Website-Suche
Ihre Suchergebnisse:
Zweimal Solo-Silber beim Weltcup für Klara Bleyer
Bei den Olympischen Spielen in Paris (FRA/26. Juli – 11. August) ist das imposante Paris Aquatics Centre Schauplatz der Wettbewerbe im Synchronschwimmen sowie im Wasserspringen und im Wasserball. Die Synchronschwimmer*innen hatten am Wochenende auch die Ehre, die neu erbauten Arena einzuweihen – die zweite Station ihres Weltcups war der erste Wettkampf, der dort jemals stattfand. Für Klara Bleyer brachte der Auftritt in der französischen Hauptstadt aber noch eine weitere Premiere mit sich: Zum ersten Mal schaffte es die 19-Jährige von den Freien Schwimmern Bochum im Erwachsenenbereich auf ein internationales Podium, und das gleich zweimal. Im Solowettbewerb holte sie sowohl in der Technischen Kür (234,6200 Punkte) als auch in der Freien Kür (229,3499) jeweils Silber.
Wenige Tage vor ihrem 20. Geburtstag am Montag zeigte Bleyer beide Male eine starke Leistung. „Ich war sehr aufgeregt, zu schwimmen und zu zeigen, was ich kann, aber ich hatte auch ein wenig Angst, dass ich Fehler machen würde, und ich war nervös. Aber so zu schwimmen und beim Weltcup eine Medaille zu gewinnen, ist großartig“, sagte sie. Besser war in beiden Disziplinen nur die Österreicherin Vasiliki Alexandri (253,7933 bzw. 257,3939), Bronze ging jeweils an Marloes Steenbeek (Niederlande/230,1917 bzw. 226,6250).
Zuletzt hatte die WM-Fünfte von Katar mit Ona Carbonell trainiert, einem der ganz großen Stars des Synchronschwimmens. Die Spanierin, inzwischen zurückgetreten, gewann zwei Medaillen bei Olympia, 23-mal Edelmetall bei Weltmeisterschaften und wurde dreimal Europameisterin – und sie ist das große Vorbild der jungen Deutschen. „Wir haben hauptsächlich an meinem künstlerischen Ausdruck gearbeitet. Sie ist mit mir gemeinsam ins Wasser gegangen und hat die Übungen mit mir zusammen gemacht, das hat sehr geholfen“, berichtet Bleyer in der Mai-Ausgabe des DSV-Verbandsmagazins „Swim&More“, die dieser Tage erscheint. Beim Weltcup in Paris waren die Fortschritte bereits deutlich erkennbar. „Ich wurde hier darauf angesprochen, dass meine Choreographie sehr gut ist. Der Artistic-Impression-Wert lag deutlich höher als bei der WM, das ist ein gutes Zeichen“, so die Bochumerin.
Außerdem kam Frithjof Seidel (SC Wedding) in der Freien Kür des Solowettbewerbs der Männer auf Rang neun (94,3480). Das Duett mit Klara Bleyer und ihrer Schwester Johanna Bleyer (ebenfalls Freie Schwimmer Bochum) kassierte bei der letzten Übung leider eine Base Mark und landete somit auf Platz 25 (169,9900).
Kantersiege für die Topteams und ein starkes Düsseldorfer Comeback
Anfang Mai steigt in Duisburg die Pokalendrunde im Wasserball; wer dann im Halbfinale auf wen trifft, ist bislang noch nicht ausgelost worden. Alle vier qualifizierten Mannschaften kamen am vergangenen Wochenende in der Bundesliga nun zu einer Doppelveranstaltung in Hannover zusammen, bei der die Topteams von Waspo 98 Hannover und den Wasserfreunden Spandau 04 ihre Favoritenrollen auch für den DSV-Pokal zwei deutlichen Siegen noch einmal untermauerten. Waspo gewann mit 27:10 gegen die SV Krefeld 72 – Nationalspieler Mark Gansen traf als Spieler des Tages gleich sechsmal. Berlin schlug die White Sharks Hannover mit 18:6 und verteidigte damit auch die Tabellenführung – hier gelangen Nationalspieler Denis Strelezkij mit fünf Treffern die meisten Tore.
