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Potsdam gewinnt Pokalfight, auch Duisburg und Ludwigsburg im Viertelfinale

Im Wasserball geht der DSV-Pokalwettbewerb der Männer so langsam in die entscheidende Phase. Am Wochenende fanden die ersten Partien der Achtelfinalrunde statt, die drei Sieger lösten das Ticket fürs Viertelfinale. Dieses soll am 06. März ausgetragen werden, vorher stehen aber noch die restlichen Paarungen des Achtelfinales und sogar noch eine Partie aus der zweiten Runde aus. Die gemeinsame Endrunde von Männern und Frauen ist anschließend für den 22. – 24. April terminiert.

Einen echten Pokalfight lieferten sich in Potsdam der gastgebende OSC und die SG Neukölln Berlin im einzigen A-Gruppen-Duell des Pokalwochenendes. Nachdem Potsdam den letzten Überzahlangriff der Gäste abgewehrt hatte, kam es direkt nach Spielende sogar zu einem kurzen Gerangel und nahezu alle Spieler sprangen ins Wasser. „Gott sei Dank war es mehr Gepose als alles andere und niemand hat Schaden genommen“, bewertete Potsdams Sportlicher Leiter André Laube die Szene. „Fünf Minuten später haben sich alle wieder fair abgeklatscht.“ Letztlich gewannen die Orcas dieses intensive Berlin-Brandenburg-Derby mit 14:13. U20-Nationalspieler Sascha Seifert war dabei mit fünf Treffern bester Torschütze für die Potsdamer, die im gesamten Spiel zwar nie zurücklagen, es aber auch nicht schafften, sich entscheidend abzusetzen.

Die beiden anderen Partien verliefen dagegen deutlich. Der SV Ludwigsburg als aktueller Tabellendritter der A-Gruppe siegte beim Düsseldorfer SC 1898 mit 16:5 und konnte es sich sogar leisten, einige Leistungsträger zu schonen und stattdessen einigen Jugendspielern Einsatzzeit zu gewähren. Bester Torschütze beim SVL war Nino Blazevic mit vier Treffern. Der letzte noch verbliebene Zweitligist im Wettbewerb, der Post-SV Nürnberg, unterlag gegen den ASC Duisburg mit 7:31. Bereits zur Halbzeit führten die Duisburger mit 17:1 und ließen auch danach kaum locker. Die beiden Nationalspieler Lukas Küppers und Mark Gansen waren beim ASC jeweils neunmal erfolgreich.

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LEN Awards 2021 an Tina Punzel und Florian Wellbrock

Schon bei den letztjährigen Europameisterschaften war Tina Punzel mit vier Medaillen die erfolgreichste Wasserspringerin, gleich zwei Titel holte sie im vergangenen Mai in Budapest (HUN). Später ließ sie bei den Olympischen Spielen in Tokio (JPN) zusammen mit ihrer Partnerin Lena Hentschel auch noch die Bronzemedaille im 3m-Synchronspringen folgen – übrigens das einzige Edelmetall einer europäischen Springerin bei diesen Spielen. Da ist es nur folgerichtig, dass die 26-Jährige nun auch mit dem LEN Award 2021 als Europas Wasserspringerin des Jahres 2021 ausgezeichnet wurde. Ganze 62,5 Prozent der Stimmen der europäischen Mitgliedsverbände und der LEN-Offiziellen entfielen auf die Dresdnerin, dahinter folgten Chiara Pellacani (ITA/15,6) und die Russin Yulia Timoshinina (10,9).

Mit Florian Wellbrock wurde ein weiterer Athlet des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) ausgezeichnet, der Olympiasieger setzte sich bei den Männern in der Disziplin Freiwasserschwimmen durch. Wellbrock, der im Dezember auch schon vom Weltschwimmverband FINA zum Freiwasserschwimmer des Jahres gekürt wurde, bekam 55,6 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Gregorio Paltrinieri (ITA/27,0) und Kristof Rasovszky (HUN/12,7) durch. Mit Patrick Hausding (Zweiter beim Wasserspringen), Lea Boy (Vierte im Freiwasser) und Leonie Beck (jeweils Sechste im Freiwasser und bei den Schwimmerinnen insgesamt) erreichten weitere DSV-Asse vordere Platzierungen.

