im März auch schon den DSV-Pokal geholt hatten, dürfen die Wasserfreunde damit erneut das Double bejubeln. Damit ist Berlin in dieser Saison endgültig die deutsche Wasserballhauptstadt, denn auch die Spandauer Männer hatten vor zwei Wochen bereits den Titel gewonnen. „Doppelmeister – das wird jetzt erstmal ausgiebig gefeiert“, meinte Spandaus Trainer Marko Stamm.
Wie schon im ersten Spiel, das Spandau mit 13:8 gewann, erwischten die Berlinerinnen den besseren Start. Die Gastgeberinnen gaben von Anfang an Vollgas und ließen in den ersten beiden Vierteln keinen einzigen Uerdinger Treffer zu. Zur Halbzeit führte Berlin bereits mit 12:0. „Ich bin unglaublich stolz auf die Mädels, sie haben die Taktik, die wir vom Trainer*innenteam vorgegeben haben, sehr gut umgesetzt. Sie haben einfach toll gespielt und von Anfang an klar gemacht, dass hier nichts mehr anbrennen sollte“, sagte Marko Stamm. Ira Deike erhöhte zu Beginn des dritten Viertels sogar auf 13:0, bevor dann auch Bayer erstmals erfolreich war. Doch die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Beste Torschützin bei den Spandauerinnen war wie schon im ersten Spiel die Neuseeländerin Emmerson Joy Houghton mit fünf Treffern, auf Seiten der Gäste trafen fünf Spielerinnen je einmal.
Erst seit 2018 sind die Wasserfreunde Spandau auch bei den Frauen mit einem Team vertreten, seitdem haben die Berlinerinnen sämtliche nationalen Titel gewonnen. Mindestens vier Meisterschaften in Serie schafften im deutschen Frauenwasserball zuvor auch erst zwei Klubs: Rekordchampion SV Blau-Weiß Bochum (elf Titel/2000 bis 2011) und der SV Bayer Uerdingen (2012 bis 2017). „Wir würden uns wünschen, dass noch mehr Vereine auf den Zug aufspringen und Wasserball auch im Frauenbereich mit einem leistungssportlichen Ansatz betreiben“, so Marko Stamm.
Bronze geht an den SV Blau-Weiß Bochum
Platz drei in der Bundesliga und damit die Bronzemedaille sicherte sich wie im Vorjahr der SV Blau-Weiß Bochum. Die Bochumerinnen gewannen Spiel zwei gegen den Eimsbütteler Turnverband mit 10:8 und entschieden damit die Serie im Modus „Best of Three“ mit 2:0 Siegen für sich. Nationalspielerin Jana Stüwe war daran mit fünf Treffern als beste Torschützin entscheidend beteiligt. Das erste Spiel hatte Bochum zuvor auswärts mit 14:10 gewonnen.
Titelverteidiger Waspo 98 Hannover legt im Meisterschaftsfinale vor
Es war eine klassische Finte – links angetäuscht, rechts versenkt. Als der Ball nach Aleksandar Radovics erfolgreich verwandeltem Strafwurf im Spandauer Tor lag, ballte der Kapitän von Waspo 98 Hannover die Faust. Im ersten Spiel der Finalserie in der Wasserball-Bundesliga waren zu diesem Zeitpunkt zwar noch mehr als vier Minuten zu spielen, trotzdem bedeutete die erstmalige Drei-Tore-Führung für Hannover bereits eine Vorentscheidung. Spandau kam danach zwar noch einmal heran, doch spätestens nach dem Treffer von Ex-Nationalspieler Julian Real eine Minute vor dem Abpfiff war die Partie am Mittwochabend endgültig gelaufen.
Mit 12:9 gewann Waspo das Auftaktspiel, der Titelverteidiger geht damit in der Serie im Modus „Best of Three“ mit 1:0 in Führung. Die beiden nächsten Spiele finden am Wochenende (21./22. Mai) in Berlin statt, danach könnte der Deutsche Meister bereits feststehen. So lief es im vergangenen Jahr, als Hannover im heimischen Becken ebenfalls vorgelegt hatte und anschließend auch in der Hauptstadt kurzen Prozess machte – der Endstand lautete damals 3:0. Diesmal werden die Wasserfreunde jedoch alles daransetzen wollen, die Serie in eigener Halle zu drehen.
