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Wellbrock & Muffels: Eiskalte EM-Duelle mit den Toprivalen
Rund 1.500 Aktive werden in Budapest erwartet, wenn unter aufwändigen Hygienevorkehrungen vom 10. - 23. Mai die Europameisterschaften mit Entscheidungen im Schwimmen, Freiwasserschwimmen, Wasserspringen und Synchronschwimmen stattfinden. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) schickt dabei ein schlagkräftiges Team mit insgesamt 45 Aktiven an den Start.
„Wir gehen diese EM mit großem Ernst an, auch wenn es in einem Olympiajahr noch einen wichtigeren Höhepunkt gibt“, sagte Leistungssportdirektor Lutz Buschkow. „Dieses internationale Kräftemessen ist eine wichtige Standortbestimmung für unsere Athlet*innen und Trainer*innen, so viele hochkarätige Wettkampfalternativen gibt es ja derzeit nicht.“
Das gilt auch und besonders für Schwimmer Florian Wellbrock. Nach zwei Jahresweltbestzeiten im 50m-Becken im April tritt der Doppelweltmeister gemeinsam mit seinem Magdeburger Trainingskollegen und WM-Dritten Rob Muffels im kristallklaren Lupa-See erstmals in dieser Olympiasaison in zwei Freiwasserrennen an, womöglich bleiben es für Wellbrock sogar die einzigen Open-Water-Tests vor dem Saisonhöhepunkt in Japan (23. Juli - 08. August). Bundestrainer Bernd Berkhahn erwartet bei deutlich kühleren Bedingungen (nahe der Mindestwassertemperatur von 16 Grad) als später in Tokio aufschlussreiche Duelle über 5 und 10km mit dem WM-Zweiten und Weltcup-Führenden Marc-Antoine Olivier aus Frankreich und dem Italiener Gregorio Paltrinieri. „Ich bin sehr gespannt auf die Form bei Florian nach den starken Beckenwettbewerben“, sagte Berkhahn. „Und auch für Rob ist es wichtig, dass er nach vielen Monaten mal wieder im Wettkampfpulk schwimmen kann.“
EM-Rennen ohne Wunram und Köhler
Bei den Frauen tragen Leonie Beck und Lea Boy im Freiwasser ebenfalls Medaillenhoffnungen, mit Finnia Wunrammusste die zweite deutsche Olympiastarterin neben Beck ihre EM-Teilnahme wegen Krankheit dagegen kurzfristig absagen. Auch Sarah Köhler wird entgegen ursprünglicher Planungen nicht nach Ungarn reisen. Um dort neben dem Teamevent wie gewünscht auch ein Einzelrennen bei der EM bestreiten zu können, wäre aus Gründen der Gleichbehandlung und Fairness innerhalb des DSV-Kaders ein internes Ausschwimmen nötig geworden - Köhler entschied sich mit ihrem Trainer gegen diesen zusätzlichen Aufwand und konzentriert sich nun lieber voll auf das Beckenschwimmen bei Olympia.Beim Beckenschwimmen in der zweiten EM-Woche sind mit Marco Koch und Lucas Matzerath zwei qualifizierte Olympiastarter in Budapest dabei, alle anderen konzentrieren sich nach der nationalen Qualifikation im April erst einmal wieder auf das Training zur Olympiavorbereitung. „Ein so erfolgreicher Athlet wie Marco Koch tritt bei einer EM natürlich immer mit Ambitionen an, aber auch andere in unserem Team sollen in den Finals durchaus eine Rolle spielen“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense. Er meint damit nicht nur erfahrenere Kräfte wie Jessica Steiger, Ramon Klenz oder Marek Ulrich, sondern auch Talente wie Angelina Köhler, Kim Herkle und Zoe Vogelmann. „Es ist wichtig, dass unsere jungen Leute mit Blick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris diese internationale Erfahrung sammeln.“
Silber und Bronze beim Weltcup bringen zwei weitere Olympiaplätze
Bei den Olympischen Spielen (23. Juli - 08. August) wird Deutschland im Wasserspringen in zwei weiteren Disziplinen mit dabei sein. Patrick Hausding und Lars Rüdiger im Synchronspringen vom 3m-Brett sowie Christina Wassen (alle Berliner TSC) und Tina Punzel (Dresdner SC 1898) im Turm-Synchronspringen sicherten am zweiten Tag des Weltcups in Tokio (JPN) die nächsten Quotenplätze für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). „Wir sind heute überglücklich. Unsere Athlet*innen haben in beiden Disziplinen hochkarätige Leistungen gezeigt“, lobte Bundestrainer Lutz Buschkow.
Damit wird der DSV bei Olympia wie schon 2016 in Rio de Janeiro (BRA) in drei der vier Synchronwettbewerbe vertreten sein. Am Samstag hatte Punzel zusammen mit Lena Hentschel (Berliner TSC) bereits den Startplatz im 3m-Synchronspringen geholt. Wer die Quotenplätze besetzt und für Deutschland beim Saisonhöhepunkt an den Start geht, entscheidet sich bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der „FINALS 2021“ vom 01. - 06. Juni in Berlin. Erst dort werden die personengebundenen Olympiatickets vergeben.
