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    Das Jahr 2026 hält so einige große Schwimmsporthighlights bereit: Deutsche Meisterschaften in Berlin, Europameisterschaften in München, die Finals in Hannover. Wer live dabei sein will, kann sich für alle Veranstaltungen jetzt bereits Tickets sichern und die deutschen Schwimmsportler*innen kräftig unterstützen. 

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Jetzt schnell noch ein Abo abschließen für die neue „Swim&More“

Seit über 20 Jahren ist die „Swim&More“ fester Bestandteil des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), ab Januar 2021 erscheint das Verbandsmagazin nun unter der Leitung der DSV-Agentur Rough Water& GmbH in neuem Glanz.

Nach einem umfangreichen Relaunch, der weit über optische Retuschen hinausgeht und den gesteigerten journalistischen Anspruch der Redaktion verdeutlicht, werden die DSV-Mitglieder und alle anderen Anhänger*innen des Wassersports mit aufwendig produzierten Geschichten in modernen Formaten und exklusiven Interviews über das Verbandsleben in den fünf olympischen Sportarten informiert. Für gute Unterhaltung sorgen zudem Kolumnen, Kreuzworträtsel, Tipps und Tricks und natürlich tolle Bilder. Natürlich finden sich hier weiterhin auch die „blauen Seiten“ mit den Amtlichen Mitteilungen des DSV.

In der Januar-Ausgaben zu lesen sind unter anderem:

  • Ein großes Interview mit Weltmeister Florian Wellbrock über das ungewöhnliche Olympiajahr und die Entscheidung für einen Hundewelpen
  • Über den Angriff der jungen Wilden im Wasserspringen um Jaden Eikermann beim Kampf um die Weltcup-Startplätze
  • Wie Freiwasser-Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal erklärt, dass sie als Niederländerin neuerdings in Deutschland trainiert
  • Warum die Wasserball-Nationalspieler die Spielpraxis in der Champions League dringend vor der Olympia-Qualifikation brauchen
  • Die Pläne des neuen DSV-Präsidenten Marco Troll, wie für die Schwimmvereine mehr Trainingszeiten und -flächen erkämpft werden sollen
  • Über die frühere Welt- und Europameister Antje Buschschulte und ihre neue Karriere als Politikerin

Dazu kommen viele weitere Geschichten aus allen Bereichen des DSV, wie Masters oder Jugend und natürlich den Landesverbänden. Die neue „Swim&More“ soll den Balanceakt zwischen Spitzen- und Breitensport schaffen und so einen Mehrwert für alle DSV-Mitglieder bieten.

Also gleich ein Abo abschließen unter www.dsv-swimandmore.de. Und schnell sein lohnt sich: Wer noch bis zum 15. Januar 2021 ein Abo abschließt, bekommt sogar noch die aktuelle Ausgabe!

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Synchronpaar Rösler/Prenzyna und Lena Hentschel schrauben die deutsche EM-Ausbeute auf zehn Medaillen

Es sind ihre ersten gemeinsamen Europameisterschaften in der offenen Klasse, doch das Rostocker Turm-Synchronduo Ole Rösler (17) und Espen Prenzyna (20) wollte sich in Belek (TUR) nicht erst langsam heranpirschen an das Treppchen. Stattdessen sprangen sie am Dienstag direkt mittendrauf. Platz zwei stand am Ende für die beiden Youngsters zu Buche, mit 402,24 Punkten mussten sie sich nur den Ukrainern Mark Hrytsenko und Oleksii Sereda (413,76) geschlagen geben.

Kurz darauf holte zudem noch Lena Hentschel (Berliner TSC) Bronze vom 3m-Brett und damit ihr erstes EM-Edelmetall im Einzel. Insgesamt hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bei den am Mittwoch zu Ende gehenden Titelkämpfen jetzt schon zehn Medaillen (3-5-2) eingefahren. „Das ist bis hierher schon eine sehr gute Bilanz“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Mehr Medaillen gab es seit 28 Jahren nicht mehr, zwölf (6-3-3) waren es 1997 in Sevilla (ESP).

 

EM-Debütant Ole Rösler setzt seine Silber-Serie fort

 

Ole Rösler und Espen Prenzyna waren im Finale immer als Erste an der Reihe und mussten somit jedes Mal vorlegen, doch das schien die beiden überhaupt nicht zu stören. Gleich der erste Sprung geriet hervorragend und brachte dem deutschen Paar die Führung ein. Überhaupt waren sie in allen sechs Runden nie schlechter als Rang zwei platziert. „Sie sind stark gesprungen mit sehr guter Synchronität und hier völlig zu Recht Vizeeuropameister geworden“, befand Bundestrainer Bohm. Nach vier Sprüngen waren die Rostocker sogar noch Erste gewesen, gut vier Punkte vor den Ukrainern. Aufgrund des höheren Schwierigkeitsgrads konnten diese in den letzten beiden Runden (und obwohl ihre Sprünge nicht perfekt waren) aber noch vorbeiziehen.

