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Waspo gewinnt Spiel drei und macht die Finalserie wieder spannend
Die Titelentscheidung in der Wasserball-Bundesliga der Männer ist vertagt. Waspo 98 Hannover gewann am Sonntag Spiel drei der Endspielserie auswärts bei den Wasserfreunden Spandau 04 mit 13:12 und verkürzte damit in der Serie im Modus „Best of Five“ auf 1:2 Siege. Endspiel Nummer vier findet am Mittwoch (05. Juni) in Hannover statt; sollten die Niedersachsen im heimischen Becken erneut gewinnen, käme es am kommenden Samstag (08. Juni), dann allerdings wieder in Berlin, zum Meisterschafts-Showdown. Gewinnt Spandau am Mittwoch, wäre dagegen der Rekordchampion vorzeitig Meister.
Schon im Spiel am Sonntag hatte der Hauptstadtklub nach den beiden Siegen zum Auftakt (14:12 nach Fünfmeterwerfen und 15:13) die große Chance, den Titel – es wäre der 39. der Vereinsgeschichte – perfekt zu machen, doch dieses Vorhaben misslang. Von Beginn an wurde deutlich, dass Waspo die Serie unbedingt noch einmal nach Hannover zurückholen wollte. Schnell führten die Gäste mit 3:1, in der Folge war die Partie dann lange Zeit ausgeglichen. Zur Pause führte allerdings Spandau knapp mit 7:6 und erhöhte direkt nach Wiederanpfiff sogar auf 8:6. Doch Waspo fing sich wieder und sorgte bis zum Ende des Abschnitts für den erneuten Ausgleich (9:9). Im Schlussviertel ging es dann hin und her, keine der beiden Mannschaften konnte sich um mehr als ein Tor absetzen, fast immer folgte auf den Führungstreffer auf der einen Seite postwendend der Ausgleich auf der anderen. Einzig den Treffer von Hannovers Luka Lozina 35 Sekunden vor dem Ende konnten die Wasserfreunde nicht mehr kontern. Der Kroate kam ebenso wie Niclas Schipper auf drei Tore beim Sieger, Marko Macan als bester Torschütze für Waspo sogar auf vier; auf Berliner Seite war Marin Tomasovic ebenfalls viermal erfolgreich. „Matchball abgewehrt, we are back“, freute sich Waspo-Coach Karsten Seehafer.
ASC Duisburg legt im Kampf um die Bronzemedaille vor
Außer den Endspielen fanden in der Wasserball-Bundesliga am Wochenende noch weitere Partien statt. Im ersten Spiel um Platz drei behauptete sich der ASC Duisburg erst im Fünfmeterwerfen mit 13:12 beim OSC Potsdam und kann somit am nächsten Samstag im eigenen Becken wie schon im Vorjahr die Bronzemedaille sichern. Im ersten von maximal drei Spielen um Platz fünf gewann der SV Ludwigsburg 08 mit 11:9 gegen die White Sharks Hannover. Im Kampf um Platz sieben steht es nach bereits zwei Begegnungen 1:1 zwischen der SG Neukölln Berlin, die das erste Spiel mit 14:11 gewonnen hatte, und der SV Krefeld 1972, die tags darauf dann mit 13:7 zurückschlug. Der Verlierer dieser Serie im Modus „Best of Three“ spielt in der kommenden Saison definitiv nur noch in der B-Gruppe; der Gewinner bestreitet ebenso wie der Sechstplatzierte noch die Relegation gegen den Zweit- beziehungsweise Drittplatzierten der B-Gruppen-Play-offs.
Bochums Frauen gewinnen das erste Spiel um Platz drei gegen Uerdingen
Auch in der Bundesliga der Frauen geht es noch um die finalen Platzierungen. Nachdem die Wasserballerinen des SV Bayer Uerdingen 08 in dieser Saison erstmals seit langem wieder die Finalserie verpasst hatten – stattdessen trifft in den Endspielen der SSV Esslingen auf die Wasserfreunde Spandau 04, die Berlinerinnen gewannen am Samstag das erste Spiel deutlich mit 25:6 –, droht das Team aus Krefeld nun auch im Duell um Bronze leer auszugehen. Im ersten Spiel um Platz drei unterlagen die Uerdingerinnen jedenfalls mit 8:9 beim SV Blau-Weiß Bochum, haben am kommenden Wochenende aber immerhin zweimal Heimrecht und wollen dort die Serie noch umbiegen. Im Spiel um Platz fünf ging die erste Partie mit 11:10 an den Eimsbütteler Turnverband gegen die Frauen von Waspo 98 Hannover.