In einer weiteren Partie in der A-Gruppe der Bundesliga setzte sich der SV Ludwigsburg 08 mit 14:11 beim OSC Potsdam durch. Im einzigen Spiel der B-Gruppe gewann der Düsseldorfer SC 1898 nach zwischenzeitlichem 2:7-Rückstand zu Beginn des dritten Viertels noch spektakulär mit 9:8 gegen den SV Würzburg 05.
Spandaus Frauen gewinnen gleich doppelt
In der Bundesliga der Frauen gab es ebenfalls klare Siege für die Topteams. Der Tabellenzweite SV Bayer Uerdingen 08 hatte beim 16:5-Auswärtssieg bei Waspo 98 Hannover keine Probleme und mit Nationaltorhüterin Darja Heinbichner einen sicheren Rückhalt, die nach zahlreichen starken Paraden auch zur Spielerin des Tages gewählt wurde. Sogar gleich zwei Erfolge feierten am Wochenende die Wasserfreunde Spandau 04: Die amtierenden Deutschen Meisterinnen dominierten in den Heimspielen gegen den Tabellendritten SV Blau-Weiß Bochum (30:7) sowie tags darauf gegen den SSV Esslingen (20:3). Isabel Maria Riley (insgesamt acht Treffer) und Ira Deike (insgesamt sieben) waren die fleißigsten Torschützinnen in den beiden Partien auf Seiten der Berlinerinnen, die es sich sogar leisten konnten, einige Stammkräfte teilweise zu schonen.
Auslosung im DSV-Pokal: Krefelder Derby im Viertelfinale
Im DSV-Pokal der Männer stehen die Paarungen für das Viertelfinale fest. Die Auslosung am Sonntag ergab unter anderem ein Stadtderby zwischen dem SV Bayer Uerdingen 08 und der SV Krefeld 72 sowie als Topspiel der Runde ein Duell zwischen Titelverteidiger Waspo 98 Hannover und Endrundenausrichter ASC Duisburg. Des weiteren spielt der zuletzt immer besser in Form kommende B-Gruppen-Vertreter SSV Esslingen gegen die White Sharks Hannover. Zweitligist SC Neustadt/Weinstraße hat als Überraschungsteam des bisherigen Pokalwettbewerbs den amtierenden Deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 zu Gast. Die Viertelfinals sind für den 09. März angesetzt, die Sieger qualifizieren sich für das Finalturnier am 03./04. Mai in Duisburg, das dort erneut gemeinsam mit der Endrunde der Frauen ausgetragen wird.
Esslingen feiert vierten Sieg in Folge
Wasserball gespielt wurde am Wochenende ebenfalls. In der A-Gruppe der Bundesliga der Männer gewann Waspo 98 Hannover problemlos mit 20:9 beim SV Ludwigsburg 08, dagegen verlor der Tabellendritte ASC Duisburg beim viertplatzierten OSC Potsdam mit 10:11, bleibt aber im Klassement aufgrund des um zwei Treffer besseren Torverhältnisses aus dem direkten Vergleichs aus Hin- und Rückspiel knapp vor den Brandenburgern.
In der B-Gruppe kletterte der SSV Esslingen in der Tabelle weiter nach oben und feierte mit dem 15:12 gegen Aufsteiger SG Stadtwerke München bereits den vierten Sieg im neuen Jahr. Esslingen ist jetzt Fünfter, ganz vorne stehen weiterhin der Duisburger SV 98 (17:10 beim SV Blau-Weiß Bochum) und der SVV Plauen (14:11 beim SV Würzburg 05). Im rheinischen Derby siegte der SV Bayer Uerdingen 08 mit 9:7 gegen den Düsseldorfer SC 1898.