 

>> Alle Ergebnisse der EM Wasserspringen

 

„Wir sind überglücklich und freuen uns, dass es so gut gelaufen ist“, sagte Prenzyna über eine erste internationale Medaille bei den Erwachsenen. Sein Partner hatte an den Tagen zuvor bereits im Team-Event und im Turm-Einzel jeweils Silber geholt und setzte diese Serie nun auch im Synchronwettbewerb fort. „Wir können sehr zufrieden mit uns sein, auch weil die Bedingungen unter freiem Himmel nicht einfach sind. Da blendet auch mal die Sonne oder es kommt ein Windstoß. Aber wir sind solide durchgesprungen und haben uns keinen größeren Fehler erlaubt“, so Rösler. Wie schwierig es ist, draußen zu springen, zeigte sich im sechsten Durchgang bei den Briten, bei denen Kyle Kothari in der Luft völlig die Orientierung verlor. Durch diesen Salto Nullo ging Bronze noch an die Italiener Simone Conte und Riccardo Giovannini (378,45).

 

Lena Hentschel mit Kampfgeist zur ersten Einzelmedaille

 

Für Lena Hentschel bedeutete ihre Bronzeplakette vom 3m-Brett mit 312,70 Punkten sogar schon die vierte Medaille bei den laufenden Titelkämpfen in der Türkei. Und doch war diese eine ganz besondere: Insgesamt acht Mal hatte die 23-Jährige bei Europameisterschaften in den Synchron- und Teamwettbewerben schon auf dem Treppchen gestanden – nun gelang ihr das erstmals in einer Einzeldisziplin. „Ich bin sehr happy, jetzt kann gefeiert werden“, jubelte sie.

 

Auch Hentschel erwischte einen guten Start und lag nach zwei Runden zunächst in Führung; vor allem der Rückwärtssalto, mit dem sie im Vorkampf noch Probleme gehabt hatte, lief deutlich besser. Beim anschließenden Delfinsalto leistete sie sich allerdings einen kleinen Patzer und fiel auf Rang vier zurück. Auf diesem Platz stand sie auch noch vor der letzten Runde, in der sie sich dann aber noch an Chiara Pellacani (ITA) vorbeischieben konnte, die aufgrund einer Brettberührung mit den Füßen Punktabzüge bekam und so leer ausging. „Da hatte sie auch ein bisschen das Glück der Tüchtigen“, so Bundestrainer Christoph Bohm. „Aber Lena hat hintenraus auch sehr stark gekämpft. Das ist ein Aspekt, der hier das ganze Team auszeichnet: Dass man niemals aufsteckt und bis zuletzt an seine Chance glaubt.“

 

Den Titel sicherte sich die Schweizerin Michelle Heimberg (335,10) vor Aleksandra Bibikina (ARM/322,95). Die gebürtige Russin ist erst seit März für Armenien am Start. Jette Müller (WSC Rostock) als zweite deutsche Finalteilnehmerin kam mit 279,00 auf Rang neun.

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DSV-Wasserballerinnen stürmen mit Kantersieg zur EM

Die deutschen Wasserballerinnen haben mit einem Kantersieg gegen Außenseiter Irland vorzeitig das Ticket für die Europameisterschaften vom 27. August – 10. September in Split (CRO) gelöst. Beim EM-Qualifikationsturnier in Bukarest (ROM) schoss das Team von Bundestrainer Sven Schulz die Irinnen am Samstag gleich mit 25:2 aus der Halle. Vor dem abschließenden Spiel am Sonntag gegen Rumänien ist Deutschland einer der ersten beiden Plätze in der Gruppe damit nicht mehr zu nehmen, die zur Teilnahme an der Endrunde berechtigen. Im direkten Duell mit den ebenfalls schon qualifizierten Gastgeberinnen geht es aber noch um den Gruppensieg.

Seit der Erstauflage der Frauen-EM im Jahr 1985 war das DSV-Team somit mit einer Ausnahme (2014) fast immer für die kontinentalen Titelkämpfe qualifiziert. Gegen Irland ließen die Deutschen von Anfang keinen Zweifel daran, dass sie sich auch diesmal wieder für die EM qualifizieren wollten. Schon in der ersten Spielminute gelangen der DSV-Auswahl zwei Treffer, nach dem ersten Viertel stand es bereits 6:0. Die ersten fünf Tore gingen dabei allesamt auf das Konto der beiden Schwestern Gesa und Ira Deike. Zur Halbzeit stand es 10:0, erst im dritten Viertel gelang den Irinnen dann überhaupt der erste Treffer zum zwischenzeitlichen 14:1. Deutschland blieb danach bis zum Ende torhungrig – am Ende verzeichnete der Spielberichtsbogen neun verschiedene Torschützinnen, bis auf zwei Feldspielerinnen konnten sich damit fast alle aus dem DSV-Kader in die Liste eintragen. „Die Bank ist meines Erachtens her stärker als noch vor zwei Jahren bei der EM in Budapest (HUN), auch auf der Torwartposition sind wir besser besetzt als damals“, sagte Bundestrainer Schulz. Belén Vosseberg, Greta Tadday und Aylin Fry trafen mit jeweils vier Toren am häufigsten.

