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U17-Juniorinnen stehen im JEM-Achtelfinale
Die guten Eindrücke aus der Vorbereitung haben nicht getäuscht. Souverän haben die deutschen Juniorinnen bei der U17-EM der weiblichen Jugend in Sibenik (CRO) das Achtelfinale erreicht, trotz einer knappen 6:7-Niederlage zum Abschluss der Vorrunde gegen Gastgeber Kroatien. Zuvor hatten die DSV-Talente bei dieser mit 19 Nationen bislang größten JEM im weiblichen Nachwuchs gegen Rumänien (23:6) und EM-Neuling Malta (25:5) zwei deutliche Siege eingefahren. Gegen Mitfavorit Russland unterlag die Auswahl von Bundestrainer Sven Schulz mit 2:16. Beste Torschützinnen auf deutscher Seite waren in der Vorrunde Jamie-Julique Haas (SC Chemnitz) mit 15 Toren, gefolgt von Sinia Plotz (SV Bayer Uerdingen 08) mit zehn und Selin Karakus (ETV Hamburg) mit neun Treffern. Im Tor präsentierte sich Darja Heinbichner (SV Bayer Uerdingen 08) als sicherer Rückhalt.
In der Gruppe C belegt die am letzten Vorrundenspieltag spielfreie deutsche Mannschaft damit sicher Rang drei hinter den Russinnen und den Kroatinnen und trifft im Achtelfinale am Donnerstag auf Israel als zweitplatziertes Team der Gruppe A. Der israelische Nachwuchs war 2019 EM-Zehnter in der U17 und im selben Jahr EM-Neunter in der U15 mit dem aktuellen Jahrgang. Bei den laufenden Titelkämpfen verlor das Team in der Gruppenphase zuletzt nur knapp gegen die amtierenden Europameisterinnen aus Spanien.
Mit einem Sieg im Achtelfinale wäre das im Vorfeld formulierte Ziel einer einstelligen Platzierung für die DSV-Nachwuchsspielerinnen bereits erreicht und auch das Ergebnis der vergangenen U17-Europameisterschaften frühzeitig übertroffen. 2019 beim Turnier in Volos (GRE) hatte Deutschland zuletzt Platz elf belegt.
JEM-Bronze für Dortmunds Lagenschwimmer Cedric Büssing
Am dritten Wettkampftag der Europameisterschaften für die Junior*innen in Rom durfte beim Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) wieder eine Medaille bejubelt werden. Im Rennen über 200m Lagen sicherte sich Cedric Büssing in 2:01,84 Minuten Bronze hinter Berke Saka (TUR/2:00,04) und Vadym Naumenko (UKR/2:00,65). Der 18-Jährige von der SG Dortmund verbesserte seine Bestzeit dabei um fast vier Sekunden.
„Gratulation an Cedric und seinen Trainer Stephan Wittky. Mit so einem tollen Ergebnis war auf dieser Strecke nicht unbedingt zu rechnen, nachdem vorab sogar die Normzeit fehlte. Wie er sich hier dann aber von Rennen zu Rennen gesteigert hat, war sicher auch eine gute Vorbereitung für die 400m Lagen am Sonntag“, sagte Carsten Gooßes, Bundestrainer Nachwuchs. Die doppelte Distanz liegt Büssing sogar noch etwas mehr, hier wurde er im Juni bereits Deutscher Vizemeister im offenen Bereich.
Über die Finalteilnahme und jeweils einen achten Platz konnten sich Lise Seidel (Chemnitz) über die 100m Rücken (1:02,79 Minuten) und Manuel Kohlschmid (Burghausen) über 100m Brust (1:02,59) freuen.
Für den Höhepunkt im Foro Italico sorgte am Donnerstag erneut David Popovici. Der 16-jährige Rumäne verbesserte beim Sieg über 100m Freistil in 47,30 Sekunden seinen Junioren-Weltrekord und reist nun sogar als Weltjahresbester weiter zu den Olympischen Spielen in Tokio.
