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    Das Jahr 2026 hält so einige große Schwimmsporthighlights bereit: Deutsche Meisterschaften in Berlin, Europameisterschaften in München, die Finals in Hannover. Wer live dabei sein will, kann sich für alle Veranstaltungen jetzt bereits Tickets sichern und die deutschen Schwimmsportler*innen kräftig unterstützen. 

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    Die Schwimmausbildung ist eine der Kernaufgaben des Deutschen Schwimm-Verbandes, die flächendeckend in nahezu allen Schwimmvereinen bzw. –abteilungen stattfindet.

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U18-Bundesliga startet teilweise vor Publikum

Es ist eine Premiere im Corona-Jahr. Zum Start der U18-Bundesliga an diesem Wochenende sind beim Turnier in Neustadt an der Weinstraße erstmals wieder Besucher*innen beim Wasserball erlaubt. Weil das Turnier mit Gastgeber SC Neustadt, Titelverteidiger White Sharks Hannover und dem SV Blau-Weiß Bochum im örtlichen Freibad unter freiem Himmel ausgetragen wird und die Inzidenz in Neustadt aktuell sehr niedrig liegt, werden ca. 50 Zuschauer*innen dabei sein können, teilt Rundenleiter Wolfgang Rühl mit. „Es sind in dieser Saison die ersten Wasserballspiele in Deutschland vor Publikum“, sagt er.

Das Turnier in Neustadt ist eines von drei Vorrundenturnieren zum Start der Nachwuchs-Bundesliga der Jahrgänge 2003 bis 2006. Insgesamt haben elf Vereine gemeldet, „das ist angesichts der schwierigen Umstände in der Pandemie eine gute Anzahl“, findet Rühl. Die beiden anderen Turniere finden am Wochenende in Hamburg mit Gastgeber Hamburger TB 1862, den Wasserfreunden Spandau 04, dem OSC Potsdam und der SG Neukölln sowie in Krefeld mit Gastgeber SV Krefeld 72, dem ASC Duisburg, SSV Esslingen und der SG Stadtwerke München statt. Dabei kommt das gleiche DSV-Hygienekonzept zum Tragen, das sich bereits in der Bundesliga der Männer bewährt hat.

Die jeweils besten drei der beiden Vierergruppen und die besten beiden der Dreiergruppe erreichen die Zwischenrunde, die in zwei Gruppen ausgespielt wird (12./13. Juni). Die Finalrunde der besten vier Mannschaften ist für den 26./27. Juni angesetzt. Auch die weiteren Platzierungen werden noch ausgespielt. „Der Spielplan ist sehr komprimiert, weil danach bereits die Vorbereitung des U17-Nationalteams auf die Europameisterschaften beginnt“, erklärt Rühl.

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Hannovers Wasserballer öffnen die Tür zum Finale

Es war kalt, es regnete, sogar ein Gewitter zog am Mittwoch über das vereinseigene Freibad des ASC Duisburg. Und auch im Becken stellte das Heimteam den deutschen Meister Waspo 98 Hannover im Halbfinal-Hinspiel in der Wasserball-Bundesliga vor eine unangenehme Aufgabe.

Mehrfach gingen die Duisburger im ersten Viertel in Führung; auch zur Halbzeit waren sie beim Stand von 9:10 nah dran am Favoriten. Erst gegen Ende des dritten Viertels zog Hannover erstmals auf vier Tore davon (13:9) und setzte sich schließlich mit 16:11 durch. „Nachdem wir warm waren, wurde es besser, aber nie richtig gut“, beurteilte Waspo-Trainer Karsten Seehafer den Auftritt seiner Mannschaft. Aleksandar Radovic mit fünf und Ivan Nagaev mit drei Treffern waren die besten Torschützen auf Seiten des Titelverteidigers. Für die Gastgeber trafen Dennis Eidner, Ben Reibel, Dorde Tanaskovic und Jan Bakulo jeweils doppelt.

Waspo hat somit beste Finalchancen und könnte sich im Rückspiel am Samstag in Hannover sogar eine knappe Niederlage erlauben. Die Resultate beider Partien werden addiert, der Sieger steht im Finale um die deutsche Meisterschaft (ab 19. Mai). Das zweite Halbfinale bestreiten Pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 und der OSC Potsdam. In diesem Duell findet die erste Begegnung erst am Freitag statt, das Rückspiel dann ebenfalls am Samstag.