DSV-Männer benötigen nur noch einen Punkt für die Qualifikation

Bei ihrem EM-Qualifikationsturnier in Kranj (SLO) haben auch die DSV-Männer einen großen Schritt in Richtung Endrunde gemacht. Das Team von Bundestrainer Petar Porobic bezwang am Samstag Gastgeber Slowenien mit 20:5, Mann des Abends war dabei Lukas Küppers mit sechs Treffern. Mit einem Sieg oder einem Unentschieden in der abschließenden Partie gegen das bislang punktlose Schlusslicht Belgien wäre man im August ebenfalls in Split mit dabei. Da Frankreich und Slowenien am Sonntag direkt aufeinandertreffen, kann höchstens noch einer von beiden an der deutschen Mannschaft vorbeiziehen. Wie bei den Frauen lösen auch hier die besten zwei Teams das EM-Ticket.

Zwar gelang den Slowenen, die ihre ersten beiden Gruppenspiele gewonnen hatten, der erste Treffer der Partie. Es war jedoch die einzige Führung der Gastgeber im ganzen Spiel. Deutschland schlug zurück und führte zum Ende des ersten Viertels bereits mit 4:1, zur Halbzeit dann mit 9:3. Dabei überzeugte die DSV-Auswahl erneut mit einer geschlossenen Teamleistung – bis zur Pause hatten bereits sieben Spieler mindestens ein Tor erzielt, beim Schlusspfiff waren es sogar zehn verschiedene Torschützen. Hinter Küppers waren Marin Restovic dreimal und Marko Stamm, Fynn Schütze sowie Timo van der Bosch je zweimal erfolgreich. In der zweiten Halbzeit baute das DSV-Team seinen Vorsprung dann kontinuierlich aus und feierte so letztlich einen ungefährdeten Erfolg. „Wir hatten erwartet, dass das Spiel etwas schwerer wird“, meinte Torhüter Moritz Schenkel. Die große Feier heben er und seine Teamkollegen sich allerdings für morgen auf: „Wir müssen gegen Belgien erst noch unseren Job erledigen, danach können wir anstoßen“, sagte Schenkel.

>> Alle Ergebnisse der EM-Qualifikation Männer

>> Alle Ergebnisse der EM-Qualifikation Frauen

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"Wie im Märchen": Patrick Hausding und Lars Rüdiger springen im letzten Versuch zu Bronze

Diese Olympischen Spiele in Tokio wird Patrick Hausding (Berliner TSC) so schnell sicher nicht vergessen. Erst durfte der 32-Jährige bei der Eröffnungsfeier die Fahne für das deutsche Team tragen. Und nun hat er sich bei seinen insgesamt vierten Sommerspielen auch sportlich seinen großen Traum von einer weiteren Medaille erfüllt. Gemeinsam mit Vereinskollege Lars Rüdiger gewann Hausding in einem bis zum letzten Versuch packenden Wettkampf die Bronzemedaille im 3m-Synchronspringen. „Ich bin so glücklich, was wir für eine Saison hingelegt haben“, jubelte er am ZDF-Mikrofon. „Ich habe zwei Wettkämpfe gehabt, die ich in meiner Karriere so noch nie erreicht habe: Mit Lars Europameister zu werden in dieser Disziplin und nun auch noch darin eine olympische Medaille zu holen. Dass ich in dieser letzten olympischen Saison für mich noch so viele Meilensteine erreiche, kann ich gar nicht in Worte fassen.“

Vor dem letzten Durchgang hatten die beiden nur auf Platz sechs gelegen, der Rückstand zu den Podestplätzen betrug bereits 15 Punkte. Doch während die Konkurrenz patzte, hatte sich das deutsche Paar seinen besten Sprung für den Schluss aufgehoben und schob sich mit 404,73 Punkten noch auf Rang drei. Gold ging an die Chinesen Zongyuan Wang und Siyi Xie (467,82), Silber an die USA mit Andrew Capobianco und Michael Hixon(444,36). Zuletzt hatten in dieser Disziplin Andreas Wels und Tobias Schellenberg die bislang einzige Medaille für Deutschland geholt, die 2004 in Athen (GRE) Silber gewannen.

Der Wettkampf im Tokyo Aquatics Centre war an Dramatik nicht zu überbieten. Kaum ein Paar kam fehlerfrei durch sein Programm – die hochgehandelten Briten etwa, in anderer Besetzung 2016 noch Olympiasieger, landeten am Ende nur auf Platz sieben. Nach dem dritten Durchgang lagen die Deutschen als Vierter nur knapp hinter den Medaillenrängen zurück, doch die nächsten beiden Sprünge verliefen danach nicht ganz sauber. In der letzten Runde wurde das Feld dann noch einmal komplett durcheinandergemischt. Die Russen bekamen nach einem völlig verkorksten Versuch null Punkte, auch die Mexikaner – bis dahin Dritte – leisteten sich beim Eintauchen zu viele Spritzer. So konnten Patrick Hausding und Lars Rüdiger mit einem tollen 4,5-fachen Vorwärtssalto gehockt noch aufs Podium vorrücken.

