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EM-Start gegen Frankreich: Starkes Comeback der DSV-Frauen ohne Happy-End
56 Sekunden vor dem Ende der Partie gegen Frankreich nahm Karsten Seehafer als Trainer der deutschen Wasserballerinnen noch einmal eine Auszeit. Kurz zuvor hatte Ira Deike das DSV-Team beim EM-Auftakt gegen Frankreich auf zwei Tore herangebracht und die Abwehr anschließend die Französinnen gestoppt – der späte Ausgleich schien auf einmal wieder möglich, nachdem Deutschland in dieser Begegnung zwischenzeitlich schon mit fünf Toren zurückgelegen hatte. Doch beim anschließenden Angriff prallte der Ball beim Wurf von Ira Deike nur an den Pfosten.
Überhaupt war das Wurfglück zum Start der Europameisterschaften nicht unbedingt auf Seiten der deutschen Frauen. Einmal gab es bei Strafwürfen sogar zwei Pfostentreffer innerhalb weniger Sekunden. Am Ende unterlag die DSV-Auswahl mit 11:13 gegen den EM-Siebten von 2024. Bereits am morgigen Dienstag (11:30 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) bietet sich die Chance zur schnellen Wiedergutmachung im zweiten Gruppenspiel gegen die Slowakei. Die Slowakinnen verloren ihr erstes Spiel gegen Weltmeister Griechenland deutlich mit 7:24.
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Gegen Frankreich dauerte es mehr als zwei Minuten, ehe der erste Treffer der Partie fiel. Kapitänin Gesa Deike brachte Deutschland in Führung – sie war mit drei Treffern die beste DSV-Torschützin an diesem Tag. Das DSV-Team konnte durch Jana Stüwe sogar nachlegen, kassierte danach aber zu viele Strafzeiten, so dass Frankreich in der Folge immer wieder in Überzahl zum Erfolg kam. Nach dem ersten Abschnitt führte der Gegner mit 4:3, zur Halbzeit mit 8:4. „Wir hatten sieben Hinausstellungen hintereinander, so konnten die Französinnen das Spiel drehen“, sagte Coach Karsten Seehafer.
Gerade im zweiten Abschnitt, in dem die DSV-Auswahl lediglich einen Treffer erzielen konnte, fehlte es an zwingenden Torchancen aus zentraler Position. Zwar hatten die Deutschen zu diesem Zeitpunkt und auch zum Spielende mehr Würfe aufs Tor abgegeben, waren dabei aber nicht effizient genug im Abschluss. Das änderte sich erst im Verlauf des dritten Viertels. „Wir haben viel Zeit gebraucht, um zurück ins Spiel zu finden“, so Seehafer. Das starke Comeback im Schlussviertel, das die Deutschen mit 4:2 für sich entscheiden konnten, kam dann zu spät, um die Partie noch zu drehen.
Das sind die Termine für den Schwimm-Weltcup 2026
World Aquatics hat nach den Austragungsorten nun auch die Termine für den Schwimm-Weltcup 2026 bekanntgegeben. Dieser findet im kommenden Jahr erstmals entlang der historischen Seidenstraße in Baku (AZE), Taschkent (UZB) und Astana (KAZ) statt – und zwar an den ersten drei Wochenenden im Oktober.
Dern Anfang macht Aserbaidschans Hauptstadt Baku vom 01. – 03. Oktober. Es ist der früheste Weltcup-Auftakt seit 2021, in den Jahren danach startete die Serie immer erst Mitte des Monats. Danach folgt die Station in Taschkent in Usbekistan vom 08. – 10. Oktober. Das Finale steigt dann vom 15. – 17. Oktober in der kasachischen Hauptstadt Astana. „Wir sind begeistert und fühlen uns sehr geehrt, den Schwimmweltcup in so geschichtsträchtige und kulturell bedeutende Städte wie Baku, Taschkent und Astana zu bringen. Die Seidenstraßen-Tour wird eine Abkehr von den üblichen Weltcup-Veranstaltungen darstellen und den weltbesten Schwimmern neue Perspektiven eröffnen, wo ihre Leistungen von den Einheimischen gefeiert und geschätzt werden“, sagte Husain Al Musallam, der Präsident von World Aquatics.
