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Auswärtsteams mit Siegen in der Bundesliga

Offiziell stand am vergangenen Wochenende in der A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga bereits der 14. und damit letzte Spieltag der Vorrunde auf dem Programm. Doch der Blick auf den Spielplan täuscht: Es stehen noch zahlreiche Nachholspiele aus, die in den vergangenen Monaten coronabedingt ausgefallen sind. Auch das Spitzenspiel zwischen Waspo 98 Hannover und Wasserfreunden Spandau 04 wurde am Wochenende erneut vertagt, allerdings nicht wegen der Pandemie, sondern weil zahlreiche Nationalspieler beider Klubs in Vorbereitung auf das Weltligaspiel am Dienstag (15. März) in Hamburg gegen Frankreich bei der Nationalmannschaft weilen.

Die anderen Partien fanden aber statt, wobei der ASC Duisburg gleich zwei Spiele bestreiten musste und beide Begegnungen für sich entschied. Nach dem 23:12 bei der SG Neukölln und dem 16:9 beim OSC Potsdam hat der Ruhrpottklub nun die letzten sechs Spiele allesamt gewonnen und Platz drei nach der Vorrunde damit sicher. Djordje Tanaskovic war in beiden Spielen mit neun beziehungsweise sechs Treffern bester Torschütze bei ASC und übernahm damit auch die Führung in der Torjägerliste.

Auf Platz vier der Tabelle steht weiterhin der SV Ludwigsburg 08, der sich beim OSC Potsdam mit 12:9 durchsetzte. „Alle Spiele außer die gegen die Top drei gewonnen, das ist ein großer Fortschritt“, freute sich SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev, „jetzt müssen wir weitermachen und dürfen nicht nachlassen.“ Grund zur Freude hatte auf Potsdamer Seite trotz der beiden Niederlagen am Wochenende aber auch der langjährige Nationalspieler Hannes Schulz, der mit seinem 200. Bundesligaeinsatz für den OSC einen Meilenstein erreichte. Das war bei den Brandenburgern mit 208 Matches zuvor lediglich Marc Langer gelungen. In einer weiteren Partie gewannen die White Sharks Hannover beim SSV Esslingen mit 12:6 und sorgten dafür, dass es in dieser Runde in der Gruppe A ausschließlich Auswärtssiege gab.

Neustadt mit drei Punkten zum Start der Abstiegsrunde

Auch in den beiden Partien der Zwischenrundengruppe D siegten am Wochenende jeweils die Gäste. Der SV Krefeld 1972 gewann mit 9:2 beim Düsseldorfer SC 1898, Stadtrivale SV Bayer Uerdingen 08 mit 13:7 bei der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln. Die beiden Krefelder Klubs führen damit die Tabelle in dieser Gruppe an – Erster ist momentan der noch verlustpunktfreie SVK, Uerdingen liegt dahinter auf Platz zwei.

Einen gelungenen Auftakt in die Abstiegsrunde in Gruppe F feierte Aufsteiger SC Neustadt/Weinstraße, der aus seinen beiden Partien gegen die bayerischen Vertreter drei Punkte mitnehmen konnte. Beim 6:6 gegen den SV Würzburg 05 lagen die Neustädter bis ins letzte Viertel durchgehend zurück, ehe Lukas Schwarzkopf mit dem Ausgleich für den Punktgewinn sorgte. Beim 9:8 gegen den SV Weiden 1921 war es tags darauf dann sein Bruder Tim Schwarzkopf, der den Siegtreffer erzielte. Bester Torschütze war in beiden Partien jedoch Xaver Schädler mit drei beziehungsweise vier Toren. Neustadt legte damit schon einmal einen guten Grundstein für den Klassenerhalt. Nur der Letzte aus dieser Gruppe steigt direkt ab, der Vorletzte hat in der Relegation mit den vier Erstplatzierten aus den Landesgruppen noch die Chance, die Erstklassigkeit zu bewahren.