Uerdingen festigt Tabellenplatz zwei bei den Frauen
Auch in der Bundesliga der Frauen ging es nach der langen EM- und WM-Pause mit zunächst zwei Partien weiter. Die Vizemeisterinnen des Vorjahres vom SV Bayer Uerdingen siegten mit 14:8 gegen den Eimsbütteler Turnverband – die Uerdingerinnen festigten damit ihren zweiten Tabellenplatz hinter den am Wochenende noch spielfreien Wasserfreunden Spandau. Außerdem gewann der SSV Esslingen mit 14:12 beim SV Blau-Weiß Bochum vor dank einer starken ersten Halbzeit, nach der die Gäste bereits mit fünf Toren (9:4) geführt hatten. Mit je vier Treffern waren die Nationalspielerinnen Ioanna Petiki und Jamie-Julique Haas die erfolgreichsten Torschützinnen auf Seiten des SSV.
Waspo 98 Hannover geht als Spitzenreiter der Bundesliga ins neue Jahr
Pokalsieger Waspo 98 Hannover geht in der Wasserball-Bundesliga der Männer als Tabellenerster ins neue Jahr. Die Niedersachsen konnten am Wochenende auch ihr letztes Bundesligaspiel in 2023 mit 25:6 bei der SG Neukölln Berlin siegreich gestalten und verteidigten somit dank des besseren Torverhältnisses ihren Platz an der Sonne vor den punktgleichen Wasserfreunden Spandau 04. Der Deutsche Meister aus Berlin gewann sein Heimspiel gegen den SV Ludwigsburg 08 mit 21:8. Dagegen wartet A-Gruppen-Neuling SV Krefeld 72 nach der 9:14-Niederlage bei den White Sharks Hannover weiter auf seinen ersten Zähler und bleibt Tabellenletzter.
In der B-Gruppe sorgte das Schneechaos in München für den Ausfall des Gastspiels der SG Stadtwerke München beim SV Bayer Uerdingen 08 – die Partie wurde abgesagt, da sämtliche Bahn- und Flugverbindungen aus der bayerischen Landeshauptstadt gestrichen worden waren. Somit konnte der SVV Plauen durch das 10:6 beim SSV Esslingen seine Tabellenführung weiter ausbauen. Außerdem siegte der Düsseldorfer SC 1898 mit 11:8 gegen Aufsteiger SV Blau-Weiß Bochum. In der B-Gruppe steht am kommenden Wochenende noch ein weiterer Spieltag vor Weihnachten auf dem Programm, ehe dann auch dort der Spielbetrieb aufgrund der Europameisterschaften im Januar pausiert.
Erster Saisonsieg für Eimsbüttel in der Frauen-Bundesliga
In der Bundesliga der Frauen feierte der Eimsbütteler Turnverband mit dem 15:11 gegen Waspo 98 Hannover seinen ersten Saisonsieg. Zur Halbzeit hatten die Gäste aus Niedersachsen noch mit vier Toren geführt, ehe dann nach der Pause das Heimteam aufdrehte und die Partie zu seinen Gunsten wenden konnte. Der SV Blau-Weiß Bochum, im vergangenen Jahr Bundesligadritter, siegte mit 11:7 gegen den SSV Esslingen und steht damit zu Jahreswechsel erneut auf Rang drei hinter den Wasserfreunden Spandau 04 und dem SV Bayer Uerdingen 08. Das Topspiel zwischen diesen beiden noch verlustpunktfreuen Teams wurde auf den 08. Dezember verschoben.
Luca Nik Armbruster gewinnt Gold bei der Universiade in China
Bei den FISU World University Games in Chengdu (CHN) – besser bekannt als Universiade – hat Luca Nik Armbruster am Mittwoch die Goldmedaille über 50m Schmetterling gewonnen. In 23,22 Sekunden setzte sich der 21-Jährige von der SG Neukölln Berlin, der am Bundesstützpunkt in Heidelberg trainiert und dort auch studiert, vor den in 23,39 zeitgleichen Jakub Bartosz Majerski (POL) und Lorenzo Gargani (ITA) durch.