Florian Wellbrock siegt bei spanischen Meisterschaften
Doppelweltmeister Florian Wellbrock hat bei seinem letzten Wettkampf vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli - 08. August) einen überzeugenden Sieg gefeiert. Der 23-Jährige vom SC Magdeburg gewann bei den Offenen Freiwasser-Meisterschaften Spaniens in Banyoles über die olympische Distanz von 10km in 1:48:05,00 Stunden deutlich vor dem Spanier Alberto Martinez (1:50:15,25) und seinem Vereinskollegen Rob Muffels (1:50:19,80). Bei dem Frauen setzte sich die in Magdeburg lebende Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal (NED/1:56:26,35) vor Ana Marcela Cunha (BRA/1:56:28,50) und den beiden Deutschen Sarah Köhler (1:56:30,85) und Finnia Wunram(1:58:08,30) durch.
„Florian hat da mit vollem Druck ein Wahnsinnsrennen gemacht, das ist auch eine richtig gute Zeit“, lobte Bundestrainer Bernd Berkhahn, der mit seiner Trainingsgruppe direkt aus dem Höhentrainingslager aus der Sierra Nevada (ESP) angereist war und nun wie schon vor der erfolgreichen WM 2019 in Gwangju (KOR) noch zehn Tage in Andorra trainieren wird. Und zwar voller Optimismus, wie Berkhahn betont: „Diese Leistung gibt uns Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
In dieser Woche hatten Vertreter*innen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) zuvor auch schon bei den Titelkämpfen Italiens glänzen können. So siegte Olympiastarterin Leonie Beck in Piombino über die 5km (57:47,3 Minuten). Und 25km-Europameisterin Lea Boy erkämpfte sich über die 10km Rang zwei (2:05:07,4 Stunden) knapp hinter Ana Marcela Cunha. Die beiden Würzburgerinnen haben übrigens auch für die Deutschen Meisterschaften ab kommenden Donnerstag (24. Juni) in Münster gemeldet.
Deutsche Meisterschaften für den Schwimm-Nachwuchs verschoben
Die Öffnung der Bäder und damit auch die Rückkehr in den Vereinssport lässt nach 14 Monaten Pandemie leider weiterhin auf sich warten. Die Politik beschließt angesichts der durch die Virusmutationen erneut steigenden Inzidenzwerte dieser Tage sogar neue und zum Teil strengere Verordnungen. Diese Entwicklung hat die Verantwortlichen im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) dazu veranlasst, die Wettkampfplanungen für die nächsten Monate noch einmal entsprechend anzupassen.
Auf Beschluss der Abteilung Wettkampfsport Schwimmen werden die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin (DJM/26. - 30. Mai) und auch die Deutschen Meisterschaften Schwimmerischer Mehrkampf in Dortmund (SMK/18. - 20. Juni) nun auf einen späteren und erst noch zu benennenden Zeitpunkt im Jahresverlauf verlegt. „Wir werden genau verfolgen, wie sich die steigende Impfquote auf die pandemische Entwicklung auswirkt und dann rechtzeitig ein neues Datum für unsere Nachwuchs-Titelkämpfe bekanntgeben“, erklärte Abteilungsleiter Tjark Schroeder. „Eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte schafft für die Athlet*innen auch mehr Zeit für eine adäquate Vorbereitung.“
Bei der DJM 2021 sind die weiblichen Jahrgänge 2004 bis 2008 sowie die männlichen Jahrgänge 2003 bis 2008 startberechtigt. Der SMK ist für die Jahrgänge 2009 und 2010 angesetzt. „Es ist bedauerlich, dass wir vom Virus erneut ausgebremst werden. Natürlich hoffen wir aber, dass unser Nachwuchs auf sämtlichen Leistungsebenen bald wieder zurück ins Wasser und dann auch unsere Wettkampfangebote nutzen kann“, erklärte der Bundestrainer Nachwuchs, Carsten Gooßes. Über nachrangige Qualifikationsmöglichkeiten für die Junioren-Europameisterschaften erfolgt zeitnah noch eine Abstimmung.
