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Titelverteidiger Waspo 98 Hannover legt im Meisterschaftsfinale vor
Es war eine klassische Finte – links angetäuscht, rechts versenkt. Als der Ball nach Aleksandar Radovics erfolgreich verwandeltem Strafwurf im Spandauer Tor lag, ballte der Kapitän von Waspo 98 Hannover die Faust. Im ersten Spiel der Finalserie in der Wasserball-Bundesliga waren zu diesem Zeitpunkt zwar noch mehr als vier Minuten zu spielen, trotzdem bedeutete die erstmalige Drei-Tore-Führung für Hannover bereits eine Vorentscheidung. Spandau kam danach zwar noch einmal heran, doch spätestens nach dem Treffer von Ex-Nationalspieler Julian Real eine Minute vor dem Abpfiff war die Partie am Mittwochabend endgültig gelaufen.
Mit 12:9 gewann Waspo das Auftaktspiel, der Titelverteidiger geht damit in der Serie im Modus „Best of Three“ mit 1:0 in Führung. Die beiden nächsten Spiele finden am Wochenende (21./22. Mai) in Berlin statt, danach könnte der Deutsche Meister bereits feststehen. So lief es im vergangenen Jahr, als Hannover im heimischen Becken ebenfalls vorgelegt hatte und anschließend auch in der Hauptstadt kurzen Prozess machte – der Endstand lautete damals 3:0. Diesmal werden die Wasserfreunde jedoch alles daransetzen wollen, die Serie in eigener Halle zu drehen.
Zum sechsten Mal in Folge treffen die beiden Dauerrivalen in den Endspielen aufeinander, insgesamt ist es seit 1991 sogar schon die elfte Finalserie zwischen diesen beiden Vereinen. Und es wurde das erwartet knappe Spiel, wenn die beiden besten Mannschaften im deutschen Wasserball aufeinandertreffen. Der Rekordchampion aus Berlin erzielte das erste Tor, welches Waspo aber postwendend ausgleichen konnte – nach dem ersten Viertel stand es 4:4. Direkt zu Beginn des folgenden Abschnitts brachte Dimitri Kholod, mit drei Treffern diesmal bester Torschütze bei den Spandauern, sein Team dann erneut nach vorn. Allerdings sollte es tatsächlich das letzte Mal sein, dass die Gäste in Führung lagen. Hannover schlug zurück und erarbeitete sich noch im zweiten Viertel erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung.
Zur Halbzeit stand es 7:6 für die Niedersachsen, nach einem torarmen dritten Viertel dann 8:7. Ivan Nagaev erhöhte gleich zu Beginn des Schlussviertels auf 9:7 – mit vier Treffern war er am Ende bester Torschütze beim Sieger. Näher als bis auf ein Tor kamen die Spandauer danach nicht mehr heran, die nun darauf setzen müssen, dass sich die Worte ihres Trainers Petar Kovacevic bewahrheiten. Dieser hatte vor der Serie gesagt: „Mit einem Erfolg in die Serie zu gehen, gibt einen mentalen Vorsprung, aber entschieden ist damit gar nichts.“
Paris 2024 mit zusätzlichem Finaltag im olympischen Wettkampfprogramm
Bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA) vom 26. Juli – 11. August 2024 werden die Schwimmentscheidungen im Becken erstmals an neun Finaltagen ausgetragen. Das geht aus dem ersten Wettkampfplan für die Spiele hervor, welches das Organisationskomitee jetzt veröffentlicht hat.
Das Beckenschwimmen in der Paris La Défense Arena beginnt demnach wie üblich direkt am Tag nach der Eröffnungsfeier (27. Juli), endet dann aber erst am Sonntag der ersten Olympiawoche (04. August. Hier gibt es allerdings nur noch einen Finalabschnitt und keine Vorläufe mehr. Die genaue Wettkampffolge wird in Abstimmung mit dem Weltverband FINA bis zum Sommer erst noch erarbeitet, aber die Ausdehnung entzerrt wahrscheinlich das Programm für die Sprinter*innen etwas, die zuletzt mit den 50m Freistil und zwei Lagenstaffeln (die Mixed-Staffel war in Tokio neu ins Programm gekommen) eine enge Abfolge abspulten.
