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Uerdingen und Hannover eröffnen Halbfinale bei den Frauen
Bei den Männern lautet die Finalpaarung in dieser Saison Waspo 98 Hannover gegen die Wasserfreunde Spandau 04, nach der ersten Partie führen die Niedersachsen mit 1:0. Auch in der Wasserball-Bundesliga der Frauen ist dieses Duell im Endspiel noch möglich, stehen die Frauenteams beider Klubs dort doch ebenfalls im Halbfinale. Vor allem der SV Bayer Uerdingen 08 wird jedoch alles unternehmen, um ein zweites Finale in dieser Besetzung unbedingt zu verhindern.
„Wir werden alles dafür tun“, sagt Uerdingens Barbara Bujka. „Wir haben gut trainiert in letzter Zeit und uns in der Vorrunde von Turnier zu Turnier verbessert. Auch wenn wir leider nicht mit dem ganzen Team anreisen können, sind wir dennoch ganz optimistisch.“ Das erste Spiel wird am Samstag in Hannover ausgetragen. Das zweite und ein mögliches drittes Spiel der Serie im Modus „Best of Three“ finden dann am darauffolgenden Wochenende in Uerdingen statt.
Zwei Mal trafen die beiden Vereine in dieser Saison schon aufeinander, beide Male siegten die Bayer-Frauen – erst 18:8, im zweiten Spiel war es dann beim 15:11 aber schon knapper. „Wir dürfen Hannover nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Bujka. „Aber wenn wir unsere Leistung abrufen, sollten wir das Finale erreichen können.“ Bereits 2019 standen die Uerdingerinnen in den Endspielen und unterlagen damals mit 1:2 gegen Spandau. Waspo hatte dafür in jener Saison das Pokalfinale erreicht, zog aber ebenfalls gegen Berlin den Kürzeren. Im vergangenen Jahr war die Saison bei den Frauen wegen der Coronavirus-Pandemie vorzeitig abgebrochen worden.
Bochum verzichtet auf sein Heimspiel
Im zweiten Halbfinale zwischen den Wasserfreunden und Blau-Weiß Bochum findet an diesem Wochenende noch kein Spiel statt. Spandaus Trainer Marko Stamm ist auch Spieler bei den Berlinern und mit seiner Mannschaft am Wochenende in der Finalserie selbst im Einsatz. Weil er das Frauenteam nicht allein lassen wollte, trat man an Bochum heran und bat um Verlegung.
Die Blau-Weißen verzichteten daraufhin auf ihr Heimspiel, so dass das erste Spiel nun am 29. Mai in Berlin stattfindet. „Die Vereine haben es untereinander so vereinbart und ich bin damit einverstanden“, erklärt Rundenleiterin Heike Möller. Das zweite Spiel findet tags darauf ebenfalls in Berlin statt. „Ich bin den Bochumerinnen sehr dankbar, dass sie das ermöglicht haben“, sagt Marko Stamm.
„Alles oder Nichts“ in den Relegationsspielen der Bundesliga
Zuschauer*innen sind in der laufenden Bundesligasaison zwar keine erlaubt. Doch dank der Livestream-Übertragungen bekamen die Wasserballer des SSV Esslingen trotzdem einen ziemlich guten Einblick von der Spielweise von Relegationsgegner SV Würzburg 05. „Wir sind gut vorbereitet“, meint Esslingens Nationalspieler Zoran Bozic. „Wir sind nochmal auf ein paar taktische Dinge von Würzburg eingegangen. Aber ansonsten schauen wir vor allem auf uns und wollen einfach unser Ding durchziehen.“ Der 19-Jährige weiß um die Bedeutung der Partien gegen die Franken: Nur die Sieger der Relegationsspiele haben für die kommende Saison 2021/22 einen Platz in der oberen Hälfte der Bundesliga sicher. „Es geht jetzt um Alles oder Nichts“, sagt Bozic.
Die erste Partie der Serie im Modus „Best of three“ findet am Samstag in Würzburg statt, das zweite und ein mögliches drittes Spiel dann am darauffolgenden Wochenende (15./16. Mai) in Esslingen. In den weiteren Begegnungen der Relegation treffen der SV Bayer Uerdingen 08 und die White Sharks Hannover, der SV Krefeld 1972 und die SG Neukölln sowie der SV Ludwigsburg 08 und der Duisburger SV 1898 aufeinander. Somit kämpfen gleich zwei Krefelder Vertreter um den Aufstieg unter die besten Acht im deutschen Wasserball.
Hannover gegen Spandau zum Dritten
In Gruppe E bestreiten Waspo 98 Hannover und die Wasserfreunde Spandau 04 in diesen Tagen derweil ihre eigene Dreierserie. Beim ersten Zwischenrundenturnier siegte am vergangenen Wochenende Pokalsieger Spandau, beim Supercup am Mittwoch jubelte dann der deutsche Meister aus Hannover.
Am Sonntag treffen die beiden führenden deutschen Wasserballteams nun zum dritten Mal binnen acht Tagen aufeinander. Es geht um die beste Ausgangsposition für die Playoffs und das Heimrecht in einem möglichen Finale zwischen diesen beiden Mannschaften. Auch der OSC Potsdam und der ASC Duisburg wollen sich beim abschließenden Turnier in der Zwischenrunde bereits fürs Halbfinale (ab 12. Mai) einspielen.