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Empfehlungen zum Wiedereinstieg nach der Corona-Pause

Was geht in diesem Jahr und wie gehe ich mit meinen Wünschen um?

Nur ganz wenige Masters hatten seit März 2020 Gelegenheit zum Training und ein Ende dieser unbefriedigenden Situation ist nicht abzusehen. Die Wettkampfabteilung Masters im DSV hat früh reagiert und die Deutschen Masters-Meisterschaften im letzten Jahr rechtzeitig abgesagt. Leider mussten auch in diesem Jahr schon die für den Sommer terminierten Deutschen Masters-Meisterschaften im Springen, Synchronschwimmen, Wasserball sowie die Meisterschaften über die Langen Strecken und die DMSM für Anfang November erneut abgesagt werden. Auch die internationalen Wettkämpfe sind abgesagt oder stehen auf der Kippe.

Was bleibt uns also? Ein Zitat von Walter Ludin, Schweizer Journalist und Buchautor, bringt es auf den Punkt: „Planen heißt bestimmen, was eventuell geschehen wird.“

Wie gehe ich jetzt um mit dieser Situation? Was ist möglich und wie groß ist meine Motivation? Fragen und Überlegungen, die in Teil 3 unter dem Thema „Wettkampfplanung und Motivation“ der Online-Broschüre „Empfehlungen zum Wiedereinstieg nach der Corona-Pause“ beantwortet und skizziert werden.

Für Fragen rund um das Thema „Wettkampfplanung und Motivation“ und allgemein zum Wiedereinstieg nach der Corona-Pause haben wir eine Mailadresse eingerichtet: fragdiemasters@dsv-master.de. Scheut euch nicht, uns eure Anliegen zu schreiben. Wir werden nach bestem Wissen und Gewissen antworten. Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen, viel Erfolg beim Wiedereinstieg ins Wasser und dann viel Spaß in unserem Element.

>> zur Online-Broschüre Empfehlungen zum Wiedereinstieg

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Kurswechsel bei der Suche nach Interimsmanager

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hatte bekannt gegeben, dass die derzeit vakante Position des Leistungssportdirektors ab heute interimistisch durch den ehemaligen Wasserball-Nationalspieler Dirk Klingenberg besetzt werden soll. Gemeinsam mit seinen Partnern und Herrn Klingenberg wurde entschieden, dass dieser die Position des Leistungssportdirektors nun doch nicht antreten wird. 
Hintergrund ist, dass nach der Bekanntgabe der geplanten Neueinstellung ein frivoler Bericht aus der Vergangenheit Klingenbergs bekannt wurde, welcher - obwohl kein juristisches Fehlverhalten vorliegt - mit den hohen moralischen Ansprüchen des Spitzenverbandes nicht vereinbar ist und daher ein sofortiger Kurswechsel durch den Vorstand eingeleitet wurde. „Wir haben uns gemeinsam mit Herrn Klingenberg offen zu den entstandenen Diskussionen ausgetauscht und sind auch gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass er im Sinne des Verbandes den Posten des Sportdirektors nicht antreten wird“, erläutert DSV-Präsident Marco Troll.
Die Personalie Klingenberg wurde auf die Empfehlung der rosenbaum nagy unternehmensberatung für die Position des Leistungssportdirektors ausgewählt, die den DSV weiter im „Zukunftsprozess DSV 2026“ beratend unterstützen soll. „Um die geplanten Prozesse möglichst wirkungsvoll und reibungslos in Gang zu setzen, sollte jeder Schuss sitzen. Deswegen wollen wir uns noch einmal etwas Zeit nehmen und Alternativen zum ersten Personalvorschlag prüfen, um auch für diese Übergangslösung eine bestmögliche Aufstellung zu gewährleisten“, erklärt Dr. Michael Rosenbaum.

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Waspo 98 Hannover verzichtet auf Ausrichtung des Champions-League-Finales

Das Finalturnier in der Wasserball-Champions-League findet in diesem Jahr doch nicht in Hannover statt. Der deutsche Meister Waspo 98 Hannover verzichtet auf die Ausrichtung – wegen der anhaltenden Pandemielage sieht man sich außerstande, das Final Eight wie geplant durchzuführen. „Das ist keine Entscheidung des Herzens, sondern des Kopfes“, wird Trainer und Mäzen Karsten Seehafer auf der Website des Vereins zitiert.