Ausrufezeichen in Richtung Olympia
Patrick Hausding und Lars Rüdiger wurden am Sonntag mit persönlicher Bestleistung von 433,92 Punkten Zweite beim Weltcup hinter den bereits für Olympia qualifizierten Vizeweltmeistern aus Großbritannien (440,94). Bereits im Vorfeld zählten sie als WM-Vierte von 2019 zum Favoritenkreis für einen der vier noch zu vergebenen Startplätze für die Sommerspiele und hatten diese Erwartung mit Platz zwei im Vorkampf noch untermauert.
Auch im Finale mischten die beiden DSV-Springer von Anfang an vorne mit. Einen leichten Wackler im dritten Versuch machten sie in der nächsten Runde mit einer blitzsauberen Ausführung beim 3,5-fachen Salto rückwärts gehockt direkt wieder wett und brachten den Wettkampf danach souverän nach Hause. „Wir sind sehr stolz auf uns“, sagte Hausding, „wir haben hier einen super Wettkampf hingelegt und nach so langer Pause sogar eine Bestleistung erzielt.“ Dabei ließen die Deutschen sowohl Vizeweltmeister Malaysia als auch den amtierenden Europameister Russland hinter sich. „Das ist ein Ausrufezeichen in Richtung Olympia“, so der Bundestrainer.
Treppchenplatz als Bonus
Auch Tina Punzel und Christina Wassen sprangen als Dritte hinter den Paaren aus Kanada (305,94) und Großbritannien (302,88) aufs Treppchen. Mit 292,86 Punkten erzielte auch dieses Duo eine neue persönliche Bestleistung. „Es ist traumhaft. Wir wollten unbedingt den Quotenplatz holen – dass es jetzt sogar eine Medaille geworden ist, ist ein schöner Bonus“, jubelte Punzel. „Ich bin sehr stolz auf uns, dass wir das geschafft haben“, meinte auch Wassen. In Rio de Janeiro war Deutschland im 3m-Synchronspringen zuletzt nicht bei Olympia vertreten gewesen.
Nach den ersten drei Sprüngen lag Deutschland zwischenzeitig sogar auf Platz zwei. Im vierten Versuch leisteten sich Punzel und Wassen dann zwar einen kleinen Fehler. Doch mit einer starken Leistung beim abschließenden 2,5-fachen Salto rückwärts mit 1,5 Schrauben machten sie den Podiumsplatz perfekt.
Schlagkräftiges Team für den Kampf um die Olympia-Quotenplätze
Das große Ziel lautet Tokio, doch für die Wasserspringer*innen bedeutet die japanische Hauptstadt zugleich auch den Anfang ihrer Olympiakampagne. Beim Weltcup vom 18. - 23. April werden dort zunächst die Quotenplätze für die Sommerspiele vergeben. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) wird mit einem schlagkräftigen Team nach Tokio reisen und hat in sämtlichen Disziplinen gute Chancen, einen oder sogar zwei Quotenplätze zu sichern.
Bundestrainer Lutz Buschkow hat dafür insgesamt 15 Springer*innen nominiert. Bei den Frauen wird das Aufgebot angeführt von Tina Punzel (Dresdner SC 1898), die mit ihrem zehnten Platz bei der WM 2019 bereits einen Quotenplatz vom 3m-Brett geholt hat. Außer ihr sind auch noch Lena Hentschel, Christina Wassen, Elena Wassen, Pauline Pfeif, Jana Lisa Rother (alle Berliner TSC) und Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898) in Tokio mit dabei. Bei den Männern ist Patrick Hausding (Berliner TSC) das Aushängeschild, der ebenso wie Punzel bei der WM bereits einen Olympia-Startplatz für den DSV sichern konnte. Verstärkung bekommt er beim Weltcup durch seine Vereinskollegen Lars Rüdiger und Lou Massenberg sowie durch Timo Barthel (SV Halle), Martin Wolfram (Dresdner SC 1898) und das Aachener Trio aus Alexander Lube, Moritz Wesemann und Jaden Eikermann.
Wer letztlich in welcher Disziplin an den Start geht und in welcher Besetzung die Paare in den Synchronwettbewerben antreten, wird der Bundestrainer auch mit Blick auf die aktuelle Pandemielage mit all ihren Unwägbarkeiten erst kurzfristig vor Ort entscheiden.
Das Ziel beim Weltcup ist mindestens das Halbfinale
Bereits die Nominierung wurde durch die Pandemie nicht leichter, nachdem der geplante zweite Qualifikationswettkampf im Februar in Rostock wegen des Coronavirus ausgefallen war. Stattdessen zog Buschkow nun die Eindrücke aus diversen Trainingswettkämpfen für die Auswahl heran. „Wir haben eine starke Mannschaft beisammen. Es ist eine gute Mischung aus arrivierten Athlet*innen und jungen, aber sehr talentierten Sportler*innen“, sagt er. Während Hausding beispielsweise schon dreimal bei Olympia dabei war und im internationalen Vergleich bereits zahlreiche Medaillen verbuchen konnte, wären die Spiele für den erst 16-Jährigen Eikermann eine Premiere. Bei den Deutschen Meisterschaften 2020 in Rostock sowie beim ersten Qualifikationswettkampf kurz vor Weihnachten wusste der Youngster bereits mit starken Leistungen zu überzeugen.
