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Wellbrock mit Weltjahresbestleistung, Gose mit Rekord und noch fünf erfüllte Olympianormen

Die Schwimmer*innen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) haben in Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli - 08. August) am Samstag starke Ausrufezeichen gesetzt. Allen voran Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock, der beim Qualifikationswettkampf in seiner Heimatstadt Magdeburg bereits im Vorlauf über 400m Freistil mit Weltjahresbestzeit (3:44,35 Minuten) glänzte und diese Top-Zeit am Nachmittag (3:44,77) noch einmal bestätigte. Im Sog des 23-jährigen Champions unterbot auch sein erst 19-jähriger Trainingskollege Lukas Märtens die Norm für Tokio (3:46,40) in 3:45,29 und 3:45,71 ebenfalls gleich zweimal deutlich. „Das ist eine schöne neue Bestzeit, ich bin auch mit dem Ergebnis im Finale sehr zufrieden. Diese Geschwindigkeit zu haben ist eine gute Voraussetzung für die langen Strecken“, erklärte Wellbrock anschließend. „Es sind insgesamt jetzt drei deutsche Männer unter der 400m-Norm geblieben. Das freut mich natürlich, denn Konkurrenz belebt das Geschäft.“ So sieht das auch Bundestrainer Bernd Berkhahn: „Lukas pusht als junger Mann immer, von dieser Konstellation profitiert natürlich auch Florian.“ Bis zum großen Qualifikationsfinale in Berlin (16. - 18. April), nach dem die maximal zwei Startplätze pro Einzeldisziplin an die schnellsten Normknacker*innen vergeben werden, bleibt es so sicher spannend. Denn in Eindhoven hatte auch Henning Mühlleitner mit Top-Zeiten auf dieser Strecke geglänzt. Bereits im Vorlauf unterbot der Neckarsulmer in 3:45,55 die Tokio-Normzeit, das Finale gewann er dann in 3:47,44. „Ich freue mich riesig für Henning, dass er sich so wieder zurückkämpfen konnte in die Weltspitze“, sagte Bundestrainer und Teamcoach Hannes Vitense. Mühlleitner war schon im Jahr 2018 als EM-Dritter erfolgreich gewesen, war anschließend aber lange von einer rätselhaften Bakterienerkrankung nach einer Knie-Operation ausgebremst worden. Wellbrock war vor diesem Wochenende bereits über 800m und 1500m Freistil sowie den Freiwasserwettbewerb über 10km bei Olympia qualifiziert gewesen. Nach dieser Leistung muss man nun sehr gut abwägen, ob er in Tokio nun auch noch über die 400m Freistil starten will. „Diese Strecke passt in unsere bisherigen Planungen nicht mehr so gut rein, da gäbe es an manchen Tagen Überschneidungen. Aber nach so einer Leistung werden wir uns noch einmal alles ganz genau überlegen“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Letztlich ist es ein Luxusproblem: Denn selbst bei einem Verzicht Wellbrocks hätte Deutschland hier nun ja noch zwei weitere Finalkandidaten, mindestens. Für eine Japan-Reise im Sommer kann sich auch Isabel Gose wappnen. Die 18-Jährige siegte daheim in Magdeburg über 400m Freistil mit der persönlichen Bestzeit von 4:06,11 Minuten und blieb dabei ebenfalls deutlich unter der Olympianorm (4:07,50). Zudem verbesserte sie den 20 Jahre alten Altersklassenrekord für 19-Jährige einer gewissen Hannah Stockbauer, die danach bekanntlich zur Doppel-Weltmeisterin aufstieg. „Die Anspannung war groß, aber Isabel hat das gut gelöst“, lobte Bundestrainer Berkhahn. „Und bis zum Sommer geht vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.“ Das denkt auch Isabel Gose selbst. "Im Training hatte sich schon abgezeichnet, dass ich gut drauf bin. Umso glücklicher bin ich, dass ich das jetzt auch schon auf dem Wettkampf hier in Magdeburg umsetzen konnte. Das war wichtig hier schonmal eine Norm zu knacken. Da fällt einem schon ein Stein vom Herzen", sagte die Abiturientin.

Sarah Köhler zieht Celine Rieder zur Normzeit

Danach erfüllte auch noch Celine Rieder (Neckarsulmer Sport-Union) in 16:09,00 Minuten die Olympia-Vorgabe über 1500m Freistil (16:16,00), als sie in Magdeburg hinter der bereits für Tokio qualifizierten Sarah Köhler (SG Frankfurt/16:07,71) als Zweite anschlug. Einen weiteren deutschen Sieg gab es in Stockholm über 400m Lagen durch den bereits für Olympia qualifizierten Elmshorner Jacob Heidtmann (4:16,73 Minuten). In Magdeburg zeigte auf dieser Strecke auch Nachwuchstalent Danny Schmidt in 4:18,82 eine sehr gute Leistung. Der 19-Jährige von der SG Frankfurt erfüllte mit seiner neuen Bestzeit die Norm für die EM in Budapest im Mai. In Eindhoven glänzte auch wieder Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulmer Sport-Union) über 100m Brust. Nach seinem deutschen Rekord in der Vorwoche (58,95 Sekunden) wurde der 29-Jährige hinter dem niederländischen Hoffnungsträger Arno Kamminga (58,64) diesmal Zweiter und unterbot in 59,30 und 59,22 (Vorlauf) noch zweimal die Olympianorm (59,80).