Alle drei Länder sind zum ersten Mal Gastgeber eines Weltcup-Events. Für Usbekistan und Kasachstan ist es sogar das erste Mal überhaupt, dass man eine internationale Schwimmveranstaltung ausrichtet – dort waren bislang nur Events im Synchronschwimmen beziehungsweise Wasserball zu Gast. „Wir begrüßen jeden Schwimmer so herzlich, wie einst Reisende einander auf dieser alten Seidenstraße willkommen hießen“, wird Dmitriy Balandin in der Pressemitteilung des Weltverbandes zitiert. Der Olympiasieger von 2016 über 200m Brust ist inzwischen Generalsekretär des kasachischen Schwimmverbands.
Geschwommen wird auch 2026 wieder auf der Kurzbahn. Nur in den Jahren vor Olympia wird der Weltcup traditionell auf der 50m-Bahn ausgetragen, also erst 2027 wieder. Das Preisgeld beträgt 2026 erneut stattliche 1,2 Millionen US-Dollar, kann sich aber durch Boni für Weltrekorde oder das Erreichen der Triple-Crown – also dem Sieg auf einer Strecke bei allen drei Veranstaltungen – noch weiter erhöhen. In diesem Jahr wurden so insgesamt 1,57 Millionen US-Dollar ausgeschüttet.
Starkes Comeback beschert Hannover den ersten Sieg in der Champions League
Siege sind immer süß, Heimsiege erst recht. Und wenn sie dann auch noch in der Königsklasse des Wasserballs passieren, ist die Freude umso größer. Einen solchen Glücksmoment erlebten in der Champions League in dieser Woche die Wasserballer von Waspo 98 Hannover. Gegen den spanischen Top-Klub CN Sabadell gewann der Deutsche Meister mit 16:14 und feierte damit den ersten Sieg in der Champions League seit fast zwei Jahren. Nach zwei Spieltagen liegen die Niedersachsen damit gut im Rennen ums Weiterkommen. Bereits am heutigen Freitag sind sie aber zunächst in der Bundesliga im Stadtderby gegen die White Sharks gefordert.
Dabei sah es gegen Sabadell über weite Strecken der Partie zunächst nicht so aus, als würde Waspo die Punkte in Hannover behalten können. Anfang des zweiten Viertels führten die Gäste aus dem Vorort von Barcelona bereits mit vier Toren (7:3). In der Folge verkürzte Hannover zwar den Rückstand und konnte im dritten Viertel sogar gleichziehen (9:9), Mitte des Schlussabschnitts ging Sabadell allerdings wieder mit zwei Toren in Führung (14:12). Doch Waspo kämpfte, hielt die Gäste fast vier Minuten ohne Treffer und drehte das Spiel so erfolgreich. Ein raffinierter Heber von Hannovers Neuzugang Lazar Vukicevic 42 Sekunden vor dem Ende besorgte den Endstand und ließ Spieler und Fans im Stadionbad jubeln. Beste Torschützen beim Tabellenführer der Bundesliga waren Nationalspieler Denis Strelezkij mit vier sowie Nikola Milardovic mit drei Treffern.
Spandau hält die perfekte Bilanz gegen Bukarest
Überhaupt war es eine erfolgreiche Europapokal-Woche für die Vertreter der Wasserball-Bundesliga. Einen Sieg feierten im Euro Cup nämlich auch die Wasserfreunde Spandau 04, der deutsche Rekordchampion setzte sich auswärts gegen Steaua Bukarest mit 11:9 durch. Marton Nagy war mit drei Treffern bester Torschütze bei den Berlinern, die damit ihre perfekte Bilanz gegen den rumänischen Gegner weiter ausbauen konnten. In bislang fünf Aufeinandertreffen mit Bukarest seit 2018 war Berlin stets erfolgreich. Der ASC Duisburg verlor dagegen sein Heimspiel gegen das kroatische Top-Team von VK Jug Dubrovnik – Champions-League-Sieger von 2016 – mit 9:18.
Duell der Tormaschinen beim Supercup in Berlin
Die Tormaschinerie bei den Top-Teams läuft bereits auf Hochtouren. Nach zwei Partien in der Wasserball-Bundesliga haben die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 als Titelverteidigerinnen bereits 62 Treffer auf der Habenseite – zuletzt gab es am vergangenen Wochenende ein 35:4 beim Uerdinger SV 08. Mit jeweils zehn Treffern stehen die Spandauerinnen Dora Kangler, Elena Ludwig und Carolina Hendrika Slagter gemeinsam auf Platz zwei der Torschützinnenliste. Ganz vorne mit sogar 13 Toren rangiert dort momentan Nationalspielerin Aylin Fry vom SV Blau-Weiß Bochum, der ebenfalls die ersten beiden Ligaspiele souverän für sich entschieden und so auch schon 43 Treffer zu Buche stehen hat. 16:11 hieß es zuletzt beim SSV Esslingen im Duell zweier Europapokalteilnehmer.