Der europäische Dachverband hatte das Turnier eigentlich für vier Jahre fest vergeben, wobei sich Waspo und der italienische Verein Pro Recco mit der Ausrichtung abwechseln sollten. Das Turnier in Italien fiel im vergangenen Jahr wegen des Coronavirus aus, nun wäre zum Abschluss wieder Hannover an der Reihe gewesen. Stattdessen hat die LEN mit Serbiens Hauptstadt Belgrad offenbar einen Ersatz gefunden, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.

Als Ausrichter wäre Waspo für das Final Eight gesetzt gewesen, dieses Privileg verliert der deutsche Meister nun. Die LEN gibt in dieser Saison aber auch keinem anderen Klub einen garantierten Startplatz, wie ein Sprecher des Verbandes betonte. Stattdessen erreichen die besten vier Teams jeder Gruppe ausschließlich auf sportlichem Weg das Finalturnier. Momentan wäre Hannover als Vierter der Gruppe B dabei; in Gruppe A hat auch der deutsche Pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 noch alle Chancen. Die Entscheidung über das Weiterkommen fällt bei zwei weiteren Turnieren vom 19. bis 22. April in Budapest (HUN) bzw. Ostia (ITA).

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Führungswechsel beim Weltverband FINA eingeleitet

Der Weltverband FINA bekommt bei seinem Kongress am 05. Juni in Doha (QAT) eine völlig neue Führung. Der 85-jährige Präsident Julio Maglione aus Uruguay hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, dass er nach fast 13 Jahren an der Spitze im Sommer 2021 zurücktreten wird. Am Mittwoch erklärte auf der ersten Online-Versammlung des FINA Bureaus nun Exekutivdirektor Cornel Marculescu seinen sofortigen Rücktritt.

Vorübergehend wird Marculescus Stellvertreterin Marcela Saxlund Medvedev das Amt übernehmen, neben ihr wird zudem Kommunikations-Chef Pedro Adrega Interims-Exekutivdirektor. Beide sind seit über 20 Jahren für die FINA tätig.

Das FINA-Bureau genehmigte laut Pressemitteilung am Mittwoch auch den FINA-Jahresabschluss für 2019 und 2020, der am 05. Juni 2021 den Delegierten aber noch weiter erläutert werden soll. Beim FINA-Kongress sollen dann auch das neue FINA-Bureau, das Prüfungskomitee und das Ethik-Gremium für den Zeitraum bis 2025 gewählt werden. Zudem ist über Änderungsvorschläge für die FINA-Verfassung und weitere Regeln (u.a. zum Doping) abzustimmen.

Fest steht schon jetzt, dass damit eine neue Ära anbricht. Denn der 79-jährige Marculescu, 1964 einst selbst Olympiateilnehmer im Wasserball für Rumänien,1972 Schiedsrichter des Olympiafinals und später zehn Jahre für Spaniens Verband tätig, hatte in den vergangenen 35 Jahren stets die Richtung beim Weltverband vorgegeben. Zuletzt hatte die FINA-Führung für den inkonsequenten Umgang mit den Dopingfällen des Chinesen Sun Yang allerdings auch international viel Kritik erhalten.

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So planen die Masters ihre Deutschen Meisterschaften für 2021

Sogar die Sportministerkonferenz (SMK) hatte vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am vergangenen Mittwoch eine klare Perspektive über schrittweise Lockerungen bis hin zu einer Wiederaufnahme des Sportbetriebes gefordert. Trotzdem müssen sich Millionen von Amateur- und Breitensportlern erst einmal weiter gedulden, denn bis in den März hinein wurden die aktuellen Corona-Beschränkungen verlängert. Immerhin werden nun bei verschiedenen Institutionen vorbereitende Überlegungen getroffen und in Stufenpläne gegossen, die dann bald eine schrittweise Öffnung ermöglichen sollen. Darauf wird natürlich auch im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) gehofft. Daher hält man beispielsweise an den bisherigen Planungen für die Austragung von Meisterschaften für das Jahr 2021 auch im Masters-Bereich fest. Die endgültige Organisation und Umsetzung hängt dabei immer von den weiteren Pandemiebedingungen ab, doch als Motivation für die hoffentlich bald mögliche Wiederaufnahme des Wassertrainings sollte es auf jeden Fall taugen. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt“, betonte Ulrike Urbaniak, Vorsitzende der Masters-Wettkampfabteilung.
Die geplanten Termine für die Masters-Meisterschaften im Überblick

