Deutschlands Sprungteam Siebter beim EM-Auftakt in Paris

©Jo Kleindl
- 31.07.2026
Die erste Goldmedaille bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) sicherten sich die Wasserspringer*innen aus Italien. Beim Team-Event setzten sich die Azzurri mit 410,60 Punkte vor den Neutralen Athlet*innen aus Russland (385,80) und der Ukraine (368,20) durch. Für die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) begannen die Titelkämpfe im Centre Aquatique Olympique mit Rang sieben (319,20).
Beim Team-Event bestreiten zunächst je eine Frau und ein Mann die Sprünge vom 3m-Brett und das 3m-Mixed-Synchronspringen, anschließend geht es für die Einzelsprünge beider Geschlechter und das Turm-Mixed-Synchronspringen hoch auf die 10m-Plattform. Die besondere Herausforderung dieses Wettbewerbs liegt darin, dass die Aktiven im Gegensatz zu den sonst üblichen Sprungserien bei jeweils nur einem Versuch auf ihrem Spezialgebiet perfekt abliefern müssen. Während Italien am Freitag dabei ohne große Wackler durchkam, gelang das bei den Deutschen nur teilweise.
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Ausgerechnet die erfahrenen Lena Hentschel (Berliner TSC) und Moritz Wesemann (SV Halle) – beide konnten in der Vergangenheit bereits EM-Gold vom Brett gewinnen – bekamen ihre Einzelsprünge nicht sauber ins Wasser. Erst beim gemeinsamen Synchronsprung blitzte ihr großartiges Potenzial dann auf. Vom Turm brach die mögliche Aufholjagd nach einem guten Sprung der WM-Zweiten Pauline Pfeif (Berliner TSC) dann schon bald wieder ab, da Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) bei seinem Auerbach ebenfalls Probleme bekam.
„Ich würde nicht sagen, dass der Druck zu groß war. Es ist ein Einstiegswettkampf, es ist ein schöner Wettkampf. Vor allem finde ich das Team-Event unfassbar schön, weil es einfach Spaß zusammen macht – wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen.“, sagte Pfeif. „Es sollte heute leider nicht so sein, und ich würde sagen: Die Fehler, die wir gemacht haben, sortieren wir aus. Die kommen nicht mehr vor, und dann wird es auf jeden Fall besser laufen die nächsten Tage. Fehler passieren, das ist nun mal so, wir sind menschlich. Abhaken, morgen geht es weiter.“
Am Samstag steht für Pfeif das Turm-Synchronspringen mit Vereinskollegin Elena Wassen auf dem Programm, bei den Männern wird vom 1m-Brett gesprungen. Wesemann ist dort Titelverteidiger, als zweiter DSV-Starter geht Jonathan Schauer (SV Halle) ins Rennen. Und auch Bundestrainer Christoph Bohm weiß, dass da alles schon wieder ganz anders aussehen kann. „Ich habe ja auch im Vorfeld gesagt, dass wir in jeder Disziplin medaillenfähig sind – also nicht, dass wir in jeder eine holen, aber dass wir das Potenzial dazu haben. Heute ist es uns nicht gelungen, dieses abzurufen. Aber wir haben noch so viele Wettbewerbe. Wir haben uns gut vorbereitet, wir müssen nach vorne schauen und fokussiert bleiben.“ Auch Hentschel sah das so: „Wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen und dass es besser wird die nächsten Tage.“