Zum sechsten Mal in Folge treffen die beiden Dauerrivalen in den Endspielen aufeinander, insgesamt ist es seit 1991 sogar schon die elfte Finalserie zwischen diesen beiden Vereinen. Und es wurde das erwartet knappe Spiel, wenn die beiden besten Mannschaften im deutschen Wasserball aufeinandertreffen. Der Rekordchampion aus Berlin erzielte das erste Tor, welches Waspo aber postwendend ausgleichen konnte – nach dem ersten Viertel stand es 4:4. Direkt zu Beginn des folgenden Abschnitts brachte Dimitri Kholod, mit drei Treffern diesmal bester Torschütze bei den Spandauern, sein Team dann erneut nach vorn. Allerdings sollte es tatsächlich das letzte Mal sein, dass die Gäste in Führung lagen. Hannover schlug zurück und erarbeitete sich noch im zweiten Viertel erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung.
Zur Halbzeit stand es 7:6 für die Niedersachsen, nach einem torarmen dritten Viertel dann 8:7. Ivan Nagaev erhöhte gleich zu Beginn des Schlussviertels auf 9:7 – mit vier Treffern war er am Ende bester Torschütze beim Sieger. Näher als bis auf ein Tor kamen die Spandauer danach nicht mehr heran, die nun darauf setzen müssen, dass sich die Worte ihres Trainers Petar Kovacevic bewahrheiten. Dieser hatte vor der Serie gesagt: „Mit einem Erfolg in die Serie zu gehen, gibt einen mentalen Vorsprung, aber entschieden ist damit gar nichts.“
Paris 2024 mit zusätzlichem Finaltag im olympischen Wettkampfprogramm
Bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA) vom 26. Juli – 11. August 2024 werden die Schwimmentscheidungen im Becken erstmals an neun Finaltagen ausgetragen. Das geht aus dem ersten Wettkampfplan für die Spiele hervor, welches das Organisationskomitee jetzt veröffentlicht hat.
Das Beckenschwimmen in der Paris La Défense Arena beginnt demnach wie üblich direkt am Tag nach der Eröffnungsfeier (27. Juli), endet dann aber erst am Sonntag der ersten Olympiawoche (04. August. Hier gibt es allerdings nur noch einen Finalabschnitt und keine Vorläufe mehr. Die genaue Wettkampffolge wird in Abstimmung mit dem Weltverband FINA bis zum Sommer erst noch erarbeitet, aber die Ausdehnung entzerrt wahrscheinlich das Programm für die Sprinter*innen etwas, die zuletzt mit den 50m Freistil und zwei Lagenstaffeln (die Mixed-Staffel war in Tokio neu ins Programm gekommen) eine enge Abfolge abspulten.
Anders als zuletzt in Tokio (JPN) werden die Finals in Paris nun auch wieder abends ausgetragen, die Zeitverschiebung in die USA (deren TV-Sender Hauptgeldgeber sind) beträgt nur sechs Stunden. An den ersten acht Tagen werden die Endläufe von 20:30 bis 22:30 Uhr stattfinden, nur am zusätzlichen Finalsonntag geht es dann bereits 18:30 Uhr los. Die Vorläufe sind jeweils von elf bis 13 Uhr Ortszeit angesetzt.
Ausreichend Pause würde Olympiasieger Florian Wellbrock aber auch in Paris wieder bekommen. Die Entscheidungen im Freiwasserschwimmen finden nämlich in der zweiten Woche am 08. und 09. August statt. Allerdings ist dabei dann wieder frühes Aufstehen nötig, der Start für die 10 Kilometer erfolgt bereits um 07:30 Uhr.
Terminiert wurden auch die Wettbewerbe im Wasserspringen vom 27. Juli – 10. August, im Synchronschwimmen vom 05. – 10. August sowie im Wasserball, wo die Vorrunden vom 27. Juli bis 04. August und die Finalrunden vom 05. – 11. August über die Bühne gehen. Dabei wird in einem der beiden Wasserball-Endspiele wie schon in Tokio die letzte Medaillenentscheidung der gesamten Olympischen Spiele fallen, entsprechende Aufmerksamkeit ist also garantiert.