Anders als zuletzt in Tokio (JPN) werden die Finals in Paris nun auch wieder abends ausgetragen, die Zeitverschiebung in die USA (deren TV-Sender Hauptgeldgeber sind) beträgt nur sechs Stunden. An den ersten acht Tagen werden die Endläufe von 20:30 bis 22:30 Uhr stattfinden, nur am zusätzlichen Finalsonntag geht es dann bereits 18:30 Uhr los. Die Vorläufe sind jeweils von elf bis 13 Uhr Ortszeit angesetzt.
Ausreichend Pause würde Olympiasieger Florian Wellbrock aber auch in Paris wieder bekommen. Die Entscheidungen im Freiwasserschwimmen finden nämlich in der zweiten Woche am 08. und 09. August statt. Allerdings ist dabei dann wieder frühes Aufstehen nötig, der Start für die 10 Kilometer erfolgt bereits um 07:30 Uhr.
Terminiert wurden auch die Wettbewerbe im Wasserspringen vom 27. Juli – 10. August, im Synchronschwimmen vom 05. – 10. August sowie im Wasserball, wo die Vorrunden vom 27. Juli bis 04. August und die Finalrunden vom 05. – 11. August über die Bühne gehen. Dabei wird in einem der beiden Wasserball-Endspiele wie schon in Tokio die letzte Medaillenentscheidung der gesamten Olympischen Spiele fallen, entsprechende Aufmerksamkeit ist also garantiert.
Insgesamt wird es 329 Entscheidungen in 32 Sportarten geben, davon 35 im Beckenschwimmen. Insgesamt sollen zehn Millionen Tickets verkauft werden, knapp die Hälfte der Eintrittskarten soll für unter 50 Euro verfügbar sein. Eine Million Tickets sind sogar ab 24 Euro zu haben, und das in allen Sportarten – auch im Schwimmsport. Die Fans sollen auch mehr Planungssicherheit bekommen, deswegen findet diesmal bereits vorab eine Verlosung statt; wer dort zum Zug kommt, erhält für eine bestimmte Zeit Zugriff auf eine Vorverkaufsplattform und hat die dort erworbenen Tickets dann sicher. In der Vergangenheit konnten Karten zunächst nur reserviert werden, die Verlosung erfolgte erst im Anschluss.
>> Zum Wettkampfplan auf der offiziellen Veranstaltungsseite
Wasserballer Tobias Preuß wird Vizepräsident von Athleten Deutschland
Am Rande des Wasserball-Supercups in Hannover konnte Tobias Preuß am Sonntag viele Gratulationen entgegennehmen. Dabei spielte der 33-Jährige gar nicht mit, in der Woche zuvor hatte der langjährige Nationalspieler seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport bekanntgegeben. Den Zuspruch erhielt er allein für seine Wahl zum Vize-Präsidenten des Athleten Deutschland e.V. am Vorabend. Diese unabhängige, im Jahr 2017 gegen den Willen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gegründete Interessenvertretung der Kaderathlet*innen besitzt inzwischen 1.400 Mitglieder, die nun ihr neues Präsidium wählten. Fecht-Weltmeister Max Hartung, als Initiator seit der Gründung 2017 als Präsident an der Spitze, übergab dabei die Führungsrolle an Beachvolleyballerin Karla Borger(32).
Neben deren Stellvertreter Preuß, der bis Februar auch noch Aktivensprecher im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ist, gehören Fabienne Königstein (Marathon), Mareike Miller (Rollstuhlbasketball) und Lukas Kohl (Kunstrad) zum neuen Präsidium, in das umgehend auch Dajana Eitberger (Rennrodeln) und Léa Krüger (Säbelfechten) kooptiert wurden. Der inzwischen auch mit Steuergeldern unterstützte Verein erfüllt somit die satzungsgemäßen Vorgaben hinsichtlich Geschlechterverteilung und Vertretung aus den nicht-olympischen und paralympischen Bereichen.