Der SV Krefeld 1972 sichert sich den Titel in der U18-Bundesliga
Am Ende durften die Gastgeber jubeln: Im heimischen Becken gewann der Wasserballnachwuchs des SV Krefeld 1972 am Wochenende das entscheidende Spiel des zweiten Finalturniers der U18-Bundesliga mit 4:3 gegen Titelverteidiger White Sharks Hannover und sicherte sich damit zum zweiten Mal den Deutschen Meistertitel. 2013 hatten die Krefelder zuletzt gewonnen, es war seinerzeit die Premiere dieses Wettbewerbs (damals noch als U17-Bundesliga). Und schon damals hieß der Trainer Markus Zilken, der seine Mannschaft auch diesmal wieder perfekt eingestellt hatte. „Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft und einen starken Siegeswillen und Teamgeist gezeigt. Es macht wahnsinnig viel Spaß, diese Truppe zu trainieren“, betonten Zilken und der zweite Krefelder Coach Dr. Georg Metten.
Für die White Sharks, die zuletzt dreimal hintereinander den Titel geholt hatten und auch nach dem ersten Finalturnier noch in Führung lagen, blieb am Ende Platz zwei, Dritter wurde der OSC Potsdam, Vierter der SSV Esslingen.
Duisburg holt die ersten Punkte in der Abstiegsrunde
Zwei Spiele gab es am Wochenende auch in der Bundesliga der Männer, wo ansonsten alle Blicke auf die Endrunde im DSV-Pokal gerichtet waren. Dabei holte der Duisburger SV 1898 in der Abstiegsrunde in Gruppe F seine ersten drei Punkte durch ein 13:13 gegen den SV Weiden 1921 und das 16:6 am Tag darauf gegen den SV Würzburg 05.
Uerdingens Frauen schlagen Bochum, Blau-Weiß verliert Punkte am grünen Tisch
In der Frauen-Bundesliga gab es in dieser Woche aufgrund der Pokalendrunde ebenfalls nur eine Partie, in der sich die Vorjahres-Vizemeisterinnen überraschend deutlich mit 13:3 beim SV Blau-Weiß Bochum durchsetzten, den DM-Dritten der vergangenen Saison. Uerdingen beendet die Vorrunde damit als Zweite und hat im Halbfinale (ab 14. Mai) Heimrecht.
Die Bochumerinnen sind Dritte und werden diesen Platz wohl auch behalten – es sei denn Eimsbütteler Turnverband gewinnt am Mittwoch die letzte noch offene Partie der Vorrunde gegen die ungeschlagenen Tabellenführerinnen der Wasserfreunde Spandau 04. Zumindest Platz vier und damit das Ticket für die Play-offs ist Blau-Weiß aber schon jetzt sicher, nachdem das eigene Spiel gegen die Spandauerinnen, das für Dienstag angesetzt war, von Berliner Seite abgesagt und deshalb für Bochum gewertet wurde.
Der Ruhrpottklub steht damit im Halbfinale, obwohl zuletzt mehrere Partien – eine gegen die Wasserfreunde Spandau 04 und je zwei gegen den SSV Esslingen und den SC Chemnitz 1892 – wegen des Einsatzes von mehr als zwei Nicht-EU-Spielerinnen nachträglich jeweils mit 0:10 gegen den Verein gewertet wurden. Bochum engagiert sich seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sehr stark für ukrainische Geflüchtete und hat mittlerweile rund 65 Personen aufgenommen, die Hälfte davon aktive Wasserballer*innen, die erst ins Training und später teilweise auch richtig ins Team integriert wurden.
„Die Freude an ihrem Sport ist das Einzige, was die Mädchen noch haben. Diese Freude muss unbedingt hochgehalten werden“, sagt Frank Lerner, Abteilungsleiter Wasserball und zugleich Trainer des Bundesligateams. Formell sei die Aberkennung der Punkte korrekt. „Wir akzeptieren das. Moralisch haben wir aus unserer Sicht die richtige Entscheidung getroffen. Ich habe die lachenden Augen der Mädchen gesehen, wenn sie mit im Bus gesessen haben – sie waren so glücklich, das ist mehr wert als alles andere. Auch unsere Spielerinnen stehen zu 100 Prozent dahinter, sie haben die Kleinen längst ins Herz geschlossen. In solchen Momenten muss der Sport eben auch einmal zurückstehen.“
„Wie Bochum sich dort engagiert, ist sehr lobenswert“, sagt Tino Ressel, stellvertretender Abteilungsleiter Wasserball und Sprecher der Länderfachfachkonferenz. „Gleichwohl sind in den Wettkampfbestimmungen des Deutschen Schwimm-Verbands e.V. (DSV) die Wechselfristen für Spieler*innen sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland klar geregelt und fallen nicht in den betreffenden Zeitraum.“ Der DSV habe nun jedoch rückwirkend durch einen Beschluss der Länderfachkonferenz die Wechselmöglichkeit im Rahmen des LEN-Wechselfensters ebenfalls ermöglicht. Seit 01. Mai sind die ukrainischen Spieler*innen somit offiziell in der Bundesliga, aber auch in den anderen Ligen spielberechtigt, wobei auch weiterhin nicht mehr als zwei Nicht-EU-Spielerinnen eingesetzt werden dürfen.
