Website-Suche
Ihre Suchergebnisse:
Zeitplan für die WM 2022 in Budapest veröffentlicht
Der Weltverband FINA und das ungarische Organisationskomitee haben für die kurzfristig angesetzten Weltmeisterschaften in Budapest (18. Juni – 03. Juli 2022) nun auch den Zeitplan für alle 74 Entscheidungen veröffentlicht. Dabei wurden die Trainings- und Erholungsherausforderungen des geschäftigen Wassersportkalenders in diesem Jahr besonders berücksichtigt und das Schwimmen deswegen in die erste Hälfte der Veranstaltung gelegt, hieß es dazu in einer FINA-Pressemitteilung.
>> Zum WM-Zeitplan von Budapest als PDF
Das Schwimmen beginnt demnach am 18. Juni und läuft bis zum 25. Juni in der Duna Arena. Die Sprungwettbewerbe finden anschließend vom 26. Juni – 03. Juli ebenfalls dort statt – normalerweise ist die Reihenfolge andersherum. Das Freiwasserschwimmen findet vom 26. – 30. Juni statt, wie bei der EM im Vorjahr wird im Lupa-See geschwommen. Die Vorrunden im Wasserball beginnen am 20. Juni und finden in den vier ungarischen Städten Sopron, Debrecen, Szeged und Budapest statt, die Endrunden der Frauen und Männer werden vom 02. – 03. Juli dann im Hajos-Schwimmkomplex in Budapest ausgetragen. Das Synchronschwimmen läuft vom 17. – 25. Juni im Szechy-Freibad.
„Ich freue mich, den Wettkampfplan für Budapest 2022 zu bestätigen und unseren Athlet*innen etwas Gewissheit geben zu können. Wir sind in ständigem Dialog mit unseren Stakeholdern, um einen Wettkampfplan zu erstellen, der den Wassersport präsentiert und die Bedürfnisse der Athlet*innen berücksichtigt“, sagte FINA-Präsident Husain Al-Musallam. „Wir bleiben Budapest dankbar für seine Flexibilität und Bereitschaft, diese WM-Ausgabe auszurichten. Ich weiß, dass wir uns alle darauf freuen, die Welt des Wassersports diesen Sommer wieder in Budapest zusammenkommen zu sehen.“
Am Tag zuvor war bereits beschlossen worden, dass russische Aktive wegen des kriegerischen Angriffs auf die Ukraine nur noch unter neutraler Flagge antreten dürfen, das Gleiche gilt für Belarus. Zudem hatte der Weltverband Russlands Präsident Wladimir Putin den 2014 verliehenen FINA-Orden entzogen.
Update: Weltverband FINA streicht Wettbewerbe in Russland
Europas Dachverband UEFA verlegte das Fußballfinale in der Champions League von St. Petersburg sofort nach Paris, die Formel 1 strich umgehend das September-Rennen in Russland. Nach einigem Zögern reagierte dann auch der Schwimmweltverband FINA auf Wladimir Putins kriegerischen Angriff auf die Ukraine und sagte seine in Russland anstehenden Wettbewerbe erst einmal ab.
Ausfallen werden damit ein Weltligaspiel der Wasserball-Männer Russlands gegen Griechenland am 08. März in St. Petersburg, ebenso die Weltcups im Wasserspringen und Synchronspringen in Kazan (08. – 10. April). Zudem wurde allen von der aktuellen Situation Betroffenen praktische Hilfe zugesichert. „Alle Aktiven, einschließlich derjenigen, die sich auf die 19. FINA-Weltmeisterschaft in Budapest 2022 vorbereiten, verdienen es, sich in ihrem Trainings- und Wettkampfumfeld sicher zu fühlen und vor allem gehört zu werden“, hieß es in einer FINA-Mitteilung am Freitagabend.