„Wir haben nicht den besten Wettkampf heute erwischt. Wir haben gut angefangen, dann hatte in der dritten, vierten und fünften Runde jeder aber einen kleinen Fehler drin. Unser Trainer hat uns abseits des Beckens immer gepusht: ,Gebt alles, gebt alles, da ist noch was drin. Egal, was jetzt kommt, einfach Vollgas geben!‘ Das haben wir gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass es noch für Bronze reicht“, sagte Hausding. Für den Routinier war es bei seinen vierten Olympischen Spielen die dritte Medaille. „Das ist eine tolle Bilanz“, freute sich Chef-Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow mit seinem Schützling.

Lars Rüdiger wiederum wurde bei seiner Olympiapremiere auf Anhieb mit Edelmetall dekoriert. „Da war Riesendruck, es sind meine ersten Spiele. Man hat es gemerkt, ich war ein bisschen wackelig am Anfang. Aber ich finde, wir haben es gut gemacht und am Ende gut gekämpft. Es war nicht unser bester Wettkampf. Aber es zählt, was am Ende herauskommt. Und damit können wir sehr zufrieden sein.“ Lob für seinen Auftritt gab es auch vom Bundestrainer: „Lars hat als Debütant bei seinen ersten Olympischen Spielen gleich eine Medaille geholt, das ist ein super Einstand für ihn. Nach all dem Fleiß der vergangenen Wochen und Monate, die er und die Mannschaft investiert haben, ist das ein wunderschönes Geschenk.“

Nach der Bronzemedaille für Tina Punzel und Lena Hentschel ebenfalls im 3m-Synchronspringen war es bei diesen Olympischen Spielen in Tokio bereits das zweite Edelmetall für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) im Wasserspringen. 2008 hatte der DSV in dieser Sportart zuletzt zwei Medaillen eingefahren, damals Silber und Bronze. Dieses Ergebnis haben die deutschen Wasserspringer*innen jetzt bereits nach den Synchronwettbewerben eingestellt. „Das ist hervorragend“, findet Bundestrainer Buschkow. Am Freitag beginnen die Wettkämpfe im Einzel, am kommenden Montag (02. August) hat dort auch Patrick Hausding vom 3m-Brett seinen nächsten Einsatz. „Alles, was jetzt kommt, ist Zusatz“, meinte er. „Ich werde mich natürlich weiter anstrengen, aber dass alles so geklappt hier, ist wie im Märchen.“

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DSV arbeitet mit niederländischem Coach Jacco Verhaeren zusammen

Der Niederländer Jacco Verhaeren ist einer der erfolgreichsten Trainer der Schwimmwelt. Der 52-Jährige formte in seiner Heimat unter anderem Inge de Bruin, Pieter van den Hoogenband und Ranomi Kromowidjojo zu Olympiasieger*innen und ermöglichte insgesamt Oranjes Aufstieg zu einer der führenden Schwimmnationen in diesem Jahrtausend. Im Jahr 2013 wechselte Verhaeren dann nach Australien und verhalf der Nationalmannschaft dort als Cheftrainer nach der Olympiaenttäuschung von 2012 wieder zu den gewünschten Erfolgen. Beim bislang letzten internationalen Höhepunkt, der WM 2019 in Südkorea, war Australien unter Verhaerens Leitung mit 19 Medaillen hinter den USA (26) zweiterfolgreichste Nation im Becken geworden – ähnlich wie schon bei den Olympischen Spielen in Rio 2016.  Nach Ende seines Vertrages in „down under“ kehrte Verhaeren im September 2020 etwas überraschend nach Europa zurück. Diese Fügung konnte der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) nun für sich nutzen und wird Verhaeren in sein Bundestrainer-Team einbinden. Im Mittelpunkt der Arbeit in Deutschland soll dabei nicht etwa die aktuelle Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio stehen, sondern vor allem eine auch langfristig erfolgreiche Zukunft, die insbesondere die Nachwuchsarbeit umfasst. Mithilfe Verhaerens anerkannter Expertise soll gemeinsam mit den DSV-Trainer*innen und Trainingswissenschaftlern ein neues Leistungssportkonzept für die Kurzstrecken von 50 bis 200 Meter entwickelt und an den DSV-Bundesstützpunkten – beginnend mit dem Nachwuchsbereich – umgesetzt werden.  „Jacco Verhaeren ist fraglos einer der namhaftesten Coaches unserer Zeit, wir freuen uns sehr über die Möglichkeit eines solchen Wissenstransfers“, erklärte Bundestrainer Hannes Vitense. „Von der Beratung und dem Input Jacco Verhaerens wird vor allem unser Nachwuchs auch langfristig profitieren. Gerade für die so wichtige Übergangsphase in den Erwachsenenbereich wollen wir unsere Reserven identifizieren und künftig besser nutzen.“  Auch Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen sieht den internationalen Know-how-Transfer als vielversprechende Strategie an. „Wir müssen die Internationalisierung im Leistungssport sinnvoll nutzen und ausgewiesene ausländische Trainerkompetenzen für den DSV systematisch und nachhaltig integrieren. Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“ 
Berkhahn und Vitense freuen sich auf den Austausch Um die rasante Entwicklung in der Weltspitze auf den Kurzstrecken in den vergangenen Jahren zu beantworten, soll eine neue Trainingsphilosophie für den Sprintbereich entwickelt werden. Das begrüßt ausdrücklich auch Bundestrainer Bernd Berkhahn: „Wir wollen mit dem DSV auch über die kurzen Distanzen erfolgreich sein, wie wir es beispielsweise mit den beiden Olympiasiegen 2008 durch Britta Steffen ja schon einmal waren. Deswegen freue ich mich auf den Austausch mit so einem erfolgreichen Mann wie Jacco Verhaeren“, betont der Magdeburger.  Von einer Neudefinition des Landtrainings, der Diagnostik oder auch Kommunikation bis hin zu einer völlig neuen Zyklisierung soll alles erst einmal neu und anders gedacht werden dürfen im Trainerteam. „Als Ausländer bist du zwar nicht Teil der Geschichte und Kultur, aber du bist auch nicht Teil möglicher Probleme. Es hat mir schon in Australien geholfen, mit einem weißen Blatt beginnen zu können, um dann eine nachhaltige Entwicklung anstoßen zu können. Ich hoffe, das gelingt mir nun auch hier mithilfe der derzeitigen Trainer*innen und dem gesamten Staff des DSV“, sagt Jacco Verhaeren. „Ich freue mich jedenfalls sehr auf diese Aufgabe in einer so traditionsreichen Schwimmnation wie Deutschland. Als Niederländer kenne ich Anspruch und Möglichkeiten des Nachbarlandes jedenfalls gut genug, um diesen Job nun maximal motiviert anzugehen. Ich habe natürlich nicht alle Antworten, aber zusammen können wir viel voneinander lernen und uns gegenseitig inspirieren.