Annika Bruhn fehlen nur noch fünf Hundertstel

Im Kampf um die Staffelplätze ist vor dem Berliner Qualifikationsfinale am nächsten Wochenende noch alles möglich.Über 100m Freistil schrammte Annika Bruhn (Neckarsulmer Sport-Union) als Dritte in Eindhoven in 54,15 Sekunden nur um fünf Hunderstel an der Einzelnorm vorbei – die könnte nach dieser starken Leistung aber noch in Berlin fallen. So oder so haben Annika Bruhn, Marie Pietruschka (55,01 in Heidelberg), Lisa Höpink (55,05 in Eindhoven) und Hannah Küchler (55,42 in Eindhoven) die DSV-Staffelnorm für Tokio für die 4x100m Freistil nun bereits unterboten. Gleiches gilt für die 4x100m Lagenstaffel der Männer mit Marek Ulrich (Rücken: 54,27 in Heidelberg), Fabian Schwingenschlögl (Brust: 58,95 in Heidelberg), Philip Heintz (Schmetterling: 52,42 in Stockholm) und Damian Wierling (Freistil: 48,83 in Eindhoven). Und auch für die Mixed-Staffel mit Marek Ulrich (Rücken: 54,27), Fabian Schwingenschlögl (Brust: 58,95), Lisa Höpink (Schmetterling: 58,90) und Annika Bruhn (Freistil: 54,15). Hier kann sich neben der Besetzung bis nächste Woche aber auch die Streckenverteilung zwischen Männern und Frauen noch grundsätzlich ändern. Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg) glänzte in Stockholm sogar mit einer besseren Vorlaufzeit über 100m Freistil (48,77 Sekunden), wurde im Finale dann Zweiter (49,08) hinter dem Griechen Andreas Vazaios (48,93). In die Staffelwertungen kommen allerdings nur Finalzeiten aus dem April 2021, die Olympia-Einzelnorm kann auch in Vorläufen erfüllt werden und liegt bei 48,50. Besser machte es da Damian Wierling (SG Essen) in Eindhoven, der als Finalzweiter (48,83) am Nachmittag die bessere Zeit ablieferte. Immerhin haben Wierling und Salchow damit auch schon mal die EM-Norm (49,10) erfüllt, das gelang übrigens auch noch Reva Foos (SG Frankfurt) über 400m Freistil (4:11,43) und Jenny Mensing (SC Wiebaden) über 200m Rücken (2:13,00).  
  >> Alle Ergebnisse in Magdeburg im Überblick >>Alle Ergebnisse in Stockholm im Überblick >> Alle Ergebnisse in Eindhoven im Überblick >> Alle Ergebnisse in Mission Viejo im Überblick

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Auftakt der Olympiaqualifikation findet in Heidelberg statt

Nach einem Jahr Wartezeit kann im April nun endlich die Olympiaqualifikation im Beckenschwimmen stattfinden. In den nationalen Nominierungskriterien für die Spiele in Tokio (23. Juli – 08. August) wurde festgelegt, dass die erforderlichen Normzeiten für die 28 Einzeldisziplinen und sieben Staffeln von 01. - 18. April nachgewiesen werden können. Vor dem finalen Qualifikations-Höhepunkt des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in Berlin (16. – 18. April) bieten sich also noch zwei weitere Wettkampf-Wochenenden für die Ticket-Jagd an.

Der Auftakt der Olympiaqualifikation am 03./04. April findet dabei entgegen der bisherigen Planungen nun in Heidelberg statt. „Im Zuge der allseits angekündigten Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen wechseln wir lieber an einen Olympiastützpunkt, bei dem eine mögliche Nutzung durch die Öffentlichkeit nicht verhindert würde wie vielleicht in Würzburg“, erklärte Tjark Schroeder, Leiter der Abteilung Wettkampfsport Schwimmen. Die geänderte Ausschreibung wurde bereits veröffentlicht, alle für Würzburg getätigten Meldungen müssen aber noch einmal für Heidelberg vorgenommen werden.

Bei den Wettkämpfen in Magdeburg (10./11. April) und Dortmund (17./18. April) bleibt alles wie ursprünglich geplant, ebenso wie beim Qualifikationsfinale in Berlin (16. – 18. April). „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht und erhoffen uns im April natürlich auch viele Topleistungen“, sagte Bundestrainer Hannes Vitense. „Es war lange genug Zeit, sich in Stellung zu bringen. Jetzt kommt es zum Showdown.“

>> Ausschreibung Qualifikationswettkampf in Heidelberg (03./04. April)

>> Ausschreibung Qualifikationswettkampf in Magdeburg (10./11. April)

>> Ausschreibung Qualifikationswettkampf in Dortmund (17./18. April)

>> Ausschreibung DSV Olympiaqualifikation Beckenschwimmen in Berlin (16. – 18. April)

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Deutlicher Erfolg im ersten Testspiel gegen Georgien

Deutschlands Wasserballer haben ihr erstes Länderspiel nach zehn Monaten gewonnen. Gegen den EM-Zehnten Georgien siegte das DSV-Team am Dienstagabend in Warendorf ein 18:9. „Das war ein sensationelles Spiel“, lobte Bundestrainer Hagen Stamm den Auftritt seiner Mannschaft. Beste Torschützen auf deutscher Seite waren Mateo Cuk, Marko Stamm (beide Wasserfreunde Spandau 04) und der junge Zoran Bozic (SSV Esslingen) mit jeweils vier Treffern.

Für das DSV-Team war es das erste offizielle Spiel seit dem 11. März vergangenen Jahres. Damals gab es beim Vier-Nationen-Turnier in Hamburg eine 10:12-Niederlage gegen den EM-Dritten Montenegro. Zwei Tage später wurde der erste Lockdown im Bundesgebiet verkündet.

Von Anfang an hochmotiviert

Zuschauer*innen waren bei der Begegnung in der „Blase“ in der Sportschule der Bundeswehr dieses Mal nicht zugelassen. Trotzdem gingen vor allem die Gastgeber von Anfang an hochmotiviert zur Sache. Bereits nach dem ersten Viertel lag Deutschland mit 7:1 in Führung. „Wir haben sehr konzentriert gespielt, hart verteidigt und sind gut in die Konter gegangen. An diesem Tag hat einfach alles geklappt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Stamm. An den Tagen zuvor hatten beide Teams bereits mehrere Trainingsspiele mit deutlich knapperem Ausgang bestritten, um sich gemeinsam auf die Olympia-Qualifikation vom 14. - 21. Februar in Rotterdam vorzubereiten. Georgien spielt dort in der anderen Vorrundengruppe als die Deutschen.