Für die abgesagten Wettkämpfe werde nun nach Ersatzlösungen gesucht. „Andere FINA-Veranstaltungen, die für Ende des Jahres in Russland geplant sind, werden genau geprüft, wobei die FINA die Entwicklungen in der Ukraine sehr genau überwacht“, hieß es außerdem. In Bezug auf die Junioren-Weltmeisterschaften im Schwimmen (23. – 28. August) und die Kurzbahn-Weltmeisterschaften (17. – 22. Dezember) war damit erst noch keine Entscheidung gefallen, obwohl viele namhafte Aktive wie beispielsweise Australiens viermalige Olympiasiegerin von Tokio, Emma McKeon, oder auch Schwedens Superstars Sarah Sjöström, in den Sozialen Medien auch hierfür eine klare Position der FINA gewünscht hatten.
Zuvor hatte der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bereits beschlossen, vorerst keine Mannschaften nach Russland oder die Ukraine mehr zu entsenden. „Solange dieser Kriegszustand herrscht, ist es undenkbar, dass der DSV Mannschaften dorthin entsendet“, hatte DSV-Präsident Marco Troll zum entsprechenden Beschluss am Freitagmorgen gesagt.
Bei der FINA übernahm man dann am Sonntag ebenfalls diese Position. In einer Pressemitteilung dazu hieß es: „Die FINA ist nach wie vor äußerst besorgt über den anhaltenden Krieg in der Ukraine und nach laufenden Konsultationen mit Athlet*innen und Interessenvertreter*innen aus der Schwimmsportfamilie kann die FINA nun bestätigen, dass die 8. Junior*innen-Schwimmweltmeisterschaften (23. – 28. August) abgesagt werden und die FINA auch künftig keine Veranstaltungen in Russland abhalten wird, wenn diese schwere Krise anhält.“
Neuer Termin für das Finalturnier in der Champions League
Der Termin für das Final Eight hat sich zwar geändert, doch das Ziel in der laufenden Champions-League-Saison ist für die beiden deutschen Vertreter Waspo 98 Hannover und die Wasserfreunde Spandau 04 nach wie vor dasselbe: Beide Klubs peilen weiter die Qualifikation für das Finalturnier an, das nun bereits vom 02. – 04. Juni stattfinden wird, statt wie ursprünglich geplant vom 30. Juni – 02. Juli. Nach der Neuvergabe der Weltmeisterschaften 2022 nach Budapest (HUN) und dem neuen WM-Termin Ende Juni sah sich der europäische Verband LEN gezwungen, auch den Spielplan für Europas Königsklasse im Wasserball anzupassen. Neben dem Final Eight wurden auch die Termine für die Spieltage elf bis 14 neu terminiert – die Hauptrunde endet jetzt bereits am 11. Mai.
Als Fünfter (Hannover) und Sechster (Spandau) ihrer Gruppe mit elf beziehungsweise sieben Zählern stehen die DSV-Vereine aktuell außerhalb der ersten vier Plätze, die zur Teilnahme am Finalturnier berechtigen. Am Dienstagabend verpassten es beide, ihr Punktekonto weiter aufzustocken. Die Wasserfreunde unterlagen gegen CN Marseille (FRA) mit 7:13, Waspo verlor gegen Titelverteidiger Pro Recco (ITA) mit 3:18. An den verbliebenen fünf Spieltagen brauchen beide nun dringend Siege, um den Traum vom Final Eight am Leben zu halten.
Im Heimspiel der Spandauer sah es dabei bis zur Halbzeit noch sehr gut aus. Nach einem frühen 1:5-Rückstand hatte sich Berlin wieder herangekämpft und war zur Pause beim Stand von 5:6 dran an den Franzosen, die in dieser Saison zu den absoluten Topteams gehören und nunmehr die vergangenen acht Spiele allesamt gewonnen haben. Im dritten Viertel zeigte Marseille – übrigens der Ex-Klub von Berlins Trainer Petar Kovacevic – dann aber seine Klasse und zog vorentscheidend auf 11:5 davon. Letztlich brachten die Gäste den Sieg ungefährdet nach Hause. Mit drei Treffern war Dimitri Kholod bester Torschütze bei den Wasserfreunden.