DSV-Vorstand stellt die Weichen für Neuausrichtung des Verbandes
Der Vorstand des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hat in seiner Sitzung am 28. März 2021 wichtige Beschlüsse getroffen, um den Verband strategisch und strukturell zukunftssicher aufzustellen. Dabei werden zwei miteinander verbundene Prozesse ab April 2021 gestartet, zum einen der verbandliche „Zukunftsprozess DSV 2026“ und zum anderen die Sicherstellung der Führung des hauptamtlichen Bereichs, der seit der Freistellung des Leistungssportdirektors unbesetzt ist. Hierbei wird der DSV von der rosenbaum nagy unternehmensberatung als erfahrene Sport- und Strategieberatung unterstützt.
Im „Zukunftsprozess DSV 2026“ soll die Strategie und Struktur des Verbandes neu ausgerichtet werden. Ziel ist es, den DSV in den nächsten fünf Jahren zu einem sportlich erfolgreichen, modernen und professionellen Verband weiterzuentwickeln. Dabei sollen die Landesschwimmverbände und deren Vereine aktiv miteingebunden werden. Neben dem Ziel, sportliche Erfolge in den fünf Sportarten Beckenschwimmen, Freiwasserschwimmen, Wasserspringen, Synchronschwimmen und Wasserball auf nationaler und internationaler Ebene zu erzielen, sollen die Themen Nachwuchs, Breitensport, Gesundheitssport, Kinder- und Seniorenschwimmen sowie Nachhaltigkeit und Digitalisierung stärker als bisher im Verband Berücksichtigung finden.
„Der Deutsche Schwimm-Verband bleibt mit seinen rund 587.000 Mitgliedern als elftgrößter Sportverband im DOSB aktuell unter seinen Möglichkeiten“, so DSV-Präsident Marco Troll. „Seit unserer Wahl zum neuen DSV-Präsidium im November 2020 habe ich zusammen mit meinen drei Vorstandskolleg*innen viele Gespräche im Verband geführt. Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass der DSV viele Potenziale hat, um in den nächsten Jahren sowohl im Leistungssport als auch im Breitensport eine wichtige Bedeutung im deutschen Sport zu erfüllen.“
Die Funktion des seit dem 22. Februar 2021 freigestellten Leistungssportdirektors übernimmt mit sofortiger Wirkung Dirk Klingenberg als Interimsmanager. Der 51-jährige ehemalige Wasserballer bestritt als Nationalspieler 190 Länderspiele für Deutschland und nahm an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta teil. Beruflich ist er seit über 20 Jahren als Berater sowohl bei Sportverbänden als auch in der Wirtschaft tätig. Zusammen mit Dr. Michael Rosenbaum wird er den DSV-Vorstand auch im „Zukunftsprozess DSV 2026“ unterstützen. Rosenbaum ist ausgewiesener Sportverbandsexperte und hat in den letzten 25 Jahren zahlreiche Spitzenverbände des DOSB sowohl als Interimsmanager also auch im Ehrenamt begleitet.
DSV-Vorstand beruft Mitglieder der neuen Satzungskommission
Im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) wurde vom neuen Vorstand um Präsident Marco Troll eine Kommission ins Leben gerufen, die nach der konstituierenden Sitzung am 22. Januar 2021 nun die aktuelle Satzung des Spitzenverbandes optimieren soll.
Ein wichtiger Baustein wird hier die nachhaltige Verankerung des Breitensports und dessen Ausrichtung sein. „Die Überarbeitung der Satzung ist ein enorm wichtiger Schritt, um den Breitensport langfristig als starke zweite Säule neben den Leistungssport zu etablieren. Sie bildet die strukturelle Grundlage und ist somit essenziell für die erfolgreiche Umsetzung unserer Ziele“, erklärte Marco Troll. Die Mitglieder der Kommission, welche von Seiten des Vorstandes durch Vizepräsident Wolfgang Rupieper vertreten wird, vereinen Expertise aus den Bereichen Recht, Verwaltung, Wettkampfsport und Verbandswesen.
Die Mitglieder der Satzungskommission sind:
Wolfgang Rupieper (DSV-Vizepräsident)
Stephanie Röbel (DSV Verwaltungsleiterin)
Uwe Herrmann (Vorsitzender DSV-Jugend)
Frank Müller-Steidner (Geschäftsführer Sächsischer SV)
Frank Rabe (Generalsekretär SV NRW)
Tjark Schroeder (Abteilungsleiter Wettkampfsport Schwimmen)
Michael Scragg Präsident Hessischer SV)
Dr. Wolfram Sperling (Präsident Sächsischer SV)
Prof. Lutz Thieme (Sprecher der Länderfachkonferenz Bildung)
Holger Voigt (Geschäftsführer Badischer Schwimm-Verband)
Klaus Woryna (Sprecher der Länderfachkonferenz Masters)
Marc Zirzow (Vorsitzender Regel- und Disziplinarkommission Abteilung Wettkampfsport Wasserball)
Einer bestätigten Finanzkommission gehören zudem Karl-Heinz Dinter (Vizepräsident Finanzen SV NRW), Michael Neumann, Claudia Brake (Referentin Finanzen) an. Die Kommission wird sich unter der Leitung von Claudia Boßmann (DSV-Vizepräsidentin Finanzen) hauptsächlich mit der Optimierung und Strukturierung des DSV-Haushalts beschäftigen.
Zum Vorsitzenden der Kommission Sportstätten und Umwelt wurde Uwe Horn (Referent Schwimmstätten Sächsischer SV) berufen. Dieses Gremium wird beratend und unterstützend tätig bei der Errichtung, dem Umbau, der Erhaltung und dem Betrieb von Schwimmbädern oder sonstigen dem Schwimmsport dienenden Sporteinrichtungen durch Dritte oder den Verband. Sie berücksichtigt hierbei auch die Belange des Umwelt- und des Naturschutzes. Derzeit wirken zehn fachkundige Expert*innen in diesem Bereich mit.