„Das war ein schöner Abschluss dieses Lehrgangs“, befand Stamm. Ein Wermutstropfen war allerdings die Verletzung von Dennis Strelezkij (Spandau), der wegen einer Kieferprellung gegen Georgien nicht mitspielen konnte. Er wird jedoch für den weiteren Verlauf der Vorbereitung zurückerwartet.Nach einer kurzen Pause kommt die deutsche Mannschaft bereits am Sonntag zu einem weiteren Lehrgang in Warendorf zusammen.

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Nationale Nominierungskriterien für Tokio 2021 aktualisiert

Die Olympischen Spiele in Tokio sollen mit einem Jahr Verzögerung im Sommer 2021 (23. Juli - 08. August) unbedingt nachgeholt werden, trotz erneutem Anstieg der Infektionszahlen in dieser Coronavirus-Pandemie werden die Vorbereitungen der Nationalmannschaft Wasserspringen unter strengsten Hygienebestimmungen und nachgewiesenen negativen PCR-Tests konsequent fortgesetzt. Aufgrund der aktuellen Pandemieentwicklung in der Welt sowie des derzeitigen (Teil-) Lockdowns in Deutschland wurden die nationalen Nominierungskriterien im Wasserspringen in Abstimmung zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) angepasst und vom DOSB-Vorstand abgesegnet.

>> Tokio 2021: Nationale Nominierungskriterien im Wasserspringen

Der Verlegung des Weltcups in Tokio um zwei Monate auf 18. - 23. April 2021, bei dem die letzten internationalen Quotenplätze vergeben werden, wurde hierbei Rechnung getragen. Als abschließender Nominierungswettkampf sind zudem die Deutschen Meisterschaften (02. - 06. Juni) festgelegt worden, die im kommenden Jahr ebenso wie die Wettkämpfe im Beckenschwimmen Teil des Multisportevents „Die Finals“ werden. „Die bisher gültigen Vorgaben beim Schwierigkeitsgrad für das Sprungprogramm bleiben unverändert, die einzige Anpassung besteht im Wegfall der internationalen Leistungsnachweise bei Grand-Prix-Wettkämpfen. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie gibt es aktuell keinen belastbaren internationalen Wettkampfkalender, bei dem die Athlet*innen ihre Leistungsfähigkeit nachweisen können“, erklärt Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow.

Zur Nominierung vorrangig vorgeschlagen werden diejenigen, die es in einer der acht olympischen Disziplinen (vier Einzel, vier Synchron) beim Weltcup in Japan auf das Podest schaffen oder bei den Europameisterschaften in Budapest (10. - 16. Mai 2021) einen Einzel-Titel gewinnen. Bislang hatten Tina Punzel und Patrick Hausding dem DSV jeweils einen internationalen Quotenplatz vom Drei-Meter-Brett sichern können.

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Duisburger Derby in der Bundesliga bleibt spannend bis zum Schluss

In der laufenden Saison der Wasserball-Bundesliga ist dem Duisburger SV 1898 bislang noch kein Sieg vergönnt gewesen. Im DSV-Pokal erreichte man dafür unlängst die Endrunde, diesen Schwung will man nun in die Liga mitnehmen. Ausgerechnet im Derby gegen den ASC Duisburg hätte es dort am Wochenende beinahe endlich geklappt mit dem ersten Erfolgserlebnis. Bis ins letzte Viertel hinein konnte der Außenseiter die Partie ausgeglichen gestalten, noch gut zwei Minuten vor Schluss lag man lediglich ein Tor zurück. Am Ende aber setzte sich doch wie erwartet der Tabellendritte ASCD mit 13:11 durch.

An der Tabellenspitze der A-Gruppe thront weiterhin Waspo 98 Hannover. Der Deutsche Meister gewann bei der SG Neukölln Berlin gleich mit 25:4. Die Niedersachsen können sich nach dem Aus im Euro Cup nun ganz auf die nationalen Aufgaben konzentrieren. Zum Abschied aus dem Europapokal gab es unter der Woche im Achtelfinal-Rückspiel noch einmal ein beachtliches 11:11 beim italienischen Topklub AN Brescia, das Hinspiel hatte Hannover mit 12:15 verloren. „Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir beide Spiele gegen Brescia gespielt haben. Ich denke, dass wir in diesem Duell nicht die schlechtere Mannschaft waren. Ich bin stolz auf unseren Einsatz und unsere Disziplin“, lobte Waspo-Coach Aleksandar Radovic sein Team trotz des Ausscheidens.

Esslingens Misere in der B-Gruppe hält weiter an

In der B-Gruppe der Bundesliga hält derweil die Talfahrt des SSV Esslingen an. Noch zur Weihnachtspause war man dort Tabellenführer, seitdem läuft es nicht mehr. Mit dem 12:16 beim SVV Plauen kassierte Esslingen nun bereits die dritte Niederlage in Folge.