Waspo musste im Spiel gegen Pro Recco ebenfalls die Qualität des Rekordchampions (neun Titel) anerkennen. Auch wenn die Italiener seit zwei Wochen kein Spiel mehr gehabt hatten, weil die heimische Liga coronabedingt pausierte, gab Pro Recco von Anfang an Vollgas und führte zur Halbzeit bereits mit 10:1. Den einzigen Hannoveraner Treffer der ersten Hälfte erzielte Jorn Winkelhorst. Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Niedersachsen den Rückstand nicht verkürzen, einzig Petar Muslim traf noch doppelt für Waspo.
Potsdam gewinnt Pokalfight, auch Duisburg und Ludwigsburg im Viertelfinale
Im Wasserball geht der DSV-Pokalwettbewerb der Männer so langsam in die entscheidende Phase. Am Wochenende fanden die ersten Partien der Achtelfinalrunde statt, die drei Sieger lösten das Ticket fürs Viertelfinale. Dieses soll am 06. März ausgetragen werden, vorher stehen aber noch die restlichen Paarungen des Achtelfinales und sogar noch eine Partie aus der zweiten Runde aus. Die gemeinsame Endrunde von Männern und Frauen ist anschließend für den 22. – 24. April terminiert.
Einen echten Pokalfight lieferten sich in Potsdam der gastgebende OSC und die SG Neukölln Berlin im einzigen A-Gruppen-Duell des Pokalwochenendes. Nachdem Potsdam den letzten Überzahlangriff der Gäste abgewehrt hatte, kam es direkt nach Spielende sogar zu einem kurzen Gerangel und nahezu alle Spieler sprangen ins Wasser. „Gott sei Dank war es mehr Gepose als alles andere und niemand hat Schaden genommen“, bewertete Potsdams Sportlicher Leiter André Laube die Szene. „Fünf Minuten später haben sich alle wieder fair abgeklatscht.“ Letztlich gewannen die Orcas dieses intensive Berlin-Brandenburg-Derby mit 14:13. U20-Nationalspieler Sascha Seifert war dabei mit fünf Treffern bester Torschütze für die Potsdamer, die im gesamten Spiel zwar nie zurücklagen, es aber auch nicht schafften, sich entscheidend abzusetzen.
Die beiden anderen Partien verliefen dagegen deutlich. Der SV Ludwigsburg als aktueller Tabellendritter der A-Gruppe siegte beim Düsseldorfer SC 1898 mit 16:5 und konnte es sich sogar leisten, einige Leistungsträger zu schonen und stattdessen einigen Jugendspielern Einsatzzeit zu gewähren. Bester Torschütze beim SVL war Nino Blazevic mit vier Treffern. Der letzte noch verbliebene Zweitligist im Wettbewerb, der Post-SV Nürnberg, unterlag gegen den ASC Duisburg mit 7:31. Bereits zur Halbzeit führten die Duisburger mit 17:1 und ließen auch danach kaum locker. Die beiden Nationalspieler Lukas Küppers und Mark Gansen waren beim ASC jeweils neunmal erfolgreich.
LEN Awards 2021 an Tina Punzel und Florian Wellbrock
Schon bei den letztjährigen Europameisterschaften war Tina Punzel mit vier Medaillen die erfolgreichste Wasserspringerin, gleich zwei Titel holte sie im vergangenen Mai in Budapest (HUN). Später ließ sie bei den Olympischen Spielen in Tokio (JPN) zusammen mit ihrer Partnerin Lena Hentschel auch noch die Bronzemedaille im 3m-Synchronspringen folgen – übrigens das einzige Edelmetall einer europäischen Springerin bei diesen Spielen. Da ist es nur folgerichtig, dass die 26-Jährige nun auch mit dem LEN Award 2021 als Europas Wasserspringerin des Jahres 2021 ausgezeichnet wurde. Ganze 62,5 Prozent der Stimmen der europäischen Mitgliedsverbände und der LEN-Offiziellen entfielen auf die Dresdnerin, dahinter folgten Chiara Pellacani (ITA/15,6) und die Russin Yulia Timoshinina (10,9).