Insgesamt wird es 329 Entscheidungen in 32 Sportarten geben, davon 35 im Beckenschwimmen. Insgesamt sollen zehn Millionen Tickets verkauft werden, knapp die Hälfte der Eintrittskarten soll für unter 50 Euro verfügbar sein. Eine Million Tickets sind sogar ab 24 Euro zu haben, und das in allen Sportarten – auch im Schwimmsport. Die Fans sollen auch mehr Planungssicherheit bekommen, deswegen findet diesmal bereits vorab eine Verlosung statt; wer dort zum Zug kommt, erhält für eine bestimmte Zeit Zugriff auf eine Vorverkaufsplattform und hat die dort erworbenen Tickets dann sicher. In der Vergangenheit konnten Karten zunächst nur reserviert werden, die Verlosung erfolgte erst im Anschluss.
>> Zum Wettkampfplan auf der offiziellen Veranstaltungsseite
Wasserballer Tobias Preuß wird Vizepräsident von Athleten Deutschland
Am Rande des Wasserball-Supercups in Hannover konnte Tobias Preuß am Sonntag viele Gratulationen entgegennehmen. Dabei spielte der 33-Jährige gar nicht mit, in der Woche zuvor hatte der langjährige Nationalspieler seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport bekanntgegeben. Den Zuspruch erhielt er allein für seine Wahl zum Vize-Präsidenten des Athleten Deutschland e.V. am Vorabend. Diese unabhängige, im Jahr 2017 gegen den Willen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gegründete Interessenvertretung der Kaderathlet*innen besitzt inzwischen 1.400 Mitglieder, die nun ihr neues Präsidium wählten. Fecht-Weltmeister Max Hartung, als Initiator seit der Gründung 2017 als Präsident an der Spitze, übergab dabei die Führungsrolle an Beachvolleyballerin Karla Borger(32).
Neben deren Stellvertreter Preuß, der bis Februar auch noch Aktivensprecher im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ist, gehören Fabienne Königstein (Marathon), Mareike Miller (Rollstuhlbasketball) und Lukas Kohl (Kunstrad) zum neuen Präsidium, in das umgehend auch Dajana Eitberger (Rennrodeln) und Léa Krüger (Säbelfechten) kooptiert wurden. Der inzwischen auch mit Steuergeldern unterstützte Verein erfüllt somit die satzungsgemäßen Vorgaben hinsichtlich Geschlechterverteilung und Vertretung aus den nicht-olympischen und paralympischen Bereichen.
„Mir ist es eine Herzensangelegenheit, mich für die Aktiven einzusetzen. Ich will dem Sport damit auch ein Stück weit etwas zurückgeben und mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass den Aktiven künftig ein noch besseres Sportsystem geboten wird, als ich es vorfand. In dem eine ganzheitliche Entfaltung in einer entwicklungsförderlichen Umgebung gewährleistet ist. In dem wir Sportler*innen als vollwertige Stakeholder gesehen, gehört und in Entscheidungen mit eingebunden werden“, sagte Preuß, der übrigens bereits kurz nach der Gründung 2017 Mitglied der Interessenvertretung wurde. „Die Aktiven müssen im Zentrum unseres Sportsystems stehen.“
Schon in den vergangenen vier Jahren wurde unter dieser Agenda bekanntlich einiges erreicht. Athleten Deutschland baute eine Rechtsberatung für Athlet*innen auf und bewirkte über das Bundeskartellamt stärkere Vermarktungsmöglichkeiten der Bildrechte bei Olympischen Spielen. Derzeit arbeiten der Verein und sein hauptamtlicher Geschäftsführer Johannes Herber (ein ehemaliger Basketballprofi) auch an der Umsetzung eines unabhängigen Zentrums für "Safe Sport", an das sich Opfer sexualisierter Gewalt wenden können.
Die neue Vereinsführung startet in einer Zeit des allgemeinen Umbruchs, denn man bekommt es ja nun mit einer neuen Bundesregierung zu tun, und auch beim DOSB wird im Dezember dann bekanntlich eine neue Spitze gewählt. „Uns ist grundsätzlich daran gelegen, zu allen Beteiligten ein kooperatives und positives Verhältnis aufzubauen. Und da bringt diese Neustart-Situation auch besondere Chancen mit sich. Natürlich ist es unser Bestreben, das Engagement und die öffentliche Unterstützung weiter auszubauen und unsere Ideen auch bei der neuen Bundesregierung einzubringen“, sagte Preuß, der einen Masterabschluss in Psychologie besitzt, inzwischen wochentags als Organisationsberater wieder in Berlin arbeitet und damit kurze Wege zur Geschäftsstelle der Interessenvertretung sowie zur großen Politik hat. Und zu den Aktiven im DSV sowieso. Gratulationen gab es jedenfalls nicht nur aus dem Wasserball, sondern auch aus allen anderen vier olympischen Sportarten im Verband.