Datum

Veranstaltung

Sportart

Ort

26. - 27.06.2021

DM der Masters

Synchronschwimmen

Hamburg

25. - 27.06.2021

DM der Masters

Springen

Heilbronn

02. - 04.07.2021

DM der Masters

Wasserball

Hamburg

13. - 15.08.2021

DM der Masters

Schwimmen - Lange Strecken (50m-Bahn)

Solingen

04./05.09.2021

DM der Masters

Freiwasserschwimmen

Hamburg

10. - 12.09.2021

DM der Masters

Schwimmen - Kurze Strecken (50m-Bahn)

Braunschweig

06.11.2021

DMS der Masters

DMSM

Gelsenkirchen

19. - 21.11.2021

DM der Masters

Springen

n. n.

26. - 28.11.2021

DM der Masters

Schwimmen - Kurze Strecken (25m-Bahn)

Essen

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Jetzt schnell noch ein Abo abschließen für die neue „Swim&More“

Seit über 20 Jahren ist die „Swim&More“ fester Bestandteil des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), ab Januar 2021 erscheint das Verbandsmagazin nun unter der Leitung der DSV-Agentur Rough Water& GmbH in neuem Glanz.

Nach einem umfangreichen Relaunch, der weit über optische Retuschen hinausgeht und den gesteigerten journalistischen Anspruch der Redaktion verdeutlicht, werden die DSV-Mitglieder und alle anderen Anhänger*innen des Wassersports mit aufwendig produzierten Geschichten in modernen Formaten und exklusiven Interviews über das Verbandsleben in den fünf olympischen Sportarten informiert. Für gute Unterhaltung sorgen zudem Kolumnen, Kreuzworträtsel, Tipps und Tricks und natürlich tolle Bilder. Natürlich finden sich hier weiterhin auch die „blauen Seiten“ mit den Amtlichen Mitteilungen des DSV.

In der Januar-Ausgaben zu lesen sind unter anderem:

  • Ein großes Interview mit Weltmeister Florian Wellbrock über das ungewöhnliche Olympiajahr und die Entscheidung für einen Hundewelpen
  • Über den Angriff der jungen Wilden im Wasserspringen um Jaden Eikermann beim Kampf um die Weltcup-Startplätze
  • Wie Freiwasser-Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal erklärt, dass sie als Niederländerin neuerdings in Deutschland trainiert
  • Warum die Wasserball-Nationalspieler die Spielpraxis in der Champions League dringend vor der Olympia-Qualifikation brauchen
  • Die Pläne des neuen DSV-Präsidenten Marco Troll, wie für die Schwimmvereine mehr Trainingszeiten und -flächen erkämpft werden sollen
  • Über die frühere Welt- und Europameister Antje Buschschulte und ihre neue Karriere als Politikerin

Dazu kommen viele weitere Geschichten aus allen Bereichen des DSV, wie Masters oder Jugend und natürlich den Landesverbänden. Die neue „Swim&More“ soll den Balanceakt zwischen Spitzen- und Breitensport schaffen und so einen Mehrwert für alle DSV-Mitglieder bieten.

Also gleich ein Abo abschließen unter www.dsv-swimandmore.de. Und schnell sein lohnt sich: Wer noch bis zum 15. Januar 2021 ein Abo abschließt, bekommt sogar noch die aktuelle Ausgabe!

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Synchronpaar Rösler/Prenzyna und Lena Hentschel schrauben die deutsche EM-Ausbeute auf zehn Medaillen

Es sind ihre ersten gemeinsamen Europameisterschaften in der offenen Klasse, doch das Rostocker Turm-Synchronduo Ole Rösler (17) und Espen Prenzyna (20) wollte sich in Belek (TUR) nicht erst langsam heranpirschen an das Treppchen. Stattdessen sprangen sie am Dienstag direkt mittendrauf. Platz zwei stand am Ende für die beiden Youngsters zu Buche, mit 402,24 Punkten mussten sie sich nur den Ukrainern Mark Hrytsenko und Oleksii Sereda (413,76) geschlagen geben.