Armbruster hatte auf seiner Lieblingsstrecke in diesem Jahr bereits den deutschen Rekord (23,02) eingestellt. Nach dem Einsatz in der WM-Staffel über 4x100m Freistil mit Rang neun in Fukuoka (JPN) war er direkt nach China weitergereist und wurde dort nun seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Schon im Vorlauf und Halbfinale war Armbruster als Schnellster unterwegs und zeigte dann auch im Finale eine überzeugende Leistung.
„Ich war mit meinem Anschlag nicht ganz so zufrieden, da habe ich etwas Zeit liegen lassen, deswegen fiel der Jubel auch erst einmal nicht euphorisch aus“, sagte Armbruster. „Aber es ist schon cool, auch mal auf internationaler Ebene etwas zu gewinnen. Ich war allerdings schon etwas enttäuscht, als dann nicht die deutsche Hymne gespielt wurde.“ Zum Verständnis: Die Organisatoren in Chengdu spielen nach der Siegerehrung immer nur die Hymne des Weltverbandes FISU. Armbruster geht in den nächsten Tagen in Chengdu noch über 100m Schmetterling, 50m und 100m Freistil sowie mit der Freistil-Mixedstaffel an den Start.
Anschließend konnte sich auch Hannah Küchler freuen. Als Siebte des Halbfinals über 100m Freistil zog die Hamburgerin in 55,49 Sekunden in das Finale am Donnerstag ein. In den Endlauf über 200m Lagen schaffte es Marius Zobel (SCMagdbeurg) als Sechstschnellster (2:02,00). Als Elfte schied Bente Fischer (Neckarsulm/1:10,22 Minuten) im Halbfinale über 100m Brust aus.
Beim Wasserspringen vom 3m-Brett belegten Alexander Lube (349,35 Punkte) und Lou Massenberg (332,00) am Mittwoch die Plätze sieben und neun. Gold sicherte sich der Chinese Wenao Zhang (533,45).
Für die deutschen Wasserball-Männer geht es erst am Freitag mit dem Viertelfinale weiter. Gegner ist dann Georgien (09:00 Uhr MESZ hier im Livestream).
Darauf können Sie sich in der März-Ausgabe der „Swim&More“ freuen
Wann immer im vergangenen Jahr international ein wichtiges Finale anstand, war Lucas Matzerath mittendrin statt nur dabei. Der Frankfurter wurde bei den Weltmeisterschaften in Budapest (HUN) und den Europameisterschaften in Rom (ITA) jeweils Sechster über 100m Brust, in Italien konnte er mit EM-Bronze über 50m Brust dann sogar seine erste internationale Medaille in der offenen Klasse gewinnen. Anschließend wurde er im Dezember auch noch Siebter bei der Kurzbahn-WM in Melbourne (AUS).
Auch in diesem Jahr gehört Matzerath wieder zu den großen Hoffnungsträgern im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Zum Start der WM-Qualifikation widmet ihm das DSV-Verbandsmagazin „Swim&More“ in der März-Ausgabe eine ausführliche Geschichte und lüftet mit einem exklusiven Einblick in den Trainingsplan auch ein Stück weit das Geheimnis seines Erfolgs.
Interessiert? Wer noch bis zum 03. März ein Abonnement für nur 59€/Jahr abschließt, bekommt schon die März-Ausgabe der „Swim&More“ direkt nach Hause geliefert.
Seit über 20 Jahren ist die „Swim&More“ fester Bestandteil des DSV und versorgt die DSV-Mitglieder und alle anderen Anhänger*innen des Wassersports mit aufwendig produzierten Geschichten in modernen Formaten und exklusiven Interviews über das Verbandsleben in den fünf olympischen Sportarten. Lesen Sie diesmal unter anderem auch noch:
- Wie sich Sportvereine mithilfe von Klubtalent professioneller aufstellen können
- Warum sich beim Freiwasserschwimmen schon jetzt alles um Olympia 2024 in Paris (FRA) dreht
- Welche Athlet*innen bei den Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen besonders geglänzt haben
- Ein Porträt der früheren WM-Finalistin im Synchronschwimmen Kyra Moukas (geb. Felßner), die heute als Hebamme arbeitet
- Einen Einblick in das sportliche Doppelleben von Alpar Soltesz aus Plauen – er ist außer im Wasserball auch beim American Football erfolgreich
- Wie die Gedächtnisstruktur bei der Technikoptimierung helfen kann
- Eine Würdigung eines oft vergessenen Olympiasiegers: Jörg Woithe holte 1980 in Moskau Gold und leitet heute eine Schwimmschule
- Die schönsten Geschichten von der Masters-DM "Lange Strecken"
Alle Infos zum Abopreis etc. gibt es unter dsv-swimandmore.de.