Keine Titelkämpfe 2021 im Synchronschwimmen
Auch beim Synchronschwimmen ist in der Zwischenzeit eine Entscheidung zu den nationalen Titelkämpfen getroffen worden. Dort ist die Abteilung Wettkampfsport zu dem Entschluss gekommen, in diesem Jahr keine DSV-Veranstaltungen auszurichten. Davon ausgenommen sind Kadersichtungen, Lehrgänge sowie Ausbildungen von Wertungsrichter*innen.
Das Meldeergebnis der Olympiaqualifikation in Berlin ist online
Als Jacob Heidtmann nach den ersten Bahnen aus dem 50m-Becken in der Schwimm-und Sprunghalle im Europasportpark gestiegen war, geriet der WM-Fünfte ins Schwärmen. „Es ist wirklich optimal, dass wir hier in Berlin schwimmen, in diesem schnellen Becken“, sagte der Elmshorner. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat die DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen (16. - 18. April) als finalen Höhepunkt im Kampf um die Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli - 08. August) auch deswegen in die deutsche Hauptstadt gelegt, damit hier die anspruchsvollen Normzeiten auch von möglichst vielen erfüllt werden können.
>> Zum Meldeergebnis der DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen
Ein Blick auf das am Mittwoch veröffentliche Meldeergebnis zeigt, dass jeweils 32 Frauen und Männer an den Start gehen werden, von den Top-Leistungen erwartet werden können. Doppelweltmeister Florian Wellbrock hat beispielsweise nach seinen Weltklassezeiten am vergangenen Wochenende in Magdeburg über 400m und 1500m Freistil in Berlin zusätzlich auch noch für die 800m Freistil gemeldet.
Besonders viel Spannung verspricht auch der Kampf um die Plätze in den insgesamt sieben Olympiastaffeln. Hier rechnet sich auch Jacob Heidtmann noch Chancen aus und meldete nicht nur für seine Paradestrecke 400m Lagen (hier hat er sich schon für Olympia qualifiziert), sondern auch für die 100m und 200m Freistil. „Den beiden Freistilstaffeln der Männern fehlt als einzigen noch die Normzeit, da sollten wir auf jeden Fall noch einen Leistungssprung erleben“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense.
Wellbrock mit Weltjahresbestleistung, Gose mit Rekord und noch fünf erfüllte Olympianormen
Die Schwimmer*innen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) haben in Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli - 08. August) am Samstag starke Ausrufezeichen gesetzt. Allen voran Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock, der beim Qualifikationswettkampf in seiner Heimatstadt Magdeburg bereits im Vorlauf über 400m Freistil mit Weltjahresbestzeit (3:44,35 Minuten) glänzte und diese Top-Zeit am Nachmittag (3:44,77) noch einmal bestätigte. Im Sog des 23-jährigen Champions unterbot auch sein erst 19-jähriger Trainingskollege Lukas Märtens die Norm für Tokio (3:46,40) in 3:45,29 und 3:45,71 ebenfalls gleich zweimal deutlich. „Das ist eine schöne neue Bestzeit, ich bin auch mit dem Ergebnis im Finale sehr zufrieden. Diese Geschwindigkeit zu haben ist eine gute Voraussetzung für die langen Strecken“, erklärte Wellbrock anschließend. „Es sind insgesamt jetzt drei deutsche Männer unter der 400m-Norm geblieben. Das freut mich natürlich, denn Konkurrenz belebt das Geschäft.“ So sieht das auch Bundestrainer Bernd Berkhahn: „Lukas pusht als junger Mann immer, von dieser Konstellation profitiert natürlich auch Florian.