Bochum und Spandau bei den Frauen weiter ungeschlagen

In der Wasserball-Bundesliga der Frauen bleiben die Wasserfreunde Spandau 04 und der SV Blau-Weiß Bochum ohne Verlustpunkte. Die Berlinerinnen siegten mit 22:8 gegen den SC Chemnitz 1892, Kapitänin Belén Vosseberg traf allein zehnmal. Die Deutschen Meisterinnen sind damit weiterhin Tabellenführer, aber nicht die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Liga. Denn auch die Bochumerinnen, deren Auswärtsspiel am Samstag beim SV Bayer Uerdingen 08 aufgrund zu vieler Coronafälle im eigenen Kader noch ausgefallen war, gewannen am Sonntag mit 22:6 gegen den SV Nikar Heidelberg, nachdem sich für diese Partie zwei Spielerinnen nach Abschluss der Quarantäne wieder „freitesten“ konnten. Nationalspielerin Jana Stüwe erzielte acht Tore und traf damit häufiger als das gesamte Heidelberger Team zusammen.

Die Heidelbergerinnen behielten dafür im Neckar-Derby gegen Aufsteiger SSV Esslingen mit 14:12 die Oberhand. Fabienne Heerdt, die Top-Torjägerin der Liga, war in dieser Partie allein siebenmal erfolgreich. Das Duell der beiden Nordklubs Waspo 98 Hannover gegen den Eimsbütteler Turnverband wurde aufgrund mehrerer Coronafälle auf Hamburger Seite vertagt.

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Waspo 98 Hannover übernimmt Tabellenspitze in der Bundesliga

Führungswechsel in der Wasserball-Bundesliga: Durch das 18:5 beim SV Ludwigsburg 08 hat der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover wieder die Tabellenspitze von den Wasserfreunden Spandau 04 übernommen. Spandau war am Wochenende allerdings auch spielfrei; die Partie bei den White Sharks Hannover wurde aufgrund des zeitgleich angesetzten Lehrgangs der Nationalmannschaft, an dem gleich mehrere Berliner teilnahmen, verschoben.

Auch in den Reihen von Waspo fehlten aufgrund der Maßnahme etliche Stammkräfte. „In Abwesenheit von sieben Spielern haben die, die da waren, anständigen Wasserball gespielt“, lobte Hannovers Trainer Karsten Seehafer das verbliebene Aufgebot. Gegen den Tabellenvierten aus Ludwigsburg führten die Niedersachsen bereits nach dem ersten Viertel mit 5:0 und zur Halbzeit dann sogar mit 10:1 – zu diesem Zeitpunkt war das Spiel quasi schon entschieden. Matija Brguljan, Aleksandar Radovic und Julian Real waren mit je drei Treffern die erfolgreichsten Torschützen für Hannover. In einer weiteren Partie der A-Gruppe gewann der ASC Duisburg mit 17:7 beim SSV Esslingen und hat damit Platz drei nach der Vorrunde so gut wie sicher, Djordje Tanaskovic traf dort mit fünf Toren am häufigsten. Die Begegnung zwischen dem OSC Potsdam und der SG Neukölln Berlin wurde coronabedingt auf den 27. März vertagt.

Unter der Woche war Waspo 98 Hannover bereits im Achtelfinale des DSV-Pokals im Einsatz und siegte dort mit 24:1 beim SV Poseidon Hamburg. Auch in dieser Partie war der Montenegriner Matija Brguljan mit sieben Toren bester Mann, den Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte Patrick Weik. Im Viertelfinale trifft Hannover nun erneut auf den SV Ludwigsburg 08, dann allerdings in eigener Halle.

Im einzigen Spiel in der Zwischenrundengruppe D setzte sich der Düsseldorfer SC 1898 mit 11:3 im rheinischen Duell bei der SGW Rhenania/BW Köln durch. Die Düsseldorfer übernahmen dadurch auch die Tabellenführung in dieser Gruppe, in der es für die vier Vereine um die beste Ausgangslage für die Relegationsspiele gegen jeweils einen Vertreter der A-Gruppe geht. Beste Torschützen beim Sieger waren Jonas Lindner und Maximilian Schleicher mit jeweils drei Treffern.