„Das ist megacool, das freut mich sehr“, jubelte Tina Punzel, als sie von der hohen Auszeichnung erfuhr. Sie war am Montag gerade auf dem Weg zum Lehrgang der Nationalmannschaft nach Rostock und wollte den anderen die gute Nachricht gleich überbringen. „Da gehe ich bestimmt mit einem Lächeln ins Training“, meinte sie. Punzel ist nach Christin Steuer (2010) erst die zweite deutsche Wasserspringerin, die den LEN Award bekommt. Im Freiwasserschwimmen gewann zuvor 2009 sowie von 2011 bis 2014 insgesamt fünfmal Thomas Lurz.

Als beste Freiwasserschwimmerin 2021 wurde die Niederländerin Sharon van Rouwendaal gewählt, die in Magdeburg in der Trainingsgruppe von Florian Wellbrock trainiert. Sieger bei den männlichen Wasserspringern wurde der Brite Tom Daley. In weiteren Kategorien setzen sich im Schwimmen allgemein Adam Peaty (GBR) und Sarah Sjöström (SWE) durch, im Synchronschwimmen Svetlana Kolesnichenko (RUS) und Aleksandr Maltsev (RUS) sowie im Wasserball Filip Filipovic (SRB) und Beatriz Ortiz (ESP). Die LEN Awards wurden in diesem Jahr bereits zum 13. Mal seit 2008 vergeben. Im Vorjahr war die Auszeichnung wegen der Coronavirus-Pandemie ausgefallen.

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Erneuter Pokaltriumph für die Frauen der Wasserfreunde Spandau

Seitdem die Wasserball-Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 im Jahr 2018 in den Spielbetrieb einstiegen, haben sie sämtliche Titel auf nationaler Ebene gewonnen. Diese eindrucksvolle Serie setzten die Berlinerinnen nun am Samstag fort und sicherten sich durch einen 21:7-Finalsieg gegen den SV Bayer Uerdingen 08 erneut den DSV-Pokal. Erfolgreichste Torschützinnen waren dabei Mariam Salloum mit sechs Treffern sowie Belén Vosseberg und Gesa Deike mit je vier Toren. Für Bayer trafen Greta Tadday und Yara Maria Bonett als Beste jeweils doppelt. 

Nationalspielerin Deike war mit Schwester Ira Deike erst im Sommer von Uerdingen in die Hauptstadt gewechselt, und man sah im Pokalfinale sofort, wie deutlich sich das Kräfteverhältnis dadurch noch einmal verändert hat. Bereits nach gut fünf Minuten stand es 4:0 für den Favoriten. Zwar wehrten sich die Frauen aus NRW danach weiter nach Kräften und hielten sich bis zur Pause (10:5) tapfer, danach nutzte Spandaus tiefer Kader aber konsequent fast jeden Konter. „Mich hat sehr gefreut, wie gut wir schon miteinander gespielt und immer noch die besser positionierte Spielerin eingesetzt haben“, sagte Spandaus Trainer Marko Stamm. „Mit Gesa und Ira Deike haben wir nun noch mehr Varianten und sind national kaum zu bezwingen. So haben wir nun sicher auch in der Champions League trotz der schweren Auslosung Chancen auf die zweite Runde.“ 

Stamm selber spielt am Sonntag übrigens mit Spandaus Männern bei Waspo Hannover um den Supercup (14.00 Uhr). Deswegen stieg er nach Spielschluss direkt in den Keller der Schöneberger Schwimmhalle, um der Videovorbereitung des Männerteams beizuwohnen. Das anschließende Wassertraining durfte er dann aber weglassen, um mit seinen Pokalsiegerinnen noch Essen gehen zu können. Stamm: „Im Sport muss man auch die Feste feiern nach solchen Siegen, natürlich ohne zu übertreiben. Denn ich möchte ja morgen am liebsten gleich noch eine Trophäe gewinnen.“ 

Platz drei des Pokalturniers sicherte sich Waspo 98 Hannover durch das 9:5 gegen den Eimsbütteler TV. Im Halbfinale am Vortag war Hannover Uerdingen mit 7:12 unterlegen gewesen, die Hamburgerinnen vom ETV hatten gegen Spandau 8:20 verloren.