“ Bis zum großen Qualifikationsfinale in Berlin (16. - 18. April), nach dem die maximal zwei Startplätze pro Einzeldisziplin an die schnellsten Normknacker*innen vergeben werden, bleibt es so sicher spannend. Denn in Eindhoven hatte auch Henning Mühlleitner mit Top-Zeiten auf dieser Strecke geglänzt. Bereits im Vorlauf unterbot der Neckarsulmer in 3:45,55 die Tokio-Normzeit, das Finale gewann er dann in 3:47,44. „Ich freue mich riesig für Henning, dass er sich so wieder zurückkämpfen konnte in die Weltspitze“, sagte Bundestrainer und Teamcoach Hannes Vitense. Mühlleitner war schon im Jahr 2018 als EM-Dritter erfolgreich gewesen, war anschließend aber lange von einer rätselhaften Bakterienerkrankung nach einer Knie-Operation ausgebremst worden. Wellbrock war vor diesem Wochenende bereits über 800m und 1500m Freistil sowie den Freiwasserwettbewerb über 10km bei Olympia qualifiziert gewesen. Nach dieser Leistung muss man nun sehr gut abwägen, ob er in Tokio nun auch noch über die 400m Freistil starten will. „Diese Strecke passt in unsere bisherigen Planungen nicht mehr so gut rein, da gäbe es an manchen Tagen Überschneidungen. Aber nach so einer Leistung werden wir uns noch einmal alles ganz genau überlegen“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Letztlich ist es ein Luxusproblem: Denn selbst bei einem Verzicht Wellbrocks hätte Deutschland hier nun ja noch zwei weitere Finalkandidaten, mindestens. Für eine Japan-Reise im Sommer kann sich auch Isabel Gose wappnen. Die 18-Jährige siegte daheim in Magdeburg über 400m Freistil mit der persönlichen Bestzeit von 4:06,11 Minuten und blieb dabei ebenfalls deutlich unter der Olympianorm (4:07,50). Zudem verbesserte sie den 20 Jahre alten Altersklassenrekord für 19-Jährige einer gewissen Hannah Stockbauer, die danach bekanntlich zur Doppel-Weltmeisterin aufstieg. „Die Anspannung war groß, aber Isabel hat das gut gelöst“, lobte Bundestrainer Berkhahn. „Und bis zum Sommer geht vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.“ Das denkt auch Isabel Gose selbst. "Im Training hatte sich schon abgezeichnet, dass ich gut drauf bin. Umso glücklicher bin ich, dass ich das jetzt auch schon auf dem Wettkampf hier in Magdeburg umsetzen konnte. Das war wichtig hier schonmal eine Norm zu knacken. Da fällt einem schon ein Stein vom Herzen", sagte die Abiturientin.
Sarah Köhler zieht Celine Rieder zur Normzeit
Danach erfüllte auch noch Celine Rieder (Neckarsulmer Sport-Union) in 16:09,00 Minuten die Olympia-Vorgabe über 1500m Freistil (16:16,00), als sie in Magdeburg hinter der bereits für Tokio qualifizierten Sarah Köhler (SG Frankfurt/16:07,71) als Zweite anschlug. Einen weiteren deutschen Sieg gab es in Stockholm über 400m Lagen durch den bereits für Olympia qualifizierten Elmshorner Jacob Heidtmann (4:16,73 Minuten). In Magdeburg zeigte auf dieser Strecke auch Nachwuchstalent Danny Schmidt in 4:18,82 eine sehr gute Leistung. Der 19-Jährige von der SG Frankfurt erfüllte mit seiner neuen Bestzeit die Norm für die EM in Budapest im Mai. In Eindhoven glänzte auch wieder Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulmer Sport-Union) über 100m Brust. Nach seinem deutschen Rekord in der Vorwoche (58,95 Sekunden) wurde der 29-Jährige hinter dem niederländischen Hoffnungsträger Arno Kamminga (58,64) diesmal Zweiter und unterbot in 59,30 und 59,22 (Vorlauf) noch zweimal die Olympianorm (59,80).Annika Bruhn fehlen nur noch fünf Hundertstel