In der Bundesliga der Frauen fand am Wochenende ebenfalls nur ein Spiel statt, die Deutschen Meisterinnen der Wasserfreunde Spandau 04 gewannen klar mit 32:5 beim SC Chemnitz 1892. Anfangs hatten die Chemnitzerinnen sogar geführt, doch dann zog Spandau davon, allein zehn Treffer gingen dabei auf das Konto von Nationalspielerin Gesa Deike. Die für Sonntag geplante Partie zwischen Chemnitz und dem SV Blau-Weiß Bochum musste erneut verschoben werden.

DSV-Beschluss zum Umgang mit Vereinsmitgliedern aus Russland und Belarus

Derweil hat der DSV-Vorstand eine Entscheidung zum Umgang mit Vereinsmitgliedern aus Russland oder Belarus getroffen. Auf nationaler Vereinsebene sind nach einem DSV-Vorstandsbeschluss keine Einschränkungen gegen Aktive aus diesen beiden Ländern vorgesehen. „Die in unseren Vereinen integrierten Mitglieder repräsentieren bei diesen Aktivitäten nicht Russland und damit auch nicht die kriegsführende Politik Putins, insofern ist auf dieser kleinen Ebene auch völlig anders damit umzugehen“, sagte DSV-Präsident Marco Troll. „Ich gehe sogar noch weiter und betone, dass der sportliche Einsatz in unseren Vereinen von uns immer auch als ein klares Bekenntnis zu einem friedlichen Miteinander gewertet wird. Wir sollten die bei uns integrierten Menschen nicht verstoßen, wenn sie sich mit Putins Aggressionspolitik nicht identifizieren. An unserer klaren Haltung zu diesem Krieg und der Ächtung Putins ändert das nichts, auch spricht unser Hilfsangebot an alle ukrainischen Sportfreund*innen hier ja ganz klar für sich.“ Handelt es sich bei den DSV-Veranstaltungen jedoch um Wettkämpfe mit internationalem Charakter, dürfen analog zu den Vorgaben der LEN keine russischen und belarussischen Athlet*innen unter dem Namen Russlands oder Belarus‘ teilnehmen.

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Márton Benczur wird verantwortlicher Honorartrainer für die U16-Wasserballerinnen

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) stellt Márton Benczur als neuen verantwortlichen Honorartrainer für den weiblichen Jahrgang 2011/2012 vor. Der DSV sieht in der Verpflichtung des Ungarn einen wichtigen Schritt zur weiteren Professionalisierung der Nachwuchsarbeit im Frauenwasserball. Die U16 soll künftig noch stärker als Ausgangspunkt einer langfristigen Entwicklung verstanden werden: vom Grundlagenbereich über die leistungsorientierte Ausbildung bis hin zur internationalen Anschlussfähigkeit und einer klaren Perspektive für den deutschen Frauenwasserball bis Olympia 2032.

Die Zusammenarbeit ist langfristig ausgerichtet. Ziel ist es, diesen Jahrgang nicht allein an kurzfristigen Wettbewerbsergebnissen zu messen, sondern ihn als zentrale Entwicklungsgeneration im deutschen Frauenwasserball nachhaltig aufzubauen. Seinen ersten Einsatz hat Benczur bei der U16-Weltmeisterschaft in Zagreb (CRO/25. – 31. Juli), wo er die Mannschaft als Head Coach betreuen wird. Doch bereits im Vorfeld war er in die Sichtung eingebunden; in dieser Woche startet er gemeinsam mit dem Trainerteam in die konkrete Vorbereitung auf die WM. Er wird dabei eng mit Sven Schulz als Disziplintrainer Wasserball im DSV zusammenarbeiten.