Ergebnisse Männer

 
Gruppe A  
ASC DuisburgDuisburger SV 9813:11 (4:3, 5:4, 1:2, 3:2)
SG Neukölln BerlinWaspo 98 Hannover4:25 (1:6, 1:9, 1:8, 1:2)
White Sharks HannoverOSC Potsdam7:11 (0:3, 3:1, 3:5, 1:2)
Gruppe B  
SV Krefeld 72SV Würzburg 0514:8 (3:2, 5:3, 2:1, 4:2)
Uerdinger SV 08SG Stadtwerke München10:12 (3:3, 3:4, 3:3, 1:2)
Düsseldorfer SC 1898SV Cannstatt1:15 (0:2, 0:6, 1:4, 0:3)
SVV PlauenSSV Esslingen16:12 (2:3, 4:3, 5:3, 5:3)
Uerdinger SV 08SV Würzburg 058:10 (2:3, 1:3, 2:1, 3:3)

Tabellen Männer

 
  SpielePunkteToreTordifferenz
Gruppe A     
1.Waspo 98 Hannover927176:50+126
2.Wasserfreunde Spandau 041027177:73+104
3.ASC Duisburg915105:97+8
4.OSC Potsdam915122:116+6
5.White Sharks Hannover109110:140-30
6.SG Neukölln Berlin9685:169-84
7.Duisburger SV 189810071:201-130
8.SV Ludwigsburg 08zurückgezogen0  
Gruppe B     
1.SV Krefeld 721126144:85+59
2.SSV Esslingen1122144:130+14
3.SV Cannstatt1020109:91+18
4.Uerdinger SV 081118147:130+17
5.SVV Plauen1118136:119+17
6.SV Würzburg 0591397:94+3
7.SG Stadtwerke München11689:137-48
8.Düsseldorfer SC 189810382:162-80

Kampf um die Play-off-Plätze bei den Frauen spitzt sich zu

Besser lief es für den SSV Esslingen in der Wasserball-Bundesliga der Frauen. Das Team von Trainerin Iris Schneider hatte beim 18:8-Heimsieg gegen Schlusslicht ETV Hamburg keine Probleme. Außerdem gewann Waspo 98 Hannover gegen den Uerdinger SV 08. Hinter den Tabellenführerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 (19:8 in Bochum) ist damit im Klassement alles eng beisammen im Kampf um drei weitere Play-off-Plätze, lediglich die Hamburgerinnen sind schon etwas abgehängt.

Ergebnisse Frauen

 
SSV EsslingenETV Hamburg18:8 (6:0, 4:4, 3:3, 5:1)
Waspo 98 HannoverUerdinger SV 0814:12 (3:4, 3:3, 5:3, 3:2)
SV Blau-Weiß BochumWasserfreunde Spandau 048:19 (3:4, 2:7, 1:3, 2:5)

Tabelle Frauen

 
PlatzVereinSpielePunkteTorverhältnisTordifferenz
1.Wasserfreunde Spandau 0441282:34+48
2.SSV Esslingen4974:35+39
3.Uerdinger SV 085955:68-13
4.SV Blau-Weiß Bochum4672:46+26
5.Waspo 98 Hannover5649:92-43
6.ETV Hamburg6048:105-57

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DSV-Pokalendrunde 2025 findet in Berlin statt

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Dieser vor allem vom Fußball bekannte Schlachtruf aus dem Pokalwettbewerb gilt in diesem Jahr auch beim Wasserball, denn auch dort wird der Pokal 2025 in der deutschen Hauptstadt vergeben. Die gemeinsame DSV-Pokalendrunde der Frauen und Männer wird am 14./15. März in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg ausgetragen. Ausrichter ist die SG Neukölln Berlin.

Seit vergangener Woche steht bei den Männern auch der erste Endrundenteilnehmer fest (bei den Frauen war der Uerdinger SV 08 bereits vorher für das Finalturnier qualifiziert). Der Bundesliga-Dritte ASC Duisburg hatte im Duell mit dem B-Gruppen-Vertreter SV Krefeld 72 keine Mühe und löste mit 19:7 souverän das Finalticket.

Favoritensiege zum Restart der Bundesliga – Top-Teams rüsten auf

In der Bundesliga, die am Wochenende nach der sechswöchigen Weihnachtspause wieder den Spielbetrieb aufgenommen hat, unterlag der ASC Duisburg allerdings im Top-Spiel gegen Spitzenreiter Waspo 98 Hannover mit 6:11. Der amtierende Meister aus Niedersachsen marschiert damit in der Tabelle weiter verlustpunktfrei vorneweg. Punktgleich, aber schon mit einem Spiel mehr (und einer Niederlage gegen Hannover) folgt dahinter Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04, der sich beim 21:7 beim Duisburger SV 98 keine Blöße gab.

Beide Top-Teams haben im Kampf um den Titel übrigens noch einmal nachgelegt. Waspo verpflichtete Nationalspieler Zoran Bozic vom SV Ludwigsburg 08, der sich aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurückgezogen hat; auch Spandau holte mit Tobias Bauer ebenfalls aus Ludwigsburg sowie Aleks Sekulic (von Waspo) ebenfalls zwei Nationalspieler.

Im dritten Spiel des Wochenendes setzte sich die SG Neukölln mit 16:13 gegen die White Sharks Hannover durch.

Ergebnisse Männer

 
Gruppe A  
ASC DuisburgWaspo 98 Hannover6:11 (1:4, 1:3, 1:2, 3:2)
Duisburger SV 98Wasserfreunde Spandau 047:21 (1:4, 2:4, 2:6, 2:7)
SG Neukölln BerlinWhite Sharks Hannover16:14 (4:5, 3:3, 5:3, 4:3)

Tabellen Männer

 
  SpielePunkteToreTordifferenz
Gruppe A     
1.Waspo 98 Hannover721121:41+80
2.Wasserfreunde Spandau 04821136:62+74
3.ASC Duisburg81293:88+5
4.OSC Potsdam71298:90+8
5.White Sharks Hannover8996:105-9
6.SG Neukölln Berlin8680:146-66
7.Duisburger SV 18988059:151-92
8.SV Ludwigsburg 08zurückgezogen0

Neuer Name, gleiches Ergebnis: Uerdingens Frauen siegen weiter

In der Wasserball-Bundesliga der Frauen feierte der Uerdinger SV 08 im dritten Spiel den dritten Sieg – aber den ersten unter neuem Namen. Zum Jahreswechsel hatte sich der SV Bayer Uerdingen 08 entsprechend umbenannt und kehrte damit zu seinen Wurzeln zurück, denn unter diesem Namen war der Verein schon einmal bekannt. Gegen den ETV Hamburg siegte das Team nun mit 14:11 und bleibt damit an der Tabellenspitze, während die Hansestädterinnen auch nach dem vierten Saisonspiel weiter auf ihren ersten Punkt warten.