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Spandaus Frauen greifen im DSV-Pokal nach dem nächsten Titel

Die große Frage vor der Endrunde im DSV-Pokal der Wasserball-Frauen lautet: Hält die Erfolgsserie der Wasserfreunde Spandau 04 weiter an? Erst seit der Saison 2018/19 nimmt der Hauptstadtklub überhaupt am Spielbetrieb bei den Frauen teil, doch seitdem haben die Berlinerinnen auf nationaler Ebene sämtliche Titel gewonnen, zuletzt im Juni die Deutsche Meisterschaft mit 2:1 Siegen gegen den SV Bayer Uerdingen 08.

Auch für die Pokal-Endrunde am 29./30. Oktober sind die Wasserfreunde erneut favorisiert, zumal Spandau in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg auch den Heimvorteil besitzt. Im zweiten Halbfinale am Freitag treffen die Titelverteidigerinnen zunächst auf den Eimsbütteler Turnverband aus Hamburg, der Anfang des Monats das Turnier in der ersten Pokalrunde für sich entschieden hatte. Maren Hinz vom ETV ist mit elf Treffern aus zwei Spielen auch die bislang erfolgreichste Torschützin des diesjährigen Pokalwettbewerbs.

Im ersten Spiel der Vorschlussrunde stehen sich zuvor außerdem Vizemeister SV Bayer Uerdingen 08 und die Frauen von Waspo 98 Hannover gegenüber, deren Männerteam vergangene Woche den Pokal gewann. Bei den Frauen sind die Niedersächsinnen jedoch lediglich Außenseiterinnen. Alles läuft auf eine Neuauflage des Meisterschaftsfinales zwischen Uerdingen und Spandau hinaus, die sich bereits im Sommer spannende Spiele geliefert haben. Seitdem hat Berlin mit den beiden Nationalspielerinnen Gesa Deike und Ira Deike sowie der international erfahrenen Barbara Bujka gleich drei Leistungsträgerinnen von Bayer verpflichtet und damit seine nationale Führungsposition manifestiert.

Auch zur Pokal-Endrunde der Frauen ist wie schon bei den Männern eine begrenzte Zahl an Zuschauer*innen zugelassen. Tageskarten kosten 10,00 Euro (ermäßigt 5,00 Euro), es gilt die 2G-Regel. Der Ausrichter stellt außerdem für alle Spiele einen Livestream zur Verfügung.

 

Der Spielplan: 

29. Oktober:

17:30 Uhr: SV Bayer Uerdingen 08 – Waspo 98 Hannover

19:30 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – Eimsbütteler SV

 

30. Oktober:

14:00 Uhr: Spiel um Platz drei

16:00 Uhr: Finale

 

 

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Bayer Uerdingen gleicht in der Finalserie aus

Die Entscheidung in der Wasserball-Bundesliga der Frauen ist vertagt. Der SV Bayer Uerdingen 08 gewann am Samstag das zweite Finalspiel auswärts bei den Wasserfreunden Spandau 04 mit 13:11 und glich damit in der Finalserie im Modus „Best of three“ aus. Die Frage nach der Meisterschaft wird damit erst nach dem dritten Spiel beantwortet, das am Sonntag (12:00 Uhr) erneut in Berlin stattfindet.