Weise Wasserballer versammelten sich in Hamburg
Die langjährige Konkurrenzsituation zwischen SV Poseidon Hamburg und dem SV Cannstatt hatte sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einer gelebten Freundschaft entwickelt.
Poseidon Hamburg unter der Federführung von Günther Scheuermann und Axel Becker hatten die Idee, dass sich die „alten Herren“ 65+ und 70+ zu einem gemeinsamen Wochenend-Trainingslager im vereinseigenen Freibad Am Olloweg treffen.
Die Zwangspause, fast 1 ½ Jahre bedingt durch „Corona“ und damit verbunden der Ausfall von 2 Deutschen Mastermeisterschaften 2020 und 2021, sollte das Wochenende als eine Art Ersatzveranstaltung angesehen werden, bevor man 2022 wieder einen Anlauf zur Durchführung der 25. DMM Auflage unternimmt.
Gesagt getan, schlussendlich trafen sich 42 unentwegte Wasserballer zu einem unter dem Schirm der DSV Fachsparte Masters Wasserball zu dieser Veranstaltung.
Unter strengen Corona Auflagen, jeder Teilnehmer musste ein Tagesaktuelles Zertifikat vorweisen, konnte das Freibad betreten werden.
Am Freitag wurden zunächst das spielerische Ballfeeling und die schwimmerischen Elemente in mehreren kleinen Gruppen überprüft und durchgeführt.
Danach erfolgte dann ein Wasserballspiel unter Führung der Schiedsrichterlegenden Günther Scheuermann und Jürgen Blan.
Auf jeder Seite gingen je 18 Mann auf der Jagd nach dem „Wasserball“.
Dieses Match ging knapp an die Hamburger Auswahl, wobei noch deutliche Defizite erkennbar wurden.
Nach dem Spiel traf man sich dann in der Poseidon Vereins-Gaststätte wo noch lange gefachsimpelt wurde bei Speis und Trank.
Der 2. Tag begann dann mit trockener Theorie und einem Coffee-Break. Das Kuchenbüffet ließ keine Wünsche offen und dass es geschmeckt hatte, waren „Krümel“, die von der Schlacht am Büffet zeugten. Dem Catering Team unter Leitung von Bärbel Scheuermann gebührt hier ein großes Dankeschön.
Danach ging es dann wieder ins nasse Element, wobei in diesem Durchgang die Torleute geprüft wurden. 45 Minuten wurden konzentriert mit spielerischen Elementen und Würfen aufs Tor die 4 Keeper unter Strom gehalten.
Das darauf folgende Wasserballspiel endete dann dieses Mal auch knapp für die Süddeutsche Auswahl. Unverkennbar die Steigerung zum Vortag beider Teams.
Nach dem Ausschwimmen trafen sich alle Teilnehmer dann zum Abschluss Grillen, das ebenfalls auf dem Vereinsgelände stattfand.
Hier wurden, teilweise sehr emotional, die Termine, EM, WM und DMM, diskutiert, vor allem, wer steht 2022 zur Verfügung.
Hans-Peter Furmaniak, genannt Fummel, hatte die Idee das, Gesamtalter der Teilnehmer festzustellen und auch zu dokumentieren. Heraus kam die unglaubliche Zahl von 2609 Jahren.
Daraus erfolgte dann eine etwas andere Berechnung: 2609 – 2021 ergab 588 v.Chr.
Welche geschichtsträchtige Person war 588 v. Chr. in aller Munde? Fummel erklärte hier Konfuzius zum Favoriten, nachdem er die Jahreszahl gegoogelt hatte.
Selbst Konfuzius (551 v Chr.), dessen Lebenszeit sich nach Abzug des Gesamtalters aller vertretenen Wasserballer zum jetzigen Zeitpunkt eröffnet, wäre als einer der ersten nachgewiesenen Wasserballer (s. Bild) auch mit seiner Weisheit nicht gegen das versammelte Wasserballwissen angekommen.