Im Kampf um die Staffelplätze ist vor dem Berliner Qualifikationsfinale am nächsten Wochenende noch alles möglich.Über 100m Freistil schrammte Annika Bruhn (Neckarsulmer Sport-Union) als Dritte in Eindhoven in 54,15 Sekunden nur um fünf Hunderstel an der Einzelnorm vorbei – die könnte nach dieser starken Leistung aber noch in Berlin fallen. So oder so haben Annika Bruhn, Marie Pietruschka (55,01 in Heidelberg), Lisa Höpink (55,05 in Eindhoven) und Hannah Küchler (55,42 in Eindhoven) die DSV-Staffelnorm für Tokio für die 4x100m Freistil nun bereits unterboten. Gleiches gilt für die 4x100m Lagenstaffel der Männer mit Marek Ulrich (Rücken: 54,27 in Heidelberg), Fabian Schwingenschlögl (Brust: 58,95 in Heidelberg), Philip Heintz (Schmetterling: 52,42 in Stockholm) und Damian Wierling (Freistil: 48,83 in Eindhoven). Und auch für die Mixed-Staffel mit Marek Ulrich (Rücken: 54,27), Fabian Schwingenschlögl (Brust: 58,95), Lisa Höpink (Schmetterling: 58,90) und Annika Bruhn (Freistil: 54,15). Hier kann sich neben der Besetzung bis nächste Woche aber auch die Streckenverteilung zwischen Männern und Frauen noch grundsätzlich ändern. Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg) glänzte in Stockholm sogar mit einer besseren Vorlaufzeit über 100m Freistil (48,77 Sekunden), wurde im Finale dann Zweiter (49,08) hinter dem Griechen Andreas Vazaios (48,93). In die Staffelwertungen kommen allerdings nur Finalzeiten aus dem April 2021, die Olympia-Einzelnorm kann auch in Vorläufen erfüllt werden und liegt bei 48,50. Besser machte es da Damian Wierling (SG Essen) in Eindhoven, der als Finalzweiter (48,83) am Nachmittag die bessere Zeit ablieferte. Immerhin haben Wierling und Salchow damit auch schon mal die EM-Norm (49,10) erfüllt, das gelang übrigens auch noch Reva Foos (SG Frankfurt) über 400m Freistil (4:11,43) und Jenny Mensing (SC Wiebaden) über 200m Rücken (2:13,00).>> Alle Ergebnisse in Magdeburg im Überblick >>Alle Ergebnisse in Stockholm im Überblick >> Alle Ergebnisse in Eindhoven im Überblick >> Alle Ergebnisse in Mission Viejo im Überblick
Auftakt der Olympiaqualifikation findet in Heidelberg statt
Nach einem Jahr Wartezeit kann im April nun endlich die Olympiaqualifikation im Beckenschwimmen stattfinden. In den nationalen Nominierungskriterien für die Spiele in Tokio (23. Juli – 08. August) wurde festgelegt, dass die erforderlichen Normzeiten für die 28 Einzeldisziplinen und sieben Staffeln von 01. - 18. April nachgewiesen werden können. Vor dem finalen Qualifikations-Höhepunkt des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in Berlin (16. – 18. April) bieten sich also noch zwei weitere Wettkampf-Wochenenden für die Ticket-Jagd an.
Der Auftakt der Olympiaqualifikation am 03./04. April findet dabei entgegen der bisherigen Planungen nun in Heidelberg statt. „Im Zuge der allseits angekündigten Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen wechseln wir lieber an einen Olympiastützpunkt, bei dem eine mögliche Nutzung durch die Öffentlichkeit nicht verhindert würde wie vielleicht in Würzburg“, erklärte Tjark Schroeder, Leiter der Abteilung Wettkampfsport Schwimmen. Die geänderte Ausschreibung wurde bereits veröffentlicht, alle für Würzburg getätigten Meldungen müssen aber noch einmal für Heidelberg vorgenommen werden.