Titelverteidiger Spandau war zwar durch Nationalspielerin Lynn Krukenberg in Führung gegangen, die am Ende mit vier Treffern auch beste Torschützin ihrer Mannschaft war. Danach war allerdings zunächst nur noch Uerdingen am Drücker. 5:1 führten die Gäste nach dem ersten Viertel, zur Halbzeit dann gar mit 10:3. Die Wasserfreunde waren im Angriff ideenlos und packten in der Verteidigung nicht genug zu, so dass Bayer zu häufig zu leichten Abschlüssen kam. Auf der anderen Seite zeigten die Gäste eine starke Abwehrleistung und ließen nur selten einfache Würfe zu. Zudem konnte sich Uerdingen im Tor auf den Rückhalt seiner brasilianischen Torhüterin Victória Chamorro verlassen, die in der vergangenen Saison noch für Berlin gespielt hatte.

Nach der Pause bliesen die Gastgeberinnen dann zur Aufholjagd. Innerhalb von nur fünf Minuten gelangen ihnen so viele Treffer wie in der gesamten ersten Halbzeit, doch näher als bis auf vier Tore kamen sie zunächst nicht heran. Doch Spandau gab weiter Vollgas. Kana Hosoya, Kapitänin Belén Vosseberg sowie zweimal Krukenberg per Fünfmeter brachten die Wasserfreunde noch bis auf 11:13 heran. Dank der starken ersten Hälfte ging der Sieg dennoch nach Uerdingen. Beste Torschützinnen bei Bayer waren die DSV-Nationalspielerinnen Gesa Deike und Aylin Fry mit jeweils drei Treffern.

Bochum sichert sich Bronze

Zu einer klaren Angelegenheit wurde das Spiel um Platz drei zwischen Waspo 98 Hannover und Rekordmeister SV Blau-Weiß Bochum. Die Bochumerinnen gewannen nach dem 15:8 in Spiel eins auch die zweite Partie mit 21:11 und sicherten sich somit die Bronzemedaille. Mit acht Treffern war Bochums Jana Stüwe die erfolgreichste Torschützin bei Blau-Weiß.

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SV Ludwigsburg 08 sichert sich letzten Europapokalplatz

Der SV Ludwigsburg 08 hat sich in der Wasserball-Bundesliga Platz fünf gesichert. Die Ludwigsburger beendeten die Zwischenrunden-Gruppe F mit 9:3 Punkten und damit als Sieger vor den Mannschaften der SG Neukölln (7:5), der White Sharks Hannover (6:6) und des SSV Esslingen (2:10). Beim zweiten Turnier in Esslingen schlugen sie am Wochenende zunächst die Gastgeber mit 13:6, spielten dann gegen Neukölln 9:9 unentschieden und setzten sich schließlich auch im entscheidenden Duell mit 9:4 gegen die White Sharks durch. Beste Spieler beim siegreichen Team waren Marko Martinic, Luka Vulovic und Mitko Nachev, die zusammen für über 50 der insgesamt 83 Ludwigsburger Treffer in der Zwischenrunde verantwortlich waren.

In den vergangenen Jahren berechtigte der fünfte Platz jeweils noch zur Teilnahme am Euro Cup. Ludwigsburg hatte auch schon in dieser Saison erstmals daran teilgenommen – der Verein hatte die vorherige Saison zwar nur als Sechster abgeschlossen, doch weil andere Klubs vor ihnen verzichteten, kamen sie dennoch in den Genuss eines Europapokalstarts. Bereits vor zwei Wochen hatten sich der deutsche Meister Waspo 98 Hannover, die Wasserfreunde Spandau 04 und der OSC Potsdam für die Champions League sowie der ASC Duisburg für den Euro Cup qualifiziert. Die endgültige Bestätigung seitens der LEN über die Startplatzvergabe für die nächste Spielzeit steht allerdings noch aus.