Potsdam siegt doppelt in der Bundesliga, Spandau gewinnt zweimal an einem Tag
Es war ein wichtiges Wochenende für die Wasserballer des OSC Potsdam. Sportlich sowieso, trafen die Brandenburger in der Bundesliga mit dem SSV Esslingen und der SG Neukölln Berlin doch gleich auf zwei Gegner, die in der Tabelle der A-Gruppe direkt vor ihnen platziert waren. Die Chance war groß, durch zwei Siege einen Sprung nach vorne zu machen und so für die Relegationsspiele einen vermeintlich leichteren Gegner zu bekommen. Aber auch abseits des Beckens war es ein besonderes Wochenende für den OSC. Der Verein widmete sämtliche Einnahmen aus den beiden Bundesliga-Heimspielen, den Spielen der zweiten Mannschaft und der Ostdeutschen Meisterschaft U14 den Menschen in der Ukraine. Alle Eintrittsgelder und Spenden gingen an den Freundes- und Förderkreis des Klinikum Ernst von Bergmann, der sich vor allem für die Beschaffung dringend benötigter Medikamente für die Kriegsregionen der Ukraine einsetzt.
Eine starke Aktion, die auch sportlich durch zwei Siege gegen die direkte Konkurrenz abgerundet wurde. Gegen den SSV Esslingen gewannen die Potsdamer mit 8:7, tags darauf dann auch das Berlin-Brandenburg-Derby gegen die SG Neukölln Berlin mit 14:7. Bereits zur Pause war die Partie beim Stand von 9:2 für die Gastgeber quasi entschieden, die sich durch die beiden Erfolge vorerst auf Platz sechs verbesserten. Die Neuköllner waren am Vortag bereits dem Tabellendritten ASC Duisburg mit 18:8 unterlegen. Djordje Tanaskovic, aktuell bester Torjäger der Bundesliga, traf in diesem Spiel allein achtmal für den ASC. Auch Esslingen verlor sein zweites Spiel des Wochenendes ebenfalls, und zwar mit 10:16 bei den White Sharks Hannover. Dabei führten die Esslinger im dritten Viertel noch und gingen mit nur einem Tor Rückstand in den entscheidenden Spielabschnitt, den Hannover dann aber mit 7:2 für sich entschied.
Auch unter der Woche war der OSC Potsdam bereits im Einsatz und verlor dort das Nachholspiel gegen Tabellenführer Wasserfreunde Spandau 04 mit 6:28. Nur anderthalb Stunden später stiegen die Spandauer dann schon wieder ins Wasser und gewannen auch ihr zweites Nachholspiel gegen die SG Neukölln Berlin mit 22:2. Alle drei Klubs hatten sich darauf verständigt, die Partien direkt hintereinander in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg auszutragen, wobei die Wasserfreunde für das zweite Spiel auf vier Positionen rotierten, um Kräfte zu schonen. „Alle Teams der Wasserball-Bundesliga zeigen sich im recht schwierigen Verlauf der aktuellen laufenden Hauptrunde sehr kooperativ, damit alle Spiele durchgeführt werden können“, freute sich Spandaus Sportlicher Leiter Peter Röhle.
Krefeld stürmt zum nächsten Sieg, erste Niederlage für Neustadt in der Abstiegsrunde
In der Zwischenrundengruppe D waren beide Krefelder Klubs erfolgreich: Der SV Bayer Uerdingen 08 gewann gegen Düsseldorfer SC 1898 mit 9:7, nachdem man das Hinspiel noch verloren hatte; Lokalrivale SV Krefeld 1972 bezwang die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln mit 13:7. Der SVK bleibt damit ohne Punktverlust Spitzenreiter in dieser Gruppe und könnte am nächsten Samstag mit einem Sieg im Derby gegen die zweitplatzierten Uerdinger Platz eins endgültig absichern, der den vermeintlich leichtesten Gegner für die Relegationsspiele (ab 06. April) bedeuten würde.
In der Abstiegsrunde in Gruppe F kassierte Aufsteiger SC Neustadt/Weinstraße mit dem 7:22 beim SV Weiden 1921 seine erste und dann direkt deutliche Niederlage. Gleich neun verschiedene Torschützen trafen für Weiden, die meisten Tore für die Gastgeber – jeweils vier – erzielten Nikolaj Neumann und Jakob Ströll. Auch Torhüter Matthias Kreiner zeigte sich bei den Bayern bestens aufgelegt.