Pilotprojekt am Stützpunkt Hannover gewährleistet sicheren Trainingsbetrieb in Pandemie-Zeiten
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) sucht zusammen mit seinen Partnern ständig nach innovativen Lösungen, um der Pandemie Herr zu werden und den Sportbetrieb auch in Corona-Zeiten aufrechtzuerhalten. Gemeinsam mit dem Technologie-Unternehmen RLE INTERNATIONAL wurde dazu am Bundesstützpunkt in Hannover ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, welches aufzeigt, wie auch in Zeiten der Pandemie ein sicherer Trainingsbetrieb gewährleistet werden kann.
Mit der Eingangskontrolle, Temperaturmessung, der Raumbuchungssoftware WePlace und der digitalen Datenerfassung kann das Risiko des Zugangs durch infizierte Personen in die Trainingsstätte auf ein Minimum reduziert und die Kontaktnachverfolgung sichergestellt werden. Dies alles geschieht kontaktlos und digital durch die RLE Hygienestation und eine damit verbundene App. Das Gerät enthält außerdem einen integrierten, kontaktlosen Spender zur Handdesinfektion.
Durch die Verwendung der Hygienestation wird kein Personal benötigt, das Listen führt, die Körpertemperatur der Besucher*innen und Athlet*innen manuell überprüft und somit einem weiteren Infektionsrisiko aussetzt wird. Nachdem die Benutzer*innen die Temperaturprüfung am Gerät abgeschlossen haben, werden die Daten automatisch für die Identifikation, die Zugangsberechtigung und das Tracking der Besucherströme im Rahmen der Corona-Verordnungen aufgezeichnet. So lassen sich der Status aller Besucher*innen und Mitarbeiter*innen verfolgen und alle Meldeketten direkt und effizient steuern. Die Systeme verfügen über den höchsten Sicherheitsstandard bei der verschlüsselten Datenerfassung und sind DSGVO-konform.
Höchster Sicherheitsstandard
„Die Konzepte und Lösungen der RLE sorgen für zusätzliche Sicherheit beim Zugang zur Trainingsstätte“, sagt DSV-Präsident Marco Troll. „Durch die vollständig digitale Kontaktnachverfolgung behalten wir den Überblick und können im Verdachtsfall den Behörden sofort die notwendigen Daten liefern. Die Systeme geben uns die Möglichkeit, die Kontaktgruppe auf die tatsächlichen Kontaktpersonen zu reduzieren. Durch diese Eingrenzungsmöglichkeit können wir den Trainingsbetrieb aufrechterhalten. Wir sind deshalb sehr froh, dass wir mit RLE INTERNATIONAL einen Kooperationspartner gefunden haben, der uns mit seinem jahrelangen Know-How in den Bereichen Engineering und Konstruktion zur Seite steht und es uns ermöglicht, unseren Vereinen und den Badbetreibern die bestmöglichen Bedingungen zu bieten.“
Das Unternehmen mit Sitz in Overath bei Köln steht seit über 30 Jahren für innovatives Know-how in den Kernbereichen Engineering und Konstruktion. Im Rahmen der Hygieneallianz bietet RLE vollumfassende Lösungen für Hygienekonzepte, von Sofortmaßnahmen bis hin zu Audits und Zertifizierungen.
„Unsere ständige Innovationsbereitschaft und der Technologietransfer aus dem Mobilitätssektor hinein in andere Industrien und Anwendungen gehören zu unserer Kernkompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung. Wie breit diese Palette sein kann, zeigt uns das Pilotprojekt mit dem Deutschen Schwimm-Verband in Zeiten der Pandemie. Wir sehen unseren Beitrag auch zukünftig in den sich immer weiter entwickelnden Technologien und der Digitalisierung“, führt Ralf Laufenberg, CEO der RLE INTERNATIONAL Unternehmensgruppe, dazu aus.
Angebote für den Leistung- und für den Breitensport
Der Bundesstützpunkt Wasserball am Olympiastützpunkt (OSP) Niedersachsen wurde aufgrund der Komplexität der Gebäude und Anlagen sowie den umfangreichen Besucherströmen als Referenzprojekt ausgewählt. „Zu Beginn der Pandemie mussten wir uns schnell auf die Situation einstellen. Konzepte, Besucherlisten, Fragebögen und Formulare mussten zunächst manuell mit hohem Personalaufwand erstellt und geführt werden. Mit RLE INTERNATIONAL als Partner ist es uns gelungen die Prozesse zu digitalisieren und den Betrieb des Stützpunktes erheblich sicherer zu machen“, sagt Holger Rähse, Bundesstützpunktleiter Wasserball am OSP.
Zusätzlich zur RLE Hygienestation wurde gemeinsam mit den Wasserballteams Waspo und White Sharks Hannover ein umfangreiches Schnelltestkonzept aufgebaut. Für die über 60 Kaderathlet*innen übernimmt der Landesschwimmverband Niedersachsen (LSN) die Testungen in Zusammenarbeit mit den Vereinen. RLE INTERNATIONAL beliefert hierzu den Standort mit den erforderlichen und freigegebenen Schnelltests und sorgt für kontinuierliche Verfügbarkeit. Verbunden mit dem umfangreichen Hygienekonzept des DSV ist damit das Fundament für einen sicheren Betrieb des Bundesstützpunktes Niedersachsen gelegt.