Ergebnisse Frauen

 
Uerdinger SV 08ETV Hamburg14:11 (4:1, 4:1, 4:5, 2:4)

Tabelle Frauen

 
PlatzVereinSpielePunkteTorverhältnisTordifferenz
1.Uerdinger SV 083939:28+11
2.Wasserfreunde Spandau 042639:19+20
3.SV Blau-Weiß Bochum2334:18+16
4.SSV Esslingen2330:23+7
5.Waspo 98 Hannover3326:50-24
6.ETV Hamburg4033:63-30

Zahlreiche Erstligaspielerinnen waren am Wochenende außerdem in der transnationalen Donau-Liga im Einsatz. Die Deutschen Meisterinnen von den Wasserfreunden Spandau 04, die den Wettbewerb im vergangenen Jahr gewonnen und so ihren ersten internationalen Titel gefeiert hatten, feierten beim Turnier in Szentes (HUN) vier Siege in ebenso vielen Spielen. Das U18-Nartionalteam des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), das in diesem Jahr ebenfalls an der Donau-Liga teilnimmt, gewann die Partie gegen VK Palilula aus Belgrad (SRB).

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Rückblick auf ein cooles Wochenende

von Jürgen Andrae
Am Wochenende vom 5. bis 7. Juli 2024 fand die 27. Deutsche Wasserball Mastermeisterschaft (DMM) in Darmstadt statt. 42 Mannschaften kämpften in 66 Spielen in drei Altersklassen bei den Frauen und in acht Altersklassen bei den Männern um den Deutschen Meistertitel. Die Landesgruppe West stellte mit 20 Mannschaften die meisten Mannschaften des Turniers, gefolgt vom Süden mit 12 Mannschaften, Landesgruppe Ost (8) und Landesgruppe Nord (2). Die Spiele verliefen mit großem Engagement der Mannschaften, aber alle sehr fair und meiner Kenntnis nach, bis auf die Ausgabe einiger Kühlpacks und der Versorgung eines Augencuts, ohne größere Verletzungen. Ein großer Dank gilt den zahlreichen Schiedsrichtern, die durch ihr umsichtiges Leiten der Spiele diesen fairen und geordneten Ablauf der Spiele ermöglichten. Die Veranstaltung wurde durch mehr als 100 freiwillige Helfer*innen des WV Darmstadt, aber auch durch eine Reihe von Helfenden befreundeter Vereine gestemmt. Vorbereitet wurde sie durch ein zwölfköpfiges Kernteam in sehr guter Zusammenarbeit mit Claus Czernia (Referent Wasserball in der DSV Masters-Abteilung) und unterstützt durch Axel Becker, das sich monatelang regelmäßig traf und die Veranstaltung in Video-Konferenzen konzeptionell vorbereitete. Und nicht zuletzt auch der Turnierplan durch Thomas Ahne hat klasse in den Rahmen gepasst. Die schönen Medaillen, organisiert durch Günter Baudewig, hatten ein super Design und fanden großen Anklang. Auch unser Bad Personal des Nordbades, die Badleitung und der Sportamtsleiter der Stadt Darmstadt unterstützte uns hierbei kräftig mit und brachte sich im Vorfeld der Meisterschaft hervorragend bei der Erstellung und Festlegung des Turnierkonzeptes ein. Der VFB Friedberg, unser Hessischer Nachbar, stellte sogar noch zusätzlich eine Reserve Zeitanlage als Backup für den Fall eines Ausfalles der Zeitanlage zur Verfügung, die aber zum Glück nicht benötigt wurde. In diesem Jahr wurde der Frieder Class Gedächtnis Pokal von unserem Wasserballreferenten Klaus Czernia und dem neu gewählten DSV-Präsidenten David Profit an Peter Furmaniak von BW Bochum überreicht. Gleichzeitig wurde Peter Furmaniak alias „Fummel“ mit der Sportmedaille für besondere Leistungen und Verdienste im Sport ausgezeichnet. Aber eine ganz wesentliche Voraussetzung für das coole Wochenende, das waren die Teilnehmer*innen. Nicht nur, dass ihr mit eurer tollen Stimmung für Begeisterung und Anfeuerung an den Beckenrändern und der Siegerehrung gesorgt habt, ihr habt auch alle Erwartungen beim Getränke- und Bierkonsum, sowie bei den Verköstigungen weit übertroffen. Der „Äppler“ floss in Strömen! Der Wasserballverein Darmstadt bekam von vielen Seiten großes Lob für die Ausrichter des zur Organisation und den Abläufen der DMM. Hierfür möchte sich der Wasserballverein Darmstadt sehr herzlich bedanken! Aber am Ende ist es wie eigentlich immer: So etwas Tolles geht nur in einem großartigen Team. Spieler*innen, Helfer*innen, Organisatoren und Zuschauer waren das großartige DMM-Wasserballteam! Fotos gibt es hier:
LINK: https://mega.nz/folder/ne51xQoI#-_hCBJkXGhS6Fsays4oSog
Quelle: privat – Ivonne Andrae
 
LINK: https://mega.nz/folder/xxkyVYpZ#OIJ-BJ-_etkmgaTw7vlU8g
(weitere Bilder folgen nach Bearbeitung/Sichtung durch Oliver Zang)
Quelle: Oliver Zang Die Ergebnisse im Überblick