Eimsbüttel zurück auf Platz zwei in der Frauen-Bundesliga
In der Wasserball-Bundesliga der Frauen waren der SV Bayer Uerdingen 08 und der SC Chemnitz 1892 jeweils doppelt im Einsatz. Die Uerdingerinnen gewannen zunächst das Duell der beiden Bundesligisten mit der aktuell wohl besten Jugendarbeit in Deutschland gegen den SSV Esslingen mit 19:6, anschließend gab es auch gegen Schlusslicht SV Nikar Heidelberg beim 21:4 einen deutlichen Erfolg. Die Chemnitzerinnen verloren dagegen ihre beiden Spiele. Bei Waspo 98 Hannover unterlag man mit 11:15, wobei Waspo zwischenzeitig schon mit 11:2 und 14:5 führte, ehe die Gäste das Ergebnis aus ihrer Sicht noch etwas freundlicher gestalten konnten. Deutlich knapper lief es am Tag danach in der Partie beim Eimsbütteler Turnverband, der sich nur knapp mit 16:15 gegen die Sächsinnen durchsetzte. Kapitänin Maren Hinz erzielte 43 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer für den ETV und war gemeinsam mit Pauline Pannasch mit jeweils sieben Treffern auch sonst die beste Torschützin bei den Hamburgerinnen. Bei Chemnitz war Jung-Nationalspielerin Jamie-Julique Haas sechsmal erfolgreich.
Durch den Sieg rückte Eimsbüttel nach Pluspunkten auf Platz zwei vor, Uerdingen ist jetzt Dritter. Spitzenreiter bleiben die Wasserfreunde Spandau 04, deren drei Partien am Wochenende allesamt verschoben wurden.
Auswärtsteams mit Siegen in der Bundesliga
Offiziell stand am vergangenen Wochenende in der A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga bereits der 14. und damit letzte Spieltag der Vorrunde auf dem Programm. Doch der Blick auf den Spielplan täuscht: Es stehen noch zahlreiche Nachholspiele aus, die in den vergangenen Monaten coronabedingt ausgefallen sind. Auch das Spitzenspiel zwischen Waspo 98 Hannover und Wasserfreunden Spandau 04 wurde am Wochenende erneut vertagt, allerdings nicht wegen der Pandemie, sondern weil zahlreiche Nationalspieler beider Klubs in Vorbereitung auf das Weltligaspiel am Dienstag (15. März) in Hamburg gegen Frankreich bei der Nationalmannschaft weilen.
Die anderen Partien fanden aber statt, wobei der ASC Duisburg gleich zwei Spiele bestreiten musste und beide Begegnungen für sich entschied. Nach dem 23:12 bei der SG Neukölln und dem 16:9 beim OSC Potsdam hat der Ruhrpottklub nun die letzten sechs Spiele allesamt gewonnen und Platz drei nach der Vorrunde damit sicher. Djordje Tanaskovic war in beiden Spielen mit neun beziehungsweise sechs Treffern bester Torschütze bei ASC und übernahm damit auch die Führung in der Torjägerliste.
Auf Platz vier der Tabelle steht weiterhin der SV Ludwigsburg 08, der sich beim OSC Potsdam mit 12:9 durchsetzte. „Alle Spiele außer die gegen die Top drei gewonnen, das ist ein großer Fortschritt“, freute sich SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev, „jetzt müssen wir weitermachen und dürfen nicht nachlassen.“ Grund zur Freude hatte auf Potsdamer Seite trotz der beiden Niederlagen am Wochenende aber auch der langjährige Nationalspieler Hannes Schulz, der mit seinem 200. Bundesligaeinsatz für den OSC einen Meilenstein erreichte. Das war bei den Brandenburgern mit 208 Matches zuvor lediglich Marc Langer gelungen. In einer weiteren Partie gewannen die White Sharks Hannover beim SSV Esslingen mit 12:6 und sorgten dafür, dass es in dieser Runde in der Gruppe A ausschließlich Auswärtssiege gab.
Neustadt mit drei Punkten zum Start der Abstiegsrunde
Auch in den beiden Partien der Zwischenrundengruppe D siegten am Wochenende jeweils die Gäste. Der SV Krefeld 1972 gewann mit 9:2 beim Düsseldorfer SC 1898, Stadtrivale SV Bayer Uerdingen 08 mit 13:7 bei der SGW Rhenania/BW Poseidon Köln. Die beiden Krefelder Klubs führen damit die Tabelle in dieser Gruppe an – Erster ist momentan der noch verlustpunktfreie SVK, Uerdingen liegt dahinter auf Platz zwei.
Einen gelungenen Auftakt in die Abstiegsrunde in Gruppe F feierte Aufsteiger SC Neustadt/Weinstraße, der aus seinen beiden Partien gegen die bayerischen Vertreter drei Punkte mitnehmen konnte. Beim 6:6 gegen den SV Würzburg 05 lagen die Neustädter bis ins letzte Viertel durchgehend zurück, ehe Lukas Schwarzkopf mit dem Ausgleich für den Punktgewinn sorgte. Beim 9:8 gegen den SV Weiden 1921 war es tags darauf dann sein Bruder Tim Schwarzkopf, der den Siegtreffer erzielte. Bester Torschütze war in beiden Partien jedoch Xaver Schädler mit drei beziehungsweise vier Toren. Neustadt legte damit schon einmal einen guten Grundstein für den Klassenerhalt. Nur der Letzte aus dieser Gruppe steigt direkt ab, der Vorletzte hat in der Relegation mit den vier Erstplatzierten aus den Landesgruppen noch die Chance, die Erstklassigkeit zu bewahren.