In Gruppe G um die Plätze neun bis zwölf war beim ersten Turnier der SV Bayer Uerdingen 08 (5:1 Punkte) am stärksten. Lediglich im Stadtderby gegen den SV Krefeld 1972 ließen die Uerdinger beim 8:8 einen Punkt liegen. Krefeld landete mit 3:3 Punkten auf Platz drei, hinter dem Duisburger SV 1898 (4:2) und vor dem SV Würzburg 05 (0:6). In dieser Gruppe sowie in Gruppe H um die Plätze 13 bis 16 fallen dann am kommenden Wochenende bei den zweiten Turnieren die letzten Entscheidungen dieser Saison. Die ursprünglich geplanten Platzierungsspiele entfallen, es gilt die Platzierung aus den jeweiligen Gruppenspielen.

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Waspo 98 Hannover liefert Topteam Pro Recco einen harten Kampf

Die Schwierigkeit der Aufgabe war den Wasserballern von Waspo 98 Hannover vorher bewusst. „Eigentlich haben wir keine Chance“, hatte Trainer Karsten Seehafer bereits vor dem Duell mit Rekordsieger Pro Recco (ITA) im Viertelfinale der Champions League erklärt. Um dann hinzuzufügen: „Aber vielleicht entstehen genau hieraus unsere Möglichkeiten.“

Tatsächlich lieferte der deutsche Meister dem italienischen Topteam beim Finalturnier in Belgrad (SRB) über drei Viertel lang einen harten Kampf. Erst im Schlussviertel zog Pro Recco davon und mit 16:9 letztlich souverän ins Halbfinale ein. „Recco hat verdient gewonnen. Aber das Spiel war viel knapper und umkämpfter, als es das Ergebnis aussagt. Wir haben alles versucht, doch in den entscheidenden Momenten haben wir unseren Vorteil nicht umgesetzt und wurden im Gegenzug dafür bestraft“, sagte Seehafer.

Waspo erzielte zwar das erste Tor der Partie durch Darko Brguljan, der mit drei Treffern auch insgesamt bester Torschütze bei den Niedersachsen wurde. Danach war Pro Recco allerdings innerhalb von zweieinhalb Minuten gleich vier Mal erfolgreich und ging frühzeitig auf 4:1 davon. Hannover leistete sich in dieser Phase zu viele Ballverluste, die von den Italienern eiskalt bestraft wurden.

Im zweiten Abschnitt lag der Gegner sogar erstmals mit fünf Toren vorn. Doch Hannover steckte nicht auf und kam durch Treffer von Jorn Winkelhorst und Kapitän Aleksandar Radovic wieder bis auf 8:5 heran. Das dritte Viertel entschied der deutsche Meister dann sogar mit 2:1 für sich und ging beim Stand von 10:7 für Pro Recco nur noch mit einem Drei-Tore-Rückstand in die entscheidende Phase. Dort zeigte der achtmalige Champions-League-Gewinner dann seine ganze Klasse und sorgte so noch für ein am Ende deutliches Ergebnis. „Wir hätten es besser machen können. Aus meiner Sicht ist dieses Resultat von 16:9 nicht realistisch“, meinte Darko Brguljan. „Es hätte auch anders ausgehen können.“

Waspo spielt nun am Freitag und Samstag um die Plätze fünf bis acht. Nächster Gegner wird dabei zunächst der Verlierer der Partie heute Abend zwischen Zodiac CN Barceloneta (ESP) und Olympiacos Piräus (GRE). Dann gilt erneut das, was Vereinspräsident Bernd Seidensticker quasi als Motto für die Reise zum Final Eight vorgegeben hatte: „Wir werden Belgrad genießen und unter den besten acht Mannschaften in Europa hoffentlich ansprechenden Wasserball zeigen.“

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Uerdingen und Hannover eröffnen Halbfinale bei den Frauen

Bei den Männern lautet die Finalpaarung in dieser Saison Waspo 98 Hannover gegen die Wasserfreunde Spandau 04, nach der ersten Partie führen die Niedersachsen mit 1:0. Auch in der Wasserball-Bundesliga der Frauen ist dieses Duell im Endspiel noch möglich, stehen die Frauenteams beider Klubs dort doch ebenfalls im Halbfinale. Vor allem der SV Bayer Uerdingen 08 wird jedoch alles unternehmen, um ein zweites Finale in dieser Besetzung unbedingt zu verhindern.