Beim Supercup am 18. Oktober in Berlin treffen die beiden offensivstärksten Teams des Landes nun erstmals in dieser Spielzeit direkt aufeinander. Ab 18:00 Uhr geht es in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg um den ersten Titel der neuen Saison.
Die Gastgeberinnen gehen dabei als Titelverteidigerinnen ins Spiel: Beim Supercup 2024 hatte sich Spandau ebenfalls in eigener Halle mit 23:6 gegen Uerdingen durchgesetzt. Überhaupt haben die Berlinerinnen seit 2018 sämtliche nationalen Titel gewonnen und holten in der vergangenen Saison abermals das Double aus Meisterschaft und Pokal. Allerdings ist auch Bochum mit großen Ambitionen in die Saison gestartet und möchte den Wasserfreunden Paroli bieten. „Wir wollen es ihnen auf jeden Fall nicht zu einfach machen“, betonte Bochums Kapitänin Jana Stüwe. Das würde sogar Gesa Deike auf der anderen Seite begrüßen: „Ich würde mich über mehr Konkurrenz in der Bundesliga freuen“, meinte Spandaus Spielführerin. „Ich habe gehört, dass Bochum sich mit internationalen Spielerinnen verstärkt hat und freue mich auf spannende und herausfordernde Spiele.“
Bei den Männern hatte sich am vergangenen Wochenende Waspo 98 Hannover den Sieg beim Supercup-Turnier gesichert. 14:10 lautete das Ergebnis im Endspiel gegen die Wasserfreunde Spandau. Der Supercup der Männer wurde in diesem Jahr erstmals seit 2018 wieder als Viererturnier ausgetragen. Bei den Frauen geht er aber weiterhin traditionell als nur ein Spiel über die Bühne.
Spandaus starker Auftritt im Euro Cup bleibt unbelohnt
Eines der unterhaltsamsten Spiele am ersten Spieltag der Gruppenphase im Euro Cup fand am Donnerstagabend in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg in Berlin statt. Dort boten die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 gegen das Top-Team von RN Savona, den aktuellen Tabellenführer der italienischen Seria A, einen starken Auftritt. Die Berliner erwischten den besseren Start, führten im ersten Viertel zwischenzeitlich mit 4:0 und zur Halbzeit mit 6:5. Erst im dritten Viertel gingen die Gäste dann erstmals in Führung und lagen Mitte des Schlussabschnitts dann ihrerseits auf einmal mit vier Toren vorne. Spandau steckte nicht auf und kam noch einmal bis auf einen Treffer heran, unterlag am Ende aber dennoch mit 15:16. Martin Nagy und Matej Caraj mit je drei Treffern waren auf Berliner Seite die besten Torschützen an diesem Abend.
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Auch der ASC Duisburg als zweiter DSV-Vertreter im Euro Cup präsentierte sich zum Auftakt der Gruppenphase konkurrenzfähig. Beim VK Solaris Sibenik (CRO) verloren die Duisburger letztlich zwar mit 10:15. Bis zur Halbzeitpause, als der ASCD mit 8:7 führte, war man mit einem der besten Teams Kroatiens allerdings auf Augenhöhe. Vukasin Simic und Sascha Seifert trafen je dreimal für den Bundesliga-Dritten der vergangenen Saison.
Meister Hannover verliert zum Auftakt der Champions League
In der Champions League kassierte der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover bereits am Dienstag eine 9:20-Niederlage beim französischen Spitzenklub CN Marseille. Die Franzosen standen in der vergangenen Saison im Halbfinale der Königsklasse und sorgten auch diesmal früh für klare Verhältnisse.
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„Das Ergebnis ist nicht so, wie wir es erwartet und uns gewünscht haben, aber wir sind überhaupt nicht enttäuscht. Wir hatten keine Zeit, uns richtig vorzubereiten, wegen des etwas ungewöhnlichen Termins des Supercups – aber natürlich ist das keine Ausrede. Wir sind realistisch und sagen nicht, dass wir Marseille in Marseille geschlagen hätten. Die Spieler haben alles gegeben und keinen Moment aufgegeben. Dafür danke ich ihnen. Wir haben noch viel, was wir in der Champions League zeigen können“, sagte Waspo-Trainer Aleksandar Radovic. Am Samstag steht für Hannover, Spandau und Duisburg nun aber erstmal der erste Spieltag in der Wasserball-Bundesliga an.