Kurz darauf holte zudem noch Lena Hentschel (Berliner TSC) Bronze vom 3m-Brett und damit ihr erstes EM-Edelmetall im Einzel. Insgesamt hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bei den am Mittwoch zu Ende gehenden Titelkämpfen jetzt schon zehn Medaillen (3-5-2) eingefahren. „Das ist bis hierher schon eine sehr gute Bilanz“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Mehr Medaillen gab es seit 28 Jahren nicht mehr, zwölf (6-3-3) waren es 1997 in Sevilla (ESP).

 

EM-Debütant Ole Rösler setzt seine Silber-Serie fort

 

Ole Rösler und Espen Prenzyna waren im Finale immer als Erste an der Reihe und mussten somit jedes Mal vorlegen, doch das schien die beiden überhaupt nicht zu stören. Gleich der erste Sprung geriet hervorragend und brachte dem deutschen Paar die Führung ein. Überhaupt waren sie in allen sechs Runden nie schlechter als Rang zwei platziert. „Sie sind stark gesprungen mit sehr guter Synchronität und hier völlig zu Recht Vizeeuropameister geworden“, befand Bundestrainer Bohm. Nach vier Sprüngen waren die Rostocker sogar noch Erste gewesen, gut vier Punkte vor den Ukrainern. Aufgrund des höheren Schwierigkeitsgrads konnten diese in den letzten beiden Runden (und obwohl ihre Sprünge nicht perfekt waren) aber noch vorbeiziehen.

 

>> Alle Ergebnisse der EM Wasserspringen

 

„Wir sind überglücklich und freuen uns, dass es so gut gelaufen ist“, sagte Prenzyna über eine erste internationale Medaille bei den Erwachsenen. Sein Partner hatte an den Tagen zuvor bereits im Team-Event und im Turm-Einzel jeweils Silber geholt und setzte diese Serie nun auch im Synchronwettbewerb fort. „Wir können sehr zufrieden mit uns sein, auch weil die Bedingungen unter freiem Himmel nicht einfach sind. Da blendet auch mal die Sonne oder es kommt ein Windstoß. Aber wir sind solide durchgesprungen und haben uns keinen größeren Fehler erlaubt“, so Rösler. Wie schwierig es ist, draußen zu springen, zeigte sich im sechsten Durchgang bei den Briten, bei denen Kyle Kothari in der Luft völlig die Orientierung verlor. Durch diesen Salto Nullo ging Bronze noch an die Italiener Simone Conte und Riccardo Giovannini (378,45).

 

Lena Hentschel mit Kampfgeist zur ersten Einzelmedaille

 

Für Lena Hentschel bedeutete ihre Bronzeplakette vom 3m-Brett mit 312,70 Punkten sogar schon die vierte Medaille bei den laufenden Titelkämpfen in der Türkei. Und doch war diese eine ganz besondere: Insgesamt acht Mal hatte die 23-Jährige bei Europameisterschaften in den Synchron- und Teamwettbewerben schon auf dem Treppchen gestanden – nun gelang ihr das erstmals in einer Einzeldisziplin. „Ich bin sehr happy, jetzt kann gefeiert werden“, jubelte sie.

 

Auch Hentschel erwischte einen guten Start und lag nach zwei Runden zunächst in Führung; vor allem der Rückwärtssalto, mit dem sie im Vorkampf noch Probleme gehabt hatte, lief deutlich besser. Beim anschließenden Delfinsalto leistete sie sich allerdings einen kleinen Patzer und fiel auf Rang vier zurück. Auf diesem Platz stand sie auch noch vor der letzten Runde, in der sie sich dann aber noch an Chiara Pellacani (ITA) vorbeischieben konnte, die aufgrund einer Brettberührung mit den Füßen Punktabzüge bekam und so leer ausging. „Da hatte sie auch ein bisschen das Glück der Tüchtigen“, so Bundestrainer Christoph Bohm. „Aber Lena hat hintenraus auch sehr stark gekämpft. Das ist ein Aspekt, der hier das ganze Team auszeichnet: Dass man niemals aufsteckt und bis zuletzt an seine Chance glaubt.“

 

Den Titel sicherte sich die Schweizerin Michelle Heimberg (335,10) vor Aleksandra Bibikina (ARM/322,95). Die gebürtige Russin ist erst seit März für Armenien am Start. Jette Müller (WSC Rostock) als zweite deutsche Finalteilnehmerin kam mit 279,00 auf Rang neun.