Mit Florian Wellbrock wurde ein weiterer Athlet des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) ausgezeichnet, der Olympiasieger setzte sich bei den Männern in der Disziplin Freiwasserschwimmen durch. Wellbrock, der im Dezember auch schon vom Weltschwimmverband FINA zum Freiwasserschwimmer des Jahres gekürt wurde, bekam 55,6 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Gregorio Paltrinieri (ITA/27,0) und Kristof Rasovszky (HUN/12,7) durch. Mit Patrick Hausding (Zweiter beim Wasserspringen), Lea Boy (Vierte im Freiwasser) und Leonie Beck (jeweils Sechste im Freiwasser und bei den Schwimmerinnen insgesamt) erreichten weitere DSV-Asse vordere Platzierungen.
„Das ist megacool, das freut mich sehr“, jubelte Tina Punzel, als sie von der hohen Auszeichnung erfuhr. Sie war am Montag gerade auf dem Weg zum Lehrgang der Nationalmannschaft nach Rostock und wollte den anderen die gute Nachricht gleich überbringen. „Da gehe ich bestimmt mit einem Lächeln ins Training“, meinte sie. Punzel ist nach Christin Steuer (2010) erst die zweite deutsche Wasserspringerin, die den LEN Award bekommt. Im Freiwasserschwimmen gewann zuvor 2009 sowie von 2011 bis 2014 insgesamt fünfmal Thomas Lurz.
Als beste Freiwasserschwimmerin 2021 wurde die Niederländerin Sharon van Rouwendaal gewählt, die in Magdeburg in der Trainingsgruppe von Florian Wellbrock trainiert. Sieger bei den männlichen Wasserspringern wurde der Brite Tom Daley. In weiteren Kategorien setzen sich im Schwimmen allgemein Adam Peaty (GBR) und Sarah Sjöström (SWE) durch, im Synchronschwimmen Svetlana Kolesnichenko (RUS) und Aleksandr Maltsev (RUS) sowie im Wasserball Filip Filipovic (SRB) und Beatriz Ortiz (ESP). Die LEN Awards wurden in diesem Jahr bereits zum 13. Mal seit 2008 vergeben. Im Vorjahr war die Auszeichnung wegen der Coronavirus-Pandemie ausgefallen.
Erneuter Pokaltriumph für die Frauen der Wasserfreunde Spandau
Seitdem die Wasserball-Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 im Jahr 2018 in den Spielbetrieb einstiegen, haben sie sämtliche Titel auf nationaler Ebene gewonnen. Diese eindrucksvolle Serie setzten die Berlinerinnen nun am Samstag fort und sicherten sich durch einen 21:7-Finalsieg gegen den SV Bayer Uerdingen 08 erneut den DSV-Pokal. Erfolgreichste Torschützinnen waren dabei Mariam Salloum mit sechs Treffern sowie Belén Vosseberg und Gesa Deike mit je vier Toren. Für Bayer trafen Greta Tadday und Yara Maria Bonett als Beste jeweils doppelt.