Triumph in eigener Halle: Waspo Hannover beendet Spandaus Supercup-Serie
Der erste Titel der neuen Saison im Wasserball geht nach Niedersachsen. Der Double-Sieger der vergangenen Saison Waspo 98 Hannover setzte sich am Samstagabend im Finale des Supercup-Turniers in eigener Halle mit 14:10 gegen die Wasserfreunde Spandau 04 durch. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft und dem Erfolg im DSV-Erfolg in der vergangenen Saison hat Hannover damit nun aktuell sämtliche nationalen Titel in seinem Besitz.
Seit 2021 hatten beim Supercup zuletzt stets die Spandauer triumphiert, die mit 19 Titeln auch der Rekordchampion in diesem Wettbewerb sind. Diese Serie hat Hannover nun gestoppt. Es war der insgesamt siebte Supercup-Erfolg für Waspo 98 beziehungsweise den Vorgängerklub Waspo Hannover-Linden. Im ersten Viertel verlief die Finalpartie im Stadionbad zunächst ausgeglichen. Mehrfach wechselte die Führung hin und her, zur ersten Pause lagen die Gastgeber mit 4:3 vorne. So ging es zunächst auch im zweiten Abschnitt weiter, ehe Waspo kurz vor der Halbzeit davonzog und beim zwischenzeitlichen Stand von 8:4 dann erstmals mit vier Toren führte. Zur Halbzeit stand es 8:5.
Diesen Vorsprung verteidigte Waspo auch im dritten Abschnitt erfolgreich und konnte ihn sogar weiter ausbauen – mit 11:7 ging es letzte Viertel. Als Nationalspieler Niclas Schipper kurz darauf den zwölften Hannoveraner Treffer erzielte, bedeutete das bereits die Vorentscheidung, danach brachte Waspo die Partie souverän nach Hause. Bester Torschütze beim Sieger war eine Woche vor dem Bundesligastart am 18. Oktober Denis Strelezkij mit drei Treffern, außerdem waren gleich fünf Spieler jeweils doppelt erfolgreich. Für Spandau traf Nikola Kojic ebenfalls dreimal.
Platz drei hatte sich zuvor der ASC Duisburg durch ein 24:12 gegen den OSC Potsdam gesichert. In diesem Jahr wurde der Supercup erstmals seit 2018 wieder als Viererturnier ausgetragen. In den Halbfinals am Freitag hatte Waspo mit 30:10 gegen Potsdam gewonnen, Spandau erst nach Fünfmeterwerfen mit 19:18 gegen den ASCD.
Deutschlands Wasserballerinnen treffen bei der EM auf den Weltmeister
Deutschlands Wasserballerinnen steht bei den Europameisterschaften im kommenden Jahr ein Duell mit dem Weltmeister bevor. Das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) trifft beim Turnier vom 26. Januar – 05. Februar in Funchal (POR) in Gruppe A auf Griechenland als wohl stärkstem Gruppengegner, das sich im Sommer in Singapur die WM-Krone aufgesetzt hatte und in diesem Jahr zuvor auch schon beim Weltcupfinale triumphierte. Bei den Europameisterschaften waren die Griechinnen 2024 Dritte geworden, zwei Jahre davor Zweite – das Team zählt seit langem zu den besten der Welt.
Die weiteren Gegnerinnen in der ersten Gruppenphase sind die Französinnen als EM-Sechste von 2024 und WM-Zwölfte von Singapur sowie die Frauen aus der Slowakei, die das vergangene EM-Turnier auf Rang 15 beendet hatten – vier Plätze hinter den Deutschen als Elfte. Das direkte Duell hatte das DSV-Team damals mit 12:10 für sich entschieden.