Bei den Wettkämpfen in Magdeburg (10./11. April) und Dortmund (17./18. April) bleibt alles wie ursprünglich geplant, ebenso wie beim Qualifikationsfinale in Berlin (16. – 18. April). „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht und erhoffen uns im April natürlich auch viele Topleistungen“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense. „Es war lange genug Zeit, sich in Stellung zu bringen. Jetzt kommt es zum Showdown.“
>> Ausschreibung Qualifikationswettkampf in Heidelberg (03./04. April)
>> Ausschreibung Qualifikationswettkampf in Magdeburg (10./11. April)
>> Ausschreibung Qualifikationswettkampf in Dortmund (17./18. April)
>> Ausschreibung DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen in Berlin (16. – 18. April)
Deutlicher Erfolg im ersten Testspiel gegen Georgien
Deutschlands Wasserballer haben ihr erstes Länderspiel nach zehn Monaten gewonnen. Gegen den EM-Zehnten Georgien siegte das DSV-Team am Dienstagabend in Warendorf ein 18:9. „Das war ein sensationelles Spiel“, lobte Bundestrainer Hagen Stamm den Auftritt seiner Mannschaft. Beste Torschützen auf deutscher Seite waren Mateo Cuk, Marko Stamm (beide Wasserfreunde Spandau 04) und der junge Zoran Bozic (SSV Esslingen) mit jeweils vier Treffern.
Für das DSV-Team war es das erste offizielle Spiel seit dem 11. März vergangenen Jahres. Damals gab es beim Vier-Nationen-Turnier in Hamburg eine 10:12-Niederlage gegen den EM-Dritten Montenegro. Zwei Tage später wurde der erste Lockdown im Bundesgebiet verkündet.
Von Anfang an hochmotiviert
Zuschauer*innen waren bei der Begegnung in der „Blase“ in der Sportschule der Bundeswehr dieses Mal nicht zugelassen. Trotzdem gingen vor allem die Gastgeber von Anfang an hochmotiviert zur Sache. Bereits nach dem ersten Viertel lag Deutschland mit 7:1 in Führung. „Wir haben sehr konzentriert gespielt, hart verteidigt und sind gut in die Konter gegangen. An diesem Tag hat einfach alles geklappt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Stamm. An den Tagen zuvor hatten beide Teams bereits mehrere Trainingsspiele mit deutlich knapperem Ausgang bestritten, um sich gemeinsam auf die Olympia-Qualifikation vom 14. - 21. Februar in Rotterdam vorzubereiten. Georgien spielt dort in der anderen Vorrundengruppe als die Deutschen.
„Das war ein schöner Abschluss dieses Lehrgangs“, befand Stamm. Ein Wermutstropfen war allerdings die Verletzung von Dennis Strelezkij (Spandau), der wegen einer Kieferprellung gegen Georgien nicht mitspielen konnte. Er wird jedoch für den weiteren Verlauf der Vorbereitung zurückerwartet.Nach einer kurzen Pause kommt die deutsche Mannschaft bereits am Sonntag zu einem weiteren Lehrgang in Warendorf zusammen.
Nationale Nominierungskriterien für Tokio 2021 aktualisiert
Die Olympischen Spiele in Tokio sollen mit einem Jahr Verzögerung im Sommer 2021 (23. Juli - 08. August) unbedingt nachgeholt werden, trotz erneutem Anstieg der Infektionszahlen in dieser Coronavirus-Pandemie werden die Vorbereitungen der Nationalmannschaft Wasserspringen unter strengsten Hygienebestimmungen und nachgewiesenen negativen PCR-Tests konsequent fortgesetzt. Aufgrund der aktuellen Pandemieentwicklung in der Welt sowie des derzeitigen (Teil-) Lockdowns in Deutschland wurden die nationalen Nominierungskriterien im Wasserspringen in Abstimmung zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) angepasst und vom DOSB-Vorstand abgesegnet.