Nationalspielerin Deike war mit Schwester Ira Deike erst im Sommer von Uerdingen in die Hauptstadt gewechselt, und man sah im Pokalfinale sofort, wie deutlich sich das Kräfteverhältnis dadurch noch einmal verändert hat. Bereits nach gut fünf Minuten stand es 4:0 für den Favoriten. Zwar wehrten sich die Frauen aus NRW danach weiter nach Kräften und hielten sich bis zur Pause (10:5) tapfer, danach nutzte Spandaus tiefer Kader aber konsequent fast jeden Konter. „Mich hat sehr gefreut, wie gut wir schon miteinander gespielt und immer noch die besser positionierte Spielerin eingesetzt haben“, sagte Spandaus Trainer Marko Stamm. „Mit Gesa und Ira Deike haben wir nun noch mehr Varianten und sind national kaum zu bezwingen. So haben wir nun sicher auch in der Champions League trotz der schweren Auslosung Chancen auf die zweite Runde.“
Stamm selber spielt am Sonntag übrigens mit Spandaus Männern bei Waspo Hannover um den Supercup (14.00 Uhr). Deswegen stieg er nach Spielschluss direkt in den Keller der Schöneberger Schwimmhalle, um der Videovorbereitung des Männerteams beizuwohnen. Das anschließende Wassertraining durfte er dann aber weglassen, um mit seinen Pokalsiegerinnen noch Essen gehen zu können. Stamm: „Im Sport muss man auch die Feste feiern nach solchen Siegen, natürlich ohne zu übertreiben. Denn ich möchte ja morgen am liebsten gleich noch eine Trophäe gewinnen.“
Platz drei des Pokalturniers sicherte sich Waspo 98 Hannover durch das 9:5 gegen den Eimsbütteler TV. Im Halbfinale am Vortag war Hannover Uerdingen mit 7:12 unterlegen gewesen, die Hamburgerinnen vom ETV hatten gegen Spandau 8:20 verloren.
Spandaus Frauen greifen im DSV-Pokal nach dem nächsten Titel
Die große Frage vor der Endrunde im DSV-Pokal der Wasserball-Frauen lautet: Hält die Erfolgsserie der Wasserfreunde Spandau 04 weiter an? Erst seit der Saison 2018/19 nimmt der Hauptstadtklub überhaupt am Spielbetrieb bei den Frauen teil, doch seitdem haben die Berlinerinnen auf nationaler Ebene sämtliche Titel gewonnen, zuletzt im Juni die Deutsche Meisterschaft mit 2:1 Siegen gegen den SV Bayer Uerdingen 08.
Auch für die Pokal-Endrunde am 29./30. Oktober sind die Wasserfreunde erneut favorisiert, zumal Spandau in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg auch den Heimvorteil besitzt. Im zweiten Halbfinale am Freitag treffen die Titelverteidigerinnen zunächst auf den Eimsbütteler Turnverband aus Hamburg, der Anfang des Monats das Turnier in der ersten Pokalrunde für sich entschieden hatte. Maren Hinz vom ETV ist mit elf Treffern aus zwei Spielen auch die bislang erfolgreichste Torschützin des diesjährigen Pokalwettbewerbs.
Im ersten Spiel der Vorschlussrunde stehen sich zuvor außerdem Vizemeister SV Bayer Uerdingen 08 und die Frauen von Waspo 98 Hannover gegenüber, deren Männerteam vergangene Woche den Pokal gewann. Bei den Frauen sind die Niedersächsinnen jedoch lediglich Außenseiterinnen. Alles läuft auf eine Neuauflage des Meisterschaftsfinales zwischen Uerdingen und Spandau hinaus, die sich bereits im Sommer spannende Spiele geliefert haben. Seitdem hat Berlin mit den beiden Nationalspielerinnen Gesa Deike und Ira Deike sowie der international erfahrenen Barbara Bujka gleich drei Leistungsträgerinnen von Bayer verpflichtet und damit seine nationale Führungsposition manifestiert.
Auch zur Pokal-Endrunde der Frauen ist wie schon bei den Männern eine begrenzte Zahl an Zuschauer*innen zugelassen. Tageskarten kosten 10,00 Euro (ermäßigt 5,00 Euro), es gilt die 2G-Regel. Der Ausrichter stellt außerdem für alle Spiele einen Livestream zur Verfügung.
Der Spielplan:
29. Oktober:
17:30 Uhr: SV Bayer Uerdingen 08 – Waspo 98 Hannover
19:30 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – Eimsbütteler SV
30. Oktober:
14:00 Uhr: Spiel um Platz drei
16:00 Uhr: Finale
Bayer Uerdingen gleicht in der Finalserie aus
Die Entscheidung in der Wasserball-Bundesliga der Frauen ist vertagt. Der SV Bayer Uerdingen 08 gewann am Samstag das zweite Finalspiel auswärts bei den Wasserfreunden Spandau 04 mit 13:11 und glich damit in der Finalserie im Modus „Best of three“ aus. Die Frage nach der Meisterschaft wird damit erst nach dem dritten Spiel beantwortet, das am Sonntag (12:00 Uhr) erneut in Berlin stattfindet.