„Es gibt uns ein gutes Gefühl, die technischen Möglichkeiten am Bundesstützpunkt in Hannover im Einsatz zu sehen“, sagt Wasserball-Nationalspieler und DSV-Athlet*innensprecher Tobias Preuß von Waspo 98 Hannover. „Wir freuen uns, dass wir weiterhin trainieren und uns auf zukünftige Veranstaltungen vorbereiten können. Konzepte wie die des Deutschen Schwimm-Verbands und der RLE INTERNATIONAL sind wichtige Bausteine, um uns selbst und andere zu schützen und nicht irgendwann wieder vor verschlossenen Türen zu stehen.“
Neben dem Leistungssport können aber auch Schwimmvereine und der Breitensport davon profitieren und ihren Trainingsbetrieb durch den Einsatz der digitalen Lösungen Corona-konform gestalten. Der DSV und RLE INTERNATIONAL haben hierzu ein tragfähiges Konzept entwickelt, das in modularer Weise allen Verbänden, Vereinen und Sportstättenbetreibern zur Verfügung gestellt werden kann und bei der Wiedereröffnung von Hallen und Freibädern dienlich sein kann.
Von der Pandemie zur Digitalisierung
Momentan geht vom Coronavirus die größte Gefahr aus. Neben dieser aktuellen Gefährdungslage können aber auch andere Viren, Bakterien, Feinstaub oder Pollen zu Erkrankungen bei Athlet*innen führen, bei denen vielleicht nicht die schweren Verläufe und Sterblichkeitsraten zu beobachten sind wie bei Covid-19, die aber dennoch zu Trainingsausfällen und Absagen von Wettkämpfen führen. Die Systeme der RLE helfen dauerhaft, die gesundheitlichen Risiken für die Sportler*innen und damit verbundene Ausfälle zu minimieren. „Maßnahmen zum Schutz und zur Bekämpfung von Krankheitserregern werden Teil des Alltags werden müssen. Die Installation von nachhaltigen Lösungen zur dauerhaften Senkung des Infektionsrisikos sind und bleiben notwendig“, sagt Dr. Bärbel Blümel, Leiterin der BU After Sales Solutions der RLE INTERNATIONAL.
Langfristig sollen die durch Covid-19 notwendigen Lösungen zur Digitalisierung und weiteren Optimierung der Prozesse im Tagesablauf der Athlet*innen führen. Die kontinuierliche Erfassung und Auswertung der relevanten Daten unterstützen die Aktiven und ihre Trainer*innen bei der Trainingsdokumentation und tragen zur zielgerichteten Verbesserung der Leistungen bei. Auch der DSV treibt das Thema Digitalisierung seit einiger Zeit weiter voran, unter anderem im Bereich der Aus- und Fortbildung mit Einführung einer neuen E-Learning-Plattform.
Lea Boy schiebt sich im EM-Ranking im letzten Moment auf Rang zwei
Bei der Qualifikation für die internationalen Saisonhöhepunkte im Freiwasserschwimmen wird in diesem Jahr ein neuer Ansatz verfolgt, die erste Phase dabei ist seit Samstag nun abgeschlossen. Bei Beckenwettkämpfen und vorab angemeldeten Time Trials entstand zuletzt ein nationales Ranking als Grundlage für die Nominierung für das 5km-Rennen bei den Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August). Die endgültigen Nominierungen erfolgen allerdings erst nach den Deutschen Meisterschaften im Beckenschwimmen in Berlin (23. – 26. April) als Höhepunkt des EM-Qualifikationszeitraums. Denn erst danach stehen laut den Nominierungsrichtlinien des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) die Besetzungen des Knockout Sprints und der Freiwasserstaffel fest.
Schnellste Schwimmerin blieb nicht unerwartet Isabel Gose (SC Magdeburg) mit ihrer 5km-Zeit von 56:15,61 Minuten bei den Norddeutschen Meisterschaften vor drei Wochen. Dahinter reihten sich bei videoüberwachten Time Trials im heimischen Trainingsbecken aber Lea Boy (SV Würzburg/56:24,49) und Julia Ackermann (SC Chemnitz/56:56,70) ein. Beide verdrängten so Leonie Märtens (SC Magdeburg/57:59,72) und Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg/58:09,06) aus den Top drei. Pro EM-Disziplin werden vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) maximal drei Startplätze vergeben.
Lea Boy ist gut in Form vor einem Frühjahr mit vielen Wettkämpfen
„Eigentlich wollte ich meine Zeit schon bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar schwimmen, habe mein Fünf-Kilometer-Rennen wegen einer leichten Erkrankung dann vorsichtshalber noch einmal um ein paar Tage auf vergangenen Freitag geschoben“, sagte Boy, die im Vorjahr WM-Fünfte im Knockout Sprint und Dritte des Gesamt-Weltcups geworden war. „Die erzielte Zeit zeigt, dass ich gut gearbeitet habe im Winter und schon ziemlich gut in Form bin vor den Weltcuprennen und dem insgesamt sehr herausfordernden Frühjahr.“
>> Zum Qualifikations-Ranking mit allen Zeiten und Platzierungen
Bei den Männern blieb es an der Spitze bei der Reihenfolge der Norddeutschen Meisterschaften, also Johannes Liebmann (SC Magdeburg/51:56,49) vor Oliver Klemet (SG Frankfurt/52:20,76) und dem bereits für die EM gesetzten Weltmeister Florian Wellbrock (SC Magdeburg/52:51,31). Dahinter reihten sich mit Moritz Erkmann (SC Chemnitz/53:48,91) und Finn Kleinheinz (SC Magdeburg/53:58,70) dann schon Aspiranten für die EM der Junior*innen in Ungarn (23. – 26. Juli) ein.