LEN Awards: Iris Schmidbauer ist Europas High Diverin des Jahres
High Diverin Iris Schmidbauer bleibt die Frau für die besonderen Momente. Als die Sportart im vergangenen Sommer in Rom (ITA) erstmals im Rahmen von Europameisterschaften ausgetragen wurde, war die Oberbayerin zur Stelle und sicherte sich die historische erste EM-Goldmedaille im High Diving. Nun triumphierte sie auch bei der ebenfalls erstmals durchgeführten Wahl von Europas Besten in dieser so spektakulären Sportart. Bei den LEN Awards 2022 sicherte sich die 27-Jährige, die seit Januar für den Dresdner SC 1898 startet, mit fast 58 Prozent der Stimmen überlegen den Titel bei den Frauen in der Kategorie High Diving und sorgte damit erneut für eine Premiere. Bei den Männern setzte sich Constantin Popovici (ROU) durch, der ebenfalls bei der EM erfolgreich war.
Auch die weiteren Nominierten aus dem Kreis des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) landeten weit vorn. Im Freiwasserschwimmen erreichte Olympiasieger und Weltmeister Florian Wellbrock (SC Magdeburg) bei den Männern ebenso Platz zwei wie bei den Frauen Europameisterin Leonie Beck, ihre Vereinskollegin Lea Boy (beide (SV Würzburg 05) kam dort zudem auf Rang fünf. Bei den Wasserspringer*innen belegten Tina Punzel (Dresdner SC 1898) und Timo Barthel (SV Halle) jeweils den vierten Platz.
Die Auszeichnung als Europas bester Freiwasserschwimmer des vergangenen Jahres ging an den Italiener Gregorio Paltrinieri, bei den Frauen siegte erneut Sharon van Rouwendaal (NED), die damit als einzige von den Geehrten ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigte. Bester Wasserspringer wurde Jack Laugher (GBR), beste Wasserspringerin Chiara Pellacani (ITA).
Im Becken gewannen zwei Weltrekordhalter*innen die Wahl. Bei den Männern war es Weltmeister und Langbahn-Weltrekordler David Popovici (ROU) – übrigens nicht verwandt mit seinem Landsmann und Namensvetter vom High Diving. Bei den Frauen hieß die Siegerin Ruta Meilutyte aus Litauen, die im abgelaufenen Jahr neben ihren beiden Weltmeistertiteln auf der Lang- und Kurzbahn über 50m Brust auch mit einer neuen Weltbestmarke auf der 25m-Bahn aufwartete. Sieger*innen im Synchronschwimmen wurden Marta Fiedina (UKR) und Giorgio Minisini (ITA). Im Wasserball gebührte diese Ehre Unai Aguirre und Judith Forca, beide aus Spanien.
Die LEN Awards des europäischen Dachverbandes werden seit 2008 vergeben. In diesem Jahr durften neben den nationalen Verbänden erstmals auch die Fans mitentscheiden, deren Votum dann zu 30 Prozent in die Gesamtwertung miteinfloss. Insgesamt 70.000 Stimmen wurden abgegeben.
Singapur wird Gastgeber der Weltmeisterschaften 2025
Der Weltverband World Aquatics hat die Weltmeisterschaften im Schwimmsport 2025 nach Singapur vergeben. Zum sechsten Mal insgesamt – und zum fünften Mal seit 2011 – werden die Titelkämpfe der weltbesten Athlet*innen im Becken- und Freiwasserschwimmen, Wasserball, Wasserspringen, Synchronschwimmen und High Diving dann in Asien ausgetragen. Auch in diesem Jahr findet die WM in Fukuoka (JPN) vom 14. – 30. Juli in Fernost statt, die darauffolgende Anfang 2024 dann in Doha (QAT).