Titelverteidiger Spandau war zwar durch Nationalspielerin Lynn Krukenberg in Führung gegangen, die am Ende mit vier Treffern auch beste Torschützin ihrer Mannschaft war. Danach war allerdings zunächst nur noch Uerdingen am Drücker. 5:1 führten die Gäste nach dem ersten Viertel, zur Halbzeit dann gar mit 10:3. Die Wasserfreunde waren im Angriff ideenlos und packten in der Verteidigung nicht genug zu, so dass Bayer zu häufig zu leichten Abschlüssen kam. Auf der anderen Seite zeigten die Gäste eine starke Abwehrleistung und ließen nur selten einfache Würfe zu. Zudem konnte sich Uerdingen im Tor auf den Rückhalt seiner brasilianischen Torhüterin Victória Chamorro verlassen, die in der vergangenen Saison noch für Berlin gespielt hatte.
Nach der Pause bliesen die Gastgeberinnen dann zur Aufholjagd. Innerhalb von nur fünf Minuten gelangen ihnen so viele Treffer wie in der gesamten ersten Halbzeit, doch näher als bis auf vier Tore kamen sie zunächst nicht heran. Doch Spandau gab weiter Vollgas. Kana Hosoya, Kapitänin Belén Vosseberg sowie zweimal Krukenberg per Fünfmeter brachten die Wasserfreunde noch bis auf 11:13 heran. Dank der starken ersten Hälfte ging der Sieg dennoch nach Uerdingen. Beste Torschützinnen bei Bayer waren die DSV-Nationalspielerinnen Gesa Deike und Aylin Fry mit jeweils drei Treffern.
Bochum sichert sich Bronze
Zu einer klaren Angelegenheit wurde das Spiel um Platz drei zwischen Waspo 98 Hannover und Rekordmeister SV Blau-Weiß Bochum. Die Bochumerinnen gewannen nach dem 15:8 in Spiel eins auch die zweite Partie mit 21:11 und sicherten sich somit die Bronzemedaille. Mit acht Treffern war Bochums Jana Stüwe die erfolgreichste Torschützin bei Blau-Weiß.
SV Ludwigsburg 08 sichert sich letzten Europapokalplatz
Der SV Ludwigsburg 08 hat sich in der Wasserball-Bundesliga Platz fünf gesichert. Die Ludwigsburger beendeten die Zwischenrunden-Gruppe F mit 9:3 Punkten und damit als Sieger vor den Mannschaften der SG Neukölln (7:5), der White Sharks Hannover (6:6) und des SSV Esslingen (2:10). Beim zweiten Turnier in Esslingen schlugen sie am Wochenende zunächst die Gastgeber mit 13:6, spielten dann gegen Neukölln 9:9 unentschieden und setzten sich schließlich auch im entscheidenden Duell mit 9:4 gegen die White Sharks durch. Beste Spieler beim siegreichen Team waren Marko Martinic, Luka Vulovic und Mitko Nachev, die zusammen für über 50 der insgesamt 83 Ludwigsburger Treffer in der Zwischenrunde verantwortlich waren.
In den vergangenen Jahren berechtigte der fünfte Platz jeweils noch zur Teilnahme am Euro Cup. Ludwigsburg hatte auch schon in dieser Saison erstmals daran teilgenommen – der Verein hatte die vorherige Saison zwar nur als Sechster abgeschlossen, doch weil andere Klubs vor ihnen verzichteten, kamen sie dennoch in den Genuss eines Europapokalstarts. Bereits vor zwei Wochen hatten sich der deutsche Meister Waspo 98 Hannover, die Wasserfreunde Spandau 04 und der OSC Potsdam für die Champions League sowie der ASC Duisburg für den Euro Cup qualifiziert. Die endgültige Bestätigung seitens der LEN über die Startplatzvergabe für die nächste Spielzeit steht allerdings noch aus.