Bundestrainer wünscht sich künftig noch mehr Wettkampfduelle und weniger Time Trials
Insgesamt bestritten übrigens 104 Aktive die 5km-Rennen zu diesem frühen Saisonzeitpunkt, gut die Hälfte von ihnen in Time Trials. „Wir sind sehr erfreut über die guten Leistungen und die großen Teilnehmer*innenzahlen auch im jüngeren Bereich“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow. „Der neue methodische Anreiz, schon früher im Saisonverlauf direkte Vergleiche zu schaffen, wird gut angenommen. Uns wird das künftig sicher bei der Leistungsentwicklung helfen, genauso die Vergleichbarkeit der Zeiten über verschiedene Jahre hinweg. In Zukunft wünschen wir uns aber noch mehr direkte Vergleiche im Wettkampf und weniger Time Trials.“
Weiter geht es beim Freiwasserschwimmen nun mit dem Weltcupauftakt in Soma Bay (EGY/27. – 28. März). Der ist dann wegweisend für die Vergabe der EM-Startplätze über 10km. Für Deutschland gehen bei den Frauen Isabel Gose, Lea Boy, Leonie Märtens und Fabienne Wenske an den Start. Die letztjährige WM-Teilnehmerin Jeannette Spiwoks (SG Essen) befindet sich nach einer schweren Verletzung im Vorjahr noch im Aufbautraining und verzichtet auf einen Start. Bei den Männern schwimmt neben Florian Wellbrock und Oliver Klemet, die als Weltmeister beziehungsweise WM-Vierter von 2025 auf dieser Strecke für die EM bereits gesetzt sind, noch Moritz Bockes (SG Stadtwerke München). In Ägypten kann man sich mit einem Rang in den Top zwölf der bereinigten europäischen Rangliste (also mit maximal drei Aktiven pro Nation) für das 10km-Rennen in der Pariser Seine empfehlen.
Lotti Hubert überrascht zum Start der Mannschaftsmeisterschaften
Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wasserspringen in Berlin haben mit einer Überraschung begonnen. Im Wettbewerb vom 1m-Brett setzte sich bei den Frauen nämlich nicht Lena Hentschel (Berliner TSC) durch, die hierzulande zuletzt die klare Nummer eins in den Brettdisziplinen war und bei den Deutschen Meisterschaften im Mai gleich vier Titel bei ebenso vielen Starts bejubeln durfte. Diesmal musste sich die Favoritin mit 233,50 Punkten mit Platz zwei begnügen. Gold ging stattdessen an ihre Vereinskollegin Lotti Hubert mit 242,15, als Dritte komplettierte Elena Wassen (225,00) das rein Berliner Podium.
Für Hubert war es das erste Mal, dass sie auf dem höchsten Treppchen und damit auch vor Lena Hentschel landete. „Das fühlt sich sehr gut an, auch weil Lena einfach eine unfassbar gute Springerin ist“, freute sich die 21-Jährige, die ebenso wie Hentschel in den USA studiert. „Mein Trainer Christian Picker und ich sind sehr zufrieden, auch wenn ich weiß, dass da noch Potenzial nach oben besteht.“
Elena Wassen beim Comeback gleich doppelt auf dem Treppchen
Glücklich war aber auch die Drittplatzierte Elena Wassen, die ja eigentlich Turmspringerin ist. Für die 25-Jährige war es der erste Wettkampf nach ihrer Handgelenk-OP im Mai, wegen der sie in diesem Jahr die WM und die FISU World University Games verpasst hatte. „Das hat sich schön angefühlt, endlich wieder einen Wettkampf zu springen, auch wenn es jetzt erstmal nur vom Ein-Meter-Brett war und da noch neun Meter fehlen zu meiner Turmhöhe. Aber es war ein weiterer Schritt auf dem Weg zurück“, sagte sie.
>> Zum Zeitplan und zu den Ergebnissen
Ein wenig höher hinaus ging es für sie dafür anschließend beim Turm-Synchronspringen an der Seite von Pauline Pfeif (Berliner TSC). Auch die WM-Zweite von Singapur im Einzel hat nach einem Bundeswehrlehrgang im Herbst noch Trainingsrückstand, so dass die beiden in Berlin ihre Serie überwiegend erst einmal aus fünf Metern Höhe absolvierten. Nur für die abschließende Rückwärtsschraube ging es für sie auf zehn Meter, auch diesen Sprung brachten sie ordentlich ins Wasser. Dank auch insgesamt sauberer Ausführung reichte es für Pfeif und Wassen trotz niedrigerem Schwierigkeitsgrad so zum Tagessieg mit 258,45 Punkten vor Charlotte Lederer und Jule Eisenberg (beide SC DHfK Leipzig/225,00), die in diesem Jahr bereits Silber bei der EM der Junior*innen geholt hatten.
Moritz Wesemann mit Favoritensieg vom 1m-Brett
Bei den Männern setzten sich im Turm-Synchronspringen in einem stark besetzten Feld die WM-Sechsten Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) mit 405,24 gegen die EM-Zweiten Ole Rösler und Espen Prenzyna (beide WSC Rostock/356,07) durch. Damit liegen Eikermann und Avila Sanchez auch im Kampf um das deutsche Ticket für die Weltcup im Frühjahr 2026 vorn, für die bei diesen Mannschaftsmeisterschaften bereits die Startplätze vergeben werden. Die Wettkämpfe in Berlin werden noch bis Sonntag übrigens komplett im kostenpflichtigen Livestream bei Sporteurope.TV übertragen. Beginn der Vorkämpfe ist jeweils um 09:30 Uhr.