Singapur selbst ist in zwei Jahren zum ersten Mal Gastgeber des Großereignisses, für das der genaue Termin noch nicht feststeht. Der Stadtstaat hat in der Vergangenheit aber schon mehrfach seine Expertise bei der Organisation von Sportveranstaltungen unter Beweis gestellt, unter anderem durch die erfolgreiche Ausrichtung von Weltcup-Events in fünf der sechs Wassersportarten sowie der Weltmeisterschaften der Junior*innen 2015 im Beckenschwimmen.
Ursprünglich sollten die Titelkämpfe 2025 in Kasan (RUS) stattfinden. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und dem Ausschluss russischer Aktiver von internationalen Events im Schwimmsport und anderen Sportarten wurde die Veranstaltung aber neu vergeben.
„World Aquatics könnte nicht glücklicher sein, die Ausrichtung unseres Hauptereignisses für 2025 in so guten Händen zu wissen, dank des Teams hier in Singapur“, sagte Weltverbandspräsident Husain Al-Musallam (KUW). „Singapur hat alles, was wir mit unseren Athlet*innen teilen möchten: Einrichtungen von Weltklasse, nachgewiesene Erfahrung in der Ausrichtung von Veranstaltungen höchster Qualität und ein umfassendes Konzept für den Wassersport, das von der Elite bis zur Gemeinschaft reicht. Mit einem Back-to-back-to-back-Trio von Weltmeisterschaften in Asien – nach Fukuoka in diesem Jahr und Doha im Jahr 2024 – beweist der Kontinent außergewöhnliches Engagement und Können, wenn es darum geht, die besten Wassersportler*innen der Welt zu empfangen.“
Die Wettbewerbe in Singapur sollen unter anderem im Singapore Sports Hub über die Bühne werden, einem Weltklasse-Komplex, zu dem das Nationalstadion, das Singapore Indoor Stadium und das OCBC Aquatic Centre gehören – Letzteres verfügt über zwei 50m-Becken und eine Sprunganlage. „Wie man von einer Inselnation erwarten kann, hat Singapur eine stolze Tradition im Wassersport. Unsere gesamte Gemeinschaft ist begeistert von den Möglichkeiten, die sich ergeben, wenn die weltbesten Wassersportler*innen nach Singapur kommen: von den Teams, die uns bei den Olympischen Spielen und den Weltmeisterschaften im Wassersport ehrenvoll vertreten haben, bis hin zu den jungen Menschen, die in unseren Klubs trainieren“, erklärte Mark Chay, Präsident des nationalen Schwimmverbandes des Landes.
Spandau schnuppert an einer Überraschung in der Königsklasse
Schon zum achten Mal standen sich die Wasserfreunde Spandau 04 und das Spitzenteam von Jug Dubrovnik (CRO) in der Wasserball-Champions-League gegenüber. Bislang gewannen stets die Kroaten, doch so knapp wie beim jüngsten Aufeinandertreffen war es selten. Mit 11:12 unterlag der deutsche Rekordmeister am Mittwochabend, nachdem man im ersten Viertel bereits mit 3:0 vorne lag und auch zu Beginn des Schlussabschnitts noch einmal mit zwei Toren (9:7) geführt hatte. Die Favoriten vom Balkan schlugen aber noch einmal zurück und nutzen eine vierminütige Überzahl nach einer Hinausstellung gegen Mateo Cuk, um am Ende doch noch die Punkte zu entführen.
Zum Abschluss der Hinrunde rangiert Spandau in der Tabelle der Gruppe B mit fünf Punkten auf Platz sechs, Dubrovnik hat nach dem Sieg im direkten Duell als Vierter jetzt elf Zähler. Nur die besten vier Mannschaften qualifizieren sich für das Finalturnier von Europas Königsklasse Anfang Juni in Belgrad (SRB).