In Gruppe G um die Plätze neun bis zwölf war beim ersten Turnier der SV Bayer Uerdingen 08 (5:1 Punkte) am stärksten. Lediglich im Stadtderby gegen den SV Krefeld 1972 ließen die Uerdinger beim 8:8 einen Punkt liegen. Krefeld landete mit 3:3 Punkten auf Platz drei, hinter dem Duisburger SV 1898 (4:2) und vor dem SV Würzburg 05 (0:6). In dieser Gruppe sowie in Gruppe H um die Plätze 13 bis 16 fallen dann am kommenden Wochenende bei den zweiten Turnieren die letzten Entscheidungen dieser Saison. Die ursprünglich geplanten Platzierungsspiele entfallen, es gilt die Platzierung aus den jeweiligen Gruppenspielen.
Waspo 98 Hannover liefert Topteam Pro Recco einen harten Kampf
Die Schwierigkeit der Aufgabe war den Wasserballern von Waspo 98 Hannover vorher bewusst. „Eigentlich haben wir keine Chance“, hatte Trainer Karsten Seehafer bereits vor dem Duell mit Rekordsieger Pro Recco (ITA) im Viertelfinale der Champions League erklärt. Um dann hinzuzufügen: „Aber vielleicht entstehen genau hieraus unsere Möglichkeiten.“
Tatsächlich lieferte der deutsche Meister dem italienischen Topteam beim Finalturnier in Belgrad (SRB) über drei Viertel lang einen harten Kampf. Erst im Schlussviertel zog Pro Recco davon und mit 16:9 letztlich souverän ins Halbfinale ein. „Recco hat verdient gewonnen. Aber das Spiel war viel knapper und umkämpfter, als es das Ergebnis aussagt. Wir haben alles versucht, doch in den entscheidenden Momenten haben wir unseren Vorteil nicht umgesetzt und wurden im Gegenzug dafür bestraft“, sagte Seehafer.
Waspo erzielte zwar das erste Tor der Partie durch Darko Brguljan, der mit drei Treffern auch insgesamt bester Torschütze bei den Niedersachsen wurde. Danach war Pro Recco allerdings innerhalb von zweieinhalb Minuten gleich vier Mal erfolgreich und ging frühzeitig auf 4:1 davon. Hannover leistete sich in dieser Phase zu viele Ballverluste, die von den Italienern eiskalt bestraft wurden.
Im zweiten Abschnitt lag der Gegner sogar erstmals mit fünf Toren vorn. Doch Hannover steckte nicht auf und kam durch Treffer von Jorn Winkelhorst und Kapitän Aleksandar Radovic wieder bis auf 8:5 heran. Das dritte Viertel entschied der deutsche Meister dann sogar mit 2:1 für sich und ging beim Stand von 10:7 für Pro Recco nur noch mit einem Drei-Tore-Rückstand in die entscheidende Phase. Dort zeigte der achtmalige Champions-League-Gewinner dann seine ganze Klasse und sorgte so noch für ein am Ende deutliches Ergebnis. „Wir hätten es besser machen können. Aus meiner Sicht ist dieses Resultat von 16:9 nicht realistisch“, meinte Darko Brguljan. „Es hätte auch anders ausgehen können.“
Waspo spielt nun am Freitag und Samstag um die Plätze fünf bis acht. Nächster Gegner wird dabei zunächst der Verlierer der Partie heute Abend zwischen Zodiac CN Barceloneta (ESP) und Olympiacos Piräus (GRE). Dann gilt erneut das, was Vereinspräsident Bernd Seidensticker quasi als Motto für die Reise zum Final Eight vorgegeben hatte: „Wir werden Belgrad genießen und unter den besten acht Mannschaften in Europa hoffentlich ansprechenden Wasserball zeigen.“