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Massenberg und Schauer behaupten sich mit Weltklasseleistung im Synchronduell

Im vergangenen Jahr wurden Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide SV Halle) noch Europameister im 3m-Synchronspringen. Ihren Titel werden sie im Sommer bei der EM in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) jedoch nicht verteidigen können – dafür darf sich dort ein anderes deutsches Paar berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen.

Es spricht für die Breite im deutschen Wasserspringen, dass selbst die Besten des Kontinents des Vorjahres sich stets aufs Neue behaupten müssen. Mit 426,06 Punkten zeigten Wesemann und Barthel am Mittwoch bei den Internationalen Deutschen Sommermeisterschaften in Berlin denn auch abermals eine starke Leistung und übertrafen locker die EM-Norm (400,00). Zum Sieg reichte es allerdings nicht, denn ein anderes Paar war noch besser. Lou Massenberg und Jonathan Schauer (beide ebenfalls vom SV Halle) kamen bei der Entscheidung auf 440,67 Zähler und lagen auch in der Addition aus Vorkampf und Finale vorne. Damit werden sie von Chef-Bundestrainer Christoph Bohm für den einzigen EM-Startplatz des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in dieser Disziplin vorgeschlagen. „Das war beeindruckend. 440 Punkte sind eine Weltklasseleistung“, sagte er.

 

>> Zum DM-Livestream auf Sporteurope.TV

 

Bereits bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im Februar hatten Lou Massenberg und Jonathan Schauer Gold geholt; dort waren Wesemann und Barthel allerdings nicht am Start gewesen, weil Letzterer verletzungsbedingt passen musste. Im direkten Duell sprangen sie nun also erneut zum Sieg. „Dass wir das ganze Jahr über zusammen trainieren können in Halle, das hilft auf jeden Fall“, nannte Massenberg einen der Gründe für den Höhenflug. Schauer wiederum fühlte sich durch die Konkurrenzsituation erst recht beflügelt. „Ich finde das richtig gut, diesen Druck zu haben mit zwei starken Paaren. Denn unter Druck kann ich meistens noch besser springen“, meinte er. Auch die Erfahrungen beim Weltcup hätten dazu beigetragen, wo Massenberg und er beim Finale Sechster geworden waren. „Das hat geholfen, dass wir in Wettkampfsituationen cooler bleiben“, so Schauer.

 

 

Lena Hentschel und Jette Müller mit Favoritinnensieg 

 

Bei den Frauen ging die Goldmedaille im 3m-Synchronspringen wie erwartet an die Titelverteidigerinnen Lena Hentschel (Berliner TSC) und Jette Müller (Dresdner SC 1898). Mit 292,83 Punkten lagen die EM-Zweiten und WM-Sechsten des Vorjahres deutlich vor Julina Schnabel und Frieda Hoffmann (beide SC DHfK Leipzig/261,00). „Sie haben an der EM-Norm gekratzt und sich im Finale gegenüber dem Vorkampf deutlich gesteigert“, bewertete Bundestrainer Bohm die Leistung.