Einen Favoritensieg feierte am ersten Tag zudem Moritz Wesemann (SV Halle) vom 1m-Brett. Der Europameister gewann mit 417,80 Punkten souverän vor Lou Massenberg (Berliner TSC/382,00). „Das war ein starker Auftritt von ihm, der Lust macht auf die weitere Saison“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm die Leistung von Wesemann.
Das sind die Wasserspringer*innen des Jahres 2025
Auch Deutschlands Wasserspringer*innen des Jahres 2025 stehen fest. Bei der Wahl, die von den Stützpunkten, den Bundestrainer*innen und der Abteilung durchgeführt wird, setzten sich in diesem Jahr Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif und Europameister Moritz Wesemann durch, Nachwuchssportler des Jahres wurde Vizeeuropameister Ole Rösler. Als Trainer des Jahres wurde Christoph Bohm geehrt, als bester Nachwuchstrainer der Rostocker Michail Sachiasvili.
Weltcup in Westmont als besondere Premiere für Julian Koch
Nicht nur beim Fußball ist der erste Einsatz für die Nationalmannschaft ein besonderer Moment in der Karriere, sondern auch im Schwimmsport. Für Julian Koch steht dieser am Freitag beim zweiten Kurzbahn-Weltcup der Saison in Westmont (USA) an. Der 19-Jährige von der SG Essen wird dort für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) die Rennen über 100m und 200m Freistil sowie 100m Schmetterling bestreiten. Die Vorläufe (17:00 Uhr MESZ) und Finals (ab 01:00 Uhr MESZ) werden im Livestream bei Eurovisionsport übertragen.
>> Zeitplan, Startlisten und Ergebnisse in Westmont
Nach überzeugenden Einsätzen in den DSV-Nachwuchsteams bei der JEM 2024 und U23-EM 2025 ist das nun der nächste Schritt in der Karriereleiter. „Julian hat viel Potenzial mit Blick auf LA 2028. Er bringt eine gute Technik mit, die richtige Motivation und hat in den vergangenen beiden Jahren eine rasante Entwicklung hingelegt“, sagt Stephan Wittky, Bundestrainer Kurz- und Mittelstrecke. Zur Erinnerung: Koch kraulte die 100m Freistil in diesem Sommer in 48,57 Sekunden, also nur knapp über dem von Kaii Liam Winkler im Mai aufgestellten Jahrgangsrekord (48,41).
Warum Weltenbummler Julian Koch bislang kein Deutsch spricht
Ungewöhnlich dabei ist, dass Koch aufgrund seines ungewöhnlichen Lebenswegs bislang kein Deutsch spricht. Sein leiblicher Vater ist zwar Deutscher, trennte sich aber von der aus Kamerun stammenden Mutter, als Julian noch sehr klein war. Beide sprechen heute Französisch miteinander. Seine ersten vier Jahre lebte Koch mit der Mama in Kamerun, aus beruflichen Gründen folgten dann mehrere Umzüge mit ihr. Fünf Jahre lebte er in Katar, wo er im Alter von sieben Jahren auch das Schwimmen erlernte. Als Julian neun war, zog die Familie dann nach Paris (FRA), wo er schließlich bei einem Schwimmverein landete und seine ersten Wettkämpfe bestritt. Vier Jahre später ging es weiter nach Dubai (VAE), dort lebt die Mutter seither.
Im Jahr 2019 nahm Koch erstmals an Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) teil, mit Schwerpunkt auf dem Brustschwimmen und ohne Podestplatzierung. Erst Jahre später kam ein Leistungssprung, und das im Freistil. Um internationale Meisterschaften mitschwimmen zu können, meldete sich Koch Anfang 2024 bei Bundestrainer Wittky. Und wurde umgehend ins hiesige System integriert. Im Mai 2024 schwamm er erstmals die Deutschen Meisterschaften mit und qualifizierte sich dort auf Anhieb für internationale Aufgaben im Nachwuchsbereich. Im Herbst besagten Jahres begann Koch dann in Pittsburgh (USA) ein Studium für Ingenieurwesen. Mit Chase Kreitler hat er dort einen angesehenen Trainer, der schon US-Olympiasieger wie Ryan Murphy oder Tom Shields betreute. Assistenztrainer ist Gideon Louw, der für Südafrika 2008 und 2012 bei Olympia schwamm.
Einzelstart bei der EM 2026 ist sein Ziel
„Im Frühjahr habe die WM-Qualifikation noch relativ knapp verpasst, bei der EM im nächsten Sommer möchte ich aber dann unbedingt dabei sein“, sagt Koch. „Und das am liebsten auch mit einem Einzelstart. Wenn meine Entwicklung so weiter geht, kann ich unter 48 Sekunden bleiben. Das setze ich mir zumindest als Ziel.“
Die Rennen in Westmont sind auf dem Weg dahin nur eine Durchgangsstation. „Wir haben den Weltcup nicht extra vorbereitet, schnell schwimmen sollte ich trotzdem können. Ich hoffe, dass ich es in ein Finale schaffen kann. Das nehme ich mir zumindest vor“, so Koch. Spätestens dann wäre es wirklich ein ganz besonderes Debüt im Nationalteam.
Die Starts der Deutschen in Westmont
Nicole Maier: 50m Freistil, 400m Freistil, 100m Freistil, 200m Freistil, 400m Freistil
Julian Koch: 100m Freistil, 200m Freistil, 100m Schmetterling
Melvin Imoudu: 50m Brust,100m Brust
Julianna Bocska: 50m Freistil, 100m Freistil, 200m Freistil
„Road to DJM“: Alle Infos zur neuen Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften
Zur Stärkung des Nachwuchsleistungssports im Beckenschwimmen beschreitet der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) in dieser Saison neue Wege. Mit dem von den Bundestrainern Carsten Gooßes und Hannes Vitense dafür erarbeiteten Konzept soll der Stagnation in der Entwicklung einzelner Disziplinen seit 2006/2007 entgegengetreten werden. Hier findet man Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dieser Reform.