Bochum und Spandau bei den Frauen weiter ungeschlagen
In der Wasserball-Bundesliga der Frauen bleiben die Wasserfreunde Spandau 04 und der SV Blau-Weiß Bochum ohne Verlustpunkte. Die Berlinerinnen siegten mit 22:8 gegen den SC Chemnitz 1892, Kapitänin Belén Vosseberg traf allein zehnmal. Die Deutschen Meisterinnen sind damit weiterhin Tabellenführer, aber nicht die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Liga. Denn auch die Bochumerinnen, deren Auswärtsspiel am Samstag beim SV Bayer Uerdingen 08 aufgrund zu vieler Coronafälle im eigenen Kader noch ausgefallen war, gewannen am Sonntag mit 22:6 gegen den SV Nikar Heidelberg, nachdem sich für diese Partie zwei Spielerinnen nach Abschluss der Quarantäne wieder „freitesten“ konnten. Nationalspielerin Jana Stüwe erzielte acht Tore und traf damit häufiger als das gesamte Heidelberger Team zusammen.
Die Heidelbergerinnen behielten dafür im Neckar-Derby gegen Aufsteiger SSV Esslingen mit 14:12 die Oberhand. Fabienne Heerdt, die Top-Torjägerin der Liga, war in dieser Partie allein siebenmal erfolgreich. Das Duell der beiden Nordklubs Waspo 98 Hannover gegen den Eimsbütteler Turnverband wurde aufgrund mehrerer Coronafälle auf Hamburger Seite vertagt.
Waspo 98 Hannover übernimmt Tabellenspitze in der Bundesliga
Führungswechsel in der Wasserball-Bundesliga: Durch das 18:5 beim SV Ludwigsburg 08 hat der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover wieder die Tabellenspitze von den Wasserfreunden Spandau 04 übernommen. Spandau war am Wochenende allerdings auch spielfrei; die Partie bei den White Sharks Hannover wurde aufgrund des zeitgleich angesetzten Lehrgangs der Nationalmannschaft, an dem gleich mehrere Berliner teilnahmen, verschoben.
Auch in den Reihen von Waspo fehlten aufgrund der Maßnahme etliche Stammkräfte. „In Abwesenheit von sieben Spielern haben die, die da waren, anständigen Wasserball gespielt“, lobte Hannovers Trainer Karsten Seehafer das verbliebene Aufgebot. Gegen den Tabellenvierten aus Ludwigsburg führten die Niedersachsen bereits nach dem ersten Viertel mit 5:0 und zur Halbzeit dann sogar mit 10:1 – zu diesem Zeitpunkt war das Spiel quasi schon entschieden. Matija Brguljan, Aleksandar Radovic und Julian Real waren mit je drei Treffern die erfolgreichsten Torschützen für Hannover. In einer weiteren Partie der A-Gruppe gewann der ASC Duisburg mit 17:7 beim SSV Esslingen und hat damit Platz drei nach der Vorrunde so gut wie sicher, Djordje Tanaskovic traf dort mit fünf Toren am häufigsten. Die Begegnung zwischen dem OSC Potsdam und der SG Neukölln Berlin wurde coronabedingt auf den 27. März vertagt.
Unter der Woche war Waspo 98 Hannover bereits im Achtelfinale des DSV-Pokals im Einsatz und siegte dort mit 24:1 beim SV Poseidon Hamburg. Auch in dieser Partie war der Montenegriner Matija Brguljan mit sieben Toren bester Mann, den Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte Patrick Weik. Im Viertelfinale trifft Hannover nun erneut auf den SV Ludwigsburg 08, dann allerdings in eigener Halle.
Im einzigen Spiel in der Zwischenrundengruppe D setzte sich der Düsseldorfer SC 1898 mit 11:3 im rheinischen Duell bei der SGW Rhenania/BW Köln durch. Die Düsseldorfer übernahmen dadurch auch die Tabellenführung in dieser Gruppe, in der es für die vier Vereine um die beste Ausgangslage für die Relegationsspiele gegen jeweils einen Vertreter der A-Gruppe geht. Beste Torschützen beim Sieger waren Jonas Lindner und Maximilian Schleicher mit jeweils drei Treffern.
In der Bundesliga der Frauen fand am Wochenende ebenfalls nur ein Spiel statt, die Deutschen Meisterinnen der Wasserfreunde Spandau 04 gewannen klar mit 32:5 beim SC Chemnitz 1892. Anfangs hatten die Chemnitzerinnen sogar geführt, doch dann zog Spandau davon, allein zehn Treffer gingen dabei auf das Konto von Nationalspielerin Gesa Deike. Die für Sonntag geplante Partie zwischen Chemnitz und dem SV Blau-Weiß Bochum musste erneut verschoben werden.