 

>> Alle Ergebnisse der DM Wasserspringen

 

Für Hentschel und Müller war es der dritte DM-Titel in Serie. Die Berlinerin stand in dieser Disziplin sogar schon das achte Jahr in Folge ganz oben, nachdem sie davor auch schon mit anderen Partnerinnen jeweils Gold geholt hatte. Einzig Tina Punzel war sogar schon einmal neun Jahre hintereinander Deutsche Meisterin im Synchronspringen gewesen, ihren Rekord könnte Lena Hentschel 2027 einstellen.

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Emotionaler Ort und spezieller Modus beim Weltcupfinale im Wasserspringen

Dass das Weltcupfinale im Wasserspringen in China stattfindet, in der Wassersprung-Nation schlechthin, macht den Wettkampf vom 01. – 03. Mai allein schon besonders. „Das ist immer ein großes Ding. Wasserspringen ist hier Volkssport, das merkt man dann schon“, berichtet Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Dass die Wettbewerbe in Peking zudem in der Olympiahalle von 2008 ausgetragen werden, sorgt bei ihm noch zusätzlich für Ansporn. „Das erweckt natürlich Erinnerungen an die Silbermedaille von Sascha Klein und Patrick Hausding im Turm-Synchronspringen“, so Bohm. Und fügt noch hinzu: „Die Halle ist richtig cool. Wir freuen uns sehr, beim Weltcupfinale dabei zu sein.“

 

Im Einzel gibt es in der ersten Runde ein K.o.-System 

 

Außergewöhnlich ist das Super Final auch wegen des besonderen Modus in den Einzeldisziplinen, der im vergangenen Jahr erstmals eingeführt wurde und den es in dieser Form nur beim Weltcupfinale gibt. In einer ersten Phase (Head-to-Head) treten die Athlet*innen dabei in insgesamt sechs Duellen gegeneinander an – jeweils der/die Bestplatzierte der Qualifikation gegen den/die Zwölfte*n, die Nummer zwei gegen die Nummer elf, und so weiter. Wer in drei Durchgängen mehr Punkte holt, ist eine Runde weiter.

 

>> Zum Zeitplan des Weltcupfinals

 

Für das Halbfinale werden die sechs verbliebenen Aktiven in zwei Dreiergruppen aufgeteilt, die Punkte aus der ersten Runde werden übernommen. Die Teilnehmer*innen führen dann die restlichen Sprünge aus ihrer Serie durch (noch drei bei den Männern, zwei bei den Frauen), anschließend scheidet der/die Schwächste jeder Gruppe aus. Die besten Vier bestreiten das Finale. Sie starten dort wieder bei Null und zeigen noch einmal ihre komplette Serie (sechs bzw. fünf Versuche).

 

Vier DSV-Springer*innen beim Weltcupfinale am Start

 

Vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) sind in den Einzeldisziplinen zwei Aktive vertreten. Lou Massenberg (SV Halle) startet vom 3m-Brett und bekommt es im K.o.-Duell zunächst mit Luis Felipe Uribe (COL) zu tun. Der Kolumbianer war Ende Februar beim ersten Weltcup der Saison in Montréal (CAN) Dritter geworden, Massenberg hatte dort Platz sieben belegt. Es war auch das bislang einzige Weltcup-Event in diesem Frühjahr: Die geplante zweite Station in Mexiko musste abgesagt werden, weil dort nach dem Tod eines Drogenbosses schwere Unruhen ausgebrochen waren. Beim Turmspringen trifft Vize-Weltmeisterin Pauline Pfeif (Berliner TSC) auf die Kanadierin Katelyn Fung.

Beide Deutschen sind auch in den Synchronwettbewerben dabei. Pfeif springt im Turm-Synchronspringen mit Vereinskollegin Elena Wassen, Massenberg im 3m-Synchronwettbewerb zusammen mit Jonathan Schauer, ebenfalls aus Halle. „Wir wollen wie schon beim Weltcup in Montréal wieder in beiden Disziplinen unter die Top sechs kommen“, sagt Bundestrainer Bohm. Alle Wettkämpfe werden im kostenfreien Livestream bei Eurovisonsport übertragen.

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Das sind die Normzeiten für die JEM in München 2026

Für die Schwimmtalente der Jahrgänge 2008 bis 2010 wird der internationale Saisonhöhepunkt in diesem Jahr zu einem besonderen Heimspiel, denn die Junior*innen-Europameisterschaften (JEM) sollen bekanntlich vom 07. – 12. Juli in München stattfinden. Nun hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) in den Nominierungsrichtlinien festgelegt, wie man sich für die Nachwuchs-Titelkämpfe in der Olympiahalle von 1972 qualifizieren kann und welche Normzeiten dafür erzielt werden müssen.

 

Pro Einzelstrecke können demnach bis zu vier Startplätze vergeben werden, bei den Mädchen gelten wie in den vergangenen Jahren für die beiden jüngeren Jahrgänge dabei gesonderte Normzeiten. „Natürlich wünschen wir uns, dass wir ein besonders großes und schlagkräftiges Team in München an den Start schicken können. So ein Heimspiel setzt schließlich auch zusätzliche Motivation frei“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.