Ältester Teilnehmer war Erhard (Erle) Knackstedt, der den 83. Geburtstag in der darauffolgenden Woche feiern konnte.
Ein ereignisreiches Hamburger Wochenende endete mit dem Besuch der Phili und der Speicherstadt am Sonntagnachmittag.
Dem SV Poseidon Hamburg, seinen rührigen Helfer/innen ein herzliches Dankeschön, und es hat Spaß gemacht. Man freut sich auf 2022, wo ein erneuter Anlauf, 24.-26.6. erfolgen soll.
Frieder Class
Referent DSV FS WaBa
World University Games finden 2025 in der Region Rhein-Ruhr statt
Deutschland kann sich wieder auf eine sportliche Großveranstaltung freuen. Das Exekutivkomitee des Internationalen Hochschulsportverbands FISU hat am Samstag in Düsseldorf die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games nach Nordrhein-Westfalen vergeben. In der Region Rhein-Ruhr werden im Juli 2025 rund 10.000 Athlet*innen sowie Offizielle aus 170 Ländern erwartet. Sie messen sich dann an zwölf Tagen in 18 Sportarten. Die Wettkämpfe werden in Düsseldorf (u.a. Schwimmen), Duisburg (u.a. Wasserball), Essen (u.a. Wasserspringen), Bochum, und Mülheim an der Ruhr ausgetragen.
Die FISU World University Games, vormals bekannt als Universiade, sind die weltweit größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen und Paralympischen Spielen und finden seit 1989 erstmals wieder in Deutschland statt. Auch DSV-Aktivensprecherin Sarah Köhler hat sich als Botschafterin für diese Veranstaltung eingesetzt, bei der neben dem spitzensportlichen Vergleich auch Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Innovation sowie der interkulturelle Austausch im Fokus stehen. Ausrichter ist diesmal dann der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh).
„Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen und die Entscheidung der FISU, die sowohl für den deutschen Hochschulsport als auch für den gesamten deutschen Sport von historischer Bedeutung ist. Wir werden unsere Chance nutzen und gemeinsam mit unseren Partnern ein Großereignis ausrichten, das Sport und Wissenschaft beispielhaft verbindet. Im konzeptionellen Fokus der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games stehen die Themen soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit sowie Innovation und Partizipation. Durch diese Schwerpunktsetzung und die enge Einbindung der Hochschullandschaft in die Vorbereitung und Durchführung können die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games als Inkubator für Veränderungsprozesse im Sport und in der Metropolregion Rhein-Ruhr dienen. Darüber hinaus sollen von ihnen – insbesondere durch die intensive Einbeziehung von Studierenden – langfristige gesamtgesellschaftliche Entwicklungsimpulse ausgehen“, so der adh-Vorstandsvorsitzende Jörg Förster.
Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, sagte am Samstag: „Es ist großartig, dass die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt im Sommer 2025 in Deutschland stattfindet. Wir bieten tausenden studentischen Athletinnen und Athleten eine attraktive Bühne des Spitzensports und den Besucherinnen und Besuchern ein Sportevent der Spitzenklasse. Ich bin sicher, dass die Weltspiele der Studierenden ein unvergessliches Sportereignis werden.“ Auch der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, Alfons Hörmann, verlieh seiner Freude Ausdruck: „Wir gratulieren allen, die daran beteiligt waren, die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games an Rhein und Ruhr zu holen. Kurze Wege, bereits vorhandene Wettkampfstätten sowie Organisationstalent und Sportbegeisterung der Gastgeberinnen und Gastgeber sind die wertvollen Elemente dieser erfolgreichen Bewerbung. Wir freuen uns außerordentlich darauf, in vier Jahren gemeinsam mit der weltweiten Gemeinschaft studentischer Athletinnen und Athleten ein nachhaltiges und weltoffenes Großsportevent zu feiern.“
Fünfzehn Sportarten gehören zum festen Programm der Sommerausgabe der FISU World University Games: Badminton, Basketball, Bogenschießen, Fechten, Gerätturnen, Judo, Leichtathletik, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Wasserball und Wasserspringen. Die optionalen Sportarten 3x3 Basketball, Beach-Volleyball sowie Rudern ergänzen das Programm der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games. Geplant ist auch, einzelne Parasportwettbewerbe ins Programm zu integrieren.