 

Beeindruckende Vita und ein Händchen für Talente

 

„Mit Márton Benczur gewinnen wir einen international erfahrenen Trainer, der nachweislich Talente entwickeln und Mannschaften erfolgreich auf höchstem Niveau führen kann“, erklärt Sven Schulz. „Seine Erfolge mit UVSE Budapest und den ungarischen Nachwuchs-Nationalteams zeigen, dass konsequente Ausbildung, klare Strukturen und internationale Wettbewerbsfähigkeit zusammengehören. Dass er die Mannschaft bereits bei der U16-WM in Zagreb als Head Coach betreut und unmittelbar in Sichtung und Trainerteamarbeit einsteigt, ist ein wichtiger Schritt für unsere gemeinsame Entwicklung.“

Benczur bringt eine herausragende Erfolgsbilanz aus dem internationalen Frauen- und Nachwuchswasserball mit. Als langjähriger Cheftrainer von UVSE Budapest führte der 45-Jährige sein Team seit 2016 zu zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen. Dazu zählen nationale Titel, ein Euro-Cup-Sieg sowie eine Bronzemedaille in der Euro League 2020/21. In der Saison 2023/24 gewann UVSE unter seiner Leitung sowohl die ungarische Meisterschaft als auch den ungarischen Pokal.

Auch im Nachwuchsbereich konnte er international Maßstäbe setzen. Als Trainer diverser ungarischer Juniorinnen-Nationalteams gewann er unter anderem Gold bei der U20-WM 2023. „Damit steht er für genau jene Verbindung aus Talententwicklung, internationaler Wettkampferfahrung und klarer Leistungsorientierung, die der DSV im weiblichen Nachwuchs gezielt stärken will“, sagt Christian Hansmann, DSV-Vorstand Leistungssport.

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Torfestival gegen die Gastgeberinnen: Deutschland mit perfektem Weltcup-Ausklang

Nach dem dritten Sieg in Folge haben die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) das Weltcupturnier der Division 2 auf Malta als Neunte abgeschlossen. Gegen die Gastgeberinnen gewann das DSV-Team am Sonntag mit 19:9 und glänzte dabei unter anderem mit einer hundertprozentigen Ausbeute im Powerplay, wo jeder von vier Versuchen mit einem Torerfolg endete.

„Wir haben heute mit einem sicheren und ungefährdeten Sieg abgeschlossen. Wir können ein bisschen mit dem Modus oder der Auslosung hadern, schlussendlich war es das, was möglich war“, blickte Head Coach Karsten Seehafer auf Spiel und Turnier zurück. Nach einem torreichen ersten Viertel führte Deutschland mit 5:3, dank je zwei Treffern von Kapitänin Gesa Deike (Wasserfreunde Spandau 04) und Spanien-Legionärin Belén Vosseberg (CN Catalunya) in diesem Abschnitt. Vosseberg war mit insgesamt fünf Toren auch insgesamt die beste Deutsche an diesem Tag. Gesa Deike traf insgesamt vier Mal, ihre Schwester Ira Deike (Wasserfreunde Spandau 04) sowie Emiliia Khmil (SV Blau-Weiß Bochum) und Marijke Kijlstra (UtrechtseZSC/NED) je drei Mal.

 

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Die beiden Letztgenannten gingen dann im zweiten Viertel voran und hatten so großen Anteil daran, dass der Vorsprung bis zur Halbzeit bis auf 9:4 ausgebaut werden konnte. Das Schussverhältnis zwischen beiden Mannschaften war ausgeglichen – Deutschland präsentierte sich in der Offensive aber deutlich effektiver und mit besserer Wurfauswahl, während die Malteserinnen oft nur zu Würfen aus der Distanz kamen, die von Darja Heinbichner (SV Blau-Weiß Bochum) im deutschen Kasten gut pariert wurden

Das dritte Viertel verlief etwas ausgeglichener, die DSV-Auswahl blieb aber deutlich vorne und baute seine Führung sogar noch leicht aus (14:8). Im Schlussabschnitt war das DSV-Team dann wieder klar besser und schraubte das Ergebnis so noch in die Höhe. Die beiden Tickets aus Division 2 für das Weltcupfinale im Juli in Sydney (AUS) hatten sich tags zuvor übrigens Russland und China gesichert.

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Die DSV-Wasserballerinnen sammeln beim Weltcup wertvolle Erfahrungen

Deutschlands Wasserballerinnen sind derzeit beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta im Einsatz. Und Karsten Seehafer als Head Coach der Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hatte schon im Vorfeld angesichts der schwierigen Auslosung vor allem den Lernprozess betont, den seine Mannschaft bei diesem Turnier durchlaufen soll, um in den Spielen gegen einige der Top-Nationen weiter zu wachsen.