Deutsche Master Meister und Rangfolge bei den Frauen:
 
FAK30+ Uerdingen Masters (1), TPSK Köln (2), WV Darmstadt (3), SGW Essen 30 (4)
 
FAK40+ TPSK Köln (1), SGW Essen 40 (2), WV Darmstadt (3
 
FAK50+ SGW Essen (1)
 
 
Deutsche Master Meister und Rangfolge bei den Herren:
 
AK30+ WPM Duisburg (1), Spandau 04 (2), Poseidon Hamburg (3), Würzburg 05 (4),
WV Darmstadt (5), WU Magdeburg (6), ASC Brandenburg (7)
 
AK40+ Spandau 04 (1), Uerdingen Masters (2), Würzburg 05 (3), Fürstenfeldbrucker Wasserratten (4)
 
AK45+ SV Würzburg 05 (1), Empor Halle (2), PSV Duisburg (3)
AK50+ Uerdingen Masters (1), WPM Duisburg (2), TPSK Köln (3)
AK55+ TPSK Köln (1), BW Bochum (2), PSV Duisburg (3), Berlin Charlottenburg (4), Hamburg Masters (5), WV Darmstadt (6)
AK60+ WV Darmstadt (1), BW Bochum (2), WPM Duisburg (3), TPSK Köln (4),
PSV Duisburg (5), EOSC Offenbach (6)
AK65+ SV Cannstatt (1), PSV Duisburg (2),  Berlin Köpenick (3)
AK70+ Düsseldorfer SC (1), SV Cannstatt (2)

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Waspo gewinnt Spiel drei und macht die Finalserie wieder spannend

Die Titelentscheidung in der Wasserball-Bundesliga der Männer ist vertagt. Waspo 98 Hannover gewann am Sonntag Spiel drei der Endspielserie auswärts bei den Wasserfreunden Spandau 04 mit 13:12 und verkürzte damit in der Serie im Modus „Best of Five“ auf 1:2 Siege. Endspiel Nummer vier findet am Mittwoch (05. Juni) in Hannover statt; sollten die Niedersachsen im heimischen Becken erneut gewinnen, käme es am kommenden Samstag (08. Juni), dann allerdings wieder in Berlin, zum Meisterschafts-Showdown. Gewinnt Spandau am Mittwoch, wäre dagegen der Rekordchampion vorzeitig Meister.

Schon im Spiel am Sonntag hatte der Hauptstadtklub nach den beiden Siegen zum Auftakt (14:12 nach Fünfmeterwerfen und 15:13) die große Chance, den Titel – es wäre der 39. der Vereinsgeschichte – perfekt zu machen, doch dieses Vorhaben misslang. Von Beginn an wurde deutlich, dass Waspo die Serie unbedingt noch einmal nach Hannover zurückholen wollte. Schnell führten die Gäste mit 3:1, in der Folge war die Partie dann lange Zeit ausgeglichen. Zur Pause führte allerdings Spandau knapp mit 7:6 und erhöhte direkt nach Wiederanpfiff sogar auf 8:6. Doch Waspo fing sich wieder und sorgte bis zum Ende des Abschnitts für den erneuten Ausgleich (9:9). Im Schlussviertel ging es dann hin und her, keine der beiden Mannschaften konnte sich um mehr als ein Tor absetzen, fast immer folgte auf den Führungstreffer auf der einen Seite postwendend der Ausgleich auf der anderen. Einzig den Treffer von Hannovers Luka Lozina 35 Sekunden vor dem Ende konnten die Wasserfreunde nicht mehr kontern. Der Kroate kam ebenso wie Niclas Schipper auf drei Tore beim Sieger, Marko Macan als bester Torschütze für Waspo sogar auf vier; auf Berliner Seite war Marin Tomasovic ebenfalls viermal erfolgreich. „Matchball abgewehrt, we are back“, freute sich Waspo-Coach Karsten Seehafer.

ASC Duisburg legt im Kampf um die Bronzemedaille vor

Außer den Endspielen fanden in der Wasserball-Bundesliga am Wochenende noch weitere Partien statt. Im ersten Spiel um Platz drei behauptete sich der ASC Duisburg erst im Fünfmeterwerfen mit 13:12 beim OSC Potsdam und kann somit am nächsten Samstag im eigenen Becken wie schon im Vorjahr die Bronzemedaille sichern. Im ersten von maximal drei Spielen um Platz fünf gewann der SV Ludwigsburg 08 mit 11:9 gegen die White Sharks Hannover. Im Kampf um Platz sieben steht es nach bereits zwei Begegnungen 1:1 zwischen der SG Neukölln Berlin, die das erste Spiel mit 14:11 gewonnen hatte, und der SV Krefeld 1972, die tags darauf dann mit 13:7 zurückschlug. Der Verlierer dieser Serie im Modus „Best of Three“ spielt in der kommenden Saison definitiv nur noch in der B-Gruppe; der Gewinner bestreitet ebenso wie der Sechstplatzierte noch die Relegation gegen den Zweit- beziehungsweise Drittplatzierten der B-Gruppen-Play-offs.

Bochums Frauen gewinnen das erste Spiel um Platz drei gegen Uerdingen

Auch in der Bundesliga der Frauen geht es noch um die finalen Platzierungen. Nachdem die Wasserballerinen des SV Bayer Uerdingen 08 in dieser Saison erstmals seit langem wieder die Finalserie verpasst hatten – stattdessen trifft in den Endspielen der SSV Esslingen auf die Wasserfreunde Spandau 04, die Berlinerinnen gewannen am Samstag das erste Spiel deutlich mit 25:6 –, droht das Team aus Krefeld nun auch im Duell um Bronze leer auszugehen. Im ersten Spiel um Platz drei unterlagen die Uerdingerinnen jedenfalls mit 8:9 beim SV Blau-Weiß Bochum, haben am kommenden Wochenende aber immerhin zweimal Heimrecht und wollen dort die Serie noch umbiegen. Im Spiel um Platz fünf ging die erste Partie mit 11:10 an den Eimsbütteler Turnverband gegen die Frauen von Waspo 98 Hannover.