Deutschlands Teamcoach Karsten Seehafer sagte nach der Auslosung am Donnerstag: „Wir freuen uns auf das Turnier und sind sehr zufrieden mit der Auslosung, sind wir doch Ungarn aus dem Weg gegangen“ – die Ungarinnen als WM- und Weltcup-Zweite waren das mit Abstand stärkste Team im zweiten Topf. Seehafer weiter: „Wir sind kein Favorit, können wir mit erfrischendem Wasserball aber zeigen, was möglich ist. Die Chance, besser als bei der letzten EM zu sein, ist groß.“
Bei den Europameisterschaften auf Madeira kommt erstmals ein neuer Modus zur Austragung. Nach der ersten Gruppenphase erreichen die jeweils besten beiden Nationen der vier Vierergruppen eine zweite Gruppenphase, die abermals in zwei Vierergruppen ausgetragen wird, wobei die bis dahin erreichten Punkte mitgenommen werden. Deutschland bekäme es dort mit zwei Teams aus Gruppe C mit Italien, Kroatien, Serbien und der Türkei zu tun. Die Erst- und Zweitplatzierten der Gruppenphase II stehen im Halbfinale, die restlichen Teams absolvieren Platzierungsspiele. Die Dritt- und Viertplatzierten der ersten Gruppenphase bilden ihrerseits zwei Vierergruppen, um die Plätze 9 bis 16 auszuspielen.
Die EM-Auslosung im Überblick:
Gruppe A: Deutschland, Griechenland, Frankreich, Slowakei
Gruppe B: Spanien, Ungarn, Portugal, Rumänien
Gruppe C: Italien, Kroatien, Serbien, Türkei
Gruppe D: Niederlande, Großbritannien, Israel, Schweiz
Deutsche U18-Wasserballer bei der EM in den Top Ten
Die letzte internationale Meisterschaft dieses Sommers im Nachwuchsbereich im Wasserball war zugleich auch eine Premiere. Zum ersten Mal wurde eine EM in der Altersklasse U18 ausgetragen, zuvor hatte es kontinentale Titelkämpfe nur in der U17 gegeben. Erst im vergangenen Jahr hatte der Dachverband European Aquatics beschlossen, die Altersklassen ab 2025 entsprechend anzupassen.
Der Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) beendete das U18-Turnier in Oradea (ROU) in den Top Ten. Genau dieser zehnte Platz stand am Ende für die DSV-Auswahl zu Buche, für die fünf Spieler vom OSC Potsdam und vier vom SV Cannstatt spielten, den beiden dominierenden Klubs der diesjährigen U18-Bundesliga. Nach Siegen gegen Georgien (14:8) und die Ukraine (19:8) sowie einer Niederlage nach Fünfmeterwerfen gegen Malta (20:21) belegte man in dieser Besetzung in der Vorrundengruppe Rang zwei. In den Überkreuzspielen um den Einzug ins Viertelfinale war anschließend allerdings der Nachwuchs von Männer-Weltmeister Spanien zu stark (7:14).
Im ersten von zwei Platzierungsspielen gewann das DSV-Team anschließend mit 13:8 gegen die Niederlande, ehe es im Spiel um Platz neun erneut gegen Malta ging. Abermals ging die Partie ins Fünfmeterwerfen, auch diesmal mit dem besseren Ende für den Inselstaat, der mit 17:16 die Oberhand behielt. Bester Torschütze auf deutscher Seite waren im Turnierverlauf Arne Hofmann (OSC Potsdam) mit 16 Toren, gefolgt von den beiden Cannstädtern Fabio De Marco (14) und Tobias Scherrieble (zehn). Den Europameistertitel sicherte sich am Sonntag Montenegro durch ein 13:9 im Nachbarschaftsduell gegen Serbien.
Für Deutschland spielten:
Arne Hofmann, Melvin Karpinski, Marian Kob, Tyler Kugler, Elias Göthke (alle OSC Potsdam), Fabio De Marco, Nikolaos-Emmanouil Patsiavouridis, Vanja Pletikosic, Tobias Scherrieble (alle SV Cannstatt), Aleksandar Mityskar, Eric Heinrich, Noel Palata (alle White Sharks Hannover), Justus Berg (SV Krefeld 72), Elias Nosnik (ASC Duisburg), Dimitrij Vasilev (Post-SV Nürnberg)
Der Ticketverkauf für die World University Games hat begonnen
Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen macht in diesem Jahr extra erst im August Urlaub, damit sie mit ihren beiden Söhnen bei den Schwimmwettkämpfen der FISU World University Games vorbeischauen kann. Vom 16. – 27. Juli messen sich dabei rund 8.500 studierende Sportler*innen in 18 Disziplinen, Hauptaustragungsort der früher als Universiade bekannten Großveranstaltung ist das Ruhrgebiet mit Bochum, Duisburg, Essen, Mülheim an der Ruhr und Hagen. Im Schwimmen, Wasserspringen und Volleyball werden die Wettbewerbe allerdings aus infrastrukturellen Gründen in Berlin ausgetragen. Die Wasserball-Spiele steigen beim ASC Duisburg.