„Wir werden alles dafür tun“, sagt Uerdingens Barbara Bujka. „Wir haben gut trainiert in letzter Zeit und uns in der Vorrunde von Turnier zu Turnier verbessert. Auch wenn wir leider nicht mit dem ganzen Team anreisen können, sind wir dennoch ganz optimistisch.“ Das erste Spiel wird am Samstag in Hannover ausgetragen. Das zweite und ein mögliches drittes Spiel der Serie im Modus „Best of Three“ finden dann am darauffolgenden Wochenende in Uerdingen statt.

Zwei Mal trafen die beiden Vereine in dieser Saison schon aufeinander, beide Male siegten die Bayer-Frauen – erst 18:8, im zweiten Spiel war es dann beim 15:11 aber schon knapper. „Wir dürfen Hannover nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Bujka. „Aber wenn wir unsere Leistung abrufen, sollten wir das Finale erreichen können.“ Bereits 2019 standen die Uerdingerinnen in den Endspielen und unterlagen damals mit 1:2 gegen Spandau. Waspo hatte dafür in jener Saison das Pokalfinale erreicht, zog aber ebenfalls gegen Berlin den Kürzeren. Im vergangenen Jahr war die Saison bei den Frauen wegen der Coronavirus-Pandemie vorzeitig abgebrochen worden.

Bochum verzichtet auf sein Heimspiel

Im zweiten Halbfinale zwischen den Wasserfreunden und Blau-Weiß Bochum findet an diesem Wochenende noch kein Spiel statt. Spandaus Trainer Marko Stamm ist auch Spieler bei den Berlinern und mit seiner Mannschaft am Wochenende in der Finalserie selbst im Einsatz. Weil er das Frauenteam nicht allein lassen wollte, trat man an Bochum heran und bat um Verlegung.

Die Blau-Weißen verzichteten daraufhin auf ihr Heimspiel, so dass das erste Spiel nun am 29. Mai in Berlin stattfindet. „Die Vereine haben es untereinander so vereinbart und ich bin damit einverstanden“, erklärt Rundenleiterin Heike Möller. Das zweite Spiel findet tags darauf ebenfalls in Berlin statt. „Ich bin den Bochumerinnen sehr dankbar, dass sie das ermöglicht haben“, sagt Marko Stamm.

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„Alles oder Nichts“ in den Relegationsspielen der Bundesliga

Zuschauer*innen sind in der laufenden Bundesligasaison zwar keine erlaubt. Doch dank der Livestream-Übertragungen bekamen die Wasserballer des SSV Esslingen trotzdem einen ziemlich guten Einblick von der Spielweise von Relegationsgegner SV Würzburg 05. „Wir sind gut vorbereitet“, meint Esslingens Nationalspieler Zoran Bozic. „Wir sind nochmal auf ein paar taktische Dinge von Würzburg eingegangen. Aber ansonsten schauen wir vor allem auf uns und wollen einfach unser Ding durchziehen.“ Der 19-Jährige weiß um die Bedeutung der Partien gegen die Franken: Nur die Sieger der Relegationsspiele haben für die kommende Saison 2021/22 einen Platz in der oberen Hälfte der Bundesliga sicher. „Es geht jetzt um Alles oder Nichts“, sagt Bozic.

Die erste Partie der Serie im Modus „Best of three“ findet am Samstag in Würzburg statt, das zweite und ein mögliches drittes Spiel dann am darauffolgenden Wochenende (15./16. Mai) in Esslingen. In den weiteren Begegnungen der Relegation treffen der SV Bayer Uerdingen 08 und die White Sharks Hannover, der SV Krefeld 1972 und die SG Neukölln sowie der SV Ludwigsburg 08 und der Duisburger SV 1898 aufeinander. Somit kämpfen gleich zwei Krefelder Vertreter um den Aufstieg unter die besten Acht im deutschen Wasserball.