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Der SV Krefeld 1972 sichert sich den Titel in der U18-Bundesliga

Am Ende durften die Gastgeber jubeln: Im heimischen Becken gewann der Wasserballnachwuchs des SV Krefeld 1972 am Wochenende das entscheidende Spiel des zweiten Finalturniers der U18-Bundesliga mit 4:3 gegen Titelverteidiger White Sharks Hannover und sicherte sich damit zum zweiten Mal den Deutschen Meistertitel. 2013 hatten die Krefelder zuletzt gewonnen, es war seinerzeit die Premiere dieses Wettbewerbs (damals noch als U17-Bundesliga). Und schon damals hieß der Trainer Markus Zilken, der seine Mannschaft auch diesmal wieder perfekt eingestellt hatte. „Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft und einen starken Siegeswillen und Teamgeist gezeigt. Es macht wahnsinnig viel Spaß, diese Truppe zu trainieren“, betonten Zilken und der zweite Krefelder Coach Dr. Georg Metten.

Für die White Sharks, die zuletzt dreimal hintereinander den Titel geholt hatten und auch nach dem ersten Finalturnier noch in Führung lagen, blieb am Ende Platz zwei, Dritter wurde der OSC Potsdam, Vierter der SSV Esslingen.

Duisburg holt die ersten Punkte in der Abstiegsrunde

Zwei Spiele gab es am Wochenende auch in der Bundesliga der Männer, wo ansonsten alle Blicke auf die Endrunde im DSV-Pokal gerichtet waren. Dabei holte der Duisburger SV 1898 in der Abstiegsrunde in Gruppe F seine ersten drei Punkte durch ein 13:13 gegen den SV Weiden 1921 und das 16:6 am Tag darauf gegen den SV Würzburg 05.

Uerdingens Frauen schlagen Bochum, Blau-Weiß verliert Punkte am grünen Tisch

In der Frauen-Bundesliga gab es in dieser Woche aufgrund der Pokalendrunde ebenfalls nur eine Partie, in der sich die Vorjahres-Vizemeisterinnen überraschend deutlich mit 13:3 beim SV Blau-Weiß Bochum durchsetzten, den DM-Dritten der vergangenen Saison. Uerdingen beendet die Vorrunde damit als Zweite und hat im Halbfinale (ab 14. Mai) Heimrecht.

Die Bochumerinnen sind Dritte und werden diesen Platz wohl auch behalten – es sei denn Eimsbütteler Turnverband gewinnt am Mittwoch die letzte noch offene Partie der Vorrunde gegen die ungeschlagenen Tabellenführerinnen der Wasserfreunde Spandau 04. Zumindest Platz vier und damit das Ticket für die Play-offs ist Blau-Weiß aber schon jetzt sicher, nachdem das eigene Spiel gegen die Spandauerinnen, das für Dienstag angesetzt war, von Berliner Seite abgesagt und deshalb für Bochum gewertet wurde.

Der Ruhrpottklub steht damit im Halbfinale, obwohl zuletzt mehrere Partien – eine gegen die Wasserfreunde Spandau 04 und je zwei gegen den SSV Esslingen und den SC Chemnitz 1892 – wegen des Einsatzes von mehr als zwei Nicht-EU-Spielerinnen nachträglich jeweils mit 0:10 gegen den Verein gewertet wurden. Bochum engagiert sich seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sehr stark für ukrainische Geflüchtete und hat mittlerweile rund 65 Personen aufgenommen, die Hälfte davon aktive Wasserballer*innen, die erst ins Training und später teilweise auch richtig ins Team integriert wurden.

„Die Freude an ihrem Sport ist das Einzige, was die Mädchen noch haben. Diese Freude muss unbedingt hochgehalten werden“, sagt Frank Lerner, Abteilungsleiter Wasserball und zugleich Trainer des Bundesligateams. Formell sei die Aberkennung der Punkte korrekt. „Wir akzeptieren das. Moralisch haben wir aus unserer Sicht die richtige Entscheidung getroffen. Ich habe die lachenden Augen der Mädchen gesehen, wenn sie mit im Bus gesessen haben – sie waren so glücklich, das ist mehr wert als alles andere. Auch unsere Spielerinnen stehen zu 100 Prozent dahinter, sie haben die Kleinen längst ins Herz geschlossen. In solchen Momenten muss der Sport eben auch einmal zurückstehen.“

„Wie Bochum sich dort engagiert, ist sehr lobenswert“, sagt Tino Ressel, stellvertretender Abteilungsleiter Wasserball und Sprecher der Länderfachfachkonferenz. „Gleichwohl sind in den Wettkampfbestimmungen des Deutschen Schwimm-Verbands e.V. (DSV) die Wechselfristen für Spieler*innen sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland klar geregelt und fallen nicht in den betreffenden Zeitraum.“ Der DSV habe nun jedoch rückwirkend durch einen Beschluss der Länderfachkonferenz die Wechselmöglichkeit im Rahmen des LEN-Wechselfensters ebenfalls ermöglicht. Seit 01. Mai sind die ukrainischen Spieler*innen somit offiziell in der Bundesliga, aber auch in den anderen Ligen spielberechtigt, wobei auch weiterhin nicht mehr als zwei Nicht-EU-Spielerinnen eingesetzt werden dürfen.