 

DSV-Normzeiten für die JEM 2026 

Frauen Jahrgang 2008

Frauen Jahrgang 2009/10

Strecke

Männer

25,50

25,80

50m Freistil

23,00

55,60

56,20

100m Freistil

50,50

2:00,60

2:02,27

200m Freistil

1:50,90

4:15,00

4:16,50

400m Freistil

3:54,00

8:41,80

8:51,90

800m Freistil

8:07,00

16:45,80

16:58,00

1500m Freistil

15:33,00

27,10

27,30

50m Schmetterling

24,40

1:00,00

1:00,73

100m Schmetterling

54,20

2:13,20

2:13,60

200m Schmetterling

2:01,50

28,80

29,00

50m Rücken

25,80

1:02,00

1:02,80

100m Rücken

56,10

2:13,30

2:14,70

200m Rücken

2:02,40

31,70

31,90

50m Brust

28,30

1:09,40

1:10,20

100m Brust

1:03,00

2:29,00

2:31,40

200m Brust

2:17,00

2:16,50

2:18,00

200m Lagen

2:04,20

4:49,50

4:53,50

400m Lagen

4:27,10

 

3:44,00

4x100m Freistil

3:20,80

 

8:10,00

4x200m Freistil

7:24,00

 

4:08,00

4x100 m Lagen

3:41,00

 

3:52,00

4x100m Lagen Mixed

 
 

3:32,00

4x100m Freistil Mixed

 

 

 

Der Qualifikationszeitraum für die JEM beginnt am 17. April und geht über zwei Wochenenden. Den krönenden Abschluss bilden wie im Elitebereich die Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April).

 

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Festgelegt wurde auch, wie sich die Talente der Jahrgänge 2011/2012 für das Central European Countries Junior Meeting (CECJM) in Slowenien (17.-19. Juli 2026) qualifizieren können. Die insgesamt 20 Plätze in den verschiedenen Disziplinblöcken werden bei den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften (DJM) in Berlin (09. – 13. Juni 2026) vergeben. „Die Jahrgänge 2011 und 2012 haben die Chance, sich zum ersten Mal für einen Einsatz in der Nationalmannschaft für das CECJM zu empfehlen. Das gibt den nationalen Titelkämpfen auch im Nachwuchsbereich eine besondere Bedeutung“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense.

 

DSV-Nominierungsrichtlinien 2026

 

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Nominierungsrichtlinien für EM und JEM mit neuem Ansatz

Die Europameisterschaften in Paris (31. Juli – 16. August) bilden auch im Freiwasserschwimmen den internationalen Wettkampfhöhepunkt im Jahr 2026. Drei Einzelrennen pro Geschlecht und die Mixedstaffel werden dann in der Seine ausgetragen, am Bras de Grenelle diesmal allerdings etwas weiter westlich als bei den Olympischen Spielen zwei Jahre zuvor. Öffentlich bekannt gemacht wurde nun auch der nationale Qualifikationsweg. Für die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) ist laut Nominierungsrichtlinie auf der olympischen 10km-Distanz der Weltcupauftakt in Soma Bay (EGY/27. – 28. März) von entscheidender Bedeutung für die EM-Tickets.

 

DSV-Nominierungsrichtlinien

 

Bis zu drei Startplätze werden bei den Frauen in Ägypten vergeben, wenn man dort im bereinigten Ranking (also drei Aktive pro europäischer Nation) wenigstens Platz zwölf belegt. Bei den Männern ist unter Umständen aber nur noch ein EM-Platz frei. Denn Aktive mit einer Top-vier-Platzierung bei den vorherigen Weltmeisterschaften können vom DSV auf der jeweiligen Strecke wieder vorrangig nominiert werden bei Erfüllung bestimmter Vorbedingungen. Das träfe dann auf Weltmeister Florian Wellbrock (SC Magdeburg) in allen drei Einzeldisziplinen zu, bei Oliver Klemet (SG Frankfurt) kann diese Regelung über 10km greifen, über diese Distanz war der Olympiazweite von 2024 im Vorjahr in Singapur nämlich WM-Vierter geworden. Da beide Topschwimmer mit Doppelstarts im Becken planen, wird diese Regelung auch deren Saisonplanung erleichtern.

 

Für die 5km-Rennen beginnt die Qualifikation bereits im Februar 

 

Für die EM-Rennen über 5km wird das Qualifikations-Ranking bei Beckenrennen über diese Distanz im Zeitraum zwischen 14. Februar und 07. März ermittelt, also bei Landesgruppenmeisterschaften oder als vorab angemeldeter Time Trial. Ein Weltcupstart in Soma Bay ist anschließend jedoch obligatorisch.

 

Zur EM-Qualifikation für den Knockout Sprint können im Zeitraum der EM-Qualifikation fürs Beckenschwimmen (30. März bis 26. April) dann Punkte auf den drei Langstrecken 400m, 800m und 1500m Freistil gesammelt werden, wobei die kürzeren Strecken wegen ihrer größeren Relevanz für diese Disziplin einen höheren Multiplikator erhalten. Für die Staffelbesetzung sind dagegen allein die 1500m-Zeiten in diesem Zeitraum maßgeblich. „Diese EM-Saison bietet die Möglichkeit, in die Freiwasser-Nationalmannschaft aufzusteigen. Wir hoffen auf zahlreiche Ergänzungen des etablierten Teams“, betonte Bundestrainer Bernd Berkhahn.