„Mir ist es eine Herzensangelegenheit, mich für die Aktiven einzusetzen. Ich will dem Sport damit auch ein Stück weit etwas zurückgeben und mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass den Aktiven künftig ein noch besseres Sportsystem geboten wird, als ich es vorfand. In dem eine ganzheitliche Entfaltung in einer entwicklungsförderlichen Umgebung gewährleistet ist. In dem wir Sportler*innen als vollwertige Stakeholder gesehen, gehört und in Entscheidungen mit eingebunden werden“, sagte Preuß, der übrigens bereits kurz nach der Gründung 2017 Mitglied der Interessenvertretung wurde. „Die Aktiven müssen im Zentrum unseres Sportsystems stehen.“
Schon in den vergangenen vier Jahren wurde unter dieser Agenda bekanntlich einiges erreicht. Athleten Deutschland baute eine Rechtsberatung für Athlet*innen auf und bewirkte über das Bundeskartellamt stärkere Vermarktungsmöglichkeiten der Bildrechte bei Olympischen Spielen. Derzeit arbeiten der Verein und sein hauptamtlicher Geschäftsführer Johannes Herber (ein ehemaliger Basketballprofi) auch an der Umsetzung eines unabhängigen Zentrums für "Safe Sport", an das sich Opfer sexualisierter Gewalt wenden können.
Die neue Vereinsführung startet in einer Zeit des allgemeinen Umbruchs, denn man bekommt es ja nun mit einer neuen Bundesregierung zu tun, und auch beim DOSB wird im Dezember dann bekanntlich eine neue Spitze gewählt. „Uns ist grundsätzlich daran gelegen, zu allen Beteiligten ein kooperatives und positives Verhältnis aufzubauen. Und da bringt diese Neustart-Situation auch besondere Chancen mit sich. Natürlich ist es unser Bestreben, das Engagement und die öffentliche Unterstützung weiter auszubauen und unsere Ideen auch bei der neuen Bundesregierung einzubringen“, sagte Preuß, der einen Masterabschluss in Psychologie besitzt, inzwischen wochentags als Organisationsberater wieder in Berlin arbeitet und damit kurze Wege zur Geschäftsstelle der Interessenvertretung sowie zur großen Politik hat. Und zu den Aktiven im DSV sowieso. Gratulationen gab es jedenfalls nicht nur aus dem Wasserball, sondern auch aus allen anderen vier olympischen Sportarten im Verband.
Weise Wasserballer versammelten sich in Hamburg
Die langjährige Konkurrenzsituation zwischen SV Poseidon Hamburg und dem SV Cannstatt hatte sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einer gelebten Freundschaft entwickelt.
Poseidon Hamburg unter der Federführung von Günther Scheuermann und Axel Becker hatten die Idee, dass sich die „alten Herren“ 65+ und 70+ zu einem gemeinsamen Wochenend-Trainingslager im vereinseigenen Freibad Am Olloweg treffen.
Die Zwangspause, fast 1 ½ Jahre bedingt durch „Corona“ und damit verbunden der Ausfall von 2 Deutschen Mastermeisterschaften 2020 und 2021, sollte das Wochenende als eine Art Ersatzveranstaltung angesehen werden, bevor man 2022 wieder einen Anlauf zur Durchführung der 25. DMM Auflage unternimmt.
Gesagt getan, schlussendlich trafen sich 42 unentwegte Wasserballer zu einem unter dem Schirm der DSV Fachsparte Masters Wasserball zu dieser Veranstaltung.
Unter strengen Corona Auflagen, jeder Teilnehmer musste ein Tagesaktuelles Zertifikat vorweisen, konnte das Freibad betreten werden.
Am Freitag wurden zunächst das spielerische Ballfeeling und die schwimmerischen Elemente in mehreren kleinen Gruppen überprüft und durchgeführt.
Danach erfolgte dann ein Wasserballspiel unter Führung der Schiedsrichterlegenden Günther Scheuermann und Jürgen Blan.
Auf jeder Seite gingen je 18 Mann auf der Jagd nach dem „Wasserball“.
Dieses Match ging knapp an die Hamburger Auswahl, wobei noch deutliche Defizite erkennbar wurden.