Bei FISU World University Games können Studierende, die maximal 25 Jahre alt sind und von ihren nationalen Verbänden nominiert werden, starten. Zu den Teilnehmenden zählen sowohl studentische Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler als auch etablierte Spitzensportlerinnen und -sportler.
Starkes erstes Viertel ebnet den DSV-Frauen den Weg
Die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) haben beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta den nächsten Erfolg gefeiert. Gegen Kasachstan gewann das DSV-Team am Samstag mit 12:7 und hat damit das Spiel um Platz neun erreicht. Gegner dort ist am Sonntag (13:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) zum Abschluss des Turniers nun Gastgeber Malta, der sich heute mit 9:7 gegen Argentinien durchsetzte.
„Wir haben heute verdient gewonnen“, sagte Head Coach Karsten Seehafer. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren von Anfang an wach und haben nach einer kleinen Schwächephase einen nicht gefährdeten Sieg eingefahren.“ Tatsächlich legte Deutschland bereits im ersten Viertel den Grundstein. 4:1 führte die DSV-Auswahl nach den ersten acht Minuten, Kapitänin Gesa Deike (Wasserfreunde Spandau 04) ging dabei mit den ersten zwei Treffern voran. Bis zur Halbzeit kamen die Kasachinnen, in den vergangenen Jahren regelmäßige WM-Teilnehmerinnen und zuletzt 2024 WM-Zwölfte in Doha (QAT), zwar wieder bis auf ein Tor (5:4) heran. Das DSV-Team lag aber über die gesamte Partie durchweg in Führung.
>> Alle Ergebnisse vom Wasserball-Weltcup
Nach Wiederanpfiff war dann wieder die Deutschen am Drücker. Besonders auffällig war in dieser Phase Georgia Sopiadou, die allein zwei Tore im dritten Viertel erzielte und im letzten Abschnitt später noch einen weiteren Treffer folgen ließ – dafür gab es für sie nach Spielende die Auszeichnung als Spielerin des Tages. 9:5 führte Deutschland bereits zur letzten Pause, im Schlussviertel konnte dieser Vorsprung sogar noch ausgebaut werden. Neben Sopiadou waren auch Gesa Deike und Belén Vosseberg (CN Catalunya/ESP) dreimal erfolgreich, Elena Ludwig (Wasserfreunde Spandau 04) kam auf zwei Tore.
Deutschland zeigt sich gegen die Slowakei in Torlaune
Nach der erwartet schweren Vorrunde mit Spielen ausschließlich gegen Top-Teams hat für die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) das Weltcupturnier der Division 2 in Gzira (MLT) nun quasi erst so richtig begonnen. Im ersten Platzierungsspiel gegen die Slowakei feierte die DSV-Auswahl am Freitag sogar ein wahres Schützenfest und gewann gegen den diesjährigen EM-Teilnehmer mit 17:7. „Nach den Niederlagen der Gruppenphase haben wir ein solides Spiel abgeliefert und sicher gewonnen. Dies ist nicht selbstverständlich und freut mich“, sagte Head Coach Karsten Seehafer.
>> Alle Ergebnisse vom Wasserball-Weltcup
Deutschland lag während der gesamten Partie nur ein einziges Mal gleich zu Beginn in Rückstand. Danach war das DSV-Team klar dominierend und führte nach dem ersten Viertel mit 4:2. Im zweiten Abschnitt konnte man den Vorsprung vergrößern. Vier Treffer gelangen auf deutscher Seite, nur einer für die Slowakinnen, und der auch erst wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene.
Das dritte Viertel verlief anschließend ausgeglichen, die deutliche DSV-Führung hatte aber weiter Bestand. Im Schlussviertel drückten die Deutschen dann noch einmal kräftig aufs Gas und schraubten das Ergebnis in die Höhe. 5:0 ging dieses Viertel an das DSV-Team, das am Ende fast doppelt so viele Schüsse (42:23) zu Buche stehen hatte als die Slowakei.
Beste Torschützin beim DSV-Team war die Bochumerin Emiliia Khmil mit vier Treffern, Belén Vosseberg (CN Catalunya/ESP) und Kapitänin Gesa Deike (Wasserfreunde Spandau 04) waren je drei Mal erfolgreich, drei weitere Spielerinnen trafen doppelt. Am Samstag trifft Deutschland beim Weltcup als nächstes auf Kasachstan (11:30 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast).