 

JEM-Qualifikation erfolgt komplett im Becken

 

Für die JEM-Teilnahme in Ungarn (23. – 26. Juli 2026) wird für die Aktiven der Jahrgänge 2007 bis 2012 ein Punkte-Ranking erstellt, dass Zeiten über die drei Langstrecken im Becken (geschwommen zwischen September 2025 und 26. April 2026) sowie die 5km-Rennen im Frühjahr 2026 berücksichtigt. Außer beim Knockout Sprint, da greift die gleiche Multiplikationsregelung wie im Elitebereich. Eine Teilnahme an der Junior*innen-WM im September in Argentinien setzt zudem starke JEM-Ergebnisse voraus.

 

„Die neuen Nominierungskriterien berücksichtigen die methodische Hinführung auf die längeren Strecken und ermöglichen zudem einen direkten Leistungsvergleich auch schon im Frühjahr“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow. „Neben den Leistungen über 1500m Freistil gehören für uns auch Leistungen über 5000m Freistil im Beckenschwimmen zu bedeutsamen Voraussetzungen für das Freiwasserschwimmen."

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Jeannette Spiwoks erzielt in Singapur ihr bestes WM-Ergebnis

Freiwasserschwimmerin Jeannette Spiwoks hat bei den Weltmeisterschaften in Singapur ihr bislang bestes WM-Ergebnis über zehn Kilometer erreicht. Nach Platz 16 im vergangenen Jahr in Doha (QAT) sprang bei ihrem zweiten WM-Einzelstart hintereinander dieses Mal Rang 15 heraus für die 26-Jährige von der SG Essen.

Spiwoks beendete das Rennen bei schwierigen, weil sehr heißen und welligen Bedingungen mit Wassertemperaturen jenseits der 30-Grad-Marke – knapp unterhalb der von World Aquatics erlaubten 31 Grad – nach 2:12:36,30 Stunden. Lea Boy (SV Würzburg 05) als zweite Starterin des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) musste dem Wetterverhältnissen Tribut zollen und war nach der fünften von insgesamt sechs Runden ausgestiegen. Aber auch Spiwoks hatte sich völlig verausgabt und konnte in der Mixed-Zone zunächst nichts sagen, sondern musste vor Ort erstmal versorgt werden.

Eigentlich hatte das Rennen der Frauen bereits am Dienstag stattfinden sollen. Aufgrund grenzwertiger Wasserqualität war es jedoch ebenso verschoben worden wie das Männerrennen über die gleiche Distanz. Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) konnten beide Wettbewerbe dann endlich ausgetragen werden, nachdem sich die Messwerte für E.coli-Bakterien zwischenzeitig gebessert hatten – nun aber in der größten Nachmittagshitze. Dabei krönte sich bei den Männern Florian Wellbrock (SC Magdeburg) zum Champion und gewann als neuer Rekordweltmeister über die zehn Kilometer bereits zum dritten Mal WM-Gold über die olympische Distanz.

Aber auch bei den Frauen durfte in Magdeburg gejubelt werden. 

Denn Weltmeisterin wurde dort nicht unerwartet Moesha Johnson. Die Olympiazweite aus Australien, die in der Gruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn trainiert, hatte bereits die gesamte Saison über mit starken Leistungen geglänzt und seit den Spielen von Paris (FRA) alle drei Weltcups gewonnen, an denen sie teilnahm. In Singapur setzte sich die 27-Jährige nach der Hälfte des Rennens vor der Insel Sentosa an die Spitze und nach 2:07:31,30 schließlich vor Ginevra Taddeucci (ITA/2:07:55,70) und der Monegassin Lisa Pou (2:07:57,50) durch.

>>> Alle WM-Ergebnisse im Freiwasser

Es war übrigens mit Ausnahme der WM-Premiere dieser Strecke 2001 in Fukuoka (JPN), als die Deutsche Peggy Büchse mit 2:17:32 Stunden zum Titel geschwommen war, die langsamste Siegerinnenzeit, die jemals über zehn Kilometer erzielt wurde. Ein Indikator, wie schwierig die Bedingungen in Singapur tatsächlich waren. „Das war kein schönes Rennen. Es ging ja eigentlich darum, wer das am meisten ertragen kann“, meinte auch Bundestrainer Berkhahn. „Und bei den Männern war es ja ähnlich. So viele Ausstiege, und auch Leute wie Marc-Antoine Olivier, der ausgestiegen ist als Mitfavorit, weil er nicht mehr konnte. Ich hatte das ja befürchtet, dass es nicht so schön wird. Und dass wir jetzt am Nachmittag starten mussten, tut dann sein Übriges dazu. Die Sonne knallt von oben runter. Das ist schon grenzwertig für den menschlichen Körper.“

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