Am Mittwoch ging es für das DSV-Team im zweiten Vorrundenspiel gegen Russland, das beim Weltcup erstmals wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne dabei ist. Die zweimaligen Olympia-Bronzemedaillengewinnerinnen gehören für Seehafer zu den sechs oder sieben besten Nationen der Welt, auch wenn sie aufgrund ihrer mehrjährigen internationalen Abwesenheit aufgrund der Suspendierung infolge des Ukraine-Kriegs in der Setzliste nur als vorletztes Team geführt werden. 

 

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Dass Russland in Wirklichkeit deutlich stärker einzuschätzen ist, war am Mittwoch offensichtlich. Russland dominierte die Partie und führte im ersten Viertel schnell mit 6:1. Seehafer nahm daher schon früh eine Auszeit, die auch direkt Wirkung zeigte: Deutschland konnte zwischenzeitig auf 6:3 herankommen und kassierte bis zum Ende des Abschnitts nur noch einen weiteren Treffer.

Das DSV-Team hatte deutlich weniger Würfe, in Überzahl dafür eine starke Quote. Allerdings erlaubte man sich gegen die starke russische Verteidigung zu viele Ballverluste. Trotz mehrerer guter Paraden von Torhüterin Darja Heinbichner (SV Blau-Weiß Bochum) vergrößerte sich der Rückstand so bis zur Halbzeit auf 3:13.

Nach der Pause kam die junge Maria Sekulic (SSV Esslingen) zu ihrem Einsatz im deutschen Tor. Die Russinnen drückte derweil weiter aufs Gas. 21:4 führten sie nach dem dritten Viertel, der Endstand der Partie lautete schließlich 26:4. Elena Ludwig (Wasserfreunde Spandau 04) war mit zwei Treffern die beste deutsche Torschützin. „Da war nichts zu holen, da fehlt in erster Linie auch die Physis, um gegen so einen Gegner mithalten zu können. Wer weiß, wofür es gut ist. Auf alle Fälle benötigen wir Spiele auf diesem Niveau“, so das Fazit von Trainer Seehafer. Zum Abschluss der Vorrunde trifft das DSV-Team am Donnerstag (13:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) auf Asien-Meister China.

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Jetzt mitmachen: Wie soll das neue DSV-Maskottchen heißen?

Ab sofort ist er da: der DSV-Otter. In den Farben des Verbands, bereit für jeden Einsatz am und im Wasser und mit jeder Menge Energie im Gepäck steht das erste offizielle DSV-Maskottchen der Geschichte künftig für alles, was den Verband ausmacht – und soll nun gemeinsam mit der Community einen Namen bekommen. 

 

Die Teilnahme ist ganz einfach: Bis zum 21. April 2026 können Namensideen via Formular eingereicht werden. Aus allen Vorschlägen wird anschließend der Name ausgewählt und öffentlich bekannt gegeben. Erstmals treffen kann man das neue Maskottchen dann bei den 137. Deutschen Meisterschaften Schwimmen in Berlin. 

 

>> Jetzt Namen vorschlagen

 

 

Warum ein Otter?

 

Der Otter ist ein echtes Multitalent im Wasser – neugierig, beweglich, kraftvoll und verspielt. Kein anderes Tier vereint die Disziplinen des DSV so überzeugend wie er. Als eleganter, kraftvoller Schwimmer steht er für Becken- und Freiwasserschwimmen, seine Wendigkeit und Körperkontrolle spiegeln das Wasserspringen wider. Sein ausgeprägter Teamgeist macht ihn zum perfekten Sinnbild für Wasserball, während Anmut und Verspieltheit ideal zum Synchronschwimmen passen. Und dank seines dichten Fells trotzt er selbst kaltem Wasser – ein starkes Symbol auch für das Eisschwimmen, die jüngste DSV-Sportart.