DSV-Beschluss zum Umgang mit Vereinsmitgliedern aus Russland und Belarus
Derweil hat der DSV-Vorstand eine Entscheidung zum Umgang mit Vereinsmitgliedern aus Russland oder Belarus getroffen. Auf nationaler Vereinsebene sind nach einem DSV-Vorstandsbeschluss keine Einschränkungen gegen Aktive aus diesen beiden Ländern vorgesehen. „Die in unseren Vereinen integrierten Mitglieder repräsentieren bei diesen Aktivitäten nicht Russland und damit auch nicht die kriegsführende Politik Putins, insofern ist auf dieser kleinen Ebene auch völlig anders damit umzugehen“, sagte DSV-Präsident Marco Troll. „Ich gehe sogar noch weiter und betone, dass der sportliche Einsatz in unseren Vereinen von uns immer auch als ein klares Bekenntnis zu einem friedlichen Miteinander gewertet wird. Wir sollten die bei uns integrierten Menschen nicht verstoßen, wenn sie sich mit Putins Aggressionspolitik nicht identifizieren. An unserer klaren Haltung zu diesem Krieg und der Ächtung Putins ändert das nichts, auch spricht unser Hilfsangebot an alle ukrainischen Sportfreund*innen hier ja ganz klar für sich.“ Handelt es sich bei den DSV-Veranstaltungen jedoch um Wettkämpfe mit internationalem Charakter, dürfen analog zu den Vorgaben der LEN keine russischen und belarussischen Athlet*innen unter dem Namen Russlands oder Belarus‘ teilnehmen.
Torfestival gegen die Gastgeberinnen: Deutschland mit perfektem Weltcup-Ausklang
Nach dem dritten Sieg in Folge haben die Wasserballerinnen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) das Weltcupturnier der Division 2 auf Malta als Neunte abgeschlossen. Gegen die Gastgeberinnen gewann das DSV-Team am Sonntag mit 19:9 und glänzte dabei unter anderem mit einer hundertprozentigen Ausbeute im Powerplay, wo jeder von vier Versuchen mit einem Torerfolg endete.
„Wir haben heute mit einem sicheren und ungefährdeten Sieg abgeschlossen. Wir können ein bisschen mit dem Modus oder der Auslosung hadern, schlussendlich war es das, was möglich war“, blickte Head Coach Karsten Seehafer auf Spiel und Turnier zurück. Nach einem torreichen ersten Viertel führte Deutschland mit 5:3, dank je zwei Treffern von Kapitänin Gesa Deike (Wasserfreunde Spandau 04) und Spanien-Legionärin Belén Vosseberg (CN Catalunya) in diesem Abschnitt. Vosseberg war mit insgesamt fünf Toren auch insgesamt die beste Deutsche an diesem Tag. Gesa Deike traf insgesamt vier Mal, ihre Schwester Ira Deike (Wasserfreunde Spandau 04) sowie Emiliia Khmil (SV Blau-Weiß Bochum) und Marijke Kijlstra (UtrechtseZSC/NED) je drei Mal.
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Die beiden Letztgenannten gingen dann im zweiten Viertel voran und hatten so großen Anteil daran, dass der Vorsprung bis zur Halbzeit bis auf 9:4 ausgebaut werden konnte. Das Schussverhältnis zwischen beiden Mannschaften war ausgeglichen – Deutschland präsentierte sich in der Offensive aber deutlich effektiver und mit besserer Wurfauswahl, während die Malteserinnen oft nur zu Würfen aus der Distanz kamen, die von Darja Heinbichner (SV Blau-Weiß Bochum) im deutschen Kasten gut pariert wurden
Das dritte Viertel verlief etwas ausgeglichener, die DSV-Auswahl blieb aber deutlich vorne und baute seine Führung sogar noch leicht aus (14:8). Im Schlussabschnitt war das DSV-Team dann wieder klar besser und schraubte das Ergebnis so noch in die Höhe. Die beiden Tickets aus Division 2 für das Weltcupfinale im Juli in Sydney (AUS) hatten sich tags zuvor übrigens Russland und China gesichert.
Die DSV-Wasserballerinnen sammeln beim Weltcup wertvolle Erfahrungen
Deutschlands Wasserballerinnen sind derzeit beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta im Einsatz. Und Karsten Seehafer als Head Coach der Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hatte schon im Vorfeld angesichts der schwierigen Auslosung vor allem den Lernprozess betont, den seine Mannschaft bei diesem Turnier durchlaufen soll, um in den Spielen gegen einige der Top-Nationen weiter zu wachsen.
Am Mittwoch ging es für das DSV-Team im zweiten Vorrundenspiel gegen Russland, das beim Weltcup erstmals wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne dabei ist. Die zweimaligen Olympia-Bronzemedaillengewinnerinnen gehören für Seehafer zu den sechs oder sieben besten Nationen der Welt, auch wenn sie aufgrund ihrer mehrjährigen internationalen Abwesenheit aufgrund der Suspendierung infolge des Ukraine-Kriegs in der Setzliste nur als vorletztes Team geführt werden.