Am Dienstag hat der Ticketverkauf dafür begonnen. Tagestickets für das Schwimmen oder Wasserspringen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) kosten 18,00 Euro, ebenso für die Wasserballspiele in Duisburg.
>> Zum Ticketverkauf der FISU World University Games
Auch Topstar Britta Steffen hat übrigens 2007 selbst mal an den World Games teilgenommen, dabei in Bangkok (THA) auch gewonnen. Es war eine perfekte Vorbereitung auf Olympia ein Jahr später in Peking (CHN). Denn es sind quasi die Olympischen Spiele für Student*innen. „So beschreibe ich das manchmal, wenn jemand nichts damit anfangen kann“, sagte Britta Steffen dem „Tagesspiegel“. „Das ist wirklich ein Wettkampf mit Hochleistungscharakter.“
Wer für Deutschland teilnimmt, entscheidet sich natürlich erst nach der jeweiligen WM-Qualifikation für die Welttitelkämpfe in Singapur (13. Juli – 03. August). Im Schwimmen also erst nach den Deutschen Meisterschaften in Berlin (01. – 04. Mai). Hier kann man in der SSE also auf jeden Fall alle Olympiahelden um Lukas Märtens, Isabel Gose oder Florian Wellbrock live erleben.
Für die Wasserballwettbewerbe im Rahmen der World University Games stehen aber zumindest schon die deutschen Gruppengegner*innen fest. Die Männer treffen in der Vorrunde auf Ungarn, die USA und Neuseeland. Die Frauen spielen ebenfalls gegen Ungarn, dazu gegen Australien und Chile.
DSV-Wasserballerinnen spielen beim Weltcup um den Einzug ins Super Final
Die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) stehen beim Weltcupturnier der Division 2 in Istanbul (TUR) im Halbfinale. Nach dem 12:11 gegen die Türkei am Montagnachmittag bekommen die DSV-Frauen damit morgen ihr erhofftes K.o.-Spiel um den Einzug ins Super Final mit den Top-Teams aus Division 1, für das in Istanbul zwei Tickets vergeben werden. Gegnerinnen sind dort am Dienstag (11:30 Uhr, Livestream bei Eurovision Sport) die Chinesinnen, die sich im Duell zweier Olympiateams mit 7:6 gegen Frankreich durchsetzten.
„In einem kleinen türkischen Hexenkessel haben wir knapp, aber verdient gewonnen. Als Team haben wir dafür die Basis gelegt“, sagte Teamcoach Karsten Seehafer. Und appellierte zugleich an seine Mannschaft für morgen: „Trotz aller positiver Aktionen haben wir auch immer noch genügend Möglichkeiten, besser zu spielen.“
>> Spielplan und Ergebnisse des Wasserball-Weltcups
Im ersten Viertel waren die Deutschen nur selten in der Lage, ihr starkes Konterspiel aus den Gruppenspielen aufzuziehen. Die Türkinnen verhinderten dies clever und kamen ihrerseits immer wieder aus aussichtsreicher Centerposition zum Wurf, so dass die Gastgeberinnen nach dem ersten Abschnitt zunächst mit 5:4 führten. Auch in der Folge blieb die Partie ausgeglichen, beim Stand von 8:8 ging es in die Halbzeit.
Erst Ende des dritten Spielabschnitts ging die DSV-Auswahl durch Ira Deike erstmals mit zwei Toren in Führung (10:8). Die Türkei war bis dahin in diesem Viertel ohne Torerfolg geblieben und verpasste auch im weiteren Verlauf einen weiteren Treffer bis zur letzten Pause.
Zu Beginn des Schlussviertels bekamen die Türkinnen dann abermals einen Fünfmeter zugesprochen – insgesamt waren es vier in dieser Partie für die Türkei, für Deutschland nur zwei – und konnten so nochmal verkürzen. Nun meldete sich auch das Heimpublikum noch einmal zu Wort und feuerte die Gastgeberinnen an. Es blieb also spannend. Elena Ludwig und Belén Vosseberg trafen noch für Deutschland, die Türkinnen ebenfalls noch zweimal, zudem hatten beide Seiten in der Schlussminute noch je einen Pfostentreffer. Am Ende verteidigte das DSV-Team seinen knappen Vorsprung. Vosseberg war einen Tag nach ihrem 27. Geburtstag mit vier Treffern beste Torschützin auf deutscher Seite, Ira Deike traf dreimal.