Besonders passend: Otter bringen ihrem Nachwuchs von klein auf das Schwimmen bei. Sie vermitteln diese lebenswichtige Fähigkeit ganz selbstverständlich an die nächste Generation – genau wie der DSV, der sich seit Jahrzehnten dafür einsetzt, dass Kinder sicher schwimmen lernen. Schwimmen ist mehr als Sport: Es ist eine grundlegende Lebenskompetenz und ein zentraler Beitrag zur Sicherheit im und am Wasser.

Der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer sagt: „Unser neues Maskottchen steht für die Vielfalt unseres Verbands und gibt dem DSV ein Gesicht. Der Otter ist sympathisch, intelligent, freundlich – und auch ein bisschen frech. Ein Charakter, der Jung und Alt begeistert.“ Gleichzeitig verkörpert der Otter zentrale Werte des DSV: Teamgeist, Zusammenhalt, Disziplin und Nachhaltigkeit. Als geschütztes Tier steht er zudem für gesunde Gewässer und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur – seine Präsenz gilt sogar als Indikator für funktionierende Ökosysteme.

„Dieses Maskottchen soll unseren Verband und unsere Gemeinschaft widerspiegeln“, so Pommer weiter. „Deshalb laden wir alle Mitglieder, Vereine und Fans ein, sich aktiv zu beteiligen und unserem Otter gemeinsam mit uns einen passenden Namen zu geben.“

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Deutschlands Wasserballerinnen gewinnen EM-Krimi gegen Serbien

In einem packenden Sonntagskrimi haben Deutschlands Wasserballerinnen bei der Europameisterschaft in Funchal (POR) Serbien mit 13:12 nach Fünfmeterwerfen bezwungen. Damit spielt die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am Montag (18:15 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) gegen Portugal um Rang elf und kann damit ihre Platzierung von vor zwei Jahren wiederholen.

>> Alle Ergebnisse der Wasserball-EM

„Das war definitiv unser bislang bestes EM-Spiel und trotzdem hat es leider nicht gereicht. Wir sind mannschaftlich sehr geschlossen aufgetreten, mit etwas Glück wäre hier auf jeden Fall noch mehr drin gewesen. Aber so ist das nun mal im Sport. Wir nehmen auf jeden Fall viel mit von diesem EM-Turnier“, sagte Head Coach Karsten Seehafer.

 

Zur angestrebten Top-Ten-Platzierung fehlte Deutschland auf der Blumeninsel nur wenig. Gegen Serbien zeigte das DSV-Team auf jeden Fall wieder eine kämpferisch überragende und auch taktisch clevere Leistung. Nach den Treffern von Sinia Plotz (vier), Gesa Deike (drei), Elena Ludwig und Georgia Sopiadou schien ein Sieg in der regulären Spielzeit, der das Spiel um Rang neun eingebracht hätte, dabei bis zur Schlussminute möglich.

 

Bis zum 7:8 nach der ersten Spielhälfte wechselte die Führung in einer abwechslungsreichen Partie gleich viermal hin und her, nur einmal führte Serbien dabei mit zwei Toren. Doch die deutsche Mannschaft stellte sich mit zunehmender Zeit immer besser auf die körperliche Überlegenheit des Gegners im Zentrum ein und half sich dort wunderbar gegenseitig aus. Zudem glänzte Torhüterin Darja Heinbichner immer wieder mit tollen Paraden. So fiel nach der Pause erst einmal sechseinhalb Minuten kein Tor mehr. Dann glich Deutschland erst einmal aus und ging vier Minuten vor Schluss sogar selbst in Führung.

 

Eine Zwei-Tore-Führung hätte womöglich die Entscheidung bedeutet. Durch den 9:9-Ausgleich der Serbinnen 61 Sekunden vor Schluss kam es letztlich aber erneut zum Fünfmeterwerfen, das Deutschland durch die Treffer von Ludwig, Plotz, Gesa Deike und Barbara Bujka anders als am Vortag gegen die Türkei diesmal für sich entscheiden konnte. Serbien reichte der Punktgewinn jedoch zum Einzug ins Spiel um EM-Platz neun.