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Dass Russland in Wirklichkeit deutlich stärker einzuschätzen ist, war am Mittwoch offensichtlich. Russland dominierte die Partie und führte im ersten Viertel schnell mit 6:1. Seehafer nahm daher schon früh eine Auszeit, die auch direkt Wirkung zeigte: Deutschland konnte zwischenzeitig auf 6:3 herankommen und kassierte bis zum Ende des Abschnitts nur noch einen weiteren Treffer.
Das DSV-Team hatte deutlich weniger Würfe, in Überzahl dafür eine starke Quote. Allerdings erlaubte man sich gegen die starke russische Verteidigung zu viele Ballverluste. Trotz mehrerer guter Paraden von Torhüterin Darja Heinbichner (SV Blau-Weiß Bochum) vergrößerte sich der Rückstand so bis zur Halbzeit auf 3:13.
Nach der Pause kam die junge Maria Sekulic (SSV Esslingen) zu ihrem Einsatz im deutschen Tor. Die Russinnen drückte derweil weiter aufs Gas. 21:4 führten sie nach dem dritten Viertel, der Endstand der Partie lautete schließlich 26:4. Elena Ludwig (Wasserfreunde Spandau 04) war mit zwei Treffern die beste deutsche Torschützin. „Da war nichts zu holen, da fehlt in erster Linie auch die Physis, um gegen so einen Gegner mithalten zu können. Wer weiß, wofür es gut ist. Auf alle Fälle benötigen wir Spiele auf diesem Niveau“, so das Fazit von Trainer Seehafer. Zum Abschluss der Vorrunde trifft das DSV-Team am Donnerstag (13:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) auf Asien-Meister China.
Jetzt mitmachen: Wie soll das neue DSV-Maskottchen heißen?
Ab sofort ist er da: der DSV-Otter. In den Farben des Verbands, bereit für jeden Einsatz am und im Wasser und mit jeder Menge Energie im Gepäck steht das erste offizielle DSV-Maskottchen der Geschichte künftig für alles, was den Verband ausmacht – und soll nun gemeinsam mit der Community einen Namen bekommen.
Die Teilnahme ist ganz einfach: Bis zum 21. April 2026 können Namensideen via Formular eingereicht werden. Aus allen Vorschlägen wird anschließend der Name ausgewählt und öffentlich bekannt gegeben. Erstmals treffen kann man das neue Maskottchen dann bei den 137. Deutschen Meisterschaften Schwimmen in Berlin.
Warum ein Otter?
Der Otter ist ein echtes Multitalent im Wasser – neugierig, beweglich, kraftvoll und verspielt. Kein anderes Tier vereint die Disziplinen des DSV so überzeugend wie er. Als eleganter, kraftvoller Schwimmer steht er für Becken- und Freiwasserschwimmen, seine Wendigkeit und Körperkontrolle spiegeln das Wasserspringen wider. Sein ausgeprägter Teamgeist macht ihn zum perfekten Sinnbild für Wasserball, während Anmut und Verspieltheit ideal zum Synchronschwimmen passen. Und dank seines dichten Fells trotzt er selbst kaltem Wasser – ein starkes Symbol auch für das Eisschwimmen, die jüngste DSV-Sportart.
Besonders passend: Otter bringen ihrem Nachwuchs von klein auf das Schwimmen bei. Sie vermitteln diese lebenswichtige Fähigkeit ganz selbstverständlich an die nächste Generation – genau wie der DSV, der sich seit Jahrzehnten dafür einsetzt, dass Kinder sicher schwimmen lernen. Schwimmen ist mehr als Sport: Es ist eine grundlegende Lebenskompetenz und ein zentraler Beitrag zur Sicherheit im und am Wasser.
Der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer sagt: „Unser neues Maskottchen steht für die Vielfalt unseres Verbands und gibt dem DSV ein Gesicht. Der Otter ist sympathisch, intelligent, freundlich – und auch ein bisschen frech. Ein Charakter, der Jung und Alt begeistert.“ Gleichzeitig verkörpert der Otter zentrale Werte des DSV: Teamgeist, Zusammenhalt, Disziplin und Nachhaltigkeit. Als geschütztes Tier steht er zudem für gesunde Gewässer und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur – seine Präsenz gilt sogar als Indikator für funktionierende Ökosysteme.
„Dieses Maskottchen soll unseren Verband und unsere Gemeinschaft widerspiegeln“, so Pommer weiter. „Deshalb laden wir alle Mitglieder, Vereine und Fans ein, sich aktiv zu beteiligen und unserem Otter gemeinsam mit uns einen passenden Namen zu geben.“
Deutschlands Wasserballerinnen gewinnen EM-Krimi gegen Serbien
In einem packenden Sonntagskrimi haben Deutschlands Wasserballerinnen bei der Europameisterschaft in Funchal (POR) Serbien mit 13:12 nach Fünfmeterwerfen bezwungen. Damit spielt die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am Montag (18:15 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) gegen Portugal um Rang elf und kann damit ihre Platzierung von vor zwei Jahren wiederholen.