Um den Quotenplatz zu sichern, müssen die Deutschen beim Weltcup im Einzel mindestens das Halbfinale der besten 18 Springer*innen erreichen. Landen schon qualifizierte Springer*innen unter den Top 18 – die besten Zwölf der WM 2019 haben dort schon einen Quotenplatz für ihr Land geholt –, rücken die dahinter Platzierten entsprechend auf. In den Synchrondisziplinen erhalten die besten Vier einen Quotenplatz, den die Medaillengewinner der WM sowie Japan als Gastgeber bereits sicher haben. Auch hier wird je nach Ausgang des Weltcups eventuell noch aufgefüllt.
Wer die Quotenplätze aus deutscher Sicht letztlich wahrnehmen darf, wird allerdings erst bei den Deutschen Meisterschaften vom 01. - 06. Juni in Berlin ermittelt. Das große Finale der nationalen Olympiaqualifikation wird erstmals im Rahmen der „FINALS 2021“ ausgetragen.
So läuft die Olympiaqualifikation im April in Berlin
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat die Ausschreibung für die „DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen“ in Berlin (16. - 18. April) veröffentlicht, die nach weiteren Qualifikationsmöglichkeiten im April den finalen Höhepunkt im Kampf um die Startplätze bei den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli - 08. August) im diesjährigen Qualifikationszeitfenster bildet. Gemäß den vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verabschiedeten nationalen Nominierungskriterien müssen spätestens hier die geforderten Olympianormzeiten erbracht werden. >> Ausschreibung DSV Olympiaqualifikation
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie handelt es sich hierbei diesmal um einen Einladungswettkampf für die auf der sogenannten Longlist stehenden Kader-Athlet*innen, bei dem zum Schutz aller Beteiligten ein strenges Hygienekonzept samt umfangreicher Testungen und eine Bubble-Konstellation zur Anwendung kommen wird. Alle Teilnehmer*innen haben sich dabei nach Anreise einem Corona-Test zu unterziehen. Zudem werden in der Schwimm-und Sprunghalle am Europasportpark (SSE) im April keine Zuschauer*innen zugelassen. Natürlich können Athlet*innen, die bislang keine Kaderzugehörigkeit zum Olympia-, Perspektiv- oder Ergänzungskader besitzen (aber auf der Longlist stehen und im natioanlen Testpool gemeldet sind), bei entsprechender Leistungsentwicklung auch noch kurzfristig auf den Olympiazug aufspringen. Sie müssen im Qualifikationszeitraum vom 01. Januar 2019 bis einschließlich 11. April 2021 dann allerdings mindestens schon eine der folgenden Pflichtzeiten erfüllt haben, um in Berlin starten zu dürfen. Pflichtmeldezeiten für die Olympiaqualifikation in Berlin
Pflichtzeiten | Frauen | Männer |
50m Freistil | 00:25,25 | 00:22,40 |
100m Freistil | 00:56,00 | 00:50,50 |
200m Freistil | 02:01,10 | 01:50,70 |
400m Freistil | 04:12,45 | 03:51,15 |
800m Freistil | 08:40,20 | 07:59,75 |
1500m Freistil | 16:35,55 | 15:17,00 |
100m Brust | 01:08,35 | 01:01,00 |
200m Brust | 02:27,80 | 02:12,50 |
100m Rücken | 01:01,20 | 00:54,80 |
200m Rücken | 02:12,10 | 01:59,35 |
100m Schmetterling | 00:59,10 | 00:52,85 |
200m Schmetterling | 02:10,80 | 01:58,65 |
200m Lagen | 02:14,55 | 02:01,80 |
400m Lagen | 04:43,95 | 04:20,10 |
Tobias Preuß fehlt dem DSV-Team bei der Olympia-Qualifikation
Am Dienstagabend beim 18:9-Sieg gegen Georgien saß Tobias Preuß noch am Beckenrand und drückte den Teamkollegen die Daumen. Die überzeugende Vorstellung der DSV-Auswahl im Testspiel gegen den EM-Zehnten machte Hoffnung, dass die deutschen Wasserballer auch beim bevorstehenden Olympia-Qualifikationsturnier vom 14. - 21. Februar in Rotterdam (NED) bestehen können. Allerdings wird Preuß auch dann nur die Rolle des Zuschauers einnehmen. Der Rechtsaußen von Waspo 98 Hannover kann wegen anhaltender Schulterprobleme nicht an der Qualifikation teilnehmen.
„Das war die schwerste Entscheidung, die ich im Sport je treffen musste. Sie ist mir nicht leichtgefallen, aber am Ende habe ich mich bewusst so entschieden“, sagt er. „Ich möchte durch das Festhalten an meinem eigenen Traum von Olympia am Ende nicht den Traum der anderen gefährden. Da sehe ich mich als langjähriger Führungsspieler in der Pflicht für die gesamte Mannschaft.“
Preuß hatte sich 2018 an der Schulter verletzt. Er hatte danach auf eine Operation verzichtet und mit Blick auf die WM 2019 und die Olympischen Spiele eine konservative Behandlung vorgezogen. Die Schmerzen gingen jedoch nicht weg, immer öfter musste er im Nationalteam und im Verein im Training kürzertreten. Der 32-Jährige will sich nun noch einmal mit den Ärzten beraten, ob er sich doch noch operieren lässt und dann womöglich für die Olympischen Spiele im Sommer wieder zur Verfügung steht, sollte Deutschland das Tokio-Ticket lösen.
