Pauline Pfeif und Elena Wassen gewinnen Deutschlands erste EM-Medaille in Paris

© Jo Kleindl
- 01.08.2026
Mit einem starken Auftritt haben Pauline Pfeif und Elena Wassen (beide Berliner TSC) bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) die erste Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) erkämpft. Beim Turm-Synchronspringen landete das Duo mit 298,20 Punkten knapp hinter den Britinnen Maisie Bond und Lois Toulson (300,09) auf dem Silberrang, Bronze ging an die Ukraine (286,20).
Von Verunsicherung nach dem wackligen Auftakt am Vortag mit Platz sieben im Team-Event war nichts zu spüren. Nach zwei stabilen Pflichtsprüngen schoben sich die auf Startnummer eins ausgelosten Deutschen gleich auf Rang drei, übernahmen mit einem dreieinhalbfachen Delfinsalto dann sogar die Führung. Nur dank des höheren Schwierigkeitsgrads zogen die Britinnen mit ihrem vierten Sprung wieder knapp vorbei und verteidigten den hauchdünnen Vorsprung dann auch im Schlussdurchgang.
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„Wir sind super happy mit der Silbermedaille und können uns auf keinen Fall beschweren“, meinte Wassen. Die 25-Jährige hatte im vergangenen Jahr wegen einer Handgelenks-Operation komplett aussetzen müssen. Sie kämpfte sich jedoch mit viel Trainingsfleiß zurück, beinahe hätte es an der Seite von Vize-Weltmeisterin Pfeif nun auf Anhieb zum EM-Titel gereicht.
Europameisterin war Wassen 2023 schon mal an der Seite ihrer Schwester Christina geworden, die derzeit ebenfalls verletzt ist. „Ich ärgere mich natürlich über meinen dreieinhalbfachen Vorwärtssalto und meinen Kopfsprung rückwärts ein bisschen. Die kann ich eigentlich beide besser und habe ich auch im Einspringen besser gemacht“, gab Wassen zu. Nahm aber sofort die langfristige Perspektive mit ihrer neuen Partnerin in den Fokus: „Wenn wir so weiter trainieren können wie die letzten anderthalb, zwei Jahre und beide gesund bleiben, dann können wir auf jeden Fall auf einen Quotenplatz und auf einen Start in LA hoffen.“ Bei den Olympischen Spielen vor zwei Jahren an gleicher Stelle hatten sich im Turm-Synchronspringen der Frauen zuletzt keine DSV-Aktiven qualifizieren können.
Pfeif blieb während des Wettkampfs ihrer Linie treu, nicht auf die Punktestände und Zwischenstände zu schauen. Um so immer nur ihre eigene Leistung im Blick zu haben. Nach dem letzten Sprung bewies die Vizeweltmeisterin im Turm-Einzel aber, dass sie ansonsten durchaus über den Beckenrand hinausschaut. Die Wirkung des ersten Medaillengewinns für das DSV-Team ordnete sie nämlich so ein: „Ich glaube, das gibt uns ein bisschen mehr Kraft und nochmal so einen richtigen schönen Push für die nächsten Wettkämpfe.“ Ihren eigenen Einzelwettkampf inklusive.