Eine gute Leistung, die aber ebenfalls nicht belohnt wurde, hatte am Tag zuvor auch der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover gezeigt. Die Niedersachsen verloren ihr Heimspiel gegen den griechischen Vizemeister NC Vouliagmeni mit 11:14. In drei Vierteln war Waspo jeweils auf Augenhöhe, doch ein schwächerer zweiter Abschnitt (2:6) gab am Ende den Ausschlag zu Gunsten der Gäste. Hannover liegt in Gruppe A zur Halbzeit der Saison mit drei Punkten auf Platz sieben.
Ludwigsburg verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus dem Europapokal
Derweil ist das Kapitel Europapokal für den SV Ludwigsburg 08 beendet. Zwar zeigten die Ludwigsburger im Rückspiel des Challenger Cups gegen den spanischen Top-Klub von CN Terrassa eine gute Leistung und verloren nur knapp mit 12:15 – nach dem 7:16 im Hinspiel waren die Chancen auf ein Weiterkommen aber schon vorher nur noch gering gewesen. Der Challenger Cup wurde in diesem Jahr neu eingeführt und ist nach der Champions League und dem Euro Cup der dritte Europapokalwettbewer
Favoritensiege im Achtelfinale des DSV-Pokals
Sechs Teams aus der A-Gruppe der Bundesliga sowie zwei Vertreter der B-Gruppe: Diese acht Mannschaften haben das Viertelfinale im DSV-Pokal im Wasserball erreicht und dürfen damit weiter von einer Teilnahme an der Pokalendrunde Ende März träumen. In den Partien des Achtelfinales setzten sich dabei am Wochenende durchweg die Favoriten durch. Titelverteidiger Waspo 98 Hannover siegte mit 23:2 beim Duisburger SV 98, Vorjahresfinalist Wasserfreunde Spandau 04 ebenfalls deutlich mit 21:6 gegen die White Sharks Hannover. Die SG Neukölln Berlin gewann beim SV Weiden 1921 mit 17:8, der ASC Duisburg hatte als aktueller Bundesliga-Zweiter beim 18:2 bei Zweitligist SC Wasserfreunde keine Probleme. In einem weiteren Duell zwischen erster und zweiter Liga setzte sich zudem am Sonntag der OSC Potsdam mit 13:9 auswärts beim SV Blau-Weiß Bochum durch und feierte damit seinen ersten Saisonerfolg. In der Liga sind die Brandenburger noch sieglos.
Bereits unter der Woche fand zudem das Neckar-Derby zwischen dem SSV Esslingen und dem SV Ludwigsburg 08 statt, hier siegten die Ludwigsburger mit 14:6. Bundesliga-Aufsteiger SV Cannstatt und der SV Bayer Uerdingen 08 hatten zuvor schon am vergangenen Wochenende jeweils ihr Viertelfinalticket gelöst. Die Runde der letzten Acht geht am 11. Februar über die Bühne, die gemeinsame Endrunde von Männern und Frauen ist dann für den 24. – 26. März terminiert.
Derby-Siege in der Liga für Hamburgs Frauen und Waspos Männer
Neben den Pokalspielen der Männer fand auf nationaler Ebene an diesem Wochenende nur noch eine weitere Partie statt: In der Bundesliga der Frauen entschied der Eimsbütteler Turnverband das Nordderby bei Waspo 98 Hannover mit 14:13 für sich. Zeitweise hatten die Hamburgerinnen bereits mit vier Toren geführt, angeführt von Pauline Pannasch, die mit sechs Treffern beste Torschützin bei den Siegerinnen war. Im Schlussviertel glich Hannover zwar noch einmal aus, musste sich letztlich aber doch geschlagen geben.
Die Waspo-Männer waren unter der Woche ebenfalls im Derby-Einsatz gewesen. Im Nachholspiel gegen die White Sharks setzte sich der Deutsche Meister mit 21:6 durch.