>> Tokio 2021: Nationale Nominierungskriterien im Wasserspringen
Der Verlegung des Weltcups in Tokio um zwei Monate auf 18. - 23. April 2021, bei dem die letzten internationalen Quotenplätze vergeben werden, wurde hierbei Rechnung getragen. Als abschließender Nominierungswettkampf sind zudem die Deutschen Meisterschaften (02. - 06. Juni) festgelegt worden, die im kommenden Jahr ebenso wie die Wettkämpfe im Beckenschwimmen Teil des Multisportevents „Die Finals“ werden. „Die bisher gültigen Vorgaben beim Schwierigkeitsgrad für das Sprungprogramm bleiben unverändert, die einzige Anpassung besteht im Wegfall der internationalen Leistungsnachweise bei Grand-Prix-Wettkämpfen. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie gibt es aktuell keinen belastbaren internationalen Wettkampfkalender, bei dem die Athlet*innen ihre Leistungsfähigkeit nachweisen können“, erklärt Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow.
Zur Nominierung vorrangig vorgeschlagen werden diejenigen, die es in einer der acht olympischen Disziplinen (vier Einzel, vier Synchron) beim Weltcup in Japan auf das Podest schaffen oder bei den Europameisterschaften in Budapest (10. - 16. Mai 2021) einen Einzel-Titel gewinnen. Bislang hatten Tina Punzel und Patrick Hausding dem DSV jeweils einen internationalen Quotenplatz vom Drei-Meter-Brett sichern können.
Deutschlands Wasserballerinnen gewinnen EM-Krimi gegen Serbien
In einem packenden Sonntagskrimi haben Deutschlands Wasserballerinnen bei der Europameisterschaft in Funchal (POR) Serbien mit 13:12 nach Fünfmeterwerfen bezwungen. Damit spielt die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am Montag (18:15 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) gegen Portugal um Rang elf und kann damit ihre Platzierung von vor zwei Jahren wiederholen.
>> Alle Ergebnisse der Wasserball-EM
„Das war definitiv unser bislang bestes EM-Spiel und trotzdem hat es leider nicht gereicht. Wir sind mannschaftlich sehr geschlossen aufgetreten, mit etwas Glück wäre hier auf jeden Fall noch mehr drin gewesen. Aber so ist das nun mal im Sport. Wir nehmen auf jeden Fall viel mit von diesem EM-Turnier“, sagte Head Coach Karsten Seehafer.
Zur angestrebten Top-Ten-Platzierung fehlte Deutschland auf der Blumeninsel nur wenig. Gegen Serbien zeigte das DSV-Team auf jeden Fall wieder eine kämpferisch überragende und auch taktisch clevere Leistung. Nach den Treffern von Sinia Plotz (vier), Gesa Deike (drei), Elena Ludwig und Georgia Sopiadou schien ein Sieg in der regulären Spielzeit, der das Spiel um Rang neun eingebracht hätte, dabei bis zur Schlussminute möglich.
Bis zum 7:8 nach der ersten Spielhälfte wechselte die Führung in einer abwechslungsreichen Partie gleich viermal hin und her, nur einmal führte Serbien dabei mit zwei Toren. Doch die deutsche Mannschaft stellte sich mit zunehmender Zeit immer besser auf die körperliche Überlegenheit des Gegners im Zentrum ein und half sich dort wunderbar gegenseitig aus. Zudem glänzte Torhüterin Darja Heinbichner immer wieder mit tollen Paraden. So fiel nach der Pause erst einmal sechseinhalb Minuten kein Tor mehr. Dann glich Deutschland erst einmal aus und ging vier Minuten vor Schluss sogar selbst in Führung.
Eine Zwei-Tore-Führung hätte womöglich die Entscheidung bedeutet. Durch den 9:9-Ausgleich der Serbinnen 61 Sekunden vor Schluss kam es letztlich aber erneut zum Fünfmeterwerfen, das Deutschland durch die Treffer von Ludwig, Plotz, Gesa Deike und Barbara Bujka anders als am Vortag gegen die Türkei diesmal für sich entscheiden konnte. Serbien reichte der Punktgewinn jedoch zum Einzug ins Spiel um EM-Platz neun.