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DSV-Wasserballerinnen stürmen mit Kantersieg zur EM

Die deutschen Wasserballerinnen haben mit einem Kantersieg gegen Außenseiter Irland vorzeitig das Ticket für die Europameisterschaften vom 27. August – 10. September in Split (CRO) gelöst. Beim EM-Qualifikationsturnier in Bukarest (ROM) schoss das Team von Bundestrainer Sven Schulz die Irinnen am Samstag gleich mit 25:2 aus der Halle. Vor dem abschließenden Spiel am Sonntag gegen Rumänien ist Deutschland einer der ersten beiden Plätze in der Gruppe damit nicht mehr zu nehmen, die zur Teilnahme an der Endrunde berechtigen. Im direkten Duell mit den ebenfalls schon qualifizierten Gastgeberinnen geht es aber noch um den Gruppensieg.

Seit der Erstauflage der Frauen-EM im Jahr 1985 war das DSV-Team somit mit einer Ausnahme (2014) fast immer für die kontinentalen Titelkämpfe qualifiziert. Gegen Irland ließen die Deutschen von Anfang keinen Zweifel daran, dass sie sich auch diesmal wieder für die EM qualifizieren wollten. Schon in der ersten Spielminute gelangen der DSV-Auswahl zwei Treffer, nach dem ersten Viertel stand es bereits 6:0. Die ersten fünf Tore gingen dabei allesamt auf das Konto der beiden Schwestern Gesa und Ira Deike. Zur Halbzeit stand es 10:0, erst im dritten Viertel gelang den Irinnen dann überhaupt der erste Treffer zum zwischenzeitlichen 14:1. Deutschland blieb danach bis zum Ende torhungrig – am Ende verzeichnete der Spielberichtsbogen neun verschiedene Torschützinnen, bis auf zwei Feldspielerinnen konnten sich damit fast alle aus dem DSV-Kader in die Liste eintragen. „Die Bank ist meines Erachtens her stärker als noch vor zwei Jahren bei der EM in Budapest (HUN), auch auf der Torwartposition sind wir besser besetzt als damals“, sagte Bundestrainer Schulz. Belén Vosseberg, Greta Tadday und Aylin Fry trafen mit jeweils vier Toren am häufigsten.

DSV-Männer benötigen nur noch einen Punkt für die Qualifikation

Bei ihrem EM-Qualifikationsturnier in Kranj (SLO) haben auch die DSV-Männer einen großen Schritt in Richtung Endrunde gemacht. Das Team von Bundestrainer Petar Porobic bezwang am Samstag Gastgeber Slowenien mit 20:5, Mann des Abends war dabei Lukas Küppers mit sechs Treffern. Mit einem Sieg oder einem Unentschieden in der abschließenden Partie gegen das bislang punktlose Schlusslicht Belgien wäre man im August ebenfalls in Split mit dabei. Da Frankreich und Slowenien am Sonntag direkt aufeinandertreffen, kann höchstens noch einer von beiden an der deutschen Mannschaft vorbeiziehen. Wie bei den Frauen lösen auch hier die besten zwei Teams das EM-Ticket.

Zwar gelang den Slowenen, die ihre ersten beiden Gruppenspiele gewonnen hatten, der erste Treffer der Partie. Es war jedoch die einzige Führung der Gastgeber im ganzen Spiel. Deutschland schlug zurück und führte zum Ende des ersten Viertels bereits mit 4:1, zur Halbzeit dann mit 9:3. Dabei überzeugte die DSV-Auswahl erneut mit einer geschlossenen Teamleistung – bis zur Pause hatten bereits sieben Spieler mindestens ein Tor erzielt, beim Schlusspfiff waren es sogar zehn verschiedene Torschützen. Hinter Küppers waren Marin Restovic dreimal und Marko Stamm, Fynn Schütze sowie Timo van der Bosch je zweimal erfolgreich. In der zweiten Halbzeit baute das DSV-Team seinen Vorsprung dann kontinuierlich aus und feierte so letztlich einen ungefährdeten Erfolg. „Wir hatten erwartet, dass das Spiel etwas schwerer wird“, meinte Torhüter Moritz Schenkel. Die große Feier heben er und seine Teamkollegen sich allerdings für morgen auf: „Wir müssen gegen Belgien erst noch unseren Job erledigen, danach können wir anstoßen“, sagte Schenkel.

>> Alle Ergebnisse der EM-Qualifikation Männer

>> Alle Ergebnisse der EM-Qualifikation Frauen

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