Teamplayer mit Vorbildcharakter
Schon 2009 gehörte Preuß erstmals zum deutschen Aufgebot. „Er war mit seinem Einsatzwillen stets ein Vorbild. Er ist ein Teamplayer und immer bereit, im Wasser zusätzliche Wege zu gehen, viele Mitspieler haben von ihm profitiert“, sagt Bundestrainer Hagen Stamm. Als Aktivensprecher erfüllte er auch außerhalb des Wassers eine wichtige soziale Funktion innerhalb der Mannschaft.
Mit Ben Reibel (krank) und Dennis Eidner (beide ASC Duisburg/Karriereende) muss Stamm für die Olympia-Qualifikation auf zwei weitere Spieler aus dem WM-Team von 2019 verzichten, das in Gwangju (KOR) Platz acht erreichte. Dafür meldete sich gegen Georgien der zuletzt ebenfalls angeschlagene Mateo Cuk (Wasserfreunde Spandau 04) mit vier Toren erfolgreich zurück.
In Anbetracht der jüngsten Ausfälle wird der Bundestrainer seinen Kader für die weitere Vorbereitung vorerst nicht reduzieren. Damit bleiben die jungen Spieler im Aufgebot, die bei den ersten beiden Lehrgängen in Warendorf bislang mit guten Leistungen überzeugten. Zoran Bozic (SSV Esslingen) traf gegen Georgien viermal, daneben waren auch Niclas Schipper (Hannover/2x) und Marc Gansen (Duisburg) erfolgreich. Das nächste Trainingslager in Warendorf startet bereits am Sonntag, Ab 26. Januar stößt dann für vier Tage der deutsche Meister Waspo Hannover mit seinen Spielern dazu, um das Niveau im Training weiter zu erhöhen.
Der Beruf geht vor: Dennis Eidner verlässt das Nationalteam
Wenn die deutschen Wasserballer vom 14. - 21. Februar in Rotterdam (NED) um das Olympiaticket kämpfen, wird einer der langjährigen Leistungsträger fehlen. Center Dennis Eidner hat seine Karriere im DSV-Team beendet und wird künftig nur noch in der Bundesliga für den ASC Duisburg auflaufen. Der 31-Jährige ist durch seine Ausbildung bei der Duisburger Feuerwehr beruflich sehr eingespannt und kann das Olympiaprojekt der Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm daher nicht länger begleiten. „Gerade in der Grundausbildung gibt es fixe Termine, die sich nicht beliebig verschieben lassen. Ich hätte sonst die ganze Ausbildung um ein weiteres Jahr vertagen müssen, das wollte ich nicht. In den vergangenen 15 Jahren stand bei mir immer der Sport im Vordergrund. Jetzt ist es Zeit, meinen beruflichen Werdegang voranzutreiben“, erklärt Eidner.
Erst wegen der Coronavirus-Pandemie und der daraus resultierenden Olympia-Verschiebung um ein Jahr stand er auf einmal vor der Situation, sich entscheiden zu müssen. Denn im Normalfall hätte Eidner erst nach den Spielen in Tokio seine internationale Karriere beendet. Leicht ist ihm die Entscheidung für den Rücktritt nicht gefallen. „Diese Mannschaft bedeutet mir so viel, ich habe so viele gute Erinnerungen“, sagt er. Mehrfach war der gebürtige Berliner bei Welt- und Europameisterschaften für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) im Einsatz. Zuletzt spielte er bei der WM 2019 in Gwangju (KOR) und wurde mit DSV-Auswahl starker Achter.
Freundschaften fürs Leben
Seine WM-Premiere erlebte er bereits 2011 in Shanghai (CHN), ein Tattoo dieser Titelkämpfe prangt seitdem auf seinem rechten Spann. 2018 ließ er sich dann am Knöchel auch noch das Logo des Weltcups in seiner Heimatstadt stechen – mit den Füßen wird Eidner immer Teil des Nationalteams sein. Und mit dem Herzen sowieso: „Es war eine geile Zeit. In all den Jahren habe ich mit den Jungs Freundschaften fürs Leben geschlossen“, sagt er. Bundestrainer Stamm meint: „Er war ein wichtiger Leistungsfaktor auf der Centerposition und auch menschlich ein toller Typ, der viel zur guten Stimmung innerhalb der Mannschaft beigetragen hat.“
DSV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen sagt: „Es war eine sehr schwierige Entscheidung für Dennis, der beruflichen Karriere den Vorzug geben zu müssen und auf die Olympiachance zu verzichten. Das konnte ich aus den stets offenen und konstruktiven Gesprächen mit ihm entnehmen. Auch wenn es für die Nationalmannschaft nicht leicht sein wird, auf ihn zu verzichten: Sein Entschluss findet meinen größten Respekt.“
Die anstehende Olympia-Qualifikation wird Eidner im Livestream verfolgen. Der ausgebildete Koch glaubt fest an seine Kollegen: „Wir haben schon oft gezeigt, was in uns steckt und die großen Nationen geschlagen. Ich drücke den Jungs die Daumen. Und wenn Corona es zulässt, werden wir danach gemeinsam feiern und ich werde mir etwas Leckeres für sie einfallen lassen.“
Entscheidung über Olympiabewerbung: Hier geht es zum Livestream
München und KölnRheinRuhr würden gern Olympische und Paralympische Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 ausrichten. Welche Stadt für Deutschland ins internationale Bewerbungsrennen gehen soll, wird am 26. September auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Baden-Baden entschieden. Klar formuliertes Ziel des DOSB ist dabei, einen Olympiakandidaten zu küren, hinter dem sich ganz Sportdeutschland versammeln kann. „Dafür sein ist alles“, heißt schließlich der übergeordnete Slogan. Die ARD überträgt die Verkündung des Kandidaten live ab 13:45 Uhr. Der vorherige Verlauf der Mitgliederversammlung kann bereits ab 09:00 Uhr im Livestream auf YouTube verfolgt werden.