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EM-Start gegen Frankreich: Starkes Comeback der DSV-Frauen ohne Happy-End

56 Sekunden vor dem Ende der Partie gegen Frankreich nahm Karsten Seehafer als Trainer der deutschen Wasserballerinnen noch einmal eine Auszeit. Kurz zuvor hatte Ira Deike das DSV-Team beim EM-Auftakt gegen Frankreich auf zwei Tore herangebracht und die Abwehr anschließend die Französinnen gestoppt – der späte Ausgleich schien auf einmal wieder möglich, nachdem Deutschland in dieser Begegnung zwischenzeitlich schon mit fünf Toren zurückgelegen hatte. Doch beim anschließenden Angriff prallte der Ball beim Wurf von Ira Deike nur an den Pfosten.

Überhaupt war das Wurfglück zum Start der Europameisterschaften nicht unbedingt auf Seiten der deutschen Frauen. Einmal gab es bei Strafwürfen sogar zwei Pfostentreffer innerhalb weniger Sekunden. Am Ende unterlag die DSV-Auswahl mit 11:13 gegen den EM-Siebten von 2024. Bereits am morgigen Dienstag (11:30 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) bietet sich die Chance zur schnellen Wiedergutmachung im zweiten Gruppenspiel gegen die Slowakei. Die Slowakinnen verloren ihr erstes Spiel gegen Weltmeister Griechenland deutlich mit 7:24.

 

>> Alle Ergebnisse der Wasserball-EM

 

Gegen Frankreich dauerte es mehr als zwei Minuten, ehe der erste Treffer der Partie fiel. Kapitänin Gesa Deike brachte Deutschland in Führung – sie war mit drei Treffern die beste DSV-Torschützin an diesem Tag. Das DSV-Team konnte durch Jana Stüwe sogar nachlegen, kassierte danach aber zu viele Strafzeiten, so dass Frankreich in der Folge immer wieder in Überzahl zum Erfolg kam. Nach dem ersten Abschnitt führte der Gegner mit 4:3, zur Halbzeit mit 8:4. „Wir hatten sieben Hinausstellungen hintereinander, so konnten die Französinnen das Spiel drehen“, sagte Coach Karsten Seehafer.

Gerade im zweiten Abschnitt, in dem die DSV-Auswahl lediglich einen Treffer erzielen konnte, fehlte es an zwingenden Torchancen aus zentraler Position. Zwar hatten die Deutschen zu diesem Zeitpunkt und auch zum Spielende mehr Würfe aufs Tor abgegeben, waren dabei aber nicht effizient genug im Abschluss. Das änderte sich erst im Verlauf des dritten Viertels. „Wir haben viel Zeit gebraucht, um zurück ins Spiel zu finden“, so Seehafer. Das starke Comeback im Schlussviertel, das die Deutschen mit 4:2 für sich entscheiden konnten, kam dann zu spät, um die Partie noch zu drehen.

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Das sind die Termine für den Schwimm-Weltcup 2026

World Aquatics hat nach den Austragungsorten nun auch die Termine für den Schwimm-Weltcup 2026 bekanntgegeben. Dieser findet im kommenden Jahr erstmals entlang der historischen Seidenstraße in Baku (AZE), Taschkent (UZB) und Astana (KAZ) statt – und zwar an den ersten drei Wochenenden im Oktober.

Dern Anfang macht Aserbaidschans Hauptstadt Baku vom 01. – 03. Oktober. Es ist der früheste Weltcup-Auftakt seit 2021, in den Jahren danach startete die Serie immer erst Mitte des Monats. Danach folgt die Station in Taschkent in Usbekistan vom 08. – 10. Oktober. Das Finale steigt dann vom 15. – 17. Oktober in der kasachischen Hauptstadt Astana. „Wir sind begeistert und fühlen uns sehr geehrt, den Schwimmweltcup in so geschichtsträchtige und kulturell bedeutende Städte wie Baku, Taschkent und Astana zu bringen. Die Seidenstraßen-Tour wird eine Abkehr von den üblichen Weltcup-Veranstaltungen darstellen und den weltbesten Schwimmern neue Perspektiven eröffnen, wo ihre Leistungen von den Einheimischen gefeiert und geschätzt werden“, sagte Husain Al Musallam, der Präsident von World Aquatics.