Nach dem Spiel traf man sich dann in der Poseidon Vereins-Gaststätte wo noch lange gefachsimpelt wurde bei Speis und Trank.
Der 2. Tag begann dann mit trockener Theorie und einem Coffee-Break. Das Kuchenbüffet ließ keine Wünsche offen und dass es geschmeckt hatte, waren „Krümel“, die von der Schlacht am Büffet zeugten. Dem Catering Team unter Leitung von Bärbel Scheuermann gebührt hier ein großes Dankeschön.
Danach ging es dann wieder ins nasse Element, wobei in diesem Durchgang die Torleute geprüft wurden. 45 Minuten wurden konzentriert mit spielerischen Elementen und Würfen aufs Tor die 4 Keeper unter Strom gehalten.
Das darauf folgende Wasserballspiel endete dann dieses Mal auch knapp für die Süddeutsche Auswahl. Unverkennbar die Steigerung zum Vortag beider Teams.
Nach dem Ausschwimmen trafen sich alle Teilnehmer dann zum Abschluss Grillen, das ebenfalls auf dem Vereinsgelände stattfand.
Hier wurden, teilweise sehr emotional, die Termine, EM, WM und DMM, diskutiert, vor allem, wer steht 2022 zur Verfügung.
Hans-Peter Furmaniak, genannt Fummel, hatte die Idee das, Gesamtalter der Teilnehmer festzustellen und auch zu dokumentieren. Heraus kam die unglaubliche Zahl von 2609 Jahren.
Daraus erfolgte dann eine etwas andere Berechnung: 2609 – 2021 ergab 588 v.Chr.
Welche geschichtsträchtige Person war 588 v. Chr. in aller Munde? Fummel erklärte hier Konfuzius zum Favoriten, nachdem er die Jahreszahl gegoogelt hatte.
Selbst Konfuzius (551 v Chr.), dessen Lebenszeit sich nach Abzug des Gesamtalters aller vertretenen Wasserballer zum jetzigen Zeitpunkt eröffnet, wäre als einer der ersten nachgewiesenen Wasserballer (s. Bild) auch mit seiner Weisheit nicht gegen das versammelte Wasserballwissen angekommen.
Ältester Teilnehmer war Erhard (Erle) Knackstedt, der den 83. Geburtstag in der darauffolgenden Woche feiern konnte.
Ein ereignisreiches Hamburger Wochenende endete mit dem Besuch der Phili und der Speicherstadt am Sonntagnachmittag.
Dem SV Poseidon Hamburg, seinen rührigen Helfer/innen ein herzliches Dankeschön, und es hat Spaß gemacht. Man freut sich auf 2022, wo ein erneuter Anlauf, 24.-26.6. erfolgen soll.
Frieder Class
Referent DSV FS WaBa
World University Games finden 2025 in der Region Rhein-Ruhr statt
Deutschland kann sich wieder auf eine sportliche Großveranstaltung freuen. Das Exekutivkomitee des Internationalen Hochschulsportverbands FISU hat am Samstag in Düsseldorf die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games nach Nordrhein-Westfalen vergeben. In der Region Rhein-Ruhr werden im Juli 2025 rund 10.000 Athlet*innen sowie Offizielle aus 170 Ländern erwartet. Sie messen sich dann an zwölf Tagen in 18 Sportarten. Die Wettkämpfe werden in Düsseldorf (u.a. Schwimmen), Duisburg (u.a. Wasserball), Essen (u.a. Wasserspringen), Bochum, und Mülheim an der Ruhr ausgetragen.
Die FISU World University Games, vormals bekannt als Universiade, sind die weltweit größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen und Paralympischen Spielen und finden seit 1989 erstmals wieder in Deutschland statt. Auch DSV-Aktivensprecherin Sarah Köhler hat sich als Botschafterin für diese Veranstaltung eingesetzt, bei der neben dem spitzensportlichen Vergleich auch Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Innovation sowie der interkulturelle Austausch im Fokus stehen. Ausrichter ist diesmal dann der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh).
„Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen und die Entscheidung der FISU, die sowohl für den deutschen Hochschulsport als auch für den gesamten deutschen Sport von historischer Bedeutung ist. Wir werden unsere Chance nutzen und gemeinsam mit unseren Partnern ein Großereignis ausrichten, das Sport und Wissenschaft beispielhaft verbindet. Im konzeptionellen Fokus der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games stehen die Themen soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit sowie Innovation und Partizipation. Durch diese Schwerpunktsetzung und die enge Einbindung der Hochschullandschaft in die Vorbereitung und Durchführung können die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games als Inkubator für Veränderungsprozesse im Sport und in der Metropolregion Rhein-Ruhr dienen. Darüber hinaus sollen von ihnen – insbesondere durch die intensive Einbeziehung von Studierenden – langfristige gesamtgesellschaftliche Entwicklungsimpulse ausgehen“, so der adh-Vorstandsvorsitzende Jörg Förster.
Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, sagte am Samstag: „Es ist großartig, dass die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt im Sommer 2025 in Deutschland stattfindet. Wir bieten tausenden studentischen Athletinnen und Athleten eine attraktive Bühne des Spitzensports und den Besucherinnen und Besuchern ein Sportevent der Spitzenklasse. Ich bin sicher, dass die Weltspiele der Studierenden ein unvergessliches Sportereignis werden.“ Auch der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, Alfons Hörmann, verlieh seiner Freude Ausdruck: „Wir gratulieren allen, die daran beteiligt waren, die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games an Rhein und Ruhr zu holen. Kurze Wege, bereits vorhandene Wettkampfstätten sowie Organisationstalent und Sportbegeisterung der Gastgeberinnen und Gastgeber sind die wertvollen Elemente dieser erfolgreichen Bewerbung. Wir freuen uns außerordentlich darauf, in vier Jahren gemeinsam mit der weltweiten Gemeinschaft studentischer Athletinnen und Athleten ein nachhaltiges und weltoffenes Großsportevent zu feiern.“
Fünfzehn Sportarten gehören zum festen Programm der Sommerausgabe der FISU World University Games: Badminton, Basketball, Bogenschießen, Fechten, Gerätturnen, Judo, Leichtathletik, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Wasserball und Wasserspringen. Die optionalen Sportarten 3x3 Basketball, Beach-Volleyball sowie Rudern ergänzen das Programm der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games. Geplant ist auch, einzelne Parasportwettbewerbe ins Programm zu integrieren.
Bei FISU World University Games können Studierende, die maximal 25 Jahre alt sind und von ihren nationalen Verbänden nominiert werden, starten. Zu den Teilnehmenden zählen sowohl studentische Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler als auch etablierte Spitzensportlerinnen und -sportler.
Starkes erstes Viertel ebnet den DSV-Frauen den Weg
Die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) haben beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta den nächsten Erfolg gefeiert. Gegen Kasachstan gewann das DSV-Team am Samstag mit 12:7 und hat damit das Spiel um Platz neun erreicht. Gegner dort ist am Sonntag (13:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) zum Abschluss des Turniers nun Gastgeber Malta, der sich heute mit 9:7 gegen Argentinien durchsetzte.
„Wir haben heute verdient gewonnen“, sagte Head Coach Karsten Seehafer. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren von Anfang an wach und haben nach einer kleinen Schwächephase einen nicht gefährdeten Sieg eingefahren.“ Tatsächlich legte Deutschland bereits im ersten Viertel den Grundstein. 4:1 führte die DSV-Auswahl nach den ersten acht Minuten, Kapitänin Gesa Deike (Wasserfreunde Spandau 04) ging dabei mit den ersten zwei Treffern voran. Bis zur Halbzeit kamen die Kasachinnen, in den vergangenen Jahren regelmäßige WM-Teilnehmerinnen und zuletzt 2024 WM-Zwölfte in Doha (QAT), zwar wieder bis auf ein Tor (5:4) heran. Das DSV-Team lag aber über die gesamte Partie durchweg in Führung.