Wer darf am 26. September abstimmen?
Laut Paragraf 16 der DOSB-Satzung sind bei „Angelegenheiten in Verbindung mit den Olympischen Spielen“ nur die olympischen Spitzenverbände stimmberechtigt. Aktuell sind das 42, hierzu zählt auch der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV). Er hat wie alle anderen olympischen Verbände auch (und damit unabhängig von der jeweiligen Mitgliederzahl) drei Stimmen. In Baden-Baden stimmen außerdem die zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums sowie sieben persönliche Mitglieder des DOSB mit ab. Sie haben jeweils eine Stimme.
Der DOSB setzte vorab eine Evaluierungskommission ein. Nach deren Bewertung liegen die Konzepte von München (87,03 von 100 Punkten) und KölnRheinRuhr (85,02 Punkte) eng beieinander, beide Bewerbungen wurden aufgrund ihrer Bewertung in den Kategorien „Sportfachliche & operative Eignung“ sowie „Internationale Strahlkraft & Nationale Akzeptanz“ im Abschlussbericht als „sehr gut“ eingestuft.
>> Zum Bericht der Evaluierungskommission
Was genau plant KölnRheinRuhr für den Schwimmsport?
In der Fußball-Arena in Gelsenkirchen will man beim Schwimmen, Synchronschwimmen und Wasserspringen auf über 60.000 Plätze kommen. Die Heimstätte des FC Schalke 04 verfügt dabei über ein (je nach Wetterlage) verschließbares Dach. Das wären neue Rekorde für den Schwimmsport und würde selbst Los Angeles 2028 mit 38.000 Plätzen im SoFi Stadium weit in den Schatten stellen.
„Ich habe mir versichern lassen, das hört man auch im Wasser“, schwärmte selbst Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst von einem „absoluten Highlight“ und „Gänsehaut-Atmosphäre“. Fürs Freiwasserschwimmen wird mit dem Fühlinger See im Norden Kölns geplant, für Wasserball gibt es mit dem Landschaftspark Duisburg-Nord einen neuen Standort.
>> Zum Konzept von KölnRheinRuhr
Was genau plant München für den Schwimmsport?
In München plant man fürs Schwimmen mit der neuen Munich Arena, die bis 2029 in Freising unweit des Flughafens entstehen wird und rund 20.000 Plätze bietet. Die Olympiahalle von 1972 hat nur acht statt der zehn erforderlichen Bahnen, hier soll aber wieder das Wasserspringen stattfinden. Für Wasserball und Synchronschwimmen wird das Dantebad mit 5.000 Plätzen versehen. Und das Freiwasserschwimmen soll im Starnberger See vor den Toren der Stadt ausgetragen werden.
Wie geht es für den Sieger weiter?
„Wir sind überzeugt, mit diesem Auswahlprozess nicht nur das beste Konzept für Deutschland zu finden, sondern auch eines, mit dem wir dann im internationalen Wettbewerb gewinnen können“, betonte DOSB-Präsident Thomas Weikert. Der seit 2006 auch als Nationales Olympisches Komitee (NOK) tätige Dachverband befindet sich als offizieller Interessent bereits im sogenannten kontinuierlichen Dialog mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Das IOC will im März 2027 eine Shortlist mit interessierten Ausrichtern veröffentlichen. Diese reichen dann ihre Konzepte sowie zentrale Finanzgarantien ein und treten in den „strategischen Dialog“ mit dem IOC. Die Entscheidung über den Olympia-Gastgeber für 2036 soll dann 2029 fallen.
DSV gründet eigene Stiftung für den deutschen Schwimmsport
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) stärkt das Fundament des deutschen Schwimmsports: Im Mai 2026 gründet der Verband die Stiftung für den Deutschen Schwimmsport. Mit dieser Stiftung sollen künftig Projekte, Maßnahmen und Menschen gefördert werden, die den Schwimmsport in Deutschland stärken – von der Basis bis zur Spitze.
Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Im Mittelpunkt stehen, die Zukunftsfragen und Gegenwartsnöte des deutschen Schwimmsports. Unterstützt werden können unter anderem Projekte zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit, Maßnahmen für sicheren Schwimmsport, Initiativen für Chancengleichheit, das Ehrenamt, der Leistungssport, individuelle Hilfen für Leistungssportler*innen sowie schwimmsportrelevante Forschung.
„Die Stiftung lädt Menschen, denen der Schwimmsport wichtig ist, ein, wirksame finanzielle Beiträge zu leisten, die gemeinsam den Schwimmsport stark machen. Solche Beiträge wirken über den Moment hinaus“, sagt DSV-Präsident David Profit. „Der Schwimmsport steht vor großen Aufgaben: Kinder müssen sicher schwimmen lernen, Vereine brauchen Unterstützung, Athletinnen und Athleten benötigen verlässliche Strukturen und unsere Bäderlandschaft braucht eine Perspektive. Genau dafür wollen wir zusätzliche Mittel mobilisieren und Menschen gewinnen, die Verantwortung für die Zukunft des Schwimmsports übernehmen.“
Zum Start geht es zunächst darum, die Stiftung finanziell handlungsfähig zu machen. Einen wichtigen Grundstein dafür hat Jürgen Greve als langjähriger Mitgestalter des deutschen Schwimmsports gelegt: Durch eine substanzielle Zuwendung erhält die Stiftung künftig zusätzliche Ertragsmöglichkeiten und damit eine erste tragfähige Grundlage für ihre Arbeit. „Der DSV dankt für dieses besondere Zeichen der Verbundenheit mit dem Schwimmsport.“, sagt DSV-Vorstand Michael Mahler
Darüber hinaus bilden Spenden und Zustiftungen die Grundlage dafür, dass die Stiftung in den kommenden Jahren eigene Förderprogramme entwickeln und gezielt Mittel für den Schwimmsport einsetzen kann. Jede Unterstützung hilft dabei, langfristig mehr Möglichkeiten für Vereine, Athlet*innen, Engagierte und junge Menschen im Wasser zu schaffen.
Zu den ersten Unterstützern gehört der Unternehmer und ehemalige Wasserball-Nationalspieler Dr. Michael Ilgner: „Schwimmsport ist Kernsport - und nicht zuletzt Basis für Wasserball-Sport. Es ist wertvoll und wichtig, in Zeiten herausfordernder Rahmenbedingungen mit Eigeninitiative und innovativen Konzepten voranzugehen, wie dies der DSV mit Gründung der Stiftung für den deutschen Schwimmsport jetzt zeigt.“
Die Stiftung soll bewusst breit wirken. Sie kann Maßnahmen und Projekte des DSV unterstützen, aber auch Vorhaben fördern, die Beiträge zu zentralen Zukunftsfragen des Schwimmsports leisten: Wie lernen mehr Kinder sicher schwimmen? Wie stärken wir Trainer*innen und Ehrenamtliche? Wie schützen wir Menschen im Sport noch besser? Wie schaffen wir faire Zugänge und moderne Sporträume? Und wie geben wir den Aktiven auf ihrem Karriereweg bessere Unterstützung?
„Schwimmen ist Sport, Bildung, Sicherheit und Teilhabe zugleich“, sagt DSV-Vorstand Michael Mahler, der das Projekt federführend betreut und gemeinsam mit David Profit und Jan Pommer den Stiftungsvorstand bildet. „Wer die Stiftung unterstützt, investiert nicht nur in Medaillen oder Wettkämpfe. Er investiert in junge Menschen und in eine Sportart, die Millionen Menschen in Deutschland verbindet.“
Der DSV lädt Privatpersonen, Unternehmen, Stifter*innen und Partner ein, die Stiftung von Beginn an zu begleiten. Möglich sind Spenden, Zustiftungen oder individuelle Gespräche über größere Förderbeiträge.
Spendenkonto:
Sparkasse Kassel
BIC: HELADEF1KAS
IBAN: DE03 5205 0353 0002 2377 74
Kontakt für Rückfragen zur Stiftung:
Michael Mahler
DSV-Vorstand
mahler@dsv.de
Über die Stiftung für den Deutschen Schwimmsport
Die Stiftung für den Deutschen Schwimmsport ist eine rechtsfähige, gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Zweck der Stiftung ist die Förderung des deutschen Schwimmsports sowie der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studierendenhilfe. Sie verwirklicht ihre Zwecke insbesondere durch die Förderung und Unterstützung von Projekten, Maßnahmen und Personen im Sinne des Schwimmsports.
Duisburger Derby in der Bundesliga bleibt spannend bis zum Schluss
An der Tabellenspitze der A-Gruppe thront weiterhin Waspo 98 Hannover. Der Deutsche Meister gewann bei der SG Neukölln Berlin gleich mit 25:4. Die Niedersachsen können sich nach dem Aus im Euro Cup nun ganz auf die nationalen Aufgaben konzentrieren. Zum Abschied aus dem Europapokal gab es unter der Woche im Achtelfinal-Rückspiel noch einmal ein beachtliches 11:11 beim italienischen Topklub AN Brescia, das Hinspiel hatte Hannover mit 12:15 verloren. „Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir beide Spiele gegen Brescia gespielt haben. Ich denke, dass wir in diesem Duell nicht die schlechtere Mannschaft waren. Ich bin stolz auf unseren Einsatz und unsere Disziplin“, lobte Waspo-Coach Aleksandar Radovic sein Team trotz des Ausscheidens.