Was ist alles neu bei der DJM 2026?
Für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) in Berlin als dem nationalen Saisonhöhepunkt (09. – 13. Juni 2026) wird die Anzahl der teilnehmenden Jahrgänge um einen Jahrgang von sechs auf fünf (also 14 bis 18 Jahre) reduziert. Die 13-Jährigen nehmen stattdessen am DM-SMK-Wochenende teil, für sie stehen dort dennoch alle olympischen Strecken im Programm. Zudem wird eine neue Wettkampfserie für die DJM-Qualifikation mit dem DSV-Siegel „Road to DJM“ etabliert (vergleichbar zu „World Aquatics approved“, dem Siegel des Weltverbandes). Nur bei dieser kann man sich im Saisonverlauf für die DJM qualifizieren.
Warum wird das so gemacht?
Auf regional gleichmäßig verteilten „Road to DJM“-Wettkämpfen sollen die Nachwuchstalente schon vor der DJM regelmäßig aufeinandertreffen und sich bestenfalls auch zu schnelleren Zeiten antreiben. Mit einem attraktiveren Wettkampfsystem dürften deutlich mehr Talente aus diesem wichtigen Altersbereich angesprochen und zum Dranbleiben motiviert werden. Außerdem bekommen die Trainer*innen eine nachvollziehbare Orientierung, welche Wettkämpfe mit welcher Vorbereitung im Saisonverlauf konzeptionell angesteuert werden sollen. Die Qualifikationschancen sind zudem auf einen langen Zeitraum verteilt. Das mindert den im Altersbereich des Anschlusstrainings unnötigen One-Shot-Druck, schließt Zu- und Ausfälle noch besser aus. Das Sichtungssystem wird somit insgesamt durchlässiger. Sportfachlich wird der langfristige Karriereaufbau damit noch mehr in den Mittelpunkt gerückt. Darauf kommt es am meisten an.
Gibt es finanzielle Gründe?
Eine nationale Qualifikationsserie hält das Geld besser im hiesigen System – auch mit dem Ziel, Möglichkeiten zur Reinvestition zu schaffen (z.B. in künftige Aufwertungen und Ausstattungen der Serie). In den vergangenen Jahren war ein schmerzlicher Rückgang an nationalen Wettkämpfen (ca. 400!) und nachfolgend auch an Aktiven mit DSV-Wettkampflizenz (ca. 17.000!) zu verzeichnen. Auch sank das Leistungsniveau bei der DJM in Spitze und vor allem auch Breite dabei zunehmend. Mit den beschlossenen Neuerungen (und natürlich noch weiteren Maßnahmen) wird diesem Trend, der nicht nur der Corona-Pandemie zugeschrieben wird, nun aktiv entgegengesteuert.
Müssen die Schwimmer*innen jetzt mehr reisen?
In einer Auswertung stellten die Bundestrainer fest, dass viele Sportler*innen bis zu sieben Wettkämpfe im Qualifikationszeitraum Dezember bis Mai bestritten und dort teilweise über 3.000 Kilometer gefahren wurden. Durch die Reform wird dieses „Wettkampf-Hopping“ für eine DJM-Qualifikation reduziert. Kosten sinken, Familienkassen werden entlastet. Auch das soll dazu beitragen, die Drop-out-Quote in diesem Altersbereich zu senken.
Das Auswahlgremium hat sich daher verständigt, die „Road to DJM“-Wettkämpfe auch unter regionalen Gesichtspunkten zu verteilen. In diesem Jahr sind zudem Landesmeisterschaften und Landesgruppenmeisterschaften Teil der „Road to DJM“ mit dabei, bei denen zuletzt rund 85 Prozent der schnellsten Qualifikationszeiten in der AK14-18 geschwommen wurden.
Wie verändern sich die Wettkämpfe?
Die Veranstalter von Wettkämpfen müssen DSV-Vorgaben erfüllen, um das „Road to DJM“-Siegel zu erhalten. Wichtigstes Ziel ist es dabei, dem DJM-Altersbereich vorrangig Meldungen zu ermöglichen. Diese priorisierten Meldungen erfolgen bei Erfüllung von Richtzeiten. Diese Richtzeiten sind abgeleitet von den theoretisch möglichen Entwicklungsraten beim langfristigen Leistungsaufbau in den verschiedenen Altersklassen und dienen den Heimtrainer*innen auch als Möglichkeit zur Einschätzung des Potenzials für eine DJM- Teilnahme. Nachrangig können natürlich auch noch weitere Meldungen zugelassen werden, wenn es denn zum Wettkampfformat des Veranstalters passt und Hallenkapazität sowie Meldeaufkommen dies zulassen. Bereits etablierte Events oder Wettkämpfe können also trotzdem weiter fortgeführt, ausgebaut oder auch integriert werden.
>> Das sind die Richtzeiten für „Road to DJM“-Wettkämpfe
Wann und wo finden die ersten „Road to DJM“-Wettkämpfe statt?
| Ausrichter | Datum |
| SC Magdeburg | 13.-14. Dezember |
| FS Düsseldorf | 13.-14. Dezember |
| TV Wetzlar | 19.-21. Dezember |
| SVR Stuttgart | 19.-21. Dezember |
| Berliner TSC | 19.-21. Dezember |
Die ersten fünf Veranstaltungen der neuen DSV-Serie finden bereits ab Dezember 2025 statt. Die Ausschreibungen dazu werden in Kürze im Kalender der DSV-Seite veröffentlicht. Weitere Termine bis Mai 2026 werden in Kürze veröffentlicht. Insgesamt werden 42 Wettkämpfe für die „Road to DJM“ zugelassen, unter denen befinden sich alle Landesmeisterschaften, alle Landesgruppenmeisterschaften über die Kurz- und Langstrecke sowie weitere ausgewählte Wettkämpfe. Die Auswahl trifft ein Gremium, bestehend aus Vertreter*innen der Länderfachkonferenz, der Abteilung, der Bundestrainer und dem Vorstand Leistungssport.