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Potsdam siegt doppelt in der Bundesliga, Spandau gewinnt zweimal an einem Tag

Es war ein wichtiges Wochenende für die Wasserballer des OSC Potsdam. Sportlich sowieso, trafen die Brandenburger in der Bundesliga mit dem SSV Esslingen und der SG Neukölln Berlin doch gleich auf zwei Gegner, die in der Tabelle der A-Gruppe direkt vor ihnen platziert waren. Die Chance war groß, durch zwei Siege einen Sprung nach vorne zu machen und so für die Relegationsspiele einen vermeintlich leichteren Gegner zu bekommen. Aber auch abseits des Beckens war es ein besonderes Wochenende für den OSC. Der Verein widmete sämtliche Einnahmen aus den beiden Bundesliga-Heimspielen, den Spielen der zweiten Mannschaft und der Ostdeutschen Meisterschaft U14 den Menschen in der Ukraine. Alle Eintrittsgelder und Spenden gingen an den Freundes- und Förderkreis des Klinikum Ernst von Bergmann, der sich vor allem für die Beschaffung dringend benötigter Medikamente für die Kriegsregionen der Ukraine einsetzt.

Eine starke Aktion, die auch sportlich durch zwei Siege gegen die direkte Konkurrenz abgerundet wurde. Gegen den SSV Esslingen gewannen die Potsdamer mit 8:7, tags darauf dann auch das Berlin-Brandenburg-Derby gegen die SG Neukölln Berlin mit 14:7. Bereits zur Pause war die Partie beim Stand von 9:2 für die Gastgeber quasi entschieden, die sich durch die beiden Erfolge vorerst auf Platz sechs verbesserten. Die Neuköllner waren am Vortag bereits dem Tabellendritten ASC Duisburg mit 18:8 unterlegen. Djordje Tanaskovic, aktuell bester Torjäger der Bundesliga, traf in diesem Spiel allein achtmal für den ASC. Auch Esslingen verlor sein zweites Spiel des Wochenendes ebenfalls, und zwar mit 10:16 bei den White Sharks Hannover. Dabei führten die Esslinger im dritten Viertel noch und gingen mit nur einem Tor Rückstand in den entscheidenden Spielabschnitt, den Hannover dann aber mit 7:2 für sich entschied.

Auch unter der Woche war der OSC Potsdam bereits im Einsatz und verlor dort das Nachholspiel gegen Tabellenführer Wasserfreunde Spandau 04 mit 6:28. Nur anderthalb Stunden später stiegen die Spandauer dann schon wieder ins Wasser und gewannen auch ihr zweites Nachholspiel gegen die SG Neukölln Berlin mit 22:2. Alle drei Klubs hatten sich darauf verständigt, die Partien direkt hintereinander in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg auszutragen, wobei die Wasserfreunde für das zweite Spiel auf vier Positionen rotierten, um Kräfte zu schonen. „Alle Teams der Wasserball-Bundesliga zeigen sich im recht schwierigen Verlauf der aktuellen laufenden Hauptrunde sehr kooperativ, damit alle Spiele durchgeführt werden können“, freute sich Spandaus Sportlicher Leiter Peter Röhle.

Krefeld stürmt zum nächsten Sieg, erste Niederlage für Neustadt in der Abstiegsrunde

In der Zwischenrundengruppe D waren beide Krefelder Klubs erfolgreich: Der SV Bayer Uerdingen 08 gewann gegen Düsseldorfer SC 1898 mit 9:7, nachdem man das Hinspiel noch verloren hatte; Lokalrivale SV Krefeld 1972 bezwang die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln mit 13:7. Der SVK bleibt damit ohne Punktverlust Spitzenreiter in dieser Gruppe und könnte am nächsten Samstag mit einem Sieg im Derby gegen die zweitplatzierten Uerdinger Platz eins endgültig absichern, der den vermeintlich leichtesten Gegner für die Relegationsspiele (ab 06. April) bedeuten würde.

In der Abstiegsrunde in Gruppe F kassierte Aufsteiger SC Neustadt/Weinstraße mit dem 7:22 beim SV Weiden 1921 seine erste und dann direkt deutliche Niederlage. Gleich neun verschiedene Torschützen trafen für Weiden, die meisten Tore für die Gastgeber – jeweils vier – erzielten Nikolaj Neumann und Jakob Ströll. Auch Torhüter Matthias Kreiner zeigte sich bei den Bayern bestens aufgelegt.

Eimsbüttel zurück auf Platz zwei in der Frauen-Bundesliga

In der Wasserball-Bundesliga der Frauen waren der SV Bayer Uerdingen 08 und der SC Chemnitz 1892 jeweils doppelt im Einsatz. Die Uerdingerinnen gewannen zunächst das Duell der beiden Bundesligisten mit der aktuell wohl besten Jugendarbeit in Deutschland gegen den SSV Esslingen mit 19:6, anschließend gab es auch gegen Schlusslicht SV Nikar Heidelberg beim 21:4 einen deutlichen Erfolg. Die Chemnitzerinnen verloren dagegen ihre beiden Spiele. Bei Waspo 98 Hannover unterlag man mit 11:15, wobei Waspo zwischenzeitig schon mit 11:2 und 14:5 führte, ehe die Gäste das Ergebnis aus ihrer Sicht noch etwas freundlicher gestalten konnten. Deutlich knapper lief es am Tag danach in der Partie beim Eimsbütteler Turnverband, der sich nur knapp mit 16:15 gegen die Sächsinnen durchsetzte. Kapitänin Maren Hinz erzielte 43 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer für den ETV und war gemeinsam mit Pauline Pannasch mit jeweils sieben Treffern auch sonst die beste Torschützin bei den Hamburgerinnen. Bei Chemnitz war Jung-Nationalspielerin Jamie-Julique Haas sechsmal erfolgreich.

Durch den Sieg rückte Eimsbüttel nach Pluspunkten auf Platz zwei vor, Uerdingen ist jetzt Dritter. Spitzenreiter bleiben die Wasserfreunde Spandau 04, deren drei Partien am Wochenende allesamt verschoben wurden.

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