Esslingens Misere in der B-Gruppe hält weiter an
In der B-Gruppe der Bundesliga hält derweil die Talfahrt des SSV Esslingen an. Noch zur Weihnachtspause war man dort Tabellenführer, seitdem läuft es nicht mehr. Mit dem 12:16 beim SVV Plauen kassierte Esslingen nun bereits die dritte Niederlage in Folge.
Ergebnisse Männer
| Gruppe A | ||
| ASC Duisburg | Duisburger SV 98 | 13:11 (4:3, 5:4, 1:2, 3:2) |
| SG Neukölln Berlin | Waspo 98 Hannover | 4:25 (1:6, 1:9, 1:8, 1:2) |
| White Sharks Hannover | OSC Potsdam | 7:11 (0:3, 3:1, 3:5, 1:2) |
| Gruppe B | ||
| SV Krefeld 72 | SV Würzburg 05 | 14:8 (3:2, 5:3, 2:1, 4:2) |
| Uerdinger SV 08 | SG Stadtwerke München | 10:12 (3:3, 3:4, 3:3, 1:2) |
| Düsseldorfer SC 1898 | SV Cannstatt | 1:15 (0:2, 0:6, 1:4, 0:3) |
| SVV Plauen | SSV Esslingen | 16:12 (2:3, 4:3, 5:3, 5:3) |
| Uerdinger SV 08 | SV Würzburg 05 | 8:10 (2:3, 1:3, 2:1, 3:3) |
Tabellen Männer
| Spiele | Punkte | Tore | Tordifferenz | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gruppe A | |||||
| 1. | Waspo 98 Hannover | 9 | 27 | 176:50 | +126 |
| 2. | Wasserfreunde Spandau 04 | 10 | 27 | 177:73 | +104 |
| 3. | ASC Duisburg | 9 | 15 | 105:97 | +8 |
| 4. | OSC Potsdam | 9 | 15 | 122:116 | +6 |
| 5. | White Sharks Hannover | 10 | 9 | 110:140 | -30 |
| 6. | SG Neukölln Berlin | 9 | 6 | 85:169 | -84 |
| 7. | Duisburger SV 1898 | 10 | 0 | 71:201 | -130 |
| 8. | SV Ludwigsburg 08 | zurückgezogen | 0 | ||
| Gruppe B | |||||
| 1. | SV Krefeld 72 | 11 | 26 | 144:85 | +59 |
| 2. | SSV Esslingen | 11 | 22 | 144:130 | +14 |
| 3. | SV Cannstatt | 10 | 20 | 109:91 | +18 |
| 4. | Uerdinger SV 08 | 11 | 18 | 147:130 | +17 |
| 5. | SVV Plauen | 11 | 18 | 136:119 | +17 |
| 6. | SV Würzburg 05 | 9 | 13 | 97:94 | +3 |
| 7. | SG Stadtwerke München | 11 | 6 | 89:137 | -48 |
| 8. | Düsseldorfer SC 1898 | 10 | 3 | 82:162 | -80 |
Kampf um die Play-off-Plätze bei den Frauen spitzt sich zu
Besser lief es für den SSV Esslingen in der Wasserball-Bundesliga der Frauen. Das Team von Trainerin Iris Schneider hatte beim 18:8-Heimsieg gegen Schlusslicht ETV Hamburg keine Probleme. Außerdem gewann Waspo 98 Hannover gegen den Uerdinger SV 08. Hinter den Tabellenführerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 (19:8 in Bochum) ist damit im Klassement alles eng beisammen im Kampf um drei weitere Play-off-Plätze, lediglich die Hamburgerinnen sind schon etwas abgehängt.
Ergebnisse Frauen
| SSV Esslingen | ETV Hamburg | 18:8 (6:0, 4:4, 3:3, 5:1) |
| Waspo 98 Hannover | Uerdinger SV 08 | 14:12 (3:4, 3:3, 5:3, 3:2) |
| SV Blau-Weiß Bochum | Wasserfreunde Spandau 04 | 8:19 (3:4, 2:7, 1:3, 2:5) |
Tabelle Frauen
| Platz | Verein | Spiele | Punkte | Torverhältnis | Tordifferenz |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Wasserfreunde Spandau 04 | 4 | 12 | 82:34 | +48 |
| 2. | SSV Esslingen | 4 | 9 | 74:35 | +39 |
| 3. | Uerdinger SV 08 | 5 | 9 | 55:68 | -13 |
| 4. | SV Blau-Weiß Bochum | 4 | 6 | 72:46 | +26 |
| 5. | Waspo 98 Hannover | 5 | 6 | 49:92 | -43 |
| 6. | ETV Hamburg | 6 | 0 | 48:105 | -57 |
DSV-Pokalendrunde 2025 findet in Berlin statt
„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Dieser vor allem vom Fußball bekannte Schlachtruf aus dem Pokalwettbewerb gilt in diesem Jahr auch beim Wasserball, denn auch dort wird der Pokal 2025 in der deutschen Hauptstadt vergeben. Die gemeinsame DSV-Pokalendrunde der Frauen und Männer wird am 14./15. März in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg ausgetragen. Ausrichter ist die SG Neukölln Berlin.