Hannover gegen Spandau zum Dritten

In Gruppe E bestreiten Waspo 98 Hannover und die Wasserfreunde Spandau 04 in diesen Tagen derweil ihre eigene Dreierserie. Beim ersten Zwischenrundenturnier siegte am vergangenen Wochenende Pokalsieger Spandau, beim Supercup am Mittwoch jubelte dann der deutsche Meister aus Hannover.

Am Sonntag treffen die beiden führenden deutschen Wasserballteams nun zum dritten Mal binnen acht Tagen aufeinander. Es geht um die beste Ausgangsposition für die Playoffs und das Heimrecht in einem möglichen Finale zwischen diesen beiden Mannschaften. Auch der OSC Potsdam und der ASC Duisburg wollen sich beim abschließenden Turnier in der Zwischenrunde bereits fürs Halbfinale (ab 12. Mai) einspielen.

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DSV-Vorstand stellt die Weichen für Neuausrichtung des Verbandes

Der Vorstand des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hat in seiner Sitzung am 28. März 2021 wichtige Beschlüsse getroffen, um den Verband strategisch und strukturell zukunftssicher aufzustellen. Dabei werden zwei miteinander verbundene Prozesse ab April 2021 gestartet, zum einen der verbandliche „Zukunftsprozess DSV 2026“ und zum anderen die Sicherstellung der Führung des hauptamtlichen Bereichs, der seit der Freistellung des Leistungssportdirektors unbesetzt ist. Hierbei wird der DSV von der rosenbaum nagy unternehmensberatung als erfahrene Sport- und Strategieberatung unterstützt.

Im „Zukunftsprozess DSV 2026“ soll die Strategie und Struktur des Verbandes neu ausgerichtet werden. Ziel ist es, den DSV in den nächsten fünf Jahren zu einem sportlich erfolgreichen, modernen und professionellen Verband weiterzuentwickeln. Dabei sollen die Landesschwimmverbände und deren Vereine aktiv miteingebunden werden. Neben dem Ziel, sportliche Erfolge in den fünf Sportarten Beckenschwimmen, Freiwasserschwimmen, Wasserspringen, Synchronschwimmen und Wasserball auf nationaler und internationaler Ebene zu erzielen, sollen die Themen Nachwuchs, Breitensport, Gesundheitssport, Kinder- und Seniorenschwimmen sowie Nachhaltigkeit und Digitalisierung stärker als bisher im Verband Berücksichtigung finden.

„Der Deutsche Schwimm-Verband bleibt mit seinen rund 587.000 Mitgliedern als elftgrößter Sportverband im DOSB aktuell unter seinen Möglichkeiten“, so DSV-Präsident Marco Troll. „Seit unserer Wahl zum neuen DSV-Präsidium im November 2020 habe ich zusammen mit meinen drei Vorstandskolleg*innen viele Gespräche im Verband geführt. Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass der DSV viele Potenziale hat, um in den nächsten Jahren sowohl im Leistungssport als auch im Breitensport eine wichtige Bedeutung im deutschen Sport zu erfüllen.“

Die Funktion des seit dem 22. Februar 2021 freigestellten Leistungssportdirektors übernimmt mit sofortiger Wirkung Dirk Klingenberg als Interimsmanager. Der 51-jährige ehemalige Wasserballer bestritt als Nationalspieler 190 Länderspiele für Deutschland und nahm an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta teil. Beruflich ist er seit über 20 Jahren als Berater sowohl bei Sportverbänden als auch in der Wirtschaft tätig. Zusammen mit Dr. Michael Rosenbaum wird er den DSV-Vorstand auch im „Zukunftsprozess DSV 2026“ unterstützen. Rosenbaum ist ausgewiesener Sportverbandsexperte und hat in den letzten 25 Jahren zahlreiche Spitzenverbände des DOSB sowohl als Interimsmanager also auch im Ehrenamt begleitet.

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