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Nach Wiederanpfiff war dann wieder die Deutschen am Drücker. Besonders auffällig war in dieser Phase Georgia Sopiadou, die allein zwei Tore im dritten Viertel erzielte und im letzten Abschnitt später noch einen weiteren Treffer folgen ließ – dafür gab es für sie nach Spielende die Auszeichnung als Spielerin des Tages. 9:5 führte Deutschland bereits zur letzten Pause, im Schlussviertel konnte dieser Vorsprung sogar noch ausgebaut werden. Neben Sopiadou waren auch Gesa Deike und Belén Vosseberg (CN Catalunya/ESP) dreimal erfolgreich, Elena Ludwig (Wasserfreunde Spandau 04) kam auf zwei Tore.
Deutschland zeigt sich gegen die Slowakei in Torlaune
Nach der erwartet schweren Vorrunde mit Spielen ausschließlich gegen Top-Teams hat für die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) das Weltcupturnier der Division 2 in Gzira (MLT) nun quasi erst so richtig begonnen. Im ersten Platzierungsspiel gegen die Slowakei feierte die DSV-Auswahl am Freitag sogar ein wahres Schützenfest und gewann gegen den diesjährigen EM-Teilnehmer mit 17:7. „Nach den Niederlagen der Gruppenphase haben wir ein solides Spiel abgeliefert und sicher gewonnen. Dies ist nicht selbstverständlich und freut mich“, sagte Head Coach Karsten Seehafer.
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Deutschland lag während der gesamten Partie nur ein einziges Mal gleich zu Beginn in Rückstand. Danach war das DSV-Team klar dominierend und führte nach dem ersten Viertel mit 4:2. Im zweiten Abschnitt konnte man den Vorsprung vergrößern. Vier Treffer gelangen auf deutscher Seite, nur einer für die Slowakinnen, und der auch erst wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene.
Das dritte Viertel verlief anschließend ausgeglichen, die deutliche DSV-Führung hatte aber weiter Bestand. Im Schlussviertel drückten die Deutschen dann noch einmal kräftig aufs Gas und schraubten das Ergebnis in die Höhe. 5:0 ging dieses Viertel an das DSV-Team, das am Ende fast doppelt so viele Schüsse (42:23) zu Buche stehen hatte als die Slowakei.
Beste Torschützin beim DSV-Team war die Bochumerin Emiliia Khmil mit vier Treffern, Belén Vosseberg (CN Catalunya/ESP) und Kapitänin Gesa Deike (Wasserfreunde Spandau 04) waren je drei Mal erfolgreich, drei weitere Spielerinnen trafen doppelt. Am Samstag trifft Deutschland beim Weltcup als nächstes auf Kasachstan (11:30 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast).
So geht es für das DSV-Team beim Weltcup nach der Vorrunde weiter
Die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e. V. (DSV) treffen beim Weltcupturnier der Division 2 in Gzira (MLT) im ersten Platzierungsspiel am Freitag auf die Slowakei (11:30 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast). Für die DSV-Auswahl geht bei dem Turnier noch um die Plätze neun bis 15.
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Zum Abschluss der Vorrunde traf Deutschland am Donnerstag auf Asien-Meister China und damit auf das dritte Top-Team binnen drei Tagen nach den vorherigen Spielen gegen Kanada (Olympia-Achter von 2024) und Russland (zweimaliger Olympia-Bronzemedaillengewinner). Das DSV-Team erzielte durch Elena Ludwig (Wasserfreunde Spandau 04) den ersten Treffer der Partie, die Chinesinnen glichen diese frühe Führung aber postwendend aus. Nach ausgeglichenem erstem Abschnitt (1:1) war China in der Folge zunehmend am Drücker – 5:1 stand es zur Halbzeit, trotz mehrerer guter Paraden von Darja Heinbichner (SV Blau-Weiß Bochum) im deutschen Tor.
Im dritten Viertel baute China seinen Vorsprung auf 8:1 aus. Die Deutschen hatten in dieser Phase auch etwas Wurfpech mit gleich vier Pfostentreffern in diesem Abschnitt. Im letzten Viertel brachte der Favorit den Sieg souverän nach Hause bis zum Endstand von 14:1. „Mit einem Tor gewinnt man kein Spiel. Da hilft auch kein gutes Viertel zum Start und eine ordentliche Leistung in der Verteidigung. Die Möglichkeiten waren da. Das Einzige, was vorher schon klar war: Wir werden jetzt leichtere Gegner bekommen“, sagte Head Coach Karsten Seehafer.