Wie kann ich oder mein Verein bei dieser Reform mithelfen?
Alles ist denkbar, nur Stillstand verhindert Fortschritt. Natürlich hängt dabei alles weiter sehr vom Engagement an der Basis ab. Schließlich birgt die Reform auch viele Chancen. Mit ihr könnten völlig neue Wettkampfformate entstehen oder zumindest erst einmal ausprobiert werden, zum Beispiel ohne die von vielen weniger geliebten Überlängen einzelner Abschnitte. Im besten Fall wächst langfristig sogar alles zu einer komplett eigenen Nachwuchsserie zusammen.
Florian Wellbrock macht im Knockout Sprint den Gold-Hattrick perfekt
Florian Wellbrocks goldene Festspiele im Freiwasser vor der Insel Sentosa in Singapur gehen weiter! Nach den Titeln über fünf und zehn Kilometer schwamm der 27-Jährige vom SC Magdeburg am Samstag bei den Weltmeisterschaften auch im neu eingeführten Knockout Sprint zur Goldmedaille. Der Deutsche siegte bei der WM-Premiere dieses Ausscheidungsrennens nach 5:46,0 Minuten vor Dávid Bethlehem (HUN/5:47,7) und Marc-Antoine Olivier (FRA/5:51,1). Der Rest des Feldes unter anderem mit Kristóf Rasovszky (HUN/Sechster) lag dann schon 13 Sekunden oder noch mehr hinter dem Sieger zurück – eine echte Machtdemonstration!
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„Ich bin so glücklich über mein drittes Gold. Das hatte ich nicht erwartet. Ich bin nach Singapur gekommen in erster Linie, um ein gutes Ergebnis über die zehn Kilometer zu erreichen, die sind das wichtigste Event, die olympische Strecke. Und jetzt stehe ich bei drei Goldmedaillen. Das ist unglaublich“, sagte Wellbrock.
Der Magdeburger ist damit der erste Freiwasserschwimmer – egal, ob Mann oder Frau –, der bei einer Schwimm-WM dreimal Gold bei einem Event gewonnen hat. Insgesamt hat Wellbrock in seiner Karriere nun acht WM-Titel zu Buche stehen. Einzig Landsmann Thomas Lurz (zwölf Titel zwischen 2004 und 2013) liegt in dieser Hinsicht noch vor ihm, in dessen Ära jährlich Titelkämpfe (also oft auch separat von der großen Schwimm-WM) stattfanden.Und am Sonntag könnte Wellbrock seine glänzende Bilanz weiter aufbessern, wenn er sich zum Abschluss der Freiwasserwettbewerbe auch mit der Staffel des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) einiges ausrechnet.
Wellbrock schwamm in allen drei Runden immer vorneweg
Der Knockout Sprint wurde in Singapur zum ersten Mal ausgetragen. Dabei handelt es sich um ein Rennen über drei Runden und insgesamt drei Kilometer. Runde eins wird in zwei Läufen über 1500m geschwommen, jeweils das halbe Feld zeitversetzt um drei Minuten, nach denen jeweils nur die zehn Schnellsten weiterkommen. Die verbliebenen 20 Aktiven bestreiten nach kurzer Pause dann eine 1000m-Runde, wieder nur die schnellsten Zehn erreichen dann das Finale über 500m. Es stehen also in kürzester Zeit mehrere enge Finish-Entscheidungen an, was dieses neue Format für das Publikum so attraktiv und spannend macht.
Wobei es Florian Wellbrock am Samstag erst gar nicht auf den Zielsprint ankommen lassen wollte. In allen drei Runden bestritt er das Rennen von vorne weg, so wie es der Magdeburger am liebsten hat. Bewusst hielt er sich aus allem Gedränge im Feld heraus „Das hat Flo souverän gemacht. Er ist von der Frequenz nicht an sein Limit gegangen mit den Armen, er hat dann alles aus den Beinen gemacht, das war schon beeindruckend“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Wellbrock selbst meinte: „Das war eine neue Situation für mich, den Knockout Sprint zu schwimmen. Ich hatte keine Vorstellung, wie es wird und was die beste Position sein würde. Aber es hat so viel Spaß gemacht, vor allem die letzten 500 Meter. Da haben wir alles reingehauen.“ Die starke Trainingsgruppe in Magdeburg sei dabei die beste Vorbereitung gewesen. „Die ist so stark, da fühlt sich jeder Tag wie im Wettkampf an.“
Der zweite deutsche Starter Oliver Klemet (SG Frankfurt), der im April noch die Weltcup-Premiere des Knockout Sprints gewinnen konnte, kam diesmal auf Platz 18. „Bei den 1000 Metern wurde er an der Boje wieder ganz schön mitgenommen. Er lag ja auf Platz drei eigentlich, absolut souverän, und dann haben sie ihn an der Boje wieder untergetaucht und er ist nicht weitergekommen ins Finale“, erklärte Bundestrainer Berkhahn. „Das kann nicht sein. Und wenn die Schiris dann nichts machen, dann geht es so weiter.“