Alle drei Länder sind zum ersten Mal Gastgeber eines Weltcup-Events. Für Usbekistan und Kasachstan ist es sogar das erste Mal überhaupt, dass man eine internationale Schwimmveranstaltung ausrichtet – dort waren bislang nur Events im Synchronschwimmen beziehungsweise Wasserball zu Gast. „Wir begrüßen jeden Schwimmer so herzlich, wie einst Reisende einander auf dieser alten Seidenstraße willkommen hießen“, wird Dmitriy Balandin in der Pressemitteilung des Weltverbandes zitiert. Der Olympiasieger von 2016 über 200m Brust ist inzwischen Generalsekretär des kasachischen Schwimmverbands.

Geschwommen wird auch 2026 wieder auf der Kurzbahn. Nur in den Jahren vor Olympia wird der Weltcup traditionell auf der 50m-Bahn ausgetragen, also erst 2027 wieder. Das Preisgeld beträgt 2026 erneut stattliche 1,2 Millionen US-Dollar, kann sich aber durch Boni für Weltrekorde oder das Erreichen der Triple-Crown – also dem Sieg auf einer Strecke bei allen drei Veranstaltungen – noch weiter erhöhen. In diesem Jahr wurden so insgesamt 1,57 Millionen US-Dollar ausgeschüttet.

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Starkes Comeback beschert Hannover den ersten Sieg in der Champions League

Siege sind immer süß, Heimsiege erst recht. Und wenn sie dann auch noch in der Königsklasse des Wasserballs passieren, ist die Freude umso größer. Einen solchen Glücksmoment erlebten in der Champions League in dieser Woche die Wasserballer von Waspo 98 Hannover. Gegen den spanischen Top-Klub CN Sabadell gewann der Deutsche Meister mit 16:14 und feierte damit den ersten Sieg in der Champions League seit fast zwei Jahren. Nach zwei Spieltagen liegen die Niedersachsen damit gut im Rennen ums Weiterkommen. Bereits am heutigen Freitag sind sie aber zunächst in der Bundesliga im Stadtderby gegen die White Sharks gefordert.

Dabei sah es gegen Sabadell über weite Strecken der Partie zunächst nicht so aus, als würde Waspo die Punkte in Hannover behalten können. Anfang des zweiten Viertels führten die Gäste aus dem Vorort von Barcelona bereits mit vier Toren (7:3). In der Folge verkürzte Hannover zwar den Rückstand und konnte im dritten Viertel sogar gleichziehen (9:9), Mitte des Schlussabschnitts ging Sabadell allerdings wieder mit zwei Toren in Führung (14:12). Doch Waspo kämpfte, hielt die Gäste fast vier Minuten ohne Treffer und drehte das Spiel so erfolgreich. Ein raffinierter Heber von Hannovers Neuzugang Lazar Vukicevic 42 Sekunden vor dem Ende besorgte den Endstand und ließ Spieler und Fans im Stadionbad jubeln. Beste Torschützen beim Tabellenführer der Bundesliga waren Nationalspieler Denis Strelezkij mit vier sowie Nikola Milardovic mit drei Treffern.

Spandau hält die perfekte Bilanz gegen Bukarest

Überhaupt war es eine erfolgreiche Europapokal-Woche für die Vertreter der Wasserball-Bundesliga. Einen Sieg feierten im Euro Cup nämlich auch die Wasserfreunde Spandau 04, der deutsche Rekordchampion setzte sich auswärts gegen Steaua Bukarest mit 11:9 durch. Marton Nagy war mit drei Treffern bester Torschütze bei den Berlinern, die damit ihre perfekte Bilanz gegen den rumänischen Gegner weiter ausbauen konnten. In bislang fünf Aufeinandertreffen mit Bukarest seit 2018 war Berlin stets erfolgreich. Der ASC Duisburg verlor dagegen sein Heimspiel gegen das kroatische Top-Team von VK Jug Dubrovnik – Champions-League-Sieger von 2016 – mit 9:18.

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