Deutschlands Wasserballerinnen mit guter Spielanlage gegen Kanada
Die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) haben zum Auftakt des Weltcupturniers der Division 2 auf Malta eine starke Leistung gezeigt. Gegen Kanada, den Olympia-Achten der Spiele von 2024 in Paris (FRA), unterlag das DSV-Team zwar mit 8:13, bewies aber, dass man mit den Top-Teams des Turniers mithalten kann.
„Kanada ist hier Top drei gesetzt, aber wir haben ordentlich mitgespielt. Die Anlage hat heute gepasst“, sagte Head Coach Karsten Seehafer. „Streckenweise war auch mehr möglich, gerade im ersten Viertel haben wir ein paar gute Möglichkeiten vergeben“. Dort hatte die DSV-Auswahl zwischenzeitig sogar einmal geführt nach dem Treffer zum 2:1 durch Aylin Fry (SV Blau-Weiß Bochum) nach erfolgreichem Konter. Die Kanadierinnen schlugen jedoch zurück und beendeten den ersten Abschnitt mit einer knappen 3:2-Führung. Zur Halbzeit führte das Team aus Nordamerika mit 5:3.
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Im dritten Viertel erhöhte Kanada zunächst auf 6:3. Deutschland steckte aber nie auf und kam durch Treffer von Georgia Sopiadou und Elena Ludwig (beide Wasserfreunde Spandau 04) wieder bis auf ein Tor heran. Anschließend war allerdings wieder der Gegner am Drücker, der den Vorsprung bis zum Ende des Abschnitts wieder auf 9:6 ausbaute. Im Schlussviertel konnte die DSV-Auswahl den Rückstand abermals verkürzen. Kanada hatte aber das stärkere Finish und sicherte sich den Sieg. Beste Torschützin auf deutscher Seite war die Bochumerin Emiliia Khmil, die als Einzige doppelt traf; daneben waren sechs Spielerinnen je einmal erfolgreich. Am Mittwoch (18:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) trifft Deutschland als nächstes auf die Auswahl aus Russland.
Waspo Hannover mit starker Leistung gegen den Champions-League-Sieger
Der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover hat in der Wasserball-Champions-League einmal mehr gezeigt, dass er mit den besten Teams des Kontinents mithalten kann. Im zweiten Spiel der Viertelfinalphase unterlagen die Männer aus Niedersachsen im heimischen Bad zwar mit 13:21 gegen FTC-Telekom Budapest (HUN). Gegen den amtierenden Champions-League-Sieger hielt Hannover aber noch bis Mitte des zweiten Viertels gut mit. Nachdem Waspo anfangs durch Treffer von Denis Strelezkij und Mark Gansen sogar geführt hatte, blieb man auch danach lange Zeit in Schlagdistanz und lag in dieser Phase immer nur ein oder zwei Tore zurück.
Erst kurz vor der Halbzeit erhöhten die Gäste die Schlagzahl und vergrößerten ihren Vorsprung. Ende des dritten Viertels betrug dieser dann sieben Tore – damit war die Partie entschieden. Trotzdem zeigte Hannover insgesamt eine starke Leistung gegen den mit gleich drei Spielern aus dem All-Star-Team der vergangenen EM und zahlreichen weiteren Nationalspielern gespickten Top-Klub aus Ungarn. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel“, sagte Waspo-Coach Aleksandar Radovic. „Die Jungs haben mit der richtigen Einstellung und großem Engagement gespielt. Gegen den Champions-League-Sieger zu spielen, ist nie einfach, deshalb freut es mich besonders, dass sie FTC bis zum Schluss zu einem sehr aggressiven Spiel gezwungen haben.“
Bester Torschütze bei den Gastgebern war Denis Strelezkij mit vier Treffern. Bereits kommende Woche (01. April) erwartet Waspo beim Duell mit Pro Recco (ITA) der nächste Festtag. Der letztjährige Euro-Cup-Gewinner ist mit 56 nationalen Titeln in Italien sowie elf Champions-League-Triumphen Europas erfolgreichster Wasserballverein.