>> Alle Ergebnisse der Wasserball-EM
„Das war definitiv unser bislang bestes EM-Spiel und trotzdem hat es leider nicht gereicht. Wir sind mannschaftlich sehr geschlossen aufgetreten, mit etwas Glück wäre hier auf jeden Fall noch mehr drin gewesen. Aber so ist das nun mal im Sport. Wir nehmen auf jeden Fall viel mit von diesem EM-Turnier“, sagte Head Coach Karsten Seehafer.
Zur angestrebten Top-Ten-Platzierung fehlte Deutschland auf der Blumeninsel nur wenig. Gegen Serbien zeigte das DSV-Team auf jeden Fall wieder eine kämpferisch überragende und auch taktisch clevere Leistung. Nach den Treffern von Sinia Plotz (vier), Gesa Deike (drei), Elena Ludwig und Georgia Sopiadou schien ein Sieg in der regulären Spielzeit, der das Spiel um Rang neun eingebracht hätte, dabei bis zur Schlussminute möglich.
Bis zum 7:8 nach der ersten Spielhälfte wechselte die Führung in einer abwechslungsreichen Partie gleich viermal hin und her, nur einmal führte Serbien dabei mit zwei Toren. Doch die deutsche Mannschaft stellte sich mit zunehmender Zeit immer besser auf die körperliche Überlegenheit des Gegners im Zentrum ein und half sich dort wunderbar gegenseitig aus. Zudem glänzte Torhüterin Darja Heinbichner immer wieder mit tollen Paraden. So fiel nach der Pause erst einmal sechseinhalb Minuten kein Tor mehr. Dann glich Deutschland erst einmal aus und ging vier Minuten vor Schluss sogar selbst in Führung.
Eine Zwei-Tore-Führung hätte womöglich die Entscheidung bedeutet. Durch den 9:9-Ausgleich der Serbinnen 61 Sekunden vor Schluss kam es letztlich aber erneut zum Fünfmeterwerfen, das Deutschland durch die Treffer von Ludwig, Plotz, Gesa Deike und Barbara Bujka anders als am Vortag gegen die Türkei diesmal für sich entscheiden konnte. Serbien reichte der Punktgewinn jedoch zum Einzug ins Spiel um EM-Platz neun.
EM-Start gegen Frankreich: Starkes Comeback der DSV-Frauen ohne Happy-End
56 Sekunden vor dem Ende der Partie gegen Frankreich nahm Karsten Seehafer als Trainer der deutschen Wasserballerinnen noch einmal eine Auszeit. Kurz zuvor hatte Ira Deike das DSV-Team beim EM-Auftakt gegen Frankreich auf zwei Tore herangebracht und die Abwehr anschließend die Französinnen gestoppt – der späte Ausgleich schien auf einmal wieder möglich, nachdem Deutschland in dieser Begegnung zwischenzeitlich schon mit fünf Toren zurückgelegen hatte. Doch beim anschließenden Angriff prallte der Ball beim Wurf von Ira Deike nur an den Pfosten.
Überhaupt war das Wurfglück zum Start der Europameisterschaften nicht unbedingt auf Seiten der deutschen Frauen. Einmal gab es bei Strafwürfen sogar zwei Pfostentreffer innerhalb weniger Sekunden. Am Ende unterlag die DSV-Auswahl mit 11:13 gegen den EM-Siebten von 2024. Bereits am morgigen Dienstag (11:30 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) bietet sich die Chance zur schnellen Wiedergutmachung im zweiten Gruppenspiel gegen die Slowakei. Die Slowakinnen verloren ihr erstes Spiel gegen Weltmeister Griechenland deutlich mit 7:24.
>> Alle Ergebnisse der Wasserball-EM
Gegen Frankreich dauerte es mehr als zwei Minuten, ehe der erste Treffer der Partie fiel. Kapitänin Gesa Deike brachte Deutschland in Führung – sie war mit drei Treffern die beste DSV-Torschützin an diesem Tag. Das DSV-Team konnte durch Jana Stüwe sogar nachlegen, kassierte danach aber zu viele Strafzeiten, so dass Frankreich in der Folge immer wieder in Überzahl zum Erfolg kam. Nach dem ersten Abschnitt führte der Gegner mit 4:3, zur Halbzeit mit 8:4. „Wir hatten sieben Hinausstellungen hintereinander, so konnten die Französinnen das Spiel drehen“, sagte Coach Karsten Seehafer.
Gerade im zweiten Abschnitt, in dem die DSV-Auswahl lediglich einen Treffer erzielen konnte, fehlte es an zwingenden Torchancen aus zentraler Position. Zwar hatten die Deutschen zu diesem Zeitpunkt und auch zum Spielende mehr Würfe aufs Tor abgegeben, waren dabei aber nicht effizient genug im Abschluss. Das änderte sich erst im Verlauf des dritten Viertels. „Wir haben viel Zeit gebraucht, um zurück ins Spiel zu finden“, so Seehafer. Das starke Comeback im Schlussviertel, das die Deutschen mit 4:2 für sich entscheiden konnten, kam dann zu spät, um die Partie noch zu drehen.