Seit vergangener Woche steht bei den Männern auch der erste Endrundenteilnehmer fest (bei den Frauen war der Uerdinger SV 08 bereits vorher für das Finalturnier qualifiziert). Der Bundesliga-Dritte ASC Duisburg hatte im Duell mit dem B-Gruppen-Vertreter SV Krefeld 72 keine Mühe und löste mit 19:7 souverän das Finalticket.
Favoritensiege zum Restart der Bundesliga – Top-Teams rüsten auf
In der Bundesliga, die am Wochenende nach der sechswöchigen Weihnachtspause wieder den Spielbetrieb aufgenommen hat, unterlag der ASC Duisburg allerdings im Top-Spiel gegen Spitzenreiter Waspo 98 Hannover mit 6:11. Der amtierende Meister aus Niedersachsen marschiert damit in der Tabelle weiter verlustpunktfrei vorneweg. Punktgleich, aber schon mit einem Spiel mehr (und einer Niederlage gegen Hannover) folgt dahinter Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04, der sich beim 21:7 beim Duisburger SV 98 keine Blöße gab.
Beide Top-Teams haben im Kampf um den Titel übrigens noch einmal nachgelegt. Waspo verpflichtete Nationalspieler Zoran Bozic vom SV Ludwigsburg 08, der sich aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurückgezogen hat; auch Spandau holte mit Tobias Bauer ebenfalls aus Ludwigsburg sowie Aleks Sekulic (von Waspo) ebenfalls zwei Nationalspieler.
Im dritten Spiel des Wochenendes setzte sich die SG Neukölln mit 16:13 gegen die White Sharks Hannover durch.
Ergebnisse Männer
| Gruppe A | ||
| ASC Duisburg | Waspo 98 Hannover | 6:11 (1:4, 1:3, 1:2, 3:2) |
| Duisburger SV 98 | Wasserfreunde Spandau 04 | 7:21 (1:4, 2:4, 2:6, 2:7) |
| SG Neukölln Berlin | White Sharks Hannover | 16:14 (4:5, 3:3, 5:3, 4:3) |
Tabellen Männer
| Spiele | Punkte | Tore | Tordifferenz | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gruppe A | |||||
| 1. | Waspo 98 Hannover | 7 | 21 | 121:41 | +80 |
| 2. | Wasserfreunde Spandau 04 | 8 | 21 | 136:62 | +74 |
| 3. | ASC Duisburg | 8 | 12 | 93:88 | +5 |
| 4. | OSC Potsdam | 7 | 12 | 98:90 | +8 |
| 5. | White Sharks Hannover | 8 | 9 | 96:105 | -9 |
| 6. | SG Neukölln Berlin | 8 | 6 | 80:146 | -66 |
| 7. | Duisburger SV 1898 | 8 | 0 | 59:151 | -92 |
| 8. | SV Ludwigsburg 08 | zurückgezogen | 0 |
Neuer Name, gleiches Ergebnis: Uerdingens Frauen siegen weiter
In der Wasserball-Bundesliga der Frauen feierte der Uerdinger SV 08 im dritten Spiel den dritten Sieg – aber den ersten unter neuem Namen. Zum Jahreswechsel hatte sich der SV Bayer Uerdingen 08 entsprechend umbenannt und kehrte damit zu seinen Wurzeln zurück, denn unter diesem Namen war der Verein schon einmal bekannt. Gegen den ETV Hamburg siegte das Team nun mit 14:11 und bleibt damit an der Tabellenspitze, während die Hansestädterinnen auch nach dem vierten Saisonspiel weiter auf ihren ersten Punkt warten.
Ergebnisse Frauen
| Uerdinger SV 08 | ETV Hamburg | 14:11 (4:1, 4:1, 4:5, 2:4) |
Tabelle Frauen
| Platz | Verein | Spiele | Punkte | Torverhältnis | Tordifferenz |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Uerdinger SV 08 | 3 | 9 | 39:28 | +11 |
| 2. | Wasserfreunde Spandau 04 | 2 | 6 | 39:19 | +20 |
| 3. | SV Blau-Weiß Bochum | 2 | 3 | 34:18 | +16 |
| 4. | SSV Esslingen | 2 | 3 | 30:23 | +7 |
| 5. | Waspo 98 Hannover | 3 | 3 | 26:50 | -24 |
| 6. | ETV Hamburg | 4 | 0 | 33:63 | -30 |
Zahlreiche Erstligaspielerinnen waren am Wochenende außerdem in der transnationalen Donau-Liga im Einsatz. Die Deutschen Meisterinnen von den Wasserfreunden Spandau 04, die den Wettbewerb im vergangenen Jahr gewonnen und so ihren ersten internationalen Titel gefeiert hatten, feierten beim Turnier in Szentes (HUN) vier Siege in ebenso vielen Spielen. Das U18-Nartionalteam des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), das in diesem Jahr ebenfalls an der Donau-Liga teilnimmt, gewann die Partie gegen VK Palilula aus Belgrad (SRB).
